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                <title>SK Touristik - Kanada. Leidenschaftlich./Kanada Reise/Reiseberichte/Das Kanada-PraktikumArtikel</title>
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        <description>Artikel aus der Kategorie Das Kanada-Praktikum</description>
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                <title>Rocky Mountaineer 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 09:38:40 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_rockymountaineerfam-mooselake.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 99&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Rosedale on Robson &amp; Rocky Mountaineer&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann gar nicht so recht glauben, dass meine Zeit hier in Vancouver schon fast vorbei ist. Es fühlt sich an, als wäre ich gestern erst angekommen. Und vor allem gibt es noch so viel zu sehen! Aber naja, so habe ich definitiv einen Grund um wiederzukommen. Die Stadt am Pazifik gefällt mir sehr und fasziniert mich bei jeder Erkundungstour aufs Neue mit großer Vielfalt. Die Kombination aus Eindrücken hinter die Kulissen des Rosedale on Robson Suite Hotels sowie der freien Zeit zum Erkunden der Stadt habe ich sehr genossen. Das Hotel bietet mit seiner Lage im Herzen Vancouvers eine optimale Ausgangsbasis für jegliche Stadterkundungstouren. Ich habe mich hier sowohl als Gast als auch als Praktikantin rund um wohl gefühlt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keinen Kilometer vom Rosedale on Robson entfernt, steht das Sheraton Wall Centre. Im North Tower des Hotels übernachte ich heute im 24. Stock, bevor morgen im Rahmen des &quot;Rocky Mountaineer Learning Journey&quot; das nächste Abenteuer beginnt. Und was für eins! Sowohl an Board des Luxuszuges als auch während der anschließenden Bustour durchquere ich gemeinsam mit anderen Travel Agents die atemberaubende Landschaft Westkanadas. Diese Art von Reise nennt sich &quot;Familiarization Trip&quot; - kurz FAM-Trip. Sie trägt dazu bei, dass Vertreter der Tourismusbranche spezielle Produkte kennenlernen und sich mit ihnen vertraut machen. Ich freue mich seit Wochen auf diese vielversprechende Tour. Schon beim Gedanken an die Aussicht auf türkise Seen, schneebedeckte Berge und dichte Wälder bekomme ich Gänsehaut. Mit ein wenig Glück entdecken wir auf unserem Weg von Vancouver über Kamloops nach Jasper sowie weiter über Lake Louise und Banff nach Calgary ja auch das ein oder andere Wildtier. Ich drücke mir an dieser Stelle einfach mal selbst die Daumen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reise mit dem Rocky Mountaineer bildet für mich die letzte Station auf der einzigartigen Tour durch Kanada, bevor es im Anschluss wieder nach Deutschland geht. Fünf Monate voller unvergesslicher Momente liegen bereits hinter mir. Ich hätte niemals gedacht, dass ich mal so eine Chance bekommen würde. Ich habe Unglaubliches erlebt!  Situationen an die ich zuvor nicht mal im Traum gedacht habe. Beim erneuten Durchleben der letzten Monate kullert mir langsam eine Träne die Wange herunter. Ich realisiere die starke emotionale Wirkung, die das Reisen in mir auslöst. Und das ist meiner Meinung nach eine ganz besondere Eigenschaft. Und keine Sorge, die Träne ist schnell getrocknet und bereits in neuen Entdeckergeist übergegangen. Denn es ist ja noch nicht zu Ende! Am Abend treffe ich auf die anderen FAM-Trip Teilnehmer sowie unsere Reiseleiterin Monika Landler, Regional Business Managerin bei Rocky Mountaineer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemeinsam gehen wir zum Welcome Event im Four Seasons Hotel. Wir sind Teil eines großen FAM-Trips, bei dem insgesamt rund 100 Travel Agents aus verschiedenen Ländern teilnehmen. Bei Häppchen und Getränken stimmen wir uns auf die kommenden Tage ein und teilen unsere Vorfreude miteinander.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 100&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Im Rocky Mountaineer von Vancouver nach Kamloops&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Morgen klingelt der Wecker schon um kurz nach fünf. Trotz des frühen Erwachens fühle ich mich ausgeruht und fit für die bevorstehende erste Etappe des Rocky Mountaineer FAM-Trips. Heute steht die Zugreise von Vancouver nach Kamloops bevor, die uns durch das Fraser Valley und anschließend entlang des Thompson River bis zur sonnigsten Stadt British Columbias, Kamloops führt. Dieser Gleisabschnitt ist eine Hälfte des sogenannten &quot;Journey through the Clouds&quot;, der am morgigen Abend in Jasper enden wird. Vor dem Sheraton Wall Centre warten bereits mehrere Reisebusse, um uns samt Gepäck zum Bahnhof zu bringen. Denn genau dort steht er in seiner blau, gold, weißen Färbung. Der berühmte Rocky Mountaineer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Knapp 20 Wagons sind hinter der kraftvollen Zugmaschine aneinander gereiht. Über den gesamten Tag sind wir an Bord des Luxuszuges und genießen ein Rundum-sorglos-Paket beim Durchqueren atemberaubender Landschaften. Unterschieden wird dabei in zwei Luxuskategorien, Gold und Silver Leaf. Die Unterschiede beider Reiseklassen liegen hauptsächlich in der Bauform und Innenausstattung der Wagons, der Auswahl an Speisen und Getränken als auch den Übernachtungsunterkünften. Mein heutiges Ticket ist für den Gold Leaf Service gültig und qualifiziert mich somit zum Einstieg in den luxuriösen zweistöckigen Wagon. Wahnsinn, im oberen Abteil erlauben die Panoramafenster einen 360° Grad Blick der umliegenden Region. Innerlich mache ich schon jetzt einen kleinen Freudensprung. Und dabei habe ich die ultra bequemen und hochfunktionalen Sitze mit extra Beinfreiheit noch gar nicht richtig wahrgenommen. Etwas perplex sitze ich auf meinem Platz und kann noch gar nicht fassen, was hier eigentlich passiert. Das Service-Team heißt uns herzlich an Bord des Rocky Mountaineer willkommen und lädt uns ein, gemeinsam auf den Beginn einer unvergesslichen Reise anzustoßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Zug setzt sich in Bewegung und wird langsam vom Schaffner aus Vancouver heraus manövriert. Zeit fürs Frühstück! In zwei Gruppen aufgeteilt wechseln wir nacheinander in den unteren Teil des Wagons. Präzise eingedeckt warten neben den gemütlichen Vierertischen schon die freundlichen Kellner auf uns. Die Frühstückskarte hält eine vielseitige Auswahl an Speisen bereit. Puh, das ist keine einfache Wahl! Letztendlich entscheide ich mich für &quot;Eggs Benedict&quot; und kann es kaum erwarten die pochierten Eier auf einem English Muffin gekrönt mit Sauce Hollandaise zu kosten. Wow, das Essen ist vorzüglich! Gut gestärkt wandern wir zurück an unsere Plätze und genießen die Aussicht. Südöstlich von Downtown Vancouver erstreckt sich das Fraser Valley. Der Zug schlängelt sich entlang des Fraser River durch Wälder und vorbei an satt grünen Wiesen. Eines der besonderen Highlights auf der Route ist das Hell&#039;s Gate. Hier verbindet eine Brücke die schmalste Stelle des Fraser River. Stromschnellen wirbeln das Wasser zu weißem Schaum auf und fließen durch die enge Passage. Ich zücke meine Kamera, um schnell ein gutes Foto zu erhaschen. Im nächsten Moment merke ich, dass ich keinen Grund zur Sorge habe. An speziellen Aussichtspunkten entlang der Route verringert der Schaffner die Geschwindigkeit des Zuges, sodass sich die Reisenden ganz in Ruhe und ausgiebig umsehen können. Eine Fahrt mit dem Rocky Mountaineer ist eben keine normale Zugfahrt, es ist ein Erlebnis!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir passieren die Schnittstelle der beiden Eisenbahngesellschaften Canadian Pacific und der Canadian National Railway in Form einer interessanten Brückenkonstellation namens Cisco Crossing. Anschließend kommen wir an die  Verflechtung von Fraser und Thompson River, als wir von den Mitarbeitern freundlich zum Lunch aufgerufen werden. Mir läuft schon beim Lesen der Speisekarte das Wasser im Mund zusammen. Das wird keine leichte Entscheidung! Serviert wird ein schmackhaftes drei Gänge Menü angerichtet mit fantastischer Aussicht auf den Thompson River. Nach dem Essen fühle ich mich pappsatt. Beim Anblick der Nachspeise bestehend aus Brownie und Vanilleeis breitet sich allerdings ein Lächeln in meinem Gesicht aus. Für den Nachtisch lässt sich definitiv noch ein Plätzchen finden! Am späten Nachmittag erreichen wir den Kamloops Lake und folgen für mehrere Kilometer den Schienen entlang des Seeufers. Eine Kulisse wie aus dem Bilderbuch! Bewaffnet mit meiner Kamera verlasse ich das Zugabteil und gehe heraus auf die balkonartige Plattform am Ende des Wagons. Draußen an der frischen Luft habe ich heute schon die eine oder andere Minute verbracht. Es ist ein wundervolles Gefühl, sich den Fahrtwind ins Gesicht wehen zu lassen und dabei tief einzuatmen. Mal ganz davon abgesehen, dass von hier draußen die Farben der Natur noch intensiver sind als durch die Fensterscheiben. Ein absoluter Traum!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor der Ankunft in Kamloops stellt das Bord-Team sicher, dass die folgenden Abläufe reibungslos ineinandergreifen. Schon im Zug erhalten wir die Zimmerkarten für das Coast Kamloops Hotel &amp; Conference Centre und der Shuttlebus parkt bereits direkt vor unserem Zugabteil. Um die Koffer müssen wir uns auch nicht kümmern, die sind nämlich bereits zu den jeweiligen Hotelzimmern geliefert worden und warten auf unsere Ankunft. Ich bin beeindruckt! Bei insgesamt 621 Reisenden muss das eine große logistische Herausforderung sein. Das Vorgehen des Rocky Mountaineer Teams funktioniert einwandfrei und wirkt auf mich hoch optimiert. Als Gast muss man sich tatsächlich um nichts sorgen, sondern genießt die Reise in vollen Zügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 101&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Im Rocky Mountaineer von Kamloops nach Jasper&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Übernachtung in Kamloops geht es heute im Rahmen des Rocky Mountaineer FAM-Trips auf die zweite und somit auch leider schon letzte Etappe des &quot;Journey through the Clouds&quot;. Mit dem Luxuszug fahren wir von Kamloops nach Jasper und ich kann es kaum erwarten die Rocky Mountains zu erreichen. Um beide angebotenen Serviceklassen kennenzulernen, steigen wir für den bevorstehenden Abschnitt in einen Wagon der Silver Leaf Kategorie ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Unterschiede zur Gold Leaf Kategorie sind im direkten Vergleich deutlich zu erkennen. Der Wagon ist nicht in zwei Etagen unterteilt, sodass das Frühstück und Mittagessen am Platz serviert wird. Die Qualität des Essens ist sehr hochwertig, die Auswahl ist allerdings beschränkt. Während der gestrige Gold Leaf Wagon nahezu rundum Blick ermöglicht hat, sind die Panoramascheiben in der Silver Leaf nicht ganz so ausgeprägt. Trotzdem habe ich von meinem Platz aus alles im Blick und kann auch jederzeit aufstehen und durch das Abteil wandern. Obwohl ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Kategorien zu erkennen ist, fühle ich mich in der Silver Leaf Kategorie pudelwohl und bin begeistert. Entgegen meiner Erwartungen ist es auch heute möglich durch ein Fenster die Nase in den Wind zu halten. Obwohl ich den kleinen Balkon des Gold Leaf Wagons schon ein wenig vermisse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch auf dem heutigen Zugabschnitt durchqueren wir erneut wundervolle Landschaften. Der Rocky Mountaineer ermöglicht eine exklusive Aussicht auf traumhafte Naturphänomene, wie Wasserfälle, lebendige Flüsse und schneebedeckte Berge. Ich muss zugeben, dass es mir beim Anblick der vielfältigen Landschaft Kanadas stark in den Fingern kribbelt und ich ein wenig unruhig werde. Am liebsten würde ich aussteigen und hier und jetzt auf eine intensive Erkundungstour gehen. Bevor uns der FAM-Trip morgen im Laufe des Tages tatsächlich raus in die Natur führt, genießen wir aber erst mal weiterhin die einzigartige Reise im Rocky Mountaineer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz besonders gut gefallen mir die farbenfrohen Wälder, die wir auf unserem Gleisabschnitt durchfahren. Jetzt im Herbst wechseln die Blätter ihr Grün in die unterschiedlichsten Farbstufen. Die Sonnenstrahlen lassen die Farben erstrahlen und werfen eine warme und gemütliche Stimmung durch die großen Fenster zu uns in den Wagon. Ich kann gar nicht genug davon bekommen. Für einen Moment konzentriere ich mich nur auf das Farbenspiel und blende alles um mich herum aus. Pure Freude macht sich in mir breit. Dumpf nehme ich wahr, dass sich die Geräuschkulisse im Wagon erhöht. Ich öffne meine Augen und realisiere, dass wir uns ganz in der Nähe des Mount Robson befinden. Der Schaffner verlangsamt das Tempo. Mit einem gezielten Griff schnappe ich meine Kamera und stehe von meinem Platz auf. Wow, dort drüben ist er. Der höchste Berg in den Rocky Mountains! Mit seinen knapp 4.000 Metern ein beeindruckender Anblick.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Dämmerung erreichen wir Jasper. Hier endet unsere Zugreise mit dem Rocky Mountaineer. Auch wenn ich gerade ein wenig traurig bin, dass wir morgen nicht wieder an Bord gehen, freue ich mich auf der anderen Seite auf die bevorstehenden Erkundungstage in der Region um Jasper und Banff.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 102&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Icefields Parkway&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenfalls organisiert von Rocky Mountaineer starten wir nach unserer zweitägigen Zugtour eine anschließende Busreise. Entlang des Icefields Parkway werden wir mit Stopps in Lake Louise und Banff nach insgesamt drei Tagen unsere letzte Station, Calgary erreichen. Bevor ich aber jetzt schon ans Ende des FAM-Trips denke, freue ich mich lieber auf die vielen Highlights, die uns in den Rocky Mountains erwarten. Der erste Stopp führt uns zu den Athabasca Falls. An dieser bestimmten Stelle des Athabasca River stürzen die Wassermassen einen Hang hinunter und fließen danach in einem Canyon zusammen. Der Athabasca River entspringt aus den Quellbächen des Athabasca Gletschers und schlängelt sich über 1538 Kilometer durch die Provinz Alberta, bevor er nahe der Grenze zu Saskatchewan in den Lake Athabasca mündet. Auf mich hat der Wasserfall eine zweigeteilte Wirkung. Zum einen fasziniert mich die Dynamik des Wassers, auf der anderen Seite spüre ich auch Respekt und einen Hauch von Angst beim Anblick der Kraft, die der Fluss an dieser speziellen Stelle entwickelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das nächste Highlight spielt sich am oder besser gesagt auf dem Athabasca Gletscher ab. Mit einem monströsen Spezialfahrzeug geht es für uns auf die etwa 220 Jahre alte Eisfläche. Wie grob 30 weitere Gletscher war der Athabasca Gletscher einmal Teil des Columbia Icefields. Mit dem Rückgang der Eisfläche bedingt durch den Klimawandel haben sich die Gletscher immer weiter vom stabil bleibenden Columbia Icefield entfernt. Laut Fahrer und Guide David gehen Forscher davon aus, dass schon in etwa 100 Jahren nichts mehr vom Athabasca Gletscher übrig sein wird. Insgesamt gäbe es auf der Welt nur noch einen einzigen Gletscher, der seinen Umfang nahezu stetig beibehält. Ich bin sehr dankbar, dieses beeindruckende Naturwunder aus nächster Nähe bestaunen zu dürfen. Mit dem Wissen, dass dieses vergänglich ist, fühlt es sich noch eine Stufe bedeutender an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg nach Lake Louise schlängeln wir uns entlang der Straße durch dicht bewachsenes Waldgebiet. Rechts und links von uns erheben sich schneebedeckte Berge, Seen tauchen auf und Lichtungen ermöglichen den Blick auf zerklüftete Flussgebiete. Leider ist das mit dem Fotografieren durch die Fensterscheiben gar nicht so einfach. Ein Großteil meiner Bilder ist verwackelt oder zeigt eine Spiegelung des Businnenraums. Schade, so kommt die wundervolle Landschaft nicht mal annähernd so eindrucksvoll rüber wie sie in Wirklichkeit ist. Aber gut, daran kann ich wohl oder übel auch nichts ändern. Die Bilder sind ja immerhin in meinem Kopf gespeichert. Nach Überquerung des North Saskatchewan River führt uns der nächste Halt zum Peyto Lake. Wow, das intensive blau des Sees fesselt meinen Blick. Die Natur versetzt mich immer wieder ins Staunen! So wunderschön es auch an den einzelnen Plätzen ist, heute habe ich erfahren, dass man an diesen beeindruckenden Naturschauplätzen aller Voraussicht nach nicht allein sein wird. Es ist hilfreich ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass viele Touristen auf der bekannten Route in den Rocky Mountains unterwegs sind. Ich hatte zuvor noch die etwas naive Vorstellung in meinem Kopf, dass ich diese traumhaften Fleckchen in ihrer unberührten Schönheit genießen könne. Selbstverständlich habe ich es auch sehr genossen, aber eben in dem einen Moment zusammen mit vielen anderen Menschen. Bei einer Busreise bleibt das wohl nicht aus. Ist man mit einem Mietwagen oder Wohnmobil unterwegs gestaltet sich das Ganze schon deutlich flexibler. So lassen sich Stoßzeiten leicht &quot;umfahren&quot; und man kann sich beliebig viel Zeit für die Erkundung nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Busfahrer kündigt die Ankunft am Lake Louise an und keine Minute später tritt auch schon der nächste &#039;Wow-Moment&#039; ein. Das gewaltige Fairmont Chateau Lake Louise steht in exklusiver Lage direkt am See. Umgeben von Bergen wirkt das Luxushotel tatsächlich wie ein Schloss. Ich möchte eigentlich nur kurz mein Gepäck ins Zimmer bringen, bin dann aber erst mal damit beschäftigt, die überaus geräumige und edle Unterbringung zu bestaunen. Wahnsinn! Nachdem ich mich gefangen habe, schnappe ich mir die Kamera und gehe raus zum See. Die letzten Sonnenstrahlen verschwinden gerade hinter dem Victoria Glacier. Es ist wunderschön hier. Am Abend werden wir von Regional Director of Leisure Sales der Fairmont Hotels und Resorts Jennifer Furyk empfangen. Mit allen FAM-Trip Teilnehmern genieße ich ein hochklassiges Menü im Victoria Ballroom, bevor ich anschließend hundemüde in mein bequemes Bett falle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 103&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Lake Louise, Yoho National Park und Banff&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist noch dunkel, als ich mich am Morgen mit der Gruppe zum Frühstück im Luxushotel treffe. Wow, die Auswahl am Buffet ist riesig und das Essen sieht hervorragend aus. Es sieht nicht nur so aus, alles was ich probiere, schmeckt auch noch vorzüglich. Das Fairmont Chateau Lake Louise beeindruckt mich auf ganzer Linie. Ob es die luxuriösen Räume sind, die besondere Atmosphäre oder mein persönliches Highlight, der direkte Zugang zum See. Ein einzigartiges Erlebnis. Als wäre das Gesamtpaket nicht schon perfekt, haben wir das Glück heute Morgen einen phänomenalen Sonnenaufgang mitzuerleben. Die ersten Sonnenstrahlen lassen den Himmel in einem warmen Ton erstrahlen, bevor sie die Spitze des Gletschers oberhalb des Lake Louise erreichen. Ich bin für einen kurzen Moment nicht ansprechbar. Es ist magisch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem optimalen Einstieg in den Tag packe ich wohl oder übel meine Sachen zusammen. Gerne hätte ich die Region noch intensiver erkundet, wie beispielsweise im Rahmen einer Wanderung zum Lake Agnes oder dem Plain of Six Glaciers Teahouse. Allerdings ist der FAM-Trip sehr eng strukturiert und lässt er keinen Freiraum für etwaige spontane Aktionen. Zack, da ist somit ein weiterer Grund in jedem Fall wieder zu kommen! Bevor uns die Busroute am frühen Nachmittag nach Banff führt, legen wir vorher noch einen Abstecher zum Yoho National Park ein. In BC gelegen, lockt der Nationalpark beispielsweise mit der Sicht auf die Spiraltunnel. Es handelt sich um ein spezielles Tunnelsystem, das Zügen die Befahrung großer Höhenunterschiede in bergigem Gelände ermöglicht. Innerhalb des Tunnels machen die Gleise eine langgezogene Wendung von 360 Grad, um einen erfolgreichen An- oder Abstieg für die schweren Maschinen zu gewährleisten. Respekt, die Entwickler der Spiraltunnel sind in jedem Fall ziemlich genial.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umgeben von Bergen wartet schon das nächste Highlight auf uns. Hier ruht der Emerald Lake nahezu bewegungslos in seiner faszinierenden smaragdgrünen Färbung. Auf seiner Oberfläche spiegeln sich die umliegenden Berge sowie die Umrisse der angrenzenden Emerald Lake Lodge. Die Kombination von Bergen, Wald und Seen, wie sie hier im Westen Kanadas zu finden ist, löst immer wieder aufs neue Gänsehaut auf meiner Haut aus. Eine wundervolle Kulisse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der bezaubernden Kleinstadt Banff angekommen, bewundern wir als erstes das Fairmont Banff Springs Hotel. Auch bekannt als &#039;Canada&#039;s Castle in the Rockies&#039; ist das Hotel mit 764 Zimmern und Suiten eines der größten und bekanntesten Fairmont Hotels. Schon die äußere Erscheinung des Luxushotels versetzt mich in Staunen. Für die anschließende Tour durch die belebten Straßen des Ortes ziehe ich mich warm an. Der Herbst zeigt sich mit starken Böen und kühlen Temperaturen. Mit Winterjacke und Handschuhen ausgestattet macht mir das aber wenig aus. Im Gegenteil. Mir gefällt diese Jahreszeit! Mit einem Teil der Gruppe genieße ich eine heiße Tasse Kakao und gönne mir ein leckeres Sandwich in der Wild Flour Bakery. Aufgewärmt und gestärkt für die folgende Erkundungstour ziehen wir los. Bummeln gehört definitiv zu meinen Lieblingsaktivitäten und Banff bietet dafür beste Voraussetzungen. Ebenfalls gut aufgestellt ist die Kleinstadt mitten in den Rocky Mountains in Sachen Ausgehmöglichkeiten. Die zahlreichen Restaurants, Bars und Pubs treffen mit ihren unterschiedlichen Angeboten nahezu jeden Geschmack. Im Anschluss an das leckere Abendessen im Brew Pub, checken wir Banffs Nachtleben aus. Im Wild Bill ist heute Abend Live Musik. Die Stimmung ist ausgelassen. Das gemeinsame Feiern bestätigt nochmals die Harmonie, die ich innerhalb unserer Gruppe in den letzten Tagen durchweg gespürt habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 104&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Von Banff nach Calgary&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht im Moose Hotel war aufgrund der gestrigen Feierei im Wild Bill etwas kurz. Trotzdem habe ich gut geschlafen und fühle mich fit für den Tag. Freundlicherweise lädt uns das Hotel im hauseigenen Restaurant Pacini zum Frühstück ein. Auch das Restaurant spiegelt die moderne und einladende Art des Hotels wieder. Mir gefällt es hier richtig gut! Im Anschluss räumen wir die Zimmer und laden unser Gepäck in den Bus. Ich kann gar nicht glauben, dass heute bereits der letzte Reisetag ist und der FAM-Trip schon am Abend im Fairmont Hotel offiziell beendet wird. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass jemand heimlich die Zeit ankurbelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während hier unten im Ort Banff die Straßen vom Regen nass sind, hat es auf den Bergen Schnee gegeben. Ich liebe Schnee und mache einen kleinen Freudensprung beim Gedanken an den bevorstehenden Ausflug zum Sulphur Mountain. Keine Stunde später sitze ich in der Banff Gondola und schaukel auf über 2.000 Meter hinauf. Obwohl ich keine Ski dabei habe und meine Schuhe sich im Vergleich zu Skischuhen viel zu bequem anfühlen, erinnert mich die Gondelfahrt an meine zahlreichen Skiurlaube. Ich kann es kaum abwarten, mir eines Tages den Traum zu erfüllen, in den Rocky Mountains Ski zu fahren. Auf dem Sulphur Mountain angekommen, steuere ich zielstrebig in Richtung Aussichtsplattform. Juhuu, Schnee! Voller Begeisterung merke ich von den minus 4 Grad Celsius zunächst einmal nichts. Immer mal wieder schaffen es ein paar Sonnenstrahlen durch die dichten Wolken und werfen wunderschönes Licht auf die dünne Schneedecke. Vom Berg aus habe ich eine traumhafte Aussicht auf das Städtchen Banff und die umliegende Region. Gehüllt in eine zarte Schneeschicht zaubert mich die Landschaft für einen Moment in eine andere Welt. Ich fühle mich hier oben ein bisschen wie eine Königin und genieße mit einem Lächeln im Gesicht die Aussicht. Nach einer ganzen Weile hier draußen im kalten Wind spüre ich so langsam doch die Kälte im Gesicht und an meinen Händen. Da es leider ohnehin schon Zeit wird, den Rückweg anzutreten, spaziere ich gemütlich durch den Schnee zurück zur Gondelstation. Auf Wiedersehen Berge und bis hoffentlich ganz bald.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder unten angekommen, treffen wir uns am Bus und fahren weiter zu den Bow Falls. Ich erinnere mich noch genau daran, als ich im Juni gemeinsam mit Elfan und Diana, Freunden aus Calgary, in Banff zu Besuch war. Vor etwa drei Monaten schien die Sonne und ich habe nur ein Top mit Bluse getragen. Heute stehe ich mit der gleichen Faszination am selben Fleck. Jedoch eingemummelt in Pulli, Weste und Winterjacke!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So... Weiter geht es in Richtung Calgary. Der Busfahrer lässt uns am Le Germain Hotel in Downtown raus. Beim Aussteigen fällt mir fast die Kinnlade herunter. Wir wohnen direkt am Calgary Tower, dem ultimativen Wahrzeichen der Stadt. Das nenn ich mal eine hervorragende Lage! Nachdem wir den Nachmittag frei gestalten konnten, treffen wir uns am Abend für das abschließende FAM-Trip Event. Im Fairmont Palliser kommen wir für ein vorzügliches Drei-Gänge-Menü zusammen und schauen noch einmal auf die letzten Tage zurück. Ich habe im Rahmen des Rocky Mountaineer Learning Journey viele neue Eindrücke gesammelt, die Abläufe einer kombinierten Rundreise kennengelernt und zahlreiche Kontakte geknüpft. Zum Ende meines Kanadapraktikums nochmals die Schönheit Westkanadas und im speziellen das Naturphänomen Rocky Mountains erlebt zu haben, macht mich unendlich glücklich.</description>
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                <title>Rosedale on Robson 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 09:34:39 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_rosedale-selfie(1).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 94 bis 98&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Traveland &amp; Rosedale on Robson&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein letztes Mal fahre ich heute Morgen zu Traveland nach Langley. Ruck, zuck sind die zehn Tage Praktikum beim Wohnmobilvermieter vergangen. Ich habe sicherlich in der kurzen Zeit bei Weitem noch nicht alles im Detail verstanden, aber dafür habe ich mir einen guten Überblick über die Abläufe verschafft. Die interessanten und lehrreichen Gespräche mit Monika, Samuel und den anderen Teammitgliedern haben viele meiner Fragen beantwortet. Das neu angeeignete Wissen und besonders die Eindrücke, die ich in den vergangenen Tagen gesammelt habe, geben mir ein gutes Verständnis. Ich bin davon überzeugt, dass mir genau dieses Verständnis dabei hilft, den Einsteig im heimischen Büro zu erleichtern. Ein riesiges Dankeschön an Traveland RV Rentals für die Einblicke in das tägliche Geschehen und die freundliche Aufnahme ins Team.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine nächste Station liegt in der Weltmetropole Vancouver. Vier Tage werde ich im Rosedale on Robson Suite Hotel verbringen, um als Praktikantin einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Das Hotel ist mir nicht ganz unbekannt. Anfang Juli war ich bereits im Rahmen des Schöffel Foto-Shootings im Rosedale on Robson zu Gast. Dank der idealen Lage sind viele Sehenswürdigkeiten und belebte Stadtviertel bequem zu Fuß erreichbar. Das allerbeste: Die Suiten sind praktisch geschnitten und bieten unendlich viel Platz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen nimmt mich Global Director Jillian Francis in Empfang und stellt mich Reservations Managerin Laurie Pearce vor. Laurie ist sozusagen die gute Fee, wenn es um Buchungen der Suites geht. Ob Reservierungen reinkommen, Gruppenbuchungen eine Bestätigung verlangen oder auch mal die ein oder andere Stornierung eintrudelt, Laurie überblickt die Gesamtsituation zu jeder Zeit. Mein nächster Besuch führt mich zu Front Office Manager Mark Pineda. Er kennt das Rosedale on Robson schon über zehn Jahre und ist mit den Abläufen bestens vertraut. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Planung der Mitarbeitereinsätze sowie die Einnahme der Vermittlerrolle zwischen Gästen und dem Hotelmanagement. Wenn Mark sich ab und zu mal um eine Beschwerde kümmern muss, bleibt er dabei freundlich und gelassen. In den allermeisten Fällen lässt sich erfahrungsgemäß so die beste Lösung für alle Beteiligten finden. Als nächstes unterhalte ich mich mit Event Manager Mark Pinfield. Neben den Buchungen der Konferenzräume ist er außerdem der Mann für die Reservierung der sogenannten Hockey Packages. Das Rosedale in Robson bietet eine Kombination aus Hotelübernachtung und dem Besuch von Hockeyspielen des beliebten Teams &#039;Vancouver Canucks&#039; an. Praktisch dabei ist, dass die Rogers Arena keine 15 Gehminuten vom Hotel entfernt liegt. Meiner Meinung nach ist das ein ziemlich cooles Angebot! Insgesamt betrachtet, habe ich heute eine ganze Menge über die Abläufe, die hinter den Kulissen des Hotels stattfinden gelernt. Es ist interessant zu beobachten, dass die drei Manager Laurie, Mark und Mark in ihren Bereichen spezialisiert sind, darüber hinaus aber eng zusammenarbeiten und somit darauf abzielen, den Kunden einen optimalen Aufenthalt zu gewährleisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck spaziere ich nach Feierabend an der Robson Street entlang und setze mich für einen Moment in die Sonne. Mit gut 20° Grad Celsius ist heute noch einmal der Sommer zurück. Es ist wunderschön! Ich genieße den Moment. Zurück im Hotel überrascht mich Jillian mit der Nachricht, dass sie noch eine Karte für das abendliche Hockeyspiel übrig hat. Mein Strahlen reicht übers ganze Gesicht und ich feiere innerlich eine kleine Party. Erst gestern habe ich darüber nachgedacht, dass ich Kanada nicht verlassen kann ohne ein einziges Hockeyspiel gesehen zu haben. Und zack, ganz überraschend habe ich genau heute die Chance dazu. Lucky me!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für das Spiel gehe ich vom Hotel aus zu Fuß zur Rogers Arena. Was für ein Luxus! Ich setze mich auf meinen Platz und warte gespannt auf den Spielbeginn. Wahnsinn, was für eine tolle Stimmung! Und das obwohl es nicht mal ein reguläres Spiel ist, sondern noch zu den Preseason Games gehört: Vancouver Canucks vs. Calgary Flames. Mit kraftvollen, aber präzise ausgeführten Schlägen lassen die Spieler den Puck über das Eis schnellen. Bei den dynamischen Spielzügen ist es gar nicht so einfach, den kleinen schwarzen Punkt nicht aus den Augen zu verlieren! Wenn ich so darüber nachdenke, wie ich Schlittschuh laufe, wächst mein Respekt vor den Eishockeyspielern unten auf dem Eis noch einmal an. Das sieht so einfach aus! Die Spieler haben das Fortbewegen so automatisiert, dass sie sich voll und ganz auf das Spiel konzentrieren können. Hut ab! Nach drei intensiven Spielphasen endet das Aufeinandertreffen mit einem Stand von 3:1 für die Vancouver Canucks. Zum Abschluss legt Maskottchen Fin der Orca noch einen Siegestanz aufs Eis. Top Sache, das war ein schönes Erlebnis!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich gestern schon Front Office Manager Mark kennengelernt habe, besuche am nächsten Morgen seine Schützlinge an der Rezeption. Gemeinsam mit Pam und Iveta erlebe ich einen typischen Vormittag im Eingangsbereich des Rosedale on Robson. Wobei &#039;typisch&#039; ist Auslegungssache! Heute ist laut Medien ein extrem belebter Abend in der drittgrößten Metropolregion Kanadas. Die Band Coldplay spielt im BC Place Stadium, Country Sängerin Miranda Lambert ist in der Rogers Arena zu Gast und außerdem laufen über den heutigen Tag verteilt drei Kreuzfahrtschiffe mit mehreren tausend Gästen in den Hafen Vancouvers ein. Sprich, das Hotel ist für die heutige Nacht komplett ausgebucht. Und das bedeutet wiederum, dass Pam und Iveta zahlreiche Check-Outs und Check-Ins auf ihrer To-Do Liste haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stelle mich einfach mal unauffällig zu den beiden, beobachte und spiele Mäuschen. Schon meine ersten Eindrücke verraten mir, dass die beiden ein eingespieltes Team sind und höchst effektiv zusammen arbeiten. Mit einem Lächeln im Gesicht wird jeder Gast freundlich begrüßt und höflich nach seinem Anliegen gefragt. Check-In, Check-Out, Gepäckaufbewahrung, Parkausweise und Taxibestellungen gehören zu den Hauptthemen, die Pam und Iveta im Laufe des Tages bearbeiten. Darüber hinaus beantworten sie jegliche Fragen und zielen darauf ab, den Gästen einen optimalen Aufenthalt zu gewährleisten. Respekt an die beiden! Das Ganze passiert nämlich nicht nur in äußerster Präzision sondern auch noch in Höchstgeschwindigkeit. Mal davon abgesehen, dass die Abläufe vollkommen neu für mich sind, muss ich mich schon richtig konzentrieren, um folgen zu können. Das läuft hier wie am Schnürchen! Falls den beiden doch mal etwas unklar sein sollte oder Probleme auftreten, ist Front Office Manager Mark direkt nebenan und liefert Unterstützung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Team des Rosedale on Robson hat mir einen Einblick in die Abläufe hinter den Kulissen des Hotels gewährt. Eine sehr spannende Erfahrung, die mir gezeigt hat, wie viel Routine und Wissen die Bereichsmanager einbringen, um in Zusammenarbeit täglich die logistischen Herausforderungen der Hotellerie zu lösen. Respekt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 99&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Rosedale on Robson &amp; Rocky Mountaineer FAM-Trip Tag 1&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann gar nicht so recht glauben, dass meine Zeit hier in Vancouver schon fast vorbei ist. Es fühlt sich an, als wäre ich gestern erst angekommen. Und vor allem gibt es noch so viel zu sehen! Aber naja, so habe ich definitiv einen Grund um wiederzukommen. Die Stadt am Pazifik gefällt mir sehr und fasziniert mich bei jeder Erkundungstour aufs Neue mit großer Vielfalt. Die Kombination aus Eindrücken hinter die Kulissen des Rosedale on Robson Suite Hotels sowie der freien Zeit zum Erkunden der Stadt habe ich sehr genossen. Das Hotel bietet mit seiner Lage im Herzen Vancouvers eine optimale Ausgangsbasis für jegliche Stadterkundungstouren. Ich habe mich hier sowohl als Gast als auch als Praktikantin rund um wohl gefühlt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keinen Kilometer vom Rosedale on Robson entfernt, steht das Sheraton Wall Centre. Im North Tower des Hotels übernachte ich heute im 24. Stock, bevor morgen im Rahmen des &quot;Rocky Mountaineer Learning Journey&quot; das nächste Abenteuer beginnt. Und was für eins! Sowohl an Board des Luxuszuges als auch während der anschließenden Bustour durchquere ich gemeinsam mit anderen Travel Agents die atemberaubende Landschaft Westkanadas. Diese Art von Reise nennt sich &quot;Familiarization Trip&quot; - kurz FAM-Trip. Sie trägt dazu bei, dass Vertreter der Tourismusbranche spezielle Produkte kennenlernen und sich mit ihnen vertraut machen. Ich freue mich seit Wochen auf diese vielversprechende Tour. Schon beim Gedanken an die Aussicht auf türkise Seen, schneebedeckte Berge und dichte Wälder bekomme ich Gänsehaut. Mit ein wenig Glück entdecken wir auf unserem Weg von Vancouver über Kamloops nach Jasper sowie weiter über Lake Louise und Banff nach Calgary ja auch das ein oder andere Wildtier. Ich drücke mir an dieser Stelle einfach mal selbst die Daumen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reise mit dem Rocky Mountaineer bildet für mich die letzte Station auf der einzigartigen Tour durch Kanada, bevor es im Anschluss wieder nach Deutschland geht. Fünf Monate voller unvergesslicher Momente liegen bereits hinter mir. Ich hätte niemals gedacht, dass ich mal so eine Chance bekommen würde. Ich habe Unglaubliches erlebt!  Situationen an die ich zuvor nicht mal im Traum gedacht habe. Beim erneuten Durchleben der letzten Monate kullert mir langsam eine Träne die Wange herunter. Ich realisiere die starke emotionale Wirkung, die das Reisen in mir auslöst. Und das ist meiner Meinung nach eine ganz besondere Eigenschaft. Und keine Sorge, die Träne ist schnell getrocknet und bereits in neuen Entdeckergeist übergegangen. Denn es ist ja noch nicht zu Ende! Am Abend treffe ich auf die anderen FAM-Trip Teilnehmer sowie unsere Reiseleiterin Monika Landler, Regional Business Managerin bei Rocky Mountaineer. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemeinsam gehen wir zum Welcome Event im Four Seasons Hotel. Wir sind Teil eines großen FAM-Trips, bei dem insgesamt rund 100 Travel Agents aus verschiedenen Ländern teilnehmen. Bei Häppchen und Getränken stimmen wir uns auf die kommenden Tage ein und teilen unsere Vorfreude miteinander.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Rocky-Mountaineer.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>Traveland 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 09:33:33 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_facebook-header-(2).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 84 bis 93&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ankunft bei Traveland RV&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein erster Tag bei Traveland RV Rentals verläuft höchst ereignisreich. Obwohl die Hauptreisemonate Juli und August vorbei sind und die Wohnmobilsaison langsam in Richtung Ende geht, ist hier an der Verleihstation noch einiges los. Über den gesamten Vormittag und Teile des Nachmittags spazieren immer wieder Kunden ein und aus. Ich muss zugeben, dass ich gerade komplett den Überblick verloren habe, wer denn eigentlich von seiner Reise zurückkehrt und wer in wenigen Momenten das Abenteuer Kanada im Wohnmobil startet. Wie gut, dass ich noch einige Tage hier bei Traveland miterleben werde, um mir ein genaues Bild der Abläufe zu verschaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meinen ersten Eindrücken nach zu urteilen, wirkt das Team von Traveland RV Rentals unter der Leitung von Monika Krüger sehr eingespielt und routiniert. Die Mitarbeiter fokussieren einen hoch professionellen sowie freundlichen Kundenkontakt und sind dabei immer offen für die Beantwortung von Fragen jeglicher Art. Ein wenig überrascht bin ich als ich feststelle, dass nahezu alle Mitarbeiter deutsch sprechen können. Beim zweiten Gedanken macht es dann allerdings klick in meinem Kopf. Bei einem so hohen Anteil an deutschsprachigen Kunden ist diese Fähigkeit durchaus von Vorteil. Besonders wenn es um technische Details geht, erleichtert die Erklärung in der aus der Heimat gewohnten Sprache den Kunden die Einweisung ungemein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Blick hinter die Kulissen offenbart mir direkt an meinem ersten Tag den Umfang des Aufwands, der im Hintergrund des Wohnmobilverleihs anfällt. Bis zur Übergabe des Fahrzeugs an die Kunden geschehen etliche Arbeitsschritte von der Reinigung über die Neuausstattung mit Zubehör bis zur finalen Tankfüllung. Es fasziniert mich mit welchem logistischen Geschick das Team die Gefährte für ihre Kunden flott macht. Mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck gehe ich in den Feierabend. Für mich ist das Mitlaufen, Zuschauen und Wahrnehmen heute der optimale Einstieg in mein Praktikum bei Traveland. So habe ich eine erste Idee vom Tagesgeschäft bekommen und bin hoch motiviert, die Abläufe des Wohnmobilvermieters im Detail kennenzulernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die Fahrzeug-Flotte&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den ersten Tagen bei Traveland RV Rentals habe ich mir einen groben Überblick über die täglichen Abläufe verschafft. Dabei habe ich beobachtet, dass doch recht unterschiedliche Fahrzeuge mit den Kunden vom Hof in Richtung Urlaub rollen. Traveland greift insgesamt auf eine Flotte aus rund 200 Fahrzeugen zurück. Kein Wunder, dass ich da durcheinander komme! Samuel ist so freundlich und nimmt sich die Zeit, mir die Modelle etwas näher zu bringen. Vom Van über ein Wohnmobil (Class C) bis zum Bus (Class A) ist alles verfügbar. Die große Vielzahl an rollenden Unterkünften ermöglicht Traveland, seinen Kunden das passende Gefährt entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse anzubieten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem Spickzettel ausgestattet, gehe ich auf Erkundungstour. Der absolute Verkaufsschlager ist laut Rentals-Manager Monika Krüger der Navion. Das Wohnmobil ist kompakt und bietet dabei hohen Komfort für den Campingurlaub. Ideal ist dieses modern eingerichtete Fahrzeug für zwei Personen. Bei der Begehung habe ich allerdings das Gefühl, dass hier mal locker flockig drei, wenn nicht sogar vier Personen hausen könnten. Durch den seitlichen Sliedeout gewinnt man außerdem nochmals eine ganze Ecke extra Platz. It&#039;s magic!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer es lieber etwas minimalistischer, aber trotzdem voll ausgestattet und bequem mag, sollte unbedingt einen Blick in den Era Diesel Van werfen. Also ich persönlich hätte von außen nicht gedacht, dass sich in diesem kompakten Fahrzeug von Betten über Küche bis Toilette und Dusche die gleiche Ausstattung wie in einem Wohnmobil befindet. Sehr beeindruckend! Interessant für größere Gruppen oder diejenigen, die sich etwas mehr Platz gönnen möchten, ist sicherlich das Class C Bunk Model. Bis zu acht Personen finden hier sowohl einen Anschnallgurt als auch ein Bettchen. Ziemlich cool, wenn ich so darüber nachdenke. Für die Luxus-Liebhaber unter uns ist das sogenannte Class A Wohnmobil möglicherweise eine Überlegung wert. Der ohnehin schon geräumige Innenbereich wird Dank der beiden seitlichen Slideouts sogar noch größer. Der abendliche Tanz auf dem &quot;Dancefloor&quot; ist also gesichert! Und das Beste ist, dass man nicht mal einen besonderen Führerschein benötigt, um diese Schätzchen zu fahren. Also, nichts wie los!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe heute viel über die Flotte von Traveland gelernt. Es hat mir sehr geholfen, einmal einen Blick in  die  einzelnen Fahrzeug-Modelle zu werfen, um eine Vorstellung der Wohneinheiten zu bekommen. Obwohl die Fahrzeuge sich in ihren Maßen, ihrer Bauweise und den technischen Funktionen unterscheiden, sind sie alle top ausgestattet, modern eingerichtet und hervorragend in Schuss. Ich bin begeistert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fahrzeugaufnahme&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei Traveland habe ich mittlerweile schon viele SK-Kunden ein- und ausgehen sehen. Meist verraten sich die Kunden durch den roten Peyto Rucksack von Deuter und SK. Sehr vorbildlich! Mit Samuel habe ich den Ablaufplan für heute durchforstet und dabei einige SK-Buchungen entdeckt. Das ist für mich die optimale Gelegenheit, sie bei ihrer Wohnmobilübernahme zu begleiten und mir den Ablauf ein wenig genauer anzusehen. Der Traveland-Shuttle fährt vor. Mit ihm werden die Kunden von den Airport- oder Downtown-Hotels abgeholt. Familie Thies aus dem Sauerland betritt voller Vorfreude die Vermietstation. Mitarbeiterin Linda begrüßt die Drei und zeigt ihnen eine geeignete Stelle für die Zwischenlagerung ihres Gepäcks. Anschließend übernimmt Monika. Sie geht die grundlegenden Aspekte durch und erklärt wichtige technische Besonderheiten in der Theorie, bevor es im Anschluss zu den Fahrzeugen geht. Nicht zu vergessen ist der notwendige Papierkram: Die Verträge werden unterzeichnet und Ausweisdokumente kopiert. Tip top, die Basis ist somit gelegt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hänge mich anschließend an Samuel, der für die Familie Thies die Einweisung am Fahrzeug übernimmt. Losziehen werden sie mit dem Navion, der mit einer Länge von gut 7,5 Metern (25&#039;) und einem seitlichen Slideout genug Platz für bis zu vier Personen bietet. Zunächst wird  eine Runde von außen um das Wohnmobil gedreht. Bei den ganzen Klappen und Stauräumen ist es definitiv von Vorteil einmal gemeinsam durchzugehen, wo sich die notwendigen Anschlüsse und Schläuche sowie das zusätzliche Outdoor-Equipment befindet. Die moderne Innenausstattung des Navion vermittelt eine einladende Atmosphäre. Da bekomme ich doch glatt Lust, die Familie Thies auf ihre Reise zu begleiten! Nachdem alle Knöpfe ihren Funktionen zugeordnet sind und die Ausstattung an Bettwäsche, Putzzeug und Küchenutensilien stimmig ist, steht der finale Check des Kilometerstands sowie der Generatorlaufzeit an. So, und jetzt Feuer frei für noch ausstehende Fragen! Samuel scheint seinen Job gut gemacht zu haben, Familie Thies hat keine Fragezeichen im Gesicht, sondern ein Lächeln auf den Lippen und ist bereit für die Abfahrt. Na dann mal gute Fahrt und einen wundervollen Urlaub in Kanada! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Kundenservice&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit den Abläufen bei Traveland RV Rentals werde ich von Tag zu Tag vertrauter. Aber was passiert denn eigentlich, wenn die Kunden unterwegs sind und mal ein Problem auftaucht? Samuel erklärt mir, dass sie natürlich grundsätzlich nicht davon ausgehen, dass die Kunden während ihrer Reise mit Problemen konfrontiert werden. Wie ich es bereits beobachtet habe, legen die Traveland Mitarbeiter viel wert auf eine ausführliche Einweisung. Das hilft ungemein, um Verständnisfragen zu klären und die Kunden mit dem Fahrzeug bekannt zu machen. Einem Großteil an potentiellen Problemen wird somit effektiv vorgebeugt. Falls die Informationsflut  Kunden bei der Einweisung etwas überrollt, ist das kein Grund zur Sorge. Im Handbuch stehen alle wichtigen Details und technischen Informationen ausführlich erklärt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sind die Kunden einmal auf der Straße und wissen doch mal nicht weiter, haben sie jederzeit die Möglichkeit, sich bei Traveland zu melden. Ob per Telefon, E-Mail oder sonstigen Kommunikationsformen, die qualifizierten Mitarbeiter kümmern sich umgehend um den Kontaktaufbau. Manche Fragen lassen sich direkt am Telefon klären, für andere Problemstellungen ist eventuell ein Besuch der Werkstatt erforderlich. Sind größere Herausforderungen zu meistern, greift Traveland auf ein weites Netzwerk an Werkstätten und Servicestationen in verschiedensten Destinationen zurück. Sicher ist, wenn Lösung A nicht funktioniert wird tatkräftigt nach Lösung B und zur Not auch nach Lösung C gesucht. Sollten doch mal alle Stricke reißen, bleibt immer noch die Möglichkeit ein Ersatzfahrzeug zu erhalten. Das Wohl der Kunden steht an erster Stelle und mit ihrem unermüdlichen Einsatz bearbeiten die Mitarbeiter hier in Langley schlussendlich nahezu jede Problematik erfolgreich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fahrzeugrückgabe&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider geht auch der allerbeste Campingurlaub irgendwann einmal zu Ende. Die Rückgabe an sich verläuft sehr entspannt und ist bis auf Ausnahmefälle nicht besonders zeitintensiv. An der Rezeption empfange ich die Gäste gemeinsam mit Mitarbeiterin Heike und frage sie nach ihren Urlaubserlebnissen. Gespannt lausche ich den Erzählungen und bin ganz hin und weg. Dank Heikes Erinnerung vergesse ich zum Glück auch nicht, die Kunden nach dem Schlüssel sowie dem Handbuch des Wohnmobils zu fragen. Nachdem ich also die wichtigsten Details zurück ins Office gebracht habe, begleite ich Monika hinaus zur finalen Fahrzeugkontrolle. Sowohl von Innen als auch von Außen gehen wir gemeinsam mit den Gästen den Zustand des Fahrzeugs durch. Dabei wird gemeinsam der Kilometerstand und der Generatorverbrauch notiert sowie der Tank gecheckt. Tip top, in diesem Fall sieht alles gut aus!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die letzten Unterschriften geht es noch einmal zurück ins Büro während in der Zwischenzeit schon ein Taxi unterwegs zur  Verleihstation ist, um die Kunden zu ihrem gewünschten Zielort zu bringen. Auch wenn die Fahrzeugrückgabe grundsätzlich keine langwierige Prozedur ist, kann sich die Zeit das ein oder andere Mal auch spontan in die Länge ziehen. Und zwar beispielsweise genau dann, wenn man mit den Kunden ein interessantes Gespräch über ihre Reise beginnt. Heute habe ich beispielsweise bei der Rückgabe von Fahrzeugen überraschenderweise drei Paare aus meiner Heimatstadt getroffen. Im Gespräch hat sich herausgestellt, dass sie meine Reiseberichte verfolgen und ganz überrascht waren, mich hier anzutreffen. Als wäre das noch nicht Zufall genug, kennen die Familien meine Eltern recht gut. Wir unterhalten uns noch eine ganze Weile, bis die sechs in ihre Taxen zum Flughafen steigen. Was für ein lustiger Zufall!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später geht es für mich hinter die Kulissen von Traveland RV Rentals. Ich schaue mir genauer an, welche Arbeitsschritte notwendig sind, bis das genutzte Fahrzeug von den nächsten Kunden in Empfang genommen wird. Nach der Rückgabe des Wohnmobils wird im ersten Schritt das gesamte Camping-Equipment ausgeräumt. Geschirr, Besteck und Küchenutensilien landen in der Spülmaschine, die Wäsche kommt in die Waschmaschine und Stühle sowie Tische werden nach der Reinigung wieder an ihrem Platz im Lager verstaut. Bei der hohen Anzahl an Fahrzeugrückgaben am heutigen Vormittag geht es hier im Waschbereich Schlag auf Schlag. Da können die beiden Mitarbeiterinnen Mila und Tessie jede Hilfe brauchen und sind sehr dankbar für meine Unterstützung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nächste Station im Gesamtprozess: der technische Check. Die Mechaniker in der Service Bay wissen ganz genau was sie tun. Mängel am Fahrzeug werden hier behoben. Mal geht die Reparatur im Handumdrehen, ein anderes Mal nimmt der Einsatz mehr Zeit und Aufwand in Anspruch. Von außen als auch von innen werden die Wohnmobile jetzt tiefengereinigt. Das Team vor Ort wirkt auf mich bei dem sonnigen Wetter heute besonders gut gelaunt. Sie veranstalten nahezu eine kleine RV-Wash-Party! Bei der Reinigungsaktion sitzen die Handgriffe der Mitarbeiter und so strahlt das Wohnmobil kurze Zeit später in neuem Glanz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, das Fahrzeug ist mittlerweile gereinigt, aufgetankt und durchgecheckt. Im nächsten Schritt findet also das für die Reise nötige Equipment wieder seinen Platz im Wohnmobil. Ob auch alles an Ort und Stelle ist, stellt die anschließende Qualitätskontrolle sicher. Ich assistiere Constantin dabei, anhand einer speziellen Checkliste wichtige Details durchzugehen. Ich notiere unter anderem den Kilometerstand sowie die Generatorlaufzeit und checke ob alle Tanks den gewünschten Füllständen entsprechen. Auch das penible Nachzählen von Besteck und Geschirr zahlt sich im Falle des Falles definitiv aus. Traveland ist es sehr wichtig, Kunden die Basis für eine rundum gelungene Wohnmobilreise zu geben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu guter Letzt bessere ich noch Kleinigkeiten, die bei der Qualitätskontrolle aufgetaucht sind, aus und verstaue noch einen Satz Campingstühle im Außenfach des Wohnmobils. Den Schlüssel gebe ich anschließend im Office ab. Das Fahrzeug ist bereit für die Übergabe. Ich habe heute miterlebt, dass viele einzelne Arbeitsschritte von der Rückgabe bis zur nächsten Übernahme von Nöten sind. Dieses Ausmaß an anfallenden Arbeiten teilen sich viele helfende Hände untereinander auf und meistern so den logistischen Aufwand in Perfektion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 94&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Traveland &amp; Rosedale on Robson&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein letztes Mal fahre ich heute Morgen zu Traveland nach Langley. Ruck, zuck sind die zehn Tage Praktikum beim Wohnmobilvermieter vergangen. Ich habe sicherlich in der kurzen Zeit bei Weitem noch nicht alles im Detail verstanden, aber dafür habe ich mir einen guten Überblick über die Abläufe verschafft. Die interessanten und lehrreichen Gespräche mit Monika, Samuel und den anderen Teammitgliedern haben viele meiner Fragen beantwortet. Das neu angeeignete Wissen und besonders die Eindrücke, die ich in den vergangenen Tagen gesammelt habe, geben mir ein gutes Verständnis. Ich bin davon überzeugt, dass mir genau dieses Verständnis dabei hilft, den Einsteig im heimischen Büro zu erleichtern. Ein riesiges Dankeschön an Traveland RV Rentals für die Einblicke in das tägliche Geschehen und die freundliche Aufnahme ins Team.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine nächste Station liegt in der Weltmetropole Vancouver. Vier Tage werde ich im Rosedale on Robson Suite Hotel verbringen, um als Praktikantin einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Das Hotel ist mir nicht ganz unbekannt. Anfang Juli war ich bereits im Rahmen des Schöffel Foto-Shootings im Rosedale on Robson zu Gast. Dank der idealen Lage sind viele Sehenswürdigkeiten und belebte Stadtviertel bequem zu Fuß erreichbar. Das allerbeste: Die Suiten sind praktisch geschnitten und bieten unendlich viel Platz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Rosedale-on-Robson-sk-touristik.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 09:31:32 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_ontario-fam---schriftzug-selfie(4).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 83&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Toronto&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abschluss des Ontario RV FAM-Trips bleibt uns noch ein letzter Tag zur Erkundung Torontos. Gemeinsam mit Björn, Sandra, Karin und Nora stürze ich mich ins Touristenprogramm, bevor mein Flug mich am frühen Abend nach Vancouver bringt. Als Toronto-Neulinge entscheiden wir uns für eine Hop-on Hop-off Bus Tour durch die Stadt, um uns in der knappen Zeit, die uns bleibt, einen möglichst guten Überblick zu verschaffen. Apropos Überblick, wir laufen nach dem Frühstück vom Chelsea Hotel zum CN Tower. Das 553 Meter hohe Wahrzeichen Torontos versetzt mich in Staunen. Der Turm ermöglicht eine geniale Sicht auf die Weltmetropole. Bei einem Rundgang entlang der Panoramascheibe stelle ich erneut fest, dass mein Kopf den gigantischen Lake Ontario einfach nicht als See einordnen möchte. Es fühlt sich vielmehr an als wäre ich am Meer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spontan entscheiden wir uns in der Gruppe nicht der ursprünglichen Bus-Planung zu folgen, sondern vorerst zu Fuß weiter zu spazieren. Vorbei am Rogers Centre, der Heimat des erfolgreichen Baseball-Teams &quot;Toronto Blue Jays&quot; steuern wir in Richtung Air Canada Centre, ebenfalls eine der großen Sportanalagen Torontos. Die Multifunktionsarena beheimatet sowohl das Eishockeyteam namens &quot;Maple Leafs&quot; als auch die Basketballprofis &quot;Raptors&quot;. Nur acht Stunden dauert es, bis aus der Eisfläche ein Basketballfeld wird. Fast unvorstellbar! Nach der sportlichen Einstimmung sind wir optimal vorbereitet für den nächsten Programmpunkt. Wir folgen Björns leuchtenden Augen in Richtung Hockey Hall of Fame. Schon praktisch einen solchen Eishockey-Experten dabei zu haben. Björn führt uns durch die riesige Sammlung an Trikots, Schlägern, Pucks und Pokalen und erzählt interessante Fakten und lustige Stories. Das absolute Highlight ist natürlich der legendäre Stanley-Cup. Ich selbst kenne mich mit Eishockey nicht so aus, finde es aber trotzdem sehr interessant und genieße den Besuch. Für Liebhaber, wie Björn einer ist, scheint die Hockey Hall of Fame das absolute Paradies zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Next Stop: Farmer&#039;s Market. Die Markthalle im Bereich der East Bayfront lädt zum Bummeln und Einkaufen ein. Bei der Vielzahl an Angeboten überkommt mich glatt eine Reizüberflutung. Bei all den verführerischen Gerüchen und bunten Farben weiß ich gar nicht, was ich zuerst probieren möchte. Der St. Lawrence Market bietet eine große Vielfalt an Speisen, Getränken und Kunstobjekten. Kanadische Spezialitäten sind selbstverständlich auch in großer Varietät vertreten. Ich schaue auf meine Armbanduhr und im nächsten Moment fällt mir auch schon die Kinnlade herunter. Es ist bereits Mittag und wir haben gerade mal einen winzigen Teil der Stadt erkundet. Es gibt einfach so unendlich viel zu entdecken! Nach einer kurzen Lagebesprechung stimmen wir einheitlich für die Hop-on Hop-off Tour mit dem Sightseeing Bus ab. Direkt vor dem Eingang der Markthalle steigen wir in das auffällig rote Fahrzeug und sichern uns einen Platz oben auf dem offenen Deck. Sonnenbrille auf und los geht&#039;s! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während der Fahrtwind mir angenehm durch die Haare weht, höre ich gespannt der Stimme der Stadtführerin zu. Die Studentin erzählt auf sympathische und humorvolle Art Fakten über die Stationen, die wir anfahren. Wir passieren Knotenpunkte, verschiedenste Stadtviertel und zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Bei jedem Halt hat man die Möglichkeit auszusteigen, sich umzusehen und anschließend wo und wann auch immer wieder einzusteigen. Meiner Meinung nach ist es die perfekte Möglichkeit, in kurzer Zeit einen Überblick über die Stadt zu bekommen. Während der insgesamt zweistündigen Rundtour lernen wir viel Wissenswertes über die Großstadt und mir gefällt Toronto richtig gut. Die Kombination aus alten und modernen Bauwerken gepaart mit vielen Grünflächen verleiht der Stadt eine ganz besondere Ausstrahlung. Das Eaton Centre ist unser letzter Halt. Das beliebte Shoppingzentrum ist an diesem Samstag gut besucht. Menschenmassen strömen durch die Türen und mit Betreten der großen Halle ist man mitten drin im Shoppingfieber. Auf ein bisschen Bummeln lasse ich mich selbstverständlich ein, lange halte ich mich allerdings nicht auf. Ich habe ohnehin keinen Platz mehr in meinem Koffer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück im Hotel heißt es Packen und Auschecken, bevor wir gemeinsam mit unserer FAM-Gruppe zum Flughafen fahren. Verrückt, wie schnell die letzten Tage vergangen sind. Es hat viel Spaß. Ein großes Dankeschön an Ontario Tourism! Von Toronto aus starte ich mit der Air Canada am frühen Abend nach Vancouver. Etwa vier Stunden bin ich in der Luft, gewinne aber drei, sodass ich gefühlt nur eine Stunde unterwegs bin. Als würde man mal eben kurz die Zeit anhalten können. In den nächsten zehn Tagen steht dann ein Praktikum bei Traveland RV Rentals für mich auf dem Programm. Ich bin gespannt, was mich beim SK-Partner im Wohnmobilbereich so alles erwartet. Aber erst mal mache ich jetzt die Augen zu und gönne mir ein paar Stunden mehr Schlaf als die letzten Tage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Traveland.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>Im Wohnmobil durch Ontario 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 09:32:26 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_ontario-fam---so-mochte-ich-am-liebsten-morgen-geweckt-werden.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 77&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ankunft in Toronto&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit der Air Canada hebe ich in Calgary ab und starte die Reise in Richtung Toronto. Die größte Stadt Kanadas liegt in der Provinz Ontario und ist der östlichste Punkt, den ich bisher angesteuert habe. In den letzten Monaten bin ich ganz schön herumgekommen und habe dabei erlebt, wie vielseitig Kanada ist. Und außerdem auf welch gigantischer Fläche sich das Land erstreckt. Auf der Karte wirkt es gar nicht so weit von A nach B, in der Realität wird mir allerdings bewusst, dass diese Wahrnehmung sehr trügerisch ist. Gut dreieinhalb Stunden vergehen, bis ich am späten Abend den beleuchteten Großraum Torontos erreiche. Die Sicht aus dem Flugzeug ist überwältigend. Diese Stadt ist wirklich groß!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Hotelshuttle geht es für mich vom Flughafen ins Sandman Signature Hotel Mississauga. Von hier aus starte ich morgen auf eine in der Tourismuswelt als FAM-Trip bekannte Tour. FAM ist die Abkürzung für &quot;Familiarization&quot; und steht grob übersetzt dafür, etwas kennenzulernen bzw. sich mit etwas vertraut zu machen. Organisiert vom Tourismusverband &quot;Ontario Tourism&quot; verfolge ich gemeinsam mit weiteren Travel Agents im Rahmen einer Wohnmobilreise durch den Südosten Ontarios genau dieses Ziel. Ich freue mich sehr darauf, in den nächsten sechs Tagen eine weitere Provinz Kanadas kennenzulernen. Bevor ich morgen früh auf den Rest der Teilnehmer treffe, kuschel ich mich in mein gemütliches Bettchen und sammel in der einladenden Hotelsuite Energie für das bevorstehende Abenteuer. Gute Nacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 78&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Silent Lake Provincial Park&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Juhuu, es geht auf Erkundungstour durch die Provinz Ontario! Beim Frühstück im Restaurant Denny&#039;s findet ein erstes Zusammentreffen der elfköpfigen Gruppe statt. Auf eine erste kurze Vorstellungsrunde folgen weitere Instruktionen zum Ablauf. Im Anschluss fahren wir samt Gepäck mit zwei CanaDream RVs von Mississauga nach Whitby, um dort beim OWASCO RV Centre noch zwei weitere Fahrzeuge abzuholen. Der Wahnsinn! Die Wohnungen auf Rädern sind mit allem Schnick Schnack ausgestattet und durch ihre Slide-Out Funktion enorm geräumig. Das sieht stark nach einem luxuriösen Campingausflug aus! Begleitet werden wir die kommenden Tage von Holly Blefgen, Travel Trade Coordinator von Ontario&#039;s Highlands Tourism Organization und Claudia Van Wijk, Inhaberin zweier Wassersportunternehmen. Zusammen haben die beiden die Canadian Canoe Route ins Leben gerufen und auf genau dieser sind wir schon seit wenigen Minuten unterwegs. Katie Roberts und Sarah McMichael von Ontario Parks sind auch mit von der Partie. Sie übernehmen die Organisation rund ums Campen und werden uns mit einer speziellen Auswahl der insgesamt über 330 Provincial Parks in Ontario vertraut machen. In den nächsten Tagen wartet eine Mischung aus kultureller Wissensvermittlung, aktiver Teilnahme an Outdoorabenteuern und natürlich der besonderen Erfahrung eines RV Roadtrips auf uns. Dabei ziehen wir durch das sogenannte &quot;Land of Lakes and Rivers&quot; und bekommen sowohl zauberhafte Provincial Parks als auch historische Stätten zu Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Programmpunkt findet im Canadian Canoe Museum statt und stimmt uns optimal auf den Themenschwerpunkt unserer Tour durch Ontario ein. Beim Besuch des Museums fasziniert mich besonders die Reise durch die verschiedenen Bauweisen, das Material und die Form der Wasserfortbewegungsmittel. Während das Kanu früher hauptsächlich den Zweck der Jagd und des Handels deckte, hat es im Laufe der Zeit mehr und mehr den Status eines Freizeit-/ Sportgeräts erhalten. Auch der technologische Fortschritt spiegelt diese Entwicklung wieder. Damals wurden nur die in der jeweiligen Region zur Verfügung stehenden Ressourcen für die Fertigung eines Kanus verwendet. Ob aus einem ganzen Baumstamm ausgehöhlt oder mit Birkenrinde ummantelt, die Region hat das Material für den Bau bereitgestellt. Faszinierend! Das heutige Kanu besteht meist aus thermoplastischen Kunststoffen und ist so besonders für herausfordernde Gewässer, schnelle Sprints und flinke Wendungen geeignet. Im Anschluss an die Führung durch das Canadian Canoe Museum wird es interaktiv. Beim Bemalen unseres persönlichen, kleinen Paddels ist künstlerisches Geschick gefragt. Ganz still und leise konzentriert sich mit einem Mal jeder auf sein Projekt. Grandios, die Ergebnisse sprühen nur so vor Kreativität! Und mir persönlich hat es auch noch richtig viel Spaß gemacht. In ein- oder mehrtätigen Workshops bietet das Museum Interessierten unter anderem die Produktion eines individuellen Holzpaddels an. Vom Ausmessen übers Schnitzen bis zum Verzieren geschieht alles in Eigenarbeit. Selbstverständlich mit Unterstützung der Fachmänner und -frauen des Museums! Willkommen sind Teilnehmer jeden Alters. Meiner Meinung nach ist das eine extrem coole Sache!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zur Ankunft am nächsten Ziel übernehme ich zum ersten Mal überhaupt die Kontrolle über das Steuer eines des Fahrzeuge. Wuhuu, so ein Wohnmobil ist schon ein gigantisches Gefährt! Meine Erfahrung im Pferdeanhänger fahren kommt mir hier definitiv zu Gute und so manövriere ich den Camper sicher bis nach Bancroft. Im Gem &amp; Mineral Museum bestaunen wir die für die Region charakteristische Reichhaltigkeit an Mineralien und Bodenschätzen. Beim Verlassen des Museums treffen wir überraschenderweise auf ein Zusammentreffen von Mitgliedern des Algonquin Tribes. Sie haben soeben ein Kanu aus Birkenrinde fertiggestellt. Fachlich korrekt bezeichnet handelt es sich um einen Kanadier. Der Oberbegriff &quot;Kanu&quot; steht für die beiden Bootstypen Kajak und Kanadier. Während das Kajak sitzend mit einem Doppelpaddel auf dem Wasser bewegt wird, ist der Kanadier kniend und mit einem Stechpaddel zu fahren. Respekt, das Schmuckstück sieht fantastisch aus und ist dabei auch noch komplett aus Naturmaterialien angefertigt. Wir werfen noch einen Blick in das North Hastings Heritage Museum und navigieren unsere Wohnmobile im Anschluss daran zum Silent Lake Provincial Park. Gerade angekommen, drehen wir noch eine Runde über den See. Selbstverständlich im Kanadier! Holly und Claudia sind absolute Profis und weisen uns voller Enthusiasmus in die Materie ein. Ich fahre mit Nicole. Wir geben eine gute Figur auf dem Wasser ab. Hollys und Claudias Tipps sind äußerst hilfreich. Durch ihre Unterstützung bekommen wir die unterschiedlichen Paddelschläge gezielt die Kontrolle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Paddeln macht hungrig! Optimal, dass Katie und Sarah in der Zwischenzeit schon ein riesiges Buffet aufgebaut haben. Wir stellen uns Zutaten nach Wahl zusammen, packen alles in Alufolie ein und rösten unser Paket auf dem Lagerfeuer. Danach wird das Ganze in einem leckeren Wrap gequetscht und mit jeglichen Soßen verfeinert. Einfach unschlagbar lecker! Bei einem sündhaft schokoladigen Stück Brownie höre ich anschließend dem Vortrag über die zwei Provincial Parks &quot;Bon Echo&quot; und &quot;Petroglyphs&quot; zu. Im Anschluss an den interessanten Beitrag verziehen wir uns langsam in zweier und dreier Teams in die Wohnmobile. Gemeinsam mit Karin aus der Schweiz teile ich mir eine Luxusunterbringung und bin sehr gespannt auf meine erste Übernachtung im Wohnmobil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 79&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Madawaska Kanu Centre&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Übernachtung im Wohnmobil war fantastisch. In meinem bequemen Bett habe ich sehr gut geschlafen und fühle mich fit für die heutigen Programmpunkte. Für mich war es die allererste Nacht überhaupt, die ich in einem Zuhause auf vier Rädern verbracht habe. Ich bin ziemlich begeistert und glaube, da könnte ich mich definitiv dran gewöhnen! Das absolute Tageshighlight wartet gegen Mittag am Madawaska River auf uns. Bevor das Abenteuer Ontario vom Silent Lake Provincial Park aus weiter geht, gibt es aber erst einmal ein stärkendes Frühstück. Sowohl auf dem Feuer, als auch auf Kochplatten sowie in den Küchen der Wohnmobile bereiten wir Leckereien zu. Wir tragen alles zusammen und genießen dann gemeinsam Omlettes, Canadian Bacon, Früchte, Joghurt und Muffins. Beim Aufräumen packen alle mit an, sodass wir uns dank der erfahrenen Vorangehensweise von Katie und Sarah schon kurze Zeit später auf der Straße befinden. Mit Stopps am Eagles&#039;s Nest Lookout und dem historischen General Store in Maynooth zielen wir in Richtung Madawaska Kanu Centre. Der Eagle&#039;s Nest Lookout bietet uns eine schöne Aussicht über Ontario&#039;s Highlands. Charakteristisch für diese Region ist ihr hohes Vorkommen an Frischwasser. Würde man aus dem Flugzeug heraus auf die Landschaft schauen, wäre etwa die Hälfte der Region mit Flüssen und Seen bedeckt. Beeindruckend! Eine halbe Fahrtstunde weiter lädt der General Store zu einer kurzen Bummelrunde ein. Von Lebensmitteln über Kleidung und Dekoration bis hin zu Souvenirs gibt es hier nahezu alles, was man so brauchen könnte. Der kleine aber feine Laden hat definitiv Charme!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile befinden wir uns ganz in der Nähe zur Provinzgrenze nach Québec. Das Madawaska Kanu Centre (MKC) öffnet heute Mittag seine Tore für uns und verspricht ein einzigartiges Erlebnis auf dem Wasser. Claudia freut sich ganz besonders, uns in ihrem Freizeit- und Ausbildungszentrum begrüßen zu dürfen. Sie selbst schaut auf eine hocherfolgreiche Sportlerkarriere im Kanu-Slalom zurück. Mit dem MKC führt die zehnfache kanadische Meisterin das Erbe ihrer Eltern fort und macht ihre Leidenschaft zum Beruf. Leidenschaft ist auch genau das Wort, das meine ersten Eindrücke der Anlage widerspiegelt. Hier treffen sich Menschen, die es lieben auf dem Wasser zu sein und dabei die Stärke des Elements zu spüren. Unsere Guides sind was das angeht natürlich ganz vorne mit dabei. Sie sprühen nur so vor Motivation und zeigen spürbare Freude darüber, in wenigen Minuten mit uns einen Teil des Madawaska Rivers zu befahren. Die erste Übungsbeschreibung kreiert doch ein wenig Nervosität bei mir. Obwohl ich mich innerlich sehr auf die Reise flussabwärts freue, erfordert der Sprung in die Strömung dann doch etwas Überwindung. Zack, da bin auch schon ich an der Reihe! Langsam und bedacht setze ich jeden einzelnen Schritt vor den Nächsten, um an die &quot;Absprungstelle&quot; zu gelangen. Das Wasser ist stark und macht es mir nicht ganz so leicht, einen festen Stand zu finden. Unter Anleitung der Guides ist das Ganze aber dann doch einfacher als gedacht und ich treibe mit dem Blick flussabwärts gerichtet und einem etwas erleichterten Strahlen im Gesicht zurück zum Treffpunkt. Wie ich es an mir selbst gespürt habe, hilft diese Übungsform dabei, einen ersten Kontakt zum Wasser aufzubauen und dabei gleichzeitig Angst abzubauen. Gut gelaunt und voller Vorfreude steige ich zu Claudia in den Kanadier. Jeder von uns hat einen Pro hinten im Boot sitzen, der die Steuerung übernimmt. Ich fühle mich sehr geehrt, mit der Weltklasseathletin zu paddeln und von ihr zu lernen. Die WM-Bronzemedaillengewinnerin gibt mir wertvolle Tipps und mit ihrer beeindruckenden Ausstrahlung wirkt sie dabei auf mich durchweg motivierend. Nachdem wir die Basics über Wildwasser, unser Fortbewegungsmittel sowie erste entscheidende Paddelschläge kennengelernt haben, wagen wir uns rein in die Stromschnellen. Der absolute Oberhammer! Ich spüre wie die Wasserwirbel uns kraftvoll vorantreiben. Mit zusätzlichen Paddelschlägen stabilisieren Claudia und ich unseren Kanadier und schweben gefühlt nur so über die Wellen. Ich kann gar nicht genug davon bekommen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem für mich ganz neuen und extrem faszinierenden Bewegungserlebnis geht es zurück zu den Wohnmobilen. Am liebsten würde ich jetzt genau wie die Übernachtungsgäste des MKC gemütlich zu Abend essen und bei traumhaftem Wetter schon meine Vorfreude auf einen zweiten Kanutag genießen. Wenn nicht sogar eine gesamte Lehrgangswoche mitmachen! Das Lernen vom Profi macht riesig Spaß und scheint einen Lernfortschritt zu garantieren. Es heißt zwar jetzt wohl oder übel Abschied nehmen vom MKC, aber der Ausblick auf die morgige Raftingtour auf dem Ottawa River stimmt mich positiv. Schon heute Abend werden wir bei OWL Rafting ankommen und die Nacht dort in unseren Wohnmobilen verbringen. Auch OWL ist ein großer Teil von Claudias Leben. Gemeinsam mit ihrem Mann Dirk, der das Unternehmen vor Ort managt bringen die beiden vom Anfänger bis zum Könner jeden motivierten Abenteurer aufs Wasser. Und das mit Erfolg! Über die Saison verteilt zaubern die beiden mit ihrem Team vielen, vielen Menschen ein Lachen aufs Gesicht. Das Whitewater Canoeing war für mich heute definitiv ein unvergessliches Erlebnis. Mal sehen ob auch der morgige Raftingtour hält was er verspricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg zu OWL Rafting am Ottawa River besuchen wir ein Museum der Algonquin First Nations of Piwàkanagàn. Alle ausgestellten Artefakte sind Spenden von einheimischen Menschen. Egal ob ganze Kanus, Kleidungsstücke, Schmuck oder Werkzeuge, hier lassen sich viele historische Bestandteile des Lebens der Algonquins entdecken. Nach der letzten Station für heute, geht ein aktiver und höchst ereignisreicher Tag langsam dem Ende entgegen. Da kommt uns ein schmackhaftes Abendessen bei OWL Rafting mehr als gelegen. Auf die Frage wo denn die vorzüglich schmeckenden Maiskolben und das hervorragend zarte Rindfleisch herkommen, erläutern Dirk und Claudia uns ihr nachhaltiges Gesamtkonzept. Sie setzen auf regionale Produkte und fokussieren einen nachhaltigen und respektvollen Umgang mit der Natur. Angefangen beim Verzicht auf Pappteller und Plastikbesteck über die Nutzung eines Komposttoilettensytems bis hin zur jährlichen Reinigung des Ottawa Rivers. Das vorbildliche Vorgehen der beiden sagt mir sehr zu und ist meiner Meinung nach ein wichtiger und vor allem zukunftsorientierter Ansatz. Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen, genießen ein Gläschen Wein und rösten Marshmallows über dem Feuer. Besser könnte die Atmosphäre nicht sein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 80&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;OWL Rafting&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Wecker holt mich heute Morgen doch recht früh aus dem Schlaf. Ich möchte mich im ersten Moment eigentlich lieber noch mal umdrehen. Es ist gerade so schön warm und gemütlich im Wohnmobil. Ich bekomme aber doch noch die Kurve und traue meinen Augen nicht, als ich durch die Windschutzscheibe einen phänomenalen Sonnenaufgang entdecke. Keine halbe Minute später stehe ich in Schlabberpulli und Jogginghose draußen am Ufer des Ottawa River und bestaune das Farbenspiel. Es sind genau solche Momente, die bedingungslose Zufriedenheit in mir auslösen. Ich vergesse für einen Augenblick alles um mich herum und bin einfach nur im Hier und Jetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Frühstück tischt das freundliche Team von OWL Rafting Einiges auf: Ob Rührei, Würstchen, Toast mit Aufstrich oder Müsli, Joghurt, Obst und Croissants, hier findet jeder Abenteurer seine morgendliche Portion Power für den Tag. Jummy! Nach einer Erkundungstour über das Gelände von OWL Rafting geben uns Dirk und Claudia in die Hände von Guide Chris. Er erklärt uns den heutigen Ablauf der bevorstehenden Raftingtour und macht uns mit der Ausrüstung vertraut. Dabei sorgt er mit seiner natürlichen und sympathischen Art immer wieder für einen Lacher zwischendurch. Ich sag nur &quot;Happy Straps&quot;! Gut vorbereitet und mit Vorfreude im Gepäck schnappen wir uns jeweils eine Schwimmweste, einen Helm und ein Paddel. Je nach Bedarf stehen auch Neoprenanzüge und -jacken zur Verfügung. In voller Montur und mit einem Grinsen im Gesicht steige ich in den Bus. Dirk fährt uns samt zwei Rafts auf dem Anhänger zum Startpunkt etwa 15 Kilometer flussaufwärts. Ehrlich gesagt habe ich schon ein klein wenig Respekt vor den wilden Stromschnellen, würde es aber eher als positive Nervosität bezeichnen. Guide Gwyn weist uns in die Kunst des Raftings ein und geht mit uns die erforderlichen Verhaltensweisen in unterschiedlichen Situationen durch. Auch wenn wir erst mal nicht davon ausgehen, dass einer oder mehrere des Teams ungewollt das Raft verlassen, gibt es mir ein gutes Gefühl über die Szenarien Bescheid zu wissen. Also ich bin bereit! In unserem 7er-Raft paddeln wir entschlossen auf die erste Stromschnelle namens Black Chute zu. Wuhuuu! Alle meine Sorgen sind mit einem Mal verflogen und ich bin mitten drin im Whitewater Adventure. Was für ein grandioses Erlebnis! Die Kraft des Wassers gibt auf der einen Seite die Richtung vor, auf der anderen Seite nehmen wir aber mit unseren Paddelschlägen Einfluss und machen uns das Wasser zu Nutze. Der natürliche Fluss des Wassers wechselt Stromschnellen und ruhende Passagen ab. Diese Kombination aus An- und Entspannung macht das Raftingerlebnis zu etwas ganz Besonderem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rückblickend betrachtet, muss ich sagen, dass ich schon viele Erzählungen über Rafting gehört und auch Bilder gesehen habe. Das reale Erlebnis ist aber nicht annähernd mit meinen Vorstellungen von Rafting zu vergleichen. Ich bin nicht sicher was ich genau erwartet habe, aber es ist ganz anders! Es spielen in jedem Fall viele Einflüsse zusammen, die dann dieses einzigartige Gefühl vermitteln. Sehr lohnenswert und absolut genial! Beim gemeinsamen Lunch auf einem Pontoon Boat schippern wir langsam zurück zu OWL Rafting und tauschen uns dabei über das soeben Erlebte aus. Ich könnte gut noch ein paar Tage an diesem wundervollen Fleckchen verbringen, aber unser Programm hält schon die nächsten Highlights parat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Verabschiedung von Dirk und seinem Team suchen wir auf der Straßenkarte als Nächstes nach dem Städtchen Perth im Lanark County. Von Schotten im Jahr 1816 als Militärsiedlung gegründet ist Perth die älteste Siedlung in Kanada. Die Region ist traditionell auch bekannt als Maple Syrup Capital of Ontario und da passt das Treffen mit der Maple Queen oder Miss Maple namens Marie White optimal zum Thema. Marie führt uns durch den schönen Ort mit seinem historischen Charme. Kleine Shops laden zum Bummeln ein, etliche Restaurants bieten eine kulinarische Vielfalt und die zahlreichen Grünflächen und Blumen garantieren absolutes Wohlfühlflair. Im Anschluss an die Besichtigungstour fahren wir zum Murphy&#039;s Point Provincial Park und schlagen unser Nachtquartier auf. Zum Abendessen gibt es eine riesige Auswahl an Überbleibseln der letzten Tage. Lecker, da stellt sich jeder das Seine zusammen. Ich kann es kaum glauben, dass es schon unser letzter Abend am Campfire ist! Wir haben so viel gemeinsam erlebt und sind in den letzten Tagen als Gruppe zusammengewachsen. Es fühlt sich so an als würden wir uns alle schon ewig kennen, obwohl es erst drei volle Tage sind. Tja so ein Campingausflug verbindet eben! Die Kombination aus den Aktivitäten der letzten Tage und der Zeit im RV hat uns zu einer gut harmonisierenden Gruppe geformt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 81&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Bon Echo Provincial Park&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das letzte Campingfrühstück toppt nochmals alles. Katie und Sarah haben einmal mehr ihre Fähigkeiten und Erfahrung unter Beweis gestellt. Frisch gebrühter Kaffee, selbst gemachte Hash Browns und sogar French Toast stehen inmitten von Aufstrichen, Käse und Früchten parat. Ich bin immer wieder überrascht, was man beim Campen alles zaubern kann. Und das ohne die Küche im Wohnwagen auch nur anzurühren! Ich ziehe definitiv viele Ideen und praktische Tipps aus unserem Campingerlebnis. Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg zur Silver Queen Mine. Hier treffen wir auf Tobi Kiesewalter, der uns während seiner Führung auf eine kleine Zeitreise ins frühe 20. Jahrhundert mitnimmt. Entdeckt von irischen Siedlern wurde die Miene innerhalb weniger Jahre zu einer der wichtigsten Abbaustellen von Mineralien. Das Hauptaugenmerk galt den drei speziellen Formen Mica, Feldspar und Apatite.  Eingesetzt wurde Mica neben dem Fensterscheibenbau auch als elektronischer Isolator. Letztere Funktion ist auch heute noch sehr beliebt. Das Mineral wird beispielsweise in der Automobilindustrie verwendet. Die Miene wurde 1920 stillgelegt, nachdem sich herausstellte, dass an anderen Standorten deutlich höhere Vorkommen der Bodenschätze zu finden waren. Glücklicherweise ist die Miene heute noch an Ort und Stelle und ermöglicht Besuchern das Kennenlernen der Abläufe des hier durchgeführten Bergbaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser nächstes Ziel ist der Bon Echo Provincial Park, bevor es im Anschluss zurück nach Toronto geht. Mit einem eigens zusammengestellten Sandwich machen wir es uns an Board eines Bootes gemütlich. Während wir über den Mazinaw Lake schippern, wird uns Interessantes zum Park und seinen Aktivitäten erzählt. Die Landschaft ist traumhaft und lädt unter anderem zum Wandern, Schwimmen, Paddeln und Klettern ein. An einer massiven Felswand entdecken wir vom Boot aus sogenannte &#039;Pictographs&#039;. Die Felszeichnungen wurden von Mitgliedern der First Nations Stämme gemalt und stellen verschiedenste Motive dar. Schon beeindruckend, dass die Zeichnungen über so viele Jahre hinweg immer noch gut sichtbar sind. Die Zeiger auf meiner Uhr könnten ruhig ein wenig langsamer laufen während wir hier im Bon Echo Provincial Park unterwegs sind. Der Standort bietet eine vielfältige Landschaft und zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Ein wunderschönes Plätzchen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg nehme ich noch ein letztes Mal das Lenkrad des Wohnmobils in die Hand und steuere es sicher nach Whitby. Karin und ich unterhalten uns auf dem Weg über die Erlebnisse der letzten Tage. Erst jetzt beim Reden fällt mir auf wie viel wir unternommen haben. Wir haben traumhafte Orte besucht und an einzigartigen Aktivitäten teilgenommen. Mit der großen Vielfalt an Campingplätzen und Provincial Parks hat Ontario viel zu bieten. Dabei findet jeder das passende Angebot, für sich. In Zusammenarbeit mit Sarah und Katie haben Holly und Claudia uns entlang der Canadian Canoe Route begleitet und dafür gesorgt, dass einmalige Momente entstanden sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 82&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Niagara Falls&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer erholsamen Übernachtung im Chelsea Hotel starten wir den heutigen Tag mit einem leckeren Frühstück in der hoteleigenen T-Bar. Gemeinsam mit Travel Trade Director Cheryl genießen wir in entspannter Atmosphäre die kulinarisch sehr ansprechend gestalteten Speisen. Gut gelaunt und voller Vorfreude auf den ereignisreichen Tag steige ich gemeinsam mit den sechs weiteren Travel Agents zu Tourguide Willem in den Shuttlebus. Und zwar sitzen wir im sogenannten &quot;Niagara Airbus&quot;, der uns wie es der Name vermuten lässt zu den weltberühmten Niagarafällen bringt. Willem versüßt uns die etwa anderthalbstündige Fahrt mit vielen wissenswerten Informationen und Erzählungen über die Provinz Ontario sowie die Region rund um Toronto. Ich bin schon ein wenig aufgeregt! Die Niagarafälle sind eines der Naturspektakel, die schon immer sehen wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon der erste Stopp auf unserer Tagestour ist das absolute Highlight. Mit dem Helikopter fliegen wir über die Niagara Falls hinweg und bestaunen die Wasserfälle aus einer spektakulären Perspektive. Aus dem Lake Erie heraus fließt der Niagara River und stürzt dann über die zwei gigantische Wasserfälle herunter. Egal ob die Wassermassen über die American Falls auf amerikanischer Seite oder die Horseshoe Falls auf kanadischer Seite strömen, fließen sie anschließend dynamisch zusammen und setzen ihren Weg in Richtung Lake Ontario fort. Der Rundflug mit Niagara Helicopters geht leider viel zu schnell vorbei, hinterlässt aber bleibende Erinnerungen und ermöglicht einen guten Überblick über die Region.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Rundflug bin ich noch interessierter daran, mir die Wasserfälle aus der Nähe anzusehen. Begleitet von Karen Mariano essen wir im Table Rock Restaurant mit direktem Blick auf die Horseshoe Falls zu Mittag. Karen vertritt Niagara Falls Tourism und macht uns mit dem Vermarktungskonzept von Niagara Falls sowie den Angeboten vor Ort vertraut. Ihre Erläuterungen bestätigen meine ersten Eindrücke der Niagarafälle. Sie sind ein absoluter Tourismusmagnet! Jährlich besuchen sehr viele Gäste diesen Ort und erkunden die Region. Über die Jahre ist das Interesse immer weiter gewachsen und so hat sich auch die Struktur der Stadt stark verändert. Es gibt zahlreiche Unterkünfte, Restaurants, Unterhaltungsmöglichkeiten und Shoppingläden. Rund um die Wasserfälle herum haben sich die verschiedensten Unternehmen angesiedelt. Für meinen Geschmack ist es etwas zu überladen Wenn man sich bis zu den Wasserfällen durchgekämpft hat, wird man mit einer einzigartigen Sicht auf das atemberaubende Naturphänomen belohnt. Kein Wunder, dass alle Menschen die Niagara Falls besuchen möchten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na dann wollen wir doch mal schauen, was das Programm rund um die Stadt Niagara Falls so alles zu bieten hat. An Aktivitäten mangelt es nicht! Karen macht uns mit Kelley von Hornblower Niagara Cruises bekannt und gemeinsam begleiten uns die beiden zum Dock. Auf dem Boot fahren wir ganz nah ran an die Wasserfälle. Ich spüre das Wasser im Gesicht und realisiere, wie viel Kraft das Element durch die dynamischen Bewegungen entwickelt. Beeindruckend! Nach der Bootstour erlaubt uns der sogenannte &quot;Journey behind the Falls&quot; einen Blick hinter die Horseshoe Falls. Ein Tunnelsystem führt uns sowohl in den Bereich der Klippe, an dem das Wasser herunterschießt als auch an die Randausläufer der Horseshoe Falls. Die von uns anschließend besuchte &quot;MistRider Zipline to the Falls&quot; ermöglicht noch einmal eine komplett andere Perspektive. Die adrenalingeladene Fahrt über insgesamt 670 Meter zaubert einfach jedem Abenteuerliebhaber ein Lächeln aufs Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahnsinn, wie schnell die Zeit heute vergangen ist. Gemeinsam mit Willem starten wir in Richtung unseres nächsten Programmpunkts, der Konzelmann Estate Winery. Begrüßt werden wir auf dem Anwesen in Niagara-on-the-Lake mit einem Sparkling Wine. Anschließend startet die spannende Führung über das Gelände. Die Winery weist eine lange Tradition auf. Der jetzige Inhaber Herbert Konzelmann ist schon in der vierten Generation Winzer. Wie Herbert auch sind alle Trauben europäischer Herkunft. Seit nunmehr 33 Jahren ist der Weinexperte in Kanada Zuhause und produziert edle Tropfen. Eine ganz besondere Art ist unter anderem der Icewine, ein sehr süßer Wein. Der Name kommt daher, dass die Trauben im gefrorenen Zustand geerntet und verarbeitet werden. So ist der Zucker konzentriert, wenn die Früchte in die Verarbeitung gehen. Interessant!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Besuch von Niagara-on-the-Lake rundet den Tag optimal ab. Das Städtchen gefällt mir richtig gut! Ich könnte stundenlang herumstöbern und mich anschließend in eins der einladenden Restaurants setzen, um den Abend ausklingen zu lassen. Leider müssen wir unseren Zeitplan einhalten und fahren nach einer kurzen Pause zurück nach Toronto. Niagara-on-the-Lake werde ich aber sicherlich in Zukunft erneut ansteuern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Toronto-sk-touristik.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>Reesor Ranch 0,00 €</title>
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                <pubDate>Thu, 11 Apr 2019 03:02:50 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_reesor-ranch---gemeinsam-mit-pablo-auf-tour(1).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 69&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;La Reata Ranch &amp; Reesor Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verrückt! Schon wieder geht ein Kapitel meiner Praktikumsreise zu Ende. Ich liege morgens im Bett meiner Cabin und stelle erneut fest, wie schnell die Zeit voranschreitet, wenn man viele, viele ereignisreiche Momente erlebt. Zum Abschluss meines Aufenthalts auf der La Reata Ranch besuche ich ein letztes Mal die Pferde. Sie stehen oberhalb des Cookshack auf einem Hügel und wirken tiefenentspannt. Es sieht beinahe so aus, als würden sie die Aussicht genießen. Naja wer weiß, vielleicht machen sie ja genau das! George und ich ziehen noch ein gemeinsames Fazit der letzten Tage, bevor ich mich in meinem Mietwagen wieder auf die Schotterstraße begebe. Insgesamt habe ich eine schöne und sehr abwechslungsreiche Zeit hier am Lake Diefenbaker verbracht. Ich habe mich rundum wohl gefühlt auf der La Reata Ranch und viele neue Eindrücke dazugewonnen. Besonders das Gefühl, auf dem Pferderücken die endlose Weite der Prärie zu erkunden, hat sich mit Nachdruck in meinen Erinnerungsspeicher eingeprägt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über den Highway 1, der auch unter dem Namen Trans-Canada Highway bekannt ist, gelange ich zu meinem nächsten Ziel, der Historic Reesor Ranch. Hier in der Cypress Hills Region erwarten mich Theresa und Scott. Sie empfangen mich sehr herzlich und heißen mich auf ihrem wunderschönen Anwesen willkommen. Die Guest Ranch trägt nicht umsonst den Zusatz &quot;Historic&quot;, denn sie weist eine lange Tradition und eine sehr interessante Familiengeschichte auf. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich darüber in den kommenden Tagen noch einiges erfahren werde. Ich freu mich drauf! Nach meiner Ankunft werde ich sofort mit eingespannt und helfe Wrangler Deborah bei der Durchführung eines der Reitangebote namens &quot;Training for Trails&quot;. Optimal, so kann ich mich direkt nützlich machen! Von den über 20 Pferden, die zur Herde der Reesor Ranch gehören, suchen wir uns fünf heraus, die Deborah unter den Gästen aufteilt. Beim &quot;Training for Trails&quot; geht es darum, die ersten Schritte im Umgang mit dem Pferd zu erlernen und anschließend eine Reiteinheit zu absolvieren. Die Kids haben viel Spaß beim Putzen und Betüddeln der Pferde. Auch anschließend beim Reiten geben die Teilnehmer eine super Figur ab. Manche von ihnen sitzen zum ersten Mal auf dem Pferd und scheinen es sichtlich zu genießen. Ich bin beeindruckt von den Vierbeinern! Sie sind brav und scheinen genau zu wissen, dass sie mit einem blutigen Anfänger auf ihrem Rücken vorsichtig umgehen müssen. So wird die Reiteinheit für alle Beteiligten zum unvergesslichen Erlebnis. Es ist schön, das Lächeln in den Gesichtern der Teilnehmer zu beobachten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Pferde sind versorgt und starten ihren Weg in Richtung riesig wirkende Weidefläche. An Platz für die Tiere mangelt es hier definitiv nicht. Auch Deborah zielt dem wohlverdienten Feierabend entgegen und ich schließe mich doch glatt mal an! Wir stauben noch ein leckeres Abendessen ab und unterhalten uns dabei über was wohl? Pferde natürlich! Gerade kennengelernt steigt auch Wrangler Deanna mit ins Thema ein. Ich merke mal wieder wie einfach es doch ist, Menschen näher kennenzulernen, wenn man die gleichen Interessen teilt. Optimal! Gemeinsam mit Deanna wohne ich die nächsten Tage in einer Cabin mit direkter Sicht auf die Weidefläche. Ich richte mich flott ein und falle dann zufrieden und geschafft ins Bettchen. Gute Nacht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 70&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Cypress Hills Interprovincial Park&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dank der Organisation von Tourism Saskatchewan habe ich heute die Gelegenheit, mich in der Region rund um Maple Creek umzusehen. Mein Tag beginnt mit einer Yoga Einheit im Grotto Gardens. Dabei handelt es sich nicht um normales Yoga, sondern um Goat Yoga. Was ein Spaß! Die Ziegen laufen frei herum und spazieren unter einem durch, über einen und neben einem her. Dabei fordern sie auch hin und wieder mal eine Streicheleinheit ein. Ich hätte nicht gedacht, dass es funktioniert, aber mit den Ziegen um mich herum, vergesse ich ganz schnell alles andere, das so in meinem Kopf herum schwirrt. Ich kann mich voll und ganz auf das Erlebnis einlassen und für einen Moment super gut entspannen. Die ein oder andere Yoga-Übung verpasse ich zwar, weil ich mit der Konzentration eher bei den Ziegen bin, aber den Großteil der Einheit mache ich fleißig mit. Wenn ich mich so umschaue, sollte ich dringend mal was für meine Beweglichkeit tun. Naja sagen wir es mal so... Meine Bewegungsausführungen sind noch ausbaufähig! Ich werde in jedem Fall nie wieder Witze über Yoga machen. Es ist ganz schön anstrengend! Durchgeführt von Yogalehrern des lokalen Sun Dog Yoga Studios ist das Goat Yoga eine coole Idee und mal was ganz anderes. Die Stimmung während des Kurses ist sehr angenehm. Alle wirken zufrieden und fröhlich. So starte ich jetzt entspannt und mit aufgetankter Energie weiter in den Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Lunchstopp in Maple Creek führt mich mein nächstes Abenteuer in den Cypress Hills Interprovincial Park. Bei Treeosix stehen die Guides Ariel und Winston schon hoch motiviert bereit für eine Zipline Tour durch den Wald. Manager Jori nimmt mich freundlich in Empfang und begleitet mich zu meiner Abenteurergruppe. Mit sieben weiteren Besuchern geht es für mich gleich rauf auf etwa zehn Meter Höhe. Insgesamt sechs Ziplines warten auf uns. Mal schneller, mal langsamer, mal länger und mal kürzer, von allem ist etwas dabei. Nervös bin ich nicht, aber positive Aufregung spüre ich schon in mir. Da ich keine Probleme mit Höhe habe, probiere ich von Zipline zu Zipline neue Körperpositionen aus. Letztendlich ermutigt Guide Winston mich, es mal kopfüber zu versuchen. Er gibt mir noch letzte Tipps und Instruktionen und dann geht&#039;s auch schon los. Juhuu, es ist gar nicht so schwierig und macht dabei auch noch riesig Spaß! Während des Abenteuers beobachte ich wie unterschiedlich die Gruppenmitglieder gestrickt sind. Besonders Aktionen, die dazu auffordern, aus der eigenen Komfortzone herauszutreten, bringen schnell den Charakter der Menschen zum Vorschein. So muss sich der eine stark überwinden, überhaupt auf die Zipline zu gehen und ein anderer ist eher draufgängerisch und handelt einfach, ohne groß nachzudenken. Das Schöne daran ist, dass jeder selbst entscheiden kann was er ausprobieren möchte und was nicht. Die beiden Guides sind dabei sehr einfühlsam und stellen sicher, dass sich alle Gäste zu jeder Zeit wohl fühlen. Trotzdem versuchen sie aber die Teilnehmer zu ermutigen, einen Schritt über ihre Komfortzone hinaus zu gehen. Denn meist wird das Erlebnis genau dann zu etwas ganz Besonderem! Am Ende der Tour lassen die Gesichter definitiv darauf schließen, dass es für jeden individuell eine beeindruckende Erfahrung war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich genieße im Anschluss an den ereignisreichen Tag noch ein wenig die Sonne am Loch Leven. Es ist ein wunderschöner Abend! Wieder zurück auf der Reesor Ranch wartet ein leckeres Essen auf mich. Das Buffet hält eine weit gefächerte Auswahl an leckeren Speisen bereit. Das Fleisch liegt schon auf dem Grill und wird von Scott höchstpersönlich auf die gewünschte Art zubereitet. Ein rundum gelungener Tag!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 71&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dritter Tag auf der Reesor Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der heutige Morgen beginnt mit einem ausgiebigen Frühstück in der Ranch Hall. Schon das Abendessen gestern hat mich vollends begeistert, da setzt das Frühstücksbuffet dem Gesamtbild nur noch das i-Tüpfelchen obenauf. Die Auswahl ist vielfältig und besteht sowohl aus kalten als auch warmen Speisen. Ich bin gerade mehr als froh, dass ich noch den ein oder anderen Morgen auf der Reesor Ranch verbringe. So bleibt genug Zeit, alles mal genüsslich durchzuprobieren. Jummy, Theresa fährt hier ganz schön was auf! Während ich gemeinsam mit den Gästen die morgendliche Stärkung genieße, nimmt Scott seinen Platz in der Ranch Hall ein. Traditionell sorgt er morgens und abends für die passende Atmosphäre, indem er Geschichten vom Ranchleben seiner Vorfahren erzählt oder Cowboy Gedichte vorträgt. Ein kleines, aber feines Detail, das die Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit der Familie Reesor widerspiegelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Laut Plan sollte heute Vormittag eine Gruppe zum Pony-Reiten kommen. Sie haben aber spontan abgesagt, also geselle ich mich zu Deanna und Deborah, um die Pferde zu checken. Aus der großen Herde sucht sich Deborah ein Pferd namens Blacky heraus und bringt sie in den Round-Pen. Bei der sogenannten Bodenarbeit kommunizieren Mensch und Pferd via Körpersprache. Sendet der Mensch die korrekten Signale und nimmt das Pferd diese an, hilft die Bodenarbeit dabei, die Beziehung zwischen beiden zu stärken und den gewünschten grad an Respekt füreinander aufzubauen. Ich beobachte Deborahs Vorgehen vom Rand des Round-Pen aus. Überaus interessant!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werfe einen Blick auf meine Uhr und bin ein wenig überrascht. Die Zeit ist nur so verflogen! Wir bringen Blacky zurück zur Herde und essen noch schnell einen kleinen Snack, bevor es wieder zurück zu den Pferden geht. Herzlich empfange ich gemeinsam mit Deborah drei Gäste und im Anschluss bereiten wir Schritt für Schritt mit ihnen die Pferde für einen Ausritt vor. Mein Partner ist für die nächsten zwei Stunden der Schecke Pablo. Am Anfang haben wir leichte Kommunikationsprobleme, aber nachdem das ausdiskutiert ist, funktionieren wir hervorragend als Team. Deborah überlässt mir die Tete und sorgt vom Ende der Gruppe aus für Wohlbefinden bei allen Beteiligten. Hintereinander her reiten wir eine schöne große Runde durch die Landschaft rund um die Ranch. Die Pferde machen ihren Job sehr vorbildlich. Obwohl die drei Gäste entweder noch nie oder vielleicht ein- oder zweimal auf dem Pferd gesessen haben, fühlen sie sich wohl und genießen die Tour. Genau so soll es sein! Am ultimativen Aussichtspunkt angekommen, verweilen wir einen Moment und schauen herunter auf das sogenannten Battle Creek Valley. Im Jahr 1873 hat hier eine bedeutende Schlacht zwischen amerikanischen Jägern und den heimischen First Nations stattgefunden. Auch bekannt als Cypress Hills Massacre hat das grausame Ereignis im Anschluss dazu geführt, dass die North-West Mounted Police (NWMP) gegründet wurde und den Standort Fort Walsh einrichtete. Ein wichtiger Teil kanadische Geschichte, der hier vor uns liegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch auf dem Rückweg zur Ranch genieße ich die Zeit auf dem Pferderücken in vollen Zügen. Es macht Spaß, Pablo zu reiten und mit ihm die Gruppe anzuführen. Als wir Zuhause ankommen, kümmern wir uns als erstes alle gemeinsam um die Pferde. Im Anschluss verabschieden Deborah und ich die vor Begeisterung strahlenden Gäste und gehen hinüber  zur Ranch Hall. Scott und Theresa warten schon mit Snacks und einem Gläschen Wein auf uns. Ganz gemütlich und entspannt lassen wir den heutigen Tag ausklingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 72&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Vierter Tag auf der Reesor Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf meiner heutigen Erkundungstour über das Gelände der Ranch tauche ich ein wenig tiefer in die Geschichte der Familie Reesor ein. Um 1900 ist Scotts Urgroßvater William David, besser bekannt als W.D., von der Provinz Ontario in Richtung Westen gezogen. Für seine Rinderzucht sah er in der Region Markham, Ontario keine Option zum Wachstum. Der Westen Kanadas lockte zur damaligen Zeit mit endlosen Möglichkeiten und so siedelte sich W.D. gemeinsam mit Frau Alice und ihren vier Söhnen in der Cypress Hills Region an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das zur heutigen Reesor Ranch gehörende Ranchhouse ließen W.D. und Alice ursprünglich im Stil der ihnen bekannten Bauten Ostkanadas entwerfen. Gebaut für zwei Familien teilten die beiden sich das Haus mit ihrem Sohn Frank und deren Frau Hazel. Scotts Großeltern führten das Familienunternehmen weiter und übergaben es Jahre später an Sohn Keith. Er wiederum heiratete Helen und wohnte mit seinen Kindern auf der Ranch, bis der mittlerweile groß gewordene Scott in die Fußstapfen von Vater Keith trat. Neben dem Ranchhouse gehörten auch das Roothouse, die Old Log Barn, das Bunkhouse und die Granery zur Ranch. Früher als Schmiede, Kornspeicher und Stallgebäude genutzt, sind die traditionsreichen Gebäude immer noch teil der Ranch, haben allerdings neue Funktionen erhalten. So ist die alte Granery zur Sattelkammer geworden und die Old Log Barn sowie das Bunkhouse dienen der Gästeunterbringung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute sind Scott und Theresa auf der Ranch zuhause und teilen die beeindruckende Familiengeschichte der Reesors mit ihren Gästen. Überall auf dem Anwesen ist die lange Tradition gegenwärtig. Beispielsweise tragen die Zimmer des Haupthauses die Namen der Familienmitglieder und laden dazu ein, sich auf eine kleine Reise durch die Zeit einzulassen. Momentan sind keine Gäste in den Räumen untergebracht und daher habe ich die Möglichkeit, mich in Ruhe umzusehen. Die Möbel sind zum Teil noch im Original erhalten und kreieren in Kombination mit den vielen kleinen Details eine unbeschreiblich authentische Atmosphäre. Es ist ein beeindruckendes Gefühl, zu wissen wie viel Geschichte in diesem Ort steckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Nachmittag reiten Deanna und ich mit drei Gästen aus. Heute sitze ich auf dem gutmütigen Riesen Tonka. Voller Überzeugung übernimmt er mit mir die Position an der Tete. Ich muss ihn während des Ausritts immer mal wieder bremsen. Bei seinen großen Schritten haben die kleineren Pferde sonst kaum eine Chance hinterher zu kommen. Wenn ich ehrlich bin, bin ich persönlich eigentlich kein Fan von Zugpferden, wie Tonka eins ist. Aber er krempelt meine Sichtweise definitiv um. Die Reesors sind mit Sicherheit überaus froh, diesen Schatz im Stall zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 73 und 74&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fünfter und Sechster Tag auf der Reesor Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim heutigen Frühstück komme ich mit den beiden schweizer Gästen neben mir ins Gespräch und höre heraus, dass sie gerne eine Wanderung über das Gelände machen möchten. Theresa bringt den beiden Freundinnen das Hiking Trail Booklet mit zahlreichen Informationen über die Ranch und ihre umliegende Region. Als etwas problematisch stellt sich in diesem speziellen Fall die Sprache heraus. Spontan biete ich den beiden an, sie auf ihrer Wanderung zu begleiten, um die wissenswerten Infos zu übersetzen. Die zwei Schweizerinnen sind begeistert von der Idee und stimmen direkt zu. Wir treffen uns am frühen Mittag um die kleine Wanderung zu starten. Das Wetter ist traumhaft, obwohl es beim Spazieren doch recht schnell warm wird. Bei wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein werde ich mich aber sicherlich nicht beschweren! Ganz im Gegenteil, ich genieße die Wanderung und es bereitet mir Freude, mich mit den Freundinnen über die Ranch und Kanada im Allgemeinen auszutauschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück auf dem Gelände der Ranch verabschiede ich mich vorerst von den beiden und gehe zu meiner Cabin. Ich gönne mir ein Eis, bevor ich in die heutige Schreibtischsession starte. Verrückt, jetzt habe ich hier auf der Historic Reesor Ranch auch nur noch zwei volle Tage, bis es zurück nach Calgary geht. Saskatchewan ist die vierte der insgesamt 13 Provinzen und Territorien Kanadas, die ich besuche. Wenn ich genauer darüber nachdenke, ist jeder Ort den ich bisher erlebt habe, etwas für sich ganz spezielles und besonderes. Um ehrlich zu sein, habe ich ein wenig Angst die vielen einzigartigen Momente und die mit ihnen verlinkten Gefühle nach und nach zu vergessen. Beim Durchsehen meiner Fotos merke ich zum Glück schnell, dass diese Sorge unbegründet bleibt. Ich habe Gänsehaut am ganzen Körper und beim Betrachten einzelner Bilder springt die detaillierte Situation wie aus dem Nichts zurück in meinen Kopf. Ich wünsche mir, dass das für immer so bleibt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Magen meldet sich am späten Nachmittag und fordert Abendessen ein. Eigentlich muss ich mich noch gedulden, aber ich schaue einfach schon mal auf gut Glück bei Theresa in der Ranch Hall vorbei. Juhuu, ich staube ein Stück Brot ab und helfe dann bei den letzten Vorbereitungen mit. So, das Buffet ist angerichtet und Scott grillt dazu zarte kanadische Rindersteaks. Es duftet fantastisch! Zum Essen gibt Theresa ein Glas regionalen Rotwein der Cypress Hills Winery aus. Optimal, so lässt es sich leben! Obwohl ich schon kugelrund gefuttert bin, finde ich selbstverständlich noch irgendwo Platz für den Nachtisch. Vanilleeis mit jeglichen Toppings nach Wahl geht immer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Essenseskalation gestern Abend, gibt es heute für mich zum Frühstück Müsli mit Joghurt und Obst. Passend zu meinem gesunden Frühstück kommt Scott mit einem Arbeitsauftrag auf mich zu. Perfekt, körperliche Betätigung kann bei dem ganzen guten Essen hier auf der Ranch definitiv nicht schaden. Vor einigen Wochen wurden auf dem Gelände der Ranch die Bäume gekürzt und die Hecken geschnitten. Mit dem Truck bringe ich Ladung für Ladung vom Ranchhouse zu einem Sammelpunkt hinten in der Pferdewiese. Die beiden Hunde Dolly und Justice hängen mit mir rum und begleiten mich treu auf meinen Transportwegen. Dabei fahren sie am liebsten im Fahrerhaus mit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Puh, die Sonne knallt heute besonders und ich komme langsam ins Schwitzen. Noch ein paar Ladungen und dann lege ich eine Mittagspause ein. Ich bin gerade zurück an der Arbeit, da fängt mich Theresa ab und gibt mir für den Nachmittag &quot;Hitze-&quot; frei! Moment mal, hat Theresa nicht die Tage etwas von einem schönen See erzählt? Das wäre doch was bei dem Wetter! Theresa findet die Idee super und verabschiedet mich mit einer ausführlichen Wegbeschreibung zum Elkwater Lake. Nur eine gute halbe Stunde von der Ranch entfernt liegt der wunderschöne See und hat sogar einen Sandstrand. Auch einen kleinen Hafen und zahlreiche Kanus, Kajaks und Paddleboards mache ich ausfindig. Es dauert keine zwei Minuten, da habe ich meine Sachen abgelegt, mein Handtuch ausgebreitet und bin auf dem Weg zum Wasser. Hui, der See ist im ersten Moment kälter als ich erwartet habe. Die Erfrischung tut aber mehr als gut und bereits nach den ersten Zügen im kalten Nass wird es richtig angenehm. Einen Ausflug zum Elkwater Lake würde ich Jedem weiterempfehlen, der sich in der Gegend aufhält!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 75&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Siebter Tag auf der Reesor Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon um viertel nach sieben treffe ich mich heute mit Theresa, Scott und Schwiegersohn Travis am Haupthaus. Genauer gesagt im Keller des Hauses. Hier füllen die Reesors regelmäßig Wasser aus ihrer Quelle ab, um damit die umliegenden Regionen zu versorgen. Das Wasser ist sehr rein und reichhaltig an Mineralien. Nur eine minimale Filterung ist notwendig, um das Quellwasser als Trinkwasser in den Verkauf zu geben. Travis erklärt mir, dass normalerweise bei der Herstellung von Trinkwasser viele Vorgänge notwendig sind, die dem Wasser als Nebenwirkung die Mineralien entziehen. Grundsätzlich ist das natürlich negativ zu bewerten und deshalb sind die Reesors umso dankbarer, auf das eigene, natürlich gewonnene Wasser zurückgreifen zu können. Wow, das ist interessant und sehr beeindruckend!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir in Zusammenarbeit den Transporter mit Wasserbehältern beladen haben, spaziere ich zur Ranch Hall und schnappe mir mein Frühstück. Mit vollen Energietanks hole ich Verbandsmaterial aus der Cabin und gehe zu einem der Pferde. Ruby hat sich vor mehreren Wochen auf der Weide verletzt und Deanna kümmert sich seither um sie. Das Bein sieht schon wieder richtig gut aus und ist im Vergleich zum ursprünglichen Befund nicht mehr wieder zu erkennen. Ich schmiere Salbe auf die Wunde und verbinde das Ganze anschließend in einem schönen Pink. Top Sache, Auftrag erledigt! Am Nachmittag steht für mich ein weiteres Highlight auf dem Programm. Wenn man eventuell mal vom Ross auf einen PS-stärkeren Untersatz wechseln möchte oder einfach Lust hat, die Cypress Hills Region auf eine ganz andere Art und Weise zu erkunden, hält die Historic Reesor Ranch eine fantastische Option parat. Neuerdings sind geführte ATV-Touren Teil des Angebots der Ranch. Für mich als Stadtkind gehört so ein Quad eher zu den ungewohnten Fortbewegungsmitteln. Umso mehr freue ich mich auf die aufregende Erkundungstour. Ich bekomme einen passenden Helm und Deanna erklärt mir ausführlich wie alles funktioniert. Tip top, dann kann es ja losgehen! Mal davon abgesehen, dass ich noch anfängliche Schwierigkeiten habe, gefühlvoll Gas zu geben, ist das Quad fahren gar nicht so tricky. Ich habe in jedem Fall eine Menge Spaß. Juhuu!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg zur Ranch beobachten Deanna und ich Trucks mit Pferdeanhängern, die über die Schotterstraße näher kommen. Morgen findet der jährliche &quot;Wish Ride&quot; statt, den die Reesor Ranch als Gastgeber beheimatet. Organisiert von der &quot;Child&#039;s Wish Foundation&quot; unterstützt das Event kranke Kinder und erfüllt ihnen mit Spenden sowie generierten Einnahmen aus Startgeldern Herzenswünsche. Ich spüre wie meine Augen sich bei dem Gedanken an derartige Schicksalsschläge mit Tränenflüssigkeit füllen. Zum Glück bekomme ich dann noch mal die Kurve und das ist auch gut so. Das Event zielt zwar darauf ab, Bewusstsein für das Thema zu generieren, im Fokus steht aber nicht Mitleid sondern Freude und Verbundenheit. Denn durch die Hilfe von Menschen und die Verbundenheit zu ihren Mitmenschen kann Freude transportiert werden. Und Freude ist glaube ich genau das, was kranke Kinder am meisten brauchen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend ist die Stimmung in der Ranch Hall ausgelassen. Die Vorbereitungen für den morgigen Tag sind soweit abgeschlossen und alle fiebern dem gemeinsamen Ausritt entgegen. Einige Teilnehmer sind schon heute angereist und haben ihre Startunterlagen abgeholt. Morgen Vormittag werden es dann über 40 Reiter sein, die sich samt ihrer vierbeinigen Begleiter für den traditionellen Ausritt treffen. Theresa fiebert diesem Tag schon lange entgegen und ist unglaublich glücklich, den &quot;Wish Ride&quot; gemeinsam mit ihrem Mann Scott und dem Team der Reesor Ranch zum insgesamt sechsten Mal auszurichten. Happy Trails!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 76&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Abschied Reesor Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute steht wieder einmal ein Abschied an. Leicht fällt es mir nicht, auf Wiedersehen zu sagen. Besonders wenn ich mich wohl fühle und gerade so richtig eingelebt habe. Aber naja, es gehört dazu. Meine Praktikumsreise hält auch schon das nächste Highlight für mich parat. Scott und Theresa haben mich in ihrem Zuhause herzlich aufgenommen. Ich bin dankbar, dass ich auf der Reesor Ranch zu Gast sein durfte. Die beiden sind ein eingespieltes Team und mit ihrer sympathischen Art vermitteln sie bei ihren Gästen hohe Zufriedenheit und gute Stimmung. Meiner Mitbewohnerin Deanna schenke ich zum Abschied noch eine Flasche ihres Lieblingsweins und auch sie bekommt eine feste Umarmung. Wir haben uns super verstanden und viel gelacht die letzten Tage. Die Reesor Ranch ist in jedem Fall ein ansprechendes Urlaubsziel mit langer Tradition und einer interessanten Familiengeschichte. Die Ranch an sich bietet viele Aktivitäten an, durch die unmittelbare Nähe zum Cypress Hills Interprovincial Park erhöht sich die Anzahl an Freizeitbeschäftigungen  nochmals enorm. Langeweile kommt da nicht auf!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Mietwagen fahre ich ein letztes Mal über die Schotterstraße bis zum Highway 1. Auf dem Weg begegnet mir noch ein Reh, dem ich selbstverständlich den Vortritt lasse. Nachdem es die Straße überquert hat, fahre ich erneut an und biege nach etwa 20 Kilometern auf den Highway ab, der mich zurück nach Calgary führt. Für eine Nacht bleibe ich erneut bei meinen Freunden Diana und Elfan, die praktischerweise nicht weit vom Flughafen entfernt wohnen. So kann ich morgen ganz entspannt in den Flieger nach Toronto steigen. Auch mein Mitbewohner Zimbo ist noch im Lande und so machen wir uns zu viert einen gemütlichen Abend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Im-Wohnmobil-durch-Ontario-sk-touristik.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>La Reata Ranch 0,00 €</title>
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                <pubDate>Thu, 11 Apr 2019 03:02:50 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_la-reata-ranch---ohne-cowboyhut-geht-naturlich-hier-gar-nichts.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 62&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ankunft auf der La Reata Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der absolut gelungenen Rundtour durch den Süden Albertas steht für mich in den nächsten zwei Wochen die Erkundung Saskatchewans auf dem Programm. Von Calgary aus mache ich mich mit dem Mietwagen auf den Weg zu meinem ersten Ziel, der La Reata Ranch. Planmäßig bin ich gute sechs Stunden unterwegs und komme gegen Nachmittag auf der Ranch von George Gaber an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin nur etwa 60 Minuten aus der Stadt heraus und die Landschaft hat sich bereits gefühlt um 180 Grad gedreht. Rechts und links des Highway 564 erschließen sich riesige Kornfelder und Weideflächen. Aus dem Auto heraus entdecke ich ab und zu eine Herde Kühe, die entlang des Zauns verteilt genüsslich Grashalme frisst. Die Straße zieht sich geradlinig durch die Provinz und es scheint, als würde sie irgendwo am Horizont verschwinden. Diese unendliche Weite fasziniert mich. Aus Deutschland bin ich diese spezielle Landschaft nicht gewöhnt. Auf der einen Seite fühle ich mich etwas verloren irgendwo im nirgendwo. Auf der anderen Seite spielt der Aspekt Freiheit in meinen Gedanken gerade eine große Rolle. Definitiv eine ganz neue Erfahrung für mich! Nach drei Stunden im Auto muss ich zugeben, dass ich mehr als dankbar bin, einen Tempomaten im Wagen zu haben. Bei hauptsächlich geradeaus verlaufenden Straßen ohne großartige Notwendigkeit, mal abzubremsen oder Überholmanöver zu starten, ist so ein Tempomat sehr entspannt. Die Vorfreude auf den Besuch der La Reata Ranch sorgt in Kombination mit der zur Atmosphäre passenden Country Musik aus dem Satellitenradio für gute Stimmung. Vor etwa anderthalb Stunden habe ich die Grenze zwischen den Provinzen erreicht und bin nun noch etwa dreißig Minuten auf dem Saskatchewan Highway 44 in Richtung Osten unterwegs bis ich mich auf die Zielgerade zur Ranch begebe. Mein erster Eindruck der Provinz bestätigt mich in meinem bisherigen Denken über Kanada. Das Land ist so unglaublich vielseitig! Saskatchewan fügt dem Gesamtbild dabei eine weitere ganz spezielle Facette hinzu. Ich freue mich darauf diese Facette in den nächsten Tagen mit konkreten Erlebnissen und Eindrücken zu füllen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom Tor mit der Aufschrift La Reata Ranch aus folge ich einer Schotterstraße, die sich durch das Ranchland schlängelt. Ich fahre um eine Kurve und mit einem Mal öffnet sich die Sicht auf den Lake Diefenbaker. Oh wie schön, und gleich dort drüben ist auch schon die Guest Ranch. Die beiden Mitarbeiterinnen Grace und Ivy heißen mich willkommen und  zeigen mir die gemütliche Cabin, in der ich für sieben Tage unterkommen werde. Beim gemeinsamen Abendessen mit den insgesamt 12 Gästen lerne ich auch George kennen. Er macht auf mich einen freundlichen und humorvollen Eindruck. Mit seinem Hut, den Boots und einem passenden Karohemd ist er augenscheinlich ein waschechter Cowboy.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 63&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Zweiter Tag auf der La Reata Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach gestriger Planung mit George gehört für die kommende Woche unter anderem die Unterstützung bei den Frühstücksvorbereitungen zu meinen Aufgaben. Während ich mich erst einmal mit den Küchenutensilien und ihren Aufenthaltsorten vertraut mache, zaubert Köchin Grace zusammen mit Ivy eine Leckerei nach der Nächsten. Die beiden servieren Spiegeleier, Bacon, Oatmeal, Früchte, Müsli, Joghurt, Marmelade und dazu Toast soviel man möchte. Es gibt neben Kaffee etliche Teesorten und eine Auswahl an Säften. Ich habe schon längst den Überblick verloren, da holt Ivy eine Auflaufform mit Bread Pudding aus dem Ofen. Was auch immer das genau ist, es riecht sündhaft verlockend und duftet nach Zimt. Lecker!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Stärkung begleiten die Gäste George zu den Pferden. Jetzt heißt es putzen, satteln und trensen, bevor es mit den Vierbeinern auf Entdeckungstour geht. George sucht seinen Gästen je nach ihren Eigenschaften und Könnensstufen ein passendes Pferd aus. Er kennt seine Schützlinge in und auswendig und liegt meist mit seiner Zuordnung goldrichtig. Wenn Pferd und Reiter doch mal nicht zusammen passen, hat George immer eine Alternative parat. Für mich geht es heute zwar noch nicht aufs Pferd, dafür schaue ich mir aber schon mal alles genau an. Obwohl ich schon das ein oder andere Mal im Westernsattel gesessen habe in den letzten Wochen erscheint mir die Ausrüstung und ihre genaue Verwendungsart und -weise doch immer noch ein wenig fremd. Als die Gruppe in die Weiten der Prärie aufbricht, nutze ich die Gelegenheit direkt mal für eine ausgiebige Paparazzi-Session. Mit dem wolkenlosen Himmel in kräftigem blau und dem strahlenden Sonnenlicht kommen bestimmt ein paar wunderschöne Bilder dabei herum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Reiter verschwinden hinter den Hügeln und ich nehme das als Startpunkt für eine ausgiebige Tour über das Ranchgelände. George ist vor über zwanzig Jahren aus Deutschland nach Kanada ausgewandert. Zusätzlich zu seinem Rinderbetrieb hat er sich im Jahr 1996 auch noch eine Guest Ranch aufgebaut. Auf seinen rund 2.000 Hektar heißt George von Mai bis Oktober Besucher willkommen. Umgerechnet entspricht das einer Fläche von 20 Quadratkilometern, die der Cowboy gerne mit seinen Gästen teilt. Allein die Sicht von meiner Cabin aus ist schon fantastisch. Wie soll es dann bloß die Tage werden, wenn ich auch mit dem Pferd unterwegs bin. Bei dem Gedanken daran schießt die Vorfreude nur so durch meinen Körper. Voller Motivation frage ich die Gäste beim Abendessen nach ihren Erlebnissen. Eins kann ich sagen, die La Reata Ranch scheint ein absolutes Paradies für Reitbegeisterte zu sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 64&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Saskatoon&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem der gestrige Tag schon so warm und sonnig war, sieht es heute ebenfalls sehr vielversprechend aus. Schon früh morgens mache ich mich gemeinsam mit drei Gästen der Ranch auf den Weg nach Saskatoon. George bietet den Transfer zum Flughafen an, wenn die Reisenden nicht ohnehin mit dem Mietwagen unterwegs sind. Ich erkläre mich freiwillig bereit, die Fahrt zu übernehmen. So kann ich gleich die Gelegenheit nutzen und ein bisschen mehr von der Provinz erkunden. Die etwa dreistündige Fahrt ist zwar an sich recht eintönig, aber ich bin in guter Gesellschaft. Richard war mit seiner Tochter Rebecca und seiner Enkelin Olivia für eine Woche auf der La Reata Ranch und die drei haben ihren Urlaub sehr genossen. Ich höre gespannt zu, als die drei von ihren Ausritten erzählen. Jetzt freue ich mich definitiv noch mehr auf die nächsten Tage im Sattel!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Flughafen verabschiede ich mich von den dreien, wünsche ihnen eine gute Heimreise und fahre dann weiter in Richtung Downtown. Wenn ich schon mal in Saskatoon bin, schaue ich mich doch auch noch ein wenig in der Stadt um. Das Auto parke ich keine fünf Gehminuten vom South Saskatchewan River entfernt. Wow, hier unten am Wasser ist es richtig schön! Die Promenade entlang des Flusses sieht noch recht neu aus und lädt sowohl zum Spazieren als auch Verweilen ein. Ich nehme mir etwa eine halbe Stunde Zeit, um einfach an diesem schönen Plätzchen zu sitzen. Die Sonne scheint mir ins Gesicht und ich beobachte viele Menschen, die ebenfalls das gute Wetter genießen. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auch Inlinern, diese Ecke scheint in jedem Fall ein beliebter Ort zu sein. Ursprünglich wollte ich noch eine Runde durch das &#039;Midplaza&#039; Einkaufszentrum stöbern. Um ehrlich zu sein möchte ich aber ungern die entspannte Stimmung hier am Fluss gegen ein hektisches Shoppingzentrum eintauschen. Also spaziere ich einfach noch ein wenig die Promenade entlang, bis ich schließlich zurück zum Auto gehe. Auf dem Weg treffe ich auf zwei Passanten, die mir bei meiner Frage nach einem Souvenirshop weiterhelfen. Sie empfehlen mir wärmstens einen Abstecher zum Berry Barn südwestlich von Saskatoon zu machen. Wie praktisch, der Forstmannshof liegt gar nicht so weit ab vom Weg zur Ranch. Also auf geht&#039;s!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die beiden Kanadier haben definitiv nicht zu viel versprochen. Es ist traumhaft hier! Schon der erste Eindruck des roten Hip Roof Barns direkt an einer langgezogenen Biegung des South Saskatchewan River begeistert mich voll und ganz. Wie der Name schon vermuten lässt, dreht sich im Berry Barn alles um den Anbau, die Ernte und die Verarbeitung von Beeren. Dabei stehen die Saskatoon Berries besonders im Fokus! Ob für besondere Events, eine leckere Mahlzeit, süße Backwaren to go oder einen gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen, die Atmosphäre des Berry Barn lädt dazu ein, einfach mal abzuschalten und den Moment zu genießen. Beim Blick auf die Uhr bemerke ich,  dass ich wohl ein wenig die Zeit vergessen habe. Upsi! Ich werfe noch schnell einen Blick in den hauseigenen Gift Shop und schnappe mir eine selbstgemachte Marmelade aus Saskatoon Berries. So jetzt wird es aber wirklich Zeit für den Heimweg!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade fahre ich die Straße zur La Reata Ranch entlang, da sehe ich unten am Steg einige Gäste. Ich schaue ein wenig genauer hin und siehe da: George sitzt auf dem Jetski und lädt seine Gäste ein, in die hinter seinem Gefährt befestigte Tube einzusteigen. Und da geht die wilde Fahrt auch schon los! Schnell hüpfe ich in meine Badesachen, schnappe mir ein Handtuch und gehe zum Wasser. Das kann ich mir nicht entgehen lassen! Meine Kamera habe ich natürlich auch im Gepäck und halte direkt mal drauf, um die Action festzuhalten. Ich lasse den Gästen den Vortritt und reihe mich hinter ihnen ein. Anni lässt sich leicht dazu überreden, ein zweites Mal in die Tube zu gehen und begleitet mich auf die Fahrt. George gibt von vorn herein Vollgas und zieht uns von rechts nach links über den Lake Diefenbaker. Ich bekomme literweise Wasser ins Gesicht, kann dabei aber nicht aufhören zu lachen. Was für ein Spaß und eine fantastische Abkühlung noch dazu. Wir sind so schnell, dass ich das Gefühl habe, wir heben gleich ab.  Meine (Freuden-)Schreie hört man wahrscheinlich bis zum Steg, aber das ist eigentlich auch vollkommen egal. Es macht so unglaublich viel Spaß! Als die wilde Fahrt vorbei ist, komme ich gar nicht mehr aus dem Strahlen raus. Was für eine coole Aktion!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 65&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Vierter Tag auf der La Reata Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem ausgiebigen Frühstück darf ich heute Vormittag mit in den Sattel steigen. Juhuu! George hat die Vierbeiner schon in den Paddock gebracht und holt jetzt die sieben Pferde heraus, die wir gleich reiten werden. Vier Gäste, Mitarbeiterin Caro und mich nimmt George heute mit auf Erkundungstour. Während die Gäste ihre Pferde bereits kennen, warten Caro und ich noch darauf, dass George uns einen tierischen Partner zuweist. Keine zwei Minuten später bringt er uns zwei Pferde zum Tor und drückt uns die Stricke in die Hand. Caro wird den Schimmel Silver reiten und für mich geht es in den Sattel des Falben Levi. Wow, was für ein wunderschönes Pferd. Nachdem alle Vierbeiner geputzt, gesattelt und getrenst sind, kann es losgehen. Ich freue mich auf den Ritt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Reiten durch Saskatchewans Ranchland hier am Lake Diefenbaker ist eine ganz neue Erfahrung für mich. Mit Gras überzogene Hügel erstrecken sich über einen Großteil der Umgebung und mitten hindurch zieht sich der etwa 200km lange Lake Diefenbaker. Platz ohne Ende! Mit einem starken Gefühl von Freiheit galoppiere ich über das Gras. Dabei verschwende ich keinen einzigen Gedanken daran wo denn der Weg sein könnte, denn es gibt keinen! George fordert uns dazu auf, unseren eigenen Trail zu suchen und die Gruppenformation zu verlassen. Jeder ist diesem Moment sein eigener Boss und obwohl George die grobe Richtung vorgibt, ist jeder ganz individuell unterwegs. Nur ich, das Pferd und die endlos weite Prärie. Ein Traum wird wahr!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für George ist das Ausreiten gleichzeitig vor allem die Kontrolle seines Viehbestands. Die Tiere sind im Sommer auf einer riesigen Weidefläche unterwegs. Da kann es schon mal eine Weile dauern, bis man die Tiere aufgespürt hat! Wir haben Glück und finden einen Teil der Kühe unten am Wasser. Wir nähern uns an und beobachten sie. Die Pferde sind dabei völlig tiefen entspannt und warten auf weitere Anweisungen. George erklärt uns, dass er Ausschau nach einer bestimmten Kuh hält. Sie ist verletzt und soll in den kommenden Tagen zum Tierarzt. George hat Sichtkontakt aufgenommen und schon beginnt die Aufgabe! Auf seinem Quarter Horse Yuma teilt er die Herde geschickt auf und schafft es in wenigen Minuten, zwei Kühe samt Kälbchen von der Gruppe zu separieren. Beindruckend! Beim nächsten Schritt kommen auch wir gezielt zum Einsatz. Gemeinsam als Gruppe treiben wir die verletzte Kuh und die drei weiteren Tiere zur Main Ranch. Der Hammer, ich fühle mich wie ein richtiges Cowgirl!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir die Kühe erfolgreich zur Ranch getrieben haben, gönnen wir uns eine verdiente Lunchpause. Das leckere Sandwich habe ich schnell verdrückt und lege mich danach zu einem Nickerchen ins Gras. Mit dem Cowboyhut über das Gesicht gelegt, schließe ich meine Augen und döse für eine gute Viertelstunde vor mich hin. Gestärkt und ausgeruht sind wir bereit für die nächste Aufgabe. Neben den Angus Rindern besitzt George auch noch eine Gruppe Longhorns. George beginnt die Herde mit Hilfe seines Pferdes in Richtung Ranch zu treiben. Die agilen Paarhufer bringen ihn dabei ganz schön ins Schwitzen. Ich helfe mit, den Kühen den Weg zurück zu versperren während George die Tiere im Galopp umkreist und zur Ranch lotst. Es ist ein aufregendes und gutes Gefühl zugleich, dass man bei der Arbeit eines Ranchers mitwirken kann. Was für eine geniale Erfahrung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 66&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fünfter Tag auf der La Reata Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der heutige Tag beginnt recht gemütlich. Nach einem ausgiebigen Frühstück helfe ich dabei, die Küche aufzuräumen und alles wieder klar Schiff zu machen. George ist schon draußen bei den Pferden und nagelt das ein oder andere Eisen wieder unter den Huf seines Besitzers. Aufgrund der extrem warmen Temperaturen haben wir uns vorerst gegen einen Ausritt entschieden. Eventuell schwingen wir uns aber heute Abend noch in den Sattel, wenn es etwas kühler wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wärme hinterlässt bei allen, sowohl Helfern als auch Gästen, eine gewisse Mattheit. Wie gut, dass heute keine weltbewegenden Aktionen auf dem Programm stehen. Für einen Moment heißt es also einfach mal Entspannen! Ich hole mir einen kühlen Eistee aus dem Kühlschrank und setze mich an meinen Laptop. Die optimale Gelegenheit, um meine bisherigen Eindrücke und Erlebnisse zu notieren. Erst jetzt beim Schreiben merke ich wie viel ich in der kurzen Zeit auf der La Reata Ranch schon mitbekommen habe. Cool! Ganz besonders beeindruckt hat mich der gestrige Ausritt. Während ich so darüber nachdenke, durchlebe ich das wundervolle Gefühl auf dem Pferderücken noch ein weiteres Mal. So ein knackiger Galopp über die endlosen Weiten der Prärie lässt ein jedes Reiterherz höher schlagen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Grace, Ivy und Karo treffe ich mich wie vereinbart gegen viertel vor fünf in der Küche. Oh es duftet schon vorzüglich! Gemeinsam mit Karo decke ich den Tisch fürs Abendessen und stelle kühle Getränke bereit. Aktuell sind nur Astrid und Heinz aus NRW zu Gast. Nachdem das Abendessen verputzt ist, fragt George mal so in die Runde, wie es denn mit der Motivation für einen abendlichen Ritt aussieht. Eins ist sicher, da muss George kein zweites Mal fragen! Im Handumdrehen putzen wir die Pferde und sitzen ein wenig später auch schon im Sattel. Ich schwinge mich  wieder auf dem Falben Levi, mit dem ich mich gestern schon angefreundet habe. Es macht riesig Spaß ihn zu reiten! Die Idee einer abendlichen Tour stellt sich als goldrichtig heraus. Während es über den Tag so drückend warm war, kühlt es langsam ab und ist sehr angenehm. Es beginnt zu dämmern und der Mond zeichnet sich immer intensiver auf dem wolkenlosen Himmel ab. Es wird dunkler und dunkler und mir fällt es schwerer, die Umgebung zu erkennen. Die Pferde scheint das so gar nicht zu stören! Sie sehen gut und wissen genau wo sie hintreten. Obwohl ich nur noch Umrisse wahrnehme, fühle ich mich auf Levi sicher und wohl. Ich vertraue ihm und lasse diese einzigartige Situation auf mich wirken. So einen Nachtritt unterm Sternenhimmel macht man eben nicht alle Tage!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 67&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Swift Current&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor zwei Tagen hat George eine verletzte Kuh mit ihrem Kälbchen von der Herde separiert und dann gemeinsam mit der Hilfe von uns Gästen zu seiner Ranch getrieben. Heute bringt George sie zum Tierarzt in die nahegelegene Stadt Swift Current und ich werde ihn dabei begleiten. Bevor es losgehen kann, liegt die erste Aufgabe darin, die Kuh zu verladen. Hui, die Dame ist ganz schön wild! Während ich mich sicherheitshalber mal lieber hinter den Zaun stelle, gibt George alles, um die Kuh in den Anhänger zu lotsen. Dabei kommt in Fällen wie diesen auch schon mal das Quad zum Einsatz. Das nenn ich mal einen &quot;modernen Cowboy&quot;! Zu guter Letzt hat die Kuh der Rasse Black Angus dann doch noch nachgegeben und steht abfahrbereit auf dem Anhänger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwa vierzig Minuten dauert die Fahrt zur Tierklinik. Während im Hintergrund Country Musik aus dem Radio läuft, frage ich George, wie er denn eigentlich auf die Idee gekommen ist, nach Kanada auszuwandern. Ursprünglich kommt George aus dem Ruhrgebiet und ist auf einer Farm groß geworden. Er erinnert sich nicht mehr ganz genau, aber geritten ist er vermutlich schon bevor er überhaupt laufen konnte. Ausschlaggebend für die Verwirklichung seines Traums einer eigenen Farm war ein Kanadaurlaub. Ich kann mittlerweile sehr gut nachvollziehen, dass das Land die Fähigkeit hat, Menschen zu fesseln. Besonders die Weiten der Prärie haben George fasziniert und dazu bewegt, seinen Traum in die Realität umzusetzen. Und zack, heute ist er stolzer Besitzer des Ranchlands direkt am Lake Diefenbaker, hat über 250 Kühe sowie gut 20 Pferde und betreibt nebenbei auch noch die Guest Ranch. Während er so erzählt, verrät mir das leichte Lächeln in seinem Gesicht, dass er nach den gut 20 Jahren glücklich, überzeugt und stolz ist von dem was er sich hier eigenhändig aufgebaut hat!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind gerade in Swift Current angekommen und fahren auf den Hof der Klinik. Mit Unterstützung der Tierärztin lädt George die Kuh ab. Im Untersuchungsstand verschaffen sich die Experten erst einmal einen Überblick. Es geht um das Auge der Kuh, das leider gar nicht gut aussieht. Georges Vermutung, dass es sich um eine Art von Krebs handelt, findet schnell Bestätigung. Trotz der schwerwiegenden Diagnose, stehen die Chancen für die Kuh recht gut. Im Gespräch mit den Tierärzten entscheidet George sich dazu, den notwendigen Eingriff durchführen zu lassen, bei dem das kranke Auge entfernt wird. Überraschenderweise dauert das Prozedere nur etwa eine gute Stunde und danach können wir die Kuh direkt wieder mit nach Hause nehmen. George und ich nutzen die Wartezeit für eine kleine Shoppingtour in Swift Current. Mit 17.000 Einwohnern ist die Stadt eine der Größeren hier im Südwesten Saskatchewans. Unser Ziel ist ein Laden namens &quot;Cowtown&quot;. Voll mit Western-Equipment lassen sich hier jegliche Ausführungen von Cowboystiefeln über -hüte, Jeans und Hemden bis hin zu Lassos und Sätteln finden. Eben alles was das Cowboyherz begehrt! Auch für die Kleinen gibt es das passende Equipment. Früh übt sich wer mal ein waschechter Cowboy werden möchte! So, es wird Zeit, die Kuh wieder abzuholen. Die Tierärzte erklären, dass alles gut verlaufen ist und das Tier in wenigen Tagen wieder zurück zur Herde kann. Optimal!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuhause angekommen, verlässt die Kuh den Anhänger zwar wach aber noch etwas verwirrt und sieht erst mal zu, dass sie von uns wegkommt. Auch wenn sie in diesem Moment vielleicht etwas sauer auf uns ist, wird sie George innerlich bestimmt dankbar sein für die Heilungsmaßnahmen. Mit dem Quad geht es von der Main Ranch schnurstracks rüber zur Guest Ranch. Mit einem Mal ist der Gedanke an das leckere Abendessen allerdings wie weggeblasen. Was ist denn das dort vorne im Gras? George stoppt das Quad und wir steigen ab. Es ist ein Steinadler, im englischen als Golden Eagle bezeichnet. Wahnsinn, er ist ganz nah! Erst jetzt merke ich wie groß so ein Adler tatsächlich ist. Sehr untypisch ist allerdings, dass das Tier trotz unserer Anwesenheit noch immer im Gras hockt. Auch als wir vorsichtig einen Schritt auf ihn zugehen, bewegt er sich nicht von der Stelle. George erzählt mir von einem Anruf, den er am Morgen entgegen genommen hat. So wie es aussieht, deutet alles darauf hin, dass wir den gesuchten Adler gefunden haben. Doch warum ist er so komisch? Wir vermuten, dass er möglicherweise verletzt oder zu schwach ist, um wegzufliegen. George macht Bilder von dem Adler und übermittelt sie anschließend an die Greifvogelexperten, die auf der Suche nach ihm sind. Meine Daumen sind ganz doll gedrückt für dieses wunderschöne Kerlchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 68&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Siebter Tag auf der La Reata Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wieder geht es in den Sattel! Meinen letzten vollen Tag auf der La Reata Ranch genieße ich auf dem Rücken von Levi. Er ist mir in den letzten Tagen richtig ans Herz gewachsen und von Ritt zu Ritt werden wir ein besseres Team. Zusammen mit George, den beiden Gästen Heinz und Astrid sowie der Schwedin Elina geht es raus in das endlos wirkende Ranchland. Das Wetter ist definitiv auf unserer Seite und spendiert uns optimale Reitbedingungen. Die Sonne scheint und durch das angenehme Lüftchen fühlt es sich nicht ganz so warm an wie die letzten Tage. Es ist richtig schön! Wir navigieren die Pferde als erstes zur Main Ranch, um die verletzte Kuh samt Begleitung abzuholen und wieder zur Herde zu treiben. Den Umständen entsprechend sieht die Kuh gut aus und wirkt auf George fit und munter. Nachdem er die Tiere mit Hilfe von Elina aus dem Paddock herausgelotst hat, helfen auch Astrid, Heinz und ich wieder mit, die Kühe vor uns her zu treiben. Wenn ich ganz ehrlich bin, macht natürlich George den Hauptteil der Arbeit. Aber ich fühle mich irgendwie trotzdem beteiligt und naja ein bisschen helfe ich ja auch tatsächlich. Ziemlich coole Sache!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, die erste Aufgabe ist erledigt. Aber das war noch lange nicht alles! Als Nächstes treiben wir eine kleine Gruppe an Kühen und Kälbchen von einem etwas abgelegenen Teil der Weidefläche zur großen Gruppe unten am Wasser. Und wenn wir jetzt schon mal in Mitten der großen Herde sind, reiten wir aufmerksam hindurch und halten Ausschau nach einer bestimmten Kuh. George hat von seinem Nachbarn die Info bekommen, dass eines seiner Tiere lahm sei. Ich muss eingestehen, dass es gar nicht so einfach ist, diese eine Kuh zu finden. Und das obwohl sie Ohrmarken mit Nummern haben. Meinen größten Respekt an George, er kennt alle seine Tiere und überblickt die Gruppe mit Leichtigkeit. Er entdeckt die Kuh mit der vermeintlichen Lahmheit und beobachtet sie für eine Weile. Tatsächlich sieht sie gar nicht so aus, als wäre sie nicht fit. Das ist zwar etwas mysteriös, aber grundsätzlich sehr positiv! Somit ist das &quot;Pflichtprogramm&quot; für heute erledigt und wir gönnen uns eine entspannte Lunchpause. Im Schatten einer Baumgruppe legen wir unsere Decken aus und machen uns über das liebevoll zubereitete Lunchpaket her. Mit neuer Energie schwingen wir uns auf die ausgeruhten Pferde und reiten noch ein Stückchen weiter in die entgegengesetzte Richtung der Farm. George führt uns an den Zaun, der sein Grundstück im Norden begrenzt. Mit der Begrenzung im Rücken schaue ich über die hügelige Landschaft herunter auf den Lake Diefenbaker. Sehr Beeindruckend! Auf dem Rückweg zur Ranch checkt Heinz die Fitness Tracker seiner Uhr. Wir haben bisher ganze 25km zurückgelegt. Ein großes Dankeschön an die Pferde, sie machen ihren Job klasse! Und dabei sind sie auch nach dieser langen Distanz mit Auf- und Abstiegen zwischendrin noch top fit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fantastisch, die Vierbeiner sind versorgt und im Cookshack erwartet uns schon das Abendessen. Nach dem langen Ritt fühle ich mich besonders hungrig und freue mich riesig über die deftige Mahlzeit. Papp satt und rundum zufrieden gehe ich zu meiner Cabin, um ein wenig Ordnung in das dort herrschende Chaos zu bringen. Morgen heißt es nämlich wieder einmal Koffer packen und auf ins nächste Abenteuer. Vorher genieße ich aber erst mal den letzten Abend auf der Ranch und treffe mich mit den anderen im Saloon. Wir stoßen auf ein paar wunderschöne gemeinsame Tage im Ranchland Saskatchewan an. Cheers!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 69&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;La Reata Ranch &amp; Reesor Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verrückt! Schon wieder geht ein Kapitel meiner Praktikumsreise zu Ende. Ich liege morgens im Bett meiner Cabin und stelle erneut fest, wie schnell die Zeit voranschreitet, wenn man viele, viele ereignisreiche Momente erlebt. Zum Abschluss meines Aufenthalts auf der La Reata Ranch besuche ich ein letztes Mal die Pferde. Sie stehen oberhalb des Cookshack auf einem Hügel und wirken tiefenentspannt. Es sieht beinahe so aus, als würden sie die Aussicht genießen. Naja wer weiß, vielleicht machen sie ja genau das! George und ich ziehen noch ein gemeinsames Fazit der letzten Tage, bevor ich mich in meinem Mietwagen wieder auf die Schotterstraße begebe. Insgesamt habe ich eine schöne und sehr abwechslungsreiche Zeit hier am Lake Diefenbaker verbracht. Ich habe mich rundum wohl gefühlt auf der La Reata Ranch und viele neue Eindrücke dazugewonnen. Besonders das Gefühl, auf dem Pferderücken die endlose Weite der Prärie zu erkunden, hat sich mit Nachdruck in meinen Erinnerungsspeicher eingeprägt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über den Highway 1, der auch unter dem Namen Trans-Canada Highway bekannt ist, gelange ich zu meinem nächsten Ziel, der Historic Reesor Ranch. Hier in der Cypress Hills Region erwarten mich Theresa und Scott. Sie empfangen mich sehr herzlich und heißen mich auf ihrem wunderschönen Anwesen willkommen. Die Guest Ranch trägt nicht umsonst den Zusatz &quot;Historic&quot;, denn sie weist eine lange Tradition und eine sehr interessante Familiengeschichte auf. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich darüber in den kommenden Tagen noch einiges erfahren werde. Ich freu mich drauf! Nach meiner Ankunft werde ich sofort mit eingespannt und helfe Wrangler Deborah bei der Durchführung eines der Reitangebote namens &quot;Training for Trails&quot;. Optimal, so kann ich mich direkt nützlich machen! Von den über 20 Pferden, die zur Herde der Reesor Ranch gehören, suchen wir uns fünf heraus, die Deborah unter den Gästen aufteilt. Beim &quot;Training for Trails&quot; geht es darum, die ersten Schritte im Umgang mit dem Pferd zu erlernen und anschließend eine Reiteinheit zu absolvieren. Die Kids haben viel Spaß beim Putzen und Betüddeln der Pferde. Auch anschließend beim Reiten geben die Teilnehmer eine super Figur ab. Manche von ihnen sitzen zum ersten Mal auf dem Pferd und scheinen es sichtlich zu genießen. Ich bin beeindruckt von den Vierbeinern! Sie sind brav und scheinen genau zu wissen, dass sie mit einem blutigen Anfänger auf ihrem Rücken vorsichtig umgehen müssen. So wird die Reiteinheit für alle Beteiligten zum unvergesslichen Erlebnis. Es ist schön, das Lächeln in den Gesichtern der Teilnehmer zu beobachten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Pferde sind versorgt und starten ihren Weg in Richtung riesig wirkende Weidefläche. An Platz für die Tiere mangelt es hier definitiv nicht. Auch Deborah zielt dem wohlverdienten Feierabend entgegen und ich schließe mich doch glatt mal an! Wir stauben noch ein leckeres Abendessen ab und unterhalten uns dabei über was wohl? Pferde natürlich! Gerade kennengelernt steigt auch Wrangler Deanna mit ins Thema ein. Ich merke mal wieder wie einfach es doch ist, Menschen näher kennenzulernen, wenn man die gleichen Interessen teilt. Optimal! Gemeinsam mit Deanna wohne ich die nächsten Tage in einer Cabin mit direkter Sicht auf die Weidefläche. Ich richte mich flott ein und falle dann zufrieden und geschafft ins Bettchen. Gute Nacht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Reesor-Ranch-sk-touristik.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>Süd-Alberta Roadtrip 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 09:26:01 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_crypt-lake-hike---oben-am-wasserfall-(crypt-falls).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 58&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Bar U Ranch &amp; Head-Smashed-In Buffalo Jump&lt;/I&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Abenteuer Roadtrip durch den Süden Albertas beginnt! Am Flughafen bekomme ich die Schlüssel für einen Mietwagen und schon kann es losgehen. Begleitet werde ich die nächsten Tage von meinem Studienfreund Zimbo. Gemeinsam stimmen wir uns mit lauter Country Musik auf die Erkundungstour durch die Prärieprovinz ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser erstes Ziel ist die in den 1980er Jahren gegründete Bar U Ranch. Eingebettet in die Weiten der Graslandschaft stellte die Ranch über viele Jahrzehnte eine der bekanntesten Betriebe Albertas dar. Die heutige Bar U Ranch bringt mit ihrem alten Charme der Prärie Besuchern das Erbe der Cowboys Westkanadas näher. Nicht nur wilde Ausritte sondern auch harte Arbeit und eine starke Gemeinschaft prägen das Bild bis heute. Wer einmal das Ambiente der Bar U Ranch erlebt hat, kann sich von den Impressionen kaum lösen. Ein ganz besonderes Highlight ist das Round-Up Camp. Wie ein Cowboy in der Prärie sitze ich am Feuer und lausche gespannt den lebhaften Geschichten über die Anfänge der Rinderzucht in Alberta.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nächste Halt führt Zimbo und mich zum Head-Smashed-In Buffalo Jump. Auf dem Weg machen wir einen kleinen Abstecher zum Crowsnest Pass. Große Gesteinsbrocken begrüßen uns bei der Einfahrt. Der Crowsnest Pass ist Kanadas südlichster Pass nach BC über die Rocky Mountains. An kleinen Seen rechts und links der Straße führt er uns durch beeindruckende Landschaft. Bevor es weiter geht, legen wir einen kurzen Stopp ein, um die Aussicht zu genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Head-Smashed-In Buffalo Jump angekommen, empfängt uns Conrad Little Leaf. Er heißt uns herzlich willkommen und führt uns durch das UNESCO-Weltkulturerbe. Dieser historische Ort erzählt einen Teil der Geschichte der First Nations und ist in jedem Fall einen Besuch wert. Auf fünf Ebenen erfahren wir interessante Aspekte über das Zusammenleben der First Nations People des Blackfoot Tribes und ihre Jagdgewohnheiten. Mit Hilfe ihres Wissens über die Tiere und ihre Verhaltensweisen haben die Blackfoot People speziell an diesem Ort vor vielen hundert Jahren Jagd auf Büffel gemacht. Die Besonderheit daran ist, dass die Büffelherde auf eine Klippe zugetrieben wurde. Im Falle einer erfolgreiche Jagd stürzten einige Tiere in den Abgrund und sicherten somit das Überleben der Menschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Tag unserer ereignisreichen Tour endet in Pincher Creek. Nach dem Abendessen überkommt mich schlagartig die Müdigkeit. Mit all den neuen Eindrücken und der Vorfreude auf den morgigen Tag im Waterton Lakes National Park schlafe ich zufrieden ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 59&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Waterton Lakes National Park&lt;/I&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer entspannten Nacht in Pincher Creek machen Zimbo und ich uns früh morgens auf den Weg zum Waterton Lakes National Park. Der kleine, aber feine Nationalpark liegt im äußersten Süden Albertas und grenzt an den Bundesstaat Montana, USA. Charakteristisch für die Region ist das Aufeinandertreffen von Prärie und Rocky Mountains. Ein einzigartiges Panorama! Der Park ist bekannt für seine große Artenvielfalt. Damit, dass wir schon wenige Minuten nach Durchquerung der Tore aus dem Auto heraus einen Schwarzbären mit zwei Jungen am Straßenrand sehen, haben wir allerdings nicht gerechnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für uns startet die Wanderung zum Crypt Lake mit einer 15-minütigen Bootstour zum Startpunkt des Trails am Ufer des Upper Waterton Lake. Mit einem Aufstieg von 675 Höhenmetern ist der Hike einer der Bekanntesten im Park. Er wurde von National Geographic als &quot;One of the World&#039;s Most Thrilling Trails&quot; ausgezeichnet. Challenge accepted! Während des entspannten und ruhigen Aufstiegs lässt ein Blick in das Tal das Herz jeden Naturfreunds höher schlagen. Wasserfälle, Bergketten und Seen übertreffen unsere Erwartungen. Wenige hundert Meter vor dem Ziel begegnen wir dann unserer größten Herausforderung. Der Trail führt über eine Metallleiter in einen geheimnisvollen Tunnel. Wie aufregend! Kurz nach dem Tunnelausgang schimmert uns schon das Azurblau des Sees entgegen. Juhuu, wir haben die Herausforderung gemeistert! Nach einem Rundgang um den Crypt Lake pausieren wir an einer Klippe. Bei den warmen Temperaturen lädt der See uns förmlich zum Baden ein. Dank meines verrückten Wegbegleiters finden wir uns nach wenigen Minuten auf einer der Klippen wieder. Bereit zum Absprung! Trotz des bitterkalten Wassers lassen wir es uns nicht nehmen, kurz vor dem Antritt des Rückweges noch den ein oder anderen Sprung zu wagen. Beim Abstieg entscheiden wir uns dafür, dem Rauschen des Wassers zu folgen. Wenige Augenblicke später sind wir auch schon an der Abbruchkante eines gigantischen Wasserfalls. Hui, geht das steil bergab hier! Mit der Freude über weitere großartige Bilder setzen wir unseren Weg fort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um ehrlich zu sein, spüre ich meine Beine nach der etwa sechsstündigen Wanderung dann doch ein wenig. Aber so muss das sein! In der bezaubernden Innenstadt von Waterton stärkt uns ein leckeres Abendessen bei Zum&#039;s Eatery &amp; Mercantile für die folgende Autofahrt nach Lethbridge. Zum krönenden Abschluss des Nationalparkbesuchs laufen uns überraschenderweise drei weitere Schwarzbären über den Weg. Was für ein Glück!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 60&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Medicine Hat&lt;/I&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern haben wir die wunderschöne Natur des Waterton Lakes National Park bei unserer Tageswanderung erkundet. Nach der Übernachtung in Lethbridge führt uns der erste Stopp heute zum Writing-on-Stone Provincial Park. Im Jahr 1977 zur geschützten archäologischen Stätte ernannt, bietet der Park heute die Gelegenheit, Felszeichnungen und -schnitzereien des Blackfoot Tribes zu bestaunen. Eine gut zweistündige Tour bringt uns ganz nah an die Funde heran. Die Motive erzählen die Lebensphilosophie der First Nations und lassen sich in unterschiedlichster Weise interpretieren. Im Fokus steht das Zusammenwirken aller von der Natur geschaffenen Wesen. Im Anschluss an die Tour erkunden Zimbo und ich noch ein wenig auf eigene Faust die mysteriösen Felsformationen. Faszinierend!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg in Richtung Medicine Hat fahren wir durch die sogenannten Boonies. Der Traum von einer Fahrt durch die unendlichen Weiten der Prärie wird hier zur Wirklichkeit. Es geht kilometerweit geradeaus. Rechts und links der Straße Stoppelfelder soweit das Auge reicht und wir mitten drin. Einen kurzen Zwischenstopp legen wir am Red Rock Coulee ein. In mitten der weiten Kornfelder tauchen rote Gesteinskugeln auf grauem Untergrund wie aus dem nichts auf. Wir fühlen uns wie in einer anderen Welt. Fast wie in einem Science Fiction Film! Auf einem Hügel verweilen wir einen Augenblick und lassen die Aussicht auf uns wirken. Zimbo steht wie versteinert da und genießt mit geschlossenen Augen die warme Brise. Entspannung pur! Mit frischer Energie setzen wir unseren Weg nach Medicine Hat fort. Direkt am Trans-Canada Highway steht ein gigantisch großes Tepee. Was hat es wohl damit auf sich? Ein genauer Blick auf das gut 65 Meter hohe Stahlgerüst mit dem Namen &quot;Saamis Tepee&quot; verrät uns die Geschichte hinter der Skulptur. Für die Olympischen Spiele 1988 in Calgary erbaut, fand das größte Tepee der Welt im Jahr 1991 seine neue Heimat in Medicine Hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir in unserem Hotel eingecheckt haben, machen wir uns fertig um die &quot;Altstadt&quot; von Medicine Hat zu erkunden. Die Stadt am South Saskatchewan River wirkt auf mich, als wäre die Zeit hier ein wenig stehen geblieben. All die kleinen zierlichen Backsteinhäuser, aufgereiht an der Hauptstraße sehen toll aus. Alles läuft ein bisschen entspannter. Diese Atmosphäre schlägt direkt auf uns über und ganz relaxt kommen wir an unserem Ziel, dem Medalta an. Das Medalta ist eine alte industrielle Porzellanfabrik in der heute ein Museum beheimatet ist. Immer noch werden Porzellanfässer, Teller und vieles mehr für die Museumsgäste produziert und ausgestellt. Uns erstaunt besonders die Technik aus Honigwachsformen Tassen und Krüge herzustellen. Das absolute Highlight für uns ist das kleine Cometogether-Event im Innenhof. Lauter individuelle Stände mit selbstgemachten Süßigkeiten, Lederwaren, Schmuckstücken und Handwerkskunst gepaart mit Livemusik, Food-Trucks, handwerklichen Workshops und freundlicher Menschen hat es uns angetan. Schade eigentlich, dass wir schon gegessen haben. Aber egal, eine leckere Poutine geht immer! Zimbo ist ganz verrückt nach dem kanadischen Nationalgericht aus Pommes, Käse und Rahmsoße. Wir setzen uns zu einem älteren Ehepaar an den Tisch und es dauert keine zwei Sekunden, da kommen wir mit den beiden ins Gespräch. Für uns steht fest, dass wir für einen weiteren Besuch definitiv den Donnerstagnachmittag/-abend präferieren würden. Es herrscht ausgelassene Stimmung und dabei bietet das Event die Möglichkeit, sich unter das Volk zu mischen und dieses ganz besondere Flair zu genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf unserem Heimweg halten wir an einer sogenannten Mikrobrauerei. Schon in Calgary ist mir aufgefallen, dass immer mehr kleinere Kneipen anfangen, ihr eigenes spezielles Bier zu brauen und zu bewerben. Die Hell&#039;s Basement Brewery ist eine von drei bekannten Brauereien in Medicine Hat. Die Location in einem kleinen Industriegebiet sieht von Außen sehr freundlich uns einladend aus. Das Gebäude und der Biergarten sind in einem hellen Grün gehalten. Innen macht die Brauerei einen modernen Eindruck. Wir setzen uns und direkt fällt mir dabei die Spieleecke ins Auge. Brett- und Kartenspiele soweit das Auge reicht! Mit einem Mensch-ärgere-dich-nicht Spiel in der Hand bestellen wir das &quot;Beer-Tasting-Menu&quot;. Wir bekommen jeweils vier kleine Gläser (0,15l.) mit selbstgebrauten Sorten. Von herb schmeckendem Bier bis hin zu Fruchtsorten wie Blaubeerbier. Hier findet jeder das Seine! Nachdem wir die Gläser geleert haben, sehe ich ein kleines Regal mit einigen Werbeartikeln der Brauerei. Ich entscheide mich für eine Baseballmütze und einem Aufkleber und wir verabschieden uns von der freundlichen Bedienung der Hell&#039;s Basement Brauerei. Das war ein perfekter Ausklang für den Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 61&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Drumheller&lt;/I&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der letzte Tag des Roadtrips bricht an. Mit Stopps am Dinosaur Provincial Park und in Drumheller werden Zimbo und ich heute Abend die Rundtour in Calgary beenden. Von Medicine Hat aus geht es bei traumhaftem Wetter erst einmal wieder in die Weiten der Badlands. Wir freuen uns auf einen Tag ganz im Zeichen der Dinosaurier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der interaktiven Fossil-Safari im Dinosaur Provincial Park machen wir uns auf die Suche nach Überresten aus der Urzeit. Mit Unterstützung unseres Guides verteilen wir uns und halten die Augen nach Mikrofossilien offen. Ich richte meinen Blick auf die kleinen Steinchen am Boden. Mhh, die sehen auf den ersten Blick alle ziemlich gleich aus. Mit ein wenig Geduld finde ich ein Stückchen, dass sich von den anderen unterscheidet. Juhuu, ich habe einen Dino-Zahn gefunden! Nahezu im gleichen Moment winkt Zimbo mich zu sich rüber. Stolz präsentiert er mir einen Unterarmknochen. Welchem Dinosaurier der wohl gehört hat? Es ist faszinierend wie viele Artefakte hier tatsächlich frei herum liegen, nahezu auf jedem Quadratmeter lassen sich mehrere Knochenfragmente entdecken. Die Fülle an Fundstücken ist überwältigend! Besonders den Kids in unserer Gruppe bereitet die Schatzsuche enorm viel Spaß. Die Freude steht ihnen ins Gesicht geschrieben und sekündlich werden neue Funde begeistert geteilt. Diese Tour ist ein absolutes Muss für Entdecker und Abenteurer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade waren wir noch selbst als Paläontologe unterwegs ehe wir nun im Royal Tyrrell Museum in Drumheller atemberaubende Funde bestaunen. Von der Erdfrühzeit über das Erdmittelalter bis hin zur Erdneuzeit durchlaufen wir im Museum die verschiedenen Evolutionsstufen der Lebewesen. In Kanada ist eine Vielzahl an erfolgreichen Ausgrabungen durchgeführt worden. Ein Großteil der im Museum ausgestellten Artefakte kommt im Original aus dieser Gegend. Die Vorstellung, dass vor vielen Millionen Jahren Dinosaurier durch Alberta gezogen sind, ist irgendwie cool!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Beenden des Rundgangs rückt leider auch das Ende des Südalberta-Roadtrips näher. Auf dem Weg nach Calgary denke ich darüber was ich den letzten vier Tagen so alles erlebt habe. Ganze 1400km habe ich zusammen mit meinem Studienfreund Zimbo zurückgelegt. Wir haben verschiedenste Naturlandschaften gesehen und zum Teil intensiv erkundet. Wildtiere sind uns sowohl auf der Straße als auch im Rahmen unserer Aktivitäten begegnet. Außerdem haben wir unsere Sensibilität für verschiedenste Themen geschärft und unser Wissen über kulturelle Besonderheiten Kanadas erweitert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/La-Reata-Ranch-sk-touristik.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>Calgary 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 09:24:15 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_global-fest---feuerwerk(1).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 55&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Trail Riders of the Canadian Rockies &amp; Calgary&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern Abend haben wir noch im Anschluss an das gemütliche Beisammensein den Sternenhimmel bestaunt. Die Sicht ist so klar gewesen, dass wir zahlreiche Sterne sehen konnten und sogar die Milchstraße deutlich zu erkennen war. Wunderschön! Nachdem ich auch die letzte Nacht im Tipi tief und fest geschlafen habe, räume ich morgens meine Sachen zusammen und treffe den Rest der Gruppe beim Frühstück.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Gemeinsam mit allen 13 Teilnehmern und unserem Emcee Larry starten wir auf einen abschließenden Ausritt durch die Weiten der Prärie. Es ist noch recht frisch, die Sonne kommt aber immer wieder zwischen den Wolken hervor. Dabei bringt sie Wärme mit sich und wirft bezauberndes Licht auf die Graslandschaft. Auf unserem Ritt begegnen uns mehrere Rehe und hüpfen nur wenige Meter an uns vorbei. In einem Baum entdeckt Josh zwei Adler. Wahnsinn, die zwei Steinadler wirken gewaltig. Majestätisch spannen sie ihre Flügel aus, heben ab und gleiten über den Fluss. Na wenn das mal nicht ein gelungener Abschluss einer traumhaften Woche im Waterton Lakes National Park ist. Carl bekommt von mir beim Abschied eine intensive Kuscheleinheit und einen saftigen Apfel. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, ihn zu reiten und in seiner Begleitung all die phänomenalen Momente zu erleben. Großen Respekt an Dee, Josh und das gesamte Team von Alpine Stables. Die Pferde sind hervorragend ausgebildet, machen ihren Job perfekt und sind dabei topfit und enorm gutmütig. Ich vermisse die fantastischen Ausritte jetzt schon!&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Zurück in Calgary wartet schon das nächste Abenteuer auf mich. Cade bringt mich freundlicherweise samt Gepäck nach Downtown. Ich checke im Hilton Garden Inn ein und werde am Front Desk herzlich empfangen. Beim Betreten meiner geräumigen Suite fällt mir doch mal kurz die Kinnlade herunter. Viel Zeit bleibt allerdings nicht, um mich in Ruhe umzusehen. Ich mache mich frisch und starte anschließend in Richtung Elliston Park. Insgesamt verbringe ich zwei volle Tage in Calgary und ein Highlight folgt das Nächste. Der Tourismusverband der Stadt Calgary unterstützt mich bei meiner Erkundungstour und hat mir organisiert von Travel Trade Coordinator Bailey Mullen einen vielversprechenden Ablaufplan zusammengestellt. Im Elliston Park wartet auch schon mein erster Programmpunkt, das Global Fest. Das Global Fest wurde erstmalig im Jahr 2003 veranstaltet und ist ein multikulturelles Festival auf dem sich viele verschiedene Länder präsentieren und ihre kulturellen Besonderheiten mit anderen Menschen teilen. Die Stimmung im Park, an den Foodtrucks und rund um die Einkaufsstände ist ausgelassen und friedlich. Das grandiose Feuerwerk bildet den krönenden Abschluss des Abends. Ich liebe Feuerwerk! Einen besseren Start meiner Stadterkundungstour durch Calgary kann ich mir kaum vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 56&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sidewalk Citizen Bakery, Calgary Zoo, Studio Bell, Prince&#039;s Island Park, Glenbow Museum, Calgary Tower &amp; Inglewood&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe eine erholsame Nacht in meiner traumhaften Suite verbracht. Schon komisch, gestern noch im Tipi und heute eine Nacht im hochklassigen Hotel. Definitiv zwei Welten, die jeweils ihre Reize und Besonderheiten haben. Ich mag beide Varianten und besonders gut gefällt mir dabei die Abwechslung dieser Extreme. Für das Frühstück gehe ich vom Hilton Garden Inn in einem etwa 5-minütigen Spaziergang zum Bow River. Eingebettet in diese wunderschöne Promenade steht ein altes Fabrikgebäude. Das Simmons Building ist heute ein kulinarischer Treffpunkt und vereint drei der begehrtesten gastronomischen Angebote Calgarys. Die Sidewalk Citizen Bakery übernimmt in dem kooperativen Konzept das Frühstücksangebot. Alles basiert auf regionalen und organischen Produkten, die in eigener Herstellung zu Gerichten verarbeitet werden. Der Geschmack bestätigt die hohe Qualität. Auf Empfehlung der Inhaberin Michal verdrücke ich eine Bureka Plate und bin begeistert. Ein köstlicher und dazu noch gesunder Start in den Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut gestärkt mache ich mich auf den Weg zum C-Train. Die Haltestelle City Hall Station liegt in unmittelbarer Nähe des Hilton Garden Inn. Von hier aus sind es nur zwei Stopps bis zu meinem nächsten Ziel: dem Calgary Zoo. Ich genieße das Bahnfahren sehr, es erinnert mich an meine vor wenigen Monaten beendete Studienzeit in Köln. Die Straßenbahnen haben für gut drei Jahre zu meinen täglichen Leben gehört. Gerade ein wenig in Gedanken versunken, tönt es aus dem Lautsprecher: &quot;Next stop: Zoo.&quot; Perfekt, das ging flott und völlig problemlos. Vor dem Eingang des Zoos treffe ich mich mit Synara und Annie. Ich habe die beiden Freundinnen auf dem Trail Ride im Waterton Lakes National Park kennengelernt und mich riesig darüber gefreut, dass die beiden mich in den Zoo begleiten. Von den verschiedenen Themenbereichen interessiert mich die kanadische Tierwelt natürlich ganz besonders. Von Adlern und Eulen über Mountain Goat, Bighorn Sheep und Otter bis hin zu Cariboo, Elk und Bison. Auch Wölfe, Pumas und Bären sind im Zoo zu bestaunen. Die drei Schwarzbären ziehen meine Aufmerksamkeit speziell aufgrund ihrer unterschiedlichen Farbausprägungen auf sich. Einer der Bären hat diese mir bekannt vorkommende tiefbraune, fast schwarze Farbe. Die beiden anderen sind braun und honigfarben. Kaum zu glauben, dass es alles Schwarzbären sind. Und wieder was gelernt! Der Zoo hat insgesamt eine schöne Aufmachung und bietet die Möglichkeit, sich über die heimischen Tiere, ihre natürlichen Lebensräume und ihre Besonderheiten zu informieren. Da ich das große Glück habe, einige der Tiere schon in freier Wildnis beobachtet zu haben, muss ich zugeben, dass diese Erfahrungen unersetzbar sind. Jetzt weiß ich meine bisherigen Wildtierbeobachten noch einmal mehr zu schätzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich könnte mich noch stundenlang hier im Zoo umsehen und über die verschiedensten Tiere informieren, allerdings wartet auch schon der nächste Programmpunkt auf mich. Ich verabschiede mich mit einer festen Umarmung von Synara und Annie und setze mich wieder in den C-Train. Die Haltestelle grenzt direkt an den Haupteingang/-ausgang des Zoos. Äußerst komfortabel! Wieder an der City Hall Station angekommen, trennen mich nur noch ein paar hundert Meter vom Studio Bell. Das bereits von außen höchst modern aussehende Gebäude ist seit 2016 die Heimat des National Music Centre. Auf fünf Ebenen verteilt erkunde ich verschiedenste Musikinstrumente, lerne Wissenswertes über die Werke und das Leben berühmter Musiker und erfahre mehr über die Architektur des Gebäudes. Studio Bell fokussiert mit seiner Aufmachung eine interaktive Vermittlung von Kompetenzen und Fähigkeiten. Mit genügend Zeit und Ehrgeiz im Gepäck lassen sich an einem Tag sogar die Grundlagen für das Spielen von Instrumenten schaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Passend zum Thema Musik, Unterhaltung und Kunst geht es weiter mit Schauspiel. Keine halbe Stunde nach Verlassen des Studio Bell finde ich mich in der Welt von Shakespeares Heldinnen und Narren wieder. Mitten im Prince&#039;s Island Park mache ich es mir mit Sicht auf die Outdoorbühne gemütlich. Gespannt packe ich den appetitlich aussehenden Picknickkorb des im Park ansässigen River Cafés aus. Der Hammer! Ein frisch duftendes Sandwich, Kirschen, Goudastücke, Rohkost mit Hummus, Käsechips, ein Stück Browniekuchen und eine Flasche Mineralwasser dazu. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Allerdings frage ich mich wer das alles essen soll. Tatsächlich erübrigt sich diese Frage schneller als gedacht. Es ist einfach soo lecker, dass ich nicht aufhören kann. Yummy! Derweilen läuft das Shakespeare Stück &quot;As you like it&quot; auf Hochtouren. Die Schauspieler befinden sich noch in der Ausbildung und nutzen das Programm &quot;Shakespeare by the Bow&quot; um Erfahrung auf der Bühne zu sammeln und ihre Leidenschaft zu leben. Auf mich wirken die Darsteller höchst talentiert und scheinen in ihren Rollen voll und ganz aufzugehen. Das Stück spielt nicht nur auf der Bühne, sondern macht sich auch die nahe Umgebung sowie den Zuschauerbereich zu Eigen. Die Charaktere flitzen durch die Zuschauerplätze und setzen sich ab und zu inmitten der Reihen nieder. Eine erfrischend andere Art des Theaterbesuchs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom Prince&#039;s Island Park gehe ich zu Fuß zum rund zwei Kilometer entfernten Glenbow Museum. Fantastisch, im Bereich von Downtown Calgary lassen sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten ganz bequem zu Fuß erreichen. Das Glenbow Museum ist eins der größten Museen in Kanada und stellt unter anderem die Geschichte Westkanadas in Malereien, Skulpturen und den verschiedensten Artefakten dar. Auch eine Bibliothek und spezielle Archive sind Teil des Museums. Als Nächstes ist der Calgary Tower an der Reihe. Wie praktisch, dass Calgarys bekannteste Sehenswürdigkeit gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite des Glenbow Museums liegt. Ich schnappe mir vorne am Ticketdesk einen Audioguide und gehe auf direktem Weg zum Fahrstuhl. Wenige Minuten später befinde ich mich auf einer Höhe von rund 160 Metern und genieße den Rundumblick der Stadt. Ich lerne, dass der Tower ursprünglich im Jahr 1968 unter dem Namen &quot;Husky Tower&quot; erbaut wurde, dann aber 1971 den Titel &quot;Calgary Tower&quot; erhielt. Bevor es wieder in den Fahrstuhl geht, schieße ich noch ein paar Fotos auf der berüchtigten Glasplattform. Wuhuu, der Blick in die Tiefe ist zwar ein wenig beunruhigend, aber zugleich auch absolut faszinierend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um den äußerst gelungenen ersten Erkundungstag der Stadt Calgary abzurunden, treffe ich mich im angesagten Viertel Inglewood mit Freunden zum Abendessen. Das Restaurant The Nash, bekannt als ehemaliges Hotelgebäude, trägt viel Geschichte im Gemäuer und besitzt ein historisches und gleichzeitig modernes Ambiente. Gemeinsam mit meinem Studienfreund Zimbo, seiner Tante Diana und ihrem Mann Elfan studiere ich die Menükarte. Ich habe mit leichten Entscheidungsschwierigkeiten zu kämpfen. Die Speisen basieren auf regionalen Produkten und werden frisch und in eigener Herstellung zu leckeren Kreationen zusammengestellt. Jedes einzelne Gericht hört sich auf seine individuelle Weise mehr als appetitlich an. Meine Wahl fällt schlussendlich auf geröstetes Hähnchen mit Kartoffelpüree und Brokkoli. &quot;Gut bestellt, Franzi&quot;, denke ich mir. Das Gericht schmeckt vorzüglich! Auch die anderen sind vom Essen und dem Ambiente des Restaurants begeistert. Vollkommen relaxt und gut gesättigt gönnen wir uns noch einen Drink und genießen das Beisammensein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 57&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Bike Tour, Heritage Park &amp; Wintersportzentrum WinSport&lt;/I&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch meine zweite Nacht im Hilton Garden Inn war höchst erholsam. Bei meinem Aufenthalt mitten in Downtown Calgary hat es mir an nichts gefehlt. Ganz im Gegenteil, die Suite hat meine Erwartungen ein weiteres Mal übertroffen. Nach dem Auschecken, treffe ich direkt vor der Hoteltür auf Travel Trade Coordinator Bailey Mullen von Tourism Calgary. Ich freue mich riesig, sie kennenzulernen und noch viel mehr darüber, dass sie mich bei meinem nächsten Programmpunkt begleitet. Gemeinsam starten wir in wenigen Minuten auf eine Stadterkundungstour per Fahrrad. Als hätten wir es so bestellt, spielt das Wetter perfekt mit. Blauer Himmel und Sonne, was will man mehr!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Organisation und Durchführung der Radtour ist das Unternehmen Nomad Mobile Gear Rental verantwortlich. Inhaber des Outdoor-Equipmentverleihs Andrel übernimmt die Routenplanung und begleitet uns durch die Stadt. Auch mein Kumpel Zimbo ist heute Vormittag am Start und tritt gemeinsam mit uns in die Pedale. Zunächst geht es mit dem Rad am Elbow River entlang und durch den Stampede Park. Im Sommer findet hier das traditionelle und weltweit bekannte Rodeo Event namens Calgary Stampede statt. Aus Erzählungen habe ich entnommen, dass in diesem Zeitraum die ganze Stadt Kopf steht und im Cowboy/Rodeo-Fieber ist. Das Spektakel einmal live mitzuerleben steht definitiv auf meiner To-Do Liste für die Zukunft. Bei einem Zwischenstopp in der Nachbarschaft Ramsey werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der Kaffeerösterei Rosso und genießen dabei auch direkt selbst ein köstliches Heißgetränk. Etwas versteckt ist die hochwertige Rösterei ein echter Geheimtipp! Auf Wunsch meinerseits halten wir spontan bei der Hutfabrik Smithbilt Hats. Der Name Smithbilt ist allseits speziell für die mit dem Hersteller verbundene Tradition und Qualität bekannt. Nahezu jeder namhafte Cowboy hat seinen Hut bei dieser Firma maßanfertigen lassen. Dazu muss man wissen, dass der Cowboyhut das Ein und Alles eines jeden Cowboys ist. Ich würde mal schätzen, wenn sie könnten, würden sie ihren Hut nicht mal zum Schlafen absetzen! Nach dieser spannenden Exkursion in die Welt der Cowboys liegt unser nächstes Ziel entlang des Bow River im Prince&#039;s Island Park. Perfektes Timing. Wir kommen gerade passend an, um ein erfrischendes Eis am Stiel zu essen und die heutige partielle Sonnenfinsternis zu beobachten. Eine abschließende Fahrt entlang des Bow River führt uns nach der zweistündigen Tour zurück zu unserem Ausgangspunkt. Das war grandios. Ich bin ein absoluter Fan davon, Städte aktiv zu erkunden. Die Stadt Calgary bietet ein gutes Radwegenetzwerk auf dem die ganze Stadt befahren werden kann. Mit dem Rad haben wir die Möglichkeit genutzt auch für Autos unzugängliche Passagen zu befahren und sind um einiges effektiver unterwegs gewesen als zu Fuß. Coole Sache!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Radtour verabschiede ich mich von Andrel, Bailey und Zimbo. Ich mache mich im C-Train auf den Weg zum Heritage Park im Südwesten Calgarys. Von der C-Train Station namens SB Heritage nehme ich den Bus zum Haupteingang der Heritage Park Historical Village. Vor Ort treffe ich Group Tourism Specialist Sandy Wilde. &quot;Wir wollen die Geschichte erlebnisreich vermitteln&quot;, erläutert sie mir das Konzept des Parks, während wir unseren leckeren Ceasar Salad genießen, der eigens im Park angebaut wird. Im Anschluss an das informative und gesellige Treffen mit Sandy, macht sie mich mit meinem Tourguide Drew bekannt. Wir beginnen unsere Zeitreise in die Jahre zwischen 1860 und 1950. Der Park ist aufgeteilt in vier Bereiche die die unterschiedlichen Zeiten der Entwicklung in Westkanada wiederspiegeln. Vom Handel der Hudson Bay Company (1864) über den Eisenbahnbau (1910) bis in die Zeit des traditionellen Westens. Es ist irgendwie verrückt, ich schließe meine Augen und nach dem Öffnen bin ich eingetaucht in eine andere Welt. Die teilweise originalen oder auch nachgebildeten Häuser und die authentisch gekleideten Mitarbeiter in jedem Haus führen mich in die Zeit von damals zurück. Es ist aufregend und faszinierend zugleich das alles zu erleben. Die Mitarbeiter sind unglaublich gut informiert und nehmen sich wirklich Zeit für jeden Gast. Mir gefällt das sehr. Sandy hatte recht, es ist mehr als nur über Geschichte lernen. Es ist Geschichte erleben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein nächster und gleichzeitig leider auch vorerst letzter Stopp hier in Calgary ist das kanadische Wintersportzentrum WinSport. Für die Olympischen Winterspiele im Jahr 1988 erbaut, stellt die Anlage heute sowohl im Sommer als auch im Winter einen attraktiven Treffpunkt für sportliche Betätigung dar. Ob Mountainbike, Skifahren oder einfach ein Museumsbesuch - hier ist eins der sportlichen Zentren Calgarys. Ins Auge fällt mir sofort die &quot;Sommerrodelbahn&quot; namens Skyline Luge. Der Anblick vor Freude lachender Menschen verursacht ein unruhiges Kribbeln in meinen Fingern. Ich kann es gar nicht erwarten, die fast zwei Kilometer lange Strecke in einem der kleinen Carts herunter zu brettern. Das sieht definitiv nach Spaß aus! Mein persönlicher Kameramann und Begleiter Zimbo lässt sich das Vergnügen natürlich nicht entgehen. Oben angekommen haben wir einen traumhaften Blick über Calgarys Nordwesten bevor es eine kurze Erklärung zur Skyline Luge gibt. Es geht los, Wuhuuuu! Hier geht&#039;s ganz schön ab! Ich lasse es die ersten Meter langsam angehen und groove mich ein. Nach und nach löse ich die Bremse und lasse das kleine Cart laufen. Mit dem gesamten Gewicht zum Innenpunkt der Kurve verlagert, verliere ich auch hier nicht besonders viel an Geschwindigkeit. Ich bekomme das Strahlen einfach nicht mehr aus dem Gesicht! Wie es meist mit Aktivitäten läuft, die einem Freude bereiten, ist die Fahrt leider viel zu schnell vorbei. Und das obwohl die Strecke momentan die Längste der Welt ist. Wie gut dass ich mit meinem Ticket noch ein zweites Mal fahren darf. Ein äußerst gelungener Tagesabschluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Sued-Alberta-Roadtrip.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>Trail Riders 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 09:22:41 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_trcr---flussuberquerung-(waterton-river-zwischen-middle-und-lower-waterton-lake).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 50&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Erster Tag bei den Trail Riders of the Canadian Rockies&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hui, die Nacht war kurz! Ich bin gestern gegen halb 12 in Calgary am Flughafen angekommen. Nachdem ich mein Gepäck geschnappt habe, ging es mit dem Shuttle zum Acclaim Hotel. Ich bin noch schnell unter die fantastische Regendusche gehüpft und habe mich dann in mein Kingsize-Bett gekuschelt. Heute Morgen klingelt mein Wecker und holt mich aus dem Tiefschlaf. Es ist jetzt viertel vor sechs und ich bin gerade einfach noch nicht bereit, um aufzuwachen. Als ich langsam realisiere wo ich bin und was ansteht, schießt die Energie mit einem Mal durch meinen Körper. Das Abenteuer Trail Ride kann beginnen! Gut eine Stunde später treffe ich Stuart, Präsident der Trail Riders of the Canadian Rockies. Gemeinsam mit 12 weiteren Pferdenarren und unserem Emcee Larry verbringe ich die nächsten Tage im äußersten Süden Albertas. Wir werden  jeweils über mehrere Stunden durch die vielseitige Landschaft des Waterton Lakes National Park reiten. Untergebracht sind wir über die Zeit in einem Camp keine zehn Autominuten von unseren Pferden entfernt. Die Trail Riders gibt es schon seit 1923 und ursprünglich haben die Touren meist in der Gegend rund um Banff stattgefunden. In diesem Sommer organisiert Stuart mit seinem Team zum dritten Mal in Kooperation mit den ansässigen, familiengeführten Alpine Stables verschieden lange Trail Ride Touren rund um Waterton. Ich kann es gar nicht erwarten, mich in den Sattel zu schwingen und loszureiten. Schon seit Wochen freue ich mich auf dieses einzigartige Erlebnis!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgeteilt auf zwei Vans starten wir die etwa dreieinhalbstündige Fahrt zu unserem Camp. Unterwegs erklärt uns Stuart, dass eine Tour mit den Trail Riders um einiges mehr ist als &quot;nur&quot; Reiten. Es soll ein Gesamtpaket sein, das über die Leidenschaft zu Pferden und zum Reiten einen Austausch hervorruft. Austausch untereinander, mit der Natur und dem Partner Pferd. Dabei spielt auch die Vermittlung über Land und Leute sowie kulturelle Aspekte eine entscheidende Rolle. Besonders letzteres steht bei unserem Stopp am Head-Smashed-In Buffalo Jump im Fokus. Vor vielen tausend Jahren haben hier die Menschen des Blackfoot Tribes eine spezielle Jagdtechnik für sich entdeckt. Dank ihres Wissens über die Verhaltensweisen und Instinkte der Büffel haben sie die Tiere in einen Hinterhalt gelockt und auf eine Klippe zugetrieben. Im Falle einer erfolgreichen Jagd stürzte eine zuvor bestimmte Menge an Büffeln die Klippe hinunter. Aus ihrer Beute erzeugten die Blackfoot People Nahrung, Kleidung und Werkzeuge. Das Überleben des Winters war somit gesichert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem höchst interessanten, aber viel zu kurzen Besuch sitzen wir wieder im Van und fahren Richtung Waterton. Auf dem Weg verändert sich die Landschaft stetig. Die Berge in der Ferne werden immer imposanter umso näher wir ihnen kommen. Im Camp angekommen bringen wir nur schnell unser Gepäck in die Tipis und Zelte, hüpfen in unsere Reitklamotten und stärken uns für den ersten Ausritt. Etwa eine Stunde später kommen wir am Stall im Nationalpark an. Nach einer Einweisung durch die Inhaber des Stalls Dee und seinen Enkel Josh, die auch gleichzeitig unsere Guides sind, lernen wir unsere zugeteilten Pferde kennen. Mein vierbeiniger Partner hört auf den Namen Carl und ist ein gutmütiger brauner Wallach. Auf den ersten Blick sieht er ganz freundlich aus, mal schauen wie er sich reiten lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahnsinn, schon die allererste Tour ist einfach fantastisch. Die Landschaft hier im Waterton Lakes National Park ist wunderschön und vor allem so abwechslungsreich. Wir reiten durch weite Graslandschaft, am Ufer des Middle Waterton Lake entlang, über Hügel und durch den Wald. Und das alles innerhalb von etwa drei Stunden. Als wären wir noch nicht geflasht genug von den neuen Eindrücken, spottet Josh einen Schwarzbären mit zwei Jungen. Und zwar auf dem Golfplatz! Schnell hole ich meine Kamera raus und merke wie ich schmunzeln muss. Die Golfer sind sicherlich nicht ganz so begeistert! Weiter oben auf dem Kurs ist ein weiterer Schwarzbär unterwegs. Das macht mich gerade mehr als glücklich. Der perfekte Einstieg in eine vielversprechende Woche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends im Camp fallen wir über das vorzügliche Abendessen her. Die Schwestern Ashley und Catherine wissen ganz genau wie sie eine Gruppe Abenteurer satt bekommen. Gestärkt und zufrieden treffen wir uns im sogenannten Doughnut Tent. Rund ums Feuer verteilt sitzen wir beisammen und haben auch zwei Gäste unter uns. Sie präsentieren uns Cowboy Poetry. Ob lustig, romantisch oder auch traurig, jedes einzelne Poem erzählt eine Geschichte und berührt meist auf emotionale Weise. Mit seiner Gitarre rundet Gesangstalent Larry den Abend ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 51&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Zweiter Tag bei den Trail Riders of the Canadian Rockies&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider habe ich in meiner ersten Nacht im Camp nicht ganz so gut geschlafen. Eingemummelt in einen warmen Schlafsack, ist es auf meinem Feldbett super bequem. Wäre da nicht der kleine Gast in meinem Tipi umhergeirrt, hätte ich höchstwahrscheinlich geschlafen wie ein Stein. Das Mäuschen hat mich mit seinem Laufen über die Zeltplane am Boden allerdings größtenteils vom Schlafen abgehalten. Die Müdigkeit ist schnell vergessen, als es zum Frühstück läutet. Auf geht&#039;s, ein vielversprechender Tag wartet auf mich. Nach der Stärkung am Frühstücksbuffet packe ich mir noch ein Lunchpaket zusammen und verstaue es zusammen mit meiner Kamera in den Satteltaschen. Heute teilen wir uns in zwei Gruppen auf und reiten getrennt voneinander aus. Mir gefällt die Idee sehr gut. Auch wenn es gestern viel Spaß gemacht hat, mit allen gemeinsam unterwegs zu sein, ist es doch in einer kleinen Gruppe entspannter und meiner Meinung nach ein intensiveres Erlebnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Stall warten die Vierbeiner schon auf uns. Gemeinsam mit Dee verlassen wir wenige Minuten später das Gelände in Richtung Horseshoe Basin. Eine ganze Weile tragen die Pferde uns über weite Graslandschaft. Keine Zäune weit und breit. Mit der Nase im Wind schließe ich meine Augen und konzentriere mich voll und ganz auf die Bewegungen von meinem Pferd Carl. Der Moment gibt mir ein starkes Gefühl von Freiheit. Die Gedanken in meinem Kopf sind mit einem Mal wie weggeblasen und ich vergesse für einige Sekunden alles um mich herum. Ein wunderschönes Gefühl! Nachdem wir uns durch ein dicht bewachsenes Waldstück geschlängelt haben, passieren wir einen kleinen Fluss. Egal was auf uns zukommt, die Pferde strahlen eine enorme Gelassenheit aus. Carl meistert jede Aufgabe mit Bravour. So kann ich mich voll und ganz auf das Naturerlebnis einlassen. Oben auf einem kleinen Berg angekommen, legen wir erst einmal eine Lunchpause ein. Lecker, das Sandwich schmeckt hier oben im Gras sitzend noch besser als ich es mir heute Morgen beim Schmieren vorgestellt habe. Die nächste Etappe führt uns über einen Berg. Der Aufstieg scheint den Pferden kaum etwas auszumachen. Kraftvoll steigen sie die schmalen Serpentinen hinauf. Ich bin beeindruckt, die Tiere sind topfit! Wir nähern uns dem Bergkamm und mit einem Mal wird uns die Sicht auf die andere Seite geöffnet. Mein Blick schweift von rechts nach links und dabei versuche ich so viel aufzusaugen wie nur eben möglich. Wir schauen auf die endlose Weite der Prärie. Kleine Waldflächen sind eingebettet in riesig wirkende Felder und die einzig sichtbare Straße verblasst irgendwo am Horizont. Beeindruckend!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der anstehende Abstieg erfordert von den Pferden gute Trittsicherheit. Besonders die engen Richtungswechsel im Verlauf der Serpentinen stellen eine Herausforderung dar. Für die erfahren Trail Horses natürlich kein Problem. Ich vertraue Carl und lasse ihn seine Schritte so setzen wie er es für richtig hält. Zwischendurch fordere ich ihn an besonders steilen oder mit vielen Steinen besetzten Passagen auf, schön langsam zu gehen. Zusätzlich unterstütze ich ihn mit der Verlagerung meines Gewichts nach hinten in seiner Balance. Zurück zum Stall geht es wieder durch die Prärie. Nach insgesamt rund acht Stunden auf dem Pferderücken merke ich, dass meine Muskeln langsam nach einer Pause rufen. Respekt an uns und unsere vierbeinigen Partner. Das waren insgesamt knapp 30 Kilometer, die wir heute zurückgelegt haben. Damit haben sich sowohl die Pferde als auch wir selbst eine gute Portion Abendessen mehr als verdient.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 52&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dritter Tag bei den Trail Riders of the Canadian Rockies&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der ersten Nacht im Camp hat mir mein kleiner Untermieter mit seinem Besuch leider ein wenig den Schlaf geraubt. Spontan habe ich mich gestern Abend noch dazu entschieden, meine Klamotten zu packen und in ein anderes Tipi umzuziehen. Das war eine hervorragende Entscheidung! Ich habe fantastisch geschlafen und fühle mich fit für den heutigen Tag. Am Stall angekommen, wünsche ich als aller erstes meinem Pferd einen Guten Morgen. Schon verrückt, wie schnell ich eine Verbindung zu Carl aufgebaut habe und mich von Tag zu Tag mehr an ihn und seinen Charakter gewöhne. Und so wie ich die anderen Reiter gerade beobachte, geht es da nicht nur mir so. Hoffen wir mal, dass auch Carl so zufrieden mit mir ist, wie ich mit ihm!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das heutige Ziel ist gesteckt und liegt auf knapp 2000 Meter Höhe. In Begleitung von Dee und Josh treten wir den Aufstieg zum Vimy Peak an. Das Wetter spielt optimal mit und bringt uns einen frischen, aber sonnigen Morgen. Die Stimmung in der Gruppe ist gut und besonders die sechs Freundinnen aus Amerika sind so früh am Morgen schon äußerst kommunikativ. Beim Reiten wechseln wir untereinander immer mal die Reihenfolge und so komme ich nach und nach mit nahezu allen ins Gespräch. Auf die Uhr geschaut habe ich beim Losreiten nicht, aber ganz grob geschätzt sind wir schon gute drei Stunden unterwegs, als sich vor uns der Weg gabelt. Für eine kurze Lagebesprechung mit Josh und Dee halten wir unsere Pferde an. An diesem Punkt gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man reitet weiter bis auf den von hier aus sichtbaren Gebirgskamm oder man setzt seinen Weg fort bis zur Bergspitze. Letzteres erfordert allerdings eine Wandereinheit auf den eigenen zwei Beinen. Für mich steht die Entscheidung fest. Ich möchte ganz nach oben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu sechst reiten wir weiter bis zur Baumgrenze und binden unsere Pferde dort im Schatten an. Beim anschließenden Aufstieg wünsche ich mir zwar an steilen Passagen anstelle meiner rutschigen Reitstiefeletten ein paar ordentliche Wanderschuhe herbei, aber irgendwie klappt es auch so. Die Anstrengung der letzten halben Stunde ist mit einem Mal wie weggeblasen. Dieser Moment, wenn man oben ankommt und über die Bergspitze hinaus auf die andere Seite sehen kann, ist jeden einzelnen Schritt wert. Was für ein genialer Ausblick! Auf der einen Seite erhebt sich eine mächtige Gebirgskette, auf der anderen Seite grenzt die endlos weite Prärie an den Fuß des Berges. Es wirkt fast wie eine imaginäre Linie, an der Prärie und Rocky Mountains aufeinander treffen. Eine solche Kombination lässt sich nirgends sonst finden. Absolut einzigartig! Von hier oben betrachtet, zieht sich der Waterton Lake aufgeteilt in Lower, Middle und Upper Waterton Lake wie gemalt durch die Landschaft. Ich bin absolut überwältigt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer ausgiebigen Lunchpause und der darauf folgenden Fotosession treten wir langsam den Rückweg zu unseren Pferden an. Überwältigt von all den neuen Eindrücken in meinem Kopf merke ich, dass meine Konzentration nachlässt. Auch Carl wirkt nach dem langen Tag geschafft und ist nicht mehr ganz so achtsam. Das anspruchsvolle Gelände erfordert allerdings auch beim Abstieg noch einmal volle Aufmerksamkeit. Ich reiße mich zusammen und fordere auch Carl auf, sich zu konzentrieren. Optimal, das klappt doch schon viel besser. Müde aber auch zufrieden und überglücklich beende ich die heutige Tour.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend besucht uns Corporal Brian Johannson von der Royal Canadian Mounted Police (RCMP) im Camp. Er bringt uns die Geschichte der nationalen Polizeieinheit näher und beantwortet Fragen jeglicher Art. Mit der Erschließung Westkanadas entstand Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund wachsender Unstimmigkeiten und der Zunahme gewaltdominierter Übergriffe die Notwendigkeit einer organisierten Einheit, die für Sicherheit und Ordnung sorgte. Die als North West Mounted Police (NWMP) entstandene berittene Polizei wurde 1919 mit der östlichen Polizei zusammengelegt und ein Jahr später in die RCMP umbenannt. Heute ist die RCMP über das ganze Land verteilt und arbeitet als kanadische Bundespolizei eng mit weiteren Sicherheitsbehörden und Polizeieinheiten zusammen. Kleiner Fun Fact am Rande: Die RCMP setzt aus dem ästhetischen Grund, dass das Rot ihrer Uniformen so gut zu der schwarzen Fellfarbe von Rappen passt, seit Jahrzehnten nur schwarze Pferde ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 53&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Vierter Tag bei den Trail Riders of the Canadian Rockies&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern Abend haben wir alle gemeinsam das Beisammensein im Camp genossen und bei einem kühlen Bier den Tag ausklingen lassen. Das gestrige Erlebnis oben am Vimy Peak hat in mir die Begeisterung für den Waterton Lakes National Park definitiv noch mal auf ein ganz anderes Level gehoben. Gut gelaunt und voller Vorfreude steige ich mit meinem Proviant für den Tag zu Fahrer Cade in den Van. Der heutige Ritt startet für einen Teil der Gruppe am Cameron Lake. Das Team von Alpine Stables bringt uns die Pferde mit dem Anhänger zum Startpunkt der Tour. Um ehrlich zu sein steige ich mit einer gewissen Portion Respekt aufs Pferd. Ich habe mir sagen lassen, dass der Trail zum Carthew Mountain einer der herausforderndsten sein soll. Neben dem etwas flauen Gefühl spüre ich auf der anderen Seite auch den Reiz des Abenteuers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz entspannt starten wir die Tour erst einmal durch den schattigen Wald und schlängeln uns den Pfad entlang. Immer wieder erlauben uns Lichtungen den Blick herunter auf den tiefblauen Cameron Lake. Einen ersten kurzen Stopp legen wir am Summit Lake ein. Carl steuert zielgerichtet aufs Wasser zu und gönnt sich ein paar erfrischende Schlücke aus dem See. Wenige Kilometer weiter lichtet sich der Wald langsam und der Untergrund verändert sich vom festen Waldboden zum steinigen Geröll. Hui, das hier ist tatsächlich nichts für schwache Nerven! Wir befinden uns mittlerweile auf einem schmalen Trail. So gerade passen beide Pferdehufe nebeneinander, bevor es auf einer Seite den Abhang herunter geht. Vom Pferderücken aus wirkt das ganze noch eine Nummer intensiver und sorgt dafür, dass mein Herz doch glatt mal einen Gang zulegt. Ich bin mehr als froh, dass mein Pferd Carl ruhig und entspannt ist, dabei aber trotzdem jeden einzelnen Schritt bestimmt und kontrolliert auf den Pfad setzt. Ich versuche so ausbalanciert wie möglich zu sitzen, sodass ich Carl nicht aus dem Gleichgewicht bringe. Für ein sichereres Gefühl meinerseits versuche ich ihn zusätzlich zu motivieren, so weit wie es eben geht auf der Bergseite des Trails zu laufen. Nach besonders herausfordernden Passagen lobe ich meinen Partner mit einem aufmunternden &quot;Good boy&quot; oder &quot;Great job, Carl&quot;. Kurz bevor wir den Bergkamm erreichen, steigen wir ab. Anstatt zu reiten führen wir unsere Pferde über eine große und steil angelegte Steinplatte. Juhuu, wir haben es geschafft! Um ehrlich zu sein zittern mir die Knie doch ein wenig. Die Kombination aus innerlicher Anspannung, purer Freude über den Ausblick und Stolz, dass ich den Aufstieg gemeinsam mit Carl gemeistert habe, ist überwältigend. Ich brauche einen Moment bis ich mich komplett gefangen habe. Was für ein Adrenalinkick!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor es weiter geht, gönnen wir uns und den Pferden noch eine kleine Verschnaufpause. Da nutze ich doch glatt mal die Zeit und halte diese atemberaubende Aussicht mit meiner Kamera fest. Auch wenn das Bild nicht mal annähernd so schön ist, wie es in Wirklichkeit aussieht, wird mich das Foto immer an diesen emotionalen Moment erinnern. Bereit für die nächste Etappe schwinge ich mich zurück in den Sattel. Wow, dort unten liegen die Carthew Lakes. Mein Blick verharrt für einen Moment auf den drei Seen, die sich stufenversetzt aneinander anschließen. Am Obersten der Seen setzen wir uns für eine Lunchpause zusammen. Das nenn ich mal den perfekten Spot, um ein leckeres Sandwich zu genießen! Nach der Mittagspause reiten wir an den beiden folgenden Seen vorbei und begegnen auf dem Weg einer Gruppe von Rebhühnern sowie einem Murmeltier. In der Ferne lässt sich von hier aus schon das nächste Highlight erahnen. Mit seiner intensiven Blaufärbung sticht der kristallklare Bergsee ganz besonders hervor und fesselt meinen Blick für einige Sekunden. Carl nutzt meine kurze Unaufmerksamkeit aus und rupft sich ein saftig grünes Grasbüschel vom Wegesrand. Ich muss schmunzeln beim Anblick dieses tiefenentspannten Pferdes. Nach dieser enormen Anstrengung wirkt er auf mich immer noch frisch und voller Energie. Eben ein echter Hochleistungssportler!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg zum Camp gehe ich den Tag noch einmal in Gedanken durch. Rückblickend beurteilt, ist diese Tour definitiv nichts für schwache Nerven. Ich würde lügen, wenn ich nicht zugeben würde, dass ich Bedenken hatte und sich zwischendurch auch ein klein wenig Panik in mir ausgebreitet hat. Aber alles in allem hat es sich mehr als gelohnt, aus meiner Komfortzone herauszutreten und etwas zu wagen. Belohnt wurde ich dafür mit dieser atemberaubenden Aussicht und dem Erlebnis einer wunderschönen Naturlandschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 54&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fünfter Tag bei den Trail Riders of the Canadian Rockies&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die gestrige Tour über den Carthew Mountain zum Alderson Lake hat meine Gefühle Achterbahn fahren lassen. Freude, Respekt, Angst, Stolz, Spannung, Nervosität, Begeisterung und Glück haben sich nahezu im Sekundentakt abgewechselt und miteinander kombiniert. Mit ein bisschen Abstand überwiegt heute Morgen definitiv Stolz gepaart mit Begeisterung. Ich bin unendlich froh, dass ich den Ritt mitgemacht habe. Stuart, Präsident der Trail Riders of the Canadian Rockies, begleitet uns gemeinsam mit seiner Tochter Janessa auf den heutigen Ritt. Ich freue mich schon auf Stuarts lebendige Erzählungen von seinen Erfahrungen mit den Trail Riders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der bevorstehende Trail führt uns zu den Rowe Lakes und ist im Vergleich zu gestern ein entspanntes Kontrastprogramm. Auf ein Waldstück folgt eine kurze Passage über Geröll, bevor wir an einer großen Wiese ankommen. Durch das intensive grün schlängelt sich ein kleiner Fluss und lässt diesen Ort inmitten der Berge als kleine Oase hervorstechen. Der perfekte Ort für eine kurze Pause. Die Pferde freuen sich und langen ordentlich zu. Josh tippt mir auf die Schulter und gibt mir sein Fernglas in die Hand. Er hat eine Gruppe Bighorn Sheep entdeckt. Etwa sieben Böcke liegen unter einem Felsvorsprung und scheinen den Tag langsam angehen zu lassen. Wow, durch das Fernglas kann ich sie richtig gut beobachten. Beim letzten Aufstieg zu den Seen treffen wir auf eine Gruppe Wanderer und machen sie auf die Schafe aufmerksam. Die Vier bedanken sich und halten direkt Ausschau nach den Tieren. Wildtiere in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten ist für mich ein faszinierender Faktor und bringt ein Gefühl von innerlicher Zufriedenheit mit sich. Wie gut, dass hier im Waterton Lakes National Park so viele verschiedene Arten zuhause sind. Vor einem wunderschönen Bergpanorama genießen wir während einer ausgedehnten Mittagspause unsere Sandwiches. Auch für einen Rundgang ist noch genug Zeit. Josh nimmt ein paar Steine in die Hand und lässt sie gekonnt über den Middle Rowe Lake flitschen. Mir kribbelt es schon ein wenig in den Fingern und zack habe ich im nächsten Moment auch meinen ersten Stein in der Hand. Wie ging das noch gleich? Ich erinnere mich an die Familienurlaube, in denen mein Papa mir genau diese überlebenswichtigen Fähigkeiten beigebracht hat. Also los! Vom ersten Versuch mal abgesehen funktioniert es richtig gut und macht riesig Spaß. Keine zwei Minuten später stehen alle am Ufer verteilt und flitschen mit großer Begeisterung Steine über den See.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut gelaunt kehren wir am Nachmittag zum Camp zurück. Bis zum Abendessen ist noch genug Zeit für eine warme Dusche. Mit einem Hotelzimmer sind die sanitären Anlagen natürlich nicht zu vergleichen, wir sind immerhin mitten in der Wildnis. Aber ganz ehrlich, die Campingdusche erfüllt ihren Zweck voll und ganz und ich setze mich nach dem Duschen aufgewärmt und frisch zum Abendessen an den Tisch. Die beiden Schwestern Ashley und Catherine übertreffen sich mal wieder selbst mit dem Essen. Es ist so lecker, dass ich kaum noch Platz für den Nachtisch habe. Wobei so ein bisschen warmer Kuchen mit Vanilleeis geht doch immer! Unseren letzten Abend im Camp verbringen wir alle gemeinsam am Feuer. Es wird geredet, gesungen und gelacht. Gemeinsam mit Janessa röste ich Marshmallows und lausche dabei, wie Larry uns das ein oder andere Lied auf der Gitarre vorspielt. Im Laufe des Abends ergreift Präsident Stuart das Wort. Allen Teilnehmern wird eine Urkunde überreicht und je nach der Anzahl an erfolgreich absolvierten Trail Rides erhalten wir einen Pin zum Anstecken. Stolz nehme ich meine Urkunde und den bronzefarbenen Pin für meinen ersten Ritt entgegen. Im Anschluss gehört jedem einzelnen von uns ein Augenblick, um ein paar Worte zur Woche im Camp und den eigenen Erlebnissen und Erfahrungen loszuwerden. Wow, ich überrasche mich mit meinem Beitrag selbst. Ich hätte von mir nicht gedacht, dass ich dabei so emotional werde. Mir wird nochmals deutlich bewusst, was für eine einzigartige Erfahrung der Trail Ride für mich darstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 55&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Trail Riders of the Canadian Rockies &amp; Calgary&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern Abend haben wir noch im Anschluss an das gemütliche Beisammensein den Sternenhimmel bestaunt. Die Sicht ist so klar gewesen, dass wir zahlreiche Sterne sehen konnten und sogar die Milchstraße deutlich zu erkennen war. Wunderschön! Nachdem ich auch die letzte Nacht im Tipi tief und fest geschlafen habe, räume ich morgens meine Sachen zusammen und treffe den Rest der Gruppe beim Frühstück.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Gemeinsam mit allen 13 Teilnehmern und unserem Emcee Larry starten wir auf einen abschließenden Ausritt durch die Weiten der Prärie. Es ist noch recht frisch, die Sonne kommt aber immer wieder zwischen den Wolken hervor. Dabei bringt sie Wärme mit sich und wirft bezauberndes Licht auf die Graslandschaft. Auf unserem Ritt begegnen uns mehrere Rehe und hüpfen nur wenige Meter an uns vorbei. In einem Baum entdeckt Josh zwei Adler. Wahnsinn, die zwei Steinadler wirken gewaltig. Majestätisch spannen sie ihre Flügel aus, heben ab und gleiten über den Fluss. Na wenn das mal nicht ein gelungener Abschluss einer traumhaften Woche im Waterton Lakes National Park ist. Carl bekommt von mir beim Abschied eine intensive Kuscheleinheit und einen saftigen Apfel. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, ihn zu reiten und in seiner Begleitung all die phänomenalen Momente zu erleben. Großen Respekt an Dee, Josh und das gesamte Team von Alpine Stables. Die Pferde sind hervorragend ausgebildet, machen ihren Job perfekt und sind dabei topfit und enorm gutmütig. Ich vermisse die fantastischen Ausritte jetzt schon!&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Zurück in Calgary wartet schon das nächste Abenteuer auf mich. Cade bringt mich freundlicherweise samt Gepäck nach Downtown. Ich checke im Hilton Garden Inn ein und werde am Front Desk herzlich empfangen. Beim Betreten meiner geräumigen Suite fällt mir doch mal kurz die Kinnlade herunter. Viel Zeit bleibt allerdings nicht, um mich in Ruhe umzusehen. Ich mache mich frisch und starte anschließend in Richtung Elliston Park. Insgesamt verbringe ich zwei volle Tage in Calgary und ein Highlight folgt das Nächste. Der Tourismusverband der Stadt Calgary unterstützt mich bei meiner Erkundungstour und hat mir organisiert von Travel Trade Coordinator Bailey Mullen einen vielversprechenden Ablaufplan zusammengestellt. Im Elliston Park wartet auch schon mein erster Programmpunkt, das Global Fest. Das Global Fest wurde erstmalig im Jahr 2003 veranstaltet und ist ein multikulturelles Festival auf dem sich viele verschiedene Länder präsentieren und ihre kulturellen Besonderheiten mit anderen Menschen teilen. Die Stimmung im Park, an den Foodtrucks und rund um die Einkaufsstände ist ausgelassen und friedlich. Das grandiose Feuerwerk bildet den krönenden Abschluss des Abends. Ich liebe Feuerwerk! Einen besseren Start meiner Stadterkundungstour durch Calgary kann ich mir kaum vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Calgary.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>Ten-ee-ah Lodge 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 09:21:22 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_img_3121(1).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 43&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Terra Nostra Guest Ranch &amp; Ten-ee-ah Lodge&lt;/I&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist wieder einmal Zeit, auf Wiedersehen zu sagen. Auf der einen Seite ist es schade, aber auf der anderen weiß ich auch, dass für mich momentan mit jedem Abschied ein neues Abenteuer beginnt. Mit zweigeteilten Gefühlen packe ich meinen Koffer, um heute von der Terra Nostra Ranch weiter zur Ten-ee-ah Lodge in der Cariboo Region zu reisen. Durch Zufall kann mich Ed, ein Freund des Piloten Alex, mitnehmen. Nach einer ausgiebigen Verabschiedung von Christoph und seinem Team geht es los. Nach etwa vier Stunden Fahrt verlassen Ed und ich den Highway 97 auf Höhe des Lac La Hache. Von hier aus führt uns die Route über eine gut gepflegte Schotterstraße bis zur Ten-ee-ah Lodge am Spout Lake.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist früher Nachmittag als wir das Eingangsschild zur Lodge erreichen. Der erste Eindruck ist durchweg positiv! Mit dem See direkt vor der Haustür liegen hölzerne Cabins in verschiedenen Größen verteilt um das Hauptgebäude der Wilderness Lodge herum. Nahezu zeitgleich mit Ed und mir fährt ein Camper auf das Gelände und wird nach einer kurzen Einweisung zu seinem Stellplatz am See begleitet. Familie Bader betreibt die Lodge jetzt schon seit 15 Jahren und fühlt sich am Spout Lake pudelwohl. Unterstützt von ihren Kindern organisieren Anita und Mani Bader die Abläufe und ermöglichen ihren Gästen einen reibungslosen und erholsamen Aufenthalt. Nach der herzlichen Begrüßung zeigt Anita mir meine Unterkunft für die Woche und nimmt mich mit auf eine kleine Tour über das Gelände der Lodge. Als könnte sie meine Gedanken lesen, erklärt mir Anita gleich zu Beginn, was es mit dem Namen Ten-ee-ah auf sich hat. Übersetzt aus der First Nations Sprache Shuswap bedeutet das Wort Ten-ee-ah soviel wie großes Tier. Gemeint ist damit der Elch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Teil der Mitarbeiter habe ich schon während des Rundgangs kennen gelernt, die restlichen Teammitglieder treffe ich beim Abendessen. Ganz spontan fragt mich Mitarbeiter Pädu beim Essen, ob ich Lust habe heute Abend noch mit auf den See zu kommen. Ich freue mich riesig über das Angebot und sage natürlich direkt ja. Mit dem Motorboot fahren wir raus auf den etwa 11km langen Spout Lake. Erst jetzt komme ich auf die Idee mal nachzufragen was wir eigentlich machen wollen. Mit einem Strahlen im Gesicht antwortet mir Jan aus Sachsen nur schelmisch, dass ich mich überraschen lassen soll. Spätestens bei unserer Ankunft am Ufer verstehe ich Jans Strahlen und schließe mich dem umgehend an. Von einem leicht über das Wasser geneigten Baum hängt ein langes Tau herunter. Das sieht nach Spaß aus! Es dauert keine 30 Sekunden, da landet der erste schon mit großen Spritzern im Wasser. Etwa dreimal schaue ich mir das Ganze noch aus sicherer Entfernung an und dann stehe auch ich mit dem Tau in der Hand bereit für den Absprung. Ahh! Ich kann den mädchenhaften Schrei leider nicht zurück halten. Wenige Sekunden später komme ich im erfrischenden Wasser an. Yuhuu, direkt nochmal! Im Anschluss an die kleine Action-Einheit genießen wir bei einem kühlen Bier noch die letzten Sonnenstrahlen des heutigen Tages. So lässt es sich leben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 44 und 45&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Zweiter und dritter Tag auf der Ten-ee-ah Lodge&lt;/I&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück ist für mich heute erstmals Arbeit angesagt. Zumindest ein bisschen! Ich schließe mich Mitarbeiterin Erika an und helfe ihr einige Cabins für die Ankunft neuer Gäste vorzubereiten. Eine gute Gelegenheit, um einen Blick in die Unterkünfte zu werfen! Die Cabins bieten je nach Größe Platz für 2 bis 6 Personen und sind nach verschiedenen Vogelnamen genannt. Ausnahmen davon bilden die zwei luxuriös ausgestatteten Cabins &quot;The Grizzly Bear&quot; und die &quot;Beaver Lodge&quot;. Hier können es sich bis zu 8 Personen ganz entspannt gemütlich machen. Die große Fensterfront der &quot;Grizzly Bear&quot;-Cabin lässt in Kombination mit der luftigen Bauweise viel Licht in das Holzhaus. Der aus Stein zusammengesetzte Kamin verschafft dem riesig wirkenden Aufenthaltsbereich die passende Portion Gemütlichkeit. Spätestens beim Anblick des Whirlpools fällt mir endgültig die Kinnlade herunter. Wow, das Wort Luxus ist hier definitiv angebracht! Ich glaube hier bleibe ich noch ein Weilchen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von der größten Unterkunft geht es als Nächstes in eine der Kleinsten. Zwar nicht ganz so luxuriös, aber auf seine eigene Art sehr ansprechend und einladend ist die Cabin namens &quot;Robin&quot;. Ausgenommen vom Badezimmer findet sich alles was man braucht im Hauptraum dieser kleinen, aber feinen Unterkunft. So richtig schön gemütlich! Im Anschluss geht es für Erika und mich noch weiter ins &quot;Heron&quot;, bevor wir am Ende unserer Schicht noch den &quot;Gray Jay&quot; für seine Gäste herausputzen. Nach dem Abendessen versammelt sich das Team auf der Terrasse der Hauptlodge, um den Geburtstag von Mitarbeiter Dani zu feiern. Gemeinsam mit den Gästen wird Musik gemacht, gesungen und getanzt. Und natürlich darf die traditionelle Geburtstagstorte auch nicht fehlen! Die Stimmung ist ausgelassen und alle scheinen das freudige Beisammensein sehr zu genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch am nächsten Morgen mache ich mich zusammen mit Erika auf den Weg zu verschiedenen Cabins und greife ihr ein wenig unter die Arme. Beim Aufräumen und Putzen schaue ich mich heute genauer im &quot;Loon&quot; und im &quot;Raven&quot; um. Ich bin beeindruckt von der individuellen Gestaltung jeder einzelnen Cabin. Obwohl sie alle ähnlich sind, haben sie doch ihren ganz eigenen Charakter. Besonders die liebevolle Einrichtung gibt mir schon beim ersten Betreten ein Gefühl des Willkommenseins. Zu guter Letzt bringen Erika und ich noch die &quot;Beaver Lodge&quot; auf Vordermann. Die gemütlichen Zimmer laden zu erholsamen Übernachtungen ein, komfortable Badezimmer lassen keine Wünsche offen und der geräumige Aufenthaltsbereich mit direktem Zugang zur großen Terrasse erlaubt den direkten Blick auf den See. Hammermäßig, die Unterkunft ist wunderschön!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 46&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Vierter Tag auf der Ten-ee-ah Lodge&lt;/I&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sitze am Frühstückstisch und mache mich gerade bereit, um pünktlich mit Erika loszuziehen. Wenige Sekunden später fängt Anita mich ab und gibt mir spontan frei. Das lasse ich mir natürlich nicht zweimal sagen! Schon im nächsten Moment geselle ich mich zu Nadia und Jeni. Die beiden Töchter von Anita und Mani sind die Hauptansprechpartner für das Reitangebot. Mit Begeisterung organisieren und begleiten sie die Entdeckungstouren zu Pferd. Ich habe Glück, Nadia und Jeni haben noch ein Plätzchen oder besser gesagt ein Pferd für mich frei. Yuhuu, gleich geht es wieder in den Sattel! Nadia und Jeni teilen mir Buddy zu. Er lässt sich gern putzen und wartet geduldig darauf, dass wir losreiten. Gemeinsam mit fünf weiteren Gästen verlassen wir im Schritt das Gelände in Richtung Wald.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Buddy gibt mir ein gutes Gefühl, sodass ich komplett relaxt bin und die Zeit auf dem Pferderücken genieße. Ich schaue mich ein wenig um und frage die Gäste vor und hinter mir wie sie sich fühlen. Für die meisten Teilnehmer ist Reiten eine ganz neue Erfahrung. Ich finde es klasse, dass sie ihren Mut zusammen nehmen und sich heute in den Sattel schwingen! Verständlicherweise sind sie nicht ganz so tiefenentspannt in dieser für sie neuen und ungewohnten Situation. Aber sie scheinen sehr zufrieden zu sein und fühlen sich Minute für Minute wohler auf ihren Pferden. Es freut mich zu sehen wie vertrauensvoll die Pferde ihren Job machen. Sie schreiten brav hintereinander her und passen gut auf wo sie hintreten. Jeni und Nadia sind außerdem sehr aufmerksam. Sie haben die Reiter durchgängig im Blick und stellen sicher, dass sich jeder wohl fühlt. Ihre Pferde kennen die beiden sehr gut und haben ein respektvolles Verhältnis zu ihnen. Sie wissen genau welches Pferd am besten zu welchem Reiter passt, sodass es für die Gäste, egal welcher Könnensstufe, ein wundervolles Erlebnis wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 47&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fünfter Tag auf der Ten-ee-ah Lodge&lt;/I&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anita ist momentan sehr gut aufgestellt in Sachen Personal und gibt mir auch den heutigen Tag frei. Ich bin aber auch ein Glückspilz! Nach dem Frühstück hole ich meinen Laptop und schreibe über meine Eindrücke der ersten Tage auf der Ten-ee-ah Lodge. Eins ist mal klar, ich habe schon eine ganze Menge erlebt! Zum Mittagessen treffen wir uns alle gemeinsam auf der Terrasse. Eine gute Gelegenheit, um die Abendplanung vorzunehmen. Mit Pädu und Martin finde ich zwei Begleiter für eine abendliche Bootstour. Unser Ziel soll ein Aussichtspunkt auf der anderen Seite des Sees sein, den man innerhalb von einer kurzen Wanderung erreicht. Perfekt, der Deal steht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Puh, heute ist es ganz schön warm! Da kommt mir eine kurze Schreibtischpause ganz gelegen. Wie praktisch, dass ich einen See direkt vor meiner Nase habe! Anscheinend bin ich nicht die Einzige mit dem Bedürfnis einer Abkühlung. Mit mehreren Gästen und einem Teil der Mitarbeiter entspannen wir gemeinsam am Steg und erfrischen uns immer mal wieder im Wasser. So lässt es sich hervorragend aushalten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Abendessen treffen Pädu, Martin und ich uns, um alles für die geplante Bootstour zusammenzupacken. Martin holt noch schnell den Schlüssel und wenige Minuten später sitzen wir abfahrbereit im Motorboot. Und zwar mit mir am Steuer! Entgegen der skeptischen Blicke von Seiten der Jungs aus mache ich meinen Job gar nicht so schlecht. Finde ich zumindest! Gut zwanzig Minuten dauert die Fahrt bis auf die andere Seite des Sees. In einem Baum unmittelbar neben der Anlegestelle befindet sich ein Adlernest. Wir haben Glück, eines der erwachsenen Tiere lässt sich von uns beobachten. Wobei vielleicht beobachtet der Adler auch mich, wie ich verzweifelt versuche das Boot sicher zum Ufer zu manövrieren! Spaß beiseite, wir sind gut angekommen und starten wenige Minuten später unseren Aufstieg zum Aussichtspunkt. Es ist eine kurze gemütliche Wanderung über etwa eine Viertelstunde bis wir am Ziel ankommen. Ganz ehrlich, ein bisschen am Schnaufen bin ich trotzdem! Leider liegt heute ein wenig Rauch in der Luft und verringert die Sicht auf die umliegende Region. Trotzdem ist es eine schöne Stelle und den Ausflug allemal wert. Ganz nach Schweizer Art gibt es hier oben auch ein Gipfelkreuz und ein Gipfelbuch. Das lasse ich mir natürlich nicht nehmen und verewige erst mal meinen Namen, bevor ich gemeinsam mit den Jungs ein Gipfelbier aufmache.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich könnte noch gut für ein Stündchen hier oben sitzen bleiben, aber wir werden auf der Lodge erwartet. Anita hat heute Geburtstag und lädt alle Mitarbeiter auf einen Umtrunk ein. Also nichts wie los! Ich springe schnell in saubere Klamotten und mache mich ein wenig frisch, bevor ich Anita und ihr Team im Restaurant treffe. Das wird sicher ein stimmungsvoller Abend!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 48 und 49&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sechster und siebter Tag auf der Ten-ee-ah Lodge&lt;/I&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute starte ich mit einer kleinen Wanderung in den Tag. Die Luft ist frisch und ich merke beim Atmen nichts von dem Rauch, der sich weiterhin über die Region zieht. Natürlich ist die Sicht dadurch nicht optimal, aber ich lasse mich von dem Rauch nicht weiter stören. Gut eine Stunde wandere ich in der Nähe des Seeufers durch den Wald. Der Beaver Pond Trail führt mich vorbei an verschiedenen Bäumen- und Pflanzenarten. Auch verschiedene Vögel und ein paar Eichhörnchen lassen sich zwischendurch blicken. Während einer kleinen Pause an dem von der Ten-ee-ah Lodge aufgestellten Holzthron genieße ich die Ruhe und beobachte eine Entenfamilie. Entspannung pur!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich wieder an der Lodge ankomme, springe ich noch schnell unter die Dusche. Jetzt fühle ich mich richtig schön wach und fit für den Tag. Nach einer produktiven Schreibtischeinheit belohne ich mich mit einer Paddeltour auf dem See. Mitarbeiter Martin hat den Nachmittag frei und schließt sich spontan an. Perfekt, also los! Martin hat sich gentlemanlike bereit erklärt, mir das große Kajak zu überlassen und sich selbst in das verbleibende Kinder-Kajak zu setzen. Ich hoffe, er bereut diese Entscheidung nicht. Es sieht zu lustig aus, wie er mit seinem Kajak nahezu komplett im Wasser hockt und sich ziemlich anstrengen muss, um vorwärts zu kommen. Für mein Lachen bekomme ich dann auch umgehend eine Ladung Wasser ins Gesicht. Aber ich sehe es ein, das habe ich verdient! Wir paddeln jetzt schon gut eine Stunde über den See und schauen uns um. Oh, was schwimmt den dort drüben? Martin erklärt mir, dass es zwei Seetaucher, auf englisch Loons, sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Typisch für diese besondere Vogelart ist ihr Ruf. Für mich klingen die Laute dem Heulen eines Wolfs verblüffend ähnlich. Ich merke in diesem Moment erneut, wie sehr mich die Tierwelt immer aufs Neue überrascht und vor allem fasziniert! Der Hunger treibt Martin und mich zurück zur Lodge. Vom Paddeln leicht erschöpft, bin ich heute Abend ein besonders guter Esser. Dazu kommt noch, dass das Barbecue einfach unwiderstehlich lecker ist. Yummy!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein letzter Morgen auf der Ten-ee-ah Lodge bricht an. Unglaublich wie schnell die letzten Tage hier am Spout Lake vergangen sind. Ich habe mich vom ersten Moment an sehr wohl gefühlt. Ohne weiteres haben mich die Baders und ihre Mitarbeiter ins Team aufgenommen und somit zum Teil der Gemeinschaft werden lassen. Das Team der Ten-ee-ah Lodge ist sehr herzlich und handelt wie eine Familie. Alle verstehen sich gut und unterstützen sich gegenseitig wo sie können. Anita und Mani stecken viel Vertrauen in ihre Teammitglieder und profitieren dadurch von hoher Zufriedenheit. Das merken auch die Gäste, die immer auf gut gelaunte und freundliche Mitarbeiter treffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich mich von allen verabschiedet habe, fährt mich Mitarbeiterin Mylene zum Flughafen in Williams Lake. Momentan ist noch nicht ganz klar, ob mein Flug nach Vancouver wie geplant stattfindet. Der von den Waldbränden verursachte Rauch erschwert das Abheben und Landen der Flugzeuge. Außerdem stellt ein aufkommendes Unwetter eine weitere Herausforderung da. Aber ich bleibe optimistisch! Nach mehrmaligem Hin und Her heißt es zu guter Letzt, dass der Flug planmäßig durchgeführt wird. Puh, da fällt mir ein kleiner Stein vom Herzen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwa eine Stunde verbringe ich in der Luft, bis ich in Vancouver wieder festen Boden betrete. Jetzt heißt es noch ein bisschen warten und dann fliege ich heute Abend weiter nach Calgary. Schon morgen früh startet von dort aus mein nächstes Abenteuer. Sechs Tage auf dem Pferderücken den Waterton Lakes National Park im Süden Albertas erkunden. Wenn das mal nicht der Oberhammer ist, dann weiß ich es auch nicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Trail-Riders.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>Terra Nostra Ranch 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 09:20:19 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_terra-nostra---schnappschuss.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 34&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ankunft Terra Nostra Guest Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Boarding completed! Mit einer Gesamtzahl von 15 Passagieren startet mein Flug von Port Hardy nach Vancouver pünktlich um 7.30 Uhr. Fantastisch, in den kleinen Maschinen der Pacific Coastal Airlines hat automatisch jeder einen Einzelplatz am Fenster. Der Co-Pilot übernimmt neben der Assistenz im Cockpit auch noch das Verladen der Gepäckstücke und die Sicherheitseinweisung. Sehr sympathisch! Während des Flugs habe ich freie Sicht auf die vielen Knöpfchen und Hebel im Steuerraum des Flugzeugs. Eine ganz ungewohnte Erfahrung, dass das Cockpit nicht räumlich vom Flugzeuginnenraum getrennt ist. Ich finde es klasse und nebenbei auch noch höchst interessant!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Route nach Vancouver führt uns über die Coast Mountains. Ich kann gar nicht genug von dieser atemberaubenden Aussicht bekommen! Schneebedeckte Berge und unzählige Seen und Flüsse, die sich durch die Täler ziehen. Innerlich feiere ich gerade eine kleine Party bei dem Gedanken, dass mich mein Anschlussflug nach Anahim Lake nochmals über die Bergkette schweben lässt. In Vancouver habe ich einen Aufenthalt von gut zwei Stunden, bevor es dann wieder in den Flieger geht. Ursprünglich ist eine Zwischenlandung in Bella Coola geplant. Aufgrund des Wetters entscheidet sich der Pilot allerdings gegen das Ansteuern des Flughafens. Ehrlicherweise bin ich auch gerade ganz froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Dort oben hat es uns auf dem letzten Stückchen ganz schön durchgeschüttelt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christoph, Inhaber und Manager der Terra Nostra Guest Ranch, holt mich mit seinem Pick-up am Flughafen ab. Das Wort Flughafen setze ich mal in Anführungszeichen. Am Ende des einzigen Rollfeldes steht ein kleines Office und das war es dann auch schon. Süß! Auf dem Weg zur Ranch erzählt mir Christoph die Kurzversion des Waldbranddramas der letzten Wochen. Glücklicherweise hat das Feuer nicht in unmittelbarer Nähe seiner Ranch gewütet. Durch die hohe Gefahrenstufe und die Straßensperrungen rund um das Anwesen, ist die Gegend allerdings für drei Wochen evakuiert worden. Vor ungefähr einer Woche hat sich die Lage dann stetig entspannt. Seit gestern ist auch der zur Ranch führende Highway 20 wieder in beiden Richtungen befahrbar. Ich kann es mir nicht wirklich vorstellen, wie es sich anfühlt, in einer solchen Krisenlage zu stecken. Beim Zuhören wird mir allerdings bewusst, dass in der Gesamtsituation das Gefühl der Machtlosigkeit sehr furchteinflößend sein muss. Zum Glück hat sich die Waldbrandsituation entschärft und Christoph heißt gemeinsam mit seiner Frau Corinne wieder Gäste auf der Ranch willkommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer ersten Begrüßungsrunde und dem Bekanntmachen mit den fünf Helfern zieht es mich als aller erstes raus auf die Pferdewiese. Hier auf der Ranch sind die Verbeiner die gesamte Zeit über draußen und teilen sich eine riesige Weidefläche. Oh nein wie süß, Teil der Herde sind auch zwei Fohlen! Nach einer intensiven Kuscheleinheit gehe ich weiter auf Erkundungstour. Wirklich weit komme ich nicht, da läutet es zum Abendessen. Hmmm, das tut gut! Nach der leckeren Mahlzeit spüre ich meine Müdigkeit und verziehe mich langsam aber sicher Richtung Bett. Für die nächsten sieben Tage teile ich mir eine Cabin mit den Helfern Martina und Carolina. Beide kommen aus der Schweiz und nehmen mich herzlich auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 35&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Zweiter Tag auf der Terra Nostra Guest Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein erster Morgen auf der Terra Nostra Guest Ranch beginnt mit einem leckeren Frühstück zusammen mit den anderen Helfern. Über den Sommer haben Corinne und Christoph mehrere Volontäre zu Gast, die gegen Kost und Logis auf der Ranch mithelfen. Suchen müssen die beiden nicht nach ihren Helfern. Jedes Jahr melden sich etliche motivierte Personen, um beim täglichen Geschehen mit anzupacken und das Leben auf einer kanadischen Guest Ranch mitzuerleben. Auch ich werde das Terra Nostra Team in den nächsten Tagen unterstützen und mir dabei einen Überblick über das Gesamtpaket der Ranch verschaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück geht es auch direkt los. Zusammen mit Michi und Carolina räume ich die Tische ab, helfe beim Spülen und stelle die Ordnung in der Küche wieder her. Ich versuche mir so viel wie möglich zu merken. Bis ich genau weiß wo ich die nötigen Utensilien finde, wird es aber wohl noch die ein oder andere Küchensession brauchen. Die Basics sollten aber schon mal sitzen! Als nächstes stehen kleine Aufräum- und Putzarbeiten im Hauptgebäude der Ranch an. Neben der Küche und dem großen Aufenthalts- bzw. Essbereich umfasst das komplett aus Holz bestehende Gebäude vier geräumige Zimmer. In den liebevoll eingerichteten Räumen finden ganz bequem jeweils bis zu drei Personen platz. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da momentan noch nicht so viele Gäste auf der Ranch sind, nutzen wir den Nachmittag für einen Ausritt um den an die Ranch grenzenden Clearwater Lake. Sehr cool, ich darf direkt am ersten Tag aufs Pferd! Corinne bereitet uns noch ein kleines Lunchpaket vor und dann schnappen wir uns die Vierbeiner. Für mich ist das Reiten im Westernsattel neu, da ich aus der Heimat nur den Spring- und/oder Dressursattel gewohnt bin. Ich freue mich auf die neue Erfahrung und bin optimistisch, dass alles gut klappt. Mein Pferd hört auf den Namen Billy Boy und ist ein brauner Tennessee Walker Wallach. Er benimmt sich beim Putzen sehr vorbildlich und wirkt absolut tiefenentspannt. Es macht Freude, die Pferde so zufrieden zu sehen. Durch die Bank weg scheinen sie das unbeschwerte Leben in der Herde und ihren nahezu unbegrenzten Auslauf zu genießen. Wir sind mit insgesamt fünf Pferden unterwegs und starten unsere etwa vierstündige Route rund um den See. Die Wege führen uns durch den Kiefernwald und bringen mit ihren variierenden Verhältnisse viel Abwechslung in den Ausritt. Mal sind die Wege breit, mal ganz schmal. Zwischendurch geht es bergauf und dann wieder bergab. Billy Boy macht seinen Job hervorragend. Er hört auf meine Anweisungen und passt gut auf wo er hintritt. Ob Steine, Büsche oder kleine Baumstämme, für ihn alles kein Problem! An einem der Aussichtspunkte auf unserem Weg legen wir eine gemütliche Lunchpause ein. Mit der Nase im Wind und dem Blick auf den See schmeckt das Sandwich gleich noch dreimal besser. Selbstverständlich bekommen auch die Pferde ihre Leckerchen! Gut gestärkt sitzen wir wieder auf und reiten weiter. Nach guten vier Stunden sind wir zurück auf der Terra Nostra Ranch. Billy Boy bekommt von mir noch eine belohnende Streicheleinheit, bevor er fröhlich wiehernd zu den anderen Pferden läuft. Na das war doch mal ein super Ausritt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 36&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dritter Tag auf der Terra Nostra Guest Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück steige ich zusammen mit Christoph und Pilot Alex ins Wasserflugzeug. Vom Clearwater Lake aus starten wir zu einer Berghütte, die Christoph und Corinne kürzlich erworben haben. In wenigen Wochen sind die ersten Gäste vor Ort und deshalb nutzen wir heute die Zeit, um letzte Baumaßnahmen abzuschließen und alles auf Vordermann zu bringen. Juhuu, Alex startet den Flieger und wir sind schon gefühlt nach wenigen Sekunden in der Luft. Von hier oben habe ich eine gute Sicht auf die Ranch und ihre Umgebung. Auf der einen Seite erkenne ich Wald soweit das Auge reicht. Auf der anderen Seite schießen Berge aus dem Boden. Umso höher wir aufsteigen, desto weiter kann ich in die Ferne sehen. Der sichtbare Ausschnitt der Coast Mountains wird größer und fesselt meinen Blick für einige Minuten. Es ist faszinierend, dass sich nach nur wenigen Flugminuten die Landschaft vom flachen Ranchland zum hochalpinen Gebirge verändert. Die Vielfalt Kanadas ist beeindruckend! Nach knappen 15 Minuten in der Luft legt Alex eine butterweiche Landung auf dem Wilderness Lake hin. Christoph schaut zu mir rüber und an seinem Schmunzeln bemerke ich, dass mein Gesichtsausdruck mal wieder alles über meine Gefühlslage verrät. Ich sitze mit offenem Mund da und komme aus dem Staunen nicht mehr raus. Der kristallklare Bergsee schimmert in einem intensiven blau.  Die Gräser und Blumen fügen dem Panorama ein sattes grün mit bunten Akzenten hinzu und mitten in diesem farbenprächtigen Bild  steht die kleine, aber feine Berghütte. Ein Traum!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich die Phase der Sprachlosigkeit hinter mir habe, bin ich bereit für eine kleine Erkundungstour. Die Hütte ist ausgelegt für vier bis sechs Personen und steht ganz allein umgeben von Berggipfeln auf einem kleinen Hochplateau. Keine zwanzig Meter entfernt verläuft das Ufer des wunderschönen Bergsees. Ob Wandern, Kanu fahren, Schwimmen oder einfach nur relaxen und die Ruhe genießen, hier oben auf rund 2.000 Metern Höhe stehen alle Türen offen für ein einzigartiges Urlaubserlebnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer noch leicht geflasht von der atemberaubenden Naturlandschaft, packe ich mir auf Anweisung von Christoph eine Astschere und schneide die Pfade um die Hütte frei. Der stolze Inhaber ist handwerklich sehr begabt und hat hier oben schon viele kleine Neuerungen in Eigenarbeit durchgeführt. Im Anschluss an unsere gemütliche Lunchpause assistiere ich noch ein wenig beim Bau des Geländers rundum die Terrasse der Hütte. Hammermäßig, da haben wir heute richtig was geschafft! Ehrlich gesagt bin ich schon ein wenig neidisch auf die Gäste, die hier oben im Paradies einen Teil ihres Sommers verbringen werden. Am liebsten würde ich direkt noch ein paar Tage hierbleiben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 37&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Vierter Tag auf der Terra Nostra Guest Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Nacht habe ich von der Berghütte am Wilderness Lake geträumt. Der Hinflug verlief nicht so reibungslos wie es gestern mit Pilot Alex der Fall war. Höchstwahrscheinlich hat es daran gelegen, dass ich in meinem Traum am Steuer der Maschine saß! Nachdem ich das Flugzeug irgendwie (bruch-)gelandet habe, entwickelte sich der nächtliche Ausflug vom vermeintlichen Albtraum zu einem wunderschönen Erlebnis. Wenn ich jetzt darüber nachdenke, muss mich dieser Ort stark beeindruckt zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Arbeitseinsatz beginnt heute in der Küche. Ich helfe Corinne und Michi bei den Vorbereitungen für das Frühstück. Ich übernehme dabei die Zusammenstellung der Lunchtüten. Sie enthalten ein selbst gemachtes Sandwich, Müsliriegel, Fruchtsaft und ausgewähltes Obst oder Gemüse. Beim Frühstück können sich die Gäste ihren Snack mitnehmen und dann später zur Stärkung verputzen. Die allerschnellste Arbeitskraft bin ich heute Morgen nicht. Tüte für Tüte packe ich gefühlt in Zeitlupe ein und schaue mir dabei ganz genüsslich die wundervollen Zeichnungen auf ihrer Vorderseite an. Zuerst dachte ich, die Tüten seien bedruckt. Aber nein! Jedes einzelne Motiv haben die Helfer der Terra Nostra Ranch kreiert. Von liebevollen Sprüchen über abstrakte Landschaftsbilder bis hin zu realitätsgetreuen Tierzeichnungen bestaune ich die individuellen Meisterwerke. Ich bin tiefst beeindruckt von dieser Kreativität! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem gemeinsamen Frühstück mit den anderen Helfern schließe ich mich Martina und Michi an. Die beiden nehmen mich mit zum umgebauten Stall. Am späten Nachmittag kommen fünf Personen an, die es sich für mehrere Nächte in drei der insgesamt vier Wohneinheiten gemütlich machen werden. Für uns heißt es also jetzt aufräumen, Betten neu beziehen und putzen. Na dann mal ran an die Arbeit! Aus Neugierde werfe ich zwischendurch mal einen Blick in den oberen Teil des Stalls. Sehr cool, die Einheit ist aufgeteilt in einen geräumigen Aufenthaltsbereich und zwei Zimmer mit Doppelbetten sowie eigenem Bad. Vom Hauptraum gelangt man über eine Leiter auf eine Plattform, die als Matratzenlager dient. Ein pfiffiges Extra! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zu den Vorbereitungen fürs Abendessen haben wir erst einmal einen entspannten Nachmittag vor uns. Ich sitze gemeinsam mit Caro im Cabin als Corinne uns auf einen spontanen Abstecher zum See abholt. Und zwar mit Pferd! Ich freue mich wie ein kleines Kind, als ich auf dem Rücken des Wallachs Avalanche ins Wasser reite. Mit einem Pferd schwimmen gehen, ist schon seit ich klein bin eine meiner absoluten Traumvorstellungen. Und jetzt wird sie wahr! Langsam steigt das Wasser am Körper von Avalanche bis auch ich schließlich bis zur Hüfte nass werde. Ich spüre wie der Wallach den Boden unter den Füßen verliert und sich mit kraftvollen Beinbewegungen im Wasser fortbewegt. Es fühlt sich großartig an! Nach einer kleinen Runde kehren wir zurück zum Ufer und ich klopfe Avalanche lobend am Hals. Nicht jedes Pferd würde so bereitwillig schwimmen gehen. Aber er scheint definitiv Freude daran zu haben. Das war eine wahnsinnig schöne Erfahrung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 38&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fünfter Tag auf der Terra Nostra Guest Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yee-haw, gleich geht es wieder in den Sattel! Gemeinsam mit Christoph, Leonie und vier Gästen bereiten wir die Pferde für unseren mehrstündigen Ausritt vor. Ich verstaue noch schnell die Kamera in einer kleinen Satteltasche und dann bin ich bereit zum Aufsitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die meisten von uns sind erfahrene Reiter. Unter uns haben wir aber auch zwei unerschrockene Eltern, die sich bisher großartig schlagen. Respekt, man sieht den beiden wirklich nicht an, dass sie ihre Ritte an einer Hand abzählen können. Mein vierbeiniger Partner ist der große Scheckwallach Avalanche. Er lässt sich hervorragend lenken, ist bequem zu sitzen und hat das gewisse bisschen Pfeffer unter dem Hintern. Top Sache! Nach einer guten Viertelstunde kommen wir im benachbarten Dünengelände an. Der sandige Boden bietet optimale Voraussetzungen, um etwas Tempo aufzunehmen. Wir fordern unsere Pferde zu einem frischen Galopp auf. Zweimal lassen sie sich das nicht sagen! Avalanche richtet seine Ohren aufmerksam nach vorne und galoppiert kraftvoll an. Es dauert nur wenige Sekunden bis wir in der Gruppe durch die Dünen fegen. Juhuu, das macht Spaß! Im Laufe des Rittes legen wir noch drei oder vier weitere Galoppstrecken ein und lassen uns den Wind durch die Haare wehen. Gut gelaunt kehren wir mit unseren ausgelasteten Pferden zurück zur Ranch. Die gut zweieinhalb Stunden auf dem Pferderücken fühlen sich an wie knappe 30 Minuten. Unglaublich wie die Zeit verfliegt! Ich kann gar nicht genug davon bekommen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Ranch angekommen, schaue ich mir direkt die Bilder von unserer Tour an. Leonie hat sich freundlicherweise zwischendurch meine Kamera geschnappt und einfach mal draufgehalten. Optimal, da sind definitiv ein paar Schnappschüsse dabei! Am frühen Abend helfe ich fleißig bei den Vorbereitungen fürs Abendessen mit. Mir wird die Aufgabe übertragen, einen Salat zusammenzustellen. Bis auf die Tatsache, dass ich die Hälfte meiner Zutaten schon beim Schnippeln aufesse, bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Hoffentlich schmeckt es auch den Gästen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 39&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sechster Tag auf der Terra Nostra Guest Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem ruhigen Start in den Tag entscheiden Martina, Carolina und ich uns eine Runde Kanu zu fahren. Wir nutzen den sonnigen Nachmittag und schnappen uns eins der Boote, die unten am See für Ausflüge bereit stehen. Jede von uns greift sich noch ein Paddel und dann kann es losgehen! Die Stabilität des Bootes haben wir recht gut unter Kontrolle. Mit der Steuerung sieht es allerdings ein wenig anders aus. Hoffentlich schaut uns keiner dabei zu wie wir hier im zick zack über den See cruisen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit etwas Übung bekommen wir unsere anfänglichen Steuerprobleme in den Griff und gleiten jetzt nahezu geradlinig auf eine kleine Insel zu. Spontan entscheiden wir uns gegen das ursprünglich geplante Picknick auf der Insel und lassen uns lieber gemütlich von der leichten Brise im Rücken zurück treiben. Mit der Sonne im Gesicht und den Füßen im Wasser lässt es sich ganz gut aushalten! Nur von der hier draußen herrschenden Ruhe bekommen wir nicht ganz so viel mit. Wir haben uns einfach zu viel zu erzählen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der aufkommende Wind treibt nicht nur uns zurück ans Ufer sondern bringt auch den in der Luft liegenden Rauch der Feuer in Bewegung. Blauer Himmel kommt zum Vorschein und die Luft wirkt als ob sie jemand gereinigt hätte. Ich atme mehrmals tief ein und aus. Was für ein schönes Gefühl! Die neu erworbene Sicht legt allerdings auch den Blick auf die Brandstellen in der umliegenden Region frei. Noch immer weit entfernt, aber deutlich sichtbar steigen Rauchwolken in den Himmel auf. Der anhaltende Wind sorgt weiterhin für freie Sicht, übermittelt so allerdings am Abend auch eine etwas bedenkliche Nachricht. Auf dem Weg ins Bett bemerke ich die seltsamen orange-roten Punkte inmitten der Dunkelheit. Zum Teil sind sogar die Flammen zu erkennen. Ich schlucke einmal kräftig! Auf der Terrasse des Hauptgebäudes treffe ich auf Carolina und Martina. Gemeinsam mit drei Gästen starren wir auf die Feuer. Für einen Moment sind alle still. Ich fühle mich auf der einen Seite leicht verängstigt, auf der anderen Seite fasziniert mich das Lichtspiel. Irgendwie eine seltsame Kombination.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 40&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Siebter Tag auf der Terra Nostra Guest Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der heutige Morgen startet ziemlich verraucht. Schon beim Öffnen der Tür unserer Cabin zieht mir ein unangenehmer Geruch in die Nase. Ich schaue mich um und es wirkt so, als ob der Rauch eine Wand um uns herum bildet. Aber gut, es ist so wie es ist und wir versuchen das Beste aus der Situation zu machen. Also holen wir nach dem Frühstück gemeinsam mit sechs reitbegeisterten Gästen die Pferde von der Weide. Corinne kommt uns nach wenigen Minuten entgegen und passt uns auf halben Weg ab. Sie hat keine guten Nachrichten! Vor wenigen Minuten ist per Telefon die &quot;Evacuation Order&quot; für unsere Region ausgesprochen worden. Ich schaue in die Gesichter der Personen um mich herum. Ihr fragender und etwas besorgter Ausdruck spiegelt meine aktuelle Gefühlslage ziemlich genau wieder. Corinne greift selbstbewusst ein und koordiniert die weitere Vorgehensweise. Ausreiten ist in jedem Fall fürs erste gestrichen und wir versammeln uns für eine Lagebesprechung im Haupthaus der Ranch. Ohne Panik zu verbreiten, werden die Gäste offen und ehrlich über die aktuelle Situation informiert. Wie es das Protokoll besagt, legt Corinne ihnen nahe, die Ranch umgehend zu verlassen. Während Christoph sich mit dem Quad einen Überblick über die aktuelle Waldbrandsituation verschafft, steht Corinne den Gästen mit Rat und Tat beiseite. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem die Gäste das Gelände verlassen haben, setzen auch wir Helfer uns mit Corinne und Christoph an einen Tisch. Es ist ein seltsames Gefühl und zum Teil ein wenig beängstigend. Ich habe so eine Situation noch nie erlebt und kann auch nicht bewerten, inwiefern die Lage gefährlich ist oder nicht. Der Rauch liegt wie ein Schleier über der Ranch und weiten Teilen der Region. Es besteht keine Chance zu sehen wo das Feuer momentan brennt. Diese Ungewissheit macht die Situation leicht beängstigend.  Christoph schildert uns seine Bewertung der aktuellen Lage und gibt vorerst Entwarnung. Er sieht den momentanen Gegebenheiten nach zu urteilen, keine Gefahr durch das Feuer. Zum Problem könnte allenfalls die schlechte Luftqualität aufgrund des Rauchs werden. Er schlägt vor, dass wir vorerst auf der Ranch bleiben und beobachten wie sich die Situation im Laufe des Tages entwickelt. Ich fühle zwar meine innerliche Unruhe, vertraue Christophs Einschätzung aber voll und ganz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Corinne schlägt vor, dass wir uns zur Ablenkung ein wenig mit den Pferden beschäftigen. Ich zögere kurz, bin dann aber überzeugt und schließe mich den anderen an. Es bringt gerade herzlich wenig hier herumzusitzen und sich Gedanken zu machen. Da kommt ein kleiner Ritt über die Ranch ganz gelegen. Eine anschließende Lagebesprechung ergibt, dass sich die Lage laut Corinne und Christoph nicht erwähnenswert verändert hat. Da keine Anzeichen für eine Verschlechterung bestehen, entscheiden wir uns auf der Ranch zu bleiben. Ich habe größten Respekt vor den beiden. Sie managen die Krisensituation höchst professionell. Trotz der angespannten Lage behalten sie einen klaren Kopf und strahlen Ruhe aus. Ich habe das Gefühl, dass sich diese Ruhe auf mich und die anderen Helfer übertragt. Wir sitzen nach dem Abendessen noch gemütlich zusammen und spielen eine Runde Schweizer Mensch-Ärgere-Dich-Nicht. Meine Sorgen sind fast ein bisschen in Vergessenheit geraten und ich habe ich keine Probleme, zeitnah einzuschlafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 41 und 42&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Achter und neunter Tag auf der Terra Nostra Guest Ranch&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gesamtsituation mit der Evakuierungsanordnung und dem ganzen Rauch hat mich wohl doch ein wenig stärker beschäftigt als ich es zunächst gedacht habe. Ich habe recht wirr geträumt und bin in der Nacht immer mal wieder wach geworden. Der morgendliche Blick nach draußen sorgt erst einmal für Erleichterung! Der Rauch ist nicht mehr ganz so dicht und die Sicht hat sich um einiges verbessert. Auch von Seiten der Inhaber gibt es keinen Grund zur Besorgnis. Wir starten etwas gemächlicher in den Tag als sonst. Für uns Helfer bedeutet das dann wohl oder übel Beschäftigungstherapie! Martina, Leo und Caro kümmern sich mit Corinne um die Pferde. Martina aus der Schweiz bringt die Zimmer im Hauptgebäude auf Vordermann und ich helfe Michi unten im Barn mit den Räumen. Anschließend ist Zeit für meine Reiseberichte. Aber vorher bringe ich noch meine Familie auf den neuesten Stand. Nicht, dass sie sich unnötig Sorgen machen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der nächste Tag ist in seinen Aktivitäten recht eingeschränkt aufgrund der vorherrschenden Ausnahmesituation. Wir räumen ein wenig auf, sorgen im Hauptgebäude für Ordnung und vertreiben uns die Zeit mit verschiedenen Gesellschaftsspielen. Zur Freude von uns pferdeverrückten Helfern erlauben Corinne und Christoph einen kleinen Mini-Ausritt auf dem Gelände der Ranch. Nicht vergleichbar mit den langen und abwechslungsreichen Ritten der letzten Tage, aber definitiv bringt es viel Freude. Und gleichzeitig funktioniert das Reiten auch noch hervorragend als Ablenkung! Obwohl der Rauch mich zwischenzeitlich an das Feuer erinnert, denke ich kaum noch bewusst darüber nach. Am Abend ist die Stimmung ebenfalls sehr gesellig und wir genießen das Zusammensein mit dem Team. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt habe ich die Woche auf der Terra Nostra Ranch sehr genossen. Ich habe sowohl die Abläufe als auch das Leben auf der Guest Ranch am Clearwater Lake kennengelernt. Ganz besonders viel Spaß hat mir als Pferdenärrin das Reiten gemacht. Außerdem ist es jeden Tag eine Freude, die Pferde so entspannt und ausgelastet auf ihrer nahezu unbegrenzten Weidefläche zu beobachten. Auf der Ranch entspannen und bei herzlichen Gastgebern die Atmosphäre eines geselligen Beisammenseins aufsaugen, das ist es was die Terra Nostra Ranch so besonders macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 43&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Terra Nostra Guest Ranch &amp; Ten-ee-ah Lodge&lt;/I&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist wieder einmal Zeit, auf Wiedersehen zu sagen. Auf der einen Seite ist es schade, aber auf der anderen weiß ich auch, dass für mich momentan mit jedem Abschied ein neues Abenteuer beginnt. Mit zweigeteilten Gefühlen packe ich meinen Koffer, um heute von der Terra Nostra Ranch weiter zur Ten-ee-ah Lodge in der Cariboo Region zu reisen. Durch Zufall kann mich Ed, ein Freund des Piloten Alex, mitnehmen. Nach einer ausgiebigen Verabschiedung von Christoph und seinem Team geht es los. Nach etwa vier Stunden Fahrt verlassen Ed und ich den Highway 97 auf Höhe des Lac La Hache. Von hier aus führt uns die Route über eine gut gepflegte Schotterstraße bis zur Ten-ee-ah Lodge am Spout Lake.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist früher Nachmittag als wir das Eingangsschild zur Lodge erreichen. Der erste Eindruck ist durchweg positiv! Mit dem See direkt vor der Haustür liegen hölzerne Cabins in verschiedenen Größen verteilt um das Hauptgebäude der Wilderness Lodge herum. Nahezu zeitgleich mit Ed und mir fährt ein Camper auf das Gelände und wird nach einer kurzen Einweisung zu seinem Stellplatz am See begleitet. Familie Bader betreibt die Lodge jetzt schon seit 15 Jahren und fühlt sich am Spout Lake pudelwohl. Unterstützt von ihren Kindern organisieren Anita und Mani Bader die Abläufe und ermöglichen ihren Gästen einen reibungslosen und erholsamen Aufenthalt. Nach der herzlichen Begrüßung zeigt Anita mir meine Unterkunft für die Woche und nimmt mich mit auf eine kleine Tour über das Gelände der Lodge. Als könnte sie meine Gedanken lesen, erklärt mir Anita gleich zu Beginn, was es mit dem Namen Ten-ee-ah auf sich hat. Übersetzt aus der First Nations Sprache Shuswap bedeutet das Wort Ten-ee-ah soviel wie großes Tier. Gemeint ist damit der Elch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Teil der Mitarbeiter habe ich schon während des Rundgangs kennen gelernt, die restlichen Teammitglieder treffe ich beim Abendessen. Ganz spontan fragt mich Mitarbeiter Pädu beim Essen, ob ich Lust habe heute Abend noch mit auf den See zu kommen. Ich freue mich riesig über das Angebot und sage natürlich direkt ja. Mit dem Motorboot fahren wir raus auf den etwa 11km langen Spout Lake. Erst jetzt komme ich auf die Idee mal nachzufragen was wir eigentlich machen wollen. Mit einem Strahlen im Gesicht antwortet mir Jan aus Sachsen nur schelmisch, dass ich mich überraschen lassen soll. Spätestens bei unserer Ankunft am Ufer verstehe ich Jans Strahlen und schließe mich dem umgehend an. Von einem leicht über das Wasser geneigten Baum hängt ein langes Tau herunter. Das sieht nach Spaß aus! Es dauert keine 30 Sekunden, da landet der erste schon mit großen Spritzern im Wasser. Etwa dreimal schaue ich mir das Ganze noch aus sicherer Entfernung an und dann stehe auch ich mit dem Tau in der Hand bereit für den Absprung. Ahh! Ich kann den mädchenhaften Schrei leider nicht zurück halten. Wenige Sekunden später komme ich im erfrischenden Wasser an. Yuhuu, direkt nochmal! Im Anschluss an die kleine Action-Einheit genießen wir bei einem kühlen Bier noch die letzten Sonnenstrahlen des heutigen Tages. So lässt es sich leben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Ten-ee-ah-Lodge.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>Great Bear Lodge 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Great-Bear-Lodge-sk-touristik.html</link>
                <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 09:18:30 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_great-bear-lodge---fex-trinkt(1).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 24&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Ankunft Great Bear Lodge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vormittags verlassen wir das Orca Camp am Warden Beach mit dem Wasser Taxi und kommen etwa eine dreiviertel Stunde später in Port McNeill an. Jordan ist so lieb und bringt mich von hier aus mit seinem Auto nach Port Hardy, sodass ich heute Nachmittag das Flugzeug zur Great Bear Lodge erwische. Erst einmal verabschiede ich mich aber von den anderen Orca Camp Abenteurern. Das gemeinsame Erkunden der Region, das Paddeln im Kajak und das Beisammensein im Camp haben mir viel Spaß gemacht. Zum Abschied gibt es für jeden eine dicke Umarmung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jordan liefert mich an der Float Plane Base der Great Bear Lodge ab und ich verabschiede mich von ihm mit einem großen Dankeschön. Eine Mitarbeiterin nimmt mich herzlich in Empfang und erklärt mir die weiteren Abläufe. Um auf die schwimmende Lodge im Smith Inlet zu gelangen, werde ich etwa eine halbe Stunde Richtung Nordosten fliegen. Jenseits der Zivilisation liegt die Lodge mitten in der unberührten Natur. Erst vor Kurzen waren meine Chefs Rainer und Markus zu Besuch und haben phänomenale Bärenbegegnungen erlebt. Ich wünsche mir ganz fest, dass auch ich während meiner Zeit im Great Bear Rainforest den ein oder anderen Grizzly zu Gesicht bekomme. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine dreiviertel Stunde später sitze ich zusammen mit Housekeeper Brenna und den beiden Piloten in einem sogenannten Amphibienflugzeug, einer Grumman Goose. Die Maschine kann sowohl an Land als auch auf dem Wasser starten sowie landen. Coole Erfindung! Die Sicht von hier oben ist phänomenal. Wir gleiten über kleine Inselgruppen hinweg und erreichen im Anschluss die Pacific Coastal Mountain Range. Immer wieder ziehen sich unter uns Fjorde vom Pazifik durch die Täler der Berge hindurch. Es sieht aus wie gemalt, nur irgendwie besser! Ich bin noch voll und ganz damit beschäftigt, diese wundervolle Aussicht mit meiner Kamera einzufangen, da tippt Brenna mir auf die Schulter. Sie zeigt aus dem Fenster. Oh wow, dort unten ist die Lodge! Ich werfe ihr ein dankendes Lächeln hinüber und schieße ein paar Fotos der schwimmenden Plattform. Ein kleiner Fleck inmitten endlos wirkender Wildnis!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde freundlich auf der Lodge in Empfang genommen und freue mich direkt zu Beginn auf ein bekanntes Gesicht zu treffen. Margaret oder kurz Marg ist eine der insgesamt acht Inhaber dieses wundervollen Ortes und heißt mich herzlich willkommen. Sie zeigt mir mein Zimmer für die nächsten zehn Tage und macht mich dann sowohl mit dem Team als auch mit den Gästen bekannt. Zu Besuch sind momentan Angela, Max und Valentina aus Deutschland, Anne und John aus Australien, Björn aus Schweden und Christina aus Amerika. Die ersten fünf Tage meiner Zeit auf der Lodge bin ich als Gast eingeplant und habe die Möglichkeit, das volle Programm mitzuerleben. Zeit um darüber nachzudenken, was für ein Glück ich eigentlich habe, bleibt kaum. Guide Taylor holt mich im Aufenthaltsraum ab und geht mit mir die Sicherheitseinweisung für das Verhalten in der Nähe von Bären durch. Anschließend gibt es ein gemeinsames Abendessen und danach startet schon meine erste Bear Viewing Session.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marlo begleitet uns heute Abend als Guide und erklärt mir, dass in dieser Region Salzwasser aus dem Pazifik und Süßwasser aus dem hier mündenden Nekite River aufeinander treffen und sich vermischen. Diese Besonderheit bietet einen hervorragenden Lebensraum für verschiedenste Tierarten. In den Sommermonaten stehen den Grizzlies viele verschiedene Nahrungsquellen zur Verfügung. Unter anderem ernähren sie sich vom saftig grünen Riedgras. Marlo ordnet gerade die hörbaren Vogelstimmen ihren Erzeugern zu, da verfällt sie mit einem Mal ins Schweigen. Sie wirft einen konzentrierten Blick durch ihr Fernglas und teilt uns wenige Sekunden später mit, dass sie einen Bären sieht. Ich brauche einen kurzen Moment, um zu begreifen was hier vor sich geht. Wenig später entdecke auch ich die Grizzlyohren versteckt im hohen Gras. Direkt auf meiner ersten Tour nur wenige Stunden nachdem ich auf der Lodge angekommen bin, sehe ich meinen ersten Grizzly. Fantastisch! Ich versuche ein Bild von dem Bären zu machen, da entdecke ich auf einmal ein zweites Paar Ohren. Ich glaube es nicht, das wird ja immer besser! Beim Anblick der beiden Grizzlies fällt mir ein, dass Rainer und Markus von einem Bärenpaar gesprochen haben. Vielleicht sind es ja die beiden Geschwister Fex und Joy. Marlo kann es mir nicht zu hundert Prozent bestätigen, aber es sieht ganz danach aus. Ein mehr als perfekter Start in meine Zeit hier auf der Great Bear Lodge!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 25&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Zweiter Tag auf der Great Bear Lodge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein erster kompletter Tag auf der Great Bear Lodge beginnt um viertel nach sieben mit einem leckeren Frühstück. Hier auf der Lodge ist das WiFi sehr begrenzt und nur für Bürotätigkeiten der Mitarbeiter freigeschaltet. Handynetz ist logischerweise in der Wildnis Fehlanzeige. Meiner Meinung nach tut es der Gruppendynamik sehr gut, wenn mal für ein paar Tage alle von der Außenwelt getrennt sind. Es entstehen interessante Gespräche, man lernt sich besser kennen und nimmt sich die Zeit, den Aufenthalt in vollen Zügen wahrzunehmen. Um acht Uhr starten wir die morgendliche Entdeckungstour und werden von Guide Taylor begleitet. Ich atme die frische Luft tief ein und lasse die Situation auf mich wirken. Das Wasser ist so ruhig, dass sich die Bäume auf der Wasseroberfläche spiegeln. Zusammen mit den tiefhängenden Wolken wirkt das Ganze fast ein wenig mystisch. Die Stimmen verschiedener Singvögel kommen in der friedlichen Stille besonders intensiv zur Geltung und ergänzen sich zu einem kleinen Konzert. Ein wunderschöner Morgen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Mittag zaubert uns Köchin Julie einen Quinoasalat mit Lachs auf den Teller. Yummy, so lecker! Gut gestärkt starten wir nach dem Essen in das täglich wechselnde Nachmittagsprogramm, die sogenannte Mystery Activity. In einem mit Naturmotiven bemalten Schulbus fahren wir zu einer Bear Viewing Plattform. Von hier aus erleben die Besucher der Great Bear Lodge im Herbst fischende Bären hautnah. Die Lachse ziehen meist ab Ende August den Fluss hinauf und bilden für die Tiere ein Festmahl. Das muss ein beeindruckendes Spektakel sein! Unsere Guides Sabine und Marlo zeigen uns auf dem Rückweg zur Lodge Wege, die auf eine regelmäßige Nutzung durch Bären hinweisen. Außerdem machen sie uns auf Bäume aufmerksam an denen sich vorrangig männliche Grizzlies intensiv schubbern, um ihren Geruch zu hinterlassen. Auch Beiß- und Kratzspuren sind an diesen Bäumen zu erkennen. Und das nicht nahe am Boden, sondern deutlich über meiner Augenhöhe. Ganz schön groß so ein Grizzly! Es macht Spaß, den Guides zuzuhören und sich von ihrer Begeisterung für die Natur anstecken zu lassen. Sie nehmen sich viel Zeit für uns und scheinen große Freude daran zu haben, ihr Wissen und ihre Faszination mit den Gästen zu teilen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die abendliche Bootstour geselle ich mich zu den Gästen John und Max. Guide Tom steuert unser Boot und bringt uns hinein ins Mündungsgebiet des Nekite River. Zusammen mit Marg ist auch Tom einer der acht Inhaber dieser beeindruckenden Unternehmung. Auf dem Wasser ist es heute Abend besonders ruhig und bisher ist unsere Bärensuche noch erfolglos. Aber auch das ist ein Teil des Wildlife Watching. Der Schlüssel heißt Geduld! Und die zahlt sich aus. Auch wenn es heute Abend kein Bär ist, haben wir das Glück, mehrere Weißkopfseeadler und die stylisch frisierten Enten namens Common Merganser zu bestaunen. Kurz vor der Rückkehr zur Lodge übernimmt dann eine Gruppe Robben die Kontrolle über meinen Kameraspeicherplatz. Sie schwimmen um das Boot herum und tauchen dabei nahezu lautlos auf und ab. Auf mich wirken sie ein wenig wie Undercover Agenten! Langsam scheinen sie sich an unsere Anwesenheit zu gewöhnen und robben auf einen Baumstamm, der leicht aus dem Wasser herausragt. Eine nach der anderen nimmt ihren Platz ein und balanciert sich gekonnt auf der Seite liegend aus. Obwohl ich schon etliche Robben gesehen habe, macht es immer wieder aufs Neue Spaß, ihr Verhalten zu beobachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Lodge angekommen erwartet uns ein leckerer Mitternachtssnack. Mit einem kühlen Getränk in der Hand machen wir uns über die appetitlich angerichtete Käseplatte her, genießen das Beisammensein und tauschen unsere Erlebnisse des Tages miteinander aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 26&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dritter Tag auf der Great Bear Lodge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der morgendlichen Bootstour nehme ich heute nicht teil. Mitarbeiterin Florence ist an der Reihe und darf zusammen mit den Gästen die Vielfalt der Natur genießen. Marg und Tom geben ihren Mitarbeitern abwechselnd die Chance an den Bootstouren teilzunehmen. Das finde ich super! Alternativ nutze ich die Zeit, um an meinen Reiseberichten weiter zu arbeiten und meine Fotos zu sortieren. Bei der Vielzahl an Erlebnissen ist die Speicherkarte gefühlt ständig voll. Knapp ein Drittel der Bilder ist zwar grundsätzlich meist für den Papierkorb, aber unter den restlichen sind dafür immerhin ein paar gute Schnappschüsse dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Mittagessen geht es gemeinsam mit allen Gästen und unseren Guides zur täglichen Mystery Activity. Geplant war ursprünglich eine Bootsfahrt zu einem versteckten Wasserfall. Aber Pläne können sich ändern! Auf der anderen Seite der Bucht ist eine Gruppe Delfine zu sehen. In wenigen Sekunden sitzen wir im Boot und sind bereit für die Abfahrt! Das ist so aufregend! Guide Taylor sagt, dass ein Besuch der Pacific white-sided dolphins etwas ganz Besonderes ist. Sie schwimmen nur ab und zu den gesamten Weg aus dem offenen Ozean bis ans Ende des Smith Inlet. Wir nähern uns den Tieren. Es ist spektakulär und unwirklich zugleich! Die Delfine sind überall! Vor uns, hinter uns, neben uns und unter uns. Ich weiß gar nicht wo ich hinschauen soll! Mindestens 30 Delfine spielen in den Wellen der Boote. Egal ob jung oder alt, aus Deutschland, Schweden, Amerika oder Australien, wir alle werden zu kleinen Kindern und feiern diesen wunderbaren Moment! Inklusive unserer Guides! Meine Emotionen spielen ganz verrückt. Ich bin überglücklich und gleichzeitig auch komplett überwältigt von dem was ich gerade erlebe. Tränen schießen in meine Augen, während sich mein Lächeln übers ganze Gesicht zieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit diesem unvergesslichen Erlebnis zum Abschluss ihres Abenteuers fliegen die Gäste mit dem Wasserflugzeug zurück nach Port Hardy. Mit Ausnahme von Christina aus Amerika. Sie bleibt noch für weitere drei Nächte hier. Mit dem Flugzeug angekommen sind bereits sechs neue Gäste. Gemeinsam mit ihnen geht es für mich am Abend auf eine weitere Entdeckungstour per Boot. Es ist stark bewölkt und es regnet leicht. Mit meinem Outfit bestehend aus Regenjacke, Regenhose, Gummistiefeln und Regenhut macht mir die Nässe von oben aber nichts aus. Das gleichmäßige Tröpfeln auf die Wasseroberfläche wirkt fast ein wenig beruhigend. Voll und ganz vergessen ist der Regen, als Marg vor uns einen Grizzlybären entdeckt. Moment, es ist nicht nur einer, es sind zwei Bären! Langsam und bedacht steuert Marg das Boot näher an die beiden heran. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um das Geschwisterpaar Fex und Joy. Die zwei wirken entspannt und lassen sich nicht von unserer Anwesenheit stören. Die junge Bärin Joy scheint es ein wenig eiliger zu haben als ihr Bruder und verschwindet im Wald. Wir beobachten Fex noch solange bis er letztendlich der Spur von Joy in den Wald folgt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marg kennt die Region in- und auswendig und paddelt in einen der vielen schmalen Wasserkanäle, um Ausschau nach den Beiden zu halten. Es dämmert mittlerweile stark und bisher haben wir keine Spur. Wir unterhalten uns leise, als Alison aus Neuseeland zum Ufer zeigt. Tatsächlich, rund 30 Meter von uns entfernt kommt ein Bär aus den Büschen gesprungen und macht einen Bauchplatscher ins Wasser. Der Grizzly schwimmt rüber, dreht sich um und hält die Nase zum Riechen in die Höhe. Marg vermutet, dass es Joy gewesen ist. Sie scheint sich vor irgendetwas erschrocken zu haben und Abstand davon gewinnen zu wollen. Mh, wenn das Joy war, wo ist dann Fex? Keine fünf Minuten später sehen wir Fex entspannt aus dem Wald spazieren. Auf dem Weg zum Wasserkanal hält er immer mal kurz an und nimmt genüsslich ein paar Büschel Riedgras zu sich. Keine 15 Meter vor unserem Boot steigt dann auch er ins Wasser und schwimmt rüber zur anderen Seite. Was für ein verrückter Tag! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 27&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Vierter Tag auf der Great Bear Lodge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Wecker holt mich heute Morgen aus dem Tiefschlaf. Gestern Abend haben wir noch eine ganze Weile in der Gruppe zusammen gesessen und uns gemeinsam mit unseren Guides über die phänomenalen Bärenbegegnungen ausgetauscht. Ich bin immer noch mehr als begeistert! Positiv gestimmt geht es für uns nach dem Frühstück wieder aufs Wasser. Mal schauen was uns heute so im Mündungsgebiet des Nekite River erwartet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der leichte Regen verleiht der Landschaft in Kombination mit feinen Nebelfeldern und hellen Wolken eine mystische Ausstrahlung. Zwei Fischreiher heben neben dem Boot ab und fliegen nur wenige Meter über dem Wasser vor uns her. Auf einem Baumstumpf entdecke ich einen Weißkopfseeadler mit einer zweifarbigen Federfärbung. Taylor erklärt mir, dass es sich um einen jungen Adler handelt, der langsam zu der für seine Art typischen weißen Färbung des Kopfes und der Steuerfedern wechselt. Meiner Meinung nach könnte er auch so bleiben. Es gefällt mir richtig gut! Ich bin noch voll und ganz auf den Adler konzentriert, als Taylor uns an ihrer Entdeckung teilhaben lässt. Sie sieht in Verlängerung der Bootspitze auf einer durch die Ebbe freigelegten Sandfläche einen Bären. Ich schaue durch mein Fernglas und kann ihn grob erkennen. Er balanciert über einen Baumstamm und verschwindet dann im Wald. Leider nur eine kurze Begegnung, aber trotzdem sehr cool! Wir warten noch gute zehn Minuten und schauen, ob der Bär sich eventuell nochmal blicken lässt. Aber vergeblich! Er scheint weitergezogen zu sein. Für das Team der Great Bear Lodge steht bei jeder Bärenbegegnung ein verantwortungsvoller und respektvoller Umgang mit den Tieren im Vordergrund. Ein Teil der Idee ist dabei, dass der Bär sich in Anwesenheit der Menschen wohlfühlen soll. Wir möchten nur Bären begegnen, die auch uns begegnen möchten. Zieht ein Bär sich zurück, lassen wir ihm seinen Freiraum und halten uns von ihm fern. Mit den Booten fahren die Guides täglich ähnliche Strecken ab und nutzen dieselben Wasserkanäle. Das hilft dabei eine Routine zu entwickeln und den Bären die Chance zu geben, das Verhalten der Menschen zu verstehen. Außerdem bleiben Teile des Gebietes vollkommen unberührt, sodass die Bären ihre Rückzugsmöglichkeiten kennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Taylor scheint heute einen perfekten Lauf zu haben. Sie findet versteckt hinter hohem Gras einen weiteren Bären. Ich zücke mein Fernglas. Einfach zu entdecken ist der Grizzly nicht, nur die braunen Ohren schauen immer mal wieder hinter den Grashalmen hervor. Jetzt heißt es Geduld! Vielleicht haben wir Glück und der Bär zeigt sich. Knappe zehn Minuten später kommt der prachtvolle Grizzly tatsächlich hinter der Wand aus Gras hervor. Ich spüre wie die Spannung in meinem Körper wächst. Die Bärin ist wunderschön mit ihrer dunklen Fellfarbe und ihrem markanten Gesicht. Anstatt sich in den Wald zu verziehen, entscheidet sie sich, ihren Weg unten am Ufer fortzusetzen. Mannomann, haben wir ein Glück! Sie wandert nur knappe 30 Meter von uns entfernt über die Steine. Völlig lautlos lassen wir uns mit dem Boot neben ihr her treiben. Ein absoluter Gänsehautmoment!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 28&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fünfter Tag auf der Great Bear Lodge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Frühstückstisch driften meine Gedanken noch mal zu der gestrigen Bärenbegegnung ab. Ich habe erwartet, dass mir das Erlebte eventuell etwas realer erscheint, wenn ich eine Nacht darüber geschlafen habe. Aber nein, es wirkt auf mich immer noch wie ein Traum! Ganz in Ruhe konnten wir die Bärin in ihrem natürlichen Umfeld beobachten. Sie hat uns wahrgenommen, sich aber keinesfalls von uns stören lassen. Taylors Meinung nach hat sie keine Anzeichen von Stress oder Unwohlsein gezeigt. Ein durchweg positives Aufeinandertreffen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Guide Marlo holt mich mit einem freundlichen Anstupser zurück ins Hier uns Jetzt. Es ist Zeit sich fertig zu machen für eine nächste abenteuerreiche Bootstour. Ich hüpfe bei Marlo ins Boot und schließe mich den Gästen aus England an. Gaynor und Mark machen mit ihren beiden Söhnen Urlaub in Kanada und genießen die Vielfalt des Landes in vollen Zügen. Faszinierender Weise sieht die Region hier am Ende des Smith Inlet jeden Tag ein wenig anders aus. Heute ist durch die ausgeprägte Ebbe ein großer Teil des sonst vorrangig unter Wasser gelegenen Gebiets freigelegt. Muschelansammlungen an Felsen kommen zum Vorschein, Baumstämme schauen aus dem Wasser hervor und tiefgrüne Grasflächen zieren die Ufer. Der geringe Wasserstand ist allerdings für das Vorankommen im Boot eine Herausforderung. Marlo steigt mehrmals aus und zieht das Boot mit der gesamten Besatzung durchs Wasser. Voller Einsatz! Und das immer mit einem Lächeln im Gesicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sonne kommt langsam aber sicher hinter den Wolken hervor. Direkt breitet sich die Wärme auf meiner Haut aus. Nach den letzten beiden regnerischen Tagen ist das heute eine willkommene Abwechslung! In der Nähe der Lodge haben wir bereits mehrere Robben und zwei Weißkopfseeadler angetroffen. Weiter im Innern des Mündungsgebiets treffen wir auf unterschiedlichste Vogelarten. Unter anderem ist ein Stellers Jay dabei, der mir mit seinem auffällig blau-schwarzen Anzug während der Tour immer mal wieder ins Auge springt. Marlo hält das Boot ab und zu an und nutzt die Gelegenheiten, um uns Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt zu vermitteln. Sie macht uns zum Beispiel auf Bärenspuren aufmerksam und informiert uns über die vorhandenen Nahrungsquellen der Allesfresser. Ich habe das Gefühl, dass sie ihre Begeisterung für die Natur auf uns überträgt. Es macht Spaß über die Umgebung und die Tierwelt zu lernen und nach und nach die Zusammenhänge in der Natur zu verstehen. Jeder Organismus hat seine Funktion und sorgt für ein natürliches Gleichgewicht. Ziemlich genial!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh, was ist denn das da vorne auf dem schmalen Kiesstrand? Das Adrenalinlevel steigt schlagartig in die Höhe! Vielleicht ist es ja ein Bär. Ich schaue durch mein Fernglas und da lüftet sich das Geheimnis. Es ist ein Reh! Wir schauen uns gegenseitig an und müssen ein wenig über unsere erste Reaktion lachen. Sobald sich etwas bewegt, sind alle in Sekundenschnelle auf ihrer höchsten Aufmerksamkeitsstufe! Natürlich wäre ein Bär um einiges spektakulärer gewesen, aber auch über das Reh freue ich mich sehr. Es sieht so schön aus mit seinem goldbraunen Fell und seinem feinen Körperbau. Marlo steuert das Boot in einen schmalen Wasserkanal. Ich schaue mich um und sehe, dass sich etwas hinter einem Busch bewegt. Ich mache Marlo darauf aufmerksam und sofort stoppt sie das Boot. Wir sind mucksmäuschenstill! Wie cool, es ist das Reh von eben! Es kommt in unsere Richtung und hält grobe 20 Meter vor uns an. Seine großen Ohren sind zu uns gerichtet und für einen Moment steht es wie eingefroren dort. Dann dreht es sich zur Seite und geht langsam weiter. Als das Reh im Wald verschwindet, brechen wir unser Schweigen. Wir sind uns alle einig, dass das durchaus eine interessante Begegnung war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 29&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sechster Tag auf der Great Bear Lodge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Nachmittag heißt es Abschied nehmen von der zweiten Gästegruppe, die ich über die letzten Tage kennenlernen durfte. Aber bevor es soweit ist, haben wir noch eine gemeinsame Bootstour vor uns. Und was für eine! Wir sind keine halbe Stunde unterwegs, da spottet Taylor einen Bären. Ein phänomenaler Start in den Tag! Wir beobachten den Grizzly und sehen, dass er auf einer kleinen Insel im hohen Gras verschwindet. Es vergehen einige Minuten bis Julia aus Frankreich ihn hinter einem umgekippten Baumstamm erneut sehen kann. Aber Moment mal, da hinten ist noch ein zweiter Bär! Es wird ja immer besser! Anhand der Tatsache, dass die beiden Bären so nah beieinander sind und noch recht jung wirken, schließt Taylor darauf, dass es sich um Fex und Joy handelt. Das ist jetzt innerhalb weniger Tage schon mein drittes Aufeinandertreffen mit den beiden. Eine überdurchschnittlich gute Quote würde ich mal so sagen! Marg hat mich zu Beginn meines Aufenthalts darauf aufmerksam gemacht, dass es besonders im Juli erfahrungsgemäß schwieriger ist, Bären anzutreffen. Den Tieren steht zu dieser Jahreszeit eine große Bandbreite an Nahrungsquellen zur Verfügung. Dementsprechend können die Tiere sich bei ihrer Nahrungssuche über ein großes Gebiet verteilen. Umso genialer ist es, dass ich während meiner Zeit auf der Great Bear Lodge so viele großartige Bärenbegegnungen erlebe!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marlo steuert das andere Boot und ist mit der Familie aus England unterwegs. Sie kontaktiert Taylor und gibt über Funk die Info, dass sich flussabwärts ein weiterer Grizzly aufhält. Wir feiern im Boot eine kleine Flüster-Party und können nicht so recht fassen, dass wir gerade drei Bären in unserem unmittelbaren Umfeld haben. Fex und Joy bewegen sich langsam aber sicher aus unserem Sichtfeld. Das macht uns die Entscheidung ein wenig einfacher, die beiden vorerst zu verlassen und nachzusehen was das andere Boot entdeckt hat. Siehe da, ein männlicher Grizzly nutzt die Ebbe, um sich an Muscheln und kleinen Krabben zu bedienen. Es ist deutlich zu hören, wie er die Schalentiere mit seinen Zähnen zerknackt. Er interessiert sich nicht wirklich für unsere Anwesenheit und nimmt ungestört seine nahrhafte Mahlzeit zu sich. Coole Sache!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nochmal zurück zu Fex und Joy! Die beiden sind aus dem Gras hervor gekommen und haben den Fluss überquert. Wir versuchen sie zu aufzuspüren, haben aber aus der Ferne keinen Erfolg. In der Nähe des Ufers sieht es schon ganz anders aus! Von hier aus sind eindeutige Mampfgeräusche wahrzunehmen. Es scheint, als wären die Laute direkt neben uns, sehen können wir allerdings bislang nichts. Taylor steuert das Boot in einen Wasserkanal, der sich vom Fluss abzweigt. Die Geräusche werden lauter und schließlich erscheinen Bärenohren in meinem Sichtfeld. Es ist Joy! Sie kommt nach und nach aus dem Gras hervor und verursacht vielfaches Auslösen der Kameras. Ich frage Taylor wo sie Fex vermutet. Noch bevor sie antworten kann, hören wir ein lautes Rascheln. Im nächsten Moment erscheint auch Fex hinter den grünen Halmen. Die Situation ist perfekt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 30&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Siebter Tag auf der Great Bear Lodge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Schonfrist auf der Great Bear Lodge ist abgelaufen! Nachdem ich die letzten Tage als Gast auf der Lodge verbracht habe, helfe ich heute und morgen hinter den Kulissen mit. Die vielen liebevollen Gesten machen das Gesamterlebnis zu etwas ganz Besonderem. Egal ob frisch gebackene Kekse oder freundliche Gespräche, dem Gast wird ein rundum sorglos Paket geboten. Meine heutige Herausforderung ist es also, zu genau diesem Ziel beizutragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Marg stattet mich mit dem Shirt der Great Bear Lodge und meinem eigenen Namensschildchen aus. Damit gehöre ich jetzt offiziell für die nächsten Tage zum Team! Am Mittag beginnt meine Schicht damit, Köchin Lena beim Abwasch zu helfen. Sicherlich nicht gerade der spannendste Job, aber er muss gemacht werden! Genau wie ich es auch von einer hochwertigen Unterkunft erwarten würde, lege ich viel Genauigkeit in die Sauberkeit des Geschirrs und der Küchenutensilien. Da kommt für die Gläser auch gerne mal das Poliertuch zum Einsatz! Die Gäste sind nach dem Mittagessen zu ihrer täglich wechselnden Mystery Activity aufgebrochen. Zusammen mit zwei Guides wird für gut zwei Stunden die Gegend rund um die Great Bear Lodge erforscht. Über Funk geben die Guides mir Bescheid, wann sie von ihrer Tour zurück sein werden. Das gibt mir die Chance, alles für ihre Ankunft vorzubereiten. Ich bringe frisch gebrühten Kaffee und heißes Teewasser in den geräumigen Aufenthaltsraum. Den Abenteurern stehen außerdem Softdrinks und verschiedene Wein- und Biersorten sowie Snacks zur Verfügung. Nicht zu vergessen: Ofenwarme Kekse! Ich selbst habe die kleinen Aufmerksamkeiten sehr geschätzt. Hoffentlich kann ich damit auch unseren aktuellen Gästen eine kleine Freude bereiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Passend zu den Vorbereitungen fürs Abendessen bin ich nach einer kurzen Pause wieder in der Küche. Ich decke den Tisch und unterstütze Lena beim Servieren des höchst appetitlich angerichteten Dinners. Mhmmm, riecht das gut! Da werde ich glatt ein wenig neidisch. Also lieber schnell wieder an die Arbeit! Weiter geht es für mich mit dem Abwasch. Nachdem alles auf Vordermann gebracht ist, gehe ich zusammen mit Lena ins Staff House. Bis die Gäste von ihrer abendlichen Bootstour wieder kommen, heißt es für uns jetzt erst einmal Beine hochlegen. Meine letzte Aufgabe für heute ist das Anrichten des traditionellen &quot;Mitternachtssnacks&quot;, den Lena bereits vorbereitet hat. Jeden Abend erwartet die Gäste eine kleine Stärkung, wenn sie gegen 22 Uhr von ihrer Tour zurückkommen. Genau das richtige für einen geselligen Tagesabschluss!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag nutze ich die freie Zeit bis zum Mittag für eine Schreibtischsession. Ich feile an meinen Berichten, speichere meine Fotos und Videos in passenden Ordnern ab und checke meine Mails. Da rennt die Zeit für ein paar Stunden einfach mal so an mir vorbei! Es ist schon kurz vor 12 und gleich gibt es Mittagessen im Staff House. Lena zaubert jeden Tag ein leckeres Gericht fürs Team. Jummy! Der heutige Tag läuft ansonsten von den Abläufen sehr ähnlich wie gestern. Ich helfe in der Küche mit und bereite für die Ankunft der Gäste am Nachmittag Getränke und Snacks vor. Herzlich empfange ich die Abenteurer von ihrer Bustour zu den Bear Viewing Plattformen. Es ist ein wunderbares Gefühl, von ihrer Begeisterung über das Erlebte angesteckt zu werden. Während momentan maximal zehn Gäste das Programm der Great Bear Lodge genießen, sind im Herbst bis zu 16 abenteuerlustige Personen zu Gast. Für sie geht es dann nicht per Boot auf Erkundungstour, sondern zu den Plattformen direkt am Fluss. Allein die Erzählungen über lachsfischende Bären, nur wenige Meter entfernt, löst bei mir Gänsehaut aus. Gleichzeitig spielt sich ein kleiner Film vor meinen Augen ab mit Bären überall. Vielleicht komme ich irgendwann passend zur Lachssaison nochmals zurück an diesen magischen Ort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 31 bis 33&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Achter bis zehnter Tag auf der Great Bear Lodge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau wie gestern nutze ich den morgen um an meinen Reiseberichten zu arbeiten. Unglaublich, ich bin tatsächlich jetzt schon über einen Monat im Namen von SK Touristik unterwegs. Ich kann gar nicht glauben wie schnell die Zeit verfliegt. Aber gut bei den hammermäßigen Erlebnissen, die mir geboten werden, ist das auch kein Wunder! Heute heißt es für mich nocheinmal fleißig mit anpacken auf der Lodge, bevor ich dann morgen wohl oder übel Tschüss sagen muss. Ich habe das Team der Great Bear Lodge in den letzten Tagen sehr ins Herz geschlossen. Alle sind mir gegenüber aufgeschlossen, es gibt immer was zu reden und Humor wird hier groß geschrieben. Allerdings habe ich bei dem Versuch lustig zu sein wieder einmal festgestellt, dass es einfach nicht funktioniert, deutsche Redewendungen ins Englische zu übersetzen. Schade eigentlich! Aber egal, lustig war es in gewisser Weise dann ja trotzdem noch. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen schmeiße ich noch schnell eine Ladung Wäsche in die Maschine und packe dann meinen Koffer für die Abreise am Nachmittag. Mh, mein Gepäck ging vor wenigen Wochen definitiv noch leichter zu. Typisch Tourist! Überall werden noch ein paar Souvenirs mitgenommen. Dem skeptischen Blick des Piloten entnehme ich, dass er nicht ganz so begeistert von meinem gigantischen Koffer ist. Auf die Frage, ob ich Steine gesammelt hätte, lächle ich nur entschuldigend und antworte ihm, dass ich mich einfach nicht entscheiden konnte, welchen ich nehmen soll. Er wirft mir ein Lächeln zurück. Puh, da ist das Eis gebrochen! Ich starte eine Umarmungsrunde zum Abschied und klettere dann als  einziger Passagier zum Piloten ins Cockpit. Ich merke, wie sich ein freudiges Strahlen in meinem Gesicht ausbreitet. Man fliegt eben nicht alle Tage in einem Wasserflugzeug mit! Innerhalb von wenigen Sekunden sind wir in der Luft. Von hier aus hat man die perfekte Sicht auf die Lodge und ihre Umgebung. Den gesamten Flug starre ich gebannt aus dem Fenster und schaue mir die zerklüftete Küstenregion von oben an. Mehrere Fjorde schlängeln sich durch mit Bäumen übersäte Berge und in der Ferne zeichnen sich etliche kleine Inseln ab. Was für eine traumhafte Aussicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach 25 Minuten endet der beeindruckende Flug mit einer butterweichen Wasserlandung. Von der Float Plane Base der Great Bear Lodge geht es anschließend für mich weiter zum Flughafen von Port Hardy. Ich übernachte heute im Air Port Inn bevor ich morgen früh ins nächste Abenteuer starte. Spontan vereinbare ich noch ein Skypedate mit meiner Familie. Es fühlt sich so schön an, sie zu sehen und ihnen von meinen Erlebnissen zu erzählen. Wenn ich ganz ehrlich bin, vermisse ich sie gerade sehr und würde sie am liebesten ganz fest in den Arm nehmen. Zeit für Heimwehattacken bleibt aber zum Glück nicht. In ein paar Stunden heißt es schon wieder aufstehen und in den Flieger steigen. Mein nächstes Ziel ist die Terra Nostra Ranch am Clearwater Lake.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.sktouristik.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Terra-Nostra-Ranch-sk-touristik.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>Orca Camp 0,00 €</title>
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                <pubDate>Thu, 13 Feb 2020 03:00:19 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_kajaks-(warden-beach).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 19 bis 23&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Orca Camp&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganze fünf Tage verbringe ich im Orca Camp an der Ostküste Vancouver Islands. Eingebettet in die malerische Landschaft der Johnstone Strait liegt das Camp an einem einsamen Strand inmitten des Regenwaldes. Durch schmale Pfade sind die Zelte sowohl untereinander als auch mit dem Küchen- und Aufenthaltsbereich verbunden. Entgegen meiner anfänglichen Bedenken fühle ich mich im Zelt pudelwohl und bin begeistert von der gemütlichen Atmosphäre. Es wirkt alles so entspannt und friedlich. Der passende Ort für ein naturnahes Camp-Abenteuer! Die Organisation der täglichen Abläufe übernehmen Ken und Jordan. Die beiden Guides enttarnen sich als wahre Multitalente. Neben der Anleitung beim Kayaking bereiten uns die beiden jeden Morgen ein leckeres Frühstück zu, stellen ein Lunch-To-Go zusammen und zaubern ein abwechslungsreiches Abendessen auf den Tisch. Ganz nebenbei sorgen sie auch noch für die passende Unterhaltung. Die unzähligen lebhaften Geschichten von Ken bringen in Kombination mit Jordans pfiffigen Kommentaren ausgelassene Stimmung ins Camp. Die beiden sind einfach großartig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von der Basis aus geht es für die gesamte Gruppe täglich mit dem Kajak auf Erkundungstour. Im Camp finden bis zu zwölf Personen bequem Platz. In Ausnahmefällen sind auch manchmal 16 Abenteurer am Start. Momentan bilden wir zu neunt eine gemischte Gästegruppe. Das Paddeln scheint in jedem Fall allen viel Spaß zu bereiten. Aktiv sein und dabei die Vielfalt der Natur entdecken ist meiner Meinung nach die perfekte Kombination. Ich hüpfe in meine Ausrüstung hinein und verpacke meinen Dry Bag inklusive Kamera im Kajak. Noch flott ein Paddel schnappen und dann kann es losgehen. Ken und Jordan erklären uns, dass die Kajak-Einheiten von drei wichtigen Faktoren abhängen: Whales, Wind and Waves. Anhand dieser Faktoren entscheiden sich die Guides für ein passendes Tagesprogramm. Immer unter dem Vorbehalt, dass sich der ursprüngliche Plan jederzeit in Abhängigkeit der Faktoren ändern kann. Klingt soweit logisch! In der Natur ist eben kein Tag wie der andere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und genau das haben meine Erfahrungen der letzten Tage hier im Orca Camp mehr als bestätigt. Man weiß nie, was man an Land und/oder auf dem Wasser so alles erlebt. Direkt auf der ersten Paddeltour begegnen wir Robben, Seelöwen und Schweinswalen. In den Baumspitzen thront der ein oder andere Weißkopfseeadler und ganz unerwartet taucht am späten Nachmittag ein Schwarzbär am Ufer auf. Wir sind ganz leise und nähern uns dem Bären mit nahezu lautlosen Paddelschlägen. Er spaziert eine ganze Weile am Strand entlang und wir können ihn hervorragend vom Wasser aus beobachten. Ein einmaliger Start in die Woche!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tag drei auf dem Wasser entwickelt sich nach einem eher unspektakulären Einstieg überraschender Weise zur Erfolgsstory. Ich bin zusammen mit den Guides sowie den Neuankömmlingen Sylwia aus der Schweiz, Jorge aus Spanien und Nora aus Deutschland unterwegs. Auf einmal geht dann alles ganz schnell. Über Funk bekommen Jordan und Ken die Info, dass eine Gruppe Orcas die Johnstone Strait in Richtung Norden passiert. Die Meldung lässt bei allen Beteiligten unmittelbar das Orca-Fieber ausbrechen. Wie die Wilden paddeln wir los! Perfektes Timing, die sogenannten Bigg&#039;s Orcas oder auch Transient Orcas genannt, kommen genau in unsere Richtung. Bei den Orcas wird unterschieden in drei verschiedene Typen. Die Residents, die Transients und die Offshores. Die Resident Orcas werden nochmals in Northern und Southern Residents unterschieden. Die hier heimischen Northern Resident Orcas ernähren sich von Lachs und zwar fast ausschließlich von einer bestimmten Sorte, dem Königslachs. Im Gegensatz zu den Residents jagen die Transients vorrangig Meeressäuger wie Robben, Seelöwen und Delfine. Jordan erzählt, dass alle Säuger versuchen, aus dem Ozean zu verschwinden sobald die raffiniert jagenden Transients in der Nähe sind. Wie gut, dass wir nicht zu ihrem Beuteschema gehören! Ken zeigt eine Richtung an und sagt, dass er die Orcas sehen kann. Blitzschnell werden die Kameras gezückt. Phänomenal, dort drüben sind sie! In einer Gruppe von sechs Tieren ziehen die Orcas in zügigem Tempo durch die Johnstone Strait. Oh wow, es ist auch ein Kalb dabei! So schnell kann es gehen. Eben gab es noch keine Spur von den Tieren und zack jetzt sind sie direkt vor uns. Traumhaft! Auch in den Kajaks links und rechts neben mir herrscht pure Begeisterung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hauptthema sind ab sofort die Orcas! Jordan erzählt mir, wie belebt die Region normalerweise zu dieser Jahreszeit ist. Seine Augen strahlen während er mir von seinen Erlebnissen berichtet. Es muss nahezu magisch sein, wenn die Wale in ihren großen Gruppen neben den Kajaks auftauchen. Ken und Jordan sind über Funk in Kontakt mit einem Forschungsteam sowie verschiedenen Whale Watching Anbietern. Leider gibt es aber bisher keine weitere Meldung über Orcas in unserer Region. In diesem Jahr scheinen die Lachse verhältnismäßig spät dran zu sein. Erfahrungsgemäß zieht es sie schon früher im Jahr aus dem Ozean in die Fjorde und zu ihren Laichplätzen. Aber naja, da kann man nichts machen. Wenn die Orcas hier keine Nahrung finden, dann ist es mehr als verständlich, dass sie sich momentan noch woanders aufhalten. Dafür überrascht uns am vorletzten Abend ein ganz anderer Gast mit seinem Besuch. Ich liege schon im Zelt und bin kurz eingenickt, als ich von einem lauten Rauschen wieder wach werde. Von draußen höre ich die anderen reden, verstehen kann ich sie nicht. Im nächsten Moment ruft Jordan mir zu, dass ein Buckelwal direkt vor unserem Camp aufgetaucht ist. Daher kommen also die seltsamen Geräusche! Innerhalb von Sekunden habe ich meine Schuhe angezogen und stolpere halb aus dem Zelt heraus. Ich möchte den Wal auf keinen Fall verpassen! Wow, er frisst grob 30 Meter vom Ufer entfernt. Ich stehe mit offenem Mund da und warte gespannt bis er das nächste Mal auftaucht. Wuuuusch, da ist er wieder! Es hört sich ein wenig an wie Donner, wenn der massive Wal sein Maul öffnet. Leider ist es schon recht dunkel und ich kann nur noch Umrisse erkennen. Aber das ist gerade ein Luxusproblem! Es sieht so aus, als würde der Wal weiterziehen. Moment... Er dreht wieder um und kommt zurück zum Camp. Was für eine geniale Show!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz groß geschrieben wird im Orca Camp auch die Vermittlung von Wissen über die hier heimischen Tiere und ihren Lebensraum. Ganz nebenbei ergeben sich aus einer einzelnen Frage an die Guides hoch informative Gespräche. Unbewusst nehme ich viele Fakten auf und lerne nahezu automatisch. Wenn das mal immer so einfach wäre! Um uns noch ein wenig intensiver mit den Orcas zu beschäftigen, besuchen wir in unserer kleinen Sechsergruppe eine Forschungsstation auf West Cracroft Island. Ich realisiere schon bei unserer Ankunft, dass der Aussichtspunkt nicht umsonst Eagle Eye heißt. Man kann die gesamte Breite der Johnstone Strait überblicken. Traumhaft schön! Die Mitarbeiter des Robson Bight Warden Program dokumentieren von hier aus sowohl die Aktivität der Wildtiere als auch den Schiffsverkehr. Jeder einzelne Orca, der vorbeizieht wird in eine spezielle Kartei eingetragen und lässt sich anhand seiner individuellen Markierungen identifizieren. Beispielsweise hat jedes Tier einen sogenannten Sattelfleck hinter der Rückenflosse. Die markanten Zeichnungen erlauben den Forschern eine Unterscheidung der Tiere. Auch kleine Einkerbungen an der Rückenflosse, die beispielsweise durch Verletzungen entstehen können, helfen bei der Zuordnung. Zusätzlich stellt das Forschungsteam sicher, dass sich niemand unbefugt im Schutzgebiet der Robson Bight aufhält. Es handelt sich um eine große Bucht in unmittelbarere Nähe unseres Camps. Die Forscher geben den Orcas hier die Möglichkeit, sich zurückzuziehen und Abstand vom Bootsverkehr zu gewinnen. Die Forschungsstation am Eagle Eye ist definitiv einen Besuch wert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich genieße die Tage im Orca Camp in vollen Zügen und habe das Gefühl, dass die Zeit nur so verfliegt. Draußen in der Natur leben, aktiv die vielfältige Tierwelt der Johnstone Strait per Kajak entdecken und gemeinsam in der Gruppe das Beisammensein im Camp genießen. Das alles kombiniert sich meiner Meinung nach zu einem unschlagbaren Gesamtpaket für bewegungsfreudige Naturliebhaber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Great-Bear-Lodge.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>Farewell Harbour Lodge 0,00 €</title>
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                <pubDate>Thu, 13 Feb 2020 03:00:20 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_junger-grizzly.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 14&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Aufbruch zur Farewell Harbour Lodge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie klingelt der Wecker heute besonders früh! Ich habe den letzten Abend in Tofino noch mit einem Teil der Mitarbeiter von Remote Passages gemütlich am Lagerfeuer verbracht. Gerade bin ich zwar echt müde, aber das war es definitiv wert! Nächstes Reiseziel ist die Farewell Harbour Lodge im Küstengebiet Broughton Archipel östlich von Port McNeill. Alles in allem dauert die Fahrt etwa zehn Stunden. Zum Glück muss ich nicht selbst fahren, sondern bin mit dem Tofino Bus unterwegs! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sitze auf meinem Platz und es dauert keine fünf Minuten, da fallen meine Augen zu. In den letzten Tagen und Wochen habe ich so unglaublich viel erlebt. Ohne Pause folgt ein Highlight auf das Nächste! Es klingt vielleicht etwas seltsam, aber so ein Abenteurerleben kann ganz schön anstrengend sein! Da kommt mir der heutige Reisetag ganz gelegen, um für einen Moment zwischendurch mal nichts zu machen. In Parksville wechsle ich den Bus und habe gut anderthalb Stunden Aufenthalt. Eine gute Möglichkeit, um zu frühstücken und ein wenig an meinen Reiseberichten zu arbeiten. Der Fahrer des nächsten Busses ist ein lustiger Typ. Während der Fahrt erzählt er durchs Mikrofon kurze Fun Facts über die Region. Ich habe das Gefühl, dass der Fahrer eine persönliche Verbindung zu allen Reisenden aufbaut. Zumindest habe ich zu keiner Zeit das Gefühl, dass er mich an einem der Stopps vergessen würde! Gegen fünf Uhr nachmittags kommen wir in Port McNeill an. Gentlemanlike trägt der Busfahrer meinen Koffer zum Bürgersteig und wünscht mir einen wundervollen Aufenthalt. Es war zwar eine lange Fahrt, aber rundum angenehm und ohne jegliche Komplikationen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Suche nach einem Taxi kommt mir die kanadische Offenheit und Hilfsbereitschaft zu gute. Bisher habe ich insgesamt sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Menschen einfach anzusprechen und zu fragen, ob sie mir weiterhelfen können. Ich komme mit einer Mitarbeiterin in einem Laden ins Gespräch. Sie ruft direkt bei einem Taxiunternehmen an und bestellt mir einen Wagen. Zwanzig Minuten später ist das Taxi da und bringt mich zum Alder Bay Resort. Das läuft doch super! Bis zum ausgemachten Treffpunkt habe ich es jetzt geschafft. Von Tim, Manager und Inhaber der Farewell Harbour Lodge, ist allerdings noch keine Spur. Leider habe ich ihn bisher nicht erreicht und auch die freundliche Frau vom Alder Bay Resort hat keinen Erfolg. Ich bleibe ganz entspannt und warte einfach bis sich was tut. Und tadaa, da ist sein Boot! Ich freue mich Tim nach unserem ersten Treffen auf der Tourism Convention in Calgary wieder zu sehen. Auch Mitarbeiter James heißt mich herzlich willkommen. Bei der Bootsfahrt zur Lodge wird mir bewusst, dass ich die nächsten Tage in der puren Natur wohnen werde. Rechts und links von dichtem Wald umgeben, steuert uns James tiefer und tiefer in die Wildnis. Es ist traumhaft schön hier! Tim zeigt aufs Wasser und sagt, dass die Weißkopfseeadler gerade zu Abend essen. Die Betonung liegt auf DIE Adler! Es sind nicht zwei oder drei, sondern bestimmt sieben oder acht. Sie fliegen ganz dicht über dem Wasser und greifen mit ihren starken Krallen nach Fischen. Ich drücke mir fast die Nase an der Fensterscheibe des Bootes platt und beobachte das Spektakel. Wenn das nicht mal ein hervorragender Startschuss für die kommenden Tage ist!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erreichen die Farewell Harbour Lodge und mein erster Eindruck ist durchweg positiv. Die Lodge besteht aus einem schwimmenden Teil und einem an Land fest installierten Gebäude. Und das Ganze mitten in der unberührten Natur! Ich betrete das Deck und folge Tim zu meinem Zimmer. Die Bewegungen durch das Wasser scheinen das Gebäude nicht wirklich in seiner Stabilität zu beeinflussen. Ich konzentriere mich auf den Boden, aber ich spüre tatsächlich keine einzige Bewegung. Faszinierend! Das Auspacken verschiebe ich auf später, jetzt gibt es erst mal Abendessen. Ich bin begeistert, das Essen ist ein Traum! Die zwei Köche haben Kartoffelpüree mit Gemüse und Fleisch gezaubert. Yummy! Der Schokokuchen zum Nachtisch lässt mich dann endgültig dahinschmelzen. Papp satt und rundum zufrieden gehe ich ins Bett. Ich freue mich auf mein Abenteuer in der Region rund um die Farewell Harbour Lodge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 15&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Erster Tag auf der Farewell Harbour Lodge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein erster Tag auf der Farewell Harbour Lodge beginnt mit einem phänomenalen Frühstück. Von Aufschnitt und verschiedensten Aufstrichen über Rührei, Bacon und Kartoffeln bis hin zu Obst, Gemüse, Joghurt und Säften. Die Auswahl ist so groß, dass ich am liebsten alles probieren möchte! Einfach lecker! Gemeinsam mit zwei Gästen aus Belgien hat Tim gestern Abend schon die Planung für den heutigen Tag vorgenommen. Das Programm ist individuell auf Florence und ihren Sohn Alex angepasst. Die beiden sind echte Weltentdecker und haben bei ihren Reisen schon Begegnungen mit verschiedenen Wildtieren erlebt. Heute soll sich alles um Grizzlys und ihren Lebensraum drehen. Ich bin mehr als glücklich, dass ich Teil dieses Abenteuers sein darf!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Begleitet werden wir von Tim und seinen zwei Teammitglieder Vicki und Lindsey sowie Eva, die zur Zeit für ihre Abschlussarbeit forscht. Unser Ziel ist eine Region, in der Tim schon vereinzelt Bären beobachten konnte. Die Bären in dieser Region hier sind meist sehr scheu. Viele von ihnen sind den Kontakt zu Menschen nicht gewohnt. Es wartet also ein richtiges Abenteuer auf uns! Wenn ich ganz ehrlich bin, spüre ich neben der Vorfreude auch ein paar kleine Bedenken in mir. Ich beschreibe es mal als positive Aufregung mit einer Spur von Respekt vor dem was draußen in der Natur auf uns wartet. Mit dem Boot sind es rund neunzig Minuten bis zu unserem Zielpunkt. Momentan herrscht Ebbe und damit stehen die Chancen gut, am Ufer einen Schwarzbären entdecken zu können. Also Augen auf! Ich selbst bin bisher leider erfolglos, aber dafür scheint Alex etwas entdeckt zu haben. Sehr cool, dort drüben am Ufer ist ein Schwarzbär! Er bedient sich an verschiedenen Schalentieren, die an und vor allem unter den Steinen fixiert sind. Vicki stoppt das Boot und versucht sich ganz langsam näher an den Bären zu tasten. Wir stehen alle gemeinsam auf dem Deck und sind mit unseren Kameras bewaffnet. Ich muss ein wenig schmunzeln. Gegen das Monster-Objektiv von Alex habe ich nur ein kleines Spielzeug in der Hand! Spaß beiseite, ich bin glücklich mit meinen Fotos und vor allem mit der erfolgreichen Bärenbeobachtung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vicki schmeißt das Boot wieder an und wir setzen die Fahrt fort. Tim freut sich über den erfolgreichen Start in den Tag. Humorvoll wie ich ihn bisher kennenlernen durfte, führt Tim ein Punktesystem ein. Alex hat sich mit seiner Bärenentdeckung an die Spitze der Rangliste gesetzt. Ich muss mich ran halten! Um an unserem Zielort an Land zu kommen, steigen wir in ein Schlauchboot. Als wir am Ufer ankommen, versammeln wir uns um Tim herum. Ganz wichtig ist Tim, dass wir alle dicht hintereinander her gehen und in jeder Situation eng zusammen bleiben. Sicherheitshalber haben Tim, Vicki und Lindsey jeweils ein Bear Spray zur Abwehr dabei. Wir gehen los und verhalten uns möglichst ruhig, um keine Tiere zu verscheuchen. Auf der anderen Seite möchten wir natürlich auch keinen Bären überraschen! Tim redet zwischendurch ein wenig und sagt in regelmäßigen Abständen laut Hey Bear. Ich spüre meine Aufregung deutlich, von Angst bin ich aber weit entfernt. Tim gibt mir mit seiner ruhigen Ausstrahlung ein sicheres Gefühl. Ich kann mich entspannen und genieße unsere Wanderung ins Bärengebiet. Tim und Vicki machen uns auf Trampelpfade aufmerksam, zeigen uns Bäume, an denen sich die Bären schubbern und identifizieren Grizzly Hinterlassenschaften. Alles deutet darauf hin, dass wir uns mitten in ihrem natürlichen Lebensraum befinden. Super spannend! Tim stoppt an einem Rub Tree und drückt mir ein wenig Grizzlyfell in die Hand. Ich frage mich, welchem Bären diese Haare wohl gehört haben. Obwohl momentan kein Grizzly in unserer direkten Umgebung ist, fühle ich mich den Tieren unglaublich nah. Ein einzigartiges Erlebnis!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ein spannender und lehrreicher Ausflug in die Welt der Grizzlys macht ganz schön müde! Auf dem Rückweg zur Lodge fallen mir im Boot immer mal wieder kurz die Augen zu. Ich versuche dagegen anzukämpfen, aber es gelingt mir nicht. Mein Körper sackt zur Seite, ich erschrecke mich und bin mit einem Mal wieder wach. Ich drehe mich um und hoffe, dass niemand etwas bemerkt hat. Lautes Lachen geht durch die Kabine des Bootes! Mh, das war wohl doch offensichtlicher als gedacht! Wir steuern auf dem Weg noch eine kleine Bucht an, in der Tim bereits mehrmals einen jungen Grizzly gesehen hat. Wir haben Glück, auch heute steht das muskelbepackte Tier im hohen Gras und frisst genüsslich. Yuhuu, mein erster Grizzly! Ich schnelle nach draußen aufs Deck und bin für einen kurzen Moment nicht ansprechbar. Ohne einen Laut von mir zu geben, starre ich einfach nur diesen Bären an und beobachte ihn beim Fressen. Ein wunderschönes Tier! Selbstverständlich ist die Kamera auch am Start. Ich komme gar nicht mehr los von diesem Motiv! Tim erklärt uns, dass dieser Bär in einer anderen Gegend geboren wurde. Er ist genau wie sein Bruder markiert und dann hierher gebracht worden. Meinem Empfinden nach ist dieser Bär ziemlich groß und vor allem massiv. Tim lächelt, als ich ihm von meiner Feststellung berichte. Er erzählt, dass ein ausgewachsenes Männchen im Vergleich zu diesem jungen Bären gut das Doppelte sein kann!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einem großen Paket aus neuen Informationen und einzigartigen Erlebnissen kommen wir wieder auf der Lodge an. Ich helfe ein wenig bei den Vorbereitungen fürs Abendessen mit und genieße im Anschluss die leckere Mahlzeit. Der warme Blaubeerkuchen zum Nachtisch rundet den Tag perfekt ab. Die Köche wissen definitiv was sie tun! Schnell noch eine warme Dusche und dann ab ins Bettchen. Morgen wartet ein weiterer ereignisreicher Tag auf mich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 16&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Zweiter Tag auf der Farewell Harbour Lodge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hellwach und hoch motiviert setze ich mich ins Boot. Ich bin bereit für die heutige Entdeckungstour! Es geht auch direkt vielversprechend los. Unser Bear Spotting Talent Alex hat wenige Minuten von der Lodge entfernt einen Schwarzbären entdeckt. Er scheint gerade zu frühstücken und ist dabei ziemlich aktiv. Er bewegt sich entlang des Ufers und stellt sich sogar auf seine Hinterbeine, um die leckeren Schalentiere oben an den Felsen zu fressen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine zehn Minuten später halten wir erneut an. Diesmal hat Florence einen Bären entdeckt. Das läuft ja wie am Schnürchen bei uns! Wieder stehen alle mit ihren Kameras auf dem Deck. Ich schaue auf meinen Bildschirm und im nächsten Moment fällt mir meine Kamera fast aus der Hand. Ein Junges kommt aus dem Wald und gesellt sich zu seiner Mama ans Ufer. Zuckersüß das Kleine! Ich schaue um mich herum und sehe in strahlende Gesichter. Lindsey steht neben mir und ist so gerührt, dass sie Tränen in den Augen hat. Ungefähr 200 Fotos später gehe ich überglücklich und ein wenig überwältigt von unserem Fund zurück in die Kabine des Bootes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir kommen an einer Bucht im Knight Inlet an und machen uns für die anstehende Wanderung bereit. Tim verschafft sich mit seinem Fernglas einen Überblick und sagt plötzlich, dass er einen Bären sieht. Ich lasse alles stehen und liegen und schaue mich um. Leider habe ich sie verpasst! Tim erzählt uns von einem Grizzly mit zwei Jungen. Sie sind der alten Forststraße in den Wald gefolgt. Ich kann in den Gesichtern der Guides sehen, dass sie Blut geleckt haben und mehr als motiviert sind, an Land auf die Suche nach den drei Bären zu gehen. Bei dem Gedanken an ein Zusammentreffen wird mir zwar etwas flau im Magen, aber auch ich fühle einen gewissen Anreiz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir stehen am unteren Zugang zur Forststraße. Genau an dem Punkt, an dem Tim die Grizzlies vor etwa einer viertel Stunde gesehen hat. Ganz eng stellen wir uns hintereinander auf und bewegen uns langsam den Weg hinauf. Rechts und links von uns ist nur jeweils etwa ein Meter Abstand zur dicht bewachsenen Buschreihe. Ich könnte wetten, dass man mein Herz schlagen hören kann! Tim gibt in einem ruhigen, aber deutlich hörbaren Ton ein &quot;Hey Bear&quot; von sich und wiederholt sich in regelmäßigen Abständen. Trotz meiner deutlich spürbaren innerlichen Anspannung gibt mir die Gruppe ein sicheres Gefühl. Aus irgendeinem Grund weiß ich, dass ich mich bei einer Begegnung mit einem Bären darauf verlassen kann, dass alle zusammen bleiben und zumindest nach außen hin Ruhe ausstrahlen. Ich höre wie ein paar Äste knacken! Direkt schießt meine Herzfrequenz nach oben. Tim zeigt nach rechts in Richtung Wald und nickt uns mit einem Lächeln im Gesicht zu. Wir gehen langsam weiter und setzen uns für gut eine halbe Stunde auf einen Stapel aus Baumstämmen. Vielleicht haben wir Glück und die drei kommen hier vorbei. Mein Herzschlag normalisiert sich wieder und ich denke kurz darüber nach, was eben eigentlich passiert ist. Wow, das war ein ordentlicher Adrenalinkick! Tim vermutet, dass die Bären sich vom Wald in Richtung Ufer bewegt haben. Und genau so ist es! Unten von der Forststraße haben wir den perfekten Blick auf die drei Grizzlies. Eine Mutter mit zwei Jungen vom letzten Jahr. Ein wunderschönes Bild!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 17&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dritter Tag auf der Farewell Harbour Lodge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gestern Mittag sind vier neue Gäste auf der Lodge angekommen. Die beiden Pärchen aus England sind am Nachmittag bereits zu einer ersten Bootstour aufgebrochen. Ihr Strahlen hat schon bevor ich sie nach ihrem ersten Eindruck fragen konnte einiges verraten. Sie haben mehrere Buckelwale beim Fressen beobachtet und sind überglücklich mit diesem Einstieg. Heute soll der Fokus auf den heimischen Bären liegen. Da schließe ich mich doch glatt mal an! Tim erklärt mir, dass er mit den Gästen für ihre erste Begegnung mit den Bären gerne zu einer bestimmten Bucht im Knight Inlet herausfahren möchte. Garantieren kann man die Sichtung eines Bären nie, aber die Wahrscheinlichkeit, dass sich Bären in dieser Bucht aufhalten, ist momentan sehr groß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon während der Bootsfahrt heißt es natürlich Augen auf! Jeder Tag ist anders und in der Natur kann man so unendlich viel entdecken. Da lohnt es sich definitiv das Fernglas in die Hand zu nehmen! Eine ganz andere Geschichte ist allerdings das korrekte Identifizieren der Entdeckungen. Schon gestern auf der Tour habe ich mich als sehr erfolgreich darin bewiesen, dunkle Felsen aufzuspüren! Ich weiß auch nicht, aber für mich sahen die Flecken einfach zu sehr aus wie Bären. Konsequenterweise hat mir Tim dann auch direkt Minuspunkte im Rahmen unseres kleinen Wettspiels gegeben. An meiner Rangierung im Punktesystem muss sich schnell was ändern! Ich bin fleißig auf der Suche nach dunklen Flecken, die sich bewegen, da stoppt Skipper James das Boot. Juhuu, er hat einen Schwarzbären am Ufer gefunden! Wir beobachten ihn eine ganze Weile, bevor es weiter geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fantastisch, wir kommen gerade in der besagten Bucht an und schon entdecken wir den ersten Grizzly. Um das Tier besser beobachten zu können, teilen wir uns in zwei Gruppen auf und fahren mit dem Schlauchboot näher ans Ufer. Ach quatsch, da sind ja noch zwei Junge an der Seite der Bärin! Sie sind schon etwas größer und scheinen bereits im letzten Jahr geboren worden zu sein. Die Jungen bleiben etwa zwei bis drei Jahre bei ihrer Mutter und lernen alles, was man fürs Überleben so wissen muss. Erst wenn die Bärin wieder bereit ist, sich zu paaren, stößt sie ihre Jungen von sich. Diese zwei Kandidaten haben also noch ein wenig Zeit bis sie auf sich allein gestellt sind. Ich bin für einen kurzen Moment verwirrt. Die Jungen sahen doch eben noch anders aus! Oh, da ist ein zweites Weibchen mit Nachwuchs. Die kleinen Plüschkugeln sind zuckersüß! Der Unterschied zwischen den Jungen von diesem Jahr und vom letzten Jahr ist deutlich zu erkennen. Sowohl die Größe als auch der Körperbau und das Verhalten machen den Altersunterschied sichtbar. Ich glaubs ja nicht! Hinter einem großen Felsen kommt noch ein Grizzly hervor. Auch sie hat ein Junges bei sich. Ich weiß gar nicht wo ich hinschauen soll!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Begeistert und auch etwas überfordert treffen wir alle wieder im Boot zusammen. Während der Lunchpause versuchen wir die Situation zu rekonstruieren. Fazit: Wir haben über die Bucht verteilt insgesamt fünf Grizzlybären gesehen. Nur ein Grizzly ist allein unterwegs gewesen, alle anderen haben mindestens ein Junges im Schlepptau gehabt. Auch Tim ist mehr als beeindruckt. So viele Bären auf kleinstem Raum hat er hier noch nicht angetroffen. Auf der Rückfahrt herrscht gute Stimmung in der Kabine des Bootes. Wir unterhalten uns über die Eindrücke, stellen Fragen an das Team der Farewell Harbour Lodge und zeigen stolz unsere jeweils besten Fotos herum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wäre das noch nicht genug zum verarbeiten, finden wir uns auf einmal in einer großen Gruppe Delfine wieder. Grob geschätzt spielen etwa 30 Pacific White Sided Dolphins um das Boot herum. Ich schnappe mir meine Kamera und gehe raus aufs Deck. Schon als kleines Kind habe ich immer von so einer Situation geträumt. Und jetzt bin ich mitten drin! Die Delfine springen, schwimmen in den Wellen des Motors und tauchen unter dem Boot hindurch. Meinetwegen kann das noch stundenlang so weiter gehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 18&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Vierter Tag auf der Farewell Harbour Lodge&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch mein letzter Tag auf der Farewell Harbour Lodge beginnt mit einem hervorragenden Frühstück. Gemeinsam mit allen Gästen und einem Teil der Mitarbeiter sitzen wir im großen und gemütlichen Aufenthaltsbereich der Lodge. Die Fensterfront erlaubt einen direkten Blick aufs Wasser. Da kann man ja nur gut gelaunt in den Tag starten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um den Kalorien vom Frühstück direkt mal ein wenig entgegen zu wirken, erkunden wir heute Vormittag die Umgebung der Lodge mit dem Kajak. Ich teile mir ein Kajak mit Guide Lindsay. Hui, das macht Spaß! Florence und Alex haben zu Beginn noch mit kleinen Unstimmigkeiten zu kämpfen, funktionieren dann aber dank den wertvollen Tipps von Lindsay hervorragend als Team. Wir paddeln einmal um Berry Island herum und halten auf dem Weg immer mal wieder kurz an. Gerade bestaunen wir am Ufer Seesterne und kleine Krebse, da werde ich durch ein Geräusch abgelenkt. Ich beobachte die Wasseroberfläche und kann wenige Sekunden später zwei Rückenflossen erkennen. Lindsay vermutet, dass es zwei Schweinswale sind. Die beiden sind flott unterwegs und verschwinden recht schnell aus unserem Blickfeld. Mir wird wieder einmal bewusst, wie sehr es sich lohnt, seine Umgebung aufmerksam wahrzunehmen. Überall wimmelt es nur so vor Leben! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am frühen Nachmittag muss ich mich von Alex und Florence verabschieden. Für die beiden steht der nächste Stopp in ihrem Abenteuer Kanada an. In den letzten Tagen haben wir viele einzigartige Erlebnisse miteinander geteilt. Ich habe das Gefühl, dass genau diese Erfahrungen dazu beitragen, dass man sich besser kennenlernt und miteinander verbunden fühlt. Es ist so, als ob ich die beiden schon lange kenne. Schnell tauschen wir noch unsere Kontaktdaten aus, bevor Alex und Florence die Lodge mit dem Wasserflugzeug verlassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Mitarbeiter bedeutet die Abreise unter anderem, das eine der acht Suiten auf der Hauptlodge für die Ankunft der nächsten Gäste vorbereitet werden kann. Pro Suite können jeweils bis zu vier Gäste die traumhafte Kulisse des Farewell Harbour genießen. Wer es noch etwas näher am Wasser mag, findet im schwimmenden Teil der Lodge, bekannt als alte Bones Bay Lodge, sein zwischenzeitliches Zuhause. Eines von den vier Zimmern blockiere ich zur Zeit noch und möchte es auch am liebsten gar nicht wieder her geben. Das ist womöglich auch ein Grund dafür, dass ich mich bisher erfolgreich vor dem Kofferpacken gedrückt habe! Die Zeit ist viel zu schnell verflogen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich mein Klamottenchaos endlich unter Kontrolle gebracht habe, unterstütze ich das Team noch bei kleinen Aufräumarbeiten in den Staff Cabins. Tim hat die Lodge auf Berry Island zusammen mit seinem Partner Ryne erst in diesem Jahr eröffnet. Es ist deutlich spürbar, dass die beiden viel Energie und Liebe in das Projekt stecken. Der Einsatz zahlt sich definitiv aus! Inmitten der lebhaften Natur des Broughton Archipelago Marine Park stehen den Besuchern der Farewell Harbour Lodge alle Türen offen für eine weite Bandbreite an Aktivitäten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.sktouristik.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Orca-Camp-sk-touristik.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <pubDate>Thu, 13 Feb 2020 03:00:38 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_welcome-to-tofino.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 9&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Aufbruch nach Tofino zu Remote Passages&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab heute bin ich alleine unterwegs. Wobei was heißt alleine... Ich werde in den nächsten Wochen bei einem Haufen freundlicher Menschen zu Gast sein und freue mich darauf, sie und ihre Teams kennenzulernen. Der Koffer ist gepackt und das Ticket für den Bus ausgedruckt. Next Stop: Tofino auf Vancouver Island!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Tofino Bus geht es zunächst zum Ferry Terminal nach Horseshoe Bay. Von hier aus setzt die Fähre nach Nanaimo über und danach folgt eine zweite Bustour bis zum Zielort. An der Westküste besuche ich Don Travers und Kati Martini von Remote Passages. Die Beiden bieten den Besuchern Wildlife Watching Touren per Boot an und für SK Touristik ist Remote Passages ein geschätzter Partner. Ich habe vier komplette Tage, um die Gegend und das Angebot zu entdecken. Das wird sicherlich ein spannender Aufenthalt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis auf die Tatsache, dass mein Magen die kurvenreiche Strecke phasenweise nicht ganz so angenehm empfunden hat, bin ich gut in Tofino angekommen. Kati empfängt mich mit einer herzlichen Umarmung und bringt mich zu Remote Passages. Ich darf mich in der Wohnung direkt im roten Bootshaus einrichten. Was bin ich eigentlich für ein Glückspilz?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 10&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sea Kajaking mit Remote Passages&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der phänomenalen Aussicht aus dem Bootshaus von Remote Passages fällt mir das Aufstehen heute Morgen nicht wirklich schwer. Wasser, blauer Himmel, Sonne und eine leichte Meeresbrise. Ein hervorragender Start in den Tag! Die bevorstehende Sea Kayaking Tour ergänzt die Situation perfekt! Ich schließe mich einer Gruppe von acht Personen an und teile mir ein Kayak mit Guide Arron. Aktiv sein und dabei die Natur erkunden ist meiner Meinung nach eine geniale Kombination.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir paddeln in einem entspannten Tempo Richtung Meares Island. Auf der Tour sehen wir einen Weißkopfseeadler oben in einer Baumspitze. Sein glänzendes Federkleid lässt den Adler in der Sonne noch kraftvoller und majestätischer aussehen. Ein wundervolles Tier! Ich mag das Gefühl, dem Wasser so nah zu sein. Außer den Geräuschen unserer Bewegungen und dem leichten Wasserplatschen der Paddel ist es ganz still. Purer Genuss! Teil der vierstündigen Tour ist auch eine kurze Wanderung durch den Regenwald. Wir steigen aus den Kayaks und folgen dem Weg aus Holzbrettern in die dichte Ansammlung von Bäumen. Arron führt uns zusammen mit Guide John über den Pfad. Die beiden vermitteln uns ihr Wissen über die Region und die heimische Tier- und Pflanzenwelt. First Nations haben das Land schon lange Zeit bevor die ersten Einwanderer nach Kanada gekommen sind genutzt. Ende der neunziger Jahre hat die Regierung beschlossen, die Wälder auf Meares Island roden zu lassen. Um ihren Lebensraum zu schützen, haben die Einheimischen sich zur Wehr gesetzt und Proteste gestartet. Letztendlich ist die Entscheidung vor dem obersten Gericht des Landes getroffen worden und die First Nations Stämme haben Recht bekommen. Ohne ihren Einsatz für das Bestehen des Regenwaldes wäre die hier vorhandene Natur nicht dieselbe, die sie heute ist! Nach diesem lehrreichen Abenteuer geht es zurück zu den Kayaks. Auch auf dem Weg zurück zum Bootshaus sprühen Arron und John vor Begeisterung für die Natur und teilen diese mit uns. John fischt eine Braunalge aus dem Wasser und fragt uns, ob wir probieren möchten. Ich schmunzle und bin der festen Überzeugung, dass das ein Scherz war. Im nächsten Moment hat John die Blätter der Alge im Mund. Mh... Schmeckt gar nicht mal so schlecht! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind gerade wieder an der Basis angekommen und räumen die Kayaks weg. Kati fragt mich, ob ich Lust habe jetzt gleich bei einer Bear Watching Tour mitzufahren. Da sage ich definitiv nicht nein! Meinen ersten Schwarzbären habe ich letzte Woche im Yukon gesehen. Leider ist es nur eine kurze Begegnung gewesen. Von daher bin ich umso motivierter, einen Bären hier auf Vancouver Island zu finden. Also ab in den roten Anzug und runter auf den Steg zu den Booten. Die roten Ganzkörperanzüge haben eine integrierte Schwimmweste und sind zusätzlich mit weiteren Sicherheitsfunktionen ausgestattet. Aufs Wasser geht es mit einem Zodiak. Don ist unser Skipper für die heutige Tour und fährt mit uns verschiedene Buchten an, die bei den Bären beliebt sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg schnellt neben uns auf einmal etwas aus dem Wasser. Was war das? Don stoppt das Boot und wir beobachten die Stelle, an der das Tier untergetaucht ist. Es ist ein Seelöwe und er hat irgendetwas in der Schnauze. Don identifiziert die Beute als Rochen. Cool, wir sind zur richtigen Zeit am richtigen Ort! Don freut sich, dass er dieses seltene Ereignis mit uns teilen kann. Das nenn ich mal einen erfolgreichen Beginn unserer Tour! Leider geht es nicht ganz so spannend weiter. Ganz langsam gleiten wir am Ufer entlang und halten Ausschau nach Schwarzbären. Etwas zäh das Ganze! Aber das gehört zum Wildlife Watching dazu! Man fährt nicht einfach raus, betritt den Lebensraum der Tiere und bekommt sie dann auch noch direkt zu Gesicht. Es braucht eine ganze Menge an Ortskenntnis, Erfahrung und Wissen über die Tiere. Und nicht zu vergessen: Glück spielt auch eine große Rolle! Wir selbst bleiben leider weiterhin erfolglos. Per Funk bekommt Don die Info, dass ein weiteres Boot seiner Flotte zwei Buchten neben uns einen Schwarzbären am Ufer entdeckt hat. Yuhuu! Wir fahren schnell hin. Und wir haben Glück und der Bär ist noch immer am Ufer. Er wirkt entspannt und lässt sich von uns nicht beim Fressen stören. Der junge Schwarzbär bewegt sich am Strand entlang und dreht nach und nach die vom niedrigen Wasserstand freigesetzten Steine auf dem Boden herum. Er sucht nach Schalentieren, die sich an der Unterseite der Steine befinden. Ich beobachte seine Vorgehensweise und bin absolut fasziniert von diesem wunderschönen Tier!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 11&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Hot Springs Tour mit Remote Passages&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem ereignisreichen ersten Tag bei Remote Passages in Tofino bin ich gespannt, was ich heute alles erleben werde. Es ist acht Uhr morgens und es dauert nur noch wenige Minuten bis ich zusammen mit elf weiteren Gästen in eins der Zodiac-Boote steigen darf. Skipper Randy zeigt uns den aktuellen Standort auf der Karte und erzählt uns dabei ein paar Fakten über die Region und ihre Besonderheiten. Der Name des Küstengebietes ist Clayoquot Sound. Die Region bietet mit ihrem feuchten Klima einen optimalen Lebensraum für verschiedenste Tierarten. Mal schauen, ob wir heute auf der Hot Springs Tour ein paar von ihnen zu Gesicht bekommen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut anderthalb Stunden Bootsfahrt liegen vor uns, bevor wir die Hot Springs Bucht im Maquinna Provincial Park erreichen. Ich freue mich schon auf das warme Bad in einem der von der Natur geschaffenen Pools! Erst mal liegt der Fokus aber jetzt auf der Bootsfahrt. Augen auf und Daumen drücken! Der Fahrtwind fegt mir durch die Haare und ab und zu spüre ich ein paar Tropfen Salzwasser im Gesicht. Meine Augen fangen ein wenig an zu tränen. Hätte ich mal meine Sonnenbrille für die Fahrt aufgesetzt! Aber egal, so schlimm ist es nicht und fürs nächste Mal bin ich dann gewappnet. Die Geschwindigkeit des Bootes verringert sich und Ryan steuert das Ufer an. Er zeigt auf einen der Bäume und ich kann einen Weißkopfseeadler entdecken. Ungefähr einen Meter unter ihm befindet sich ein Nest. Wow, das ist ganz schön groß! Wir beobachten den Adler noch eine Weile und setzen unseren Weg anschließend fort. Das nächste Highlight lässt nicht lange auf sich warten. Eine Gruppe Otter taucht in der Nähe des Bootes auf. In einem Moment tauchen sie auf, im nächsten Moment wieder ab. Es macht einfach Spaß, diese flinken Wesen zu beobachten und es wird nicht langweilig. Wir sind voll und ganz auf die Otter konzentriert, da teilt Ryan uns mit, dass auf der anderen Seite des Bootes ein Wal entlang zieht. Wo ist er bloß? Nach ein paar Minuten taucht er auf und stößt eine Fontäne aus. Viel von seinem Körper ist allerdings nicht zu sehen. Ryan erklärt mir, dass es ein Grauwal ist und er höchstwahrscheinlich hier im Wasser Nahrung zu sich nimmt. Ich starre gespannt aufs das Wasser und scanne die Oberfläche nach jeglichen Anzeichen für sein Auftauchen ab. Zack, da ist er wieder! Die Vorstellung, dass dieses kleine bisschen sichtbarer Körper zu einem gigantischen Lebewesen gehört, ist beeindruckend. Mit dieser fantastischen Erfolgsquote kommen wir an der Hot Springs Bucht an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An Land führt mich ein sehr gut erhaltener Holzpfad durch den Regenwald. Ich genieße die zwei Kilometer lange Wanderung und bin voller Vorfreude auf die Hot Springs. In der Nähe der Quelle sehe ich Wasserdampf in die Luft steigen. Es ist faszinierend, was die Natur alles zu bieten hat! Ich halte meinen Fuß ins Wasser und ziehe ihn blitzschnell wieder heraus. Ganz schön heiß! Ich versuche es noch einmal und entscheide mich dann etwas weiter entfernt von der Quelle ins Wasser zu steigen. Schon viel besser! Im Gegensatz zu anderen bin ich wohl einfach nicht der Typ für so enorm warmes Wasser. Ich erkunde die Gegend ein wenig und finde den perfekten Badeort für mich. Eine kleine Mulde direkt am offenen Meer! Mein Rücken und mein Hintern sind schön warm, ab und zu kommt aber auch eine kalte Welle aus dem Ozean zu mir herüber. Die perfekte Mischung! Die drei Stunden auf der Insel sind wie im Flug vergangen und ich mache mich auf den Weg zurück zum Zodiac. Beim Aufeinandertreffen mit den anderen Gästen teilen wir unsere Eindrücke miteinander. Die Meisten sind entspannt. Sie haben den Ausflug sehr genossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber es geht ja noch weiter! Zurück im Boot halten wir fleißig Ausschau nach Tieren. Das Boot hat ordentlich Speed drauf und hüpft leicht über die Wellen. Ryan reduziert das Tempo. Vor uns liegt ein großer Felsen, der weit aus dem Wasser ragt. Er ist nahezu überzogen von Seelöwen. Ich glaube, ich habe noch nie so viele auf einem Haufen gesehen!&lt;br /&gt;Abends im Bett gehe ich meine Erlebnisse noch einmal durch. Das Gesamtpaket der Hot Springs Tour hat mir sehr gut gefallen. Die Bootstour in Kombination mit der kleinen Wanderung und dem Aufenthalt bei den Hot Springs ergibt einen schönen Tagesausflug. Die Wildtierbeobachtung im Rahmen der Bootsfahrt ergänzt das Ganze hervorragend. Coole Sache!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 12&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Hinter den Kulissen von Remote Passages&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den letzten zwei Tagen habe ich die Touren von Remote Passages aus Sicht der Gäste erlebt. Heute schaue ich mir das Ganze aus der Perspektive des Anbieters an und begleite die Mitarbeiter bei ihren täglichen Abläufen. Meine ersten Eindrücke bestätigen mir das Gefühl, dass sich alles um das Wohl und die Zufriedenheit der Kunden dreht. Schon bei der Begrüßung zielen die Mitarbeiter auf eine herzliche und lockere Atmosphäre ab. Bei einem Großteil der Besucher ist eine entspannte (Urlaubs-)Stimmung zu bemerken. Das macht die Sache natürlich umso einfacher! Nachdem der Papierkram erledigt ist, startet die Sicherheitseinweisung. Auf den Zodiacs tragen die Gäste rote Ganzkörperanzüge mit einer integrierten Auftriebsfunktion. Die Anzüge halten dazu noch schön warm und lassen kaum Fahrtwind durchdringen. Coole Erfindung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am und vor allem auf dem Boot übernimmt der jeweilige Skipper das Kommando. Bis die Gruppe wieder an der Basis ankommt, wird es eine Weile dauern. In der Zwischenzeit kommen weitere Gruppen an und checken für ihre Tour ein. Andere Besucher schauen einfach mal spontan rein und fragen nach freien Plätzen. Zusätzlich geschieht eine Vielzahl an Buchungen online oder wird per Anruf bestätigt. Gut was los hier bei Remote Passages! Jeden ruhigen Moment nutzen wir, um die Ordnung im Bootshaus beizubehalten. Anzüge und Regenjacken wegräumen und sortieren, putzen, sowie Müll rausbringen. Die Gäste sollen sich die gesamte Zeit über wohl fühlen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine persönlich schönste Erfahrung ist der Empfang der Gäste im Anschluss an ihre Tour. Es ist extrem ansteckend, in diese strahlenden Gesichter zu schauen. Auf meine Frage nach ihren Erlebnissen sprudelt ein junges Pärchen nur so vor Begeisterung. Auf ihrer Bear Watching Tour haben sie zwei Schwarzbären gesehen und dann zum Ende sogar eine Bärin mit zwei Jungen beobachten können. Ich höre aufmerksam zu und freue mich mit den Beiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit des Tages: Hinter jedem einzelnen Erlebnis steckt eine ganze Menge Arbeit, die von einem gut eingespielten und funktionierenden Team geleistet wird. Die Arbeit geschieht den Gästen gegenüber größtenteils unbemerkt, sodass sie sich voll und ganz auf ihr Abenteuer einlassen können. Trotz des hohen Besucherandrangs und den zeitweise stressigen Phasen, bleiben alle Teammitglieder konzentriert und meistern ihre Aufgaben. Respekt, so multitaskingfähig sind nicht viele! Über den heutigen Tag habe ich das Team ein wenig besser kennengelernt. Umso mehr freue ich mich über die Einladung ins Staff House. Wir sitzen gemütlich zusammen, knabbern ein paar Snacks und trinken ein verdientes Feierabendbier. Ein gelungener Tag!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 13&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Whale Watching Tour mit Remote Passages&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute morgen bin ich auf Abruf für eine Whale Watching Tour. Jetzt heißt es Daumen drücken für einen freien Platz! Schade, die erste Tour ist komplett voll. Aber ich habe über den Tag verteilt noch ein paar weitere Chancen. Alternativ treffe ich mich spontan mit Mitarbeiterin Clare zum Frühstück. Yummy! Mit einem Kaffee, beziehungsweise Kakao to go, schlendern wir ein wenig durch Tofino. Bei Touristen scheint die Stadt sehr beliebt zu sein. Kein Wunder, ist ja auch wunderschön hier am pazifischen Ozean!&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Ich bekomme einen Anruf von Kati. Juhuu, es sieht gut aus für mich! Am Bootshaus treffe ich auf die Gruppe für die Whale Watching Tour und unseren Guide Jeff. Er ist zuversichtlich, heute sind schon mehrere Wale in unmittelbarer Umgebung gesichtet worden. Gemeinsam mit Alissa aus der Schweiz setze ich mich in den vorderen Teil des Bootes. Jeff warnt uns vor, dass es ein wenig wild werden kann beim heutigen Wellengang. Alissa und ich schauen uns kurz an und nicken uns zu. Damit ist die Sache entschieden, wir möchten vorne sitzen! Jeff bekommt über Funk die Info, dass sich südlich von der Remote Passages Basis aktuell eine Gruppe Grauwale befindet. Nichts wie los! Die eigenen Boote von Don und Kati sind alle untereinander über Funk in Kontakt. Zusätzlich kommunizieren sie auch mit anderen Booten, die gerade auf dem Wasser sind. Daraus ergibt sich ein hervorragendes Netzwerk und es besteht eine gute Chance, Wildtiere aufzuspüren. Meine Touren sind bisher alle höchsterfolgreich gewesen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeff steuert das Boot in Richtung Küste. Er erzählt, dass die Grauwale das flache Wasser und den sandigen Boden in der Nähe des Long Beach besonders gern mögen. Er hat seinen Satz noch nicht beendet, da zeigt er auf die Wasseroberfläche. Pfff.... Ich sehe eine Wasserfontäne! Einen Wal kann ich allerdings nicht finden. Es vergehen ein paar Minuten. Ganz gespannt starre ich aufs Wasser. Da ist er wieder! Ich kann einen kleinen Teil von seinem Rücken sehen. Wir können beobachten, wie der Grauwal sich langsam fortbewegt. Es ist schon ein kleines Ratespiel, wo er wohl das nächste Mal auftaucht! Jeff hat noch zwei weitere Wale entdeckt und erklärt uns wo er sie gesehen hat. Wahnsinn, es scheint eine ganze Gruppe über die Küstenregion verteilt zu sein. Um ehrlich zu sein, verliere ich den Überblick und frage Jeff wie viele es wohl insgesamt sind. Er erklärt mir, dass er bereits sechs verschiedene Wale identifizieren konnte. Jeder einzelne Wal hat individuelle Merkmale, an denen Jeff sich orientiert. Schon der kleine Teil des Körpers, der beim Auftauchen sichtbar wird, verrät Jeff, um welchen Wal es sich handelt. Beeindruckend! Auf dem Rückweg legen wir noch ein paar Stopps ein, um weitere Tiere zu beobachten. Besonders hat es mir der Seeotter angetan. Er schwimmt zwischen einer Ansammlung von Wasserpflanzen herum. Dabei rollt er sich immer wieder im Wasser und putzt sich. Ich könnte ihm noch stundenlang zusehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends heißt es für mich Koffer packen. Ich steige morgen ganz früh in den Bus und mache mich auf den Weg nach Port McNeill. In der kurzen Zeit, die ich bei Don und Kati verbracht habe, konnte ich viele neue Erfahrungen sammeln. Ich bin begeistert von den Touren und von der herzlichen Art des gesamten Teams von Remote Passages.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.sktouristik.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Farewell-Harbour-Lodge.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>Willkommen in Vancouver 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 09:12:46 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_vancouver_pictures_041.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 7&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Downtown Vancouver &amp; Granville Island&lt;/I&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich höre meinen Wecker klingeln und mache ihn noch halb schlafend aus. Heute Morgen bin ich besonders müde und brauche ein paar Sekunden, um mich zu orientieren. Jetzt macht es klick! Wir sind gestern Abend noch von Whitehorse nach Vancouver geflogen. Hier sollen in den nächsten zwei Tagen zusätzlich zur bisherigen Schöffel-Produktion noch weitere Kleidungsstücke der neuen Kollektion in Szene gesetzt werden. Untergebracht sind wir in einem Hotel in Downtown Vancouver. Dem Rosedale on Robson. Es bietet auf 21 Stockwerke verteilt Suiten in verschieden Größen an. Ende September komme ich nochmal in das Rosedale on Robson und mache ein kurzes Praktikum. Ich freue mich darauf, zusätzlich zur Sicht des Gastes einen Blick hinter die Kulissen des Hotelbetriebs zu werfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ist bombastisches Wetter. Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und angenehme Wärme. Mensch, haben wir ein Glück! Das Schöffel-Team macht sich abfahrbereit. Es geht zum Grouse Mountain im Norden Vancouvers. Auf meinem Programm für heute steht Downtown. Zusammen mit SK-Chef Rainer und den zwei Fotografen Kayla und Felix starte ich eine Erkundungstour. Rainer möchte die Zeit hier gerne nutzen, um Foto- und Videomaterial über meine Erlebnisse und Erfahrungen in Vancouver und Umgebung zusammenzustellen. Der Gedanke daran, von zwei Kameras begleitet zu werden und einen Großteil des Tages im Mittelpunkt zu stehen, macht mir zur Zeit noch ein wenig Sorge. Aber wir werden sehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstes Ziel: Canada Place! Wir laufen zu Fuß etwa eine viertel Stunde bis zur Waterfront. Hui, hier geht es ja richtig rund! Am 1. Juli wird in Kanada der Canada Day gefeiert und die &quot;Party&quot; hält auch heute noch an. Die Veranstaltungen sind in diesem Jahr besonders umfangreich, weil zusätzlich noch Kanada&#039;s 150. Geburtstag zelebriert wird. Dann stürzen wir uns mal ins Getümmel! Kayla und Felix sind genau wie ich zum ersten Mal in Vancouver. Wir laufen einfach mal drauf los, schauen uns um und machen Fotos. Natürlich darf auch ein kurzes Video nicht fehlen! Das Projekt ist wie ein Vlog (Video-Blog) aufgebaut. Über den Tag verteilt gebe ich immer wieder kurze Updates. Ich erzähle, was ich erlebt habe und wie die Lage gerade so ist. Ehrlich gesagt tue ich mich am Anfang noch ein wenig schwer damit, nicht nervös zu werden. Kurz bevor das Video startet, vergesse ich was ich sagen wollte und werfe dann alles durcheinander. Mist! Aber gut. Nicht ärgern, Kopf hoch und weitermachen! Tatsächlich wird das Gefühl immer besser. Noch ein paar Tipps von Rainer und dem Kamera-Team und dann läuft es! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht es in Richtung Granville Island. Die kleine Halbinsel ist bekannt für seinen Marktplatzcharakter. Mehrere Hallen laden zum Stöbern ein. Leider schließen sie schon in wenigen Minuten. Schade! Rainer erzählt uns vom legendären Beer Tasting in der Granville Island Brewery. Das ist doch eine hervorragende Alternative! Wir probieren uns durch zehn verschiedene Biersorten und filtern unseren persönlichen Favoriten heraus. Meine Wahl: Lions Summer Ale! Gut gelaunt machen wir uns auf den Weg zum Seafood Restaurant Bridges, um die Schöffels zum Abendessen zu treffen. Das Restaurant liegt direkt am Hafen. Der Sonnenuntergang wirft traumhaftes Licht auf die Wasseroberfläche. Ich freue mich auf einen entspannten Abend zusammen mit dem gesamten Team.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Tag 8&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Capilano Suspension Bridge, Fraserway, Traveland &amp; Sasquatch Inn&lt;/I&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein zweiter Tag in Vancouver beginnt schon früh morgens. Zusammen mit Rainer, Felix und Kayla fahre ich Richtung Norden der Stadt zum Capilano Suspension Bridge Park. Rainer hat dort ein Treffen mit Manager Doug McCandless organisiert. Er begleitet uns eine halbe Stunde vor der regulären Öffnungszeit in den Park. Mega genial! Nach der freundlichen Begrüßung schauen wir als aller erstes die berühmte Capilano Suspension Bridge an. Die ursprüngliche Hängebrücke ist 1889 von einem schottischen Ingenieur gebaut worden, um Waldarbeiter über den Capilano River in den Regenwald zu bringen. An windigen Tagen haben die Bewegungen der Brücke verschiedene Geräusche verursacht. Laut Erzählungen der Arbeiter hat es sich angehört als würde die Brücke lachen. Der Ort mit der &quot;Laughing Bridge&quot; hat immer mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen und ist heute eine der meist bekanntesten Attraktionen Kanadas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ganz alleine auf der Brücke und starte die Überquerung des Capilano River. Rund 70 Meter liegen zwischen mir und dem Fluss. Jeder einzelne meiner Schritte resultiert in einer Bewegung der Hängebrücke. Das Ausmaß ist gering, aber spürbar. Ein aufregendes Gefühl! Mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht komme ich auf der anderen Seite an. Doug steuert uns als nächstes zum sogenannten Treetop Adventure. Mehrere kurze Hängebrücken verbinden acht große Douglastannen miteinander. Die Plattformen sind um die Bäume herum geschnallt wie Gürtel. Richtig cool, es werden dabei keine Nägel oder Schrauben zur Befestigung genutzt. Der Baum wird also nicht verletzt! Ich genieße die etwas andere Perspektive auf den Regenwald und erkunde die Natur aus bis zu 33 Metern Höhe. Es herrscht eine angenehme Stille. Ich schließe kurz die Augen und konzentriere mich auf die Vielzahl an Vogelstimmen. Auf einmal höre ich ein seltsames Kratzen. Es scheint ganz nah zu sein! Nur einen knappen Meter von meinem Kopf entfernt klettert ein Eichhörnchen herum. Es hält kurz inne und zischt dann weiter am Baum herauf. Einfach knuffig! Es ist nicht zu glauben, dass der Capilano Suspension Bridge Park nur zehn Autominuten von Downtown Vancouver entfernt ist. Mit Eintritt in den Park ist die gesamte Stadthektik vergessen und es fällt mir leicht abzuschalten und mich zu entspannen. Definitiv ein empfehlenswertes Ausflugsziel! Doug verrät uns noch einen Geheimtipp zu den Öffnungszeiten. Er empfiehlt entweder früh morgens vorbei zu schauen oder den Park am späten Nachmittag zu besuchen. Zu diesen Zeiten ist der Besucherandrang erfahrungsgemäß nicht ganz so groß und man hat die Chance sich voll und ganz auf das Naturerlebnis einzulassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach diesem gelungenen Start in den Tag bringt Rainer uns zu einem seiner wichtigen Partner im Bereich Wohnmobilvermietung. Es geht in die Stadt Delta zu Fraserway. Mit sechs Standorten ist Fraserway über einen Großteil Kanadas verteilt und bietet viele Möglichkeiten für individuelle Wohnmobilreisen. Wir stehen im Hauptgebäude und schauen uns ein wenig um. Ganz schön viel los hier! Ich nehme mir einen Moment und beobachte die Personen um mich herum. Auf dem Gelände herrscht eine freudige Stimmung. Familien richten ihren Wohnmobile ein und scheinen es kaum abwarten zu können, ihre Tour durch Kanada endlich zu starten. Andere Gruppen oder Paare räumen ihr Gefährt mit fröhlichem Gesicht aus. Welches der Erlebnisse ihnen wohl gerade durch den Kopf geht? Ich lasse die Atmosphäre noch ein wenig auf mich wirken. Für SK Touristik ist Fraserway eine bedeutende Adresse. Ab Oktober wird also auch für mich die Zusammenarbeit einen wichtigen Teil der Arbeit darstellen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir bleiben beim Thema Wohnmobilvermietung und fahren weiter nach Langley. Bei Traveland treffen wir auf Marketing Manager Samuel. Viel Zeit habe ich nicht, um mich umzuschauen, aber es entsteht ein erster Eindruck des Firmengeländes. Samuel zeigt uns den Navion iQ, eines seiner meist vermieteten Wohnmobile. Nicht schlecht, das Fahrzeug hat einiges zu bieten! Sowohl der Schlafbereich als auch die Sitzecke können mit der sogenannten Slide Out Funktion ausgefahren werden. Sehr komfortabel! Im September werde ich für gut eine Woche hinter die Kulissen des Wohnmobilvermieters schauen und im täglichen Betrieb mithelfen. Die Zeit bei Traveland wird mir eine große Hilfe für meine zukünftigen Aufgaben im SK-Büro sein. Davon bin ich überzeugt! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser nächstes Ziel ist das Sasquatch Inn am Harrison River. Nur eine Stunde von Downtown Vancouver entfernt stehen wir mitten im Grünen. Fantastisch! Rainer hat eine ganz besondere Verbindung zum Sasquatch Inn und den Inhabern Bruce und Nancy. Er kennt die Region hier sehr gut und erzählt uns, dass für SK Touristik genau hier alles mit einer Studentenfahrt angefangen hat. Gemeinsam mit Bruce und Nancy essen wir in ihrem Restaurant zu Mittag. Ich entscheide mich für den legendären Sasquatch Burger. Gute Wahl, der Burger schmeckt super lecker! Zusätzlich zum Restaurant bietet das Sasquatch Inn auch Zimmer an. Bruce und Nancy haben frisch renoviert und vor wenigen Tagen eröffnet. Die Zimmer gefallen mir gut. Sie sind sehr einladend gestaltet. Ich kann mir das Schmunzeln nicht verkneifen, als Rainer die Unterkunft betritt. Ihm fällt fast die Kinnlade herunter und er scheint ein wenig sprachlos zu sein! Er ist von der Veränderung mehr als begeistert, sagt er! Ganz spontan fragen Bruce und Nancy, ob wir nicht Lust haben bei dem sonnigen Wetter eine kleine Bootstour zu machen. Ich stehe mit einem breiten Grinsen neben Rainer und hoffe, dass er ja sagt. Es dauert keine Viertelstunde und wir sitzen im Motorboot von Rick, einem Freund der Beiden. Yippih! Gut drei Stunden düsen wir mit dem Boot herum. Bruce und Nancy finden immer wieder etwas neues, was sie uns gerne zeigen möchten. Ich genieße die Tour voll und ganz und fühle mich pudelwohl! Der Tag ist schon mehr als genial, aber es wird noch besser. Ein wenig versteckt im Regenwald liegt ein Wasserfall. Der Name Rainbow Falls verspricht nicht zu viel. Knapp über der Wasseroberfläche bündelt sich das Licht zu einem farbenfrohen Mix. Ich könnte noch Stunden hier verbringen. Traumhaft schön! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas später als geplant kommen wir wieder im Hotel an. Ich mache mich ein wenig frisch und fange an meinen Koffer zu packen. Morgen heißt es vorerst Abschied nehmen von Vancouver. Mit dem Wissen, dass ich im September nochmal zurück komme, fällt es mir aber nicht wirklich schwer. Wir treffen das Schöffel-Team in der Yaletown Brewing Company zu einem abschließenden Abend und feiern die erfolgreiche Produktion. Es war eine spannende Zeit mit vielen neuen Eindrücken und einem super miteinander agierenden Team!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Remote-Passages.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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                <title>Die Reise beginnt 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 27 Mar 2019 09:08:01 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_new-norway-welcomes-you2(1).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;FRANZIS 6 MONATE KANADA: Das Praktikum ihres Lebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Die Reise beginnt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Es ist soweit, mein Abenteuer in Kanada beginnt! Am Montag geht es in Begleitung meiner Eltern nach Frankfurt zum Flughafen. Beim Abschied fließen zwar ein paar Tränen, aber in mir breitet sich schnell das Gefühl der Neugier und die Vorfreude aus,  auf das, was kommen wird. Nach ungefähr zehn Stunden Reisezeit und einem kurzen Zwischenstopp in Reykjavik komme ich am späten Nachmittag in Edmonton, Alberta an. Die freundliche und offene Art, die den Kanadiern nachgesagt wird, erfahre ich bereits im Flugzeug. Schnell komme ich mit meiner kanadischen Sitznachbarin und ihrem Bruder ins Gespräch. Die beiden erzählen mir viel über Kanada und geben mir spannende Reisetipps. Noch mitten im Gespräch leuchten die Anschnallzeichen auf. Der Landeanflug auf Edmonton beginnt. Am Gepäckband verabschiede ich mich von den Geschwistern und mache mich auf den Weg zum Auto meines Gastvaters Gerrit Brinkmann. Zusammen mit Gerrit geht es zu meinem ersten Aufenthaltsort in Kanada - die Equitop Farm in New Norway. Gerrit führt die etwa eine Stunde südöstlich vom Flughafen entfernte Farm gemeinsam mit seiner Frau Ute. Die beiden sind vor Jahren aus Deutschland ausgewandert. Hier widmen sie sich  leidenschaftlich der Pferdezucht und haben sich zudem einen Schafbetrieb aufgebaut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen geht das Farmleben los. Um viertel vor acht treffen wir uns zum Frühstück. Kurze Zeit später finde ich mich im Pferdestall wieder. Ich wässer die Reithalle. Dann werde ich umgehend in die Vorbereitungen auf einen Besuch potentieller Pferdekäufer einbezogen. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Am Nachmittag begrüßen wir drei Schafhalter aus dem Süden Albertas. Sie wollen sich Schafböcke für ihre Betriebe aussuchen. Ich hatte noch nie bewusst Kontakt zu Schafen. Spontan hänge ich mich an Gerrit und seine Kunden und schließe mich einer kleinen Stallführung an. Es ist sehr spannend. Insgesamt hält Gerrit auf dem Hof drei verschiedene Rassen. Voneinander unterscheiden kann ich die Schafe allerdings nicht wirklich. Das Highlight der Stallführung sind zweifelsohne die Lämmer. Momentan werden fast jeden Tag neue Lämmchen geboren. Die Kleinen sind so süß! Am Abend helfe ich noch ein wenig bei den Pferden und falle kurze Zeit später todmüde ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pferde füttern ist heute meine erste Aufgabe. Jen, ein Mädchen aus der Nachbarschaft - Nachbarschaft ist hier ein ziemlich weit gefasster Begriff - hilft regelmäßig auf der Farm. Ich begleite sie bei ihrem morgendlichen Arbeitsablauf, um so viel wie möglich zu lernen. Später helfe ich Denise eine Wiese einzuzäunen. Puh, das ist anstrengend! Aber das Ergebnis kann sich definitiv sehen lassen, denke ich. Nach der Mittagspause bauen Jen, Denise und ich auf dem Außenreitplatz ein paar Sprünge auf. Am Nachmittag kümmern Jen und ich uns um die Pferde. Dann gibt es Abendessen. Ein gelungener zweiter Tag auf der Farm in New Norway liegt nun hinter mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch heute Morgen steht der Stall auf unserer To-Do-Liste. Schon früh sind die ersten Pferde bewegt. Beim Mittagessen sprechen wir über die Pläne für die nächsten Tage. Wie es aussieht, begleite ich Ute und ihre Tochter Beke am Wochenende zum Turnier. Beke reitet Samstag und Sonntag zwei Pferde auf Spruce Meadows in Calgary. Spruce Meadows ist eine renommierte und international bekannte Reitanlage, auf der jährlich mehrere große Turniere auf internationalem Niveau stattfinden. Am Wochenende ist dort ein etwas kleineres Turnier. Beke nutzt dies gerne als Saisonauftakt. Ich bin sehr gespannt und freue mich, das kanadische Turnierleben kennen zu lernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Ein Turnierwochenende&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Es ist Montag und ein spannendes Wochenende voller neuer Eindrücke liegt hinter mir. Am Freitag letzte Woche standen die Vorbereitungen für das kommende Turnier an. Ich habe bei der täglichen Stallarbeit geholfen und im Anschluss dann die beiden Pferde namens Charmony und Pelé herausgeputzt. Bei der kleinen &#039;Horse Wash Party&#039; hatte ich allerdings zwischendurch das Gefühl, dass wohl mehr Wasser und Shampoo auf mir gelandet ist, als auf den Pferden. Aber spaßig war es so oder so. Weiter ging es mit dem Zusammenpacken sowohl meiner eigenen Klamotten, als auch dem Equipment für die Pferde. Nachdem wir endlich alles verstaut hatten, ging es für Ute und mich auf den Weg in Richtung Calgary. Nach etwa einer dreiviertel Stunde fragte Ute mich, ob ich nicht Lust hätte, auch ein Stückchen zu fahren. Erst wurde mir etwas mulmig, weil die Trucks hier doch recht imposant sind und wir in Kombination mit dem Pferdehänger schon ein gewaltiges Gefährt darstellten. Aber nichts desto trotz hat es mich sehr gereizt diese Erfahrung machen zu können. Gesagt, getan. Zack, saß ich am Steuer und habe Ute für eine gute halbe Stunde abgelöst. Zu Anfang hatte ich ein wenig Probleme die passenden Gänge zu finden, aber mit ein wenig Übung hat auch das immer besser geklappt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Einbruch der Dämmerung sind wir auf Spruce Meadows - etwa eine halbe Stunde vom Stadtzentrum Calgarys entfernt - angekommen und haben die Pferde in ihre Ställe gebracht. Ute und ich haben es uns nach der Pferdeversorgung im Vorraum des Anhängers gemütlich gemacht und dort übernachtet. Hier in Kanada haben viele der Pferdehänger einen kleinen Vorraum, der unter anderem die Möglichkeit bietet, die ein oder andere Nacht in diesen zu verbringen. Gedanklich hatte ich mich schon auf eine eher unruhige Nacht eingestellt und war deshalb umso überraschter, dass es super bequem war und ich richtig gut geschlafen habe. Aber natürlich wie immer viel zu kurz. Ute ist am Samstagmorgen um halb Sieben aufgestanden, um die Pferde zu füttern und ich bin gegen sieben Uhr dazu gekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammen mit Ute und Beke - Beke hat in einem Zimmer nahe des Turniergeländes übernachtet - haben wir die Pferde kurz bewegt und anschließend für ihre Prüfungen vorbereitet. Das Turniersystem in Kanada unterscheidet sich doch enorm von den mir bekannten deutschen Abläufen. Umso spannender war es für mich das eingespielte Mutter-Tochter Team zu begleiten. Selbstverständlich habe ich auch tatkräftig mit angepackt wo ich konnte, denn für Sonntag sollte es dann meine Aufgabe sein, Beke mit den Pferden zu helfen. Den Crashkurs erfolgreich absolviert, bin ich abends voller Vorfreude in den Anhänger geklettert und habe mich eingekuschelt. Ohne Ute war das Ganze zwar eine Nummer einsamer und zu Beginn auch ein wenig gruselig, aber nach wenigen Minuten war die Müdigkeit dann doch stärker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gefühlt hatte ich die Augen gerade erst zugemacht, da klingelte auch schon der Wecker. Zeit die Pferde zu füttern! Schnell mit dem Rad zu den Stallungen gefahren, den Pferden Heu und Kraftfutter gegeben und die Boxen gemistet. Danach habe ich mich auf Entdeckungstour gemacht. Die Anlage ist einfach der absolute Wahnsinn. Spruce Meadows ist der größte Reitstall der Welt und besitzt in der internationalen Pferdewelt, besonders im Rahmen der Disziplin Springen, einen hohen Stellenwert. Alles ist unglaublich weitläufig, tip top gepflegt und das Ganze vermittelt ein beeindruckendes und einzigartiges Flair. Es ist kaum zu beschreiben, man muss es erleben. Schnell entscheide ich, dass ich unbedingt im Sommer nochmal her kommen muss, wenn hier die mehrwöchigen internationalen Turniere stattfinden und alles nur so von Pferden, Reitern und Zuschauern wimmelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch am Sonntag ging es für Beke zusammen mit ihren Pferde nochmals in den Parcours. Am Samstag liefen Charmony und Pelé beide zwei super Runden und Beke beendete alle Prüfungen ohne Fehler. Auch am Sonntag zeigte sich Charmony von ihrer besten Seite und Beke konnte sich eine Platzierung an 6. Stelle sichern. Für Pelé standen leider nach Durchqueren der Ziellinie zwei Hindernisfehler auf der Ergebnisliste. Beke nahm die Fehler auf ihre Kappe und war mit ihrem Pelé, trotz der Fehler, sehr zufrieden. Alles in allem, ein gelungenes Turnierwochenende!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Die Rodeo-Show&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ich bin gerade auf dem Weg in den Pferdestall, um die abendliche Fütterungsrunde zu starten. Von Weitem sehe ich einen grauen Van auf den Hof fahren. Es ist mein Freund Moritz! Sofort laufe ich zu ihm und es gibt zur Begrüßung erst einmal eine dicke Umarmung. &quot;Wie lange haben wir uns eigentlich nicht mehr gesehen?&quot;, fragt Moritz mich. Wir überlegen kurz und sind uns nach wenigen Sekunden einig: Es wurde allerhöchste Zeit! Moritz und ich kennen uns aus der Schule und haben 2013 gemeinsam Abi gemacht. Nach dem Abschluss hatten wir nicht mehr wirklich viel Kontakt. Wir sind uns nur ab und zu mal zufällig in der Heimat über den Weg gelaufen. Und naja, um ehrlich zu sein, habe ich mich dann auch erst aufgrund meiner Kanadapläne wieder bewusst bei ihm gemeldet. Im Dezember bin ich etwas konkreter in die Planung meines Kanadaabenteuers eingestiegen und habe Moritz direkt mal mit tausenden Fragen gelöchert. Er selbst ist mittlerweile schon seit September in Nordamerika unterwegs. Großes Lob an Moritz, egal ob es um das Working Holiday Visum ging, um Flugbuchungen oder Gepäckfragen, er hat mir sehr, sehr viele hilfreiche Tipps gegeben. Und ja jetzt stehen wir hier gemeinsam in Kanada und haben es tatsächlich geschafft, uns zu treffen. Wir genießen den Abend noch gemütlich am Lagerfeuer. Es gibt so viel zu erzählen! Zwischendurch kommen wir ganz durcheinander mit den Themen. Aber wir haben ja noch zwei ganze Tage, um uns gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg nach Edmonton. Auf dem Programm steht die West Edmonton Mall - das Shoppingzentrum Kanadas. Auf einer Fläche von rund 500.000 Quadratmetern kann man in über 800 Läden problemlos sein Geld verballern. Eine große Shoppingtour ist allerdings für Moritz und mich heute nicht geplant. Schade eigentlich. Wir schlendern also einfach ein wenig durch das riesige Gebäude und schauen uns in Ruhe um. Wir irren zunächst orientierungslos durch den Ladenwald und ich fühle mich doch recht überwältigt von der Größe der Mall. Obwohl ich mich ein wenig verloren fühle, bin ich beeindruckt von der Vielfalt des Angebots. Shoppen scheint in der West Edmonton Mall zum Event zu werden. Neben unendlich vielen Läden treffen wir auf eine Eisfläche, einen angrenzenden Wasserpark und ein großes Schiff inmitten der Mall. Außerdem gibt es hier einen Minigolfplatz und irgendwo soll sich sogar auch noch eine Achterbahn finden lassen. Ich bin gespannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yee-haw! Heute Abend ist Rodeo angesagt. Es geht zum Black Gold Rodeo nach Leduc, ganz in der Nähe des Flughafens von Edmonton. Moritz und ich nehmen so langsam unsere Plätze auf der Tribüne ein und warten gespannt darauf, dass es los geht. Ein freundlicher Volunteer hat uns verraten, aus welcher Perspektive wir erfahrungsgemäß den besten Blick auf das Spektakel haben. Also sitzen wir jetzt mit einem Bier in der Hand ganz in der Nähe der sogenannten &quot;Bucking Chutes&quot;. Gemeint sind die Startboxen, in denen die Pferde und Bullen für ihren Einsatz vorbereitet werden. In genau diesen &quot;Chutes&quot; können wir auch schon die ersten Pferde erkennen. Und was für welche. Es sind kleine Ponys! Ein kurzer, verwirrter Blick zu Moritz und dann wird einiges klar. Wir beobachten ungefähr vier Jungen, die stark danach aussehen, als würden sie sich auf ihren Start vorbereiten. Und ja, genau das tun sie. Ich bin ziemlich schlecht im schätzen, aber ganz grob würde ich mal so von einem Alter zwischen 6-10 Jahren ausgehen. Nahezu im selben Moment frage ich mich, wie es die Eltern dieser Jungs unterstützen können, dass ihr Kind sich auf ein bockendes Pferd setzt und mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nach wenigen Sekunden herunterfällt?! Ich erinnere mich nur zu gut an die panischen Blicke meiner Mama, wenn ich beim Reiten dann doch mal ungewollt im Sand gelandet bin... Aber gut, jedem das seine. Und eins muss man den Jungs lassen, Mut haben sie! Obwohl ich nicht mit ihnen tauschen möchte, ist es spektakulär und niedlich zugleich, wie die Jungs auf den Ponys durch die Arena fegen. Und ganz wichtig, es ist auch keinem der Teilnehmer etwas passiert. Nach diesem phänomenalen Einstieg in den Abend geht es nahtlos weiter im Programm. Jetzt sind die &quot;Großen&quot; an der Reihe...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich so darüber nachdenke, habe ich mit dem Begriff Rodeo bisher hauptsächlich Bull Riding verbunden. Aber ein Rodeo hat definitiv noch eine ganze Menge mehr zu bieten. Unglaublich interessant zu beobachten ist unter anderem das Tie-down Roping. Bei dieser Disziplin geht es darum, ein Kalb vom Pferd aus mit dem Lasso einzufangen, es am Sattel des Pferdes anzubinden, danach abzuspringen und das Kalb am Boden zu fixieren. Ich kann gar nicht so schnell schauen, da liegt das erste Kalb schon im Sand. Knappe 10 Sekunden, das ging fix! Den nächsten Teilnehmer nehme ich etwas genauer unter die Lupe. Sobald der Reiter abspringt, scheint das Pferd die Aufgabe zu haben, das gespannte Lasso zwischen ihm und dem Kalb auf Spannung zu halten. Bei den nächsten Starts wird es für mich noch deutlicher. Das Pferd passt genau auf und lehnt sich, auf die Bewegungen des Kalbes abgestimmt, gegen das Lasso. Manchmal reichen kleine Rückwärtsbewegungen des Pferdes aus. In anderen Fällen müssen die Tiere sich mächtig ins Zeug legen, um das Kalb nicht weg zu lassen. Beeindruckend. Es fasziniert mich, wie die Pferde mitarbeiten und ihren Reiter unterstützen. Wie man den Pferden so etwas wohl beibringt? Respekt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer mit dabei ist natürlich der Gedanke um das Wohl der Tiere. Es sieht zwischendurch schon ziemlich ruppig aus, wie die Kälber auf den Boden geworfen werden. Ab und zu randaliert ein Pferd im &quot;Chute&quot; und man hat das Gefühl, dass die Tiere nicht ganz so glücklich mit der Situation zu sein scheinen. Ehrlicherweise fehlen mir aber die Hintergrundinformationen zum Thema Rodeo, um mir eine konkrete Meinung darüber bilden zu können. Umso interessanter ist das Gespräch mit einem der Zuschauer. Mit seinem Karohemd, der übergroßen Gürtelschnalle und dem passenden Hut dazu augenscheinlich ein Cowboy durch und durch. Er erzählt mir, dass oftmals gedacht wird, dass die Tiere komplett wild sind und gezwungen werden, etwas vollkommen Unnatürliches zu tun. Tatsächlich werden die sogenannten &quot;Bucking Horses&quot; aber sogar gezielt für diesen Zweck gezüchtet. Sie sollen es dem Reiter möglichst schwer machen, die magischen acht Sekunden auf ihrem Rücken zu meistern. Es wird darauf abgezielt, dass sich das Pferd beim Bocken möglichst kraftvoll über die gesamte Arena bewegt, viele Richtungswechsel einbaut, sich dreht und unter dem Reiter verwindet. Wenn man als Züchter oder Besitzer dann ein gutes &quot;Bucking Horse&quot; im Stall stehen hat, liegt der Fokus auf dem passenden Training. Das Pferd soll fit in den jeweiligen Wettkampf gehen. Aus den Erzählungen des Mannes wirkt es auf mich so, als ob das &quot;Bucking Horse&quot; genau wie ein Sportpferd zum Dressur- oder Springreiten beim Rodeo seinen Job macht. Sprich das was es gut kann. Die neuen Infos im Hinterkopf beobachte ich nochmals genau die Chutes, in denen die Tiere stehen. Die meisten von ihnen sind ganz ruhig, lassen recht artig die nötigen Gurte und ggfs. Sättel auf sich legen und warten geduldig bis sich die Tür zur Arena öffnet. Dann gehört der Moment ihnen. Die Tiere geben alles, um den &quot;Störfaktor&quot; von ihrem Rücken zu entfernen. Sobald die erforderten acht Sekunden vorbei sind ertönt ein Signal. Schon mit dem Signal hat man das Gefühl, dass das ein oder anderen Pferd in der Intensität seines Bockens nachgibt und einen Gang herunterschaltet. Irgendwie spannend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Höhepunkt des Abends naht... Das Bull Riding. Mit großem Applaus werden die Teilnehmer in der Arena begrüßt. Die massiven Tiere stehen bereit und der erste Cowboy macht sich für seinen Start fertig. Zum Festhalten dient beim Bull Riding nur ein einziger Riemen. Der Cowboy steigt langsam und vorsichtig auf den Bullen. Er greift mit einer Hand um den Riemen und scheint einen passenden Griff für sich zu suchen. Danach zurrt er den Riemen fest. Die Regeln schreiben vor, dass der Reiter nur eine Hand am Bullen haben darf. Die andere Hand muss frei sein und der jeweilige Arm darf während des Rittes weder den Bullen, noch den eigenen Körper oder den Boden berühren. Ansonsten bleibt der Ritt ohne Punktbewertung. Die Hand fest an den Bullen fixiert, lehnt sich der Reiter zurück und gibt kurz darauf das Startsignal. Die Tür der Box wird geöffnet. Was wohl im Kopf der Teilnehmer vorgeht, kurz bevor der &quot;Chute&quot; aufgeht? Beim Gedanken daran, dass ich dort oben sitzen würde, wird mir ganz mulmig vor Angst... Aber zurück zum Geschehen. Nahezu ohne Verzögerung drückt sich der Bulle kraftvoll aus der Box heraus. Er ist voller Spannung und Energie und scheint quasi zu explodieren. Der Bulle bockt quer durch die Arena und verlangt dem Cowboy einiges ab. Da ziehen sich die geforderten acht Sekunden ganz schön in die Länge... Der Reiter setzt seinen gesamten Körper ein, um die Bewegungen des Bullen abzufangen und auszubalancieren. Er müsste es gleich geschafft haben. Oh nein, kurz vor dem Signal passiert der Sturz. Schade, dieser Ritt bleibt somit ohne Wertung. Sofort eilen zwei sogenannte Rodeo Clowns herbei, um den Bullen in Schach zu halten und ihn vom Cowboy abzulenken. Unversehrt und unter Applaus verlässt der Cowboy die Arena. Ganz glücklich scheint er mit seiner Leistung zwar nicht zu sein, aber er wird sicherlich im Laufe des Wochenendes noch eine weitere Chance bekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit all den neuen Eindrücken im Gepäck geht es zurück zum Van. Im Gegensatz zu Moritz bin ich es nicht gewohnt im Auto zu übernachten. Ich brauche ein paar Minuten, um eine passende Schlafposition auf der von Moritz umgebauten Rückbank zu finden. Aber dann geht es ganz schnell und für mich es ins Land der Rodeo-Träume.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Elk Island Nationalpark&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Durch das Fenster des Vans fallen mir Sonnenstrahlen ins Gesicht und ich werde langsam wach. So eine Nacht im Van ist sicherlich nicht die Bequemste, aber vollkommen ausreichend. Ich überlege kurz, ob ich aufstehen soll. Aber dann packt mich die Müdigkeit nochmals und ich kuschel mich wieder zurück in meinen Schlafsack. Und zack sind zwei Stunden um. Jetzt aber flott, wir haben noch einiges vor!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser heutiges Ziel ist der Elk Island National Park. Er liegt gut 30 Kilometer östlich von Edmonton. Auf dem Weg halten wir noch kurz in der Innenstadt von Leduc an, um uns für den Tag zu stärken. Zum Frühstück gibt es Pancakes mit Maple Syrup. Okay, vielleicht nicht der gesündeste Start in den Tag, aber dafür sehr lecker! Und weiter geht&#039;s in Richtung Nationalpark. Der Elk Island National Park hat eine Größe von knapp 200 Quadratkilometern und ist der einzige Nationalpark Kanadas, der komplett eingezäunt ist. Verstreut über den Park leben viele verschiedene Tiere. Hier gibt es zum Beispiel Elche, Hirsche und Rehe sowie Biber und Schwarzbären. Auch Wölfe und Coyoten haben im Park ihr Zuhause. Ganz bekannt ist der Elk Island National Park außerdem für seine Büffelherden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir nähern uns langsam dem Parkeingang und die Vorfreude steigt auf das nächste Level. Wir halten am Park Office an und holen uns den Nationalparkpass ab. Er berechtigt uns zum Eintritt. Normalerweise kostet der sogenannte Discovery Pass jährlich knapp 70 CAD für einen Erwachsenen mit Auto. Eine Gruppe bis zu sieben Personen würde ungefähr 135 CAD zahlen, solange die Personen im selben Auto unterwegs sind. Auf den ersten Blick ziemlich verwirrend. Aber wie gesagt, normalerweise... In diesem Jahr läuft das Ganze zur Freude der Besucher ein wenig anders. Zur Feier des 150. Geburtstags von Kanada sind 2017 alle Nationalparks kostenfrei zugänglich. Coole Sache! Okay, Nationalparkpass? Check! Wir nehmen uns noch eine Übersichtskarte des Parks mit und fragen bei der Gelegenheit gezielt nach den Aufenthaltsorten der Büffel. Der nette junge Mann im Office erzählt uns begeistert, dass vor etwa einer halben Stunde eine Gruppe nahe der Bison Loop Road gesehen wurde. Moritz und ich schauen uns an, nicken uns zu und haben somit unseren ersten Anlaufpunkt bestimmt. Auf geht&#039;s! Oh halt stopp, nicht das Mückenspray vergessen! Die Tierchen können ziemlich aufdringlich werden.&lt;br /&gt;Nach etwa fünf Minuten Fahrt kommen wir am Aussichtspunkt der Bison Loop Road an und Moritz parkt den Van am Rand der Schotterstraße. Bisher noch keine Büffel in Sicht. Der Rundweg scheint von den Besuchern ganz gut genutzt zu werden. Viele Autos halten kurz, fahren dann aber weiter. Kaum jemand steigt aus. Wir folgen in jedem Fall den Tipps des Mitarbeiters im Office und bewaffnen uns mit unseren Kameras. Irgendwo hier sollen die Büffel sein. Dann versuchen wir mal unser Glück! Wir laufen querfeldein durch die weite Graslandschaft. Ich atme tief ein, schließe die Augen und spüre die Wärme der Sonne auf meinem Gesicht. Einfach schön! Wir haben uns wirklich einen wundervollen Tag für unseren Nationalpark-Besuch ausgesucht. Aber Achtung! Nicht zu lange die Augen schließen. Wir bemerken, dass wir gerade durch ein einziges &quot;Tretminenfeld&quot; spazieren. Die Hinterlassenschaften der Büffel sind fast überall! Na das ist doch mal ein Motivationsfaktor. Jetzt haben wir immerhin eine ganze Menge an Hinweisen, dass die Büffel hier gewesen sind. Das muss der richtige Weg sein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir laufen schon gut eine dreiviertel Stunde über die riesige Grasfläche und halten Ausschau nach den braunen Wiederkäuern. Ich habe so eine ungewohnte positive Aufregung in mir. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Es ist so, als ob mein Körper auf der einen Seite hofft, dass wir Büffel sehen können, sich auf der anderen Seite aber auch schon fluchtbereit macht, falls wir auf einmal welchen gegenüberstehen sollten. Ein ungewohntes, aber sehr aufregendes Gefühl. Neben Moritz und mir ist noch eine weitere Frau auf der Suche nach den Tieren. Scheinbar leider genau wie wir auch ohne Erfolg. Vielleicht sind die Büffel weitergezogen. Wir sind kurz davor aufzugeben und starten den Weg zurück zum Van. Auf einmal winkt uns die Frau von einem kleinen Hügel aus ganz aufgeregt zu. Was erwartet uns wohl hinter der kleinen Kuppe? Mein Herz fängt spürbar an zu pochen. Moritz und ich kommen der Frau näher und... Da sind sie! Unten in der Neigung, ganz in der Nähe eines Wasserloches grast eine Gruppe von etwa zehn Büffeln. Sie sehen entspannt und zufrieden aus. Wir nutzen die Gelegenheit und wagen uns ein Stückchen näher. Drei Buslängen Abstand soll man mindestens zu den Tieren haben, so die grobe Regel für das Verhalten im Park. Hängt stark vom Bus ab würde ich sagen! Spaß beiseite, drei Buslängen müssten mal so grob geschätzt etwa 60 Metern entsprechen. Oh, das ist ja gar nicht mal so viel! Ehrlicherweise weiß ich kaum etwas über die Tiere und vor allem ihr Verhalten. Deshalb ist mein persönlicher Wohlfühlabstand dann doch ein wenig größer. Wir sind den Tieren jetzt schon um einiges näher und erkennen, dass auch zwei Kälber zur Gruppe gehören. Das ist natürlich besonders schön anzusehen! Für uns bedeutet das allerdings auch doppelte Vorsicht. Wir möchten die Tiere keinesfalls stören oder sie mit unserer Anwesenheit belästigen. Moritz und ich suchen uns in ausreichendem Abstand einen schönen Punkt (ohne Büffelfladen!) aus und genießen diesen wundervollen Moment.&lt;br /&gt;Geschätzte 150 Fotos später spazieren wir langsam zurück zum Van. Es ist einfach fantastisch, dass wir die Büffel doch noch zu Gesicht bekommen haben. Ich bin super glücklich! Moritz und ich entscheiden uns für einen kurzen Trail im Norden des Parks, den Beaver Pond Trail. Biber sehen wir während unserer kleinen Tour leider nicht. Dafür entdecken wir aber viele Hinweise auf die Anwesenheit der Nager. Entlang des Trails finden wir Staudämme und jede Menge abgenagte bzw. besser gesagt, präzise gefällte Bäume. Das nenne ich mal Technik! Highlight sind natürlich die Biberburgen: wahre architektonische Meisterwerke! Im Gegensatz zu mir scheint Moritz die kleine Wanderung leider nicht ganz so genießen zu können. Der Grund: Mücken! Diese kleinen Plagegeister sind momentan wirklich zum Fürchten. Das Wasser um uns herum macht es in Kombination mit dem hohen Anteil an Wald und Gräsern natürlich nicht unbedingt besser. Moritz hat anscheinend vergessen, das Mückenspray nochmal zu erneuern. Jetzt hüpft er von rechts nach links vor mir her und wedelt dabei wild mit den Armen. Kein Wunder, dass wir hier keine Tiere sehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Blick auf die Uhr, dann folgt der Schock! Was, es ist schon halb fünf? Ich könnte noch gut drei Tage hier im Park verbringen. Jetzt müssen wir uns wohl oder übel für eine letzte Aktion entscheiden. Die Wahl fällt auf den Wood Bison Trail. Die Route liegt im südlichen Teil des Nationalparks und ist laut Visitor Guide 16 km lang. Schade, den gesamten Trail werden wir wohl kaum heute noch schaffen. Aber wir laufen erst mal los. Das Mückenspray ist natürlich auch am Start! Vor dem Eingang treffen wir ein Pärchen. Sie sind vermutlich gerade von ihrer Wanderung zurück. Ich erkundige mich nach den Verhältnissen des Weges. Top Sache, es scheint alles gut zu sein. Für den wahrscheinlichen Fall, dass wir nach einer Weile umkehren werden, frage ich noch nach, ob sie uns empfehlen würden, den Trail von vorne oder von hinten anzufangen. Die beiden raten uns am eigentlichen Ausgang zu starten. Der hintere Teil des Trails sei ein wenig abwechslungsreicher im Vergleich zum Anfang. Gesagt, getan. Auf geht&#039;s! Der schmale Pfad schlängelt sich durch das Waldgebiet. Zwischendurch liegen Baumstämme quer über dem Weg. Einzelne Stellen sind sehr matschig. Aber alles in allem gut machbar! Ich finde es super, das macht den Trail schön abwechslungsreich und fordert ab und zu unser Geschick. Moritz und ich laufen eine Weile ohne miteinander zu reden. Ich lasse die Ruhe auf mich wirken und höre den Vögeln zu. Uns begleitet ein ganzer Chor aus verschiedensten Vogelstimmen. Wunderschön! Die Situation gibt mir ein Gefühl von Entspannung. Alles ist so friedlich...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind jetzt schon knapp anderthalb Stunden unterwegs. Bis auf Mücken sind Tiere leider bisher noch Fehlanzeige. Es ist mittlerweile auch schon fast sieben Uhr. Moritz und ich halten an und überlegen wie wir es machen wollen. Noch ein Stückchen weiter? Oder umdrehen? Ach komm, ne halbe Stunde geht noch! Also laufen wir noch weiter und kommen nach etwa 15 Minuten an einer wunderschönen Lichtung an. Die richtige Entscheidung getroffen! Wir bleiben ein Weilchen hier, machen Fotos und genießen die Abendsonne. Ich frage Moritz, ob er Lust hat noch ein schönes Foto von mir zu machen. Für das Foto laufe ich so ungefähr zwei- oder dreihundert Meter vor. Nichts ahnend folge ich dem Weg und überlege mir eine lustige Pose. Ein Blick nach links und was sehe ich? Büffel! Ich kann es gar nicht glauben und bin mit einem Schlag ganz aufgeregt. Schnell winke ich Moritz zu mir und wir feiern uns  kurz selbst. Aber jetzt volle Konzentration auf die Büffel. Sie haben uns natürlich schon längst bemerkt und schauen in unsere Richtung. Nach ein paar Sekunden gehen aber die Köpfe auch schon wieder ins Gras. Schöne Sache! Da hat es sich ja gelohnt, dass wir noch ein Weilchen weitergewandert sind. Insgesamt also ein rundum gelungener Tag, nur leider viel zu kurz!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Banff Nationalpark&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Meinen freien Tag nutze ich heute, um Diana und Elfan in Calgary zu besuchen. Geplant ist ein gemeinsamer Tagesausflug nach Banff. Ich freue mich riesig! Den Kontakt zu den beiden hat mein Studienfreund und Mitbewohner Patrik, auch liebevoll Zimbo genannt, hergestellt. Diana ist seine Tante. Da hat das freundschaftliche Netzwerk mal wieder hervorragende Arbeit geleistet. Es geht los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zweieinhalb Stunden Autofahrt komme ich bei Diana und Elfan in Panorama Hills an. Die Begrüßung ist sehr herzlich. Es fühlt sich schön an, die beiden nach unserem ersten Treffen Anfang Mai wiederzusehen. Von Panorama Hills aus ist es nur gut eine Stunde Fahrt bis in die Rocky Mountains. Ziemlich genial! Schon von Calgary aus kann ich in der Ferne die Bergkette erkennen. Umso aufregender fühlt es sich an, den Bergen Stück für Stück näher zu kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor uns liegt das Tor zum Banff National Park. Ich rutsche auf dem Rücksitz von links nach rechts. Am liebsten möchte ich aus allen Fenstern gleichzeitig schauen! Umgeben von Bergen und Waldlandschaft führt uns die Straße in Richtung Banff. Auf einmal ruft Diana meinen Namen. Franzi, Coyote! Direkt vor dem Auto läuft ein Kojote über die Straße. Er hat etwas in seiner Schnauze, vielleicht ein kleines Beutetier. Cool! Gerade angekommen und schon das erste Tier gesehen. So kann es weitergehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Elfan parkt das Auto in Banff auf einem der Parkplätze. In jedem Fall gut was los hier! Gemeinsam schlendern wir bei strahlendem Sonnenschein durch die Kleinstadt. Ein bisschen Shopping darf da natürlich nicht fehlen. Typisch Tourist geht es einmal durch die Souvenieshops. Was muss das muss! Nach unserer kleinen Tour durch Banff und einem leckeren Mittagessen in der Sonne geht es zurück zum Auto. Elfan und Diana wollen mir noch ein bisschen mehr von der Region zeigen. Highlight für mich ist Lake Minnewanka. Diese Sicht ist unbeschreiblich schön! Wenn ich könnte, würde ich für ein paar Stunden die Zeit anhalten und einfach nur genießen. Um die Gesamtsituation noch zu toppen, hat sich ein Bighorn Sheep  mit seinem Nachwuchs in die Nähe des Autos gesellt. Das Kleine ist zuckersüß! Mit der Kamera in der Hand hüpfe ich aus dem Auto und gehe mit einem breiten Grinsen im Gesicht ums Auto herum. Hinter uns steht ein Auto mit der Aufschrift Parks Canada. Ich schaue etwas genauer hin und hinter der Scheibe erkenne ich zwei Personen. Sie schauen mich an und lachen. Ganz sicher bin ich mir nicht, aber sie scheinen sich an meiner Begeisterung über das Bighorn Sheep zu erfreuen. Immer diese Touristen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wow, ein wundervoller Tag! Ehrlich gesagt ist so ein halber Tag schon echt knapp und viel unternehmen kann man in der Kürze leider nicht. Aber es ist perfekt, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Und was soll ich sagen. Ich komme wieder. Definitiv. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Franzi in Kanada auf Tour: Abschied von der Equitop Farm&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Wahnsinn... So schnell können zwei Monate verfliegen! Heute ist mein letzter Arbeitstag auf der Equitop Farm. Also los, noch einmal Vollgas geben! Im Stall werde ich mit einem kleinen Wieher-Konzert begrüßt. Das ist doch mal schön! Schade eigentlich, dass es nur am Futter liegt und nicht an mir. Aber das kann ich verkraften!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Puh, heute ist echt einiges zu tun. Das wird wohl nichts mit meiner Idee, zwischendurch in Ruhe meinen Koffer zu packen. Ställe misten, Pferde rausstellen sowie wieder reinholen und dann noch zwei Pferde reiten. Ich bin also definitiv gut beschäftigt! Obwohl so ein Tag auf der Farm echt anstrengend ist, macht mir die Arbeit mit und rund um die Pferde viel Spaß. Noch dazu glaube ich, dass Ute und Gerrit sich über meine Hilfe freuen. Das motiviert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit meines Farmabenteuers: kein Tag ist wie der andere! Es gibt zwar feste Abläufe, die den Tag grob strukturieren, aber die Tiere gestalten den restlichen Teil. Langeweile ist da Fehlanzeige! Ich glaube das allerschönste an der Zeit ist für mich, dass ich so viele Menschen kennenlerne. Ein Teil von ihnen ist über die Zeit zu guten Freunden geworden. Ich werde Brinkmanns und die Farm vermissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Das-Kanada-Praktikum/Schoeffel-im-Yukon-sk-touristik.html&quot;&gt;Hier geht es zum nächsten Reisebericht…&lt;/a&gt;</description>
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