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                <title>SK Touristik - Kanada. Leidenschaftlich./Kanada Reise/Wohnmobil/ReiseideenArtikel</title>
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        <description>Artikel aus der Kategorie Reiseideen</description>
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                <title>Der Maligne Lake 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/5.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Maligne Lake&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Mietwagenreise durch Westkanada&lt;/p&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2015 von SK-Kundin Anja Keddig-Voll&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Jasper ist eine Kleinstadt hoch oben in den Rocky Mountains, am nördlichen Ende des Icefields Parkway. Jetzt im Sommer besteht sie hauptsächlich aus Restaurants, Souvenirläden, Touristen und einer imposanten Bergkulisse. Aber im Winter, der hier gut acht Monate dauert, ist Jasper, das spürt man genau, ein verschlafenes Nest, in dem das beschauliche Kleinstadtleben seinen Gang geht. Und rundherum der Jasper Nationalpark mit all seiner Schönheit und Wildheit und all seinen Naturwundern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Einer unserer Ausflüge hat uns an den Maligne Lake geführt, der unter Kanada-Liebhabern nahezu berühmt ist für seine Schönheit. Der See wirkt eigentlich viel eher wie ein sehr breiter glitzerblauer Fluss, der sich mehr als 22 Kilometer lang zwischen wirklich sehr hohen Bergen hindurch windet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;An seinem Ostufer kann man, wie wir es getan haben, stundenlang zwischen Wasserfläche und Tannenwald entlang spazieren. Am Westufer dagegen, dort wo sich gleich die Berge erheben, soll es abenteuerliche Pfade für geübte Wanderer geben, die sich, bevor sie sich in die Büsche schlagen, erst bei den Parkrangern abmelden sollen. Kehren sie dann nicht am vorgesehenen Tag zurück, kann ein Suchtrupp losgeschickt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Überall auf dem Maligne Lake paddeln Leute in knallbunten Kanus, und in regelmäßigen Abständen zieht mit leisem Wellenrauschen eines der kleinen weiß-blauen Ausflugsschiffe vorbei. Sie sind unterwegs nach Spirit Island, einer kleinen flachen, ganz mit hohen Tannen bestandenen Insel am hinteren Ende des Sees. Wie verwunschen liegt sie inmitten der dunklen Wasserfläche umringt von den schroffen Felsen ewig schneebedeckter Berge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Für all die vielen Menschen, die Jahr für Jahr an den Maligne Lake pilgern, ist an seinem Nordufer, unweit der Parkplätze, ein Besucherzentrum eingerichtet worden. Ein großes Blockhaus, in dem es natürlich auch ein Restaurant  mit Aussichtsterrasse gibt und einen bunt- gefüllten Andenkenladen. Im Eingangsbereich findet sich eine Reihe gerahmter alter Schwarz-Weiß-Fotografien. Still und unscheinbar hängen sie an der Wand. Aber wer sie betrachtet, erkennt plötzlich, dass sie eine unglaublich spannende Geschichte erzählen: Der Maligne Lake wurde im Jahre 1908 von einer Frau entdeckt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Mary Sharpless wurde 1861 in Philadelphia geboren. Schon ihr Vater hatte weitreichende naturkundliche Interessen und stand als Mitglied wissenschaftlicher Zirkel nicht nur im Austausch mit Gleichgesinnten, sondern kam auch in Kontakt mit bekannten Naturforschern und Entdeckern seiner Zeit. In diesen Kreisen lernte Mary ihren zukünftigen Mann, den Arzt Charles Schäffer kennen, einen begeisterten Botaniker. Die beiden unternahmen viele Reisen, besonders solche auf den gerade erst fertiggestellten Eisenbahnlinien quer durch Kanada; meist als Gäste der luxuriösen Hotels, die die Eisenbahngesellschaft für ihre Reisenden hatte errichten lassen. Aber gelegentlich auch auf geführten Touren direkt durch die Wildnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Den einen Teil des Jahres als Arztgattin in der Gesellschaft Philadelphias; in den Sommermonaten als Forschungsassistentin ihres Gatten auf Reisen durch die Rocky Mountains - so sah das Leben Mary Schäffers aus, als im Jahre 1903 innerhalb weniger Monate sowohl ihre Eltern als auch ihr Mann starben und sie fast mittellos zurückließen. Diese außergewöhnliche Frau fasste daraufhin einen außergewöhnlichen Plan ins Auge: Um die Rocky Mountains nicht aufgeben zu müssen, wollte sie ihre bisher gesammelten Erfahrungen gewinnbringend nutzen. Sie suchte Männer wie den Burenkriegsveteran Billy Warren, die ihre Entdeckungstouren durch die Wildnis als Guides führen und ihr alles über das Campen und Reiten beibringen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Da es zu der damaligen Zeit aber nicht angegangen wäre, sich als Frau allein mit Männern auf den Weg zu machen, schloss sie sich mit anderen abenteuerlustigen Forscherinnen zum Reisen zusammen. Ihre Reiseberichte und Fotos von unterwegs konnte Mary Schäffer, die ja unbekanntes Land erforschte, gut verkaufen. Auch sammelte sie im Auftrag verschiedener Naturforscher alle erreichbaren Informationen über Flora und Fauna.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Jahr für Jahr wagten sich die Frauen weiter in den Norden der Rocky Mountains vor. Für 1907 hatten sie sich ein besonders spektakuläres Ziel gesetzt: Jenseits des Columbia Icefield und des Athabasca River sollte es einen großen See geben. Henry McLeod, ein anderer Pionier der Berge, hatte ihn zwar 1875 auf der Durchreise gesehen, aber das Wissen um seine Lage war seltsamerweise  wieder verloren gegangen. Die Gruppe machte sich also auf, diesen See wiederzufinden. Leider war der ersten Expedition im Sommer 1907 kein Glück beschert, und bevor die Entdecker noch weiter in den Norden vordringen konnten, zwangen sie vorzeitig einsetzende Schneefälle zur Umkehr. Aber auf dem Rückweg trafen sie eine Gruppe von Stoney Nakoda Indianern. Darunter Samuel Beaver und seine Familie, die Mary Schäffer schon auf einer früheren Reise gut kennengelernt hatte. Beaver war im Alter von 14 Jahren einmal an dem von den Indianern &quot;Chaba Imne&quot;, &quot;Bibersee&quot; genannten See gewesen und konnte tatsächlich noch eine Zeichnung davon anfertigen sowie dessen Lage beschreiben. Im Jahr darauf gelang es Mary Schäffer, den Maligne Lake anhand dieses Planes zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Und wie es weiter ging? 1911 wurde Mary Schäffer - als Frau, wohlgemerkt - beauftragt, den See offiziell zu kartographieren. Danach kehrte sie gar nicht mehr nach Philadelphia zurück, sondern siedelte sich in Banff inmitten der Berge und des neugegründeten Nationalparks an und heiratete Billy Warren, der sie auf all ihren spannenden Reisen begleitet hatte.</description>
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                <title>Tour durch Kanada und die USA 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/8.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Freitag, 26. Juni 2015&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Der letzte Tropfen Sprit und die Wolkenkratzer&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Der heutige Tag hält für uns einige Verpflichtungen bereit. Dies ist zuerst einmal der übergabereife Zustand des Wohnmobils. Den größten Teil davon haben wir schon gestern Abend erledigt - der Wagen ist besenrein. Zum übergabereifen Zustand gehören noch leere Abwassertanks und ein voller Benzintank. Die entscheidende Verpflichtung jedoch ist die Rückgabe des Wohnmobils bis 12:00 Uhr an der Mietstation von Fraserway in Airdrie bei Calgary. Für all das sollte genügend Zeit sein. Auch bei gemütlicher Fahrt dürfte das Ziel in zwei Stunden Fahrt erreicht sein. Also ist am Morgen keine Hektik geboten und das Frühstück kann wie immer in aller Gemütlichkeit stattfinden. Sogar für das spätere Umpacken der persönlichen Sachen in die Reisekoffer haben wir schon vorgesorgt und gewissermaßen vorsortiert. Alsbald rollen wir zum Ausgang des Campgrounds und stoppen an der Dumpstation. Die Entleerung der Abwassertanks erledigen wir gründlich, wie immer und schicken noch einiges an Spülwasser über die Toilette und die Waschbecken hinterher, bevor wir die Abwasserschieber wieder schließen und auch den Abwasserschlauch spülen. Dann fahren wir umgehend zum Transkanada Highway und spuren und nach Osten ein. Das Spritproblem ist allerdings bereits akut und hat auch psychische Auswirkungen: Nervosität und Angst vor dem vorzeitigen Leerfahren des Tanks. Das Navi haben wir zwar mit einbezogen in die Planung um eine möglichst kurze Streckenführung zur Tankstelle unserer Wahl in Cochrane, aber es ist dennoch auf Kante genäht. Warum aber ausgerechnet in Cochrane tanken? Zwei Gründe lassen es als perfekt erscheinen. Zuerst einmal wäre das nahe genug am Ort unserer Bestimmung in Airdrie, um die Tanknadel auf den letzten 50 Kilometern nicht von der Full-Marke abweichen zu sehen. Doch des Weiteren haben wir einen Tankgutschein von Saveway, unserem Lieblingssupermarkt in Kanada, aber eben nur für die dort angegliederte Saveway-Tankstelle. Die war allerdings so schon verhältnismäßig preiswert. Und der Gutschein, eher ein Rabattschein, ermäßigte den Literpreis noch mals um ein paar Cent. Doch für diesen ehrgeizigen Ansatz würden wir sehr tief in die Kraftstoffreserve hineingreifen müssen, das war bereits jetzt abzusehen. Von Banff bis Cochrane sind es immerhin noch 100 Kilometer, und das nur, wenn wir geschickt hinter Canmore vom Transkanada Highway 1 auf die alte 1a wechseln. Hierbei sollte das Navi helfen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Aber es ist wie vertrackt! Wenn man bereits im Stress ist, läuft das gut Gemeinte meist schief und das gut Gemeinte wird zum Feind des Guten. So geschieht es auch mit unserem Navi, welches uns zu früh vom Transkanada Highway auf die 1a lotst. Ohne das Benzinproblem wäre es eine tolle Sache, denn die 1a ist szenisch und landschaftlich viel schöner, als die autobahnmäßige 1. Nun aber führt der zu frühe Wechsel auf die Landstraße dazu, dass wir voll durch den Stadtkern von Canmore hindurch müssen, Stadtverkehr und Ampeln inbegriffen. Teils stoisch, teils fluchend (was den Fahrer anbelangt) wursteln wir uns hier hindurch, was auch ein Mehr an Zeit kostet. Nachdem wir die besiedelten Gebiete des sich immer weiter öffnenden Bow Valley verlassen haben läuft es besser, aber der Stressfaktor bleibt und verschärft sich sogar, als die Reserveanzeige gelb im Armaturenbrett aufleuchtet. Dennoch gönnen wir uns noch einen Halt an einer Stelle, wo wir einen Blick auf den Mount Yamnuska haben. In erster Linie ist dieser Halt den schwachen Blasen gewidmet. Doch die Pause im Angesicht des Mount Yamnuska, der wie ein Wächter der Rockies am Ende des Bow Valley wacht, gibt uns die Gelegenheit für einen andachtsvollen Abschied von dem berühmtesten Gebirge Nordamerikas. Was jetzt vor uns liegt, ist hügelige Prärie. Sie kommt nicht schlagartig, aber sie setzt sich immer mehr in Szene, während die Wälder immer lichteren Kiefernhainen weichen, die von bereits gelb werdendem Grasland durchzogen werden. Die &quot;Schwalbe&quot; fliegt über den Erie-See, Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee; von Detroit fliegt sie nach Buffalo - die Herzen aber sind frei und froh, und die Passagiere mit Kindern und Fraun im Dämmerlicht schon das Ufer schaun, und plaudernd an John Maynard heran tritt alles: &quot;Wie weit noch, Steuermann?&quot; Der schaut nach vorn und schaut in die Rund: &quot;Noch dreißig Minuten ... Halbe Stund.&quot; Dem psychischen Druck der Tanknadel am unteren Anschlag und des gelb leuchtenden Reservelämpchens setzen wir eine Allegorie auf unser Benzinproblem entgegen, indem wir uns wie Reisende in Theodor Fontanes &quot;John Maynard&quot; sehen. Als wieder ein Entfernungsschild kommt, welches Cochrane anzeigt, rufen wir: &quot;Noch 40 Kilometer bis Buffalo!&quot; Wir passieren die Nakota Lodge. Die Rockies liegen hinter uns und immer, wenn es hügelabwärts geht, wird der Fuß vom Gas genommen und wir lassen uns rollen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei - da klingt&#039;s aus dem Schiffsraum her wie Schrei, &quot;Feuer!&quot; war es, was da klang, ein Qualm aus Kajüt und Luke drang, ein Qualm, dann Flammen lichterloh, und noch zwanzig Minuten bis Buffalo. Wir erreichen Ghost Lake und sehen wieder einen Wegweiser: &quot;Noch 25 Kilometer bis Buffalo!&quot; Der Ghost Lake ist ein Stausee. Der Bow River wird hier zu einem Reservoir für die Wasserversorgung des Großraumes Calgary und natürlich der Landwirtschaft aufgestaut. Wir nehmen ihn nur beiläufig im Vorbeirollen zur Kenntnis. Und die Passagiere, bunt gemengt, am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt, am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht, am Steuer aber lagert siches dicht, und ein Jammern wird laut: &quot;Wo sind wir? wo?&quot; Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo. Obwohl wir nun Cochrane schon am Horizont sehen, peinigt uns wieder ein Wegweiser: &quot;Noch 8 Kilometer bis Buffalo!&quot; Kommt gleich das erste Muckern, wenn die Benzinpumpe in der nächsten Kurve die ersten Luftblasen zur Einspritzanlage presst? Das Ortsschild von Cochrane erscheint, damit aber auch Tempobegrenzung, Ampeln, Stadtverkehr, Stop&amp;Go. Schließlich kommt der Abzweig in das Gewerbegebiet, wo der Markt liegt... ... Und das Schiffsvolk jubelt: &quot;Halt aus! Hallo!&quot; Und noch zehn Minuten bis Buffalo. ...und wieder eine Ampel, schließlich unser geliebter 4-Wege-Stopp und es geht links hinein auf den riesigen Parkplatz des Saveway-Marktes. Und in die Brandung, was Klippe, was Stein, jagt er die &quot;Schwalbe&quot; mitten hinein. Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so. Rettung: der Strand von Buffalo! (aus Theodor Fontanes &quot;John Maynard&quot;) Die Saveway-Tankstelle ist, wie die meisten Tankstellen in Kanada, eine Selbstbedienungstankstelle mit Kartenleser. Obwohl auch dies eine Herausforderung ist, zumal wir im englischsprachigen Bildschirmdialog auch unseren Rabattcode irgendwie eingeben müssen, ist der Stress wie weggeblasen. Und der Rabattcode funktioniert tatsächlich! Der auch so schon günstige Literpreis von 1,129 CAD sinkt noch mals auf 1,059 CAD - 7 Cent Rabatt pro Liter. Und das zahlt sich aus. Unser Tank ist wie ein ausgetrockneter Brunnen im Death Valley. 139 Liter laufen wie Nichts hinein, bis die Zapfpistole klickt. Auf der Rechnung stehen nun 145 Kanadische Dollar. Dann auf nach Airdrie. Die letzten 50 Kilometer gestalten sich problemlos. Wir versuchen auch jetzt noch, sparsam zu fahren, um bei Rückgabe zu vermeiden, dass der Tank nicht ganz voll angezeigt wird. Im Stadtverkehr von Airdrie verfranzen wir uns dann doch - wir biegen einmal zu früh ab - mit dem Ergebnis, dass vier Wohnmobile an uns vorbei ziehen und vor uns in die Abfertigung bei Fraserway rollen. Es ist 10:45 Uhr.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Die Abfertigung bei der Rückgabe ist noch unbefriedigender, als die Übernahme. Die Fahrzeuge stehen auf dem Hof von Fraserway in zwei Schlangen und warten auf den nächsten freien Mitarbeiter. Das Prinzip &quot;First come - first served&quot; ist nicht gewahrt. Wie an Supermarktkassen gibt es auch hier eine Arsch-Reihe und in der stehen wir. Der Eindruck bestätigt sich ein weiteres Mal, dass die Station in Airdrie im Vergleich zu Vancouver oder Whitehorse den schlechtesten Service abliefert. Die Übergabe dauert - samt Koffer packen während der Wartezeiten - über 2 Stunden. Wir haben auch etwas nachzuzahlen, da wir unsere gebuchte Kilometerzahl überzogen haben. Als wir endlich im Shuttlebus sitzen, sind wir froh und freuen uns auf die Stadt. Zuvor werden andere Fahrgäste noch am Flughafen abgesetzt, dann fahren wir in die City von Calgary. Unser Hotel für eine Nacht ist das Delta Bow River Hotel und liegt sehr zentral. Wir checken ein und lassen uns ein VIP-Upgrade aufschwatzen, welches uns den Zugang zur Business Lounge rund um die Uhr gewährt und auch das Frühstück beinhaltet. Doch das Preis-Leistungs-Verhältnis scheint angemessen, zumal die dortigen Getränke (außer Spirituosen) gratis sind und den Griff in die Minibar überflüssig machen. Unser Zimmer befindet sich in der 24. Etage mit Blick über den Bow River. Aber uns zieht es erst mal in die Stadt. Die leidet zwar noch an der mittäglichen Hitze, aber die Wolkenkratzer bieten viel Schatten. Wir schlendern die 1st Street East entlang und wechseln dann auf die Centre Street. Unser Ziel ist der Calgary Tower. Den Besuch des Calgary Tower hatten uns im letzten Jahr unsere Bekannten, die Globetrotter Wolfgang und Carmelita empfohlen. Damals ergab sich aber keine Gelegenheit dazu für uns und das wollen wir jetzt nachholen. Zuallererst ist der Tower ein Aussichtturm über der Stadt Calgary - aber was für einer. Ausgestattet mit einem elektronischen Stadtführer - einem interaktiven Infotainment-Gerät umrunden wir gemächlich das verglaste Aussichtsdeck. Es sind viele Sprachen verfügbar und wir hören uns unsere Führung in Deutsch an. Es ist kurzweilig und informativ gestaltet und mischt in die geografischen Erklärungen auch Episoden und Anekdoten aus der Geschichte und der Gegenwart der Stadt hinein. So merken wir nicht, dass darüber schnell eine Stunde vergangen ist. Auch dem Nervenkitzel, auf einer Glasplatte über dem Abgrund der Straßenschluchten zu stehen, setzen wir uns aus. Wieder festen Boden unter den Füßen, machen wir uns auf die Suche nach einem gastronomischen Intermezzo. Dazu spazieren wir in Richtung der 8 Avenue, die zu einem großen Teil eine Fußgängerzone ist. Hier gibt es viele Restaurants, aber es ist Freitag und das Wetter ist sommerlich. Die Außenbereiche unter den Sonnenschirmen sind alle voll. Viele junge Leute treffen sich zur After-Work Party und so manches Restaurant beschallt die Fußgängerzone mit Musik. An einem Lokal, dem Metropolitan Grill, lassen wir uns in die Warteliste eintragen und setzen uns solange im Inneren des Restaurants mit einem Bier an die Bar. Nach einer Weile kommt die Platzierdame und bittet uns zu Tisch. Unser Bier von der Bar kommt mit und wir nehmen Platz. Aber die Lage des Tisches direkt unter einer Lautsprecherbox missfällt uns und wir bekommen dann doch noch einen etwas ruhigeren Tisch. Aber die Bedienung und das Essen sind gut und wir adaptieren uns schließlich an die doch etwas laute und quirlige Umgebung mit Blick auf die wolkenkratzergesäumte Fußgängerstraße. Die Küche ist asiatisch inspiriert, bietet aber ansonsten landestypische Hauptgerichte. Wir nehmen einmal &quot;Rockfish on Kale&quot; und eine Kreation namens &quot;Jambalaya&quot; - Reis mit pikant-scharfem Cajun Chicken Pesto. Nach der Bezahlung des Essens mit der typischen Trinkgeldoption auf dem Kreditkartenleser machen wir uns langsam auf den Weg ins Hotel. Dort nutzen wir mal richtig die Möglichkeiten des zivilisatorischen Komforts, duschen ausgiebig und gehen dann noch mal in die Business Lounge. Diese bietet einen Blick über den Bow River. Es ist der gleiche Blick, den wir auch in unserem Hotelzimmer haben, aber hier kann man ihn direkt aus den Lounge-Sesseln genießen und ein Concierge hilft bei der Auswahl eines Drinks. Da kann man sich einem Rotwein für die Dame und einem Straight Bourbon für den Herrn nicht verweigern. Während das Gegenlicht der Abendsonne im Westen die Silhouette der Rockies dunstig gelb umreißt, beobachten wir, wie auf dem Bow River von Zeit zu Zeit Rafting-Boote durch die Stromschnellen gleiten. Bereits in der Abenddämmerung sehen wir vom Hotelzimmer die Lichter des Calgary Airport und die im Minutentakt landenden und startenden Flugzeuge.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Sonntag, 28. Juni 2015&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Dieser Reise letzter Akt&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;An diesem Morgen erliegen wir dem Komfort des Delta Bow River Hotels. Wir haben am Vorabend an der Rezeption unseren Limousinen-Service abgestimmt und diesen nicht zu früh vereinbart. Somit hätten wir den Vormittag noch für Calgary. Aber das gemütliche Hotelzimmer mit Blick über den Bow River, die Business Lounge im 24 Stock und die Möglichkeit der Internetnutzung nach langer Zeit lässt uns die Zeit im Hotel verbringen. Auch beim Frühstück genießen wir wieder den Fernblick über Calgary, das sich hinter dem Bow River in der hügeligen Prärie verliert. In der Ferne sehen wir die Flugzeuge, die am Calgary Airport landen und aufsteigen. Es sind die Vorboten unseres heutigen Rückfluges entgegengesetzt der Zeit und somit durch eine kurze Nacht hindurch in den nächsten Tag. Schließlich ist es an der Zeit, diese Oase des Komforts zu verlassen und zum Flughafen zu fahren. Den Limousinen-Service erwarten wir in der Lobby. Pünktlich fährt unsere Limousine - es ist ein großer schwarzer Lincoln - vor und wartet vor dem Haupteingang. Da der Fahrer telefonierend im Wagen sitzen bleibt, gehen wir hinaus um zu klären, ob es unser Fahrzeug ist. Das ist es, und der Fahrer wuchtet unsere Koffer in den Kofferraum. Es ist ein Inder im Anzug und Schlips und er wirkt etwas blasiert und maulfaul. Vielleicht hatte er statt unserer den Bürgermeister von Calgary erwartet. Wir nehmen auf den Ledersitzen im Fond Platz und lassen uns in der klimatisierten Limousine zum Flughafen kutschieren. Ohne Staus oder Verzögerungen sind wir nach 20 Minuten am Terminal der KLM. Der Check-In verläuft zügig, allerdings am Sky-Priority-Schalter, aber die Sicherheitskontrolle ist wieder von einer riesigen Schlange geprägt. Erst ist es uns zu blöd, wieder mit der Flying-Blue-Platinum-Karte zu wedeln, aber nach einer Weile tun wir es doch und machen von unserem Priority-Privileg Gebrauch. Das heißt, wir gehen an der Warteschlange vorbei nach vorn, wo das Schild steht: &quot;Sky Priority hier einordnen&quot;.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Im Gate schlendern wir noch einmal die Boutiquen ab, bevor wir auch hier die Business-Lounge aufsuchen. Von hier hat man noch mal einen schönen Blick über das Rollfeld in Richtung der City von Calgary, vor deren Silhouette Flugzeuge im Landeanflug wie in Zeitlupe herangleiten. Bald ist die Zeit des Boarding erreicht und wir gehen zum Flugsteig. Mit den Plätzen sind wir zufrieden. Dem Budget entsprechend sitzen wir in der Komfort-Economy-Klasse und belegen zwei Plätze zwischen Fenster und linkem Gang. Der A330 hat zwischen Fenster und Gang nur zwei Sitze, was die Plätze nicht so beengt erscheinen lässt. Nach dem Start nehmen wir durchs Fenster Abschied von Calgary und geben uns dann der Bordunterhaltung und dem Bordservice hin. &lt;br /&gt;Zwischen &quot;Mortdecai&quot; dem Teilzeitgauner und &quot;American Sniper&quot; nehmen wir das Abendessen ein und versuchen dann in der faktisch nicht vorhanden Nacht zu schlafen. Es wird ein entsprechend kurzer Schlaf, dem das Frühstück und schon bald darauf die Landung in Amsterdam folgen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun kommt die eigentliche Herausforderung und die heißt: Wach bleiben! Der Anschlussflug nach Bremen geht nämlich erst in 8 Stunden. Der Versuch beim Transferservice einen früheren Flug zu bekommen, schlägt fehl, denn die einzige frühere Verbindung nach Bremen hebt gerade ab. Zum Glück gibt es die Crown-Lounge. Aber wie das so ist, wenn man sich übermüdet in bequeme Sessel lümmelt: Der Schlaf übermannt einen erbarmungslos und dennoch ist es kein sehr erholsamer Schlaf. Wie wir die Wartezeit totgeschlagen haben, können wir kaum nachvollziehen, aber irgendwann - es ist nun schon Sonntagnachmittag - können wir uns zu unserem Flugsteig nach Bremen begeben. Diesen kurzen Flug werden wir wohl mit innerer Stärke auch noch überstehen. Gepriesen sei der Bremer Flughafen. Wir kennen einige Airports dieser Welt, aber dem Bremer gebührt die Ehre, die schnellste Abfertigung bei der Ankunft zu haben. Die Kinder winken schon durch die Glasscheibe. Sie werden unser Limousinen-Service bis nach Hause sein. Und da läuft schon das Gepäckband an. Keine Minute später sind unsere Koffer vom Band und wir stürmen durch den grünen Gang am Spalier der Zollbeamten vorbei. &quot;Bussi, Drück, Na - wie war&#039;s&quot;. Im Auto wird schon über das Erlebte gesprochen und das Ende der Reise ist erreicht.&lt;/p&gt;</description>
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                <title>Tour durch Kanada und die USA 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/3(2).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Sonntag, 21. Juni 2015 &lt;br /&gt;Duty Free von Montana nach BC&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;Heute werden wir den Glacier Nationalpark verlassen, so oder so. Das eine &quot;So&quot; steht für eine Fahrt mit Xanterra auf der Going-to-the-Sun Road und das andere &quot;so&quot; steht für einen direkten Aufbruch nach Norden. Dies wird davon abhängen, ob wir im Besucherzentrum etwas über die Xanterra-Tour erfahren und ob die Angebote passen. Also starten wir nach dem Frühstück vom Campground aus in Richtung Parkausgang. Dort befindet sich am westlichen Ende des Lake McDonald der Hauptort des Nationalparks. In diesem Ort namens Apgar ist auch das zentrale Besucherzentrum. Heute haben Christian und Johannes Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! Uns fehlen die Kommunikationswege, um diese Glückwünsche auch an den Mann zu bringen, aber wir hoffen, ihr habt einen schönen Tag. Am Besucherzentrum erfahren wir nicht viel Konkretes über Xanterra-Exkursionen. An den Busstationen kann man die Fahrt nicht buchen, sondern vorab über eine telefonische Service-Hotline. Darauf haben wir schon mal keine Lust. Zudem dauert so eine Fahrt wohl mindestens 4 Stunden. Also tritt Plan B in Kraft und wir begeben uns auf die Weiterfahrt nach Norden. Somit verlassen wir den Glacier Nationalpark zuerst in Richtung West - kommen wieder durch Hungry Horse und Columbia Falls - und fahren dann nach Whitefish. In beiden Orten halten wir. In Columbia Falls besuchen wir einen Supermarkt. An den Angeboten der Supermärkte erkennt man den Wohlstand der Bewohner in den jeweiligen Orten. Auch Columbia Falls gehört der Riege wohlhabender Gemeinden an. Dementsprechend gibt es im Supermarkt Frischetheken mit reichhaltigem Angebot und eine Bäckerei, die unter anderem frische Baguettes im Angebot hat. Einen Ort weiter, in Whitefish entschließen wir uns, zu tanken. Es ist sinnvoll, so knapp wie möglich vor der kanadischen Grenze zu tanken, damit wir maximal den Vorteil der niedrigeren Spritpreise in den USA ausnutzen. Aber wir wollen auch nicht riskieren, irgendwann einmal die letzte Gelegenheit verpasst zu haben oder aber den Preisvorteil dadurch zu verlieren, dass in Grenznähe die Preise auch auf US-Seite anziehen. Also scheint uns die Tanke in Whitefish ein guter Kompromiss zu sein. Die Grenze zu Kanada ist nicht ganz 100 Kilometer entfernt und auf dem Weg dahin gibt es außer ein paar Käffern nur noch einen nennenswerten Ort namens Eureka. Nach dem ich ordentlich mit der Zapfpistole nachgedrückt habe, um den Tank maximal voll zu bekommen, rollen wir unseren letzten Kilometern in Montana entgegen. Zuerst kommen wir durch Whitefish Downtown. Ohne Halt passieren den Ortskern, aber ein Besuch hätte sich durchaus gelohnt. Er erinnert ein wenig an den Heimatort vom Grinch. Ihren Wohlstand und auch die innerstädtische Architektur aus Western- und Zuckerbäckerstil-Elementen verdankt die Stadt dem angrenzenden größten Skigebietes Montanas.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Die Annahme bestätigt sich, dass es keine großartigen Tankgelegenheiten vor der Grenze mehr geben wird. Wir durchfahren keine wahrnehmbaren Orte mehr außer Eureka und dort halten wir sogar kurz. Doch bis auf ein Café hat hier alles zu. Der Ort wirkt verschlafen, aber wir sehen zwei Fernradler durch den Ort strampeln, deren Beflaggung an den Räder zeigt, dass sie aus Deutschland kommen. Von Eureka bis zum Grenzübergang in Roosville sind es 10 Kilometer. In Sichtweite des Kontrollpunktes kommen wir vorher an einer Wellblechhalle am linken Straßenrand vorbei. &quot;Duty Free&quot; prangt an einer großen Tafel und wir lassen uns von dieser Gelegenheit zollfreien Einkaufens anlocken. Dieser Duty-Free-Laden hat den typischen Aufbau solcher Läden, wie sie überall in der Welt zu finden sind - mit Schwerpunkt Alkohol, Zigaretten und Parfümerie. Letztlich verlassen wir den Store mit einem Kentucky Straight Bourbon Whisky, einem Buffalo Trace. Bei einem Bourbon kann man nicht viel falsch machen, erst recht nicht mit einem Kentucky Straight Bourbon, dessen Herstellung durch einige Standards und eine mindestens 2-jährige Lagerung in Fässern aus amerikanischer Weißeiche reglementiert ist. Der lustige Moment bei diesem Einkauf kommt aber jetzt. Den Einkauf bekommen wir nämlich nicht nach dem Bezahlen ausgehändigt. Stattdessen bekommt eine Angestellte des Stores die Tüte und man erklärt uns, dass wir den Einkauf vor dem Kontrollpunkt ausgehändigt bekommen. &lt;br /&gt;Wir erklären uns diese Prozedur damit, dass verhindert werden soll, dass US-Bürger hier zollfrei einkaufen und dann einfach wieder zurückfahren nach Montana. Diese Ladenangestellte fährt also in einem Jeep vor uns her und hält an einem kleinen Parkplatz unmittelbar vor dem Kontrollpunkt. Hier übergibt sie uns die Tüte und bedankt sich nochmals für den Einkauf. Dann schaut sie uns nach, wie wir uns in die kurze Autoschlange am Grenzposten einreihen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&lt;Eigentlich hatten wir dieses Gebaren schon einmal erlebt. 2014 in Calgary auf dem Flughafen wurde ähnlich verfahren. Obwohl wir ja bereits im Abflugbereich waren, wurde unser Einkauf - wir erinnern uns, es war ein kanadischer Whisky Crown Royal - erst beim Boarding übergeben. Nun aber stehen wir in der Autoschlange und sind guter Hoffnung, dass wir problemlos wieder zurück nach Kanada kommen. Wie wir das bereits kennen, übernimmt der Einreisestaat die Grenzkontrolle. Somit gibt es keinen US-Posten, sondern in Richtung Nord nur den Kanadischen Posten. Als wir dran sind, begrüßt uns der Officer zweisprachig mit &quot;Hello - bon jour&quot;, wie es in Kanadas offiziellen Einrichtungen üblich ist. Während er in unseren Pässen blättert, fragt er nach den typischen Gütern, die den Zoll interessieren: Feuerwaffen, Feuerholz, Alkohol, Tabak, frische Lebensmittel, speziell Eier. Unter dem Eindruck des eben erstandenen Whiskys antworten wir: &quot;Haben wir alles nicht, außer etwas Alkohol im Rahmen der zollfreien Limits.&quot; Er fragt uns, wie viel denn das genau sei und erhält die wohlvorbereitete Antwort: &quot;1 Liter Whisky, 1 Liter Wein und ein Sixpack Bier&quot;. Damit gibt er sich zufrieden und fragt: Ihre letzte Einreise nach Kanada war im September 2014? Offensichtlich hatte er den Einreisestempel vom Juni 2015 übersehen und wir beeilen uns, ihn umgehend darauf hinzuweisen. Es könnte schließlich ein Problem werden, wenn der Verdacht aufkäme, wir wären länger als 6 Monate im Land gewesen, denn nur ein halbes Jahr ist Visa frei. &quot;Ah Sie sind ja Kanadaprofis&quot;, sagt er, gibt uns die Pässe zurück und wünscht uns gute Reise. Wir rollen nach Kanada hinein und sehen am Rand einen Pick-Up, der vom kanadischen Zoll gerade auseinander genommen wird. Sowas ist also durchaus auch möglich, sagen wir uns und denken an die paar Eier im Kühlschrank, die noch von unserem Dutzend übrig sind. Die sind nun verbotener Weise zweimal über die Grenze gefahren, wie ein &quot;Linie Aquavit&quot;, der durch zweimaliges Schippern über den Äquator geadelt wird. Landschaftlich ändert sich kaum etwas. Dennoch spürt man Kanada. Zuerst einmal sind die Entfernungsangaben wieder in Kilometern und es ist weniger Verkehr. Übrigens sind wir jetzt in British Columbia und das Kootenay-Tal liegt voraus. Der Highway trägt noch immer die Nummer 93, nennt sich aber Kootenay Highway. Doch bald kommen wir an eine Straßenmündung. Nach Osten geht’s quer durch die Rockies nach Alberta. Der Pass, welcher dabei zu überwinden ist, befindet sich bei Crowsnest an der Grenze zu Alberta. So heißt jetzt auch der Highway - Crowsnest Highway (Hwy 3). Wir befahren ihn aber in Richtung Nordwest, hinein ist Kootenay Tal. Nach einer kurzen Strecke entschließen wir uns zu einem Abstecher in die Botanik, um an einem schönen Plätzchen am Wasser eine Mittagspause zu machen. Die Kikomun Road ist gar nicht so unbefahren, wie es anfangs schien und wir sehen auch kein Wasser, obwohl wir schon viele Kilometer von der Hauptstraße weg sind. Später wird das Kartenstudium zeigen, dass wir einen Steinwurf vor dem Koocanusa Lake aufgegeben haben. Aber im Augenblick ist uns das nicht klar und wir rasten auf einem Schotterplatz am Wegesrand. Hier sehen wir einen Adler (oder Bussard) am Himmel kreisen. Nach einer kurzen Pause wursteln wir uns über die Jeffrey Baynes Lake Road zurück auf den Highway.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Nun fahren wir wieder Nord-westwärts, so wie auch das Kootenay Tal sich erstreckt - zwischen den gewaltigen Bergmassiven der Kootenay Rockies im Osten und den Purcell Mountains im Westen. Das Fahren kommt mir entspannter vor, als in den Staaten. Dort war, vom dichteren Verkehr abgesehen, das Tempo auch gar nicht so gering, wie es die Limit in Meilen pro Stunde erscheinen ließen. Entspannt rollen wir also durch sanfte Wildheit der Kootenay Region, die den Highway mit spärlichen Weiden und lichten Kiefernwäldern einrahmt und am Horizont auch immer Berge präsentiert - mal näher, mal entfernter. Außer imposanter Natur sehen wir nur wenige trostlose Orte. Der nächste ist Wardner, wo der Highway den Kootenay River überquert. Dann kommt ein Abzweig nach Cranbrook - dort fahren wir aber nicht hin - und wieder eine Brücke über den Kootenay. Bald danach kommt Fort Steele, welches mit einem historischen Fort lockt. Wir wollen uns das anschauen, aber dann schreckt uns ein riesiger (und voller) Parkplatz vor einem zum Vergnügungspark umgestalteten Wildwest-Fort ab und wir verzichten. Stattdessen rollen wir dem Abzweig zu unserem Tagesziel entgegen. Kurz hinter Skookumchuck - zwei Häusern mit drei Spitzbuben - biegen wir in die Whiteswan-Lake-Forest-Service Road und sind endlich mal wieder auf Schotter. Aber auf den 25 Kilometern bis zu unserem Campground wird es noch einen kleinen Höhepunkt geben - die Lussier Hot Springs. Diese heiße Quelle ist relativ unbekannt kaum ausgebaut und frei zugänglich. Entlang der Schotterpiste ist lediglich eine Verbreiterung der Schotterfläche zu einem Turnout als Parkplatz angelegt und eine Infotafel aufgestellt worden. Ein Trockenklo gibt es auch und der Abstieg zum Ufer des Lussier River mit Stufen und Geländer führt einige dutzende Meter hinunter zur heißen Quelle, die direkt am Ufer des Wildwasserflusses aus dem Berg tritt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Einige Autos stehen auf dem Parkplatz und wir gesellen uns hinzu. Nachdem wir flink unsere Sachen gepackt haben, steigen wir die Treppe hinab zum Flussufer. Da die Quelle direkt am Fluss entspringt hat man aus Geröll eine Barriere zum Fluss aufgeschichtet und somit einige kleine Nischen und Pools mit warmem Wasser gebildet. Viel Platz ist darin nicht, aber einige der Besucher machen sich gerade fertig zum Verlassen der Quelle. So finden wir ein bequemes Eckchen in einem der Pools und entspannen im heißen Wasser. Der eiskalte Wildwasserfluss rauscht nur wenige Meter entfernt an uns vorbei. Wer will, kann hier ein eisiges Wechselbad nehmen. Das heiße Wasser wirkt, wie ein Wannenbad, Schweiß und Staub werden porentief aufgelöst. Ohne Badebekleidung wäre das mit der heimischen Badewanne gleichzusetzen, aber am Abstieg gebot und ein Schild: Spirituosen und Nacktheit verboten. Wir fühlen uns trotzdem ganz gut gebadet und machen uns nun fertig zum Aufstieg. Diesen absolvieren wir ganz bedächtig, um nicht gleich wieder zu schwitzen. Dann geht&#039;s auf zum Campground am Alces Lake, die letzten Kilometer über Schotter. Der Campground am Alces Lake ist ganz nach unserem Geschmack und er ist so gut wie leer. Wir okkupieren einen Platz mit direktem Zugang zum Wasser. Kaum haben wir unseren Zettel zur Selbstregistrierung ausgefüllt, da taucht auch schon ein Platzwart auf und vollendet unsere Anmeldung. Dabei schnackt er uns auch noch Feuerholz an, aber wir haben auf einem so schönen Platz in der Tat Lust auf ein schönes Lagerfeuer. &lt;br /&gt;Das Feuerchen prasselt auch schon bald, nachdem das Holz noch etwas feiner gespalten ist. Und auch das Abendbrot ist deliziös. Wir können nun bis zum Dunkelwerden einfach nur den züngelnden Flammen zuschauen oder zur Abwechslung am Ufer des Sees die zunehmende Abendstimmung des Bergpanoramas genießen. Mit der sinkenden Sonne fühlen wir uns inspiriert, den Fotoapparat für einige Zeitrafferserien aufzubauen. Die Zeitraffer zeigen beindruckend, wie die Erde sich mit ihrer Rotation von seinem Zentralgestirn, der Sonne abwendet und immer weiter in den eigenen Schatten taucht - zu betrachten über die folgenden Videos:&lt;br /&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/nR9VkdyDNJU&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/vL_tIOozU-U&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;Das zweite Zeitraffervideo zeigt, wie anschließend der Sternenhimmel gen Westen flieht, während die Erde sich unaufhaltsam ostwärts dreht. Sogar Nordlichter flackern kurzzeitig auf, und das in der kürzesten Nacht des Jahres. &lt;br /&gt;Von Zeit zu Zeit fährt ein Fahrzeug auf der Schotterstraße um den nächtlichen See. Dort liegt der größere Whiteswan Lake, der dem hiesigen Provinzpark seinen Namen gab. Einen Abstecher dorthin nehmen wir uns für morgen vor und begeben uns zur Nachtruhe.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Montag, 22. Juni 2015 &lt;br /&gt;Ist Radium gesund?&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;Die Pläne für den heutigen Tag sind klar definiert. Am Ende des Tages aber werden wir aufgrund überraschender Umstände doch wieder - anders als geplant - einige Vorhaben angepasst haben. Aber dazu kommen wir noch. Es begrüßt uns ein herrlicher sonniger Morgen. Da fällt es noch schwerer, diesen malerischen Ort zu verlassen, aber wir haben einen Plan und wir haben ein Ziel. Und das Ziel lautet für heute: Kootenay Nationalpark. So rollen wir schon bald nach dem Frühstück vom Platz und unsere erste Pflichtübung ist es, an der Ausfahrt des Campgrounds die Dumpstation zu nutzen und Abwasser abzulassen. Auch Frischwasser wird aufgefüllt. Es geht aber zuerst einmal tiefer in die Berge und weiter vom Highway weg. Wir wollen uns dem Whiteswan Lake anschauen, der diesem Provinzpark den Namen gab. Dazu umrunden wir den Alces Lake zur Hälfte und folgen dann dem Tal. Der Whiteswan Lake erscheint nach wenigen Kilometern. Er ist größer, als der Alces Lake und schroffer von den umliegenden Bergen umschlossen. Er bietet zwei weitere Campgrounds, einen am oberen Ende des Sees und einen am unteren Ende, wo wir zuerst halten. Es liegt noch eine morgendliche Stille über dem See, als wir einen Bootssteg betreten. Dennoch ist bereits ein Angler unweit auf dem Wasser. Wie wir so den Ausblick genießen, kommt ein weiterer Mann vom Campground zum Anleger hinunter. Er spricht uns auf Deutsch an. Offensichtlich hat er uns mit Blick auf unser Wohnmobil als deutsche Touristen identifiziert, wie er selbst auch einer ist. Also unterhielten wir uns ein wenig über unsere jeweiligen Reisepläne.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Dann fuhren wir noch fast bis zum oberen Ende des Whiteswan Lakes, wo wir dann auch Motorboote auf dem Wasser sahen. Das Bergpanorama des Sees ist wunderschön und das Wasser von türkisfarbenem Schimmer. Nach einem weiteren Stopp kehren wir um und fahren zurück in Richtung Alces Lake. Von Zeit zu Zeit kommen Holzlaster vorbei und ziehen mächtige Staubfahnen hinter sich her. &lt;br /&gt;Auch am Alces Lake halten wir noch mal und können kapitale Forellen im klaren Wasser beobachten. Nun aber rumpeln wir endgültig die Schotterstraße hinunter zum Highway. Wieder zurück auf dem Asphalt könnte man glatt wehmütig werden, denn wahrscheinlich war dies die letzte nennenswerte Strecke auf Schotter. Nun geht es nordwärts auf dem Kootenay Highway. Wir passieren Canal Flats und überqueren abermals den Kootenay River. Nun verläuft der Highway parallel zum Columbia Lake, welcher ein Teil des Columbia River-Flusssystems ist. Am nördlichen Ende des Sees, unweit von Fairmont Hotsprings halten wir an einer Stelle, die eine Fernsicht über den See von einem Hügel aus verspricht. Wir steigen hinauf und finden unsere Erwartung erfüllt. Ein grandioser Ausblick über den See mit den Rockies im Hintergrund lässt uns einen Augenblick verweilen und auch fotografieren. &lt;br /&gt;Dann fahren wir weiter und passieren ohne Stopp Fairmont Hotsprings. Der Verkehr nimmt zu, da wir den Großraum Invermere passieren. Dann kommt Radium Hotsprings in Sicht. Der Ort ist uns aus dem vergangenen Jahr bekannt. Damals kamen wir von Nordwest über Golden hierher um dann ostwärts durch den Kootenay Nationalpark zu fahren. Dabei haben wir zum einen ausgiebig im Besucherzentrum (Visitor Center) das WLAN genutzt und danach einige Stunden in den heißen Quellen entspannt. Genau dies steht nun wieder auf unserem Plan. Also parken wir am Besucherzentrum so dicht wie möglich am Gebäude. Unsere Erfahrung in ähnlichen Situationen der Vergangenheit hat gezeigt, dass man in solchen Fällen noch außerhalb des Gebäudes, ja sogar im Wohnmobil noch ganz passablen WLAN-Empfang hat. Auch diesmal klappt es gut und wir können einige ausstehende Dinge im Internet erledigen, ohne dabei in einem öffentlichen Raum mit wechselndem Besucherverkehr zu sitzen. Neben ein paar E-Mails, die schnell beantwortet sind, besteht natürlich der ehrgeizige Wunsch, auch schon einige Fotos hochzuladen und Verwandten und Bekannten zugänglich zu machen. doch genau das ist ein unheimlicher Zeitfresser. Für das Upload vieler Fotos ist die Verbindung dann doch nicht flink genug. Also brechen wir nach einer Weile ab, ohne alles hochgeladen zu haben, was wir so zeigen wollten. Aber es wird Zeit, da wir in die heißen Quellen wollen, und das wird auch viel Zeit beanspruchen, denn wir wollen es genießen. Somit fahren wir die uns bereits bekannte Straße in den Kootenay Park. Die letzten Häuser von Radium Hot Springs liegen in einem zunehmend enger werdenden Tal und sind in amerikanischen Varianten von Alpenarchitektur gebaut. Kurz darauf erscheint die Einfahrt zum Nationalpark. Wir können auch jetzt, wie bereits im Waterton-Lakes-Park, von unserem Annual Pass profitieren und müssen diesmal nichts bezahlen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Die heißen Quellen liegen bereits im Park. Zuvor führt die Straße durch eine bemerkenswerte Felsklamm, wie ein Durchschlupf in ein geheimnisumwittertes unentdecktes Tal, den sogenannten Sinclair Canyon. Doch schon bald endet der Canyon und das Tal weitet sich wieder. Kurz darauf tauchen die Radium Hot Springs auf, die auch dem Ort am Parkeingang seinen Namen gaben. Diese Quellen sind sehr stark zu einer Bade- und Erholungsanlage ausgebaut. Es gibt zwei großen Becken, ein heißes und ein warmes zum Schwimmen, und einen weitläufigen Gebäudekomplex mit Umkleiden, Duschen, Sanitäreinrichtungen, Café, Wellness-Angeboten und natürlich der Kasse. Aber was hat es mit dem Radium auf sich. Ist das gesund? Vor hundert Jahren glaubte man das, heute nicht mehr. Radium ist ein alkal-metallisches Spurenelement, welches im Erdinneren als radioaktives Isotop vorkommt. Aber im Wasser dieser heißen Quelle ist es praktisch nicht enthalten. Der Name kommt vielmehr vom schwach radioaktiven Edelgas Radon, welches im Quellwasser enthalten ist. Im hiesigen Falle ist es weder gesund noch gefährlich. Das Wetter ist freundlich und warm und an der Belegung des Parkplatzes kann man schon erkennen, dass heute viele Besucher da sind. Auch an der Kasse ist eine kurze Schlange, aber nach dem obligatorischen Durchlaufen von Kasse, Umkleide und Dusche sind wir schon bald im warmen Wasser und kochen unser Muskelgewebe weich. Dabei suchen wir uns das letzte Eckchen im warmen Becken, das noch Schatten von einer angrenzenden Felswand bekommt. Das halten wir ein Weilchen aus, unterbrochen nur vom Gang zu unseren Trinkflaschen, die wir in unseren Sporttaschen am Beckenrand haben. Irgendwann wechseln wir in das etwas kühlere Schwimmbecken, wo wir gemächlich umher schwimmen. Auch beim Nichtstun oder Wenig-Tun kann die Zeit vergehen. Nach über zwei Stunden kommen wir langsam zum Ende und schließen unseren Besuch in der Thermalquelle ab. Natürlich gab es dabei auch eine Portion Körperhygiene und eine Rasur. Nun fahren wir weiter auf dem Kootenay Highway, welcher erst einmal durch ein Quertal von Radium Hotsprings westwärts das weitläufige Tal des Kootenay Rivers erreichen muss. Dazu muss er über einen Pass und vorher am Olive Lake vorbei. Auch den olivgrünen Olive Lake kennen wir vom Vorjahr, wie auch den gesamten vor uns liegenden Streckenabschnitt bis zum Banff Nationalpark. Als nächstes halten wir am Kootenay Valley Viewpoint, welcher unmittelbar nach überwinden des Passes den Blick über das Haupttal des Kootenay Parks öffnet. Von hier aus sieht man gut, was den Park ausmacht. Es sind weniger die spektakulären Hotspots der Natur, wie in den Parks von Banff oder Jasper, sondern die majestätische Weite der Bergpanoramen als Ganzes. Zwischen den beiden erhabenen Bergketten im Osten und im Westen liegt ein weitläufiges bewaldetes Tal, welches an den Bergflanken sanft ansteigt und schließlich in schroffe felsige Berge übergeht. In der Talsohle aber fließt als unberührter Wildwasserfluss der Kootenay River. Daneben ist genügend Platz für den Parkway, der sich szenisch durch das Tal windet.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Auch der Verkehr ist hier geringer, als in den berühmteren Parks im Norden. Als wir vom Aussichtspunkt weiter in Richtung Norden rollen, empfinden wir das Gleiten durch den Park auf dem Highway um seiner selbst willen als Genuss. Auf den nächsten Halt freuen wir uns schon. Es ist ein Parkplatz direkt am Fluss. Hier haben wir im letzten Jahr über Nacht gestanden, nicht ganz legal. Aber da die umliegenden Campgrounds bereits geschlossen waren und wir auch nicht zurück nach Radium Hotsprings fahren wollten, riskierten wir diese illegale Übernachtung. Wir verweilen recht lange an dieser Stelle, denn als nächstes Ziel wäre bereits ein Campground anzusteuern der unweit in Fahrtrichtung liegt. Noch ahnen wir nicht, wie sehr sich die Erlebnisse vom letzten Jahr wiederholen würden. Der erste Hinweis diesbezüglich kommt von einer amerikanischen Touristin, die ebenfalls hier hält. Sie hätte bislang keinen geöffneten Campground gefunden, klagt sie. Da sie von Norden kommt, sage ich ihr, dass sie am Südende des Parks in Radium Hotsprings einen geöffneten Campground finden wird. Wir aber wollen nach Norden und fahren auf gut Glück weiter. Tatsächlich, der nächste Campground ist geschlossen und zwar so, dass bereits an der Abfahrt vom Highway eine geschlossene Schranke die Zufahrt verwehrt. Wir fahren also immer weiter nach Norden, wohl ahnend, dass wir möglicherweise erst im Banff Nationalpark einen Campground finden werden. Auch ein weiterer Campground ist geschlossen. Es ist, wie im Glacier Nationalpark: Öffnung erst am 1. Juli. Abseits liegende Parkplätze ziehen wir auch in Betracht, verwerfen sie aber schließlich. Im Gegensatz zum Herbst letzten Jahres sind jetzt die Nächte kurz und die Abende lange hell. Somit würden wir einem eifrigen Parkranger viel eher auffallen, als dies im Herbst der Fall war. Und das Risiko, in der Dämmerung des Parks verwiesen zu werden, wollten wir auch nicht eingehen. Somit war unser neues Übernachtungsziel bestimmt, der Castle Mountain Campground im Banff Nationalpark, auf dem wir eigentlich erst einen Tag später übernachten wollten. doch bis dahin haben wir noch hundert Kilometer an malerischen Silhouetten der Kootenay Rockies zu durchgleiten. Dabei wollen wir an den Attraktionen, die wir im letzten Jahr schon besucht hatten, nicht mehr halten wollen. Es sind solche Stellen wie der Marble Canyon, der Numa Wasserfall oder die Paint Pots. Dennoch kommt es zu einem unvorhergesehenen Halt. Es ist eine sehr große Gruppe Mountain Goats - etwa 30 Tiere, die an einem Abhang umher läuft, grast oder Mineralien leckt. Es stehen schon einige Fahrzeuge am Rand und fotografierende Touristen laufen umher. Auch wir halten am Rand und tun Gleiches. Es sind auch Jungtiere dabei, manche noch ganz klein.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Einige Tiere laufen die Böschung hinunter und ziehen Staubfahnen hinter sich her. Andere stehen ganz oben an der Böschung. Irgendwo ist immer Bewegung in so einer großen Gruppe. Es dauert eine ganze Weile, bis wir genug gekuckt, fotografiert und gefilmt haben. Dann fahren wir weiter zur nördlichen Parkgrenze. Den Castle Mountain sieht man schon lange, bevor man die Parkgrenze von Banff und somit Alberta erreicht. Er ist der Namensgeber für den Campground, den wir heute erreichen wollen. Doch irgendwann begrüßt und ein Schild im ältesten Nationalpark Canadas und im Staat Alberta. Dies passiert auf der Schussfahrt hinab ins Bow Valley, das Tal der Bow River, welches deutlich tiefer liegt, als der Pass, von dem wir aus Südwest kommen. &lt;br /&gt;Wenige Kilometer vor unserem Ziel passiert uns glatt noch ein Malheur und wir ordnen uns falsch ein. Zu spät merken wir, dass wir auf den Transkanada Highway 1 geraten sind, anstatt dem etwas nördlicher verlaufenden Parkway 1a zu folgen, an dem auch der Campground liegt. Ärgerlich, sehr ärgerlich, zumal der Highway 1 eine autobahnartige Schnellstraße ist, auf der wir nicht einfach wenden können. So sind wir gezwungen, bis zur nächsten Anschlussstelle zu fahren, um die richtige Ausfahrt zu nehmen. Dieser Umweg ist auch in einer anderen Hinsicht ärgerlich. Wir wollen schließlich mit unserer Tankfüllung aus den USA so weit wie möglich kommen und hatten die Hoffnung gehegt, vor Rückgabe des Campers in Calgary nicht mehr tanken zu müssen. Da sind natürlich solche sinnlosen Umweg nicht zweckdienlich. Wir werden also schauen, ob wir es dennoch ohne Zwischentanken bis Calgary schaffen. Nun aber erreichen wir den Castle Mountain Campground und richten uns auf einem, der wenigen verblieben freien Plätze ein. Es ist aber ein schöner Platz mitten im Wald und es gibt Feuerholz zur Genüge. Da wollen wir natürlich auch ein romantisches Lagerfeuer entfachen, was wir auch tun. Alles in allem ist das ein gelungener Ausklang eines erlebnisreichen Tages, trotz unverhoffter Wendungen in Bezug auf unsere Pläne.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Dienstag, 23. Juni 2015 &lt;br /&gt;Lady Louise, die Dritte&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;Durch unseren Vorstoß bis zum Castle Mountain am gestrigen Abend, der gezwungenermaßen durch die geschlossenen Campgrounds im Kootenay Park zustande gekommen ist, sind wir nun nur noch einen Katzensprung von Lake Louise entfernt. Im Nachhinein erweist sich dies als Chance, noch mehr Zeit für eine Wanderung mit Aussicht auf den See von oben zu haben. Der Wunsch nach einer anderen Perspektive auf den Lake Louise hat eine Vorgeschichte. Auf vergangenen Touren waren wir zweimal an dem See, hatten aber immer nur zeitliche begrenzte Stippvisiten eingeplant. Dies hatte zur Folge, dass wir stets nur die Sicht über den See vom Ufer am Fairmont Chateau Lake Louise Hotel hatten. Die Perspektive, die sich hier eröffnet, ist sicher toll, aber es ist auch einer der am meisten überlaufenen Stellen im Banff Nationalpark. Ein Touristenbus nach dem anderen rollt hier auf den gewaltigen Besucherparkplatz und meist asiatische Touristen drängen sich Schulter an Schulter auf der Uferpromenade im Selfie-Rausch. Aus diesem Grunde und weil bei den vergangenen beiden Besuchen jeweils das Wetter den See in ein düsteres wolkenverhangenes Szenario versetzte, wollen wir diesmal eine Wanderung machen. Sie soll uns weg von dem touristischen Trubel am Ufer hinauf auf eine Bergflanke führen und neben mehr einsamer Natur auch eine andere, außergewöhnlichere Perspektive auf den See geben. Somit geben wir den Startschuss: Lady Louise, die Dritte! &lt;br /&gt;Natürlich beginnt der Tag zunächst auf dem Castle Mountain Campground. Die Sanitäreinrichtungen sind in einer Art Container untergebracht und enthalten WC und Waschbecken mit warmem Wasser. Was den morgendlichen Ablauf einschließlich Frühstück anbelangt, sind wir mittlerweile recht effektiv und ohne dass wir hetzen, sind wir schnell abfahrbereit. Vom Campground bis zum Parkplatz am Lake Louise sind es etwa 30 Kilometer, bei Parkway-Geschwindigkeit eine halbe Stunde Fahrt. Auf dem Weg dahin läuft uns auf dem Parkway 1a doch tatsächlich ein Schwarzbär über den Weg. Das ist doch ein verheißungsvoller Auftakt an diesem Morgen. Auf dem Parkplatz werden wir von Einweisern zum Bereich für Wohnmobile durchgewunken. Noch sind die weitläufigen Parkplätze ziemlich leer, aber ein Fahrzeug nach dem anderen, darunter auch Busse, trudeln ein. Ein Weilchen dauert es noch, bis wir alle Wanderutensilien zusammengestellt und die entsprechende Kleidung nebst Schuhwerk angezogen haben. Es erfolgt noch ein prophylaktischer Besuch der Toiletten und wir stiefeln los. &lt;br /&gt;Am Ufer vor dem Fairmont Chateau Lake Louise verweilen wir dennoch, aber die altbekannte Szenerie von Besuchermassen, die den Blick auf ihre Weise genießen und sich auf Selfies mit ihm verewigen, ist auch so früh am Morgen schon in vollem Gange. Aber im Gegensatz zu unseren vergangenen Visiten ist das Wetter schön. Die Berge im Hintergrund sind diesmal nicht wolkenverhangen und ihre Gipfel strahlen in der Morgensonne umrahmt von blauem Himmel und dem einen oder anderen weißen Schönwetterwölkchen im Hintergrund. Langsam laufen wir zuerst am Lake-Shore-Train entlang. Eine Übersichtskarte am Ufer informiert über die Wanderwege. Wir entscheiden uns, einen Wanderweg zum Lake Agnes zu gehen und dabei einen Abstecher zum Little Beehive zu machen, der eine weite Sicht über das Bow Valley bieten soll. Über eine andere Wegeführung vom Lake Agnes wollen wir dann wieder absteigen. Das wird also unsere geplante Wandertour sein und wir hoffen dabei auf einige tolle Ausblicke auf den Lake Louise.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Der Aufstieg zum Lake Agnes zweigt vom Lake-Shore-Trail, dem Uferweg schon unweit hinter dem Hotel Ressort ab. Forschen Schrittes wandern wir in den Berg. Allerdings sind wir auch hier nicht wirklich allein. Ein stetiger Strom von Touristen, meist echte Bergwanderer mit entsprechendem Outfit, aber auch der eine oder andere Lackschuhtourist steigt auf dem Weg nach oben. Mit zunehmender Höhe trennt sich zwar die Spreu vom Weizen, aber es ist doch ein recht begangener Wanderweg und das bleibt er bis zum Lake Agnes. Es dauert ein ganzes Weilchen, bis der Weg einen Blick über den See freigibt. Noch ist er gesäumt von hohen Bäumen, die es nicht erlauben, den See im Ganzen zu überblicken. Aber der Ausblick ist ein Vorgeschmack auf das, was wir weiter oben noch an Fernblicken geboten bekommen. Die meisten, der Wanderer halten hier bei ihrem Aufstieg. Es ist eine gute Gelegenheit, zu verschnaufen und dabei bereits einen schönen Ausblick zu genießen. Doch das meiste an Höhe liegt noch vor uns und so wandern wir weiter. Der Seeblick entschwindet vorerst wieder hinter den Baumwipfeln und unser Weg verlässt zudem die Bergflanke und führt auf ein sattelartiges Zwischenplateau am Berghang. Nach einigen Wegeminuten gelangen wir an einen kleinen See. Es ist noch nicht der Lake Agnes. Dieser kleine See heißt Mirror Lake. Er ist kreisrund, sehr klar und von hohen Bäumen umstanden. Das lässt ihn etwas verwunschen wirken, zumal sich über den Baumwipfeln hinter dem See die gewaltige Felswand des Big Beehive erhebt. Dieser Felsgipfel erinnert an einen Bienenkorb in XXL. Auch er kann bestiegen werden, was wir aber vorerst nicht geplant haben. Der Bergsattel ist hinter dem Mirror Lake zu Ende und die Bergflanke steigt wieder an. Somit steigt auch der Wanderweg wieder an und führt nach oben zu einem weiteren Satteltal zwischen Big Beehive und einem Bergrücken, welcher zum Little Beehive ausläuft. Diesen können wir hinter den Bäumen nicht sehen. Aber das Satteltal, von dem ein Sturzbach in den Mirror Lake strömt, erreichen wir nach einem steilen Aufstieg und kommen damit zum Lake Agnes. Der Lake Agnes ist ein echter Gletschersee, umgeben von mächtigen Bergriegeln und gespeist vom eisigen Schmelzwasser der umliegenden Eisfelder. Er selbst liegt in einem Bergzirkus nackter Felsgipfel, die kaum noch Pflanzenbewuchs zulassen. Umso erstaunlicher ist es, dass am Ufer des Sees eine traditionsreiche Ausflugsgaststätte liegt, das Lake Agnes Tea House. &lt;br /&gt;Bevor der See und das rustikale Teehaus sich unseren Blicken öffnen, geht es über eine steile Treppe parallel zu einem Wasserfall über einen Felsvorsprung. Er liegt wie ein Riegel quer vor dem Lake Agnes und wie über eine Schwelle, verlässt ein Sturzbach den See. So sehr sich die Wanderer auf dem Weg verlieren, so sehr sammeln sie sich an solchen Wegezielen wieder an. Aber der Blick ist es wert. Es ist nicht der Blick hinunter zum Lake Louise, sondern der Blick in den Felsenkessel des Lake Agnes. Bänke erlauben es, auszuruhen und zu verweilen, ohne zwangsläufig im Teehaus einzukehren. Dennoch besuchen viele Wanderer das Lokal und genießen den Ausblick bei einem Tee auf der Terrasse. Hier am Teehaus sind wir 500 Meter über dem Lake Louise. Wir verweilen etwas am Ufer, beobachten einen vorwitzigen Stellers Jay - auf Deutsch Diademhäher genannt - und steigen dann an der rechten Bergflanke weiter hinauf zum Little Beehive. Den Little Beehive selbst werden wir nicht sehen können, da wir so an der Bergflanke zu ihm aufsteigen, dass wir uns der Felsformation von hinten nähern und letztlich oben auf seiner Spitze stehen. Auf dem Weg dahin ergeben sich endlich die ersehnten Perspektiven auf den Lake Louise. Aber auch den Mirror Lake sehen wir nun von oben und erkennen, dass seine kreisrunde von Wald eingerahmte Wasserfläche einem kleinen Spiegel gleicht - darüber trutzig der Big Beehive.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Am Ende des Trails erreichen wir den Aussichtspunkt auf dem Little Beehive. Er ist 2225 Meter hoch. Hier sieht man nicht nur den Lake Louise, sondern überblickt das ganze Bow Valley. Man sieht sogar das Tal des Kicking Horse River nach Westen abzweigen und mit ihm die Bahnstrecke der Canadian Pacific Railroad. Ergreifender Weise kommt gerade ein superlanger Güterzug vom Kicking Horse Pass angerollt dröhnt als kilometerlanger Lindwurm durchs Tal nach Osten. Der Weg zum Little Beehive ist ein Stichweg. Wir müssen also zum Lake Agnes zurück. Dort müssen wir über eine alternative Abstiegsroute nachdenken. Da es bergab geht, sind wir relativ schnell wieder an dem Bergsee und entschließen uns außerplanmäßig, auch zum Big Beehive hinaufzusteigen. Dies erscheint uns zweckmäßig, denn vom Aufstieg zum Big Beehive zweigt ein alternativer Abstieg zum Lake Louise ab. Um auf den Big Beehive zu kommen, gilt es zuerst den Lake Agnes zu umrunden. Dabei kommen wir über Geröllfelder und Schneefelder am hinteren Ende des Hochtals. Schließlich geht es an der linken Talflanke in Serpentinen steil am Hang hinauf. Es ist ein anstrengender Aufstieg, doch er offenbart auch schöne Ausblicke über den Lake Agnes von oben. Schließlich erreichen wir den Bergrücken, der das Hochtal des Lake Agnes vom tief liegenden Tal des Lake Louise trennt. Hier zweigt unser alternativer Abstieg ab. Wir haben jetzt nur noch einige hundert Meter auf dem Bergrücken zu gehen, um auf die äußerste Spitze des Big Beehive zu gelangen. Auch hier gibt es mehrfach tolle Aussichten auf den Lake Louise, der von hier oben, wie Milch mit Waldmeistersirup wirkt - milchig grün. Die Kanus auf dem See wirkten von hier oben, als seien schwarze Insekten auf der Milch kleben geblieben. Am Aussichtspunkt des Big Beehive angelangt, stielt ein Kiefernhäher (Clark&#039;s Nutcracker) dem Lake Louise die Show. Er flattert und scharwenzelt um die Besucher herum und scheint sich Hoffnung auf kleine Leckereien zu machen. Wir fotografieren ihn ebenso, wie alle anderen und sehen dann zu, wie wir ein möglichst perfektes Selfie machen können. Es zeigt sich ein weiteres Mal: An solchen Plätzen gehören von fünf Minuten je Vier dem Fotografieren und Eine dem Genießen der Aussicht. Ein verwitterter Shelter aus Baumstämmen steht hier auf dem Fels. Ansonsten aber muss man sich über Felsen kletternd um einen Ausblick bemühen. Schließlich machen wir uns auf den Rückweg. Kurz vor dem Abstieg zum Lake Louise verweilen wir an der Wegegabelung um einen Adler über dem Tal zu sichten, der dort vor kurzem noch kreiste, doch er bleibt verschwunden. Wir machen uns also auf den steilen Abstieg. Es ist, wie jedes Mal auf solch steil abfallenden Wegen, eine Marter für die Kniegelenke. Trotz Walkingstöcker sind wir recht langsam und knieschonend unterwegs und werden mehrfach von jungen Hüpfern überholt. Nun kommen wir an eine weitere Gabelung, die zuvor nicht so wirklich auf der Karte zu sehen war. Die Vermutung liegt nahe, dass der rechte Weg der längere sein dürfte, da er weiter entfernt vom Parkplatz auf den Seeuferweg treffen sollte. Also nehmen wir den Linken. Auch dieser Weg zieht sich hin. Zuweilen geht er nicht bergab sondern steigt sogar an. Irgendwann kommen wir zu unserer Überraschung wieder am Mirror Lake heraus. Zumindest ist von nun an der Rest des Rückweges vorhersehbar, da wir diesen Abschnitt schon kennen. Den Knien ist das egal; sie leiden immer mehr. Wir akzeptieren, dass uns weiterhin jüngere Wanderer mit Leichtigkeit überholen. Aber über jene Wanderer, die jetzt erst, zu so vorgerückter Stunde mit dem Aufstieg beginnen, wundern wir uns. Als wir endlich den Lake-Shore-Trail erreichen, gönnen wir und ein paar Minuten auf einer der zahlreichen Bänke und haben zum Abschluss noch mal den klassischen Blick über den See.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Die letzten paar hundert Meter zum Parkplatz laufen wir mit schweren Beinen, schmerzenden Knien und glühenden Fußsohlen. Aber wir fühlen uns sehr zufrieden mit dem geleisteten Tagwerk und die vielen Impressionen waren die beste Belohnung. Somit liegen nur noch Ruhe und kulinarische Freuden zum Abschluss des Tages vor uns. Nachdem wir uns der Wanderschuhe entledigt haben, fahren wir von Lake Louise zurück ins Bow Valley und dann auf den Parkway 1a. Den Castle Mountain passieren wir und fahren weiter ostwärts bis zum Johnston Canyon. Direkt gegenüber vom Zugang zum Canyon liegt der gleichnamige Campground. Hier checken wir zur Nacht ein. Erfreulicherweise hat dieser Platz auch warme Duschen, die uns nach einer solchen Wanderung sehr willkommen sind. Der Johnston Canyon steht morgen auf dem Plan. Doch heute wiegt uns das regelmäßige rattern der Canadian Pacific Railway-Züge mit regelmäßigem Heulen der Signalhörner in den Schlaf.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Mittwoch, 24. Juni 2015 &lt;br /&gt;Durch diese hohle Gasse muss er kommen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Der Johnston Canyon Campground liegt nicht allzu weit entfernt vom Eingang in die gleichnamige Schlucht, nur auf der anderen Straßenseite des Parkway 1a. Da wir aber die nächste Nacht am Two-Jack-Lake verbringen wollen, verlassen wir den Campingplatz und fahren zum Parkplatz am Beginn des Canyon-Wanderweges. Dieser Parkplatz ist nicht sehr groß und auch schon fast voll. Wir finden gerade noch eine freie Lücke und nehmen zur Kenntnis, dass gemessen an dem Andrang dies heute keine einsame Wanderung wird. Auf dem Parkplatz herrscht emsiges Treiben. Touristen rüsten sich zur Wanderung, sehen an der Infotafel oder suchen noch mal die Örtlichkeiten vor dem Marsch auf. Es sind wieder beide Kategorien vertreten, die echten Wanderer mit entsprechend gutem Schuhwerk und Wandergepäck, aber auch die Spaziergänger, die auf einem echten Bergwanderweg Probleme kriegen könnten. Mit dem Strom der Wanderer begeben wir uns zum Trailhead, wo es das Johnston Canyon Resort und sogar eine Art Ausflugsgaststätte gibt. Nach dem überqueren einer Fußgängerbrücke über den Johnston Creek beginnt der Weg entlang des Flüsschen, welcher hier gerade den tiefen felsigen Einschnitt des Canyons verlässt. Ein alberner Aufsteller in Form eines Schwarzbären lächelt den Wanderern mit einem Gesichtsausdruck, wie Yogi-Bär entgegen. Eine weitere Infotafel erklärt den Canyon-Wanderweg noch mal detailliert. Damit betreten wir den Johnston Canyon.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Der Weg ist als Lehrpfad angelegt. Hier kann man tatsächlich auch als Spaziergänger ungefährdet langgehen. Der Weg ist eben und ausreichend breit und wo nötig - das ist es fast immer - sind Geländer errichtet, um den Abgrund zur Schlucht zu sichern. So wandern wir los und gehen dabei ohne Eile vor. An den Schautafeln, welche von Zeit zu Zeit mit Erklärungen aufwarten, halten wir meistens und lesen Wissenswertes. &lt;br /&gt;Wir passieren einige Abschnitte, wo der Weg zwischen senkrecht abfallenden Felswänden dem Lauf des Wildwassers folgt. An der Sohle der Schlucht ist kein Platz für beide, denn das Wasser bedeckt strudelnd und schäumend den Boden in der gesamten Breite zwischen den Felsen. Hier ist den Weg als Laufsteg an einer Seite der Felswand befestigt. In solchen Abschnitten ist der Weg natürlich viel schmaler und es erfordert einen Marsch in Gänsereihe. Bei Gegenverkehr wird es entsprechend noch enger. Neben den bizarren Windungen und Felsen der Schlucht und dem sprudelnden Wildwasserschnellen in der Sohle hat der Canyon zwei Höhepunkte. Es sind, wer hätte etwas anderes erwartet, Wasserfälle. Den ersten Wasserfall, die Lower Falls erreichen wir schon bald. Es ist ein typischer Schlüsselloch-Wasserfall. Er fließt nicht einfach über eine Schwelle und stürzt nach unten, sondern er tritt aus einer Verengung des Canyons wie aus einem Spalt und ergießt sich in einen fast höhlenartigen von Felswänden umgebenen Schacht, wo sich ein schäumendes Strudelbecken gebildet hat. Dem entsprechend gibt es nur sehr eingeschränkte Perspektiven, aus denen man den Wasserfall gut sehen kann. Einer dieser Standorte befindet sich auf einer höheren Stelle des Weges, dort wo er bereits weiter aufwärts zum Oberlauf führt. Der andere etwas verrückte Aussichtspunkt befindet sich an der anderen Flanke der Schlucht. Man muss dazu eine Brücke überqueren. Dann führt ein niedriger schmaler Tunnel durch den Fels. Dort wo er endet, blickt man direkt in den Schacht über dem Strudelbecken und sieht das herabstürzende Wasser in wenigen Metern Entfernung. In so unmittelbarer Nähe des Sturzbaches ist man sofort der sprühenden Gischt ausgesetzt. Vor allem die Linsen der Objektive sind sofort vollgespritzt und machen die Fototechnik zeitweilig unbrauchbar. Aber auch Haare, Gesicht und Kleidung werden mit jeder Sekunde, die man hier ausharrt immer nässer. Also halten wir uns an diesem zugegeben einzigartigen Aussichtspunkt nur zwei bis drei Minuten auf und versuchen dann vorbei an den nachströmenden Wanderern uns wieder durch den Tunnel zurück zu zwängen. Wir wandern weiter hinauf in die Schlucht. Es geht nun häufiger auf der oberen Kante der Westwand vom Canyon entlang. An einigen Stellen sieht man, wie die Schlucht sich in Schlaufen in den Grund geschnitten hat. Das lässt die gegenüber liegende Felswand zuweilen wie ein Schiffsbug erscheinen, der vom Johnston River brodelnd umflossen wird. An einer besonders bizarren Windung des Canyon versuchen wir, ein Selfie zu schießen - eine Herausforderung bei so wenig Platz für Stativ und Personen vor dem eigentlichen Motiv, dem Canyon. Schließlich lauert einen halben Schritt weiter bereits eine erhebliche Absturzgefahr.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Bald darauf gelangen wir an den zweiten markanten Höhepunkt der Schlucht, dem Upper Fall. Er hat eine größere Fallhöhe und stürzt nahezu senkrecht hinunter. Auch hier sind Aussichtsplattformen jeweils unterhalb des Falles und weiter oben errichtet worden. Die untere Plattform bietet zudem einen frontalen Blick auf die gegenüber liegende Wand des Canyon, die hier aus gelblich-ockerfarbenem Sedimentgestein besteht. Auch in diesem Falle ist die untere Plattform einem feuchten Nebel vom den sprühenden Sturzbächen des Wasserfalls ausgesetzt, der in mehreren parallelen Strahlen nach unten fällt. Auch auf der oberen Plattform verweilen wir und gegen schließlich weiter. Wenige Meter weiter ist der Lehrpfad zu ende. Der Wanderweg geht jedoch weiter. er verlässt den Canyon und entfernt sich vom Johnston Creek - vorerst. Ein Schild zeigt als nächstes Ziel sogenannte Inkpots an. Würden wir jetzt kehrt machen, wäre die Wanderung entschieden zu kurz ausgefallen. Daher entschließen wir uns, weiter zu gehen. Der Wanderweg ist nun ein echter Bergwanderpfad geworden. Der ausgebaute Stieg mit Geländer ist einem ausgetretenen Pfad gewichen. Nun sind auch weniger Wanderer zu sehen. Zunächst geht es wenig spektakulär durch den Wald und dabei zunehmend nach oben. Ganz selten öffnet sich mal ein Fernblick, meist auf die Gipfel über der östlichen Seite des Johnston Canyons. Nach kilometerlanger Wanderung erreichen wir das Ziel - die Inkpots. &lt;br /&gt;Die Inkpots sind Springquellen, die in flachen Lachen und Tümpeln an die Erdoberfläche treten. Dabei bringen sie natürliche Farbstoffe aus dem Untergrund nach oben und färben das Wasser bläulich und grünlich. Am Grund der Tümpel, deren Wasser an sich sehr klar ist, sieht man das aufsteigende Wasser in Form von brodelndem Farbschlamm. Diese Inkpots sind für sich genommen schon recht sehenswerte Naturerscheinungen, aber dieser Ort hat mehr zu bieten. Denn der Wald hat sich hier zu einer Alm gelichtet und hundert Meter weiter fließt der Johnston Creek. Doch hier hat er einen gänzlich anderen Charakter, als im tiefen Grund des Canyons, wo er reißend und gefährlich in Kaskaden hindurch schießt. Hier ist er - natürlich ebenfalls als Wildwasser - ein Flüsschen, was über ein seichtes steiniges Bett strömt. Schnell, aber flach und vor allem sonnendurchflutet windet er sich durch die Wiesenaue, wo sich an seinem Ufer dutzende Wanderer zum Picknick niedergelassen haben. Es könnte keinen perfekteren Ort für ein Picknick geben, zumal hier das Ende des offiziellen Wanderweges ist. Auch wir lassen uns hier für eine entspannte Pause nieder. Wir verbringen eine ganze Menge Zeit hier, vielleicht sogar eine Stunde. Das Picknick, der Ausblick auf das Bergpanorama über dem Flüsschen und das Umherschlendern an den Inkpots sind es aber wert, hier die Zeit zu vergessen. Doch irgendwann gewinnt die Unruhe überhand und wir begeben uns auf den Rückweg. Dieser ist nun geprägt von denselben Stellen, die wir bereits vom Hinweg kennen. Daher halten wir uns weniger lang auf. Als wir den Canyon Lehrpfad wieder betreten, pausieren wir dennoch wieder, denn einige freche, aber faszinierend verspielte Erdhörnchen gewinnen unsere Aufmerksamkeit. Wir beobachten und natürlich filmen und fotografieren wir sie. Ihr agiles und nahezu schauspielerisches Possenspiel bringt uns auf den Gedanken, sie in einem unserer Filmchen mit einer Sprechrolle zu versehen. Auf dem Rückweg im Canyon zeigen sich die Lichtverhältnisse etwas verändert. Es ist in solchen Schluchten generell schwierig, mit dem Licht ein Arrangement zu treffen. Düster am Boden und gleißend hell in den oberen Etagen lassen sich kaum Bilder fabrizieren die ausgewogen belichtet sind. Doch jetzt mit dem Licht aus West sieht es zumindest etwas besser aus.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Also nutzen wir den Umstand, dass wir überall noch mal vorbei müssen, um die einzelnen Höhepunkte des Canyons noch mal in anderem Licht zu fotografieren. Und so passieren wir die markanten Stellen abermals, wenn auch im schnellen Rücklauf. &lt;br /&gt;Am Ende können wir auf eine recht ordentliche Wanderung zurückblicken und am Parkplatz angelangt fühlen wir uns noch nicht einmal allzu sehr erschöpft. Somit schauen wir bereits dem Abend entgegen, den wir am Two-Jack-Lake ausklingen lassen wollen und nun Kurs nach Osten auf der 1a nehmen. Der Campground am Two-Jack-Lake ist uns wohlbekannt, zumindest der kleinere von beiden, der Lake-Side-Campground. Hier haben wir vor einem Jahr den Wintereinbruch in den Rockies erlebt und fanden seine Lage am See dennoch wunderschön. Somit sollte er noch mal für eine Nacht unsere Heimstatt werden. Doch auch heute werden Wunsch und Realität mal wieder auseinanderdriften. Denn unser Wunschplatz ist überfüllt. Naja, es gibt ja einige hundert Meter weiter, den anderen Two-Jack-Lake Campground - &quot;Two-Jack-Lake Main&quot;. Der liegt zwar nicht direkt am See, sondern mehr im Wald, aber was soll&#039;s. Doch wenn es kommt, kommt&#039;s dicke, der Two-Jack-Lake Main hat noch geschlossen und auch er wird erst am 1. Juli geöffnet. Jetzt sind wir wieder sehr enttäuscht und müssen zwangsläufig nach Banff auf den Tunnel Mountain Campground. Zumindest drehen wir noch die Runde entlang dem Lake-Minnewanka-Scenic-Drive. Hier fahren wir noch mal am Two-Jack-Lake vorbei mit Blick vom Berghang und kommen auch am Lake Minnewanka vorbei, wo wir aber nicht mehr halten. Dann fahren wir nach Banff hinunter. Die stadtnahen Campgrounds bei Banff sind grundsätzlich nicht schlecht. Aber sie sind sehr groß und wirken daher nicht ganz so einsam und wild. Es sind ihrer drei: Tunnel Mountain Village 1, Village 2 und Trailer Court. Wir steuern Village 1 an, weil er am weitesten im Wald liegt. Zudem buchen wir beim Einchecken eine Feuererlaubnis dazu, denn es ist Zeit, sich unserer Holzvorräte zu entledigen, die wir noch immer im Camper geladen haben. Nachdem wir auf den zugewiesenen Stellplatz gefahren sind, freunden wir uns schnell mit der Stelle an. Sie ist umgeben von lichtem Wald, durch den die umliegenden Berge zu sehen sind. Der Platz ist weitläufig und viele der umliegenden Stellplätze sind nicht belegt. Fünfzig Meter weiter zwischen den Bäumen sind Sanitäranlagen mit Warmwasser, Duschen und WC. Und es tummeln sich Erdhörnchen auf dem Platz und zwar in Scharen. Eines hat sogar den Eingang des Baus direkt an unserem Feuerplatz. Zu seinem eigenen Schutz verschließen wir den Eingang mit einem Holzscheit.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Am Ende wird der Abend beim Lagerfeuer wieder zum romantischen Tagesausklang und vermutlich auch zum Abschluss des wilden Teils der Reise. Es war ein warmer Sommerabend und wir saßen bis in die Dunkelheit am Lagerfeuer. Vor dem Schlafengehen raschelte es hinter dem Wohnmobil und im Schein der Stirnlampen sahen wir einen Wapiti Blätter von einem Strauch fressen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Donnerstag, 25. Juni 2015 &lt;br /&gt;Bogental zwischen Tunnelberg und Schwefelberg&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;Heute werden wir uns Banff City anschauen. Der Tunnel Mountain Village 1 Campground liegt zwar am Ortsrand von Banff, aber doch schon im Wald. Um zu Fuß in die Stadt zu gehen, ist es doch recht weit. Zudem haben wir nur für eine Nacht eingecheckt und müssen ohnehin zum Check-In fahren. Da der Platz uns aber gefallen hat, wollen wir noch um eine Nacht verlängern und dann in den Ort fahren. Check-Out und Check-In gestalten sich problemlos, aber da wir diesmal kein Feuerpermit benötigen, bekommen wir einen Platz in einer feuer- und rauchfreien Schleife des Campgrounds zugewiesen. Bevor wir in die Stadt weiterfahren, vergewissern wir uns, dass es eine Dumpstation gibt. Schließlich ist Morgen der Tag der Rückgabe des Wohnmobiles. In Banff gibt es sogleich die erste Herausforderung zu meistern und dies ist die Eroberung eines geeigneten Parkplatzes. Es gibt einige Parkplätze in relativer Nähe zum Ortskern, aber die sind schon ziemlich voll und meist nicht für Wohnmobile geeignet. Doch nach einigem Zick-Zack - wir müssen noch nicht einmal eine Ehrenrunde fahren - finden wir eine letzte Lücke zwischen anderen, bereits in Reih und Glied parkenden Wohnmobilen. Der Platz ist strategisch bestens gelegen und es sind nur drei Minuten bis zur zentralen Straße von Banff, beziehungsweise bis zum Bow River. Banff ist der Hauptort des Banff Nationalparks und dieser ist der älteste Nationalpark Kanadas. Somit hat sich das Städtchen, das 1884 seinen Namen von einem Direktor der Canadian Pacific Railway erhielt, bereits seit 1885 eine Entwicklung als Erholungsort genommen. Er ist für kanadische Verhältnisse also eine geschichtsträchtige Stadt. Vor allem aber ist sie ein touristischer Schmelztiegel, der jährlich von riesigen Touristenscharen besucht wird. Dementsprechend bietet das Städtchen, welches selbst nur knapp 7000 Einwohner hat, eine Menge an Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie und Shoppingangeboten. Wenn irgendwas in Kanada mit noblen Schweizer Alpenkurorten vergleichbar ist, dann wäre es Banff. Als Zentrum des Nationalparks hat die Stadt natürlich auch kulturelle Angebote, darunter einige Museen und ein Besucherzentrum. Dies steuern wir als erstes an. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Besucherzentren eine gute Informations- und Inspirationsquelle für Unternehmungen in der Umgebung sind. Kostenloses Informationsmaterial und freundliche Ranger helfen einem weiter. Aber auch die Chance auf ein anderes kostenloses Angebot ist groß: kostenloses WLAN. Nach einem kleinen Umweg - wir sind in eine falsche Seitenstraße eingebogen - finden wir das Visitor Center und versuchen, ein Plätzchen in einem Lounge-Sessel zu ergattern. Das Besucherzentrum ist allerdings sehr voll. Daher erwischen wir gerade mal einen freien Sessel, zudem ist dieser - nicht sehr diskret - mit dem Rücken einem Infoschalter zugewandt. Kostenloses WLAN gibt es zwar, doch auch dieses leidet unter der Vielzahl surfender Gäste und ist extrem lahm. Letztlich erledigen wir nur die dringendsten Sachen, vor allem E-Mail-Grüße und geben schließlich auf. Nach dem Verlassen des Besucherzentrums schlendern wir die Banff Avenue entlang in Richtung des Bow River. Die meisten Läden an der zentralen Straße sind Souvenirläden, aber auch Bekleidung und Luxusartikel werden feilgeboten. Dazwischen stehen Hotels und Pensionen, Restaurants und der eine oder andere Lebensmittelladen. Läden sind verführerisch und wir schauen in manch einen hinein. Am Ende der Banff Avenue überquert die Straße den Bow River und führt dann weiter zum Fairmont Banff Springs Hotel. Wir biegen vor der Brücke ab und begeben uns in den Park, der sich am Ufer des Bow River entlangzieht. Auf einer Parkbank picknicken wir mit Blick auf den Fluss. Da wir einen Rucksack mit allem Notwendigen dabei haben, sind wir unabhängig wie die Stadtkaninchen. Der Bow River in Banff ist etwa mit dem Rhein bei Liechtenstein zu vergleichen. Er fließt noch als Wildwasserfluss, aber schon in beträchtlicher Breite durch ein weites Tal, das Bow Valley und wird schon bald die Berge in die Ebene im Osten nach Calgary verlassen. Auf der Parkbank entspannend, beschließen wir, auf der anderen Flussseite dem Parkstreifen in Richtung Fairmont Banff Springs Hotel zu folgen. Dazu überqueren wir den Fluss nicht über die Autobrücke, sondern eine hundert Meter weiter flussabwärts befindliche Fußgängerbrücke, die Teil des Parkwegesystems ist. Auch auf der anderen Flussseite bildet der Grünstreifen am Fluss einen waldartigen Park. Dahinter sieht man Häuser zwischen den Bäumen, aber dies sind nun vornehmlich Pensionen und Ferienhäuser. Auf den Parkwegen sind viele Spaziergänger unterwegs - hauptsächlich Touristen. Aber hier tritt noch eine weitere Kategorie von Urlaubern in Erscheinung, nämlich Kurgäste. Vermutlich wohnen sie in den umliegenden Pensionen und Ferienwohnungen und joggen oder spazieren im Park oder führen ihre Hunde aus.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Nach einigen hundert Metern wird das Ufer steil und der Weg führt über Treppen nach oben. Auf beiden Seiten ist der Fluss nun von Felsen eingeengt und die Strömung wird wilder. Nach Erklimmen der Stufen blicken wir von einem erhöhten Aussichtspunkt über den Fluss und sehen unter uns das Wasser in Stromschnellen, ja Wasserfällen hinabtosen. Zudem hat sich der Blick nach hinten geöffnet und wir sehen den trutzig-mondänen Bau des Banff Spring Hotels mit dem Sulphur Mountain im Hintergrund. Genau genommen ist es die Rückseite des Hotel, die wir sehen, denn die Vorderseite mit dem Haupteingang zeigt in Richtung Sulphur Mountain. Einer Legende zufolge sollen die Baupläne um 180° gedreht worden sein, als der Bau errichtet wurde, so dass versehentlich der Blick über den Bow River hinüber zum Tunnel Mountain der Rückseite des Gebäudes zuteilwurde. Hier halten wir uns ein Weilchen auf und schlendern schließlich zurück. Im Ortskern werden wir uns nach einer gastronomischen Gelegenheit umschauen um einen Happen zu essen. Wir laufen gemächlich denselben Weg zurück und genießen die müßiggängerische Stimmung des Kurparkes, bis wir wieder über die Fußgängerbrücke in die Innenstadt eintauchen. An einigen Kreuzungen der Banff Avenue gibt es Ampelschaltungen, die wie in Tokyo, rot für Autos aller Fahrtrichtungen schalten und den Fußgängern das Passieren der Kreuzung in alle Richtungen erlaubt. Wir beobachten diese Regelung voller Faszination. Die Fußgängerüberwege sind an diesen Kreuzungen auch diagonal aufgezeichnet und wenn die entsprechende Phase eintritt, läuft eine Menschenmenge an allen vier Einmündungen und über beide Diagonalen zum gegenüberliegenden Trottoir.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Wir schlendern die Banff Avenue entlang und halten gezielt Ausschau nach einem Restaurant, das uns zusagt. Schließlich sehen wir an einer Straßenkreuzung in der Nähe des Besucherzentrums ein Gebäude mit großem Eckbalkon im Obergeschoss, wo biertrinkende Gäste logieren. Das macht uns neugierig und wir suchen den Eingang. Dieser ist nicht leicht zu finden, denn im Erdgeschoss befindet sich eine Reihe von Boutiquen. Doch dann gelangen wir über eine Treppe ins Obergeschoss und schließlich ins Restaurant. Balkonplätze seien leider alle besetzt, teilt uns eine Kellnerin mit, aber es gibt in einem der Räume eine offene Fensterfront mit einem Bartresen. Man stelle sich dies vor, wie ein extrabreites Fensterbrett - so breit, wie ein Tresen mit Barhockern davor. Das ist natürlich eine gewitzte Alternative zum Balkon und wir nehmen Platz. Eine richtige Bar mit Zapfhähnen gibt es in diesem Raum auch und ein Barmann mit Threadlocks und löchrigem T-Shirt nimmt unsere Bestellung auf. Ein großes Glas Wasser für jeden gibt es gratis vorweg. Das Restaurant nennt sich Wild Bill Saloon und ist im Western Stil dekoriert. An den Wänden hängen Reproduktionen von Fotos aus den Zwanzigern die vom Leben der Cowboys zeugen. Wir bestellen jeder ein Bier und ein Wildlachsgericht mit unterschiedlichen Beilagen und bauen das Notebook auf, denn es gibt freies WLAN. Es ist diesmal wirklich schnell und wir können auch Bilder hochladen. Vom Fenster aus haben wir einen Blick über die Banff Avenue und eine dieser Kreuzungen mit der verrückten Fußgängerphase. Darüber erhebt sich das Bergpanorama des Bow Valley mit dem Tunnel Mountain im Vordergrund. Bald kommt das Essen und es ist schmackhaft. Allerdings ist es auch ungewöhnlich, wenn man deutsche Maßstäbe anlegt - so auch ein Biskuit im Arrangement des Hauptgerichts. Wir sitzen zu gut, um nach dem Essen gleich zu zahlen. Daher strecken wir unsere Getränke zeitlich in die Länge und nutzen das Internet noch ein Weilchen. Träge entschließen wir uns, um die Rechnung zu bitten und machen uns alsbald auf den Weg.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Obwohl wir nur in der Stadt unterwegs waren, empfanden wir das Pensum durchaus als umfangreich. Daher begeben wir uns langsam schlendernd zum Parkplatz, um zum Campground zurück zu fahren. Die Stadt scheint überzuquellen vor Urlaubern und wir bahnen uns unseren Weg über die Bürgersteige bis zu unserem Wohnmobil. Dann rollen wir im hier üblichen Kriechtempo durch die Stadt in Richtung Tunnel Mountain. Noch einmal passieren wir dabei die Kreuzung mit der verrückten Fußgängerampel. In der Nähe des Campgrounds steuern wir noch einen Aussichtspunkt an, wo man hoch über dem Bow River ins Tal hinab schaut. Der Tunnel Mountain liegt rechter Hand in unmittelbarer Nähe. Sein Name stammt von den unverwirklichten Plänen der Canadian Pacific Railway, einen Tunnel hindurch zu bohren. Aus Kostengründen wurde jedoch eine Lösung verwirklicht, die um den Berg herum führt. Daher macht die Bahnstrecke nun einen Bogen über die Cascade Ponds zwischen Tunnel Mountain und Cascade Mountain, den wir im Norden aufragen sehen. An diesem Aussichtspunkt sieht man praktisch nur die Landschaft als großartiges Gebirgspanorama. Die Stadt Banff verbirgt sich vollständig hinter dem Tunnel Mountain. Man hat diesen Ausguck sogar mit Relax-Sesseln ausgestattet, die wir in Anspruch nehmen. &lt;br /&gt;Nachdem wir zurück auf den Campground gekommen sind, ist noch genügend Zeit, um ein wenig Ordnung ins Wohnmobil zu bringen. Wir haben es morgen besenrein, vollgetankt und mit gelehrten Abwassertanks abzuliefern. Für die Besenreinheit sorgen wir schon mal vor. Die Abwassertanks werden wir morgen früh an der Dumpstation leeren. Und was das Tanken betrifft, so sind wir etwas beunruhigt über den schon so niedrigen Tankfüllstand. Aber der Ehrgeiz, mit dem US-Sprit noch bis Calgary zu kommen, hat uns nicht verlassen. Was machbar ist, wird der morgige Tag zeigen. Die Loop, in der wir heute stehen, ist ohne Feuerstellen. Sie ist auch gut belegt. Am Abend sehen wir keine freien Plätze mehr. Auch diese Loop ist mit einem Sanitärgebäude in der Mitte des Ovals von Stellplätzen ausgestattet und auch hier sind warmes Wasser, Duschen und WC vorhanden. Wir verbringen noch einen ruhigen Abend, der nur von Zeit zu Zeit durch das Signalhorn der Canadian Pacific gestört wird.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Einmal-Yellowstone-und-zurueck-sk-touristik-3.html&quot;&gt;Weiter zum 4. Teil&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1(2).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Dienstag, 16. Juni 2015&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Langsamer Abschied westwärts&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Auch für heute haben wir einen Plan. Dieser enthält soweit alles bis auf eines - den Campground am Ende des Tages. Mit 100-prozentiger Sicherheit werden wir nach dem Frühstück die Baustelle des Grand-Loop-Parkways ein weiteres Mal durchfahren, natürlich nachdem wir mit Frühstück und sonstigen morgendlichen Erledigungen fertig sind und den Campground verlassen haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Beginn des Tages wollen wir entlang der Stecke zum westlichen Parkausgang noch einige Stopps einlegen und einige geothermische und landschaftliche Highlights bewundern. Dazu wollen wir der Grand Loop bis zur Madison-Junction folgen und dann nach Westen abbiegen, wo wir dem Madison River entlang der West-Entrance Road folgen. Nach dem wir ein weiteres Mal die Straßenbaustelle passiert haben, erreichen wir das Norris-Geysir-Becken (Norris Geyser Bassin), ein geothermisches Gebiet von fast 3 Kilometern Länge. Es hat ein eigenes Eingangstor mit einem Museumsgebäude. &lt;br /&gt;Als wir eintreffen, hat der Touristentrubel noch nicht begonnen, so dass es noch nicht zu überlaufen wirkt. Dennoch ist es bei weitem nicht menschenleer.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Ranger Exkursionen durch das Gelände an. Wir ziehen erst mal allein los und folgen einem Plankenstieg in nördlicher Richtung. Hier hat man vor allem einen Fernblick über das Gelände, welches in hellen bis grellen Pastellfarben gleißt. Das ganze Bassin ist geprägt von Sintergestein und dampfenden Quellen, Fumarolen und Geysiren mit nur wenig Baum- und Strauchbewuchs dazwischen. Einige Quellen entlang des Weges bilden Pools mit einem seltsamen Leuchten im milchigen Wasser. Es scheint, als wären sie von unten blau durchleuchtet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Beendigung dieses ersten Rundgangs kehren wir zum Ausgangspunkt zurück und begeben uns zur südlichen, längeren Schleife. Sie führt direkt in die Sinterebene hinein und schlängelt sich an Geysiren und Quellen vorbei. Hier geraten wir in eine Gruppe Touristen, die von einem Ranger geführt werden. Wir laufen ein Weilchen mit dieser Exkursion mit und versuchen, Wissenswertes zu erlauschen. Ein erster Halt erfolgt bei Steamboat Geysir, dem derzeit größten aktiven Geysir der Welt. Seine größte je gemessene Auswurfhöhe betrug 130m. Seine Ausbrüche sind in höchstem Maße unregelmäßig und nicht vorhersagbar. Seit 1991 gab es nur 10 oder 11 große Ausbrüche, aber es gibt immer wieder mal kleiner Dampf-Wasser-Auswürfe. Einen solchen Rülps von 1-2 Meter Höhe erleben auch wir. Dann folgt die Gruppe weiter dem eloquenten Ranger, der seine Erläuterungen in kurzweilige Anekdoten kleidet. Auch die eine oder andere Frage lässt er sich von der Gruppe beantworten und lockert damit seinen Vortrag auf. Einen kleinen asiatischen Jungen, der eine Frage treffend beantwortete, lobt er überschwänglich und bietet ihm den Job des Rangers an. Nach einigen Stationen - Pools, Quellen und Fumarolen - bleibt er an einem unscheinbaren und scheinbar nicht aktiven Austrittsloch stehen und beginnt einen Dialog zur Bedeutung des Begriffes &quot;Vixen&quot;. Eine Tafel vor der Öffnung im Boden verrät - es ist der Vixen-Geysir. Vixen, so stellt er gemeinsam mit seinen Zuhörern heraus, heißt nicht nur Füchsin, sondern bezeichnet auch eine sehr verführerische Frau. Warum er aber diesen Small-Talk sosehr ausführlich in die Länge gezogen hat, begreifen wir im nächsten Augenblick, als der Vixen-Geysir ausbricht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein filigraner, dünner Strahl heißen Wassers schießt kerzengerade in die Höhe. Nicht permanent, sondern in kurzen Schüben steigt die Wasser-Fontaine bis in eine Höhe von 4-5 Metern und eine Dampfhülle wird Vixen-Geysir: Ein filigraner, dünner Strahl heißen Wassers schießt kerzengerade in die Höhe des Fotostopps an den Gibbon Falls.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Grand Prismatic Spring - vielleicht 15 Meter, oder mehr sind es bevor der blaue Pool dahinter beginnt. Beim Herabstürzen des Wassers werden Spritzer vom Wind abgetrieben. Klein aber fein - so kann man diesen Geysir bezeichnen, der sein Schauspiel noch etliche Minuten fortsetzt. Wir trennen uns von der Exkursion und gehen in unserem eigenen Tempo weiter. Dabei passieren wir noch viele kleinere Geysire und Quellen, allesamt mit eigenen speziellen Namen, wie &quot;Porkchop&quot; (Schweinekotelett) Geysir. &lt;br /&gt;Da am Horizont ein Gewitter aufzuziehen droht, kürzen wir den Rundgang ab und gehen in Richtung Ausgang. Dann fahren wir auf der Grand Loop Road weiter in Richtung Süden. Wegen des drohenden Gewitters fahren wir erst mal ein Stückchen und lassen die Artist Paint Pots links liegen. Nur an den Gibbon Falls halten wir noch mal kurz und machen ein paar Fotos. Allerdings sind wir dadurch schon bald an der Madison Junction. Doch es wäre noch zu früh, um den Park zu verlassen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Also entschließen wir uns, ein Stück nach Süden zu fahren und noch mal die Grand Prismatic Spring zu besuchen. &lt;br /&gt;Diesmal soll es aber der direkte, am Rande der Riesenquelle verlaufende Holzplankenweg sein, den wir entlangschlendern wollen. Auf dem Weg zum &quot;Midway Geyser Bassin&quot;, auf dessen Gebiet sich der Grand Prismatic befindet, nimmt der Verkehr stark zu. Haltende Autos stehen überall am Straßenrand, wo Bisons in Sichtweite weiden. Am Grand Prismatic ist mit Hängen und Würgen ein Parkplatz zu ergattern, so dass wir unseren Rundgang absolvieren können. Auf Satellitenaufnahmen sieht die Grand Prismatic Spring aus, wie ein blaues Auge auf der Erdoberfläche, welches leuchtend orange umrandet ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun stehen wir nach ein paar hundert Metern Fußmarsch an ihrem Rand. Es ist wahr, dass man sie auf diese Weise wegen ihrer schieren Größe nicht überblicken kann, wie aus Luft. Aber sie wirkt auf andere Weise auf einen. Der orangefarbene Uferbereich ist aus dieser Perspektive dominierend. Vielleicht 15 Meter, oder mehr sind es bevor der blaue Pool dahinter beginnt. Aber dieses Orange ist selbst ein Verlauf verschiedenster Tönungen zwischen Gelb und Rot. Das Sonnenlicht gibt den Farben die Strahlkraft von Glut und Feuer. doch es sind Bakterien, die diesen Farbzauber im heißen Wasser produzieren. Dort, wo das heiße Wasser in Rinnsalen vom Kreis des Pools wegläuft, bildet das Orange radiale Strahlen, wie bei einem Sonnenrad. Umgeben von Touristenmassen, die sich ebenfalls auf dem Plankenweg vorwärts schieben, schließen wir diesen Rundgang in aller Ruhe ab. Dann fahren wir zurück in Richtung Madison Junction. Auf dem Rückweg halten wir doch noch mal, und zwar an der Brücke über den Nez Perce Creek. Hier standen wieder viele Fahrzeuge am Rande und man konnte weit verteilte Gruppen von Bisons beobachten. Es waren auch etliche Jungtiere darunter. Also folgen auch wir diesem touristischen Herdentrieb und fotografieren die Bisons aus allen möglichen Perspektiven. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch dann geht&#039;s unaufhaltsam in Richtung Parkausgang. An der Madison Junction biegen wir nach Westen und haben vor dem Westeingang nur noch einen Halt auf der West-Entrance-Road. Dieser dient Angler am Madison River aber lediglich einer Picknickpause. Schließlich heißt es: Auf Wiedersehen Yellowstone; und kurz vorher: Auf Wiedersehen Wyoming. Wir sind jetzt wieder in Montana und rollen als erstes durch einen Ort namens West Yellowstone. Von hier aus wollen wir uns nord-westwärts und dem Madison River folgend auf die Rückfahrt nach Kanada begeben. Es folgt nun wieder eine längere Fahrt auf leeren Highways und es gilt, eine passende Gelegenheit für das Nachtcamp zu finden. Nachdem wird den Earthquake Lake passiert haben, kommen wir in das Upper Madison River Valley. Es ist ein weitläufiges Tal aus Grasland bestehend. Umgeben ist es von den Gipfeln des Madison Range im Osten und einem kleineren Gebirgszug im Westen. Wir finden einen Campground direkt am Fluss. Es ist ein Campground für Angler - für Fliegenfischer und sonstige Wildwasserangler am Madison River. Der Campground ist spartanisch, aber malerisch gelegen und von einem großartigen Bergpanorama umgeben. Da es erst 16:00 Uhr ist, sammeln wir Holz und bereiten den Grill vor. Der Abend klingt kulinarisch perfekt aus und wir sitzen noch ein wenig in Erwartung der Abenddämmerung, die langsam immer längere Schatten über das Tal kriechen lässt, bis die Berge im Osten von glutrot nach graublau verblassen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Mittwoch, 17. Juni 2015&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;&lt;b&gt;Von Höhlen und Gabeln auf langer Fahrt&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Der heutige Tag wird wieder ein Fahrtag werden. Dennoch sind zwei Highlights geplant. Leider liegen diese Highlights so, dass - egal wie man fährt - eines immer einen gewissen Umweg bildet. Aber der Plan steht und er enthält eben diese beiden Zwischenziele. Zuerst aber wach werden und nach der Morgenhygiene im winzigen Wohnmobilbad ein Frühstück genießen. Wie immer wird auch das Navi programmiert und es ist nun Selbigem überlassen, zu entscheiden, welches unserer beiden Zwischenziele zuerst dran kommt. Der Morgen ist wolkenlos und etwas frisch, aber erwartungsgemäß wird sich das in dieser eher trockenen Region bald zu einem heißen Tag entwickeln. Was sind denn nun die Highlights? Das Erste ist schon bald erreicht. Es ist ein kleiner Provinzpark in einer kleinen Gebirgsformation auf dem Weg in Richtung Butte (Wird Bjut gesprochen). Hier gibt es eine Tropfsteinhöhle. Der Park heißt &quot;Lewis &amp; Clark State Park&quot;, genau wie auch die Höhle &quot;Lewis &amp; Clark Cave heißt&quot;. State Parks sind die US-Versionen der Kanadischen Provincial Parks. Sie sind in der Verwaltung der Bundesstaaten, in diesem Falle ist das Montana. Die Namen Lewis und Clark hängen eng mit der Entdeckung der Gebiete im heutigen Montana durch die europäischen Einwanderer zusammen. Meriwether Lewis und William Clark waren die Leiter der ersten US-amerikanischen Überland-Expedition in den Westen des Kontinents, heute als Lewis&amp;45 Clark-Expedition bekannt. Die Namen sind uns bereits vor Tagen begegnet. Als wir am Crystal Lake übernachteten, befanden wir uns im &quot;Lewis &amp; Clark National Forrest&quot;. Lewis und Clark werden also in Montana verehrt, wie Gründerväter, auch wenn sie eher Forschungsreisende im Auftrag des damaligen Präsidenten Jefferson waren. Aber die Tropfsteinhöhlen, welche nach ihnen benannt sind und welche wir nun im Begriff sind, zu besuchen, haben die beiden Entdecker nie gesehen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;p&gt;Der Park beginnt gleich nach einem Abzweig von der Hauptstraße mit einem Besucherzentrum. Die Straße, die in die Berge bis hin zur Höhle führt, ist kostenpflichtig für Nicht-Montana-Einwohner, also auch für uns. Der Eintritt in die Höhle kostet extra, ist aber mit einer Führung verbunden - und mit einem ordentlichen Fußmarsch bergauf bis zum Höhleneingang. Unser Führer heißt Jim und fragt alle Teilnehmer, woher sie kommen. Er stellt fest, dass wir aus Deutschland kommend, die weiteste Anreise hatten und rechnet fortan Längenangaben in Fuß jedes Mal auch in Meter um. Neben verschiedensten faszinierenden und teils bizarren Tropfsteinformationen gibt es auch Fledermauskolonien zu sehen. Jim erzählt, moderiert und scherzt unentwegt. Wir bewegen uns mal durch riesige Kavernen, mal durch enge Schlupflöcher und Gänge. Dabei steigen wir stetig ab. Zum Thema Fledermäuse erklärt Jim den Besuchern mit einem Augenzwinkern in unsere Richtung, dass &quot;Bat&quot; im Deutschen &quot;Fledermaus&quot; heißt - also &quot;Flying Mouse&quot;. Jim erklärt nicht nur die geologischen Fakten. Er zeigt auch fantasiefordernde Schattenspiele mit seiner Taschenlampe - Tropfsteingebilde, die als Schatten an der Wand &quot;Romeo und Julia&quot;, einen sitzenden Buddha oder Santa Claus zeigen. Auch den Fußabdruck Bigfoots zeigt er uns. Eine besonders schöne Kaverne ist mit bunten Scheinwerfern beleuchtet und wirkt wie eine verwunschene Zauberwelt. Für eine halbe Minute demonstriert er uns auch, was völlige Dunkelheit bedeutet, indem er die Beleuchtung abschaltet.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Als wir schließlich wieder ans Tageslicht treten, merken wir, was die Höhle noch war - nämlich angenehm kühl. Jetzt liegt wieder ein kleiner Fußmarsch vor uns - zum Glück bergab. Nach Inanspruchnahme der Örtlichkeit und dem Genuss einer Eiscreme fahren wir wieder hinunter ins Tal und weiter zum US Highway 90. Hier nun fahren wir nicht in Richtung Butte, wo unweit davon unser Tagesziel wäre, sondern nach Osten. Dieser Inter-State Highway ist eine autobahnähnliche Fernstraße. Wir folgen ihr circa 35 Kilometer bis Three Forks. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Name des Ortes Three Forks ist Programm. Hier fließen drei Flüsse zusammen. Der eine ist der Madison River, unser alter Bekannter. Die anderen beiden sind der Jefferson River und der Gallatine River. Der Zusammenfluss dieser drei Flüsse, genauer gesagt der Konfluenzpunkt von Madison und Jefferson River ist der Beginn des Missouri. Den Namen hat der Fluss von einem Indianervolk an dessen Mündung in den Mississippi. &quot;wi-mihs-oor-i-t-a&quot; bedeutet etwa: &quot;Die mit den Holzkanus&quot;. Wirklich spektakulär ist dieser Ort nicht - einige kleine Flussarme in einer Niederung mit Espenauen - aber dafür geschichtsträchtig. Hier landete die Lewis-und-Clark-Expedition nach einer langen Reise den Missouri aufwärts und von hier aus plante die Expedition die Überquerung der Rockies. Verschiedene Infotafeln zeugen davon und auch hier ist dafür ein kleiner State Park angelegt worden. Es war im Jahre 1805, als die Expedition hier ankam und 1810 entstand hier bereits eine Handelsstation.  Spannend zu lesen war es, dass die indianische Dolmetscherin der Expedition Sacajawea - eine Häuptlingstochter der nördlichen Shoshone eine herausragende Rolle bei der Expedition spielte. Nicht nur als Dolmetscherin, sondern auch als Diplomatin hatte die Anfangs gerade mal 16-jährige eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Expedition gespielt. Nicht umsonst ist ihre Persönlichkeit in den USA mannigfaltig gewürdigt - sogar eine Dollarmünze mit ihrem Abbild gibt es seit 2000 und im Film &quot;Nachts im Museum&quot; wird sie - historisch etwas unwahr - von &quot;Teddy Roosevelt&quot; hofiert.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Vom Geburtsort des Missouri ist es nicht weit bis in den Ort Three Forks. Wir suchen ihn auf um zu tanken. An der Kasse der Tankstelle komme ich ins Gespräch und leiste mir den Fauxpas, die Stadt Butte als &quot;Batte&quot; auszusprechen, was im englischen irgendwie so wie &quot;Hintern&quot; klingt. Ich werde umgehend und mit einem Schmunzeln berichtigt: Es heiße &quot;Bjut&quot;. Alles klar! Jetzt weiß ich&#039;s! - heißt übrigens &quot;Kuppe&quot; oder &quot;Inselberg&quot;. Nach erfolgloser Suche nach einer Dumpstation fahren wir zurück zum Highway 90 und rollen in Richtung Butte. Kurz vor Butte - etwa 70 Kilometer noch - wollen wir etwas abseits am Delmoe Lake unser Nachtlager aufschlagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Tagesziel finden wir problemlos, auch wenn die die letzten Kilometer bis zum Delmoe Lake wieder über eine üble Schotterpiste gehen. Der Campground ist relativ leer und wir finden einen schönen Platz am Wasser. Sogar eine abgeschiedene eigene Badestelle haben wir und ein Bad ist mehr als willkommen. Das Wasser ist relativ warm und es gibt Blutegel, die an den Füßen andocken wollen. Aber das schreckt uns nicht und nach einer ersten Erfrischung gehen wir sogar ein zweites Mal baden. &lt;br /&gt;Obwohl es auf dem See Boote gibt und in der Nähe Quads durch den Wald fahren, ist es alles in allem ein entspannender Campground und unser Platz lädt uns nach dem Bade zu Lagerfeuer und Abendbrot mit Blick aufs Wasser ein und wir sitzen noch lange, bis in die Dämmerung draußen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Donnerstag, 18. Juni 2015&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Lady of the Rockies und Sackgassen im Wald&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Der Morgen am Delmoe Lake kündigt einen weiteren sonnigen und warmen Tag an. Auch die heutige Etappe wird im Wesentlichen aus Fahrerei bestehen. Konkrete Sehenswürdigkeiten haben wir heute nicht auf dem Zettel. Oder vielleicht doch Eine. Es ist &quot;Our Lady of Rockies&quot;, welche als Monumentalstatue am Berg über die Bergbaustadt Butte blickt - hoch oben über der Stadt ist sie weithin sichtbar und gilt als Wahrzeichen der Stadt und der Region. Bis Butte - zur Erinnerung: die Aussprache ist Bjut - ist es eigentlich nur einen Steinwurf, Luftlinie etwa 11 Kilometer. Aber der Delmoe Lake ist mitten in dem Bergmassiv, an dessen Rand auch die &quot;Lady of the Rockies&quot; thront und das bedeutet erst mal wieder eine Serpentinenfahrt über eine üble Schotterstraße, um wieder auf den US-Highway 90 zu gelangen. Das dauert natürlich ein Weilchen, aber zurück auf dem Highway ist es dann wirklich nur ein Katzensprung in die Stadt. Butte ist ein Zentrum des Kupferbergbaus, aber seine besten Tage hatte dieser bereits hinter sich. Nun zeugt ein riesiges Loch am Rande der Stadt, der ehemalige Kupfertagebau mit dem Namen Berkeley Pit von dieser Bergbauhistorie. Wir steuern in der Stadt den riesigen Wal-Mart an um unsere Vorräte zu ergänzen. Dieser Wal-Mart überrascht uns positiv wegen seines Angebotes. Die Frischetheke glänzt mit riesiger Auswahl und auch das sonstige Lebensmittelangebot kommt europäischen Erwartungen entgegen. Anders als in Kanada muss man für Bier und Wein auch nicht in einen extra &quot;Liquor-Store&quot;. Alles in allem halten wir uns hier eine kleine Ewigkeit auf, bis wir alles erledigt haben.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Bereits am Morgen hatten wir die Idee entwickelt, die Monumentalstatue am Berg über Butte, &quot;Our Lady of the Rockies&quot; zu besuchen. Wir versprachen uns vor allem einen großartigen Blick über das Tal mit der Stadt und dem Minenrestloch zu erhaschen. Wie wir herausfinden, gibt es einen kommerziell betriebenen Shuttleservice in der Stadt, der in regelmäßigen Abständen zur Statue hochfährt. Dies wollten wir aber nicht. Daher suche ich mit Hilfe des Navi einen Weg hinauf zur Statue. Nachdem das Ziel programmiert ist, starten wir direkt vom Parkplatz des Wal-Mart. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu machen wir einen kleinen Abstecher von unserer geplanten Route auf den US-Highway 15. Diese führt direkt unterhalb des Gebirgszuges entlang, auf dem in 2400 Metern Höhe die Riesenmadonna steht. Dies sind etwa 700 Meter über der der Stadt Butte. Der Fernblick dürfte grandios sein. Schließlich verlassen wir den Highway und kommen sofort auf eine Schotterstraße, die im Begriff ist, sich am Berg hinauf zu winden. Aber wir kommen nicht weit, die Fahrt endet vor einem verschlossenen Tor. Kein Schild kein Hinweis darüber, welche Optionen es gibt. Das Navi bietet keine Alternativen. Die spätere Recherche in Google Maps bestätigt dies. Scheinbar ist die Zufahrt nur den kommerziellen Shuttles vorbehalten. Etwas enttäuscht fahren wir zurück um uns wieder unserer Route zuzuwenden. Zumindest halten wir an einem Parkplatz des Highway 15, welcher einen ganz passablen Blick nach oben zur Statue, aber auch in Richtung Butte gewährt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Parkplatz hält kurz nach uns ein weiteres Wohnmobil - es scheint der Zwillingsbruder des Unsrigen zu sein, auch ein 19-Fuss-Mobil und auch von Fraserway aus Kanada. Das Paar, welches dem Wohnmobil entsteigt, macht auch Fotos und spricht Deutsch. Wir kommen kurz ins Gespräch. Sie kommen auf direktem Wege aus Calgary und sind auf dem Wege nach Portland, wo sie ein Familientreffen haben. Dem Mann macht ein Steinschlag auf der Frontscheibe sorgen, der auch schon einen gehörigen Riss gebildet hat. Nach einem kurzen Schnack fahren wir weiter, jeder seiner Wege. In Butte biegen wir wieder auf die 90. Nach einem Westschwenk um die Mine dreht der Highway wieder auf Nord und wir fahren bis Deer Mountain Bluebird am Nevada Lake &lt;br /&gt;Mittagspause am Nevada Lake Lodge. Fahren und vorbeiziehende Landschaften sehen - das ist es, was uns die nächsten Stunden erwartet. Aber auch der Gedanke an eine Dumpstation für unser Abwasser beschäftigt uns. Ein Hinweis auf eine Rastanlage an der Abfahrt nach Anaconda lässt uns kurzentschlossen dorthin fahren in der Hoffnung, endlich unseren Abwassertank geleert zu bekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rastplatz bot viel, leider nur keine Dumpstation. Allerdings waren die Toiletten so gut, dass ich in Anbetracht großer Spiegel und warmen Wassers gleich noch eine seit Tagen fällige Rasur erledigte. Bis Garrison, dem nächsten Ort hinter Deer Lodge, bleiben wir auf der 90. Dann schwenken wir nach Osten. Es geht jetzt auf Landesstraßen weiter. Etwas weniger geradlinig aber dafür landschaftlich schöner fahren wir auf dem Highway 12 erst mal bis Avron, dann wieder in Richtung Norden auf dem Highway 141. Am Wegesrand dieses Highways liegt der Nevada Lake. Den Nevada Lake hatten wir uns als möglichen Mittags-Stopp vorgemerkt. Seine Lage ist in der Tat malerisch, so dass wir uns eine Stelle direkt am See suchen und eine ganz entspannte Mittagspause genießen. Nach dem Hauptgericht, sitzen wir in unseren Klappstühlen mit Blick auf den See und knubbeln frische Kirschen aus dem Wal-Mart, Kirschkernweitspucken inklusive. Auch einen Berghüttensänger (Mountain Bluebird) können wir wieder mal beobachten, wie er in unserer Nähe im Geäst der Pappeln umherflattert. Gut ausgeruht und gesättigt fahren wir weiter. Ein weiteres Mal biegen wir ab, diesmal auf den State Highway 200 nach Nordwest. Noch immer sind wir unser Abwasser nicht los, obwohl wir einen weiteren Versuch am US-Highway 90 unternommen hatten, der ebenfalls erfolglos war - eine vermeintliche Dumpstation war auch dort nicht zu finden. Doch nun sollten wir Glück haben. Der nächste Abzweig nach Norden auf den Highway 83 glänzte mit einer ebenfalls gut ausgebauten Rastanlage. Und diesmal gab es auch eine Dumpstation. Endlich konnten wir beide Abwassertanks leeren und sorgenfrei in den nächsten Tagen die Toilette und Waschbecken des Campers weiter benutzen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Am Highway 83 würden uns nun immer wieder Campgrounds begegnen und mehrere Seen vor einer Gebirgskulisse säumen diesen Highway. Da es schon vorgerückter Nachmittag ist, würden wir auch beginnen, nach einer Übernachtungsgelegenheit Ausschau zu halten. Die Campgrounds am Salmon Lake lassen wir links liegen, genauso wie die am Seeley Lake. Sie liegen mir zu unmittelbar an der Straße. In meinen Unterlagen hatte ich vermerkt, dass es einen Campground im Hinterland des Lake Alva geben müsste. Dazu müsse man zwischen Lake Inez und Lake Alva nach Westen durchfahren - etwa 20 Kilometer. Also: Versuch macht &quot;Kluch&quot;. Natürlich landen wir schon bald wieder auf einer elenden Schotterstraße ohne Hinweisschilder, dafür aber immer mal wieder Abzweige auf andere nicht beschilderte Wege. Wir fahren, wie wir glauben, dass es richtig sei. Der Waldweg hat laut Navi sogar einen Namen: erst &quot;Colt Creek Road&quot;, dann &quot;Cold Lake Road&quot;. Ein &quot;Creek&quot; begleitet uns tatsächlich zwanzig Meter tiefer den Abhang hinunter. Einen Lake hingegen erreichen wir nie. Denn der Weg wird immer schlechter, von Forstfahrzeugen zerfahren und stellenweise mit Geröll von Steinlawinen halb zugeschüttet. Und schließlich ist es ganz vorbei. Ein riesiger Haufen Erdreich versperrt den Weg, der dahinter zwar weitergeht, aber für uns nicht erreichbar ist. Just an dieser Stelle gibt es einen guten Bereich zum Wenden, eine Art Wendehammer im Wald an der Seite der Straße. wir erwägen nun sogar, hier stehen zu bleiben, die Nacht zu verbringen und den Abend als Chance zu Tierbeobachtungen am Abend zu nutzen. Tatsächlich kommt alsbald auch ein Reh vorbei. Allerdings merken wir bald, dass wir zunehmend zur Weide für Mücken werden. Da wir uns schon bald nicht mehr außerhalb des Campers aufhalten können und wir zudem unmittelbar um den Platz herum jede Menge leerer Hülsen von Jagdpatronen finden, kommt uns dieser Übernachtungsplatz gar nicht mehr ansprechend vor und wir entschließen uns doch noch, weiter zu fahren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war eine wahrhaft gute Entscheidung. Denn als wir wieder den Highway erreichen, sind es keine zwei Kilometer weiter, als wir einen Campground direkt am Lake Alva erreichen. Dieser liegt zwar in Hörweite des Highways, bietet aber einen herrlichen Blick auf den Lake Alva mit Sonnenuntergang über dem See. Dieser Platz hat allerdings nur sehr wenige Plätze - lächerlich wenig, die praktisch alle belegt sind. Es sind 5 Einzelplätze und ein Gruppenstellplatz, der erst ab dem nächsten Tag reserviert war und daher als einziger frei war. Auch Mülltonnen gab es nicht, jedoch ein Schild mit dem Motto &quot;Put in - put out&quot;, was vermitteln sollte: Nimm Deinen Müll wieder mit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also okkupierten wir den Gruppenstellplatz umgehend und brachten die Klappstühle ans Wasser. Auch der abendliche Sprung ins kühle Nass war Teil des Tagesausklanges und angenehmerweise waren die Mücken hier kaum präsent. Allerdings konnten wir hier die Raupenplage gut beobachten, die uns schon andernorts aufgefallen war. Büsche und Sträucher waren massenhaft eingesponnen und von überall aus den Bäumen seilten sich Raupen an dünnen Seidenfäden ab, um dann in Scharen über den Erdboden zu prozessieren. Ob es sich hier um die Raupen des Monarch-Falters handelt, konnten wir nicht abschließend klären, aber diese Schmetterlingsart ist hier sehr präsent. Im Übrigen ist der Stellers Jay (Diademäher) einer der Fressfeinde des Monarchfalters. Im Angesicht des Sonnen-untergangs über dem See geht unser Tag zur Neige und wir gehen dementsprechend ins Bett.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Freitag, 19. Juni 2015&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Eisberge voraus!&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Der neue Tag am Lake Alva begrüßt uns mit dem langen Schatten der Berge im Osten. Die andere Seite des Sees liegt aber bereits im Sonnenlicht und verheißt uns einen sonnigen Tag. Die heutige Etappe wir eine Kurze sein und unser Ziel wird im Glacier Nationalpark liegen. Dazu folgen wir dem Highway 83 weiter nach Norden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis auf einen kurzen Halt in der Nähe des Swan Lakes fahren wir durch. In der Nähe von Bigfork wechseln wir auf den Highway 35 und später auf den Highway 206. Er wird bald zu einer Art Townchip Road und wir rollen nun durch das besiedelte Umland von Columbia Falls. Bevor wir in die Stadt kommen, wechseln wir auf die US Route 2 in Richtung Osten und fahren nun direkt auf das Gebirgsmassiv der östlichen Rockies zu. Der nächste Ort ist Hungry Horse. Entlang der Straße reihen sich kitschig herausgeputzte Motels und Freizeitparks mit Wildwestthemen. Die Route 2 wird sich noch sehr weit nach Osten hinziehen, mehrere Bundesstaaten passieren und am Lake Michigan enden. Wir aber schwenken in West Glacier nach Norden und gelangen schon recht bald an den Westeingang des Glacier Nationalparks. Dieser allerseits sehr gepriesene Nationalpark bildet zusammen mit dem Waterton Lakes Park auf kanadischer Seite einen Teil des größeren Schutzgebietes und internationalen Nationalpark-Projektes &quot;Glacier-Waterton international Peace Park&quot;. Durch diesen Park hindurch führt ein Parkway über die Berge bis zum Osteingang bei St.Mary. Es ist die Going-To-The-Sun Road, die am Logan Pass eine Höhe von 2026 erreicht. Der Logan Pass ist eines unserer bevorzugten Ziele auf unserem Zettel. Allerdings erhielten wir von einem Bekannten, der diesen Park bereits besuchte, den Hinweis, dass Wohnmobile die Straße nicht befahren dürften. Das hörten wir natürlich nicht gern und ich recherchierte weiter, um diesen Hinweis zu verifizieren. Die Information, welche ich fand, ließ mich hoffen. Tatsächlich gab es eine Beschränkung - und zwar für Fahrzeuge, die länger als 22 Fuß sind. Das bedeutete Entwarnung, denn unser Camper ist nur 19 Fuß lang. Somit blieb den Logan Pass in der Planung bestehen und sollte am nächsten Tag angesteuert werden. Als wir am Kontrollpunkt des Westeingangs unsere Besuchergebühr bezahlen, frage ich nochmals nach der Befahrbarkeit des Parkway. Und da gibt es eine böse Überraschung. Die Länge von 19 Fuß sei OK, aber in der Höhe gibt es auch eine Einschränkung, nämlich 10 Fuß.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Unser Camper ist 12 Fuß hoch und wir sind geschockt. Die Dame im Häuschen sagte darauf hin: &quot;Bis zum Avalange Creek darf der Parkway mit Campern befahren werden und zum Logan Pass fahren tagsüber regelmäßig kostenlose Shuttles.&quot; Nun denn - somit ließe sich der Besuch des Logan Passes nebst Wanderung wohl doch machen. Wir fuhren also in den Park ein und steuerten zuerst das Besucherzentrum an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir uns ausreichend informiert haben. geht es auf der Going-To-The-Sun Road nordostwärts in die Berge. Zuerst führt die Straße sehr lange am Lake McDonald entlang. Der am See gelegene Campground passt uns nicht. er ist eher für Zelte gedacht, als für Wohnmobile. Also fahren wir weiter bis zum Avalange Creek Campground, wo wir uns dann auch einquartieren. Ab hier wäre die Straße auch für uns nicht mehr befahrbar. Wie wir später von Platzwart erfahren, rührt die Höhenbeschränkung von zwei Straßentunneln auf dem Weg zum Pass. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind ausreichend früh da, um noch eine Wanderung zu unternehmen. Es liegt nahe, den Wanderweg zum Avalange Lake zu gehen, den der startet direkt am Campground. Es ist eine Wanderung direkt in ein Seitental hinein, welches streckenweise den Charakter eines Canyons hat. Der Avalange Creek hat sich hier eine tiefe Schlucht in den Berg geschnitten. Der Weg entlang des Wildwasserflüsschens hat teilweise einen gehörigen Anstieg. Dennoch sind viele Wanderer unterwegs. Der Weg ist nicht sehr lang und endet nach etwa einer Stunde am Avalange Lake. Dieser Bergsee ist umgeben von einem Gipfelpanorama. Viele der Wanderer picknicken am Ufer des Sees. Auch wir verweilen nun ein wenig und genießen die Aussicht. Hinter dem See erhebt sich ein gewaltiger Bergriegel, von dem aus gewaltiger Höhe mehrere Sturzbäche in Wasserkaskaden herunter stürzen und den See speisen. Die gletscherbedeckten Berge dahinter speisen wiederum diese Zuflüsse. Da bemerken wir dunkle Wolken, die aus Süden über den Berg wallen. Eine bedrohliche Gewitterwolke zog herauf und unter den Wanderern am Seeufer machte sich Unruhe und Bewegung bemerkbar. Die meisten brachen auf und machten sich auf zum Abstieg. &lt;br /&gt;Wir aber beobachteten die Wolke mit kühlem Mut und berechnendem Auge und meinen, dass die Wolke uns nur mit ihrem Rand erwischt, wenn wir weiter am Ufer des Sees in Richtung der Bergriegels laufen. Die Abstiegsroute hingegen würde voll vom Gewitter erwischt werden. Schon zuckten die ersten Blitze und der Donner brach sich grollend an den Berghängen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Wir liefen zügig weiter in entgegengesetzter Richtung zu den meisten Wanderern. Dann begannen die ersten Regentropfen zu fallen. Wir suchten Schutz unter einer kleineren Baumgruppe direkt am See und konnten beobachten, wie tatsächlich in Richtung des abfallenden Canyons der Regen infernalisch losbrach. Auch am Ort unseres Unterschlupfes regnete es etwas, aber es kam, wie von uns erhofft. Es regnete nur kurz und nicht sehr stark. Dann konnte man erkennen, wie der Rand der Gewitterwolke sich in Fetzen auflöste und harmlosere kleine Wolken hinterher zog. An die Wanderer auf dem Abstieg im Canyon wollten wir jetzt lieber nicht denken. Wir liefen weiter am See entlang bis zum endgültigen Ende des Wanderweges. Hier strömten die Gebirgsbäche in den See. Ein junger Mann mit Freundin stand hier am Ufer und versuchte sich im Fliegenfischen. Nach kurzem Verweilen machten wir uns auf den Rückweg. Dieser führte bergab und war dementsprechend schneller bewältigt. &lt;br /&gt;Auch die Sonne kommt wieder hervor und wir genießen noch einige Stopps im unteren Tal, wo der Avalange Creek einen Canyon in den Fels geschliffen hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir am Anfang des Wanderweges wieder in der Nähe des Campgrounds anlangen, ist vom Gewitter nichts mehr zu sehen. Daher haben wir nun sogar noch die Muse, am Beginn des Wanderweges dem sogenannten Trailhead einen Lehrpfad zum Thema des hiesigen Waldes abzulaufen, bevor wir den Ausklang des Abends auf unserem Stellplatz genießen. Dieser zeigt die typischen Vertreter der hiesigen Baumriesen, wie Hemlocktanne und die westliche Rotzeder (Western Red Cedar). Da wir mit unseren Klappstühlen direkt am Rande des Waldes standen konnten wir sogar einen jungen Hirsch einige Meter hinter dem Stellplatz zwischen den Bäumen beobachten. Zum Abendbrot gab es Pizza vom Walmart und ein Tröpfchen kalifornischen Rotweines.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Samstag, 20. Juni 2015&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Der Bus der niemals kam&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Wie wir gelernt haben, können wir mit unserem Wohnmobil nicht zum Logan Pass fahren wegen einer Höhenbeschränkung. Wie wir zudem am Vorabend in Erfahrung gebracht haben, gab es gleich am Eingang zum Campground einen Haltepunkt des Shuttles. Dort gab es auch eine Infotafel mit den Abfahrtzeiten die wir ebenfalls am Vorabend studierten und uns einen Zeitpunkt zur Abfahrt ausgesucht hatten. Der Plan sah also wie folgt aus: Der Tag sollte also mit der Shuttlefahrt hinauf zum Logan Pass beginnen. Dieser ist der höchste Punkt der Going-to-the-Sun Road. Vom Haltepunkt am Logan Pass wollen wir eine Wanderung zum Hidden-Lake-View machen. Danach würden wir den verbleibenden Zeitvorrat bewerten und vielleicht noch an einem weiteren Haltepunkt an der Going-to-the-Sun Road aussteigen. Dieser Plan sollte den Tag gut ausfüllen. Jetzt muss also nur noch das Shuttle kommen, aber wir haben ja noch etwas Zeit. Doch diese Zeit ist bald schon vorbei, nur ist kein Shuttle in Sicht. Der erste Kleinbus des Tages, welcher jetzt bereits auf dem Rückweg hier halten müsste kommt auch nicht. Ist ein Shuttle ausgefallen? Stimmt etwas mit dem Fahrplan nicht? Die Zeit vergeht merklich und es kommen einige Exkursionsbusse des Unternehmens Xanterra vorbeigefahren. Xanterra ist ein privatwirtschaftliches Tourismusunternehmen, welches unter anderem Betreiberlizenzen für Dienstleistungen in Nationalparks besitzt. Das schließt den Betrieb von Hotels und Campgrounds, aber auch Exkursionsangebote ein. Diese Xanterra-Busse sind nicht kostenlos und die Exkursionen sind eigentlich Halbtagesangebote. Aber da keine anderen Busse kommen, sind wir verunsichert, ob wir nicht doch etwas verwechselt hätten. Inzwischen sind ein halbes Duzend dieser markanten sogenannten Red Jammer vorbeigekommen Allerdings halten die Xanterra-Busse auch nicht an der Haltestelle. Was also stimmt hier nicht?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Wir sind schon eine geschlagene Stunde mit Rucksack und Wanderstöcken an der Haltestelle und sehen in der Nähe an einem Sanitärgebäude einen Ranger wirtschaften. Wir sprechen ihn an. Parkranger in den USA sind stets sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Allerdings sind sie nicht immer umfassend kompetent. Dieser hier studiert zuerst den Fahrplan auf der Infotafel, so wie wir es bereits mehrmals zuvor selbst taten. Aber auch er kommt zu keinem anderen Schluss, als wir. Er entschuldigt sich, entfernt sich etwas und nimmt über sein Sprechfunkgerät Kontakt mit irgendjemandem auf. &lt;br /&gt;Dann erfahren wir von ihm: der reguläre Shuttle-Betrieb beginnt erst am 1. Juli. &quot;Aber am Plan steht nichts davon&quot;, sage ich missmutig. Ja, bestätigte er, die Infotafel lässt diesen Hinweis vermissen, bestätigt er und entschuldigt sich dafür noch mals. Uns bleibt somit nichts anderes übrig, als einen neuen Plan zu machen. Wir gehen also zurück zum Campground. &lt;br /&gt;Der Platzwart des Campground, dem kurz darauf begegnen, bestätigt uns die Sache mit dem 1.Juli. Als sehr ärgerlich empfinden wir, dass auch die Rangerin gestern am Parkeingang uns groß und breit von den kostenlosen Shuttles erzählt hatte, ohne zu erwähnen, dass für sie die Saison noch nicht begonnen hat. Am Eingang zum Campground steht eine große Tafel mit einer Wanderwegekarte des Parks. Hier prüfen wir unsere Optionen. Leider erschließen sich von unserem Standort aus nur Wanderwege tief im Tal. Wir wählen einen Weg in Richtung des Lake McDonald, dem Johnson Lake Trail. Er führt im Grunde des Tals in Richtung Westen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wandern eine Weile, aber der Weg wirkt nicht einladend auf uns. Ohne Fernsicht zieht er sich durch einen düsteren Tannengrund und wirkt etwas unheimlich. Hier in der Talsohle sind die Bedingungen gut für die Entstehung eines Waldes aus viel-hundertjährigen Riesen. Es uns erinnert hier an die Regenwälder der Küstenrockies oder auf Vancouver Island.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Nach anderthalb Stunden haben wir von der Eintönigkeit des gruseligen Düsterwaldes genug und kehren nach einer kurzen Rast um. Wir werden also schon recht früh am Tag wieder am Wohnmobil sein und haben dann keine weiteren Pläne. Somit werden wir einen faulen Nachmittag mit Steaks vom Grill genießen. So geschieht es dann auch. In den Klappstühlen wird uns noch mal richtig warm in der Abendsonne. Wir entfachen ein Feuerchen und bereiten ganz in Ruhe unser Barbecue vor. Den lieben Gott lassen wir einen guten Mann sein und relaxen. Wir nutzen die Phase der Entspannung auch dazu, unser banales Lagerleben am Abend mal mit dem Camcorder zu dokumentieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem Wald kommen auch noch Beiträge zum Abendprogramm. Ein Junghirsch und später eine Hirschkuh ziehen äsend hinter unserem Camper im Wald vorbei. Der Camcorder war diesmal glücklicherweise schon einsatzbereit. Alles in allem bleibt der Glacier Nationalpark für uns eine Enttäuschung, da wir die eigentliche Attraktion - die Gletschergipfel im Hochgebirge rund um den Logan Pass nicht zu Gesicht bekommen haben. Morgen werden wir die Option einer Busfahrt mit Xanterra prüfen, aber wahrscheinlicher ist es, dass wir den Reservetag weiter aufsparen werden für später, für Kanada, und weiterfahren nach Norden. Irgendwann gehen Steaks, Rotwein und Beilagen zur Neige und auch die Sonne versinkt hinterm Berg. Damit ist ein weiterer Tag vergangen.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Einmal-Yellowstone-und-zurueck-sk-touristik.html&quot;&gt; Weiter zum 3. Teil&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Tour-durch-Kanada-und-die-USA-sk-touristik-2.html</guid>
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                    <item>
                <title>Tour durch Kanada und die USA 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/2(1).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Einmal Yellowstone und zurück&lt;br /&gt;
3 Wochen Westkanada und USA&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2015 von den SK-Kunden Genadi und Regina Giebler&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Sonntag, 7. Juni 2015&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Calgary begrüßt uns mit Nordlichtern Und da wären wir wieder unterwegs &lt;br /&gt;
Der Plan lautet diesmal: &lt;br /&gt;
Von Calgary nach Süden über die Grenze in die USA,&lt;br /&gt;
Östlich der Rockies entlang durch die Prärie Montanas,&lt;br /&gt;
Ins Reservat der Crow und zum Little Big Horn National Monument,&lt;br /&gt;
Besuch des Bighorn Canyon,&lt;br /&gt;
schließlich in den Yellowstone NP und westlicher wieder zurück gen Norden, &lt;br /&gt;
durch den Glacier NP (US) und Waterton NP,&lt;br /&gt;
Columbia Tal und die Kootenay Rockies,&lt;br /&gt;
Kootenay NP und dann nochmal Banff, &lt;br /&gt;
dann schließen wir den Kreis wieder in Calgary.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Schade, dass wir dafür nur drei Wochen haben, machen wir das Beste daraus. So, nach diesem Vorgeplänkel gibt es jedoch tatsächlich auch schon was zu berichten: Was den Hinflug anbelangt - nun ja, ist nicht übermäßig spannend, aber gehört zum Auftakt der Reise dazu. KLM war diesmal Fluglinie der Wahl und im Endeffekt recht gut. Durch meine Flying Blue Privilegien waren Lounge-Aufenthalt und Plätze mit freiem Mittelplatz in der Economy Class hilfreich. Die Abfertigung in Calgary hingegen war anstrengend. Bei der Einreise standen wir 50min vor der Passkontrolle, nicht zu Letzt, weil einige große Flieger gleichzeitig gelandet waren. Auch der Hotelshuttle ließ noch 25 min auf sich warten, klappte aber zuverlässig. Angenehm beim Check-In war, dass wir gleich Informationen zum Transfer zu Fraserway RV für den nächsten Morgen erhielten. Im Letzen Jahr im Sandman-Hotel war es angeblich nicht möglich, dies zu klären, weil Sonntag war (Wie diesmal ja auch, aber da ging&#039;s). Mit dem Hotel kann man voll und ganz zufrieden sein. Man sollte wissen, Frühstück ist üblicherweise nicht automatisch enthalten. Eigentlich wollte ich diesmal den üblicherweise etwas rustikalen Standard amerikanischer Bis-3-Sterne-Hotels dokumentieren mit Ihren Wirbelwassertoiletten, klobigen Armaturen von Crane oder American Standard und den fest montierten Overhead-Duschbrausen, aber ich wurde diesmal enttäuscht - also positiv überrascht. Die Toilette ist zwar noch nach dem amerikanischen Siphonprinzip gemacht, aber wesentlich wassersparender; smarte Armaturen, smarte Dusche - das Bad wirkte sehr europäisch und daher leider nicht spektakulär. Spektakulär war aber etwas anderes. Was macht man, wenn man wegen der Zeitverschiebung nicht schlafen kann? Man surft im Internet und man schaut zum Fenster raus. nun ist der Blick aus dem Fenster des Acclaim Hotels am Flughafen nicht unbedingt malerisch, aber unser Fenster zeigt nach Norden. Auch wenn wir um diese Jahreszeit alles andere als Nordlichter zu sehen erwarteten, zumal wir in lichtverschmutztem urbanem Umfeld sind - es gab sie tatsächlich! Durchaus mit bloßem Auge zu erkennen, waberten sie über den hell erleuchteten Gewerbebauten in unserer Blickrichtung vor sich hin. Und das Internet bestätigt: Stärke 6! So, in Deutschland ist es schon 10:34 und hier ist&#039;s tiefe Nacht - 2:34. Gute Nacht! Montag, 8. Juni 2015 Das Abenteuer beginnt Der Shuttle von Fraserway hatte mehr als 30min Verspätung und bei Fraserway selbst war sehr viel Volk am Ein- und Auschecken. Es dauerte lange, wirkte chaotisch und unübersichtlich. Bereits im letzten Jahr hatte die Fraserway-Niederlassung in Airdrie bei Calgary einen schlechteren Eindruck auf uns gemacht als in Vancouver oder Whitehorse, aber die Fluganbindung nach Calgary und die Ausgangslage für eine Fahrt nach Yellowstone gaben den Ausschlag.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Aber schließlich, gegen 12:45 waren wir startklar und fuhren Richtung Westen los. Der Plan war, in Cochrane - die Rockies in Sichtweite - im altbekannten Safeway-Supermarkt einzukaufen und unseren Reiseproviant aufzufüllen. Auch das braucht Zeit und der Hunger ließ uns noch was zu Mittag holen und essen. Somit starteten wir in Cochrane gegen 14:30 Uhr in Richtung Süden. Der größte Teil der Strecke waren die lichten Nadelwälder der östlichen Gebirgsflanke der Rockies und die Prärie als weitläufiges Grasland mit gelegentlichen Baumhainen. Unser Ziel war es, nördlich des Waterton Nationalparks die Nacht auf dem Campground eines Provinzparks zu stehen. Aber beim Versuch, einzuchecken stellte sich heraus, dass nur Cash als Zahlungsform akzeptiert wurde. Man riet uns, den nächsten ATM in einem 20km entfernten Ort um Bargeld zu bemühen. 20km hin und zurück - da konnten wir gleich noch die 60km bis zum Waterton Nationalpark fahren und das taten wir dann auch. Kaum im Waterton-Park angekommen, war sofort die Umgebung wieder wie ausgetauscht. Statt weiter, eintöniger Prärie gab es malerische, sattgrüne Nadelwälder und majestätische Berge. Im Übrigen hatten wir noch einen gültigen Annual-Pass für die Kanadischen Nationalparks vom September 2014 und hatten somit noch freien Zugang zu den Parks. Wir suchten uns einen Stellplatz auf dem Crandell Mountain Campground, wo wir schon am Abend Maultierhirsche beobachten konnten. Es ist an diesem Tag recht spät geworden und die Fahrt war lang, aber alles in allem waren wir mit dem Tag und vor allem seinem Ausklang recht zufrieden.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Dienstag, 9. Juni 2015 &lt;br /&gt;
Waterton Lakes - Der Bär ist los&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&lt;der morgen=&quot;&quot; stellte=&quot;&quot; sich=&quot;&quot; mit=&quot;&quot; einem=&quot;&quot; wolkenlosen=&quot;&quot; himmel=&quot;&quot; ein=&quot;&quot; und=&quot;&quot; noch=&quot;&quot; vor=&quot;&quot; dem=&quot;&quot; frühstück=&quot;&quot; ließ=&quot;&quot; wieder=&quot;&quot; eine=&quot;&quot; gruppe=&quot;&quot; muledeer-rehe=&quot;&quot; blicken.=&quot;&quot; die=&quot;&quot; gerade=&quot;&quot; aufgehende=&quot;&quot; sonne=&quot;&quot; erzeugte=&quot;&quot; zauberhafte=&quot;&quot; lichtstimmung.=&quot;&quot; der=&quot;&quot; tag=&quot;&quot; sollte=&quot;&quot; im=&quot;&quot; wesentlichen=&quot;&quot; waterton=&quot;&quot; nationalpark=&quot;&quot; gewidmet=&quot;&quot; sein=&quot;&quot; erst=&quot;&quot; am=&quot;&quot; nachmittag=&quot;&quot; reise=&quot;&quot; weiter=&quot;&quot; nach=&quot;&quot; süden=&quot;&quot; führen=&quot;&quot; über=&quot;&quot; grenze=&quot;&quot; zur=&quot;&quot; usa=&quot;&quot; gehen.=&quot;&quot; somit=&quot;&quot; starteten=&quot;&quot; wir=&quot;&quot; in=&quot;&quot; den=&quot;&quot; park,=&quot;&quot; das=&quot;&quot; heißt,=&quot;&quot; befanden=&quot;&quot; uns=&quot;&quot; schon=&quot;&quot; ihm,=&quot;&quot; aber=&quot;&quot; entlegenen=&quot;&quot; tal=&quot;&quot; auf=&quot;&quot; crandell=&quot;&quot; mountain=&quot;&quot; campground.=&quot;&quot; mussten=&quot;&quot; also=&quot;&quot; mal=&quot;&quot; red-rock-parkway=&quot;&quot; zurück=&quot;&quot; fast=&quot;&quot; bis=&quot;&quot; zum=&quot;&quot; eingang=&quot;&quot; des=&quot;&quot; parks,=&quot;&quot; was=&quot;&quot; ohne=&quot;&quot; eile=&quot;&quot; einigen=&quot;&quot; stopps=&quot;&quot; taten.=&quot;&quot; es=&quot;&quot; begegneten=&quot;&quot; immer=&quot;&quot; erdhörnchen=&quot;&quot; -=&quot;&quot; kleinere=&quot;&quot; verwandte=&quot;&quot; murmeltiere,=&quot;&quot; wie=&quot;&quot; erdmännchen=&quot;&quot; aufrecht=&quot;&quot; reglos=&quot;&quot; bergwiesen=&quot;&quot; standen.=&quot;&quot; führte=&quot;&quot; entlang=&quot;&quot; blackiston=&quot;&quot; creek,=&quot;&quot; an=&quot;&quot; auch=&quot;&quot; campground=&quot;&quot; lag.=&quot;&quot; bereits=&quot;&quot; bevor=&quot;&quot; man=&quot;&quot; zentralen=&quot;&quot; parkway=&quot;&quot; war,=&quot;&quot; konnte=&quot;&quot; einer=&quot;&quot; stelle=&quot;&quot; fernblick=&quot;&quot; prince-of-wales=&quot;&quot; hotel=&quot;&quot; village=&quot;&quot; sehen,=&quot;&quot; ähnlich=&quot;&quot; imposantes=&quot;&quot; bauwerk,=&quot;&quot; fairmont=&quot;&quot; banff=&quot;&quot; spring=&quot;&quot; hotel.=&quot;&quot; kurz=&quot;&quot; darauf=&quot;&quot; war=&quot;&quot; lake=&quot;&quot; upper=&quot;&quot; lake,=&quot;&quot; dessen=&quot;&quot; südlicher=&quot;&quot; zipfel=&quot;&quot; hineinragt.&lt;=&quot;&quot; p=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Im Waterton Village bogen wir nach rechts auf den Parkway zum Cameron Lake ab. Die Straße schraubte sich erst steil an der Bergflanke nach oben und führte dann in ein Canyon-artiges Tal. Wir stoppten immer mal wieder und bald weitete sich die Talsohle wieder. Schließlich kam der Moment des Tages: Ein Grizzly am Straßenrand! Wie so oft in den Nationalparks, ließ sich der Bär durch nichts stören, schon gar nicht durch haltende Autos. Aber glücklicherweise waren wir das erste Fahrzeug überhaupt, das diesem Bären bemerkt hat. Ein wenig später hielt noch ein Wagen aus der Gegenrichtung, aber wir hatten einen Top-Logenplatz. Zudem bewegte sich der Bär in unserer Fahrtrichtung, so dass wir ihm ganz langsam rollend folgen konnten. Er weidete am Straßenrand - es waren die saftige Gräser, wie Klee oder Löwenzahn, die ihn interessierten, sonst nichts. Schmatzend und dahintrottend bewegte er sich im Graben an der Straße entlang. Nach einer Weile kam ein Ranger-Fahrzeug und auch weitere Parkbesucher in Autos. Die Ranger, zwei junge Frauen aktivierten ihre Flashlights. Dann belehrten sie im Vorbeirollen alle Besucher, in ihren Wagen zu bleiben, den Abstand zu wahren und nicht zu lange den Verkehr zu behindern. Für unseren Teil guckten wir uns satt, filmten und fotografierten und fuhren schließlich weiter zum Cameron Lake. Das war nicht mehr weit, aber immerhin doch noch zwei, drei Kilometer. Der Grizzly sollte uns aber noch weiter beschäftigen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Cameron Lake hatte etwas gemeinsam mit dem Lake Louise in Banff. Auch er liegt am Ende eines Tales und wird im Hintergrund von einem schneebedeckten Bergriegel gesäumt. Dieser liegt ebenfalls schon in den USA, in Montana. Ähnlich wie am Lake Louise gibt es hier auch einen Lake-Shore-Trail, aber kein Riesenhotel am Ufer. Es ist entsprechend auch nicht überlaufen und wir spazieren ein Stück den Uferweg entlang. Zurück am Info-Shelter am Parkplatz vernehmen wir Trubel. Die Rangerinnen sind wieder da und offensichtlich auch der Bär. Über Lautsprecher rufen die Rangerinnen die Touristen, welche aus Richtung des Sees kommen auf, in den Shelter zu gehen und die Tür geschlossen zu halten - der Bär &quot;sei los&quot;. Wir folgten der Aufforderung und nach einiger Zeit (3-5 Minuten) sahen wir auch den Bären wieder, wie er vor dem Shelter an der Terrasse entlangstreunte, sie zu erklimmen versuchte und schließlich noch an den Müllcontainern herumschnüffelte, diese aber nicht öffnen konnte. Schließlich trollte er sich in Richtung Wald - vorerst. Auch wir verließen schließlich den Shelter in Richtung Parkplatz und stiegen wieder ins Wohnmobil. Doch da hörten wir wieder draußen Rufe und am Rande des Parkplatzes erschien wieder der Bär. Diesmal lief er nochmal unmittelbar an unserem Fahrzeug vorbei und die Rangerinnen versuchten wieder von ihrem Fahrzeug aus per Lautsprecher einzelne Touristen so zu dirigieren, um den Abstand zum Bären zu wahren. Für diesen schienen aber die Menschen Wesen aus einer anderen Dimension zu sein. Mit seiner Nahrungssuche hatten sie nichts zu tun, weder als Futter, noch als Konkurrent. Sie sind scheinbar für ihn nur wundersame Geschöpfe, die in ihren stinkenden und lärmenden Gefährten zwar scheinbar wegen ihm anhalten, aber dann nichts zweckbestimmtes tuen und schließlich weiterfahren. Trotzdem machte ich mir sorgenvolle Gedanken darüber, wie sein undistanziertes Verhalten wohl von der Parkverwaltung bewertet wird. Schließlich kam schon bald - wohl über Funk herbeigerufen - ein zweites Rangerfahrzeug, diesmal mit zwei gestandenen Kerlen darin. Im schlimmsten Fall kann die Bewertung als Problembär ja zum Todesurteil führen. Aber wir fahren zurück und werden es nicht erfahren. Ohne größere Stopps ging es nun in Richtung Parkeingang zurück und bevor wir den Park verließen, hielten wir unser Mittagpause am Ufer des Waterton River ab. Danach verließen wir den Park und fuhren in Richtung Süden - Richtung US-Grenze.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Hier hatten wir nochmal einige unglaubliche Aussichten - weitläufige Panoramen - auf die gesamte Bergkette die den Waterton-Park säumt. Diese genossen und fotografierten wir natürlich noch und dann fuhren wir schnurstracks in Richtung des Grenzübergangs. Dieser Übergang heißt Chief-Mountain-Border-Control und ist nach einem monolithischen Felsengipfel, dem Chief Mountain benannt, welcher den Horizont hinter dem Grenzübergang überragt. Der Grenz-übergang ist leer - kein Fahrzeug, außer unserem ist zu sehen. Die Grenzer fragen uns nach der ESTA-Anmeldung, welche wir aber nicht haben und somit jetzt ausfüllen müssen. Im Grunde kennen wir das von Alaska, füllen das Formular aus und bekommen Fingerabdrücke und Iris gescannt. Dann zahlen wir 6$ pro Nase und können passieren. Chief Mountain bedeutet Häuptlingsberg und das Gebiet, welches wir im Bundesstaat Montana nun durchfahren, ist ein sehr großes Reservat der Schwarzfußindianer, der Blackfeet. An einer exponierten Stelle halten wir mit Blick auf den Chief Mountain. Dann geht&#039;s viele Kilometer weiter durchs Blackfeet-Reservat. Es ist schon ausreichend spät und an der Zeit, die Übernachtungsstelle zu finden. Es soll des Chewing Blackbones Campground am Lower St. Mary Lake werden. Zudem ist es langsam dringlich, Kraftstoff nachzufüllen, billigen US-Sprit. Doch der Chewing Blackbones Campground hat geschlossen, was uns zur Umplanung zwingt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wir fahren weiter zum Dorf St. Mary und tanken dort. Dann ist es nicht mehr weit bis zum Osteingang des Glacier Nationalparks, wo wir uns zur Nacht auf dem St. Mary Campground begeben, immerhin mit WC und kaltem Wasser. Damit geht Tag zwei zu Ende in Montana, USA.&lt;br /&gt;
Mittwoch, 10. Juni 2015 Great Falls of Missouri Der nächste Morgen begann so sonnig, wie der vorangegangene Tag endete. Der Weg sollte nun in den Süden Montanas weiterführen. Eine weite Fahrt, zumeist durch Prärien, die je nach Lage trockener, oder grüner waren. Dementsprechend gab es mal Felderwirtschaft und mal spärliche Viehzucht. Unser nächstes wirkliches Highlight sollte das Schlachtfeld am Little Bighorn sein. Dies ist aber beim besten Willen nicht in einer Tagesetappe zu machen, zumindest nicht zu empfehlen. So planten wir also wie folgt: Zuerst sollte es nach Südost gehen. Zur Mittagszeit planten wir bei Grand Falls am Missouri einen Stopp einzulegen. Hier gab es mehrere Staustufen zu besichtigen. Dann sollte es zum Tagesende in einen National Forrest gehen, wo es einen Campground an einem See gibt, dem Crystal Lake. Der St. Mary Campground, von dem aus wir starten, gehört bereits zum Glacier Nationalpark und liegt an dessen östlicher Zufahrt. Dementsprechend begleiten uns auf den ersten Kilometern noch spektakuläre Gebirgspanoramen. Diese bleiben mit der Zeit im Westen zurück und weichen einem hügeligen Grasland. Soweit das Auge sieht - nur Prärie und die Rockies im Westen sind nur noch als blauer ferner Gebirgskamm mit schneebedeckten Gipfeln zu sehen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wir fahren durch Indianerland, durch das riesige Reservat der Blackfeet-Indianer. Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir Browning. Dies ist die &quot;Hauptstadt&quot; des Reservates. Allerdings fahren wir ohne Halt hindurch. Es ist eine typische, nicht besonders attraktiv wirkende Siedlung des Mittelwestens. Es gibt einige Hinweise auf das Stammeskonzil der Schwarzfuß-indianer, ansonsten nur verstreute Flachbauten und keine wirkliche City. Nach dem Passieren der Stadt geht es landschaftlich genauso weiter, wie bisher, nur scheint das Grasland trockener zu werden. Viele Erdhörnchen treiben sich am Straßenrand herum und laufen willkürlich über die Straße. Einige von ihnen sind auch offensichtlich Opfer des Verkehrs geworden, auch wenn dieser hier äußerst gering ist. Irgendwann geht&#039;s auf den Interstate Highway 15 - eine autobahnähnliche vierspurige Straße in kreuzungsfreier Bauart. Dieser Straße folgen wir bis Great Falls. Great Falls ist eine große Stadt mit viel Verkehr. Es liegt am Missouri und hat seinen Namen von einigen Wasserfällen in der Nähe, die den Oberlauf des Missouri in mehreren Kaskaden prägten. Zum Teil jedoch sind diese Wasserfälle durch Staumauern mehrerer Wasserkraftwerke verändert worden und nun als &quot;Gesamtkunstwerk&quot; aus natürlichen und künstlichen Barrieren im Missouri zu bestaunen. Wir versuchen also, an eine dieser Staustufen heranzufahren, um dort auch unsere Mittagspause abzuhalten.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Jedoch der erste Versuch misslingt. Kurz vor dem &quot;Rainbow Dam&quot; ist die Straße gesperrt und wir unternehmen einen zweiten Versuch, indem wir einen gehörigen Umweg in Kauf nehmen, Dieser führt uns am Ende zum &quot;Ryan Dam&quot;, dem untersten von insgesamt vier Dämmen. Hier hat man einen kleinen Park angelegt, der sich auf einer Insel unterhalb des Dammes befindet. Von hier aus hat man den vollen Blick auf die Staumauer und den darunter liegenden Wasserfall. Auch Picknickbänke gibt es hier. Wir rasten also hier und machen Mittag. Der Anblick ist eigentümlich. Ein Wasserfall in dem bereits recht breiten Missouri, über dem noch eine Staumauer thront, auf jeden Fall ein interessantes Fotomotiv. Den Anblick und das Schauspiel der Wassermassen genossen wir noch ein Weilchen. Allerdings begannen uns recht bald die Mücken zu plagen. Gleichzeitig wurde die Mittagshitze drückend, sodass wir unser Mittagessen im Wohnmobil zu uns nahmen. Wir verabschiedeten uns vom Ryan-Damm und fuhren nach Great Falls zurück. Auf einer der Stadtbrücken überquerten wir den Missouri und fuhren noch eine ganze Weile am Südost-Ufer des Flusses entlang. Bald ließen wir die Stadt hinter uns und folgten dem US-Highway 89. Eine ganze Weile später wechselten wir auf den Highway 87 in Richtung Osten, nach Lewistown. Dort in der Nähe würden wir den Abzweig zum Campground finden. Die Entfernungsanzeigen wirkten jedes Mal wenig beeindruckend, aber sobald man sich vergegenwärtigte, dass es Meilen sind, waren die Strecken auf einmal ganz andere. Eine Anzeige mit der Zahl 90 ist in Kilometern dann gleich fast 150. Das Tagesziel befindet sich im Fergus County, wo es auch eine Amish Gemeinde gibt. Ob es nun Amish waren, oder eine andere traditionell lebende Gemeinde, wissen wir nicht mit Gewissheit zu sagen, aber nachdem wir den Highway verlassen haben, sehen wir auf Feldern und Gehöften Leute in historisch anmutender Kleidung, großen Hüten, beziehungsweise Frauen mit Hauben und weiten Kleidern. Dies erinnerte an Amish, allerdings nutzten diese Bauern auch motorisierte Technik, wie Traktoren. Wir fuhren über Schotterwege durch weitläufige Felder, bis wir in eine kleine Gebirgsformation hineinkamen, die als National Forrest ausgewiesen war. Je bergiger es wurde, umso bewaldeter wurde es auch - ein isolierter Wald umgeben von hunderten Meilen Prärie. Hier mittendrin lag der Crystal Lake mit einem Campground. Dieser Campground war fast leer und man konnte erkennen, dass es unmittelbar vor unserer Ankunft ordentlich geregnet haben musste. Es war noch immer kühl und wolkenverhangen und Bäume und Gräser waren nass. Dennoch gönnten wir uns einen kleinen Waldspaziergang am See entlang. Dieser hatte scheinbar entlang des Ufers einige Unterwasser-Quellen, die unterhalb der Wasserlinie mit Luftblasen und nach oben sprudelndem Wasser zu erkennen waren. Da wir erstmals einen etwas kühleren Abend hatten, gab es diesmal auch ein Lagerfeuer. Somit ließen wir den Abend ausklingen. Donnerstag, 11. Juni 2015 Little Big Horn - Montana Nach dem kühlen wolkenverhangenen Abend am Crystal Lake begann der Morgen heiter. Die Sonne brach durch die Bäume und die letzten Wolkenfetzen verzogen sich. Das Panorama des Crystal Lake war nun nicht mehr düster sondern sonnig und freundlich. In ebensolcher Stimmung brachen wir auf und folgten der Straße, die sich aus dem kleinen Gebirge zurück in die umgebende Ebene windet. Ehe wir wieder den asphaltierten Highway erreichten, durchfuhren wir abermals die Felder der amish-mäßig traditionell gekleideten Farmer. Auch leerstehende und dem Verfall anheim fallende Gehöfte sahen wir. Nach Erreichen des Highway fuhren wir weiter in Richtung Süden.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Abzweig in Richtung Osten liegt das Städtchen Harlowton. Ein Tank Stopp war ohnehin fällig und die Tankstelle hatte einen Imbiss und einen General Store im Western Stil. Da schauten wir natürlich rein. Der General Store war dann sogar noch etwas mehr, es war eine Art Cowboy-Ausstatter und Western-Souvenirladen. Das war mächtig interessant. Es gab Jeans, Waffen, Cowboyhüte und Stiefel, Sättel und jede Menge Wildwest-Kram. Das mindeste war es da, sich eine Wrangler im originalen Cowboy-Röhrenschnitt zu kaufen (jeder eine). Als Souvenir gab es dann noch ein Paar Cowboystiefel für den Herrn zum Sonderpreis von 169$. Ein Jagdwaffenprospekt steckten wir auch noch ein. Weiter ging&#039;s auf dem Montana State Highway 3 in Richtung Osten. Unser Ziel war es, etwa zur Mittagszeit am Little Bighorn National Monument zu sein, um dort gleich auch zu Mittag zu essen und natürlich auch das Monument zu besichtigen. Wir kamen durch mehrere kleine Orte - einer davon hieß Comanche - und kamen schließlich in der Stadt Billings auf den US Highway 90. Durch Billings fließt der Yellowstone River, der hier aber schon ein träge fließender Flachlandfluss ist und durch Pappelauen mäandert. Südlich vom Highway 90 beginnt hier ein riesiges Crow-Reservat. Obwohl die Crow nicht zu der von Sitting Bull (Tatanka-Yotanka) geführten Lakota-Allianz in der Schlacht am Little Bighorn gehörten, sehen sie sich heute als Bewahrer des Andenkens. Immerhin befinden sich die Gedenkstätte und der Schauplatz der Schlacht am Rande ihres heutigen Reservates. Das National Monument liegt nahe der Ortschaft Crow Agency und wir wollen es uns anschauen Wir erreichen das Little Bighorn National Monument in der Mittagshitze. Es hat eine Zufahrt mit Tor, wie zu einem Nationalpark und es ist Eintritt zu entrichten. Es ist dennoch stark besucht und auf den Parkplätzen sind freie Plätze knapp. Das Areal befindet sich im Bereich des ehemaligen Schlachtfeldes, wo die Allianz aus Lakota, Cheyenne und Arapaho Indianern das US-Kavallerieregiment General Custers vernichtete.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Im Bereich der Parkplätze befinden sich einige Gebäude, ein Infocenter mit Museum und Merchandising-Shop und Sanitäreinrichtungen. Hügelabwärts liegt ein Hain mit Soldatengräbern. Auf der Kuppe jenes Hügels wo das letzte Aufgebot General Custers, der in der US-Kavallerie das Kommando eines Oberstleutnants innehatte, eingekreist und vernichtet wurde, steht ein weißer Obelisk, der des 7. Kavallerieregiments gedenkt. Erst Ende des vorigen Jahrhunderts kam auch eine Gedenkstätte der gefallenen Indianerkrieger hinzu um der geänderten Sichtweise auf die Ereignisse von 1876 gerecht zu werden. Nachdem wir an beiden Mahnmalen ein wenig verweilten und durch das Museum geschlendert sind, gibt es direkt auf dem Parkplatz im Wohnmobil das Mittagessen. Die Mittagshitze ist enorm und die Sonne brennt erbarmungslos. Entlang der Wege stehen Schautafeln mit Erklärungen, aber manchmal auch Warntafeln vor Klapperschlangen, sofern man die Wege verlässt. Schließlich geht&#039;s weiter auf dem Highway 90 in Richtung Süden, wo wir bald die Grenze zu Wyoming passieren. Nach 80 Kilometern biegen wir auf einen Highway in Richtung Südwest und bald darauf erreichen wir den Bighorn National Forest. Dieses Mittelgebirge hat eine Ausdehnung von 150 mal 50 Kilometern und ist somit mit dem Erzgebirge vergleichbar. Allerdings sind seine höchsten Gipfel bis 3000m hoch. Natürlich ist die Fahrt durch die Täler und über die Pässe sehr malerisch, aber dennoch ist es ein gewaltiger Umweg, den wir zu machen gezwungen sind. Doch leider gibt es keine andere Möglichkeit, zum Bighorn Canyon zu gelangen, als das riesige Crow-Reservat zu umfahren. Es ist zwar erklärbar, aber doch immer wieder erstaunlich, wie inmitten dieser endlosen trockenen Prärielandschaften ein so grünes dichtbewaldetes Gebirge sein kann. Aber seine Gipfel zwingen die Winde, aufzusteigen und die Abkühlung der Luftmassen führt zu Wolkenbildung und Regen über den Bergen, während die Tiefebenen leer ausgehen. Dieses wird nochmals eindrucksvoll deutlich, als das Gebirge abrupt endet. Wir blicken vom Gebirgsrand über ein weites, wüstentrockenes Tal. Es dominieren die Farben rot und braun. Leider ist die Fernsicht etwas diesig, wohl durch die staubig-heiße Luft. Dann schrauben wir uns an der Flanke des Gebirges recht steil und schnell in Serpentinen in dieses Tal hinab und finden und in einer Wüste wieder, die in der Mittagshitze glüht. Die Luft über dem Asphalt des Highways flimmert, aber in der Ferne kann man schon das Wasser des Bighorn River Stausees sehen, der vor dem Anfang des Bighorn Canyons beginnt. Dort, in der Bighorn Canyon Recreation Area befindet sich unser Tagesziel, der Horseshoe Bend Campground. Das sind immerhin noch 50 Kilometer und die Sonne steht schon tief. Die Landschaft in Gebiet des Bighorn Canyons ist faszinierend. Die roten Sandsteinfelsen sind von Wind und Regen geschliffen und leuchten in der Abendsonne in vielen Farbschattierungen von Ocker bis Blutrot. Wir checken auf dem Campground ein, der sogar Strom an den meisten Stellplätzen hat und zwacken unseren Reservierungszettel am Clip mit der Stellplatznummer fest. Dann fahren wir noch mal los zum Devil Canyon Overlook. Der Devil Canyon Overlook ist ein Aussichtspunkt an einer Stelle, wo der Bighorn Canyon besonders schroff wirkt und zudem ein Seitencanyon, der Devil Canyon in den Bighorn Canyon mündet. Wir wollten das Abendlicht nutzen, um ein paar schöne Impressionen zu gewinnen und auch auf Foto zu bannen. Der Ort war faszinierend und mystisch, aber ebenso schwer fotografisch einzufangen. Es war fast unmöglich Perspektiven zu finden, die die gewaltige und schroffe Anmut des Ortes zur Geltung bringen konnte. Über dem Canyon und teilweise auch unter uns in der Schlucht kreiste ein Adler, der seinen Horst an der gegenüberliegenden Seite des Canyons hatte. Wir blieben eine ganze Weile hier - bis zur Dämmerung nach Sonnenuntergang - wo außer uns nur noch ein Profifotograf zu sehen war, der ebenfalls versuchte, die Lichtstimmung am Canyon fotografisch einzufangen. Schließlich fuhren wir im Zwielicht zum Campground zurück, vorbei an mystisch aufragenden Felsformationen und richteten und auf unserem Stellplatz zur Nacht ein. Erstmals nutzen wir auch die Dusche im Wohnmobil (ohne Warmwasserbereitung), um nach dem schweißtreibenden Tag mit frischem Gefühl ins Bett zu gehen. Freitag, 12. Juni 2015 Pryor Mountains - Wüste und Eishöhle an einem Tag Der Morgen begann mit einem Sonnenaufgang über der Wüste und ließ die Sandsteinfelsen rot erglühen. Die morgendliche Frische wurde sehr schnell durch die aufsteigende Hitze verdrängt. Das heute Tagesziel soll in den Pryor Mountains liegen, einer kleinen Gebirgsformation gleich in der Nachbarschaft zum Bighorn Canyon. Die Pryor Mountains liegen etwas westlicher, aber ebenfalls in Nachbarschaft zum nördlich befindlichen riesigen Reservat der Crow. Die Pryor Mountains sind licht bewaldet und bekannt dafür, dass in dem Gebiet wilde Mustangs leben. Es gibt auch eine weitere Attraktion, eine Eishöhle. Wilde Mustangs haben wir am Vorabend bereits im Bighorn Canyon gesehen, als wir in der Dämmerung zum Campground zurückfuhren.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Plan ist, diese Etappe etwas zu entschleunigen und über eine unbefestigte Wildnis-Straße - eine Range Road - in die Pryor Mountains zu fahren. Nach dem Besuch der Eishöhle soll nicht mehr viel passieren außer der Suche nach einem Stellplatz für die Nacht und einem frühen Feierabend. Also starten wir nach dem Frühstück, aber nicht, ohne an der Dumpstation unser Abwasser zu leeren und neues Frischwasser aufzunehmen. Dies ist auch eine gute Gelegenheit, mit dem Schlauch die Frontscheibe abzuspritzen und den hartnäckigen Belag toter Insekten abzureiben. Dann aber geht es los. Zuerst fahren wir ein Stück zurück zur Einfahrt in die Bighorn Canyon Recreation Area. Kurz dahinter zweigt schon die Crooked Creek Road nach Nordwest ab. Es geht nun über eine zerfahrene Schotterstraße - eher ein Feldweg - weiter. Man sieht immer mal wieder ein paar ärmliche, verlassen wirkende Farmgebäude mit alten rostigen Pick-ups davor. An der Einfahrt in die Crooked Creek Road gab es auch wieder diese Gitter in der Straße, welche dort, wo die Koppelzäune unterbrochen sind, ein Entweichen des Viehs von den Weiden verhindern soll. Vieh allerdings sahen wir keines, obwohl entlang des Crooked Creek noch ein Streifen grün mit einzelnen Espen vorhanden war, der aber zunehmend spärlicher wurde. Die Straße, selbst nur ein Feldweg, verzweigt immer mal wieder und bringt uns jedes Mal in Entscheidungsnot zwischen dem einen oder anderen unbeschilderten Weg. Irgendwann kommen wir auf die Gypsum Creek Road. Hier ist definitiv kein Farmland mehr, nur Wüste. Nochmal eine Gabelung und wir durchqueren ein Wadi an einer ausgetrockneten Furt. Dann dreht der Weg auf Nord. Wir stellen fest, dass der Weg sogar Kilometrierungszeichen hat, besser gesagt Meilenzeichen (Meilensteine;-)). Irgendwann kommt auch ein Schild, welches besagt, dass wir wieder in Montana sind (die Grenze zwischen Wyoming und Montana wird hier vom 45-sten Breitengrad gebildet). Etwas später kommt schließlich eine Tafel, die uns in der Pryor Mountain Recreation Area begrüßt. Die Straße ist extrem übel geworden, kein Schotter mehr über dem ausgewaschenen Straßenbett, welches selbst wie von kleinen Wadis zerfurcht ist. Zuweilen ragen sogar die Felsrücken aus dem Grund des Straßenbettes heraus. Auch die Glut der Mittagshitze wird immer stärker, je weiter die Sonne steigt. Wir fahren kaum mehr als Schrittgeschwindigkeit. Dennoch halten wir immer wieder an, um die surreale trockene Landschaft auf uns wirken zu lassen. Wir sehen Greifvögel am Himmel kreisen. Die Sarcobatus-Sträucher und die Grasbüschel des Rabbit Brush lassen die Landschaft noch relativ bewachsen, sogar grün erscheinen. Aber es sind sehr robuste Trockengewächse, die einen heißen Sommer fast ohne Regen überstehen können.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wir gewinnen an Höhe. Gleichzeitig nähern wir uns wieder dem Crooked Creek und folgen schließlich seinem Canyon flussaufwärts und somit in die Pryor Mountains hinauf. Der Canyon zur Rechten wird immer tiefer und eingeschnittener in das Relief der Berge. Die Straße wird geringfügig besser und folgt dem Tal, in dessen Sohle sich der Canyon eingeschnitten hat, entlang seiner linken Flanke. Und es wird langsam wieder bewaldet. Bisher war uns kein Fahrzeug begegnet, aber jetzt sehen wir einige Serpentinen weiter ein Auto vor uns fahren. Stetig verändert sich die Landschaft im Verlauf von nur wenigen Kilometern und sieht bald aus, wie im Alpenvorland. Gründe Wiesen und Nadelwälder bestimmen das Bild und die Crooked Creek Road mündet in die Pryor Mountain Range Road. Ihr folgen wir nun wieder nach Osten und der Straßenzustand wird wieder schlechter. Das bedeutet wieder fast Schritttempo. Aber es ist nicht mehr weit. Nach wenigen Kilometern übelster Wegstrecke treffen wir an einer Art Parkplatz ein. Auch das Auto, welches wir zuvor vor uns fahren sahen, steht auf dem Parkplatz. Hier gibt es ein Plumpsklo und ein paar Picknickbänke und eine Tafel zum Thema &quot;Eishöhle&quot;. Dorthin gehen wir als erstes, natürlich voll ausgestattet mit Stirnlampen, festem Schuhwerk und warmer Kleidung. Der Fußweg zum Höhleneingang ist relativ kurz und gut ausgebaut. Am Eingang zur Höhle treffen wir zwei Jugendliche, die zu dem Auto auf dem Parkplatz gehören. Sie haben die Höhle schon besichtigt und waren im Begriff, zum Parkplatz zu laufen. Wir unterhielten uns kurz mit ihnen. Sie stammten aus dem Süden der USA. Auch sie hatten uns auf der Crooked Creek Road fahren sehen und brachten ihre Verwunderung darüber zum Ausdruck, dass wir mit einem RV (Wohnmobil) auf solch einer Straße fahren. Dann gingen sie zurück zum Parkplatz und wir stiegen in die Höhle hinab. Die Eishöhle bestand eigentlich nur aus einer großen Kaverne, die sich gleich nach einem kurzen Abstieg durch einen von oben nach unten führenden Gang auftat. Da die Öffnung oben liegt, kann im Winter kalte Luft ungehindert eindringen und das Höhleninnere abkühlen. Im Sommer hingegen steigt das Kältepotential nicht nach oben und wird über die heiße Jahreszeit hin bewahrt. Von der Decke tropfendes Wasser gefriert am Boden und hat im Laufe der Zeit einen Eissee am Höhlengrund gebildet. Ganz am hinteren Ende der Kaverne gibt es laut Infotafel einen weiteren Gang zu einer noch tiefer liegenden Kaverne, die aber aus Sicherheitsgründen ohne Genehmigung nicht betreten werden darf, denn der Boden dieses Ganges ist eine Art Eiswasserfall, auf dem man, wäre man ungesichert, in die Tiefe abrutschen würde.Zurück am Parkplatz denken wir nochmal über die Übernachtung nach. Ein Schild verbietet das Übernacht-Camping. Das weitere Vordringen in die Pryor Mountains erscheint unratsam, da wir bei der Fahrt durch das schwierige Gelände zu viel Kraftstoff verbraucht haben. Also entscheiden wir, bereits heute die Pryor Mountains in Richtung Yellowstone zu verlassen und auf dem Wege dorthin einen Campground zu finden. Wir genehmigen uns also eine Mittagspause in aller Ruhe und brechen dann in Richtung Westen auf, um das Pryor Mountains Gebiet zu verlassen. Wir folgen also erst der Pryor Mountain Road und später der Sage Creek Road. Die Straße wurde für eine Weile besser - eine passable Schotterstraße, die 60-70km/h zuließ. Doch leider hielt das nicht lange vor. Je tiefer wir aus den Bergen in die Halbwüste kamen umso schlechter wurde die Straße wieder und umso durstiger der Motor. Der Tankfüllstand bereitete mir zunehmend Sorgen und einige extreme Wellen im schorfigen Straßenbett ließen einiges an Geschirr und auch den Drehteller der Mikrowelle zu Bruch gehen. Das schlimmste aber war: Wir wussten nicht mehr genau, wo wir sind. immer wieder kamen wir an unbeschilderte Gabelungen, wo ein Weg aussah, wie der Andere und wir aus dem Bauch heraus entschieden, um die Richtung West beizubehalten. Die Muße, einige Brachvögel (Long-billed Curlev) zu beobachten und auch Gabelböcke (Pronghorn), eine nordamerikanische Antilopenart, haben wir dann doch noch. Es gibt auch neue Hoffnung - die Straße wird besser und verwandelt sich in eine gut geschotterte Townchip Road und die Halbwüste in Farmland. Jetzt beschäftigt uns nur noch die Frage: Was kommt zuerst, die Tankstelle oder der leere Tank? Es sind noch etliche Meilen, doch dann kommt er, der Highway 310 und bald darauf die Stadt Bridger. Bald sichten wir auch die Tankstelle - willkommen in der Zivilisation! Mit vollem Tank und nach einem Eis rollen wir weiter nach Westen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Und dieses Stückchen &quot;Weiter&quot; erweist sich am Ende als eine Fahrt bis vor die Tore des Yellowstone Nationalparks. Von Bridger bis Red Lodge sind es noch die typischen, eher langweiligen Mittelwestlandschaften, die wir durchfahren. Doch dann geht es in die Rockies. dieser Teil der Rockies im Osten des Yellowstone Nationalparkes gehört zum Custer National Forrest (Montana) bzw. zum Shoshone National Forrest (Wyoming) und der US-Highway 212, auf dem wir nun unterwegs sind trägt den Beinahmen &quot;Beartooth Highway&quot;. &quot;Beartooth&quot; - das heißt Bärenzahn und es ist ein Berggipfel gleichen Namens der als Namensgeber dient. Auch ein See und ein Campground sind danach benannt und dieser &quot;Beartooth Lake Campground&quot; ist unser avisiertes Tagesziel. Die letzten Kilometer bis dahin sind allerdings spektakulär. Der Highway - einer von Fünfen, die in den Yellowstone Park hineinführen - schraubt sich über Pässe, die bis auf 3000m Höhe liegen, hinauf. Hier hält sich der Winter hartnäckig und obwohl wir irgendwann wieder deutlich unter der Baumgrenze am Campground ankommen, ist dieser leider noch nicht geöffnet. Also sind wir gezwungen, weiter zu fahren, was uns dem Parkeingang immer näher bringt. Das Wetter ist wechselhaft und windig geworden. Aber auf diesen Höhen sollte man darauf immer eingestellt sein. Auf dem nächsten Campground werden wir abgewiesen wegen Überfüllung. Der Platzwart sagt uns, wir sollen zum Fox-Creek Campground fahren. Dort gäbe es noch freie Plätze, aber Eile sei geboten. Es ist auch dort schon recht voll. Der Fox-Creek Campground ist tatsächlich der Letzte außerhalb des Parks und wir haben Glück und finden hier einen Stellplatz. Es gibt sogar Strom. Aber Mücken und Regen, aber auch die Müdigkeit lassen uns an diesem Abend nicht alt werden. Und es gibt ja nichts gemütlicheres, als im trockenen Camper dem trommelnden Regentropfen zuzuhören und einzudösen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Samstag, 13. Juni 2015 &lt;br /&gt;
Bisons, der Park und der lange Weg zum Campground&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Wolken sind wie weggeblasen. Der Himmel ist strahlend blau. Es ist noch kühl, aber das sind die Berge. Bis zum Tor des Yellowstone Parks sind es nur noch ein paar Kilometer. Es nennt sich das &quot;Silver Gate&quot; und es ist kein Andrang an der Einfahrt zu verzeichnen. Nachdem geklärt ist, wie lange wir im Park bleiben wollen, erwerben wir ein Wochenpermit. Kurz darauf rollen wir auf dem Parkway tiefer in den Park hinein. Die sogenannte Northeast Entrance Road führt anfangs durch dichten Wald, doch zunehmend ist dieser von Wiesen durchzogen. Bald sehen wir auch die ersten vereinzelten Bisons. Am Pebble Creek weitet sich das Tal vollends und dort, wo der Pebble Creek und der Soda Butte Creek zusammenfließen, öffnet sich eine weitläufige Aue. Beim Überqueren der Brücke über den Pebble Creek müssen wir erst mal warten. Ein Bisonbulle steht am rechten Straßenrand, im Begriff, die Straße zu überqueren. Er zögert, als würde er erst nach links und rechts schauen müssen. Da wir 20m vor ihm anhalten, schreitet er schließlich gravitätisch los und überquert die Straße ganz gelassen. Auf der anderen Seite, wo sich die Wiesen der Flussaue entlangziehen, weiden noch mehr Bisons. Unser erster Foto-Stopp im Park ist somit fällig. Aber der Tag ist noch lang. Wir wollen noch einiges sehen und fahren weiter. Das Tal verengt sich noch einmal auf einem kurzen Abschnitt um sich dann umso weiter zu öffnen. Ein noch weitläufigerer Talkessel breitet sich vor uns aus, das Lamar Valley. Hier sind die Bisons zuhause. Große Gruppen, ja Herden - viele hundert Tiere - verteilen sich über die weitläufigen Flussauen. Auch der Fototourismus entlang dieses Straßenabschnittes ist enorm, da sind wir nicht davon ausgenommen. Wir halten schließlich am Soda Butte - einem eigentümlichen Sinterfels, der inmitten der Flussaue aufragt und an dem der Parkway unmittelbar vorbeiführt. Der Sinter kommt nicht von ungefähr. Auch jetzt sprudeln am Fels geothermische Quellen. Spannend aber ist, dass sich einzelne Bisons dafür interessieren. Vielleicht werden sie von den Mineralien angelockt, die von den Quellen zutage gefördert werden und die sich im Sintergestein abgelagert haben. Das ergibt auf jeden Fall ein interessantes Fotomotiv, aber Bison an Geothermischen Hotspots werden wir nicht das letzte Mal gesehen haben. Dort wo der Ausblick besonders weitläufig ist, haben es sich Gruppen von Tierbeobachtern gemütlich gemacht. Einige haben Klappstühle aufgestellt und schauen mit riesigen Spektiven in die Ferne. Auch wir halten an exponierten Stellen an, beobachten und fotografieren. Der Fahrzeugverkehr am Parkway nervt etwas. Die Landschaft behält seinen Charakter bei, bis der Parkway den Yellowstone River erreicht. Kurz zuvor am Junction Butte sehen wir einige Gabelböcke. Auf Englisch heißen sie Pronghorns und zählen zu den Antilopen. Auch das Pronghorn kann neben dem typischen Trab auch in diesen merkwürdigen Hopser-Lauf verfallen, bei dem es scheinbar mit allen vieren gleichzeitig wie von Sprungfedern getrieben springt und dabei auch sehr spontane Richtungswechsel vollzieht. Nachdem die Northeast Entrance Road die Brücke über den Yellowstone River passiert hat, endet sie auf der Grand Loop Road, dem großen ringförmigen Parkway der den zentralen Teil des Nationalparks umrundet. Die Straßengabelung heißt &quot;Tower Junction&quot; und dort gibt es ein kleines Touristenzentrum mit dem Namen Roosevelt Lodge. Der Verkehr hat weiter zugenommen und wir müssen eine ganze Weile warten, ehe wir auf die Grand Loop Road in Richtung Süden einschwenken können. Der Verkehr auf dem Parkway und die Mengen an Touristen, die sich an den Sehenswürdigkeiten in besonderem Maße ansammeln, lässt den Park überlaufen wirken, wenngleich er landschaftlich einmalig und sehr beeindruckend ist. Diese Umstände werden uns auch die nächsten Tage im Park begleiten, beziehungsweise sich sogar verstärken. Einen weiteren Stopp legen wir an den sogenannten Calcite-Quellen ein. Hier hat man einen Blick über den Yellowstone Canyon und sieht am Fuße der Schlucht die dampfenden Quellen aus der Flanke des Abhangs treten. Wir folgen dem kurzen Rundweg. An der anderen Seite der Schlucht sieht man am oberen Rand die Palisadenförmige Felswand aus Basaltsäulen. Es geht weiter Richtung Süden. An der Tower Lodge verlässt der Parkway das Tal des Yellowstone River und umrundet eine kleine Gebirgsgruppe um den Gipfel des Mount Washburn. Am Dunraven Pass, bevor der Parkway wieder zum Yellowstone River hinabführt, stoppen wir an einem Halteplatz und starten eine Wanderung in Richtung des Mount Washburn. Wir hatten nicht vor, bis zum Gipfel zu laufen, da dies den Rest des Tages erfordert hätte. Daher setzten wir uns ein Zeitlimit und kehrten auf halbem Wege wieder um. Schließlich galt es noch, einen Campground zu finden. Wir rollen in das Canyon Village ein. Es ist ein zentraler Ort im Park und befindet sich am Yellowstone Canyon ganz in der Nähe zweier großer Wasserfälle, den Upper Falls und den Lower Falls of Yellowstone. Da wir uns erstmal orientieren wollen, parken wir auf dem zentralen Parkplatz und gehen ins Besucherzentrum. Typischerweise gibt es hier auch eine kleine Ausstellung zum Thema Vulkanismus im Yellowstone Park. Nach dem Besucherzentrum gehen wir auch noch in den Supermarkt und versorgen uns am Geldautomaten mit Bargeld. Dann fahren wir zum Canyon Campground Check-In, der sich nur ein paar hundert Meter weiter befindet. Der Plan für die nächsten Tage im Park war folgender. Wir tingeln die Schleife des Parkways entlang und suchen uns jeweils einen Campground in der Nähe, wenn der Tag zur Neige geht. Doch nun sollten wir feststellen, dass dies so nicht funktioniert. Die Dame am Check-In sagte uns, der Campground sei vollständig belegt. Sie telefonierte und sagte, auch die anderen zentralen Campgrounds seien ausgebucht. Bei den kleinen peripheren Plätzen sähe es nicht besser aus, aber am Indian Creek könnte es noch klappen. Somit war unsere Planung hinfällig und die Wasserfälle, die wir heute noch besuchen wollten, waren gestrichen. Wir fuhren also schnurstracks und ohne weiter Stopps einzulegen, in Richtung Nordwest - also entgegengesetzt unserer Planung - auf der Grand Loop Road zum Abzweig in Richtung Nord-Tor. Auf dieser Zufahrt befindet sich der Indian Creek Campground. Zu allem Überdruss war auf diesem Parkway auch noch eine Straßenbaustelle mit kilometerlangen einspurigen Einschränkungen. Als wir am Indian Creek ankamen, sagte uns der Campground Host auch nur: &quot;Campground is full&quot;. Wir stehen nun vor einem riesigen Problem, denn in Nationalparks dürfen Wohnmobile nachts nur auf ausgewiesenen Campgrounds stehen. Aber die Platzwärterin vom Indian Creek gab uns einen Tipp. Wir sollten den Park durch das Nord-Tor verlassen und bis zur Stadt Gardiner fahren. Beim Verlassen von Gardiner in Richtung Jardine gäbe es recht bald einen Campground, der zum Gallatin National Forest gehört. Wir sollten es dort versuchen und am nächsten Morgen gegen acht Uhr wieder hier sein und einchecken. Eine Wahl hatten wir nicht mehr und so fuhren wir nach Norden. Dabei ließen wir wieder einige Sehenswürdigkeiten links (auch rechts) liegen und fuhren weitere (unnötige, wie wir fanden) Kilometer bis zum Indian Creek. Im Grunde war auch dieser Campground bereits voll, zumindest die ausgewiesenen Stellplätze. Aber der dortige Platzwart war geschäftstüchtig genug um uns auf dem Parkplatz eines Wanderweg-Anfangs, der sich auf dem Gelände des Campgrounds befand, für 7$ stehen zu lassen. Zu späterer Stunde kamen noch einige mehr, die diesen Parkplatz bevölkerten. Zumindest nutzen wir den Abend kulinarisch, essen lecker und genießen ein &quot;Mountain Amber Bier&quot;. Dabei stellen wir unsere Pläne für den Yellowstone Park um, damit wir der veränderten Lage gerecht werden können. Im Grunde würden wir alle Ziele ansteuern, aber es würde uns mehr Strecke kosten. Vor dem Schlafen beobachten wir noch eine Gruppe Großhirsche - Wapities, welche man in den USA einfach nur Elk nennt, wie diese seelenruhig äsend über den Campground ziehen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Sonntag, 14. Juni 2015&lt;br /&gt;
Wasserfälle - der gelbe Stein und ein See wie ein Meer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir nehmen das Campground-Dilemma ernst und stehen beizeiten auf. Beizeiten heißt gegen 5:00, was uns noch immer nicht schwer fällt aufgrund der Zeitverschiebung zu Europa. So ergibt es sich auch, dass wir es uns leisten können, auf dem Weg zum Indian Creek Campground einige Zwischenstopps einzulegen. Am Indian Creek sollten wir einer Empfehlung der Platzwärterin zufolge schon gegen 8:00 sein, um einzuchecken, nachdem die ersten Abreisenden Touristen den Platz verlassen haben. Also rollen wir noch vor 6:00 vom Platz am Eagle Creek. Die Sonne ist zwar schon aufgegangen, aber für uns noch hinter den Gipfeln im Osten versteckt. Nur die ersten Bergspitzen sind schon in rötliches Licht getaucht. Auf der Straße nach Gardiner sehen wir wieder Wapitis (Elks). Es ist eine große Gruppe mit Jungen und sie grast am Ortsrand von Gardiner und teilweise schon in den Vorgärten der ersten Häuser. Während die ausgewachsen Tiere gemächlich grasen, tollen die Jungen verspielt umher. Gardiner liegt noch wie ausgestorben im Tal des Yellowstone River, welcher hier den Nationalpark in Richtung Norden verlässt. Auch Gardiners City ist im Stil eines Western-städtchens angelegt und besteht praktisch nur aus einer Straße. Unmittelbar an seinem südlichen Rand befindet sich der Parkeingang. Das historische Park-Tor, die Roosevelt Arch, wird gerade restauriert und daher über eine provisorische Baustraße umgangen. Am Kontrollhäuschen sind dann doch schon ein paar Autos, aber wir haben unseren Wochenpass und werden durchgewunken. Nun fahren wir erst mal ein paar Kilometer in den Park hinein, stetig bergauf. Der Yellowstone River hat hier wieder einen Canyon gebildet und ist selbst ein mit kleineren Wasserfällen garniertes Wildwasser. Dieser lichte, dünn bewaldete Teil des Parks scheint bei den großen Wapitis beliebt zu sein. Man sieht sie immer wieder. Dann erreichen wir Mammoth Hot Springs. Der kleine Ort am nördlichen Parkrand ist auch noch verschlafen, aber die Sonne steht knapp über den Bergen und wirft grelles Schlaglicht über die Landschaft. Kurz hinter dem Ort befindet sich ein großes Thermalquellengebiet, welches aufgrund seiner Hanglage weitläufige Sinterterrassen gebildet hat. Es ist gegen 7:00 Uhr - wir haben also Zeit, dieses Naturwunder zu besichtigen. Da wir aber am Ortsrand auch eine gut ausgebaute Toiletten- und Waschraumanlage sehen, können wir uns zuvor noch einmal einer bequemen Morgenhygiene widmen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Sinterterrassen sind höchst eindrucksvoll. In der Morgensonne geben sie ein einmaliges Farbenspiel wieder. Für die Fototechnik sind sie in diesem Licht allerdings eine Herausforderung. Das Gebiet unterteilt sich in Lower Terraces und in Upper Teracces. Es führt ein langer, gewundener und verzweigter Plankenweg hindurch und am oberen und unteren Ende gibt es je einen Parkplatz. die diversen Quellen fördern pro Minute etwa 1900 Liter heißes mineralhaltiges Wasser zutage und jeden Tag lagern sich 2 Tonnen kalkhaltiger Sinter ab. die einzelnen Terrassen haben so fantasievolle Bezeichnungen wie &quot;Minerva Terrace&quot;, &quot;Cleopatra Terrace&quot; oder &quot;Jupiter Terrace&quot;. Wir sind sehr beeindruckt und angetan, so dass wir mehr Zeit hier verbringen, als geplant. Am Indian Creek werden wir dann wohl nicht mehr pünktlich sein, zumal wir auch an den Rustic Falls noch kurz halten. Schließlich kommen wir am Campground an. Tatsächlich sind Plätze frei, da einige Camper abgereist sind. Wir gehen auf Nummer Sicher und checken für 2 Übernachtungen ein. Das bedeutet allerdings, dass wir heute und auch morgen von unseren Tagesausflügen immer wieder hierher zurückkehren müssen, und das durch die meilenlange Baustelle auf dem Parkway ins Innere des Parks. Aber es ist eine Lösung, wie wir unseren verbleibenden Aufenthalt gestalten können. Wir suchen also einen freien Platz aus, hängen unser Zettelchen an den Pfosten und bezahlen an der Hütte des Campground-Wartes. Dann fahren wir gleich weiter. Aufgrund der Baustelle und auch der schieren Entfernung - im Park herrscht maximal Tempo 45 (73 km/h) - sind wir nach einer Stunde an den großen Wasserfällen des Yellowstone River. Um den Lichtverhältnissen besser Rechnung zu tragen - die Sonne steht im Südosten - befahren wir zuerst den South-Rim-Drive des Canyons. Hier ist der ersten Halt an den Upper Falls.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Upper Falls sind nur von einem Aussichtspunkt gut zu sehen. Es gibt aber einen Fußweg am Canyon entlang, auf dem man flussabwärts wandern kann und nach einer Weile die Lower Falls erreicht. Dieser Wanderweg hat auch einen Abstieg in den Canyon, bei dem man eine Aussicht direkt unterhalb der Lower Falls erreicht. Es ist ein sehr anstrengender Weg, da er trotz Stufen und Geländer sehr steil ist (330 Stufen). Der Abstieg geht in die Knie und der Aufstieg in die Puste. Aber es lohnt sich. Ein gigantischer Anblick und ein donnerndes Tosen lässt die Gewalt des Wassers übermächtig erscheinen. Dieser Stopp ist letztlich zu einer richtigen Wanderung geworden und hat dementsprechend Zeit beansprucht. Natürlich wollen wir alle Optionen nutzen und fahren auf dem South-Rim-Drive bis zum Ende auf den hinteren Parkplatz. Hier gibt es einen weiteren Aussichtspunkt, der die Lower Falls aus der Ferne zu sehen erlaubt. Auch der Yellowstone Canyon insgesamt ist hier gut zu überblicken. Nur haben die Menschenmassen mit fortschreitender Stunde auch zugenommen. Beim Blick in den Canyon wird klar, warum der Park den Namen Yellowstone trägt. Die Felsen, die den Canyons flankieren, sind nicht nur gelb. Sie haben viele Farbschattierungen. Aber es sind vornehmlich gelblich ockerfarbene Töne, mal heller - fast weiß, mal dunkler - fast rot. Auch auf den thermalen Hotspots sehen wir das bestätigt. Der Sinter auf Kalkbasis bringt zuerst einmal helle Ablagerungen hervor. Schwefel und die Arbeit von Bakterien im heißen Wasser färbt das Ganze mannigfaltig. Auf dem Rückweg am Abend nehmen wir uns vor, den Canyon auch vom North-Rim-Drive zu sehen, aber jetzt fahren wir erst mal zurück zur Grand Loop, um zum Yellowstone Lake zu gelangen. Der Weg dorthin folgt dem Lauf des Yellowstone River. Unterwegs halten wir noch am Mudvolcano Gebiet, wo sich auch der sogenannte Drachenmaulgeysir befindet. Auch hier absolvieren wir den Parcours aus Holzplanken und sehen uns außer dem Schlammvulkan auch den Sour Lake und die &quot;Black Dragons Caldron&quot; an, zwei heiße Quellen, welche Tümpel gebildet haben, einen sauren klar-grünen und einen dunkelgrau schlammigen. Den Yellowstone Lake erreichen wir beim Touristenzentrum &quot;Fishing Bridge&quot;. Unser Ziel liegt aber weiter im Osten, wofür wir eine ganze Weile am Ufer des Sees entlang fahren müssen. Eigentlich muss man eher von einer Küste sprechen, denn der See ist gewaltig, wie ein Meer. Unser Ziel ist der Lake Butte, ein Aussichtspunkt über den See. Er liegt an der East-Entrance-Road. Beim Fernblick über den See wollen wir auch unsere Mittagpause - fast schon ein frühes Abendbrot - abhalten.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;So geschieht es dann auch. Wir haben keine Eile, weil vor uns trotz langer Rückfahrt und einer Baustelle nur noch zwei geplante Halts liegen. Der erste Halt kommt recht bald. Wir stoppen in Fishing Bridge, um nach einer Post zu suchen. Natürlich schauen wir auch in den General Store und ins Informationszentrum. Jedoch wird uns bald klar, dass wir ja Sonntag haben und wir keine geöffnete Post finden werden. Der zweite Halt findet wieder bei den großen Wasserfällen statt. Diesmal fahren wir in den North-Rim-Drive. Wir stoppen hier lediglich an verschiedenen Haltepunkten mit Aussichtpunkten und machen keine großen Wanderungen mehr. Der hinterste von ihnen, der Inspiration Point, ist sogar recht wenig frequentiert. Ob es daran liegt, dass er so weit hinten liegt oder weil es schon relativ spät ist, ist unklar. Aber neben einer großartigen Aussicht über den Canyon kann man sogar die Upper Falls in der Ferne noch sehen. Der letzte Blick über den Yellowstone Canyon ist ein schöner Ausklang für den Tag. Die Fahrt zum Campground wird nun noch ein Stündchen in Anspruch nehmen. Dort kann auch der kulinarische Ausklang seinen Lauf nehmen, bevor es in die Federn geht. Leider wurde der Speiseplan durch ein technisches Problem sabotiert. Die Kühlgefriereinheit hat eine Störung - wohl vom heftigen Wind am Eagle Creek, der in die Ablüftung an der Außenseite des Wohnmobils hineindrückte. Wir beseitigen die Störung, doch das Eis ist zerlaufen. Die Eierkuchen mit Heidelbeermarmelade und einer Kugel &quot;Häagen Dazs&quot;-Eis werden also stattdessen mit Eis-Soße serviert.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Montag, 15. Juni 2015 &lt;br /&gt;
Über alte Getreue und große Prismatische&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Plan für heute sieht vor, auf dem westlichen Bogen der Grand-Loop-Road bis zum berühmtesten Geysir des Parkes, dem Old Faithful zu fahren. Nach dessen Besichtigung würden wir die Strecke rückwärts aufrollen und diverse Stopps an verschiedenen Sehenswürdigkeiten einlegen. Natürlich beginnt der Tag wie immer mit einem gemütlichen Frühstück. Dann gilt es, auf dem Weg nach Süden wieder die lästige Straßenbaustelle zu durchfahren. Bis zum Old Faithful sind es ca. 60 km. Kurz vor dem Ziel wird der Parkway zu einem vierspurigen Highway. Als wir dort ankommen, werden wir von einem regelrechten Verkehrsleitsystem empfangen. Es gibt unterschiedliche Spuren für die Besucherparkplätze und für Hotel und Tankstelle. Da wir ohnehin tanken müssen, ordnen wir uns in die entsprechende Spur ein. Tanken ist dann das erste, was wir tun. Der Preis ist ungewöhnlich hoch im Vergleich zu den Benzinpreisen, die wir bisher hatten. Hier scheint man die Exklusivität der Lage im Zentrum des Parks (und die Notlage von Autofahrern) gut auszunutzen. Aber auch wir haben keine Wahl und tanken. Doch diese Entscheidung hat andererseits auch einen Vorteil. Wir können gleich an der Tankstelle, in Nachbarschaft zu einem General Store parken. Wie sich zeigt, ist dieser Parkplatz, gefolgt vom Hotelparkplatz auch nicht wesentlich weiter vom Old Faithful entfernt, als die riesigen Besucherparkplätze an der Südseite des Riesengeysirs. Der Old Faithfull erhielt seinen Namen &quot;Alter Getreuer&quot;, weil seine Eruptionen so zuverlässig sind. Über die die Jahre schwanken die Zeitabstände, doch zurzeit sind es durchschnittlich 91 Minuten, die zwischen den Ausbrüchen liegen. Dabei schwankt dieses Intervall nur um plus minus 5 Minuten. Diese Eigenschaft führte dazu, dass seine Ausbrüche wie Theatervorstellungen geplant werden können. Die beeindruckende Höhe seiner Fontäne, die zwischen 30 und 55 Metern hoch ist, ist ein weiterer Grund, dass man um den Geysir herum ein regelrechtes Amphitheater mit Sitzbänken errichtet hat. Leider waren wir mit dem Spielplan des Old Faithful bei unserem Eintreffen noch nicht vertraut und verpassen einen Ausbruch, gerade als wir tanken. Dies bedeutete: zirka anderthalb Stunden Zeit bis zur nächsten Show. Zeit also, um über das Gelände der Anlage zu schlendern.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Um den nächsten Ausbruch nicht wieder zu verpassen, nehmen wir uns vor, denn weitläufigen Wanderweg durch das Thermalgebiet, welches sich noch weit nach Norden hinzieht, erst danach entlang zu wandern. Die Anlage um den &quot;alten getreuen&quot; Geysir ist ebenso ausgebaut wie das Canyon Village, wenn nicht sogar mehr. Es gibt Läden, Restaurants, ein Hotel und Apartments. Und siehe da, es gibt auch eine Post. Hier gelingt es uns dann auch, die Postkarten frankieren zu lassen und abzuschicken. Inzwischen ist die Zeit für den nächsten Ausbruch herangerückt. Wir suchen uns Positionen zum Beobachten des Ausbruches, Regina vorn auf einer der Bänke und ich weiter hinten, um Fotos aus der Distanz zu machen. Dafür baue ich das Stativ auf und wähle das Teleobjektiv. Dabei kommt mir auch ein blauer Vogel vor die Linse, der ein Weilchen vor mir posiert. Die Bänke füllen sich so langsam. Es sind wieder massenhaft asiatische, vermutlich chinesische Touristen zugegen. Dann kommt der Ausbruch. Dieser scheint ein Ausbruch von eher durchschnittlicher Höhe und Dauer zu sein. Zudem habe ich ein Problem mit dem Fokus. Die Kamera kann - vielleicht wegen der Dampfschwaden im Zentrum des Bildes - die&lt;br /&gt;
Entfernung nicht richtig bestimmen. OK, das Schauspiel ist nach 5 Minuten auch schon vorbei. Jetzt können wir den Rundgang durch das Gelände beginnen. Und dieser entschädigt durchaus für das eher unspektakuläre Auftreten des Old Faithful. Unzählige heiße Quellen, kleinere und größere Geysire, Pools und Fumarole. Wir haben zudem Glück, als wir uns dem Beehive-Geysir nähern. Er bricht just in diesem Augenblick aus, und er ist gewaltig. Die Wassermenge ist geringer, als bei Old Faithful, aber der Strahl ist kräftiger und schießt in eine unglaubliche Höhe von 60 Metern auf. Da er nur höchsten alle 8 Stunden (manchmal macht er 20 Stunden Pause) ausbricht, können wir wirklich von Glück reden. Staunend und langsamen Schrittes bewegen wir uns auf dem Plankenweg weiter und bewundern ein geothermisches Kunstwerk ums andere. Auf diese Weise ist bereits der Halbe Tag vergangen als wir schließlich die Runde beenden. Mit dem Wohnmobil steuern wir den in der Nähe befindlichen Parkplatz mit Zugang zum Lone-Star-Geysir an. Doch um diesen zu erreichen, ist eine Wanderung erforderlich. Diese liegt nicht mehr in unserem Zeit-Budget und wir verzichten darauf. Nun geht es zurück in Richtung Norden. Wir halten am Black Sand Basin - eher unplanmäßig, da wir als nächsten die Grand Prismatic Spring auf dem Zettel haben. Doch auch dieser Stopp lohnt sich. Mehrere glasklare Pools mit azurblauem oder türkis-grünem Wasser und feurig leuchtenden mineralischen Rändern sind hier zu bestaunen. Darunter die Green Spring und der Emerald Pool.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&lt;auch am=&quot;&quot; nächsten=&quot;&quot; hotspot,=&quot;&quot; dem=&quot;&quot; bisquit=&quot;&quot; bassin=&quot;&quot; halten=&quot;&quot; wir.=&quot;&quot; der=&quot;&quot; parkplatz=&quot;&quot; davor=&quot;&quot; ist=&quot;&quot; voll=&quot;&quot; und=&quot;&quot; mit=&quot;&quot; mühe=&quot;&quot; glück=&quot;&quot; finden=&quot;&quot; wir=&quot;&quot; noch=&quot;&quot; einen=&quot;&quot; platz.=&quot;&quot; dieser=&quot;&quot; hotspot=&quot;&quot; genau=&quot;&quot; wie=&quot;&quot; das=&quot;&quot; black=&quot;&quot; sand=&quot;&quot; relativ=&quot;&quot; überschaubar=&quot;&quot; einem=&quot;&quot; holzplankenweg=&quot;&quot; von=&quot;&quot; einigen=&quot;&quot; hundert=&quot;&quot; metern.=&quot;&quot; allerdings=&quot;&quot; muss=&quot;&quot; man=&quot;&quot; zuerst=&quot;&quot; eine=&quot;&quot; holzbrücke=&quot;&quot; über=&quot;&quot; den=&quot;&quot; firehole=&quot;&quot; river=&quot;&quot; überqueren.=&quot;&quot; als=&quot;&quot; auf=&quot;&quot; brücke=&quot;&quot; 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verringern,=&quot;&quot; löst=&quot;&quot; sich=&quot;&quot; plumpst=&quot;&quot; in=&quot;&quot; fluss.=&quot;&quot; ratlos=&quot;&quot; stehe=&quot;&quot; sehe=&quot;&quot; grund=&quot;&quot; des=&quot;&quot; flachen=&quot;&quot; wildwasserflusses=&quot;&quot; schimmern.=&quot;&quot; andere=&quot;&quot; fotograf,=&quot;&quot; mein=&quot;&quot; malheur=&quot;&quot; gesehen=&quot;&quot; hatte=&quot;&quot; entschuldigte=&quot;&quot; prompt,=&quot;&quot; wäre=&quot;&quot; schuld=&quot;&quot; daran.=&quot;&quot; schließlich=&quot;&quot; gehe=&quot;&quot; schuhen=&quot;&quot; kurz=&quot;&quot; entschlossen=&quot;&quot; böschung=&quot;&quot; hinunter=&quot;&quot; wate=&quot;&quot; bis=&quot;&quot; mitte=&quot;&quot; flusses.=&quot;&quot; hier=&quot;&quot; fast=&quot;&quot; oberschenkeltief.=&quot;&quot; gut=&quot;&quot; auszumachen=&quot;&quot; schon=&quot;&quot; ihn=&quot;&quot; wieder.=&quot;&quot; wieder=&quot;&quot; plankenstieg=&quot;&quot; sehe,=&quot;&quot; läuft=&quot;&quot; aus=&quot;&quot; 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dass=&quot;&quot; direkt=&quot;&quot; straße=&quot;&quot; parken.=&quot;&quot; uns=&quot;&quot; steht=&quot;&quot; jetzt=&quot;&quot; wanderung=&quot;&quot; mindestens=&quot;&quot; kilometer=&quot;&quot; bevor=&quot;&quot; mittagshitze=&quot;&quot; erbarmungslos.=&quot;&quot; auch=&quot;&quot; schuhwerk=&quot;&quot; suboptimal,=&quot;&quot; denn=&quot;&quot; nassen=&quot;&quot; gegen=&quot;&quot; sandalen=&quot;&quot; eingetauscht.=&quot;&quot; herausforderung=&quot;&quot; bevor.=&quot;&quot; gegenüber=&quot;&quot; riesenquelle,=&quot;&quot; 120=&quot;&quot; meter=&quot;&quot; entfernt=&quot;&quot; kann=&quot;&quot; fuße=&quot;&quot; bergflanke=&quot;&quot; oben=&quot;&quot; steigen.=&quot;&quot; offiziell=&quot;&quot; erlaubt=&quot;&quot; nicht.=&quot;&quot; scheinbar=&quot;&quot; geheimtipp,=&quot;&quot; weswegen=&quot;&quot; wenige=&quot;&quot; versuchen,=&quot;&quot; diese=&quot;&quot; aussicht=&quot;&quot; verschaffen.=&quot;&quot; tun=&quot;&quot; schwitzen=&quot;&quot; kraxeln=&quot;&quot; hinauf,=&quot;&quot; paar=&quot;&quot; staubige,=&quot;&quot; steinige=&quot;&quot; trampelpfade=&quot;&quot; aufweist,=&quot;&quot; stelle=&quot;&quot; erreichen.=&quot;&quot; endlich=&quot;&quot; haben=&quot;&quot; unser=&quot;&quot; fotomotiv.=&quot;&quot; gucken,=&quot;&quot; fotografieren=&quot;&quot; machen=&quot;&quot; selfies.=&quot;&quot; dann=&quot;&quot; geht&#039;s=&quot;&quot; hinunter,=&quot;&quot; mehr=&quot;&quot; rutschend=&quot;&quot; steigend.=&quot;&quot; rückweg=&quot;&quot; zum=&quot;&quot; auto=&quot;&quot; mache=&quot;&quot; gedanken,=&quot;&quot; abend=&quot;&quot; unsere=&quot;&quot; verschwitzten=&quot;&quot; körper=&quot;&quot; abgeduscht=&quot;&quot; bekommen.=&quot;&quot; mehrere=&quot;&quot; weitere=&quot;&quot; hotspots=&quot;&quot; passieren=&quot;&quot; wir,=&quot;&quot; ohne=&quot;&quot; halten.=&quot;&quot; darunter=&quot;&quot; lower=&quot;&quot; geyser=&quot;&quot; fountain=&quot;&quot; paint=&quot;&quot; pot.=&quot;&quot; canyon=&quot;&quot; soll=&quot;&quot; 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komplett=&quot;&quot; durch=&quot;&quot; folgen=&quot;&quot; route=&quot;&quot; richtung=&quot;&quot; unseres=&quot;&quot; campgrounds.&lt;=&quot;&quot; p=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Bereits nördlich der Madison Junction halten wir nochmals kurz an einem kleinen Hotspot und Besichtigen die Terrace Spring. Hier ist der Parkplatz erstaunlicherweise leer, aber der kurze Plankenweg ist in wenigen Minuten abgelaufen. Schon geht es weiter entlang des Gibbon Creeks. Teilweise fließt dieses Wildwasserflüsschen durch einen Waldstreifen getrennt, parallel zur Straße, was uns auf eine Idee bringt. Wir halten an einer kleinen Haltebucht am Parkway und schnappen Handtücher, Waschzeug und Wechselwäsche. Nach einigen zig Metern sind wir am Wasser. Es ist etwas frisch, aber bei dieser sommerlichen Hitze kein Problem. Und schon haben wir Erfrischung, Badespaß und Körperpflege in einem, und das alles ganz ungestört und umgeben von einem herrlichen Bergpanorama. Erfrischt und sauber schlendern wir durchs Unterholz zum Camper zurück und sind bereit für den kulinarischen Ausklang des Tages. In Richtung unseres Campgrounds scheint sich ein Gewitter zu entladen. Auf dem Rückweg streifen wir es. Als wir am Campground einfahren, ist es vorbei. Aber die Hinterlassenschaften sind aber noch überall am Boden zu sehen: Taubenei-große Hagelkörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;www.kanadafieber.de/Reisen/Wohnmobil/Reiseideen/Einmal-Yellowstone-und-zurueck-sk-touristik.html&quot;&gt; Weiter zum 2. Teil&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/p
&lt;auch&gt;&lt;/p
&lt;der&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Tour-durch-Kanada-und-die-USA-sk-touristik-1.html</guid>
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                    <item>
                <title>Westkanada mit Fraserway RV 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbtml_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Camper-Tour British Columbia&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;2 Wochen mit dem Wohnmobil durch den Westen Kanadas&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2013 von den SK-Kunden Margit Lindner und Melanie Rix&lt;/p&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich habe bei Canada&#039;s West eine Reise nach British Columbia gewonnen! 2 Wochen mit dem Camper durch mein Traumland! Und dank der Beratung und Vorbereitung durch SK-Touristik starte ich mit meiner Freundin Melanie ins Abenteuer.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;18.05.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Abflug von FRA nach Vancouver um 16:30 mit Condor. Schon der Flughafen von Vancouver ist beeindruckend durch seine freundliche Gestaltung. Gar nicht die kühle Sachlichkeit, die man sonst von Flughäfen kennt. Unsere 1. Nacht verbringen wir in einem Flughafen nahen Hotel mit Pool, netter Bar und Hot Breakfast - Eier und Speck.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;19.05.13 - 1. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;9:00 Pick-up durch Fraserway vom Airporthotel Sandemann. Bei Fraserway, einem der großen Verleiher von Camp-Mobilen, erklärt uns Carlo den Camper mit all seinen Features und Funktionen, Heidi macht den Papierkrieg - alle sprechen deutsch. Doch bevor wir dann starten können, sagt unser Camper keinen Ton. Die Batterie ist tot und muss noch schnell ausgetauscht werden. Melanie bekommt vom Mechaniker ein Bier spendiert, weil sie beim Einbau hilft und den entscheidenden Dreh findet, um die Schraube festzuziehen.&lt;br /&gt;Wir wollen Richtung Hope, aber nicht über Highway #1. Wir möchten auf die #7, weil wir uns davon eine schönere Route versprechen. Es führt zu einer Irrfahrt von 45 min und 17km durch Vancouver. An einer Tankstelle erhalten wir dann den entscheidenden Tipp und sind endlich auf dem richtigen Weg. Viel Landschaft und Wasser mit Holzstämmen; teilweise Schnee auf den Gipfeln. Den Einkauf für unsere Lebensmittel-Grundausstattung erledigen wir in Mission. Das 1. Deer wird gesichtet am Straßenrand. Vorbei am Hope Slide, einem gewaltiger Erdrutsch. Im Liqueur Store füllen wir noch unsere Vorrräte an Bier auf. Wir entdecken für uns Carriboo Honey Lager. Es wird uns auf der ganzen Tour begleiten. Weiter durch Sun Shine Valley, über den Ellison Pass, 1342m hoch, zum Manning Park. Der Lightning Lake Campgroun, den wir eigentlich ansteuern wollten, ist noch geschlossen. Darum geht es 5km weiter zum Hampton Campground, wenig besucht. Neben unserer Campsite 63/64 fließt ein kleiner Bach, Kolibris sehen wir (hummingbirds) und ein Mini-Hörnchen (wir nennen es Victoria Beckham wegen seiner Size 0). Der Ranger kassiert die Platzmiete und verkauft Holz (8 Dollar), KEIN HOLZ AUS DEM WALD darf gesammelt und verbrannt werden (Hinweis vom Ranger). 10 min später kommt ein Pick-up mit mehr Holz vorbei. Hätten wir dort günstiger kaufen können? Lagerfeuer und Lagerbier (Dran denken! Zeitung mitnehmen für Feuer machen), Mechanikerbier (als Lohn für Baterrieeinbau Melanie). Beim ersten Kaffee-Aufbrühen übersehe ich die Filtertüten, die in der Kanne stecken - sind jetzt leider nass. Zum Abendessen gibt es leckeres Fischfilet in Kokoskruste, gemischten Salat mit Himbeer-Walnuss Vinaigrette&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe: 235 km, Fahrzeit ca 3,5h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20.05.13 - 2. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Uhrzeit 5:15 aufgeweckt von Hazelnut-Kaffeeduft (ich liebe diese aromatisierten Bohnen!), Rundgang über den Campground mit lustigen Squirrels. Kalte Nacht mit wenig Schlaf (5°). Aufbruch in Richtung Osoyoos um 8:00 Uhr. Bis Princeton Hochgebirge und Hochnebel, später hellblauer Himmel, immer entlang am River Similkameen, runter ins Tal pünktlich zum Rodeo-Umzug in Hadley. First Nations Reservat - No National Park - Indian Reserv. Es wird wärmer, 18-20°. Obstplantagen und Verkaufsstände, jedoch wegen Feiertag viele geschlossen. Von Osoyoos auf 97 North entlang der Weinstrasse - Vineyard auf Vineyard, viel Feiertagsverkehr, Motorradfahrer, Camper, kaum Trucks. Stopp in Oliver im Pub: &quot;Chef in&quot;, gute Musik und gute Burger. Überwältigende Sicht auf Okanagan Lake. Kurz hinter dem Okanangan Provincial Park Campground finden wir rechts am See wunderschön gelegen die Greata Vinery. Weinverkostung mit sympathischer Beratung und Tipps für morgen. Der Tag war schon lang, darum entschließen wir uns zum Weineinkauf und Übernachtung im Okanagan Provincial Park North. Ankunft CG 15:30 Uhr und 25°, unser Platz # 51 mit Sicht auf See und wenig Vekerhslärm vom Highway.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe: 270 km, gesamt 505 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21.05.13 - 3. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Start 09:05, Tankstopp in West Kelowna (70l) und Lebensmittel aufgefüllt, Kassiererin gewährt uns Kunden-Rabatt, weil wir aus Germany kommen. Sie fragt extra den Marktleiter. Das ist nett! In Kelowna City Center kleiner Snack in Dutch Bakery (Zimtbrezel!, Bernard Av.) und in City Mall ausgefallene Kleidung entdeckt. Nächster Zwischenstopp in Enderby (früher berühmt für Sägemühle und Holzflößen). Ab Sicamous auf TCH bis Revelstoke, Williams Lake CG. Revelstoke ist ein zauberhafter kleiner Ort, der wohl eine starke Skisaison hat. Unser CG ist fully serviced, d.h.wir haben Elektroanschluss, heißes Wasser zum Duschen und Geschirrspülen, der Verwalter ist aus Schwäbisch Hall. Feuerholz gibt es für 4$. Im Williamson Lake kann man schwimmen und es gibt einen Mini-Strand. Ein uriger Trail führt um den See, wie ein echter Urwald mit Baumstümpfen von riesigen Rotzedern.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe: 236 km, gesamt 747km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;22.05.13 - 4.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Start um 9:50 Uhr . Heute geschlafen bis 7:50. Auf dem Tisch sortiert gerade ein Eichhörnchen die Erdbeerreste. Zum Frühstück gibt&#039;s Waffeln und Erdbeeren. Aufgrund der Tipps von 2 netten einheimischen Hundebesitzerinnen fahren wir in Richtung Nakusp #23 bis Blanket Creek. Dort gibt es den spektakulären Wasserfall Sutherland Falls. Der Columbia River fließt entlang unserer Fahrstrecke. Auf der Campingwiese tummeln sich Murmeltiere. Am Straßenrand stehen immer wieder Hirsche. Weiter geht es zur Fähre an der Shelter Bay. Wir setzen über den Upper Arrow Lake. Überfahrt ist kostenlos; auf der Fähre sind Holztransporter, ebenso RVs und PKWs. Über einen freundlichen Hund auf einem Pick-up kommen wir mit dessen Herrchen ins Gespräch. Er baut Motorräder und fährt mit Kumpels in 22 Std. von Toronto nach Daytona Beach. Auf der anderen Seite fahren wir noch bis zu den Halycon Hot Springs. Anschauen und Umkehren. Zu viel Trubel und nicht so ungemein interessant. Wir machen Rast am Straßenrand und braten Bacon, Spiegelei und Bratkartoffeln. Wieder auf der Fähre bei Galena Bay, raues Wetter. Bis Ravelstoke folgen wir einem Langholz Transporter, der mit Tempo 110km über den gesamten Weg die Fahrzeuge der Fähre anführt. Ein Abstecher führt uns noch zum Ravelstoke Damm. Dort ist aber noch alles geschlossen. Trotzdem: der Damm ist gewaltig und sehenswert. Zurück ins Städtchen, kleiner Bummel, Supermarkt und schließlich Essen in einem indisch-deutschen Restaurant. Die Küchenchefin hat in Österreich gelernt. Wieder auf dem CG hilft uns ein Ire beim Abwasser und wieder gibt es ein nettes Gespräch bei Bier und Lagerfeuer.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 165 km, gesamt 901 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;23.05.13 - 5. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir starten um 08:50 Uhr von Ravelstoke auf TCH Richtung Osten. Es regnet Bindfäden und mit der Höhe geht der Regen in Schnee über bei Rogers Pass (1327m). Eine Wasserwand überrascht uns beim Überholen eines Trucks mit einem weiteren im Gegenverkehr. Am Pass wechselt die Zeitzone auf Mountain time. Es geht weiter über Golden und über die neue Brücke, durch eine in den Felsen gesprengte Lücke. Dann Fields mit den Spiral-Gleisen für die Eisenbahn, die zur Verringerung der Steigung passiert werden. Zum Glück ist die Wegführung an einer Tafel erklärt. Bei Lake Louise geht es auf den Icefields Parkway (# 93). Wetter leider neblig, nass und windig. Bow Lake: wir glauben an mangelnde Sicht, aber plötzlich links von uns der komplette vereiste See. Spektakulär! Leider im Hintergrund nur Fuß der Berge. Trotz vieler Hinweise auf Dickhornschafe, Wapitis und Bergziegen weit und breit kein Tier. Am TCH sahen wir von weitem einen Elch. Wir erreichen das Columbia Icefield Center am Athabasca Gletscher. Das riesige Eisfeld reicht heute noch bis fast an die Straße. Wieder tummeln sich kleinen Murmeltiere dort. Man kann mit Spezialfahrzeugen auf den Gletscher. Auf unserem weiteren Weg bessert sich das Wetter und gibt mehr Sicht auf die Rockys frei. Von Gletschern gestaltete Landschaften begleiten die Straße durch das gewaltige Tal. Endlich auch mal ein Cariboo am Straßenrand. Entlang des Icefield Parkway entwickeln die Espen - Aspen ihr junges Grün. Wir erreichen schließlich kurz vor Jasper den Whistlers CG mit 781 Plätzen mitten im Wald. Es gibt bei der Einfahrt die strikte Anweisung nicht in der Dunkelheit draußen zu sein. Vor Bären, Pumas und evtl. angriffslustigen Wapitis wird gewarnt. Wir bereiten unser Abendessen und planen unsere nächste Etappe.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 468 km, gesamt 1367 km - Ankunft nach 8 Stunden, Fahrzeit ca. 5 h.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;24.05.13 - 6. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Spaziergang entlang des Trails quer durch den CG fahren wir nach Jasper hinein und erkunden bei Regen das übersichtliche Städtchen. Kleiner Einkauf in einem Andenken-und Gemstone- Shop; im Internetcafe Wetterbericht geprüft - es bleibt wechselhaft. Dann geht es auf die # 16 West über den Yellowhead Pass und durch den Mount Robson Park nach Süden weiter auf der # 5 durch Valemont - unspektakulär. In Clearwater zur dortigen Rushhour im Supermarkt günstig eingekauft. In Little Fort ist der Abzweig auf die # 24 leicht zu übersehen. Die # 24 bietet eine malerische Strecke auf das Hochplateau am Lac de Roche mit großartigem Blick über den See. Ab Lone Butt beginnt die Suche nach unserem heutigem Campground Emerald Bay. Ab der # 24 auf schmalen Straßen mit Farmen und Cattlegrids 17 km. Einmal falsch abgebogen und 8 km auf Schotterstraße fahren geübt. Schließlich an der North Green Lake Road den praktisch leeren CG gefunden. Stellplatz mit Seezugang und Besuch von Charly Dog, der zur Little Horse Lodge gehört und gerne stromert (so sagt es das Schildchen an seinem Halsband). Diese Route empfiehlt sich Richtung Süden! Pizza gegessen, dazu Cariboo Honey Lager - ein leckeres Bier. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 472 km - insgesamt 1.839 km Fahrzeit 12:15 - 19:50&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;25.05.13 - 7. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht hat es durchgehend geregnet. Pünktlich zu unserem Gang zur Little Horse Lodge hört der Regen auf. Sehr sympatische Lodge - geführt von deutscher Familie, gemütlich eingerichtet. Und meine favorisierte Ranch Siwash Lake ist nur 15 min entfernt! Trotzdem können wir dort leider keinen Besuch abstatten, weil sie noch geschlossen haben und die Zufahrt zur Ranch durch den Regen mit dem RV nicht befahrbar ist. Sehr schade! (Dank WiFi in der Lodge bekamen wir diese Info noch rechtzeitig). Also genießen wir eine heiße Zimtschnecke und reichlich Kaffee. Charly Dog begleitet uns zurück zum CG und zeigt uns einen urigen Weg durch den Wald und am See entlang. Der kluge Hund weiß offenbar genau, wo wir 2 hingehören. Abfahrt um 12:15 Uhr bis zum 70 Mile House - urige Tankstelle, weiter Richtung Clinton auf # 97 bis kurz vor Cache Creek, dann auf # 99 Richtung Lillooet. Spektakuläre Hochebene, ab Pavillon tiefer Einschnitt des Fraser River, sonniges Wetter, überall Sage-Büsche links und rechts der Straße. Nach Lillooet Blicke auf die Coast Mountains. Hier muss man View Points anfahren!! Die überall gepriesene Deutsche Bäckerei in Lillooet hat nur Di - Fr geöffnet! Von Lillooet bis Pamberton Serpentinen und bis 13 % Gefälle (unbedingt Motorbremse). Diese Strecke ist traumhaft schön! Holzbrücken, steile Flusstäler, Ausblick auf Mount Currie u.a. schneebedeckte Berge. Nach Pemberton biegen wie heute in den Nairn Falls Provincial Park CG ein. Mitten im Wald mit Schwarzbären Warnung. Wieder ein toller Platz.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 148 km - insgesamt 2.123 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;26.05.2013 - 8.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Start um 8.10 Uhr nur mit 1 Tasse Kaffee. Hinter Whistler Stopp an den Brandywine Falls um 10:15 Uhr. Brunch mit Bohnen, Eiern, Speck und Bratkartoffeln in der Sonne mit Blue-Jay (Blauhäher)-Besuch. Dann Wanderweg zu den Falls und weiter zur Bungee Bridge - 2,8 km. Malerischer Trail hinauf in die Berge. Auf der Brücke mutige Springer. Rückweg und Abfahrt um 12:50 Uhr (1. Etappe = 46,6 km). Weiter auf # 99 Sea-to-Sky Highway durch Squamish-Land bis Horseshoe Bay. Ankunft bei 138km um 14:10 Uhr. 1Std. Wartezeit. Abfahrt der Ferry um 15:15 Uhr. Überfahrt dauert 1:20 Std., Ankunft in Departure Bay Nanaimo. Auf der Route zum Stoltz Pool Campground am Lake Cowichan, unsrem 1. Ziel auf Vancouver Island, machen wir einen Stopp in Chemainus, dem Ort, der berühmt ist für seine Wandmalereien. In einem Family Restaurant essen wir Fish &amp; Chips - sehr zu empfehlen. Bis zum CG sind es insgesamt 76 km. Der Stoltz Pool CG liegt mitten im Regenwald. Der macht seinem Namen alle Ehre. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 214 km - insgesamt 2.337 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;27.05.13 - 9.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Spät aufgestanden, Spaziergang durch den Zauberwald auf dem Stoltz Trail. Start Richtung Victoria mit kleinem Umweg auf Nebenstrassen um den See und zufällig in Duncan herausgekommen. Die Strecke hat keinerlei Hinweisschilder, nur Straßennamensschilder. Nun auf # 1 nach Victoria und zum Inner Harbour. Wohin mit dem RV? Wir parken an der Ferry nach USA, max. 2 Std. Bei Prince of Whales reservieren wir für morgen 12:00 Uhr 2 Plätze im Zodiac. Pro Person 116 $. Sind wir gesund, schwanger oder Wirbelsäulenprobleme? Warm anziehen!! Die Tourist Info gibt uns Tipps fürs Parken morgen. Bummel durch Downtown, ein bisschen Shopping, eine heiße Suppe mit WiFi und Aufbruch über Kilometer 0 der TCH zur # 14 Richtung Sooke zum French Beach CG am Juan de Fuca Strait. Wir sind wieder im Regenwald mit direktem Zugang zum Pacific Rim. Außerhalb vom Park gibt es eine Sanistation (5$) zu zahlen am Automaten mit Münzen. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagessetappe 160 km - insgesamt 2.497 km Fahrzeit von Victoria Mitte bis zum CG ca. 2 Std.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;28.05.13 - 10. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir starten um 8:20 Uhr Richtung Victoria und sind gespannt auf unsere Whale watching Tour mit dem Zodiac. Unsere Parkplatzsuche gestaltet sich einfach - gerade runter auf der # 1 bis zum Pier. Dort gibt es kostenlose Parkplätze wenn man rechts in Richtung Ogden Point fährt, wo die Kreuzfahrtschiffe anlegen. Also die #1 bis um Ende, dann rechts in die Dallas Street, dort direkt am Meer. Zu Fuß dann die Menzies oder Government Street direkt bis Inner Harbour, ca 20 min. Wir werden bei Prince of Whales mit orangeroten Astronautenanzügen mit integrierter Schwimmweste, mit Mütze, Handschuhen und Schutzbrille ausgestattet und bekommen vom Skipper &quot;Rick&quot; noch ein paar Sicherheitshinweise. Dann geht es aus dem Hafen raus zwischen die Inseln auf Walsuche. Rick bekommt laufend Infos, wo Wale sich bewegen, aber leider nicht auf unserer Route. Wir sehen zwei Mink Wale auftauchen und ein paar spielende Delfine. Aber die Tour mit dem Zodiac macht einfach Spaß. Auf den vorderen Plätzen ist es sehr unruhig, das Boot springt hart über die Wellen. Nach fast 3,5 Stunden laufen wir wieder im Hafen ein und weil wir praktisch keine Wale gesehen haben, haben wir eine Freifahrt jederzeit auf einem der größeren Boote. Zu Fuß gehen wir bis zur Fisherman&#039;s Wharf mit malerischen Hausbooten, zwei gefräßigen Robben, die sich gerne mit frischem Fisch füttern lassen und kleinen Ständen mit Fischgerichten. Wir stärken uns mit Fischsuppe und schlendern den Kai entlang zurück zum Camper. Auf der # 17 Richtung Sidney und Swartz Bay suchen wir den Gulf Islands National Park CG, weil wir den anfahren wollen bevor wir nach Vancouver zurückkehren. Von der # 17 Abfahrt McDonald Parkroad (Exit 31) ist das Hinweisschild zum Park rechts leicht zu Übersehen. Vom Exit bis zum Parkeingang sind es nur ca. 350m. Er ist idealer Ausgangspunkt, wenn man von hier die Fähre nach Tsawwassen nehmen will und liegt dazu noch schön im Wald (kostet nur 13,50 $). Unser Weg zurück mit Ziel CG Bamberton Provincial Park geht statt über den Highway 17 über eine schöne Nebenstrecke über West Squamish Road und Interurban zur Wilkinson Rd, die uns wieder auf die # 1 bringt. Wenn man die Abfahrt Mill Bay Road zum CG von Süden her ansteuert, überquert man nur einfach die Kreuzung und ist direkt an der Parkzufahrt. Wir sind hier links abgebogen, weil wir das Parkschild nicht sahen und kamen dafür nach ca 7,5 km noch zu einem sehr umfangreichen Einkaufszentrum. Zurück im Park den Trail zum Strand genommen (führt steil durch den Wald) dort noch nettes Gespräch mit dt. Einwanderin aus Köln geführt und den Robben beim Spielen zugesehen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 179 km - insgesamt 2.676 km Ankunft in CG 20:00 Uhr&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;29.05.13 - 11. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Start ab Bamberton um 9:15 Uhr. Über # 1 bis # 19 und von Coombs auf die # 4. Erster Halt an Qualicum Falls um 11:05 - 12:10 zu Lower und Upper Falls. Weiter nach McMillan (Cathedral Grove) , wo Rotzedern und Douglasien seit 300 - 800 Jahren den letzten ursprünglichen Wald repräsentieren. Dort wieder 1 Stunde Spaziergang. Dann weiter Richtung Tofino mit einer kurzen Ruhepause. Die Müdigkeit hat uns überfallen und wie legen ein Schläfchen ein. Die letzte Etappe bis Ucuelet ist schmal und kurvenreich, es geht wieder in bergige Regionen und dichter Wald begleitet uns. Ab dem Abzweig nach Tofino ist alles wieder flach. Der CG Green Point im Pacific Rim National Park liegt direkt am Meer und trotzdem mitten im Regenwald. Nachdem wir in Tofino bei Jamies für morgen 11 Uhr unsere Bärentour gebucht haben und einen kleinen Gang durch das verschlafene Städtchen gemacht haben, geht es zurück zum CG wo wir unser Abendessen mit Sacchettini, Newman&#039;s Own Tomatensoße und Salat draußen verzehren bei unserem letzten Glas Rotwein. Zuvor gab es noch einen Spaziergang zum &quot;breiten Strand&quot; bei Ebbe und hoher Wellenwarnung. Den Stand der Ebbe hatten wir aus der Gezeitentabelle bei Bamberton abgelesen. An der Straße begleiteten uns Schilder mit Tsunami Evakuierungsrouten. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 313 km = Fahrzeit 4,25 Std - Gesamt 2.988 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;30.05.13 12. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute warten die Bären auf uns! Nach üppigem Frühstück mit Eiern, Speck, Bohnen und Süßkartoffeln brechen wir auf zu Jamies. In einem Jetboot geht es hinaus zwischen die Inseln und nach schneller Fahrt wird auch schon der erste Bär gesichtet. Es folgt eine Bärenmutter mit zwei kleinen Jungen von ca 4 Monaten, die sich bei Annäherung des Bootes schnell trollen. Später sehen wir noch eine Bärin mit 3 Jährlingen. Das Boot bringt uns immer sehr nah ans Ufer und die Bären lassen sich nicht stören. Fleißig drehen sie Steine um und knacken die Muscheln, die sie dort finden. Zwei Weißkopf Seeadler kreisen über uns und auf kleinen Inseln räkeln sich Robben (rock sausages - weil sie für Orcas eine leichte und fette Beute sind). Wir sehen insgesamt mehr als 10 Schwarzbären. Die Tour war toll und zur Belohnung gibt es danach eine Chowder mit Prawns am Imbiss von &quot;Big Daddy&quot;. Ein kleiner Abstecher führt uns noch nach Uculet, bevor wir zurück über die Passstraße bis zum Upper Strout Lake Provincial Park fahren. Auch dieser CG liegt schön im Wald. Heute will unser feucht gewordenes Feuerholz nicht brennen und wir haben viel zu Lachen und Luft zu fächeln bis endlich die Flammen lodern. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 157km - gesamt 3.145 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;31.05.13 13. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Unser letzter voller Tag mit unserem Camper bricht an. Es geht nun zurück auf der #4 / # 4a bis Coombs und auf der # 19 vorbei an Nanaimo und auf dem TCH bis Chemainos. Noch einmal Fisch &amp; Chips und für jeden ein Stück Kuchen - homemade- to go. Dann fahren wir auf Nebenstraßen bis Duncan und gehen dort den Totempfad ab. Im Gold Stream Park be - / suchen wir die Niagara Fälle. Wenig Wasser, aber immerhin fast so hoch wie ebendiese. Auf der Suche nach Nebenstraßen Richtung Sidney (nein wir sind nicht in Australien) umfahren wir den Feierabend - und Vatertagswochenendverkehr. Noch einmal durch &quot;englische Landschaften&quot; bis zur Lands End Road. Am Ferry Terminal an der Swartz Bay schauen wir uns die Gegebenheiten an und befragen die Parkplatzwächterin, was eine sinnvolle Ankunftszeit für die 8:00 Uhr Fähre ist. Schließlich geht es zu unserem letzten CG McDonald Provincial Park. Letztes Lagerfeuer und Kofferpacken. Wecker steht auf 6 Uhr.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 248 km - gesamt 3.393 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;01.06.13 - 14.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Start um 6:40 Uhr vom CG mit nur einem Kaffee!! Und schon wenige Minuten später 6:50 Uhr sind wir auf der 7 Uhr Fähre, die laut Internet heute nicht fahren sollte. Wunderschöne Überfahrt zwischen den Inseln, das Mobiltelefon wählt sich zwischendurch in das Netz der USA ein. Die Durchfahrt zwischen den letzten beiden Inseln bevor offenes Meer kommt, ist so schmal und unübersichtlich, dass sich die Fähren per Signalhorn verständigen müssen. Die Fahrt von Tsawwassen nach Delta ist schnell und unkompliziert. Den Abschied von unserem Camper zögern wir bei McDonald bei einem McMuffin noch einige Minuten hinaus ---- so viele Kilometer hat er uns treu und brav gefahren.......&lt;br /&gt;Dadurch, dass wir so früh 9:15 Uhr bei Frazerway ankommen, ist die Übergabe und Endabnahme vor dem Rush schnell erledigt. Abschied nehmen. Zum Glück freuen wir uns noch auf einige Tage Vancouver City Downtown in Davie Village.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was für ein Erlebnis! Einfach großartig - British Columbia hat 2 neue Fans, auch wenn es sicher schon sehr viele davon gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Dank geht an Canada&#039;s West und SK-Touristik, die für uns diese Reise ermöglicht und uns bei der Organisation unterstützt haben.&lt;/p&gt;</description>
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                <title>Quer durch Kanada im Wohnmobil 0,00 €</title>
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                <pubDate>Thu, 19 Jul 2018 03:00:51 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/sk-2441230_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kanada September 2014&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Von Ost bis West&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von SK-Kunde Christian Hans Schwarz&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Dieser Reisebericht soll einfach einen kleinen Einblick in meine Reiseerfahrung von Kanada geben. Ich habe die Touren natürlich etwas genauer beschrieben, so dass ih euch auch etwas daran orientieren könnt, falls ihr die Tour auch machen möchtet.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Vor allem will ich mit der kurzweiligen und amüsanten Beschreibung eine andere Art von Reiseführer machen, die einfach Spaß machen soll zu lesen - bei der du aber auch nicht alles so ganz genau nehmen darfst. Es gibt sicherlich Dinge, die ich gar nicht beschrieben, einfach übergangen oder andere Details mehrfach wiederholt habe. &lt;br&gt;Vor allem aber dient dieser nachfolgende Bericht der Unterhaltung. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kurzbeschreibung:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Also wirklich gut vorbereitet bin ich nicht - damit ihr überhaupt wisst, um was es geht, hier ein kurzer Überblick, was geplant ist:&lt;br&gt;Da mein Bruder in den nächsten Tagen in Ottawa/Kanada heiratet - werde ich die Reise über das große Wasser wagen, damit ich bei diesem Ereignis dabei bin. &lt;br&gt;Allerdings möchte ich auch die Möglichkeit nutzen und für 14 Tage die Rockies besuchen, um einige Tagestouren dort zu machen.&lt;br&gt;Sicherlich merkt Ihr, dass ich nicht zum Autor geboren bin -&lt;br&gt;verzeiht mir bitte meine grammatikalischen Würfelleien und Schreibfehler.&lt;br&gt;In der ersten Woche war ich bei der Hochzeit von meinem Bruder in Ottawa.&lt;br&gt;Also sind die ersten 5 Tage eher privat und eventuell nicht so interessant.&lt;br&gt;Wenn ihr allerdings wissen möchtet wo man gut Essen gehen kann in Ottawa,&lt;br&gt;ein bisschen was über die Stadt erfahren wollt und sehen möchtet, wo man in den Hills auch Hochzeit machen kann, darf man diesen Teil natürlich sehr gerne lesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ab Tag 6 beginnt dann die neue Reiseberichtnummerierung mit 1/6 etc. und die eigentliche Reise durch die Rockies. Ich war nur in einer kleinen Region der Rockies also &amp;quot;Kananaski Country&amp;quot; - &amp;quot;Banff National Park&amp;quot; und &amp;quot;Jasper Nationalpark&amp;quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Über die anderen Parks werde ich auch gerne berichten, falls ich sie einmal bereisen sollte. So jetzt aber viel Spaß beim Lesen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 1&lt;/strong&gt;: &lt;em&gt;Von Stuttgart nach Ottawa&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist 7 Uhr morgens, ich stehe am Bahnsteig und warte auf den Zug.&lt;br&gt;Der Koffer stand schon seit Dienstag fertig gepackt im Ankleidezimmer .Nun ist es endlich soweit. Eine Stunde früher als geplant fahre ich los.&lt;br&gt;Die S-Bahn rollt an, und ich verabschiede mich von meiner derzeitigen Wahlheimat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Stuttgart angekommen, muss ich erst einmal über die Baustelle von Stuttgart 21 laufen, um zu den Bahngleisen zu gelangen. Es hat sich aber schon viel getan.&lt;br&gt;Ich nehme einen Zug früher als geplant, muss zwar umsteigen, aber was soll es - jetzt soll es endlich losgehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Wartezeit verbringe ich damit, meine letzten Euros auszugeben und mir 3 Donuts und ein Baguette bei Lé Crobac zu holen. Die Donuts in die Tasche, das Baguette in den Magen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist viel los auf den Bahnsteigen, ebenso wie im ICE nach Mannheim.&lt;br&gt;Ich mach es mir im Bistro gemütlich und trink ein überteuertes schlecht schmeckendes Gebräu was sich Kaffee schimpft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Durchsage: &amp;quot;Wir haben 10 min. Verspätung, es ist nicht gewährleistet, dass Sie Ihre Anschlusszüge bekommen&amp;quot; - aus den 10 min. Verspätung wurden 12min. Laut Fahrplan hätte&lt;br&gt;ich 6 min Zeit gehabt, um in Mannheim am gegenüberliegenden Gleis in den ICE nach Frankfurt einzusteigen. - Na toll, dachte ich mir, fängt ja gut an -&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber, auf die Bahn ist eben verlass - Da der andere Zug auch 8 min Verspätung hatte ging alles wie am Schnürchen. Man kann sich halt darauf verlassen, die Bahn kommt immer zu spät.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Flughafen in Frankfurt angekommen, wurde mir durch das freundliche Personal schnell geholfen, Check-In Schalter gefunden, Koffer aufgegeben trotz 2,5 kg Übergewicht, super freundliche Dame, die mich da bedient hat...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;...und ab durch den Zoll - die wollten nix von mir, ich hatte auch nix dabei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer schlechten Currywurst ging es dann in den Flieger.&lt;br&gt;Über den Flug gibt&#039;s nicht viel zu sagen - war lang, zwei mittelmäßige Filme angeguckt&lt;br&gt;und schlecht gegessen - aber man drückt es teilweise halt rein - hat man ja bezahlt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Ottawa angekommen, holte uns mein Bruder mit seiner neuen Frau am Autoverleih im Flughafen ab. Er hat uns- meinen Eltern und mir - ein wirklich zauberhaftes Appartement besorgt und ein tolles Auto.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;An den Verkehr muss man sich erst einmal gewöhnen. Die Ampeln sind auf der gegenüberliegenden Straßenseite bzw. Kreuzung - Mit dem Schilderwald komme ich auch noch nicht ganz klar, aber ich denke, dass das sich in den nächsten Tagen auch klären wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer Mini-schnell-durch-das-Viertel-Schlender-Tour - haben wir in einem Irish Pub zu Abend gegessen - danach gab es noch eine Lightshow am Parlament. &lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;br&gt;&lt;strong&gt;Tag 2:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Ottawa - Eine junge Stadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also von heute kann ich euch nicht viel berichten - da einfach nicht viel passiert ist.&lt;br&gt;Die meiste Zeit des Tages habe ich damit verbracht, im Auto zu sitzen und durch Ottawa zu fahren ohne Navi. - Unmöglich ...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir waren um 9.00 Uhr verabredet zum Breakfast im Farmhouse mit Rachel und meinem Bruder (dem Brautpaar) - aber hier laufen die Uhren etwas langsamer und das Farmhouse machte erst um 10.00 Uhr auf. No problem - ein paar Meter über die Bank Street geschlendert, stehen wir vor einer Art Starbucks, allerdings mit Kaffee aus eigener Röstung - war ganz gut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danach ging es zurück zum Farmhouse in Ottawa in der Bankstreet - ja das Essen war ganz okay  - aber ich hab irgendwie die Pancakes mit Ahornsirup vermisst - hab ich irgendwie noch nirgends hier in Canada gefunden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Frühstück ... es ist inzwischen 15:30 Uhr - gehen wir wieder zu unserer Unterkunft. Eine Stunde später besuche ich meinen Bruder in seinem Haus und schaue mir sein neues Heim an.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Über den Rest reden wir am besten nicht - &lt;br&gt;Ich habe versucht ohne Navi (es ist in Canada sehr schwierig günstig an Internet zu kommen) vom Haus meines Bruders zu unserem Appartement zu finden. Dabei musste ich eine Zwangsrundfahrt durch Ottawa machen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Tour führte mich auch über den Brewed Marked , den wir später noch besuchen werden. Sieht aus wie unsere Stuttgarter Königstrasse - viele Einkaufsgeschäfte, Bars und Restaurant nebeneinander.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einem kleinen Drink ging es wieder zurück zum Appartement und danach in das wohl schlechteste Restaurant in Ottawa. Meine Eltern wollten zum Abendessen zum Thailänder gehen - da dieser direkt in der Nähe von unserem Appartement lag.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Äußere Erscheinung:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Das Restaurant liegt an einer Ecke und ist von zwei Seiten zu sehen. Die Scheiben sind mit schlechten Bildern vom Essen zugeklebt und andere unsinnige Werbung klebt von außen an dem Restaurant. Eigentlich schon ein Grund in Europa den Laden nicht zu betreten.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Innen:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Tische sehen für einen günstigen Vietnamesen typisch aus. Die üblichen Saucen in bekannter Asia-Manier stehen auf dem Tisch. &lt;br&gt;Ein asiatischer junge ca. 12 Jahre alt bedient uns, sonst ist niemand im Laden zu sehen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Karte:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Karte sieht aus wie der Laden von außen. &lt;br&gt;Zugepflastert mit schlechten Bildern&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Essen: &lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Dafür gibt es zwei punkte - optisch sieht es gut aus ... &lt;br&gt;Geschmacklich: ich hab immer noch so einen bitteren Nachgeschmack im Mund ...&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 3: &lt;/strong&gt;&lt;em&gt;Ottawa - Kennenlernen der Familie&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute ist der Tag, an dem wir die Familie meiner Schwägerin kennenlernen.&lt;br&gt;Wir sind zum Essen eingeladen in ein arabisches Restaurant.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unterwegs begegne ich immer wieder diese typischen nordamerikanischen Trucks.&lt;br&gt;Sie sind optisch etwas kleiner als z.B. ein Mercedes-Actros, aber dafür doppelt so laut und sehen sehr imposant aus. Immer wieder findet man auch Kirchen an den Straßen, die aussehen als hätte man sie gerade erst gebaut. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Restaurant angekommen schaue ich mich erst einmal um - direkt gegenüber gibt es einen kleinen Sushi Laden - macht einen ganz passablen Eindruck und so ist es auch.&lt;br&gt;- der Tag scheint gerettet nach zwei Lachs Sushi und 6 Avocado Maki.&lt;br&gt;Jetzt komme was wolle. Bericht nachzulesen auf Yelp.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Mittagessen zieht sich bis spät in den frühen Abend. &lt;br&gt;Trotzdem beschließe ich spät am Abend noch nach einem kleinen kulinarischen Highlight in der Stadt zu suchen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;... keine 300m von unserem Appartement entfernt, finde ich das womöglich beste Restaurant der Stadt. Dieser Ausflug soll sich mehr als gelohnt haben. Sicherlich ist es nicht billig, aber was kann man von &amp;quot;billig&amp;quot; schon erwarten.&lt;br&gt;Es war einfach phänomenal - so stelle ich mir ein Bar/Restaurant in Canada oder auch in Irland/Wales etc. vor&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Hier stimmte einfach alles&lt;/em&gt; - &lt;br&gt;Nur eine kleine Nische in der Häuserfront an der großen Bankstreet ist das Walesbone.&lt;br&gt;Es ist etwas dunkel so wie viele Pubs - es ist voll und laut. Die meisten Besucher dieses Lokals sind mittleren Alters, aber auch ein paar junge Einheimische sitzen an der Bar.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier wird Musik zwar nicht von Hand gemacht, aber der Barkeeper der gleichzeitig auch Austernöffner und Chef in einer Person ist legt hier die Platten noch eigenhändig auf.&lt;br&gt;Ein alter Schallplattenspieler steht auf der Rückseite des Tresens und darüber  ein Regal mit unsortierten meist alten Vinylplatten. Immer wieder stöbert der Barkeeper durch die Sammlung und sucht nach dem nächsten musikalischen Highlight an diesem Abend.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vorspeise:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Fischsuppe - sensationell !! Mehr kann ich nicht sagen.&lt;/em&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Hauptgang:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Kanadische Austern.... viel besser als die französischen.&lt;/em&gt;&lt;br&gt;Der Ausflug hat sich gelohnt - da gibt man mal gerne 80$ aus.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 4:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Hochzeit - Le Belvedere - Ottawa&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja - der große Tag der Hochzeit ist gekommen.&lt;br&gt;So gegen 7:00 Uhr fahre ich durch die Stadt, um zum Weddinghotel zu kommen.&lt;br&gt;Es ist ruhig, die Stadt schläft noch. Aus dem Fluss steigen Nebelschwaden, die leicht über das Wasser gleiten. Die Sonne wirft ihre ersten Strahlen über das Parlament und Downtown - ein toller Anblick! &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kurze Zeit später befinde ich mich im Hinterland. Es geht Richtung Westen in die Hills.&lt;br&gt;Zum ersten Mal sehe ich die viel bewunderte Natur von Kanada. Sicherlich ist es nur ein kleiner Teil, aber es ist ein wunderschöner.&lt;br&gt;Jetzt  verstehe ich auch, was mit weitem Land gemeint ist. Im Prinzip sieht es aus wie bei uns im Nordschwarzwald. Viele Hügel, Laubbäume, Tannen und alles ist tiefgrün - nur alles in Maxiausgabe.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Man könnte hier länger als eine Minute eine Kamerafahrt über das Panorama machen und immer noch keinen Telefonmasten, Straße oder Ähnliches sehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach ca. 20 min verlasse ich den Highway. Dazu man muss sagen, dass die Straßen hier nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen sind, sondern eher mit denen in Süditalien oder in Randgebieten von Spanien.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es geht jetzt auf einer kleineren Landstraße etwas kurvenreicher durch die Hügel im Vorland von Ottawa. Auf beiden Seiten sieht man immer wieder kleine zu gewucherte Seen und Tümpel, man fühlt sich schon fast  wie in der Wildnis angekommen.&lt;br&gt;Die Nebelschwaden liegen über den Bäumen und ziehen langsam der immer stärker scheinenden Sonne entgegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die letzten Meter zum &amp;quot;Le Belvedere&amp;quot; gehen auf einem matschigen Pfad relativ steil den Berg hinauf. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oben angekommen erscheint ein wundervoller Ausblick&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 5:&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Der Tag nach der Hochzeit&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute ist nicht viel geplant - einfach noch den Tag von gestern verdauen.&lt;br&gt;Ich mache mich morgens auf, um meinen Eltern Croissants zu besorgen - die ganze Aktion gestaltete sich allerdings schwieriger, hier versteht man unter &amp;quot;Bakery&amp;quot; eher ein Süßwarenladen als eine Bäckerei mit Brot.&lt;br&gt;Ich nutze die Gunst der Stunde und besuche eine Kaffeerösterei.&lt;br&gt;Wirklich leckerer Kaffee.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachdem ich beim Supermarkt ein paar Brötchen besorgt hatte, schlenderte ich wieder zurück zum Appartement. Wir frühstückten auf der Terrasse und schauten uns später dann einen See in der Nähe an.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz in der Nähe war auch Little Italy - eine Straße mit italienisch klingenden Namen und selbstgemachtem Eis. Allerdings zählen hier Türken und Griechen auch zu &amp;quot;Little Italy&amp;quot;.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 1/6&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Aufbruch nach Calgary&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieser Tag ist der 6. Tag von meiner Kanada-Reise aber eigentlich der 1. Tag von der Reise in den Rockies.&lt;br&gt;Nun soll es also beginnen, das Abenteuer (der Trip den viele gerne machen würden,  ganz alleine durch das Gebirge der Rockies fahren und wandern - oder auch nicht).&lt;br&gt;Egal wem ich heute begegnen werde, alle schauen mich mit erstaunendem Blick an und fragen, ob ich wirklich alleine durch die Rockies fahren und wandern will. - Dazu später mehr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Koffer sind gepackt und der Rucksack wartet nur darauf, dass er auf den Schultern getragen werden darf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Viel zu früh treffen wir am Flughafen ein. Der Flughafen von Ottawa ist ziemlich klein, aber modern und schnuckelig - man kann alles überblicken und sich auch nicht verlaufen.  Beim Check-In geht hier alles per Touchscreen vollautomatisch. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man muss halt seinen Reisepass dabei haben und einlegen, die Flugnummer wissen&lt;br&gt;und schon kann man sich selber einchecken - tolle Sache. Meine 2,5 kg Übergepäck wurden zum Glück toleriert - Danke AIR CANADA - Ein Blick auf die Abflugtafel, was fällt auf - wo soll es wohl hingehen?&lt;br&gt;&lt;br&gt;Klar - natürlich an den einen Ort, wo es keine +Grade haben soll nach Calgary - der Olympiastadt. Aber was soll es, ich bin es ja gewöhnt aus der Schweiz vom Wintercamping. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Calgary nach 4 Stunden Flug angekommen, muss ich erst einmal die Uhr um zwei Stunden zurückstellen. Der Check-out ist etwas ungewöhnlich. Ich steige aus der Maschine aus und stehe plötzlich zwischen den wartenden Menschen, die in den nächsten Flieger oder sogar in den gleichen wollen, mit dem ich gerade gelandet bin. &lt;br&gt;Bei der Landung und der langen Rollphase am Boden hab ich schon bemerkt, hier in Calgary ist ein sehr großer Flughafen, also hatte ich natürlich auch ein wenig die Befürchtung, dass ich mich verlaufen könnte.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Wartehalle angekommen, suche ich die Kofferausgabe. Plötzlich steht ein Cowgirl mit Lederhose, Bluse und einem weißen Cowboyhut vor mir und winkt uns in eine Richtung. Mir fällt das Koffersymbol an den Richtungsschildern auf ,und so finde ich das Gepäckband in der Ankunftshalle - überall Frauen und Männer vom Flughafenpersonal in dieser typisch canadischen Cowboykluft  -  sieht toll aus, irgendwie fühle ich mich jetzt angekommen-&lt;br&gt;Koffer geschnappt und mit dem Shuttle, der schon auf mich gewartet hat, zum Hotel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Leckeres Abendessen im Mexican Grill - vermutlich das letztemal in dieser Woche, dass ich mir ein Restaurantessen gönne.  Danach ab ins Hotel und sich auf morgen freuen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 2/7&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Calgary -&amp;gt; Kananaski Mountains -&amp;gt; ca 130 km (Elkbow Lake)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Über Nacht fegte ein Schneesturm über Calgary. Alle Ampeln sind ausgefallen und viele Telefonleitungen. Es hat in der Stadt ca. 5cm Neuschnee gegeben.&lt;br&gt;Früh am Morgen im Hotel warte nicht nur ich auf den Shuttlebus von Fraserway.&lt;br&gt;Doch nach einer kleinen Verspätung auf Grund der winterlichen Zustände geht es endlich los.&lt;br&gt;Die Übergabe läuft relativ zügig und ich kann mein Minicamper in Beschlag nehmen.&lt;br&gt;Er ist wirklich klein. Wie sollen da zwei Personen genügend Platz haben? Ich bekomme gerade all meine Sachen unter. - Aber ich bin zuversichtlich, da er sehr wendig ist und ich vermutlich überall damit parken kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mittags geht es los zum Supermarkt, um Proviant einzukaufen.&lt;br&gt;Ich habe mich auf die nötigsten Lebensmittel beschränkt: Kaffee, Wasser, Salat, Fleisch, ein paar Chips- mal sehen wie weit ich damit komme - nach der Rechnung von 180$ müsste ich ja eine Woche gut davon leben können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Supermarkt fahre ich auf der Landstraße 567 in Richtung Highway 1A.&lt;br&gt;Ein weites und offenes Land erschließt sich mir. Kaum habe ich die Stadt hinter mir gelassen, fühlt man sich ganz alleine -nur eine endlose Straße vor einem.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer Weile mache ich auch schon die erste Begegnung mit einem Tier.&lt;br&gt; Ein Eichhörnchen hoppelt über die Straße  - kenne ich ja schon aus Ottawa. Nichts besonderes, trotzdem lustig. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Strasse 567 wird nun zur 772. Ich muss ein paar Umleitungen aufgrund von Bauarbeiten fahren, stört mich aber nicht, hab ja mein Google GPS das zum Glück funktioniert, weil ich die Karte noch schnell im Hotel geladen habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als ich über eine Anhöhe fahre, sehe ich wie keine 200m vor mir ein sehr großer Fuchs von Rechts nach Links die Straße überquert. Oder war es ein Kojote? - ich weiß es bis heute nicht. Leider war ich zu langsam und konnte den Augenblick nicht festhalten. Ich fahre dann langsam weiter auf der 1A ins Gebirge durch ein beeindruckendes Seengebiet welches zum Nakoda-First Nations-Reservat gehört.&lt;br&gt;Mitten im Niemandsland läuft in der Ferne ein Mensch auf der Straße.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich halte an und nehme ihn ein Stück der Reise mit - es stellt sich heraus, dass er ein Nakoda-Indianer ist und hier in der Nähe gerade ein Hollywoodfilm gedreht wird. &lt;br&gt;Er gehöre zur Crew und sein Auto sei stecken geblieben.&lt;br&gt;Nachdem ich ihn abgesetzt habe, befinde ich mich mitten in einem Waldgebiet.&lt;br&gt;Plötzlich stehen Kühe auf der Straße vor mir - hier muss man wohl wirklich mit allem rechnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf dem Highway1 angekommen, fahre ich wieder ein Stück zurück in Richtung Calgary, biege aber gleich die nächste Abfahrt rechts ab Richtung Kananasky Country. &lt;br&gt;An der Ausfahrt ist das Casino der Nakoda First Nations und auch die Grenze des Reservates.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einem kleinen Zwischen-Stopp in Kananaskis Village und dem nahe gelegen Campground, bekomme ich den Tipp noch weiter nach Süden zu fahren zu den Kananaskis Lakes.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dort angekommen, quartiere ich mich in einen der wenigen offenen Campgrounds ein:&lt;br&gt;Elkwood. Nach einem kleinen Abendessen will ich noch eine Runde Joggen. Es ist 19 Uhr und noch relativ hell. Es hat gerade aufgehört zu schneien. Da ich die letzte Woche nur faul rumgelegen bin, denke ich mir, daß das jetzt wohl gar nicht so verkehrt ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach Kilometer 3 mitten in der Pampa , mache ich dann meine erste Begegnung mit einem Bären. Zwar hab ich ihn nicht live gesehen, aber er muss kurz vor mir hier vorbeigekommen sein und sich auch noch in der Nähe aufhalten. Da die Spuren ganz frisch sind und kein Schnee darauf liegt, beschließe ich, langsam wieder zurück zu laufen.&lt;br&gt;Es ist mir dann doch ein bisschen zu gefährlich im halb Dunklen gleich mit einem Bären zu kämpfen.&lt;br&gt;Na ja - im Vorfeld kann man leicht sagen, ich stell mich darauf ein. Aber wenn man wirklich mitten in der Wildnis auf einem Pfad mitten im Wald steht und die einzigen Spuren, die man neben seinen eigenen sieht, die eines Bären sind und die Fußstapfen größer sind als die eigenen Füße, dann wird einem zwangsläufig etwas mulmig.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Am Camper angekommen, beschließe ich nach einer Dusche den Tag ausklingen zu lassen und mich morgen auf die erste Wanderung im Schnee zu freuen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 3/8&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Kananaskis Lakes -&amp;gt; Rawson Lake -&amp;gt; Elkwood Campground&lt;br&gt;Schwierigkeitsgrad: leicht / Gelände: Wald / Dauer: 2 1/2h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein wunderschöner Morgen. Die Sonnenstrahlen wecken mich. Ich höre den Schnee von den Bäumen auf den Boden fallen. Alles ist weiß. 10 cm Schnee liegen auf dem Tisch auf meinem Platz. Die Parzellen sind sehr großzügig, hier hätten locker 3-4 Zelte drauf Platz.&lt;br&gt;Ich mache die Türe von meinem Van auf und genieße erst einmal ein paar Minuten die Stille der Natur. Es ist herrlich. Die Nebelschwaden ziehen die Straße herauf und brechen die Sonnenstrahlen, die über das Dach der Bäume zu linsen versuchen.&lt;br&gt;Es ist immer noch kalt. Ich mache mich zur Abfahrt bereit und um 7.30 Uhr biege ich auf die Straße Richtung &amp;quot;Boulten Creek&amp;quot;. Fast hätte ich ein großes Reh oder eine Hirschkuh überfahren. Ich kann das nicht so gut unterscheiden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich biege nach links ab, um in das Tal zu den &amp;quot;Upper Kananaskis Lakes&amp;quot; zu kommen - &lt;br&gt;es sieht aus wie im Winter. Alles hat ein mystisches Licht, das im großen und ganzen blau-weiß erscheint, manchmal aber auch grün schimmert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aus irgendeinem Grund habe ich die Ausfahrt zum &amp;quot;Upper Lake&amp;quot; verpasst und bin mitten auf der Landzunge zwischen den beiden Lakes gelandet. Ich fahre ein Stückchen weiter und lande an dem schönen Fleckchen &amp;quot;Panorama&amp;quot; - woher der Name kommt, lässt sich leicht erklären, wenn man die Aussicht um diese Uhrzeit zu Gesicht bekommt.&lt;br&gt;Die Sonne ist schon über den ersten Hügeln aufgestiegen und erhitzt das kalte Wasser des oberes Kananaskis Lake. Zauberhafte Nebelwölkchen ziehen über das Wasser, das aus einer Vielzahl von Blautönen besteht - &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieser Ausflug hat sich auf jeden Fall jetzt schon gelohnt.&lt;br&gt;In der Ferne sieht man den einen oder anderen schneebedeckten Gipfel der doch sehr schroffen und steilen Mountains -es ist kein Wunder, dass viele nicht so einfach zu begehen sind, denn es führt auf keinen normalen Wanderweg hinauf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich mach mich langsam auf und fahre wieder zurück, um die richtige Ausfahrt zu den &amp;quot;Upper Lakes&amp;quot; zu finden. Dort angekommen gibt es zwei Parkplätze ich nehme den oberen. Nach etwas suchen finden ich den Anfang von dem Trail - Er ist am Ende des unteren Parkplatzes  auf dem auch im Sommer die Boote zu Wasser gelassen werden.&lt;br&gt;Noch ein kleines Erinnerungsbild.&lt;br&gt;Es ist wohl schon ein einzigartiges Erlebnis, Anfang September eine so schneebedeckte Aussicht zu haben, aber trotzdem noch ein mildes Klima. Gefühlt ist es etwa 4° +.&lt;br&gt;Kurz nach mir kommen zwei Rancher-PicUps vom AlbertaPark-Guide an und laufen mit einer größeren Gruppe hinter mir her - aber ansonsten ist weit und breit niemand zu sehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Trail führt direkt am südlichen Rand des Sees entlang.&lt;br&gt;Nach ca. 13min kommt ein Bach als Hindernis mit einem wunderschönen Wasserfall.&lt;br&gt;Ich sage euch: das ist die erste Challenge gewesen. Ich laufe durch einen eiskalten Fluss/Bach, in dem alle darin liegenden Steine mit einer 1cm dicken Eisschicht bedeckt sind. Zum Glück ist die Karte Wasser dicht - war gleich das Erste, das ins Wasser geflogen ist. Zum Glück sind meine Wanderstiefel einigermaßen dicht.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach 20min geht es dann weg vom See und südlich relativ steil den Hang hinauf.&lt;br&gt;Vor mir ist noch niemand gelaufen und hier in Kanada gibt es keine Wegweiser wie bei uns in den Alpen, auch keine Zeichen an den Bäumen. Hier ist nichts, alles sieht gleich aus. Dazu kommt, dass die Bäume hier deutlich enger stehen als bei uns. Die Gruppe, die vorher noch hinter mir war, hat den leichten Weg rund um den See genommen. Es wird immer stiller je tiefer ich in den Wald hineinlaufe. Der Schnee ist mittlerweile bis zu 20cm tief. Ich bin jetzt ca. 1 Stunde unterwegs und treffe wieder auf die ersten Bären spuren. Man sieht wie die Rinde relativ frisch beschädigt worden ist.&lt;br&gt;Zum Glück hat es geschneit und ich kann mich beruhigen. Es sind keinerlei Tierspuren zu sehen. Ich fasse den Entschluss und laufe weiter. Die Aussicht die mich oben am &amp;quot;Rawson Lake&amp;quot; erwarten sollte, wird mich belohnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein wundervolles Schauspiel spielt sich heute am &amp;quot;Rawson Lake&amp;quot; ab. Es rumort, knarrt und tost. Die Sonne erhitzt den Schnee und an den gegenüberliegenden Felsen schießen die Schneebretter mit lauten Geräuschen über das Gestein in den Abgrund.&lt;br&gt;Der See liegt wie im Märchen sicher in einem Tal von Bergriesen, die den See bewachen und sich in ihm spiegeln. Man fühlt sich wie im &amp;quot;Winter Wonderland&amp;quot; - ein außergewöhnliches Ereignis - jetzt fühle ich mich richtig in der Wildnis angekommen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wieder hinabgestiegen, bin ich froh, heute keinem Bären begegnet zu sein. Der See hat jetzt sein Kleid abgelegt und strahlt in der Sonne. Die Farbe des Wassers wechselt zwischen Türkis und dunklem Blau.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich möchte noch eine Touristen-Tour machen. In der Mitte der Landzunge gibt es einen kleinen Rundgang. Künstlich angelegt und ganz nett.&lt;br&gt;Am Campground wieder angekommen, mach ich zuerst einmal einen kleinen Mittagsschlaf. Danach möchte ich noch zu den oberen Lakes. Gegen 15:30 Uhr starte ich zu meiner zweiten Tour. Direkt vom Platz aus laufe ich los und besuche noch kurz das Elkwood Amphitheater -was man da nicht so alles in die Wildnis stellt- ich habe davon kein Bild gemacht - hat sich nicht gelohnt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Weiter geht es Richtung William Watson Lodge - Wow, das ist ja purer Luxus.&lt;br&gt;Da stehen wunderschöne Holzhütten mitten in der Natur, bestimmt 10 Stück oder mehr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es scheint so, als habe ich mal wieder den richtigen Riecher gehabt und auch diese Landschaftsbilder werden mein Herz höher schlagen lassen. Nebenbei werde ich Augenzeuge wie ein Fischer eine sehr große Regenbogenforelle aus dem Wasser zieht.&lt;br&gt;Außerdem erlebe ich eine weitere Besonderheit an diesem See. Gerade wird eine Regatta für Behinderte ausgetragen. Das wäre ein einmaliges Ereignis, so viele Segelboote auf dem Lake. Na dann.. ich kann auch ohne Segelboote, die machen so viel krach mit ihren Hupen da vertreiben die mir doch alle Tiere.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich laufe nun am Ostufer des &amp;quot;Oberen Lake&amp;quot; Richtung Norden. Der See hat relativ wenig Wasser-es ist ja auch schon fast Winter. Wenn ich die Gegend so betrachte, kann ich jetzt die ganzen Geschichten, die ich früher als Kind gelesen habe oder als Hörbücher in Kassettenform, viel besser verstehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Überall im Wasser treiben tote Bäume und es liegt Holz am Ufer. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man eine Uferzunge, die mit Schilf bewuchert ist, aber nicht so wie bei uns, sondern eher steppenartig. &lt;br&gt;Ich setze mich eine Weile auf die Steine am Ufer und schaue mich um.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nicht dass es täuscht, die Segler waren direkt bei den Lodges, aber 10m weiter abseits fühlt man sich sofort wie in der Wildnis. Als ich weiter laufe, komme ich wieder durch Schneefelder am Ufer. Hier ist klar zu erkennen, die letzten 4 Tage ist hier niemand vorbeigekommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich entscheide mich, nicht den gleichen Weg zurück zu gehen, sondern die Skitouren / Langlaufloipen für den Rückweg zu nehmen. Diese laufen auf der anderen Straßenseite auf dem &amp;quot;Meadow Trail&amp;quot; entlang. Laut Karte sind sie nur max. 300m von der Straße entfernt- ab und zu stehen noch ein paar Picknicktische herum- das beruhigt zwar, aber vermutlich kommt hier niemand mehr vor dem Start der Wintersaison vorbei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dank meiner Runningapp weiß ich aber ungefähr wo ich bin. Hier gibt es kein Netz also um Hilfetelefonieren ist nicht. Zu Haus angekommen versuche ich den Grill zu befeuern was aber nur spärlich klappt. Das Holz ist einfach zu feucht. Brennt zwar aber ned so das es zum Grillen reicht -  also teste ich die VanKüche - hat dann auch geklappt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Morgen werde ich die Lakes verlassen und mich Richtung Norden auf machen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 4/9&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;The Fortress -&amp;gt; Canmore -&amp;gt; 3000m&lt;br&gt;Schwierigkeitsgrad: mittel 	Gelände: Wald/Geröll	Dauer: 3-4h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute war mal wieder ein Reisetag mit einer kleinen Wanderung geplant -&lt;br&gt;Ich verlasse die Kananaskis Lakes morgens gegen 7:30 in Richung Canmore.&lt;br&gt;Noch einmal habe ich die Möglichkeit auf den oberen Kananaskis Lake zu schauen.&lt;br&gt;Ich fahre auf der anderen Seite entlang und biege dann nach rechts ab in die Berge&lt;br&gt;Auf eine Schotterstraße. Also wenn man hier in der Gegend von einer Schotterstraße spricht, dann ist diese Straße so breit wie eine Autobahn, zwar mit Schotter was ja nicht so schlimm wäre, aber auch mit dementsprechend vielen Schlaglöchern, die den ganzen Van durchschütteln - also an die Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Warnschilder sollte man sich tunlichst halten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer halben Stunde bin ich dann schon am &amp;quot;Chester Day Use&amp;quot; angekommen. Das Schöne an den kanadischen &amp;quot;Popular Hikes&amp;quot; ist ja, dass sowohl an den Startpunkten wie auch an den Aussichtsparkplätzen überall Toiletten sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um 8.00 Uhr starte ich meine Wanderung in Richtung Chester Lake.&lt;br&gt;Durch einen relativ lichten Wald laufe ich bis zu einer Weggabelung, dann geht es rechts ab in Richtung See.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Canadier lieben Loops. Mir kommt es vor, als ob sie am liebsten überall Loops einbauen würden - Hauptsache &amp;quot;one way&amp;quot; und einen schönen Kreis ,&lt;br&gt;damit sie ihre Straßenschiffe auch schön lang durch die Wildnis schleifen und die Luft verpesten können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Na ja.. auch egal .. auf jeden Fall ist das hier auch ein Loop - für den Auf- und Abstieg zu dem Lake. Es liegen immer noch 5 cm Schnee, also gehe ich davon aus, daß es ein Nordhang ist, ich kann es nicht sehen, weil die Sonne von einer dichten Wolkendecke verdeckt ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zwischendurch kommt mal ein kleiner blauer Fleck zum Vorschein, aber ich weiß noch nicht, ob mich das wirklich zuversichtlich stimmen soll. &lt;br&gt;Man merkt, dass wir schon höher sind, denn die Bäume sind nicht so dicht wie noch gestern beim &amp;quot;Upper Lake&amp;quot; - gemütlich geht der Weg hinauf durch einen schönen Tannenwald. Nach einer Viertelstunde erreicht man eine kleine Lichtung, überquert diese und landet wieder auf einem großen Steppendelta.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier entdecke ich wieder frische Bärenspuren. Sie sind vielleicht ca. 1 Stunde alt. Der Schnee um die Bären-Tapsen herum ist noch nicht zusammengesackt sondern steht noch fest im Boden. Ich glaube, dass er mich gehört und sich dann von mir weg entfernt hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oben auf der Hochebene angekommen, eröffnet der Trail ein wunderschönes idyllisches Plateau. Die Bäche haben sich durch die Gegend gewunden und sich ihren Weg gebahnt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kleiner Tipp: Wenn auf einem Schild steht: &amp;quot;Skitrail not go in summer&amp;quot; - sollte man dies beherzigen ... denn sonst könnte es ziemlich feucht enden. Diese Skitrails oder Schneeschuhtrails laufen nämlich quer über das Sumpfgebiet, das gleichzeitig natürlich auch Bärengebiet ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach 5 Minuten bin ich am See. Schöner Ausblick. Das Wetter scheint zu drehen. Jetzt ist plötzlich alles bedeckt und der Himmel zieht noch mehr zu. Doch ich bleibe auf meinem Weg. Ich laufe weiter den Steilhang hinauf über eine Böschung und durch ein kleines Tal hinauf über die Waldgrenze zu den Geröllfeldern, die von unten schon zu sehen waren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin jetzt eineinhalb Stunden unterwegs. Ich beschließe nun, etwas langsamer zu gehen und meine Kräfte einzuteilen. Es sind immer wieder große Schneefelder zwischen den Geröllfeldern, teilweise scheinen sie bis zu einem Meter hoch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist schwer, sich überhaupt einen Weg zu bahnen. An einen Wanderweg wie bei uns darf man gar nicht denken. Hier bist du nur auf dich alleine gestellt und den Weg, den du wählst, ist vor dir sicher noch niemand gelaufen.&lt;br&gt;Hier sieht man keine Anzeichen von Menschen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Irgendwie gefallen mir diese Kananaskis Mountains - Je weiter ich hinaufsteige, um so schlechter wird das Wetter, zwar ist der Gipfel noch zu sehen, er erscheint auch sehr Nahe und doch entschließe ich mich dazu kurz vor dem letzten Anstieg am Fuß des Gipfels umzudrehen. Es hat angefangen zu Schneien und zu Stürmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe mein GPS schon 300m weiter unten ausgemacht, um Strom zu sparen, weil ich es eventuell auf dem Rückweg benötigen werde.&lt;br&gt;Ich denke, dass es die richtige Entscheidung war, umzudrehen.&lt;br&gt;Der Rückweg gestaltet sich so schwierig wie ich vermutet hatte. Ich muss über die ganzen Schneefelder und vereisten Geröllfelder absteigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Hochplateu entscheide ich, die Westflanke zu nehmen. Weil erstens der Aufstieg über die Ostflanke sehr schwer war und sie mir auch nicht so sicher erscheint.&lt;br&gt;Zweitens sind auf der Westflanke weniger Schneefelder und ich muss nur eine kurze Wand von ca. 10m hinab klettern, damit ich wieder auf normalem Geröll laufen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Schneesturm wird stärker. Mittlerweile liegt 1cm Neuschnee und ich suche verzweifelt nach meinen Spuren vom Aufstieg. Nach mehreren Anläufen habe ich endlich den Weg gefunden, auf dem ich gekommen bin.&lt;br&gt;Am Van angekommen, wechsele ich erst einmal die Klamotten, bevor ich weiter fahre.&lt;br&gt;Unterwegs begegne ich meinem ersten Elch. Doch das Beeindruckenste war der Lake, an dem ich die ganze Zeit entlang fuhr. In Canmore angekommen, bin ich erst einmal in den Supermarkt gegangen und habe mir Zewa gekauft... das hatte ich vergessen. ...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kleine Joggingeinheit am Abend und Salat mit gegrillter Hähnchenbrust...&lt;br&gt;Jetzt noch schnell den Blog updaten... dann geht es ab ins Bettchen, damit ich fit bin für morgen ... &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 5/10&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Mount Lady MacDonald - 2.605 - Canmore&lt;/em&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Schwierigkeitsgrad: mittel / Gelände: Wald/Hochgebirge / Dauer: 4h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Canmore ist eine wirklich schöne Stadt - es ist eine kleine Stadt in den Bergen, die auf Tourismus ausgelegt ist, aber eigenständig und intakt. Hier leben auch Einheimische.&lt;br&gt;Hier gibt es alles, was man benötigt: vom Supermarkt bis zum Baumarkt -&lt;br&gt;sogar eine RV-Propan-Gas Füll-Station. Ich muss sagen, dass mir alle Menschen mit sehr viel Freundlichkeit begegnet sind. Nicht so oberflächlich wie an anderen Orten, sondern sie haben sich wirklich interessiert -nicht nur nach dem Job gefragt oder ob man auch genügend Geld hat, sondern waren einfach gesellig und wollten sich unterhalten. Das fand ich sehr schön.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Canmore-Info Station war alles super perfekt. Als ich mir ein paar Flyer angesehen habe, kam die Dame hinter dem Tresen nach vorne und hat mich freundlich gefragt, ob sie mir helfen könnte.&lt;br&gt;Ja, das konnte sie.... Ich suchte natürlich Hiking Möglichkeiten in Canmore und Umgebung.&lt;br&gt;Sie hat mir alles super erklärt und auch wo der Supermarkt ist, wo ich parken kann, wo ein günstiger Campground ist. Einfach perfekt - Danke, Canmore!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn ich das im Nachhinein gewusst hätte, dass in Banff die Situation ganz anders aussieht, wäre ich noch zwei Tage länger geblieben... aber dazu später mehr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Übernachtet habe ich in dem Campground in der Stadt  &amp;quot;Spreed Creek&amp;quot; oder so ähnlich. Auf jeden Fall bin ich auch hier voll des Lobes. Ich wusste zuerst nicht so recht was ich brauche - eigentlich brauch ich nichts, aber Strom und Wasser wären nicht schlecht...&lt;br&gt;Also hat Sie mich an der Rand des Parks quartiert - ich schau mir das an fahr wieder zurück weil ich noch in die Stadt wollte, frage Sie ob es irgendwo Internet gibt -&lt;br&gt; &amp;quot;Oh you need internet&amp;quot; - wait a moment.... das Ende vom Lied war: ich habe einen neuen Platz bekommen mit Internet und direkt am Service-Häusle. Supi, was will man mehr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So, jetzt geht&#039;s aber los - &amp;quot;Summit - Lady MacDonald&amp;quot; - Die Dame an der Info hat mir ja eine Karte mitgegeben mit Parkmöglichkeiten etc.  Alles super organisiert. &lt;br&gt;Am Parkplatz angekommen sehe ich erst einmal eine riesige Baustelle... Okay, macht ja nichts. Das Flussbett ist relativ leer, doch es ist ja auch September und die große Schneeschmelze ist ja im Mai-Juni.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Trail führt den Bach hinauf und biegt dann irgendwann links ab.&lt;br&gt;Es geht durch dichtes Gebüsch auf verschiedenen Pfaden den Berg hinauf, &lt;br&gt;die aber auf ein und demselben Weg enden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Relativ weit unten überholt mich eine Gruppe von 4 Jugendlichen ich schätze mal so 17-21. Schön viel am labern und en ordentlichen Schritt drauf. &lt;br&gt;Nach dem ich den ersten Step erreicht habe, so nach 450 m, sitzen Sie da und keuchen um die Wette. Der Pfad führt langsam nach oben aber immer etwas nach Westen. Erst durch einen sehr lichten Wald dann durch ein Steingebiet..&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ab hier liegt wieder Schnee und der Weg wird schmaler und schwieriger. Immer wieder findet man schöne Aussichtspunkte, an denen ich kurz innehalte und die Landschaft genieße.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach gut 2 Stunden habe ich die Plattform erreicht. Von hier aus kann man den Gipfel sehen. Allerdings sieht es sehr schwierig aus, ich komme nur langsam voran, alles ist voller Schnee und Eis. Den Weg kann man sowieso nicht mehr sehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es wird sehr steil, ich bin jetzt ca. 100 m unter dem Gipfel- er scheint so nahe.&lt;br&gt;Doch plötzlich türmt sich eine 50 m hohe Wand vor mir auf.&lt;br&gt;Mit Müh und Not erklimme ich diese und bin dann auf dem Gipfel. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das war meine schwerste Tour bis jetzt, allerdings nur wegen des Schnees.&lt;br&gt;Man sieht keinen Weg und keinen Untergrund - jetzt im Nachhinein war es Sau gefährlich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danach fahre ich nach Banff, schaue mir die Stadt an und Quartiere mich in dem Campground vor Ort ein. Hier ist 4x soviel los wie in Canmore und du bekommst nur 1/3 der Tipps aufgrund der vielen Anfragen. Ich habe aber einen super ruhigen Campingplatz bekommen, der mir optisch sehr gefällt. Ist einfach mitten im Wald und sehr ruhig. Es gibt zwar kein Strom aber brauche ich auch für zwei Tage nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ach ja, eine kleine Anmerkung hier noch. Banff macht einfach eine gute Werbung - ich freue mich, so etwas noch zu sehen, so handgemachte Werbung - siehe Bild&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 6/11&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Mount Bourgeau - zwischen Banff und Lake Louise&lt;br&gt;Schwierigkeitsgrad: schwer 	Gelände: alpin	Dauer: 6-8h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Tour ist die Hiking Tour 18 aus dem örtlichen Hiking Tour Plan -&lt;br&gt;Früh morgens fahr ich los so gegen 7:30, will ja auch nicht der Letzte sein.&lt;br&gt;Ich bin auch der Erste. Die erste halbe Stunde geht es durch ein Wäldchen immer in Schlangenlinien den Berg hoch, bis ich irgendwann dem Tal folge und dass sehr lan&lt;br&gt;Der Weg ist gemütlich und leicht, schön breit und nicht zu steil.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn man an dem Wasserfall angekommen ist, der einfach fantastisch aussieht, wird der Weg danach etwas steiler und schmaler. Aber die Hälfte zum Lake ist geschafft.&lt;br&gt;Als kleine Orientierung: Der Lake liegt kurz über der Baumgrenze, dann weiß man immer wie lange man ungefähr noch zu laufen hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oberhalb des Sees begegne ich der canadischen Art der Murmeltiere. Einfach süß. Endlich mal ein Tierbild ^^&lt;br&gt;Nach ca. 4 Stunden bin ich dann am Pass angekommen. Ich laufe noch eine Stunde weiter, bis kurz unter den Gipfel, dann ist meine Deadline, die ich mir selber gesetzt habe von 13:00 Uhr eingetroffen, wo ich nicht mehr weiter hoch steigen will. (Einfach aus Sicherheitsgründen ich weiß der Weg nach unten ist sehr lange und ich kenne mich hier noch nicht aus.)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um 16:30 Uhr bin ich dann wieder unten am Auto angekommen - meine bisher längste Tour. Außerdem merke ich noch die 4 letzten Tage in meinen Beinen - ich bin einfach froh, wieder unten zu sein. Danach schlendere ich noch bissle durch Banff und Umgebung und mache ein paar Touri Sightseeing Bilder.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Morgen ist ein Relaxing Tag geplant - einfach mal ausspannen und die Touri Orte anschauen und fotografieren&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 7/12&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Minnewanka See - Rockboundlake - Banff&lt;br&gt;Schwierigkeitsgrad: leicht 	Gelände: Wald	Dauer: 3h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute ist also der Relaxing Tag auf dem Programm, bevor es morgen wieder auf einen Summit geht. &lt;br&gt;Zuerst steht ein Besuch am Minnewanka Lake an. Das ist der See, an dem man halt mit dem Bootle so entlang schippert - heute hatte aber so früh noch keins offen - hätt eh kein Geld dafür ausgeben. Auf der Karte habe ich aber gesehen, dass es einen verdammt interessanten Trail gibt den &amp;quot;Aylmer Pass Trail&amp;quot; von wo man dann auch auf den Aylmer Mountain kommt - leider muss man laut Park Regeln min. 4 Personen sein um den Trail gehen zu dürfen, da es dort eine hohe Population von Bären gibt. - Schade, den hätte ich gern gemacht... vielleicht ein anderes Mal.&lt;br&gt;Ansonsten ist der Lake jetzt nix besonderes - wird halt ne bissle Touri Show draus gemacht, weil er ziemlich groß ist - wir wissen aber, dass es auch super schöne andere Seen gibt die sogar noch interessanter sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Ich etwas Proviant eingekauft habe, &lt;br&gt;geht es weiter Richtung &amp;quot;Bow Valley Parkway&amp;quot;. &lt;br&gt;Der Fachberater hat gemeint, wenn ich mal en ruhigen Tag machen möchte und was Schönes sehen möchte, sollte ich mir die &amp;quot;Falls&amp;quot; am Johnston Canyon Resort ansehen.&lt;br&gt;Das hörte sich ja ganz nett an. Ich also den schönen Bow Valley Parkway entlang mit 40 km/h und ab und zu mal an den Aussichtsplattformen halten und en Foto Knipsen wie man das halt so macht als Touri.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da kommt auch schon die Ausfahrt zu dem Canyon Trail. &lt;br&gt;Auf dem Parkplatz stehen gefühlt 50 Autos und Heerscharen von Chinesen und Japanern bevölkern den Ort. Ich also nix wie weg und einfach mal an der nächsten Ausfahrt den Parkplatz am Castle Mountain genommen, aber natürlich den für die Wanderer und nicht den, für die Sightseeing Menschen. Hier stehen gerade mal 4 Autos. Supi, denke ich mir und wo geht es hier hin? - zu den Silverton Falls. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer halben Stunde hinauf und wieder hinunter, entscheide ich mich, den linken Weg zum Rockbound Lake zu nehmen.&lt;br&gt;Der Weg führt auf einem schönen Wanderweg langsam durch einen lichtdurchfluteten Wald nach oben.Auf diesem Weg gehe ich ca. 1 Stunde, bis der Weg zu einem Pfad wird.&lt;br&gt;Nach einer weiteren Viertelstunde erreiche ich eine Kehre und folge dem Pfad das lange Tal zum Pass hinauf. Ich laufe zwar ganz in der Nähe des Baches, kann ihn aber so gut wie nie hören,da alles mit Moos überwuchert ist und Pilze überall in verschiedenen Sorten aus dem Boden sprießen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer weiteren Stunde erreiche ich die Hochebene. Es duftet nach verschiedenen Kräutern und Nadeln. Es ist ein beeindruckendes und schönes Tal. &lt;br&gt;Wenn ich die Bergketten so anschaue, denke ich sofort an die Westernfilme, in denen jetzt gleich die Indianer hinter den Zinnen hervortreten, bedrohlich ins Tal blicken und der Cowboy auf seinem Pferd und seinen beiden Mauleseln auf dem Trial zum Pass unterwegs ist. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer weiteren Viertelstunde auf der Hochebene habe ich den unteren See erreicht, der eine wunderschöne Farbe hat. Von dort aus geht es noch einmal 700m zu dem oberen See. Allerdings sind diese 700m sehr steil und ausgesetzt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch wie so oft lohnt sich die Mühe, und ich bin unterhalb von dem Pass am Rockbound Lake angekommen. Wieder beim Auto fahre ich nach Lake Louise. Wie auch nicht anders zu erwarten, muss man den Spektakel nicht gesehen haben - auch wieder eine Flut von Menschen, hauptsächlich wieder Chinesen und Japaner und ganz wenig Kanadier.&lt;br&gt;Klar, ein idyllisches Foto machen kann jeder. Doch wie es dort in dieser &amp;quot;Menschen- über den- See -fahren- lassen- Fabrik&amp;quot; wirklich aussieht, will doch wahrscheinlich keiner wissen. Eigentlich so wie in Walt Disney...&lt;br&gt;Auch ich will euch diese Illusion bewahren.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Campingplatz in Lake Louise angekommen - war ich doch geschockt von den so schlechten Zuständen der sanitären Anlagen. Gerade in dieser Touri -Hochburg müsste das doch einigermaßen gut sein. Alle Campgrounds, auf denen ich bis jetzt war, waren besser und sauberer ausgestattet. Na ja - bin mal gespannt auf morgen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 8/13&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Mount Fairview - Temple Day Loge - Lake Louise&lt;br&gt;Schwierigkeitsgrad: leicht / Gelände: Geröll / Dauer: 2 1/2h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um noch einmal auf den Campground am Lake Louise zurückzukommen:&lt;br&gt;wenn ich ein deutscher Reiseführerverlag wäre, würde ich in ganz klaren Worten zu verstehen geben, daß man diesen Campground meiden sollte.&lt;br&gt;&lt;strong&gt;1.)&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; 1 Dusche für mehr als 180 Stellplätze&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;2.)&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; die sanitären Anlagen sind alt und verschimmelt&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;3.)&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; 1 Wasseranschluss für 180 Stellplätze&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;4.)&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; keine Parkmöglichkeiten auf dem Campground selbst&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;5.)&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; der Railway (Bahngleise) führt direkt am Camp vorbei. So kann man sicher sein, daß man Aufgrund von Dauergehupe des Zuges( um Tiere und Menschen von den Gleisen zu verscheuchen) in der Nacht geweckt wird.&lt;/em&gt;&lt;br&gt;Die Aussicht des Campgrounds ist schön, aber... &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch genug der Kritik, das Wetter ist schön, ich bin um 8 Uhr am Parkplatz am Lake Louise und starte meine heutige Tour auf den Fairview Mountain.&lt;br&gt;Der Weg startet direkt vom Parkplatz des Sees und führt oberhalb des Castle auf der linken Seite des Sees hinauf durch einen dichten Wald. Hier ist wirklich alles gut beschildert, was ja in Kanada eigentlich eher eine Ausnahme ist.&lt;br&gt;Nach ca. 10 min überquere ich eine kleine Lichtung mit jungem Baumbestand und komme danach an eine Abzweigung. Ich bleibe auf dem Hauptweg,&lt;br&gt;der weiter durch ein relativ dichtes Waldgebiet führt. Die Sonne durchscheint nur spärlich die Bäume, obwohl der Hang voll in der Sonne steht. Man kann jedoch froh sein, denn später bekommt man keinen Schatten mehr.&lt;br&gt;Nach einer guten Dreiviertelstunde h erreiche ich den oberen Teil der Baumgrenze und laufe immer wieder durch freies Gelände mit jungem Baumbestand.&lt;br&gt;Dem Ende der Baumgrenze zu wird es zunehmend steiniger. &lt;br&gt;Nach einer 1h habe ich die Hochebene erreicht und genieße einen tollen Ausblick auf die umliegenden Bergspitzen.&lt;br&gt;Ich bin am Saddleback Pass angelangt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von hier aus könnte man jetzt wieder absteigen ins Morain Lake Gebiet. Aber Achtung- hier herrscht absolute Vorsicht: das ist Bärengebiet. Hier lebt eine Vielzahl an Bären.&lt;br&gt;Ich steige rechts hinauf durch das Tal und gelange so an den Fuß des Mount Fairview.&lt;br&gt;Eine Wand aus Geröllfeldern und Schotter türmt sich vor mir auf.&lt;br&gt;Ein schmaler Pfad führt steil in Serpentinen in der prallen Sonne auf den Gipfel.&lt;br&gt;Auf der linken Seite hat man eine wunderschöne Aussicht auf den Gletscher.&lt;br&gt;Oben angekommen genieße ich erst einmal die Aussicht über das grüne Tal des Bow Valley und das Tal in Richtung &amp;quot;Pipestone River&amp;quot; (Columbia Icefield -&amp;gt; Jasper)&lt;br&gt;Der Aufstieg ist wegen des Schotters relativ mühselig, aber nicht schwierig.&lt;br&gt;Um 11 Uhr ich sitze im Campingstuhl wieder im Park und trinke ein Cranberry-Gingerale mit Eiswürfeln und genieße die Sonne, die mit 22° C doch relativ warm erscheint, zumal man gerade noch auf fast 3000m war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Lange halte ich es jedoch nicht aus. Es ist noch so früh und so beschließe ich, mir die Touri-Hochburg &amp;quot;Lake-Louise-Village&amp;quot; mal genauer anzusehen. &lt;br&gt;Ergebnis: Nichts Unerwartetes - braucht kein Mensch!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da ich noch Zeit habe, beschließe ich einen kleinen Spaziergang auf der gegenüberliegenden Seite des Tals zu machen, wo sich das Lake-Louise Skigebiet befindet. Ich starte am Fish Creek Trailhead (der natürlich, wie soll es auch anders sein, wieder nicht ausgeschildert ist) aber auf meiner Wanderkarte kann ich schön sehen, wo ich mich befinde (oder denke mich zu befinden).Der Weg verläuft auf der Zufahrtsstraße für den Skibetrieb, ist also ziemlich breit und gut ausgebaut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich laufe an einem Bach entlang, der immer zu hören ist. Zwar hat man das Gefühl auf der Straße sicherer vor Bären zu sein, aber warum eigentlich? Und schon wieder läuft mir einer über den Weg von links nach rechts einfach über die Straße... &lt;br&gt;Mittlerweile denke ich, dass es am wahrscheinlichsten ist einem Bären zu begegnen wenn man auf der Straße läuft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oben im Skigebiet angekommen, kann ich doch ein paar Almwiesen entdecken, die noch mit Wildkräutern und Blüten überwuchert sind. Hier kommt fast so etwas wie Almfeeling auf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Übernachten werde ich noch einmal in Banff. Morgen jedoch werde ich einen Ruhetag einlegen, da eventuell meine Eltern zu Besuch kommen. Mittwoch gegen Abend oder Donnerstag früh werde ich direkt nach Jasper fahren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 9/14&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Banff  - Vermillion Lakes - Hootiers&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meine Eltern haben sich angemeldet. Sie wollen heute am Nachmittag in Banff eintreffen. Sie machen so wie ich eine Kanada-Reise mit dem Camper, allerdings nicht nur in den Rockies, sondern von Vancouver bis Banff / Icefields / Jasper und wieder zurück.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da ich bis zum Mittag noch etwas Zeit habe, beschließe ich erst einmal meine Wäsche zu waschen. Etwas unterhalb von den Campground &amp;quot;Tunnel Mountain&amp;quot; gibt es eine Laundry - also so Waschmaschinen, die man mit Geld füttern kann und dann kommt in der Regel saubere Wäsche heraus, wenn man lesen kann und die Maschinen richtig funktionieren. Ich bin auf Nummer sicher gegangen und habe &amp;quot;White&amp;amp;Coulors&amp;quot; - also kalt und hohen Schleudergang und beim Trockner habe ich auf &amp;quot;Delicates&amp;quot; gedrückt.&lt;br&gt;Ergebnis: Super, fast wie zu Hause.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Großputz des Vans und der Wäscheaktion ist es 11:00 Uhr und ich mache mich auf den Weg zu den &amp;quot;Vermillion Lakes&amp;quot;. Diese 3 Lakes sind auch in vielen Führern beschrieben. Sie liegen direkt bei Banff über dem Fluss.&lt;br&gt;Auf der Haupteinkaufsstraße fährt man einfach immer weiter über eine Brücke und biegt dann rechts ab. Dort steht dann schon ein großes Schild mit &amp;quot;Cave und Basin&amp;quot;.&lt;br&gt;Wenn man jetzt denkt, dass das irgendwas mit Wasser und Hot Springs zu tun, so täuscht das. Hier geht es nur um eine &amp;quot;Historic Site&amp;quot; mit Gallery und Museum.&lt;br&gt;Doch zurück zum Wesentlichen. Auf der Straße fährt man dann weiter bis zu dem großen Parkplatz, wo sich die oben beschriebene Ausstellung befindet. Hier kann man kostenlos und ohne Beschränkung parken. Selbstverständlich nicht über Nacht. Nirgends in den Nationalparks ist das erlaubt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von hier aus läuft man über ein paar Stufen hinunter zu den Seen.&lt;br&gt;Hier steht nun der Sundance Trail (2.2km) oder der Healy CreekTrail der bis zur Sunshine Village Road führt zur Wahl. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich schlendere etwas am Ufer entlang. Jetzt im Herbst sehen die Seen auch wie Seen aus, doch im Frühjahr führt der Fluss so viel Wasser mit sich, dass alles wie eine große Flusslandschaft aussieht. Hier soll es viele Tiere zu beobachten geben. Stimmt vermutlich auch, ich bin nur ich zur falschen Tageszeit da. Am besten lassen sich Tiere ja morgens oder abends beobachten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach meinem kleinen &amp;quot;Ried&amp;quot; Aufenthalt fahre ich zum Bahnhof und hole meine Eltern und noch zwei andere Wohnmobile ab (Freunde von meinen Eltern). Mit 4 Autos fahren wir dann durch die Stadt bis zu meinem Campground. Nachdem wir dort alles klar gemacht haben, besuchen wir die Hoodos. Das sind so längliche Felsen. Wie sie genau entstanden sind, habe ich noch nicht nachgelesen. Aber die Landschaft sieht dort sehr schön aus. Der Fluss schlängelt sich durchs Tal und die Wälder sehen richtig saftig aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier gibt es auch einen Trail, den man machen kann- von den &amp;quot;Bow Falls&amp;quot; bis zu den &amp;quot;Hoodos&amp;quot; und wieder in einem Loop zum Startpunkt zurück. Das erscheint mir ganz interessant zu sein, aber nicht im Moment. Wir sind  ein Stück in einer knappen Stunde gelaufen, dann wieder zurück. In der Stadt haben wir noch dicke Steaks für den Grill gekauft und dann abends gegrillt. Wunderbar...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Morgen früh wollen wir eine kleine Wanderung mit allen 7 Personen machen in die Bärengegend am Lake Minnewanka&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 10/15&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Banff - Minewaka See - Rundwanderung&lt;/em&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Schwierigkeitsgrad: leicht    Gelände: Wald	Dauer: 2 1/2h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um 9:00 Uhr geht es los. Wir fahren mit zwei RV´s, so heißen die Camper, zum Lake Minnewanka und starten unsere kleine Wanderung am See entlang.&lt;br&gt;Es ist nicht so gutes Wetter, aber man kann ja nicht immer Glück haben.&lt;br&gt;Der Parkplatz ist direkt am See. Es ist so gut wie noch niemand da- nur ein frisch verliebtes Pärchen, das darauf wartet, dass der &amp;quot;Tour Boat&amp;quot; aufmacht-sie mit Lederschühchen mit Absatz und er mit frisch gegelter Locke und Hawaihemd.&lt;br&gt;Aber ansonsten -oh Wunder- noch keine Chinesen oder Japaner zu sehen.&lt;br&gt;Ist glaub einfach zu früh und zu schlechtes Wetter. Tut mir Leid, wenn ich mich manchmal wiederhole.&lt;br&gt;Auf einer Teerstraße gehen wir ein Stückchen am See entlang, vorbei an vielen Bänken, Tischen und Toiletten. Es ist schon bemerkenswert wie die Kanadier darauf achten, dass die Leute nicht in der Natur ihr Geschäft erledigen, ebenso sieht man viele Hundeklostationen.&lt;br&gt;Nach ca. 10 min kommen wir an der letzten Bootsanlegestelle vorbei und der Weg wird etwas schmaler. Rechts sehen wir einen Picknickplatz mit einer sehr schönen Aussicht auf eine kleine Insel, auf der ein paar Bäume stehen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Hintergrund sieht man die Silhouette von den fast 3000ern- dem Mount Inglismaldie 2,964, dem Mount Girouard 2,995 und dem Mount Peechee mit 2,934m.  Ein wahrhaft schöner Moment.&lt;br&gt;Nach der Kurve wird der Weg zu einem Wanderweg, der den Stewart Canyon hinaufführt .Ganz klar ist das Wasser, man kann bis auf den Grund sehen, jedoch sieht man keine Fische. Nur eine Ente schippert gemütliche vom See her langsam in den Canyon.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf der anderen Seite geht es nun etwas steiler hinauf auf den Hügel bis wir uns wieder langsam dem See nähern.&lt;br&gt;Diese Seite muss vor ein paar Jahren von einem schlimmen Feuer heimgesucht worden sein. Alle alten Baumbestände sind bis zum Gipfel vollständig abgebrannt. Ein paar alte Rümpfe stehen noch und bieten ein gespenstisches Bild. Doch ein paar Meter weiter sieht man junge Triebe und Blätter von Birken und anderen Bäumen in herbstlichen Farben- &lt;br&gt; von gelb über orange bis rot und grün- die sich im mittlerweile stärkeren Wind biegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach gut zwei Stunden kehren wir wieder um und fahren zurück nach Banff.&lt;br&gt;Nein- wir haben keinen Bären gesehen, aber dafür einen sehr großen Wapitihirsch, der plötzlich vor uns im Dickicht auftauchte, uns musterte und dann seiner Wege ging.&lt;br&gt;Im Moment ist  Brunftzeit. Die Zeit, in der diese Art von Hirsch sehr gefährlich werden kann.&lt;br&gt;Zurück fahren wir einen kleinen Umweg über einen Seitenarm des Minnewanka Sees, machen dort kurz Pause und schauen uns die Gemsenart an, die dort zu Hause ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Banff angekommen, steht eine kleine Besichtigungstour durch die Stadt auf dem Programm und ein Besuch in der nach Angaben der Banffér wohl &amp;quot;Besten Eisdiele der Welt&amp;quot;. Das Eis war wirklich gut und mal bissle anders.... &lt;br&gt;In Arco (Trentino) gibt&#039;s auch gutes Eis - ich weiß jetzt nicht, welches da besser wäre.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So ging dieser Tag auch relativ schnell herum. Morgen werde ich nach Jasper fahren und sehen, ob ich dort noch neue positive Eindrücke erhaschen kann.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 11/16&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Icefields Parkway - Jasper&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist früh am Morgen. Wir starten zu unseren Touren. Ich fahre weiter nach Jasper, die anderen zu den Johnson Falls etc.&lt;br&gt;Da ich ein Stück wieder zurückfahre, habe ich mir vorgenommen, nicht an jeder Aussichtsplattform anzuhalten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jeder redet immer über diesen Mega spannenden Icefield Parkway .&lt;br&gt;So sind die Erwartungen schon sehr hoch, das muß doch sicher etwas schief gehen.&lt;br&gt; Zum Glück ist schlechtes Wetter und so komme ich gar nicht in die Versuchung, überall anzuhalten, um den Fotoapparat zu zücken.&lt;br&gt;Im Prinzip ist es eine Passstraße wie jede andere auch mit der kleinen Ausnahme, dass hier wirklich viele Gletscher zu sehen sind. Wobei es jetzt keine Mega-Gletscher sind, sondern die grauen Überreste von den Gletschern aus der Eiszeit-nicht unbedingt super beeindruckend. &lt;br&gt; Mein erster Halt ist der Pass auf dem Icefield Parkway, in der Nähe von einem See.&lt;br&gt;Da kann man aussteigen, 10 min hinauflaufen und ein Foto machen- muss man aber nicht. Doch auch ich bin hochgelaufen, habe ein Foto gemacht, doch zum Glück eines von dem Regenbogen, der sich am gegenüberliegenden Berg niedergelassen hatte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann ging es weiter und ich bin an einem schönen Gletscher vorbeigefahren Den Namen weiß ich jetzt nicht mehr, doch werde ich es später erzählen, wenn ich auf dem Rückweg wieder vorbeikomme. Ich habe es mir auf der Karte gekennzeichnet. Es lohnt dort hinaus zu fahren. Sieht echt gut aus.&lt;br&gt;Nun geht es wieder bergab und zu einem &amp;quot;Crossing&amp;quot;. Das schaue ich mir auf der Rückfahrt auch noch einmal an. Das fand ich auch schön.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Großen und Ganzen sollte man da anhalten, wo die anderen nicht anhalten-denke ich.&lt;br&gt;So fand ich zum Beispiel die Hochebene, die sich rot färbt und das Flussdelta, das sich wahnsinnig in die Breite zog und alle Grau- und Blautöne in sich vereinte. Dieser Kontrast zueinander war viel beeindruckender als alles, was die Broschüre beschrieb.&lt;br&gt;Wer schon einmal in Saas Fee war, den kann kein Gletscher mehr beeindrucken und wer schon mal am Rheinfall war, der braucht auch keine Wasserfälle am Icefield anschauen.  Das Ganze erinnert mich irgendwie so an die Wasserfälle von Triberg. Alles wird so aufgebauscht, als wäre es das Tollste vom Tollen, doch dabei sind die schöneren Dinge direkt nebenan.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch zurück zum Thema: Das Columbia Icefield und den Gletscherwalk, der über eine Glasbrücke führt, die über einem Tal angebracht ist, und die die Sicht in das Tal von oben aus luftiger Höhe freigibt, habe ich ausgelassen aus dem oben genannten Grund. Total touristisch !&lt;br&gt;Ob es vielleicht doch das Geld wert wäre, werde ich nie erfahren,&lt;br&gt;weil für so etwas kein Geld ausgebe.&lt;br&gt;Danach geht der Parkway weiter Richtung Norden und führt durch eine breitere sumpfartige Gegend. Bald bin ich in Jasper angekommen, das viel kleiner ist als ich erwartet habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer kleinen Wanderung in der Nähe der Stadt, besichtige ich diese erneut und muss feststellen, dass es sich nicht wirklich gelohnt hat hierher zu fahren.&lt;br&gt;Im Infobüro wurde mir aber der heiße Tipp gegeben, morgen eine Wanderung auf einen Summit  zu unternehmen, der nicht auf der Karte ist. Es ist auch kein Weg eingezeichnet in der Topokarte - na dann. Bin gespannt auf morgen.&lt;br&gt;Am Abend mache ich noch eine kleine Joggingtour am Wasser entlang und entdecke schöne Lodges die es hier gibt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Leider habe ich keinen Laden gefunden, der frisches Gemüse hat.&lt;br&gt;Ein paar Äpfel bekommt man schon, aber richtiger Salat oder Gemüse scheint hier Mangelware zu sein.&lt;br&gt;Ich logiere auf dem Campingplatz &amp;quot;Whistler&amp;quot;, der sehr groß ist, schön liegt aber doch auch einmal eine Grundsanierung nötig hätte.&lt;br&gt;Leider gibt es hier keinen Strom, auch nicht in den Gemeinschaftsräumen. Das wäre wirklich kein Aufwand, da ja in den Toiletten direkt nebenan Strom ist.&lt;br&gt;Ansonsten ist der Campingplatz zwar stark frequentiert, doch relativ gut gepflegt.&lt;br&gt;Ein paar Duschen mehr und näher an den einzelnen Campgrounds -so wie in Banff z.B.- wären angebracht und zeitgemäß.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie gesagt, morgen geht es auf eine wirklich harte Gipfeltour ohne Karte.&lt;br&gt;Abends werde ich versuchen, im anderen Campingplatz einen Platz mit Strom zu bekommen, damit ich den Laptop und das Auto einmal richtig laden kann.&lt;br&gt; Danach werde ich wieder Richtung Süden fahren, da ich mir ja noch zwei Touren bei Canmore herausgesucht habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vielleicht noch ein Wort zu der Gegend-eigentlich fühlt sie sich ein wenig an wie Osttirol, nur nicht so dicht, sondern alles etwas weiter. Die Berge sind nicht besonders hoch, nicht besonders schroff. Sie erscheinen freundlich. Die Gegend hat Mischwälder und ist mit Bächen durchzogen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;An Tieren habe ich bis jetzt nur wieder einen Elk (also einen Hirsch) und die weibliche Form davon und ein paar Rehe auf dem Campground gesehen. Die kleinen Chipmanns (Eichhörnchen) erwähne ich schon gar nicht mehr, von denen sieht man vermutlich 10-20 Stück am Tag.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 12/17&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Jasper - Roche Bonhomme 2,459 - Lac Beauvert&lt;br&gt;Schwierigkeitsgrad: mittel / Gelände: Wald / Dauer: 5-6h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vorab kann ich schon sagen, dass dieser Tag wirklich sportlich war.&lt;br&gt;Früh am Morgen so gegen 7:00 Uhr fahre ich los Richtung Maligne Road. Unterwegs sehe ich eine Herde Hirschkühe, die am Straßenrand ihr Frühstück zu sich nehmen.&lt;br&gt;Es wird bestimmt ein schöner Tag. Das Morgenrot schiebt sich über die süd-östlichen Gipfel und lässt das Tal langsam erwachen.&lt;br&gt;Am Parkplatz angekommen bin ich wieder einmal der erste. Zum Glück...&lt;br&gt; Die Dame an der Info hat mir gezeigt, wo der Weg ungefähr losgehen soll, doch gefunden habe ich ihn auch auf meiner topografischen Karte nicht. Ich wusste also heute Morgen noch nicht, wie lange die Wanderung wird, wie hoch und wie steil.&lt;br&gt;Von steil hatte sie schon etwas gesagt, sogar von sehr steil und dass man am Schluss klettern muss - doch ich hatte abgewinkt und gesagt &amp;quot;alles klar, kein Problem&amp;quot;.&lt;br&gt;Ob es doch zu einem Problem wird, stellte sich bald heraus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin auf jeden Fall früh am Start. Um 7:30 Uhr gehe ich an der Maligne Road entlang und suche den Weg, der links den Berg hochgehen soll.&lt;br&gt;Ich richte mich auf eine 8-10h Tour ein. Zwar ist  das hier kein Berg von 3000m, aber wer weiß wie schwer der Weg wird. So kann es schon einmal 4h bis zum Gipfel dauern.&lt;br&gt;Tatsächlich beginnt ca. 200 m nach der Einfahrt zum Parkplatz ein kleiner Weg, der tief in den Wald führt. Hier herrscht schon richtig Herbst. Der Mischwald, der hier unten von einer Birkenart durchzogen ist, schimmert Gelb und Orange.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Pfad führt steil neben einem ausgetrockneten Flusslauf den Berg hinauf.&lt;br&gt;Hier gibt es viele lange Gräser und niedriges Gewächs, das den Boden bedeckt.&lt;br&gt;Immer wieder scheint das Morgenlicht durch die Gipfel und bildet dadurch ein schönes Schattenspiel. Den Pfad folgt man ca. 15min bis man weiter am linken Rand des ausgetrockneten Bachbettes empor steigt. Die Bäume werden jetzt deutlich mehr durch Kiefern geprägt und es geht etwas steiler nach oben. Nach einer halben Stunde habe ich  einen kleinen Wasserfall erreicht, der im Frühjahr bestimmt imposant aussieht. Jetzt ist nur ein leises Plätschern in dem sonst trockenen Bach zu hören.&lt;br&gt;Der Bach hat sich hier tiefer in den Stein gefressen und die Schlucht ist schon einige Meter tief.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der letzte Anstieg durch das Kiefernwäldchen wird noch einmal richtig knackig, bevor ich dann nach ca. einer Stunde langsam in den Creek hinabsteige und dem leeren Flussbett folge.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oben links an einem jungen Waldstück vorbei, geht es durch ein kleines Paradies. Ganz weich ist der Boden, auf dem ich laufe, das Licht scheint gespenstisch durch die Gipfel und das dunkle Moos scheint hier noch satter und saftiger zu sein.&lt;br&gt;Kaum sieht man etwas mehr Licht, da wird es auch schon wieder steiler. Der Weg ist jetzt zu einem knackigen Steig geworden, der bei Nässe sehr gefährlich sein könnte.&lt;br&gt;Auf der rechten Seite sehe ich große durch den Gletscher und Wasser geformte Steinplatten, die bedrohlich zwischen der Schlucht hervorblinzeln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Kiefernwald kommt ein sehr dichter Tannenwald, durch den ich mich wie durch ein Dickicht kämpfen muss. Man sieht keinen Meter nach vorne. Alles ist grün und die ausladenden Äste der Tannen schlagen mir immer wieder ins Gesicht.&lt;br&gt;Nach ca. 2 Stunden habe ich auch diese Hürde geschafft und bin am Fuße des Roche Bonhomme (vermute ich, da er als nächster auf der Karte liegt) angekommen.&lt;br&gt;Ein großes steiles Schotterfeld türmt sich vor mir auf. Ein paar große Felsen liegen mitten in den Feldern.&lt;br&gt;Steil geht es bergauf und doch lohnt sich das Ganze.&lt;br&gt;Der Ausblick ist fantastisch. Ich kann bis zum Medicine-Lake sehen, &lt;br&gt;viele Spitzen und unzählige schneebedeckte Gipfel kann man erahnen.&lt;br&gt;Ein tolles Gefühl...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unten wieder angekommen, gönne ich mir erst einmal einen Cocktail auf der Dachterrasse einer Pizzeria. Danach ab zum Campingplatz und eine kleine Joggingeinheit zum Lac Beauvert - man läuft wunderschön vom Campingplatz am Wasser entlang, wo die Paddler die Strömung genießen. Zwischendurch läuft man an wunderschönen Logdes vorbei, die immer an einer kleinen Ausbuchtung liegen mit aufgereihten Liegestühlen und Blick aufs Wasser. Mit einem Glas Wein und ein paar Chips auf dem Beistelltisch, genießen viele den sensationellen Ausblick auf das Wildwasser und die Umgebung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach ca. 5 km bin ich dann am Lac Beauvert angekommen, an dem ein Golfplatz liegt.&lt;br&gt;Dann reicht es mir aber für heute. Da ich nichts eingekauft habe, gönne ich mir heute Abend ausnahmsweise einmal ein Essen im Restaurant.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Morgen fahre ich wieder den Icefield Parkway nach Banff  hinunter. Wahrscheinlich werde ich zwei kleinere Touren unterwegs machen, aber so genau weiß ich das noch nicht.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;</description>
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                <title>Westkanada mit Traveland RV 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/bild4_bear-looking-in-the-mirror_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kanada-Urlaub mit dem Wohnmobil&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;2 Wochen durch den Westen Kanadas&lt;/p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2013 von SK-Kunde Irene Vitten&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;DONNERSTAG, 12. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich bin etwas aufgeregt, ob alles so klappt wie geplant? Morgen noch und dann fliegen wir Richtung Kanada! Ich habe mir vorgenommen ein Reisetagebuch zu schreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SAMSTAG, 14. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;0:00 Uhr kanadische Zeit und wir fliegen gerade über Grönland. Noch ca. 4 Stunden Flug und wir werden in Vancouver landen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SONNTAG, 15. SEPTEMBER 2013 16:24&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Tag beginnt mit Nebel. Geschlafen haben wir in den Riesenbetten des River Rock &quot;The Hotel&quot; sehr komfortabel. Um 9:00 Uhr werden wir dann abgeholt und fahren zur Wohnmobil Übernahmestation. Mal sehen was der Tag so bringt. Von Traveland sind wir zuerst einmal Lebensmittel kaufen gegangen. Nun besitzen wir die Safeway-Kundenkarte und kriegen Rabatt! Allerdings hat der Spaß trotz Kundenkarte und Clubpreis immer noch stolze 180 CAD gekostet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Highway 1 und später den Highway 99 - ca. 80 km und gut 1 ,5 Stunden später sind wir in Porteau Cove angekommen.Camping die Erste. Leider regnet es jetzt immer mal wieder, so konnten wir weder die schöne Aussicht bei der Hinfahrt noch die Aussicht an unserem Stellplatz wirklich genießen. Jetzt ist es 17:39 und unser erster Campertag neigt sich dem Ende zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;DONNERSTAG, 19. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die letzten beiden Tage waren wir auf dem Elkfalls Campground. Gestartet waren wir am Montagmorgen von Porteau Cove im Regen, sind dann zur Fähre nach Horseshoe Bay gefahren und hatten Premieren-Fährschifffahrt. Dank der guten Vorbereitung von SK-Touristik lief alles wie am Schnürchen. Eine ganz ruhige Überfahrt, zwar etwas kühl aber äußerst angenehm. Nach rund 1,5 Stunden kamen wir in Nanaimo an. Von hieraus ging es dann nach Campbell River zum Elkfalls Campground. Idyllisch am Quinsam River gelegen, parkte unser Wohnmobil. Lachse und einen Fischreiher in riesengroß haben wir bei unserem ersten Spaziergang gesehen. Am Abend grasten zwei Rehe in unmittelbarer Nähe. Schön!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den zweiten Tag sind wir zu den Wasserfällen &quot;Elkfalls&quot; und weiter zum John Hart See gewandert. Sehr anstrengend, allerdings auch sehr schön. Obwohl, oder vielleicht auch gerade deshalb, uns klingelnde Wanderer begegneten, haben wir keinen Bären oder Elch gesehen. aber wir konnten einen Weißkopfseeadler beim Fressen beobachten und zusehen wie die Lachse im Wasser sprangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann noch eine ganz freundliche und hilfsbereite &quot;Gayle Tufts&quot; als Campground-Angestellte, die uns bei unserem ersten SaniDump-Besuch mit Rat und Tat zur Seite stand - der Stopp am Elkfalls Campground ist zu empfehlen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute sind wir dann rund 250 km Richtung Norden, den Highway 19 nach Telegraph Cove gefahren. Mal sehen, ob Morgen die Grizzlybär Tour stattfinden wird. Zurzeit sieht es nach Sturm aus und die Tour wird nicht stattfinden können. Alternativ planen wir morgen nach Port Hardy zu fahren und die Tour am Samstag zu machen.Telegraph Cove ist ein winzig kleiner Ort aus lauter kleinen, bunten Holzhäuschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;FREITAG, 20. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Unsere für heute geplante Grizzly-Tour ist wegen zu starkem Sturm ausgefallen. Bei Windgeschwindigkeit von mehr als 22 Knoten dürfen die Boote nicht rausfahren. Heute sind 30 Knoten Windgeschwindigkeit, also hoffen wir auf Samstag. Wir haben den Tag genutzt und sind nach Port Hardy zum Lebensmittel auffüllen gefahren. Die kanadischen Portionen sind beeindruckend! Port McNeil haben wir für Lunch genutzt und für kostenloses Internet. Im Tia&#039;s Café hatten wir beides,... Und auch noch eine Kanadierin die uns ein Restaurant in Tofino empfohlen hat. Es gehört ihrem Sohn und wir müssen dort unbedingt essen! Wo hab ich den Zettel hingetan? Naja, wird sich noch finden.Auf dem Rückweg haben wir dann noch ein, zwei Fotos gemacht, einen Zug mit gefühlten 3km Holzwaggons passieren lassen und Rehe beobachtet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So und der Wind wird auch nicht weniger. Das Wohnmobil wackelt fürchterlich hin und her. Mal sehen wie die morgige Walbeobachtung abläuft. 12:30 Uhr müssen wir am Ende des Bootsstegs sein. ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SAMSTAG, 21. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Tag begann mit endlosem Regen. Gegen Mittag hörte es dann auf zu regnen, wir waren hoffnungsvoll, dass unsere Wal Tour im Trockenen stattfinden wird. Leider ein Irrtum. Nass bis auf die Knochen, na ja nur gefühlt da unsere Regensachen dicht hielten, haben wir einen wunderbaren Ausflug erlebt.Schweinswale, Buckelwale und Schwertwale haben wir gesehen. Weißkopfseeadlerpärchen, Seehunde und die weltgrößten Seelöwen konnten wir entdecken. Ganz zu schweigen von dem &quot;Kleinviech&quot; an Vögeln die das Schiff umflogen. Mit Regen ging der erlebnisreiche Tag auch wieder dem Ende zu. Morgen starten wir dann zur Grizzly-Tour. Hoffentlich ohne Regen und mit ähnlich vielen Eindrücken wie heute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;DIENSTAG, 24. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die letzten Tage haben wir in Telegraph Cove die Grizzly-Tour gemacht. Sehr beeindruckend Bärenmutter und Kinder in freier Natur zu sehen. Wir konnten die Bärin beim säugen der Jungen beobachten und später eine Mutter mit ihren schon älteren Kindern beim Fischen zusehen. Der Tag blieb trocken, doch am Abend setzte der Regen wie gewohnt wieder ein. Am nächsten Tag sind wir dann ein paar hundert Kilometer und ein paar Stunden später in Tofino, Bella Pazific Campground, angekommen. Zwar hatten wir unsere Reiseroute ein klein wenig anders geplant, aber das ist der Vorteil des &quot;Zigeunerlebens&quot;. Unterwegs haben wir noch eine Mittagspause am Pazific eingelegt und mit Meerblick vom Wohnmobil aus gegessen. Herrlich! Geregnet hat es natürlich auch wieder! Heute sind wir in den Ort Tofino spaziert. Strammes gehen, dann waren wir in gut 45 Minuten im Ort. Und immer wieder regnet es zwischen durch. Jetzt sitzen wir am Meer und lesen. In Tofino haben wir gestern und heute ebenfalls Bärentouren gemacht. Diesmal, anders als in Telegraph Cove, mit einem Zodiac.An Mears Island vorbei sind wir die Küste entlang im &quot;Schlauchboot&quot; gecruist, na ja &quot;kanadisches cruisen&quot;, und haben die wunderschöne Landschaft genossen. Wir konnten Weißkopfseeadler, Seehunde und Schwarzbären (Mutter und Kinder) beobachten. Heute sind wir den ganzen Tag mit Sonnenschein verwöhnt worden. Mal sehen was der morgige Tag bringt. Geplant haben wir eine Tour zu den Hot Springs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;FREITAG, 27. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Hot Spring Tour, dahin sind wir gegen 12:00 Uhr gestartet. Gesehen haben wir neben einem unglaublich beeindruckenden uralten Wald, die heiße Quelle. Die hat uns aber nicht besonders beeindruckt, der Wald allerdings schon! Auf der Hinfahrt konnten wir nochmals einen Schwarzbären beobachten. Die immer wieder auftauchenden Seehunde waren natürlich auch wieder zu sehen. Auf dem Rückweg hatten wir wieder Glück und haben drei Wale eine ganze Zeit sehr nah um uns herum gehabt. Kurz vor Tofino dann noch ein Seelöwenarchipel und der Tag neigt sich dem Ende zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei bewölktem Himmel sind wir in Tofino gestartet, haben nochmal im Pacific Rim den Regenwald bestaunt und sind wegen des Regenwetters bis Victoria durch gefahren.Am späten Nachmittag noch einen Spaziergang bis zum Hafen in Victoria dann neigt sich der Tag sich dem Ende zu. Jetzt regnet es schon seit Stunden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute Morgen haben wir dann die Zeit genutzt, die Fähre gebucht, die Wal Tour für morgen bestätigt und schon mal Sachen zusammen gepackt. Tatsächlich ist es schon bald wieder soweit, dass wir Kanada verlassen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SONNTAG, 29. SEPTEMBER 2013 19:12&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nachdem es die ganze Nacht geregnet hat und es jetzt immer noch regnet, bin ich gespannt wie sich die heutige Walbeobachtung gestalten wird. Ob das Wassertaxi, wie von Cassie aus dem Campgroundoffice versprochen, alle 20 Minuten fährt? Die Tour war wieder einmal richtig gut. Wir haben Orcas und Humpbackwhales gesehen, hatten (teilweise) strahlend schönes Wetter - und eine Rückfahrt die es in sich hatte. Man kann es als Ritt auf den Wellen bezeichnen. Achterbahn fahren ist nur unwesentlich schlimmer. Heute haben wir dann Abschied vom Wohnmobil genommen. Jetzt genießen wir den Komfort unsere Suite mit zwei Kingsize-Betten im Rosedale on Robson.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder zu Hause! Unsere Katze Lauda hat uns schon sehr vermisst. Es scheint die Sonne, alles blüht noch. Spannend, schöne sowie erlebnisreiche Tage in Kanada sind jetzt zu ENDE.&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Irene Vitten&lt;/em&gt;</description>
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                <title>Im Wohnmobil bis Nordkanada 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 12 Mar 2025 03:00:09 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbsk10rsfdec1_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;h2&gt;Deh Cho 2010 - Teil I&lt;/h2&gt;&lt;em&gt;Von Westkanada in den Norden&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2. Tag - Mittwoch 14.07.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht war grenzwertig. Die Kinder haben zwar trotz der ganzen Aufregung gut geschlafen, aber es war unglaublich heiß in unserem Zimmer im 4. Stock. Eine tropische Nacht. Und so wirklich konnten wir das Fenster ja nicht auflassen, wegen der nur gefühlte 50 Meter entfernten S-Bahnlinie... Naja, schlussendlich blieb uns ja doch nichts anderes übrig...&lt;br /&gt;Erbarmungslos klingelte dann der Handywecker um 4:30 Uhr - gerade als es kühl wurde und wohl jeder von uns noch problemlos ein paar Stündchen hätte schlafen können. Naja, für 5:10 Uhr hatten wir das Taxi bestellt (der Shuttle startet erst um 6 Uhr - is klar...). Das Taxi wartet schon unten. Eigentlich sehr angenehm. Ist ja nur ein Karzensprung zum Airport und so konnten wir uns einen Kombi ( für das ganze Gepäck) und zwei Sitzplatzerhöhungen (für die Kinder) bestellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zum ersten mal bin ich um 2:30 Uhr wach. Klar, Jet Lag. Einmal austreten, wieder hinlegen, versuchen weiter zu schlafen - oder wenigstens zu dösen. Erst geling es, aber um 4:30 Uhr gebe ich es dann auf und stehe auf. Wenig später dann auch die Kinder. Sie sind begeistert und kaum noch zu halten. Vor einer Stunde noch bin ich zu meinem vierjährigen Sohn Felix in den Alkoven gekrochen und habe ihn gefragt: &quot;Na, ist das cool hier im Wohnmobil?&quot; Seine Antwort war: &quot;Ja, total! Und ich freue mich auch schon ganz doll auf den neuen Tag, Papa!&quot; Da geht einem doch das Herz auf, oder?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Morgens das erste Malheur: Natalie ist irgendetwas an einer Zahnkrone kaputtgegangen, was nun repariert werden muss. Glücklicherweise sind wir in Vancouver, wo so etwas schnell, professionell und unbürokratisch gemacht werden kann!! (Am Abend wird wieder alles in Ordnung sein.)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute morgen verzichten wir auf das Frühstück im Rosedale (der Service hatte uns hier gestern nicht so gut gefallen) und wir fahren früh los nach Langley. Frühstück mit leckerem Kaffee bei Starbucks und dann nur über die Straße zu Traveland RV. Wir steigen wieder in unser Mobil und Kamnels übernehmen ihres - und los geht&#039;s ins Fraser Valley zum Harrison River. Auch dort werden wir von herrlichem Wetter empfangen. Der Wasserstand des Flusses ist hoch, aber wir riskieren einen ersten Angrlausflug zur nahegelegenen Eisenbahnbrücke - leider erfolglos, aber trotzdem spannend für die Kinder. Anschließend brauchen wir alle eine Abkühlung und springen in den Fluss. Aber nur ganz kurz, denn das Wasser ist eiskalt...&lt;br /&gt;Abends zünden wir dann das Lagerfeuer an. Unsere alten Freunde Bruce und Nancy kommen vorbei und bringen ein riesengroßes Königslachsfillet mit. Ja, wir feiern heute zwanzigjähriges Jubiläum! Genau vor zwanzig Jahren habe ich Bruce (den Inhaber des nahdgelenen Sasquatch Pubs) hier kennengelernt. Im Laufe des Abends kommen auch noch Bruces Schwester Janet sowie die beiden Töchter Jacqueline und Brittany vorbei. Es wird ein richtig schöner (und feuchtfröhlicher) Abend am Lagerfeuer!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;6. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Jetzt geht&#039;s richtig los. Wir packen das Camp zusammen und fahren - wieder bei herrlichem Wetter- durch den Fraser Canyon ins Cariboo Country. Unterwegs entdecken wir bei Cache Creek einen idyllischen Farmer&#039;s Market mit Picnic Area. So decken wir uns erst einmal mit frischem Obst und Gemüse ein und machen eine ausgedehnte Rast. Die Kinder spielen auf den Schaukeln und Spielgeräten.&lt;br /&gt;Weiter geht es auf dem Goldrush Trail (Highway 97) gen Norden bis Lac La Hache, wo wir auf die Hinterlandstraße zur Ten-ee-ah Lodge abbiegen. Über 20 Kilometer Schotter und so langsam stellt sich wohl bei meiner Frau und bei der Familie Kammel die Frage, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Die wird aber unisono direkt nach der Ankunft mit einem deutlichen &quot;JA&quot; beantwortet. Die Lage der Lodge am einsamen Spout Lake spricht wirklich für sich. Und die schönen und gepflegten Rundholzgebäude scheinen, wie mir auffällt, vor allem den weiblichen Sinn für Ästhetik anzusprechen, während die Herren der Schöpfung eher zu schätzen wissen, dass alles weitläufig und gut verteilt ist, so dass man überall auf dem Lodge-Gelände das Gefühl hat, mehr oder weniger allein zu sein. Pferde laufen über das Gelände - Anna flippt aus...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;7. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ein Tag rund um die Ten-ee-ah Lodge. Eigentlich wollten wir ja heute schon zum Wells Gray Park aufbrechen, aber die Mehrheit meiner &quot;Mannschaft&quot; (insbesondere Frauen und Kinder) votieren dagegen. Und so gibt es mitten in unserem Wohnmobilurlaub einen echten Lodge-Tag.&lt;br /&gt;Um 5 Uhr stehen Felix und ich auf und wir treffen uns draußen am Steg mit Sven, Lili und Lennart. Wir nehmen uns eines von den kleinen Motorbooten und tuckern auf den See hinaus - zur Pirschfahrt. Ein tolles Erlebnis mit den Morgennebeln über dem See - übrigens wieder tolles Wetter.. Tja, den Elch finden wir nicht, aber wir können einen Fischadler super fotografieren und die Loons (Eistaucher) bieten uns eine tolle Schwimm- und Tauchshow mit Konzert.&lt;br /&gt;Um 8 Uhr kehren wir zurück. In einer halben Stunde gibt&#039;s Frühstück in der Lodge. Wir haben das Camper-Package gewählt mit Stellplatz, Halbpension, Kanus und Mountainbikes sowie die Nutzung des Lodge-Duschraums. Absolut zu empfehlen!! Man fühlt sich gar nicht als &quot;Camper nebendran&quot;, sondern richtig als Lodge-Gast.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;8. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;So, heute geht&#039;s aber weiter, ob wir wollen oder nicht. Einkauf in 100 Mile House und dann über die Route 24 in die Thompson-Okanagan-Region. Unser Ziel: der Wells Gray Park. In Clearwater tanken wir. Kein Kommentar über die Tankrechnung unserer beiden großen Benzinschlucker. Nur so viel: Es tut weh, der Zapfsäulenanzeige beim Tanken zuzusehen. An der ATM- Machine in der Shell-Tankstelle besorgen wir uns noch schnell etwas Bargeld, um alle Campgebühren im Parl bezahlen zu können. Dann geht&#039;s los über die Parkstraße, die ja später (nach dem Abzweig zu den Helmcken Falls) zur Schotterpiste wird. Wir haben Glück und ergattern noch den letzten Doppelstellplatz auf dem Campground.&lt;br /&gt;Hackfleisch hatten wir schon während der Fahrt aus dem Gefrierfach des Wohnmobils genommen und so werden nach Ankunft schnell Spaghettis zubereitet - natürlich komplett auf dem Feuer!! Das Wetter, wie gewohnt, ein Traum. In Clearwater war es sogar richtig heiß. Der totale Kontrast jetzt hier im dichten Wald - im Vergleich zum Lodge-Programm... Doch die Kinder freuen sich und toben vor und nach dem Essen über den riesigin Doppelstellplatz. Und abends prasselt das Lagerfeuer.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;9. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Wildnis ruft! In der Früh kommt mein Kumpel Andy (Inhaber von Kanata Adventure Specialists) mit seinem Van mit Hänger vorbei. Seine beiden Töchter Tiffany und Sarah sind auch mit von der Partie. 3 Tage (2 Nächte) soll es auf Kanuexkursion hinaus auf den Clearwater Lake gehen. &quot;Wie in alten Zeiten&quot; denke ich so bei mir, während wir unseren Part der Ausrüstung dazupacken. Genau so eine Kanuexkursion auf dem Clearwater Lake war früher in den 90er Jahren dester Bestandteil einer jeden unserer Campingtouren...&lt;br /&gt;Das Wetter ist einmal mehr der Hammer und so können wir es kaum erwarten, endlich auf den See hinauszukommen. Andy bringt uns zur Einsetzstelle, wir lassen drei Kanus ins Wasser und verladen die umfangreiche Azsrüstung in diese. Mutter vorn, Vater hinten zum Steuern und die Kinder in die Mitte auf Ausrüstungskisten oder -Säcke. So funktioniert&#039;s. Nur der arme Andy muss mit seinen beiden Töchtern allein paddeln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;10.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ein Tag in der Wildnis. Aber was ist mit dem Wetter los? In der Nacht habe ich schon das Tröpfeln auf&#039;s Zeltdach gehört - und leider setzt es sich am frühen Morgen fort. Jetzt erweist sich Andy&#039;s Küchenzelt als echter Gewinn! So können wir den ersten Kaffee genießen, ohne nass zu werden. Und dann ist es auch schon wieder vorbei mit dem Tröpfeln. Die Damen misstrauen dem Wetter noch, aber ich nehme Andys leckere Eier mit Speck schon am Strandtisch unter freiem Himmel zu mir.&lt;br /&gt;Und dann geht&#039;s auf Kanu-Entdeckungstour. Ganz gemütlich und ohne Gepäck paddeln wir zum Ivor Creek. Hier treffen wir die Holländer wieder, die sich für den tollen Tipp bedanken, aber gleichzeitig auch zugeben, dass sie über Nacht mächtig Schiss gehabt haben. Bärenspuren überall, sogar im frisch nassgeregneten Strandboden. Nach einem kleinen Schokosnack (Danke, Andy- abnehmen werden wir wohl trotz Paddelei sicher nicht!) geht es wieder zurück zum Camp. Beim Zurückblicken sieht Mirjam den Schwarzbären dann tatsàchlich auch. Naja, wir sind wieder auf dem Wasser. Andy und ich fangen je eine Regenbogenforelle, so dass es zurück am Camp für alle ein schmackhaftes Fischtoast gibt. Es gibt einfach nichts leckereres als eine über dem Feuer frisch gebratene Forelle!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;11. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Sonne und strahlend blauer Himmel. Erst einmal noch ein zünftiges Frühstück am See. Rührei mit allem, was so übrig geblieben ist. Lecker.&lt;br /&gt;Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass es auf den Wilderness Campgrounds am Clearwater Lake jetzt bärensichere Food-Container gibt? Also nicht mehr das Klettern auf die vier Meter hohe Traverse zwischen zwei mit Stahl ummantelten Bäumen, sondern einfaches und sicheres Verstauen der Lebensmittel am Boden.&lt;br /&gt;Dann das Camp abbauen und alles wieder in die Kanus. Und los geht&#039;s zurück. Zunächst überqueren wir den See und paddeln zum Divers Bluff Campground. Hier machen wir eine ausgedehnte Mittagspause und fühlen uns wie in der Südsee. Sonnen am Strand, Schwimmen und Springen von den hohen Klippen. Und dann auf zur letzten Etappe. Erstaunlich nach wie vor, dass man hier für den Rückweg immer die doppelte Zeit benötigt. Das war schon vor 15 Jahren so. Auf dem Rückweg hat man den Wind immer gegen sich...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;12. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Morgens erst die Schotterfahrt über die Parkstraße. Stop an den Helmcken Falls. Wir sind ganz allein. Haben die 140 Meter hohen Fälle ganz für uns. Ach, und Sonne und blauer Himmel - hatte ich das schon erwähnt?&lt;br /&gt;Dann weiter nach Clearwater und Frühstück mit Andy und seiner Familie (Andys Frau Daniela ist heute auch dabei - und sie haben auch noch ihren Freund Franz aus München mitgebracht) in der Meadow Flowers Bakery. Die Sonne brennt um 9 Uhr schon richtig runter und ich habe nach einiger Zeit echte Schwierigkeiten an unserem großen Tisch mitten in der prallen Sonne. Zum Glück wechseln wir dann an Schattentische. Phhhhhh.....&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;13. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Sonne und strahlend blauer Himmel. Ein spätes und ausgedehntes Frühstück im lichten Wald des Whistlers Campground. Wir hatten uns gestern mit den zwei Mobilen auf einen Site gestellt (groß genug sind sie ja), da es praktischer ist zum Kochen und für die Kinder zum Spielen. Naja, bis heute ging es gut. Doch heute werden wir freundlich darauf hingewiesen, dass wir den Site &quot;overcrowden&quot; - Sven muss mit seinem Mobil weichen. Immerhin kann man uns heute einen zweiten Platz in unmittelbarer Nähe zuweisen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;14. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir brechen ganz früh auf - kurz nach der Dämmerung. Noch kurz zur Dumpstation am Campground. Wir müssen die Tanks ablassen und Frischwasser auftanken. Und dann geht es los durch den spektakulären Nordostteil des Jasper Nationalparks. Und endlich sind sie da - die Tiere! Jede Menge Wapitis. Ein kapitaler Hirsch kreuzt die Straße und scheint für&#039;s Foto zu posieren. Toll. Dickhornschafe gesellen sich dazu. Und natürlich Weißwedelhirsche. In einer großen Wiese steht ein Elch. Ein Koyote läuft mitten über die Straße. Und das alles vor dieser sensationellen Gebirgszenerie und einem atemberaubenden Sonnenaufgang! Ich weiß gar nicht, mein wievielter Besuch im Nationalpark das hier ist - es kommt mir vor wie das hundertste Mal - aber für diese Momente werde ich immer wieder hierhin kommen!!&lt;br /&gt;Wir verlassen den Jasper Nationalpark und biegen bei Hinton nach Norden auf die Route 40 in Richtung Grande Prairie ab. Für mich wird die Zeit zurückgedreht. Diese Straße bin ich zum letzten Mal in den Neunzigern gefahren - als Tourguide für unsere Campingtouren. Sie war fester Bestandteil fast aller unserer eigenen Touren damals. Eine Überbrückung vom Kanutrip im nördlichen Peace River District hinunter in die Nationalparks - so meine Erinnerung. Doch heute staune ich. Die Route ist in diesen frühen Morgenstunden traumhaft schön! Herrliche Ausblicke in dieser Foothill-Landschaft. Ein Elchbulle - diesmal ein echt kapitaler, nicht so ein &quot;Fahradlenker&quot; wie vorher - steht direkt am Straßenrand. Sven erwischt ihn mit seiner Kamera. Kaffestopp in Grand Cache, Tanken in Grande Prairie und dann weiter in Richtung Dawson Creek. Hier ist die &quot;Mile 0&quot; des Alaska Highway.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;15. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der frühe Aufbruch lohnt sich. Natürlich wieder herrlichstes Wetter und wir sind nun wirklich ganz allein auf dem Alaska Highway. Die Sonne steht schon recht hoch am Hinmel (wir sind deutlich später als gestern aufgebrochen) und ich unterhalte mich schon über Funk mit Sven darüber, ob es wohl zu spät war, da gar keine Tiere (außer ein paar Weißwedelhirsche) zu sehen sind. Doch dann sehe ich einen knappen Kilometer (ja, so weit kann man auf diesem Highway gucken!) vor mir den auffälig schwarzen Fleck, der in die Buschlandschaft am Straßenrand einfach nicht hineingehört. &quot;Wenn der sich jetzt bewegt, muss es ein Bär sein.&quot; denke ich und fixiere den Fleck. Er bewegt sich - und halt, jetzt sind es sogar zwei! Eine Schwarzbärenmutter mit ihrem Jungen. Sie pflücken in aller Seelenruhe die Beeren von den Büschen und lassen sich von uns in keinster Weise stören. Wir bleiben mitten auf dem Alaska Highway stehen - einen richtigen Randstreifen gibt es hier nicht - aber was soll&#039;s? Es kommt ja eh kein anderes Auto. Doch, ein Truck. Aber der hat Verständnis und fährt weiträumig um uns herum. Nachdem wir uns im wahrsten Sinne des Wortes sattgesehen und -fotografiert haben (leider nicht wirklich was für meine iPhone-Kamera...), fahren wir weiter zum Tankstop nach Fort Nelson. Sven (die Kinder nennen ihn ja, wie gesagt, &quot;den Reparateur&quot;) hatte bereits gestern festgestellt, dass sich irgendwo (ich bitte meine technische Unkenntnis zu entschuldigen) ein Kabel gelöst hat, das für das Funktionieren des ABS verantwortlich ist. Irgendein Kontakt funktioniert nicht mehr, hatte er mir erklärt. Doch nach eigenen Überlegungen und Gesprächen auf dem Campground hatten wir beschlossen, dass dies kein weltbewegender Mangel sei - zudem ABS auf Schotterpisten eh eher hinderlich sein kann. Und hier in Fort Nelson suchen wir nun noch zur Sicherheit einen Autoglaser auf, um uns bzgl des Scheibenrisses meine bereits gestrige Vermutung bestätigen zu lassen, dass die Windschutzscheibe hinterher eh komplett ausgetauscht werden muss (war mir da recht sicher, da ich genau so etwas schon zwei mal bei meinem Privat-PKW in Deutschland erlebt habe). Und genauso geschieht es dann auch. Natürlich direkt das Angebot, die Scheibe auszutauschen, doch wir lehnen ab. Macht ja keinen Sinn. Das kann Traveland in Langley sicher hinterher besser organisieren. Zudem brauch man sich dann halt jetzt um die Scheibe keine Sorgen mehr zu machen - selbst wenn noch ein Steinschlag hinzukommt. Also erst einmal eine Sorge weniger - für den Moment. Ist ja schon mal was...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;16. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute brechen wir gegen 7 Uhr auf. (Übrigens, der Toilettengeruch bei Kammels scheint nun endlich unter Kontrolle. Mal weiter abwarten...) Wir haben zwar nur eine relativ kurze Strecke vor uns aber insgesamt sehr viel vor heute. Das letzte Teilstück des Liard Trails wird bewältigt. Dann der Abzweig auf die Asphaltstraße nach Fort Simpson. &quot;Der Asphalt hat uns wieder!&quot; denken wir und drücken ein wenig mehr auf die Tube. Allerdings nur bis zur ersten Bodenwelle. Dann merken wir so langsam, dass man auf dieser Asphaltstraße (wenn auch schnurgerade und völlig ohne Gegenverkehr) im Prinzip langsamer fahren muss als auf der Schotterpiste. Naja... Plötzlich öffnet sich der Busch zum großen Fluss hin, den Mackenzie River. Hier verkehrt eine kleine Fähre, auf die wir nun einen Moment warten müssen. Rechts und auf der anderen Uferseite kann man sehen, wo im Winter die Iceroad über den Fluss an die Landstraße angebunden wird. Fort Simpson ist praktisch fast vier Monate im Jahr für Landfahrzeuge von der Außenwelt abgeschlossen, da sowohl im Spätherbst als auch im Spätwinter das Eis zwar noch zu dick für die Fähre, aber zu dünn für die Eisstraße ist (insbesondere, um das Gewicht von großen Trucks zu tragen). Unser Diareferrent Pfaff hatte mich bereits vor der Fährenrampe gewarnt. Das Problem sei schon lange gelöst, hatte ich auf meine entsprechende Anfrage an das Tiurismusbüro von den Northwest Territories erfahren. &quot;Naja, wer&#039;s glaubt...&quot; denke ich und taste mich ganz langsam heran. Und dann ist sehr schnell klar: es passt nicht. Führe ich noch einen halben Meter weiter, so würde ich mit dem Hinterteil meines 29-Fuß-Mobils auf der Schotterzufahrt aufsetzen. Nun müssen erst große Balken vor meine Hinterräder gelegt werden, auf die ich fahre, um hinten Höhe zu gewinnen. Dann passt alles. Alles relaxed. Wir sind eh die beiden einzigen Fahrzeuge für diese Fährfahrt. Bei Svens 27-Fuß-Mobil passt es auch dann tatsächlich ohne die Balken. Auf der anderen Seite dann das gleiche Spielchen. Dann noch ein paar Kilometer Asphaltstraße (gleiche Qualität wie vorher) und wir haben Fort Simpson erreicht. &quot;Sieht fast ein bisschen aus wie eine First Nations Siedlung&quot; denke ich. Und man ist sehr schnell durchgefahren und steht wieder vor dem Fluß. Aber es gibt Zeichen der Zivilisation. Zwei oder drei Restaurants, eine Tankstelle, eine Bank, eine Post und einen Supermarkt sehe ich.&lt;br /&gt;Naja, erst einmal melden wir uns kurz beim Hangar von Simpson Air und ich treffe meinen Freund Ted Grant, den Besitzer dieser kleinen Airline. Ted ist Buschpilot und betreibt in seiner Airline einige Busch- und Wasserflugzeuge. Ted zieht mich einmal mehr damit auf, dass es ja &quot;bloß&quot; 15 Jahre gedauert hätte, um mich hierher zu bekommen. Stimmt, vor etwa 15 Jahren hat er mich zum ersten Mal eingeladen und mir von seiner einsamen Lodge am Little Doctor Lake erzählt, der Nahanni Mountain Lodge. Und hierhin wollen wir nun auch fliegen. Doch vorher geht&#039;s zum Einkaufen in den Northern Store. Schließlich will man ja auch in der Wildnis nicht schlecht leben! Dann Packen. Was muss mit, was bleibt im Wohnmobil? Letztere bleiben übrigens sicher geparkt auf Teds Airline-Gelände stehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;17. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Alle haben gut geschlafen in den Zelten. Es war eine warme Nacht. Und heute wieder einmal traumhaftes Wetter. Beim Frühstück - Kaffee und Toast werden natürlich konsequent auf dem Feuer gemacht - beschließen wir, den Tag weitestgehend (aufgrund des schönen Wetters) hier zu verbringen, denn der Platz mit seinen Möglichkeiten ist nun einmal echt toll. Ansonsten wollen wir jedoch versuchen, heute noch einen Ortswechsel vorzunehmen. Wir waren einfach nicht auf Camping eingestellt und mittlerweile scheint (insbesondere die Damenwelt) auch schon die bloße Präsenz der unsauberen Hütten und der Umstand, dass man sie halt hin und wieder doch nutzen muss (da man ja doch einige Sachen in ihnen lagern muss) deutlich im Urlaubsgenuss zu beeinträchtigen. Also, mit dem Satellitentelefon rufe ich die Basisstation von Simpson Air an und melde an, dass wir hier abgeholt werden wollen. Kein Pilot frei derzeit, doch man will versuchen, was man kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;18. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der erste Morgen in der North Nahanni Naturalist Lodge. Heute morgen wird uns besonders der derzeitige &quot;Improvisationsstatus&quot; unseres Aufenthalts hier bewusst. Warum? Es ist weit und breit niemand zu sehen, um uns Frühstück zu machen in dieser eigentlichen &quot;Full Service Lodge&quot;. Also bedienen wir uns selbst in der Küche - an unseren eigenen Lebensmitteln, die wir von unserem ja ursprünglich länger geplanten Aufenthalt an der Nahanni Mt. Lodge mitgebracht hatten. Denn wir haben einen Termin heute morgen. Gegen 9 Uhr will Todd mit seiner Cessna kommen, um uns in den Nahanni Nationalpark zu fliegen. Für gute 4 Stunden. Nachmittags sollen dann Kammels dran sein. Wir sind schon fast fertig mit dem Frühstück, da schlurft Neil herein (offensichtlich gerade aus dem Bett gefallen) und fragt, ob wir alles gefunden hätten... Naja, immerhin kocht er uns noch einen Kaffee (wir haben die Maschine nicht ans Laufen bekommen) und richtet für uns ein kleines Lunchpaket her. Und dann wassert Todds Cessna auch schon direkt vor der Lodge. Die ganze Famile Schoof klettert gespannt in das kleine Flugzeug und los geht&#039;s. Herrliches Wetter natürlich - bevor ich vergesse, das zu erwähnen...&lt;br /&gt;Der Flug ist atemberaubend! Wir fliegen zunächst über ein Gebirgsplateau und dann über unendliche, wunderschöne Gebirgswildnis. Wir sind schon im Nahanni Nationalpark. Die Flüsse haben hier teilweise eine ähnlich türkisgrüne Siltfarbe wie in den Rocky Mountains Nationalparks. Und dann tauchen die Virginia Falls auf. Majestätisch. Erhaben. Zweimal so hoch wie die Niagara Fälle, aber das ist eigentlich nicht das Entscheidende. Es ist vielmehr die unglaubliche Gewalt, mit der irrsinnige Wassermassen sich hier einen Weg durch den Fels gebahnt haben und an dieser Stelle in mehreren Stufen herunterstürzen. Todd fliegt zu unserer Verzückung eine große Schleife über die Fälle und dann landen wir mitten auf dem Nahanni River, etwa einen halben Kilometer oberhalb der Fälle. Spektakulär!&lt;br /&gt;Hier gibt es eine Rangerstation von Parks Canada und einer der beiden Diensthabenden Ranger erwartet uns schon. Dustin aus Fort Simpson. Volle 10 Tage ist er immer hier in der Wildnis, bevor er dann wieder einige Tage frei hat. Auf dem Notice Board direkt zu Beginn lesen wir, dass vor einer knappen Stunde ein großer männlicher Grizzly im Campground, durch den wir zu den Fällen wandern müssen, gesichtet wurde. Konsequent weigert sich meine Frau dann auch zunächst, mit den Kindern diesen Weg zu beschreiten. Es bedarf all meiner Überredungskunst mit der Erinnerung daran, wie oft wir es auf unseren Kanadatrips schon mit Bären zu tun hatten (auch mit Grizzlies - einmal sogar mit vier Grizzlies zugleich, aber das ist eine andere Geschichte), und Dustins Hinweis darauf, dass er sowohl Bearspray (Pfefferspray) als auch einen Bearbanger (eine Art Schussimitat) dabei hat, bis wir uns dann schließlich doch in Richtung der Virginia Falls in Bewegung setzen. Ein interessanter Soaziergang - fast komplett über Stege durch den Wald. Also auch recht bequem. Und natürlich keine Spur von dem Grizzly.... Der Campground fasziniert micht. Er liegt echt schön mitten im Wald. Überall sind großzügige Plattformen für die Zelte gebaut. Ich bekomme richtig Lust, hier selbst ein Zelt aufzuschlagen. Dann weiter zum Kopf der Fälle. Wenn man hier so steht, kommt man sich klein vor. Einfach nur beeindruckend. Ich weiß auch nicht, was ich sonst groß schreiben soll. Es ist nicht zu beschreiben. Man muss es gesehen haben.&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg halten wir an und vertilgen einen Teil unseres Luchpakets vor herrlichem Flusspanorama. Der Gang mit Dustin, dem Ranger, ist übrigens wirklich sehr interessant. Er erzählt viel über Flora und Fauna und die Geschichte des Flusses und der Fälle. Diese Führung gehört hier zum Service dazu. Und wir sind komplett allein. Nur im Campground haben wir einige Kanuten gesehen, die sich auf die Portage um die Fälle herum vorbereiteten, um am Fuß der Fälle ihren Kanutrip fortzusetzen. &quot;Das muss ich auch noch mal irgendwann machen.&quot; denke ich so bei mir. &quot;Wenn die Kinder älter sind - dann machen wir das mal.&quot; liest meine Frau meine Gedanken. Und dann sind wir auch schon wieder zurück am Wasserflugzeug und starten wieder durch.&lt;br /&gt;Der Rückflug ist noch soektakulärer als der Hinflug! Wir fliegen über und durch unzählige Wildnis-Canyons. Einige sind so schmal, dass sie von oben aussehen, als hätte ein Riese mit einem großen Messer in den nackten Fels geschnitten. Andere sind so breit und tief wie der Grand Canyon. Unglaublich! Zur Krönung fliegen wir dann noch durch das &quot;Felsentor&quot;, das uns vom Little Doctor Lake aus schon so begeistert hat. Echt einzigartig! Ein echtes Erlebnis und Abenteuer. So was gibt&#039;s nicht alle Tage...&lt;br /&gt;Nach der Wasserung auf dem Cli Lake steht uns noch ein herrlicher Nachmittag an der Lodge bevor. Kammels Flug zu den Virginia Falls, der ja eigentlich direkt im Anschluss erfolgen sollte, wird aufgrund einer Wetterverschlechterung über dem zwischen uns und den Fällen liegenden Gebirgsplateau kurzerhand abgesagt und auf Morgen verschoben. So ist das halt hier im Norden. Insbesondere, wenn man auf das Wasserflugzeug als Transportmittel angewiesen ist.&lt;br /&gt;&quot;Kindersauna&quot; ist angesagt! Die Sauna am See ist angefeuert und ich gehe mit allen Kindern hinein. Immer für etwa (gefühlte) drei Minuten. Dann wieder ab in den See. 10x, 20x - alles kein Problem. Die Kinder haben Spaß in der Zedernsauna - insbesondere an dem Umstand, dass man das Aufgusswasser nicht nur auf den Ofen, sondern auch kreuz und quer durch die Sauna an die Zedernholzwände klatschen kann. Sehr zu empfehlen. Bringt den Zederngeruch richtig raus. Nach gefühlten 30x im See (ohne einmal richtig aufgeheitzt worden zu sein) geht es dann mit der gesamten Mannschaft zurück zur Lodge. Das Dinner ist fast fertig. Abends sitzen wir noch einen Moment auf den Sofas und blicken durch die Panoramafenster auf den See. Es war ein schöner Tag. Von der Wetterverschlechterung haben wir hier an der Lodge kaum etwas mitbekommen. Aber auch ein Lodgetag schafft einen. Doch früh zu Bett gehen wir schon länger nicht mehr. Es ist einfach zu hell. Alles hat sich praktisch automatisch nach hinten verschoben - vom Abendessen über das Schlafenlegen der Kinder bis hin zur eigenen Nachtruhe. Selbst das Aufstehen morgens findet deutlich später statt, was für mich als Frühaufsteher echt metkwürdig ist, aber nun halt einfach mal so passiert hier oben im Norden. Und es scheint hier auch völlig normal zu sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;19. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In der Nacht habe ich zum ersten mal richtigen Regen gehört. Hat mich gut weiterschlummern lassen. Morgens ist alles vorbei, allerdings ist es noch bedeckt und windig und über dem Plateau hängen dunkle Wolken. Wir befürchten schon, dass der zweite Flug zu den Fällen nicht stattfinden kann. Inzwischen ist von der Familie Kammel auch nur noch Sven übriggeblieben für diesen Flug. Und er ist ja nun einmal unser Fotograf. Die anderen scheinen doch ein wenig von der Kombination aus dem wechselhaften Wetter und dem längeren Flug in einem sehr kleinen Wasserflugzeug über ein sehr hohes Gebirge beeindruckt...&lt;br /&gt;Doch unser Wetterglück hält an. Pünktlich nach dem Frühstück kommt die Sonne raus. Nur der Wind hält noch an. Das ist aber kein Problem für Todd und seine Cessna. Zur verabredeten Zeit wassert er vor der Lodge. Und los geht es Sven. Praktisch ein Privatflug. Der Rest seiner Familie ist zwischenzeitlich zum Wandern unter indianischer Führung in einem ausgetrockneten Flussbett aufgebrochen. Ich selbst hatte zunächst ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, noch einmal mit Sven mitzufliegen, doch habe mich dann dagegen entschieden. Unter anderem auch weil Loyal, der halbindianische Besitzer der Lodge gestern spät abends hier eingetroffen ist. Er hat, wie wir erfahren, eine etwa sechsstündige Anreise hinter sich gebracht, um uns neue Vorräte zu bringen und um mich zu treffen. Erst vier Stunden von Fort Simpson mit dem Jetboat durch das verzweigte Flusssystem, dann eine Stunde Wanderung zu einer anderen Stelle, an der Neil zuvor schon eins der Motorboote der Lodge für ihn deponiert hatte. Neil war ihm zudem dann später noch einmal mit dem ATV entgegengefahren, um alle Ausrüstung und Vorräte aus dem Jetboat zu transportieren. Langsam wird uns allen klar, was für einen Aufwand es bedeutet, hier im Nirgendwo eine doch recht komfortable Wildnis-Lodge zu betreiben! Und angesichts dieses Aufwandes halte ich es dann auch für angemessen, meinen Tag mit meiner Familie hier zu verbringen, um u.a. auch für Gespräche mit Loyal zur Verfügung zu stehen. Denn er, das weiß ich, möchte dringend mit mir reden. Über das touristische Potenzial seiner Lodge und wie sie evtl in unser Programn passen könnte. Natürlich freut er sich, als ich ihm sage, dass seine Lodge sehr gut zu uns passt. Aber wir besprechen auch intensiv die vielen kleinen Details. Das, was gut ist und das, was vielleicht noch ein wenig in die ein oder andere Richtung geändert werden muss. Das erste Gespräch findet spontan nach dem heute sehr üppigen Frühstück (Loyal ist jetzt der Koch) in der Lodge statt. Das zweite, persönlichere Gespräch nach guter alter First Nations Sitte beim Schwitzen - zwar nicht in einer ursprünglichen Sweat Lodge, dafür aber in seiner herrlichen Sauna am See.&lt;br /&gt;Die Kinder spielen um die Lodge herum, schwimmen viel und fahren Boot. Auch der Hot Tub ist dauerbelegt. Und dann schlägt das Wetter um. Ein richtiger Sturm zieht auf und eine Stunde lang schüttet es wie aus Kübeln und Blitze zucken durch die Luft. Wir sitzen in der Lodge und bestaunen das Spektakel durch die Panoramascheiben. Erste Vermutungen, dass Sven und Todd wohl die Nacht in der Ranger-Station an den Vurginia Falls verbringen müssen. Doch, wie gesagt, nach einer Stunde ist alles vorbei, die Sonne kommt wieder heraus und das normale Lodgeleben wird wieder aufgenommen (für die Kinder: Schwimnen, Hot Tub, Schwimmen, Hot Tub...). Auch das Wasserflugzeug landet wenig später vor der Lodge. Sven ist schwer beeindruckt. Nicht nur von der Stenerie, den Fällen und den Canyons, sondern auch von den Wetterfronten, die es auf dem Rückflug zu umfliegen galt. Das sieht wohl aus keinem Flugzeug heraus so spektakulär aus wie aus einem kleinen Busch- oder Wasserflugzeug - das haben wir ja ansatzweise auch bereits auf unserem eigen Rückflug von den Fällen erlebt.&lt;br /&gt;Mit Todd besprechen wir den morgigen Rückflug nach Fort Simpson. Zwischen vier und fünf Uhr will er kommen, um alles Gepäck und 1-2 Personen einzusammeln. Ted will dann direkt im Anschluss mit der Beaver kommen, um den Rest unser Gruppe zu holen.&lt;br /&gt;Und dann ist auch dieser Tag schon fast wieder vorbei. Allerdings erwartet uns noch ein pompöses Dinner. Diverse Braten und ein auf dem Feuerofen draußen zubereiteter Weißfisch erwarten uns. Es scheint, das Loyal jetzt alle ursprünglich für uns eingeplanten Lebensmittel noch in der kurzen, verbleibenden Zeit an uns verfüttern wil... Naja, uns geht&#039;s also nicht schlecht hier. Abends sitzen wir noch in gemütlicher Runde mit Loyal und Neil beim Bier zusammen und quatschen. Es ist halt lange hell. Vor ein Uhr nachts geht niemand (von den Erwachsenen) ins Bett...&lt;/p&gt;&lt;em&gt;Rainer Schoof&lt;/em&gt;</description>
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                <title>Von Nordkanada in den Westen 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbsk10mkdec2_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;h2&gt;Deh Cho 2010 - Teil II&lt;/h2&gt;&lt;em&gt;Von Nordkanada in den Westen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1. Tag - 04.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;So, die Familien Schoof und Schulte-Kammel nähern sich mit Riesenschritten Yellowknife und das bedeutet, dass sich deren Urlaub dem Ende entgegen neigt. Dies mag für die beiden Familien und alle aufmerksamen Blogleser betrüblich sein, für uns bedeutet es aber, dass unser Urlaub nun endlich losgeht. Eigentlich sollte es ein ganz relaxter Urlaubsbeginn mit einem ausgiebigen Frühstück, entspanntem Koffereinladen und der Fahrt zu unserem Park,Sleep&amp;Fly-Hotel bei Amsterdam werden. Naja, das hat leider nicht ganz so geklappt. Nachdem ich bereits um 6 Uhr nochmal ins Büro gefahren bin, um noch einige Kleinigkeiten zu erledigen, hatte ich diese dann auch gegen 15 Uhr endlich abgearbeitet. Die folgende Fahrt nach Amsterdam wurde dann noch schwere Gewitter und schlechte Sicht aufgrund der starken Regenfälle verzögert, so dass wir erst gegen 20 Uhr in unserem Hotel ankamen. Dieser Start war natürlich alles andere als gut und so war die ganze Familie schon etwas genervt - hoffentlich geht das nicht so weiter. Ging es aber zum Glück nicht. Die Lage entspannte sich schon direkt nach dem Check-in. Das 4-Sterne-Hotel A4 Schipol liegt nur 6 Kilometer vom Flughafen entfernt unmittelbar an der Autobahn A4 und verfügt über riesige Familienzimmer mit Balkon. Julius (3 Jahre) und Helena (6) haben dann erstmal die Verteilung der Betten vorgenommen und eine Kissenschlacht angezettelt.. Nachdem wir uns etwas ausgetobt hatten, haben wir uns dann mit der mitreisende Familie Recker (Marion, Paul und Luis (13)) in der Lobby getroffen und sind in das Restaurant des gegenüber liegenden Autohofs gegangen. So endete der Tag dann in gemütlicher Runde auch für die Kinder erst gegen 23 Uhr.&lt;br /&gt;Noch ein Wort zu dem Hotel: Das A4 Schipol ist bei einem frühen Abflug wirklich zu empfehlen. Wir haben für das Familienzimmer ca. EUR 130,- bezahlt inkl. Parken für die gesamte Zeit gezahlt (max. 31 Tage).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2. Tag - 05.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Um 5 Uhr klingelt der Wecker - grauenhaft, ich dachte es ist Urlaub. Aber um 6 fährt schon unser Shuttle zum Flughafen. Wir möchten früh einchecken und dann dort noch gemütlich frühstücken. Der Air Transat-Flug nach Vancouver soll um 9:35 starten. Also stehen Britta und ich auf und machen erst uns fertig und dann die Kinder. Helena wird nur ganz langsam wach und braucht ewig bis sie angezogen ist. Julius verschläft das Anziehen komplett und wird erst wach als Britta ihm seine Turnschuhe anzieht. Der Shuttle-Bus ist pünktlich und auch Familie Recker wartet schon mit Sack und Pack vor dem Hotel. Wir sind wie geplant recht früh am Check-in und alles verläuft unkompliziert und zügig. Schipol ist eigentlich ein schöner Flughafen - nicht allzu riesig und insegesamt relativ kurze Wege zu den Gates.&lt;br /&gt;Da wir beim Einchecken so schnell waren müssen wir nun noch etwas auf unser Frühstück warten, da das Restaurant &quot;Old Amsterdam&quot;erst um 7 öffnet.&lt;br /&gt;Der Fug geht mit nur 20 Minuten Verspätung los und ist rundum gut. Es ist absolut ruhig, der Service ist super (war früher ja auch mal anders bei Air Transat) und die Kinder sind zufrieden. Nach ein wenig Schlaf, etwas Lesen, einigen Spielen mit den Kindern und vier oder fünf Folgen Heidi auf dem Netbook sind wir dann auch tatsächlich da - in Vancouver. Es ist dort kurz nach 10 Uhr morgens und damit haben wir noch den ganzen Tag für die Pazifikmetropole zur Verfügung. Unser Weiterflug nach Yellowknife ist erst am nächsten Morgen.&lt;br /&gt;Wir stehen zu siebt vor dem Flughafen und müssen zu unserem Hotel in die Innenstadt. Mit dem ganzen Gepäck benötigen wir mindesten zwei, eher drei reguläre Taxis oder halt eine Stretch-Limousine. Natürlich entscheiden wir uns für die Limo und wir passen tatsächlich alle mit dem gesamt Gepäck hinein. Die Kosten belaufen sich auf Can$ 75 bis nach Downtown Das ist etwa der Preis für zwei reguläre Taxis. Der Spassfaktor, insbesondere für die Kinder, ist allerdings unbezahlbar. &lt;br /&gt;Wir beziehen unsere Familiensuite im Rosedale on Robson Hotel und obwohl wir alle ziemlich müde sind machen wir uns nach einer kurze Pause zu Fuß auf den Weg zur Waterfront. Lange Fußmärsche sind mit Julius und Helena natürlich nicht mehr möglich und so setzen wir uns am Frühen Nachmittag auf die Terasse des Whistler Brew Pub, essen eine Kleinigkeit und genießen bei strahlendem Sonnenschein den Blick auf die startenden Wasserflugzeuge und den Stanley Park.&lt;br /&gt;Danach geht es schnell zurück ins Hotel und um 18 Uhr schlafen wir alle tief und fest.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3. Tag - 06.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Westjet-Flug nach Yellowknife soll um 8 Uhr starten. Also haben wir die Limo vom Vortag um 5:30 bestellt. Das ist heute überhaupt kein Problem, denn Britta und ich sind Dank Julius schon seit 2:30 wach. Helena schafft es immerhin bis um 4. Ab dann machen Kissenschlachten, essen Kekse und trinken Kaffee und Apfelschorle - so vergeht die Zeit ganz gut.&lt;br /&gt;Da es nur ein Inlandsflug ist, geht das Einchecken super schnell. Dadurch bleibt genug Zeit für ein &quot;kanadisches Frühstück&quot;, Starbucks-Kaffee und Subway-Sandwich. Der Flug nach Yellowknife geht via Edmonton und ist zu Beginn eher unspektakulär, da es durch die Wolkendecke nichts zu sehen gibt. Als dann der Anflug auf Yellowknife beginnt ist es klar und wir bekommen einen ersten Eindruck von der unglaublichen Weite der North West Territories. &lt;br /&gt;Der Flughafen von Yellowknife ist echt &quot;niedlich&quot; - eine Halle und auch ein Gepäckband, das war&#039;s. Obwohl wir etwas zu früh sind, werden wir schon von Ron und Erin von NWT Tourism erwartet und herzlich willkommen geheißen. Vor dem Airport warten wir noch kurz gemeinsam und dann kommen auch schon Rainer und Sven mit ihren (jetzt unseren) Wohnmobilen. Diese wurden vorher bei einer Firma in Yellowknife komplett gereinigt und gewartet. Aber dies kann man wahrscheinlich unten in Rainers Blog bereits ausführlich nachlesen - genauso wie die Übergabe auf dem Campingplatz und die anschließende Bootstour mit Carlos auf dem Great Slave Lake.&lt;br /&gt;Die Bootstour ist ein absolutes Highlight direkt zu Beginn unseres NWT-Trips. Die Kinder flippen völlig aus und können gar nicht genug bekommen. Je schneller das Boot fährt und je größer die Sprünge über die Wellen, desto lauter wird das Gekreische. Durch dieses Erlebnis schaffen die Reckers und wir es auch trotz des Jetlags problemlos, bis 22 Uhr durchzuhalten. Wir verabschieden uns noch von den Familein Schoof und Schulte-Kammel, die morgen abreisen, und fallen dann in unseren Wohnmobilen in einen komtösen Schlaf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Tag - 07.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Aufstehen mußten wir zum Glück nicht verhungern, da die beiden anderen Familien genug Vorräte im Mobil gelassen hatten, um ein einfaches Frühstück hinzubekommen. Zum Fred Henne Park Campground hat Rainer schon etwas geschrieben. Wir waren nicht lange dort, sondern sind nach dem Frühstück gestartet, um als erstes unseren Großeinkauf zu erledigen. In den großen Supermärkten in Yellowknife bekommt man eigentlich alles, was das Herz begehrt. Man sollte allerdings nicht allzu sehr auf den Preis achten. Lebensmittel sind im hohen Norden nun einmal deutlich teurer als in Calgary oder Vancouver. Nach dem Supermarkt noch schnell in den Liquor Store (für Bier und Wein) und los geht&#039;s auf den Ingram Trail nach Osten. Nach ca. 30 Kilometern erreichen wir den Prelude Lake Territorial Park. Unser Stellplatz ist direkt neben einem Kinderspielplatz und durch die Bäume sieht man den See - perfekt. Den Nachmittag verbringen wir alle am und im See. Man soll es nicht glauben, die Seen dort oben haben tatsächlich Badetemperatur. Den ersten richtigen Campingtag runden dann ein riesiges Steak und eine gute Flasche Rotwein ab. So kann es weitergehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5. Tag - 08.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Da wir gestern eigentlich in die falsche Richtung gefahren sind, nämlich nach Osten, haben wir heute eine umso größere Etappe vor der Brust. Etwa 500 Kilometer sind es bis zu unserem Ziel, den Samba Deh Falls. Bis jetzt bin ich noch nicht wirklich überzeugt, dass wir es bis dorthin schaffen, da die letzten 150 Kilometer nur noch Schotterpiste sind. Früh aufstehen, schnell frühstücken und um 8 Uhr losfahren - so war der Plan. Allerdings merkt man, dass sich am 2. Wohnmobiltag noch nicht alles so perfekt eingespielt hat. Nach einem eher gemütlichen Frühstück lassen wir noch das Abwasser ab, füllen Frischwasser auf und sind dann doch erst gegen 9:30 auf dem Highway. Egal, wir werden einfach sehen wie weit wir kommen.&lt;br /&gt;Das Wetter kann sich noch nicht so recht entscheiden. Es ist warm, aber bewölkt und ganz vereinzelt läßt sich zwischendurch die Sonne sehen. Ohne nochmals in Yellowknife zu stoppen begeben wir uns auf den Highway Nr. 3, den Frontier Trail, Richtung Süden. Direkt hinter Yellowknife endet die Zivilisation, so hat man den Eindruck. Die Straße führt durch endlose Wälder und auf den ersten 300 Kilometern bis Fort Providence kommen uns vielleicht 20 Autos entgegen. Ganz klar, wem Einsamkeit und Wildnis nicht liegen, der ist hier oben eindeutig falsch. Wir allerdings finden es super und ich finde die Fahrt herrlich entspannend. Die Straßenoberfläche ist übrigens trotz der harten Winter in hervorragendem Zustand. Lediglich die vielen langgezogenen Bodenwellen verringern das Reisetempo, da sich die großen Wohnmobile ansonsten anfühlen wie ein Ruderboot bei starkem Seegang.&lt;br /&gt;50 Kilometer südlich von Edso taucht dann auch endlich das erste Bison am Straßenrand auf. Gerade rechtzeitg, denn Julius und Helena wurde es langsam langweilig. Aber das ist jetzt natürlich vorbei. Der riesige Bisonbulle steht gerade mal fünf Meter vom Wohnmobil entfernt und hebt noch nicht einmal den Kopf, als wir neben ihm anhalten und Fotos aus dem Fenster heraus machen. &lt;br /&gt;Die Chan Lake Picnic Area ca. 100 Kilometer südlich von Edso ist eigentlich die einzige Möglichkeit für eine vernünftige Pause zwischen Yellowknife und Fort Providence. Also nutzen wir diese Möglichkeit und genießen den Seeblick und einige deftige Sandwiches. Danach geht es durch das Mackenzie Bison Sanctuary bis Fort Providence. Es stehen immer wieder einzelne Bisons grasend am Straßenrand. Zwar bekommen wir keine ganze Herde zu Gesicht, das macht aber nichts. Auch die einzelnen Bisonbullen sind einfach beeindruckend. &lt;br /&gt;Bei Fort Providence wird schnell getankt und dann geht es 6 Kilometer weiter auf die Fähre über den Mackenzie River. Es bietet sich ein beeindruckendes Bild des mächtigen Stroms, aber leider holt uns genau jetzt eine schwarze Wolkenfront ein und es fängt in Strömen an zu regnen, so dass wir nicht aussteigen können. Der Regen verfolgt uns auch noch als wir 24 Kilometer weiter südlich rechts auf den nicht geteerten Mackenzie Highway abbiegen. Die Sicht ist alles andere als gut und unsere Wohnmobile sind bald so von Schlamm bedeckt, dass von weißen Farbe kaum noch etwas zu erkennen ist. Das sind aber auch schon die einzigen negativen Aspekte. Die Qualität der Schotterpiste ist unglaublich gut, die Oberfläche ist eben und die langen Bodenwellen des vorherigen Highways gibt es hier nicht. Paul ist ganz begeistert und sagt hinterher mit einem breiten Grinsen, die ganze Fahrt hätte super Spaß gemacht.&lt;br /&gt;Erst nach 18 Uhr kommen wir am Samba Deh Territorial Park an und inzwischen hat es aufgehört zu regnen. Ich bin wiederum begeistert - da fährt man hunderte von Kilometern durch die Wildnis und dann ist dort ein toll gepflegter Campingplatz mit warmen Duschen und einem großen nagelneuen Kinderspielplatz. Hätten wir mehr Zeit, so würden wir hier mit Sicherheit einen weiteren Tag verbringen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;6. Tag - 09.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich wache früh auf und schaue direkt aus dem Fenster. Mist, schon wieder bewölkt - ausgerechnet heute. An diesem Tag steht für Reckers und uns nämlich der absolute Höhepunkt unserer NWT-Tour auf dem Programm. Um 12 Uhr sollen wir mit dem Wasserflugzeug von Fort Simpson zu den Virginia Falls und später weiter zur North Nahanni Naturalist Lodge fliegen. Naja, vielleicht kommt die Sonne ja noch durch.&lt;br /&gt;Bis Fort Simpson sind es noch etwa 2 Stunden Fahrt und so brauchen wir uns nicht sonderlich zu beeilen. Wir starten gegen 9 und sind somit um kurz vor 11 an der Fähre, die uns über den Liard River nach Fort Simpson bringt. Nachdem Rainer noch Probleme an der Auffahrt zur Fähre hatte, wurde diese scheinbar etwas geglättet und so kamen wir problemlos hinüber. Fort Simpson ist mit gerade mal 1000 Einwohnern sehr übersichtlich und so läßt sich die Basis von Simpson Air schnell finden. Als ich zur Anmeldung gehe kommt Ted Grant, der Besitzer von Simpson Air, direkt aus seinem Büro, um mich zu begrüßen und um mir mitzuteilen, dass wir heute wegen des schlechten Wetters nicht mehr zu den Virginia Falls fliegen. Er meint allerdings, dass wir es in den nächsten ein bis drei Stunden zur Lodge schaffen sollten. Ich quatsche noch ein wenig mit Ted, der darüber witzelt, dass wir es nach so vielen Jahren doch endlich mal geschafft haben, in die NWT zu kommen. Danach gehe ich zu den Wohnmobilen zurück, die wir bei Simpson Air auf dem Gelände stehen lassen können, und überbringe den anderen die schlechten Neuigkeiten. Allerdings ist der Trip zu den Virginia Falls nicht abgesagt, sondern lediglich verschoben. Wenn das Wetter paßt, holt Ted uns morgen von der Lodge ab und fliegt uns zu den Fällen. &lt;br /&gt;Eine ausgiebige Mittagspause und ein Nickerchen später ist es dann soweit. Gegen 15 Uhr bringt Ted uns mit seinem Truck zu den Wasserflugzeugen am Fluss. Todd, der zweite Pilot, nimmt Reckers mit. An den Docks schaukeln eine Cessna und eine rote Beaver. Todd nimmt Familie Recker mit zur Cessna und Ted lotst uns zur Beaver. Wir steigen ein, gurten uns an und bekommen von Ted jeder ein Paar große, schwere Kopfhörer in die Hand gedrückt. Zwei Minuten später weiß ich warum - der Motor der Beaver mach einen ohrenbetäubenden Lärm. Die Maschine ist ein echtes Schätzen, Baujahr 1957 (ja, die ist 53! Jahre alt) aber komplett überholt und in einem Spitzenzustand. Ted fliegt sie selbst und von seinen jüngeren Piloten darf sie auch bis jetzt keiner anrühren.&lt;br /&gt;Dann gibt Ted Gas und wir heben ab. Schon nach wenigen Minuten in der Luft liegt Fort Simpson hinter uns uns. Wir bekommen erst jetzt einen wirklichen Eindruck von den Ausmaßen dieser unberührten Wildnis. Solch ein Flug ist sicherlich ein absolutes Pflichtprogramm, wenn man einmal in den North West Territories ist. Nach etwa 40 Minuten nähern wir uns dem Cli Lake, der spektakulär von zwei Bergen eingerahmt wird. Familie Recker war in der Cessna nach uns gestartet, aber da die Beaver deutlich langsamer ist, sind sie schon an der Lodge angekommen und wir sehen noch wie die Cessna schon wieder abhebt. Ted dreht noch eine Schleife über die Lodge. Von oben sehen wir das tolle Rundholzgebäude, es brennt ein Lagerfeuer und am Dock warten die Reckers sowie Loyal, der Besitzer der Lodge - alles wirkt einfach nur einladend.&lt;br /&gt;Nach der Landung empfängt uns Loyal am Dock und führt uns erst einmal herum. Ich denke, Rainer wird in seinem Blog schon ausführlich über die Lodge berichtet haben. Wir jedenfalls sind schwer beeindruckt von der Anlage, die Loyal und seine Frau Ria dort in der tiefsten Wildnis errichtet haben. Alles wirkt heimelig und gemütlich und wenn man im Gemeinschaftsraum auf dem Sofa sitzt und auf den See schaut, hat man das Gefühl, man befindet sich in Loyals Wohnzimmer und man wird umsorgt wie ein guter Freund.&lt;br /&gt;Nachdem die Zimmer verteilt sind und alle sich eingerichtet haben, nimmt uns Ricky mit zum Checken der Fischnetze. Ricky, ein Native vom Stamm der Slavey, ist der Guide der Lodge. Paul, Luis, Julius, Helena und ich steigen zu ihm ins Motorboot und sofort geht es mit Vollgas zur anderen Seeseite. In dem dort ausgehängten Netz haben sich tatsächlich fünf Weißfische und zwei Hechte verfangen. Kaum sind wir wieder bei der Lodge angekommen, ruft uns Loyal auch schon zum Dinner. Er hat selbst gekocht und es erwartet uns echtes &quot;Home Cooking&quot; - deftig, rustikal, super lecker und auf jeden Fal zu viel. Mit dem Schinkenbraten, dem Roast Beef, den Salaten und so weiter könnte er eine ganze Kompanie verpflegen.&lt;br /&gt;Als die Kinder dann im Bett liegen kommt noch das Entspannungsprogramm für die Eltern. Paul und Marion nutzen das Saunahäuschen und Britta und ich schnappen uns ein Glas Rotwein, setzen uns draußen in den Hot Tub und genießen den Blick auf den See - besser geht&#039;s eigentlich nicht. Es ist etwas bewölkt, aber das macht nichts, denn einen Sternenhimmel bekommen wir heute sowieso nicht mehr zu sehen. Wir fallen nämlich um halb zwölf todmüde ins Bett und da ist es noch nicht einmal richtig dunkel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;7. Tag - 10.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich wache früh als erster auf und es ist noch totenstill im Haus. Aber, es hilft nichts - &quot;nature is calling&quot; wie man in Canada sagt. Also schleiche ich mich aus dem Bett und tapse aus dem Zimmer und ins Bad. Danach gehe ich in den Wohn-/Essraum und schaue auf den See. Und, wer sagt&#039;s denn - endlich blauer Himmel.&lt;br /&gt;Und das allerbeste ist, dass Neill, der Manager und, wie Rainer es formulierte, die gute Seele des Hauses, gestern Abend noch die Kaffeemaschine vorbereitet und mir gezeigt hat, wie man sie anstellt. So sitze ich wenige Minuten später im Schlafanzug mit einem frischen Kaffee in der Hand auf dem Sofa und genieße den Seeblick durch die Panoramascheibe. So könnte eigentlich jeder Tag beginnen.&lt;br /&gt;Naja, wenn man kleine Kinder hat, weiß man, dass diese stillen Momente eine sehr begrenzte Haltbarkeit haben. Und so höre ich schon wenig später Julius in unserem Zimmer hopsen, springen und schreien. So kann sich Familie Recker zumindest den Wecker sparen. Jedenfalls teilweise, denn Luis schläft erst einmal unbeeindruckt weiter.&lt;br /&gt;Gegen halb neun sitzen dann bereits alle am Frühstückstisch freuen sich über die von Loyal servierten Eier. Ob gespiegelt, gerührt oder gekocht - jeder Wunsch wird direkt erfüllt. Dann kommt der spannende Moment: Loyal hat gerade mal Empfang auf seinem Satellitentelefon und ruft Ted Grant an, um zu klären, ob der Flug zu den Virginia Falls stattfinden kann. Die schlechte Nachricht - eine Schlechtwetterfront über den Fälle und somit heute kein Flug. Die gute Nachricht - hier ist davon nichts zu sehen und damit haben wir einen vollen Tag bei Sonnenschein an der Lodge. &lt;br /&gt;Nach dem Frühstück nimmt Ricky uns alle im Motorboot mit auf Erkundungstour. Lediglich Britta hat sich entschieden, einfach die Ruhe zu genießen und am Ufer ein Buch lesen. Sicherlich keine schlechte Alternative, aber die Tour mit Ricky ist wirklich super. Vor allem seine alten Legenden über Seeungeheuer im Cli Lake haben es uns angetan. Er führt uns u.a. zu einer alten Log Cabin, die tatsächlich ab und zu von einem Künstler bewohnt wird, der sich zum Malen extra einen Balkon oberhalb des Seeufers errichtet hat, und zu einer Stelle, an der es von einigen Jahren einen gigantischen Erdrutsch gegeben hat. Dort ist eine komplette Bergseite abgebrochen und die in den See gestürzten Gesteinsmassen haben den Wasserspiegel des Sees um mehr als einen halben Meter ansteigen lassen. Wir steigen aus dem Boot, klettern über zwei Hügel aus losen Gesteinsbrocken und finden eine Art Miniatur-Gletschersee - ein Teich mit glasklarem, aber eiskaltem Wasser. Auf dem Rückweg wird schnell nochmal das Fischnetz geprüft und so sind wir passend zum Mittagessen wieder an der Lodge. Es gibt einen der großen Weißfische, die gestern im Netz gelandet sind - im Ganzen gedünstet und mit einer leckeren Füllung.&lt;br /&gt;Nach dem Essen möchte ich nochmal raus auf den See. Die Motorboote und Kanus stehen den Gästen zur freien Verfügung. Ich schnappe mir das Boot mit dem 20PS-Außenborder und frage, wer mitkommen möchte. Helena, Julius, Luis und Britta springen zu mir ins Boot. Paul und Marion möchten mit Ricky eine 2-3stündige Wanderung unternehmen und kommen dementsprechend nicht mit. Wir düsen über den ganzen See und von den Kinder darf jeder mal mit ans Steuer. Luis überlasse ich es hinterher ganz und er schippert und souverän nochmal zu der Stelle mit dem Erdrutsch. Wir klettern wieder zu dem Teich und diesmal trauen wir uns auch, hinein zu springen. Nach fast drei Stunden kehren wir erst zur Lodge zurück. Doch das Aktivprogramm ist noch nicht vorbei und die Kinder sind im Paradies. Helena und Luis angeln von Steg, Julius spielt im Wasser und später werden noch die Sauna und der Whirlpool benutzt, um den Tag dann mit einem Bad im See zu beschließen. Obwohl wir alle hundemüde sind, sitzen wir Erwachsenen abends noch eine ganze Weile genüsslich bei einem Glas Rotwein zusammen. Bis zur wirklich spät hereinbrechenden Dunkelheit schaffen wir es aber dennoch nicht ganz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;8. Tag - 11.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In der Nacht wache ich auf. Es regnet. Ich ärgere mich und kann zunächst nicht wieder einschlafen, denn heute ist Abreisetag und wir haben wir die letzte Chance, zu den Victoria Falls zu kommen - allerdings nur, wenn das Wetter mitspielt. Irgendwann schlafe ich nochmal ein. Ich wache morgens wieder als Erster auf und schaue kurz aus dem Fernster. Es ist bewölkt, aber es regnet nicht Mit anderen Worten, der Ausflug in den Nahanni National Park kann klappen, muss er aber nicht. Das ist jetzt auch alles völlig egal, denn heute gibt es ein viel wichtigeres Ereignis: Helenas siebter Geburtstag. Direkt nach mir wird Julius wach, unser fröhlicher Familienwecker. Und bevor der sein Werk vollbringen kann und alle aufweckt, schnappe ich ihn und nehme ihn mit ins Wohnzimmer. Ich schmeiße die Kaffeemaschine an, kuschel mich mit Julius aufs Sofa und lese Geschichten vor. Nach einer guten halben Stunde kommt Britta und sagt uns, dass Helena soeben aufgewacht ist. Also gehen wir zurück, singen das obligatorische Geburtstagsständchen und lassen das Geburtstagskind hochleben. Britta zaubert irgendwo eine Tüte mit Geschenken her und Helenas Augen fangen an zu leuchten. So sitzen wir alle im Bett und Helena packt ihre Geschenke aus, tatkräftig unterstützt von ihrem Bruder, der an den Geschenken an sich eigentlich gar nicht interessiert ist, er reißt nur gerne das Papier auseinander. Es folgt ein Frühstück mit Geburtstagskerzen, einem weiteren Geburtstagsständchen von allen und der guten Nachricht von Loyal, dass Ted uns heute in den Nahanni Park fliegen wolle, da das Wetter dort ganz passabel sei. Außerdem sei er schon auf dem Weg und müsse in einer halben Stunde hier sein. Die Info ist aber offensichtlich falsch, da wir soeben das Motorengeräusch der Beaver hören, die sich bereits im Anflug auf den See befindet. Alle werden hektisch und packen schnell die wichtigsten Sachen in Tagesrücksäcke während Neill uns eine große Tasche mit Getränken, Äpfeln, Joghurts, Müsliriegeln usw. packt. Leider entscheidet sich in diesem Moment, dass Britta den Ausflug auf keinen Fall mitmachen kann. Schon am frühen Morgen hatte sich ein schwerer Migräneanfall angekündigt, der jetzt voll durchschlägt. Ihr Kreislauf sackt weg und sie muss sich zurück ins Bett legen - die Arme, und das ausgerechnet heute. Hoffentlich ist sie wieder halbwegs auf dem Damm, wenn wir sie heute Nachmittag auf dem Rückweg von den Fällen abholen, um zurück nach Fort Simpson zu fliegen.&lt;br /&gt;Ted ist inzwischen gelandet und wir steigen zu sechst in die Beaver, die damit voll belegt ist. Julius sitzt in der Mitte zwischen Marion und Paul und kann aufgrund seiner Größe überhaupt nichts sehen. Daher darf er nach dem Start zu mir nach vorne auf den Schoß. Das ist natürlich das Größte und er strahlt von einem Ohr bis zum anderen. Das Wetter ist ok, es ist trocken und die Sonne lässt sich immer mal wieder blicken. Schon nach den ersten Kilometern wird klar, dies wird ein Erlebnis, dass einem ewig in Erinnerung bleiben wird. Die Eindrücke sind schwer in Worte zu fassen, alles ist einfach nur gewaltig. &lt;br /&gt;Zunächst geht es durch ein weites Flusstal und dann steigen wir immer höher und überfliegen knapp über dem Boden das Ram Plateau, ein Hochplateau, dass von tiefen Canyons durchzogen ist. Wirklich spektakulär ist das Ende der Hochebene. Sie hört einfach wie mit dem Messer abgeschnitten auf und eine Felswand fällt unter uns zig hundert Meter in die Tiefe.&lt;br /&gt;Von Süden geht es dann flussaufwärts über den South Nahanni River und durch den First Canyon Richtung Victoria Falls. Und dann tauchen sie auf - gigantische Wassermassen pressen sich durch die enge Felsschlucht und stürzen in die Tiefe. Ted fliegt eine Schleife und landet 500 Meter oberhalb der Fälle auf dem Fluss. Pünktlich zur Landung fängt es an zu regnen. Egal, wir steigen aus und werden schon von einer Nationalparkangestellten am Dock erwartet. Sie wird uns zu den Fällen führen und uns allerlei Wissenswertes über Flora und Fauna des Nationalparks erzählen. Während der Sommersaison sind immer drei Parkangestellte vor Ort, um Besucher zu führen, die Anlagen vor Ort zu beaufsichtigen und zu pflegen. Zu diesen Anlagen zählt unter anderem ein wunderschön angelegter Campingplatz für die Kanuten, die den Nahanni hinunterfahren und hier umtragen müssen. Es stehen dort tatsächlich einige Zelte und an den dafür vorgesehenen Vorrichtungen liegen vier Kanus. Je nach Einsetzpunkt oberhalb der Fälle dauert so eine Kanutour zwischen sieben und vierzehn Tagen bis zur Mündung in den Liard River - ein absoluter Traum.&lt;br /&gt;Für uns geht es aber zu Fuß auf befestigten Holzstegen weiter bis zu verschiedenen Aussichtspunkten oberhalb der Victoria Falls. Zum Glück hört es rechtzeitig auf zu regnen. Wir können von dem Anblick gar nicht genug bekommen und so sind wir überrascht als unsere Führerin meint, es wäre Zeit, zum Flugzeug zurück zu kehren. Tatsächlich, es sind schon gut zwei Stunden vergangen und daher machen wir uns auf den Rückweg. Nun gehören wir zu den wenigen Leuten, die dieses einzigartige Stück Natur zu Gesicht bekommen haben, denn dieser Nationalpark zählt weniger als eintausend Besucher pro Jahr. &lt;br /&gt;Zurück im Flugzeug schmeißt Ted die Maschine an. Da der Fluss natürlich Strömung hat, steht beim Start immer jemand am Dock und hält das Flugzeug so lange fest, bis der Motor richtig läuft. Unser Motor läuft und der Flieger wird losgelassen - der Motor stirbt ab! Ted startet noch einmal und der Motor geht wieder aus. Wir treiben auf dem Fluss Richtung Fälle und bei einigen im Flugzeug kommt Nervosität auf. Ich meine, ein Grinsen auf Teds Gesicht zu erkennen als er die Maschine dann problemlos startet und hochdreht. Wir heben ab und folgen dem Lauf des Nahanni River nach Norden. Die Landschaft auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Glacier Lake, ist weiterhin einfach spektakulär. Julius ist der einzige, den das nicht interessiert. Wie schon auf dem Hinflug zu den Victoria Falls findet er es zunächst super, vorne bei all den Instrumenten zu sitzen, um dann nach ca. 15 Minuten auf meinem Schoß in unmöglicher Haltung bei ohrenbetäubendem Lärm einzuschlafen. Der türkisfarbene Glacier Lake liegt eingerahmt von unfassbar steilen Granitwänden, deren Enden leider irgendwo oben in den Wolken verschwinden. Ted schraubt sich in diesem Kessel in weit geflogenen Spiralen immer tiefer und man hat das Gefühl, dass die Flügel jeden Moment eine der Felswände berühren. Dann landet er sicher auf dem See. Wir steigen aus und vertreten uns die Beine. Ted verschwindet in den Büschen, kommt nach einigen Minuten mit einem Fass Flugzeugbenzin wieder und fängt an, das Benzin in die Beaver zu gießen. Sein Kommentar: &quot;She&#039;s a thirsty old lady&quot;.&lt;br /&gt;An mehreren Stellen im Nationalpark hat Ted zur Sicherheit Benzin deponiert. &lt;br /&gt;Dann geht es zurück Richtung Cli Lake, während sich hinter uns eine dunkle Wolkenwand aufbaut und es wieder anfängt zu regnen. Der Rückweg zur Lodge dauert ca. 90 Minuten und das Wetter wird immer schlechter. Als wir dort eintreffen muss sich Ted eine kleine Bucht in der Nähe der Lodge für die Landung aussuchen, da die Wellen in der Seemitte schon weiße Schaumkronen bilden. Am Dock der Lodge erwartet uns Loyal bereits ungeduldig mit dem Gepäck und auch Britta steht schon am Ufer bereit- allerdings immer noch kreidebleich. Wir steigen schnell aus, dann wird das Gepäck verstaut und alle, inkl. Britta, steigen wieder ein. Für eine vernünftige Verabschiedung oder sogar einen gemütlichen Kaffee mit Loyal bleibt keine Zeit. Da die Beaver nur 6 Sitzplätze hat, nehme ich Julius in der mittleren Reihe auf den Schoß. Und los geht&#039;s. Das Beruhigende ist, dass Ted trotz des aufkommenden Sturms die Ruhe selbst ist. Er zeigt sich von dem Wetter und der Hektik am Dock völlig unbeeindruckt. Naja, er fliegt hier oben halt auch schon seit 35 Jahren. Und so landen wir nach 40 Minuten wohlbehalten an der Wasserflugzeugbasis in Fort Simpson. Auf Brittas subjektives Flugerlebnis gehe ich hier nicht näher ein. Nur soviel, das Abschiedsfoto mit Ted vor der Beaver müssen wir ohne Sie machen.&lt;br /&gt;Inzwischen ist es deutlich nach 18 Uhr, aber die Reckers entscheiden dennoch, noch bis zum Blackstone Park weiter zu fahren, um dort morgen einen kompletten Pausentag zu haben. Wir bleiben noch für diese Nacht auf dem Gelände von Simpson Air stehen. Britta geht direkt ins Bett, ich koche Nudeln für die Kinder und Ted kommt noch mit einem Sixpack Bier vorbei. So sitzen wir noch bis fast zehn Uhr im Wohnmobil und quatschen während es draußen inzwischen stürmt, blitzt und donnert.&lt;br /&gt;Mann, was für ein Tag!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;9. Tag - 12.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir sind ausgeschlafen, Britta geht es besser, es riecht nach Kaffee im Wohnmobil und das Wetter ist gut. Es sind zwar noch Wolken am Himmel, aber es sieht so aus, als wenn es gerade aufklart. Nach einem ganz gemütlichen Frühstück, einer kurzen Verabschiedung von Ted sowie einem schnellen Tankstopp an der einzigen Tankstelle in Fort Simpson geht es zurück auf den Liard Trail. Die Auffahrt auf die Fähre über den Liard River läuft genauso problemlos wie auf dem Hinweg. OK, das Hinunterfahren klappt mal gar nicht. Es entsteht beim Anlegen eine riesige Delle, die es zu überbrücken gilt. Wenn ich da mit dem 29&#039; Wohnmobil durchfahre, liegt wahrscheinlich das Heck auf der Fähre und die Hinterräder hängen in der Luft. Die Delle wird also mit dicken Bohlen ausgefüttert und gaaanz langsam geht es an Land. Puh, geschafft. Die zwei Stunden Fahrt sind schnell vorüber und wir kommen gegen Mittag bei Sonnenschein am Blackstone Territorial Park an. Da kaum etwas los ist, finden wir das Wohnmobil der Reckers sofort und wir nehmen den Stellplatz gegenüber. Marion kommt gerade vom Duschen und will nun mit einem Campingstuhl und einem Buch bewaffnet zum Fluss hinunter. Wir erfahren, dass Paul und Luis mit der Angel losgezogen sind.&lt;br /&gt;Wir richten uns kurz ein und verschaffen uns einen Überblick. Der Campingplatz ist sehr gepflegt, mit Dump-Station, Duschen, Kinderspielplatz und Info-Center super ausgestattet und vor allen Dingen toll gelegen. - unmittelbar am Ufer des mächtigen Liard River mit Blick auf die entfernten Ausläufer der Nahanni Range.&lt;br /&gt;Wir schnappen uns Campingstühle, Angeln sowie Eimer und Schaufel für Julius und gehen ebenfalls hinunter zum Ufer. Britta liest ein Buch, Helena angelt (bzw. badet den Blinker, da der Fluss viel zu viel Wasser führt), Julius matscht sich am Ufer komplett ein und ich sitze in meinem Campingstuhl, genieße das Panorama und nicke immer wieder kurz ein - herrlich! &lt;br /&gt;Gegen Abend wird dann das Feuer angezündet, aber damit haben wir Erwachsenen nicht soviel zu tun, denn darum kümmern sich Luis und Helena. Wir dürfen es aber großzügigerweise zum Grillen benutzen. Und so gibt es zum Tagesabschluss mal wieder ein riesiges Steak und eine gute Flasche Rotwein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;11. Tag - 14.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Bis Jasper sind es noch 800 Kilometer. Der Plan für heute ist, so weit wie möglich zu kommen, damit wir morgen nur noch eine kurze Etappe und somit richtig viel Zeit bei der Einfahrt in den Jasper Nationalpark haben. Schnelles Frühstück und ab auf den Alaska Highway. Die Sonne scheint, es ist wieder kaum Verkehr und am Horizont taucht immer wieder der Hauptkamm der Rockies auf - echt toll. Wir durchfahren Fort St. John und machen unseren ersten Stopp in Dason Creek.. Es gibt das obligatorische Foto am &quot;Alaska Highway Mile 0&quot;-Schild. Danach noch Tanken, Kaffee und Süßigkeiten für die Fahrt kaufen und weiter geht&#039;s. So dachte ich. Aber Marion und Paul möchten die Gelegenheit nutzen, um kurz nach Deutschland zu telefonieren. Das erste Telefon nimmt keine Kreditkarten und mit Münzen funktioniert es aus unerfindlichen Gründen nicht. Das nächste Kreditkartentelefon ist dauerbesetzt und so warten wir bestimmt 20 Minuten bis es endlich frei ist. Damit hat sich der Kurzstopp in Dawson Creek schnell auf eine gute Stunde verlängert. Aber schließlich ist es ja wichtig, dass die Familien zuhause auch mal ein Lebenszeichen von uns erhalten. Nun geht es Richtung Osten nach Grand Prairie. Auf diesem Teilstück ist die Landschaft eher uninteressant - Prärie halt. Das ändert sich erst wieder grundlegend als wir auf dem Weg nach Süden in Richtung Grand Cache in die Rocky Mountain Foothills kommen. Hier ist es einfach richtig schön. Julius und Helena haben jetzt allerdings absolut keine Lust mehr, weiter im Auto zu sitzen. Also überbrücken wir die letzte halbe Stunde mit zwei Folgen Heidi auf dem Netbook. Dann erreichen wir nach deutlich mehr als 600 Kilometern den Pierre Grey&#039;s Lakes Provincial Park südlich von Grand Cache. Wenn möglich, sollte man versuchen, einen Stellplatz im letzten von drei &quot;Loops&quot; zu bekommen, &quot;Joachim Loop&quot;. Dieser bietet direkten Zugang zu zwei kleinen glasklaren Seen. Es ist zwar Wochenende, aber wir haben Glück und bekommen dort den allerletzten Stellplatz. Dieser ist so groß, dass wir mit beiden Mobilen darauf Platz haben. Die Kinder holen Holz, Luis hackt es (wie immer) und dann machen er und Helena ein ordentliches Feuer. Währenddessen sitzt Julius im Wald auf einem Baumstumpf, hat ein Stück Holz in der Hand und spielt Wasserflugzeug. Das macht er übrigens jetzt in jeder freien Minute. Er ist natürlich immer der Pilot und er heißt natürlich Ted. Es gibt für Julius derzeit eigentlich nur ein Spiel, das ähnlich interessant ist: auf dem Fahrersitz im Wohnmobil sitzen und das Funkgerät bedienen.&lt;br /&gt;Paul, Luis, Helena und ich springen noch schnell in den See und dann wird gegrillt. Danach sitzen wir noch lange gemeinsam mit den Kindern am Feuer und können das erste Mal in diesem Urlaub im Dunkeln einen wunderschönen Sternenhimmel bewundern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;12. Tag - 15.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute steht die Fahrt in den Jasper Nationalpark an und wir haben viel Zeit und - Sonne. Perfekt. Nachdem alle ausgeschlafen haben, bereiten wir in aller Ruhe das Frühstück (heute eher Brunch) zu. Es gibt alles, was das Herz begehrt: Eier, Bacon (natürlich alles auf dem Feuer zubereitet) und die Grillreste von gestern. Während wir gemütlich dort sitzen, merken wir, wie sich der Platz um uns herum immer weiter leert. Ach ja, das Wochenende ist vorbei. Bald sind wir fast alleine auf dem Platz. Inzwischen ist es richtig warm und wir entscheiden uns, vor der Abfahrt noch einmal in den See zu springen. Wir toben, springen vom Bootssteg und vergessen dabei ein wenig die Zeit. Als wir dann loskommen ist es schon fast halb zwei. Das ist aber völlig ok, denn es sind noch gerade einmal 170 Kilometer bis Jasper. &lt;br /&gt;Die Fahrt in die Rockies bei so einem Wetter ist immer wieder spektakulär. Der erste Stau am Straßenrand lässt nicht lange auf sich warten. Das kann nur bedeuten, dass es dort irgendwo Tiere zu sehen gibt. Eine große Herde Mountain Goats steht dort und lässt sich in aller Seelenruhe fotografieren. Als wir uns Jasper nähern, ist es auch schon fast vier Uhr. Trotzdem entscheiden wir uns, noch bis zum Maligne Lake zu fahren. Die Straße zweigt kurz vor Jasper links ab und führt über 44 Kilometer hinauf bis zu diesem traumhaft gelegenen Bergsee. Kleiner Tip: Wenn man nicht gerade die relativ teure Bootstour zum Spirit Island machen möchte, sollte man entweder früh morgens oder nach 17 Uhr dort hinauf fahren. Dann ist kaum etwas los und die Chance auf Wildsichtungen ist sehr groß.&lt;br /&gt;Oben angekommen starten wir zunächst zu einem kleinen Rundgang zum Ausfluss des Sees und zurück und genießen dann noch einen Kaffee und einen Muffin auf der Aussichtsterrasse des Restaurants. Da es nun schon recht spät ist, entschließen wir uns, direkt nach Jasper zu fahren, dort schnell mit den Kindern einen Burger zu essen und danach zum Whistlers Campground zu fahren. Familie Recker möchte auf den Burger verzichten und sich stattdessen noch den Maligne Canyon anschauen. Lustigerweise treffen wir uns dann um halb neun genau an der Einfahrt zum Campingplatz wieder. Der Whistlers Campground ist mit gut 800 Stellplätzen der größte von drei Campingplätzen unmittelbar vor Jasper und trotzdem ist er so gut wie voll. Lediglich einige einfache Stellplätze ohne Feuerstelle sind noch frei. Gut, dass wir vorreserviert haben. Wir beziehen unsere Campsites, schicken unsere kleineren Kinder schlafen, die Reckers kochen noch schnell ein paar Nudeln und dann beschließen wir den Tag am Lagerfeuer.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;13. Tag - 16.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es dringt ein Geräusch an unser Ohr, irgendwie bekannt aber lange nicht mehr gehört. Der Wecker klingelt - um 7.30 Uhr! Zur Sicherheit, falls auf Julius mal kein Verlass ist. Wir müssen zeitig aufstehen, da heute unsere Rafting -Tour auf dem Athabaska River ansteht. Um 9.00 ist das Treffen in Jasper am Bus. Also schnell einen Kaffee trinken, Nutella Brote für die Kinder schmieren und ein paar Sachen in die Rucksäcke stecken. Sonnenbrillen (ja, juhu die Sonne scheint, obwohl es noch sehr frisch ist), Trinkflaschen, Bananen, Kekse und vor allem Wechselsachen. Im Prospekt steht, man könnte nass werden. Die Kinder freuen sich schon darauf. &lt;br /&gt;Im Laufschritt schaffen wir es tatsächlich noch pünktlich zum Treffpunkt und dürfen auch schon einsteigen - in einen echten roten Schoolbus mit gelben Smilies darauf. Unser Fahrer, Scott, erklärt, die Smilies stünden für die Gesichter der Teilnehmer. Vor Antritt des Raftingtrips, weil sie so freudig gepannt sind und nach dem Trip, weil sie so freudig entspannt sind. Sott unser Fahrer ist ein echter Alleinunterhalter und so vergeht unsere ca. 20 minütige Busfahrt bis zur Einsatzstelle im Fluss wie im Fluge.&lt;br /&gt;An der Einsatzstelle angekommen erhalten wir alle Schwimmwesten und wer möchte, bekommt eine Art &quot;Gelber Sack-Cape&quot; als Schutz gegen Spritzwasser.&lt;br /&gt;Helena und Julius möchten den natürlich nicht anziehen. Das sieht doof aus und außerdem ist das Nasswerden doch gerade das Lustige, finden sie.&lt;br /&gt;Da es aber noch recht frisch ist und der Athabaska River sich auch nicht gerade durch seine Badetemperaturen auszeichnet, bestehen wir Eltern zunächst auf den &quot;Gelben Sack&quot;. &lt;br /&gt;Insgesamt sind wir 19 Personen, die nun das Rafting-Bot besteigen. Unser Raftingguide heißt ebenfalls Scott, so dass wir uns keinen weiteren neuen Namen merken müssen. Wie praktisch! Scott gibt uns eine kurze Einweisung und los geht&#039;s. Wir gleiten gemütlich auf dem Fluss dahin und die Landschaft zieht an uns vorüber. Die Fahrt ist absolut entspannt und die Landschaft einfach schön. Die Kinder werden allerdings langsam unruhig. Sie sind noch gar nicht nass geworden und das Tempo ist nicht schnell genug. Nun nach der Motorbooterfahrung vom ersten Tag in den NWT sind sie natürlich anderes gewohnt. Aber dann kommen ein paar rauere Stellen und tatsächlich wissen wir nun auch, warum die &quot;Gelben Säcke&quot; verteilt wurden. Ja , das Wasser ist nass und kalt. Alle kreischen, die Kinder strahlen. Einige solcher schnelleren Teilstücke passieren wir noch, doch insgesamt ist es eine eher ruhige, aber sehr schöne Tour - eine Familientour halt!&lt;br /&gt;Wer etwas Wilderes sucht, sollte eventuell die Rafting Tour auf dem Sunwapta River buchen. Die ist dann aber definitiv nichts für Kinder. Ein kleiner Tipp: Rafting Tourren und fast alle sonstigen Aktivitäten die in und um Jasper angeboten werden, kann man im Jasper Adventure Centre buchen. Das Büro ist leicht zu finden, es befindet sich nämlich im Kino direkt an der Haupt- und Durchgangsstraße von Jasper.&lt;br /&gt;Beim Jasper Adventure Centre arbeitet auch Brent Gavin, ein guter Bekannter von uns. Von Deutschland aus hatte ich bereits mit ihm vereinbart, dass ich mich melde, sobald wir in Jasper sind, und dass wir uns dann auf ein Bierchen und ein Steak am Campingplatz treffen. OK, so weit, so gut - aber er ist schon den ganzen Tag nicht zu erreichen. Auch im Büro des Adventure Centres teilt man mir mit, er wäre gerade unterwegs und führt wahrscheinlich irgendeine Tour. Na gut, ich habe ihm eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen und mehr kann ich nicht tun.&lt;br /&gt;Die Reckers sind ganz begeistert von dem kleinen quirligen Örtchen und dementsprechend schon losgezogen. Luis wollte unbedingt zum KFC und danach sollte Bummeln und Shopping auf dem Programm stehen.&lt;br /&gt;Also gehen Britta und ich mit den Kindern ein Sandwich essen, machen noch einen kleinen Lebensmitteleinkauf und bummeln danach auch einmal die Hauptstraße hinunter. Dann ist die Geduld der Kinder in Sachen Bummeln auch schon erschöpft. Die Antwort auf die Frage nach ihren Wünschen kommt schnell: Es muss ein See her, in dem man gut baden bzw. planschen kann. Kein Wunder, denn inzwischen ist es richtig warm und es ist keine Wolke am Himmel zu sehen. &lt;br /&gt;Wir fahren mit dem Wohnmobil Richtung Osten aus Jasper hinaus und nehmen nach zwei Kilometern den Abzweig, der rechts ab zur Jasper Park Lodge und zum Maligne Lake führt. Direkt hinter der Brücke biegen wir wieder rechts ab und dann sind es nur noch wenige Kilometer zum Lake Annett und zum Lake Edith (sehr gut ausgeschildert). Man sollte die Stichstraße zu den beiden Seen bis zum Ende fahren, denn an der dortigen Day Use Area gibt es neben Toiletten, Grillplätzen und genügend Parkplätzen einen tollen Strand am Lake Annett. Der ist für kanadische Verhältnisse schon relativ voll, d. h., dort liegen schon vereinzelt Leute. Wir gehen etwas weiter nach rechts und kommen an eine Stelle, an der es zwar keinen Strand gibt, dafür ist das Wasser dort so flach, dass man mit den Kindern fast hundert Meter hineinlaufen kann. Wir breiten unsere Handtücher aus und wen sehe ich da vor uns im Wasser: Brent Gavin, den ich schon den ganzen Tag nicht erreichen kann. Er arbeitet hart und ist mit einer Tourgruppe unterwegs - ja nee, is klar! &lt;br /&gt;Wir verbringen 2 bis 3 richtig relaxte Stunden an diesem wunderbar glasklaren und badewarmen Bergsee vor atemberaubendem Panorama und lassen wie man so schön sagt die Seele baumeln. Alle sind zufrieden!&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg zum Campground müssen wir noch einmal kurz beim Laden halten. Wir brauchen noch eins dieser 500g Steaks und eine weitere Flasche Rotwein. Brent hat unsere Verabredung zum abendlichen Grillen auf dem Lagerfeuer bestätigt. Im Nachhinein wäre das mit dem Steak nicht nötig gewesen, denn am Campingplatz stellt sich heraus, dass Paul auch geschätzte 5kg Steakfleisch gekauft hat.Aber, was weg muss, muss weg. Und so sitzen wir an diesem Abend noch lange sehr satt und gemütlich beisammen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;14. Tag - 17.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Für heute ist wenig Programm und viel Nichtstun angesagt. Somit können wir ausschlafen, bzw. könnten ausschlafen, denn wir haben ja Julius an Bord. Um halb acht höre ich im Alkoven etwas rascheln (wie jeden Morgen +/- einer halben Stunde), kurz darauf patschen kleine Füße über den PVC-Boden und dann hopst er auch schon gut gelaunt in unser Bett. &lt;br /&gt;Das Wetter ist eigenartig, die Sonne scheint nicht, aber es ist auch nicht bewölkt, sondern irgendwie neblig oder diesig. Na ja, es ist trocken und nicht kalt, also wird draußen gefrühstückt. Familie Recker ist schon fast zum Aufbruch bereit, denn für sie steht heute und morgen der Icefields Parkway bis nach Lake Louise und zurück auf dem Programm. Es ist ihr erster Kanadaurlaub und da gehört diese Strecke als einer der absoluten Höhepunkte ganz einfach dazu. Hoffentlich ist die Sicht Richtung Süden etwas besser. &lt;br /&gt;Nachdem wir unser Frühstück beendet haben, packen wir schnell alle Sachen ins Wohnmobil und fahren zur Jasper Park Lodge, genau genommen zu den Ställen der Lodge. Ich hatte Helena schon in Deutschland versprechen müssen, dass sie irgendwo in Kanada einmal reiten kann. Und dieses Versprechen wird heute eingelöst. Von der Lodge aus werden mehrmals täglich ein- bis vierstündige Ausritte angeboten. Obwohl der Morgen recht entspannt war, schaffen wir es, beinahe zu spät zu kommen. Tatsächlich steht die Gruppe von ca. zehn Leuten schon bereit und es werden soeben die Pferde zugewiesen. Nachdem ich das Mobil geparkt habe, wetzen Britta und Helena im Laufschritt zur Koppel und kommen gerade noch rechtzeitig. Julius und ich schlendern gemütlich hinterher, machen noch Fotos und warten bis die ganze Reitergruppe im Wald verschwunden ist. Dann gehen wir zurück zum Wohnmobil und starten das Wunschprogramm für Julius. Wir fahren einige Male die Zufahrt zur Lodge hoch und runter und er darf dabei vorne sitzen und die ganze Zeit das Funkgerät bedienen. So einfach kann man einen kleinen Jungen glücklich machen. &lt;br /&gt;Glücklich ist auch Helena. Als die Gruppe zurück kommt grinst sie wie ein Honigkuchenpferd. Sie springt aus dem Sattel und kommt auf Julius und mich zugehüpft, um uns ausführlich von dem Ausritt zu berichten. In der Zwischenzeit - na ja, ich weiß nicht, wie ich die Bewegung beschreiben soll - kommt Britta auch irgendwie von dem Pferd runter und kommt, ganz in John-Wayne-Art, auf uns zu. Sie meint, es war wunderschön, aber sie müsste sich jetzt erstmal auf ihren Muskelkater vorbereiten.&lt;br /&gt;Der Nachmittag vergeht wie im Fluge. Einkaufen, Duschen, Spielplatz, Feuer machen und schon ist es Zeit für das Abendessen. Alles sehr entspannt - so ein Pausentag tut wirklich gut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;15. Tag - 18.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir müssen lediglich ca. 70 Kilometer bis zum Lucerne Campground im Mount Robson Provincial Park zurücklegen. Das ist die einzige Verpflichtung für heute, denn dort wollen wir uns am Abend wieder mit den Reckers treffen, um von dort morgen zum Wells Gray Park zu fahren.&lt;br /&gt;Wir lassen es also ruhig angehen. Es gibt ein ausgedehntes Frühstück mit morgendlichem Lagerfeuer zum Eier- und anschließenden Spülwasserkochen. Auf der benachbarten Campsite campt ein Kanadier mit seinen zwei Töchtern im Alter von 3 und 5 Jahren. Während die Kinder trotz unterschiedlicher Sprachen ganz unkompliziert gemeinsam zu spielen beginnen, unterhalten wir Erwachsenen uns ebenfalls eine Weile. Oh nein, er empfiehlt uns, unser Lagerfeuer noch einmal zu genießen. Angeblich sei in ganz BC wegen der vielen Waldbrände striktes Campfeuerverbot. &lt;br /&gt;Tatsächlich, so fällt mir auf, ist es auch heute wieder eigenartig nebelig und diesig, obwohl eigentlich gutes Wetter ist. Das liegt am Rauch der Waldbrände, der sogar bis in diese Region gezogen ist.&lt;br /&gt;Erst so gegen 14.00 Uhr starten wir dann zur Weiterfahrt und kommen dort nach einer knappen Stunde auch schon an. Wir sind hier bereits in BC und tatsächlich fällt uns am Eingang des Campgrounds sofort das Schild &quot;Campfeuer verboten&quot; auf. Die Kinder sind maßlos enttäuscht. Wir Erwachsenen auch, aber das können wir uns natürlich nicht ganz so deutlich anmerken lassen. Dann kochen wir heute halt im Wohnmobil auf dem Gasherd. Vielleicht gilt das Verbot ja nicht für die ganze restliche Zeit in BC, schließlich schmecken die Steaks ja so richtig gut nur gegrillt.&lt;br /&gt;Jetzt genießen wir noch den Nachmittag am Ufer des Yellowhead Lakes. Die Kinder matschen ein bisschen mit Wasser und Sand, Britta liest und ich werfe mal wieder die Angel ins Wasser. Irgendwann muss ja mal einer anbeißen. Hier am Seeufer kann man heute den Rauch der Waldbrände sogar leicht riechen.&lt;br /&gt;Der Campground selbst, den wir bisher noch nie angesteuert hatten, ist eigentlich ganz o.k.. Die Stellplätze liegen alle mitten im Wald und bis zum Ufer des See ist es nicht weit. Allerdings gilt dies auch für Highway und die Bahnlinie, so dass man diese Zivilisationgeräusche deutlich hören kann. Verkehrsgünstige Lage nennt man das wohl in Deutschland.&lt;br /&gt;Während wir noch faulenzend am Seeufer sitzen, trifft auch Familie Recker gegen späten Nachmittag am Treffpunkt ein. Alle drei sind von ihrem Trip auf dem Icefields-Parkway restlos begeistert. Glücklicherweise war die Sicht auf dieser Strecke besser, so dass sie das Panorama und die Highlights der Strecke richtig genießen konnten. Ja, wenn man ihn noch nicht kennt, sollte man sich die Fahrt über den Icefields-Parkway durch die Nationalparks wirklich nicht entgehen lassen. Es ist einfach beeindruckend!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;16. Tag - 19.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute steht eine lange, aber landschaftlich schöne Etappe bis zum Wells Gray Park an. Da wir auf dem Weg noch einiges vorhaben bzw. sehen wollen, haben wir den Start auf kurz vor 9.00 Uhr gelegt.&lt;br /&gt;Zuerst steht natürlich die Besichtigung des Mount Robson, als höchstem Berg der Kanadischen Rocky Mountains, auf dem Programm. In seiner ganzen Pracht von fast 4000 Metern Höhe kann man ihn nur an einigen Tagen im Jahr bewundern. Meistens wird die oberste Spitze selbst bei gutem Wetter von einer kleinen Wolke verdeckt.&lt;br /&gt;So kommt es heute aber nicht, denn bewölkt ist es heute nicht. Und trotzdem, der Mount Robson ist nicht da, so wie übrigens auch alle anderen Berge (links die Rocky Mountains und rechts die Columbia Mountains) entlang unserer Fahrtstrecke.&lt;br /&gt;Wenn ich sie nicht auf vorherigen Fahrten bereits mehrfach zu Gesicht bekommen hätte, hielte ich ihre Existenz für ein Gerücht. Die Luft ist aufgrund der Waldbrände wirklich so rauchig und diesig, dass man den Mount Robson nicht einmal erahnen kann. Das habe ich in all den Jahren in dieser Form aucgg noch nicht erlebt. Nun ja, dagegen ist man machtlos, die Reckers trösten sich am Aussichtspunkt damit, den mächtigen Berg auf dem Plakat zu bewundern.&lt;br /&gt;Wir halten dann noch an den Reargard-Falls des Fraser-Rivers, die als Endstation der Lachswanderung durch den Fraser gelten, da die Lachse diese Barriere nicht mehr überwinden können. Wenn man Glück hat, kann man hier die Lachse bei Ihren vergeblichen Bemühungen, den Wasserfall hochzuspringen, beobachten. Wir haben heute aber leider kein Glück. Wir sind wohl noch zu früh im Jahr unterwegs, anscheinend sind die Lachse hier noch nicht angekommen.&lt;br /&gt;Weiter geht es also, schließlich steht in Blue River bei River Safari noch eine Bärenbeobachtungstour an. Um ca. 11.30 Uhr starten wir zu der ca. 1 stündigen Motorboottour auf dem Mud-Lake. Direkt zu Beginn unserer Tour haben wir Gelegenheit zwei Weißkopfseeadler (Bold-Eagle) beim Fischen auf dem See zu beobachten. Ein wirklich beeindruckendes Spektakel. Nach einiger Zeit fahren wir dann langsam weiter das Ufer des Sees entlang, immer auf der Suche nach einem Bären.&lt;br /&gt;Aber mit der Bärensichtung wird es heute leider auch nichts. Die Natur will heute einfach nicht so, wie wir es gerne wollen. Die Bootstour macht trotzdem großen Spass.&lt;/p&gt;&lt;em&gt;Markus Knüpp&lt;/em&gt;</description>
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                <title>Westkanada im Wohnmobil 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Westkanada-im-Wohnmobil.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbt13sl_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Westkanada-Urlaub im Wohnmobil&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3 Wochen Reise mit dem Wohnmobil ab/bis Calgary&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2013 von SK-Kunde Stefan Lehmann&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Es passte beruflich, finanziell und auch alle anderen Faktoren spielten mit - 5 Wochen in Nordamerika durften wir verbringen. Die meiste Zeit in Kanada, wohin wir dank günstiger Verwandtschaftsverhältnisse gute Kontakte hatten. Zweifelsohne sollte die 14-tägige Wohnmobil-Reise durch die Rocky Mountains der Punkt auf dem I und das Salz in der Suppe werden. Frühzeitige Internetrecherchen ergaben, dass sich SK Touristik wohl einige Sporen auf dem Gebiet der Wohnmobilreisen durch Kanada verdient hatte. Das Frühbucherangebot klang fair und wurde ungefähr 17 Sekunden vor dessen Gültigkeitsablauf gebucht. Das Vorbereitungspaket war prall gefüllt. Insbesondere der Know-How-Reiseführer erwies sich als nützliches Reiseplanungsmittel.&lt;br /&gt;
Nach Monaten der Vorfreude und schon 2 vergangenen Wochen in Chicago, Madison, Saskatoon, Prince Albert und Calgary konnte das &lt;strong&gt;Recreational Vehicles&lt;/strong&gt;-Abenteuer beginnen:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;06.August 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Am Vorabend der Übernahme unseres RVs genossen wir die Annehmlichkeiten des Best Western Premier Freeport Inn &amp; Suites in der Nähe des Flughafen von Calgary. Unser relativ später Check-In gegen 19 Uhr brachte die Dame an der Rezeption ganz schön ins Schwitzen. Zwischenzeitlich bangten wir um unsere Übernachtungsmöglichkeit. Das hoteleigene Reservierungssystem hatte unser Zimmer freigegeben, da wir nicht bis zu einer bestimmten Zeit eingecheckt hatten. Diese Unannehmlichkeit wurde souverän und professionell vom Hotel gelöst und obendrauf gab es &lt;strong&gt;50 %-off&lt;/strong&gt; auf das Abendessen im Restaurant.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;07. August 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Abendessen, Schlaf, Frühstück und Shuttleservice zum Fraserway-Standort in Airdrie waren hervorragend. Wir nutzten den Online-Check-In bei Fraserway im Vorfeld und so hatte die deutschsprachige Dame bei der Ausleihe auch schon all unsere Daten im PC. Die englischsprachige Einweisung durch einen Fraserway-Mitarbeiter war auf den Punkt, kurzweilig und mit netten Sprüchen garniert. Den Schlüssel des RVs in die doch leicht feuchten Hände gedrückt bekommen und der Reise stand nichts mehr im Wege.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der erste Weg führte in einen der vielen Supermärkte in Airdrie. Und da es für alle neuen RV-Mieter die erste Amtshandlung ist, den Lebensmittelvorrat anzulegen, trafen wir auf bekannte Gesichter zwischen den Supermarktregalen. Der Ersteinkauf kann ruhig auch als erste Wanderung gewertet werden. Bei gemäßigten 0 Höhenmetern ging es mindestens 3 Kilometer durch die schöne bunte Warenwelt. Die 30 Meter durch den Liquor-Store nicht zu vergessen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unser RV war also mit Gepäck, Verpflegung und uns beladen und wir lagen 2 Stunden hinter unserem persönlichen Zeitplan. Unser erster planmäßiger Campingplatz sollte der Spray Lakes West Campground nahe Canmore werden. Es ist ein wahnsinnig schönes Gefühl auf dem Trans Canada Highway 1 den Bergen entgegen zu fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Canmore verließen wir den Highway und wechselten den Belag. Statt Asphalt gab es nur eine Schotterstraße zum Campground. Mit gedrosseltem Tempo ließ sich auch diese kleine Herausforderung meistern. Und je kleiner die Straße desto atemberaubender die Natur. Der Campground verteilte sich meilenweit am Ufer des Spray Lake entlang und zeigte sich wie frisch aus dem Prospekt entsprungen. Wir machten uns mit den Anmeldeformalitäten vertraut und verschafftem dem Platzwart mit dem Kauf von Feuerholz noch einen schönen Umsatz vor Feierabend. Nach dem traditionellem Ankommensessen (Spagetti mit Tomatensoße) und ein paar Dosen Bier im Campingstuhl am knisternden Feuer, waren Körper und Geist auf eine herrliche erste Nacht im Wohnmobil vorbereitet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;08. August 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Trotz einer Körpergröße von 193 cm war die erste Nacht eine absolute Wohltat. Es war herrlich bequem.&lt;br /&gt;
Geweckt wurden mit einem Best-Of-Nature: Sonne, funkelndes Wasser, kleinen Erdmännchen und frischem Tee. Unsere anderen Mitcamper konnte man nur am Horizont erahnen.&lt;br /&gt;
Wir nutzten die Gunst des Ortes und wanderten auf dem Old Goat Glacier Trail, an dessen Beginn der Campground lag. Eine wunderbar verschlungener, abwechslungsreicher Wanderweg, der leider sein jähes Ende in einer monströsen Ansammlung von Geröll nahm. Hier haben diverse Naturgewalten vor kurzem erst mächtig gewirkt. Pünktlich zum Check-Out um 14 Uhr verließen wir den Platz, um weiter in die Rockys zu fahren. Kurz vor Canmore besichtigten wir noch das Nordic Centre, welches mit einer riesigen Canada-Flagge und einem Frisbee-Golf-Parcours aufwartete.&lt;br /&gt;
Einen Vorteil des Wohnmobilreisens nutzten wir direkt aus. Obwohl wir Banff heute noch nicht in unserer Planung hatten, statteten wir dem Örtchen einen Besuch ab. Dank vielen speziellen RV-Parkplätzen machte unsere Spontanität noch mehr Spaß.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Nacht fuhren wir weiter zum Johnston Canyon Campground.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;09. August 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Reiseplanung sah heute einen ersten richtigen großen Wandertag vor. Und wir hatten Bock drauf. Der Bourgeau Lake Trail sollte es heute werden. Als großes Finale wartete der Harvey Pass auf uns. Mehrere Bücher waren sich einige, dass dieser Trail viele, viele Sterne verdient hat.&lt;br /&gt;
Trotz der gemäßigten Ausführung unseres RVs waren wir natürlich immer noch auf einen recht großen Parkplatz angewiesen. An den Startpunkten von Wanderwegen befinden sich immer einige Parkplätze, aber die Kombination Hochsaison und RV ließen diese schnell voll sein. Wir hatten Glück einen letzten freien Platz zu bekommen, ansonsten hätten wir uns eine andere Wanderung suchen müssen.&lt;br /&gt;
Durch eine schwere Metalltür ging es rein in den Wald. Der Aufstieg von 8,8 km und 900 Höhenmetern war dann auch recht knackig. Absolut erschwerend kamen all die Moskitos hinzu. on step - one bug. Das Wetter und die Aussicht waren fabelhaft.&lt;br /&gt;
Die Tierwelt zeigte sich in Form von kleinen Erdmännchen, Eichhörnchen (graue), Kreuzungen aus beidem und einer Gestalt die wie eine fette, buschige Hauskatze aussah. Unser Mittagessen auf dem Gipfel nahmen wir dick eingepackt in Regenjacken ein, obwohl die Sonne schien, aber dies erwies sich als effektiver Moskito-Schutz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Beine waren durch den folgenden Abstieg schon ziemlich wabbelig gelaufen, als uns ein Pärchen mit Hund entgegen kam. Nicht nur dass die Zeit für einen Aufstieg viel zu spät war, auch machte die Frau extrem eigenartige Geräusche. Verwunderung. Die Leute näherten sich weiter und der Mann hatte 2 komische Dosen in der Hand und die Frau quitschte und grunzte weiter. Nach kurzem Wortwechsel und einem weiteren Blick hinter die Leute war klar was Sache ist: You are in bear country. Im Abstand von 25 Metern watschelten eine Braunbärmutti mit 2 ihrer Kinder den Wanderweg entlang. So süß die auch aussahen, so sehr rutschte uns auch das mitteleuropäische Herz in die Wanderschuhe. Das Pärchen war froh uns getroffen zu haben, da sie kurz vor ihrem Auto auf die Bärenfamilie getroffen sind und jetzt schon über einem Kilometer ihnen auswich. Mit Anti-Bear-Spray bewaffnet und ordentlich lärmend versuchten wir nun zu viert den kleinen Familienausflug umzulenken. Und es gelang. Der Weg war wieder frei, die Bären im Unterholz und die letzten 1,5 km waren die schnellsten des ganzen Tages. Den Parkranger wurde der Bärenkontakt noch gemeldet und dann gabs erstmal ein Bier.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kommen wir nun zu einem Nachteil des Reisens in der Hochsaison: Freitag Nachmittag ist es unmöglich einen freien Campground zu finden. Wir fuhren von einem zum anderen und waren plötzlich in Lake Louise. Auch dort alles dicht. Weiter ging es Richtung Field in den Yoho NationalPark. Da es nicht die erste Hochsaison für diese Region ist, haben viele Campingplätze reagiert und sogenannte Overflow-Bereiche geschaffen. Das sind behelfsmäßige Stellplätze, meist auf einem Asphalt-Platz. Atmosphärisch wenig ansprechend, dafür mit 10,90 $ recht günstig. Wir nutzten den Overflow-Bereich des Monarch Campground. Pünktlich zum Rocky-Mountains-Glühen parkten wir unser Mobil ab. Zu den Klängen des Trans Canada Highways 1 schliefen wir ein und träumten von unseren ersten Bären in freier Wildbahn.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;10. August 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der erste Weg vom Campground führte zu den Takakkaw-Wasserfällen ganz in der Nähe. Auch dieses Mal hatten wir mit der Parkplatzsuche Glück. Für die nächsten Tage legten wir uns die Taktik zurecht, möglichst früh die Parkplätze aufzusuchen, da ab halb 10 die halbe Welt sich auf diesen versammelte. Da wir aber immer noch im Urlaub waren, hieß das in der praktischen Umsetzung: Augen auf, im Schlafanzug hinters Lenkrad klemmen und ab zum nächsten Ziel. Alles weitere erledigten wir dann in aller Ruhe direkt vor Ort. Pluspunkt für das Wohnmobil.&lt;br /&gt;
Die Takakkaw Wasserfälle sind die 2. oder 3. größten in Canada, je nachdem welchem Reiseführer man vertraut. Die Fälle sind beeindruckend, das hohe Touristenaufkommen eher nerv tötend.&lt;br /&gt;
Eine nette Herausforderung als RV-Fahrer wartete auf dem einzigen Weg zu den Wasserfällen. Eine nette Spitzkehre zwang die Fahrer von größeren Mobilen, ihr Gefährt einmal zurückzusetzen, um die Kurve zu nehmen. Da waren sie wieder, die feuchten Hände.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf dem Rückweg liefen wir den Walk-in-the-past-Trail. Dieser startete im Kicking Horse Campground, in der Nähe der Wasserfälle. Der Trail führt an Stationen vorbei, die an den Bau der Eisenbahnstrecke durch die Rockys erinnerten. Eine kurzweilige Wanderung von 2,5 km mit einem faszinierenden Finale.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als regelmäßiger Programmpunkt etablierte sich das Ausleeren des Schmutz- und Toilettenwassers. Mit jedem Mal funktionierte es schneller und reibungsloser. Auch dieses Prozedere lässt sich mit dem Einsatz einer Stoppuhr zu einem lustigen Wettbewerb aufpeppen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück in Lake Louise versorgten wir das Mobil mit Kraftstoff und unsere Handys mit Wlan, um ein kurzes Lebenszeichen in die Heimat abzusetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von Lake Louise bogen wir auf die schönste Panoramastraße Canadas, den Icefields Parkway, ein. Nach gut 10 km irritierten uns die ersten Warnblinker und stoppende Autos am Wegesrand. Ein kleiner Schwarzbär futterte im Straßengraben sein Gras und wurde hundertfach digital aufgenommen. So richtig begeistern konnte uns das Schauspiel nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es war immer noch Wochenende und die Campingplätze voll. Wir fanden auf dem Overflow des Mosquito-Campground ein schönes Plätzchen direkt an einem kleinen Bach gelegen. Diesen nutzten wir auch um eine kleine Flusswanderung zu unternehmen. Bei diesen Wassertemperaturen hätte Herr Kneipp große Freude gehabt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abends beim Lagerfeuer kamen wir mit Wohnmobilcamper aus Hamburg ins Gespräch, die doch tatsächlich ihren Camper mit HH-Kennzeichen nach Canada verschifft haben, um hier mehrere Wochen Urlaub zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;11. August 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Mit den ersten Frühaufstehern verließen wir den Campground Richtung Peyto Lake Viewpoint Parkplatz. Ein Must-See. Was die Schönheit des Blicks und des See mehr als gerechtfertigte, aber auch jede Menge Menschen wie das Licht die Motten anzog. Ein kurzzeitiges Großstadtgefühl stellte sich ein. Weg hier.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von da an ging es dann den Icefields Parkway weiter Richtung Jasper um frühzeitig auf dem Wilcox Campground einen Stellplatz zu ergattern. Der mittlerweile obligatorische Bärenkontakt blieb auch dieses Mal nicht aus. Wieder ein Schwarzbär beim Mittag.&lt;br /&gt;
Dieser kleine Campingplatz mit 40 Stellplätzen wurde uns auf einer Wanderung wärmstens empfohlen. Hier war es so schön, dass wir direkt Geld für 2 Tage in den Reservierungsbriefumschlag steckten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das naheliegende Icefield Centre besuchten wir und wanderten zum von dort direkt zum Icefield, einer riesigen Gletscherzunge. Hinweisschilder mit Jahreszahlen zeigen an, wie sehr sich der Gletscher in den letzten Jahrzehnten zurückgezogen hat. Für unverschämte 50 $ kann man sich von einem Bus auch auf das Icefield befördern lassen. Bitte diese Attraktion ignorieren - hoher Grad an Schwachsinnigkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;12. August 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der Wilcox Campground liegt am Eingang zum Wilcox-Pass-Trail. Diese wunderbare Fügung nutzten wir heute. Am Fuße des Passes trafen wir eine sehr nette Dame aus Vancouver, die sich wahnsinnig freute Deutsch sprechen zu können. Dieser anmutige Trail war in seiner Schönheit einzigartig. Bitte laufen Sie diesen Trail kann man nur jedem mit in sein weiteres Leben geben. Unser Mittagessen nahmen wir mit einem fantastischen Blick auf das Icefield- Centre und den Athabasca-Gletscher ein. Unterwegs trafen wir erstmals Big Horn Sheep, die friedlich auf der Hochebene weideten. Unserer Dame aus Vancouver begegneten wir ebenfalls wieder und wir haben wunderbare Minuten mit quatschen verbracht. Es muss an der Magie dieses Weges liegen, alle Wanderer die wir heute trafen waren überaus redselig und gut gelaunt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unsere kulinarischen Wohnmobilerfahrungen erweiterten wir heute um selbstgemachte Tacos und Ofengemüse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;13.August 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Heute war Ausschlaftag und so verließen wir den Wilcox Campground erst sehr spät. Wir folgten dem Parkway weiter Richtung Norden. Unser für diese Nacht erwählte Campground (Mount Kerkeslin) erreichten wir nach 50 km, jedoch machte er einen ausgestorbenen Eindruck. Durch hohe Bärenaktivität war der Hauptteil des Platzes gesperrt. Wir entschieden uns weiter nach Jasper zu fahren. Auf dem riesigen Wabasso-Campground checkten wir kurz und fuhren dann nach Jasper, um unsere Vorräte an Geld, Benzin und Nahrung aufzufüllen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Touristeninformation versuchten wir herauszubekommen, wie wir an Bustickets für Lake O&#039;Hara kommen. No way. Da der Weg zum See für den normalen Verkehr gesperrt ist und die Gegend um Lake O&#039;Hara zu den schönsten Flecken dieser Erde gehören soll, versuchen natürlich alle an Tickets für einen der täglichen Pendelbusse zu kommen. Einige Monate im voraus sollte man wohl schon aktiv werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine wahrlich gute Alternative boten der Pyramid und Patricia Lake oberhalb von Jasper. Für geschichtsinteressierte Menschen ist der Patricia Lake interessant. Unter dem Namen Projekt Habakkuk tüftelten die Allierten in diesem See an einem Flugzeugträger aus Eis. Heute war das Wetter dort so schön, dass wir uns Wasser hüpften. 2 Elchkühe taten es uns gleich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;14.August 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der morgendliche Stopp an der Dumpstation brachte uns heute ein nettes Gespräch mit einem Niederländer ein. Bekanntermaßen sind sie die Könige des Wohnwagensports.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unser Mobil wälzte sich dann mit frischen Tanks die 14 km zum Mt. Edith Cavell hoch. Der empfehlenswerte Cavell Meadows Trail führte uns auf schöne Hochebenen, die vermutlich vor einem Monat in unglaublicher Pracht geblüht haben müssen. Das letzte Stück des Trails zeigte sich dann von seiner hochalpinen Seite, zur Freude unserer Wanderschuhe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Über Jasper ging es dann für uns auf dem Yellowhead-Highway Richtung Mt. Robson, dem höchsten Berg in den kanadischen Rockys. Das sehr angenehme Besucherzentrum am Fuße des Berges empfing und bot einen tollen Blick auf Mt. Robson. Der Campground auf der gegenüberliegenden Seite des Besucherzentrums sollte unsere Nachtlagerstätte werden. Kurz die Uhren umgestellt, denn wir waren jetzt in einer anderen Zeitzone, die warme Dusche des Platzes genossen und eine kleine Abendwanderung unternommen und schon fielen wir in einen herrlichen Schlaf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;17. August 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
So langsam hieß es für uns sich auf den Rückweg Richtung Calgary zu machen. Aber nur ganz langsam. Vom Mt. Robson fuhren wir zurück nach Alberta und dort Richtung Golden, um auf dem Kicking Horse River eine Runde zu raften.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mehrere Anbieter nutzten die Wildheit des Flusses für diverse Rafting- Angebote. Wir erhielten eine professionelle Sicherheitseinweisung, Schwimmweste, Helm, entsprechende Kleidung und dann ging es mit einem Guide aufs Wasser. Ein Riesenspaß für alle. Wirklich beeindruckend war die Kraft des Wassers. Spaßeshalber konnte sich jeder am Ende des Trips vom Boot ins Wasser fallen lassen. Puh, von da wieder ins Boot zu gelangen ist ein richtiger Kraftakt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf dem Rückweg schauten wir am Emerald Lake vorbei, der sich für uns wie der schönste See unserer Tour anfühlte. Einfach traumhaft. Nach einem kurzem Abstecher ins Skigebiet von Lake Louise, fuhren wir auf dem Bow Valley Parkway durch die Nacht Richtung Campground. Mit mäßiger Geschwindigkeit beobachteten wir eine Menge Wildwechsel vor uns.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;18. August 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Den letzten Tag nutzten wir eine ausgiebige Runde durch Banff, dem für uns schönsten Ort der Tour. Der obligatorische Abstecher zum Fairmont Hotel durfte natürlich nicht fehlen. In unmittelbarer Nähe des Hotels grasten einige Rehe und störten sich nicht an der urbanen Umgebung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Berge wurden langsam immer flacher und der Abschied aus den Rockys nahte. Unsere letzte Nacht im Wohnmobil verbrachten wir auf dem Bow Valley Campground. Die meisten Lebensmittel konnten wir in einer schönen Restepfanne verbraten. Was dann noch übrig blieb konnten wir bei Fraserway abgeben, die das dann an Bedürftige weitergeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Rucksäcke packen glich einem Auszug. Haben wir uns doch in den letzten Tagen sehr häuslich eingerichtet. Und in der Tat, es hat an nichts gefehlt, was wir nicht auch zuhause benutzen würden. Das Gefühl und den Luxus, mit seiner Wohnung auf Rädern an die schönsten Orte zu fahren, ist sensationell. Es war unsere erste Fahrt mit einem Wohnmobil und auf diese Art unterwegs zu sein verschaffte uns ein tolles Gefühl.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Abgabe des RVs gestaltete sich ohne Probleme und sehr freundlich. Mit dem Shuttle ging es wieder zurück nach Calgary wo wir noch einige Tage diese Tour sacken ließen. Eine wahrlich unvergessliche Reiseerfahrung.&lt;/p&gt;</description>
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                <title>Spätsommer in Westkanada  0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 12 Mar 2025 03:00:03 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/01_2-auf-und-davon.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kanada September 2014: &quot;Why not? Könnt ja amazing werden!&quot;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;3,5 Wochen Wohnmobil von und nach Vancouver&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von SK-Kundin Janina Hofmann&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Endlich ist es soweit! Alle bereit einzusteigen? Aber wo bleiben denn meine Manieren, bevor man sich mit Fremden auf eine Reise begibt muss man sich natürlich ordnungsgemäß vorstellen. Wir, das sind Felix (zarte 27, naja 28 Jahre jung, frisch gebackener Medizinstudent, 3. Kanadareise, outdoorerprobt) und Janina (noch zärtere 25 Jahre jung, frisch zertifizierte Magistra, Kanada Ersttäterin, schläft nur auf Festivals im Zelt) fassten vor gut zwei Jahren den Entschluss, nach Kanada zu reisen. Kanada! So wild, so schön, so aufregend und leider... so weit weg. Gefüttert von zahlreichen Dokumentationen und Reiseberichten festigte sich der Entschluss, trotz wackliger Finanzlage, da irgendwie hinzukommen. Dank eiserner Sparpläne und eines gewissen attraktiven Frühbucherangebotes sollte der Traum dann endlich wahr werden. Wer mitfahren will, den erwarten: 2,5 Wochen bestes Wetter, 1 Woche Regen, tolle Landschaften, ausgedehnte Wanderungen, wilde und weniger wilde Tiere, ein Monster von einem Auto, ein bisschen Kultur, Irrfahrten und diverse Alarme.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;03.09.14 Ready for take-off&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ah endlich! Mein erster Transatlantikflug. Aufgeregt bin ich, Felix weniger, aber der ist wenn es ums Fliegen geht auch schon ein alter Hase. Flughafenatmosphäre ist für mich aber auch echt immer ein bisschen aufregend. Nach bestandener Gesichts- und Sicherheitskontrolle fallen wir in die erstaunlich bequemen Sitze unserer Air Transat Maschine. Da hatten wir uns aufgrund einschlägiger Beschwerden im Internet auf Schlimmeres gefasst gemacht. Gut, bissl eng ists schon, aber wir mögen uns ja und zum Glück konnten wir auch Plätze in einer Zweierreihe ergattern. Das Geld ist gut investiert. Überhaupt entpuppt sich Reihe 44 als Volltreffer. Dadurch dass die Reihe davor noch mit drei Sitzen bestückt ist kann man nicht nur aufstehen ohne den Gang zu blockieren, man hat auch mehr Stauraum. Dieser wird auch gleich zum Bersten bestückt, wofür ich mir von links nur ein Augenrollen einhandele. Der Flug ist wundervoll, man fliegt ja auch der Sonne hinterher und die Aussicht auf Island und Grönland ist atemberaubend. Überhaupt - Island: Take that, Bardabunga! Die Medienpanikmache um den drohend brodelnden Vulkan mit dem lustigen Namen hat mir doch ganz schön aufs Gemüt gedrückt. Klingt vielleicht komisch, aber erst als wir über Island hinweg sind kann ich mich so richtig entspannen. Jetzt sind wir auf dem Weg. Der Blick von oben auf Vancouver tut dann aber sein Übriges - wir sind wirklich in Kanada. Und unverschämt schön liegt sie da, die Stadt von der wir so lange geträumt haben. Wir sind zwar schon ein bisschen rumgekommen, aber da kommt wenig dran. Vor der Einreise nochmal kurz Nervosität, aber völlig unbegründet. Mit nicht mehr jungfräulichen Reisepässen und leuchtenden Augen fahren wir ins hell erleuchtete Downtown - und sind einfach nur verzaubert. Der Blick aus dem fünfzehnten Stock unseres Hotelzimmers tut sein Übriges bis uns die Augen vor Erschöpfung zufallen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;04. - 07.09. Vancouver: &quot;These Streets will make you feel brand new, these lights will inspire you...&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Jaja, ich weiß, der Song ist eine Hymne auf New York, aber wer brauch schon New York wenn er Berge, Pazifik und eine quicklebendige Metropole in einem haben kann? Unsere Reise beginnt mit drei Tagen Aufenthalt hier und drei sensationellen Sonnenaufgängen, Zeitumstellung und verwirrtem Biorhythmus sei Dank. Unseren ersten Urlaubstag beginnen wir gebührend mit einem Frühstück am Canada Place und sind zum ersten Mal begeistert von der vielgepriesenen Freundlichkeit der Kanadier. Es soll nicht das letzte Mal sein. Auf eine Erkundung Downtowns folgt die erste von vielen Irrfahrten dieser Reise. Da wir Karten für das Bard on the Beach Shakespeare Festival vorbestellt haben, fahren wir zum Box Office, um diese abzuholen. Wie bei Kulturbetrieben so üblich, ist dieses Office klein, unauffällig und alles andere als zentral gelegen. Und - wir müssen da gar nicht hin. Unsere Karten liegen an der Abendkasse, hätten wir uns auch denken können. Dafür finden wir auf dem Weg den riesigen MEC Store, wo wir in den nächsten Tagen nochmal vorbeischauen wollen. Downtown noch schnell ein paar Mitbringsel besorgt und dann ab in den wunderschönen Stanley Park. Wir studieren interessiert die Totem Poles und auch den &quot;Legends of the Moon&quot; Store (Janina: &quot;Boah nee, lass nicht reingehen, die haben bestimmt nur so Touri-Zeug&quot; Felix:&quot;Ach komm, gucken schadet ja nicht..&quot;) Wir verlassenen den Laden um einige Dollars ärmer und erfreuen uns auch jetzt noch an sehr schönen Tshirts, Mützen und Schals. So viel zu Vorurteilen. Ein bisschen Touri muss ja erlaubt sein. Nach einem ausgedehnten Spaziergang an der Sea Wall brechen wir mit dem Bus in Richtung Vanier Park auf, an dessen Strand heute Abend A Midsummer Nights Dream geboten wird. Wir können jedem Shakespeare Fan, oder solchen, die es werden wollen, den Besuch des Festivals nur empfehlen. Die Aufführung war einfach nur super! Und das Stück ein wunderschöner Kommentar zu unserer Reise, die uns immer noch wie ein Traum vorkommt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am nächsten Morgen schlendern wir erstmal durch den vornehmen False Creek und nehmen dann den Aquabus nach Granville Island. Auf dem Granville Island Market gehen uns die Augen ob der vielen Schmankerl über und es zeigt sich, dass Vancouver nicht nur ein Augenschmaus ist. Bestückt mit Bagels, Muffins und Scones fläzen wir uns in die Sonne und machen mit Blick auf den Hafen unsere erste Tier-Naherfahrung: Krähen, Möwen und ganz putzige kleine braune Vögel mit weißen Punkten hoffen, dass ein Stück vom Kuchen abfällt. Wir bleiben knallhart und setzen nach Erkundung der kleinen Insel über zum Olympic Village und Science World Museum, wo wir auf dem Weg noch ein Seehundpaar beobachten können. Felix will im Wissenschaftsmuseum Kindheitserinnerungen auffrischen, aber wie das so ist mit der Kindheit - Wahrnehmung und Ansprüche ändern sich eben mit der Zeit und wir verlassen das Museum ernüchtert. Einzig der Community Garden und das nette Gespräch mit einer Mitarbeiterin machen den Besuch lohnenswert. Jetzt wissen wir auch, dass ein kleines 2-Zimmer Apartment im Stadtteil Kitsilano gerne mal 1500 Dollar kostet. Da zeigt die schöne Stadt doch glatt ihre eiskalte Schulter. Der folgende Abstecher in den zwar fotogenen, in der Realität aber leicht enttäuschenden und sehr teuren Dr Sun Yat Sen Chinese Garden lässt uns eher ernüchtert zurück. Der anschließende Schlendermarathon durch China- und Gastown gefällt uns da schon besser, auch wenn sich hier der fast schon obligatorische unfreiwillige Touristenabstecher in die berüchtigte East Hastings Street ereilt. Die Eindrücke beschäftigen uns noch den ganzen Tag, aber wirklich bedrängt oder gar bedroht haben wir uns nicht gefühlt. Als echter Frankfurter ist man da schon anderes gewohnt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es folgt prompt Irrfahrt Nummer 2, die schändlicherweise wieder auf mein Konto geht. An dieser Stelle sollte ich mich vielleicht outen: ja, ich bin eine Planerin. So eine, die Stunden vor Tripadvisor verbringt und sich irgendwelche Restaurants rausschreibt? Ja, so eine. Wir wollen also zu diesem vegetarischen mexikanischen Restaurant am Commercial Drive. Diesen erreichten wir schon nur ob der Gnade eines Busfahrers, der unseren Kleingeldmangel freundlich lächelnd übergeht. Und dann stellen wir fest, dass es zur gewünschten Adresse noch ca 20!! Blocks zu laufen sind. Tja.. Warum sind auch alle Wunschrestaurants am A*** der Welt?!? Also wieder zurück Richtung Downtown (diesmal mit Fahrkarte) und sich auf Sushi mit Meerblick geeinigt. Auf dem Nachhauseweg noch schnell mit den streikenden Lehrern solidarisiert und dann husch husch ab ins Bett. Zu den Klängen des absurden, aber sehr unterhaltsamen christlichen TV-Programms (&quot;Praise the Lord!&quot; &quot;I could feel Jesus healing my cancer!&quot;) schlafen wir ein.[...]&lt;/h6&gt;&lt;/h5&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;07.09. Hit the Road, Jack..&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Heute machen wir uns auf ins Abenteuer. Wir nehmen ein standesgemäßes Frühstück bei Tim Hortons ein, wo ich anscheinend die erste bin, die jemals einen Bagel ohne Bacon oder Sausage bestellt hat. Schmeckt aber auch so. Dann verabschieden wir uns von unserem wunderschönen Ausblick und warten auf das Shuttle von Fraserway. Das kommt auch, lädt eine Gruppe Menschen aus, aber als der Fahrer sich dann anschickt, wieder wegzufahren, müssen wir doch mal kurz zucken. Wir haben zwar Abholort und -zeitpunkt mit Fraserway besprochen, sind aber wohl auf keiner Liste gelandet. Da hatten wir jetzt nochmal ordentlich Glück. Auf dem Gelände von Fraserway lernen wir ihn dann endlich kennen: unseren Truck Camper Super Duty. Ein Biest von einem Fahrzeug mit kleiner, aber feiner und für uns völlig ausreichender Wohnkabine. Wir sind hin und weg! Nun rächt sich endgültig die völlig überzogene Menge an Gepäck, denn das Einräumen dauert gefühlte Ewigkeiten. Dafür sind Einweisung und Formalia super schnell erledigt und am frühen Mittag fährt Felix das Ding leicht nervös und mit meiner seelisch-moralischen Unterstützung vom Hof.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den ersten Halt legen wir natürlich standesgemäß bei Walmart ein, und dann auch noch im Super Store. Bei der Masse an Essbarem und anderen Dingen wird einem fast schwindelig. Bei der durchschnittlichen Packungsgröße auch. Wir halten uns sprichwörtlich an den Händen und würden am liebsten auch noch Brotkrumen streuen um den Weg nicht zu verlieren. Eine Stunde später und einige Dollars ärmer machen wir uns dann wirklich auf ins Abenteuer. Mit unfreiwilliger Detour natürlich, viel Geschimpfe von Felix und überraschend wenig Gehupe von anderen Verkehrsteilnehmern inklusive. Den Sea-to-Sky Highway finden wir dann aber doch und genießen die unbeschreibliche Aussicht auf die Pazifikküste mit ihren Fjorden. Nach 40 km sagen wir der Straße schon wieder adieu und steuern auf unseren CG zu, den wunderschönen Porteau Cove PP, einziger vorausgebuchter Platz und einer der schönsten der Reise. Hier geben wir auch dem eiskalten Pazifik, dessen Wellen über den Rand unseres Stellplatzes schwappen, noch eine zweite Chance. Danach halten wir die Nasen in die Sonne, schlendern herum und sind ganz aufgeregt, als wir unsere Stellplatzmitbewohner, zwei süße Squirrels, kennenlernen. Da war uns noch nicht klar, dass die hier so verbreitet sind wie bei uns zuhause Amseln. Macht nix, den Nachbarn hat unsere naive Begeisterung jedenfalls gefallen. Und hier gibt es natürlich viele erste Male: erstes Mal möglichst männlich cool Holz hacken, erstes Mal sanitäre Anlagen auf dem CG benutzen (ich bin überzeugt, hier entscheidet sich, ob man wirklich zum Camper gemacht ist oder doch lieber im Hotel bleiben sollte), erster Kontakt mit der RV-Gigantomanie der Kanadier. Denn das Wohnmobil unserer Nachbarn ist groß, sehr groß. Ungefähr so groß wie ein ausgewachsener Reisebus. Und kurz nach Ankunft fängt es auch noch an, geheimnisvolle Geräusche auszustoßen und diverse Dinge auszufahren. Wir können den Blick gar nicht abwenden, fühlen uns stark an einen gewissen amerikanischen Blockbuster erinnert und taufen das Ungetüm liebevoll &quot;Optimus Camper&quot;. Und auch nachdem wir auf unserer Reise noch größere RVs gesehen haben; ich bleibe dabei: jedem das Seine, aber wer zu zweit in so einem Monstrum Ferien macht und dann auch noch bei sternklarem Himmel unter der Markise sitzt, dem ist nicht zu helfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unter all den Eindrücken sind aber weder die erste Campingerfahrung noch die Tiere noch das erste Feuer am schönsten. Am schönsten ist der Sonnenuntergang, der den Himmel in unzähligen Facetten färbt und das Meer wie blutrot, nein, fast pink aussehen lässt. Wir wünschten, er hätte ewig gedauert und sind ab jetzt endgültig ganz weit weg von zuhause.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;08.09. Stairway to Heaven&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Noch immer von der Zeitumstellung verwöhnt genießen wir den Morgen alleine am steinigen Strand, den die Ebbe freigelegt hat. Bei einem kurzen Spaziergang finden wir nicht nur rostige Schienenteile, sondern auch lange, rostige Nägel, die aus dem Boden ragen. Bei dem Gedanken, dass wir hier gestern barfuß durchs Wasser geplantscht sind, wird uns ein bisschen anders. Ein bisschen anders wird uns auch bei unserem Frühstück mit Aussicht auf die Bucht, nicht wegen der Aussicht, sondern wegen der &quot;Great Value&quot; Baked Beans mit Maple Syrup, die nicht wirklich eine gute Investition waren. Wir schlagen uns tapfer, müssen aber doch den Großteil wegwerfen. Als der Rest des Campingplatzes erwacht (inklusive unserer schwer verkaterten Nachbarn, die unsanft von der Park Attendence geweckt werden, weil sie alles Essen über Nacht draußen stehenlassen haben) machen wir uns auf den Weg. Wir genießen das Panorama auf dem Weg zwischen Küste und Coast Mountains und wundern uns über Radfahrer auf dem Highway (&quot;Share the Road!&quot;), die uns ganz schön ins Schwitzen bringen, da wir das Verhältnis von Fahrzeug- und Spurbreite noch nicht wirklich einschätzen können. An den Shannon Falls machen wir unseren ersten Halt, kraxeln über steiniges Gelände und bestaunen das herabfallende Wasser. An den folgenden Sehenswürdigkeiten braust Felix aber im Racer Modus, trotz meiner verzweifelten Rufe, vorbei (wegen der Brandywine Falls bin ich ihm immernoch etwas böse, &quot;Herr der Ringe&quot; Fans werden vllt verstehen warum).[...]&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir fahren durch das Cariboo Country und genießen die Weite und Einsamkeit. Kurz vorm 100 Mile House biegen wir ab auf den Highway 24, den Fishing Highway, unsere letzte Tagesetappe. Wir machen noch einen Tankstopp und beim Aussteigen trifft uns fast der Schlag. Wir sind bei sommerlichen 25 Grad losgefahren und selbst in den Bergen war es noch angenehm warm. Hier, auf dem 1300 Meter hohen Seenplateau, weht ein eisiger Wind und wir flüchten schnell in den kleinen Store. Die anwesenden Locals scheinen sich alle zu kennen (es ist der einzige Store auf dem gesamten Highway) und tauschen munter Temperaturprognosen aus (es soll wohl frieren heute Nacht). Hier oben treffen sie Anfang September schon Vorbereitungen für den Winter. Wir stellen uns vor, wie es ist, in der Einsamkeit eingeschneit zu sein und erreichen fröstelnd unseren Campground: den Bridge Lake PP. Hier sind wir fast alleine und können deshalb direkt am See campen. Wir genießen den Sonnenuntergang, für eine Erkundungstour sind wir dann aber doch zu müde und verfroren. Die 350 km stecken uns in den Knochen. Hier bewahrheitet es sich, dass 350 km Mountain Highway in Kanada nicht vergleichbar sind mit 350 km Autobahn in Deutschland. An diesem Abend gibt es neben Pasta und Dessert die Premiere von einer von Felix Spezialitäten auf dieser Reise: Alarme auslösen. Denn kaum haben wir es uns im Camper gemütlich gemacht zerreißt das schrille Fiepsen des Feuermelders die Stille. Den hatte Felix mit dem Abgießen der Nudeln ausgelöst und es dauert ein bisschen, bis das Ding besänftigt ist. Auch das sollte nicht das letzte Mal sein. Fröstelnd und schlotternd verkriechen wir uns nach einem warmen Essen ins Bett. Heute schlafe ich mit Decke und Schlafsack und sogar Felix zieht für die Nacht eine Mütze auf. Also dann, hoffentlich bis morgen, wenn wir nicht erfroren sind...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;09.09. Into the Wild&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Schlotter, bibber... warum ist der Morgen auch immer kälter als der Abend? Es fällt uns unendlich schwer, unter den warmen Decken hervorzukrabbeln, unter denen nur die Nasen herausschauen. Im Camper ist es bestimmt kälter als im Kühlschrank und die beschlagenen Fenster geben keinen Aufschluss über das Wetter. Aaaber.. es gibt ja ein Geburtstagskind! Felix wird heute 28, wenn das mal kein Grund zum Aufstehen ist. Wir feiern gebührend mit Kaffee, ausgedehntem Frühstück und 5 Minuten Heizung und lernen hier am kalten Bridge Lake die Katzenwäsche zu schätzen. Duschen im eiskalten Camper? Undenkbar! Muss auch so gehen, dafür sind wir ja aus der Zivilisation geflohen. Wir genießen die Morgenstimmung am See und die klare eiskalte Luft. Den Schaum am Seeufer halten wir im ersten Moment für Eis (und verkaufen das auch seitdem allen unseren Freunden so, Beweisfoto inklusive). Der tolle Morgen wird gekrönt von dem Weißkopfseeadler, der über unsere Köpfe segelt. Doch auch heute zieht es uns wieder weiter, nach Clearwater und in den Wells Gray PP.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Fahrt nach Clearwater über den Fishing Highway ist wunderschön, aber pünktlich als wir in dem winzigen Ort ankommen, zieht der Himmel zu und es wird noch kälter. Oder vielleicht sind wir auch einfach nur weichgekocht, denn unseren Stiefel-, Pulli- und Mützenlook kontern die Anwohner mit kurzer Hose und T-Shirt. In Supermarkt, Pharmasave und Liquor Store stocken wir nochmal die Vorräte auf und fühlen uns wie zwei Prepper, die sich auf den Weltuntergang vorbereiten. Die Aussicht auf mehrere Tage im Wells Gray Park fühlt sich aber auch wirklich nach unserem ersten Wildnisabenteuer an. &quot;Adventure starts here&quot;, diesmal aber echt. Um die Mittagszeit machen wir uns also auf in unser persönliches &quot;Heart of Darkness&quot;. Das erreicht man aber nicht wie im Roman per Boot, sondern über ungefähr 40 km Schotterstraße. Die erste Gravel Road Erfahrung ist wacklig, rutschig und sehr staubig. Wir sind beide froh über unseren Truck Camper, nicht nur wegen der großen Bodenfreiheit, sondern auch weil man das Klappern und Scheppern aus der Wohnkabine nicht hört. Für die unbequeme Fahrt wird man aber durch die vielen schönen Plätze am Wegesrand entschädigt. Wir machen Halt an den schönen Saphats Falls und feuern am Baileys Chute die Lachse beim Springen an. Das klingt jetzt vielleicht etwas esoterisch, aber den riesigen Fischen auf dieser letzten Etappe ihrer anstrengenden Wanderung zuschauen zu dürfen ist irgendwie... inspirierend.&lt;br /&gt;Das erste Mal dumpen bringen wir dank genauer Anleitung von Fraserway und trotz einigem Gezanke gut über die Bühne und erreichen am frühen Nachmittag den Clearwater Lake CG, unseren Stellplatz für die kommenden Tage. Es wird der Stellplatz sein, der sich auch im Rückblick am meisten nach &quot;Zuhause&quot; anfühlt. Nach einer leckeren Brotzeit unter grauem Himmel zum Sound des rauschenden Flusses laufen wir zum See, wo wir uns bei den Clearwater Lake Tours über Kanu Leihgebühren informieren. Eigentlich bin ich ja so richtig heiß auf unsere erste lange Wanderung, aber aus verschiedenen Quellen wird uns die geplante Kombination von Lakeshore Trail, Easter Bluff und Chain Meadows Lake Trail nicht empfohlen (&quot;Don&#039;t do the full loop, the backside sucks&quot;). Wir sind hin- und hergerissen zwischen Wandern und Kanufahren und entscheiden uns dann doch für Option Nummer 3: die ganztägige Bootstour über Clearwater und Azure Lake. Das ist zwar weniger sportlich (und wesentlich teurer) als wandern, aber das Geburtstagskind hat entschieden. Anschließend werde ich mit einer kurzen Wanderung zum Osprey Falls Lookout, Dragons Tongue und Sticta Falls entschädigt. Hier gefällt es uns prima, vor allem der schwarze Lavaschlund der Dragons Tongue und die kleinen, aber wilden Sticta Falls laden uns zu längerem Verweilen ein. Aber es ist eben auch unsere erste Wanderung im Bärengebiet und wir sind entsprechend... nervös. Sehr nervös. Als wir dann aber beide beim Rascheln eines Squirrels im Unterholz heftig zusammenzucken, müssen wir auch mal über uns selber lachen. Rückblickend können wir über diese Erfahrung nur noch den Kopf schütteln, denn so garantiert bärenfrei wie in diesem Wald war es ansonsten wohl nirgendwo anders. Den aufregenden Tag lassen wir am Lagerfeuer unter einem langsam aufklarenden Himmel ausklingen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;10.09. Arcadia&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Eigentlich bin ich versucht, diesen Tag entweder auszulassen oder mir irgendetwas zusammenzulügen, aber das ist ja nicht Sinn der Sache. Es wird aber trotzdem ein kurzer Bericht bleiben, denn manche Dinge kann man einfach nicht in Worte fassen. Was folgt, ist einer der schönsten Tage unserer Reise. Wir können jedem von ganzem Herzen empfehlen, die Bootstour zu machen und hoffen andererseits, dass der Ort möglichst wenig überlaufen bleibt. Denn dass Azure Lake zu einer Touristenattraktion wie Lake Louise würde, ist ein unerträglicher Gedanke. Die Tour startet pünktlich um 10:30. Wir sind acht Teilnehmer, plus unser Captain und Guide Theo und ihr Hund Maple. Die maximale Teilnehmerzahl ist zwölf. Wir nehmen also die insgesamt 44 km in Angriff, wobei wir immer wieder stoppen und Theo Interessantes über die Geschichte des Parks, über Flora und Fauna erklärt und auch ein paar Kuriositäten zum Besten gibt. Zum Beispiel die Geschichte der Trapper Brüder, deren Flugzeug noch immer auf dem Grund des Sees liegt und deren Hütte auch immer noch am Strand der Rainbow Falls begutachtet werden kann. Am nordöstlichen Ende des Azure Lake angekommen erwartet uns Karibikflair mit weißem Sand vor kanadischem Bergpanorama. Wir wandern durch den Regenwald zu den Rainbow Falls, essen wilde Thimble Berries, fahren mit dem Kanu über den See und liegen einfach nur im Sand. Es sind die Stille und die Abgeschiedenheit, die uns am meisten berühren. Es ist einer dieser Momente, die sich uns eingeprägt haben und in die wir immer wieder gedanklich zurückreisen können, wenn es mal stressig wird. Wir nehmen uns vor, das nächste Mal ein paar Nächte hier am Strand zu verbringen und dann mit dem Kanu zurückzufahren. Wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal am Azure Lake. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;11.09. On the Road again&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Heute wollten wir ja eigentlich den Helmcken Falls Rim Trail in Angriff nehmen und noch eine Nacht im Wells Gray Park verbringen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Da ein gewisser Jemand gestern die ganze Fahrt über im Bug gestanden und das Gesicht über die Windschutzscheibe rausgestreckt hat ist er jetzt ziemlich erkältet. Eine längere Wanderung fällt deshalb also flach und da passt es uns gut, dass uns der Pyramid CG auch nicht so richtig begeistern kann. Wir brechen die Zelte also einen Tag früher als geplant ab und machen uns auf den Weg nach Jasper. Bevor wir uns aber endgültig vom Wells Gray Park verabschieden, machen wir noch einen Abstecher zu den Moul Falls. Der Trail ist sehr schön angelegt und wir treffen bekannte Gesichter wieder. Die Moul Falls sind ein zwar recht niedriger, aber dafür umso schöner gelegener Wasserfall, der die Besonderheit bietet, dass man hinter den Fällen durch das ausgehöhlte Lavagestein hindurchlaufen kann. Das ist eine sehr nasse, glitschige und windige Angelegenheit, aber nach bestandenem Abenteuer grinsen wir wie zwei Honigkuchenpferde. Wir verlassen den Park mehr als zufrieden und mit der Erkenntnis, dass man hier auch locker mehrere Wochen mit Backcountry Camping verbringen kann. Unser erstes Wildnisabenteuer weitab der Zivilisation und ohne Handyempfang haben wir sehr gut gemeistert. Jetzt sind wir gespannt auf die Rockies. A propos Rockies: Gespräche mit anderen Campern bestätigen die Fernsehberichte, die uns noch aus Vancouver in Erinnerung sind: It&#039;s snowing in the Rockies! Der früheste Wintereinbruch in Calgary seit Jahren, da kann man sich ja ausmalen wie es in den Bergen aussieht. Naja, wir packen uns eben warm ein und hoffen auf einen Stellplatz mit Stromanschluss. Dank Felix Erkältung komme ich heute aber in den Genuss, zum ersten Mal unseren Super Duty zu fahren. I like it! Unleash the Beast, muhaha! Ich fange mir ein paar nervöse Blicke und Ermahnungen ein, fahre das Monstrum aber, wie ich finde, sehr gediegen. Spätestens auf dem Highway 16 sind wir ein eingespieltes Team. Hier kommen wir an ganzen drei Unfallstellen vorbei, an denen Holztrucks einen beachtlichen Teil ihrer Ladung verloren haben und sehen das erste Mal die Roadworker, die scheinbar nur dafür angestellt sind, um Slow/Stop Schilder hochzuhalten. Im Vergleich mit deutschen Bau- und Unfallstellen finden wir das irgendwie sehr pragmatisch und sympathisch. Beim Durchqueren des Mt Robson PP folgt ein weiteres Highlight der Reise: der ungetrübte Blick auf den namensgebenden Berg in der Abendsonne und: unser zweiter Schwarzbär! Diesmal haben wir ihn ganz für uns alleine und beobachten aus sicherem Abstand von der anderen Straßenseite. Der Kerl lässt sich aber auch von den vorbeirauschenden Trucks nicht stören und futtert seelenruhig seine Beeren. Als wir weiterfahren, huscht er über den Highway und verschwindet im Unterholz. Ich mache mir noch lange Gedanken über die Gewöhnung der Tiere an den Verkehr, aber Felix meint, ich solle mir nicht so viele Sorgen machen. Bei uns lungern die Rehe schließlich auch am Straßenrand herum. Wir werden langsam nervös, als die Dämmerung einsetzt und jeder Schatten am Straßenrand in unserer Vorstellung zu einem Tier wird, das sich vor uns auf die Straße werfen will. Endlich! Die Einfahrt zum Jasper NP. Schnell einen Jahrespass gekauft und um 21:00 Mountain Time der späten Stunde natürlich kein Platz mit Strom mehr verfügbar, also buchen wir zunächst nur eine Nacht und beschließen, morgen nochmal unser Glück zu versuchen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;12.09. Rain(Deer), Relaxing and Small Citylife&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Der Tag beginnt wie der letzte geendet ist: mit Regen. Never change a running system. Aber wenigstens schneit es nicht. Felix opfert sich und zieht frühmorgens mit Regenjacke bewaffnet los zur Information, um sein Glück bezüglich des Stellplatzes zu versuchen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt er patschnass, aber triumphierend, zurück und streckt mir die Karte für unsere Campsite mit Full Hookup entgegen. Wir wollten zwar nur Electricity, aber was solls, dann logieren wir die kommenden zwei Nächte eben extra luxuriös. Das Glück hatten wir übrigens nur, weil aufgrund des miesen Wetters viele Camper ihre Reservierung abgesagt haben. Die Warmduscher. Gut für uns, denn auf dem Weg zum neuen Zuhause begegnen wir auch den Wapitis, für die der Platz ja berühmt ist. Hier ist Vorsicht geboten: es ist Brunftzeit und wir sind froh, dem Bullen nicht in die Quere zu kommen. Die riesigen Hirsche sind aber auch ziemlich beeindruckend. Nur die Geräusche, die sie von sich geben, wollen so gar nicht zu ihnen passen. Das klingt eher nach schlecht geölter Tür als nach Alphamännchen und bespaßt uns für den Rest des Morgens. An der neuen Campsite angekommen heizen wir erstmal den Camper ordentlich auf und vertrödeln den Vormittag. Lesen im Bett und aus dem Fenster Wapitis beobachten hat ja auch was für sich. Als der Regen nachlässt, fahren wir zuerst zu den Duschen, uns entwildern; denn der Sea-to-Sky Highway und der Wells Gray Park haben uns ganz schön verwahrlost zurückgelassen. Wieder frisch und ansehnlich geht&#039;s auf nach Jasper City. Das Städtchen gefällt mir sehr gut, obwohl es hier so touristisch ist und gerade weil es eigentlich nur zwei nennenswerte Straßen gibt. Wir schlendern, bummeln und Felix besteht darauf, seine Kindheitserinnerungen im &quot;Candy Bear&#039;s Lair&quot; aufzufrischen. Ein zufälligentdeckter Waschsalon bringt die Entscheidung zumindest die knapper werdende Unterwäsche zu waschen. A very American experience. Dank WLAN und neu erstandenen Postkarten können wir hier auch das erste Lebenszeichen seit Vancouver nach Hause schicken. Abends erkunden wir den wirklich riesigen, aber doch sehr schönen Campground und fiebern unserer ersten großen Wanderung entgegen. Maligne Lake, wir kommen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;13.09. The Hiker&#039;s Guide to Bear Country&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  Oh ja, endlich wandern! So richtig den ganzen Tag raus in die Natur und die Füße zum qualmen bringen. Wir haben so richtig Bock und deshalb zerre ich Felix auch total aufgeregt beim ersten Dämmerlicht aus dem Bett. Wetter? Ist super. Die Wolken verziehen sich und es wird ein absolut toller, warmer Tag. Beste Bedingungen also. Ein ausgiebiges Powerfrühstück, Planung und Vorbereitung fressen leider mehr Zeit als erwartet und so kommen wir doch später los als erwartet. Egal! Dafür kann ich auf dem Weg Richtung Maligne Canyon meine Racer Qualitäten zeigen. Felix wird bei meinem etwas rasanten Kurvenkunststück (ich wollte die grüne Ampel noch erwischen) etwas panisch, aber ich finde er soll sich nicht so anstellen. Am Canyon angekommen, erwartet uns schon ein voller Parkplatz. So ein Mist! Das nächste Mal dürfen wir echt nicht so lange trödeln. Aber den Großteil unserer Mitwanderer verlieren wir auf dem Weg hinunter zur 4th Bridge (die 5th Bridge ist gesperrt). Die meisten scheuen wohl den Aufstieg. Die zunehmende Einsamkeit macht die rauschenden Wasserwirbel und bizarren Felsformationen noch eindrucksvoller. Zurück auf dem Parkplatz gibt&#039;s einen kurzen Kleidungswechsel, denn es ist wunderbar warm geworden, und dann auf zum Maligne Lake! Auf dem Weg treffen wir nicht nur zwei vorwitzige Bighorn Sheep, die sich vom Verkehr nicht beeindrucken lassen, wir kommen auch am faszinierenden Medicine Lake vorbei. Einen längeren Stopp heben wir uns für den Rückweg auf, in der Hoffnung, dass dann weniger los sein wird. Das letzte Stück Weg hält eine schöne Überraschung bereit: eine Elchkuh, die abseits der Straße in einem Teich badet. Wir bewundern das Naturschauspiel voller Ehrfurcht und ärgern uns umso mehr über die langen Fotoobjektive, die Blitze und die anhaltenden Touristenbusse. Das wird uns schnell zu bunt, der Elchkuh auch, und wir huschen weiter. Nach ewiger Parkplatzsuche endlich am Maligne Lake angekommen, sind wir... naja, ernüchtert. Der See ist schon schön, aber so richtig kann ich die ganze Aufregung nicht verstehen. Um den Touristenmassen zu entkommen, wollen wir den Opal Hills Loop Trail wandern. Nach Erkundigung bei ortskundigen Besuchern bestätigt sich unsere Vermutung, dass es ein hartes Stück Arbeit wird. Besonders die Aussagen &quot;you&#039;re gonna be in snow much of the time&quot; und &quot;the trail is frequented by grizzlies, but it should be open again&quot; lassen uns kurz an unserem Vorhaben zweifeln. Bei dieser Gelegenheit lernen wir auch den recht eigenwilligen Humor der Kanadier in Bezug auf Bären kennen. &quot;Which one of you is the faster runner?&quot; fragt uns einer der Anwesenden mit einem breiten Grinsen. &quot;I&#039;m afraid that&#039;s him&quot; lautet meine Antwort und ich zeige auf Felix. Der Witzbold klopft mir auf die Schulter und kontert: &quot;Don&#039;t worry, just kick him in the knee and keep running.&quot; Mit diesen herzlichen Ratschlägen machen wir uns auf Richtung Trailhead.[...]&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;14.09. Mountains, Ice and Stars&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  Heute verlassen wir Jasper und den Whistlers CG in Richtung Icefields Parkway. Zuvor nehmen wir aber die Gondel auf den Whistlers Mountain. Fun Fact: Für den Fußweg zum Gipfel benötigt der durchschnittliche Hiker 4-5 Stunden. Den Rekord hält ein nepalesischer Sherpa, der den Trail in 45 Minuten mit 60 Kilo Gepäck gelaufen ist. Dafür müssen wir noch etwas trainieren. Uns reicht heute schon der Aufstieg von der Station zum Gipfel, wo wir das Rundumpanorama genießen. Vor allem die Vogelperspektive auf den nördlichsten Abschnitt des Icefields Parkway nährt unsere Vorfreude, also nichts wie los, back on the road! Bevor wir aber die berühmteste Bergstraße Kanadas befahren, machen wir einen Abstecher auf die alte Road #93A und zur Mt Edith Cavell Road. Auf der engen, steilen Bergstraße wird uns schon manchmal Angst und Bange, aber unser vergleichsweise kleiner Camper meistert den Aufstieg trotz Gegenverkehr tadellos. Am Ende des kurzen Path of the Glacier Trail erwarten uns Edith Cavell und Angel Glacier mit zugehörigem Glacier Pond. Bei dem eisblauen Wasser mit den großen Eisschollen fühlt man sich fast ans Polarmeer versetzt. Hier ist einiges in Bewegung, wir sehen und hören Geröll- und Eisabgänge. Einer reißt fast zwei Hiker mit, die sich trotz Sperrung auf den gegenüberliegenden Trail zur Gletscherflanke gewagt haben. Die haben nochmal eine ordentliche Portion Glück gehabt. Aber auch wir sind etwas leichtsinnig und klettern übers Geröll runter an den Rand des Gletschersees. Die Geröllabhänge künden von der Gefahr, die abseits der Wege lauert. Ein großer Eisabgang hatte hier erst 2012 große Teile des Tals überflutet. Deshalb verweilen wir auch nur kurz am Ufer und machen uns dann auf den Rückweg. Bevor wir auf den Icefields Parkway auffahren, schauen wir uns noch die sehr schönen Athabasca Falls an. Schon bald schlägt uns die Landschaft in ihren Bann und wir machen gefühlt mehr Fotstopps als Kilometer. Aber genauso solls ja auch sein. [...]&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;15.09. Mountain Sound&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Plan, den Wilcox Creek Trail zu laufen und das Columbia Icefield von oben zu betrachten, wird durch meine über Nacht herangeflogenen Halsschmerzen zunichte gemacht. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht scheinen mir doch etwas zu schaffen zu machen. Wir fahren also direkt zum berühmten Athabasca Glacier. Hier sind wir beide bestürzt; vor allem Felix wird der Rückgang des Gletschers im Vergleich mit seinen Kindheitserinnerungen schmerzlich bewusst. Die Gletscherschmelze stimmt uns nachdenklich, auch, da die Frischwasserversorgung Nordamerikas zu nicht unerheblichen Teilen von der Existenz der Gletscher abhängt. Die Eindrücke lassen auch unseren nicht gerade ressourcenschonenden Trip für uns nochmal in einem anderen Licht erscheinen. Auf das zweifelhafte Vergnügen, mit den riesigen Bussen übers Eis zu fahren, verzichten wir. Leider stellt sich auch das Icefield Center als Enttäuschung heraus, dafür haben wir aber großen Spaß mit den vorwitzigen Raben, die unseren Truck Camper entern. Nach dem kleinen Ausflug ist meine Gesundheit auch so weit wiederhergestellt, dass wir den spektakulären und nicht sehr steilen Parker Ridge Trail laufen können. Die Aussicht vom sehr windigen Bergkamm ist unglaublich und den komplett unerschlossenen Saskatchewan Glacier, einen der drei Arme des Columbia Icefield, finden wir noch viel beeindruckender als seinen berühmten Nachbarn. Und auf dem Rückweg gibt&#039;s sogar eine Murmeltiersichtung inklusive. Über die Schönheit der uns umgebenden Bergwelt vergessen wir ganz die nahen Panther Falls und fahren weiter auf den schönsten Abschnitt des Parkway. Die Landschaft schlägt uns hier völlig in ihren Bann; man ist hin und hergerissen zwischen visueller Übersättigung und Nicht-Sattsehen- Können. Die Mittagspause verbringen wir am Ufer des Lower Waterfowl Lake, vor einem Bad kneifen wir aber. Schon nur die Füße abzukühlen kostet Überwindung. Wir trauern hier einem weiteren schönen Camprground nach, der leider in der Off-Season geschlossen ist.[...]&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;16.09. Beautiful Louise&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach einer unruhigen Nacht, Felix machen die vorbeirauschenden Züge zu schaffen, mir eher das Pilotprojekt Heizung bei Nacht, stehen wir früh auf, um noch vor den Massen am Lake Louise einzutreffen. Der Plan geht auf, ungewaschen und dank Minimalfrühstück rollen wir im Morgenlicht auf den fast leeren Parkplatz. Ich muss zugeben, dass der See wirklich beeindruckend ist. Da kann ich den Hype verstehen. Eingekeilt zwischen zwei Bergen und dem ihn speisenden Gletscher liegt er spiegelglatt im Morgenlicht. Weniger gefallen mir die breite Uferpromenade und das wirklich hässliche Chateau. Pünktlich als die ersten Busladungen Massen an Touristen ausspucken machen wir uns auf den Weg am See entlang. Die hintere, zwischen den Bergen eingekeilte Spitze des Sees mit ihrem kleinen &quot;Strand&quot; aus Schlitt gefällt mir noch besser. Wir machen uns an den Aufstieg zum grandiosen Plain of Six Glaciers Trail, der uns völlig begeistert. Als wir aus den bewaldeten Abschnitten an die kahle Felswand kommen, erwartet uns eine Riesenüberraschung: Mountain Goats! Eine ganze Familie friedlich am Wegesrand grasend und eine weitere hoch oben in der Felswand. Wir sind hin und weg, denn die weißen, flauschigen Gesellen wollten wir unbedingt sehen. Weiter geht es auf dem zunehmend schwieriger werdenden Pfad zum Viewpoint. Auf dem letzten Stück verschwindet der Trail in einem Geröllabhang und wir beneiden alle Hiker mit Wanderstöcken. Aber die Mühe lohnt sich; die wohlverdiente Pause mit Aussicht auf die umgebenden Gletscher und den Abbots Pass ist spektakulär. Und tief unten funkelt der See. Gekrönt wird der Aufenthalt von der Geschichte über die Abbots Hut, die Schutzhütte am höchsten Punkt des Passes, für deren Konstruktion Anfang des 20. Jahrhunderts extra Bergführer aus der Schweiz eingeflogen wurden. Geschichten von schweizer Bergsteigern in Kanada werden uns noch öfter begegnen und diese wird nur noch besser dadurch, dass sie von einem schweizer Ehepaar erzählt wird. Wir können hier noch einen massiven Schneeabgang am Hang beobachten; auch hier sind die Gletscher in Bewegung. Auf dem Rückweg kommen wir mit einem Ehepaar aus Washington ins Gespräch. Die Frau beeindruckt uns mit ihrer Begeisterung fürs Wandern, trotz doppelter Knie-OP und künstlichem Gelenk. Sie meint, man müsse Dinge halt einfach tun und wenns ein bisschen zwickt, dann solle man das hinnehmen. Diese Einstellung imponiert uns sehr und spornt uns auf dem anstrengenden Aufstieg zum Big Beehive nochmal richtig an. Wir werden mal wieder mit grandioser Aussicht belohnt und genießen unsere Rast so weit oben. Die bettelnden Chipmunks und Greyjacks lassen wir abblitzen, was zumindest seitens der Vögel mit lautem Gemecker quittiert wird. Höhepunkt ist ein in etwa zwei Metern Entfernung vorbeiziehender Adler auf Beuteflug. So nah habe ich noch nie einen gesehen. Der Anblick macht auch dem Betteln der Chipmunks ein Ende, die blitzartig verschwinden. Nach Eintrag ins Geo Cache Logbuch steigen wir ab zum schönen Lake Agnes, wo sich der Schnee tapfer hält und über Mirror Lake zurück zum Lake Louise. Heute Nacht wird es auf dem Campground so richtig zippe zappe duster. So, dass man die eigene Hand nicht vor Augen sieht. Irgendwie schaffen wir es, uns gegenseitig verrückt zu machen und jeder Weg aus dem Camper wird trotz Außenbeleuchtung zur Nervenprobe. Fast beneiden wir die Zeltcamper um ihren Elektrozaun. Aus dieser Nacht stammt auch unser seitdem liebstes doofes Wortspiel: Always be prebeared because the night can be very very beary.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;17.09. Grizzly Country and Hiking Partners&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute besuchen wir den nicht ganz so heimlichen Star des Banff Nationalparks. Der Moraine Lake soll ja mittlerweile schon beliebter sein als Lake Louise und das bekommen wir auch zu spüren. Aufgehalten vom kaum vorhandenen Wasserdruck auf dem Frischwasserschlauch und vom fehlenden Wasser an der Dumpingstation erreichen wir den See viel zu spät. Alles vollgeparkt! Aber zum Glück sind wir ja in einem hybriden Auto unterwegs und parken ganz frech abseits der RV Parkplätze. Heute wollen wir auf dem Sentinel Pass Trail wandern und hoffen, geneigte Mitwanderer zu finden, denn hier ist wirklich Grizzlygebiet und das Wandern in Gruppen unter vier Leuten verboten. Zum Glück treffen wir ein Paar wieder, das schon auf dem Mount Whistler ein Foto von uns geschossen hatte. Annika und Gus aus London wandern mit uns. Es geht hinauf durch dichten Wald bis zu einer Ebene mit grandioser Aussicht auf die Ten Peaks. Dann weiter durch einen Märchenwald aus Larch Trees, die jetzt in voller gelber Prachtstehen. Oben angekommen erwartet uns ein alpines Tal mit zwei schönen Seen und der Rest des schmalen Trails an der Felswand entlang. Am höchsten Punkt des Trails genießen wir die Aussicht auf das Paradise Valley und die Berge und sind stolz auf die 725 geschafften Höhenmeter. Auf dem Weg nach unten rutsche ich aus und fast den Abhang runter. Das ist gerade nochmal gutgegangen. In Deutschland hätte dieser Trail bestimmt ein Geländer und 100 Warnschilder. Aber kanadische Trails sind eben ohne doppelten Boden und das gefällt uns auch sehr gut. Auf dem Abstieg wird&#039;s nochmal sehr anstrengend für die Knie und dann sind wir schon zurück am Ufer des Moraine Lake. Wir verabschieden uns von unseren tollen Wanderpartnern und fahren über den Bow Valley Parkway Richtung Banff. Wir erwarten, dass jeden Moment ein Grizzly aus dem dichten Wald am Straßenrand auftaucht. Das würde uns jetzt auch viel besser gefallen als noch vor ein paar Stunden auf dem Trail. Aber Meister Petz macht sich leider rar und auch der Johnston Canyon CG ist schon geschlossen, deshalb fahren wir direkt nach Banff. Leider entpuppt sich der Tunnel Mountain Village CG als hässlichster der Reise, in Reih und Glied stehen die RVs hier auf Asphalt. Am störendsten finde ich aber die Nachtbeleuchtung, die den letzten Rest Wildnisfeeling noch zunichtemacht. Wenigstens muss man sich hier aber nicht vor nächtlichen Bärenübergriffen gruseln. Oh, und noch etwas stößt uns an dem Campground sauer auf. Schon in Jasper und Lake Louise war uns aufgefallen, dass beim Einchecken nach unserer Herkunft gefragt wurde. Wir hatten das bis jetzt für statistische Notwendigkeit gehalten, aber hier sind wir tatsächlich nur von Deutschen umgeben, während ein paar &quot;Straßen&quot; weiter ausschließlich Englisch gesprochen wird. Zufall? Wohl kaum. Wir wittern Verrat und finden diese Praxis, sollte sie denn wirklich existieren, einfach nur erschreckend. Das schöne Bergpanorama, eine saubere Dusche und die warme Nacht am Lagerfeuer können uns aber etwas besänftigen. Trotzdem werden wir die Zelte hier morgen wieder abbrechen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;18.09. City in the Clouds&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ach Banff! Traumhaft gelegen ist es, das größere und mondänere Pendant zu Jasper. Gefällt uns aber auch ziemlich gut. Hier leben wir die Touristen in uns aus, kaufen T-Shirts und lassen uns treiben. Verunsichern tun uns nur die vielen Zettel in den an der Straße abgestellten Autos. Parktickets? Aber wo kann man die kaufen? Es dauert etwas bis wir begreifen, dass es Nationalparkpässe sind, nur eben keine Jahrespässe. Die schönste Erinnerung an Banff ist die an die &quot;The Wild Gallery &amp; Gifts&quot;, welche ausschließlich Fotografien des kanadischen Naturfotografen Jason Leo Bantle ausstellt und verkauft. Wir verbringen hier wahre Ewigkeiten und geraten in einen Shoppingwahn, überaus nett beraten von der Galeristin, die zu jedem Motiv und abgebildeten Tier etwas erklären kann. Mit schweren Taschen und leichten Geldbeuteln schauen wir uns das schöne Banff Springs Hotel an. Wir ziehen unseren Camper aber trotzdem dem Luxus vor. In ebendiesen Camper müssen wir auch bald flüchten, denn es beginnt zu schütten wie aus Eimern. Wir beschließen, schon heute unser Glück auf dem Kicking Horse CG im Yoho NP zu versuchen und damit die letzte Etappe unserer Reise durch die Rockies zu beginnen. Die Spiral Tunnels sind leider durch den dichten Regen nicht zu erkennen, dafür ergattern wir noch einen schönen, ruhigen Platz auf dem schon gut gefüllten Campground. Beeindruckt hat uns heute auch die ursprüngliche, wilde Landschaft selbst am Transcanada Highway. Undenkbar bei einer deutschen Autobahn. Und auch die Wildlife Crossing Brücken finden wir sehr clever. Auf eine unschöne Begegnung mit kanadischen Wildtieren auf der Straße wollen wir nämlich gerne verzichten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;19.09. Somewhere... under the Rainbow&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir haben beim Aufwachen ein Deja Vu von unserer Ankunft in Jasper vergangene Woche: Regen, Regen, Regen. So langsam beginnt der Campingplatz sich aufzulösen. Wir lassen uns also wieder gaanz viel Zeit, aber als es gegen Mittag kein Stück nach einer Wetteränderung aussieht, fahren wir dann doch Richtung Takkakkaw Falls. Wir wären in der Nähe der Fälle ja vermutlich eh nass geworden. Ein Highlight auf unserem Hinweg sind die riesigen Wohnmobile, die die enge Straße rückwärts herunter manövrieren müssen. Ein Glück sind wir minimalistischer unterwegs. Unser Truck Camper passt zu uns, das zeigt sich in solchen Situationen immer wieder. Von den Takakkaw Falls sind wir sehr beeindruckt. Vielleicht liegt es am Regen, aber man spürt, dass da Druck dahinter ist. Fasziniert von dem Schauspiel nehmen wir unsere Umgebung gar nicht wahr und plötzlich gibt es ein großes Hallo. Wir stehen neben Annika und Gus, unseren Wanderpartnern vom Sentinel Pass. Man trifft sich eben doch immer zweimal und auch Kanada kann manchmal ziemlich klein sein. Die beiden fliegen morgen wieder nach Hause und wir kommen nochmal ins Gespräch über die Dinge, die wir gesehen haben und was für den nächsten Urlaub aufgehoben werden muss. Sehr schnell kommt unser Gespräch auf Lake O&#039;Hara, den berühmten See, den dank &quot;Quotenregelung&quot; so wenige zu Gesicht bekommen. Auch wir haben den Besuch nicht eingeplant, da wir nicht genau wissen konnten (oder vielmehr wollten) wann genau wir im Yoho NP sein würden und deshalb den Bus nicht reservieren konnten. Als die beiden uns aber erzählen, dass man nur zu Fuß hinkommen muss und den Bus zurücknehmen kann, sind wir angefixt. Aber so richtig. Wir verabschieden uns herzlich und fahren zum Visitor Center in Field, wo uns die Aussage bestätigt wird. Wir lassen uns trotz Begeisterung aber noch etwas Zeit mit der Entscheidung und fahren erstmal weiter zum Emerald Lake. An der Natural Bridge haben wir einen wunderschönen ruhigen Moment ganz für uns alleine, bevor der nächste Reisebus auf den Parkplatz rollt. Nichts wie weiter zum See, der uns mit spektakulärem Panorama und nachlassendem Regen belohnt. Hier gibt Mutter Natur wirklich ihr Bestes. Gerade als wir den Rundweg um den See starten reißt der Himmel ein Stück auf und schenkt uns den perfekten Regenbogen. Wir haben noch nie einen schöneren gesehen. Und gerade als wir denken, es könne nicht besser werden, beginnen die Farben sich im See zu spiegeln und es entsteht ein perfekter, elliptischer Regenbogen. Unfassbar! Wir sind mit unserer Begeisterung nicht alleine; ein paar Schritte weiter ertönen die Begeisterungsschreie einer japanischen Reisegruppe, die sich gar nicht wieder einkriegen können. Da war jemand für die Fotosession zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wir bestaunen das Schauspiel noch bis die Farben verblasst sind und genießen dann die Stille und Einsamkeit auf dem Rundweg. Stille? Ruhe? Frieden? Die sind natürlich relativ wenn man mit jemandem reist, dessen motorische Fähigkeiten auf dem Level eines Kleinkindes stehengeblieben sind. Jetzt sind wir in den vergangenen Tagen so viele schwierige Trails gelaufen und ausgerechnet hier erwischt es mich. Der Matsch ist meine Nemesis. Ich rutsche auf einer glitschigen Holzplanke aus und es haut mich längs auf den Rücken. Volle Breitseite. Danach sehe ich aus wie etwas, das aus den Tiefen eines B-Horrormovies gekrochen ist. Da nach diesem Erlebnis keiner von uns beiden mehr Lust hat, sich hinter den Herd zu klemmen, mache ich mich im Camper notdürftig gesellschaftsfähig und wir dinieren in der noblen Emerald Lake Lodge. Man gönnt sich ja sonst nichts. Wir würden auch wiederkommen, aber nur für den guten Wein, das selbstgebackene Brot und den unglaublichen Nachtisch. Für den Rest ziehen wir Burger und Pommes vor. Dafür gibt das Abendessen aber auch Raum, über unsere Pläne für Lake O&#039;Hara zu diskutieren. 11 km laufen um zu einem See zu kommen und dort noch mehr zu laufen? Auf einen kurzfristig freigewordenen Platz im Bus hoffen wir nicht wirklich, da morgen Samstag ist und das Wetter phänomenal werden soll. Der Plan ist eigentlich völlig bekloppt und vielleicht ist es der Wein, der mich meine Hiking Skills total überschätzen lässt. Aber ich beschließe, dass wir den See auf jeden Fall sehen müssen. Wer weiß ob und wann wir wiederkommen. Also huschen wir schnell zurück zum Campground. Denn morgen heißt es: der frühe Vogel... naja ihr wisst schon. Lake O&#039;Hara, you better be worth it! &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20.09. Pearl of the Rockies&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Pünktlich um 6:15 reißt uns der Wecker aus dem Schlaf. Au weia. Aber die Vorfreude vertreibt bald die Müdigkeit, wir packen unsere Verpflegungspakete und los geht&#039;s! Auf dem Parkplatz angekommen, bestätigt sich unsere Vermutung: alle drei wartenden Schulbusse sind voll belegt. Macht nichts, auf die Morgenwanderung hatten wir uns ja eingestellt. Im Schlepptau dreier fröhlicher Japaner machen wir uns auf den Weg. Wir sind die einzigen, die die Straße zu Fuß in Angriff nehmen. Wir schlagen uns tapfer und folgen dem breiten Weg durch dichten Wald und vorbei an moorähnlichen Lichtungen. In der Ferne leuchten die Berge in der Morgensonne, dieser Anblick und die aufsteigenden Kilometermarker spornen uns an. Um 10:30 ist es geschafft, wir erreichen den Campground an der Straße. Die Camper sind von unserer Leistung ziemlich beindruckt und wir mächtig stolz. Wir folgen einem kleinen Trail durch dichten Wald zum Seeufer und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Lake O&#039;Hara ist atemberaubend schön. Der Weg hat sich schon jetzt gelohnt. Als wir mehrere Gruppen mit Helmen und Kletterausrüstung beobachten kommen wir etwas ins Stutzen; möglicherweise reicht unser Können für die Gegend doch nicht aus? Im Day Shelter wird uns aber bestätigt, dass wir für unsere Pläne ausreichend ausgerüstet sind. Die Kletterer wollen den Abbots Pass, auf dessen Höhe Abbots Hut steht, besteigen. Moment mal... Abbots Pass...Abbotts Hut...das kommt uns seltsam vertraut vor. Richtig, es ist genau die Schutzhütte, die wir vier Tage zuvor vom Plain of Six Glaciers aus bewundert hatten. Wie klein die Rockies doch sein können! Wir nutzen die Gelegenheit, uns hier Wanderstöcke auszuleihen und machen uns an den Aufstieg zum Alpine Circuit, den der wanderbegeisterte Autor unseres Reiseführers als einen der besten Hikes in den Rockies ankündigt. Wir dürfen gespannt sein. Der 17 km Rundweg setzt sich aus den Teilstrecken Wiwaxy Gap, Lake Oesa, Yukness, Opabin Plateau und All Souls Prospect zusammen. Heute wird es so richtig anstrengend und fordernd. Wir haben Glück und finden einmal mehr nette Wanderpartner, die seit über zehn Jahren hierher kommen und uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ohne deren Hilfe hätten wir uns wohl noch ein bisschen schwerer getan, vor allem beim Überqueren der Boulderfelder. Gar nicht so leicht, den Trail hier nicht zu verlieren. Und es ist auch nett, ein paar Bilder von uns beiden zu haben, die nicht aus der leidigen Selfie Position geschossen sind. Für unsere Anstrengungen werden wir mit spektakulärem Höhenpanorama, Gletschern, spiegelklaren Seen und Pikas, kleinen mausähnlichen Bergbewohnern (uns erinnern sie auch an Chinchillas), belohnt. Bei einer Rast am Lake Oesa haben wir nochmal einen riesigen Schreckmoment: Am Berg gegenüber ereignet sich ein massiver Steinschlag, der Lärm ist ohrenbetäubend. Wir sind sehr besorgt und hoffen, dass niemand verletzt wurde. Und dass die Straße frei geblieben ist. Obwohl es zugegebenermaßen schlimmere Orte gibt, an denen man festsitzen kann. Die All Souls Hochebene lassen wir am Ende aus und wandern über das Opabin Seenplateau zurück zum Lake O&#039;Hara. Wir genießen die Abendstimmung am See und kommen einmal mehr ins Gespräch mit vielen spannenden Menschen: Passüberquerern, Gletscherwanderen, Weltreisenden. Am besten gefällt uns die Geschichte von einer achtmonatigem Europareise im selbst ausgebauten VW Bus. Ganz voll mit Eindrücken von tollen Orten und tollen Menschen sehen wir mit Wehmut unserer letzten Woche entgegen. Zum Glück hat der Steinschlag die Straße verfehlt und es gibt auch keine Verletzten. So können wir gemütlich und zufrieden im alten, klapprigen Bus den Rückweg antreten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21.09. Relaxing Day&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute ist der einzige Tag unserer Reise, an dem wir mal so wirklich gar nichts tun. Wir fahren in Richtung Glacier NP, halten kurz am Rogers Pass Viewpoint und richten uns dann auf dem Illecillewaet CG (ja, der heißt wirklich so) häuslich ein. Das Wetter ist nochmal super, also lassen wir unsere gestressten Beine in der Sonne baumeln. Auf unserem wunderschönen Stellplatz direkt am Fluss fällt uns das Nichtstun gar nicht schwer. Abends grillen wir über dem Feuer (das haben wir viel zu selten gemacht) und lassen die letzten Wochen Revue passieren. Die Aussicht auf den Rückweg ist keine besonders schöne, aber wir wollen die letzte Woche nochmal richtig auskosten. Mal sehen, was uns noch erwartet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;22.09. You are still in Bear Country&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Hier endet die Schönwetterperiode unseres Urlaubs endgültig. Der jetzt einsetzende Regen wird uns, mit kleineren Unterbrechungen, bis Vancouver begleiten. Aufgrund des Wetters und meiner immer noch protestierenden Beinmuskulatur schmeißen wir unsere Pläne um. Statt dem langen Glacier Crest Trail wollen wir lieber auf dem Great Glacier Trail wandern. Aber auch dieser Plan löst sich auf, als uns der Park Ranger erzählt, dass Hiker auf dem Trail vor kurzem eine Grizzlymutter mit Jungem gesichtet haben. Der Trail ist zwar noch nicht gesperrt, aber das Risiko ist uns zu zweit und ohne Bärenspray zu groß. Die Infotafeln mit Warnungen bezüglich früherer &quot;violent encounters&quot; zwischen Grizzlies und kleinen Wandergruppen tun ihr Übriges. Dafür schlendern wir durch die Ruinen des Glacier House, die sich kurz oberhalb des Campgrounds befinden. Hier stand Anfang des 20. Jahrhunderts ein Nobelhotel direkt an der ehemaligen Trasse der Pacific Railway. Das Glacier House erlangte bald Weltruhm und wurde zum Klettermekka der Rocky Mountains. Mit der Untertunnelung des Rogers Pass verlor es seinen Glanz, wurde 1925 geschlossen und 1929 abgerissen. Lange wandern wir durch die Überreste und fragen uns, wie es damals gewesen sein muss, als die umliegenden Berge noch unerschlossen und die Ausrüstung noch recht pragmatisch war. Wir haben einen riesen Respekt vor dieser Leistung.&lt;br&gt;Wir laufen noch ein Stück weiter zum Meeting of the Waters, werden aber nach Überquerung der Brücke abrupt aufgehalten. Grabespuren. Überall am Wegrand. Wir sind nicht sicher, welches große Tier sich hier zu schaffen gemacht hat, aber uns klingeln die Worte des Rangers noch in den Ohren: &quot;If you see diggings, the bears are close. Leave the area immediately&quot;. Das muss man uns nicht zweimal sagen, wir wollten zwar Grizzlies sehen, aber nicht unbedingt so. Dafür wandern wir noch auf den Spuren der alten Schienentrasse am Rand des Campgrounds entlang und bewundern den riesigen Illecillewaet Gletscher aus der Ferne, bis uns die Bewässerung von oben zu bunt wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;23.09. Goodbye to the Rockies&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren in Richtung Mt Revelstoke NP. Pünktlich als wir auf den Parkplatz des Loop Brook Trails rollen, reißt der Himmel etwas auf und wir bleiben auf der folgenden Wanderung trocken. Der informative Trail, der sich auf die Spuren der alten, gewundenen Eisenbahntrassen begiebt, gefällt uns von allen Kurztrails an diesem Tag am besten. Wir lernen etwas über die riesigen Schienenkonstruktionen, die die schwierigsten Gebiete und Avalanche Areas umgehen sollten sowie, ähnlich der Spiral Tunnels, das Maximalgefälle der Gleise auf 2,2 % reduzierten. Die Pacific Railway, finanzielle und politische Hindernisse, sowie den harten Alltag der Arbeiter. Wir wandern durch ein eindrucksvolles Avalanche Gebiet und haben spektakulären Ausblick auf einige der namensgebenden Gletscher des Nationalparks. Nachhaltig beeindrucken uns auch die Warnungen an Winterwanderer, da hier bei starkem Schneefall tatsächlich mit Artillerie Lawinen ausgelöst werden. Those crazy Canadians![...]&lt;br /&gt;In Revelstoke nehmen wir die 26 km Fahrt über den Meadows-in-the-Sky Parkway in Angriff, da sich über dem Mt Revelstoke die Sonne zeigt. Das namensgebende Blumenmeer ist zwar schon verblüht, aber trotzdem genießen wir die leuchtenden Herbstfarben und die bizarr geformten Nadelbäume. Für weitere Wanderungen fehlt uns leider die Zeit und so fahren wir zum Williamson Lake, einem recht netten Komfortplatz mit Freibadatmosphäre, auf dem wir aber die Wildnis und Abgeschiedenheit sehr vermissen. Für Heizung und heiße Dusche nehmen wir das aber in Kauf, denn es regnet wieder apokalyptisch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;24. und 25.09. Long Way Back&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir besichtigen das verregnete Revelstoke mit seinen vielen Bärenstatuen und genehmigen uns ein echt kanadisches Frühstück in einem kleinen Diner. Superlecker, aber um das angemessen zu verdauen hätten wir wohl mehrere Hektar Wald von Hand abholzen müssen. Schwerfällig machen wir uns auf zur letzten Etappe unserer Reise. Wir entscheiden uns für die Kombination aus Highway 23 und 6, die zwei kurze FaÅNhrüberfahrten vorsieht. Die sind kalt, windig, nass und trotzdem ein Highlight. Wir genießen die Ruhe auf der Straße und das Panorama der Arrow Lakes. Bei einem obligatorischen Pumpkin Spice Latte in einem tollen kleinen Cafe in Nakusp kommen wir mit einem deutschen Rentner ins Gespräch, der seit einigen Jahren mit seiner kanadischen Frau hier lebt. Beim Gespräch über doppelte Staatsbürgerschaft, Visa, Hausbau, bürokratische Hürden und kanadische Winter geraten wir mal wieder in Auswandererträume. Wer weiß, was die Zukunft bringt?&lt;br /&gt;Unsere weitere Route führt uns durch die abgelegenen Monashee Mountains. Hier schwanken wir zwischen Natur und Hillbilly Horror und sind doch froh, als wir Vernon und die beeindruckende Uferpromenade des Okanagan Lake erreichen. Nahtlos anschließend an ein Villenviertel liegt der wunderschöne Ellison PP hoch über dem See. Hier sind ob des miesen Wetters nur circa zehn Plätze belegt und so können wir trotz später Ankunft in erster Reihe parken. Der Regen kann uns das Seepanorama im Abendlicht nicht verleiden. Ganz anders, aber auch toll, diese für uns neue Seite von Kanada.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen mache ich Bekanntschaft mit den Hirschen, die den Campground bewohnen und die Büsche an unserer Site für ihr Frühstück auserkoren haben. Sie sind so gar nicht scheu und beobachten neugierig, wie ich auf kleinen Pfaden in den Klippen herumwandere und schließlich meinen Weg zum Seeufer finde. Ich setze mich im Nieselregen in den Sand und genieße Stille und Einsamkeit. Bald stößt Felix dazu und nach einem ausgedehnten Frühstück mit Meerblick brechen wir auf. An Kelowna fahren wir nur vorbei, da wir den letzten Tag in Ruhe auf einem schönen Campground nahe Vancouver verbringen wollen. Die Landschaft ändert sich mit zunehmender Entfernung zum See, es wird hügeliger und die Wolkendecke hängt tief über unseren Köpfen. Zwischen Merritt und Hope haben uns die Coast Mountains wieder, ein schöner, runder Abschluss unserer Reise, die zwischen Meer und Bergen begonnen hatte.&lt;br /&gt;Als letztes Ziel vor Vancouver haben wir Harrison Hot Springs auserkoren. Der riesige See vor Bergkulisse erinnert uns beinahe etwas an Porteau Cove. Die privaten Campgrounds im Ort gefallen uns aber nicht und so fahren wir über die Schotterstraße hoch in den Wald oberhalb des Sees. Am Hicks Lake im Sasquatch PP schlagen wir unser Lager auf. Auch hier haben wir Glück und bekommen die letzte Site direkt am See. Leider können wir hier nur eine Nacht bleiben, denn morgen ist Freitag und das Wochenende soll nochmal tolles Spätsommerwetter bringen. War ja klar. Aber heute sind nur die zwölf Plätze am Ufer besetzt. Wir genehmigen uns ein Bier am Seeufer, verfeuern unser letztes Holz und sitzen noch lange draußen. Ein letztes Mal den Geräuschen der Natur lauschen. Wir werden es vermissen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;26.09. The last Day&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Obwohl wir so richtig ausschlafen ist es immer noch neblig, als wir aufstehen. Es sieht aus, als wollte der Nebel die Bäume rund um den See verschlucken. Wir räumen unseren schönen Stellplatz und fahren zum Parkplatz am Hicks Lake. Von hier aus umrunden wir den See auf dem Ufertrail. Der schummrige Urwaldtrail führt durch dunkle Baumtunnel, vorbei an komplett bemoosten Stämmen über matschige Holzplanken. Diesmal fällt aber keiner hin. Überall glitzern Spinnennetze. Das regnerische Wetter tut der Stimmung hier keinen Abbruch, im Gegenteil. An einer schönen Picknick Area am Strand müssen wir leider Müll einsammeln. Durch die relative Nähe zu Vancouver und die große Beliebtheit zieht der Park anscheinend auch Menschen an, denen die Natur ziemlich egal ist. Das macht uns richtig sauer. Zur Belohnung gibt es für uns am letzten Tag aber noch eine dicke Überraschung. Gerade haben wir es uns am Ufer bequem gemacht, da bewegt sich etwas Großes im Wasser. Was ist das denn für ein riesiger, seltsamer Fisch? Ist kein Fisch, es ist ein Bieber! Da nutzt das Wappentier des Landes die Gelegenheit, sich noch einmal ganz persönlich von uns zu verabschieden. Er paddelt herum, sammelt Treibholz und scheint sich einen Spaß daraus zu machen, die Wasservögel zu verscheuchen. Wir sind begeistert, und ganz schnell ist er mit einem leisen Platsch auch wieder verschwunden.&lt;br /&gt;Nachdem wir einen Platz am Ufer des kleineren Deer Lake gefunden haben, flüchten wir vor dem wieder einsetzenden Regen in den Camper. Mit dem Park Ranger unterhalte ich mich über die kommende sechsmonatige &quot;Regenzeit&quot; an der Pazifikküste, was meinen Abschiedsschmerz doch etwas lindert. Am Abend fahren wir runter in den Ort, wir wollen den Abend im &quot;Old Settlers Pub&quot; ausklingen lassen. Uns kommen viele RVs entgegen und uns schwant nichts Gutes, was die Platzauslastung betrifft. Beim abschließenden Burgeressen mit vollem kanadischem Sportprogramm stoßen wir noch einmal auf einen tollen Urlaub an. Ein gebührender Abschluss.&lt;br /&gt; Leider ist die Freude nicht von langer Dauer, denn bei unserer Rückkehr müssen wir feststellen, dass unser Stellplatz von einer Gruppe bereits sehr betrunkener Kanadier gekapert wurde. Da diese auch noch den gesamten Campground trotz fortgeschrittener Stunde mit Musik beschallen, flüchten wir Richtung Hicks Lake. Es wird noch einmal bizarr, als unsere Scheinwerfer einen Mann erfassen, der völlig reglos mitsamt Axt in der Hand neben den Plumpsklos steht. Horrorfilmatmosphäre. Nichts wie weg hier!&lt;br /&gt;Am Hicks Lake ergattern wir den gefühlt letzten Stellplatz, der Campingplatz hat sich zum Bersten gefüllt. Wir erklären dem vorbeifahrenden Park Ranger, dass wir für heute schon bezahlt haben und wollen danach nur noch ins Bett, denn es ist schon spät. Aber was wäre der letzte Abend ohne letzten Alarm? Beim Zuschließen des Autos erwischt Felix den mysteriösen Alarmknopf und unser Truck bricht in ohrenbetäubendes Gehupe aus. Das kann leider nur behoben werden, indem man den Schüssel in die Zündung steckt. Es dauert gefühlte Stunden und dann herrscht abrupt Stille. Aber nur kurz. Irgendwo in der Nähe fangen Hunde an zu bellen nur unterbrochen vom Weinen eines Babys. Wir verschwinden schnell in unseren Truck Camper, bevor uns eine wütende Mutter lyncht. Unseren Nachbarn im Zelt sind bestimmt die Ohren weggeflogen. Nachdem wir aufhören können zu lachen, legen wir uns schweren Herzens in unsere gemütliche Schlafhöhle - zum letzten Mal.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;27.09. There and Back again&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir erwachen unter einem wolkenlosen Himmel. Well played, Canada! Beim Zusammenpacken und letzte Essensreste zu einem Wegbrot zusammenstellen bricht nochmal kurz Hektik aus. Aber wir schaffen es, den Campground relativ leise zu verlassen. Ein letztes Mal dumpen und schon sind wir auf dem Weg nach Vancouver. Kurz vor Annacis Island folgt natürlich die unvermeidliche Detour. Wir brauchen eine Weile, um den richtigen Weg zu finden. Die Abgabe des Campers verläuft dafür aber problemlos, professionell und freundlich. Ich bin zwar todtraurig, als unser Truck Camper von Fraserway Mitarbeitern vom Platz gefahren wird, aber der Blick aus dem Shuttle auf Vancouver muntert mich wieder etwas auf. Wir haben noch viel Zeit am wunderschönen Flughafen und beginnen den Rückflug ganz entspannt. Aus dem Fenster zeigt sich Vancouver nochmal in ihrer ganzen Pracht. Wir verabschieden uns mit letzten unvergesslichen Eindrücken - und heftigen Turbulenzen. Ein schönes Spiegelbild unserer Reise.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Und mit einer Gewissheit: Wir kommen wieder.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;</description>
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                <title>Im Wohnmobil die USA erkunden 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbt13sw_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;strong&gt;Durch den &quot;Wilden Westen“&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Mit dem Wohnmobil durch die schönsten Nationalparks der USA&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2013 von SK-Kunde Stefan Wagner&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erster Reisetag, 2.6. Las Vegas:&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;
Nach einer über 20-stündigen Anreise, mit verspäteten und defekten Flugzeugen erreichen wir gegen Mitternacht endlich Las Vegas. Unser Gepäck ist aber nicht dabei. Im Hotel herrscht Hochbetrieb, denn die Rezeption befindet sich mitten in der Spielhalle und es dauert noch mal eine Stunde bis wir endlich eingecheckt haben und uns zur Nachtruhe begeben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zweiter Reisetag, 3.6. Las Vegas - Williams: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Das ordentliche Frühstück muntert die Lebensgeister wieder auf. Dann geht es mit dem Taxi zum Wohnmobilvermieter Moturis, wo wir in die Fahrzeuge eingewiesen werden. Der deutschsprachige Mitarbeiter kümmert sich rührend darum, dass das verschwundene Gepäck noch rechtzeitig herangeschafft wird. Im Supermarkt werden für die Rundreise benötigte Utensilien und Lebensmittel eingekauft. Dann kann es endlich losgehen. An die Verkehrsregelungen in den USA gewöhnt man sich sehr schnell. Kurz vor Boulder City biegen wir rechts auf den Hwy 95 ab und umgehen somit den Stau am Hoover Dam. In Kingman stoßen wir wieder auf die ursprüngliche Route. Der Hwy 40 führt durch eine wenig Abwechslung bietende Landschaft bis Williams. Hier zweigt die Straße in Richtung Grand Canyon ab. Nur wenige Kilometer weiter überrascht uns die Dunkelheit, und wir fahren auf einen KOA Campground. Es ist für uns erstaunlich, dass selbst nach 22.00 Uhr die Rezeption und der Laden noch geöffnet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dritter Reisetag, 4.6. Williams - Grand Canyon - Page:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
In Valle legen wir eine kurze Rast an einer alten Trading Post Station ein. Sie dient heute als Souvenirladen. Kurz vor Tusayan geht es links auf den Parkplatz eines Anbieters für Hubschrauberrundflüge. Wir buchen einen 45-minütigen Rundflug über den Grand Canyon. Nach einer kurzen Strecke über bewaldetem Gelände öffnet sich der spektakuläre Blick in die Tiefe der Schlucht. Das sich ständig ändernde Panorama und die Monumentalität der Landschaft hinterlassen einen unvergesslichen Eindruck. Das nächste Ziel sind die Aussichtspunkte beim Visitor Center. Durch die Höhenlage und die klare Luft hat man einen phantastischen Blick auf die Landschaft. Selbst der 17 Kilometer entfernte Nordrand ist deutlich zu erkennen. Anschließend fahren wir weiter in Richtung Page, um nach etwa 20 Kilometern am östlichsten Aussichtspunkt auf den Grand Canyon, dem sogenannten Desert View zu halten. Hier befindet sich ein schöner Aussichtsturm, dessen Inneres mit indianischen Motiven bemalt ist. In Page übernachten wir auf einen Campground am Lake Powell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vierter Reisetag, 5.6. Page - Monument Valley:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der erste Anlaufpunkt ist der sogenannte Horseshoe Bend, wo sich der Colorado River in Hufeisenform durch die Landschaft windet. Anschließend besichtigen wir mit einem Führer der Navajos den Upper Antelope Canyon. Schon die Jeepfahrt zum Canyoneingang über ein ausgetrocknetes und sandiges Flussbett ist ein Erlebnis für sich. Der Canyon ist etwa 400 Meter lang und bis zu 25 Meter tief. Die idealste Besichtigungszeit ist gegen Mittag. Dann fällt das Sonnenlicht fast senkrecht in die enge und mit vielen Windungen durchzogene Schlucht, was unvergleichliche Lichtspiele auf dem bunten Sandsteinfelsen hervorruft. Das letzte Ziel der heutigen Etappe ist das Monument Valley. Wir haben uns bewusst für die Abendstunden entschieden, um das Panorama bei untergehender Sonne genießen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fünfter Reisetag, 6.6. Monument Valley - Blanding:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Heute fahren wir bis Blanding, dem östlichsten Etappenziel unserer Reise. Kurz hinter Mexican Hat taucht der gleichnamige Felsen auf, dessen Form mit ein wenig Fantasie tatsächlich an einen Sombrero erinnert. Um zum Natural Bridges National Monument zu gelangen, biegen wir links ab und stehen dann, etwas irritiert, vor einem Warnschild. Für Busse und Fahrzeuge mit Überlänge ist das Befahren der Straße nicht möglich. Aber wo beginnt die Überlänge, sind es schon unsere Fahrzeuge mit knapp 30 Fuß? Nach einer hitzigen Diskussion entscheiden wir uns für das Risiko der Weiterfahrt. Die Straße führt genau auf eine scheinbar unüberwindliche Felsbarriere zu. Erst unmittelbar davor sieht man die aus dem Felsen gesprengte Trasse. Die nächsten 5 Kilometer muss man auf einer Schotterpiste in vielen Serpentinen bis zum oberen Rand der Felswand fahren. Da fast kein Verkehr auf der Straße ist und die Kurven einen ordentlichen Radius haben, lässt sich der Abschnitt mit ein wenig Vorsicht gut befahren. Am Natural Bridges National Monument führt eine 10 Kilometer lange Rundstraße an den 3 Felsbrücken vorbei. Von den Aussichtspunkten gibt es Wanderwege bis direkt zu den Sehenswürdigkeiten. In Blanding tobt ein Sturm, dass wir sogar Angst um die Fahrzeuge haben, so stark werden sie durchgeschüttelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sechster Reisetag, 7.6. Blanding - Moab:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Ab heute geht es auf dem Hwy 191 ständig gen Norden. Kurz vor Moab ist in einem kleinen Talkessel eine &quot;besondere Attraktion&quot; zu besichtigen. Mit großen Lettern wurde der Name HOLE N&quot;THE ROCK auf die Felswand gemalt. Neben einem Souvenirladen und einem Minizoo kann man noch allerlei Krempel aus vergangenen Tagen besichtigen. Dazwischen stehen aus Nummernschildern, Schraubenschlüsseln und Schrotteilen zusammengeschweißte Gebilde. Hinter Moab liegt auf einer Anhöhe ein Campground, der Ausgangspunkt für viele Off-road-Touren durch das Canyonlands ist. Die Freaks haben jede Menge Buggys und Motorräder dabei, auf denen sie über die staubigen Pisten des wild zerklüfteten Areals fahren. Wir unternehmen noch einen Abstecher zum Death Horse Point, dem nördlichsten Aussichtspunkt des Canyonlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Siebter Reisetag, 8.6. Arches National Park:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der Name verspricht nicht zu viel, denn es gibt jede Menge Steinbögen zu besichtigen. Schon die 18 Meilen lange Fahrt vom Visitor Center bis zum vorgebuchten (wichtig) Campground vermittelt einen guten Eindruck. Der Campground ist zwar ohne jeden Service, liegt aber idyllisch inmitten der Felsenlandschaft. Nach dem die Wohnmobile auf den zugewiesenen Stellplätzen abgestellt sind, unternehmen wir noch eine Wanderung durch den Devils Garden. Vorbei an alten knorrigen Bäumen und imposanten Steinbögen erreichen wir nach etwa 1Stunde den Double O Arch, zwei übereinander liegende Felsbögen. Anschließend ist eine Besichtigung der Wolfe Ranch und des Delicate Arch angesagt. Die Ranch wurde 1898 errichtet und 1910 wieder aufgegeben. Sie vermittelt aber einen guten Eindruck über das entbehrungsreiche Leben zu dieser Zeit. Der Delicate Arch soll angeblich der bekannteste Steinbogen der USA sein, obwohl er nur eine Höhe von 14 Metern hat. Er steht separat auf einer Art Plateau und wirkt dadurch sehr imposant. Am Abend sitzen wir gemütlich vor den Wohnmobilen und genießen den Sonnenuntergang.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Achter Reisetag, 9.6. Arches National Park - Vernal:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Bei der Abreise aus dem Arches NP unternehmen wir noch einen kurzen Abstecher in die sogenannte Windows Section, einem Abschnitt mit bizarren Felsgebilden und weiteren großen Steinbögen. Das Tagesziel ist Vernal. Gegenüber vom Campground entdecken wir ein Restaurant, wo man für nur 10 Dollar so viel Essen und alkoholfrei Trinken kann wie in den Magen passt. Erschreckend ist die amerikanische Esskultur. Wenn eine Familie ihren Tisch verlässt, sieht es aus wie auf einem Schlachtfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Neunter Reisetag, 10.6. Vernal - Boulder:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Je weiter wir nach Norden kommen, umso mehr verändert sich der Charakter der Landschaft. Die rotbraune Färbung der Erde wird von einem Grauton abgelöst. Auch die Bäume der Wälder ähneln mehr den einheimischen. Neben der Straße tauchen immer wieder kleine Herden von Pronghorn Antelopen auf und in der Ferne sind die ersten schneebedeckten Ausläufer der Rocky Mountains zu sehen. Manche Ortschaften am Straßenrand sehen eher wie Mülldeponien aus, so viel Schrott und Unrat liegt herum.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zehnter Reisetag, 11.6. Boulder - Jackson:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Diese selbst ernannte Westernstadt versucht mit ihrem Flair diesem Ruf alle Ehre zu machen. Die Fassaden vieler Häuser sind im alten Stil gestaltet. Durch den Ort fährt eine Postkutsche als Fotomotiv für die Touristen. Der zentrale Platz hat an allen vier Zugängen Torbögen aus jeweils 2000 Geweihen. Am Wochenende findet für die Zuschauer ein kleines Spektakel statt. Dabei schießen sich die Darsteller in Wildwestmanier gegenseitig über den Haufen. Der eigentliche Höhepunkt für uns ist das am Abend stattfindende Rodeo. Zwei Stunden lang wird alles geboten, was man von so einem Event erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Elfter Reisetag, 12.6., Grand Teton National Park: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Es regnet in Strömen. Der links der Straße liegende Grand Teton National Park ist total wolkenverhangen und entzieht sich unseren Blicken. Also weiter zum Yellowstone NP, doch auf halber Strecke befinden wir uns plötzlich in einer Winterlandschaft. Zum Glück ist die Straße geräumt. Das erste Ziel heißt: Old Faithful Geysir. Pünktlich zur angegebenen Zeit schießt die bis zu 50 Meter hohe Wasserfontäne brodelnd und fauchend aus der Erde. Die Weiterfahrt erinnert an Stop and Go, denn es folgt ein Naturerlebnis auf das andere. Bisonherden sind an etlichen Stellen zu beobachten. Selbst ein Grizzlybär spaziert seelenruhig neben der Straße entlang und lässt sich nicht von den vielen Touristen aus der Ruhe bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zwölfter Reisetag, 13.6. Yellowstone National Springs:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Für den nördlichen Teil des Nationalparks ist ein ganzer Tag eingeplant. Vorbei an heißen Quellen, dampfenden Erdlöchern und kleineren Wasserfällen erreichen wir Mammoth Hot Springs. Hier hat das kalkhaltige Thermalwasser wunderschöne Sinterterrassen gebildet. Die Straße über den 2700 Meter hohen Dunraven Pass ist mit der Schneefräse freigeschnitten worden. Die Schneeränder sind teilweise noch bis zu zwei Meter hoch. Den Abschluss bildet die Besichtigung des Yellowstone Canyons mit den beiden 33 und 94 Meter hohen Wasserfällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dreizehnter Reisetag, 14.6. Yellowstone National Park - Fort Hall:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Kurze Zeit nach Verlassen des Parks bestimmen landwirtschaftliche Flächen zu beiden Seiten der Straße das Bild. Endlos legen wir Meile um Meile zurück. Am Nachmittag fahren wir auf einen Campground bei Fort Hall. Er liegt im Reservat der Shoshonen. Sogar ein Casino wird hier von ihnen betrieben und das im Bundesstaat der Mormonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vierzehnter Reisetag, 15.6. Fort Hall - Salt Lake City:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
In Syracuse verlassen wir den Hwy 15 und fahren über einen fast 12 km langen künstlichen Damm auf die Antelopeninsel. Sie liegt im großen Salzsee. Wir lassen uns die Stellplätze auf dem einzigen Campground der Insel zuweisen und dann ist ein Bad in einem der salzhaltigsten Seen der Erde angesagt. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn das Wasser einen immer wieder an die Oberfläche drückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fünfzehnter Reisetag, 16.6. Salt Lake City - Beaver:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Mit einer Schrecksekunde beginnt der morgendliche Blick aus dem Autofenster. Unmittelbar neben dem Fahrzeug schabt sich ein riesiger Bisonbulle die Winterbehaarung an einem Wetterschutzgestell ab. Wenn man sieht, wie das Gestell unter dem Druck des Tieres hin und her schwankt, dann kann man seine ungeheure Kraft erahnen. Die Fahrt in die Stadt Salt Lake City sagen wir auf Anraten der Parkwächter ab. Die Innenstadt sei nicht mit so großen Fahrzeugen befahrbar. Wir müssten am Stadtrand in Pendelbusse umsteigen. Als Alternative wird der Besuch des weltgrößten Kupfertagebaus beschlossen. Dessen Lage erkennt man schon etliche Kilometer vorher durch die großen Abraumflächen. Von der Aussichtsplattform eröffnet sich ein guter Blick in den fast 4km breiten und 1,3km tiefen Trichter. Die riesigen Bagger und Transportfahrzeuge wirken von oben wie kleine Matchboxautos. Danach geht die Fahrt weiter in Richtung Süden. Auf dem KOA Campground in Beaver erleben wir noch einen richtigen Gewittersturm, der die Bäume gefährlich zu Boden drückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sechzehnter Reisetag: 17.6. Beaver - Bryce Canyon:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Je näher wir dem Bryce Canyon kommen, umso mehr setzt sich wieder die rotbraune Erdfärbung durch. Der Name für diese Landschaft ist eigentlich irreführend, denn mit einem Canyon hat es überhaupt nichts zu tun. Eher ist die Bezeichnung Amphitheater angebracht. In einem großen halbrunden Talkessel stehen die ganzen bizarren Felsgebilde. Mit einem kleinen Erkundungsspaziergang beenden wir den Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Siebzehnter Reisetag, 18.6. Bryce Canyon:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Es ist ein Wandertag angesagt. Wir fahren mit dem Shuttlebus bis zur Endhaltestelle. Von da geht es zu Fuß am Rande des Steilabbruches auf gut gesichertem Wanderweg langsam zurück. Von den Aussichtspunkten hat man immer einen guten Blick auf die Landschaft. Nach etwa der Hälfte der Strecke steigen wir steil über den Navajo Loop Trail in das Gewirr der Felsnadeln hinab. Trotz der tagsüber herrschenden Wärme zieht uns die Vielfalt und Einmaligkeit dieses Naturschauspiels voll in seinen Bann. Über eine Stunde laufen wir zwischen den Steinsäulen entlang, um dann über den Queens Garden Trail zum oberen Rand zurückzukehren. Der Shuttlebus bringt uns zum Ausgangspunkt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Achzehnter Reisetag, 19.6. Bryce Canyon - Zion National Park:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Nur 100 km Fahrt sind es bis zum Zion NP. Die östliche Zufahrt führt durch einen Tunnel. Wegen seines geringen Querschnittes kann er nicht in beiden Richtungen gleichzeitig befahren werden. So stellt man Kolonnen zusammen und lotst diese abwechselnd durch. Nach etlichen Serpentinen ist dann endlich Springdale erreicht. Dieser hübsche kleine Ort ist der Ausgangspunkt für den Nationalpark. Das 12 km lange Tal darf nicht mit dem eigenen Fahrzeug befahren werden, dafür fahren aller 10 min erdgasbetriebene Shuttlebusse. Bis zu 900 Meter ragen die Felswände über den Talgrund empor. Kurz nach der Endhaltestelle ist auch der normale Wanderweg zu Ende. Der Weiterweg in die schluchtartigen Narrows ist nur bei Niedrigwasser im Flussbett möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Neunzehnter Reisetag, 20.6. Zion National Park:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Frauen unternehmen eine Wanderung im Tal und wir Männer wollen den Angels Landing besteigen, wobei eine Höhendifferenz von 450 Metern zu bewältigen ist. Die ersten 2 Drittel des Weges sind gut ausgebaut und führen in vielen Serpentinen bis zu einem Picknickplatz. Danach ist Schwindelfreiheit angesagt. Es sind zwar Sicherungsketten angebracht, aber der Pfad ist schmal, steil und teilweise ziemlich exponiert. Der Blick vom Gipfelplateau entschädigt jedoch für die Mühe des Aufstieges. Das Tal in seiner gesamten Länge liegt einem zu Füßen.&lt;br /&gt;
&lt;br
&lt;b=&quot;&quot; /&gt;Zwanzigster Reisetag, 21.6. Zion National Park - Lake Mead:&lt;br /&gt;
Die Rundreise neigt sich ihrem Ende entgegen. Der Abstecher in das Valley of Fire endet leider ziemlich schnell. Über 45° Grad Hitze im Schatten und der aufgeheizte Sand lassen uns regelrecht die Flucht ergreifen. Auf dem Campground am Lake Mead werden die Fahrzeuge für die Rückgabe vorbereitet. Zum Abschluss ist noch ein Bad im Stausee angesagt. Früher reichte das Wasser bis unmittelbar an den Campingplatz heran, jetzt muss man erst 1km laufen. Es ist die Folge des hohen Wasserverbrauchs der Städte und der Landwirtschaft, was den Pegel bis zu 30 Meter abgesenkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Einundzwanzigster Reisetag, 22. - 24.6 Las Vegas:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Am frühen Morgen erreichen wir den Wohnmobilvermieter und geben die Fahrzeuge zurück. Wir sind im Flamingo Hotel, direkt am Strip, untergebracht. Diese Stadt ist eine Mischung aus Faszination und Wahnsinn. 24 Stunden am Tag sind die Casinos in Betrieb, werden Ohren und Augen mit Musik, schillernden Lichtspielen und Reklamen bombardiert. Jedes Hotel versucht durch irgendwelche Highlights die Aufmerksamkeit der Touristen auf sich zu ziehen. Am meisten beeindruckt uns das Venetian. Die Nachgestaltung einiger Sehenswürdigkeiten der Lagunenstadt im Inneren eines Gebäudes ist schon etwas Besonderes. Um alle Attraktionen kennenzulernen, müsste man bestimmt eine Woche in der Stadt bleiben. Mit etwas Wehmut, aber wundervollen Eindrücken und Erlebnissen treten wir schließlich wieder die Heimreise an.</description>
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                <title>Kanadas Osten erkunden 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/kb_u.-kroker-weisskopfseeadler-cape-bretonb.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Alles begann im September 2014&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;3 Wochen Neufundland und Nova Scotia&lt;/p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2015 von SK-Kunde Sabine und Stephan Steege&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Wir waren gerade von einer Reise in den Nordwesten der USA ( von SK organisiert ) zurückgekommen. Viele tolle Tierbeobachtungen waren uns gelungen. Nur die Ausbeute an Fotos von Elchen und Weißkopf-Seeadlern war bisher minimal. Also, was tun? Anruf und Mail an Thomas Reichert von SK: Wo können wir Elche und Weißkopf-Seeadler finden? Antwort von Thomas Reichert: Na, in Neufundland, da war ich gerade und habe nirgendwo sonst so viele Elche gesehen. Weißkopf-Seeadler natürlich auch.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Also - gesagt, getan:&lt;br /&gt;Mitte Juli 2015 flogen wir von Frankfurt nach Halifax in Nova Scotia. Nach &quot;kurzem Flug&quot; (die Flüge an die nordamerikanische Westküste, die uns von früheren Reisen noch in guter Erinnerung waren, hatten ja noch einige Stunden länger gedauert) und der Übernahme des Mietautos akklimatisierten wir uns in Nova Scotia und näherten uns Neufundland langsam an.&lt;br /&gt;Die Fährüberfahrt von Sydney (in Nova Scotia) nach Argentia (in Neufundland) war schon ein Höhepunkt. Nach einer ruhigen Nacht in unserer Cabin im 10. Stockwerk der Fähre mit dem klangvollen Namen &quot;Atlantic Vision&quot; waren wir bereit für die Tierwelt von Neufundland. Nach der Ausfahrt aus dem Parkdeck der Fähre fuhren wir zum Cape St. Mary. Eine Rangerin machte eine kurze Einweisung, dann liefen wir zu den Brutfelsen der Basstölpel. Der merkwürdige Name dieser Seevögel passt überhaupt nicht zu ihrem Erscheinungsbild. In der Luft sind sie sehr elegante Segler mit einer weit größeren Spannweite als Möwen. Wir waren nur wenige Meter von ihren Brutplätzen, nur durch eine schmale Schlucht, die sie vor Feinden und Menschen schützt, von ihnen getrennt. Sie segelten an allen Seiten ganz dicht an uns und über uns vorbei. Unsere kleine Wanderung dorthin und zurück zog sich nur über wenige Kilometer, aber sie dauerte fast zwei Stunden, weil wir immer wieder stehen blieben und fotografierten, denn die felsige Küste mit den segelnden Vögeln lud einfach dazu ein, wir konnten und wollten dem nicht widerstehen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;Auch das Wetter spielte mit - hier setzte sich jetzt endgültig die Sonne durch. Wir waren total happy, als wir unsere Fahrt Richtung St. Johns fortsetzten. Ab dem nächsten Tag führte unsere Fahrtroute auf den Transcanada-Highway 1 und quer über die Insel. Abstecher, z.B. an die Nordküste bei Lewisporte zum Beothuk Interpretive Center, wo einige sehr engagierte Rangerinnen liebevoll ein Museum zur Erinnerung an die First Nations betreuen, brachten uns spannende Einblicke in diese Insel. Nur - keine Elche! Wo sind die?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz im Westen, in Rocky Harbour, erreichten wir wieder das Meer, den Golf von St. Lorenz. Nun ging unsere Fahrt nach Norden, immer an der Küste entlang zwischen dem Meer auf der einen Seite und den Tablelands auf der anderen – eine grandiose Weite! Die Geschichte der Tablelands ist auch total spannend. Das gelbe Gestein, das die Geologen Periodit nennen, wurde vor 460 Millionen Jahren aus 10 Kilometer Tiefe an die Oberfläche gepresst. An den Bruchstellen ist es schwarz. Es ist so verdichtet, dass sich keinerlei Pflanzen darauf ansiedeln können. Nackt und kahl ragen die Felsen heraus und ziehen durch ihre Einzigartigkeit Geologen aus aller Welt in ihren Bann.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Also: tolle Landschaft, aber - keine Elche! Wo sind die nur?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir kommen schließlich in Main Brook an. Die Tuckamore Lodge punktet mit vielen Geweihen, Fellen und anderen Tierpräparaten. Auch die Unterkunft selbst ist sehr niveauvoll, die Betreuung durch das Personal ist exzellent. Aber in unserem &quot;Elchfieber&quot; suchen wir immer wieder nach Spuren. Ob wir wohl hier welche sehen werden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends gehen wir dann auf die Pirsch. Celie, unsere Gastgeberin, hatte gesagt, die größten Chancen hätten wir in der Abenddämmerung, da würden sie aus dem Wald auf die Straße treten. Also fahren wir langsam und vorsichtig die Straße bei der Lodge ab, hin und her, und wieder auf und ab, Kilometer um Kilometer. Nichts - nicht ein einziges größeres Tier zeigt sich. Es wird schon so dunkel, dass wir zweifeln, ob ein Foto in diesem Licht noch etwas werden würde. Da plötzlich - auf der hellen Straße vor uns, noch weit entfernt, nehmen wir plötzlich mehrere dunkle Konturen wahr, die sich bewegen. Schnell fahren wir heran: es sind - nein, keine Elche, sondern Karibus - immerhin. Eine Mutter mit ihrem Kind. Als wir ihnen zu nahe kommen, flüchten vor uns in Fahrtrichtung und dann seitlich in das Unterholz, wo wir sie sofort aus den Augen verlieren. Nun ist plötzlich der Bann gebrochen. Nur wenige Minuten später sehen wir - ELCHE! Eine Mutter mit ihrem Kind steht im Buschwerk, nur vielleicht 10 Meter von uns und der Straße entfernt. Wunderschöne, dunkelbraune Tiere. Ein paar Schnappschüsse mit der Kamera lassen sie zu, dann trollen sie sich. Weitere wenige Minuten später sehen wir noch mehrmals einzelne Elche am Straßenrand. Nur wenn sie sich aus dem Dickicht des Waldes lösen, haben wir überhaupt die Chance, sie zu sehen. Keiner lässt uns aber mehr so dicht heran. Völlig berauscht von diesen Erlebnissen loben wir Thomas Reichert, dass er uns hierhin geschickt hat - bestimmt haben ihm in diesem Moment die Ohren geklingelt…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag, auf dem Weg nach St. Anthony, finden wir zwei Horste von Fischadlern am Straßenrand. Sie schimpfen nervös, als wir uns nähern, aber ihre markanten Schreie imponieren uns sehr, und sie lassen sich von uns fotografieren.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;In St. Anthony, dem nördlichsten Ort unserer Reise, hält die Tierwelt Neufundlands noch Wale für uns bereit. Auf einem kleinen, stark schwankenden Motorboot nähern wir uns den Stellen, an denen der Bootsführer mit Radar und vielleicht noch anderen modernen Hilfsmitteln Wale geortet hat, und versuchen mit der Kamera den Moment zu erwischen, wenn sie ihren Rücken aus dem Wasser heben. Wer ganz großes Glück hat, fängt die Sekunde ein, wenn ein Wal mit seiner Schwanzflosse winkt (der &quot;Fluke&quot;).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sind ja schließlich doch noch alle unsere Wünsche in Erfüllung gegangen, welche Tiere wir sehen wollten - oder? Ach ja, da war doch noch was… Weißkopf-Seeadler!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren entlang des Gros Morne Nationalparks wieder nach Süden. An der &quot;Küste der Stürme&quot; nördlich von Port aux Basques fahren wir bei herrlichstem Sommerwetter von Leuchtturm zu Leuchtturm. Aber Weißkopf-Seeadler finden wir erst, als wir wieder in Nova Scotia sind. In einer kleinen Bucht im Cape Breton Nationalpark und am Bras d Or Lake schweben sie dann majestätisch über uns!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den &quot;tierischen Begegnungen&quot; gehörten natürlich noch mehr Erlebnisse: ein Luchs, der sich versteckt, zum Beispiel, und dann war da noch der Fuchs, der gerade etwas in der Schnauze davontrug: sein Frühstück in einer Tüte der Schnellrestaurantkette &quot;Tim Hortons&quot;!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Zu schnell waren die drei Wochen auf den zwei großen Inseln wieder vorbei, und via Halifax und Frankfurt kamen wir gesund und munter wieder zu Hause an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke SK!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
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                <title>Unterwegs im Osten Kanadas 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/kb_m.-bergstraesser-fruehlingserwachen-an-den-horseshoefalls.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Unterwegs im Osten Kanadas&lt;br /&gt;&lt;p&gt;3,5 Wochen von Toronto bis Neufundland&lt;p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2015 von SK-Kundin Ivonne Keitel-Köhler&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich ist es soweit! Die letzte Kanadareise liegt 4 Jahre zurück. Damals haben wir den Westen bestaunt. Jetzt ist der Osten dran. Es soll von Toronto über Manitoulin Island - Ottawa - Montreal - Quèbec - Halifax bis nach Neufundland gehen. Vier Jahre lang haben wir gespart und etliche Monate lang an der Route gefeilt, Ideen gehabt und wieder verworfen. Aber jetzt ist es geschafft. Es geht los. Auf unserer letzten Reise wurde in Frankfurt einige Stunden vor Abflug das gesamte Gepäck meines Mannes aus dem Auto gestohlen. Das soll uns nicht noch einmal passieren. Diesmal fahren wir mit der Bahn zum Flughafen, die Koffer beschützend zwischen die Beine geklemmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir, dass sind mein Mann Sven, unsere Tochter Lucy, im besten Teenageralter von 14 Jahren, und ich, Ivonne. Beim Check-in am Vorabend die erste kleine Schrecksekunde: der Flug ist überbucht. Lufthansa bietet uns 600 Euro Entschädigung pro Person und eine weitere kostenlose Übernachtung in Frankfurt an, wenn wir dafür einen Tag später fliegen. Wir können und wollen nicht später fliegen. Das Wohnmobil wartet auf uns. Und wir haben auch keine Lust mehr, die Route nochmals zu ändern. Wir dürfen dann doch einchecken. Puh, Glück gehabt. Und tatsächlich sitzen auf dem Flug einige Passagiere auf den Notsitzen. Lucy hat Flugangst. Sie krallt sich beim Start in unsere Hände und wirkt ganz angespannt. Als wir dann unsere Reisehöhe erreicht haben und sich kein Vogelschwarm in den Triebwerken verfangen hat, atmet sie hörbar auf und lässt sich den Rest des Fluges über vom Kinoprogramm ablenken. Wir landen wohlbehalten in Toronto, schnappen unser Gepäck und finden auch den Shuttleservice zu unserem Hotel. Die erste Hürde ist also genommen. Wir sind da! Wir können es noch gar nicht so richtig glauben. Da hat man sich monatelang auf diese Reise gefreut und alles vorbereitet und jetzt sind wir tatsächlich in Toronto!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 19.08.2015 übernehmen wir unser Wohnmobil von Fraserway. Es bietet für uns Drei genug Schlafmöglichkeiten und hat einen Slide-Out. Das Fahrzeug ist 7 m lang, 3,40 m hoch und hat ordentlich PS unter der Motorhaube. Nach einer gründlichen Einweisung vor Ort kann es endlich losgehen. Es liegen knapp 3200 km vor uns. Nach ca. 3 km ist die Fahrt allerdings erst einmal zu Ende. Wir müssen umkehren. Was ist passiert? Wir wurden an einer Ampelkreuzung von einem abbiegenden Truck touchiert. Dadurch ist unser Außenspiegel gerissen. Das war vielleicht ein komisches Gefühl, so kurz nach unserer Abfahrt wieder auf dem Hof des Vermieters vorzufahren. So, als hätte man was Wichtiges vergessen. Zum Glück war ein Außenspiegel auf Lager und der kaputte konnte ausgetauscht werden. Aber jetzt geht es los!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren gelassen durch den Stau der 6 - 8-spurigen Autobahn vor Toronto und bestaunen die Autoschlange. Ich finde vor allem die Trucks so faszinierend. Sven steuert unser Wohnmobil souverän durch diesen wahnsinnigen Verkehr. Ich bewundere ihn dafür. Und irgendwann erreichen wir den ersten Campground. Wir sind erschöpft und müde und wollen nur noch ins Bett fallen. Jetzt müssen wir aufpassen, dass die Stimmung nicht kippt. Der Jetlag macht sich bemerkbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen der erste Höhepunkt unserer Reise. Die Niagara Fälle. Wir fahren mit dem Bus. Die Haltestelle liegt idealerweise direkt am Campground. Das Wetter lässt sich nicht in die Karten schauen. Es ist nicht kalt aber auch nicht wirklich warm. Eher diesig und trüb. Hoffen wir das Beste. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten. Und dann sehen wir sie, die gigantischen Wasserfälle! Es ist beeindruckend. Sven zückt die Kamera und will fotografieren. Da zeigt das Ding einen leeren Akku an und nix geht mehr. Obwohl der Akku am Morgen noch voll anzeigte. Das darf jetzt nicht wahr sein - oder?! Sven ist verzweifelt und flucht. Da kommt mir eine Idee. Ich spreche einfach einen kanadischen Touristen an, der eine super große Kamera um den Hals hängen hat. Ich schildere ihm die Situation und bitte ihn, uns zu fotografieren und die Bilder später per Mail an uns zu schicken. Luke, unser Retter, ist sofort einverstanden und wir treten zum Fotoshooting an. Und Luke hat Wort gehalten. Wir sind im Besitz von tollen Fotos, die belegen, dass wir an den Niagarafällen waren. Leider hält das Wetter nicht durch. Der Himmel wird immer grauer und es regnet. Wir werden pitschnass. Und in dem 4 D Kino, in diesem Informationszentrum direkt bei den Niagarafällen, händigt man uns zwar einen Regenumhang aus aber der kann die Wassermassen, die während des Films auf uns herabregnen, nicht wirklich abhalten. Wir verlassen das Zentrum mit nassen Hosenbeinen und Schuhen. Jetzt geht es durch einen Tunnel, um hinter die Fälle zu schauen. Es ist einfach nur fantastisch. Die Gischt spritzt einen schon von weitem ins Gesicht. Dann ein Lichtblick. Die Sonne lugt zwischen den Wolken hervor. Schnell zum Boot, das ganz dicht an die Fälle heranfährt. Wenn wir schon mal hier sind, dann machen wir das ganze Programm. Wieder reicht man uns ein Regencape. Wir stehen auf dem Boot und irgendetwas ist komisch. Warum spritzt es so doll? Ist das schon die Gischt der Fälle? Aber hier an der Anlegestelle? Nein, es regnet wieder. Genauer gesagt, schüttet es wie aus Eimern. Und die Gischt tut dann ihr übriges. Ich wünsche mir, im Badeanzug auf das Boot gestiegen zu sein. Es ist beeindruckend, so dicht an die Fälle heranzufahren, das Tosen zu hören und die unglaubliche Kraft des Wassers zu spüren. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass sich hier schon seit einigen Jahrhunderten immer mal wieder Menschen in die Tiefe stürzen. Sei es als Mutprobe in einem Fass oder in selbstmörderischer Absicht. Wir verlassen das Boot wieder und sind jetzt nass bis auf die Knochen. Bis uns der nächste Bus zum Campground zurückbringt, trocknen wir uns in der Toilette notdürftig unter dem Händetrockner und warten dann in einem Souvenirshop auf die Abfahrtszeit. Mit dem Wohnmobil geht es später weiter zum nächsten Campground, wo wir am Abend erschöpft aber glücklich ins Bett fallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen geht es mit der Fähre nach Manitoulin Island. Die Insel liegt im Huronsee und gehört zur kanadischen Provinz Ontario. Sie ist mit ihren 2766 km² die größte in einem See gelegene Insel der Erde. Mir kommt es vor, als würden wir über ein großes Meer fahren und nicht über einen See. Auf Manitoulin Island gibt es schöne kleine Städtchen und noch viele weitere große und kleinere Seen. Diese Wasservielfalt kann man sich gar nicht vorstellen. Das muss man einfach sehen. Die Menschen sind überall sehr freundlich und hilfsbereit. So kommen wir mit unseren wenigen Englischkenntnissen gut zurecht. Das Wetter ist angenehm. Die Sonne scheint, ab und an weht ein Lüftchen und wir hoffen, den Regen hinter uns gelassen zu haben. Sven und Lucy springen in den Manitoulake, der direkt an unserem Campground liegt. Am Abend entzünden wir unser erstes Lagerfeuer und es gibt Würstchen und Marshmallows.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren weiter zum Talon Lake; 300 km westlich von Ottawa. Heute übernehme ich das Steuer. Der Verkehr ist angenehm. Keine Hektik. Ich habe den Eindruck, dass sich 95 % der Fahrer an die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit halten. Sie könnten locker überholen, tun es aber nicht. Ich schätze mal, dass die Strafen hier in Kanada um einiges saftiger sind als in Deutschland - oder? Unser Campground liegt wieder direkt am See. Ich komme mit Dave, der den Campground leitet, ins Gespräch. Spontan lädt er uns zu einer Bootstour für den nächsten Morgen ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pünktlich erscheinen wir am nächsten Tag auf der Bildfläche. Dave freut sich und es geht los. Die Sonne lacht und es weht ein leichter Wind. Das Wasser ist blau und klar. Wenn ich Dave richtig verstanden habe, ist der Talon Lake 16 km² groß und an seiner tiefsten Stelle 65 m tief. Der See ist von Wald umgeben. Hier leben Wölfe, Füchse, Elche und Schwarzbären. Und natürlich jede Menge Vögel. Leider erspähen wir kein wildes Tier am Ufer, so sehr wir unsere Augen auch anstrengen. Dave wandert mit uns einen kurzen Trail entlang und ehe wir es uns versehen, stehen wir auf einem Felsen und haben einen wunderbaren Blick auf die Stromschnellen. Hier oben kommt es immer wieder zu Unfällen, erzählt er. Menschen, die in betrunkenem Zustand vom Fels ins Wasser stürzen oder ganz wagemutige Jugendliche, die auf der Suche nach dem Kick ganz bewusst in die Tiefe springen. Und so kommen wir dann auch an einer Gedenktafel für einen Jugendlichen vorbei, der den Sprung ins Wasser nicht überlebt hat. Dennoch genießen wir den Ausblick und die wunderschöne Natur. Nach ca. 45 Minuten geht es mit dem Boot wieder zurück. Dank Dave haben wir einen wunderschönen Flecken Erde gesehen. Von alleine wären wir dort nie hingekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir suchen seit 2 Tagen nach den blauen Tabs fürs Klo. Die Tabs zersetzen die Fäkalien und sorgen so für gute Luft. Ich fürchte, ich habe sie versehentlich weggeworfen. Also müssen neue her. Im Geschäft lassen sich solche Tabs nicht finden. So entscheiden wir uns für ein braunes Pulver, das hoffentlich denselben Zweck erfüllt. Auf der Packung steht was von RV. Wir sind zuversichtlich. Wir stellen fest, dass sich so kleine Pannen wie ein roter Faden durch unsere Reise ziehen. Als da wären der gerissene Außenspiegel, der leere Akku, die verschwundenen Tabs. Aber vermutlich sind solche Pannen wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt irgendwas. Man darf gespannt sein, was noch so kommt.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile sind wir auf einem Campground vor den Toren Ottawas. Hier stürzen wir uns auf das WLAN und senden Nachrichten nach Hause. Lucy ist für jede WLAN Minute dankbar. Sie kann ohne YouTube nicht leben. Den heutigen Tag gehen wir ruhig an und entspannen einfach. Unsere Stellplatznachbarn laden uns am Abend an ihr Lagerfeuer ein. Jeder bringt etwas mit. Der Himmel über uns ist tiefschwarz, die Sterne funkeln, Grillen zirpen, ringsum ist Wald. Das Feuer knistert und es fliegen Funken in die Nacht davon. Am Lagerfeuer nebenan wird Gitarre gespielt und gesungen. Das ist Kanada. Dieser Abend ist einfach perfekt. Wir plaudern entspannt mit Gudrun und Grant. Gudrun ist gebürtige Norwegerin, lebt aber schon länger mit ihrem Mann in British Columbia in der Nähe von Vancouver. Beide sind nun Rentner und fahren mit ihrem riesigen Campanhänger (das Ding ist 9 m lang und wird von einem großen Pickup gezogen) durch Kanada und die USA. Lucy sitzt total entspannt in ihrem Campingstuhl, hält Marshmallows ins Feuer und erzählt, wie wir in Deutschland leben und wie es in der Schule ist. Jetzt kann sie ihre Englischkenntnisse live anwenden und erlebt in der Praxis, dass es sich lohnt, diese Fremdsprache zu lernen. Und das Mama recht hat, wenn sie sagt: &quot;Kind, sei froh, dass du die Möglichkeit hast, Englisch zu lernen. Bleib dran. Du wirst eines Tages dankbar dafür sein.&quot; Aber das würde meine Tochter nie zugeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Übernahme des Wohnmobils hatten wir erfahren, dass wir in Ottawa, Montreal und Quebec das Wohnmobil nur auf einem Campground stehen lassen dürfen. Das ist schlecht für uns, da die Campgrounds außerhalb der Städte liegen und jetzt noch nicht klar ist, wie wir hinkommen. Wenn wir das Wohnmobil in den Städten parken und es geklaut wird, was diese Saison schon passiert ist, hätten wir keinen Versicherungsschutz. Den haben wir nur auf dem Campground. Das bringt unsere Pläne etwas durcheinander. Mal sehen, wie wir das handhaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir entscheiden, mit dem Bus nach Ottawa zu fahren. Man sagte uns, wir würden 15 Minuten bis zur Haltestelle laufen. Man sagte uns aber nicht, dass es keinen Fußweg gibt und es an der Kreuzung nicht ganz einfach sein würde, die Fußgängerampel zu erreichen. Das haben wir dann alles unterwegs festgestellt. Und aus den 15 Minuten Fußweg werden schnell 40 Minuten. Mein lieber Scholli. Aber wir haben es geschafft und den Bus erreicht. Wir wollen uns das Parlament anschauen. Es hat ewig gedauert, bis wir vor Ort durch die Sicherheitskontrollen gelangen. Überall steht Polizei. Da wir keine 3 Stunden bis zur nächsten englischen Führung warten wollen, entscheiden wir uns für die frühere französische Führung. Wir murmeln ab und an ein &quot;oh&quot; und ein &quot;oui&quot; oder auch ein &quot;merci&quot;. Aber irgendwie haben die Leute wohl doch gemerkt, dass wir kein Wort verstehen und schon sind wir wieder in ein Gespräch verwickelt. Wo kommt ihr her, wo geht die Reise hin und an der Info gibt es bestimmt Material auf deutsch für uns. Herrlich. Das Parlamentsgebäude ist ein beeindruckender Bau. Vor allem die Bibliothek ist sehenswert. Als wir das Gebäude verlassen, schüttet es wie aus Eimern. Mal wieder. Wir werden pitschnass. Das kennen wir ja schon. Und dann lässt sich die Sonne wieder blicken und alles trocknet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wollen nicht noch einmal die nicht ganz ungefährliche Strecke zum Campground laufen. So fahren wir ein Teilstück mit dem Bus und steigen an einem Einkaufszentrum aus, in der Hoffnung, hier ein Taxi zu finden. Und wir müssen erst einmal klären, ob man im Taxi bar zahlt oder mit Kreditkarte. Da kennen wir uns nicht so aus. Wir haben nämlich nicht mehr viel Bargeld einstecken. Also spreche ich einen erfahren aussehenden Herrn an (er ist grauhaarig, also schon etwas älter und somit auch erfahren, grins). Er erklärt dann, dass man in der Regel bar zahlt, es aber durchaus auch Taxifahrer gibt, die Kreditkarte akzeptieren und wenn wir ein Taxi rufen, sollen wir gleich sagen, dass wir mit Karte zahlen wollen. Am Ende bestellt der nette Herr das Taxi für uns, klärt die Kartenzahlung und bringt uns zu der Stelle, wo wir auf das Taxi warten sollen. Wir bedanken uns vielmals für seine Hilfe und er sagt nur, nichts zu danken, genießt Kanada. You&#039;re welcome. Enjoy Canada. Ich kriege mich echt nicht mehr ein. Die Hilfsbereitschaft der Menschen, die uns überall so selbstverständlich entgegengebracht wird, ist einfach unglaublich. Das Taxi ist dann auch  schnell da und wir sind innerhalb kürzester Zeit sicher auf unserem Campground.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und jetzt geht es weiter in Richtung Montreal. Da wir auch hier nicht in die Stadt fahren dürfen, werden wir diese vermutlich gar nicht anschauen. Das ist auf der einen Seite zwar schade auf der anderen Seite tut es uns aber auch ganz gut, zwischendurch mal wieder nix zu tun und einfach nur auf dem Campground abzuhängen; um es mit den Worten meiner Tochter auszudrücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Habe ich schon erwähnt, dass ich die alten Trucks so liebe? Die mit den riesigen Auspuffrohren links und rechts neben der Fahrerkabine. Die sehen einfach so geil aus und die Schulbusse erst! Und ich liebe die Briefkästen, die am Straßenrand stehen, so wie man es aus den amerikanischen Filmen kennt. Manche Briefkästen sehen aus wie kleine Häuser. I like it so much!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir lassen Montreal also links liegen und fahren dafür einen Tag später mit dem Bus nach Quèbec City rein. Quèbec hat eine wunderschöne Altstadt mit tollen Gassen. Hier macht das Andenken shoppen Spaß. Lucy und mir haben es vor allem die Traumfänger angetan. Aber nur die, welche in echter Handarbeit in Kanada gefertigt wurden. Nicht die Billigimporte aus China. Da muss man ganz schön aufpassen. Und hier in Quèbec steht dieses berühmte Hotel, dass Chateau Frontenac, welches schon ganz oft als Postkartenmotiv herhalten musste. Klar, dass es auch unsere Fotokulisse wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf unserer Weiterfahrt zum nächsten Campground machen wir Halt in Wanake, einem Vorort von Quèbec. Dort besuchen wir ein First Nations Museum. Da wir um diese Zeit die einzigen Gäste sind, erhalten wir quasi eine private Führung und zu unserer Freude ist diese auf Englisch. Eigentlich wäre jetzt die französischsprachige Führung dran. Wir verstehen nicht alles, dafür reichen unsere spärlichen Englischkenntnisse einfach nicht aus aber dennoch erschließt sich einem irgendwie der Sinn des Gesagten. Die Frau, die uns führt, ist eine direkte Nachfahrin der First Nation und spricht die alten Dialekte. Sie gibt uns eine Kostprobe. Es ist faszinierend, das zu hören und wie flüssig die Worte aus ihrem Munde kommen. Sie zeigt uns ein Kanu, welches von ihrem Großvater noch traditionell in Handarbeit gefertigt wurde. Nach der Führung im Museum geht sie mit uns in ein so genanntes Longhouse. Ein Haus, in dem vor vielen Jahren die First Nations lebten. Es ist ca. 25 - 30 m lang, hat 3 Feuerstellen und überall liegen Tierfelle. In einem Haus wohnten damals ca.3 bis 6 Familien eines Clans. In einem Dorf lebten etwa 2000 Menschen, verteilt auf ca. 18 - 20 Häuser. Das Dorf war von einem Schutzwall aus mehreren tausend dünnen Pfählen, die nach oben hin spitz wurden, umgeben. So sollte es vor wilden Tieren und anderen Feinden geschützt werden. Wir sind begeistert, dass so originalgetreu zu sehen. Dieser Ausflug hat sich wirklich gelohnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Armbanduhr hat vor ein paar Tagen ihren Geist aufgegeben. (Da war es wieder, dass Salz in der Suppe.) Seitdem frage ich Sven ständig nach der Uhrzeit. Der Ärmste. Lucy hat ihre Uhr gar nicht erst mitgenommen, fragt aber prinzipiell auch gerne nach der Zeit. Also muss eine neue her. Fündig werde ich im Wallfahrtsort des katholischen Kanadas, Sainte Anne de Beauprè, eines der ältesten Pilgerzentren in Nordamerika. Natürlich besichtigen wir auch die Kathedrale, welche nach einem Brand 1922 neu aufgebaut wurde. Die Kathedrale wurde der heiligen Anna, Mutter Marias, gewidmet.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;6 km östlich liegt der Canyon Ste. Anne; eine malerische Schlucht mit Wasserfällen. Hier machen wir Halt und laufen eine Stunde lang auf Pfaden und Brücken durch und über den Canyon. Die Landschaft ist einfach fantastisch. Die Sonne lacht und es ist unglaublich schwül.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht es in Richtung New Brunswick. Dafür setzen wir mit der Fähre über den St. Lorenzstrom. Die Überfahrt dauert 90 Minuten und kostet uns 130 Euro! Uns hat es bald hinten rum gehauen. Der Preis wird nach Personenzahl und Fahrzeuglänge berechnet. Das wurde vor Ort mit Maßband abgemessen. Unser Wohnmobil ist 7,20 m lang. Das wissen wir jetzt quasi ganz genau. Überhaupt sind Benzin, Lebensmittel und Eintrittspreise hohe Kostenfaktoren. Das sollte man wissen und kalkulieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind jetzt in New Brunswick, haben den französischsprachigen Teil also hinter uns gelassen und eine Zeitzone überschritten. Wir müssen die Uhr leider 1 Stunde vordrehen und sind jetzt 5 Stunden hinter Deutschland zurück. Trotz nicht vorhandener Französischkenntnisse sind wir gut zurechtgekommen, da die meisten Leute auch Englisch sprechen. Nur einmal waren wir überfordert. Und zwar an der Tankstelle. Kreditkarte rein in die Zapfsäule, Benzin in den Tank und dann? Alles auf Französisch. Hier kommt dann wieder ein erfahren aussehender Herr ins Spiel. Der hat an der Zapfsäule Kontakt mit der Tankstelle aufgenommen, alles auf Französisch geklärt und uns erklärt, dass wir reingehen und dort bezahlen können. Enjoy your trip. Merci.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Hartland, New Brunswick, bestaunen wir die längste überdachte Brücke der Welt. Sofort erinnere ich mich an den Film &quot;Brücken am Fluss&quot; mit Meryl Streep und Clint Eastwood, seufz. Die Brücke hier ist 391 m lang und geht über den St.John River. Und an eben diesem Fluss liegt unser nächster Campground.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag lassen wir uns in die Zeit von 1820 -1890 zurück versetzen. Wir sind in King Landings, einem historischen Dorf. Ein so genanntes Heritage. Dort kann man die Häuser besichtigen, dem Dorfschmied über die Schulter schauen und sich mit der Dorflehrerin unterhalten. Bevor sich Lucy in die Schulbank setzen darf, muss sie der Lehrerin ihre Hände vorzeigen. Sind sie auch sauber? Dann soll Lucy ihren Namen auf eine Schiefertafel schreiben und etwas vorlesen. Die Bewohner schlendern in historischen Gewändern durch das Dorf. Wir wohnen sogar einer Gerichtsverhandlung bei. In einem Krämerladen erklärt uns ein Herr der damaligen Zeit, mit welchen Waren er handelt. Da ich den Eindruck habe, dass er auf Sätze, die wir drei untereinander austauschen, reagiert, frage ich ihn, ob er deutsch spricht. Und tatsächlich. Und wo wurde er geboren? In Nürnberg. Hey, da wohnen wir! Jetzt gibt es kein Halten mehr! Jetzt wird er mit Fragen bestürmt. Und zum ersten Mal verstehen wir mühelos alles, was uns erklärt wird. So klein ist die Welt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf unserer heutigen Weiterfahrt machen wir Halt in Halifax in Nova Scotia. Wir parken auf einem riesigen Gelände an den Docks im Hafen. Ich weise Sven gerade brav in die Parklücke ein, da werde ich von einem Mann, der einen Blick auf unser Nummernschild wirft, angesprochen. &quot;Oh, you are from Ontario.&quot; (Oh, ihr kommt von Ontario.) &quot;Seid ihr das erste Mal hier oder kennt ihr euch aus? Das hier ist der Parkplatz für die Marines und für die Mitarbeiter der Docks. Ihr könnt hier stehen bleiben, holt euch aber da vorne ein Ticket. Noch mehr Infos bekommt ihr da und da.&quot; &quot;Thank you so much!&quot; &quot;You&#039;re welcome.&quot; Ich liebe diese Hilfsbereitschaft nach wie vor! Das ist einfach unglaublich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Altstadt von Halifax spazieren wir am Wasser entlang und essen erst mal eine ordentliche Portion Fish &amp; Chips. Heute ist es sehr warm. Zum Glück weht ab und an ein leichtes Lüftchen. Hier in Halifax gibt es das Maritime Museum of the Atantic, welches die Entwicklung der Segel- und Dampfschifffahrt zeigt. Eine besondere Attraktion des Museums ist die Titanic-Abteilung. Viele der Ertrunkenen wurden damals in Halifax beigesetzt. Wir schlendern weiter durch die Stadt und kommen an der Old Town Clock vorbei. Der Turm ist ein Geschenk von Prince Edward, Vater von Queen Victoria, an die Stadt Halifax. Das war im Jahre 1803. Es heißt, Prince Edward sei ein Pünktlichkeitsfanatiker gewesen. Davon ist heute nicht mehr viel übrig; die Uhr ging nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor den Toren von Halifax erreichen wir den letzten Stellplatz unserer Wohnmobilreise. Morgen sehen wir uns noch den Küstenort Lunenburg an. Und übermorgen geben wir dann das Wohnmobil nach über 3000 gefahrenen Kilometern in Halifax ab. Die Rückgabe verläuft reibungslos. Wir müssen zwar den Außenspiegel erst einmal bezahlen, haben das Geld dann aber später in Deutschland problemlos von der Versicherung erstattet bekommen. Jetzt fliegen wir von Halifax rüber nach St. John‘s, Neufundland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile haben wir den 02.09.2015. Wir sind gut in St. John&#039;s angekommen und eine weitere Zeitzone ist überschritten. Die Uhr wird eine halbe Stunde vorgedreht. Wir haben das Wohnmobil gegen einen Jeep getauscht. Das ist vielleicht ein schnittiges Ding. Noch richtig neu. Und der hat so ein tolles Rot. Die Fahrzeugübernahme verläuft kurz und schmerzlos. Für meine Begriffe etwas zu kurz. So nach dem Motto: hier ist der Schlüssel, das Auto steht irgendwo da draußen, gute Fahrt. Das ist alles. Die haben meine Kreditkarte und 5 Unterschriften von mir! Da kann ich jetzt wirklich nur auf eine gute Fahrt hoffen. Erst einmal müssen wir rausfinden, wo der Zündschlüssel rein muss und was getankt werden darf. Okay, es gibt kein Zündschloss. Das Auto reagiert auf Knopfdruck, aha. Und wohin jetzt mit dem Schlüssel? Ab in die Hosentasche, diese verschließen und den Schlüssel ja nicht verlieren. Und um die Kraftstoffsorte kümmern wir uns später. Na, das kann ja heiter werden. Hier herrschen heute nur 11 Grad! Auf Neufundland weht quasi ein anderer Wind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben noch nicht viel von der Insel gesehen, sind aber schon jetzt hin und weg. Allein die Unterkunft hier in St. John&#039;s; die ist so schnuckelig. Wir sind im Cantwell House, B&amp;B. Und die Leute hier sind total nett. Wir haben schon wieder jede Menge interessante Gespräche geführt. Im Cantwell House gibt es einen Aufenthaltsraum mit Balkon und fantastischem Blick auf den Hafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yeah, das ist Neufundland, wie ich es mir vorgestellt habe: zerklüftet, rau, stürmisch. Ganz viel Wasser und Wald, bunte Häuser, wilde Buchten. Natur pur. Wir sind in Twillingate. Und auch hier sind die Menschen sehr hilfsbereit und freundlich. Allerdings muss man, wenn man nach dem Weg fragt, sehr genau hinhören. Das ist so ein tiefes Brummen, so ein &quot;houghoughough&quot;. Heute herrschen hier nur 7 Grad Außentemperatur! Und es hat den halben Tag lang geregnet. Böse Zungen behaupten, auf Neufundland regnet es 14 Monate im Jahr. Man könnte meinen, dass Wetter wechselt stündlich. Und tatsächlich erleben wir Sonnenschein, Regen, dann wieder Sonne, dann Gewitter. Und das alles an einem einzigen Tag. Heute kommt noch ein unglaublich starker Wind dazu. Am Leuchtturm in Twillingate, direkt am Wasser, hat es uns bald umgeweht. Dabei haben diese Rauheit, die Natur, die Brandung, die Felsen einen unglaublichen Charme, eine tolle Atmosphäre. Das ist nicht jedermanns Sache. Aber da wir Drei keine Sonnentypen sind und Hitze nicht so gut vertragen, sind wir hier genau richtig. Wir steigen auf den Leuchtturm, lauschen den Erklärungen des Wärters und dem Heulen des Windes, hören den Regen an die Fenster prasseln und genießen den Blick von oben. Der reicht zwar bei diesem Wetter nicht sehr weit aber es ist dennoch unglaublich schön.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Unterkünfte hier sind klasse und zum Frühstück werden wir von allen Gastgebern verwöhnt. Kaffee, Tee, Saft, Obst, Müsli, Hot Chocolate, Eier in sämtlichen Varianten, hausgemachte Marmelade. Gestern erst gab es Blaubeerpfannkuchen und Bratwürste. Wir werden schneckefett nach Hause kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile habe ich das Gefühl, eine halbe Ewigkeit schon von zu Hause weg zu sein. Komisch. Wir verlassen Twillingate und fahren weiter zum Gros Morne Nationalpark. Und dann plötzlich: Elchalarm! Kurz vor uns ist eine Elchkuh über die Autobahn gelaufen. Und das am helllichten Tag. Zum Glück konnte Sven rechtzeitig bremsen und am Straßenrand anhalten. Da sahen wir dann auch, dass die Elchkuh ein Junges im Schlepptau hatte. Dieses zögerte allerdings und ist zurück geblieben. Wir warteten noch eine Weile und hörten das Junge nach der Mutter rufen und sahen es die Mutter suchen. Auch die Mutter ließ sich auf der anderen Seite noch ein paar Mal blicken. Aber der Verkehr war einfach zu dicht. Wir vermuten, dass die Elchkuh später zu ihrem Jungen zurücklaufen wird. Und wir hoffen sehr, dass sie es schafft. In Gesprächen mit den Einheimischen hier wurde uns immer wieder von Unfällen mit Elchen erzählt. Auch Schilder am Straßenrand listen auf, wie viele Kollisionen es mit Elchen in diesem Jahr auf einem bestimmten Straßenabschnitt bisher gegeben hat. Die höchste Zahl, die wir auf so einem Schild gesehen haben, lautete 660! Ich sagte im Gespräch mit dem Leuchtturmwärter von Twillingate, der selbst schon 2 Kollisionen mit Elchen hinter sich hatte, dass wir bereits über 3000 km gefahren sind und noch keinen einzigen Elch gesehen haben und das ich gerne einen sehen möchte. Er sagte, glaube mir, du willst keinen Elch sehen. Ich sagte: doch, aus sicherer Entfernung. Da lachte er. Und heute haben wir tatsächlich eine Elchkuh und ihr Junges gesehen. Und es ist alles gut gegangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag scheint die Sonne und wir fahren zum Western Brook Pond, ein Fjord im Gros Morne Nationalpark, ganz im Westen von Neufundland. Man kann mit einem Boot in den Fjord hineinfahren. Um zur Bootsanlegestelle zu gelangen, läuft man 3 km über Holzstege, die über Sümpfe führen. Man ist von Wasser, Wald und den Bergen umgeben. Ein unglaubliches Panorama. Wir unterhalten uns mit einem Paar aus Deutschland, welches seit 9 Monaten umherreist. Hauptsächlich waren sie in Südamerika unterwegs und jetzt in Kanada und Neufundland. Heute ist hier Feiertag und die Unterkünfte sind fast überall belegt und natürlich richtig teuer. Sie erzählen uns, dass sie zeitweise 2 Stunden lang nach einer Unterkunft gesucht haben. Das ist zeitaufwendig und nervig. Gut, dass wir unsere Quartiere im Voraus gebucht hatten. So ist die lästige Suche für uns entfallen. Auf dem Rückweg kommen uns ein Mann und eine Frau entgegen, die uns irgendwie bekannt vorkommen. Ah ja, richtig. Wir haben uns in Halifax in Nova Scotia an der Wohnmobilstation getroffen. Also noch drüben auf dem Festland. Und hier auf Neufundland haben sich unsere Wege noch einmal gekreuzt. Es folgt ein netter Plausch und dann geht es für uns weiter. Wir fahren ans Wasser. Am Strand hält Lucy begeistert nach schönen Steinen und Muscheln Ausschau und findet sogar ein paar Korallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später gehen wir zum Essen in ein Restaurant in Rocky Harbor. Ich traue mich gar nicht zu sagen, was wir gegessen haben. Ich hatte einen deftigen Eintopf mit Kartoffeln, Karotten und Elchfleisch. Sven hatte Elchpizza. Es hat echt gut geschmeckt. Etwas herb, Wild halt. Zum Nachtisch habe ich mir noch ein Softeis gegönnt. (Pfeiff auf schneckefett!) Da muss man immer aufpassen, dass man &quot;small&quot; sagt. Sich also eine kleine Portion bestellt. Weil selbst die kleinen Portionen sehr groß sind. Ich frage mich immer, wie die großen Portionen aussehen. Ob sie die dann im Eimer servieren? Das ist echt der Hammer. Eine Kugel Eis ist mindestens so groß wie 2 Kugeln bei uns. Generell haben wir uns angewöhnt, immer erst einmal 2 Portionen zu bestellen und zu schauen, wie groß die sind. Oft reichen 2 Portionen für uns Drei aus. Und das Essen bestellen ist für uns auch nicht so ganz einfach. Die Kellnerin stellt zu viele Fragen: wie wollt ihr die Eier? Hart oder weich oder Rührei oder Spiegeleier und die Spiegeleier von einer Seite gebraten oder von zwei Seiten? Und wollt ihr Würstchen oder Schinken oder Bohnen dazu? Vielleicht noch Käse und Tomaten? Soll Butter auf das Toastbrot oder wollt ihr lieber Beagel? Mit Körnern oder mit Zimt oder einfach pur? Wollt ihr Marmelade dazu? Blaubeere, Erdbeere oder lieber Apfel? Soll auf den Burger Ketchup, Salat dazu oder Pommes oder lieber Kartoffelbrei... ? Und das alles auf Englisch. Also allein der Bestellvorgang ist schon ein Erlebnis. Wir haben echt jedes Mal das Wörterbuch neben der Speisekarte liegen. Aber bis jetzt hat es immer gut geklappt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute sind wir in Gander. Und hier hat Sven nach einem besonders großen Salzkorn für die Suppe gegriffen. Er fällt mitsamt Koffer die Treppe runter und landet hart auf dem Steiß. Aua. Da ich grundsätzlich eine kleine Apotheke mit mir führe, ist bald ein Schmerzmittel gefunden und Sven stellt nach einiger Zeit das Jammern ein. Es hat aber auch wirklich wehgetan. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kreis schließt sich langsam. Morgen fahren wir nach St. John&#039;s zurück. Dort besuchen wir noch den Signal Hill. Der Signal Hill ist ein Hügel an der Nordseite der Hafeneinfahrt von St. John&#039;s. Wenige Kilometer südlich befindet sich der östlichste Punkt Nordamerikas, Cape Spear. Der Signal Hill ist mit einer Gedenkstätte, einem Besucherzentrum und den Wanderwegen eine der Attraktionen von St. John&#039;s. Wenn nicht gar DIE Attraktion. Aufgrund seiner strategisch wichtigen Lage gab es hier bereits in der Mitte des 17. Jahrhunderts Befestigungsanlagen. Der letzte Kampf des Siebenjährigen Krieges auf nordamerikanischem Boden wurde hier auf dem Hügel ausgetragen. Die bis dahin als &quot;The Lookout&quot; bezeichnete Anhöhe wurde vom britischen Oberst William Amherst in &quot;Signal Hill&quot; umbenannt, da von hier aus von einem Flaggenmast Signale für einlaufende Schiffe und in die Stadt gesendet wurden. Wir betreten also absolut historischen Boden. Die Sonne scheint aber es ist sehr windig. Der Atlantik leuchtet in wunderschönem Blau und wir haben von hier oben einen fantastischen Blick über die Stadt und den Hafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist der 09. September 2015, abends und wir sitzen im Flieger nach Hause. Wir haben 5 Bundesstaaten durchquert, 3 Zeitzonen überschritten und knapp 5000 km zurückgelegt. Eine wunderschöne Reise mit vielen Erlebnissen, netten Menschen, schönen Städten, wilden Tieren (Robben, Wale, Elche, Weißkopfseeadler) und ganz viel Natur ist nun zu Ende. Auf der einen Seite ist es schade, dass der Urlaub vorbei ist. Auf der anderen Seite freuen wir uns aber auch wieder auf zu Hause, auf die Familie und unsere Freunde. Und ich sehne mich nach einer großen Scheibe frischem Roggenbrot oder Dinkelbrot. Nur kein Weißbrot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Freundin Anna empfängt uns daheim mit einem leckeren Essen. Wir sollen ihr unbedingt sofort von unseren Erlebnissen berichten. Und schon höre ich wieder das Tosen der Niagara Fälle, sehe uns mit Gudrun und Grant am Lagerfeuer sitzen, fahre mit Dave über den Talon Lake, bestaune die Bibliothek im Parlamentsgebäude von Ottawa, sehe die Mink Wale im St. Lorenzstrom, steige auf den Leuchtturm von Twillingate und spüre den starken Wind, der auf Neufundland weht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Sven und mich steht fest: wir wollen auf jeden Fall noch einmal nach Kanada. Lucy spekuliert derzeit eher auf sturmfreie Bude daheim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein großes Dankeschön an SK-Touristik; für die Beratung, Reservierung und allem, was noch dazu gehört!</description>
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                <title>Rundreise zum Yellowstone 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/kb_h.paulus_yellowstone3t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Der Yellowstone&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Wohnmoblreise durch den Nordwesten der USA&lt;/p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2015 von SK-Kundin Heike Paulus&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;h4&gt;Yellowstone 2014&lt;/h4&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich ist es so weit, der Yellowstone-Urlaub, den wir schon für letztes Jahr gebucht hatten, aber aufgrund eines Achillessehnenabrisses meines Mannes stornieren mussten, kann beginnen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;03. September&lt;/i&gt;: sonnig, leicht bewölkt;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:20  aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:50 Abfahrt zum Flughafen Frankfurt &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13:25 Abflug mit Boing 747-400 nach Denver&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15:35 sind wir in Denver bei 34 Grad gelandet. Das war natürlich nach dem kühlen August-Wetter in Deutschland sehr angenehm..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;17:15 waren wir dann im Hotel Doubletree (Airport-Hotel)&lt;br /&gt;Wir hatten uns schon von Deutschland aus mit Road Bear in Verbindung gesetzt und vereinbart, dass wir vom Hotel aus, selbst mit dem Taxi zu ihnen kommen. Es war vereinbart, dass wir so um 8:15 dann bei Road Bear sein sollten. Das war natürlich klasse, da wir so schon einen halben Tag gewinnen werden..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:00 haben wir dann in der Sports Bar im Hotel noch etwas gegessen und sind  um&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:00 totmüde ins Bett gefallen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;04. September:&lt;/i&gt; sonnig, leicht bewölkt, abends Regen      82,5 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:30 aufgestanden und im Starbucks im Hotel gefrühstückt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8:00 mit dem Taxi zu Road Bear gefahren&lt;br /&gt;Dort haben wir dann, wie bereits im Mai 2014 bei unserer Kalifornien-Tour, wieder ein 27 Fuß-Mobil mit Panoramafenster im Schlafzimmer übernommen; Kilometerstand 10 875,3 Meilen; um &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;9:45 sind wir dann vom Hof gerollt und erst einmal zum Einkaufen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12:00 mit voll bestücktem Wohnmobil Richtung Rocky Mountain NP gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;14:15 Ankunft auf unserem bereits vorreservierten Platz Aspenglen CG&lt;br /&gt;Diesmal haben wir einige Campgrounds vorgebucht, da wir bei unserem Kalifornien-Urlaub im Mai, des öfteren Pech hatten, da schon alle Plätze bereits belegt waren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:00 im Wohnmobil gegessen (Steak, Hähnchen u. Gemüsereis), weil es ziemlich kühl war und auch anfing zu regnen, immerhin hatte es noch gereicht, um draußen zu grillen; um&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:30 waren wir dann doch ziemlich müde und haben uns schlafen gelegt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;05. September:&lt;/i&gt; morgens Nebel, alles grau in grau, 25,7 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:00 Uhr bei Nebel aufgestanden; draußen 9 Grad (brrrrr)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:30 Abfahrt zum Park and Ride Parkplatz in der Bear Lake Region&lt;br /&gt;Auf der Fahrt dorthin haben wir schon ganz viele Elks beim &quot;Wiesenfrühstück&quot; entdeckt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8:15 dann mit dem Shuttle-Bus zum Bear Lake (auf einer 2900 m) gefahren. Wir haben dann eine 10 Meilen-Tour gemacht (um Bear Lake über Nymphe Lake, Dream Lake, Lake Haiyaha, The Loch Lake, Mills Lake über Alberta Falls zur Glacier Gorge). Wir hatten mit dem Wetter anfangs noch echt Glück, es kam sogar ab und an mal die Sonne zum Vorschein, aber ab dem Mills Lake hat es dann doch noch ein Gewitter gegeben und angefangen zu regnen; aber wir waren ja darauf eingestellt und hatten unsere Regenjacken dabei; mit dem Shuttle ging&#039;s dann wieder zurück; um &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;14:00 Uhr am Wohnmobil angekommen, haben wir uns erst mal trocken gelegt und gemütlich einen Kaffee getrunken;&lt;br /&gt;bei der Rückfahrt zum Campground haben wir an zwei Stellen eine Ansammlung von jeweils mindestens 15 Elks samt Hirsch gesehen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;16:00 zurück am Campground; leider hat es am Nachmittag wieder nur geregnet; so konnten wir schon mal in Ruhe in den Reiseführern für die nächsten Ziele lesen. Morgen soll es nämlich weiter gehen in Richtung Yellowstone&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:00 im Wohnmobil gegessen (Thunfisch mit Tricolore-Nudeln u. grünem Spargel)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:15 sind wir dann ins Bett gefallen, da wir doch aufgrund der Höhenluft und vielleicht auch wegen dem trüben Wetter ziemlich müde waren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rocky Mountain NP hat uns schon mal sehr gut gefallen; mal sehen was uns weiter erwartet&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;06. September:&lt;/i&gt; sonnig, nachmittags Schauer  224,5 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5:30 schon aufgestanden (waren gestern ja auch früh im Bett). Heute morgen sah es draußen doch schon ganz anders aus; die Sonne schaute schon hinterm Berg hervor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:00 Abfahrt über Trail Ridge Route; es ergaben sich immer wieder super Ausblicke und vor allem hatten wir blauen Himmel! Hirsche mit Brunftschreien und Dickhornschafe rundeten das Ganze noch ab. Die Straße führte auf eine Höhe von 3713 m (höchste asphaltierte Straße der USA); im Alpine-Visitor-Center haben wir dann noch ein Souvenir gekauft; dann ging es weiter zu den Grand Lakes, wo wir bei Granby dann Mittag machten; weiter ging es an endlosen Weiden mit Lamas u. Gabelböcken vorbei, bis wir dann um &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;16:00 einen Platz auf einem KOA-Platz in Rawlins gefunden hatten&lt;br /&gt;es war sogar so warm, dass wir das 1. Mal kurze Hosen tragen konnten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:00 draußen gegessen (Steak, Hähnchen mit Rest des Gemüsereises und den Nudeln)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:30 schon wieder ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;07. September:&lt;/i&gt; sonnig, zwischendurch kurze Schauer    309,4 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5:30 aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:00 Abfahrt vom KOA - zuerst sind wir noch zum Tanken und Einkaufen in Rawlins gefahren, bevor es dann&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8:15 los ging in Richtung Grand Teton NP&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;auf der Fahrt dorthin haben wir auf den unendlichen Weiden Gabelböcke gesehen; in Lander hatten wir dann nochmals getankt so auch wieder in Dubois, da es im Grand Teton sowie Yellowstone nicht mehr so viele Möglichkeiten geben soll&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13:30 standen wir dann auf dem Signal Mountain Campground im Grand Teton NP, der auch später belegt war; also Schwein gehabt.&lt;br /&gt;Nachdem wir unseren Nachmittagskaffee genossen haben, fuhren wir dann um &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;14:15 über die Teton Park Route am Jenny Lake vorbei; weiter ging es zu den verschiedenen Lookouts u. über Moose wieder auf die Straße 89 zurück zum Campground&lt;br /&gt;Die Teton Range mit dem See im Vordergrund ist schon ziemlich schön anzusehen, aber insgesamt können wir jetzt schon sagen, dass der Grand Teton nicht unbedingt einen extra Besuch wert ist, aber auf der Durchreise durchaus empfehlenswert  um dort 1 oder 2 Nächte zu bleiben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;17:00 waren wir dann zurück; heute konnten wir dann das 1. Mal draußen grillen und essen.&lt;br /&gt;Während wir am Feuer standen, näherte sich dann noch ein junger Hirsch unserer Campsite u. genoss sein Abendessen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18:45 haben wir dann draußen gegessen (Lamm u. Steak mit Flutes u. Avocado-Tomatensalat). Wir hatten gerade so den letzten Bissen zu uns genommen, als Wind aufkam u. ein Gewitter aufzog. Nochmal Glück gehabt, und ab ins Wohnmobil&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:30 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;08. September:&lt;/i&gt;  sonnig, nachmittags Schauer, dann wieder sonnig  23,7 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:00 aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:45 sind wir dann losgefahren zum Jenny Lake, da wir dort wandern wollen&lt;br /&gt;Wir haben eine 5,5 Std-Tour (ca. 10 Meilen) in den Cascade-Canyon gemacht; dabei kamen wir an den Hidden-Falls und Inspiration-Point (toller Blick auf den Jenny Lake) vorbei. Zurück am Wohnmobil sind wir dann zum Mountain Viewpoint gefahren und haben unsere wohlverdienten Muffins gegessen. Wir sahen dann schon wieder dicke Wolken kommen und es fing an leicht zu dripsen (da hat es der Wettergott ja mal wieder gut mit uns gemeint)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15:30 wieder zurück auf dem Campground u. da fing es etwas stärker an zu regnen&lt;br /&gt;Bisher hat es irgendwie jeden Tag mal eine Dusche von oben gegeben, aber zum Glück hatte es uns in unseren Unternehmungen nie eingeschränkt. Da um 18:00 wieder die Sonne hervorkam, beschlossen wir, unser Fleisch draußen zu grillen (schmeckt einfach besser!!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:00 drinnen gegessen (Bisonfleisch, Hähnchen, Bohnen mit Speck und gebratene Kartoffelwürfel)&lt;br /&gt;beim Abendspaziergang über den Platz haben wir dann noch Rehe gesehen und den schönen Blick über den See mit dem Sonnenuntergang genossen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:30 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;09. September:&lt;/i&gt; sonnig, nachmittags Schauer   134,4 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5:30 aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:00 Abfahrt zum Yellowstone &lt;br /&gt;im Grand Teton noch Hirsch mit seinen Rehen und dem alles übertönenden Brunftschrei gesehen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8:00 bereits Einfahrt in den Yellowstone &lt;br /&gt;am West Thumb Geysir Basin gehalten und schon die ersten Eindrücke dieses Parks auf uns wirken lassen. Überall hat es gedampft und gezischt. Dann kamen wir unter anderem beim Mud-Vulcano mit den stinkenden Fumarolen vorbei; bei der Weiterfahrt auf unseren bereits für 6 Nächte vorreservierten Madison-Campground haben wir im Hayden-Valley die erste Bison-Herde bei der Flußdurchquerung beobachten können. Schon gigantisch diese Bisons (und gestern hat mein Mann so eins gegessen). Dann standen wir um &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13:15 auf dem Madison CG; haben dort Mittag gemacht und um &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;14:15 ging es weiter zum Lower und Middle-Geysir-Basin. Dann zogen bereits am Middle-Geysir-Basin dunkle Gewitterwolken auf  und die alltägliche Dusche von oben wurde angeschaltet, sodass wir beschlossen wieder zum CG zurückzufahren, da es mit dem Licht für die Fotos nun vorbei war. Wie gut, dass wir zu dieser Zeit auf dem Rückweg waren, vor uns gab es plötzlich Stau wegen einem Bison, der direkt am Straßenrand stand (da sieht man erst mal wie groß die sind).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;16:15 wieder zurück am Madison; dann haben wir unsere Reiseführer und Maps gesichtet und den morgigen Tag geplant. Dann soll es zum Upper-Geysir-Basin mit dem Old Faithful gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18:45 drinnen gegessen (Nudeln mit Gemüse)&lt;br /&gt;Nachdem es aufgehört hatte zu regnen, präsentierte sich noch ein Regenbogen und die Sonne kam zum Vorschein.&lt;br /&gt;Nach dem Essen sind wir noch hinunter zum Fluß gegangen, in der Hoffnung noch irgendwelche Tiere zu sehen, aber leider vergebens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:15 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;10. September:&lt;/i&gt;  wolkig mit sonnigen Abschnitten; abends Regen u. Hagel;    36,3 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5:30 aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:45 Abfahrt zum Upper-Geysir-Basin zum Old Faithful&lt;br /&gt;wir hatten nochmals beim Middle-Geyser-Basin angehalten und waren dort dann ganz alleine. Es war in dem Morgennebel eine ganz tolle Stimmung; bei der Weiterfahrt lief uns noch ein Koyote über die Straße u. am Straßenrand sahen wir ein Bison; als wir am Visitor Center beim Upper-Geyser waren, sahen wir, dass unmittelbar der Old Faithful &quot;spuckt&quot;, sodass dies schon einen ersten Vorgeschmack auf das Ganze bot. Wir sind dann den ganzen Tag dort zwischen den Geysiren rumgelaufen und haben alle 5 Geysire, die regelmäßig &quot;sprühen&quot; auch &quot;sprühen&quot; gesehen (die genauen Zeiten hatten wir vorher im Visitor-Center erfragt). Schade war nur, dass nicht immer die Sonne zum Vorschein kam, sodass nicht alle Bilder optimal wurden. Es war wirklich ein Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Das Old Faithful Inn (größtes Blockhaus der Welt) mit dem großen Kamin (23 m hoch) in der Mitte mussten wir uns natürlich auch anschauen. Ab 18:00 hat es dann wieder angefangen zu regnen (alltägliches Programm), aber da haben wir die Heimfahrt schon wieder begonnen. Es ist auch richtig kalt geworden und hatte kurz gehagelt. Um&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18:30 waren wir dann wieder zurück auf dem Campground&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:15 drinnen gegessen (Pizza)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:30 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;11. September:&lt;/i&gt;  bewölkt, dann Schnee; am Nachmittag sonnige Abschnitte    141,3 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5:45 bei klirrender Kälte (minus 3 Grad) aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:00 Abfahrt zu den Mammoth Hot Springs&lt;br /&gt;in den Höhenlagen hatten wir Schnee. Am Norris-Geysir-Basin hielten wir, sind aber, nachdem unsere Finger fast abgefroren sind und wir uns auf den glatten Holzstegen fast abgelegt hatten, doch schnell wieder umgedreht und weitergefahren; dann ein kleiner Stau, weil Bisons die Straße überquerten; mit ihren frisch beschneiten Köpfen sahen sie einfach toll aus; die Mammoth Hot Springs waren auch sehr sehenswert, trotz dass das Wetter nicht sonnig war, aber vielleicht deshalb war es so schön, weil der Wasserdampf übergangslos in den weißen Himmel überging; dann sind wir ins Lamar-Valley reingefahren, konnten aber durch das rege Schneetreiben nur die Landschaft erahnen; an der Rangerstation haben wir umgedreht und uns ein Plätzchen zum Mittag mit Blick auf eine grasende Bisonherde gesucht; da ging auch das Wetter wieder auf und die Sonne kam hervor; aufgrund dieser sonnigen Abschnitte haben wir beschlossen gerade wieder ins Lamar-Valley zu fahren, da dieses bekannt ist für seine Tiere u. tatsächlich sahen wir außer dem schönen Tal, riesige Herden mit Bisons sowie einige Gabelböcke. Die Bisons haben auch so oft den Verkehr gestoppt, weil sie dachten gerade jetzt die Straße zu überqueren; es war einfach herrlich. Ab ca. 16 Uhr hat sich fast ununterbrochen die Sonne gezeigt. Im Canyon Village haben wir noch das Wetter für die nächsten Tage gecheckt und wie es aussieht nur Sonne (was will man mehr!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18:00 zurück auf Campground; dort noch die letzten Sonnenstrahlen genossen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:15 drinnen gegessen (Steak mit Kokos-Gemüsereis)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:30 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;12. September:&lt;/i&gt; morgens bitterkalt, dann nur sonnig ohne Wolken   57 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5:45 aufgestanden; heute morgen war es noch kälter als gestern (alles war draußen gefroren; minus 5 Grad), da die Nacht sternenklar war; beim Frühstück hatten wir sogar Probleme den Honig aus der Flasche zu drücken, da der total zähflüssig war&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:30 Abfahrt zum Grand Canyon of the Yellowstone River; die Fahrt dorthin war schon ein Traum, da sich die Landschaft durch den Frost mit der Sonne und den Dampfwolken der verschiedenen Geysire von ihrer schönsten Seite zeigte; ein Bison mit Frost im Fell rundete die Sache noch ab; als wir am Trailhead ankamen hing alles noch im Nebel, sodass wir erst einmal noch etwas im Wohnmobil warteten (wir wollten ja schließlich auch schöne unvernebelte Ausblicke haben); nachdem  die Sonne sich durchsetzen konnte, ging es los; wir sind den ganzen South Rim bis zum Artist-Point gewandert, dann zurück und weiter zum North-Rim und dort bis ans Ende zum Inspiration-Point gelaufen; natürlich haben wir alle Lookouts mitgenommen (insgesamt waren es 10,5 Meilen)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;17:00 waren wir dann wieder auf unserem Campground und konnten noch die Sonne genießen; heute hatten wir wirklich ein Traumwetter und es soll die nächsten Tage auch so bleiben; das haben wir auch ausgenutzt und heute wieder draußen gegrillt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:30 drinnen gegessen (Steak, Hähnchen u. Süßkartoffelgemüsepfanne)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:45 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;heute hatte es das erste Mal in unserem Urlaub nicht geregnet!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;13. September:&lt;/i&gt; nur sonnig  37,1 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:15 aufgestanden; diese Nacht war ziemlich kalt, &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:15 Abfahrt zum Upper-Geysir-Basin&lt;br /&gt;dort hatte es uns am Mittwoch so gut gefallen, dass wir da einfach nochmal hin mussten; vor allem kann man sonst nirgends so viele Geysire &quot;sprühen&quot; sehen wie dort; heute war auch ein Traumwetter, das wir ja am Mittwoch dort nicht so hatten; deshalb haben wir auch nochmal beim Middle-Geysir-Basin gehalten, da wir dort das letzte Mal so viel Nebel hatten; heute haben wir auch wieder bei der Hin- und Rückfahrt ganz viele Bisons gesehen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;17:00 wieder zurück auf Campground; heute war wieder grillen angesagt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18:30 draußen gegessen, da es von der Temperatur heute Abend noch angenehm war (Steak, Hähnchen mit Avocado-Tomaten-Salat); anschließend haben wir noch eine &quot;Runde&quot; über den Platz gedreht und haben unten am Fluß noch einen grasenden Bison gesehen; kurze Zeit später gesellte sich noch ein Reh mit seinem Jungen dazu; die Mutter u. sein Kleines haben dann noch Wettlauf gespielt und haben vor unseren Augen mehrere Runden gedreht; es geht nichts über Natur (eine Stadt kann das einfach nicht bieten)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:30 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;14. September:&lt;/i&gt;  sonnig ohne Wolken   28,6 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:15 aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:30 Abfahrt zum Norris-Geysir-Basin; morgens, wenn man fast alleine ist, ist die Stimmung einfach unbeschreiblich; beim Rückweg kamen uns dann die &quot;Spätaufsteher&quot; entgegen; wir haben dann noch an den Gibbon-Wasserfällen gehalten, da sie nun schön im &quot;Licht&quot; waren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11:45 zurück auf Campground und erst einmal Mittag gemacht; heute war großer Waschtag (bei dem Wetter trocknet  ja alles schnell); dann haben wir den weiteren Reiseverlauf geplant und mal richtig gefaulenzt (muss auch mal sein!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18:45 draußen gegessen (Thunfisch mit Gemüsereis)&lt;br /&gt;heute abend wieder runter zum Fluss gelaufen, aber leider kein Wildlife gesehen, nur Angler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:15 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;15. September:&lt;/i&gt; sonnig, 26 Grad      317,7 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5:15 schon aufgestanden, da wir heute einiges fahren möchten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:30 Abfahrt; in West Thumb noch einmal gehalten und das letzte Mal Geysire genossen; dann über Jackson (dort noch einmal gut für die nächsten Tage eingekauft), Pinedale nach Rock Springs gefahren; die Landschaft war bis auf ein paar Lamas und Gabelböcke sehr öde&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15:30 sind wir dann auf einen KOA-Platz in Rock Springs gefahren; nicht das Gelbe vom Ei, aber wenigstens mal wieder Wifi und Strom! Hier hatten wir es wirklich sehr warm (26 Grad)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18:45 drinnen gegessen (Steak mit gebratenen Kartoffelwürfeln und Tomatenaufschnitt mit frischem Koriander)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:15 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;16. September:&lt;/i&gt; sonnig, sehr warm   167,8 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5:15 aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:45 Abfahrt über Green River, durch die Flaming George Recreation (viele Gabelböcke konnte man erblicken); dort sind wir noch den Geology Scenic Drive gefahren (16 km), am Visitor-Center  hatte man einen schönen Blick in den Canyon; unten am Damm hielten wir noch, aber leider kam man irgendwie nicht richtig dran; die Campgrounds dort in der Flaming George waren schon fast alle geschlossen, aber wir wollten ja sowieso weiter noch zum Dinosaur Park fahren; wir fuhren erst in den Quarry-Teil des Parks; dort in der Exhibit Hall konnte man die Dinosaurier-Funde bestaunen; das hohe Gebäude ist praktisch über den Felsen mit den versteinerten Dinosaurier-Knochen gebaut; um&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13:30 waren wir dann dort auf dem Green River Campground und hatten einen sehr schönen Platz direkt am River; konnten dort dann gemütlich den Tag verbringen; in der Sonne war es fast nicht auszuhalten, so warm war es hier; den urigen Platz dann auch genutzt um heute wieder draußen zu grillen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18:45 draußen gegessen (Steak, Hähnchen mit Süßkartoffelgemüsepfanne)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:30 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;17. September:&lt;/i&gt; sonnig 30 Grad    286,5 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5:15 aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:15 Abfahrt noch fast im Dunkeln in den Echo-Park-Teil des Dinosaur Parks. Dort die Harpers Corner Road bis zum Endpunkt gefahren; zwischendurch viele Hasen und Rehe erblickt; am Straßenende sind wir dann den Harpers Corner Trail (2 Meilen) gelaufen; man hatte grandiose Ausblicke in den Canyon; dann ging&#039;s weiter über Rangely, Loma nach Moab&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15:30 Ankunft auf Campground in den Sand Flats; auf diesem waren wir bereits in 2012 schon einmal, da der Platz im Arches NP belegt war; diesmal hatten wir im Arches einen Platz vorgebucht (aber erst ab FR, weil wir ursprünglich erst ab FR im Arches sein wollten). Da wir jedoch 2 Tage &quot;rausgefahren&quot; hatten und und deshalb noch den Canyonlands NP anschauten wollten, sind wir 2 Nächte noch auf den Sand Flats CG. Es ist ein herrlich gelegener Campgground am Slickrock-Bike-Trail (sehr empfehlenswert und nur CAN $ 10 pro Nacht). Hier kann man wunderbar auf und zwischen den Felsen klettern und hat eine Superaussicht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:00 draußen gegessen (Schwertfisch mit Reis-Sprossengemüse)&lt;br /&gt;es war so richtig toll draußen zu sitzen, da es auch noch lange ziemlich warm war; außerdem präsentierte sich ein perfekter Sternenhimmel (herrlich diese Romantik!!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;22:15 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;18. September:&lt;/i&gt; sonnig  33 Grad   124,3 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:15 aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:30 Abfahrt in den Dead Horse Point State Park; dort sind wir am Rim entlanggelaufen zum Dead Horse Point Overlook; dort macht der Colorado ein Schleife; weiter ging&#039;s dann in den Canyonlands NP; dort haben wir alle View-Points abgefahren; am Grand View Point haben wir einen schönen Trail am Rim entlang gemacht (2 Meilen); der Blick war einfach fantastisch; ebenso sind wir noch zum Upheaval Dome (2,6 Meilen) gelaufen; es ging immer schön über die Felsen; am Schluß sind wir noch zum Mesa Arch (ein Muss!); der Blick durch den Bogen auf die Landschaft dahinter ist einfach toll&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;17:15 wieder zurück auf Campground&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:00 draußen gegrillt und gegessen (Steak, Hähnchen mit Tomaten-Avocado-Salat)&lt;br /&gt;am Lagerfeuer noch gesessen und in die Sterne geblickt (sogar eine Sternschnuppe gesehen) um&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;22:00 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;19. September:&lt;/i&gt; sonnig  33 Grad,  47,6 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:15 aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:30 Abfahrt in Arches NP; dort sind wir erst mal die Park Avenue (2 Meilen) gelaufen, haben alle View-Points angefahren und sind durch die Windows-Section gelaufen (2,5 Meilen); der Park ist, trotz, dass wir schon dort waren (2012), einfach wieder faszinierend; um &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13:15 waren wird dann auf unserem bereits vorreservierten Campground Devils Garden (Platz 24. Der Platz ist wirklich ein Traum; wir hatten eine Superaussicht, weil wir direkt auf der Anhöhe standen; vom Campground aus haben wir dann noch die Wanderung über Tapestry-Arch, Broken Arch zum Sand-Dune Arch und zurück gemacht (2,5 Meilen); war  sehr schön, aber aufgrund der Mittags-Hitze auch ein bisschen mühsam; haben dann noch unsere schöne Aussicht vom Platz genossen und sind dann später zum Sonnenuntergang noch zum Delicate Arch gewandert (3 Meilen). Er ist an sich ja schon der schönste Arch im Park, aber zum Sonnenuntergang war er einfach noch viel viel schöner. Auch die Atmosphäre, als alle gewartet haben, bis der Schatten vom Bogen weicht, war schon ein Erlebnis für sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;20:00 waren wir dann wieder zurück und beeilten uns, unser Abendessen zuzubereiten. Der Hunger war groß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;20:45 draußen gegrillt und gegessen (Steak mit Gemüsenudeln)&lt;br /&gt;am Lagerfeuer den Sternenhimmel (inklusive Sternschnuppe) genossen; das ist das schöne hier auf dem Campground, weit und breit sind keine Stromquellen, so dass die Sterne ganz klar zu sehen sind&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;22:45 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;20. September:&lt;/i&gt; sonnig  33 Grad &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:00 aufgestanden; da wir heute ja später aufgestanden sind, war es auch schon hell und wir hatten dann draußen gefrühstückt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8:45 direkt vom Campground losgewandert und den Devils Garden Trail  (zurück über Primitive-Trail) gemacht (10 Meilen); es war eine sehr abwechslungsreiche , stellenweise schwierigeWanderung, da man teilweise ein bisschen über Felsen klettern musste. Sie war wirklich sehr, sehr schön u. hat sich auf alle Fälle gelohnt. Die Landschaft ist so abwechslungsreich und man kommt an so vielen Arches vorbei; wirklich empfehlenswert&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12:45 wieder zurück am Wohnmobil und gefaulenzt; morgen geht es weiter nach Mesa-Verde, daher darauf noch vorbereitet&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:00 draußen gegrillt und gegessen (Steak, Hähnchen u. Süßkartoffelgemüsepfanne), danach um&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;20:00 noch das 45-minütige Rangerprogramm genossen (Thema: Sternenhimmel); anschließend konnte man noch einen Blick durch das Teleskop werfen; auch heute präsentierte sich nochmals ein toller Sternenhimmel; am Lagerfeuer dann den Abend ausklingen lassen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;22:15 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;21. September:&lt;/i&gt;    sonnig mit wolkigen Abschnitten   197,1 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:15 aufgestanden; in der Nacht hatte es etwas gedripst; da es draußen gerade so hell wurde, haben wir draußen beim Frühstück  noch einmal die tolle Sicht genossen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:30 Abfahrt nach Mesa Verde; vorher in Moab noch einmal für die nächsten Tage eingekauft;&lt;br /&gt;noch einen Abstecher zum Needles Overlook im Canyonlands NP gemacht; es waren oneway zwar 22 Meilen reinzufahren, hat sich aber wirklich gelohnt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13:00 im Mesa Verde NP gewesen; im Visitor-Center dann noch Tickets für morgen für Cliff-Palace und Balcony House gekauft; dann auf unseren bereits vorreservierten Campground im Park (Morefield CG) gefahren; von dort dann noch den Trail zum Point Lookout und zurück (2,2 Meilen) gemacht; von diesem &quot;Tafelberg&quot; hatte man eine tolle Rundumsicht; übrigens war das der 1. Campground in einem Nationalpark, den wir kennengelernt haben, der Internet auf der Campsite hat!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:00 draußen gegessen (Steak mit Gemüsereis)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:15 ins Bett; es hat dann auch unmittelbar angefangen zu regnen (hoffentlich ist es morgen wieder schön)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;22. September:&lt;/i&gt;   erst wolkig, dann sonnig   47,8 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:00 aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:15 Abfahrt zum Cliff Palace House; auf der Fahrt dorthin haben wir einen Coyoten über die Straße laufen sehen; die Besichtigung des Cliff Palace House war sehr interessant; auch das Balcony House muss man gesehen haben (auch das Besteigen der 10 m hohen Leiter und das Kriechen durch den 3 m langen engen Tunnel auf allen Vieren war schon ein Erlebnis für sich); ist schon beeindruckend so eine Klippensiedlung zu besichtigen (die Führung hat jeweils 1 Std. gedauert); den Mesa-Top-Loop haben wir dann noch abgefahren; den Petroglyph-Trail (2,2 Meilen) gemacht und das Museum kurz besichtigt; anschließend noch bei den Far View Sites gehalten; aber irgendwann ist es genug, da es immer das Gleiche ist; in diesem NP steht nun mal nicht die Landschaft, sondern die Geschichte im Vordergrund&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18:00 wieder zurück auf dem Campground&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:00 draußen gegrillt und gegessen (Lammfleisch mit Avocado-Tomatensalat)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;22:00 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;23. September:&lt;/i&gt; sonnig u. warm&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:00 aufgestanden; da wir uns gestern bereits alles im NP angeschaut hatten, war heute wandern vom Campground aus angesagt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;9:00 losmarschiert; wir machten den Prater Ridge Trail (7,8 Meilen), der einmal auf dem North Loop eine schöne Aussicht ins Tal bot sowie auf dem South Loop einen schönen Blick in den Canyon rein &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13:00 wieder zurück auf unserem Platz und dort noch die Sonne genossen; wer weiß wie oft diese noch so schön u. warm in Deutschland scheinen wird. Auf dem Campground haben sich auch die Rehe wohlgefühlt u. sind grasend zwischen den Womos durch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18:45 draußen gegrillt und gegessen (Bison u. Hähnchen mit Süßkartoffelgemüsepfanne)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:15 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;24. September:&lt;/i&gt; sonnig u. warm    174,9 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5:30 aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7:15 Abfahrt über Durango, Silverton, Ouray (schönstes Gebirgsstädtchen der USA), Montrose in den Black Canyon of the Gunnison NP; auf der Fahrt dorthin zeigte sich immer wieder die schöne Herbstfärbung der Espen; es war eine sehr schöne Fahrt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11:45 Ankunft auf South Rim Campground; wir hatten vorher gar nicht geplant dorthin zu fahren; da es aber von der Entfernung bis zum letzten Platz vor Denver gerade passte und wir nicht sonst irgendwo vielleicht später auf einem KOA landen wollten, haben wir beschlossen hier in den NP zu fahren; das war wirklich eine gute Entscheidung; hier auf dem Campground begrüßten uns auch schon die Rehe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12:45 sind wir dann die South Rim Road am Canyon abgefahren und haben alle View-Points mitgenommen; am Ende der Straße sind wir dann noch zum Warner Point gelaufen (1,5 Meilen) mit schöner Aussicht ins Tal und in den Canyon; der Canyon ist schon beeindruckend&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;16:15 wieder zurück auf Campground&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;19:00 draußen gegrillt und gegessen (Bison u. Gemüsenudeln)&lt;br /&gt;am Lagerfeuer noch einmal den Sternenhimmel genossen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21:30 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;25. September:&lt;/i&gt; sonnig, 29 Grad   264,2 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5:30 aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:45 Abfahrt zum letzten Campground in diesem Urlaub (Ziel Cherry Creek State Park in Aurora bei Denver)&lt;br /&gt;wir sind über Gunnison, dann #285 über Buena Vista und Fairplay bis zum Cherry Creek State Park gefahren; dort um &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12:45 angekommen mussten wir mit Überraschung feststellen, dass der Platz &quot;full&quot; ist; nach einem Telefonat der Dame an der Entrance mit dem Campground, konnten wir doch noch ein Plätzchen bekommen. Noch mal Glück gehabt (also das nächste Mal auch den letzten Platz vorreservieren); so hatten wir auch am letzten Urlaubstag noch einen schönen Platz; es gibt nichts schlimmeres, als am letzten Tag dann irgendwo in einem Vorstadtort auf einem RV-Park zu stehen; hier noch unseren letzten Tag in Ruhe genossen und auch die Koffer gepackt (das ist immer so traurig)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;22:00 ins Bett&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;26. September:&lt;/i&gt; sonnig u. warm   22,5 Meilen gefahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6:30 aufgestanden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8:30 Abfahrt zu Road Bear; insgesamt 2750,8 Meilen gefahren (2000 Meilen waren vorgebucht)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;9:30 Mobil abgegeben (hat wie immer alles problemlos funktioniert)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11:00 Transfer zum Flughafen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;18:00 (35 min Verspätung) USA-Boden verlassen und Rückflug nach Frankfurt; ich habe eine Träne in meinem &quot;Augenrändle&quot;, denn der Urlaub ist jetzt leider zu Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11:05 Ortszeit &lt;i&gt;27. September:&lt;/i&gt; in Deutschland gelandet&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;14:00 zu Hause&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: es war eine unvergessliche Reise; vor allem der Yellowstone-Park ist meiner Meinung nach  ein &quot;Muss&quot; im Leben...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
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                <title>Westkanada im Mietwagen 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Westkanada-im-Mietwagen.html</link>
                <pubDate>Thu, 12 Jul 2018 03:00:19 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbt13mm_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Reisebericht zweier Wiederholungstäter&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;2 Wochen mit dem Wohnmobil von Calgary nach Vancouver&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2013 von SK-Kunde Marko Mohrenz&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Nachdem unser erster Kanada-Urlaub im September 2012 eine unglaublich faszinierende Wirkung auf uns hatte, waren wir uns schnell - eigentlich noch vor Ort - einig, dass wir &quot;irgendwann&quot; wiederkommen. Wir haben die Planungen begonnen und sind im September 2013 wieder geflogen. Die Überlegungen nach dem Westen im Vorjahr jetzt den Osten zu bereisen wurde aufgrund unserer Eindrücke und erneuten Erwartungen ebenfalls verworfen, so dass wir uns wieder für eine Tour durch in Provinzen Alberta und British Columbia entschieden haben - diesmal mit etwas mehr Zeit und Ruhe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ende September ging es los - Flug von Amsterdam, Ankunft in Calgary bei schönem spätsommerlichen Wetter, Entgegennahme des Mietwagens und Fahrt nach Banff. Am Abend noch ein schnelles Essen und die Vorfreude auf die nächsten Tage - auch wenn die Wettervorhersagen etwas durchwachsen waren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;Bergziegen nach Sinclair Canyon&quot; title=&quot;Bergziegen nach Sinclair Canyon&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_mohrenz_sinclair_canyon.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Aber das Wetter hielt - vorerst. Nur aus dem angenehmen Spätsommer wurden ad hoc 0 bis 5 Grad Außentemperatur. Unsere Gepäckstrategie zielte zwar auf spätsommerliches Klima, aber man ist ja flexibel. Also warm anziehen und auf zum Moraine Lake. An der Abfahrt vom Highway empfing uns allerdings schon eine freundliche Frau, die uns darauf aufmerksam machte, dass dort Herbstfest sei, die Parkplätze überfüllt sind und ca. 5 km von hier ein Shuttle-Bus zur Verfügung steht. Da ein überlaufener See nicht gerade unserer Vorstellung von einem entspannten ersten Tag entsprach haben wir unseren Plan kurzfristig geändert und uns auf den Weg in den uns noch unbekannten Kootenay Nationalpark gemacht. Nachdem wir den Highway 1 verlassen hatten wurde leider auch das Wetter schlechter. Egal. Es hielt zumindest an unseren Stopps am Marble Canyon - vom Parkplatz sehr unscheinbar wirkend und bedingt durch die Waldbrände vor 13 Jahren mit einem stark veränderten Panorama - und am Sinclair Canyon - wo sich trotz der unmittelbaren &quot;Durchfahrt&quot; ein kurzer Halt lohnte. Da der Reiseführer auch nicht mehr &quot;Highlights&quot; versprach haben wir nach der Sichtung der ersten wilden Tiere - Bergziegen, die sehenden Auges ein Stop-Schild überlaufen haben - gedreht und sind wieder Richtung Sonne gefahren. Den restlichen Tag haben wir dann auf dem Mount Sulphur genossen. Mit einem herrlichen Panorama, einem schönen Blick auf Banff und dem nächsten wilden Tier - einem Chipmunk. In der Seilbahn haben wir uns nur gefragt, was andere Menschen dazu antreibt ihre Turnschuhe zusammen zu knoten und aus der Gondel in die Bäume zu werfen?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächten Tag starteten wir dann erneut den Versuch den Moraine Lake zu besuchen. Es war Montag, und wie erwartet auch nicht so überfüllt. Nur etwas nebelig. Auf dem kurzen rockpile-trail kam dann sogar die Sonne wieder heraus, so dass wir bis zum Beginn des Schneegestöbers einen recht schönen Blick auf den See hatten. Auf die anschließende Fahrt mit der Lake Louise Gondola hätte man allerdings nach dem Panoramablick am Vortag verzichten können. Für die Rückfahrt haben wir uns dann für den Bow Valley Parkway entschieden. Eine schöne Alternative zum Highway, allerdings ohne die weitläufigen Blicke auf die Berge - aber die sollte man ja noch öfter sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der dritten Nacht hieß es dann schon Koffer packen und über den Icefields-Parkway nach Jasper. Der erste Stop des Tages sollte dieses Mal direkt am Anfang sein, am Bow Lake. Von der Straße und dem Viewpoint schon ein sehr schöner Anblick, aber von der nahe gelegenen Num-Ti-Jah-Lodge noch etwas reizvoller und vor allem ruhiger. Von Weitem konnte man den Gletscher und die Bow Glacier Falls in der Sonne schimmern sehen. Eine Wanderung dorthin hätte leider etwas zu viel Zeit in Anspruch genommen. Aber einfach nur genießen kann ja auch schön sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;Mistaya Canyon&quot; title=&quot;Mistaya Canyon&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_mohrenz_mistaya_canyon.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Kurz entschlossen haben wir noch einen Abstecher zum Peyto Lake gemacht, da wir diesen letztes Jahr nur bei Regen gesehen haben. Dieses Jahr versprach die Kulisse deutlich besser zu sein, bei Sonne… und Schnee. Und da war auch wieder einer dieser besonderen Momente in der Wildnis - mit Bussen angereiste chinesischen Reisegruppen. Nicht zu überhören und zu übersehen. Der Vorteil ist die Berechenbarkeit, dass dieses &quot;Gewusel&quot; meist nach 10 Minuten vorbei ist und man dann die Zeit bis zum nächsten Bus nutzen kann, um in Ruhe das Panorama zu genießen. Dieses Problem stellte sich am nächsten Halt - dem Mistaya Canyon - grundsätzlich nicht, weil der Parkplatz nicht für Busse geeignet ist! Für uns ein Pflichtstop und sehr schöner Platz zum Verweilen. Insbesondere wenn man etwas über die Felsen klettert und sich einfach am Flussbett niederlässt. Ansonsten standen auf (meiner) Wunschliste nur noch die Panther Falls. Wie auch eigentlich im letzten Jahr. Wir waren damals aber offensichtlich daran vorbei gefahren. Wie auch dieses Jahr - was ich mal wieder nicht verstand (sich aber einige Tage später aufklären sollte). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;Begegnung am Pyramid Lake Ressort&quot; title=&quot;Begegnung am Pyramid Lake Ressort&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_mohrenz_pyramid_lake.jpg&quot; height=&quot;188&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Mit unserer Unterkunft am Pyramid Lake hatten wir eine gute Ausgangsbasis für eine Tour zum Maligne Lake. Da wir Spirit Island schon kannten und es sowieso etwas trüb war, haben wir uns die Zeit für zwei &quot;überschaubare&quot; Trails genommen. Es ist ja bekanntermaßen eine sehr gute Gegend um Elche zu sehen. Doch trotz des Moose-Trails hatten wir kein Glück. Glück hatten eher die Naturfreunde, die im Restaurant geblieben sind und auf das Ufer geschaut haben. Von weitem konnten wir nur noch die Umrisse eines Elch-Bullen erkennen, der aber von der Geräuschkulisse heraneilender Chinesen verschreckt wurde. Uns blieben mal wieder die Eichhörnchen - eigentlich ja auch wilde Tiere. Etwas enttäuscht machten wir uns etwas später auf den Rückweg. Wir waren keine 5 km gefahren, da standen am Straßenrand etliche Autos und unzählige Leute und beobachteten… einen Elch. Da kamen wir doch noch voll auf unsere Kosten - und wenn man nicht so viel Lärm macht, hat man das Vergnügen auch etwas länger! Am Pyramid Lake tummelte sich am Abend dann noch eine Gruppe Wapitis mit einem etwas aggressiven Anführer in der Brunft. Sehr schön zu beobachten, teilweise aber besser aus dem Auto oder zumindest mit genügend Sicherheitsabstand. Dem männlichen Artgenossen sind wir dann noch auf dem Parkplatz vor unserer Lodge begegnet, wo er ungehindert von parkenden Autos oder Barrieren seine Angebetete jagte. Ein tierischer Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;Panorama Mount Edith Cavell&quot; title=&quot;Panorama Mount Edith Cavell&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_mohrenz_mount_edith_cavell.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Am nächsten Tag stand der Mount Edith Cavell auf unserem Plan. Auch wenn man sich wiederholt - ein wunderschönes Panorama und ein herrlicher Blick auf den Gletscher. Über einen etwas steinigen und hügeligen Weg konnte man noch etwas tiefer in die Bergwelt eindringen. Aufgrund der Felshaufen ein perfektes Revier für Murmeltiere. Da man auch hier fast alleine war, eine wunderbare Gelegenheit die putzigen Tierchen in Ruhe zu beobachten. Zum ersten Exemplar hatte ich noch eine kleine Klettereinlage riskiert, um für ein Foto etwas näher heranzukommen. Das war - wie sich einige Meter weiter herausstellen sollte - nicht wirklich nötig, da der Futterbereich der Bergbewohner unmittelbar am Wegrand lag - und wir sogar fast von den hemmungslosen Raubtieren über den Haufen gerannt worden sind. Kann man ja vorher nicht wissen. Bei der Wildlife-Safari am Abend hatten wir allerdings wieder weniger Glück. Eine Bärensichtung - auf die wir sehnsüchtig warteten - war uns nicht vergönnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darauf ging es über den Icefields-Parkway zurück. Nächster und letzter Versuch für die Panther-Falls. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass die 4. höchsten Wasserfälle Kanadas nicht angemessen ausgeschildert sind. Zumal ja sonst auch fast jede Anhöhe als Viewpoint gekennzeichnet ist. Also erneut der Halt am Parkplatz der Bridal Veil Falls in deren unmittelbarer Nähe sie liegen sollten. Nichts zu sehen. Nach einem suchenden Blick hinter die Bäume hatte ich dann zumindest das obere Ende gefunden. Ein erneutes Studium des Reiseführers und dem Spürsinn meiner Frau folgend haben wir dann den nicht als Weg identifizierbaren Trail gefunden (es stand zumindest ein kleines Schild mit einem Pfeil in die besagte Richtung). Über Felsen und Bäume ging es einen schmalen Weg am Rande eines Abhanges hinunter und da waren sie endlich - die Panther Falls. Ein lohnenswerter &quot;Abstieg&quot;, da man im unteren Bereich unmittelbar vor dem Wasserfall stand. Ich war endlich glücklich und meine Frau froh, dass meine Suche ein Ende hatte. Also weiter nach Golden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Golden aus haben wir den Yoho-Nationalpark erkundet und natürlich die &quot;Pflicht&quot;-Stops an den Takkakaw-Falls und am Emerald Lake mitgenommen. An den Takkakaw-Falls hat es leider wieder einmal geregnet. Am Emerald Lake war es dann zumindest trocken, so dass wir eine kurze Wanderung zu den Hamilton Falls wagten. Das die Kanadier es nicht so mit Entfernungsangaben haben, bekam man hier deutlich zu spüren, so dass der kurze Abstecher doch etwas länger dauerte. Dazu ließ uns das immer trockner werdende Flussbett auch nichts Gutes erwarten. Aber aufgeben war keine Option. Am nicht so eindeutig zu identifizierenden Ziel konnte man dann immerhin anhand der ausgewaschenen Felsen erkennen, dass hier die Hamilton Falls sein mussten. Im Frühjahr anscheinend auch mit Wasser. Naja, Bewegung schadet ja nicht. Auf dem Rückweg nach Golden haben wir dann noch an der Natural Bridge gehalten. Ein sehr schöner Ort, wenn man wartet, bis die busreisenden Touristen wieder fahren und sich nicht nur auf den ausgewiesenen Viewpoint beschränkt. Es ist wie Vieles sehr idyllisch, wenn man sich nur ein paar Meter entfernt. Bären hatten wir allerdings immer noch nicht gesehen - das Foto, das Bob (der Besitzer des B&amp;B in Golden) uns gezeigt hatte, auf dem ein Bär am Nachmittag die Siedlungsstraße nahe unserer Unterkunft überquerte, zähle ich nicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nächste Etappe führte uns dann durch den Glacier- und Mount Revelstoke-Nationalpark. Hier lässt sich die Aussicht sehr einfach beschreiben - Wolken und Regen. Auf dieser Strecke eigentlich sehr schade. Doch nichts desto trotz haben wir uns auf den Meadows-in-the-sky-Parkway gewagt - auch wenn die nette Dame an der Einfahrt uns wegen des Schnees und des gesperrten oberen Parkplatzes vorgewarnt hat. Die 1.300 Höhenmeter, verteilt auf ca. 26 km waren sehr abwechslungsreich. Von relativ klarer Sicht, durch die Wolken, an der Schneefallgrenze vorbei bis ins wahre Winterparadies. Natürlich wollte ich auch hier nach ganz oben (zum oberen Parkplatz), wenn auch zu Fuß und zum Unmut meiner Frau, die meinte, dass man außer Schnee da oben doch auch nichts sieht. Egal. Gewarnt von einem Ranger, da ein Bär in der Gegend gesichtet worden ist, sind wir los. Und wir sahen… Schnee. Von dem Aussichtspunkt, von dem sich ansonsten das ganze Tal überblicken lässt, sah man gerade einmal die nächste Tanne. Trotzdem waren wir beide irgendwie zufrieden. Ich, weil ich &quot;oben&quot; war und meine Frau, weil sie Recht hatte. Nachdem wir die Nationalparks hinter uns gelassen hatten, wurde das Wetter auch wieder besser. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Übernachtung in Chase ging es dann auf nach North Vancouver. Am Abend schafften wir es dann noch zum Lynn Canyon. Eine kostenlose und ebenso reizvolle Alternative zur Suspension Bridge. Der Vorteil war, dass man hier auch mal die Chance hatte, alleine auf der Hängebrücke zu stehen - ohne busreisende Touristen, z.B. Chinesen. Bei schönem Wetter hätte man auch noch ein wenig Wandern können. Das war uns leider nicht vergönnt. Also sind wir mit dem Auto den Marine Drive entlang gefahren, mit dem Lighthouse-Park als Ziel. Eine sehr schöne Küstenstraße durch einen idyllischen Stadtteil. Auf jeden Fall für einen ausgedehnten Spaziergang zu empfehlen - bei schönem Wetter. Die Einfahrt zum Park (eher eine Siedlungsstraße) konnte man allerdings nur aufgrund der an der Straße liegenden Bushaltestelle finden. Auch hier war es etwas trüb und nass, aber nichts desto trotz ein schöner Ort mit einem wunderbaren Blick auf Downtown. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag ging es dann zu unserer Endstation an der Waterfront. Das Wetter erlaubte auf dem Hinweg noch einen Aufenthalt im Stanley-Park. Überrascht haben uns da nur die Parkgebühren. Wie schaffen es die Kanadier nur, mitten in Vancouver Tagestickets für 5,- CAN anzubieten, wo uns doch in Deutschland in jeder mittelgroßen Stadt aufgrund des mangelnden Platzes mindestens 15,- EUR pro Tag abgenommen werden?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;Vancouver Whale Watching&quot; title=&quot;Vancouver Whale Watching&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_mohrenz_vancouver_whale_watching.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Für den folgenden Tag hatten wir bereits eine Whale Watching Tour ab Steveston gebucht. Es regnete mal wieder. Etwas unmotiviert ließen wir uns von dem Shuttle Service abholen. Auch bei der Abfahrt war die Laune noch nicht besser. Es regnete immer stärker, auf der überdachten Motoryacht fühlte man sich wie in einer Tropfsteinhöhle und man konnte eigentlich nicht viel sehen. Das Wetter lichtete sich jedoch nach einiger Zeit. Nach 3 Stunden Fahrt haben wir aber nicht mehr daran geglaubt irgendetwas zu sehen. Nur die Biologin war immer ganz optimistisch - muss sie ja auch. Was sich dann aber auch bewahrheiten sollte. Am Ende der Tour gerieten wir in mehrere kleine Gruppen von Orcas, die sehr aktiv waren. Den Gruppen schlossen sich auch mindestens noch zwei Buckelwale an, was nach Aussage der Biologin sehr selten ist. Es war in Highlight. Man wusste überhaupt nicht, in welche Richtung man zuerst schauen sollte. Bis zur Rückfahrt konnte man fast eine Stunde dieses Treiben genießen. Ein riesiges Glück, zumal am Vortag nicht ein einziger Wal gesichtet wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser letzter voller Tag sollte auch gleichzeitig der wettertechnisch schönste Tag in Vancouver werden. Seit einer Woche mal wieder Sonne pur. Also sind wir auf zum Grouse Mountain, mit dem Ziel die dort angebotene und aufgrund der Höhe und Aussicht recht spektakuläre Zipline-Tour zu machen. Aber die Enttäuschung kam schon am Ticketschalter - ausgebucht. Klar, es war auch der sonnigste Tag seit über einer Woche. Also haben wir &quot;nur&quot; die Aussicht und den höchst möglichen Punkt in Vancouver - im Eye-of-the-wind - genossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder einmal vergingen zwei Wochen wie im Flug. Man konnte in der zweiten Woche schon nicht glauben, was man in den ersten Tagen alles gesehen und erlebt hat. Und für den regenreichsten September seit 10 Jahren hatten wir doch noch riesiges Glück. Wie kommen wieder. &quot;Irgendwann&quot;… &lt;/p&gt;</description>
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                <title>Waterton Lakes National Park 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Reisen/Wohnmobil/Reiseideen/Waterton-Lakes-National-Park.html</link>
                <pubDate>Thu, 03 Feb 2022 09:42:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/riexperwtl.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Text: Ole Helmhausen&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der vergleichsweise kleine Waterton Lakes National Park in der Südwestecke von Alberta ist für mich einer der schönsten des Landes. Ich mag die Berge. Und die endlose Prärie. Hier habe ich beides. Wo ich war? Auf dem Bears Hump hoch über dem Ort Waterton das Panorama bestaunt. Auf dem Red Rock Parkway in das Blakiston Valley hinein und die Herbstfarben genossen. Irgendwann einfach ins Gras gefallen und einfach nur die Aussicht genossen. Im Bison Paddock Büffel aus nächster Nähe beobachtet. Auf dem Highway 5 den Park kurz verlassen, um in Mountain View Diesel zu tanken und dabei immer wieder diesen magischen Schnittpunkt von Prärie und Bergen fotografiert. Bei meiner Rückkehr im Park fielen gerade die letzten Strahlen der Sonne auf das berühmte Prince of Wales Hotel. Es war ganz einfach ein wunderschöner Tag in diesem tollen Park!&lt;/p&gt;</description>
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                <title>Schotterpiste &amp; Alberta 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Reisen/Wohnmobil/Reiseideen/Schotterpiste-Alberta.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/riexpersch.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Text: Ole Helmhausen&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kananaskis Country und Highwood Pass liegen im Norden hinter mir. Ich biege wieder auf den gut 160 Kilometer langen Südteil der Forestry Trunk Road ab. Kanada in den gut erschlossenen Nationalparks zu genießen ist eine Sache. Auf einer Schot­terpiste durch leere, kraftvolle Wildnis - leer wie: kaum Menschen, kaum Schilder, kein Handyempfang und Gegenverkehr höchstens einmal pro Stunde - zu rollen, ist eine andere. Wenn ich die Gegend genießen will, die Berge, Täler, Creeks und Canyons, muss ich anhalten. Ansonsten habe ich meist beide Hände am Lenkrad. Die Stille der Wildnis in den Pausen ist ohrenbetäubend. Keine Zivilisationsgeräusche. Nur das Rauschen der Wälder und das Knirschen des Staubs unter meinen Schuhen. In Crowsnest am Highway 3 hat mich die Zivilisation wieder. Es ist ein komisches Gefühl, störend und beruhigend zugleich.&lt;/p&gt;</description>
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                <title>Spokane 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Reisen/Wohnmobil/Reiseideen/Spokane.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/spokane1.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;b&gt;Nur für private Gruppen ab 5 Fahrzeugen.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Westkanada&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;geführte Wohnmobilreise für Familien&lt;br /&gt;18 Tage&lt;br /&gt;&lt;i&gt;deutschsprachige Reisebegleitung&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinweis: Es handelt sich hier nicht um ein direkt buchbares Angebot, sondern um eine Reiseidee. Das bedeutet, dass dieser Reiseverlauf unter Umständen in dieser Form nicht mehr oder noch nicht durchführbar ist. Die Route und die vorgeschlagenen Unterkünfte dienen vor allem der Inspiration. Falls du dich für genau diese Route interessierst, schick uns einfach eine unverbindliche Angebotsanfrage. Wir prüfen dann, ob wir die Reise (ggf. mit einigen Anpassungen) anbieten können oder schlagen dir passende Alternativen vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;pic2&gt;&lt;i&gt;Westkanada und seine Natur - ein Traum! Das machen wir mal. Wenn die Kinder größer sind. Oder vielleicht später ohne Kinder. WARUM? Träume werden umso schöner, wenn man sie gemeinsam erleben kann. Alles, was man braucht, ist ein Familienkonzept für einen echten Abenteuerurlaub im Land der Adler und Bären. Und Gleichgesinnte. Das macht den Urlaub zum Erlebnis - und zur Erholung. Und das Erlebte wird größer. Fantastischer. Denn man nimmt eine Perspektive mit auf Reisen, die für eine solche Tour wie geschaffen scheint. Die des Kindes. Ein Adler im Baumwipfel, Wapitihirsche neben dem Wohnmobil, Kanufahren und Zelten in der Wildnis, der große Bär und das abendliche Lagerfeuer - immens beeindruckend für uns. Aber fragen Sie mal Ihr Kind. Ein kanadischer Abenteuer-Dreiklang für alle. Für Kinder und Eltern: Vorfreude, Begeisterung, Zufriedenheit.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zum Konzept dieser Reise&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Bei dieser Reise handelt es sich um eine begleitete Kleingruppen-Wohnmobil-Tour für Familien mit Kindern. Dieser Umstand spiegelt sich in fast allen Komponenten der Tour wider - von der Fahrzeugwahl, über die Routenführung und die Reisebegleitung bis hin zu einzelnen Aktivitäten unterwegs und der Wahl der abendlichen Campgrounds. In der Regel sehr kurze Fahretappen oder zweitägige Aufenthalte im Camp sorgen für viel Zeit vor Ort und unterwegs. Das ist wichtig für das gemeinsame Familienerlebnis Westkanada. Schließlich nimmt Ihre Begleitfamilie auch Spiele, ein aufblasbares Boot mit Paddel und Schwimmwesten sowie Angelzeug und Feuerutensilien mit - da wäre es einfach zu schade, wenn man nicht genug Zeit hätte. Sie erhalten von uns für die Dauer der Reise mobile Walkie-Talkies mit Babyfon-Funktion (inkl. Auto-Ladegerät). Diese ermöglichen die Verständigung der Fahrzeuge untereinander während der Fahrt (bei Zusammenfahrt), die Kommunikation über Wasser und im Gelände sowie die abendliche Überwachung des ruhigen Schlafes Ihrer Kinder. Ferner wird jedes Fahrzeug mit einem hochwertigen Tunnelzelt sowie Isomatten ausgestattet, um Ihnen jederzeit auch das Campen mit Ihren Kindern draußen in der kanadischen Natur zu ermöglichen. Vertrauen Sie auf unsere Insidertipps und unsere Erfahrung und lassen Sie sich ein auf dieses einmalige Familienabenteuer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Vermieter &amp; Tourenfahrzeug: Traveland RV &amp; 29-Fuß-Double-Slide-Motorhome&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Keine Kompromisse bei dem &quot;Appartement auf vier Rädern&quot;, das Sie fast drei Wochen lang beherbergen wird. So fiel die Wahl auf Traveland RV, unseren Premium-Partner in Vancouver. Dieses Fahrzeug wurde bereits wiederholt (wie auf den Bildern zu sehen) von unseren Tourenbegleiterfamilien getestet und für das Reisen mit Kindern als ideal befunden. Hier einige Gründe: Das Mobil bietet ausreichend Platz. Mehrere Personen können sich in ihm unabhängig voneinander bewegen. Durch die per Knopfdruck ausfahrbaren Erker (Slide-outs) schafft man zusätzlichen Platz - und für die Eltern ein richtiges Doppelbett im Heck (wichtig: ein sog. &quot;Inselbett&quot;, d.h. zugänglich von drei Bettseiten). Der zweite Slide-out schafft bei Bedarf zudem Platz für das Aufstellen eines Kinderbetts. Es gibt ausreichend Schränke und Stauraum und das Fahrzeug verfügt über einen Generator - falls z.B. mal schnell etwas in der Mikrowelle warm gemacht werden muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Tourguides&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Rainer Schoof &amp; Familie&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die erste Reise nach Kanada unternahm Rainer Schoof Ende der achtziger Jahre. Bereits wenig später führte der Gründer von SK (damals noch Sasquatch Tours) Reisegruppen durch das Ahornland. Seitdem konnte ihn Ehefrau Mirjam bei seinen bis zu vier Kanadareisen pro Jahr oft begleiten. Seit vier Jahren machen sie nun als Familie mit dem Wohnmobil Urlaub in Kanada. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Markus Knüpp &amp; Familie&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Bei der ersten geführten Campingtour von Sasquatch Tours (heute SK Touristik) war Markus Knüpp schon als Fahrer und Guide dabei. In den darauffolgenden 16 Jahren folgten für den heutigen Mitinhaber von SK viele Kanadareisen, auf die ihn Ehefrau Britta oft begleitete. Ebenfalls seit vier Jahren tourt nun die gesamte Familie Knüpp im Wohnmobil durchs Ahornland. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Sandman Signature, Richmond&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Alles, was Sie am Ankunftstag benötigen: Der Shuttle-Service holt Ihre Familie vom Flughafen ab. Pools, Wasserrutsche, Fitnesscenter und drei Restaurants warten. Und eine Bar zum ersten gemütlichen Beisammensein der Eltern gibt es auch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Reiseverlauf&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;1. Tag: Vancouver&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ankunft in Vancouver. Vom Airport geht es mit dem Hotel-Shuttle zu Ihrer komfortablen Unterkunft, dem &quot;Sandman Signature Hotel&quot;. Hier treffen Sie die Guide-Familie und die übrigen Teilnehmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;2. Tag: Mobilübernahme / Manning Provincial Park &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Sind Sie Frühaufsteher? Heute wohl zwangsläufig, denn der Jet-Lag wirft gerade Familien mit Kindern am ersten Kanadatag früh aus dem Bett. Kein Problem, denn schon morgens erfolgt Ihr persönlicher Transfer zur Vermietstation. Hier können Sie sich auf das erste &quot;Boah!!&quot; freuen. Die ganze Familie übernimmt das Urlaubsmobil und lässt sich vom deutschsprachigen Personal bei Traveland Ausstattung und Raffinessen des Appartements auf vier Rädern erklären. Danach geht das Staunen weiter -  beim Einkauf im riesigen Supermarkt nebenan. Und dann geht es los: Über den Trans-Canada-Highway durch das ländliche Fraser Valley hinein in die Bergwelt der Cascade Mountains. Tagesziel ist der Lightning Lake im Manning Park, wo die Gruppe zusammentrifft. Die Kinder helfen beim Feuermachen und abends ruft der Eistaucher über den See. Willkommen in Kanada!&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fahrstrecke: ca. 185 Kilometer&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;pic3&gt;&lt;b&gt;3. Tag: Manning Provincial Park&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Erlebnis und Entspannung - Themen in der Natur des Manning Parks. Wanderpfade unterschiedlicher Längen führen in die Wildnis und mit dem Kanu lassen sich der Lightning Lake und der Flash Lake erpaddeln. Abends wartet das Campleben mit Lagerfeuer, Stockbrot und Marshmallows.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;4. Tag: Okanagan Lake Provincial Park&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Das mediterran anmutende Okanagan Valley bietet eine neue Facette Westkanadas. Getrocknetes Gras, warme Temperaturen, ein riesiger Badesee sowie Obst und Wein in Hülle und Fülle. Ein Lunch mit der Familie am Seeufer oder die eigene kleine Obsternte fürs Wohnmobil schaffen eine fast südländische Urlaubsatmosphäre. Am Campingplatz mit Sandstrand und Abenteuerspielplatz runden Sie den Tag ab - vielleicht mit einem guten Okanagan-Wein.&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fahrstrecke: ca. 195 Kilometer&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;5. Tag: Upper Arrow Lake&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Es wird einsamer. Der spärlicher besiedelte Nordausläufer des Okanagan Valley verzaubert mit lieblichen Naturlandschaften. Im winzigen Örtchen Craigelachie wurde 1885 der letzte Nagel der Canadian Pacific Railroad eingeschlagen, die von nun an das Ahornland von Küste zu Küste verband. Wie wäre es mit einem Ausflug in die alpine Blumenpracht des Mount Revelstoke Nationalparks? Am Blanket Creek erreichen Sie Ihr heutiges Camp. Ein Strand, ein See zum Baden und abends das inzwischen nicht mehr wegzudenkende Lagerfeuer.&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fahrstrecke: ca. 265 Kilometer&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;6. Banff National Park&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Berge, Gletscher und vor Begeisterung stockender Atem - es geht in die berühmten Nationalparks! Am Rogers Pass im Glacier Park haben Sie einen herrlichen Rundumblick auf die nahezu unzugängliche Gletscherwelt der Purcell Range. Dann geht es in den spektakulären Yoho National Park. Nomen est Omen - &quot;Yoho&quot; ist ein Ausruf und bedeutet soviel wie &quot;herrlich&quot; in der Sprache der First Nations. Über den Kicking Horse Pass fahren Sie in den Banff National Park, um wenig später die Ortschaft Lake Louise unterhalb des gleichnamigen Sees zu erreichen. Majestätische Gebirgsmassive, kristallklare Seen und viele Tierbegegnungen sind nur einige der Höhepunkte dieses Tages. Und abends am Lagerfeuer werden schon die Pläne für den nächsten Tag in diesem Outdoor-Paradies geschmiedet.&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fahrstrecke: ca. 255 Kilometer&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;7. Banff National Park&lt;/b&gt;       &lt;br /&gt;Waren Sie schon am Lake Louise? Haben Sie sich schon vom Panorama des Moraine Lake im Valley of the Ten Peaks gefangen nehmen lassen? Oder steht Ihnen der Sinn mehr nach dem bunten Treiben im lebhaften Bergörtchen Banff? Überall können Sie in der Wildnis der Rocky Mountains wandern. Ein Erlebnistag. Gemacht, um Erinnerungen zu schaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;8. Tag: Jasper National Park&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Das Bilderbuch Westkanada wird ganz weit für Sie aufgeschlagen. Auf der Fahrt über die Welttraumstraße Icefields Parkway kommt man aus dem Staunen kaum heraus. Diese Farben und diese unfassbaren Panoramen können doch unmöglich echt sein, oder? Haben Sie schon einmal den Fuß auf das Eis eines riesigen Gletschers gesetzt? Und sind Sie schon einmal mit Ihren Kindern zwischen den Felswänden eines verlassenen Felsflussbetts gewandert? Und was ist, wenn heute mitten über das Camp vor Jasper mächtige Wapitihirsche ziehen? Was für einmalige Erlebnisse!&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fahrstrecke: ca. 225 Kilometer&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;pic4&gt;&lt;b&gt;9. Tag: Jasper National Park&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Fahren Sie mit der Gondel auf den Whistlers Mountain und wandern Sie durch die Bergwelt, paddeln Sie über den tiefblauen Maligne Lake, baden Sie in den Miette Hot Springs, lassen Sie sich in einem Schlauchboot den Athabasca River hinuntertreiben. Der Jasper National Park ist ein gigantischer Abenteuerspielplatz, den die Natur für Sie angelegt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;10. Tag: Wells Gray Provincial Park&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Im Mount Robson Park werfen Sie einen Blick auf die höchste Erhebung der kanadischen Rockies. Ein weiterer Höhepunkt unterwegs könnte der Jetboattrip ins Grizzly Bear Valley sein. Eine gute Stunde wird Ihre Familie in ursprüngliche Wildnis entführt - mit guten Chancen, Bären, Elche und Adler zu sichten. Im Camp bei Clearwater, dem Tor zum Wells Gray Park, wird am Lagerfeuer das große Abenteuer der folgenden Tage besprochen!&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fahrstrecke: ca. 320 Kilometer&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;11.-13. Tag: Kanu-Exkursion Clearwater Lake&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Nach anderthalb Wochen &quot;Üben&quot; sind wir bereit, uns dem Abenteuer Wildnis einmal so richtig hinzugeben. Am frühen Morgen steigen wir auf unseren Tourvan um, nachdem wir die Ausrüstung im großen Anhänger verstaut haben. Und dann geht es mit Sack und Pack los - tief hinein in den Wells Gray Park. Bis zum Ufer des kristallklaren Clearwater Lake. Hier steigen wir um auf große Fieberglaskanus und paddeln mitsamt der Ausrüstung los in die Wildnis. Das Ganze natürlich unter der Führung eines erfahrenen, lokalen Wildnisführers. Inmitten der Natur schlagen wir unsere Zelte auf - für zwei Nächte. Ja, genau: An einem Ort, der nur mit dem Kanu zugänglich ist! Das ist Kanada! Vom Basiscamp erwartet uns dann ein echter Genusstag. Relaxen am Strand, Schwimmen, Ausflüge mit dem Kanu, Angeln, Wandern - und für eine zünftige Verpflegung ist gesorgt. Ein absolutes Highlight unseres Familien-Abenteuers! Am 13. Tag paddeln wir zurück zur Einsetzstelle und fahren mit dem Van zurück nach Clearwater. Die Fahrt bleibt spektakulär. Haben Sie schon einmal gesehen, wie sich ein Fluss schlagartig über 140 Meter in die Tiefe stürzt? Es gibt noch viel zu sehen, bevor wir unsere Wohnmobile bei Clearwater erreichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;14. Tag: Ten-ee-ah Lodge&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Was wäre ein Kanadaurlaub ohne den Aufenthalt an einer typischen Lodge? Auf geht’s ins malerische Cariboo Country, dem Land der Rancher und Cowboys. Eine Schotterpiste führt zum Spout Lake, an dessen Ufer einsam und idyllisch die Ten-ee-ah Lodge mit ihrem kleinen Campground liegt. Ein Höhepunkt des Abends könnte ein Dinner in der Wildnis sein, im Speiseraum der Lodge mit Blick auf den See.&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fahrstrecke: ca. 195 Kilometer&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;15. Ten-ee-ah Lodge&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Lodge-Erlebnis auf kanadisch: Wandern, Reiten, Kanufahren, Motorboottouren zum Angeln, ein Ausflug zu dem Indianer-Tipi auf der kleinen Insel im See mit Übernachtung dort oder ein Rundflug mit dem Wasserflugzeug? Das Abenteuer Westkanada hält Ihre Familie noch fest in seinem Bann!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;pic5&gt;&lt;b&gt;16. Tag: Whistler&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Schon beeindruckend: Sie wandeln heute auf dem Pfad, den vor über einem Jahrhundert die Pioniere nach Norden zurücklegten in der Hoffnung, mit Goldfunden in der Wildnis ihr Glück zu machen. Für Sie geht es nach Südwesten. Mitten durch den bizarren Fraser Canyon und hinauf in die stille Bergwelt der Coast Mountains. Eine Traumstraße  - aber diesmal ganz für Sie allein! Ihr Ziel ist das mondäne Whistler, Austragungsort der olympischen Winterspiele 2010. Im Winter ist Whistler das Top-Skiresort in Nordamerika - im Sommer ein echtes Outdoorparadies mit einem Riesenprogramm für Kinder. Und die Kulisse ist natürlich sensationell.&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fahrstrecke: ca. 330 Kilometer&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;17. Tag: Whistler&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Ein Actiontag. Natürlich können Sie wandern, kanufahren, mit der Gondel von Bergspitze zu Bergspitze fahren. Sie können sich aber auch auf Holzpfade, Plattformen und Hängebrücken hoch in den Baumwipfeln des Regenwaldes schwingen oder eingeklinkt in ein Rollengeschirr an einem gespannten Seil über einen Canyon sausen. Ob wohl in diesem Jahr mit der Tradition gebrochen wird, dass es meist die Väter sind, die mit ihren Kindern den Tag mit diesen Abenteuern füllen, während sich die Mütter eher zu den einladenden Boutiquen und Cafés des Whistler Village hingezogen fühlen? Am Abend bietet der Ort viele kulinarische Möglichkeiten für einen würdigen Abschied von dieser nicht ganz alltäglichen Reise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;18. Tag: Fahrzeugrückgabe / Vancouver&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen geht es zur Mobilrückgabe nach Langley. Im Anschluss erfolgen Transfer zum Flughafen von Vancouver und Abreise bzw. die individuelle Verlängerung Ihres Kanada-Reisetraums.&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fahrstrecke: ca. 165 Kilometer&lt;/i&gt;</description>
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