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                <title>SK Touristik - Kanada. Leidenschaftlich./Kanada Reise/Reiseberichte/Kanadafieber 4Artikel</title>
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        <description>Artikel aus der Kategorie Kanadafieber 4</description>
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                <title>Vancouver is(s)t anders 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/oh_vanroadtrip_2.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Wer Vancouver zum ersten Mal besucht, den zieht es sofort unwiderstehlich in Richtung Stanley Park. Ist einfach so. Der Stanley Park und sein Ausblick auf die Waterfront - das gehört eben zu Vancouver, wie der Eiffelturm zu Paris. &lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;Text und Fotos:&lt;/em&gt; &lt;strong&gt;Ole Helmhausen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Immer, wenn ich in Vancouver lande, passiert das Folgende: Ich atme tief durch, behalte den Anblick der Berge beim Anflug, so lange es geht, vor Augen und schiebe dann die Hände in die Hosentaschen. Dann schlendere ich gemütlich zum &quot;Baggage Claim&quot;. Dort sage ich meinen Mitreisenden auf Wiedersehen. Nett war&#039;s mit Euch und bleibt gesund - die allgemein gute Stimmung ist ansteckend. Dann ziehe ich meinen Koffer vom Band und trolle mich zur Canada Line. Und während ich die Stationen lese - Langara, Broadway-City Hall, Waterfront - wird mir leicht ums Herz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Verrückt. Toronto und Montréal sind ja auch schön. Aber Vancouver ist halt anders. Ob es das Licht ist, die aus aller Welt stammenden Kids im Zug oder dieses undefinierbare Ding namens &quot;Westcoast-Feeling&quot; - keine Ahnung! Jedenfalls ist es klasse, für ein paar Dollar vom Airport nach Downtown zu gelangen und dort nur ein paar Schritte bis zum Hotel gehen zu müssen. Keine Rumkurverei, kein teures Taxi, keine nervige Umsteigerei in irgendwelchen U-Bahnen. Ich steige mitten im Vancouver City Center aus - nur drei Blocks bis zu meinem Hotel, dem Rosedale on Robson Suite Hotel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der Rest des ersten Tages vergeht mit Hallosagen. Hallo Chill Winston, du heiße Food Lounge am Maple Leaf Square! Gut zu sehen, dass der Rubel noch immer rollt - jedenfalls ist deine Terrasse pickepackevoll an diesem Nachmittag. Das Diamond gegenüber ist auch noch da. Während der olympischen Winterspiele haben sie mir dort meinen ersten Sazerac gemixt, den angeblich ältesten Cocktail der Welt. Ein Apotheker in New Orleans erfand um 1820 das Rezept. Ich gehe weiter nach Rail­town. Railtown wird als neuestes In-Viertel gehandelt. &quot;Up and coming&quot;, wie das hier so schön heißt. Toll zum Treibenlassen: Im Railtown Café genieße ich einen Latte und im Belgard Kitchen lasse ich mir einen Salat namens &quot;Quinoa + Rocket&quot; servieren. Dann schaue ich noch bei &quot;Ask for Luigi&quot; vorbei und stelle fest, dass es das auch schon fast war. Railtown, eine Ansammlung aus alten Lagerhäusern und Eisenbahndepots jenseits von Gastown, ist echt cool. Aber es braucht noch ein paar Jahre und ein paar Start-ups mehr, finde ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Abends geht es dann hinauf zum Vancouver Lookout. Der Besuch dort oben ist für mich ein Ritual. Erst danach habe ich das Gefühl, wirklich in Vancouver angekommen zu sein. Der Rundumblick auf den Sonnenuntergang über Vancouver Island und das Abendrot über dem Rest der Stadt enttäuscht auch dieses Mal nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Na klar - und der Stanley Park. Selbst wer schon x-mal in Vancouver gewesen ist, setzt den Park auf seine To-doList. Und warum auch nicht? Der Parkbesuch hat Tradition, und schön ist er ja auch. Aber es geht auch anders. Und vielleicht sogar zeitgemäßer und weniger reiseführerhaft. Bitte nicht falsch verstehen: Nichts gegen die Stanley-Park-Fans unter uns - ich gehe ja selbst auch immer wieder zum Park hinab! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Aber diesmal möchte ich mit Gleichgesinnten etwas Neues ausprobieren. Deshalb und auch weil Liebe bekanntlich durch den Magen geht, schließe ich mich einer Tour von Vancouver Foodie Tours an (seit 2017 neu im SK-Programm). Die Guides dieser Company zeigen ihren Gästen auf einer zweistündigen Tour die besten Foodtrucks der Stadt. Foodtrucks sind rollende Imbisse, vergleichbar den Würstchenbuden auf einer westfälischen Kirmes. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf. Foodtrucks servieren keine Currywurst mit Pommes rot-weiß, sondern Gourmet-Fastfood. Und wer jetzt glaubt &quot;So ein Quatsch! Der Ole spinnt - diese beiden Wörter werden niemals zueinander finden&quot;, muss jetzt wirklich weiterlesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Unser vitaler Guide heißt Jennifer und ich treffe sie und die übrigen Teilnehmer dieser Tour, ein Ehepaar und zwei Freundinnen - alle Kanadier - wie verabredet um 10 Uhr morgens an der Ecke Burrard und Smithe. Die Wahl des Ortes ist kein Zufall. Hier steht einer der ältesten Foodtrucks der Stadt. Er brachte 2005 die Foodtruckbewegung quasi ins Rollen, und zwar mit einer Kreation, die mir, als ich damals in Montréal davon las, den Magen umdrehte: ein Hot-Dog-Brötchen mit einer fettigen Wurst aus Kurobuta-Berkshire-Schwein - dem Vernehmen nach der Rolls Royce in der Schweinefleischwelt - mit Teriyakisauce, japanischer Mayo, schleimigen gebratenen Zwiebeln und in Streifen geschnittenem Seetang darüber. &quot;Japadog&quot; heißt die Kreation. Und Jennifer lässt uns probieren. Bin ich skeptisch? Klar! Schließlich bin ich aus Ostwestfalen, wo man nach der Devise &quot;erst mal gucken&quot; lebt. Ich beiße also hinein - und erlebe mein blaues Wunder! Es schmeckt super lecker! Kein Wunder, &lt;br /&gt;
dass Japadog inzwischen fünf Foodtrucks und ein Restaurant an der Robson Street betreibt! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Mit der Ausschreibung der ersten 17 Lizenzen für Foodtrucks rannte die Stadt Vancouver damals offene Türen ein. Über 800 Anträge, erzählt Jennifer, wurden eingereicht. Bald waren die meist bunt bemalten, rollenden Imbissstuben Teil des Stadtbilds. 2011 formulierte die Stadt dann ein Regelwerk, wonach potenzielle Foodtruckbetreiber einen Geschäftsplan vorlegen, ihre Kochgeräte vom Gesundheitsamt abklopfen und ihre Speisekarten von einem Gremium aus Juroren aus der Restaurant- und Foodbloggerszene absegnen lassen mussten. Heute gibt es über hundert Foodtrucks in der Stadt, die internationale Spezialitäten und wilde Kreationen anbieten. Spannend!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Den salzig-süßen Geschmack noch im Gaumen - und wahrscheinlich ein Stück Seetang zwischen den Zähnen - schlendern wir danach munter plauschend zum nächsten Foodtruck. Dabei hören wir von Jennifer, was so gerade in Vancouver läuft. Dass die Stadt unter anderem bis 2020 die grünste Stadt der Welt sein will und deshalb ihre umweltfreundliche Agenda agressiv vorantreibt. Inzwischen fahren beispielsweise über die Hälfte der Vancouverites mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit. Oder sie gehen zu Fuß, was dem Stadtbild noch mehr Leben einhaucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;An der entsprechend pulsierenden Ecke Granville und Georgia heißt es dann wieder Essenfassen, dieses Mal indisch. &quot;Soho Road&quot; heißt der Truck - zur Erinnerung des Besitzers an seine Zeit im britischen Birmingham. Als ich über den Counter spähe, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Da sind gleich zwei irdene Tandoori-Öfen in Betrieb! Der Duft ist betörend und zieht auch den Leuten an der nahen Bushaltestelle in die Nase. Jennifer bestellt eine ausladende Platte mit Butter Chicken und Tandoori Chicken Wraps. Sagte ich schon unwiderstehlich? Und ja, essen entspannt. Die Atmosphäre lockert sich zusehends unter uns Teilnehmern. Gefällt mir! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ungeniert die Finger leckend spazieren wir danach zu zwei weiteren Foodtrucks, dem chinesischen &quot;Eat Chicken Wraps&quot; an der Ecke Howe und West Georgia und dem kanadischen &quot;Tacofino&quot; an Burrard und Dunsmuir. An Ersterem essen wir Hoisin Chicken Rolls, eine unwiderstehliche, von Pekingente und chinesichen Pfannekuchen inspirierte Sünde. Und bei &quot;Tacofino&quot; gibt es genau den Fish-Taco, mit dem die Besitzer schon in Tofino auf Vancouver Island die Foodbloggerszene auf sich aufmerksam gemacht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Fazit: Ich lerne muntere Kanadier kennen, esse mich durch die Vielfalt Vancouvers und habe dabei eine Menge Spaß. Zum Stanley Park gehe ich danach aber trotzdem. Ein bisschen, weil ich das Gefühl habe, es zu müssen. Aber ehrlicherweise auch - ganz banal - zur Verdauung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Zu meinem nächsten Erlebnis in Vancouver muss ich direkt gestehen, dass ich vor allem die klasse Stimmung behalten werde und weniger das brautechnische Knowhow. Worum geht&#039;s? Auf meiner Mission, das Vancouver-Feeling einmal anders als im Stanley Park zu erleben, habe ich mich einer Tour durch die Craftbeer-Szene der Stadt angeschlossen (auch neu im SK-Programm). Ich stelle mir vor: Bierfans unter sich - das kann doch heiter werden! An der Waterfront Station steige ich also in den alten Van von unserem Guide Sean, sage meinen Mitstreitern Hallo und los geht&#039;s nach East Vancouver, hinein in die Craftbeer-Szene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;In den alten Lagerhäusern und Industriegebäuden haben sich in den letzten zehn Jahren über 20 Mikrobrauereien eingenistet, erzählt Sean. Die meisten haben „tasting rooms“ und fungieren auch als Nachbarschaftskneipen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Erster Stopp: die Brauerei Main Street Brewing an der East Seventh Avenue. Ich trete ein und kann es kaum fassen: Der Laden ist rappelvoll. Wir, ein schottischer Vater mit seinem gerade volljährig gewordenen Sohnemann, ein Ehepaar aus Seattle und ich, finden noch so gerade einen Tisch. Sean serviert jedem vier Biere des Hauses. Zwei habe ich vergessen, aber das Westminster Brown, ein braunes obergäriges Bier mit drei Hopfensorten, geht runter wie nichts. Auch das No. 7 Saison, ein entfernt nach Pfeffer und Zitrone schmeckender Durstlöscher, gefällt mir. Die Stimmung steigt wie eine Rakete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Während Sean mit glänzenden Augen von Craftbier redet – keine Frage, das ist sein Ding – schlürfen wir noch weitere Testbecher mit Bieren wie Session IPA und Single Hop IPA. Was sind IPAs bzw. Indian Pale Ales? Obergärige Biere, sagt Sean, mit speziellen Hopfensorten, obergärigen Hefen und spannenden Aromen. Der Schotte erzählt dem Sohnemann von seinem ersten Rausch, das Ehepaar aus Seattle distanziert sich von dem Politzirkus in Washington. Um uns herum kommen und gehen junge Vancouverites, ein paar nennen unsere Probiergläser viel zu klein, man kommt ins Gespräch. Fühle mich sauwohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dann wieder in den Van und ein paar Blocks weiter. Löchriger Asphalt, Kabelsalat an rissigen Häuserwänden, Graffiti. Von hier aus liegt der Stanley Park auf einem anderen Stern. Dies ist East Van, oder „Yeast Van“, wie die Einheimischen augenzwinkernd sagen. Wir halten vor der Brauerei „Off the Rail“ an der Adanac Street. Alle Mann rein, Tisch beschlagnahmt und zunächst eine kurze Besichtigung der Brauerei. Dann wird’s wieder ernst. Ich mag das Nut Brown Ale am liebsten und stelle fest, dass meine Zunge langsam schwer wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Vancouver ist eine atemberaubende Stadt. Sie ist nicht nur mit einer spektakulären Geografie gesegnet. Auch ist über einem ständig etwas los. Rote Sonnenuntergänge über English Bay, die elegante Skyline und im Hintergrund die Umrisse der steil aufragenden Coast Mountains: Es wird einfach nicht langweilig. Und dann natürlich die Wasserflugzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nach drei Tagen in Vancouver kann ich jedem, der Vancouver wirklich erleben möchte, nur dazu raten, die von mir beschriebene Foodie- und Brewery-Tour zu machen. Und, denn aller guten Dinge sind drei, den Mail Run mit den Wasserflugzeugen von Harbour Air Seaplanes. Der Sitz der mit 200 Flügen täglich weltweit größten Wasserflugzeuggesellschaft liegt mitten im Coal Harbour, umgeben von Kreuzfahrtschiffen und Segelyachten. Der Augenschmaus beginnt, sobald man im gläsernen Terminal eintrifft, einen Gratis-Willkommenskaffee und Muffins bekommt und den Blick auf das Kommen und Gehen zu Wasser und in der Luft bestaunt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ich habe den Mail Run gebucht: Erst soll es mit einer für bis zu 14 Passagiere ausgelegten Twin Otter nach Ganges auf Salt Spring Island gehen und von dort aus mit einer kleineren DeHavilland Beaver weiter nach Maple Bay auf Vancouver Island. Sinn und Zweck dieser Mail Runs ist der Transport von Post zu den isolierten Gemeinden der Gulf Islands plus die Mitfluggelegenheit für Einheimische, die es eilig und keine Zeit für die Fähren haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Das Prozedere geht so: Man geht zum Schalter und erhält sein Ticket. Wenig später ist das Boarding angesagt: Man spaziert zum Dock, drückt dem Piloten sein Gepäck in die Hand – man darf es nämlich nicht mit sich führen – und klettert oder kriecht – ja, es ist eng – auf seinen Platz. Mit etwas Glück erwischt man auch den Platz neben dem Piloten. Dieser sagt ein paar Worte zur Sicherheit, denen keiner zuhört, dann steuert er die Twin Otter hinaus in das Hafenwasser. Und dann geht&#039;s los. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Twin Otter nimmt Fahrt auf, hebt irgendwann kaum merklich ab und wuchtet sich dann in einer steilen Kurve in die Lüfte. Was dann kommt, ist einfach eine Wucht! Vor allem von einem Fensterplatz aus! Ich fliege über die Lion’s Gate Bridge und über offenes Meer den Gulf Islands entgegen. Links gleiten der Stanley Park und die Skyline von Downtown vorbei, rechts die Coast Mountains. Bei einer Geschwindigkeit von 140 bis 190 km/h und einer Höhe unter 3000 Metern bleibt reichlich Zeit und Gelegenheit zum Schauen und Genießen. Die 20 Minuten nach Ganges auf Salt Springs Island bieten tolle Blicke auf Schiffe, Inseln und Eilande im Minutentakt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;In Ganges, einem knuddeligen Dorf mit Yachthafen, Markt und vielen Kunstgalerien, steige ich aus und beobachte das Treiben. Der Pilot lädt einen Postsack aus, verabschiedet seine Passagiere und heißt neue willkommen. Ich schlendere zum Ende des Docks, wo schon die Beaver nach Maple Island wartet. Handschlag mit dem Piloten, einem jugendlichen Milchgesicht, dann geht’s weiter. Der Blick auf die Inselwelt ist einfach wunderbar. Auch die übrigen Gäste, Einheimische und Touristen, sind im Anblick versunken. Der Rückflug ist Genuss pur. Wir halten nach Walen Ausschau, haben aber kein Glück. Macht nichts. Nachdem wir den Stanley Park passiert haben, stelle ich mein Handy auf Video und filme die Kurve über dem Burrard Inlet und die Landung vor der Skyline von Downtown Vancouver. Einsame Spitze, große Klasse, unvergesslich. Und absolut das Geld wert!</description>
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                <title>Portrait: Dale Howes 0,00 €</title>
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                <pubDate>Fri, 06 Jan 2023 12:23:36 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/dalesitzendrvc2017-rsf.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;strong&gt;Mr. Traveland&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Fester Händedruck, gerader Blick, die richtigen Worte bei unserem Treffen in einem angesagten Montréaler Coffeeshop, keine peinlichen Pausen. Gestatten: Dale Howes, Gründer und Besitzer von Traveland RV in Vancouver. &lt;br /&gt;
Text: Ole Helmhausen  Fotos: H.-G. Pfaff und Rainer Schoof&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Traveland, seit 2001 Partner von SK Touristik, ist eine Erfolgsgeschichte. Und bereits nach 20 Minuten plaudern mit Dales Howes erahne ich warum. &quot;Interessante Arbeitseinstellung - in Vancouver würde dieser Kellner direkt gefeuert&quot;, kommentiert Dale Howes nüchtern die nun schon längere Abwesenheit der Bedienung während unseres Treffens in einem Coffeeshop, am Rande der kanadischen Tourismusmesse &quot;Rendezvous Canada&quot; in Montréal. Noch ein kurzes Kopfschütteln und dann schwelgt er weiter in Erinnerungen an seinen letzten Deutschlandtrip - vor allem an den Besuch eines Heimspiels von Borussia Dortmund. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die manchmal - so mein Eindruck - wohl auch grimmige Leidenschaft, die ihn in der Wohnmobil-Branche nach oben getragen hat, ist nicht zu überhören, der Sinn für Details und der Stolz auf das Erreichte nicht zu übersehen. &quot;Ich pflege zu sagen, dass jemand nur dann für mich arbeiten kann, wenn er mit einer Waschbürste umgehen kann&quot;, beantwortet er meine Frage nach seinem Arbeits­ethos. Und bedankt sich trotzdem höflich für meine Wahl dieses Coffeeshops für unser Treffen. Denn &quot;der Kaffee auf dieser Messe ist schrecklich&quot;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Während der nächsten zwei Cappuccinos entsteht also das Porträt eines Unternehmens, das bis heute eng mit der Persönlichkeit seines Gründers verflochten ist. 1977 begann Howes aus einem Mietshaus in Abbotsford heraus mit dem Verkauf von Trailern der Marke Travelaire. Das ging so lange gut, bis sein Partner beim Entleeren einer Propangasflasche das Haus abfackelte. &quot;Ist bis heute mein bester Freund&quot;, schmunzelt Dale, als habe es sich damals um eine Feuertaufe gehandelt. Tatsächlich stellten die beiden wenig später eine entscheidende Weiche. 1979 kauften sie die Konkurrenz aus dem Rennen und waren damit stolze Besitzer von zwei Travelaire-Stationen. Die nächsten Jahre galt es, das junge Unternehmen sicher durch die raue See der nordamerikanischen Wirtschaft zu navigieren. &quot;Die frühen Achtziger waren nicht einfach&quot;, erinnert sich Howes, und für einen Moment wirkt er, als wecke er diese Erinnerung gar nicht gern. &quot;Wir hatten gerade etwas Land gekauft, um uns zu vergrößern, dann schlugen die Banken mit 20-prozentigen Zinssätzen zu. Viele Freunde gingen damals pleite.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Doch irgendwie gelang es ihm, auch diese Klippen zu umschiffen. 1986 setzte die Expo Vancouver auf die Landkarte, im Jahr darauf zog der Wohnmobil-Verkauf auch für Traveland wieder an. Das Unternehmen errichtete und bezog 1994 seinen heutigen Standort in Langley, den über 3000 Quadratmeter großen Superstore am Langley Bypass. &quot;Wir haben noch das Land daneben gepachtet, aber selbst mit insgesamt 32.000 Quadratmetern platzen wir inzwischen aus allen Nähten&quot;, schüttelt Howes den Kopf. 1995 stieg man ins Vermietungsgeschäft ein. Zu diesem Zeitpunkt besaß Traveland bereits eine große Verkaufsflotte. &quot;Wir hatten keine Ahnung vom Vermietgeschäft&quot;, lächelt Howes. &quot;Meine Controllerin kam aus der Schweiz, sprach also Deutsch, und ich sagte, geh zum Rendezvous Canada und schließ Kontakte mit deutschen Reiseveranstaltern. Und sie sagte, sie hätte doch gar keine Ahnung vom Tourismus. Und so gingen wir zwei Ahnungslosen zusammen auf die Messe.&quot;&lt;br /&gt;
Schnell erkannte Howes, dass der Mietmarkt für Wohnmobile größer war als angenommen. Die Zahl der Mietmobile wurde von zehn auf 20 verdoppelt und stieg im Jahr darauf auf 40. &quot;Das war 1997, glaube ich. In dem Jahr lernte ich auch Rainer Schoof von SK Touristik kennen.&quot; Die Chemie zwischen beiden stimmte und zusammen stellten sie sich einer neuen Herausforderung &quot;Traveland RV Rentals&quot;. &quot;Anders als andere Anbieter hatte ich nur eine Basis, nämlich die in Langley. Das stellte sich für mich zunächst als Nachteil dar, weil europäische Reiseveranstalter lieber Wohnmobilvermieter mit Stationen in ganz Kanada auf ihre Katalogseiten stellten. Und die Kunden glaubten, dass sie bei einem One-Way-Trip von A nach B mehr von Kanada sähen.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;SK Touristik sei damals der einzige deutsche Veranstalter gewesen, der das Potenzial von Traveland sofort erkann­te. Und das bestärkte Howes darin, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen, den scheinbaren Nachteil in einen Vorteil umzuwandeln und konsequent weiter am Alleinstellungsmerkmal der besonderen Detail-Qualität zu basteln. Die Idee war, die neuesten Wohnmobile auf dem Markt anzubieten. Als Käufer, Besitzer und Wiederverkäufer seiner eigenen Wohnmobil-Flotte genoss er die dazu nötige Unabhängigkeit. &quot;Während andere ihre Flotte jeweils drei Jahre halten mussten, begann ich damit, jedes Jahr die Hälfte meiner gesamten Flotte zu verkaufen und direkt zu erneuern.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Damit hatte Traveland das erste wichtige Ziel erreicht und konnte nun jedes Jahr die neuesten Mobile der Branche anbieten. Die Honorierung durch die Kunden ließ nicht lange auf sich warten. Kein Wunder in den Augen des Traveland-Chefs. Für ihn ist ein Miet-Wohnmobil kein Hotelzimmer, das man bei Nichtgefallen einfach wieder verlassen kann. &quot;Es ist eher wie ein Kreuzfahrtschiff - da kannst du eine ganze Weile nicht von Bord. Deshalb muss es sauber und verlässlich sein!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Das Feedback der Kunden bestätigt Howes. Auf einem der Kanadatage von SK Touristik sei er einmal einer jungen Frau begegnet, die sich für einen Traumurlaub bedankte und von ihrem mitreisenden Vater erzählte. Des­sen lebenslanger Traum sei es gewesen, einmal mit dem Wohnmobil durch Kanada zu reisen. &quot;Stell Dir vor, nun kommt er endlich nach Kanada, und dann kriegt er eine klappernde 100.000-Kilometer-Schrottkiste! Das gibt es bei Traveland nicht.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;An der Qualität des Produkts wird stetig weiter gefeilt. Slideouts, elektrisch ausfahrbahre Treppen, Markisen und vieles mehr kamen dazu. Bei jeder Neuerung, er­innert sich Howes, seien die Zulieferer zunächst immer skep­tisch gewesen. Zu kompliziert, zu empfindlich, zu reparaturanfällig. &quot;Das Gegenteil war der Fall&quot;, lächelt Howes und erzählt dann fast ein bisschen stolz, wie seine Kunden bis heute die derart ausgerüsteten Appartements auf Rädern zu den ihren machen, sie hegen und pflegen und im Top-Zustand wieder abliefern.  &lt;br /&gt;
Heute ist die Mietflotte von Traveland etwa 200 Fahrzeuge stark. Zur Auswahl stehen Camper Vans, Motorhomes und Trucks &amp; 5th-Wheels, also Trucks mit sieben bis zehn Meter langen Aufliegern. Viele Vans und Mobile fahren auf Mercedes-Chassis. Und doch beträgt der Anteil des Mietgeschäfts am Gesamtunternehmen gerade einmal 15 Prozent. &quot;Der Verkauf ist der Motor, der unser Schiff vorantreibt&quot;, drückt es Howes aus. Nur der eigene starke Verkauf garantiere den kontinuierlichen Austausch der Mietflotte und damit deren gleichbleibende Qualität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Howes selbst tritt nun, mit Anfang sechzig, etwas kürzer. Seine drei Söhne übernehmen immer mehr das Tagesgeschäft. &quot;Keine Sorge, ich bin weiter an Bord. Aber es ist wirklich schön, ein bisschen mehr Zeit für seine Hobbies zu haben.&quot; Und die heißen Enkelkinder, schnelle Autos und Pferde. Neben Viper und Mercedes parkt seit neuestem ein Tesla, wenn es für Howes zum Entschleunigen auf dem Rücken der eigenen Quarterhorses zum Ranchausritt mit seinen Söhnen geht. Sorgen um Arbeitsmoral und Geschäfts­verständnis des Nachwuchses macht er sich keine. &quot;Mein ältester Sohn Shaun ist jetzt 34. Mit 14 fing er bereits neben der Schule bei uns an. Ja, natürlich, an der Waschbürste!&quot;</description>
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                <title>Great Bear Lodge 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/ole_img_2164.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;Du schwimmst an Kanadas Regenwaldküste tief im Smith Inlet. Eingemauert vom ewigen Grün des Great Bear Rainforest. Sicher vertäut in einer geschützten Bucht. Allein der Flug zu dir ist so, wie ich mir Kanada schon als kleiner Junge vorgestellt habe.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text und Fotos:&lt;/i&gt; &lt;b&gt;Ole Helmhausen &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Grizzly ist sauer! Er packt mich beim Genick und schüttelt mich hin und her wie eine Gliederpuppe. Dann lässt er mich los und drückt meinen Kopf mit seiner mächtigen Vorderpranke in den Schlamm. Er lässt sich Zeit, aber dann beißt er zu. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann wache ich auf. Verdammt, Eric! Du hättest mir gestern Abend nicht erzählen dürfen, dass Szenen aus &quot;Revenant&quot; mit Leonardo di Caprio unweit deiner Mount Engadine Lodge gedreht worden sind! Als ich mich umdrehe und aus dem Fenster des Navion spinxe, noch ein Schreckensszenario: Brennt etwa der Mount Commonwealth? Quatsch, die Sonne geht auf! Ich greife die Kamera und stürze nach draußen, aber da ist - wie so oft  -  das Beste schon wieder vorbei. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So fängt der 19. Tag meines Roadtrips durch BC und Alberta an: abenteuerlich! Und so geht er weiter. Heute geht&#039;s zum Waterton Lakes National Park. Der kleine Park in der Südwestecke von Alberta ist für mich einer der schönsten des Landes. Ich freue mich riesig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das Tüpfelchen auf dem i: Ich nehme die Forestry Trunk Road dorthin. Die Forestry Trunk Road ist eine insgesamt etwa 1000 Kilometer lange Schotterstrecke durch die östlichen Foothills der Rocky Mountains und reicht von Grande Prairie im Norden bis nach Coleman am Crowsnest Pass im Süden. Sie ist selbst hier so unbekannt, dass ich bei meinen Erkundigungen von &quot;Locals&quot; die unterschiedlichsten Einschätzungen höre. Von &quot;gnadenlos schlechter Zustand&quot; bis &quot;da kannst du mit einem Airbus drauf landen&quot; reichen die Einschätzungen. Nur in einem Punkt sind sie alle einig: Bei Regen nur mit Allrad!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jep, der Himmel macht mir ein wenig Sorgen. Von Norden zieht eine Regenfront auf. Eilig sage ich Eric und seinem supernetten Team Goodbye und klemme mich hinters Lenkrad. Vor mir liegt der südliche Abschnitt der Forestry Trunk Road, vom Peter Lougheed Provincial Park bis nach Coleman. 160 Kilometer durch weitgehend menschenleere Wildnis. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zunächst fahre ich in Südrichtung auf dem Smith Dorrien Trail - und halte trotz der drohenden Wolkenwand immer wieder an, um die majestätische Berglandschaft zu fotografieren. Und den absolut wahnsinnigen Regenbogen hinter mir! Im Provincial Park wechsle ich für 80 Kilometer auf den Highway 40, besser bekannt als Kananaskis Highway. Auch hier begegne ich kaum einer Menschenseele. Die Rockies für sich allein zu haben, das ist ein erhebendes Gefühl!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz hinter Highwood Pass, dem mit 2200 Metern höchsten geteerten Pass in Kanada, biege ich endlich auf die Forestry Trunk Road ab. Ich könnte jetzt mit zig Adjektiven losfeuern, aber hier sage ich einfach nur: Es ist ein echtes Abenteuer. Die Natur Albertas in den gut erschlossenen Nationalparks zu erfahren, ist eine Sache. Auf einer Schotterpiste durch leere, kraftvolle Wildnis - leer wie: kaum Menschen, kaum Schilder, kein Handyempfang und Gegenverkehr höchstens einmal pro Stunde - zu rollen, ist eine andere. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich die Gegend genießen will, die Berge, Täler, Creeks und Canyons, muss ich anhalten. Ansonsten habe ich meist beide Hände am Lenkrad. Die Stille der Wildnis in den Pausen ist ohrenbetäubend. Der Staub auf der Gott sei dank trocken gebliebenen Strecke dringt in den Navion und zwingt mich abends zu einer Grundreinigung. Ansonsten: keine Zivilisationsgeräusche. Nur das Rauschen der Wälder und das Knirschen des Staubs unter meinen Schuhen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Crowsnest hat mich die Zivilisation wieder. Ein komisches Gefühl, störend und beruhigend zugleich. Ich nehme die 3 nach Osten und dann die 6 nach Süden. Meine absolute Lieblingsstrecke. Die endlose Prärie links, die Rockies im Schein der untergehenden Sonne rechts der Straße, rolle ich durch die Foothills meinem Tagesziel entgegen. Von der amerikanischen Seite herüber grüßt mich der weit aus den Rockies hervortretende Chief Mountain. Was für ein Licht! Zwischen bernsteinfarben und honiggelb. Traumhaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Tage später, nach einem erlebnisreichen Aufenthalt im Waterton Lakes Nationalpark, gehe ich von Calgary aus den nördlichen Abschnitt der Forestry Trunk Road an. Dazu verlasse ich die Präriemetropole in Richtung Airdrie, wo Navion-Vermieter Traveland RV Rentals eine recht neue Filiale unterhält. Die wollte ich mir eigentlich letztes Jahr schon ansehen. Bin also zunächst gespannt. Und dann beeindruckt - alles tipptopp. Traveland halt. Obwohl es auch hier, fast wie in Langley, schon wieder so aussieht, als würde der vorhandene Platz bald nicht mehr ausreichen. Ganz klar, Traveland brummt. Letztlich sage ich hier aber nur kurz hallo, bestätige, dass ich mit meinem Navion sehr zufrieden bin, und nehme dann den Highway 22 nach Norden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Links in der Ferne die endlose Kette der Rockies, rechts und vor der Haube sacht gewelltes Weideland. Der Verkehr ist längst ausgedünnt. Ranches mit Kühen auf der Wiese und Pferden in der Koppel gleiten vorbei. Dies ist Alberta abseits der Touristenpfade. In Sundre finde ich die wohl einzige Espressomaschine am Cowboy Trail. An der Tanke in Cremona frage ich nach dem Zustand der alten Forestry Trunk Road. Diese nicht asphaltierte Route verläuft etwas westlich parallel zur 22. &quot;Kein Thema&quot;, antwortet der braungebrannte Collegeboy, &quot;war dort letztes Wochenende mit meinem Trailer unterwegs!&quot; Schaffe ich sie auch mit dem Navion? &quot;Yeah, sure&quot;, meint der Dude und grinst. &quot;Nur nicht, wenn es regnet. Dann brauchst du Allrad!&quot; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom Cowboy Trail zweigen mehrere &quot;Service Roads&quot; zur Forestry Trunk Road/Highway 734 ab. Ich nehme eine davon und habe die Wildnis bald wieder für mich ganz allein. Auf der gesamten Strecke bis nach Nordegg am Highway 11 kommt mir nur eine Planiermaschine entgegen. Dieser Abschnitt ist kurvenreicher als der südliche. Auch hier lasse ich am besten wieder die Bilder sprechen. Und rate allen, die es mir vielleicht nachtun wollen, immer beide Hände am Lenkrad zu lassen. Der Waschbretter in den Kurven wegen. Landschaftlicher Höhepunkt sind die Ram Falls. Danach gelange ich beim Weiler Nordegg wieder auf den Asphalt und rolle im Abendlicht gemütlich auf die Rockies zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Raues Alberta fernab der Touristenpfade. Kein Internet, kein Signal. Ist genau meins, die Forestry Trunk Road. Ein weiterer Weg in die Wildnis.</description>
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                <title>Yukon, Alaska, Wildnis 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/paulus_bild02_ist_es_wirklich_das_ewige_eis.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;em&gt;Kunden-Reisebericht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Yukon, Alaska, Wildnis&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Diesen Urlaub haben wir - das sind mein Mann Frank, meine Eltern Heidi und Jürgen und ich, Heike - schon 13 Monate im Voraus gebucht. Es ist der Kindheitstraum meines Vaters - er las früher die Jack London Bücher! Text und Fotos: Heike Paulus&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Um halb vier nachmittags geht es mit der Condor von Frankfurt per Direktflug nach Whitehorse. Der Shuttle-Bus bringt uns in das &quot;High Country Inn&quot;. Dieses Hotel hat SK uns für die erste Nacht gebucht. Doch leider hat der Hotelier vor Ort irgendetwas mit der Zimmerbuchung durcheinander gebracht. Nur noch ein einziges Zimmer ist frei. Frank und ich werden kurzfristig in das im Zentrum gelegene &quot;Edgewater Hotel&quot; umgebucht. Ist auch ok. Zwar nicht so komfortabel wie das High Country Inn, aber es ist ja auch nur zum Schlafen. Dafür dürfen sich meine Eltern über ein Zimmer mit einem großen Whirl­pool freuen. Und unser Hotel liegt, wie der Name schon vermuten lässt, direkt am Yukon River. Mensch, der hat eine Fließgeschwindigkeit! Da Rainer Schoof von SK immer so von den Bison Burgern im High Country Inn schwärmt, wollen wir uns die natürlich nicht entgehen lassen. Wir haben uns schon zuhause darauf gefreut! Da­zu einen Krug mit Yukon Gold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Unser erster Tag beginnt um sechs Uhr. Jetlag. Aber schon zwei Stunden später holt uns Fraserway ab. Nachdem wir bestens in unsere zwei Truck Camper eingewiesen worden sind, fahren wir erst einmal in den Great Canadian Superstore zum Einkaufen. Dann geht es auf den Klondike Highway Richtung Norden. Vorbei an den Five Finger Rapids und auf den Tutchan Creek Campground. Obwohl der Platz nur zwölf Campsites hat, bekommen wir noch zwei sehr schöne Plätze nebeneinander. Das Wetter ist toll. Alles passt! Wir essen frischen Lachs und Tomaten-Avocado-Salat mit Ciabatta und fallen bereits um halb neun Uhr wieder müde ins Bett. Diese frische saubere Luft macht eben müde! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Klar, um kurz nach sechs morgens sind wir dann auch schon wieder auf den Beinen und rollen wenig später zurück auf den Klondike Highway. Hinter Pelling Crossing entdecken wir am Straßenrand den ersten Schwarzbären unseres Urlaubs – es geht aber alles so schnell, dass wir ihn nicht auf dem Foto festhalten können. 20 Minuten später das nächste Highlight: Wir sehen in der Ferne etwas Hellbraunes. Als wir näher kommen, trauen wir unseren Augen kaum: ein weiblicher Luchs!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Gegen Mittag kommen wir am Five Mile Lake Campground auf dem Silver Trail an. Den Tipp mit dem Befahren des Silver Trails hatten wir aus einer vorherigen Ausgabe des Kandafieber-Magazins. Hätten wir dort nicht den Bericht von Rainer Schoof gelesen, wären wir mit Sicherheit nicht diesen &quot;Umweg&quot; gefahren. Es handelt sich nämlich um eine Sackgasse, die nach 111 Kilometern einfach mit dem Ort Keno – oder eher einer Handvoll Häusern – endet. Vor allem muss man sehr viel Schotterstraße fahren. Aber der Abstecher hat sich, wie im &quot;Kanadafieber&quot; beschrieben, gelohnt! Zunächst jedoch, als wir am Campground ankommen, regnet es zu unserem Bedauern. Aber nach dem Essen hört es schon wieder auf. In einem Camper fahren wir über Mayo nach Keno. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir fühlen uns in eine andere Zeit versetzt. Und das Wetter ist jetzt endgültig auf unserer Seite. Wir fahren noch hoch auf den Keno Hill. Der Ausblick ist fantastisch! Genau unser Ding! Den Abend lassen wir am Lagerfeuer mit Steak, Putenfleisch, Schwenkkartoffeln und Bohnen mit Speck ausklingen. Um halb zehn ruft das Bett nach uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen rollen wir zurück über den Silver Trail. Dann auf den Klondike Highway bis zum Dempster Highway mit dem Ziel Tombstone Campground bei Kilometer 72. Der Dempster ist super zu befahren. Die Camper sind nicht so schmutzig, wie wir es erwartet haben. Zum Glück ist der Campground auch noch nicht voll und so sichern wir uns schnell zwei Plätze. Zu Fuß geht es weiter auf dem North Klondike River Trail. Wir wollen uns ein wenig die Füße vertreten. Leider sehen wir weder Bären noch Karibus. Vom Campground laufen wir dann noch den kurzen Pfad zum Interpretive Centre, in dem über Fauna und Flora informiert wird. Und abends erwartet uns der perfekte Sonnenuntergang. Es ist kaum zu beschreiben, wie wir uns fühlen. Mitten in der Wildnis die in rot schimmernden Berge. Tolle Stimmung. Wenn jetzt jemand fragen würde: &quot;Und was ist so Besonderes an dem staubigen Dempster?&quot;, kann man nur antorten: &quot;Fahr hin und fühle es!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der nächste Tag startet wie immer früh. Es geht weiter auf dem Dempster zum North Folk Pass. Das Wetter ist erneut auf unserer Seite! Sonne satt vor einem wolkenlosen Himmel. Und wieder dieses Gefühl der Freiheit. Bis Kilometer 92 fahren wir, aber dann sagt die Vernunft: &quot;Dreh um.&quot; Der Zeitplan muss zum Schluss passen. Wir wären am liebsten weiter bis Inuvik gefahren! Um halb elf erreichen wir Dawson City. Im Visitor Centre haben wir noch alle für uns wichtigen Infos eingeholt, bevor wir mit der kostenlosen Fähre zum Yukon Government Campground übersetzen. Dort bekommen wir noch zwei tolle Plätze – direkt am Ufer des Yukon River. Anschließend fahren wir mit dem Camper wieder zurück in die Stadt. Später geht es noch zum Midnight Dome – ein Berg mit toller Sicht auf Dawson City. Nach einem &quot;Stadtrundgang&quot; setzen wir wieder zu unserem Campground über und kochen Gemüsenudeln. Am Abend genießen wir die Gambling Show in der City. Eine herrliche Abrundung des Tages.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der nächste Tag führt uns über den Top Of The World Highway zur US-Grenze. In der Ferne sehen wir einen Elch die Straße überqueren, aber als wir die Stelle erreichen, ist er verschwunden. Schade. Einen Elch in freier Wildbahn haben wir noch nie gesehen. Um kurz nach zehn erreichen wir die Grenze. Alles ist ziemlich easy: Unsere Camper werden nicht unter die Lupe genommen. Die zwei Beamtinnen sind super-nett. Sie fragen sogar, ob sie von uns ein Foto machen sollen. Zum Abschied winken sie und wünschen uns eine schöne Reise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir holpern weiter über den mit Schlaglöchern durchsetzten Südteil des Taylor Highway über Chicken bis kurz hinter Tok. Unser Ziel: der Moon Lake Campground. Der Campground hat nur 15 Sites. Wir hoffen natürlich noch zwei Plätze zu bekommen. Aber auch das ist mal wieder kein Problem. Wir sind sogar die Einzigen! Also freie Platzwahl und direkt am See. Besser geht es nicht. Es ist warm. Wir relaxen und tanken mit kurzer Hose und Top Vitamin D. Nervig sind nur die Stechmücken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der Morgen grüßt mit Nebelschwaden über dem See. Es ist ziemlich kühl. Trotzdem traut sich ein inzwischen angekommener Camper-Nachbar ins Wasser und absolviert dort sein &quot;Morgenbad&quot;. Brrr, das ist uns doch ein bisschen zu frisch. Später geht es über North Pole nach Fairbanks. Wir füllen erst einmal unsere Lebensmittelvorräte auf. Eigentlich wollen wir den Chena River State Recreation Campground anfahren, aber leider liegt der Platz rund 50 Meilen außerhalb. Im Reiseführer ist das nicht so beschrieben. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als mitten in der Stadt auf den Rivers Edge RV Park zu fahren. Der Vorteil: Internet und Duschen! Es regnet jetzt ununterbrochen und wir haben kein schlechtes Gewissen, als wir im Trockenen sitzen und im Internet surfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am nächsten Tag fahren wir – leider bei schlechter Sicht – in den Denali Nationalpark. Wir kommen am Vormittag an und staunen, als die Dame an der Reservation uns mitteilt, dass alle Plätze ausgebucht seien und wir auch morgen keine Chance auf einen freien Platz hätten. Dummerweise ist Wochenende. Aber erstmal sichern wir uns Karten für den kommenden Tag, um an der Bustour in den Park teilnehmen zu können. Später überlegen wir, wo wir ein Schlafplätzchen für zwei Nächte finden können. Sechs Meilen außerhalb werden wir endlich beim Grizzly Bear Resort fündig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ich gebe zu, ich bin verwöhnt und beginne fast zu resignieren. Wir haben bis dato kaum Tiere gesehen. Nicht so viele wie sonst, obwohl die Chance den gelesenen Reiseberichten zufolge in Alaska besonders hoch sein soll. Auch landschaftlich ist, vielleicht auch durch das Wetter bedingt, noch kein so richtiges Highlight dabei. Nicht so, wie wir es bisher von Kanadas Westen kennen. Naja, Kopf hoch, es liegt ja noch viel Urlaub vor uns. Wir freuen uns auf den nächsten Tag: Busfahrt in den Denali! Und heute steht ja noch die Sled Dog Demonstration auf dem Programm – und die ist wirklich super-schön. Wir streicheln die Huskys und schmusen mit ihnen. Die Vorführung mit dem Hundeschlitten ist toll. Es ist wirklich ein Erlebnis. Wir sehen sogar fünf Welpen, die aber leider hinter Gittern bleiben müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Schlafen &lt;br /&gt;
kann man auch zuhause!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen erwartet uns dann endlich unsere Bustour! Wir wollen noch gemütlich zusammen frühstücken und stehen früh auf. Schlafen kann man auch zuhause! In Kanada und Alaska ist erleben angesagt! Hinein in den Denali Park. Und der ist wirklich sehr schön. Mit Sicherheit auch noch schöner bei besserem Wetter, aber immerhin sehen wir zwei Drittel des Mount Denali. Was wir jedoch vermissen, sind die Tiere. Klar, ein paar Grizzlies und Karibus oder auch einen Elch sieht man hier und da. Allerdings allesamt so weit in der Ferne, dass man das Fernglas benötigt. Genauso die Dickhornschafe: nur als weiße Punkte auszumachen. Im Bus zeigen uns ein paar Norweger Fotos von Karibus, die sie am vorherigen Tag direkt am Straßenrand aufgenommen haben. Wir beschließen, nach der Bustour noch mit dem Camper die erlaubten paar Meilen zurückzufahren, um vielleicht am Nachmittag noch Tiere vor die Linse zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Und tatsächlich, ich fotografiere gerade das Schild &quot;Moose next 6 miles&quot;, als kurze Zeit später direkt ein Elch im Gebüsch am Straßenrand sein Abendessen zu sich nimmt. Mensch, das ist es doch! Mein Mann und ich haben bisher noch nie einen Elch gesehen – außer eben ganz, ganz weit in der Ferne. Umso größer ist unsere Freude, als er noch hoch an die Straße kommt. Bingo! Darauf haben wir die ganze Zeit gewartet! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wow, mittlerweile haben wir schon die Hälfte unseres Urlaubs hinter uns. Aber weiter im Text: Es geht nach Anchorage auf den Eklutna Lake Campground am gleichnamigen und sehr schön gelegenen See im Chugach State Park. Der Campground liegt etwa 60 Kilometer von Anchorage Downtown entfernt. Es ist endlich mal wieder so ein uriger Platz ohne Komfort im Wald. Außer unseren waren vielleicht noch sieben Plätze belegt. Am Nachmittag schlendern wir noch durch die Innenstadt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Um uns dann aber endlich – nach der vielen Fahrerei – mal wieder ein bisschen mehr zu bewegen, wandern wir am nächsten Tag den Flat Top Mountain Trail. Schon beim Losmarschieren regnet es und dazu ist es ziemlich windig. Wären wir nicht so viele Meilen zum Trailhead gefahren, hätten wir es uns vielleicht anders überlegt. Aber jetzt heißt es: &quot;Los, egal wie das Wetter ist!&quot; Wir haben schließlich die richtige Kleidung für solches Wetter. Oben auf dem Top ist es dann aber so windig, dass wir uns an den Händen halten aus Angst, dass man sonst vom Winde verweht wird. Das haben wir wirklich noch nicht erlebt. Selbst das Atmen gegen die Windrichtung ist sehr schwierig. Wir sind bis über beide Ohren eingepackt und es pfeift nur so um unsere Köpfe. Also schnell wieder runter und sehen, dass wir auf dem Pfad bleiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Als wir unten am Parkplatz im Camper unsere Mittagspause machen, drückt sich das viele Wasser sogar ein wenig durch die Fenstergummis ins Mobil. Aber schon auf der Rückfahrt klart der Himmel in Anchorage wieder auf und die Sonne kommt heraus. In der Stadt spüren wir nichts mehr vom Wind. Wir schauen uns den Wasser- und Buschflugzeughafen an – es soll ja tatsächlich der größte der Erde sein. Beeindruckend, wie viele kleine Flugzeuge dort stehen. Man kann einfach so über den Flughafen fahren – wir müssen lediglich die Verkehrsschilder beachten, da die Flugzeuge Vorfahrt haben. Immer wieder kommt mir der Gedanke: So wie bei uns in Deutschland die Leute ihre Schrebergärten mit Laube haben, besitzen die Menschen hier ihr Wasser- oder Buschflugzeug mit dazugehöriger Laube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Uns erwartet Seward auf der Kenai Halbinsel! Auf der Strecke von Anchorage dorthin regnet es leider viel. Oder es wabert der Nebel, so dass wir von der eigentlich sehr schönen Strecke leider nicht viel sehen. Auch am Beluga Point, ein paar Meilen unterhalb von Anchorage, will sich bei diesem Wetter kein Beluga zeigen. Pech, was soll man sonst sagen? Vom Parkplatz am Portage Lake führt uns noch ein kurzer Trail zum Byron Glacier – dieses Mal bleibt es zum Glück trocken!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;In Seward finden wir direkt am Ufer noch zwei schöne Stellplätze. Es ist wirklich mehr ein Stellplatz für Wohnmobile als ein Campground, aber die Atmosphäre ist genial! Man sitzt mit seiner Bank direkt auf dem Grünstreifen am Ufer. Dann kommt die Promenade, über die man spazieren gehen kann. Überall stehen Campmobile. Wenn man draußen sitzt, spaziert immer mal jemand vorbei, bleibt stehen und hält ein nettes Schwätzchen. Ab und an schwimmt unten ein Seeotter vorbei oder man schaut den vorbeifahrenden Booten zu. Und je später der Abend, umso besser wird das Wetter. Und plötzlich erkennt man auch, dass drumherum Berge emporragen, die vorher im Nebel versteckt waren. Im Visitor Centre erkundigen wir uns nach dem Wetter für die nächsten Tage, da wir gern noch eine Bootsfahrt in die Fjorde buchen wollen. Das Wetter soll die nächsten Tage super werden – sonnig und Temperaturen über 20 Grad. Na, dann passt doch alles!&lt;br /&gt;
Für den nächsten Tag steht mal wieder &quot;Beine vertreten&quot; auf der Agenda. Wir laufen den wunderschönen Harding Icefield Trail. Es ist ein abwechslungsreicher Trail, der am Exit Glacier vorbei geht. Am Anfang schlängelt er sich durch einen Wald, dann weiter über eine Wiese und zum Schluss über Schieferfelder, die teilweise schneebedeckt sind. Und dann steht man vor dem Harding Icefield. Der Mund klappt auf. Der Blick raubt einem den Atem. So groß haben wir uns den Gletscher nicht vorgestellt! Hier müssen wir länger verweilen! Passt, denn wir waren ohnehin schneller als gedacht. Und so nehmen wir auf dem Rückweg noch den Exit Glacier Trail mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Es heißt wieder früh aufstehen am Morgen danach. Für die Schiffstour zu den Gletschern. Sie startet zwar erst um acht, aber wir müssen schon eine Stunde vorher da sein. Wir laufen von unserem Stellplatz zu Fuß zum Hafen. Das Wetter ist perfekt für die Tour, die uns durch die Fjorde zum Holgate Glacier führt. Wir erleben sogar das &quot;Gletscherkalben&quot;! Vom Schiff aus sehen wir Buckelwale, Papageientaucher und Seelöwen! Als wir nachmittags wieder in den Hafen einlaufen, sind wir zwar etwas durch­gefroren, aber die Tour hat sich für uns gelohnt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auf der Rückfahrt nach Anchorage werden wir heute für unser Wetterpech auf der Hinfahrt zur Kenai Halbinsel entschädigt! Wir lassen die tolle Landschaft unter einem wolkenlosen Himmel auf uns wirken. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel schönes Wetter ausmacht. Man glaubt, man sei eine bestimmte Strecke noch gar nicht gefahren! Auf dem Seward Highway sehen wir dann auch noch eine Elchkuh mit ihrem Jungen die Straße überqueren. Besser kann der Morgen doch gar nicht beginnen, oder? Beim Morgenspaziergang können wir kurze Zeit später noch einen Bären beobachten. Es liegt noch Nebel über der Landschaft. Das macht diese Begegnung fast ein bisschen mystisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dann geht&#039;s weiter vorbei an Anchorage und Palmer auf den Glenn Highway. Da wir einiges an Strecke bewältigen müssen und einen ungeplanten Stop eingelegt hatten, fahren wir bis in den Nachmittag hinein. Das Wetter zeigt sich immer noch von seiner sonnigen Seite und taucht die Landschaft in ein schönes, warmes Licht. Die Herbstfärbung ist inzwischen nicht mehr zu übersehen. Als plötzlich der Matanuska Gletscher vor uns auftaucht, staunen wir nicht schlecht. Da auf dem Glenn Highway nicht so viele Campgrounds liegen, beschließen wir heute wild zu campen und werden ein Stück hinter dem Gletscher fündig. Es ist ein superschönes Plätzchen – sogar mit Feuerstellen und einer traumhaften Bergkulisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Als wir am nächsten Morgen aufwachen, ist es bitterkalt. Wir spähen aus dem Fenster und können erkennen, dass es in der Nacht hinten in den Bergen geschneit hat. Die Bergspitzen sind alle weiß. Egal, es geht heute nach Valdez. Wir haben uns zu Hause lange überlegt, ob wir nicht mit der Fähre von Whittier nach Valdez fahren sollen. Haben uns aber dagegen entschieden, weil wir die Fähre hätten buchen müssen und uns das die Unabhängigkeit genommen hätte. Die Fahrt ist aber landschaftlich so schön, dass wir es nicht bereuen. Beeindruckend ist auch der Worthington Glacier, der von der Straße nicht weit entfernt liegt. Man kann bequem zu Fuß an den Rand des Gletschers laufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir hatten einfach keine Lust in Valdez auf einen RV-Park zu fahren, denn Valdez an sich hat uns etwas enttäuscht. Außer dem Hafen gibt es dort nicht so viel Besonderes zu sehen. Die Fahrt dorthin durch den Keystone Canyon ist schön, aber Valdez selbst ist die Fahrt nicht wirklich wert. Und so steuern wir den Blueberry Lake Recreation Campground an, der wunderbar in die schöne Landschaft eingebettet liegt. Obwohl es auf dem Campground sehr windig ist, können wir noch die Nachmittagssonne in vollen Zügen genießen. Am späten Abend und in der Nacht legt der Wind so zu, dass uns tatsächlich das Schwanken des Campers in den Schlaf wiegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Da der Worthington Glacier an diesem Morgen so hübsch in der Morgensonne liegt, kommen wir um einen erneuten Fotostopp nicht herum. Zurück auf dem Richardson Highway geht es dann über Glennallen nach Tok und weiter den Alaska Highway runter an schneebedeckten Bergen und herbstlichen Bäumen vorbei. Südlich von Northway Junction kommen wir am Lakeview Campground an. Dieser Campground liegt urromantisch an einem See und ist dazu auch noch kostenfrei! Als wir dort ankommen, sind wir noch die Einzigen, bevor sich am Nachmittag der Platz doch noch füllt. Allerdings hat er auch nur elf Plätze. Unter den Campern ist auch ein Engländer, der nur mit Fahrrad und Zelt unterwegs ist! Und der Hammer: Der ist bereits seit fünf Monaten unterwegs und hat seinen Trip in Panama begonnen. Hut ab, was für eine Leistung! Er erzählt uns auch, dass bei diesem klaren Wetter die Wahrscheinlichkeit sehr hoch sei, die Aurora Borealis zu sehen. Wir sitzen daher fast bis Mitternacht am Lagerfeuer, ständig den Blick gen Himmel gerichtet. Auch in der Nacht linsen wir immer mal wieder aus dem Wohnmobilfenster. Aber leider war außer schönen Sternen nichts zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Über den Alaska Highway erreichen wir bei Beaver Creek den Grenzübergang nach Kanada. Und dann plötzlich eine Baustelle nach der anderen und außerdem lange Wartezeiten, bis überhaupt der Pilot-Truck kommt. Leider fängt es auch noch an zu regnen, so dass sich auch der Kluane Lake nicht von seiner schönsten Seite präsentieren kann. Eigentlich wollten wir dort auch auf den Campground, da es aber erst 13 Uhr ist und wir aufgrund des Wetters sowieso nicht mehr viel unternehmen können, fahren wir weiter über Haines Junction den Haines Highway runter auf den Kathleen Campground am gleichnamigen See. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Damit heißt unser Ziel für den nächsten Tag Haines. Unterwegs halten wir noch an den Million Dollar Falls. Wir verlassen das Yukon Territory und erreichen British Columbia. Weiter über den Chilkat Pass. Kurz davor wechselt die Landschaft. Ein herrliches Panorama über eine weite, baumlose Hochebene. Das ist wirklich mal was Neues für unsere Augen, die die ganze Zeit doch viel Nadelwald gesehen haben. Bevor wir Haines – jetzt wieder in Alaska – erreichen, kommen wir am Bard Eagle Reserve vorbei. Einen Adler können wir auch erspähen. &lt;br /&gt;
Bevor wir auf den Chilkoot Lake State Campground in Haines rollen, wollen wir erst die Tickets für die Fähre nach Skagway besorgen. Zu unserem Entsetzen müssen wir feststellen, dass die Fähre nur einmal am Freitag fährt und für unsere Camperlänge kein Platz mehr ist. Auch Samstag ist alles ausgebucht. Komisch, zu Hause habe ich mir noch den Fährplan auf den Laptop geladen und da waren vier Abfahrten für Freitag verzeichnet. Im Reiseführer steht auch, dass normalerweise um diese Zeit keine Probleme bei der Fährbuchung bestehen. Doch nun haben wir das Problem. Uns wird angeboten, uns auf die Warteliste setzen zu lassen. Dann müssten wir allerdings Freitag um 12.30 Uhr vorsorglich da sein. Das ist uns zu heikel. Also beschließen wir, am nächsten Tag wieder früh aufzustehen und Kilometer zu schrubben! Wenigstens liegt unser Campground sehr schön im Chilkoot State Park. Vor dem Campground am Fluss kann man super Bären beobachten. Dort kommen sie direkt den Hang runter und laufen über die Straße zum Fluss, um Lachse zu fangen. Es steht ein Schild hier mit dem Hinweis, dass in dieser Zone auf keinen Fall mit dem Auto gehalten werden darf. Auch soll der Bereich gemieden werden, sobald Bären präsent sind. Als wir nachmittags am Fluss vorbei kommen, halten wir vorher an einer Haltebucht an. Wir steigen aus und beschließen, einmal durch diese markierte Zone zu laufen – das darf man ja schließlich, wenn keine Bären da sind. An einer Stelle liegen ganz viele tote Lachse mitten auf der Straße – erste Bärenzeichen. Und als wir ungefähr in der Mitte des Bereichs ankommen, sehe ich plötzlich aus dem Augenwinkel im Gebüsch am Hang einen Grizzly sitzen – nicht einmal 15 Meter von uns entfernt! Ach, Gott, und hinten dran ist ja noch einer! Da wird mir doch etwas mulmig und ich flüstere zu meinem Mann: „Da sitzen Bären im Gebüsch!“ Langsam und ganz vorsichtig gehen wir rückwärts. Und warnen die Leute, die uns entgegenkommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Bären überqueren dann auch unmittelbar vor uns die Straße. Sie haben wohl wirklich gewartet, bis wir aus dem Weg sind. Zehn Minuten später kommen dann immer mehr Leute und auch ein Ranger. Da haben wir wohl die richtige Zeit erwischt, in der für die Bären Abendessen angesagt ist. Es ist wirklich ein einmaliges Erlebnis, zuzusehen, wie die insgesamt drei Bären die Lachse aus dem Wasser fischen. Einer ist permanent im Wasser und reicht sozusagen dem anderen die Lachse hoch. Es gesellen sich dann noch die Möwen dazu, die natürlich die Reste fressen. Zwischendrin gehen die Bären nochmals zur Straße, erledigen ihr „Geschäft“ und dann geht’s weiter mit dem Lachsfang. Was für ein Abenteuertag!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen fahren wir zum Frühstücken extra noch einmal um sechs Uhr raus zur Straße am Fluss, um die Bären zu beobachten. Aber diese sind wohl schon fertig mit ihrer Mahlzeit, denn der letzte Bär überquert noch vor uns die Straße und läuft hinauf in den Wald. Schade! Das Ausmaß des Frühstücks ist aber nicht zu übersehen. Überall sind die Lachsreste verteilt und es riecht dementsprechend. Nach unserem Frühstück geht es auf zu unserer Endstation Whitehorse zum Wolfs Creek Campground etwas außerhalb der Stadt. Wir wollen für die letzten Nächte noch einen schönen Platz – und keinen klassischen RV-Park. Auf den 180 Kilometern zurück von Haines begegnen uns nur vier Autos. Einfach schön. Man darf gar nicht daran denken, dass wir bald wieder in Deutschland sind. Bevor wir unseren Platz beziehen, besuchen wir bei Whitehorse noch den Miles &lt;br /&gt;
Canyon und die Fischleiter am Yukon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Da wir ja vorher keinen Platz auf der Haines-Fähre bekommen hatten und uns somit die schöne Strecke von Skagway hoch nach Whitehorse bislang vorenthalten geblieben war, beschließen wir, diese am letzten Tag abzufahren. Wir sind in diesem Urlaub so viel gefahren, dass es darauf auch nicht mehr ankommt. Ab auf den Klondike Highway und vorbei an Emerald Lake, Carcross Desert – der kleinsten Wüste der Welt – und von Carcross nach Skagway. Spektakuläre Landschaftspanoramen verführen uns, fast an jedem Aussichtspunkt anzuhalten. Auf dem Weg nach Skagway wechseln wir von den Yukon Territories nach British Columbia, dann wieder in die USA. Skagway ist ein echt schmuckes Städtchen und wir sind froh, den Abstecher noch gemacht zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Aber irgendwann kommt der Tag, den man eigentlich nicht wahrhaben möchte: Abgabe des Campers – Urlaub vorbei. Doch wenigstens erfolgt die Abgabe bei Fraserway völlig problemlos. Sie sind sogar so nett, uns in die „Stadt“ zu fahren, da unser Flug erst abends rausgeht. Am Ufer des Yukon genießen wir noch die letzten Sonnenstrahlen. Um halb drei werden wir von Fraserway wieder abgeholt und zum Flughafen gefahren. Im Auto erfahren wir, dass unser Flugzeug mit einer Stunde Verspätung in Whitehorse landen wird. Ist uns völlig egal. Wir sind tiefenentspannt. Schon am Folgetag werden wir in Frankfurt landen und unmittelbar von der Hektik und dem Verkehr vereinnahmt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Stolze 5648 Kilometer sind wir vier insgesamt gefahren! Als Super-Team haben wir sehr viel Schönes und Neues erlebt. Der Urlaub hat uns wieder bewusst gemacht, wie schön es ist, Natur zu erleben und wie wichtig es ist, diese auch zu erhalten. Für uns ist die Reise mit dem Camper ideal. Wir erleben die Urlaubszeit intensiver als früher und zehren länger von ihr. Drum, Mensch, sei zeitig weise! Zeit ist’s. Reise, reise!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Von Kanadafieber gekürzter Text. Originaltext von Heike Paulus: &lt;br /&gt;
Suchwort Paulus Yukon auf www.kanadafieber.de&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</description>
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                <title>Spätsommer in Nova Scotia 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Spaetsommer-in-Nova-Scotia.html</link>
                <pubDate>Mon, 23 Jan 2023 13:54:14 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/img_7817.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Die besondere Reise&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Familien-Spätsommer in Nova Scotia&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Kanadas Ostküste. Zwei Erwachsene, zwei Kinder und die Frage nach dem richtigen Fahrzeug für dieses Unterfangen. Wohnmobil oder Mietwagen? Wir können uns nicht entscheiden. Und machen einfach beides. Eine großartige Entscheidung.&lt;br /&gt;
Text und Fotos: Daniela Reichert&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Drei Wochen Nova Scotia. Die Atlantikprovinz erleben und herausfinden, warum sie &quot;Canada&#039;s Ocean Playground&quot; genannt wird. Denn ja, auch wir haben uns eingelesen und wollen sie nun entdecken: wilde Strände und Steilküsten, idyllische Seen und köstliche Meeresfrüchte. Wir, das sind Thomas (Reiseberater bei SK), Daniela (Mediengestalterin bei SK) und unsere beiden Kinder James (4) und Liah (2). Nova Scotia ist einer der wenigen weißen Flecken auf unserer persönlichen Kanadakarte und so steigt die Vorfreude mit jedem Tag. Besonders die Kinder fiebern dem Urlaub entgegen. Endlich wieder Kanada!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ende August. Der Tag der Abreise. Die Kinder sitzen auf ihren gepackten Koffern. Wann geht es endlich los? Gleich, nur noch den Schlüssel und den Kater bei den Nachbarn abgeben. OK, und dann noch der Schnelldurchlauf der ungefähr eintausend Fragen, die mir ganz plötzlich noch einfallen – wie immer vor einer längeren Reise. Check, Check und Doppelcheck. Alles in Ordnung, los geht&#039;s. Ab auf die Autobahn in Richtung Frankfurt. Ich atme tief durch. Jetzt beginnt der Urlaub für mich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auf nach Halifax! Entspannter Flug mit Condor, guter Service und nur sieben Stunden in der Luft – perfekt für Liah und James. Als wir kanadischen Boden berühren, ist es bereits später Abend. Sehr gut, dann &quot;dürfen&quot; wir gleich schon schlafen gehen. Untergebracht sind wir heute im ALT Hotel. Gefällt uns gut: Das Hotel ist in den Airport integriert, man kann direkt hinlaufen. Und im Zimmer ist alles perfekt: achter Stock, riesige Panoramascheiben und ein toller Blick auf das Rollfeld. Kinder und Ehemann Thomas sind begeistert. Noch lange beobachten sie die Maschinen, bevor sie dann aber erschöpft ins Bett fallen. Genau wie ich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ach ja, Kinder und Jetlag. Gefühlt ist es Mitternacht, als uns die Quälgeister wecken. Naja, immerhin schon fünf Uhr morgens. Eine Stunde später sind wir dann alle auf und scharren mit den Hufen. Ob man schon frühstücken kann? Klar, das ist das Gute am Airport-Hotel. Auch wenn wir die Ersten sind an diesem Morgen. Allein an einem üppigen Frühstücks-Buffet – das lohnt sich! Schon fliegen die ersten Pancakes auf die Teller und werden in Ahornsirup ertränkt. Es ist still um uns herum, aber die Stimmung ist prächtig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Pünktlich um acht holt uns das Fraserway-Shuttle ab. Alles geht reibungslos und fliegt geradezu an mir vorbei. Tatsächlich nur eine gute Stunde später cruisen wir mit mehr als acht Metern Wohnmobil auf dem Highway. Die Kinder finden&#039;s riesig. Stolz sitzen sie auf ihren Kindersitzen und schauen hinaus. &quot;Das Wohnmobil ist richtig cool&quot;, ist das Fazit von James. Und damit ist alles gesagt. &lt;br /&gt;
Über Truro fahren wir nach Canso, um direkt zwei Tage stehen zu bleiben. Um anzukommen, ein wenig zu relaxen, zu wandern und zu schwimmen. Die Seen haben schließlich 26 Grad! So geht dieser Plan schon einmal auf: zwei volle Genießertage mit durchweg spätsommerlichem Wetter. Sonne satt, leichter Wind, toller Start!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
Dann aber weiter nach Nordosten in Richtung Sydney. Die Strecke avanciert zu meinen persönlichen Landschafts-Highlights in Nova Scotia. Einfach nur traumhaft! Einige Blicke auf den Bras d&#039;Or Lake erschlagen mich fast. Hätte nie gedacht, dass es hier so schön ist! Noch vor Louisbourg steuern wir den Mira River Provincial Park Campground an. Und sind erstaunt: Die Stellplätze sind gerade einmal zu einem Fünftel gefüllt. Und die Lage ist klasse: direkt am Fluss und echt gut ausgestattet. Sogar mit Duschen, Wasser, Stromanschluss und der Möglichkeit zu waschen – nicht ganz unerheblich, wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist. Nein, wirklich, der Platz gefällt uns. Ein toller Ausgangspunkt für die nächsten Abenteuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Fortress Louisbourg – so heißt eines dieser Abenteuer. Durch tiefgrüne Wälder – ja, tatsächlich, wir sehen wirklich noch keine Anzeichen von den so typischen Verfärbungen des Indian Summer – erreichen wir die berühmte Festungsanlage. Viele werden sie kennen und ich möchte hier keine Reiseführertexte bringen. Nur so viel: Es lohnt sich! Gerade aus der Familienperspektive. So viel Abwechslung durch die unterschiedlichsten Attraktionen. Und in tollen, historischen Kostümen all die kommunikativen Darsteller, die trotz aller Offenheit im­mer in ihrer Rolle bleiben. Geschichte zum Anfassen – das können die Kanadier einfach. Das lässt Kinderaugen größer werden. Genau wie der große Burger, durch den der Tag perfekt wird. Satt und müde fallen wir in unsere Betten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ok, heute früh müssen wir nochmal schnell nach Sydney. James hatte auf der Durchfahrt gestern einen Tim Hortons erspäht – endlich Timbits! Eine große Schachtel voll mit dem Donutgebäck mit Suchtpotenzial wird für jeden zugänglich im Durchgang des Mobils platziert und alle sind zufrieden. Gut so, denn eine lange Etappe liegt vor uns. Cape Breton – der Cabot Trail! Große Erwartungen, die nicht immer hilfreich sind. Fast sind wir zunächst sogar ein bisschen enttäuscht. Irgendwie hatten wir uns die Landschaft viel gewaltiger vorgestellt. Auch die Straßenqualität macht uns hier und da zu schaffen. Unser großes Fraserway Wohnmobil schaukelt teilweise ganz ordentlich durch die vielen Unebenheiten. &quot;Ob die Teller noch heil sind&quot;, fragt James. Gute Frage. Aber wir vergessen, dies weiter zu erörtern, denn die Landschaft draußen schlägt zu. Endlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Je näher wir dem Cape Breton Highlands National Park kommen, desto spektakulärer wird die Kulisse. Wir erklimmen Höhenmeter um Höhenmeter – und da ist er, der Parkeingang. Wir fahren rein und sind von der Aussicht überwältigt. Sattgrüne Wälder vor dem Hintergrund des aufgewühlten Atlantiks. Eine so herrlich raue Küstenlinie, dass sie einen regelrecht anschreit: &quot;Hier ist die echte Wildnis. Komm und entdecke mich!&quot; Wir steigen staunend aus und entschließen uns zu einer spontanen Wanderung. Die Kinder ziehen super mit und so wird es eine tolle, ganz ungeplante Pause. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Einen geeigneten Campingplatz können wir in dieser Idyl­le allerdings nicht finden. Nicht, weil es keinen gäbe. Nein, alles voll. Natürlich ist gerade auch mal wieder Labour-Day-Weekend, das erste lange Wochenende im September. Und natürlich hätten wir da mal wieder eher dran denken sollen. Ein regelrechter Anfängerfehler. Und das obwohl wir doch schon mehrere Jahre in Kanada gelebt haben und es wirklich besser wissen müssten. Wir fahren weiter nach Cheticamp und ergattern auf dem Plage St. Pierre Campground den letzten Stell­platz. Der Platz ist zweckmäßig, nicht wirklich etwas Besonderes. Aber wenn das Campfeuer lodert und eine herrlich duftende Fischsuppe darauf köchelt, ist ohnehin jeder Stellplatz ein guter! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auf der Weiterfahrt zum Caribou Provincial Park besuchen wir die Glenora Destillerie in Glenville. Die Führung durch Kanadas einzige Brennerei für Single Malt Whisky gefällt uns. Nicht zu lang, sehr informativ und gut mit Kindern zu machen. Dann aber schnell weiter – über Inverness geht es nach Pictou. Erst auf dem Campingplatz merken wir, wie heiß es ist. Fast 30 Grad. Die Campsites liegen auf einer kleinen Anhöhe und man blickt auf die mächtige Northumberland Strait. Traumhaft! Das Meer ist heute gar nicht stürmisch. Im Gegenteil: Nur ganz wenige Wellen sind zu sehen. Da fällt der Sandstrand den Kindern natürlich sofort ins Auge. In kürzester Zeit ziehen wir mit Eimern, Schaufeln und Förmchen los. Die Kinder voran. Und der Strand ist toll. Ganz feiner Sand. James und Liah haben im Wasser ihren Spaß – und Papa Thomas erst. Was für ein herrlicher Sommertag am Meer! Der Strandspaziergang und das abendliche Lagerfeuer runden ihn ab. Und die selbstgefangene Makrele zum Dinner! Ja, Thomas hatte Erfolg – sehr lecker! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Was ein Temperaturabfall! Von den 30 Grad merken wir am nächsten Morgen kein bisschen mehr. Es sind vielleicht gerade einmal 18 Grad – wenn überhaupt. Über der Strait liegt eine dicke Nebelschicht. Der Himmel grau-blau. Die ersten, dicken Tropfen fallen nach dem Frühstück. OK, mit buddeln und baden wird es heute nichts mehr – wir fahren weiter. Bei aller Enttäuschung ist ja gerade diese Flexibilität auch wieder das Gute an einer Wohnmobilreise. Auf nach Truro zum Einkaufsstopp im riesigen Atlantic Superstore. Thomas hat beim Familienrat dicke, saftige Steaks beantragt und die Jagd gestaltet sich erfolgreich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;An der Bay of Fundy entlang fahren wir weiter in Richtung Blomidon Provincial Park. Das Timing passt: Die Wolkendecke ist aufgerissen und die Sonne wärmt die Luft wieder auf. &quot;Closed&quot;. Na, super. Der Park ist seit dem langen Wochenende geschlossen. Weiter geht die Fahrt, gezwungenermaßen. Hoffentlich nicht mehr so lange – wir wollen unsere Steaks! Und dann passiert der kanadische Klassiker: Gerade wollen wir losfahren, da spricht uns ein Kanadier an, dem wohl unsere ratlosen Blicke vor dem verschlossenen Campgroundtor aufgefallen waren. Kurzerhand fährt er uns ein paar Minuten vor und führt uns zu einem Campground, der klein und abgelegen ist, einfach gemütlich. So mögen wir es. Und dann schmecken auch die Steaks auf dem Feuer!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der nächste Tag ist mal wieder ein Ausflugstag. Erst geht es nach Wolfville, das mir sehr gefällt. Eine entzückende kleine Ortschaft mit vielen Pubs und Cafés. Auf dem Rückweg nochmal zum Blomidon Provincial Park. Hier im Minas Basin wird der weltgrößte Tidenhub gemessen – etwa 15 Meter. Ein gigantisches Schauspiel der Natur. Es ist Ebbe und wir gehen auf dem Meeresgrund spazieren. Ein Eldorado für Muschelsammler – also allemal für Kinder! Zurück am Campingplatz gönnen wir uns heute frischen Lachs vom Campfeuer. Schließlich ist heute der letzte Tag unserer Wohnmobiltour. Nach rund 1600 erlebnisreichen Kilometern werden wir morgen unser liebgewonnenes Appartement auf vier Rädern an der Fraserway Station in Bedford wieder abgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Raus aus dem Wohnmobil, rein in den Ford Expedition! Von der Mietwagenstation fahren wir in den Süden der Provinz. Zum Johns Back Lake, westlich von Shelburne. Noch eine gute halbe Stunde über Schotterpisten, vorbei an der irritiert dreinblickenden Rehmutter und ihren Jungen. Dann ist sie erreicht, unsere Unterkunft für die nächsten Tage: ein großes Vollblockhaus mitten im Nirgendwo. Mit eigenen Kanus am Ufer und ohne direkte Nachbarn. Vor uns nur der glasklare, warme See. Und das Haus ist tatsächlich komplett aus Baumstämmen gefertigt, ein echtes handwerkliches Meisterstück. Der &quot;Wow&quot;-Effekt kommt direkt nach dem Aussteigen – unsere Erwartungen werden schlichtweg übertroffen. Für die nächsten Tage ein Wildnis-Himmel für Familien! Thomas und James angeln vom Steg aus. Erfolgreich  und die Fische aus dem Johns Back Lake sind echt lecker. Mit den Kanus paddeln wir fast jeden Tag über den See. Für Liah etwas zu &quot;wackelig&quot;, aber trotzdem schön. Das Wasser ist angenehm warm, rund 23 Grad. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Im Untergeschoss des Hauses gibt es einen großzügigen Hot Tub, der auf die Kinder eine magische Anziehungskraft ausübt. Wir nutzen ihn oft in Kombination mit der herrlich nach Holz duftenden Rotzeder-Sauna. Wohnzimmer und Küchenbereich gehen ineinander über, im Zentrum der große, wunderschön gemauerte Kamin. Dazu je drei Schlaf- und Badezimmer und die umlaufende Veranda, die sich hinter dem Haus zu einer großen Terrasse mit Seeblick verbreitert. Ein Traum halt. Der Kontrast zum ersten Teil unserer Reise ist enorm. Mit dem Wohnmobil haben wir etliche Kilometer zurückgelegt und viel gesehen. Hier entspannen wir. Den Kindern gefällt beides gleich gut. Das Leben im Haus am See ist spannender, das Wohnmobil ist cooler. Mein Gott, die Kinder sind zufrieden – ist das hier etwa Urlaub?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Natürlich bleiben wir nicht nur am See. Denn fehlen darf hier im Süden natürlich nicht der Ausflug nach Lunenburg. Ich genieße das hübsche Hafenörtchen mit seiner markanten Holzarchitektur. James und Liah finden die vielen bunten Häuser klasse. Ein großes Eis im Café am Hafenbecken, das auch für Kinder enorm spannende Meeresmuseum und dann frischer Hummer in der „Old Fish Factory“ – man wundert sich, wie schnell und doch genüsslich der Tag an einem vorbeitreiben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Und dann finden wir ihn auf einem unserer Ausflüge tatsächlich, den perfekten Strand. Der Sand ganz fein und weiß. Fühlt sich an wie Samt. Bei Port Mouton auf der Lighthouse Route haben wir ihn entdeckt. Zufällig. Wir sind einfach den Hinweisschildern „Sea &amp; Sand“ gefolgt und am paradiesischen „Carters Beach“ gelandet. Und das Wetter spielt mit. Es sind etwa 27 Grad. Nur das Meer hat vielleicht gerade einmal 18 Grad. Den Kindern ist es ja sowieso egal. Ab in die Neoprenanzüge und los geht der Spaß! Viel Sonne für Mitte September!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Das Problem ist, dass ab jetzt keine langen Ausflüge mehr möglich sind. Von den Kindern hören wir nur noch das Kommando „Strand!“ oder die fast vorwurfsvolle Frage „Wo ist denn der Sand?“ Und somit steht unser Strandtag am Carters Beach exemplarisch für die letzten Tage unseres Urlaubs. Nie brauchen wir weit zu fahren – immer finden wir neue, herrliche Strände. Ob am Crescent Beach bei der reizvollen Ortschaft Lockeporte, wo man toll frischen Fisch kaufen kann, oder auf der Insel Cape Sable Island. Gerade bei den Inselstränden wie dem Hawk Point?Beach, dem südlichsten Zipfel Nova Scotias, sind wir immer wieder tief beeindruckt von dem Kontrast zwischen schneeweißem, feinem Sandstrand und dem türkisfarbenen, fast karibisch anmutenden Ozean. Klar ist der kälter, dafür aber auch voller Leben!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Und zum Abschluss Peggy’s Cove. Das schmucke, kleine und natürlich schon etwas touristischer ausgelegte Örtchen an der Ostküste der St. Margarets Bay ist mit seinem imposanten Leuchtturm ein Highlight der Lighthouse Route, auf der wir ja nun schon seit Tagen wandeln. Malerisch liegt er auf einem gewaltigen Felsbrocken, vor den die Wellen des offenen Atlantiks peitschen. Man hört es nur so rauschen. Toll! Wir sind froh, dass wir dieses Erlebnis noch mit ins Gepäck nehmen können, so kurz vor unserer Rückkehr nach Halifax. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Aber war das tatsächlich schon der Abschluss? Nein, natürlich nicht! Schließlich gibt es kurz vor dem Flughafen noch einen Tim Hortons. Ein letztes Mal Timbits für alle! „Tschüss Kanada! Wir kommen wieder.“ Klingt zum Abschluss fast ein bisschen kitschig. Wenn es nicht aus dem Mund meines vierjährigen Sohnes gekommen wäre, kurz bevor er im Flugzeug zusammen mit seiner Schwester in den Tiefschlaf bis zur Landung in Frankfurt fällt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Unser Urlaub ist zu Ende. Schön war’s. Dass James seinen ersten Fisch in Kanada gefangen hat, weiß mittlerweile der ganze Kindergarten. Nova Scotia, „Canadas Ocean Playground“, hat seinem Beinamen alle Ehre gemacht. Ein Ort, an dem man noch viele Landschafts- und Erlebnis-Juwelen entdecken kann. Und das, ohne viel fahren zu müssen. Wir sind immer noch beeindruckt.&lt;/p&gt;</description>
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                <title>Forestry Trunk Road 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/oh_ftr_1.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;em&gt;Ein Abenteuer! Es ist eine Sache, die Natur von Alberta über die gut erschlossenen Asphaltstraßen der Nationalparks zu erfahren. Auf einer Schotterpiste durch leere, kraftvolle Wildnis zu rollen, ist eine andere.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Text und Fotos:&lt;/em&gt; &lt;strong&gt;Ole Helmhausen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der Grizzly ist sauer! Er packt mich beim Genick und schüttelt mich hin und her wie eine Gliederpuppe. Dann lässt er mich los und drückt meinen Kopf mit seiner mächtigen Vorderpranke in den Schlamm. Er lässt sich Zeit, aber dann beißt er zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Und dann wache ich auf. Verdammt, Eric! Du hättest mir gestern Abend nicht erzählen dürfen, dass Szenen aus &quot;Revenant&quot; mit Leonardo di Caprio unweit deiner Mount Engadine Lodge gedreht worden sind! Als ich mich umdrehe und aus dem Fenster des Navion spinxe, noch ein Schreckensszenario: Brennt etwa der Mount Commonwealth? Quatsch, die Sonne geht auf! Ich greife die Kamera und stürze nach draußen, aber da ist - wie so oft  -  das Beste schon wieder vorbei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
So fängt der 19. Tag meines Roadtrips durch BC und Alberta an: abenteuerlich! Und so geht er weiter. Heute geht&#039;s zum Waterton Lakes National Park. Der kleine Park in der Südwestecke von Alberta ist für mich einer der schönsten des Landes. Ich freue mich riesig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Und das Tüpfelchen auf dem i: Ich nehme die Forestry Trunk Road dorthin. Die Forestry Trunk Road ist eine insgesamt etwa 1000 Kilometer lange Schotterstrecke durch die östlichen Foothills der Rocky Mountains und reicht von Grande Prairie im Norden bis nach Coleman am Crowsnest Pass im Süden. Sie ist selbst hier so unbekannt, dass ich bei meinen Erkundigungen von &quot;Locals&quot; die unterschiedlichsten Einschätzungen höre. Von &quot;gnadenlos schlechter Zustand&quot; bis &quot;da kannst du mit einem Airbus drauf landen&quot; reichen die Einschätzungen. Nur in einem Punkt sind sie alle einig: Bei Regen nur mit Allrad!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Und jep, der Himmel macht mir ein wenig Sorgen. Von Norden zieht eine Regenfront auf. Eilig sage ich Eric und seinem supernetten Team Goodbye und klemme mich hinters Lenkrad. Vor mir liegt der südliche Abschnitt der Forestry Trunk Road, vom Peter Lougheed Provincial Park bis nach Coleman. 160 Kilometer durch weitgehend menschenleere Wildnis. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Doch zunächst fahre ich in Südrichtung auf dem Smith Dorrien Trail - und halte trotz der drohenden Wolkenwand immer wieder an, um die majestätische Berglandschaft zu fotografieren. Und den absolut wahnsinnigen Regenbogen hinter mir! Im Provincial Park wechsle ich für 80 Kilometer auf den Highway 40, besser bekannt als Kananaskis Highway. Auch hier begegne ich kaum einer Menschenseele. Die Rockies für sich allein zu haben, das ist ein erhebendes Gefühl!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Kurz hinter Highwood Pass, dem mit 2200 Metern höchsten geteerten Pass in Kanada, biege ich endlich auf die Forestry Trunk Road ab. Ich könnte jetzt mit zig Adjektiven losfeuern, aber hier sage ich einfach nur: Es ist ein echtes Abenteuer. Die Natur Albertas in den gut erschlossenen Nationalparks zu erfahren, ist eine Sache. Auf einer Schotterpiste durch leere, kraftvolle Wildnis - leer wie: kaum Menschen, kaum Schilder, kein Handyempfang und Gegenverkehr höchstens einmal pro Stunde - zu rollen, ist eine andere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wenn ich die Gegend genießen will, die Berge, Täler, Creeks und Canyons, muss ich anhalten. Ansonsten habe ich meist beide Hände am Lenkrad. Die Stille der Wildnis in den Pausen ist ohrenbetäubend. Der Staub auf der Gott sei dank trocken gebliebenen Strecke dringt in den Navion und zwingt mich abends zu einer Grundreinigung. Ansonsten: keine Zivilisationsgeräusche. Nur das Rauschen der Wälder und das Knirschen des Staubs unter meinen Schuhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;In Crowsnest hat mich die Zivilisation wieder. Ein komisches Gefühl, störend und beruhigend zugleich. Ich nehme die 3 nach Osten und dann die 6 nach Süden. Meine absolute Lieblingsstrecke. Die endlose Prärie links, die Rockies im Schein der untergehenden Sonne rechts der Straße, rolle ich durch die Foothills meinem Tagesziel entgegen. Von der amerikanischen Seite herüber grüßt mich der weit aus den Rockies hervortretende Chief Mountain. Was für ein Licht! Zwischen bernsteinfarben und honiggelb. Traumhaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ein paar Tage später, nach einem erlebnisreichen Aufenthalt im Waterton Lakes Nationalpark, gehe ich von Calgary aus den nördlichen Abschnitt der Forestry Trunk Road an. Dazu verlasse ich die Präriemetropole in Richtung Airdrie, wo Navion-Vermieter Traveland RV Rentals eine recht neue Filiale unterhält. Die wollte ich mir eigentlich letztes Jahr schon ansehen. Bin also zunächst gespannt. Und dann beeindruckt - alles tipptopp. Traveland halt. Obwohl es auch hier, fast wie in Langley, schon wieder so aussieht, als würde der vorhandene Platz bald nicht mehr ausreichen. Ganz klar, Traveland brummt. Letztlich sage ich hier aber nur kurz hallo, bestätige, dass ich mit meinem Navion sehr zufrieden bin, und nehme dann den Highway 22 nach Norden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Links in der Ferne die endlose Kette der Rockies, rechts und vor der Haube sacht gewelltes Weideland. Der Verkehr ist längst ausgedünnt. Ranches mit Kühen auf der Wiese und Pferden in der Koppel gleiten vorbei. Dies ist Alberta abseits der Touristenpfade. In Sundre finde ich die wohl einzige Espressomaschine am Cowboy Trail. An der Tanke in Cremona frage ich nach dem Zustand der alten Forestry Trunk Road. Diese nicht asphaltierte Route verläuft etwas westlich parallel zur 22. &quot;Kein Thema&quot;, antwortet der braungebrannte Collegeboy, &quot;war dort letztes Wochenende mit meinem Trailer unterwegs!&quot; Schaffe ich sie auch mit dem Navion? &quot;Yeah, sure&quot;, meint der Dude und grinst. &quot;Nur nicht, wenn es regnet. Dann brauchst du Allrad!&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Vom Cowboy Trail zweigen mehrere &quot;Service Roads&quot; zur Forestry Trunk Road/Highway 734 ab. Ich nehme eine davon und habe die Wildnis bald wieder für mich ganz allein. Auf der gesamten Strecke bis nach Nordegg am Highway 11 kommt mir nur eine Planiermaschine entgegen. Dieser Abschnitt ist kurvenreicher als der südliche. Auch hier lasse ich am besten wieder die Bilder sprechen. Und rate allen, die es mir vielleicht nachtun wollen, immer beide Hände am Lenkrad zu lassen. Der Waschbretter in den Kurven wegen. Landschaftlicher Höhepunkt sind die Ram Falls. Danach gelange ich beim Weiler Nordegg wieder auf den Asphalt und rolle im Abendlicht gemütlich auf die Rockies zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Raues Alberta fernab der Touristenpfade. Kein Internet, kein Signal. Ist genau meins, die Forestry Trunk Road. Ein weiterer Weg in die Wildnis.</description>
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                <title>Wildnis trifft bunt 0,00 €</title>
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                <pubDate>Thu, 11 Apr 2019 03:02:48 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/hb_wildnistrifftbunt_1.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;em&gt;Sieben Wochen sind vergangen, seitdem ich von meinem Neufundland-Trip zurück bin. Und schon geht es wieder nach Kanada! Ins südliche Manitoba. Der Whiteshell Provincial Park, das lebendige Winnipeg und der Riding Mountain Nationalpark warten auf mich. Let&#039;s go!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Text und Fotos:&lt;/em&gt; &lt;strong&gt;Henrike Baum &lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ich weiß. Es ist ein Privileg so viel reisen zu können. Und ja, ich genieße es in vollen Zügen - mittlerweile im dritten Jahr hier bei SK Touristik. Tja, und nun lasse ich das kanadische Büroblockhaus im Münsterland tatsächlich schon wieder hinter mir. Es geht nach Manitoba. Mit der Air Canada nach Winnipeg  - zwei Flüge komplett ohne Verspätung. Na, das fängt doch super an!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;In Winnipeg werde ich von einer Vertreterin von Travel Manitoba begrüßt. Ich treffe auf meine Mitreisenden und schon geht es mit dem Kleinbus in Richtung Whiteshell Provincial Park. Er liegt östlich von Winnipeg. Unser Ziel: das Falcon Trails Resort. Kurz vor der Zielgeraden müssen wir jedoch unsere Geschwindigkeit ein wenig drosseln. Dies liegt zum einen an der Gravel Road. Zum anderen an den vielen Rehen, die genüsslich auf Gras kauend am Wegesrand stehen und uns neugierig beobachten. Das Falcon Trails Resort liegt direkt am Falcon Lake. Ich bin in der großen Lodge untergebracht. Richtig klasse! Alles sehr gemütlich. Sauber und schön eingerichtet. Ich freue mich über das große Bett. Nach dem gemeinsamen Abendessen bewundere ich noch den kla­ren Ster­nenhimmel, bevor ich gegen neun Uhr völlig k.o. ins Bett falle. Nach einer Anreise von knapp 24 Stunden ist das wohl kein Wunder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Kein Jet Lag! Nein, pünktlich zum Klingeln meines Weckers wache ich auf. Und genieße den herrlichen Blick auf den Falcon Lake. Klasse Start in den Tag! Zusammen mit dem gemütlichen Frühstück in der Ski-Lodge des Resorts. Ja, richtig: Ski-Lodge. Dieses kleine Fleckchen am Falcon Lake verfügt tatsächlich über einen Ski-Berg. Und im Winter läuft hier auch ein Ski-Lift. Aufgrund des Ski-Hügels finden hier tatsächlich Biathlon-Übungen- und Wettkämpfe statt. Der Übungsplatz ist sogar die Heimat von Megan Imrie, die 2010 und 2014 an den Olympischen Winterspielen für Kanada teilnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Luft an diesem Morgen ist herrlich. Die Sonne scheint schon und Nebelschwaden wandern über den See. Wunderschön - unheimlich beruhigend! Aber jetzt startet mein Programm. Und auch ich soll teilweise auf den Biathlon-Geschmack kommen! Zehn Minuten später finde ich mich schon an der Schießanlage des Skihügels wieder. Dann geht es los und ich darf auch ein paar Schüsse im Liegen und im Stehen abfeuern. Erstaunlich, das macht extrem viel Spaß! Und noch erstaunlicher, ich treffe die kleinen schwarzen Punkte recht gut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Zum Lunch geht es zurück zur Lodge. Danach habe ich Freizeit und kann ein wenig im privaten Hot-Tub der Lodge verweilen. Sprudelndes heißes Wasser und der Blick auf den Falcon Lake - ach, man kann sich dran gewöhnen: Eine Stunde lang bewege ich mich nicht mehr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Das Relaxen hat ein Ende. Es geht zur Falcon Beach Ranch. Hier wird mir ein Pferd zugeteilt und dann kann es auch schon auf den einstündigen Ausritt losgehen. Mein Pferd heißt King und es führt mich sicher durch so manche tiefe Pfütze und recht unwegsames Gelände. Zurück an der Ranch wartet ein leckeres Steak-BBQ. Bis spät in den Abend sitzen wir zusammen am Feuer und erzählen, bis wir fast von selbst ins Bett fallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ich wache auf und merke, dass es deutlich frischer in meinem Zimmer ist. Es ist bewölkt und es hat die ganze Nacht geregnet. Wir treffen uns zum Frühstück und treten den kurzen Marsch zu den Eco-Cabins des Falcon Trail Resorts am High Lake an. Nach rund 20 Minuten erreichen wir den See und nehmen die Cabins genauer unter die Lupe. Die Betreiber des Resorts haben entlang des Sees sechs unterschiedliche Cabins erbaut. Eco-Cabins werden sie nicht zuletzt auch genannt, weil sie ausschließlich mit Solarenergie versorgt werden und Wert auf Baustoffe gelegt wurde, die aus der näheren Umgebung kommen. Jede Cabin verfügt über einen privaten Steg zum High Lake. Ein besonderer Ort, irgendwie. Bestimmt toll, um mal eine nachhaltige Auszeit zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ob ich jetzt mit einem der kleinen Motorboote raus auf den See mitkommen möchte? Ja, klar! Die Möglichkeit lasse ich mir sicher nicht entgehen! Durch den See verläuft die Grenze zu Ontario. Ich fliege also zwischen den zwei Provinzen über die Wellen, während über uns Adler kreisen. In völliger Einsamkeit. Vor paradiesischer Wildniskulisse. Schade, dass es heute noch zurück nach Winnipeg geht. Aber es hilft nichts. Wir müssen uns verabschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Zwei Stunden dauert es mit dem Van zurück nach Winnipeg. Einchecken im &quot;Inn at the Forks&quot;. Gemütliches Zimmer. Noch schnell frisch machen - dann treffen wir uns mit zwei Vertreterinnen von Tourism Winnipeg zum Dinner im &quot;Forks Market&quot;. Das waren um 1900 zwei einfache Pferdeställe, die schließlich mit einem Vorhof und kleinen Brücken verbunden wurden. Heute ist es ein bunter Ort zum Zusammenkommen und man findet hier ausgefallene Shops und gute Restaurants. Es lohnt sich herzukommen. Das Dinner besteht aus Sushi, Fish&#039;n&#039; Chips und anderen Leckereien. Eine bunte und köstliche Mischung aus den einzelnen Restaurants. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Abends starten wir zu einer ganz besonderen Tour durch Winnipeg, der &quot;Hidden Codes Tour“ durch das Legislative Building. Erst vor ein paar Jahren hat man entdeckt, dass Frank Worthington Simon, der damalige Architekt, im Gebäude unzählige Hinweise, &quot;versteckte Codes&quot;, hinterlassen hat. Hinter vielen Statuen, Stufen und sogar in der Akustik des Gebäudes lassen sich mystische, mythologische oder hermetische Besonderheit entdecken – also, das ist wirklich mal spannend! Natürlich muss ich noch zum Assiniboine Park Zoo! Und hier wird für mich ein kleiner Traum wahr: Ich habe die Möglichkeit, an einer privaten Tour durch das Polarbären-Gehege des Zoos teilzunehmen. Spannend, denn in diesem Zoo findet ein Großteil der Forschung rund um die Polarbärenpopulation an der Hudson Bay statt. Es hat etwas Erhabenes, die Tiere aus dem eindrucksvollen Glastunnel heraus zu beobachten. Und hinter den Kulissen erfahre ich viel über die Forschung. Bin echt überwältigt! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Und der Tag hat noch etwas zu bieten: Abends geht es zum sogenannten „Manifest“. Ein Street-Food- und Food-Truck-Fest. Abgefahren! Ich lasse mich kulinarisch treiben – lecker, spannend, interessant. Und einfach etwas ganz anderes. Sehr bunt wieder. Winnipeg ist bunt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Abgefahren geht es weiter – und das nicht nur, weil mein Wecker extrem früh klingelt. Bereits um halb sechs sind wir zum Catfish-Angeln verabredet. Ich war noch nie angeln, aber was soll&#039;s? Etwas außerhalb von Winnipeg gehen wir an Bord der Boote von „Citycats“ und düsen ein Stück den Red River hinunter, dem Sonnenaufgang entgegen. Unser Guide Todd bereitet die Angeln für uns vor. Die Spannung steigt. Und tatsächlich, schon nach kurzer Zeit ruft Todd aufgeregt: „Quick! There must be a big one on the left rod!“ Das ist meine! Wow, die Angelrute biegt sich mächtig dem Wasser entgegen. Unter Anleitung, Adrenalin und viel Kraftaufwand hole ich den Wels ins Boot. Was für ein Riese! Schnell ein Foto, dann darf der Gute zurück ins Wasser. Kaum haben wir die Angel wieder bestückt, zappelt der nächste Fisch an einer der anderen Ruten. Wir verbringen drei Stunden auf dem Fluss und fangen zwölf Fische. Ein tolles Erlebnis – hätte ich nicht erwartet. Natur, frische Luft, eine faszinierende Landschaft und ein Morgen-Workout. Klasse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Zurück in Winnipeg folgt noch der Abstecher ins berühmte &quot;Canadian Museum of Human Rights&quot;. Dieses wurde erst im September 2014 eröffnet und liegt direkt am Zusammenfluss des Red und Assiniboine Rivers. Erzählt wird die Geschichte der nationalen und internationalen Menschenrechte  –?gerade auch aus der Perspektive der First Nations Kanadas. Lohnenswert! Leider bleibt mir viel zu wenig Zeit um alles vollends zu erkunden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am Abend wird’s lustig. Wir treffen uns zum Pub Crawl in Downtown Winnipeg. Sowas liebe ich ja! Ich finde, man lernt kaum irgendwo so viel über einen Ort und seine Bewohner wie bei einem zünftigen Pub Crawl! Wir starten im „Deer &amp; Almond“ mit einem tollen Dinner. Meine Empfehlung für Winnipeg. Und der Rest? What happens on the road...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Es ist gefühlt etwas neblig bei der morgendlichen Abfahrt in Richtung Riding Mountain Nationalpark. Aber ein schneller Stop bei Tim Hortons (was wäre auch ein Trip durch Kanada ohne Timmy&#039;s?) holt mich zurück ins Hier und Jetzt und ich bin hellwach, als wir den Nationalpark erreichen. Die Fahrt auf den Park zu ist schon beeindruckend. Wie eine grüne Insel erhebt er sich aus der ockerfarbenen Prärie. Ein echtes Schauspiel. Wie ein Festungswall steht es dann da, das beeindruckende Osttor des Parks, und schreit: „Hier beginnen Wald und Wildnis! Hier hat die Prärie keinen Zutritt!”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Im Park-Örtchen Wasagamin bin ich im „Lakehouse“ untergebracht. Das Hotel gibt es schon viele Jahre und wurde im letzten Jahr renoviert. Die Zimmer sind groß, sauber und schön eingerichtet. Nach einem kleinen Gang durch den Ort und einer Pause im Hotel steht ein frühes Dinner im TR McKoy’s an  – gemütlich und lecker! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Und abends starten wir zur &quot;Elk Bugling-Tour&quot;! Ich treffe mich mit Celes Davar am Startpunkt der Wanderung. Celes war schon in Nova Scotia als Parkranger beschäftigt und ist nun die gute Seele des Riding Mountain National Parks. Ich folge Celes in den Busch. Erst auf dem Wanderweg, dann querfeldein. Er führt uns zu Orten, an denen Wölfe jagen, Elche grasen oder Bären sich an Bäumen schubbern. Man könnte Celes stundenlang zuhören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir merken kaum, wie die Sonne langsam untergeht. OK, besser langsam zurück zum Parkplatz. Doch ausgerechnet jetzt funktioniert Celes&#039; GPS nicht richtig und nach einigen Minuten gibt er zu: &quot;Ok, this has never really happened to me, but I think we are a little lost.&quot; Nun ja, noch glaube ich, er scherzt . Bis Celes das Handy zückt, um seine Frau zu kontaktieren. Er bittet sie mit dem Auto zum Parkplatz zu kommen und dort so lange zu hupen, bis wir wieder aus dem Busch auftauchen. Irgendwie beeindruckend, ja, cool, dass man nach ein paar Schritten plötzlich so tief in der Wildnis ist, dass selbst einem Parkangestellten die Orientierung schwerfällt. Dass mich aber ein hupendes Auto vor einer Nacht in der Wildnis bewahrt, ist eine andere Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auf den Schreck lädt mich Celes zum nahe gelegenen Campingplatz ein. Dort haben seine Frau und er eine der Hütten gemütlich mit vielen Windlichtern geschmückt. Es gibt heißen Tee mit einem sehr leckeren Whisky - natürlich aus Manitoba und angeblich im letzten Jahr zum besten Whisky der Welt gewählt - und Schokolade aus Wasagamin. Ein Freund ist auch da und spielt für uns Gitarre und singt - so gemütlich! Zum Abschluss probieren wir uns im &quot;Wolfshowling&quot;. Am nah gelegenen See demonstriert Celes, wie Wölfe heulen. Und alle machen mit. Leider bleibt die Antwort heute aus. Doch es war wirklich ein besonderer Abend. Erst am nächsten Tag werde ich mitbekommen, dass unser kleines „Getting-Lost“-Abenteuer inzwischen das Gespräch des Ortes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der letzte volle Tag in Manitoba startet früh mit einer Tierbeobachtungs-Tour. Pat Rousseau nimmt mich mit auf seine Tour durch das Bison Reservat des Riding Mountain Nationalpark. Pat arbeitet für Riding Mountain Nature Tours und war 21 Jahre lang als Park-Wächter tätig. Er kennt den Park also wie seine Westentasche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auf dem Weg zu den Bisons spaziert direkt vor unserem Bus zuerst ein Wildpferd und wenig später ein Schwarzbär über die Straße. Ja, die Artenvielfalt des Riding Mountain National Park ist bemerkenswert. Nach einer halben Stunde ist das Ziel erreicht und ich entdecke die ersten Büffel. Gewaltige Tiere! Sie grasen friedlich, schauen nur ab und an mal rüber und stören sich nicht wirklich am menschlichen Besuch. Besonders verzückt mich das kleine Bisonkälbchen – so niedlich! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ein paar letzte Bilder. Dann geht es zurück nach Wasagaming. Hier frühstücke ich in der White House Bakery, die ich hier noch schnell empfehlen möchte. Hashbrowns, Bacon, Toast, Eier und Pancakes – ein typisch kanadisches Frühstück eben. Für den Nachmittag nehme ich mir den Hotel Hot-Tub vor. Das tut bei dem kalten Wetter und Nieselregen richtig gut. Das Abschiedsessen findet im Golf Clubhaus des Riding Mountain Parks statt. Wir lassen die Erlebnisse der letzten Tage Revue passierenund sind doch ein wenig traurig, dass wir morgen schon wieder die Reise nach Deutschland antreten müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ein letztes „Guten Morgen“ aus Manitoba. Schon gegen acht Uhr starten wir zurück nach Winnipeg. Die Fahrt dauert noch einmal gute drei Stunden – inklusive dem obligatorischen Stop bei Timmy. Mit einem letzten Lunch im schönen „Inn at the Forks“ zögern wir noch ein wenig den drohenden Abschied von Manitoba hinaus. Denn der fällt mir alles andere als leicht. Aber dann ist es soweit. Zurück nach Toronto. Von dort zurück nach Deutschland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die acht Stunden Flugzeit im Dreamliner der Air Canada geben mir Zeit zum Nachdenken. Zeit, ein Fazit dieser intensiven Reise zu ziehen: Manitoba hat mir unheimlich gut gefallen. Ich glaube, es ist dieser besondere Mix aus Wildnis, Wildlife, Moderne und unheimlich tollen Menschen, der den Reiz des Herzens von Kanada ausmacht. Ich wurde überall freundlich empfangen – wirklich wie ein richtiger Freund. Und die Provinz Manitoba selbst ist so vielseitig und spannend, wie ich es vorher nie erwartet hätte. Vom ruhigen Whiteshell Provincial Park über das bunte(!) Winnipeg bis hin zum wieder wilderen und stillen Riding Mountain National Park. Absolut die Reise wert. Meine auf jeden Fall! &lt;/strong&gt;</description>
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                <title>Am Felsen der Büffel 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 24 Oct 2018 03:00:02 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/headsmashed-alternivgross.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;Oft sucht man sie. Mit Glück findet man sie. Und manchmal stolpert man regelrecht über sie. Kanadas magische Orte. Ganz ehrlich, viel erwarte ich nicht, als ich im März mit der Schöffel-Crew zum Head-Smashed-In Buffalo Jump unterwegs bin. Ja, eine touristische Attraktion in Südalberta, aber jenseites der Nationalparks und mitten im Winter. So denke ich. Aber dann kommt alles anders.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text und Fotos:&lt;/i&gt; &lt;b&gt;Rainer Schoof &lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Grunde fängt es ja schon mit der Fahrt an. Am frühen Morgen starte ich in Banff. Mitten im März, mitten im Winter in den Rocky Mountains. Mir zur Seite sitzt Reisejournalist Ole Helmhausen. Zusammen machen wir uns auf den Weg und nehmen zunächst die Schotterpiste hin zum Lougheed Proncial Park unter die Räder unseres SUVs. Vorbei an den zugefrorenen Spray Lakes. Es sieht traumhaft aus und vermittelt den Eindruck von absoluter Einsamkeit. Obwohl es eigentlich gar nicht einsam ist, denn auf den endlosen Schneeflächen über dem Eis der Seen sieht man immer wieder die bunten Hüttchen oder Zelte von Eisanglern. Und einige Schlittenhundeteams sind auch unterwegs auf den Seen. Sieht schon toll aus. Beeindruckt bin ich auch von den doch einigen immer mal wieder rechts und links von der Schotterpiste geparkten Autos. Ja, die Kanadier sind ein Outdoor-Volk. Natürlich sind sie im Winter hier draußen und bewegen sich an der frischen, klaren Luft - in diesem grandiosen Winter-Wunderland um uns herum!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz klar, die Fahrt vorbei an den Spray Lakes im Winter ist eine Geschichte, die auch noch erzählt werden muss. Die so typische Winteridylle Kanadas soll für diesen Reisebericht aber nur als Kontrast dienen. Zu dem, was kommt. Denn heute wollen wir in den Süden Albertas, zum Head-Smashed-In Buffalo Jump. Unser Plan, durch den winterlichen Lougheed Park zu fahren, geht nicht auf. Am Parkeingang ist die Straße gesperrt. Der Schnee wurde hier schon seit längerem nicht mehr weggeräumt. Echt schade. Naja, also zurück auf die &quot;normalen&quot; Highways und dann westlich vorbei an Calgary. Glücklicherweise sind wir heute die Vorhut der Schöffel-Shooting-Crew und können die Unpassierbarkeit der Route rechtzeitig durchgeben. Ach ja, stimmt, wir sind gerade mitten im zweiten Fotoshooting mit Schöffel in Kanada. Und Cheffotograf Michael Müller hat sich in den Kopf gesetzt, auch Winterbilder ohne Schnee zu bekommen, die bildlich ein bisschen mehr die Übergangszeit zwischen Winter und den anderen Jahreszeiten vermitteln. Eine Herausforderung für mich. Und ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass Albertas Süden mir genau das auf so beeindruckende Weise ermöglichen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst also weiter auf Asphalt, auf dem Cowboy Trail. Immer weiter gen Süden - der Schnee ist schon lange weg. Autos kommen uns auch keine mehr entgegen. Irgendwann halten wir mal mitten auf der Straße an - es kommt ja keiner! Und wir glauben es kaum: Man muss eigentlich keine Jacke anziehen. Für die paar Minuten Fotostopp geht&#039;s sogar im T-Shirt! Wir stehen mitten auf der Straße - es ist fast mucksmäuschenstill. Man hört nur ein paar Vogelrufe und - ja, tatsächlich - Insekten! Was ist das denn jetzt hier? Winter, Herbst, Frühling?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Untergebracht habe ich die Schöffel-Crew und uns im Ramada Hotel vor den Toren des unscheinbaren Örtchens Pincher Creek, gut 50 Kilometer nördlich von Waterton im gleichnamigen Nationalpark. Nettes Hotel. Nichts Besonderes, aber sehr sauber und supernettes Personal. Ein Hotelrestaurant gibt es nicht, aber direkt nebenan ist ein PizzaHut - die abendliche Verpflegung ist gesichert. Ein großer Walmart ist auch gegenüber. Kommt mir gelegen, denn ich muss mir dringend noch ein Hemd kaufen. Bin ja mit meinen Skiklamotten völlig falsch eingekleidet für die unerwartete Witterung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann aber wieder zurück auf die Straße. Denn wir wollen noch heute zum Head-Smashed-In Buffalo Jump, um die Gegebenheiten vor Ort für das morgige Schöffel-Shooting zu erkunden. Über den Highway sind es knapp 70 Kilometer von Pincher Creek aus, doch natürlich wählen wir die knapp 20 Kilometer kürzere Schotterpiste Route 785. Und das lohnt sich. Süd-Alberta, wie es sein muss! Prärie so weit das Auge reicht, besänftigt durch hinwegrollendes Hügelland. Und dann die Maultierhirsche. Gefühlt sehen wir alle paar Meter die hochstehenden Ohren aus dem Gras emporragen. Und dann springen sie auch schon los - in hohen Bocksprüngen. Toll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir biegen in die Einfahrt des Head-Smashed-In Buffalo Jump Historic Site. Es ist Abend geworden und natürlich ist das in den Felsen gebaute Interpretive Centre längst geschlossen. Aber es gibt einen Pfad entlang am Fuß des Felsens. Und der ist auch jetzt noch zugänglich. Also parken Ole und ich schnell das Auto direkt oben vor dem Centre - und marschieren los, durch die hügelige Gras- und Buschlandschaft. Im Schatten der Abbruchkante des von unten mächtig wirkenden Felsens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauert einen Moment, bis ich den Ort wirklich erfasse. Vielleicht liegt es daran, dass ich ihm bislang nie große Bedeutung beigemessen habe. Aber jetzt und hier ist es irgendwann soweit - der Felsen ergreift mich, nimmt Besitz von meinen Gedanken. Was macht er eigentlich hier, der Felsen? Was hat eine solche Abbruchkante dieser Länge mitten in der flachen oder höchstens leicht hügeligen Prärie zu suchen? Natürlich weiß ich, dass es gerade in Süd- und Ostalberta eine ganze Reihe solcher Felsabgründe, solcher Jumps, gibt. Aber dieser Gedanke kommt mir im Moment gar nicht. Jetzt und hier wirkt dieses massive Felsgebilde irgendwie unwirklich, irgendwie entrückt. Hervorgehoben aus der Weite drumherum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mystisch - ja, irgendwie. Man kann gar nicht anders als sich vorzustellen, wie die frühen Blackfoot diesen Ort verehrten, weil er es ihnen ermöglichte die großen Büffelherden in Panik zu versetzen und auf den Abgrund zuzutreiben. Bis es kein Zurück mehr gab für die trabenden Kolosse. Fast hört man noch die Schreie der in die Tiefe stürzenden Tiere. Und unten wartete der Rest des Stammes. Für den Gnadenstoß. Nahrung für ein Jahr. Leben für die Blackfoot. Ein riesiger Friedhof für die Büffel.&lt;br /&gt;Erst jetzt wird mir bewusst, dass ich stehen geblieben bin und schon die ganze Zeit hoch zur Abbruchkante blicke. Glaube ich denn wirklich, dass sich gleich noch ein Bison von da oben verzweifelt in den Tod stürzt? Also, sicher ist, dass mir ein Schauer über den Rücken läuft. Vielleicht auch, weil ich hin- und hergerissen bin zwischen Schrecken und Mitleid für die Bisons auf der einen und Verständnis für die First Nations auf der anderen Seite. Im Nachhinein glaube ich sogar, dass dieser Widerspruch die Magie des Ortes mitbegründet. Ein Widerspruch, der nicht aufgelöst werden kann, der einfach da ist und dazugehört. Das Mystische an diesem Ort kommt aus seiner Vergangenheit. Schon lange gibt es hier im Süden keine Bisonherden mehr. Nur dieser mächtige Felsen ist hier stehengeblieben. Wie ein Mahnmal. Wie eine steingewordene Erinnerung. Und erst wenn man sich traut, den Blick vom Felsen abzuwenden und über die Weite des Flachlandes nach Westen schweifen zu lassen, wird klar, wie besonders dieser Ort auch landschaftlich ist. Denn dort im Westen stehen sie, die mächtigen Dreitausender. Einfach so erheben sie sich aus der Ebene. Wie eine gigantische Wand an dieser einzigartigen Schnittstelle zwischen Prärie und Rocky Mountains.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stehe immer noch da und lasse alles auf mich wirken. Ole ist schon weit weg. In der Ferne sehe ich gerade noch das Rot seines Peyto-Rucksacks durch die Zweige eines Busches schimmern. Mir dämmert, dass dieser Ort in diesem Augenblick so besonders auf mich wirkt, weil ich ganz allein bin. Weil einfach niemand hier ist, der mich von der Wirkung dieses Ortes ablenkt. Bin wirklich froh, dass wir heute noch hergefahren sind. Ist ein besonderer Moment. Blöd, dass ich nur mein Handy und nicht meine Kamera mitgenommen habe. Morgen zum Foto-Shooting wird es bestimmt nicht so faszinierend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Irrtum. Oder zumindest nicht die ganze Wahrheit. Sicher war es ein besonderer Moment, so ganz allein an diesem bedeutungsvollen Felsen den Tag schwinden zu sehen. Aber heute Morgen bei strahlendem Sonnenschein gewinnt der Ort landschaftlich. Die Rockies im Westen sind viel besser zu sehen. Sie strahlen richtig. Und die Weite der Prärie wirkt gen Osten unendlich. Man meint am Horizont die Erdkrümmung ausmachen zu können.&lt;br /&gt;Und diese seltsame Märzwärme - 15 Grad sollen es heute werden! Der Dress-Code ist Hemd. Auch die Schöffels machen Aufnahmen im Hemd oder mit leichten Jacken. Alle sind begeistert von diesem Ort. Selbst Cheffotograf Müller lächelt zufrieden. Alles andere als selbstverständlich, wie ich inzwischen weiß. Es läuft. Alles klappt. Alle sind entspannt. Das gibt mir Zeit, mich ein wenig intensiver mit diesem Ort zu beschäftigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen ist der Tagesbetrieb im Interpretive Centre gestartet. Eine neue Facette - die Ausstellung ist wirklich sehenswert. Und auch das Gespräch mit dem Blackfoot-Ältesten Conrad ist beeindruckend. Ich verstehe, dass dieser Ort seine Wichtigkeit für die Ureinwohner immer behalten hat. Gerade auch in den noch gar nicht so weit entfernten Zeiten des Leids, als durch die Residential Schools Kinder aus ihren Familen gerissen und in eine völlig neue Kultur gezwungen wurden. Das aus dem Munde eines Elders zu hören, rundet es für mich ab. Ich bin froh, noch einmal hergekommen zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Head-Smashed-In Buffalo Jump ist ein magischer Ort für mich. Ja, irgendwie anders als die Plätze, über die ich in dieser Rubrik bisher berichtet habe. Die Magie dieses Ortes gründet nicht allein auf der Wucht der Natur, obwohl das geografische Zusammentreffen von Prärie und Rockies sicher das Zeug dazu hat. Nein, es ist komplexer. Es ist eher das Zusammenspiel aus Natur und der Geschichte einer alten Kultur, einer vergangenen, aber noch spürbaren Spiritualität, die Leben und Tod nicht als Widerspruch, sondern als eins sah. Ich werde wohl wiederkommen. Gern im März oder April!</description>
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