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                <title>SK Touristik - Kanada. Leidenschaftlich./Kanada Reise/Reiseberichte/Textwettbewerb 2017Artikel</title>
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        <description>Artikel aus der Kategorie Textwettbewerb 2017</description>
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                <title>Smoke on the Water (1) 0,00 €</title>
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                <pubDate>Thu, 20 Jul 2023 11:10:38 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/9_evenkamp_20170814_wells-grey-clearwater-lake-2.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;Smoke on the Water...&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text zum Textwettbewerb 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Autor: Alexandra Evenkamp&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Teil 1&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 01.07.1867 wurde Kanada gegründet, am 09.06.1967 wurde mein Mann geboren. Zweihundert gute Gründe zum Feiern! Wir haben uns gedacht, die beiden Anlässe zu verbinden und Thommys 50-jährigen mit einer Reise ins 150-jährige Kanada, unserem Traumreiseziel, zu würdigen. Ganze vier Wochen Auszeit wollten wir uns gönnen, und diesmal in den Sommerferien, denn unsere schulpflichtigen Kinder waren mit von der Partie. Herrlich! Ein wahr gewordener Traum, der ein beträchtliches Loch in unser Portemonnaie gerissen, sich aber hundertprozentig gelohnt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgrund des 150jährigen Geburtstages war in ganz Kanada der Zugang zu allen Nationalparks frei. Gut für uns, aber leider hat der freie Zugang sowohl die Kanadier selbst, die im August ebenfalls Ferien hatten, als auch viele Ausländer in die Parks gelockt. Wir haben aus diesem Grund einige Campgrounds vorreserviert und Ausflüge über SK Touristik vorbuchen lassen, die uns hierbei prima beraten haben. Für uns äußerst ungewöhnlich, über die Wegstrecke nicht spontan zu entscheiden, sondern Vieles vorzubestimmen. Wie sich herausstellen sollte, aber unbedingt notwendig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das neben der Überfüllung der Parks weitaus größere Problem: Schon im Juli gab es allein in der Provinz British Columbia, unserem Reisegebiet, etwa 240 Waldbrände, die zum Teil von Blitzen, zum Teil aber auch von Menschen ausgelöst worden waren. An der kanadischen Westküste mussten rund 14.000 Menschen wegen der Brände ihre Häuser verlassen. Viele Häuser wurden zerstört, Straßen waren zum Teil unpassierbar. Zum Glück waren die meisten Highways, die wir laut Reiseplan nehmen mussten, bis zu unserer Abreise nicht gesperrt. Rund 1000 Feuerwehrleute waren in BC im Einsatz. Es war sehr lange Zeit zu heiß und trocken gewesen, sodass die Gefahr weiterer Brände sehr hoch war, aufgrund dessen wurde auch in vielen Gebieten in BC eine Fire Ban, also ein Lagerfeuerverbot, ausgesprochen. Camping ohne Lagerfeuer... auch unvorstellbar. Aber wir hatten uns so lange auf die Reise gefreut und nahmen uns vor, es als Abenteuer zu sehen und uns „überraschen“ zu lassen. Nicht loszufahren war für uns keine Option.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;29.-30.07.2017 Amsterdam - Toronto - Vancouver - Vancouver Island (Victoria)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir starteten am 29.07.2017. Unser vierter gemeinsamer Trip nach Kanada, unserem Traumreiseziel, und die mittlerweile dritte Reise mit den Kindern. Wir: das sind Thommy, mein Mann, unsere Jungs Yannick (11) und Noah (9) und ich (Alex). Die vierte Reise eigentlich auch für Yannick, wenn man es gelten lässt, dass ich bereits im fünften Monat schwanger war, als wir 2005 auf Vancouver Island geheiratet haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser diesjähriges Abenteuer ging schon am Flughafen los, als beim Check-In festgestellt wurde, dass ich kein gültiges Visum besaß, weil Thommy beim Onlineantrag statt einer Null den Buchstaben O eingetragen hatte, als nach der Nummer des Reisepasses gefragt wurde. Wir wurden leicht nervös und ich malte mir schon aus, wie die drei ohne mich abfliegen würden, aber wir konnten an der Seite am Schalter wartend das Visum mit dem Smartphone neu beantragen und innerhalb von 10 Minuten den Check-In beenden. Puhhh...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Anreise verlief im Übrigen problemlos. Natürlich anstrengend, aber die Jungs freuten sich schon auf das Kinoprogramm im Flugzeug und genossen es in vollen Zügen. Abflug um 11.55 Uhr ab Amsterdam, Ankunft in Toronto um 14.10 Uhr (5 Std., also Flugzeit 7,25 Std.), ab Toronto um 16.10 Uhr, Ankunft in Vancouver um 18.10 Uhr (-weitere 3 Std., also Flugzeit 5 Std.). Der Shuttle Bus zum Pacific Gateway Hotel kam sehr zügig, und nach einem Abendessen im Hotelzimmer sanken wir in die super gemütlichen Betten und schliefen durch bis zum nächsten Morgen. Ich versuche schon gar nicht mehr, herauszufinden, warum ich gerade müde oder hellwach bin, die Zeitzonenrechnerei macht mich wahnsinnig. Ich konzentriere mich darauf, so schnell wie möglich in den neuen Rhythmus hineinzufinden. In diese Richtung klappt das meist schneller und besser. So auch diesmal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 8.45 Uhr wurden wir abgeholt. Bei Fraserway verlief alles schnell und unkompliziert, alle waren wie immer freundlich und hilfsbereit. Paperwork first, dann bekam Thommy die Einweisung, während ich schon auspacken durfte. Wir kennen „unseren“ Truck Camper mit Slide Out aber auch schon in und auswendig und ich musste nicht lange überlegen, wie ich unser Gepäck verstaue. Der Inhalt von vier riesigen Reisetaschen ab in die kleinen Schränke. Ich bin jedes Mal wieder erstaunt, wie viel man in einem Wohnmobil tatsächlich unterbringen kann. Wir hatten uns dieses Jahr bewusst nicht der Illusion hingegeben, es könnte alles super schnell laufen, denn wir haben aus den letzten Reisen gelernt: ein Wohnmobil zu beziehen, braucht seine Zeit, und der unverzichtbare Großeinkauf ebenfalls. Diesen erledigten wir in der großen Einkaufsmall Richtung Tsawwassen, und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis wir alles beisammen hatten. Es hätte ohnehin nichts genutzt, sich unter Druck zu setzen. Als wir bei BC Ferries in Tsawwassen ankamen, mussten wir mehrere Stunden warten, da aufgrund eines medizinischen Notfalls eine Fähre umkehren musste und den ganzen Zeitplan durcheinander gebracht hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzte Fähre nahm uns zum Glück noch mit. Die Überfahrt war sehr schön. Obwohl es draußen schon recht kalt war, kam hier bereits eine  wohlig bekannte Kanadastimmung auf. Auf Vancouver Island angekommen, fuhren wir nach Victoria und parkten bei den Eltern unserer Freunde, unseren Trauzeugen von 2005. Diese waren, was wir vorher bereits wussten, unglücklicherweise beide nicht zu Hause: Dennis in Sooke zum Fishing, Marcia weiter im Norden mit Freundinnen zum Kayaking, hatten aber darauf bestanden, dass wir die erste Nacht bei ihnen vor der Haustür parken, um nicht mehr zu lange Wege zurücklegen zu müssen. Sie hatten uns einfach die Hintertür des Hauses aufgelassen, damit wir das Bad der Familie benutzen konnten und uns ein Stromkabel zum Aufladen des Wohnmobils herausgelegt... typisch kanadische Lässigkeit und Großzügigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;31.07.2017 Victoria - Cowichan Lake Campground&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Nacht im Wohnmobil war sehr gemütlich, wir fühlten uns direkt wieder zu Hause. Unseren ersten Kaffee morgens haben wir im Garten von Marcia und Dennis getrunken und das tolle Gemüse und die wunderschönen Blumen bewundert, die mit unauffälligen, aber hohen Zäunen gegen das überall gegenwärtige Deer geschützt werden müssen. Was bei uns in Münster die Kaninchen sind, sind in Victoria die Rehe. Sie sind zu unserem Entzücken und zum Horror der Anwohner überall und fressen sich durch die Vorgärten. Bestaunen konnten wir im Garten auch zahlreiche Kolibris, die bunte Vogeltränken umschwirrten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer erfrischenden Dusche hinterließen wir Marcia und Dennis ein kleines Präsent und einen Dankesbrief und fuhren los. Erst einmal nur ein paar Kilometer weiter an einen ganz besonderen Platz, nämlich die Stelle, an der wir am 27.08.2005 geheiratet haben, auf Felsen, fast mit den  Füßen im Wasser. Ich hatte 2005 einen Silberschmiedekurs gemacht und uns zwei schlichte breite Silberringe geschmiedet, die unsere Eheringe geworden sind. Wir tragen sie recht selten, aber immer, wenn wir auf Reisen gehen. Auch diesmal wollte ich den Ring vor dem Flug anlegen, Thommy meinte aber, er hätte beide Ringe schon verstaut und würde sie nicht wieder herauskramen. Das hätte mich normalerweise stutzig machen müssen, aber vor der Reise herrscht bei uns immer ein Riesen-Tohuwabohu, sodass diese Irritation im Trubel untergegangen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun standen wir an unserem Platz und zeigten den Kindern, wo wir uns das Ja-Wort gegeben hatten, als Thommy plötzlich die Ringe hervorzauberte und mich fragte, ob ich ihn noch einmal heiraten würde. Natürlich! Bevor er mir den Ring über den Finger streifte, sah ich, dass er ihn hatte heimlich gravieren lassen, mit den Orten und Daten unserer Trauung auf Vancouver Island und der kirchlichen Hochzeit auf Mallorca. Ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich an diesen Moment denke. Was für eine wundervolle Geste! Typisch Thommy... dafür liebe ich meinen Mann!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben einige Zeit dort verbracht, die Stille und Ruhe genossen, uns die Seesterne und Minikrebse im Wasser angeschaut und nach „der“ Robbe Ausschau gehalten, die 2005 während unserer Trauung zugeschaut hatte. Irgendwann mussten wir uns aber losreißen und weiterfahren, denn wir waren mit Trish, der Tochter von Marcia und Dennis, und ihrer Familie verabredet, die mit weiteren befreundeten Familien am Cowichan Lake ein verlängertes Wochenende verbrachten. Wir hatten aufgrund des tollen Panoramas die Strecke über den West Coast Scenic Drive gewählt, denn in Kanada gilt im wahrsten Sinne des Wortes: der Weg ist das Ziel, überall phänomenale Aussichten! Was auf der Karte aber wie ein Katzensprung aussieht, dauerte gute 5 Stunden, sodass wir erst gegen 17.30 Uhr am See ankamen, wo wir auf der sehr holprigen North Shore Road bis zum Campground noch einmal ca. 40 Minuten entlangrumpelten. Trish und Drew begrüßten uns herzlich, sie hatten sich schon gefragt, wo wir wohl bleiben. Aber da Trish einmal kurze Zeit mit meinem Mann liiert war (sie kennen sich aus Australien, er hatte sie vor einigen Jahren in Kanada besucht), wusste sie wohl, dass man sich keine ernsthaften Sorgen machen muss, wenn er unpünktlich ist. Das ist in seiner Welt völlig normal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Cowichan Lake ist ein ungefähr 30 km langer, maximal 4 km breiter Süßwasser-See im Süden von Vancouver Island. Der Campground, den Trish schon vor Ewigkeiten reserviert hatte, lag abgeschieden, andere Camper waren nicht zu sehen. Wir hatten die RV Campsite oberhalb des zusammenhängenden Platzes unserer Freunde direkt am See, wo es sich die Familien gemütlich gemacht hatten. Ich weiß nicht, wie sie so viel Zeug in ihren Autos dorthin transportieren konnten. Camping-Tische und Bänke, ein großer Grill, geschmackvolle Lichterketten, unten am Kiesstrand gemütliche Campingstühle, irre viel Kram... alles, was das Herz begehrt. Das war kein Camping, sondern „Glamping“, wie sie selbst augenzwinkernd zugaben. Unsere Mitcamper waren Trish und Drew mit ihren drei Mädchen (Aylen, 8, und die Zwillinge Airlie und Ryah, 6), Jen und Dillon mit ihrer Teenager-Tochter Zoë und deren Freundin Keyla sowie Michelle und Colin mit ihren Vorschul-Kindern Aden (Junge) und Arley (Mädchen). Alle unglaublich offen und sympathisch. Trish ist Lehrerin, Drew arbeitet bei einem großen Campingausstatter. Jen und Dillon besitzen einen Friseursalon in Victoria, Colin ist Briefträger. Sie haben uns ganz herzlich aufgenommen, uns und die Jungs direkt überall einbezogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der langen Autofahrt wollten wir uns zunächst einmal erfrischen und sind in den See gesprungen. Colin und Michelle kamen mit, ich glaube, alle erwachsenen Mitcamper waren schon leicht angeheitert, und so wurden die ersten Kennenlerngespräche im Wasser geführt, wo die Kinder mit ihren riesigen aufblasbaren Einhörnern und Schwänen paddelten. Der See lag unbeeindruckt von Schwan- und Einhornkämpfen ganz still da, es war noch warm, aber ein klein bisschen diesig. Es wurde ein wunderschöner Abend mit gutem Essen, reichlich Alkohol (da sagen die Kanadier nicht nein, ok, wir auch nicht...) und sehr guten Gesprächen. Wir haben eine Menge erfahren, unterhielten uns lange über den Alltag, unsere Reise, aber auch über Trump und die Unterschiede zwischen den USA und Kanada (Gesundheits- und Sozialsystem, Fremdenfeindlichkeit). Ich merkte, wie wichtig es den Kanadiern ist, nicht mit den USA in einen Topf geworfen zu werden. Imponiert hat mir ihr wirklich umfassendes Wissen über Europa. Wir sind beim Thema Fremdenfeindlichkeit (der USA) und Einwanderungspolitik auf das Thema Flüchtlingswelle zu sprechen gekommen, und es hat mich erstaunt, wie genau die Kanadier die Vorgänge in Europa beobachtet haben und wie sehr die Entscheidungen von Angela Merkel (bei uns so harsch kritisiert) im Ausland beeindruckt haben. Kanada gilt als das Musterland des „Multikulti“ und friedlichen Zusammenlebens unzähliger Ethnien, und das hat sich in der Einstellung unserer Mitcamper eindeutig widergespiegelt. Sehr, sehr sympathisch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir saßen abends um ein Gasfeuer herum, was ich im ersten Moment ein bisschen albern und irritierend fand. Aber in weiten Teilen British Columbias herrschte ein Fire Ban, also ein Verbot, Lagerfeuer mit Holz zu entzünden. Das ist für den gemeinen Camper natürlich unerträglich, und so sah ich das erste Mal in meinem Leben ein künstliches Gas-Lagerfeuer, das etwas seltsam anmutete, aber erlaubt und ungefährlich war, und zugegeben in der Dunkelheit und zunehmenden nächtlichen Kälte doch ganz gemütlich. Die Kinder schmorten Marshmallows über dem Feuer und bauten sich s’mores („some more“), das sind zwei Cracker mit einem Stück schmelzender Schokolade und einem gerösteten Marshmallow dazwischen (igitt!). Ein bekannter Lagerfeuersnack in Kanada, und die Kids waren natürlich begeistert! So nahm unser erster echter Urlaubstag ein herrliches Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;01.08.2017 Cowichan Lake Campground&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während unsere Freunde in den Tagen zuvor klarste Luft und Sicht hatten und der Blick über den See mit den sich im stillen Wasser spiegelnden Bergen ist wirklich atemberaubend schön, nahm die Diesigkeit seit unserer Ankunft stark zu. Was erst aussah wie Nebel, stellte sich als Rauch heraus, der in den hohen Luftschichten vom Festland herübertrieb. Leider hat uns diese Diesigkeit fast ständig begleitet während der folgenden Wochen, eine Folge der in Westkanada wütenden Feuer. Bei aller Dramatik für die Kanadier haben wir versucht, uns unseren Urlaub und die Stimmung dadurch nicht vermiesen zu lassen. Oft hatte der Rauch in den hohen Luftschichten zur Folge, dass der Himmel ganz unnatürliche Farben annahm oder Sonnenuntergänge oder -aufgänge ganz besonders surreal und schön wirkten. An diesem Morgen war die Szenerie besonders faszinierend. Bevor es etwas weiter aufklarte, wirkte der See fast gräulich und unwirklich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verbrachten den ganzen Tag am und im See. Tatsächlich versuchte Yannick das erste Mal ernsthaft, hier und da ein bisschen Englisch zu sprechen, Noah lief ohne Worte mit. Wer braucht schon Worte, wenn er sich mit zwei Teenager-Mädels stundenlang von einem Ponton in den See schubst und sich dabei weggackert, mit den kleinen Mädchen am Kiesstrand Schiffe und Häfen aus Steinen, Holzrinde und Blättern baut oder Wasserkämpfe Einhorn gegen Schwan austrägt? Die Jungs hatten jedenfalls einen Riesenspaß und wir Erwachsenen konnten uns herrlich entspannen und erzählen, wie es uns in den Jahren seit unserem letzten Treffen so ergangen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;02.08.2017 Cowichan Lake Campground / Mussel Beach Wilderness Campground&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch heute genossen wir die Ruhe am See und die gemeinsame Zeit, bis es gegen Mittag Zeit wurde, Abschied zu nehmen. Alle außer Jen und Dillon packten ihre Sachen und beluden die Autos. Zwar hatten die Kinder noch Ferien, die Erwachsenen mussten aber zum Großteil zurück an die Arbeit. Wir sagten goodbye zu „S`Mores Harbour“ (namensgebend für den von den Kindern erbauten Hafen war die mit einem alten s`more vom Vorabend bestückte Hafeneinfahrt) und fuhren weiter, Richtung Ucluelet, zum Mussel Beach Wilderness Campground.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir machten einen kurzen Zwischenstopp bei Cathedral Grove und bewunderten dort die bis zu 76 Meter hohen Douglastannen, die ältesten von ihnen 800 Jahre alt. Im Übrigen fuhren wir ohne Pause durch. Trotzdem zog sich die Fahrt auch diesmal wieder unglaublich lang hin. Wir benötigten fast sechs Stunden, zumal die letzte Strecke mit dem Truckcamper nur sehr langsam zu bewältigen war und wir mal kurz auf Abwege gerieten, dann aber durch ein paar freundliche First Nations („follow us“) wieder auf den richtigen Weg gebracht wurden. Als wir mit unserem Truck Camper, der recht hoch ist, beim Mussel Beach Wilderness Campground reinfuhren, mussten die dort sitzenden Gäste ziemlich lachen, denn das Wohnmobil schaukelte auch noch nach dem Anhalten von der einen zur anderen Seite. Die letzten 8 Kilometer bestehen aus einer etwas unebenen Gravel Road, nicht dramatisch, aber ziemlich bumpy, sie hat uns ordentlich zum Schaukeln gebracht und es gab ein paar Verluste bei den langstieligen Weingläsern. Nach dieser Strecke haben wir das Geschirr auch im Schrank mit Handtüchern gesichert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Campground hat uns sofort begeistert. Er macht seinem Namen alle Ehre: Muscheln, Muscheln, Muscheln... Wir hatten eine private Waterfront Site vorbestellt und waren hin und weg von dem wundervollen Ausblick: direkt am Pazifik, nördlich des Barclay Sound, am einsamen Strand, Seesterne, Anemonen und Krebse, die Campsite selbst umgeben von ein paar Bäumen. Und beim Einchecken wurde uns mitgeteilt: heute Nachmittag wurde ein Schwarzbär gesichtet, vor einigen Tagen ein Puma, wie aufregend...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;03.08.2017 Mussel Beach Wilderness Campground&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgens ganz früh raus, einen Kaffee in der Hand, auf das Meer blicken und Ausschau halten nach wilden Tieren... so könnte für mich jeder Tag beginnen. Der einzige Mensch am Meer. Die Gezeiten beobachten, zusehen, wie das Wasser in die Wasserarme strömt, diese unglaubliche Stille und Ruhe, nur Natur, sonst gar nichts. Die Seesterne leuchteten in prachtvollen Farben, die Seeanemonen kräuselten ihre Tentakel im glasklaren Wasser und die ganze Unterwasserwelt, Seesterne, Schnecken, Krebse war in Bewegung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verbrachten den Tag ausschließlich in der Nähe des Campgrounds. Wir unternahmen lange Strandspaziergänge, schauten den Seeadlern beim Fischen zu, kletterten auf den Felsen am Wasser umher und entspannten uns. Am Nachmittag hatten wir ein Riesenglück. Thommy hatte sein Fernglas herausgeholt und den Schwarzbären entdeckt, der, es war Ebbe, auf der rechten Seite des langgezogenen Strandes auf der Suche nach Krebsen und Muscheln im Watt die Steine umdrehte. Was für ein Schauspiel!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu unserem Erstaunen durften wir abends sogar ein Lagerfeuer machen (kein Fire Ban in diesem Gebiet), was Thommy und die Kinder in Jubelstimmung versetzte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;04.08.2017 Mussel Beach Wilderness Campground - Cluxewe Resort&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch heute Morgen: ich allein am Meer, in den Himmel starrend oder ins Wasser. Einfach glücklich sein. Thommy kam mit einem Kaffee dazu. Später wieder ein etwas längerer Strandspaziergang, ich voran mit der Kamera, die Jungs hinter mir, und siehe da... unser Bär kam wieder raus. Ich war relativ nah dran, rührte mich aber nicht, um ihn nicht zu stören, und konnte einige schöne Fotos machen. Was für ein Erlebnis, einem solchen Tier so nah zu sein und es bei seiner Futtersuche beobachten zu dürfen. Nach einiger Zeit verschwand er wieder im Wald, ganz relaxed. Irgendwie aufregend, den Bär in der Nähe zu wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hätten ewig hierbleiben können. Aber so war es leider nicht geplant. Noch am gleichen Tag mussten wir weiter und fuhren um 12 Uhr los, da uns noch ein unglaublich langer Weg bevorstand, erst wieder zurück an die Ostküste von Vancouver Island und dann ganz rauf bis zum Cluxewe Resort, gelegen auf halber Strecke zwischen Port Hardy und Telegraph Cove. Wer den Reisebericht „Wildes Vancouver Island“ von Rainer Schoof gelesen hat, sieht, dass wir uns hinsichtlich unserer Reiseroute und der Aktivitäten sehr von ihm haben inspirieren lassen. Nach dem malerischen Mussel Beach kam mir das Cluxewe Resort etwas riesig, eng und überfüllt vor. Wir hatten zwar eine vorgebuchte Waterfront Site ganz hinten mit Blick auf den Ozean, aber wir kamen erst sehr spät abends an, der Campingplatz war sehr voll, es war dunkel, das Wetter schmuddelig und wir hatten aufgrund des Nebels praktisch keine Sicht. Machte aber nichts, denn wir hatten das Resort ohnehin nur als Ausgangspunkt für zwei wundervolle Touren gebucht. Für die erste packten wir noch nachts unsere Taschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;05.08.2017 Cluxewe Resort (Grizzly Bear Tour)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fuhren sehr früh morgens los nach Telegraph Cove, wo wir uns um 8 Uhr bei Tide Rip Grizzly Adventures meldeten, um an einer Grizzly Bear Tour teilzunehmen. Wir hatten zwar schon mehrfach Schwarzbären, aber noch nie in unserem Leben einen Grizzly gesehen. Bei unserer letzten Kanadareise war uns leider keine einzige Bärensichtung vergönnt. Wir hatten uns fest vorgenommen, es diesmal nicht darauf ankommen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit ca. 8 weiteren Personen bestiegen wir ein kleines Boot und fuhren raus durch das Knight Inlet, einem Fjord, der 125 km lang in die Region der Coastal Mountain Range in BC hineinragt. Unsere beiden Guides James und Lindsey stellten sich während der Fahrt vor und erklärten uns, wie die Tour ablaufen würde. Es gab Kaffee, Kakao, Müsliriegel, Muffins und Obst, sodass man in Ruhe wach werden und sich ein wenig stärken konnte. Wir verbrachten die erste Zeit nur im Innenraum des Bootes, weil es draußen sehr neblig war und man kaum etwas erkennen konnte. Lindsey erklärte uns, dass dies im August eigentlich typisch wäre, weshalb der „August“ von den Kanadiern auch „Fogust“ genannt würde. Der Nebel lichtete sich aber mit der Zeit, zwar nicht vollständig, aber immerhin soweit, dass wir von drinnen auf unseren warmen Plätzen oder draußen auf dem Deck im frischen Fahrtwind die phantastische Inselwelt bestaunen und sowohl nach Walen als auch an den Ufern nach Bären Ausschau halten konnten: leider vergeblich. Nach ca. eineinhalb Stunden Fahrtzeit machten wir einen Zwischenstopp an einem Bootssteg am Anfang der Glendale Cove. Glendale Cove liegt in der südlichen Ecke des Great Bear Regenwaldes und ist Heimat einer großen Anzahl von Grizzlybären. Wir stiegen an dem Bootssteg auf ein spezielles, sehr flaches Boot um, das keine Kabine, sondern nur eine schmale hochgelegene Aussichtsplattform hat, auf der mehrere Personen Platz hatten. Damit fuhren wir weiter in die Bucht hinein. Wir erreichten ca. 10 Minuten später das Ende des Wasserarmes, machten den Motor aus und ließen uns näher an das Ufer herantreiben. Und was wir dann bestaunen konnten, war wirklich spektakulär: Wir sahen mindestens 20 Grizzlys, vielleicht auch noch mehr, immer wieder poppten im hohen Gras neue Köpfe hoch, Tiere kamen näher oder entfernten sich. Auch zwei Weibchen mit ihren Cubs konnten wir beobachten. Wenn es möglich war, stiegen Lindsey und James aus dem Boot ins Wasser (sie hatten Schutzanzüge an) und schoben das flache Boot ganz nah an die Grizzlys heran, in die Kanäle hinein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstaunlich, wie unterschiedlich die Bären aussahen: hellere und dunklere, magere und fette Typen, Tiere, die eher gefährlich aussahen und einer, der wirkte wie ein knuddeliger Teddybär. Wir konnten sie stundenlang beobachten, ich weiß nicht, wie lange wir dort blieben, die Zeit ging gefühlt recht schnell vorbei. Gegen Mittag fuhren wir einmal zurück zum Bootssteg, um dort ein sehr gutes Mittagessen zu uns zu nehmen. Die Guides hatten ein Buffet aufgebaut und wir durften uns aus frischen Zutaten Wraps und Sandwiches bauen. Zurück am Ende der Bucht, wechselten wir mehrfach die Plätze, einmal weiter rechts zur Küste hin, um ein Muttertier mit ihren drei Jungen näher zu beobachten, einmal folgten wir einem Bären weit in die Wasserarme hinein, sodass ich mir schon Gedanken machte, was passieren würde, wenn uns ein anderer Bär den Rückweg abschneiden würde. James und Lindsey versicherten aber, es sei ihnen noch nie etwas passiert. Ich vermute auch, dass die Bären in der Glendale Cove sich an die Beobachter schon ziemlich gewöhnt haben. Jamie erklärte uns, dass die Bear Watching Boote sogar dazu beitrügen, die Bärenpopulation zu schützen, denn aufgrund der Anwesenheit der Boote könnten die Mütter mit ihren Cubs ungestört grasen und die männlichen Bären trauten sich nicht mehr, die Jungtiere anzugreifen, was sonst ab und zu vorkommen könne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir nachmittags wieder in Telegraph Cove ankamen, waren wir geflasht und zufrieden mit der Welt. Den Abend nutzten wir zum Wäschewaschen und Aus- und Einpacken, denn am nächsten Morgen sollte es schon wieder auf die nächste spannende Tour gehen, diesmal für drei volle Tage. Wir bestellten ein Taxi für den nächsten Morgen zum Campground. Das Wohnmobil sollte im Cluxewe Resort stehenbleiben, was zwar Zusatzkosten verursachte, uns aber ein sichereres Gefühl gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;06.08.2017 Cluxewe Resort - Orca Camp&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Said, der im Bericht von Schoof empfohlene und sehr witzige Taxifahrer (viele Grüße an Rainer und Markus und ihre tollen Familien!), holte uns um ca. 7.30 Uhr fast vor unserem Wohnmobil ab und brachte uns zunächst zum vereinbarten Treffpunkt in Port McNeill, wo wir auf ein sympathisches Ehepaar und ihren Sohn aus Düsseldorf trafen, die ebenfalls auf die gleiche Tour gehen wollten. Lustigerweise war es auch Said, der nach einiger Zeit wieder vorfuhr. Er hatte zwischenzeitlich für den Veranstalter Ecosummer Expeditions den Proviant für unseren Dreitagestrip eingeladen und brachte uns jetzt zum Startpunkt in Telegraph Cove.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ein wenig Wartezeit erhielten wir im Walmuseum von Telegraph Cove eine sehr beeindruckende Führung von einer engagierten jungen Mitarbeiterin und erfuhren unglaublich viel über Wale. Mich beeindruckte am meisten, dass Orcas in sog. Matrilines (Mutterlinien) leben, d.h. in familiären Verbänden mit einem weiblichen Tier (Kuh) an der Spitze. Die einzelnen Gruppen oder auch Pods (bei uns: Schulen) entwickeln ganz eigene Jagdtechniken, welche von Generation zu Generation weitergegeben werden, und kommunizieren auch auf eine ganz eigene Art miteinander, d.h. haben so etwas wie einen eigenen Dialekt. Die Bullen werden auch noch im fortgeschrittenen Alter von den Kühen mit Futter versorgt. Von einer Mutterlinie spalten sich erst dann eigene Gruppen ab, wenn die Gruppe sehr groß ist und eine „Tochter“ aus der Linie mit ihren Kindern eine neue Matriline bildet. Die einzelnen Pods werden von den Forschern mit Nummern und Zahlen betitelt, und uns wurden Tonbandaufnahmen von verschiedenen Matrilines vorgespielt, was uns in allerhöchstes Erstaunen versetzte. Man konnte sofort hören, dass sich die „Dialekte“ der einzelnen Pods sehr unterschiedlich anhören. Manche Gruppen tauschen sich eher mit tiefen, pulsierenden Rufen aus, bei manchen mischen sich mehr Klick- oder Klopflaute in den Walgesang. Interessant ist auch, dass Orcas nicht wie andere Tiere richtig schlafen, sondern in der Lage sind, sich quasi auf Automodus zu bewegen und abwechselnd mal die eine, dann die andere Gehirnhälfte „ruhen“ zu lassen. Bedroht sind die Orcas unter anderem durch die Umweltverschmutzung. Die Kühe werden viel älter als ihre männlichen Artgenossen, sie können vergleichbar mit uns Menschen ein Alter von ungefähr 80 bis 90 Jahren erreichen, während die Bullen maximal 50 bis 60 Jahre alt werden. Dies liegt daran, dass die Kühe einen Großteil der Umweltgifte, die sie über das Wasser bzw. die Nahrung aufnehmen, bei der Geburt an ihre Kälber abgeben können. Dies wiederum führt dazu, dass die ersten Kälber meist sterben, während bei den folgenden Geburten die Überlebenswahrscheinlichkeit zunimmt. Das nur als minimaler Ausschnitt dessen, was uns im Museum wunderbar vermittelt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Führung beendet war, wurden wir von einem Boot abgeholt und zum Orca Camp gefahren, welches an der Johnston Strait auf Vancouver Island gegenüber von Harbledown I und Crawcroft Island liegt und nur mit dem Boot erreichbar ist. Begrüßt wurden wir dort von unseren Guides Ken Matheson (u.a. auch Tierfilmer) mit seiner Frau Margot (eine ausgewanderte Niederländerin) und Jordan Gatto-Bradshaw sowie zwei Schweizerinnen, die bereits drei Tage im Camp hinter sich hatten und so klug gewesen waren, zwei aufeinander folgende Campaufenthalte zu buchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Orca Camp ist für alle, die outdoortauglich sind nicht nur sehr gemütlich, sondern fast komfortabel, es besteht aus einer großen offenen Küche, zwei neu installierten Toilettenräumen, einem „Bad“ aus Zedernholz mit zwei herrlichen Warmwasserduschen („wobbly bear spa“) und mehreren fest installierten Zelten mit ordentlich gepolsterten Schlafmatten und Schlafsäcken. Diese einzelnen Campbestandteile liegen nicht alle direkt nebeneinander, man muss über einen kleinen Pfad ein paar Schritte durch den Regenwald gehen, um beispielsweise von der Außenküche zu den Zelten zu gelangen, was dem ganzen einen besonderen Charme verleiht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir einigten uns schnell, wer mit wem in einem Zelt schläft, verstauten unsere Reisetaschen und zogen uns um: Neoprenschuhe und „quick dry“ Klamotten. Alles, was aus Baumwolle ist, hat in diesem Camp nichts zu suchen. Während des kompletten Aufenthalts hier im Regenwald ist nichts getrocknet, eher feucht geworden, wenn es nicht ohnehin schon nass war. Nur die Sachen, die wir in verschließbaren Plastiktüten mitgenommen hatten, blieben trocken. Also: klug packen ist hier angesagt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir erhielten von Ken eine Einweisung und fuhren dann direkt zum ersten Mal raus, Thommy mit Noah (9) in einem Kajak, Yannick (11) mit mir. Ich hatte im Vorfeld ein bisschen Bedenken, dass die Kinder Angst bekommen könnten, aber nichts dergleichen geschah... Sie hatten riesigen Spaß und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Das Wasser fällt direkt hinter dem Ufer steil ab und wird relativ schnell sehr tief, in der Mitte der Strait ist es einige hundert Meter tief. Schon nach den ersten Metern wachsen aus der Tiefe riesige Kelpwälder herauf. Wir haben in den darauf folgenden Tagen sogar Wale (vom Wasser aus) hinter den Kelpwäldern, also quasi direkt vor dem Strand schwimmen sehen! Schon am ersten Nachmittag hatten wir Glück. Wir paddelten links die Strait hoch und warteten sehr lang, konnten aber irgendwann eine große Walgruppe etwas weiter weg an uns vorbeiziehen sehen. Nach der langen Ausfahrt zogen wir uns um, während Margot mit Unterstützung der Herren ein herrliches und sehr gutes Abendessen mit fabelhaftem Nachtisch zauberte, das wir unten am Strand an einem Gasfeuer einnahmen. Überhaupt war die Versorgung mit Essen wunderbar, es gab immer große Mengen an sehr schmackhaften Gerichten, und morgens standen Kaffee, Tee, Kakao immer schon bereit, wenn man aufstand und zur Außenküche rüberging. Auf die Ausflüge nahmen Ken und Margot immer große Mengen an Proviant mit, sodass wir sowohl auf dem Wasser als auch bei verschiedenen Landgängen sehr gut versorgt waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Guides stellten uns Bücher und Karten zur Verfügung, die über die Gegend und die Wale informierten, konnten aber auch persönlich jede Frage beantworten. Abends am Lagerfeuer wurden wahnsinnig lustige und spannende Geschichten erzählt. Ken, Margot und Jordan sind echte Outdoor- und Abenteuer-Typen, die in ihrem Leben schon sehr viel erlebt haben, kamen aber niemals überheblich, sondern weltoffen, intelligent, witzig und unglaublich sympathisch rüber. Und obwohl sie schon so viel Zeit im klammen Regenwald verbracht hatten, konnte man ihnen anmerken, dass sie nach wie vor riesigen Spaß an der Walbeobachtung hatten und größten Respekt vor der Natur und natürlich den Walen mitbrachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;07./08.08.2017 Orca Camp Tag 1 und 2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nächte in den Zelten waren gut, zu gut fast, denn mehrfach müssen Orcas nachts direkt vor unserem Camp ein Riesenspektakel gemacht haben, welches wir verschlafen haben. Man konnte ständig die Blase der Wale hören. Wir hatten aber abends vor dem Schlafengehen schon Orcas vorbeiziehen hören und wussten, dass Aufstehen sich nicht lohnte. Die Nacht war pitchblack, man sah die Hand vor Augen nicht und ganz gewiss keinen Orca im Wasser, und ich war schon froh, nicht durch den Regenwald auf die Toilette stolpern zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tage im Orca Camp waren der Wahnsinn! Ken und Jordan standen immer in Funkkontakt zu den Whale Watching Booten, sodass sie ungefähr ausmachen konnten, wo und wann Wale vorbeiziehen würden. Oft konnten sie sogar die Matrilines bestimmen. Neben Orcas konnten wir auch einige Sea Lions (Seelöwen) und Harbour Seals (Seehunde) beobachten sowie zahllose Dall’s Porpoises (Schweinswale, leicht zu verwechseln mit Delphinen) und auch zwei Humpback Whales (Buckelwale), einen davon sogar vom Ufer aus direkt rechts vor unserem Camp vorbeiziehend!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Kajaken war traumhaft. Bisher bin ich in meinem Leben höchstens Ruderboot oder Kanu gefahren, würde nach dieser Erfahrung aber Kayaking immer vorziehen. Wir glitten schnell und mühelos über das Wasser, und es war nicht schwierig, auch für die Kinder nicht, beim Paddeln einigermaßen den Rhythmus zu halten. Die Kajaks glitten lautlos über das Meer, und es war teilweise so windstill und ruhig, dass man meilenweit Geräusche hören konnte. Die Tiefe des Wassers war respekteinflößend, vor allem, wenn man sich klar darüber wurde, dass jederzeit riesige Wale unter oder neben einem auftauchen konnten. Wobei man Orcas sicherlich früher hören würde und sie niemals unter einem Boot auftauchen würden. Bei den Buckelwalen sieht das anders aus. Sie können länger unten bleiben und tauchen dort auf, wo es ihnen beliebt, egal ob etwas über ihnen schwimmt oder nicht. Es war ein herrlicher Nervenkitzel, über das Wasser zu gleiten und auf den Blas eines Wales zu warten, der meilenweit über die See zu hören war und dann immer näher kam. Wir haben mehrfach Gruppen von Orcas an uns vorbeiziehen sehen, einmal kamen mehrere Gruppen aus verschiedenen Richtungen, wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Wir haben sie jagen und spielen sehen, und einmal schwamm ein großer Bulle mit einer riesigen Finne von links auf uns zu, tauchte dann kurz vor unserer Gruppe unter und weiter rechts wieder auf. Das Gefühl war einfach unbeschreiblich. Angst trifft es nicht... eher Ehrfurcht und tiefe Dankbarkeit, so einen Moment erleben zu dürfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Orca Camp liegt nahe dem Robson Bight (Michael Biggs) Ecological Reserve, einem geschützten Gebiet, in das Boote ohne Sondergenehmigung nicht hineinfahren dürfen. Die Orcas können hier ungestört leben, spielen, jagen und sich insbesondere im flachen Wasser am Strand reiben (sog. beach rubbing). Wir fuhren am zweiten Tag auf der gegenüberliegenden Uferseite der Strait entlang, gingen dort an Land und machten eine etwas längere Wanderung, bei der uns Jordan viel über die dortige Flora und Fauna erzählte. Ziel der Wanderung war das Eagle Eye, eine Aussichtsstation und Bestandteil des Robson Bight Warden Program. Die Aussichtsplattform ist bei Tag ununterbrochen besetzt. Die Mitarbeiter bzw. freiwilligen Helfer dort stehen in Funkkontakt mit einem Boot unten auf dem Wasser und überwachen die Einhaltung der Schutzzonen. Außerdem melden und notieren sie jedwede Walaktivität unten in der Strait, was zu einem besseren Verständnis der Wale führen und die Walforschung unterstützen soll. Es war sehr interessant, von den Eagle Eye-Mitarbeitern etwas über deren Arbeit und das Programm zu erfahren. Toll, dass sich so viele Menschen dort in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir wieder in den Kajaks saßen und zurückpaddelten, sahen wir oben hinter dem Berghang über unserem Camp dicke Rauchschwaden aufsteigen. Es war ein wenig unheimlich und wir warteten eine Weile auf dem Meer und hörten den Funk ab, um zu erfahren, ob jemand dieses offensichtlich neue Feuer bereits gemeldet hatte. Ich meinte spaßeshalber, ich würde vom Wasser aus ein letztes Foto vom Orca Camp machen, was Margot, die ein herrlich ansteckendes Lachen hat, in großes Gelächter ausbrechen ließ. Als dann Noah ganz ohne den Text zu kennen anfing, die Melodie von „Smoke on the water“ vor sich hin zu summen, war die gespenstische Stille endgültig vorbei und wir alle mussten herzlich lachen. Wir trauten uns nach einer Weile wieder an Land. Gegen Abend ließ der Rauch etwas nach, am nächsten Tag war nichts mehr zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tage im Orca Camp waren berauschend, lehrreich, spannend und entspannend, ich könnte noch seitenweise weiterschreiben, würde aber empfehlen, selbst teilzunehmen. Es ist eine einmalige und wundervolle Erfahrung! Eines der besten Erlebnisse meines Lebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;09.08.2017 Orca Camp - Cluxewe Resort&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am letzten Camptag packten wir unsere Sachen und machten uns abreisefertig. Das Wassertaxi sollte gegen 11 Uhr kommen, Thommy und ich durften aber noch einmal mit dem Kajak raus, als wir versprachen, uns nicht zu weit zu entfernen. Wir fuhren ein wenig rechts Richtung Schutzzone und schauten uns die bunten Seesterne und die Seeigel an den Uferfelsen an, dann kehrten wir um, um wieder am Camp vorbei und links die Strait hoch zu paddeln, wo Nebel aufzog. Wir genossen unseren letzten Ausflug in vollen Zügen und nahmen die Atmosphäre in uns auf. Kurz bevor wir zurückpaddelten, hörten wir direkt vor uns im Nebel laute Blows, konnten aber leider nichts mehr erkennen. Bye bye, Orcas...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Verabschiedung, die mich wirklich traurig stimmte, wurden wir nach Port McNeill zurückgebracht. Von dort aus fuhren wir noch einmal mit dem Taxi nach Telegraph Cove, um dort mit der netten Düsseldorfer Familie eine Fischsuppe in der Old Saltery am Board Walk zu essen, das bunte Treiben in Telegraph Cove zu beobachten und uns den Nachmittag zu vertreiben. Um 17 Uhr kehrten wir zurück ins Cluxewe Resort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10.08.2017 Fähre nach Bella Coola&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen fuhren wir sehr zeitig los, um gegen 8 Uhr die Fähre von Port Hardy nach Bella Bella und dann eine weiterte Fähre nach Bella Coola zu nehmen. Die Fährfahrt umfasste insgesamt 17 Stunden und ist ein Teil der berühmten Inside Passage. Sie ist wunderschön, aber nicht so spektakulär, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Vielleicht aufgrund der unglaublichen Erlebnisse der letzten Tage, in der wir die Natur hautnah erleben und nicht nur von Weitem bestaunen durften. In Bella Bella stiegen wir auf eine kleinere Fähre um, die nur drei Wohnmobile fasste. Dort lernten wir ein sehr nettes holländisches Ehepaar kennen: Fredi und Bart.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Sonne unterging, tauchten plötzlich von allen Seiten Delphine auf, die uns begleiteten, bis es ganz dunkel war. Sie sprangen neben uns aus dem Wasser oder schwammen direkt in der Bugwelle vor der Fähre her, und zwischendurch spritzten sie uns Zuschauer an Bord mit lautem Platschen ihrer Schwanzflossen nass. Was für ein Gejohle jedes Mal an Bord, wenn sie wieder jemanden nass gemacht hatten. Ich bin sicher, die Delphine hatten dabei einen Riesenspaß und haben es sehr genossen. Wir auch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir mitten in der Nacht in Bella Coola ankamen, fragte einer der Mitarbeiter auf der Fähre, wie wir denn von Bella Coola weiterkommen wollten, da der Highway 20, die einzige Straße, die von dort wegführt, seit einigen Stunden gesperrt sei! Wir hatten noch am Tag zuvor die Straßensperren gecheckt, zu diesem Zeitpunkt war noch alles freigegeben. Dementsprechend waren wir geschockt, fuhren aber wie geplant von der Fähre runter (was blieb uns auch anderes übrig?) und weiter bis zum Gnomes Home, dem Campground, für den wir bereits einen Platz reserviert hatten. Die Niederländer fuhren hinter uns her, da sie nicht so gut informiert waren und es schon sehr spät war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Erläuterung unserer Situation: Wir haben die Fähre von Bella Bella nach Bella Coola ca. ein dreiviertel Jahr im Voraus gebucht, eine spontanes Buchen der Fährfahrt hin oder zurück ist aussichtslos, und die Strecke Port Hardy-Bella Coola kostete uns mehrere Hundert Dollar, sodass es weder realistisch noch finanziell eine Option gewesen wäre, eine Fähre zurück zu nehmen. Wir saßen also fest!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;11.08.2017 Bella Coola - Tatla Lake&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wegen der ständigen Frühaufsteherei in unseren ersten Ferienwochen waren wir heute mal äußerst faul und schliefen alle lange aus. Nach einem sehr späten Frühstück fingen wir an, uns Gedanken darüber zu machen, was nun passieren könne. Wir machten ein paar Pläne für erste Ausflüge, wollten aber zunächst mal nach Bella Coola reinfahren, um zu erfahren, wie die Situation im Hinblick auf den Highway 20 sich darstellte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tatsächlich konnten uns die Damen im Central Coast Regional District Office nicht wirklich weiterhelfen, da sie selbst nur wenige Informationen hatten. Sie warteten auf Rückmeldungen von den Fire Fightern vor Ort. Stand war, dass alle Gebiete östlich von Bella Coola evakuiert wurden und der Highway gesperrt worden war, weil zwei Feuer von beiden Seiten Richtung Highway wanderten. „It`s a sleeping giant up there!“, so die nicht so beruhigende Aussage. Da so etwas noch nie passiert war, konnte man uns auch nicht sagen, ob eventuell irgendwann Sonderfähren zurück nach Vancouver Island eingesetzt würden, ob man im Convoy mit Polizeibegleitung durch die Feuer fahren dürfe oder ob es eventuell einzelne Sondergenehmigungen zur Durchfahrt geben könne. Uns wurde recht schnell klar: Obwohl wir diese wundervolle Gegend der Coastal Mountains und des Chilcotin Plateaus noch nie bereist hatten und sehr gern länger hier geblieben wären (zumal Richtung Rockies auch alles überfüllt zu sein schien), mussten wir die nächste Möglichkeit nutzen, hier wegzukommen. Es konnte einfach niemand voraussagen, wie sich die Feuer entwickelten, und wir konnten für lange Zeit hier festsitzen und unseren Rückflug von Calgary verpassen, wenn wir es darauf ankommen ließen. Also fragten wir nach, wann es Neuigkeiten von den Fire Fightern geben könne und fuhren nachmittags um 17 Uhr wieder zurück zum Office. Zunächst herrschte  hier immer noch totales Chaos, und immer mehr Menschen kamen an und fragten nach Angehörigen oder dem Stand der Dinge, als plötzlich die Nachricht kam, dass wir eine „drive through“-Sondergenehmigung erhalten könnten, wenn wir noch am gleichen Tag durchfahren, aber nirgendwo Halt machen würden. Wir haderten nicht lange und ließen uns die Genehmigung ausstellen. Zurück am Campground, sagten wir erst Fredi und Bart Bescheid, packten dann unsere Sachen zusammen, machten noch einen Sani Dump und füllten Wasser auf. Als wir den Campground verließen, kamen hinter uns die Niederländer angefahren, die sich ebenfalls schweren Herzens eine Sondergenehmigung hatten ausstellen lassen. Sie blieben hinter uns, als wir die Strecke zum ersten Checkpoint hinter uns brachten. Ein bisschen spannend wurde es beim Anstieg auf den Heckman´s Pass: Die Straße ist hier nicht asphaltiert, hat dafür ca. 18 % Steigung und teilweise abenteuerliche Kehren. Wir sind aber alle schwindelfrei, und weil wir so viel über diese berüchtigte Strecke (genannt „the hill“) gelesen hatten, waren wir überrascht, wie einfach wir durchkamen. Aber Hochmut kommt vor dem Fall. Just in dem Moment, als wir „on top of the hill“ fuhren, meldete die Cockpit-Anzeige „low tire pressure front right“ wir hatten eine Reifenpanne. In rasantem Tempo wich Luft aus unserem rechten Vorderreifen, und es war unumgänglich, an den Rand zu fahren und auszusteigen. Was für ein Timing! Natürlich hat man dort oben keinen Handyempfang, es war also nicht möglich, irgendjemanden zu benachrichtigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber selbst wenn... ich hatte keine Ahnung, ob ein Werkstattwagen zu uns hätte durchfahren dürfen. Vermutlich nicht, und wenn uns die Polizei zu Hilfe gekommen wäre, hätte man dann das Wohnmobil (mit unseren Sachen) stehen gelassen und uns evakuiert? Aber das war alles reine Spekulation, denn wir konnten ja niemanden erreichen. Wir hatten schon Visionen, wie wir die Nacht (es dämmerte schon) auf dem Hill am abschüssigen Straßenrand im Camper verbringen würden, in ständiger Angst, dass uns ein Feuer überrascht... oder wilde Tiere, die vor den Feuern fliehen. Die Situation kam uns so bescheuert und surreal vor, dass wir lachen mussten. Wer Abenteuer will, der kriegt sie auch...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber weg von den wirren Gedanken der ersten Momente zurück zur Realität, die uns gleich mehrere Schutzengel vorbeischickte. Hinter uns hielten glücklicherweise schon nach sehr kurzer Zeit Fredi und Bart, die total lieb und hilfsbereit waren und versuchten, mit uns gemeinsam aus den Anweisungen zum Reifenwechsel in unserem Fahrzeughandbuch schlau zu werden. Leider fanden wir zwar das Ersatzrad, aber nicht das richtige Werkzeug, um dieses zu wechseln. Wir überlegten gerade, dass die Niederländer weiterfahren und jemandem Bescheid geben könnten, als neben uns ein Pickup mit vier Kanadiern hielt, die von einem Fischfangtrip nach Hause fuhren. Echte Kerle! Die Kanadier hatten tatsächlich ein Tire Repair Kit dabei, was einer von ihnen mit beeindruckender Lässigkeit einsetzte, während wir ihn und alle anderen erst einmal mit  Bier ausstatteten und  uns dabei gemütlich unterhielten. Ich war so erstaunt, dass überhaupt die Möglichkeit besteht, einen solchen Riesenreifen mal eben am Wegesrand zu flicken, ohne das Auto aufzubocken. Der Kanadier machte die Stelle ausfindig, wo ein spitzer Stein den Reifen punktiert hatte, friemelte den Stein raus, bohrte mit einem kleinen Bohrer an der Stelle nach und setzte dann mit einem anderen Werkzeug einen Gummistopfen ein, der das Loch verschloss. Natürlich hatten unsere kanadischen Helfer auch einen Kompressor dabei (hat man ja immer im Kofferraum ;-)....), sodass wir bei einem weiteren Bierchen wieder Luft auffüllen konnten. Die Jungs wollten partout keine Kohle von uns, sondern meinten nur, sowas wäre gut fürs Karma. Echt Wahnsinn!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Total erleichtert fuhren wir weiter, die Niederländer immer im Schlepptau, passierten die zwei weiteren Checkpoints und machten wegen zweier Fast-Zusammenstöße in tiefschwarzer Nacht mit mitten auf dem Highway stehendem Cattle irgendwann in der Nähe vom Tatla Lake Halt auf einem Hof am Straßenrand, um dort zu übernachten. Feuer hatten wir auf der ganzen Strecke nicht gesehen, es war nur manchmal rauchig verhangen, gelegentlich konnte man auch ein bisschen Rauch riechen. Vermutlich stand der Wind günstig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;12.08.2017 Tatla Lake - Williams Lake - North Thompson River Provincial Park Campground nahe Clearwater/Wells Grey&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgens wurden wir geweckt vom Röhren eines Motocross-Motorrades. Fredi und Bart waren offensichtlich schon weitergefahren und hatten uns Langschläfern nur ein Briefchen hinterlassen. Bei dem röhrenden Motorradfahrer handelte es sich um den Besitzer des Hofes, der nichts gegen unsere Anwesenheit hatte und uns erzählte, dass er Fire Fighter sei und jetzt wieder in die Brandgebiete müsse, wo er am Tag zuvor zwei „Cats“ (nein, keine Katzen, caterpillars!) an das Feuer verloren habe. Er meinte, die Waldbrände seien nicht einzudämmen, solange sich die Vorschriften nicht änderten und es den Fire Fightern nicht wie früher erlaubt sei, die Feuer auch bei Nacht zu bekämpfen. Er bemitleidetet uns, dass wir zu dieser ungünstigen Zeit die Gegend passierten und beschrieb die normalerweise sich bietende Aussicht als so vollkommen, dass sogar der „Erfinder des bekannten Schweizer Hustenbonbons“ angeblich geschwärmt habe, es sei noch schöner als in der Schweiz. Wir wünschten ihm viel Glück, er uns gute Reise, und schon düste er auf seiner Maschine davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fuhren ebenfalls weiter, und ab jetzt sahen wir immer wieder komplett niedergebrannte Gebiete, hunderte von Hektar schwarzer Baumstümpfe und dichte Rauchschwaden. An einer Stelle kamen wir an einem riesigen Feuer vorbei, dass über den rechts neben uns liegenden Hang schwaderte, davor ein Hof, den einige Fire Fighter zu retten versuchten, und ein Löschhubschrauber am Himmel. Grauenvolle Anblicke! Man mag sich gar nicht vorstellen, wie die Menschen dort bei Einsatz ihres Lebens gegen die Feuer kämpften, wie viele Menschen ihr Zuhause verloren haben, wie  viel Natur zerstört wurde und wie viele Tiere sterben mussten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir fuhren nach Williams Lake hinein, kauften ein, checkten online unsere Möglichkeiten (Brandgebiete, gesperrte Straßen), und ließen an einer Tankstelle, an der der Mann an der Zapfsäule verrückterweise unsere Geschichte („I heard of you the puncture at the top of the hill“) schon kannte, neue Luft auf den Reifen. Dann fuhren wir aus Williams Lake raus Richtung Highway 97. An der Kreuzung vor dem Highway war eine Straßensperre, an der wir anhielten, denn wir konnten nicht fassen, dass wir tatsächlich in diese Richtung abbiegen durften: Der komplette Himmel war pechschwarz, man konnte nichts erkennen und hatte das Gefühl, direkt in ein Feuer zu fahren. Die Männer an der Straßensperre versicherten uns aber, dass dies die Rauchschwaden von einem riesigen Feuer weiter westlich wären. Uns war es trotzdem etwas mulmig, es fühlte sich ein bisschen so an, als würden wir nach „Mordor“ reinfahren. In dieser pechschwarzen Wolke hätte auch niemand ein neues Feuer ausmachen können. Wir fuhren sehr langsam, und nach einer Stunde lichtete sich der Rauch etwas. Nach längerer Fahrt war nur noch Rauch in den oberen Luftschichten sichtbar. Wir wollten am nächsten Tag in den Wells Gray Park hineinfahren und hielten daher am Information Centre am Eingang des Parks, um uns über freie Plätze auf den dortigen Campgrounds und weitere Aktivitäten zu informieren. Den Wells Gray Park hatten wir schon zweimal besucht, er hat uns aber nie wirklich vom Hocker gerissen. Diesmal wollten wir es mit einer Kanufahrt versuchen. Halt machten wir heute am North Thompson River Provincial Park Campground nahe Clearwater, wo wir einen schönen Platz am Fluss fanden und die Kinder auf den großen Spielplatz liefen, an den sie sich noch vom letzten Urlaub erinnern konnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;13.08.2017 North Thompson River Provincial Park / Wells Gray Park (Clearwater Lake Campground)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir steuerten den letzten Campground (Clearwater Lake Campground) im Wells Gray Park an, und zwar zeitlich so getimt, dass wir um kurz nach 11 Uhr da waren, um „first come, first serve“ noch einen Platz zu erwischen. Als wir uns eingerichtet hatten, machten wir nur noch einen kleinen Spaziergang zum nächsten Lookout auf die Stromschnellen und zum Osprey Café (Restaurant und Kanuverleih), um unsere Kanus für den nächsten Tag vor zu reservieren. Es war ohnehin verboten, die Wanderwege in die Wälder zu nehmen. Überall standen Schilder mit der Aufschrift „Area closed due to wildfire threat”. Ein bisschen frustrierend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;14.08.2017 Wells Gray (Kanutour)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen holten wir uns die Westen und Paddel am Osprey Café ab und fuhren dann weiter bis zum Bootssteg, wo die Kanus lagen. Dort trugen wir zwei Kanus ins Wasser und paddelten los. Ich mach es kurz: Wir waren mehrere Stunden auf dem See, legten eine gute Strecke zurück, machten an einem netten Strand Halt und fuhren dann wieder zurück, aber: Nach unseren Kajaktouren auf dem Meer zwischen Orcas, Seelöwen und Schweinswalen war das hier doch eher mau. Die Enten konnten uns nicht beeindrucken, der Himmel war immerwährend leicht von Rauch überzogen und das Kanufahren war im Gegensatz zum Kayaking so anstrengend, dass unsere Kinder irgendwann streikten, sodass wir auf dem Rückweg umdisponierten, mitten auf dem See die Plätze in den Kanus tauschten und Yannick und Noah in einem Boot mit einem Seil hinter uns herzogen. Fazit: Es war nett, aber der Wells Gray Park ist wirklich nichts für uns. Das war seine letzte Chance!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;15.08.2017 Wells Gray - Mount Robson Camground&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 11 Uhr fuhren wir aus dem Park raus und machten auf dem Rückweg, weil wir die Wasserfälle schon mehrfach gesehen hatten, nur kurz an der Bailey&#039;s Chute halt, wo man aber noch keinen einzigen Lachs springen sah. Unseren nächsten Zwischenstopp machten wir in Clearwater bei KalTire, dem Vertragshändler unseres Wohnmobilverleihers, und das würde einem in Deutschland nicht passieren, dieser baute den Reifen aus, flickte ihn noch einmal fachmännisch und baute ihn wieder ein, ohne dafür auch nur einen Cent zu berechnen! Er wollte auch unsere Vertragspapiere nicht sehen, sondern unterhielt sich einfach gut mit Thommy und wünschte uns dann eine gute Reise! Was Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft betrifft, können wir wirklich von den Kanadiern lernen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir nahmen den Highway 5 nach Norden und bogen dann nach Osten Richtung Rockies ab zum Mount Robson Campground, wo wir aufgrund unserer relativ frühen Ankunft und wegen der Größe des Platzes noch eine sehr schöne Campsite bekamen. Nachdem wir uns kurz eingerichtet hatten, machten wir einen herrlichen Rundgang zum Fluss und zurück und spazierten dann zum Mount Robson Information Centre mit tollem Panoramablick auf den Berg, der sich diesmal zwar nicht vor blauem Himmel, aber immerhin fast komplett zeigte (wir sind schon mehrfach an ihm vorbeigefahren, haben ihn aber nie richtig zu Gesicht bekommen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;16.08.2017 Gregg Lake Campground / A. Switzer Provincial Park&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Morgen fuhren wir in den Jasper National Park. Im Ort Jasper kauften wir ein und waren geschockt angesichts der Menschenmassen, die wir dort vorfanden. Im Visitor Centre versuchten wir uns hinsichtlich unserer Möglichkeiten zu orientieren, aber es war nirgendwo etwas zu machen, alle Campgrounds entlang des Icefields Parkway in den Rockies waren hoffnungslos überfüllt. Also entschieden wir uns schweren Herzens, durch die Berge in die dahinter gelegenen Gebiete, genauer in den A. Switzer Provincial Park zu fahren, und steuerten dort den Gregg Lake Campground an. Es tat mir im Herzen weh, als ich die wilden Rockies im Rückspiegel immer kleiner werden sah, aber es war unter diesen Umstände die richtige Entscheidung: Wir waren sehr erleichtert, als wir sahen, dass der Gregg Lake Campground noch viele Plätze frei hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Spaziergang am See tat gut, die Jungs liefen zum nächsten Spielplatz, und mit einem echten Lagerfeuer (kein Fire Ban in diesem Gebiet) wurde es ein sehr schöner Abend mit haufenweise Squirrels, die unser Essen klauen wollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;17.08.2017 Gregg Lake Campground (Kettle Trail)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Campnachbarn, die uns in unserem Entschluss, die Rockies zu verlassen, bestärkten und uns erklärten, wie wundervoll es hier im Hinterland sei, erzählten uns von verschiedenen tollen Trips, die man hier machen könne. Wir entschieden uns unglücklicherweise für den Kettle Trail und ich muss retrospektiv zugeben, dass ich mich tatsächlich nicht erinnern kann, dass sie gerade diesen Trail lobend hervorgehoben hätten. Ich will nicht zu viel jammern, aber es war ein sehr langer, langweiliger Weg nur durch Waldgebiete, ohne Aussicht auf irgendeinen See (was wir uns so gedacht hatten), den ganzen Weg über quälten uns die Mosquitos und wir waren zum Schluss entsetzlich angenervt, als wir bemerkten, dass es mit einem Rundtrip auch nichts wurde, sondern wir den ganzen öden Weg zurück mussten. Also ich kann diesen Weg nicht empfehlen, maximal mit sehr, sehr niedrigen Erwartungen... Die einzigen Highlights an diesem Tag waren das Essen und das Lagerfeuer am Abend!</description>
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                <title>Westkanada intensiv 2 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 25 Sep 2019 09:13:35 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_evenkamp_20170823_helen-lake-trail-1.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;Westkanada intensiv (Originaltext)...&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Text zum Textwettbewerb 2017&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Autor: Alexandra Evenkamp&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Teil 2 (Fortsetzung)&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;18.08.2017 Gregg Lake Campground (Athabasca Lookout Viewpoint)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Noch ein Tag, den man aus dem Urlaubsalbum verbannen möchte! Einziger Höhepunkt heute war der Spaziergang zum Athabasca Lookout Viewpoint. Wir fuhren vom Highway 40 ab in die Hinton Nordic Centre Road und parkten am Ende der Straße auf einem Rodelparkplatz. Von hier aus sind es nur ca. 15 Minuten rauf zum Viewpoint. Der Blick von dort ist wirklich atemberaubend! Man hat eine spektakuläre Aussicht auf die Rocky Mountains mit der umgebenden Vorgebirgslandschaft, auf das Solomon Valley, auf den Berg Roche Miette, auf den Brule Lake und den Athabasca River. Trotz der nur mäßigen Sicht (neben dem ohnehin vorhandenen Smoke begann es nun auch noch zu gewittern und stürmen) war dieser kurze Spaziergang auf jeden Fall lohnenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nach diesem kleinen Ausflug fuhren wir nach Hinton und erledigten dort den fälligen Großeinkauf. „It was raining cats and dogs“, als wir unseren Wagen mit den Lebensmitteln beluden! Wir entschieden uns daher kurzerhand dafür, bei Boston Pizza essen zu gehen. Wir mussten dort sehr lange warten und ich habe diplomatisch ausgedrückt schon besser gegessen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;19.08.2017 Cache Lake Campground (Sulphur Skyline Trail/Miette Hotsprings)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Da zum Wochenende auf dem Gregg Lake Campground alle Sites vorreserviert waren, wechselten wir heute auf den Cache Lake Campground ganz in der Nähe, fuhren aber, nachdem wir bezahlt hatten, direkt weiter zurück in den Jasper National Park nach Miette Hotsprings (ca. 60 km vor Jasper) und parkten hier. Von hier aus starteten wir zum Sulphur Skyline Trail, eine wundervolle Wanderung, die uns für die letzten beiden Tage entschädigte! Auf einer Länge von ca. 8 km ging es ca. 700 Höhenmeter hinauf auf den Sulphur Ridge. Bei den heißen Quellen war noch irre viel los, aber als wir die ersten Kilometer hinter uns hatten, mussten wir nur noch sehr selten Leute vorbeilassen. Wir waren auch nicht gerade früh dran, sodass uns einige Wanderer schon wieder entgegen kamen. Der Aufstieg führte uns zuerst durch Wald, dann unter freiem Himmel steil über Geröll zum Grat hinauf, wo wir mit einem gigantischen 360°-Rundumblick belohnt wurden. Während es unten noch recht windstill war, herrschte hier oben ein stürmischer und eisiger Wind. Aber der Ausblick war einfach unglaublich und wir kauerten uns windgeschützt hinter einen Felsen und stärkten uns mit den mitgebrachten Köstlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Mit vielen kleinen und der sehr langen Pause oben am Grat benötigten wir ca. vier Stunden für die komplette Wanderung. Wieder unten am Parkplatz angekommen, zogen wir uns kurz im Wohnwagen um und gingen dann ins Schwimmbad. Die heißen Quellen machten ihrem Namen alle Ehre. Es tat unglaublich gut, unter freiem Himmel mit immer noch wunderschönem Ausblick im heißen Wasser zu dümpeln und sich dort nach der Wanderung zu entspannen. Ein rundum grandioser Tag!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;20.08.2017 Whitehorse Creek Provincial Park&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Heute machten wir uns gegen 10 Uhr auf den Weg. Neues Ziel war, da wir in den Nationalparks ja keinen Fuß auf den Boden bringen konnten, der Whitehorse Creek Provincial Park. Wir wurden mehrfach gewarnt, dass wir bei Wanderungen mit den Jungs sehr vorsichtig sein sollten, weil man dort überall und ständig Wildlife, vor allem Bären, begegnen würde. Was für eine verlockende Warnung! Gegen Mittag fuhren wir durch die Coal Branch ins Städtchen Cadomin (Akronym für “Canadian Dominion Mining”), eine Siedlung, die ihren Höhepunkt in den 1930er Jahren und damals ca. 1.800 Einwohner hatte. Jetzt wirkte sie eher verlassen. Der Weg nach Cadomin durch das Kohlefördergebiet bot eine wirklich beeindruckende, etwas unheimliche Szenerie. Direkt am Wegrand trafen wir auf einen Tierfilmer, der auf eine Herde von Bighorn Sheep wartete, die hier oft das Salz von der Straße lecken. Ein paar Kilometer weiter konnten wir tatsächlich selbst ein riesiges Dickhornschaf beobachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir machten uns auf die Suche nach einer Campsite und fanden einen wunderschönen einsamen Platz auf dem Whitehorse Creek Provincial Park Campground mit Blick auf den Fluss. Auch dieser Abend endete mit einem großen Camp Fire.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;21.08.2017 Whitehorse Creek Provincial Park - Brazeau River Campground&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am nächsten Tag fuhren wir etwa fünf Kilometer weiter über eine Gravel Road bis zum Cardinal Divide Viewpoint. Hier wird die Wasserscheide zwischen zwei großen Flusssystemen markiert, das Wasser fließt von hier aus entweder nach Norden entlang des Athabasca River Richtung Arktischer Ozean oder in den North Saskatchewan River Richtung Hudson`s Bay. Die Aussicht vom Plateau war trotz Smoke und Bewölkung herrlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg entdeckten wir einen riesigen Biberbau unten am Fluss, stiegen aus und beobachteten die Tiere. Ich habe Biber noch nie so nah gesehen und war wirklich begeistert. Irgendwann mussten wir uns aber sputen, denn wir wollten unbedingt in einem uns empfohlenen (und dem einzigen) Restaurant in Cadomin zu Mittag essen, und wir hatten am Vortag bereits festgestellt, dass die Öffnungszeiten hier sehr eingeschränkt sind, ich glaube nur von 11.30 bis 14 Uhr. Das Hole in the Wall Café liegt direkt an der Hauptstraße von Cadomin, ein skurriler kleiner General Store mit angeschlossenem Restaurant und wirklich ausgezeichnetem Essen. Hier muss man einfach anhalten! Wenn man Glück hat, taut der Eigentümer Chuck Jacoby irgendwann auf und erzählt alte Geschichten zu den unzähligen Zeitungsauschnitten und Bildern an der Wand: echt empfehlenswert! Wenn man etwas über Cadomin erfahren möchte, ist ein Stopp hier sicher besser als jeder Museumsbesuch!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nachdem wir uns die Bäuche vollgeschlagen und lange mit Chuck gequatscht hatten, fuhren wir weiter. Heute wollten wir nur ein kurzes Stück fahren, bis zum Brazeau River Campground. Wir waren aber offensichtlich so vertieft in unsere immerzu während der Fahrten laufenden Karl May Hörspiele, dass wir es geschafft haben, aus Versehen von der 734 auf die Elk River Road Richtung Lodgepole abzubiegen und dort total verblendet ca. 100 km (Gravel Road!) in der falschen Richtung zurückzulegen. Unfassbar! Wir mussten die komplette Strecke wieder zurück und brauchten natürlich viel länger als geplant. Der Brazeau River Campground am Fluss war super schön, und wir waren happy, als wir endlich ankamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;22.08.2017 Brazeau River Campground - Goldeye Lake Campground&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Weiter ging es auf dem zentralen Abschnitt der Forestry Trunk Road, die sich über einige Kilometer entlang der Ostseite der Rocky Mountains windet. Über diese gut befahrbare und idyllische Schotterpiste gelangten wir über Nordegg schließlich zum Goldeye Lake Campground, wo wir noch eine sehr schön gelegene große Site unten am See erwischen konnten. Hier war es dank des Abstands zum Nationalpark glücklicherweise noch nicht so überfüllt, später hätten wir aber auch nicht kommen dürfen, sonst wären wir leer ausgegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Den ganzen Tag lang hingen wir am See ab. Wir Erwachsenen lasen und dösten in der Sonne, die Kinder „kochten“ mit Gräsern, Rinde, Früchten und allem, was sie finden konnten, ganz wundervolle „Gerichte“. Gegend Abend beobachteten wir am See Fischadler, die immer wieder ins Wasser stießen, bis sich auch der letzte, der sich etwas schwer tat, mit seiner Beute wieder in den Wald zurückgezogen hatte. Dann machten wir zum Abendessen noch einmal ein richtig schönes Camp Fire, das letzte für diesen Urlaub... Für die Kerle gibt es nichts Schöneres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;23.08.2017 Goldeye Lake Campground - Lake Louise (Helen Lake Trail)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Endlich wieder Rocky Mountains! Das „endlich“ kann ich mir leider nicht verkneifen, denn ich bin definitiv ein Fan der hohen Berge und würde diese dem „Hinterland“ immer vorziehen. Wir hatten den Platz auf dem Lake Louise Trailer Campground für die letzten Tage schon vor Monaten reserviert, da wir auf Nummer sicher gehen und vor dem Abflug ab Calgary in der Nähe campen wollten. Auf dem Weg nach Lake Louise hatten wir uns einen Zwischenstopp und die Wanderung zum Helen Lake vorgenommen. Leider waren wir erst gegen 14 Uhr am Startpunkt, weil wir bereits auf dem spektakulären Stück des David Thompson Highways bis zum Saskatchewan River Crossing ständig Halt machen „mussten“ und bei den Wahnsinnsausblicken aus dem Staunen gar nicht mehr herauskamen. Wir waren geflasht von so viel Schönheit direkt am Straßenrand: Eine Herde Bighorn Sheep vor dem Saskatchewan River, überall Gletscher oder schneebedeckte Berge, hinter jeder Ecke ein neues „Ahhh“ und „Ohhh“...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der Helen Lake Trail startet an einem Parkplatz ca. 37 km nördlich von Lake Louise. Die Wanderung ist ca. 12 km lang und führt über 460 Höhenmeter hinauf zum Helen Lake. Laut Wanderführer - und das können wir jetzt bestätigen - eine der schönsten Touren im Banff Nationalpark. Der Trail führte uns zunächst einige Kilometer durch ein Waldgebiet, nach rechts hat man immer wieder atemberaubende Aussicht auf die gegenüberliegenden Gletscher. Nach einiger Zeit windet sich der Weg links um den Berghang und führt mit einem Wahnsinns-Panorama (unter anderem dem dramatischen Ausblick auf die Dolomite Peaks) durch bezaubernde, märchenhafte Wildblumenwiesen und vorbei an Bergseen, über herabrinnende Bäche bis zum wunderschönen Helen Lake. Es ist spektakulär! Während unserer Rast am See wurden wir durch ein drolliges Marmot (Murmeltier) überrascht, welches sehr neugierig war und sich relativ nah an uns herantraute. Obwohl es nicht mehr früh war (für die Wanderung sind insgesamt vier Stunden vorgesehen), konnten wir angesichts der unglaublichen Schönheit dieser Tour nicht genug kriegen und stiegen weiter auf, rechts am See vorbei auf die nächste Ebene, um über den nächsten Grat zu schauen. Ganz schöne Kletterei am Schluss, aber die Jungs waren tapfer und machten mit. Oben angekommen, tat sich eine neue umwerfende Aussicht auf und links von uns sahen wir ein kleines Schneefeld unterhalb des Berghangs am Cirque Peak. Die Jungs schrien nur „Schnee“ und rannten mit neuer Energie über die Ebene zum doch recht weit entfernten Schneefeld. Wir trabten hinterher und konnten es auch jetzt nicht lassen: Wir erlaubten den Jungs, auf dem Schnee noch ein bisschen zu spielen und herumzurutschen, während wir den sehr steilen Hang auf den Grat zum Cirque Peak hinauf kletterten. Oben angekommen, waren wir rechtschaffen fertig und gingen den Grat nur noch ca. 200 Meter weiter hinauf, um uns dann kurz zu setzen und den unfassbar schönen Ausblick zu genießen. Ein Komplettaufstieg auf den Cirque Peak wäre zwar von hier aus kein Drama mehr gewesen, wir waren nicht mehr weit entfernt, aber es war uns bereits weiter unten von Wanderern versichert worden, dass die Aussicht oberhalb des Grats, den wir überwunden  hatten, einmalig und nicht mehr zu toppen wäre. Wir waren auch außer Sichtweite unserer Jungs, denen wir versprochen hatten, nicht mehr allzu weit zu gehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Als wir bemerkten, wie eine Schlechtwetterfront über die benachbarten Berge schwappte, machten wir, dass wir zu Yannick und Noah zurückkamen, um gemeinsam den Heimweg anzutreten. Die nächsten 15 Minuten mussten wir unglücklicherweise durch dichten Hagel marschieren, aber das kann echte Abenteurer natürlich nicht erschüttern... Das Wetter besserte sich schon nach einer halben Stunde merklich, sodass wir den Rückweg schließlich doch richtig genießen konnten. Natürlich waren alle anderen Wanderer schon lange vor uns umgekehrt. Wir waren die allerletzten auf dem Berg, weshalb wir ein ganz leicht mulmiges Gefühl hatten, als wir auf den letzten Kilometern im Wald einen riesigen Haufen Bärenkot (mit einer großen Menge Beeren darin) entdeckten, der auf dem Hinweg definitiv noch nicht dort gelegen hatte. Das hat uns dann dazu animiert, trotz unserer Erschöpfung noch ein paar lustige Lieder anzustimmen. Und wenn wir einmal singen, traut sich kein Bär mehr in unsere Nähe ;-).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir sanken abends glücklich und erschöpft in unsere Wohnmobilbetten, auf dem allerletzten Platz des Lake Louise RV Campground (auf dem nachmittags ebenfalls ein Bär gesichtet worden war).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;24.08.2017 Lake Louise (Gondola)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Das Wetter war heute wenig vielversprechend und, da wir am Tag zuvor eine lange Wanderung genossen und für den nächsten Tag eine weitere geplant hatten, machten wir heute mal pures Touri-Programm: Wir nahmen die Seilbahn rauf zur Aussichtsplattform, von der aus man nicht nur die Stadt, sondern auch den höher gelegenen Lake Louise mit dem berühmten Hotel und den umgebenden Gletschern sehr gut überblicken kann. Umso spannender, wenn man den Plain of the six Glaciers Trail oberhalb des Lake Louise schon gegangen ist (unbedingt empfehlenswert!). Eine beeindruckende Aussicht, allerdings getrübt durch die nicht abreißenden Wolkenbänder. Weil es nicht aufhören wollte zu regnen, gingen wir keinen der diesseitigen Trails, sondern verbrachten unsere Zeit bis zur letzten Gondel im Wildlife Interpretive Centre, das uns sehr faszinierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;25.08.2017 Lake Louise (Eiffel Lake Trail)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ich freute mich riesig auf die letzte Wanderung am allerletzten richtigen Urlaubstag. Thommy hatte sich Mühe gegeben und versucht, ein Highlight zu finden, was nicht von Horden von Touris niedergetrampelt würde. Die Wahl fiel auf die Wanderung vom Moraine Lake zum Eiffel Lake. Der Plan war zwar grundsätzlich super und wir starteten mit unserem Wohnmobil bereits morgens um 8 Uhr bei trotz Hochsommers Null Grad Richtung Moraine Lake, aber uns kamen schon auf halbem Wege die Umkehrer entgegen, die oben am See keinen Parkplatz mehr gefunden hatten. Es war ein Drama und wir fluchten wie die Rohrspatzen, so naiv gewesen und nicht noch früher aufgestanden zu sein. Ein paar besonders große Egoisten trieben mich fast in den Wahnsinn, weil sie stoisch mit ihren fetten Wohnmobilen oben auf der kleinen Parkplatzschleife am Moraine Lake stehen blieben, in der Hoffnung, dass jemand abfahren würde, dabei aber die mehrere Kilometer lange Autoschlange den Berg hinab quasi festsetzten. Weil der einzige gutmütige (oder konfliktscheue?) Ordner nicht eingriff, konnte ich es nicht lassen, stieg aus und teilte einem vor uns stehenden Idioten (vermutlich einem Deutschen!) auf Englisch lautstark mit, was ich von seinem Verhalten hielt, bis er sich wieder in Bewegung setzte. Wir waren verzweifelt und wollten uns auf keine andere Wanderung einstellen (wo und wie auch?), sodass wir die langwierige Schleife zweimal fuhren, um dann mehrere Kilometer weit entfernt vom Moraine Lake an der Straße etwas halsbrecherisch bei einer Ausbuchtung am Straßenrand zu parken. Wir hatten uns vorher von dem eben erwähnten Ordner versichern lassen, dass das ok sei. Fast drei Kilometer mussten wir dann zu Fuß an der Straße hoch zum Moraine Lake zurücklegen, und aufgrund der langen Warterei in der Autoschlange waren zwei weitere Stunden vergangen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der Weg um den See war noch rappelvoll, am Platz vorne bei den Booten mehrere hundert Touristen, aber man staunt ja, dass die meisten es nicht mal um die nächste Ecke schaffen. 99 % aller Touris lässt man hinter sich, wenn man sich einen längeren Trail vornimmt. So lichtete es sich recht schnell, und auf dem Waldweg oberhalb des Sees, der recht steile Passagen hat und den wir zügig hochstiegen, überholten wir mit unseren schnellen Jungs (auf die wir echt stolz sein können) vier Wandergruppen, dann sahen wir kaum noch jemanden. Der Weg wurde immer schöner, als sich der Wald langsam lichtete und wir hin und wieder von weit oben herrliche Ausblicke auf den Moraine Lake hatten, der unter uns in einem fast schon kitschigen Türkiston im Tal lag. Nach einiger Zeit traten wir weiter oben aus dem Wald heraus und kamen auf einen steinigen Weg, der ab hier weitgehend flach verlief, mit unfassbarem Bergpanorama. Man hat während der ganzen restlichen Wanderung einen beeindruckenden Ausblick auf das Valley of the Ten Peaks und den Eiffel Lake und kommt aus dem Fotografieren gar nicht mehr heraus, weil sich Farbgebung und Größe der Steine auf und neben dem Weg sowie die Perspektive auf die Bergkette und das Tal ständig ändern. Einfach bombastisch! Oberhalb des Eiffel Lake trafen wir wieder auf einige rastende Wanderer, was aber nicht schlimm war. Jeder suchte sich einen schönen Platz in den Felsen, machte eine Pause und genoss das wundervolle Panorama. Wir waren zwar schon recht spät dran, aber konnten es auch diesmal nicht lassen. Der Blick zum Wenkchemna Pass (2611 m) hoch war einfach zu verlockend... Wir gingen weiter! Komplett allein. Der Weg windet sich durch das rechte Ende des Tales und lohnt sich definitiv. Vorher geprägt durch immer wieder andersfarbige Steinmöränen, mal kleine Steine, mal riesige Felsbrocken wurde das Tal kurz vor dem Anstieg auf den Pass richtig grün und von einem Gletscherbach durchzogen. Die bunten Flechten auf den Felsen und einige wilde Bergblumen vollendeten das farbenprächtige und doch raue Bild. Der Aufstieg auf den Pass war gut machbar, etwas rutschig wurde es nur, als wir unterhalb des Passes ein Schneefeld durchqueren mussten. Dann war es geschafft. Der Pass oben ist sehr breit, man kann hier gut Rast machen. Die Aussicht in das hinter dem Pass liegende Tal ist zwar beeindruckend, kann aber mit dem Blick zurück in das Valley of the Ten Peaks nicht mithalten. Von hier oben ist die Sicht noch grandioser, weil man nicht nur das Tal und die zehn Gipfel auf der rechten Seite überblickt, sondern auch einen einzigartigen Ausblick auf die andere Bergseite hat, vor allem den Mount Temple.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Pause hier oben fiel etwas kürzer aus, weil es wahnsinnig windig war und wir uns bewusst wurden, dass wir den ganzen Weg noch zurück mussten, inklusive der drei zusätzlichen Kilometer an der Straße entlang bis zum Auto. Wir machten uns schon nach einer Viertelstunde auf den Rückweg und trafen am Fuße des Berghangs zum Pass auf ein vorwitziges Murmeltier, welches sich mit einem Artgenossen in der Nähe über Pfeiflaute verständigte und sich herrlich für uns in Pose warf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die komplette Wanderung vom Moraine Lake bis zum Wenkchemna Pass umfasst 20-21 km, und es sind 720 Höhenmeter zu überwinden. Es werden dafür 7 bis 8 Stunden angesetzt. Trotz langer Pause am Eiffel Lake und unserer zusätzlichen 5-6 Kilometer auf der Straße haben wir insgesamt nur 7 1/4 Stunden gebraucht. Vor allem das letzte Straßenstück war aber eine echte Tortur für die Kinder, fast wären sie in den Sitzstreik getreten. Der Urlaub war mit dieser Wanderung vorbei. Wir fuhren in unseren Wanderklamotten direkt bis zum vorgebuchten Campground vor Calgary, wo wir uns duschten, die letzten Vorräte verputzten und dann die Taschen packten, um am nächsten Morgen das Wohnmobil abzugeben und wieder nach Hause zu fliegen. Etwas anstrengend. Ich bin aber unendlich froh, dass wir diesem letzten Tag noch einmal alles abverlangt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;26.-27.08.2017 Calgary - Toronto - Amsterdam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Rückreise (Abgabe Wohnwagen, Fahrt zum Flughafen, Flüge nach Toronto, dann weiter nach Amsterdam) verlief reibungslos. Die „Landung“ zu Hause fiel uns nicht leicht, die Zeitumstellung in diese Richtung klappte sehr schlecht, es war schwierig, sich wieder einzuleben, sich an die deutsche Sprache, die deutsche Ernsthaftigkeit und Spießigkeit und an den Alltag zu gewöhnen. Yannick fragte mich tatsächlich, warum die Deutschen so unfreundlich seien! Unsere Wehmut reichte so weit, dass wir uns wieder mal durch die spektakulären Eindrücke beeinflusst mit dem Thema Auswanderung beschäftigt haben. Wir sind natürlich hier geblieben. Aber eines ist sicher: Wir kommen wieder!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Epilog&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Trotz der Brände, der teilweise sehr schlechten Sicht, der Überfüllung vieler Campgrounds und obwohl wir unsere Reiseroute nicht durchziehen konnten wie geplant, würde ich unsere Reise mit folgenden Worten zusammenfassen: Es war wundervoll, vier Wochen Natur, raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer, Freiheit, Familie, Glück... Der Urlaub hat uns so viel gegeben, was uns keiner mehr nehmen kann. Es war die erste lange Reise, an die sich unsere Kinder in allen Einzelheiten erinnern werden. Kleine Erinnerungsschätze, die wir immer mit uns tragen werden.</description>
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                <title>3 Wochen Westkanada 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 11 Apr 2018 14:31:54 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/schwieger_julia_aufgenommen-vor-vancouver-island-sidney.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;3 Wochen Westkanada – ein Traum!!!&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text zum Textwettbewerb 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Autor: Julia Schwieger&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 30.6.2017 war es endlich so weit: Mit je einem Koffer sowie Handgepäck hatten wir uns zu viert in den BMW Kombi gequetscht um in Frankfurt in den Flieger Richtung Calgary zu steigen. Wir – das sind meine beste Freundin Linda, ihre Eltern Sylvia und Karsten und ich (Julia). Linda und ich waren bereits nach dem Studium längere Zeit in Vancouver gewesen und ich hatte schon nach dem Abitur durch die Zeit bei meiner Gastfamilie enge Kontakte mit Land und Leuten geknüpft. Karsten und Sylvia aber waren Kanada-Neulinge. Die beiden wollten auf dem zehnstündigen Flug etwas komfortabler sitzen und hatten daher die Plätze mit „extra-legroom“ gegen Aufpreis gebucht. Sehr zu Lindas und meiner Freude wurden wir ganz kostenlos „upgegraded“ und konnten ebenfalls ein Mehr an Beinfreiheit genießen. Die Reise fing also schonmal gut an. Die Einreise nach Ankunft in Calgary verlief probemlos und sobald wir nach einiger Wartezeit einen Mietwagen ausgewählt hatten, fuhren wir los in Richtung Banff -  Calgary hatte es nicht auf unsere Reisezielliste geschafft. Schon am Rande des Highways nahe der Rocky Mountains sahen zumindest diejenigen von uns, die schnell genug guckten, den ersten Bären – obwohl dieser zunächst für eine Kuh gehalten wurde... So ein Bär passt eben noch nicht in das Tier-Konzept unseres deutschen Gehirns. In Banff angekommen fielen wir in die Betten unserer Ferienhütte des Tunnel Mountain Resorts in einen erholsamen Schlaf. Naja, leider nicht ganz, denn kleine, nachtaktive Nagetiere (vermutlich), knabberten und huschten und knispelten in oder an den Wänden unseres Heimes herum. Nun ja, wir waren eben mitten in der Natur!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ausgiebigem und sehr leckerem kanadischem Frühstück im Pacini – das beste unserer gesamten Reise – mischten wir uns möglichst unauffällig unter die Besucher und Einheimischen, die sich die Canada Day Parade ansehen wollten und dafür schon ab 9 Uhr Plätze am Straßenrand reservierten. Kanadas 150. Geburtstag wurde mit einer tollen Parade mit vielen Kulturen, historischen Themen, sportlichen Darbietungen, Musikzügen, Pferden und Kutschen gebührend gefeiert. Am Abend, nachdem wir das beschauliche Örtchen Banff mit ausgiebigen Spaziergängen erkundet hatten, wurde der Feiertag mit einem Feuerwerk über dem Bow River abgerundet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Banff aus steuerten wir Lake Minnewanka, Two Jack Lake und  Moraine Lake an, der uns wirklich sehr beeindruckte: Malerisch zwischen zehn Gipfeln gelegen schimmert und leuchtet er türkisblau! Lake Louise war zwar auch schön, doch dort war es unglaublich voll. Erst als wir den Weg um den See gingen und die großen Massen so hinter uns ließen, konnte Lake Louises Schönheit auf uns wirken. Am Abend wollten wir noch bei den Vermillion Lakes halten, doch kaum hatten wir die Autotür geöffnet, fiel eine Horde Mücken über uns her! Nach diesem Erlebnis kauften wir erstmal starkes Anti-Mückenspray.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach drei Tagen hieß es dann: Aufbruch zum Emerald Lake. Hier bewohnten wir eine Hütte  der Emerald Lake Lodge und es fühlte sich einfach wundervoll an, mit nur wenigen Menschen an diesem türkisblauen See zu sein. Ich nutzte die Gelegenheit um abends und morgens die Spiegelungen im ruhigen Wasser zu fotografieren und nachts musste man nicht weit gehen um ein Sternenbild zu machen. Leider hatten wir hier nur eine Nacht eingeplant. Am nächsten Tag lag mit der Fahrt nach Jasper mit knapp 200 km eigentlich keine weite Strecke vor uns, doch an jeder Ecke konnte man die spektakuläre Landschaft bestaunen, sodass sich die Fahrt über den ganzen Tag zog. Die Takkakaw Falls waren als vierthöchster Wasserfall sehr imposant und ihr Spray erfrischte uns. Bow Lake mit den Gletschern im Hintergrund war definitiv einen längeren Stopp wert. Die Columbia Icefields bestaunten wir vom Parkplatz aus und hielten stattdessen beim Mistaya Canyon, bei dem sich der Fluss tief ins Gestein gefressen hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Weiterfahrt plötzlich ein kleiner Stau, wieso nur? Aha! – Bär Nummer zwei fraß gemütlich Beeren am Straßenrand und ließ sich von den haltenden Autos nicht stören. Wieso allerdings einige Touristen deshalb übermütig werden und zum Fotografieren das Auto verlassen und den empfohlenen Abstand nicht mal annäherungsweise einhalten, war ein Rätsel für uns! Kurze Zeit später kam der nächste Stau – diesmal konnten wir eine Herde Schneeziegen mit Jungtieren bewundern. In Jasper angekommen stärkten wir uns mit leckerer Pizza und beobachteten die Ankunft des edel aussehenden Reisezuges „Rocky Mountaineer“. Unser Hotel in Jasper lag etwas außerhalb in Richtung Hinton, da hatten wir noch gut 50km vor uns und fuhren gegen 21 Uhr los. Wir mussten erstmal realisieren, dass wir uns ja doch ein gutes Stück nördlicher befanden als üblich und es deshalb auch länger hell blieb. Ganz langsam setzte die Abenddämmerung ein und schon konnten wir Wapitis am Straßenrand beobachten. Der Weg zum Hotel war lang, aber führte an Wiesen, Flüssen und Seen entlang, an denen wir in den Abendstunden immer Tiere beobachten konnten, sodass sich die Fahrtstrecke definitiv auszahlte. Am nächsten Tag stand der berühmte Maligne Lake auf dem Programm. Leider hatten wir nicht vorab Tickets für eine Bootstour gebucht, sodass wir nicht die berühmte Spirit Island vom Boot aus ansehen konnten. Letztendlich war dies aber sogar besser so, denn wir  spazierten einfach von der Bootsstation aus in beiden Richtungen am See entlang und konnten ganz in Ruhe die Natur und tolle Ausblicke genießen. Auf dem Rückweg hielten wir kurz an, um einen Adler auf seinem Horst zu beobachten und danach kraxelten wir über die verschiedenen Brücken im Maligne Canyon. Nach einem Abendessen in Jasper machten wir uns auf den Weg zum Hotel, doch kaum hatten wir den Ort verlassen, da verschlug es mir als Beifahrer die Sprache: „ Da ist was... ein Tier...oderso...“ Vorsichtig an den Rand gefahren, sahen wir es genauer. Ein Kojote wollte hinter uns die Straße überqueren, entschied sich zum Glück aber anders und lief zurück auf die Wiese nahe des Athabasca Rivers. Was für ein wunderschönes Tier! Er schien uns ebenso zu beobachten wie wir ihn. Schließlich verschwand er zwischen den Bäumen und auf unserem weiteren Weg trafen wir erneut auf die Wapitit-Herde, diesmal mit Hirsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Wasserfälle: Sunwapta Falls und Athabasca Falls beeindruckten uns sehr. Nach dem erneuten Abendessen in Jasper war uns das Glück ein weiteres Mal hold und kurz hinter dem Ortseingang spielten zwei Schwarzbären auf der Wiese miteinander. Es ist einfach unbeschreiblich so etwas in freier Natur und eben nicht im Fernsehen zu beobachten. Die Natur ist wunderbar und einfach großartig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit jedem Tag in Jasper wurde es übrigens trotz der nördlichen Lage heißer! Nachdem wir noch kurz im Vorbeifahren zum Abschied einen Grizzly bei Jasper gesehen hatten, stieg  das Autothermometer auf dem Weg durch den Mount Robson National Park auf 39 (!!!) Grad Celsius an. Dies hätte uns vielleicht eine Warnung sein sollen, doch so richtig realisierten wir das erst später. In Clearwater war für uns eine Blockhütte am See im Alpine Meadows Resort gebucht. Dazu musste man auf einer recht einsamen Straße einen Hügel hinauf fahren. Die Straße war voller Zweige und ein Strommast war umgeknickt. Bei der Rezeption angekommen, stürmten Gäste hinein und meldeten ein Feuer auf der anderen Seite des Sees, dass durch einen Blitz ausgelöst worden war. Kurz vor unserer Ankunft hatte es einen starken Windsturm mit sehr vielen Blitzen gegeben. Wie sich später herausstellte waren sogar drei Feuer in der Nähe ausgelöst worden, in ganz BC sogar ca. 180 Feuer. Durch den umgeknickten Mast funktionierte die Telefonleitung aber nicht, sodass die Feuerwehr per Handy (schlechter Empfang!) alarmiert werden musste. Auf unsere besorgte Frage, ob wir denn überhaupt einchecken sollten, antworteten sie erstmal mit ja. Wir trauten der Sache jedoch nicht ganz und ließen unser Gepäck im Auto, um im Notfall schnell losfahren zu können. Die Blockhütte wirkte nagelneu und war eindeutig unsere schönste Bleibe bis jetzt. Vom Balkon aus konnten wir den See und die umliegenden bewaldeten Hügel sehen – aber leider auch die Rauchsäule, die hinter dem Hügel aufstieg. Sofort konnte man den Rauch auch riechen. Unruhig warteten wir ab, wie es weitergehen würde. Das Abendessen nahmen wir im Restaurant am See ein, wo hin und wieder der Manager in zügigen Schritten ein und aus ging. Auch die Polizei war inzwischen vor Ort und ein Feuerwehrauto füllte seinen Wassertank am See auf. Zurück in der Hütte bangten wir weiter, schließlich lief der Manager Wolfgang von Hütte zu Hütte und bat uns das Resort zu verlassen, da es sicherheitshalber evakuiert werden musste. Die Rauchsäulen waren immer höher gestiegen und scheinbar näher gekommen, denn Asche fiel teilweise nieder. Leider konnte er uns nicht sagen, wo wir hinfahren sollten, um weitere Informationen zu bekommen. Also stiegen wir ins Auto, traurig, aber auch irgendwie erleichtert, denn ruhig geschlafen hätte wohl keiner von uns, und fuhren zurück in die Stadt Clearwater. Auf dem Supermarktparkplatz trafen wir Gleichgesinnte, die aber leider auch keine Informationen hatten. Nach langem Suchen und Fragen fanden wir die Canadian Legion, die sich auf den Empfang vieler hundert Evakuierte einstellte. Wir machten uns gleich nützlich und stellten Tische und Stühle mit auf. Schließlich die Nachricht – der Highway 5 Richtung Süden ist noch frei und wir könnten versuchen in einer der Städte dort ein Hotel zu finden. Prompt machten wir uns auf den Weg. Vom Highway aus konnte man die brennenden Berghänge sehen. Whistler wäre unsere nächste Station gewesen, doch die eigentliche Route war wegen der Feuer gesperrt. Also fuhren wir Richtung Kamloops, fanden aber kein freies Zimmer, weiter ging es nach Merrit, doch auch da hatten wir kein Glück, selbst in Hope wurden unsere Hoffnungen enttäuscht, ebenso in Chilliwack – erst um halb 4 Uhr morgens fanden wir eine Bleibe in einem Hotel in Abbotsford, der Rezeptionist fand unseren erleichterten Seufzer sehr amüsant...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir erstmal Schlaf nachgeholt hatten und alles mit SK Touristik abgeklärt hatten, riefen wir im planmäßig nächsten Hotel in Whistler an und glücklicherweise waren unsere Zimmer auch schon eine Nacht eher bezugsfertig für uns. In Whistler flanierten wir durch den Ort, um uns zu entspannen, verfolgten aber täglich die Nachrichten zu den Waldbränden im TV oder über das Internet. Wie geplant fuhren wir mit der Gondel und Sessellift auf den Mount Whistler -  sahen von der Gondel aus Bär Nr. 6 - und stiegen wagemutig in die Peak-to-Peak-Gondel. Sylvias und meine Ängste waren unbegründet, es ist wie eine normale Seilbahnfahrt, nur dass sie eben von Gipfel zu Gipfel führt. Auf dem Gipfel des Blackcomb Mountain herrschten eisige Temperaturen von 0 Grad und nachdem wir einem Murmeltier guten Tag gesagt und die Snowboarder, die in den Wolkennebel fuhren, bestaunt hatten, fuhren wir schnell wieder ins Tal. Spaziergänge und ein Besuch mit interessanter Führung im First-Nations-Museum rundeten unseren Aufenthalt dort ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als eingefleischter Olympiafan ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, die alten Wettkampfstätten von 2010 im Callaghan Valley zu besuchen. Die Sprungschanzen bewunderten wir vom Auto aus, aber beim Biathlon gab es für mich als Sportschützin kein Halten mehr! Die Sportler dort boten den Sommer über an, dass Jedermann das Biathlonschießen ausprobieren konnte. Die „Trainer“ begannen mit der Erklärung des Schießens am Schießstand, doch plötzlich rief Sylvia: „Da ist ein Bär!“ Und tatsächlich: Etwa 50m entfernt von uns trottete ein Schwarzbär über die Rollerskibahn, verschwand aber aus unserem Sichtfeld hinter einem Holzverschlag. Da sah ich etwas Merkwürdiges im Baum und konnte mein Glück kaum fassen! Ein Bärenjunges hockte in der Tanne und beobachtete ganz genau, was seine Mutter machte. Wieder erfüllte einen dieses Gefühl der Größe der Natur! Unbeschreiblich. Schließlich kletterte das Junge hinunter und beide verschwanden (unter Hupen des zur Sicherheit hingefahrenen Trucks) im Wald. Das Schießen hätte die Bärin übrigens nicht gestört oder gar aggressiv gemacht, erklärte unser junger Trainer. Sie läuft wohl auch schonmal während des Trainings oberhalb der Biathlonscheiben seelenruhig entlang. Nun wurde es ernst und Karsten und ich schossen je 5 Schuss liegend im Wechsel. Am Ende gewann Karsten unser kleines Duell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Navi navigierte uns danach zurück auf den „H. W. Y. 99“ zur Fähre, die uns nach einiger Wartezeit nach Nanaimo auf Vancouver Island brachte. In Parksville konnten wir ein bisschen Zeit am Strand genießen, bevor wir am nächsten Tag in den urigen Regenwald von Cathedral Grove eintauchten und bei den Qualicum Falls wanderten. Neben diesen Baumriesen (ca.80m!!!) kommt man sich sehr klein vor und sie auf ein Foto zu bekommen, gestaltete sich ohne Weitwinkelobjektiv unmöglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der westlichste Punkt unserer Reise war Ucluelet mit dem Pacific Rim National Park und nach den ganzen Bergen und Seen, war es wirklich ein Kontrastprogramm auf der riesigen Insel, am Meer, zwischen mystischen Wäldern zu sein. Leider hatten wir das erste Mal auf unserer Reise hier an der Westküste kühlere Temperaturen und wenig Sonne, dafür aber auch keinen Regen. Direkt neben dem Hotel konnte man auf den Wanderweg „Wild Pacific Trail“ einbiegen und sich sogar Wanderstöcke dafür leihen. Die Warnschilder, dass Wölfe in der Gegend aktiv sind, machten uns jedoch etwas unruhig. Zum Glück (?) begegneten uns aber keine. Im Beach-hopping-Stil besuchten wir einen Strand des Pacific Rim nach dem nächsten, spazierten dort entlang und beobachteten die wagemutigen Surfer. Am Combers Beach hatte sogar jemand ein großes Stück Treibholz aufgehängt, sodass man dort Schaukeln und die Aussicht genießen  konnte. Das Highlight war aber definitiv der Schooner Trail, der uns über unzählige Treppen und Stege durch den Regenwald zum ruhigen und kaum besuchten Schooner Beach führte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter ging es bald Richtung Victoria mit einem Zwischenstopp in Parksville: Dort fand der alljährliche Sandburgenwettbewerb statt, der dieses Jahr natürlich ganz im Zeichen des kanadischen Jubiläums stand. Grandiose Skulpturen waren im Entstehen,  oft mit historischem Hintergrund, wie etwa die Eisenbahngeschichte. Es war sehr beeindruckend wie filigran gearbeitet wurde, kleinste Details wie Indianerhäuptlingsfedern und ein noch weit entferntes Segelschiff wurden aus dem Sandgemisch geschnitzt. In Victoria schließlich genossen wir den Flair dieser Hauptstadt British Columbias und drei von uns wagten uns hinaus zum Whale Watching. Der Wellengang war, kaum hatte man den Hafen verlassen, ziemlich hoch – das Boot hüpfte über die Wellen und wir krallten uns an der Reling fest, dick eingemummelt in winddichte Jacken. Schließlich entdeckten wir den Blas eines Wals und wie sich herausstellte waren es sogar zwei Buckelwale, die immer wieder auftauchten und bliesen, um dann wieder auf Futtersuche hinab zu tauchen. Das Schiff schaukelte doch beträchtlich, sodass das Beobachten oder gar Fotografieren sehr erschwert wurde, doch auf dem Rückweg wurde es etwas besser und wir konnten noch Seelöwen und Ollie, den Seeotter, beobachten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon hieß es wieder Abschied nehmen von der Insel, doch bevor wir auf die Fähre nach Vancouver fuhren, spazierten wir gemütlich durch das farbenfrohe Blütenmeer der Butchard Gardens und Linda und ich versuchten ein zweites Mal unser Glück beim Whale Watching, diesmal in Sidney, da ich unbedingt Orcas sehen wollte. Traurig zu hören war, dass die „Resident Orcas“ sich immer seltener sehen lassen, da sie einfach nichts zu fressen finden, weil der Mensch ihnen den Lachs wegfischt. Letztendlich hatten wir Glück eine Gruppe „Transcient Orcas“ zu finden. Es ist unglaublich wie majestätisch diese Tiere durch das Wasser gleiten, teilweise gar synchron. Der Wellengang war auch viel besser an diesem Tag, sodass man die Tiere ausgiebig beobachten und gut fotografieren konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Fährfahrt durch die Gulf Islands wurde das Meer von der untergehenden Sonne orange gefärbt. In Vancouver befanden wir uns sozusagen in unserer zweiten Heimat. Wir spazierten und fuhren mit dem Hop-on-Hop-off-Bus durch Downtown, verbrachten einen Vormittag auf Granville Island, wo wir endlich mal wieder deutsche Backwaren essen konnten, radelten die 10 Kilometer um den schönen Stanley Park,  erkundeten den Grouse Mountain und fuhren dort im Fahrstuhl auf das Windrad hinauf. Die lange Capilano Suspension Bridge stand ebenfalls auf unserer Liste, kostete Sylvia aber einiges an Überwindung, um dort hinüber zu gehen. Ein Besuch bei meiner Gastfamilie im schönen Örtchen White Rock lud zum Schwelgen in Erinnerungen ein. An unserem letzten Tag hatten wir eigentlich schon wieder genug von der Stadt – nicht dass Vancouver nicht schön ist, nein! Nach wie vor halte ich Vancouver für die schönste Stadt der Welt, da sie alles beinhaltet: Großstadt, Berge, Wälder, Strände und das Meer – also sehr naturnah ist. Nach der Ruhe in der Natur über weite Strecken der Reise überforderte uns einfach das Großstadtleben mit den vielen Menschen und dem Verkehr. Daher entschlossen wir uns, den letzten Tag im Lynn Canyon in North Vancouver zu verbringen. Hier konnten wir noch einmal weitab vom Großstadttrubel den Wald und den Fluss genießen und nebenbei ganz kostenfrei eine nicht weniger spektakuläre Hängebrücke überqueren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie schnell doch drei Wochen um sind! Die Koffer waren gepackt, der Mietwagen abgegeben und das Flugzeug stand bereit. Erst an diesem Tag regnete es länger -perfektes Timing also. Wehmütig stiegen wir ins Flugzeug und kamen gut in Deutschland an, das Gepäck war etwas schwerer geworden, die Erinnerungen an diese Reise trugen wir in den Köpfen und die Speicherkarten meiner Fotokamera war um ca 5.000 Fotos voller. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir können kaum das nächste Mal erwarten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Julia Schwieger</description>
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                <title>Indian Summer in Westkanada 0,00 €</title>
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                <pubDate>Tue, 10 Apr 2018 13:31:09 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/img_09_23.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;Indian Summer in Kanadas Westen – im Navion von Vancouver nach Calgary&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text zum Textwettbewerb 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Autor: Olaf Thies&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir bereits im letzten Jahr mit SK im Yukon und Alaska unterwegs gewesen waren, flatterte im Winter ganz unverhofft eine Email mit einem Herbst Special vom Anbieter Traveland in unsere Postfächer. Sofort hatten wir Ideen für eine mögliche Route. Und so kam es, dass uns unser Sommerurlaub auch dieses Jahr wieder in den Westen Kanadas führte. Wir sind übrigens Familie Thies, Anja und Olaf mit ihrer erwachsenen Tochter Nathalie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;20.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Nach einem äußerst angenehmen Flug in einer Boeing 747 mit guter Beinfreiheit von Frankfurt nach Vancouver, brachte uns das hoteleigene Shuttle zum Sandman Signature. Anschließend verschlug es uns noch für einige Stunden nach Downtown, das man mit dem Skytrain problemlos erreichen kann. Dort besuchten wir einen unserer Lieblingsplätze in Vancouver, die Waterfront mit Canada Place. Nicht fehlen durfte ein Einkaufsbummel durch unsere Standardgeschäfte – der Hudson Bay Comany, American Eagle und natürlich Roots. Abgerundet wurde dieser erste Abend in Kanada mit dem traditionellen Burger, diesmal bei Roxy Burger, einem bei Einheimischen beliebten kanadischen Diner an der Granville Street Ecke Smithe Street.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;21.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen wurden wir nach einem reichhaltigen Frühstück im Hotelrestaurant  um 8:00 Uhr von Traveland am Hotel abgeholt und zur Übernahmestation nach Langley gefahren. Dort angekommen wies uns das äußerst freundliche Team in den Navion, der für die nächsten drei Wochen unser Zuhause auf vier Rädern sein sollte, ein. Eine besondere Überraschung war es, dass wir SK-Praktikantin Franzi kennenlernen durften, die uns mit unseren roten Peyto Rucksäcken natürlich gleich als SK Kunden erkannte. Praktischerweise ist zwei Blocks von der Traveland Station entfernt direkt ein Canadian Superstore, in dem wir unsere Grundausstattung für die erste Woche erwerben konnten. Das hieß in unserem Fall tonnenweise Nudeln und fast genauso viel unserer geliebten Butterscotch Icecream. &lt;br /&gt;Weiter ging es dann zur Fähre in Tsawassen, denn schließlich wollten wir noch an diesem Tag in Victoria ankommen. Die Überfahrt bis zur Swartz Bay dauert ungefähr 90 Minuten und ist alleine schon wegen der tollen Ausblicke ein Highlight. Für den Weg nach Victoria wählten wir dann die Route über die Cordoba Bay Road, eine Alternative zum viel befahrenen Highway. Diese Strecke führt fast die ganze Zeit direkt am Meer entlang und bietet viele Möglichkeiten für die ein oder andere Foto- bzw. Kaffeepause.&lt;br /&gt;In Victoria angekommen nutzten wir den Rest des Nachmittags und frühen Abends, um uns ein wenig durch die sehr britische und überschaubare Innenstadt treiben zu lassen. Besonders das ab Beginn der Dunkelheit beleuchtete Parlamentsgebäude und das Empress Hotel halten den Charme der Kolonialzeit lebendig. Die erste Nacht in unserem Navion verbrachten wir dann unweit der Innenstadt auf dem Fort Victoria RV Park.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;22.9.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen grüßte uns ein wolkenloser Himmel, der uns dazu verleitete schon hier in Victoria eine Whale Watching Tour zu machen. Gesagt, getan fanden wir uns wenig später auf einem Zodiac (Schnelles Schlauchboot) von Orca Spirit wieder. Und da sich nach der Warnung unseres Skippers, man könne weiter vorne im Boot auch mal nass werden, keine anderen Freiwilligen fanden, saßen wir ganz vorne. &lt;br /&gt;Und tatsächlich wurden unsere Hoffnungen nicht enttäuscht und schon nach etwa 20 Minuten Fahrzeit erklärte unser Skipper, eine Gruppe von Orcas wäre in Sichtweite. Nach einigen Minuten gespannten Ausharrens mit zugekniffenen Augen und Hinweisen wie „Orca auf zwei Uhr“ erspähten wir schließlich alle diese Giganten. Es waren sechs Orcas, die etwa eine Stunde lang ganz in der Nähe unseres Bootes auf- und abtauchten und hin und wieder auch mal eine Fontäne in die Luft sprühten. Als die Orcas weiterzogen, entschied unser Guide, dass ein kurzer Abstecher zu den Discovery Islands sicherlich lohnenswert wäre bevor wir in der nächsten Bucht wieder auf unsere Walgruppe warten würden. Die Aufregung der Walsichtung verwandelte sich angesichts der Stille, als wir durch dieses spirituelle Gebiet der First Nations schipperten in eine tiefe Ruhe. Auch die sich hier in der Sonne räkelnden Seerobben ließen sich durch unser Boot nicht aufwecken. Mit dieser war es doch schnell wieder vorbei als wir, nun wieder schneller, Kurs auf Oak Bay nahmen. Und wirklich hatte sich unser Skipper nicht verrechnet und auch unsere Freunde aus der Tiefe des Meeres trafen gerade hier ein. Einige Zeit konnten wir noch hier verweilen und diese Giganten beobachten, bis schließlich das Ende unserer dreistündigen Tour nahte und wir uns schnellstmöglich (und etwas spritzend) auf den Rückweg machten. Diese Erfahrung war sicherlich eine ganz besondere von der wir noch lange zehren werden. &lt;br /&gt;Nach einer kurzen Weiterfahrt zum Fort Rodd mit dem Fisgard Lighthouse trauten wir unseren Augen kaum, als wieder eine Walgruppe vor dem Leuchtturm erschien – welch ein Glückstag! Für uns ging es dann noch weiter bis Chemainus, wo wir, nachdem wir uns einige der Murrals (Wandgemälde) angesehen hatten, auf einem einfachen Campground übernachteten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;23.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen machten wir unseren ersten Stopp an den Englishmen River Falls, die mit glasklarem Wasser in die Tiefe rauschen. Ein ähnlich beeindruckendes Bild bot sich uns wenig später an den Lower und Upper Falls im Little Quallicum Provincial Park,  die durch einen kleinen Spaziergang verbunden sind. &lt;br /&gt;Über Port Alberni und den Sprout Lake fuhren wir weiter Richtung Westküste bis Tofino. Am Wickannish Beach konnten wir viele Surfer dabei beobachten, wie sie versuchen, die Wellen des offenen Pazifiks zu bezwingen. Auf der Weiterfahrt beobachteten wir am Straßenrand einen Schwarzbären auf der Suche nach den letzten Beeren. Tofino selbst fanden wir eher wenig beeindruckend und sehr touristisch. &lt;br /&gt;Um so idyllischer war dann aber unser Platz auf dem Green Point Campground direkt am Long Beach. Hier zu reservieren ist auch in der Nachsaison ein absolutes Muss, denn dank der Nähe zum Strand erfreut sich der Platz nicht nur bei Surfern hoher Beliebtheit. Mit einem Spaziergang im Sonnenuntergang am Long Beach ließen wir den Tag entspannt ausklingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;24.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Der nächste Morgen begann für uns mit einem weiteren Spaziergang am Strand, der um diese Tageszeit noch komplett leer war. Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg und waren kurze Zeit später schon an der Cathedral Grove, wo wir einen kurzen Spaziergang durch den Wald voller riesiger Hemlock und Douglas Tannen machten. &lt;br /&gt;Weiter ging es dann über Qallikum Beach und den Ocean Scenic Drive zum Mount Washington Alpine Resort. Die  fantastischen Ausblicke genossen wir bei einer kleinen Wanderung in den Paradise Meadows. Nach einem kurzen Stopp zum Tanken in Campbell River entdeckten wir dann an den Elk Falls eine ganz neue Suspension Bridge direkt über den Wasserfällen. &lt;br /&gt;Gegen Ende des Tages ging es in den Strathcona Provincial Park, wo wir auf dem Ralph River Campground (dem einzigem Platz mit direktem Zugang zum Butle Lake) einen Stellplatz fanden.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;25.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Mit Blick auf den Butle Lake erwachten wir am frühen Morgen und stellten fest, dass es anfing sich zu bewölken. Also machten wir uns früh auf zu dem ersten Ziel des Tages, den Lower Myra Falls, die durch einen kleinen Trail zu erreichen und definitiv einen Besuch wert sind. Anschließend wanderten wir durch den Kast Creek und bestaunten die Lupin Falls sowie die Lady Falls. Da der Himmel nun recht dunkel geworden war und uns die ersten Regentropfen trafen, entschieden wir uns zu fahren. Weiter ging es nun zurück Richtung Campbell River.&lt;br /&gt;Dort angekommen stellten wir fest, dass wir dank der frühen Uhrzeit auch noch etwas weiter zurück Richtung Nanaimo fahren könnten, denn von dort wollten wir schließlich am nächsten Morgen die Fähre zurück zum Festland nehmen. Wir schafften es dann tatsächlich noch die Fähre um 17:20 Uhr zur Horseshoe Bay zu bekommen. Die Überfahrt war sehr windig und kurz vor Erreichen des Anlegers wies uns der Kapitän auf eine Gruppe von Walen hin, die gerade unser Schiff passierte. Die Nacht verbrachten wir auf dem Overflow Parkplatz des Porteau Cove Campgrounds, der sich mit seiner exzellenten Lage direkt über dem Pazifik am Sea-to-Sky Highway großer Beliebtheit erfreut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;26.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Für den nächsten Tag hatten wir uns eine ganz besondere Wanderung vorgenommen und so standen wir schon früh auf und bewunderten den stillen Ozean im Morgenlicht. Schnell ging es los zum Ausgangspunkt der Wanderung zum Garibaldi Lake, dem Rubbers Creek.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Wanderung zum See ist durchaus anstrengend, denn auf den gut neun Kilometer zum See gilt es auf den ersten fünf Kilometern 900 Höhenmeter zu überwinden. Trotzdem sind schon die Ausblicke nach diesen ersten Kilometern jede Anstrengung wert. Der  von Gletschern umgebene türkisblaue Garibaldi Lake ist ein absolutes Muss für jeden wanderfreudigen Kanada-Liebhaber. Als wir uns gerade auf den Rückweg machen wollten, entschied sich Olafs linker Wanderschuh plötzlich und unerwartet dazu einen Teil seiner Sohle zurückzulassen, sodass wir  durch eine Schuh-OP mit Hilfe des Taschenmessers am Ufer des wunderschönen Sees die Aufmerksamkeit der übrigen Wanderer erregten. Weiter fuhren wir an diesem Tag nur noch bis Whistler, wo wir abends beim BG Urban Grill einen wohlverdienten Burger aßen. Übernachtet haben wir auf dem Whistler RV Park, der zwar etwas außerhalb liegt, aber durch die Panorama Blicke über das Tal und auf die Gletscher überzeugt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;27.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Pluspunkt dieses Campgrounds ist die Nähe zu den Brandywine Falls, die wir am nächsten Morgen besuchten. Weiter ging es dann mit der Mission neue Wanderschuhe für Olaf zu finden. Und tatsächlich erwies sich der kleine Ort Pemberton mit seinem urkanadischen Outdoor Geschäft als ein Glücksgriff. Außerdem ist in diesem unscheinbar wirkenden Ort auch die Blackbird Bakery mit ihren Cinnamon Buns besonders zu empfehlen. &lt;br /&gt;Die neu erworbenen Wanderschuhe wurden dann direkt auf der nächsten Wanderung zum Upper Joffree Lake getestet und für gut befunden. Auch dieser See beeindruckt durch sein tiefblaues Wasser vor weißem Gletscher. Weiter ging es Richtung Rocky Mountains, an diesem Tag noch vorbei am Duffey Lake, der zu einem kurzen Fotostopp einlädt, über Lilloet bis Kamloops. In der Nähe übernachteten wir im Paul Lake Provincial Park, direkt am See.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;28.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen entdeckten wir kurz nach dem Verlassen des Campingplatzes einen über eine Wiese laufenden Schwarzbären. In Kamloops nutzten wir die Gelegenheit, unsere Vorräte aufzufüllen und dann ging es zügig weiter über Valemount bis zum Mount Robson. Bei einer kleinen Pause am Straßenrand des Yellowhead Highways wurden wir von einem gemächlich trottenden Schwarzbären beobachtet. Da der Himmel seit dem frühen Morgen strahlend blau und wolkenlos war, war die Spannung groß, ob es uns in diesem Jahr tatsächlich vergönnt sein sollte, den Mount Robson ohne Wolken zu bewundern. Und tatsächlich bot sich uns schon bei der Einfahrt in den Park der Anblick des mit Neuschnee überzogenen Berges vor wolkenlosem Himmel. Da wir unser Glück kaum fassen konnten, hielten wir auch direkt an der Visitor Information, um diesen seltenen Ausblick mit der Kamera festzuhalten. Nachdem wir einen Platz auf dem Robson Meadows Campground gefunden hatten, fuhren wir noch weiter zu den Reagard Falls, die besonders von der unteren Plattform aus ein Foto wert sind. Zurück am Campground ließen wir den Abend mit einem Campfire und Marshmallows ausklingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;29.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn am nächsten Morgen bereits einige Wolken aufgezogen waren, machten wir uns doch auf zu einer kleinen Wanderung. Die ersten Kilometer des Berg Lake Trails führten uns bis zum Ende des Kinney Lakes. Da wir am Nachmittag noch weiter bis Jasper wollten, endete die Wanderung hier für uns. &lt;br /&gt;In Jasper angekommen, waren wir überrascht von den fast ausgebuchten Campingplätzen, hatten aber Glück, und konnten auf dem Wapiti Campground noch einen schönen Platz finden. Um den Tag gemütlich zu beenden fuhren wir zu den Miette Hot Springs. Auf der Fahrt dorthin bekamen wir einige Dickhornschafe zu Gesicht. Das Bad in dem heißen Wasser, konnten wir, dank des Blickes auf die  mit Schneeflecken übersäten nahe gelegenen Berghänge, besonders genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;30.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Dass der Wapiti Campground seinem Namen alle Ehre macht, merkten wir als wir früh am nächsten Tag aufbrechen wollten und vor dem Eingang eine ganze Herde Wapitikühe mit einem Bullen stand und die Straße blockierten. Das Glück schien an diesem Tag auf unserer Seite zu sein, denn auf der Fahrt zum Maligne Lake begegneten wir auch noch einigen Elchen. Oben angekommen mussten wir leider feststellen, dass es am Maligne Lake sehr wolkig war, weswegen wir nur einen kleinen Spaziergang am See entlang machten. &lt;br /&gt;Nach einem Stopp in Jasper, wo wir unseren Tank und das Propan auffüllten,  machten wir uns auf Richtung Icefield Parkway. Mit einigen Stopps an den vielen Viewpoints und den Athabasca sowie Sunwapta Falls, kamen wir schließlich am Athabasca Glacier an. Ein kurzer Spaziergang führt ganz in die Nähe des Gletschers. Dort am Columbia Icefield Discovery Center verbrachten wir auch die Nacht bei eisigen Temperaturen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;01.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Beim Aufstehen am nächsten Morgen staunten wir nicht schlecht, als wir den Schnee vor und auf unserem Navion entdeckten. Da konnte uns nichts halten und mit Kameras bewaffnet hinterließen wir die ersten Spuren im frischen Neuschnee. Dass wir in Jasper nochmals Propan getankt hatten, hatte sich als richtige Entscheidung erwiesen. Nach dem Frühstück ging es dann weiter über den Icefield Parkway, der sich seinen Weg nun noch weiter ansteigend durch die schneebedeckten Berge bahnt. Am Sunwapta Pass holten wir dann auch die Handschuhe raus, als wir die Aussicht bewunderten. Weiter ging es mit Stopps an Sasketchewan River Crossing, Mistaya Canyon und dem Bow Summit. Insbesondere der Peyto Lake mit seiner tiefblauen Färbung sah an diesem Herbsttag wunderschön aus(IMG_10_01). Anschließend wanderten wie von der Num-Ti-Jah Lodge zu den Bow Glacier Falls. In diesem Talkessel nahm der Schneefall noch mehr zu. Anschließend ging es weiter bis zum Campground in Lake Louise, von wo wir noch einen kleinen Spaziergang ins Dorf unternahmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;02.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Als wir am nächsten Morgen losfuhren, wurde der Nebel auf der Fahrt Richtung Lake Louise immer dichter, so dass wir uns entschieden es am heutigen Tag etwas ruhiger angehen zu lassen und einen Stadtbummel in Banff zu unternehmen. Gesagt, getan, bummelten wir wenig später durch die vielen Geschäfte in Banff und staunten nicht schlecht, als der Schneefall dort immer hefiger zu wurde. Bei einem Einkaufsbummel durch schneebedeckte Straßen kam dann schon fast ein wenig Weihnachtsstimmung auf. Schließlich fuhren wir über den Bow Valley Parkway und den TransCanada Highway bis in den Yoho Provincial Park, denn laut der Wettervorhersage durften wir hier für den nächsten Tag mit strahlend blauen Himmel rechnen. Nachdem wir auf dem Kicking Horse Campground einen Stellplatz gefunden hatten, besuchten wir das Visitor Information Center in Field und unternahmen am Abend bei bereits wolkenlosem Himmel noch einen Spaziergang zu den Wapta Falls.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;03.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Da der Himmel auch am nächsten Morgen hielt, was der Wetterbericht versprochen hatte, und schon die Nacht  wolkenlos geblieben war, wanderten wir bei -7°C auf dem Iceline Trail los. Die kalte Luft passte gut zu den vielen tollen Gletschern und gigantischen Ausblicken, mit denen man auf diesem sehr hoch gelegenen Trail, nach dem ersten steilen Aufstieg, konstant verwöhnt wird. Der Trail lässt sich auch gut als Rundwanderung (17,5 km) gestalten und so kehrten wir dann über den Celeste Lake und die Laughing Falls zurück zum Parkplatz direkt an den Takkakaw Falls. Nach dieser beeindruckenden Wanderung bei wolkenlosem Himmel beschlossen wir unser Glück am nächsten Tag nochmals am Lake Louise zu versuchen und übernachteten wieder auf dem Campground dort.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;04.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Um das schöne Wetter voll auszunutzen und den Touristenbussen zu entgehen machten wir uns am nächsten Tag sehr früh auf zum Lake Louise. Von dort wanderten wir dann zum Lake Agnes Teahouse und kamen kurz nach Öffnung dort an. Das Teahouse am Lake Agnes umgeben von steilen Bergen wirkt wie ein verwunschenes Häuschen. Der Tee und die Heiße Schokolade mit Marshmallows, die wir auf der Terrasse sitzend mit Blick auf den  See und die Berge genießen konnten, könnten besser nicht schmecken. Und auch jetzt zurück in Deutschland genießen wir immer mal wieder gerne eine Tasse des Tees, den wir in luftiger Höhe am Lake Agnes erworben haben. Frisch gestärkt ging es dann weiter nach  oben auf den Big Behive, von dem man eine geniale Aussicht auf den Lake Louise und das Chateau hat. Für den Abstieg wählten wir die Strecke über den Highline Trail, über den man dann am Ende des Lake Louise ankommt und den Rest der Strecke direkt am See zurücklegen kann. &lt;br /&gt;Weiter ging es für uns an diesem Tag dann noch in den Kootenay Park, wo wir noch einen Spaziergang am Marble Canyon machten, der an einigen Stellen so eng wird, dass man nicht mehr bis auf das Wasser hinunter blicken kann. Die Nacht verbrachten wir auf dem Redstreak Campground in beinahe völliger Einsamkeit ohne Nachbarn. Nur ein Streifenhörnchen ließ sich abends am Campfire blicken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;05.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen besuchten wir den kleinen Supermarkt in Hot Radium Springs und frischten nicht nur unsere Vorräte auf, sondern hielten auch noch einen netten Plausch mit den Verkäuferinnen, die uns versicherten, die 0°C draußen seien ein ganz typischer Indian Summer -brrr! Aber trotz dieser Temperaturen ließen wir es uns nicht nehmen, eine Weile in den heißen Quellen zu schwimmen, und tatsächlich sind die 0°C, sobald man im Wasser ist, vergessen. &lt;br /&gt;Nach diesem erfrischenden Morgenbad fuhren wir weiter bis Fort Steele. Beim Besuch des ehemaligen Mountie Forts, in dessen ehemaligen Hotel ab diesem Herbst auch wieder Zimmer vermietet werden, fühlten wir uns leicht in der Zeit zurückversetzt. Nach Hot Chocolate und noch warmen Cinnamon Bun in der Sonne auf der Terrasse vor der Bakery, einem Besuch beim örtlichen Sattelmacher und der ansässigen Schneiderin, waren wir uns einig, dass dieses Fort den Titel „bekannteste Geisterstadt Westkanadas neben Bakerville“ verdient hat. &lt;br /&gt;Ein kleines Stück weiter übernachteten wir dann am Norbury Lake, einem bei Einheimischen besonders für Wochenendausflüge beliebten Campground. Ein Campfire mit Marshmallows rundete den goldenen Oktobertag ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;06.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Während der Fahrt am nächsten Tag wurde es immer windiger und als wir unser eigentliches Ziel, den Waterton Nationalpark direkt an der Grenze zu Montana, erreichten hatte sich dieser Wind zu einem Sturm mit 100km/h ausgeweitet. Aber nicht genug, leider konnten wir hier nichts unternehmen, denn die Waldbrände des Spätsommers hatten dem Park so zugesetzt, dass alle Einrichtungen geschlossen waren. Selbst die Tourist Information war den Flammen zum Opfer gefallen. Doch das, was man in dem Wind erahnen konnte sah nach wunderschöner Natur aus, so dass der Waterton schon ganz oben auf der Liste für einen der nächsten Kanada Urlaube steht. Wir entschieden uns kurzerhand weiter bis Fort McLeod zu fahren und dies zu besichtigen. Auf dem Weg dorthin, sichteten wir sogar zwei Wölfe und bestaunten die Weiten der Prärie. Nach der Besichtigung des doch recht kleinen Forts, fuhren wir noch zum nur einige Kilometer entfernten Buffalo-smashed-in-the-head-jump. Von dort hat man einen wunderbaren Blick über die Weiten der Prärie. Auf einem kurzen Trail begegnete uns eine kleine Wapiti Gruppe, die sich geduldig fotografieren ließ. &lt;br /&gt;Der von außen unscheinbare Daisy May Campground in Fort McLeod entpuppte sich als wahres Überraschungsei, denn von innen war er recht schön und die Besitzerin äußerst liebenswürdig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;07.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg zurück in die Rockies. Unser Ziel war der Peter Lougheed Provincial Park, der besonders bei Einheimischen beliebt ist. So kam es dann auch, dass wir mit viel Glück noch den letzten Platz auf dem Elkwood Campground ergatterten, umgeben von Thanksgiving Weekend feiernden Kanadiern. Bei leichtem Schneefall wanderten wir durch eine geschlossene Schneedecke bis zum Elbow Lake, der an den Seiten bereits etwas gefroren war. Während der Fahrt zurück zum Campground begegneten wir noch Wapitis und Dickhornschafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;08.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen wurden wir von ein paar Zentimetern Neuschnee begrüßt, die sich auf der Fahrt zum Visitor Center als recht glatt erwiesen. Außer uns war wohl auch deswegen niemand dort. &lt;br /&gt;Ganz anders bei unserer Wanderung wenig später zum Rawson Lake, wo die Einsamkeit erst auf dem Weg am See entlang wieder einsetzte. Dank der Tourist Information hatten wir von einem inoffiziellen Weg erfahren, der am Ende des Sees hinauf auf einen Bergsattel führen sollte. Leider war wegen des dichten Schnees außer Fußstapfen nicht viel zu erkennen. Diesen folgten wir dann für eine Weile, bis es zu steil und zu glitschig wurde und die Spuren abbrachen. Aber auch von dort, ungefähr auf halber Höhe, hatte man geniale Ausblicke. &lt;br /&gt;Auf der Fahrt zurück zum Campingplatz in freudiger Erwartung eines warmen Campfires trauten wir unseren Augen kaum, als am Straßenrand Mr. Moose mit seiner Familie seelenruhig im Schnee stand. Sowohl Mutter als auch Moose Baby ließen sich wie auch der Elchbulle in aller Ruhe ablichten. Mit unserem Campfire am späten Nachmittag schlossen wir uns allen anderen Nachbarn an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;09.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag ging es für uns leider schon nach Calgary und damit ganz schnell dem Ende unseres Urlaubs entgegen. Nach der Begegnung mit einem letzten Wapiti und einem letzten Moose für diesen Urlaub fuhren wir über den Hwy. 1A und Airdrie zum Mountain View Campground. Dort reinigten wir den Navion und verbrachten einen letzten schönen Abend in Kanada.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;10.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Der günstig gelegene Platz ermöglichte es uns am nächsten Morgen um kurz nach acht bei Traveland den Navion zurückzugeben. Der nette Service dort und der gute Kaffee bestätigten den Eindruck, den wir schon bei der Übernahme bekommen hatten. Traveland garantiert ein von Anfang bis Ende gut betreuten, komfortablen Urlaub. Der deutsche Auswanderer Klaus, der uns später mit dem Navion zum Flughafen brachte, ist ein Beispiel dafür. &lt;br /&gt;Am Flughafen angekommen checkten wir ein und gaben unser Gepäck bei der Gepäckaufbewahrung auf. Schnell ging es dann mit dem Bus nach Downtown, wo wir noch etwas durch die Stadt schlenderten und unser letztes Mittagessen in Kanada genossen. Indisch beim Royal Indian Restaurant mit Buffet, das besonders von Geschäftsleuten in der Mittagszeit häufig frequentiert wird.&lt;br /&gt;Der Rückflug mit Air Canada war ebenso angenehm wie auch der Hinflug mit Lufthansa. So landeten wir schließlich wohlbehalten in Frankfurt und waren doch etwas traurig über das Ende des Urlaubs. Aber wir sind uns sicher, nach Kanada ist vor Kanada!</description>
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                <title>Eine Familie on the Road 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 09 Apr 2018 12:43:39 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/bild-12-icefields-parkway.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;Eine Familie on the Road&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text zum Textwettbewerb 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Autor: David Schulz&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kommt mit uns zu den schönsten Orten im Westen Kanadas auf dem Weg von Vancouver nach Calgary!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Herbst 2016 waren wir als Wiederholungstäter auf Vancouver Island unterwegs, allerdings das erste mal als Familie mit unserem damals 4jährigen Junior und es war einfach toll - Kanada ist immer toll!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu unserer großen Freude machten wir mit unserem Urlaubsvideo aus diesem Urlaub den &lt;br /&gt;1. Platz im Videowettbewerb und mein Mann David meinte. &quot;...ich frag mal ob SK ein Angebot für uns hat... &quot; und sie hatten eins. ;-)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oneway von Vancouver nach Calgary mit dem Navion von Traveland .... Los gehts, bitte alle einsteigen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Mittwoch 20.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Unser Direktflug geht nachmittags mit Lufthansa direkt von Frankfurt nach Vancouver. Bei guter Sicht und Sonne landen wir pünktlich nach einem ruhigen Flug in Vancouver. Immigration am Automaten (gab es im letzten Jahr noch nicht) geht zügig voran und unser Gepäck haben wir auch ruckzuck. Ab gehts mit dem Shuttle ins Sandman Airport Hotel. &lt;br /&gt;Hier werden wir zwei Nächte bleiben um Vancouver, unsere Lieblingsstadt, noch einmal ausgiebig zu erkunden. Nach einem kurzen Spaziergang zu Denny`s, einem Hotdog und Milchshake gehts zurück ins Hotel. Der Abend endet früh mit einem grandiosen Sonnenuntergang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Donnerstag 21.9.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Der Tag startet wie erwartet früh dank Jetlag ...Um 7.30 Uhr sind wir bereits in der Lobby und warten auf den Shuttle Richtung Airport. Der Fahrer setzt uns netterweise in der Nähe der Skytrain Station ab und gibt uns viele Infos, wie wir am günstigsten nach Vancouver Downtown kommen.&lt;br /&gt;Unser erstes Ziel ist der Canada Place und Coal Harbour, die Sonne lacht und das nutzen wir für einen Rundflug mit dem Wasserflugzeug über Vancouver mit Harbour Air. Ein Erlebnis! Wir genießen die Aussicht auf die Skyline, North Vancouver, die Lions Gate Bridge und Stanley Park und nach einem kurzen Schlenker über die English Bay und Sicht auf Vancouver Island in weiter Ferne landen wir wieder butterweich. &lt;br /&gt;Zu Fuß gehts jetzt vorbei am Canada Place, wo wir einen großen Kreuzfahrer bestaunen, weiter zur Waterfront Station Richtung Gastown. Wir besuchen die Steam Clock Punkt 2:00 pm und ein spätes Lunch gibts in der Old Spaghetti Factory. Auf dem Rückweg kommen wir mit anderen SK - Kunden ins Gespräch, die ihren Urlaub in Vancouver ausklingen lassen. Erkannt haben wir sie am roten SK Rucksack ein echtes Erkennungsmerkmal, das auch wir mit uns tragen und welches uns auf unserer Reise immer wieder begegnete. &lt;br /&gt;Wir nutzen unsere Tagestickets und setzen mit dem Seabus über nach North Vancouver. Von dort haben wir eine Superaussicht auf die Skyline von Vancouver und der Junior kann kurz Pause machen. Wir bummeln durch den Waterfront Park und unser Junior tobt sich auf dem Spielplatz aus. Danach erkunden wir den Lonsdale Quay Market, gönnen uns eine leckere Pizza und genießen die Sonne. Ach ist das Leben schön! So langsam müssen wir Retour, denn ich möchte gern noch einmal nach Granville Island. Mit dem Skytrain fahren wir bis Yaletown und nehmen dann den Aquabus. Wir schlendern durch die Markthallen, gönnen uns eine leckere Limonade und inspizieren jeden der Verkaufsstände egal ob Fisch, Obst, lecker Törtchen oder schöne Dinge des Lebens. Auf einer Bank genießen wir die Aussicht bei Livemusik. Es wird Abend und der lange Tag zeigt Spuren, zurück mit dem Aquabus und dann weiter mit dem Skytrain bis zum Airport. Unser Kleiner schläft bereits ein. Der Shuttle bringt uns wieder zum Hotel und um 19:00 Uhr fallen wir auch ins Bett. Morgen startet unser Roadtrip mit dem Camper. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Freitag 22.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Heute übernehmen wir unseren Navion von Traveland. Bereits 10 Minuten vor der vereinbarten Zeit ein Anruf von der Rezeption - der Shuttle ist bereits da, überpünktlich. Rasant geht es zur Vermietstation von Traveland, wo man uns bereits freundlich erwartet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Übernahme und Formalitäten sind fix erledigt, unsere Sachen schnell verstaut und das Wichtigste - die Musik läuft. Wow, was für ein cooler Camper mit viel Platz, Dank des Slide out und toller Ausstattung. Eine Extradecke bekommen wir noch für die kühlen Herbstnächte in den Rockies. Bereits um 10.30 Uhr rollen wir vom Hof. Nach dem ersten Einkauf bei Walmart und Save on Foods sind wir 300 Dollar ärmer, aber gut ausgestattet. Jetzt geht es zum ersten Campground.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Porteau Cove Provincial Park ist unser Ziel. Er liegt nicht direkt auf unserem Weg in die Rocky Mountains, aber diese Reise wird ein Mix aus bereits gesehenen Orten und neuen Wegen. Es ist auch der einzig vorreservierte Campground. Da heute Freitag ist und die Kanadier auch gern am Wochenende den Porteau Cove Campground für ihre Outdoortrips nutzen, hatte ich bereits Wochen vor unserer Reise die letzte freie Site 20 gebucht. Ein bisschen ist es wie nach Hause kommen, da wir das dritte mal hier stehen.&lt;br /&gt;Wir sind etwas aufgeregt, da es bis zu unserer Abreise in vielen Provincial Parks in British Columbia und Alberta ein Campfire Ban durch die schweren Waldbrände in diesem Jahr gab. Schweren Herzens hatten wir uns schon auf einen Urlaub OHNE Lagerfeuer eingestellt, aber wir haben Glück. Auf Grund der Wetterlage wurde die Regelung aufgehoben und bereits beim Einchecken werden wir gefragt ob wir Firewood bräuchten - YES, of course!&lt;br /&gt;Fix den Camper geparkt, das Stromkabel angestöpselt, Slide out raus, die Markise und ab gehts erstmal ans Wasser. Es ist soooo schön hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Samstag 23.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Guten Morgen, nach einer gemütlichen ersten Nacht in unserem neuen Zuhause starten wir ganz gemächlich in den Tag, nach dem Frühstück drehen wir nochmals eine Runde im Provincial Park und starten dann wieder Richtung Vancouver. Unser nächster Stopp ist der Cypress Mountain Viewpoint. Wir genießen das schöne Wetter und die Aussicht auf Vancouver. Zweiter Anlaufpunkt ist der Lynn Canyon. Leider ist der Parkplatz rappelvoll, keine Chance auf einen Platz für unseren Camper und so fahren wir weiter. Ein Grund wiederzukommen. &lt;br /&gt;Unser Ziel ist, heute Hope zu erreichen. Für die Nacht haben wir uns den Silver Lake Provincial Park rausgesucht und diesen erreichen wir auch am frühen Abend. Es nieselt leicht, aber es hält uns nicht davon ab, eine Runde um den idyllischen See zu laufen. Die Ruhe ist himmlisch und der See spiegelglatt. Nach dem Abendbrot, es gab lecker Lachs, gehts auch zügig ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sonntag 24.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Ein Blick nach draußen am Morgen zeigt Sonne. Auf gehts zuerst ins Visitor Center Information einholen, und dann zu den Othello Tunnels. &lt;br /&gt;Ausgestattet mit Stirnlampe (für unseren Junior war es eine Gehirnlampe ;-) ) Snacks und Getränken starten wir den kurzen Trail. Die Mittagspause verbringen wir entspannt in der Sonne am Kawkawa Lake. Junior tobt sich auf dem Spielplatz aus.&lt;br /&gt;Wieder on the Road heißt unser heutiges Endziel Bear Creek Provincial Park am Okanagan Lake. &lt;br /&gt;Wir staunen über die wechselnden Landschaften von den hohen Bergen zu der weiten goldbraunen Hügellandschaft. In Merrit machen wir kurz Rast und entdecken zwei Coyoten am Strassenrand. Zum Abend verzieht sich die Sonne, wir finden einen schönen Platz ein bisschen entfernt vom Okanagan Lake, aber in der Nähe vom Spielplatz. Es gibt Steak vom Grill und danach werden noch ein paar Marshmallows über dem Feuer geröstet.&lt;br /&gt;Mal schauen was uns morgen erwartet.....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Montag 25.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Kelowna und Umgebung kennen wir noch nicht und so entscheiden wir uns zuerst nach Peachland zu fahren, um im Hardy Falls Regional Park zu schauen, ob wir Glück haben Lachse bei ihrer Wanderung zu beobachten. Leider ist der Park wegen Waldbrandgefahr gesperrt, aber am Eingang können wir im Creek ein paar Lachse beobachten und nach einer ganzen Weile schaffen es einige sogar mit einem Sprung die nächste Stufe gegen den Strom zu erreichen.&lt;br /&gt;Danach fahren wir nach Kelowna, schauen uns die Seeschlange &quot;Ogopogo“ an und bummeln durch die Stadt. &lt;br /&gt;Schnell vergeht die Zeit und die Frage ist: &quot;Wo bleiben wir die Nacht?“ &lt;br /&gt;Wir fahren Richtung Vernon und bleiben im schönen Ellison Provincial Park. Von unserem Stellplatz aus haben wir einen tollen Blick auf den Okanagan Lake und während ich das Essen zubereite, erkunden meine Männer die Umgebung und gehen runter zum Strand an den See.&lt;br /&gt;Besonders die vielen Squirrels direkt an unserem Platz begeistern unseren Junior.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dienstag 26.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Heute wird der wärmste Tag unserer ganzen Reise mit 26° Grad. Die Sonne weckt uns morgens und wir trödeln in den Tag. Nach dem Frühstück gehts erstmal runter an den See. Unser Junior findet trotz der Sprachbarriere schnell eine Spielfreundin und Mama macht die Dolmetscherin. &lt;br /&gt;Was machen wir heute? Es gefällt uns gut hier... Bleiben oder weiterfahren? Erstmal statten wir in Vernon Davison Orchards einen Besuch ab. Es ist eine Apfelplantage, schön gemacht mit Café, Laden, Spielplatz und Streichelzoo. Dem Junior gefällt es gut und wir Eltern entspannen bei 26° Grad in der Sonne. Wir bevorraten uns mit leckeren Äpfeln und das eine oder andere Souvenir wandert auch ins Gepäck.&lt;br /&gt;Wir entscheiden uns dann doch weiterzufahren, das Wetter zu nutzen, um schöne Ausblicke auf die Berge zu erleben. &lt;br /&gt;Gesagt, getan. Wir steuern das 50 km entfernten Echo Lake Resort nähe Lumby an, als wir allerdings gegen 16:30 Uhr ankommen ist das Büro bereits geschlossen, alles wirkt recht verlassen und still. Nur ein Eichhörnchen erschreckt uns, als es uns aus dem Papierkorb entgegen springt. &lt;br /&gt;Ein Plan B muss her, zurückfahren wollen wir nicht. Fix im Routen-Handbuch von Rainer Schoof nachgeschlagen - in Edgewood ist ein kleiner Campground. Hört sich gut an und 90 km sollten wir noch schaffen bevor es dunkel wird. Also los gehts Richtung Arrow Lakes. Die Abendsonne färbt die auftauchenden Bergspitzen golden. Wunderschön, ich könnte ewig so weiterfahren. Unser Junior dagegen nicht, er wird müde und wir beschäftigen ihn mit seinem Lieblingshörspiel &quot;Feuerwehrmann Sam“ ,welcher uns bis Edgewood treu begleitet. &lt;br /&gt;Erst nach 19:00 Uhr treffen wir in Edgewood ein und es dämmert schon sehr. &lt;br /&gt;Der einfache Campground liegt wunderschön am Arrow Lake und wir sind ganz allein. &lt;br /&gt;Es wird schnell dunkel und der Mond geht auf. Ich höre nur das Rauschen des Sees und das Schnattern der kanadischen Gänse, die sich auf dem See eingefunden haben. &lt;br /&gt;Es ist wunderbar so völlig allein zu stehen, allerdings ist auch eine leichte Anspannung in mir. Den Camper verlasse ich jedenfalls an diesem Abend nicht mehr. Man weiß ja nie.... Bären hatten wir bisher noch nicht gesehen, aber Warnungen waren überall zu lesen.&lt;br /&gt;Eins bestätigt sich auch in dieser Nacht - beim Blick mitten in der Nacht um 2 Uhr aus dem Camperfenster Richtung Norden ist ein schwacher hellgrüner Schein zu entdecken - NORDLICHTER - so wie in Schoofs Handbuch beschrieben erhellen den Himmel. &lt;br /&gt;Meine Jungs schlafen tief und fest und ich bin ehrlich gesagt zu ängstlich allein draußen die Nordlichter mit der Kamera einzufangen. &lt;br /&gt;Aber selbst ist die Frau, der Camper steht günstig und so öffne ich das Fenster und mit Stativ und der richtigen Kameraeinstellung hab ich mein Beweisfoto. Grandios!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Mittwoch 27.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Früh am Morgen werde ich wach, die Sonne erhellt gerade den Tag und heute kann ich richtig erkennen wie schön dieser Ort ist. Ein toller Blick über den Upper Arrow Lake, mit den Bergen im Hintergrund, Nebelschwaden über dem See und ein Weisskopfseeadler zieht seine Bahnen...Dies ist einer der schönsten Morgen auf unserer Reise. Mit einem Kaffee geniesse ich diese Zeit bis meine Jungs auch aufwachen. Update: der Stellplatz kostet 20 Dollar die Nacht.&lt;br /&gt;Wir starten Richtung Nakusp. Die kostenfreie Fähre in Fauquier bringt uns über den Arrow Lake ans andere Ufer. Dichter Nebel hält sich über dem See. Einen ersten Stop legen wir am McDonald Creek PP ein und suchen uns eine Site für die kommende Nacht. Der Provincial Park ist gut besucht und liegt herrlich direkt am Arrow Lake, mit schönem Strand und tollem Panoramablick. Die Sonne lässt den Nebel langsam verschwinden und wir genießen das schöne Wetter. Nach dem Mittagessen fahren wir in das Städtchen Nakusp. Zuerst gehts zur Visitor Information, wo wir Infos zur Umgebung, den heißen Quellen und Wanderzielen erfragen. Die Mitarbeiterin ist aus Deutschland und nutzt unser Gespräch um ihr Deutsch aufzufrischen. Junior bekommt einen Pin mit der Kanadaflagge und ein tolles Ahornblatt-Tattoo. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir entscheiden uns heute Nachmittag die heißen Quellen zu besuchen und entspannen bei schönstem Wetter in den wohlig warmen Pools. Auch hier haben wir ein nette Unterhaltung mit deutschen Auswanderern. Danach laufen wir noch einen kurzen Trail zu einem nahe gelegenen Wasserfall. Unser Junior ist voller Energie und möchte gern noch weiter durch den Wald stöbern, aber es ist bereits nach 17:00 Uhr und abends wird es jetzt doch recht schnell dunkel. Also gehts unter Protest zurück zum Camper und dann zu unserem Stellplatz im Mc Donald Creek PP.&lt;br /&gt;Meine Männer entfachen das Lagerfeuer und wir sitzen noch gemütlich nach dem Abendbrot zusammen. &lt;br /&gt;Gegen 20:00 Uhr gibts gibt es noch die Gute-Nacht-Geschichte für den kleinen Mann und eine Kuschelrunde. Mein Mann genießt die Ruhe am Lagerfeuer, kommt allerdings kurz vor 21:00 Uhr ( Junior ist noch wach) in den Camper gestürmt: Los gehts, zieht euch warm an, es sind Nordlichter zu sehen! Na da sind wir dabei! Warm eingepackt und mit Campingstühlen, Decken, Kamera und Stativ ausgestattet laufen wir die wenigen Schritte bis an den See. Ja es sind Nordlichter - hellgrün und ein bisschen pink ziehen sie nördlich am Himmel entlang. Schnell Stativ aufgebaut und Kamera eingestellt und versucht das Schauspiel einzufangen. Als das Auge sich auf die Dunkelheit eingestellt hat, sehen wir auch die abermillionen Sterne am Firmament und sogar die Milchstrasse. Ich hab noch nie soooo viele blinkende Sterne gesehen. Ein unbeschreiblich schöner Moment den wir als Familie erleben dürfen.&lt;br /&gt;Jedes Geräusch und Knacken in der näheren Umgebung wird allerdings auch von meinem Mann mit der Taschenlampe auf ungebetene Gäste kontrolliert. Aber alles bleibt ruhig. Nach 40 Minuten ebbt das Schauspiel am Himmel ab und auch uns ist ziemlich kalt. Zurück im Camper kuscheln wir uns ein und träumen noch von grünen tanzenden Lichtern am Nachthimmel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Donnerstag 28.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Nach dieser Nacht gönnen wir uns noch einen Ruhetag. Ich muss Wäsche waschen, unser Camper braucht Treibstoff, und wir müssen dumpen. Dazu fahren wir nochmals nach Nakusp. Bis alle Erledigungen fertig sind, ist es Mittag und wir versorgen uns bei The HUT mit Burgern, Pommes und Nuggets. Alles sehr lecker und mit Liebe hausgemacht. Der Junior bestellt sich noch ein &quot;Little Ice“ und bei strahlendem blauen Himmel essen wir draußen. Mit einem Bummel durch die Stadt und ein Besuch bei Jennifers Chocolates beenden wir unseren Besuch und fahren Richtung Norden weiter. Mit der kostenlosen Fähre setzten wir über zur Shelter Bay. Es ist früher Nachmittag und so ganz können wir uns nicht von den Arrow Lakes trennen. Es ist einfach zu schön. Wir bleiben gleich hier auf dem Campground in der Shelter Bay. Der Platz ist nicht der schönste, aber mit uns stehen nur drei weitere Camper und wir kommen schnell mit unseren kanadischen &quot;Nachbarn“ ins Gespräch, wandern am Ufer des Sees entlang und unser Sohn baut Steinmännchen, sucht Stöcker und wirft Steine ins Wasser. Ein perfekter, sonniger Tag. Abends wird auf dem Lagerfeuer gegrillt und der Tag endet mit einem schönen Sonnenuntergang und einem prächtigen Farbenspiel auf den umliegenden Bergen. Abends zieht sich der Himmel leider zu...heute verstecken sich die Nordlichter. Schade.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Freitag 29.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Nach diesem ruhigen Tag sind wir wieder früh wach und los geht es Richtung Revelstoke. Mit dem ersten Tageslicht starten wir. Auf der Strecke ergeben sich viele schöne Ausblicke. Wir werden heute den Mount Revelstoke National Park besuchen und die 26 km des Meadows in the Sky Parkway erkunden. Dank des 150. Geburtstags Kanadas ist der Besuch der National Parks dieses Jahr frei. 2010 waren wir im Juni bereits hier, allerdings war die Strasse so früh im Jahr nicht komplett geöffnet. Heute fahren wir bis zum Ende und erklimmen den Gipfel. Tolle Aussichten und die kurzen Wanderwege bringen auch unserem Junior Spaß. Entgegenkommende Wanderer werden mit &quot;Hello, I am from Germany“ gegrüßt und ein freundliches &quot;Wir auch...“ schallt uns entgegen. Spannend ist es für uns alle, denn es wird wieder vor Bären gewarnt und man sollte in 4er Gruppen wandern. Wir sind so laut und der Junior erzählt pausenlos, da wird jeder Bär abgeschreckt. Aber ein paar Squirrels und Grey Jays begleiten uns auf der Wanderung.&lt;br /&gt;Am Nachmittag steht der Besuch des Enchanted Forest auf dem Plan, ein verzauberter Märchenwald, der unserem Sohn sehr gefällt und auch wir staunen über die liebevoll gebauten Märchenhäuser. &lt;br /&gt;Auf dem Weg zum Illecillewaet CG im Glacier NP stoppen wir noch für einen kurzen Spaziergang auf dem Giant Cedars Boardwalk Trail. Beeindruckend diese riesigen alten Bäume. &lt;br /&gt;Der Illecillewaet CG schließt morgen, denn der Winter kündigt sich an. Obwohl es abends schon recht kühl ist, gehört ein Lagerfeuer zum Kanadaurlaub dazu und wir grillen wieder. In der Nacht haben wir den ersten Frost....&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Samstag 30.09.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;...und am Morgen glitzert um uns herum der Raureif und auf den Bergspitzen liegt frischer Schnee. Rocky Mountains - here we go! Auf dem Trans-Canada Hwy geht es heute bis zum Kicking Horse CG im Yoho National Park. Einen Stopp legen wir an den Wapta Falls ein, mein kleiner Mann hat Hunger und mein Mann übernimmt freundlicherweise die Versorgung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich dagegen schließe mich einer kanadischen Familie aus Saskatchewan an und wandere die 2,5 km zu den Wasserfällen und nebenher haben wir interessante Gespräche. &lt;br /&gt;In der Touristinformation von Field checken wir das Wetter der kommenden Tage, das sieht etwas durchwachsen aus ... abwarten. Auf dem CG beziehen wir die Site 27, ein Revival, denn dort standen wir auch 2010 mit Blick auf den Kicking Horse River.&lt;br /&gt;Es ist früher Nachmittag und es beginnt etwas zu nieseln, aber für Lake Louise war schönes Wetter vorhergesagt. Also auf zu dem Juwel der Rockies. Kurz stoppen wir am View Point der Spiral Tunnels und einige Zeit später kündigt sich auch ein Zug an.&lt;br /&gt;Die Anfahrt zum Lake Louise gestaltet sich schwierig. Unzählige Autos, Parkeinweiser und Millionen Menschen - das hatten wir anders in Erinnerung. Aber jetzt sind wir hier und machen das Beste draus. Mein Mann setzt mich in der Nähe ab, so kann ich die schwindende Sonne noch für die Fotos am See nutzen und er begibt sich auf Parkplatzsuche. Das Ufer am Anfang des Sees ist einfach nur voll, vor allem mit asiatischen Bustouristen. Ein Foto ohne Menschen ist fast unmöglich, aber etwas weiter entfernt entspannt sich die Lage. Nach einer kleinen Ewigkeit tauchen meine Jungs auf und ganz klar, unser Junge hat Hunger, wir aber nur Getränke, Kamera und Geld dabei. Na dann versuchen wir mal unser Glück im Fairmont Chateau Lake Louise. &lt;br /&gt;So sitzen wir wenige Minuten später bei einem späten Lunch im Restaurant des Hotels mit direktem Blick auf den Lake Louise. Auch ein Highlight unserer Reise, das uns immer in Erinnerung bleiben wird.&lt;br /&gt;Später laufen wir noch ein Stück weiter am See entlang und genießen die schöne Aussicht auf See und Hotel. Nach 18:00 Uhr (vorher ist die Strasse für Camper gesperrt und ein Shuttleservice fährt) starten wir noch die Fahrt zum Moraine Lake. Auch hier ist noch viel los. Wir erklimmen den Rockpile Trail und stehend staunend vor diesem berühmten türkisblauen See. Leider zieht sich der Himmel zu und es beginnt leicht zu schneien. Der Schönheit des Ortes tut es aber keinen Abbruch. Mit der Dämmerung treten wir den Rückweg zum Kicking Horse CG an. Gute Nacht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sonntag 01.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Die ganze Nacht hat es geregnet, auch heute morgen zeigt sich der Himmel grau und Neuschnee liegt auf den Bergspitzen. Mal abwarten! Nach dem Frühstück sehen wir die ersten blauen Stellen am Himmel. Wir brechen auf zum Emerald Lake. In diesen hatte sich mein Mann 2010 ganz verliebt und wieder stehen wir staunend vor dem windstillen, türkisen See mit unglaublichen Spiegelungen, die Bustouristen sind allerdings auch schon da. Wir nutzen die Zeit und mieten uns ein Kanu für eine Stunde, genug für unseren quirligen Sohn, wir könnten definitiv weiter paddeln. &lt;br /&gt;Auf dem Rückweg stoppen wir kurz bei der Natural Bridge, und sehen dem Kicking Horse River zu, wie er tosend durch das Gestein rauscht. &lt;br /&gt;Dieses Jahr besuchen wir zum ersten mal die Takakkaw Falls, 2010 war die Strasse noch wegen Schnee geschlossen. Mein Mann meistert die engen Kurven mit unserem Camper anstandslos und der Wettergott ist auf unserer Seite. Bei schönstem Sonnenschein laufen wir den kurzen Weg bis zu den zweithöchsten Wasserfällen Westkanadas. Ich erzähle meinem Sohn, dass man die Gischt spürt, je näher man dem Wasserfall kommt, es packt ihn der Ehrgeiz und er klettert mit mir noch ein Stück höher hinauf... Wow - eine grandiose Kulisse!&lt;br /&gt;Gegen 16:00 Uhr sind wir wieder zurück am Campingplatz. Was nun? Ursprünglich wollten wir im zweiten Teil der Reise über den Kootenay NP, einem Abstecher zum Whiteswan Lake PP, Fort Steel und dem Waterton Lake NP zurück nach Calgary. Kurz vor unserem Reisestart wütete ein Waldbrand im Waterton Lake NP und der Park wurde gesperrt. In der Touristinformaton wird uns dies bestätigt und auch der Whiteswan PP sei betroffen. Da wir zu wenig Informationen haben, streichen wir unseren ursprünglichen Plan. Unsere Entscheidung fällt spontan. Wir fahren nochmals den berühmten Icefields Parkway und starten noch heute. Als Ziel haben wir den noch geöffneten Mosquito Creek CG oder David Thompson CG ausgesucht. &lt;br /&gt;Das Wetter spielt mit und wir genießen die Aussichten rechts und links des Parkway. Es ist nicht in Worten zu fassen und wir sind richtig aufgeregt noch einmal diese Traumstrasse zu fahren. Kaum Verkehr und die Kilometer rollen sich weg. So fahren wir durch bis zum David Thompson CG am gleichnamigen Highway. Am Bow Summit setzte leichter Schneefall ein aber kurz danach schien wieder die Sonne. Gegen 18:30 Uhr erreichen wir den David Thompson CG. Nur noch zwei weitere RVs stehen hier mit uns. Es ist ziemlich kalt und windig und der Host bestätigt den zu frühen Wintereinbruch, in Jasper habe es bereits gescheit und auch dieser CG schliesst in ein paar Tagen. Auf die Frage, ob es in der Nacht Schneien wird, kommt als Antwort ein &quot;Maybe!“ &lt;br /&gt;Wir verziehen uns schnell in unser warmes rollendes Heim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Montag 02.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;7:00 Uhr sind mein Mann und ich bereits wach. Draußen ist es noch stockdunkel. Na? Hat’s geschneit? Erstmal die Standheizung an und einen Kaffee gemacht. &lt;br /&gt;Unser Junge schlummert noch selig im warmen Bett. Ein Blick aus der Campertür - Oha alles weiß! Der erste Schnee, hoffentlich ist die Strasse passierbar, ist mein erster Gedanke. &lt;br /&gt;Wir frühstücken und ziehen uns warm an und dann raus, den ersten Schnee ausnutzen. Irgendwie auch cool, denn in Mitteldeutschland haben wir nicht mal im Winter Schnee. &lt;br /&gt;Dann rumpeln wir langsam los. Die Strasse ist soweit frei und es geht Richtung Jasper. Gern wäre ich noch auf dem David Thompson Highway Richtung Abraham Lake gefahren, aber bis Jasper liegen viele Kilometer vor uns und so kommt wieder ein Punkt auf die Liste für eine nächste Kanadareise. &lt;br /&gt;Bis zum Columbia Icefield Center schneit es und unser Sohn ist völlig aus dem Häuschen. SCHNEE, SCHNEE, SCHNEE! Als uns der Wind beim Stopp am Athabasca Gletscher um die Ohren pfeift, ist er mit seinem Schneeanzug super ausgestattet bei -5° Grad. Uns Großen ist jammerkalt, aber eine Schneeballschlacht muss sein. Dann wärmen wir uns bei leckeren Burgern im Restaurant des Centers mit Blick auf den Gletscher auf.&lt;br /&gt;Auf der Weiterfahrt kommt die Sonne raus und der Himmel klart auf. Wir stoppen an den Sunwapta Falls und wandern den Weg runter bis zu den unteren Wasserfällen, dann gehts weiter zu den Athabasca Falls. Es ist bereits 16:00 Uhr und unser kleiner Mann ist nicht wirklich motiviert, noch einen Wasserfall zu erkunden. Aber er lässt sich überzeugen und wir laufen runter bis zum Athabasca River. Die Zeit verfliegt mit Klettern über die Felsen, die vielen Inukshuk anzuschauen und selbst zu bauen. &lt;br /&gt;Zum Abschluss des Tages suchen wir uns einen Platz auf dem Whistler CG für die nächsten zwei Nächte und gehen in Jasper Town eine leckere Pizza essen.&lt;br /&gt;Als wir spät auf den CG fahren, streift eine Herde Wapitis zwischen den Sites umher und die Bullen lassen ihr Röhren noch bis spät in die Nacht hören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dientag 03.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht war eisig kalt, Rekord -8°Grad, aber die Standheizung hat uns in der Nacht gewärmt. Die Sonne geht gleich auf und wir starten, um den Sonnenaufgang am Patricia Lake zu erleben. Es ist ein perfekter Morgen. Klare kalte Luft, tolles Licht und der Patricia Lake und auch der Pyramid Lake liegen fantastisch spiegelnd vor uns. Einfach unbeschreiblich toll! &lt;br /&gt;Wir können uns kaum trennen, aber wir haben Hunger. Frühstück holen wir uns heute in der Bears Paw Bakery in Jasper und es ist sehr lecker. Gestärkt starten wir unsere Wanderung auf dem Maligne Canyon Trail und danach machen wir noch einen Schlenker zum Medicine Lake. Beides kennen wir schon von unserem letzten Besuch, aber es ist immer wieder überwältigend, diese Natur zu erleben. So vergeht die Zeit mit schauen, staunen, fotografieren, und klettern. Die ersten Eisschollen am Uferrand werden erkundet und in der Nähe pfeifen die Pikas um die Wette.&lt;br /&gt;Wir beschließen nochmal baden zu gehen, denn unser Sohn liebt Wasser und das Baden. &lt;br /&gt;Die Miette Hot Springs werden angesteuert und auch auf dem Highway 16 gibt es viel zu sehen. Schneebedeckte Berge, grüne Seen, Elks und Bergziegen, aber keine Bären, denen ist es wohl zu kalt. Wir verbringen einen chilligen Nachmittag in den heißen Quellen, nur ein freches Eichhörnchen stört die Ruhe und klaut unserem Sohn den Apfel. &lt;br /&gt;Der Tag endet mit der Sichtung eines kapitalen Hirschs am Beaufort Lake und dann gehts zurück zum Whistler CG.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Mittwoch 04.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Heute gehts zurück nach Banff und wir freuen uns, den Icefields Parkway noch einmal von Nord nach Süd zu erkunden. Es gilt ja auch, noch einige Hotspots anzusehen. Den ersten Fotostopp legen wir am Ausblick auf den Mount Edith Cavell ein und am Athabasca Glacier diesmal ohne Schnee, aber mit Sonne. &lt;br /&gt;Das Highlight an diesem Tag ist aber der Peyto Lake. Der steile Weg hoch ist vereist und mühsam zu erklimmen, aber das Wow für die Mühen folgt. Blauer Himmel, türkiser See mit Spieglungen und ein bisschen Schnee. TOP!&lt;br /&gt;Bow Lake, Waterfowl Lake und und und ... wir sind erschlagen von den Ausblicken. Der alte Bow Valley Parkway ist leider gesperrt und so gehts auf dem Trans-Canada Hwy Richtung Banff. Dort trudeln wir am Nachmittag ein, bummeln durch die Stadt, essen etwas und erstehen noch ein paar Souvenirs. Aber unser Weg führt uns heute noch nach Canmore und dieses Örtchen begeistert uns sofort. &lt;br /&gt;Idyllisch gelegen im Abendlicht, empfängt uns die Stadt mit vielen Lichtern und einem fast weihnachtlichen Flair. Einen Stellplatz finden wir auf dem städtischen CG und ein langer Tag geht zu Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Donnerstag 05.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Wir beginnen den Tag im Visitor Center von Canmore und folgen der Empfehlung, den Smith Dorrien Trail zu fahren und im Peter Lougheed PP die nächsten zwei Tage zu verbringen. &lt;br /&gt;Zuerst werden die Vorräte aufgefüllt, getankt und gedumpt und durch die Stadt gebummelt. Dann starten wir eine Wanderung zu den Grassi Lakes. Wir können den Weg wählen - easy oder more difficult. Es wird more difficult und dieser Trail macht richtig Spaß, auch wenn wir ins Schnaufen kommen. Der Trail ist steil, es geht über Bäche, Wurzel, über Stock und Stein, tolle Ausblicke auf das Tal und Canmore ergeben sich und ein Wasserfall liegt auf unserem Weg. Dann sehen wir die Grassi Lakes und dieses Ziel lohnt wirklich. Sie liegen ganz ruhig vor uns, glasklar und spiegelnd in tollem Grün. Wir machen Rast, picknicken und drehen noch eine Runde um die Seen. An den Berghängen können wir Kletterer beobachten und unser Junior entdeckt eine Höhle, die, wie wir später erfahren, als Winterquartier von Bären genutzt wird. Für den Abstieg wählen wir den easy Weg. Erst 17.30 Uhr sitzen wir wieder im Camper. Wir setzen unsere Fahrt weiter Richtung Süden auf dem Smith Dorrien Trail fort. Die Gravelroad fährt sich gut, ich bin begeistert so tolle Ausblicke rechts und links der Strasse. Hier würde ich gern mehr erkunden, das Kananaskis Country kommt auch auf meine Liste für das nächste Mal Kanada.&lt;br /&gt;Gegen 19:00 Uhr erreichen wir den Interlakes CG am Lower Kananaskis Lake. Site 15 hat einen tollen Blick auf den See und die Bergkette, sogar aus dem Camperfenster. Einer der besten Stellplätze der Reise. Es ist sehr, sehr windig und wir verzichten heute auf unser Lagerfeuer und bleiben in unserem kuscheligen Navion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Freitag 06.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Der Morgen beginnt mit einem glutroten tollen Himmel, aber es ist kalt und immer noch sehr windig. Aber die Sonne stellt sich ein und so werden unsere Rühreier mit Schinken echt kanadisch auf dem Lagerfeuer zubereitet. Danach nehmen wir uns vor, am Ufer des Sees ein Stück zu laufen, aber der Wind vertreibt uns schnell und wir besuchen das Visitor Center des Peter Lougheed PP. Welch ein Glück, kaum auf der Strasse parkt bereits ein anderes Auto am Rand. Was gibt es denn zu sehen? Eine Elchkuh und ihr Junges grasen direkt neben der Strasse. Eine ganze Weile beobachten wir die zwei aus respektvollem Abstand und machen Fotos. Als immer mehr Autos halten, ziehen wir weiter. Das Visitor Center ist unser Meinung nach eines der besten. Hervorragende Auskunft zu den verschiedenen Wanderungen mit Konditionen und Bärenwarnungen. Ganz urig eingerichtet mit einer Lounge Ecke und einem Fernrohr, um Wildtiere auf der angrenzenden freien Fläche zu beobachten, wenn sie sich zeigen. Auch eine tolle Ausstellung über die Tierwelt ist zu finden und hier zeigt auch ein Film genau die Höhle an den Grassi Lakes, welche unser Junior entdeckt hatte und die zum Glück noch keinen Bären beherbergte. Auch wenn wir gern einen Bären beobachten würden, wäre uns dies zu nah.&lt;br /&gt;Wir bekommen eine Empfehlung für zwei kurze Wanderungen und entscheiden uns, den Mount Everest Expedition Trail zu laufen. Noch ist das Wetter stabil. Der Rundweg führt durch lichten Wald recht steil bergan und einige Stufen und Treppen sind zu bewältigen. Das bringt unserem Junior Spass und er ist motiviert als erster oben anzukommen. Am Aussichtspunkt haben wir einen guten Blick auf beide Kananaskis Lakes. Zurück am Upper Kananaskis Lakes genießen wir noch diese Aussicht und dann gehts zurück zum CG, denn das Wetter verschlechtert sich leider. Den Abend verbringen wir gemütlich im Camper. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Samstag 07.10.17 &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Es ist das Thanksgiving Wochenende. Heute steht noch ein letztes Mal ein Besuch der Hot Springs in Banff an, bevor wir zu dem letzten Teil unserer Reise aufbrechen. In Canmore erfragen wir noch im Visitor Center, ob es wegen des Feiertags zu Einschränkungen kommt. Aber Kanada ist da sehr besucherfreundlich, nur Ämter und öffentliche Gebäude sind geschlossen. Die Sonne scheint, auch wenn es die Nacht wieder sehr kalt war und auch leicht geschneit hat. Die Landschaft erinnert an ein Winterwonderland und auf dem Rückweg legen wir viele Fotostopps am Highway 40 ein. Der Blick auf die Wettervorhersage zeigt für die Rocky Mountains in dieser Region Schneeregen und Kälte für die nächsten Tage an und so verabschieden wir uns nach unserem Besuch in den wohlig warmen Quellen von den Bergen und nehmen Kurs auf Calgary. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben Zeit und fahren den Highway 1A Richtung Osten und die Sonne bleibt uns erhalten. Wir werden nicht enttäuscht. Eine große Herde Dickhornschafe kreuzt die Strasse und lässt sich von uns gar nicht beeindrucken und als wir in die Prärie kommen zeigt sich nochmal die ganze Pracht der Rocky Mountains beim Blick zurück. Dieser Blick hat mich tief beeindruckt und ich bin ein wenig melancholisch, dass dieser Urlaub in ein paar Tagen endet. In der Nähe von Cochrane finden wir einen noch geöffneten CG und hier endet ein langer Tag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sonntag 08.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Calgary zu besuchen ist eine recht spontane Idee, aber nach all der großartigen Natur und Landschaft und dem heute nicht so tollen Wetter bietet sich eine Stadttour geradezu an. Wir schlafen aus und die Hoffnung die Rocky Mountains nochmal aus der Ferne zu bewundern geben wir recht schnell auf. &lt;br /&gt;Wir finden einen Parkplatz für unseren Camper und schlendern durch den Prince&#039;s Island Park in Richtung Innenstadt. Heute findet ein Walk &amp; Run der Alzheimer Society statt. Viele Menschen nehmen an dem Lauf teil, Musik spielt und es herrscht eine Superstimmung, trotz des kalten windigen Wetters. Calgary ist kleiner als gedacht. Als uns kalt wird, bummeln wir durch die Mall und versorgen uns kulinarisch auf der Food Court. Unser Junior tobt sich auf dem Indoor Spielplatz der Devonian Gardens aus. Dann steuern wir den Calgary Tower an. Es ist wenig los und wir können sofort starten. Als sich die Fahrstuhltür öffnet sind wir überrascht, einen so tollen Weitblick auf die City und das Umland zu haben. Unser Junior steigt ohne Scheu auf die Glasplatten und findet den Blick in die Tiefe SUPERCOOL, da wird er gleich zum Spiderman.... und sogar die Rocky Mountains können wir von hier sehen. Ich bin schwer beeindruckt!&lt;br /&gt;Am Nachmittag gehts es durch die Fußgängerzone zurück, das eine oder andere Souvenir wird erstanden und vom Lookout Point werfen wir noch einen Blick auf die Skyline von Calgary. &lt;br /&gt;Wir fahren heute noch ein Stück Richtung Drumheller, denn das letzte Highlight dieser Reise soll für unseren Sohn der Besuch der Dinosaurier sein. In Acme finden wir noch einen kleinen Campground, der geöffnet hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Montag 09.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Heute morgen scheint die Sonne, aber es ist kalt und die Nacht gab es wieder Frost. Gegen Mittag kommen wir in Drumheller an und zuerst wird der Riesendinosaurier bezwungen. Wir besuchen auf Empfehlung der Touristinformation das Fossil World Dinosaur Discovery Centre, ein Highlight für unseren Sohn, da die Dinosaurierfiguren animiert sind. Danach nutzen wir die Zeit für eine Wanderung im Horseshoe Canyon. Solche Landschaft habe ich hier gar nicht erwartet. Es gefällt es uns hier sehr, ganz anders als die Rockies aber nicht minder schön. Der nahende Winter hat auch schon hier Zeichen gesetzt und so finden sich einige Schneefelder im Canyon zur Freude unseres Sohnes. Danach gehts noch kurz zu Walmart, um ein letztes Mal unsere Versorgung zu sichern und im letzten Sonnenlicht besuchen wir die Hoodoos. Sehr imposante Gesteinsformationen und einen Besuch wert. Die Nacht bleiben wir auf dem Hoodoo RV Resort &amp; Campground und hören ganz in der Nähe ein paar Coyoten heulen. Da kommt ein bisschen Westernfeeling auf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Dienstag 10.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Wir besuchen das Royal Tyrrell Museum of Palaeontology in Drumheller. Viele der Exponate wurden in den kanadischen Badlands gefunden. Ein tolles Museum, es gibt Einblicke in die Arbeit der Forscher und die Ausstellung ist sehr interessant aufgebaut. Auch für Kinder ein absolutes Highlight. Ein wenig erkunden wir am Nachmittag die nähere Umgebung. Die Rosedale Suspension Bridge wird auf ihre Stabilität getestet und die Geisterstadt Wayne, mit nur noch 27 Einwohnern, unter die Lupe genommen. Im Last Chance Saloon stärken wir uns und lassen den Tag ausklingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Mittwoch 11.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Das Wetter ist grau in grau. Wie anders doch alles gleich aussieht! So fällt uns der Abschied nicht so schwer. Wir packen alles zusammen und es geht nach Airdrie, denn morgen endet unser Urlaub. So richtig motiviert sind wir heute nicht, vielleicht liegt es am kalten, windigen Wetter oder das der Urlaub fast vorbei ist. Wir nutzen die letzten Stunden um die Koffer zu packen, mein Mann ersteht noch zwei Campingstühle mit dem Ahornblatt bei Canadien Tire und unser Junior stöbert in einem Walmart Superstore durch die Halloween-Abteilung und erweitert seine Sammlung an Piraten Accessoires. Am Abend beginnt es stark zu schneien und die dicken, weißen Flocken bleiben als letzte Erinnerung an diesen Tag. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Donnerstag 12.10.17&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Heute gehts heim. Die Rückgabe bei Traveland wird kompetent und schnell durchgeführt und dann steht schon das Taxi bereit. Wir sagen Bye Bye zu unserem rollenden Zuhause und ab gehts zum Flughafen nach Calgary. Unsere Maschine von Air Canada wartet schon. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach 23 Tagen Abenteuer, tollen Erlebnissen, 3445 gefahrenen Kilometern geht es nach Hause. &lt;br /&gt;Ein Highlight erleben wir noch auf dem Rückflug über Grönland als Nordlichter um unser Flugzeug tanzen. An Schlaf ist da gar nicht zu denken!&lt;br /&gt;Würden wir diese Tour nochmals so machen? Ein ganz klares Ja! Aber es gibt noch so viel mehr zu sehen...&lt;br /&gt;Es bleibt nur zu sagen: Es war gigantisch schön und wir kommen wieder! Die ersten Ziele sind ja bereits auf der Liste vermerkt ;-) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Fazit:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Kanada hat uns bereits 2010 schwer begeistert und lässt uns nicht mehr los. Dieses Land trifft einen mit Wucht mitten ins Herz und wer von diesem Kanada-Virus infiziert wird, für den gibt es keine Heilung ;-)!</description>
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                <title>Traumreise durch Westkanada 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Traumreise-durch-Westkanada.html</link>
                <pubDate>Wed, 12 May 2021 10:37:32 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/4_fedder_anke_kicking-horse-river.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;Traumreise durch Westkanada&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Text zum Textwettbewerb 2017&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Autor: Anke Fedder&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Traumreise durch Westkanada - von den Bergen bis ans Meer&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Alles begann an einem Tag Ende September 2015.&lt;br /&gt;
Es war Kanada-Tag bei uns in Langenfeld, viele spannende Vorträge und Workshops über Reisen in das Land des Ahorns, der Bären und der Lachse lagen bereits hinter uns. Schon lange war es mein Traum, einmal selbst dorthin zu reisen, am liebsten frei und flexibel mit einem Wohnmobil. Doch das wird noch lange ein Traum bleiben, dachte ich ein wenig wehmütig. Denn ich hatte weder einen Führerschein noch - gerade erst aus Alaska zurück - das nötige Kleingeld, um in den nächsten Jahren eine weitere Fernreise unternehmen zu können. Nie im Leben hätte ich mit dem gerechnet, was kurz darauf Wirklichkeit werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nach den Vorträgen fand die Auslosung der Gewinne statt. Zu Beginn fiel dem Moderator die Box mit den Losen aus der Hand und alle Zettel verteilten sich auf dem Boden. Heute denke ich mir: Danke, wer auch immer da seine Hände im Spiel gehabt hat! Denn wäre das nicht passiert, wäre alles nicht so gekommen, wie es dann gekommen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der 5., 4. und 3. Preis wurden vergeben, dann ging es um die Reisen. Als plötzlich zunächst mein Wohnort und meine Straße aufgerufen wurden, muss ich schon irgendetwas von mir gegeben haben, denn plötzlich schauten sich alle Leute nach mir um. Und dann passierte tatsächlich das Unglaubliche: Ich gewann eine zehntägige Reise durch Kanada - mit einem Wohnmobil!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nachdem ich in den nächsten Tagen mit einem Dauergrinsen durch die Gegend lief, begannen auch schon bald die Vorbereitungen. Wann fahren, wohin fahren, mit wem fahren? Denn, wie gesagt, ich hatte ja gar keinen Führerschein und brauchte erstmal jemanden, der ein solch großes Gefährt fahren durfte und sich das auch zutraute. SK Touristik ließ uns bei der Planung recht viel freie Hand und schließlich stand fest: Ich würde mit zwei Freuden, Annika und Christoph, drei Wochen Ende September/Anfang Oktober fahren, in der Hoffnung auf noch schönes Wetter, wenig Touristen und noch weniger Moskitos. Und es sollte nach Westkanada gehen, von Calgary durch Banff und Jasper bis nach Vancouver und Vancouver Island. Und zum Schluss noch ein paar Tage auf eine Ranch in die Berge. Die nächsten Monate waren ausgefüllt von Planungen, Vorbereitungen und Vorfreude - und dann war es endlich soweit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Calgary. Kanada! Wir sind tatsächlich da! Die ersten beiden Nächte wollen wir in dieser Cowboy- und Präriestadt verbringen und ich frage mich insgeheim, ob das nicht ein Fehler war. In den meisten Reiseführern wird Calgary als nicht besonders schöne Stadt beschrieben, in der es außer der jährlich stattfindenden Calgary Stampede nicht wirklich viel zu sehen gibt. Doch am Ende sind wir positiv überrascht und uns gefällt Calgary bald noch besser als Vancouver, aber der Reihe nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Zunächst verbringen wir den Vormittag bei schönstem Wetter im Prince&#039;s Island Park am Bow River. Die Bäume beginnen bereits, sich gelb und orange zu verfärben und bilden einen herrlichen Kontrast zum Blau des Himmels. Wow, wie wird das erst in den Bergen aussehen, wenn wir hier schon so überwältigt sind, fragen wir uns! Unterwegs schließen wir Bekanntschaft mit unseren ersten kanadischen &quot;Wild&quot;-tieren - Kanadagänse und Einchhörnchen. Wir besuchen das Glenbow Museum und genießen die grandiose Aussicht vom Calgary Tower. Auch dem Grain Museum, das eine kleine aber feine Ausstellung zum Thema Getreideanbau in Kanada beherbergt, statten wir einen kurzen Besuch ab. Der dann doch länger ausfällt als geplant, da wir hier das erste Mal die überall gerühmte kanadische Gastfreundschaft selbst erleben. Der nette Museumsmitarbeiter hat eigentlich gerade Feierabend, als wir in der Tür stehen. Doch anstatt uns wieder wegzuschicken, bittet er uns herein, schmeißt die Modelleisenbahn an und erklärt uns ganz genau, wie denn nun so ein Getreidesilo funktioniert. Zwischendurch gibt er uns noch unzählige Tipps für unsere Reise und will am Ende noch nicht mal Eintritt von uns. Wir sind vollkommen überwältigt von so viel Freundlichkeit, hätte man uns doch in Deutschland vermutlich pünktlich zur Schließungszeit einfach die Tür vor der Nase zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen ist es endlich soweit! Überpünktlich holt uns ein Mitarbeiter von Fraserway am vereinbarten Treffpunkt ab und bringt uns zur Verleihstation. Die Formalitäten und Einweisungen sind überraschend schnell und unkompliziert erledigt und dann geht es auch schon los. Wir verlassen die Stadt und machen uns auf Richtung Banff, die Rockies am Horizont kommen mit jeder Meile näher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Kamen uns auf den ersten Kilometern noch recht viele Wanderer entgegen, sind wir nun seit geraumer Zeit ganz allein unterwegs. Wir befinden uns am Johnston Canyon, es ist bereits später Nachmittag. Die meisten Touristen besuchen lediglich die Lower, vielleicht auch noch die Upper Falls. Uns gefällt der Weg entlang der Klamm aber so gut, dass wir uns entscheiden, bis zu den Ink Pots zu laufen. Als wir so ganz allein durch den einsamen Wald stapfen, kommen uns die ersten Gedanken an Bären, die es hier sicherlich gibt. Im vom Regen aufgeweichten Boden halten wir Ausschau nach Spuren, können jedoch nichts entdecken. Doch dann - ein noch recht frischer Haufen mitten auf dem Weg! Den Rest des Weges bis zu den Ink Pots legen wir mit einem mulmigen Gefühl zurück. Dann sind wir da und stehen vor diesen nur vier Grad kalten Mineralquellen, die in den unterschiedlichsten Blau- und Türkistönen schimmern. Es ist wunderschön, doch lange können wir den Anblick nicht genießen, da es bereits anfängt zu dämmern. Und wir ja noch den ganzen Weg zurück durch den Wald müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wow, was für ein Anblick! Wir stehen auf einem Felsen am Rande des Moraine Lake mit seinem unglaublich türkisen Wasser, den schneebedeckten Bergen im Hinter- und dunkelgrünen Nadelbäumen im Vordergrund. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, dieses Bild live und mit eigenen Augen zu sehen, das man sonst nur von Kalenderblättern kennt.&lt;br /&gt;
Hier in den Bergen ist es schon deutlich kühler, es hat heute Morgen sogar schon geschneit. Doch der Himmel klart schon wieder auf und die Sonne schickt ihre warmen Strahlen über die hohen Gipfel der Berge. Gerne wollen wir den Trail zum Consolation Lake laufen, doch unsere Vorfreude wird schnell gebremst. Am Anfang des Trails steht ein Schild mit dem Hinweis, dass es aufgrund des vermehrten Bärenaufkommens in dem Gebiet gesetzlich verboten sei, den Trail mit weniger als vier Personen zu laufen. Wir sind zu dritt. Wir warten eine Weile in der Hoffnung, dass sich noch ein paar Wanderer zu uns gesellen, haben jedoch leider keinen Erfolg. Doch zurück auf dem Parkplatz treffen wir dann eine kanadische Wandergruppe mit Guide, der wir uns gerne anschließen dürfen. Was für ein Glück! Zunächst geht es über ein Geröllfeld und dann hinein in den Wald. Unten plätschert ein Bach, überall wachsen Moose und abenteuerlich aussehende Pilze. Schließlich erreichen wir den Consolation Lake und genießen den Anblick des Sees mit dem Gletscher im Hintergrund. Für beste Unterhaltung sorgt ein Chipmunk, der unserer Wanderführerin sogar auf den Schoß klettert.&lt;br /&gt;
Als nächstes steht Lake Louise auf dem Programm - der laut Reiseführer meistfotografierte Bergsee der Welt. Wir kommen Sonntagmittag dort an und entsprechend voll ist es auch. Nach einem obligatorischen Foto - was aufgrund der Menschenmassen einiges an Geschick erfordert - wollen wir noch einen der zahlreichen Tracks in Angriff nehmen. Wir wandern hoch zum Lake Agnes und dem Teahouse sowie zum Little Beehive und genießen von dort oben den atemberaubenden Ausblick auf den See und die Landschaft weit unter uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nach einem Abstecher in den Yoho Nationalpark folgen wir am nächsten Tag dem Icefields Parkway Richtung Norden - einer der schönsten Panoramastraßen der Welt. Die Landschaft ist unfassbar schön: Der blaue Himmel, die gelb und orange leuchtenden Blätter der Bäume, die majestätischen, schneebedeckten Berge dahinter - einfach ein Traum.&lt;br /&gt;
Wir halten an zahlreichen Wasserfällen, Seen und Aussichtspunkten und entdecken ein weiteres Kalendermotiv am Peyto Lake Viewpoint. Wieder ist es ein unglaubliches Erlebnis, tatsächlich selbst dort zu stehen und diesen türkisfarbenen Gletschersee, eingebettet in eine grandiose Bergwelt, selbst zu erleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am nächsten Tag geraten wir bei der Weiterfahrt in ein heftiges Schneegestöber, doch wieder mal haben wir Glück: Pünktlich, als wir zu unserer nächsten Wanderung aufbrechen, hört es auf zu schneien. Wir wollen den Parker Ridge Trail hinauf, einen Pfad hoch auf einen Bergkamm. Die Landschaft ist schneebedeckt und wunderschön - doch um wie viel spektakulärer ist der Ausblick erst auf der anderen Seite! Als wir oben auf dem Kamm ankommen, liegt vor uns das Tal mit dem Saskatchewan Glacier, dem längsten Gletscher der Rocky Mountains. Er bildet eine der drei Gletscherzungen des riesigen Columbia Icefields, über das wir später im Icefield Centre noch mehr erfahren. Dort laufen wir zum Rand des beeindruckenden Athabasca Glacier. Markierungen entlang des Weges zeigen an, wie stark der Gletscher in den letzten Jahren bereits zurückgegangen ist.&lt;br /&gt;
Natürlich darf auch ein bisschen Nervenkitzel nicht fehlen. Hier am Centre gibt es seit kurzem den sogenannten Glacier Skywalk, eine Aussichtsplattform mit Glasboden, die über den Rand einer Schlucht hinaus ragt. Zugegeben, es kostet den ein oder anderen von uns schon ein wenig Überwindung, die Glassteine zu betreten und direkt unter sich in die Tiefe zu blicken. Doch es ist ein Erlebnis, das in Erinnerung bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&quot;There are moose, just around the corner!&quot;, raunt uns ein Pärchen leise zu, das uns bei einer Wanderung am Maligne Lake entgegen kommt. Zunächst bin ich skeptisch, dass es sich wirklich um Elche handeln soll und vermute, dass sie einfach die Begriffe moose und elk verwechselt haben. Doch wir sind gespannt und schleichen vorsichtig weiter. Blicken nach links und rechts, lauschen. Nichts. Doch da - ein Geräusch von rechts! Wir lassen den Blick durch die Bäume schweifen, können jedoch nichts entdecken. Enttäuscht wollen wir schon weiter, als es plötzlich links von mir raschelt - ich drehe mich um - und keine 10 Meter von mir entfernt steht ein Elchbulle zwischen den Bäumen! Vorsichtig schleichen wir ein Stück weiter, dorthin, wo auch schon ein paar andere Schaulustige warten. Nun entdecken wir auch die Elchkuh auf der anderen Seite des Weges. Ich denke an die Warnungen unseres Wohnmobilvermieters, dass Elche mindestens so gefährlich werden können wie Bären, da schlendert der Bulle auch schon über den Weg, auf dem wir kurz zuvor standen, und läuft hinüber zu seiner Liebsten. Alles verläuft ruhig und unspektakulär, trotzdem sind wir alle vollkommen fasziniert. Es ist schon ein besonderes Erlebnis, diese Tiere in freier Wildbahn beobachten zu können!&lt;br /&gt;
Auf der Rückfahrt nach Jasper schwärmen wir noch immer von der Begegnung mit den mächtigen Tieren, als auch schon das nächste Highlight auf uns wartet: ein Stau! Nun ist der natürlich nicht die Sensation, sondern die Gruppe Wapitis, die sich neben der Straße auf einer Lichtung zum Äsen eingefunden hat. Wir stellen das Wohnmobil ab und klettern zu den anderen auf den Rand der Böschung. Was für ein herrlicher Anblick! Einige Tiere äsen, andere liegen entspannt im Gras und die Abendsonne taucht alles in ein unwirklich goldenes Licht. Über allem wacht der &quot;Chef&quot;, ein stattlicher Bursche, der mehr als einmal im rasenden Galopp hinter seinen Kühen herjagt, wenn diese zu nah an die Straße geraten. Wahnsinn, ich hätte nie gedacht, dass diese Tiere so schnell rennen können! Doch davon können wir uns nur ein paar Kilometer weiter noch einmal überzeugen, als sich eine weitere Gruppe Wapitis eine wilde Verfolgungsjagd quer über die Straße und durch die parkenden und fahrenden Autos hindurch liefert.&lt;br /&gt;
In unserem &quot;Camping- und Roadbook&quot; steht als heißer Tipp geschrieben, dass wir auf jeden Fall eine &quot;River Safari&quot; machen sollen! Zufällig entdecken wir im Visitor Centre in Jasper einen Flyer dazu und entschließen uns, das Abenteuer zu wagen. Der Veranstalter liegt in Blue River, was sowieso auf unserer Route liegt. Also kurz abgebogen, Tickets besorgt und nach einer kurzen Wartezeit geht es auch schon los. In einer kleinen Gruppe fahren wir mit speziellen Jetbooten, die nicht nur schnell sind, sondern auch&amp;nbsp;extrem seichte Gewässer befahren können,&amp;nbsp;in das Grizzly Bear Valley. Kurioserweise verirrt sich hierhin aber nur selten ein Grizzly, dafür wimmelt es in den umliegenden Wäldern nur so von Schwarzbären. Und tatsächlich, auch wir sehen welche! Unser Guide stellt den Motor ab und alle sind mucksmäuschenstill, während das Boot immer weiter in Richtung Ufer und Bären dümpelt. Wir erleben hier sogar etwas ganz Besonderes, da wir nicht nur einen, sondern gleich zwei Bären in unmittelbarer Nähe vor uns haben! Unser Guide erklärt uns später, dass eine solche Situation nur sehr selten vorkommt, da sich die Bären normalerweise aus dem Weg gehen. &lt;br /&gt;
Weiter geht die Fahrt und bald erreichen wir Clearwater. Wir folgen der Clearwater Valley Road mitten hinein in den Wells Gray Provincial Park. Die Landschaft ist herrlich, viele bunt gefärbte Laubbäume, zwischendurch immer wieder kleine oder größere Farmen und Weideland, viele auch mit Schildern an der Straße mit der Aufschrift &quot;for sale&quot;. Ach ja, das wäre was ... Dann plötzlich wieder mehrere Autos am Straßenrand. Wir halten ebenfalls an, steigen aus und sehen nach, was los ist - da: Ein Schwarzbär oben am Hang! Obwohl wir ja heute schon einige gesehen haben, ist es doch etwas anderes, sie so wirklich frei und wild zu erleben. Natürlich waren die Bären auf der River Safari auch frei und wild, aber es war eben eine organisierte Beobachtungstour, bei der damit gerechnet werden konnte, Bären zu sehen. Das hier ist nochmal eine Ecke spannender.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der nächste Vormittag steht wieder ganz im Zeichen der Wasserfälle. Wir folgen der Clearwater Valley Road noch ein kleines Stück weiter und halten dann auf einem Parkplatz, von wo aus ein kurzer Trail zu den Dawson Falls am Murtle River führt. Nur ein paar hundert Meter weiter beginnt ein etwas längerer Trail, der zunächst durch dichten Wald und entlang des Murtle River bis zu den spektakulären Helmcken Falls führt. Die Frau hinter dem Schalter im Visitor Centre hatte uns gewarnt, wir sollen bloß aufpassen. Denn am Ende des Trails würde man einfach direkt an der Kante des Wasserfalls stehen, wo sich dieser 141 Meter in die Tiefe stürzt. Dort gebe es kein Geländer oder Ähnliches. Und so ist es tatsächlich: Gerade noch durch den Wald gewandert, stehen wir auf einmal direkt am Abgrund. Von hier aus sieht man den Wasserfall sozusagen von oben, wie er sich hinab in die Tiefe stürzt. Wobei, eigentlich sehen wir erstmal gar nichts, da uns dichter Nebel die Sicht versperrt. Aber dann kommt die Sonne heraus - was für ein Anblick! Nach und nach lichten sich die Schleier und&amp;nbsp;geben nicht nur den Blick auf den Wasserfall frei, sondern auch auf das Tal darunter ... Wieder einer dieser Momente, die man live erleben muss, da kein Bild oder Text diese Stimmung wirklich wiedergeben kann. &lt;br /&gt;
Trotzdem bemühen wir uns, den vierthöchsten Wasserfall auf ein Foto zu bekommen, was aufgrund seiner Größe kaum möglich ist. Außerdem müssen wir höllisch aufpassen, da es hier, wie gesagt, kein Geländer gibt und der Boden durch die Nähe des Wasserfalls sehr glitschig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Von Clearwater aus soll es für uns nun wieder nach Süden und langsam in Richtung Vancouver gehen. Wir müssen uns entscheiden, ob wir durchs Okanagan Valley und über Kelowna, oder eher die Route weiter westlich über Whistler nehmen. Da wir die Zeit ein wenig im Auge behalten müssen und ja auch noch rüber nach Vancouver Island wollen, entscheiden wir uns für Letztere. Für den Rest des Tages heißt es also mehr oder weniger Strecke machen. Wir kommen in Kamloops vorbei, kurven ein wenig durch die Straßen und kommen schnell zu dem Schluss, dass es sich nicht wirklich zu lohnen scheint, hier anzuhalten. Also weiter durch das trockene und im Sommer heiße Tal des Fraser River bis nach Lillooet. Hier wollen wir die Nacht verbringen und landen auf dem Cayoosh Creek Campground. Natürlich ist es mal wieder dunkel als wir ankommen - und irgendwie ziemlich unheimlich. Warum genau, kann ich gar nicht sagen, aber irgendwie wirkt die Landschaft hier so ganz anders, kärger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Von Lillooet aus geht es für uns zunächst nach Whistler. Auf dem Weg dorthin erwartet uns ein weiteres Highlight: ein Wolf! Mitten auf der Straße! Er springt einfach von rechts aus der Böschung auf die Fahrbahn und läuft vor uns her. Wir fahren sofort langsamer, aber er rennt einfach weiter die Straße entlang. Diese ist sehr kurvig und ich hoffe inständig, dass er schnell wieder im Wald verschwindet, bevor noch Autos aus der Gegenrichtung kommen. Kurz darauf springt der Wolf tatsächlich wieder nach rechts hinter die Leitplanke, aber nur um weiter parallel zur Straße mitzulaufen und schließlich wieder zurück auf diese zu springen ... Er läuft und läuft, was für eine Ausdauer! Plötzlich wechselt er auf die Gegenfahrbahn ... ich kann kaum noch hinschauen ... Sekundenbruchteile, bevor dann tatsächlich ein Motorradfahrer um die Kurve kommt, verschwindet der Wolf endlich mit einem Satz nach links zwischen den Bäumen! Puh, das war wirklich knapp. Wir atmen alle erleichtert auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;In Whistler angekommen, starten wir beim Visitor Centre und laufen dann durch die Fußgängerzone, vorbei am Olympic Plaza und hin zur Seilbahnstation. Auch außerhalb der Skisaison kann man mit den Gondeln auf die umliegenden Berge fahren und dort kleinere oder größere Wanderungen unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir fahren zunächst hinauf auf den Whistler Mountain. Es geht ganz schön hoch hinauf. Während das Wetter unten im Tal noch sehr angenehm war, ist es hier oben ziemlich kalt. Aber wunderschön! Doch zunächst wollen wir noch weiter, und zwar mit der Peak-to-Peak Gondola hinüber auf den Blackcomb Mountain. Diese Gondel ist die höchste (436 Meter) und längste dieser Art weltweit und befördert uns in 11 Minuten die 4,4 Kilometer hinüber auf den anderen Berg. Dabei überquert sie das Tal des Fitzsimmons Creek. Unter uns liegt tiefer Wald, ein Fluss schlängelt sich hindurch. Wir halten nach Bären Ausschau, können aber keine entdecken. Doch dann: Ein großer brauner Greifvogel - vielleicht ein Adler? - gleitet - nein, nicht über, sondern unter uns hinweg! Das ist mal eine ganz besondere Perspektive und verdeutlicht uns einmal mehr, in welcher Höhe wir uns befinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auf dem Blackcomb Mountain angekommen, machen wir uns auf zu einer kleinen Wanderung durch die alpine Gebirgslandschaft. Der Trail ist sehr gepflegt und sieht recht neu aus. Wir sind noch nicht weit gekommen, da entdecken wir, gut getarnt zwischen den Felsen, ein plüschiges Tier. Noch sind wir uns nicht ganz schlüssig, um was es sich dabei handelt, tippen aber auf ein Murmeltier. Bald darauf die nächste Überraschung: Vögel! Und zwar ziemlich zutrauliche! Sie sind gar nicht mal so klein, etwas größer als Amseln vielleicht, und weiß-grau-schwarz gefärbt. Später finden wir heraus, dass es sich dabei um &quot;Whiskey Jacks&quot; handelt, auch als Gray Jay bekannt und bei uns unter dem harmlosen Namen Meisenhäher beschrieben. Die Tiere zählen zu den Rabenvögeln und gelten als sehr intelligent. Sie sind recht zutraulich und haben schnell die Vorzüge der Menschen als potenzielle Futterspender erkannt, was wir nun auch hier erleben. Furchtlos landen die hübschen Vögel auf Händen, Schultern und Köpfen, immer auf der Suche nach etwas Essbaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nach diesem kurzen, aber sehr schönen Trail geht es mit der Gondel wieder zurück auf den Whistler Mountain. Diesmal reihen wir uns in eine separate Warteschlange ein, um eine der wenigen Gondeln mit Glasboden zu erwischen. Als wir dann endlich an der Reihe sind und einsteigen dürfen, sind wir etwas enttäuscht: Wir hatten eigentlich erwartet, dass der ganze Boden der Gondel aus Glas sein würde. Dabei ist es lediglich ein Stück in der Mitte, das auch noch mit einem Geländer eingezäunt ist. Auf dem Whistler Mountain angekommen, laufen wir noch einen Trail zum Harmony Lake. Dieser kleine See hat den Namen wirklich mehr als verdient! Versteckt liegt er in einem kleinen Talkessel, ein Holzsteg führt um ihn herum. Wie schade, dass wir mal wieder spät dran sind und uns beeilen müssen, um die letzte Gondel hinunter ins Tal noch zu erwischen. Für mich ist dies einer dieser ganz besonderen Orte, an denen ich gern mehr Zeit verbracht hätte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Als wir mit der Gondel wieder hinunter fahren, teilen wir uns diese mit einem älteren Ehepaar und deren Enkeltochter. Ich bekomme mit, wie sie sich über einen Bären unterhalten, den sie auf dem Hinweg aus der Gondel beobachtet haben. Ich frage nach und erfahre, dass er sich hier wohl öfter herumtreibt. Grade bedauern wir, dass wir wohl heute Pech haben und ihn nicht mehr sehen, als Annika ruft: &quot;Da! Ein Bär!&quot; Und tatsächlich: Ein gar nicht mal so kleiner Schwarzbär, und zwar nicht irgendwo tief versteckt im Wald, nein - mitten auf der Mountainbike-Strecke! Und von oben kommt doch tatsächlich nichts ahnend ein Mountainbiker angedüst! Okay, ich muss zugeben, von hier oben hat die ganze Situation schon was Komisches, denn wir können sowohl den Bär als auch den Radfahrer beobachten. Da dieser sich aber hinter einer Kurve mit Bäumen befindet, ahnt dieser von dem, was da gleich vor ihm stehen wird, noch nichts und radelt munter weiter ... bis er dann um die Ecke biegt und den Bär nur noch wenige Meter vor sich hat! Vollbremsung und dann - tja, tut mir leid, den Rest dürft ihr euch ausmalen. Unsere Gondel ist inzwischen weiter gefahren, sodass wir leider nicht mehr mitverfolgen können, wie die Geschichte zu Ende geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen hält es mich nicht lange im Bett. Wir stehen auf dem Porteau Cove Campground, direkt am Pazifik. Der Gedanke, endlich am Meer zu sein - wenn auch noch nicht am offenen Ozean - treibt mich schon früh hinaus. Direkt hinter unserem Stellplatz liegt der Strand, ich muss allerdings erstmal über die riesigen angeschwemmten Baumstämme klettern, um zum Wasser zu gelangen. So früh ist noch niemand unterwegs. Es dämmert gerade und die Bucht mit den umliegenden, bewaldeten Bergen und Inseln ist in ein mystisches, blau-graues Licht getaucht. Nach dem Frühstück brechen wir auf, wir wollen die Sunshine Coast hinauf. Dazu müssen wir mehrmals mit der Fähre übersetzen, ob wohl alles klappen wird? Schließlich haben wir nichts reserviert. Aber alles funktioniert reibungslos. Unterwegs halten wir mehrmals an und unternehmen noch eine kleine Wanderung zu den Skookumchuck Narrows, den Gezeitenstromschnellen am Sechelt Inlet. Es gibt eine Broschüre mit einem Gezeitenkalender und Angaben für jeden Tag, wann die Stromschnellen am besten zu sehen sind. Leider sind wir etwas zu spät dran und die Wellen bzw. Whirlpools sind nicht mehr ganz so spektakulär. Dafür haben wir den Trail und die Viewpoints ganz für uns alleine. Und erleben erneut ein Highlight: Wir stehen gerade an einem der Aussichtspunkte, drehen uns um und wollen uns auf den Rückweg machen, als uns ein seltsames Schnaufen und Prusten innehalten lässt. Zunächst denken wir, dass es drüben vom anderen Ufer kommt, wo ein paar Häuser und Boote zu sehen sind. Aber irgendwie hört es sich komisch an. Und näher. Da - schon wieder! Wir drehen uns um und laufen nochmal zum Ufer zurück. Vielleicht der Blas eines Wals ...? Nichts zu sehen. Ich krame mein Fernglas aus dem Rucksack und suche die Wasseroberfläche ab. Nichts - doch da! Da schwimmt was! Aber was?? Ein Otter? Oder Seehund? Oder Seelöwe? Es taucht unter und von Zeit zu Zeit wieder auf, um Luft zu holen. Dabei macht es dieses prustende Geräusch. Und es scheinen mehrere Tiere zu sein, mindestens zwei. Wir stehen eine gefühlte Ewigkeit dort und halten immer wieder Ausschau, wo sie wohl gleich auftauchen mögen. Dann sind sie ganz verschwunden und wir wollen uns auf den Rückweg machen, als eines der Tiere direkt am Ufer vor uns vorbeischwimmt. Nun sind wir uns recht sicher, dass es sich um Seehunde handelt. &lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen nehmen wir die Fähre nach Vancouver Island. Dort angekommen, machen wir uns zunächst auf den Weg zum schwer zugänglichen, aber traumhaft schönen Strathcona Provincial Park. Zwei Gebiete sind zumindest ein klein wenig erschlossen, eines davon ist die Gegend um das Forbidden Plateau. Genau dahin wollen wir. Vom Parkplatz am Mount Washington starten mehrere Trails, unter anderem auch der zu den Paradise Meadows. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Zunächst geht es über eine Ebene mit herbstlich verfärbten Wiesen, Teichen und einzelnen Nadelbäumen. Immer wieder überqueren wir auf schmalen Holzbrücken Bachläufe, dann geht es hinauf und hinein in den Wald. Unterwegs kommen wir an mehreren, wunderschönen Seen vorbei. Wir bleiben ein paar Minuten am Ufer stehen, genießen den Anblick und die absolute Stille. Und irgendwie habe ich genau hier das Gefühl: Das ist Kanada. Und genau hier würde ich mir eine Blockhüte ans Ufer stellen und am liebsten für immer bleiben. Oder zumindest nochmal wiederkommen. Irgendwann. Mit Kanu und Zelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Landschaft ist unglaublich schön und auch wenn es sich der Beschreibung nach doch ziemlich ähnlich anhört, so ganz anders als in den Rocky Mountains. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Später dann treffen wir auf alte Bekannte: Whiskey Jacks! Kurz darauf gesellt sich noch ein weiterer Gast hinzu: Er ist noch ein kleines Stück größer und schwarz, nur der hintere Teil mit den Schwanzfedern schimmert blau. Was das wohl für einer ist? Wir haben keine Ahnung. Er ist nicht ganz so zutraulich wie seine grauen Kollegen und bleibt erstmal abwartend auf seinem Ast sitzen. Später finden wir heraus, dass es sich um den sogenannten &quot;Steller&#039;s Jay&quot; handelt, auf Deutsch „Diademhäher&quot;. Er gehört zu den Rabenvögeln und ist der Wappenvogel von British Columbia. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Bald darauf machen wir uns wieder auf den Rückweg nach Courtenay, fahren an der Küste hinunter und biegen bei Parksville auf den Highway 4 ab. Dieser verläuft quer über die Insel bis an die Westküste, nach Ucluelet und Tofino. Die Strecke ist wunderschön, zumindest, wenn man als Beifahrer einfach nur dasitzen und die Landschaft genießen kann. Als Fahrer ist es da schon ein wenig anstrengender, da die Straße sehr kurvig, eng und teilweise auch ziemlich steil ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir verbringen die Nacht in Ucluelet und machen uns am nächsten Morgen als erstes auf den Weg zu Jamie&#039;s Whaling Station, um eine Whale Watching Tour zu buchen. Wir bekommen noch 3 Plätze für die Mittagstour, da bleibt vorher gerade noch genug Zeit für den Lighthouse Loop, eine Teilstrecke des Wild Pacific Trail. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Vom Hafen aus laufen wir durch die kaum befahrenen Straßen hinüber auf die andere Seite des Ortes. Von dort aus führt der Trail an einer Steilküste entlang und herum um die Halbinsel. Alle paar Minuten bleiben wir stehen und genießen die herrlichen Ausblicke auf das Meer. Das Wetter ist traumhaft, blauer Himmel und Sonnenschein. Das satte Grün der Bäume und Sträucher bildet einen wunderschönen Kontrast zum tiefen Blau des Pazifiks. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Es ist ein herrlicher Vormittag am Meer, doch wir müssen langsam zurück, schließlich wollen wir ja heute auch noch weiter hinaus! Wir schaffen es rechtzeitig zurück in den Ort und finden uns - zum Glück - sehr frühzeitig an der Walstation ein. Dort wartet der nette Herr, bei dem wir heute Morgen gebucht haben, bereits mit einer schlechten Nachricht auf uns. Bemerkenswert finde ich allerdings die Art und Weise, wie er uns diese eröffnet: &quot;Hey guys ... we had kind of a situation here today ...&quot; Will heißen: Sein Bootsfahrer hat sich den Rücken verknackst und unsere Tour fällt aus. Aber: Sie haben ja noch eine Zweigstelle in Tofino und wenn wir uns beeilen, schaffen wir es noch zu der Tour, die dort startet! Gut, dass wir so früh hier sind! Wir machen uns direkt auf den Weg und schaffen es tatsächlich. Pünktlich mit den anderen und noch immer bei schönstem Wetter besteigen wir das Boot. Wir fahren hinaus aufs offene Meer und dann ist es tatsächlich so weit: Den geübten Augen unseres Kapitäns und der Crew entgeht nichts und bald sichten sie die ersten Grauwale, schon von weitem zu erkennen an dem &quot;Blas&quot;. Unser Kapitän drosselt das Tempo und stellt den Motor schließlich ganz aus. Wir dümpeln auf den seichten Wellen vor uns hin und warten, was passiert. Und ob sich die Wale wohl weiter in unsere Richtung bewegen. Und das tun sie! Sie schwimmen dicht an unserem Boot vorbei. Die Kameras klicken und klicken. Ich bin hin und her gerissen, einerseits will ich natürlich auch ein paar schöne Bilder machen, andererseits möchte ich dieses einzigartige Erlebnis aber nicht nur durch eine Kamera beobachten. Und so mache ich zwischendurch ein paar Beweisfotos und genieße ansonsten den freien Blick aufs Meer und diese beeindruckenden Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Zeit vergeht wie im Flug und wir kehren bald in den Hafen zurück. Wir bummeln noch ein wenig durch den Ort, dann machen wir uns wieder auf den Rückweg. Und als ob dieser Tag nicht schon grandios genug gewesen wäre, erleben wir noch ein weiteres Highlight. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auf unserem Rückweg nach Ucluelet machen wir Halt am Long Beach. Dieser kilometerlange Strand erstreckt sich an der Küste zwischen Ucluelet und Tofino und ist Teil des Pacific Rim Nationalparks. Obwohl es dort laut Reiseführer meist regnet und man kaum etwas sieht, haben wir strahlend blauen Himmel und erleben einen atemberaubenden Sonnenuntergang. Der traumhafte Sandstrand scheint unendlich weit, auf der einen Seite der beeindruckende Pazifik, auf der anderen Regenwald. Davor die typischen, riesigen, angeschwemmten Baumstämme, die sich in der Ferne im Nebel verlieren. Ich ziehe Schuhe und Strümpfe aus, wir laufen ein Stück. Finden schöne Steine und Muscheln und fragen uns, ob und wie wir sie heile nach Hause bekommen. Zwischendurch die paar obligatorischen Beweisfotos, dieser Ort ist zu schön, um ihn nur durch eine Linse zu betrachten. Auch wird kein Bild der Welt diese Stimmung wirklich wiedergeben können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen brechen wir auf in Richtung Victoria. Da es unterwegs aber noch so viel zu sehen gibt - die riesigen Douglasien von Cathedral Grove, die Little Qualicum Falls und Englishman River Falls, die Totempfähle in Duncan - verschieben wir den Besuch der Stadt auf den nächsten Tag und verbringen die Nacht im Goldstream Provincial Park. Hier machen wir auch endlich mal ein Lagerfeuer, grillen Brot, Mais und Kartoffeln - muss ich erwähnen, dass es das beste Essen der ganzen Reise wird (zumindest für mich)?&lt;br /&gt;
Am nächsten Morgen geht es weiter Richtung Victoria. Vorher stoppen wir noch bei der Fort Rodd Hill and Fisgard Lighthouse National Historic Site. Auf diesem Gelände befindet sich ein historischer Militärstützpunkt, man kann verschiedene Gebäude, Bunker und Lager besichtigen. Ein Naturlehrpfad führt durch einen Eichenwald und einen neu angelegten Garten. Aber der eigentliche Grund für unseren Abstecher hierhin ist der malerische Leuchtturm Fisgard Lighthouse. Darin befindet sich eine hübsche Ausstellung über seine Geschichte und das Leben der ehemaligen Leuchtturmwärter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Danach aber geht es endlich nach Victoria - sehr zu Annikas Freude, die nach so viel Natur, Wasserfällen und Wildnis sichtlich froh darüber ist, wieder in die Zivilisation zurückzukehren ;-) Wieder einmal haben wir Riesenglück und finden im Stadtgetümmel tatsächlich noch einen - kostenfreien! - Parkplatz. Wir laufen zunächst durch ein ruhigeres Viertel mit hübschen Häusern, die mich sehr an die Bauweise in Neuseeland erinnern. Was vermutlich daran liegen mag, dass Victoria nicht nur die Hauptstadt von British Columbia ist sondern auch den Ruf besitzt, die englischste Stadt Kanadas zu sein. Und tatsächlich erinnert vieles an England: Das mächtige Parliament Building, die Kutschen, das Stadtbild an sich. Wir laufen die Government Street hinunter, eine Einkaufsstraße, und kommen an &quot;Munro&#039;s Books&quot; vorbei, einem tollen Buchladen.&lt;br /&gt;
Wir schlendern weiter bis nach Chinatown und dem Gate of Harmonious Interest. Hier soll es auch die schmalste Gasse Kanadas geben - und prompt laufen wir erstmal dran vorbei. Erst nach genauerem Hinsehen finden wir sie, laufen hindurch und am Hafen entlang, vorbei am Fischerman&#039;s Wharf, dem Terminal für Kreuzfahrtschiffe und hin zum Breakwater Lighthouse. Ein 762 Meter langer Betonsteg führt zum Leuchtturm hin. Den nehmen wir natürlich noch mit, mit dem Ergebnis, dass es mal wieder recht spät ist, als wir wieder beim Wohnmobil ankommen. Wir bekommen aber trotzdem noch die Fähre zurück nach Vancouver, wo wir unser Wohnmobil am nächsten Morgen schweren Herzens wieder abgeben, doch glücklicherweise ist dieser Traumurlaub ja noch nicht ganz zu Ende!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir verbringen einen Tag in Vancouver und schauen uns die Stadt an. Sie ist schön und beeindruckend - vor allen der Anblick bei Nacht vom Vancouver Lookout - doch ich freue mich bereits auf die nächsten Tage. Christoph und ich wollen mit dem Greyhound nach Williams Lake und noch ein paar Tage auf einer Ranch in den Bergen verbringen. Eigentlich soll unser Bus am nächsten Morgen um halb 8 abfahren - doch als wir pünktlich am Bahnhof ankommen erfahren wir, dass er leider schon weg ist. Die Abfahrtszeiten hatten sich kurzfristig geändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Als der erste Schreck überwunden ist - wir werden auf den nächsten Bus umgebucht, der am Abend fährt und uns über Nacht nach Williams Lake bringen soll - überlegen wir, was wir mit dem nun zusätzlich gewonnenen Tag in Vancouver anfangen sollen. Wir machen uns zu Fuß auf den Weg zum Stanley Park und verbringen die folgenden Stunden im Vancouver Aquarium, dem größten Aquarium Kanadas. Es gibt verschiedene Themenwelten zu erkunden, wie den Amazonas, die Tropen, die Küste vor British Columbia, einen Bereich mit Quallen und die Außenbecken. Damals gab es dort neben Ottern und Seelöwen auch Delfine und sogar Belugas zu sehen. Eigentlich bin ich ja kein Freund von Delfinarien. Doch hier in Vancouver werden die Tiere nicht als reine Attraktion für die Besucher gehalten, sondern es handelt sich meist um gerettete Tiere, die in der dem Aquarium angegliederten Pflegestation gesund gepflegt wurden, aber nicht wieder ausgewildert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Bevor wir zurück zum Bahnhof müssen haben wir noch etwas Zeit und überlegen, wo wir noch etwas Essen gehen können. Die Wahl fällt auf die &quot;Old Spaghetti Factory&quot; in Gastown, die bereits im Reiseführer hoch gelobt wurde. Zu Recht, wie wir nach unserem Besuch dort bestätigen können! Schon von weitem lockt einen der köstliche Duft verschiedenster Nudelsoßen in die richtige Richtung - ein Paradies für alle Pasta- und Pesto-Fans!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Kurz darauf erwischen wir tatsächlich unseren Bus und kommen am nächsten Morgen um 5 Uhr früh in Williams Lake an. Für die Nacht hatten wir eigentlich ein Zimmer in einem Hotel reserviert. Als wir um diese Zeit an der Rezeption erscheinen und einchecken wollen, schaut uns die Dame hinter dem Schalter zunächst leicht irritiert an. Als sie dann aber verstanden hat, worum es geht, ist auch ihre Freundlichkeit mal wieder nicht zu übertreffen. Wir sollen uns, wenn die Küchenchefin gerade nicht hinschaut, beim Frühstück bloß die Taschen vollpacken und sie würde das schon mit der Putzfrau regeln, dass wir am Morgen länger in unserem Zimmer bleiben können. Was wir jedoch leider nicht in Anspruch nehmen können, da uns Sabine von der Big Creek Lodge pünktlich um halb 11 abholt. 2 Stunden dauert die Fahrt bis zur Ranch. Bei strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und zur Musik von Ed Sheeran fahren wir die abgelegenen Schotterstraßen entlang. Unterwegs halten wir am Farewell Canyon und genießen den herrlichen Ausblick auf die Schlucht. Wieder bilden die gelb gefärbten Pappeln einen wunderschönen Kontrast zu den sandfarbenen Hängen und dem türkisen Wasser des Chilcotin River.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir holen noch kurz die Post in &quot;Downtown Big Creek&quot; ab - das aus einem Gemeinschaftshaus, einer Telefonzelle und einem Willkommensschild besteht – und kommen schließlich bei der Lodge an. Und sind überwältigt. Was für ein Traum! Die Lodge haben Joe und Sabine, die vor über 30 Jahren hierher ausgewandert sind, selbst gebaut. Sie beherbergt neben ihren eigenen Wohnräumen mehrere liebevoll eingerichtete Gästezimmer und einen Aufenthaltsraum, von dem aus man einen herrlichen Blick nach draußen auf den Fluss, die Landschaft und die Berge hat.&lt;br /&gt;
Neben den Hunden, die uns gleich stürmisch begrüßen, lernen wir auch Akira kennen, das „Mädchen für alles“. Sie wird in den nächsten Tagen mit uns ausreiten und nimmt uns gleich mit zu den Pferden. Bis zu unserem ersten Ausritt müssen wir uns allerdings noch bis zum nächsten Morgen gedulden. Nach einem leckeren, typisch kanadischen Frühstück – Pancakes mit Ahornsirup – treffen wir uns am Stall, holen Buddy, Tuff und Shifter von der riesigen Koppel und satteln sie für unseren Ritt. Wieder haben wir Traumwetter. Wir folgen kaum erkennbaren Pfaden durch lichten Wald und genießen zwischendurch immer wieder die Aussicht auf die herrliche Landschaft und die Coast Mountains am Horizont. Am Flussufer steigen wir ab und holen unser Picknick aus den Satteltaschen – wie köstlich doch ein einfaches Käsesandwich inmitten einer solch grandiosen Natur schmecken kann!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Als ich spät abends im Bett liege, kann ich durchs Fenster den Sternenhimmel sehen. Ich überlege, wie schön es sein muss, an einem solchen Ort zu leben. Aber auch wie risikoreich. Im Notfall ist Hilfe meilenweit entfernt und die Menschen sind auf sich selbst bzw. die Hilfe der Nachbarn angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Zeit vergeht wie im Flug und viel zu schnell sind die paar Tage auf der Ranch vorbei. Sabine bringt uns zurück nach Williams Lake und lädt uns ein, doch wiederzukommen, nächsten Sommer, zum cattle drive. Ja, denken wir, wiederkommen würden wir gerne, auch wenn es vielleicht nicht gleich im nächsten Sommer klappen wird.&lt;br /&gt;
Wieder zurück in Vancouver treffen wir Annika wieder und verbringen unseren letzten Abend noch einmal in der grandiosen Spaghetti Factory, bevor wir am nächsten Tag in den Flieger zurück nach Frankfurt steigen. Als wir am Terminal stehen und auf das Boarding warten, schweift mein Blick über die anderen Fluggäste. Na nu, was ist das? Hier und da sieht man doch tatsächlich schicke rote Rucksäcke auf dem ein oder anderen Rücken, mit einem kleinen Aufnäher der kanadischen Flagge hinten drauf. Ich muss schmunzeln, sind es doch die Rucksäcke von SK, wie auch ich einen neben mir stehen habe. Gleich fühlt man sich irgendwie verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Seit unserer Rückkehr ist nun schon wieder ein Jahr vergangen, doch ich bin ständig in Gedanken dort. Mal stehe ich an einem Gletschersee und blicke auf die schneebedeckten Berggipfel, dann lausche ich den Wellen des Pazifiks oder reite noch einmal durch die Berge um Big Creek. Und noch immer kann ich es nicht wirklich glauben, dass alles so gekommen ist und wir das alles so erlebt haben. Danke an SK Touristik und danke an wen-auch-immer, der damals in Langenfeld die Losbox hat zu Boden fallen lassen …&lt;br /&gt;</description>
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                <pubDate>Wed, 04 Apr 2018 10:25:50 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1-keno-hill-yukon.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;Reisebericht 2017 - Traumurlaub im Yukon&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text zum Textwettbewerb 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Autor: Angelika De Turris&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;4 Wochen mit dem Truck Camper durch den Yukon im Mai/Juni 2017&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, dieses Jahr haben wir zum ersten mal 4 Wochen Urlaub, ein tolles Gefühl! Alle einsteigen, es geht los. Ach ja, Handschuhe, Flip Flops und Sonnencreme nicht vergessen, nur die Regensachen, die könnt ihr zuhause lassen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir zweimal die „Acht“ gefahren sind und letztes Jahr Yellowknife/Whitehorse, wollten wir uns mal viel Zeit nur für den Yukon nehmen und alles ruhig angehen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die Anreise...&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Geplant und gebucht war, dass wir am Samstag den 20.05. nach Vancouver fliegen, dort 2 Tage verbringen und dann weiter nach Whitehorse reisen. Doch die Condor machte uns einen kleinen Strich durch die Planung. Ich guckte irgendwann mal auf die Condor Seite und sah, dass wir auf Montag den 22.05. umgebucht waren. Wie jetzt, ohne uns Bescheid zu geben? SK kontaktiert und tja... Die Condor hat einfach ihren Flugplan geändert und fliegt jetzt donnerstags und montags nach Vancouver. Also die Hotels, den Inlandsflug nach Whitehorse und das Wohnmobil umgebucht, keine 2 Tage Vancouver, wir wollten so viele Tage mit dem Wohnmobil wie möglich haben. Soo, jetzt aber...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 21.05. fuhren wir mit dem Zug zum Frankfurter Flughafen, gaben unser Gepäck am Late Night Check-In ab und fuhren mit dem Hotel-Shuttle zum Meininger Airport Hotel, in dem wir die Nacht vor dem Abflug verbrachten. Am nächsten Morgen gab es ein gutes Frühstücksbuffet und um 11 Uhr sind wir, nur mit dem Handgepäck, zum Airport gelaufen. Es sind nur ca. 1,5 km und etwas Bewegung vor dem langen Flug kann ja nicht schaden.&lt;br /&gt;Wir hoben sehr pünktlich ab und nach knapp 10 Stunden waren wir schon in Vancouver. In super schnellen 10 Minuten hatten wir die Einreise geschafft, jetzt nur noch das Gepäck geholt, um es in die Gepäckaufbewahrung zu bringen. Wir fanden es total angenehm nur mit Handgepäck beladen zum Hotel zu fahren. Der Shuttlebus brachte uns flott zum Pacific Gateway Hotel - eingecheckt, geduscht und dann ein bisschen die Gegend bei angenehmen 22 Grad zu Fuß erlaufen. Danach sind wir ins Pier 73 zum Essen gegangen und um 20 Uhr ab ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;23.05.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Natürlich in der Nacht ein paarmal aufgewacht und um 5.30 Uhr war die Nacht zu Ende. Ein bisschen Internet usw., dann wollten wir Frühstücken. Puh, die Preise waren gesalzen. So verschoben wir das Frühstück, holten unser Gepäck und ließen uns zum Airport fahren. Dort gab es zahlreiche Möglichkeiten, etwas zu essen. Jetzt nur noch unser Gepäck abgeholt und zum Air North Check-In. Total freundliches Personal, wir bekamen sogar ohne nachzufragen Sitzplätze mit extra viel Beinfreiheit. Auf dem knapp zweistündigen Flug gab es mehr und wesentlich besseres Essen als auf dem 10 Stunden Condorflug. Spitzenklasse, auch die Boardcrew war einfach toll, entspannt und witzig.&lt;br /&gt;In Whitehorse wurden wir schon von Fraserway erwartet, kurze Einweisung und schon hatten wir ein fast neues Fahrzeug für die nächsten 4 Wochen. Wir bekamen noch ein Bärenspray und ein paar extra Handtücher.&lt;br /&gt;So, jetzt nur noch zum Walmart, Superstore, Independent Store und Liquore Store. Wir kauften so gut wie alles für die nächsten Wochen, so dass wir unterwegs nicht so viel Zeit mit Einkaufen verbringen mussten und im übrigen ist es in Whitehorse günstiger als in Majo oder Dawson, wo wir dann nur noch frische Milch oder Brot usw. kaufen mussten.&lt;br /&gt;Die ersten zwei Tage verbrachten wir in Whitehorse und haben uns dort ein paar Sachen angeschaut, für die wir uns bei den vorherigen Besuchen keine Zeit genommen haben. Wir fuhren rauf zum Long Lake, von dort hat man einen wunderschönen Blick auf Whitehorse und wir besichtigten die SS Klondike, die jedes mal schon zu hatte, als wir da waren. Wir bestiegen den Clay Hügel, auch von dort hat man einen wunderbaren Blick. Und das alles bei knapp 23 Grad.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;25.05.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Nach einem gemütlichen Frühstück und etwas Rumkramen machten wir uns auf den Weg zur knapp 7 km langen Fish Lake Wanderung, die wirklich sehr schön war. Erst geht es durch dichten Wald, dann über freies Feld. Die Seen waren zum größten Teil noch gefroren und es blies ein sehr kräftiger Wind oben am Summit, den wir nach knapp 2 Std. erreichten. Die Aussicht war grandios, doch lange hielten wir es bei dem eiskalten Wind nicht aus. So machten wir uns auf den Rückweg, für den wir nur knapp 1 ¾ Std. brauchten. Es wurde wieder wärmer und am TC angekommen, gab es erstmal ein Stück Kuchen und einen leckeren Kaffee. Danach fuhren wir noch die knapp 60 km bis zum Lake Laberge, dort haben wir schon so einige Male gestanden und finden es dort wunderschön. Dann... gegrillt und gefeuert und... den ersten Lagerfeuer Rum getrunken, lecker!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;26.05./ 29.05. - Auf zum Silver Trail&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;In der Nacht hat es heftig gestürmt und geregnet und am Morgen war der Himmel noch wolkenverhangen und es waren dezente 0 Grad. Als wir an der berühmten Braeburn Lodge ankommen sind, ist es gerade mal 2 Grad und es fällt leichter Schnee. Diesmal haben wir uns keine Cinnamon Buns gekauft, die waren uns zu groß. Ansonsten, sehr zu empfehlen. Weiter geht`s zu den Five Finger Rapids, es scheint die Sonne und immerhin sind es jetzt 10 Grad.Wir gehen jedoch  nicht runter, sondern gucken nur von oben.Wir machen noch etliche Fotostopps und nachdem wir in Steward Crossing getankt haben, biegen wir ab auf den Silver Trail und kommen bei strahlendem Sonnenschein gegen 17 Uhr am Five Mile Lake CG an. Wir haben sehr nette Campnachbarn, die uns aus dem Wohnmobil Forum erkannt haben, so hatten wir uns viel am Lagerfeuer zu erzählen. Es wird langsam ziemlich kalt und als wir gegen 23 Uhr in den Camper gehen, blendet die Sonne und wir schlüpfen unter die warmen Decken.&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen machte ich wie immer eine kleine Runde über den Campground und um 9 Uhr fuhren wir bei blauem Himmel Richtung Keno City. Wir hielten sehr oft an, um diese spürbare Stille zu genießen. Drei Porcupines, einen Fuchs und eine Menge Schneehasen krönten die Fahrt. An den Straßenrändern lag noch Schnee, der Himmel war strahlend blau, einfach nur toll. In Keno gehen wir ins Keno Mining Museum, welches gleichzeitig auch Visitorcenter ist und erfahren, dass die 11 Kilometer lange Strasse zum Keno Hill Sign Post nur ca. bis Kilometer 8 befahrbar ist, alles noch zugeschneit! Also liefen wir eine Runde durch Keno, sprachen mit einigen Einwohnern und gingen dann in das örtliche Duschhaus/Laundry. Wir beschlossen, die Nacht hier in Keno auf dem Campground zu verbringen und bezahlten im Mining Museum 15$. Wir waren die einzigen auf dem CG und machten es uns gemütlich. Einfach nur die Einsamkeit und Stille genießen, lesen und Fotos sichten. Abends gefeuert, gegrillt und ab in die Koje.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer wunderbar durchgeschlafenen Nacht machten wir uns auf den Weg zum Keno Hill, mal sehen ob es stimmt... nur bis Kilometer 8... Okay, es stimmte, und wir ließen den TC dort stehen und stapften die restlichen 3 Kilometer durch stellenweise kniehohen Schnee bis zum Sign Post. Wie super klasse ist das denn?&lt;br /&gt;Als wir 2014 hier oben waren: Regen, Regen, Regen - und jetzt? Knallblauer Himmel, die Berge voller Schnee. Ich hätte Stunden dort verbringen können. Einfach nur gucken. Nach einer Stunde machten wir uns auf den Rückweg. In Keno City noch einen Kaffee getrunken und zurück bis zum Five Mile Lake CG. Auf dem Weg dorthin haben wir 2 Bären beobachten können, wie sie sich im Gras wälzten und frischen Löwenzahn fraßen und wir kamen bei sagenhaften 20 Grad am CG an. Wie immer gefeuert und gegrillt.&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen noch einmal zum See runter, der spiegelglatt war. Es war leicht bewölkt und jetzt hatten wir schon 16 Grad, deshalb auch bestimmt diese blöden Kopfschmerzen! Wir fuhren noch einmal nach Majo rein und besichtigten das Binett House und setzten uns an den Steward River Viewpoint. Die Landschaft sieht so anders aus als im Herbst, es kommt mir vor, als wären wir noch nie hier gewesen. So gegen 11 Uhr verließen wir den Silver Trail und fuhren auf dem Klondike Highway Richtung Dawson.&lt;br /&gt;Um die Mittagszeit kamen wir in Dawson an und der erste Weg führte uns ins Northwest Territories VC, denn wir wollten doch wissen, ob die Fähren auf dem Dempster Highway geöffnet waren. Wir wollten eigentlich hoch bis nach Inuvik! Die Enttäuschung war groß, als die Dame vom VC sagte, dass beide Fähren noch geschlossen seien, weil noch zu viel Eis auf dem MacKenzie River schwamm... Okay, wir gingen eine Kleinigkeit essen und fuhren dann mit der kostenlosen Fähre über den Yukon und checkten erst mal für zwei Tage auf dem Yukon River CG ein.&lt;br /&gt;Am nächsten Tag fuhren wir zum Midnight Dom. Zum ersten Mal waren wir hier oben ganz alleine und konnten die Aussicht genießen. Danach sind wir zu den verschiedenen Friedhöfen gefahren. Zum Police Cementerie, YOOP, dort ein bisschen geguckt und den Crokus Trail gelaufen. Das ist ein kleiner Trail durch den Wald und wie immer etwas Angst vor Bärenbegegnung gehabt. Komisch, man will die Tiere ja sehen, aber nicht wenn man Wandern ist, immer schön aus dem sicheren Auto.&lt;br /&gt;Da wir ja Zeit hatten, sind wir noch mal zur Dredge No. 4 gefahren, die hatte leider um 15 Uhr schon geschlossen. Wir fuhren ein Stück weiter zur Historic Bonanza Creek Site und machten dort noch den Rundgang und wir entdeckten hier die roten Stühle. Nun nur noch zum CG, grillen und chillen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;31.05/ 06.06. - Auf dem Dempster Highway&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Endlich, wir sind auf dem Dempster Highway. Auch hier liegen noch sehr viele Schneereste an den Seiten, und... Wir kommen an einem Schild vorbei mit dem Hinweis “Ferrys open“. Wir freuen uns, aber es kommt doch anders. Wir wollen heute bis zum Tombstone CG und auf dem Weg dahin sehen wir wieder etliche Schneehasen und ein Porcupine. Der CG ist total leer und wir haben die freie Wahl. Im Visitorcenter erfahren wir, dass der Grizzly Creek Trail und der Golden SideTrail noch gesperrt sind und die Fähren sind auch noch nicht in Betrieb. Die Schilder werden jedes Jahr Ende Mai dort aufgestellt, hm, echt Mist. Naja, wir machen dann nur den kleinen Klondike River Trail, der geht direkt vom CG los. Es war wieder sehr warm und sonnig und wir haben noch bis 22 Uhr gefeuert. Es ist schon komisch, dass die Sonne nicht untergeht und es nachts so hell ist, dass ich ohne Licht zu machen lesen kann. &lt;br /&gt;Am nächsten Morgen fahren wir zum Tombstone Range Viewpoint oberhalb vom Campground, um dort bei bestem Sonnenwetter zu frühstücken. Wir schauen noch nach, ob der Goldenside Trail vielleicht heute geöffnet ist, leider nein. So zuckeln wir langsam den Highway entlang und haben in knapp 4 Stunden sagenhafte 30 Kilometer zurückgelegt, so oft mussten wir anhalten und die Landschaft bewundern. Wir haben lange eine Elchkuh mit zwei Jungen beobachtet und etwas weiter einige Dall Sheeps. Am späten Nachmittag steuerten wir den Engineer CG an, machten es uns am Lagerfeuer gemütlich und ich konnte es erst nicht glauben... Es lief ein Wolf direkt auf dem Highway an uns vorbei. Da die Bäume noch kein Laub hatten, konnte man von unserer Campsite die Straße sehen und da auch noch keine LKWs fuhren (die Fähre hatten ja noch nicht den Betrieb aufgenommen) war es total ruhig und einsam. &lt;br /&gt;In der Nacht fing es leicht an zu regnen und der nächste Morgen war ziemlich frisch. Erst mal die Heizung an und auftauen. An dem Ogilvie Ridge Viewpoint hatten wir um 11 Uhr gerade mal 3 Grad. Auf dem Weg nach Eagle Plains zog Nebel auf und in einiger Entfernung machte ich einen dunklen Fleck aus. Halt! Da lief ein richtig großer Grizzly direkt am Straßenrand und ließ sich durch uns nicht stören. Er fraß saftiges Grün und wir konnten ihn lange Zeit beobachten. Ein paar Kilometer weiter ließ sich auch noch ein Schwarzbär, ein Marder sowie ein Fuchs sehen. Das Wetter blieb grau und wolkenverhangen. Gegen 14 Uhr kamen wir in Eagle Plains an. Da dies die einzige Versorgungsstation auf dem Dempster Highway ist (die nächste ist in Inuvik), tankten wir noch mal den Camper voll und beschlossen, dort auf dem CG zu übernachten. 20$ inkl. Duschen, wobei die Duschen schon sehr speziell sind, aber sie haben ihren Zweck erfüllt. &lt;br /&gt;Gegrillt, gechillt und gefeuert.&lt;br /&gt;Am Morgen haben wir uns an der Rezeption vom Hotel erkundigt, ob die Fähren geöffnet seien, leider nein. Zum Frühstück fuhren wir die paar Kilometer bis zum Arctic Circle. Puh, ein eisiger Wind wehte. Schnell wieder in den Camper und weiter Richtung Border Yukon/NWT. Dort angekommen, zogen wir uns erst einmal warm an, denn es waren null Grad und sehr windig. Es war so ein beißender Wind, man konnte kaum ein Foto machen, ohne das man das Gefühl hatte, die Finger fallen ab.&lt;br /&gt;Nach einer halben Stunde hatten wir genug und machten uns auf den Rückweg, wir hatten keine Lust mehr auf die Fähröffnung zu warten, mittlerweile hatten wir den 03. Juni.&lt;br /&gt;Noch ein Stopp in Eagle Plains, im Restaurant leckere Chillisuppe gegessen und weiter bis zum Engineer CG. Uns liefen noch ein Grizzly und ein Schwarzbär über den Weg. Nach unzähligen Fotostopps kommen wir um 18 Uhr auf dem CG an, diesmal wird nur gefeuert und gechillt, nicht gegrillt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich am Morgen die Runde über den CG mache, entdeckte ich, dass im Shelter ein Mann auf dem Tisch schläft, eingemummelt in einem dicken Schlafsack und die Fliegengittertür offen. Also, er hat keine Angst vor Bären und anderem Getier.&lt;br /&gt;Auf dem Weg zum Tombstone CG sehen wir wieder eine Menge Tiere, einen Grizzly, einen Bald Eagle, Sheeps, einen Marmot und einen Elch. Jetzt war auch der Golden Side Trail geöffnet, den wir natürlich machten. Es war so klasse dort oben, die Aussicht einfach überirdisch schön. Oben am Summit lag noch jede Menge Schnee und der Weg war stellenweise sehr matschig. Nach der Wanderung, die ca 2 Std. dauerte, haben wir wieder auf dem Tombstone CG für 2 Nächte eingecheckt.&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen, der wieder sehr warm und sonnig war, beschlossen wir, die Grizzly Ridge Wanderung zu machen. Da hatte ich mich echt drauf gefreut, in den Jahren davor hat es entweder geregnet oder geschneit. Also ging es für uns nach dem Frühstück los. Es war total unheimlich so durch den dichten Wald zu laufen, keine Menschenseele war zu sehen. Dann noch ein Aushang, dass auf dem Weg gestern ein Grizzly gesehen wurde. Gut, immer schön laut erzählt und gesungen, in der Hoffnung, dass die Bären Reißaus nehmen. Wir haben dann auch nur die Hinterlassenschaften gesehen. Oben angekommen wurden wir wieder mit einer traumhaften Aussicht auf Mount Monolith belohnt. Wir blieben ca. eine halbe Stunde oben und machten uns dann auf den Rückweg. Etwas erschöpft kamen wir am Camper an, fuhren zum CG und... Feuern, grillen, chillen. Und das bei 23 Grad. Eigentlich macht es uns mehr Spaß, bei kühleren Temperaturen zu feuern.&lt;br /&gt;In den knapp 7 Tagen sind uns etwa 8 -10 Fahrzeuge begegnet, deutlich weniger als im Herbst, da sind ja auch viele LKWs Richtung Inuvik unterwegs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;06.06./10.06 - Über den Top of the World nach Eagle/Alaska und zurück in den Yukon&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Da uns der Viewpoint oberhalb vom Campground so gut gefällt, fuhren wir wieder zum Frühstück dorthin. Einmal noch die Aussicht genießen und auf geht’s nach Dawson. Wir bogen gerade vom Dempster auf den Klondike Highway, als vor uns ein Schwarzbär die Straße kreuzte. Klasse, der Tag fängt gut an! Wir kommen am Abzweig zur Hunker Creek Road vorbei (wer auf  DMAX “Goldrausch in Alaska“ guckt, weiß Bescheid :-) und fuhren knapp 8 Kilometer, um diverse Dredges, die wir aus der Serie kennen, anzusehen. Natürlich nur von weitem, Zutritt streng verboten!&lt;br /&gt;Nun mit der Fähre über den Yukon, auf dem CG eine Site gesichert und wieder zurück nach Dawson. Dort erst einmal Diesel und Propan getankt und im General Store etwas Brot, Obst und Milch gekauft. Auf dem Gold Rush CG haben wir geduscht, Wäsche gewaschen und sind dann ins VC, um bei freiem Wlan endlich Meldung nach Hause zu machen. Also ein paar Mails und WhatsApp`s geschrieben. Am späten Nachmittag sind wir wieder rüber zum CG und machten es uns bei 25° gemütlich. Wieder wurden wir angesprochen, ob wir nicht Angelika und Ulli aus dem Womo-Forum sind: Klar, sind wir! Wir haben uns dann bei einem Bierchen nett unterhalten, gefeuert und gegrillt.&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen also los auf den Top of the World Highway. Bei bestem Wetter wieder ziemlich viele Fotostopps und um 15 Uhr waren wir erst an der Border Yukon/Alaska. Der Officer war ziemlich mürrisch und inspizierte unseren Camper sehr genau. Egal, wir hatten nichts zu verbergen, gingen ins Häuschen, zahlten p.P. 6$ (nur cash) und bekamen unseren Einreisezettel in den Pass geheftet. Nun wird aus dem Top of the World Highway der Taylor Highway.&lt;br /&gt;Dieses Mal wollten wir nach Eagle, ein kleiner Ort am Ende des Taylor Highways. Eine traumhafte Strecke führt dorthin, die aber auch nur bei guten Wetterverhältnissen zu empfehlen ist. An den Straßenrändern lagen noch einige Schneereste, aber mit knapp 27 Grad... perfekt. An manchen Stellen fuhr man so nah am Abgrund, meine Fingerknöchel waren verkrampft und weiß! Wir sahen einen Luchs, der schnell ins Gebüsch verschwand, als er uns hörte. Auf dem CG oben in Eagle suchten wir uns eine Site aus und zahlten 10$ inkl. Feuerholz. Mit uns standen nur noch 2 andere Camper dort und wir haben diese einzigartige Stille sehr genossen. &lt;br /&gt;Am nächsten Tag besichtigten wir den historischen Teil von Eagle. Die Sonne brennt und überall werden die Rasenflächen und die begrünten Hausdächer gewässert. Die Mücken stechen gut und wir suchten den Schatten. Unten am Yukon sahen wir, wie ein selbst gebautes Floß anlegte, das hatten wir schon in Dawson gesehen. Wir kamen mit den beiden Männern ins Gespräch und sie erzählten, dass sie in Whitehorse gestartet sind. Respekt.&lt;br /&gt;So, noch mal auftanken und den ganzen Weg zurück. In dem Ort Chicken legten wir nur einen kurzen Stopp ein, dort war so ein Trubel, schnell geflüchtet. Wir fuhren bis zum West Fork CG und der Host, der übrigens aus Siegen/Deutschland stammt, empfahl uns eine sehr schöne Site. Es waren am Nachmittag knapp 30 Grad und der nette Host brachte uns Feuerholz auf den Platz. Puh, wir wollten gar nicht feuern, konnten es ihm aber nicht abschlagen. Wir entfachten also ein Campfire und setzten uns ganz weit weg.&lt;br /&gt;Die Nacht war sehr warm und der Morgen begrüßte uns mit super blauem Himmel. Gegen 10 Uhr machten wir uns langsam auf den Weg nach Tok/Alaska. Dort sind wir bei mittlerweile 35 Grad gegen Mittag angekommen. Zuerst mal in den Three Bears Store um die Vorräte aufzustocken, dies war der zweite und letzte Großeinkauf. Noch kurz zum Liquor Store und dann zum legendären “Fast Eddy`s Restaurant“, ein Muss für uns, wenn wir in Tok sind. Bevor wir Tok Richtung Yukon verließen nochmal auftanken. Bei dieser Gluthitze hatten wir keine Lust auf irgendeine Wanderung, so fuhren wir bis zum Yarger Lake und blieben kurzerhand für eine Nacht dort. Wir trödelten einfach mal wieder so rum und gingen runter zum Lake. Kaum hatte ich einen Fuß im Wasser, setzte sich ein Blutegel dort fest, igitt. Mir war die Lust auf ein Bad vergangen. Es war so schwül und endlich - ein Regenguss, der leider nach 3 Minuten vorbei war. Es waren dann um 22 Uhr im Camper 28 Grad und an Schlaf war nicht zu denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst um 8 Uhr aufgestanden, zum See runter und einen Biber beobachtet, der eifrig seine Runden drehte. Danach ein Campfire entfacht und auf dem Feuerchen leckere Bacon and Eggs zubereitet. Köstlich. Es tat so gut, Zeit zu haben und nicht zu hetzen, so gingen wir noch den kurzen Weg durch den Wald  zum Foto Blind und beobachteten etliche Libellen, Schmetterlinge und Vögel.&lt;br /&gt;Wir machten noch einen Stopp am Seaton Roadhouse, doch auch hier fiel die Wanderung der Hitze wegen aus. Noch einen Stopp am Tetlin National Wildlife Refuge, wo wir ganz viele Schwalbennester gesehen haben. Es herrschte reger Flugverkehr. Nun sind wir schon an der Border Alaska/Yukon, wo wir sehr schnell durch sind. Wir lassen noch den Zettel aus unseren Pass entfernen, da wir nicht vorhaben, nochmals in die USA einzureisen. Vor Beaver Creek sehen wir noch einen Elch ins Unterholz verschwinden und besuchen das dortige Visitorcenter. Eine sehr gesprächige Dame erklärte uns den ganzen Ort. Noch einen kurzen Stopp an der “Our Lady of Grace“ Church und weiter geht es bis zum Snag Junction CG. Es ist schwül, aber wir fangen an zu feuern, während leichtes Donnergrollen zu hören ist. Hoffentlich gibt es einen kühlen Regenguss. Tatsächlich, es kommt was runter und wir verziehen uns um 20 Uhr in den Camper. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;11.06./ 18.06. - Die letzten Tage im Yukon, und der Rückweg über den Kluane NP nach Whitehorse&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;In der Nacht hat es heftig geschüttet und endlich ist es kühler, eben Yukon Wetter. Heute steigen die Temperaturen nicht über 9 Grad. Kurz nach der Abfahrt sehen wir ein Porcupine, wie es rasch die Straße überquert. Zu schön sind solche Tierbeobachtungen. Vor Burwash Landing sehen wir noch einen Fuchs. Als wir auf dem Congdon CG , der am Kluane Lake liegt, ankommen, erwischen wir noch die letzte Site am See. Es ist bewölkt, aber trocken. Wir wollen noch eine Runde laufen und gehen runter zum See. Nach ein paar Metern sind wir in einem riesigen Moskitoschwarm und flüchten regelrecht in den Camper. Dort sprühen wir uns erst einmal mit Mückenschutzmittel ein, danach trauen wir uns wieder raus und fangen an zu feuern. Komisch, es ist erst 20 Uhr und kein Mensch außer uns sitzt draußen. Okay, es ist kühl, aber vor einem Feuerchen ist es doch gemütlich?!&lt;br /&gt;Wir stehen erst spät auf und sehen, dass oben auf den Bergspitzen Neuschnee liegt. Hier unten war es nur Regen. Aber wir haben Glück, als wir losfahren, ist es trocken. Am Soldier Summit Trailhead halten wir an und laufen den kurzen Trail. Wir sehen ganz viel Bärendung und da fühlt man sich schon komisch ängstlich. Trotzdem machen wir noch den Sheep Mountain Trail, der ist ganz schön anstrengend, aber nicht in so dichtem Wald. Als wir wieder unten ankommen, treffen wir auf einen Ranger, der uns erzählt, dass der Trail bis gestern wegen hoher Bärenaktivität gesperrt war. Ups. Weiter ging es mit einem Abstecher zur Ghosttown Silver City, eine verlassene Siedlung am Ende des Kluane Lake bis nach Haines Junction. Dort ins Visitorcenter, freies Wlan genutzt und dann einen Platz auf dem Pine Lake CG gesucht. Dort erstmal ein Anleger Bierchen getrunken und vom vielen Wandern ausgeruht.&lt;br /&gt;Nachdem wir für unsere Verhältnisse spät aufgestanden sind, fahren wir los zur berühmten Village Bakery in Haines Junction. Dort kaufen wir uns zwei leckere Sandwiches und wirklich leckeren Kaffee. Gut, mit 30$ nicht gerade günstig, aber wir nehmen uns auch noch zwei Stücke Kuchen mit, die wir später am Dezadeash Lake CG verspeisen. Vorher tanken und dumpen wir und kaufen ein paar Mitbringsel für die Enkelkinder. Um 15 Uhr kommen wir am Dezadeash Lake an, finden eine schöne Site und machen es uns gemütlich. Es ist total windig und mit 7 Grad nicht wirklich warm. Wir machen aber trotzdem ein kleines Feuerchen. Um 19 Uhr sind wir aber rein in den Camper.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgens scheint die Sonne und wir machen uns auf den Weg zum Rock Glacier Trail. Die kurze Wanderung, ca. 3 Kilometer, führt erst durch dichten Wald und dann über Geröll bis zu einer Viewing Plattform. Von dort oben hat man eine phantastische Aussicht auf den Dezadeash Lake und die umliegende Bergkulisse. Es ist wieder angenehm warm geworden, so dass man im T-Shirt laufen konnte. Wir beschlossen, den Haines Highway bis zum Million Dollar Falls Campground zu fahren und dort eine Nacht zu verbringen. Der CG liegt total schön an einem kleinen Wasserfall. Wir machten den kleinen Rundgang und eine Millionen Moskitos versuchten uns aufzufressen. Wir sprühten uns ein und setzten unsere Hüte mit Moskitoschutz auf. Sah zwar ein bisschen schräg aus, aber es hat etwas genutzt, wenigstens im Gesicht keine Moskitostiche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, heute ist mein Geburtstag! 15.06. In der Nacht hat es wie wahnsinnig geregnet, doch jetzt am Morgen: „blue blue Sky“. Wieder sind die Berge mit Puderzucker-Schnee überzogen. Wir wollen wieder zurück bis zum Kathleen Lake, um dort die Wanderung zum Kings Throne zu machen. Zuerst besuchten wir noch Klukshu, ein halb verfallenes Fischerdorf. Es ist ein sogenanntes Sommerdorf, die Einwohner sind First Nations und kommen im Sommer zum Lachsfang.&lt;br /&gt;Am Kathleen Lake angekommen, machten wir uns sofort auf zur Kings Throne Wanderung. Wir waren fast oben, da zog eine dicke schwarze Wolkenwand auf und dicke Nebelschwaden versperrten die Sicht. Wow, sah das gespenstig aus. Schnell auf den Rückweg gemacht, bevor ein Unwetter uns überrascht. Jetzt wieder zurück zum Dezadeash CG, der gefiel uns so gut. Angekommen, und einen Geburtstagssekt getrunken. Klasse, ich habe im Yukon Geburtstag, kommt ja auch nicht so oft vor. Als Geburtstagsgast hatten wir noch einen Adler, der seine Runden über dem See drehte. Wir grillten und feuerten noch bis ca. 22 Uhr und dann ab in die Koje.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt kommt der einzige Regentag während der 4 Wochen. Da der aber auch ein Fahrtag war, war es uns ehrlich gesagt egal. Die ganze Nacht und auch jetzt am Morgen trommelte der Regen aufs Dach. Der See ist ca. einen Meter näher ans Wohnmobil gekommen, also keinen kleinen Rundgang mehr. Wir fuhren den Haines Highway zurück und bogen auf den Alaska Highway Richtung Whitehorse ab. Dem kleinen, aber doch sehenswerten Ort Champagne besichtigten wir aus dem Camper, es regnete immer noch. Bei diesem Schmuddelwetter haben wir beschlossen, zum Takhini Hot Springs Campground zu fahren. Gegen 17 Uhr kamen wir dort an und die Sonne mit uns. Der CG ist ganz okay und wir besuchten die Hot Springs. Öh nee, wer die Liard Hot Springs kennt, der wird hier enttäuscht, also, hier müssen wir nicht mehr hin. Den Abend haben wir im Camper verbracht, Fotos gesichtet und schon mal ein bisschen aussortiert. Ist ja der vorletzte Abend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tja, der letzte Tag im Camper ist angebrochen. Auf nach Whitehorse, dort noch mal zum Coast Mountain Outdoor Store, noch mal zur Fishladder und dort eine kleine Wanderung entdeckt. Sie geht direkt an der Fishladder los, nur den Hügel rauf, und wieder hat man eine tolle Aussicht.&lt;br /&gt;Jetzt noch im Superstore einen riesigen Salat und ein gebratenes Huhn gekauft, im Liquor Store eine Flasche Rotwein für den letzten Abend. Auf dem Weg zum Hi Country RV Park zum letzten Mal getankt und auf dem CG den Camper gewaschen. Dann ging es ans Packen und den Camper von innen zu säubern. Geduscht und bei wieder einmal blauem Himmel draußen gesessen und gegessen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sonntag, 18.06. 2017 - Ab nach Hause&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Zum Frühstück sind wir in die Stadt gefahren, danach zu Fraserway. Die Abgabe ging sehr flott, keine Schäden am Fahrzeug, alles okay! Unser Gepäck konnte noch bei Fraserway stehen bleiben und wir marschierten noch bis ca. 14 Uhr am Yukon River entlang. Wir besorgten uns noch eine Kleinigkeit zu essen, und dann ging es auch schon mit dem Fraserway Shuttle zum Airport. Da die Condor mal wieder Verspätung hatte, ging es erst um 19.15 Uhr los. 18 Uhr war eigentlich geplant. Der Flug war ganz angenehm, die Maschine war nicht ausgebucht und so hatten Ulli und ich jeweils eine 2er Reihe für uns alleine. Von Frankfurt mit dem Zug nach Hause, und... So schnell sind 4 Wochen Urlaub vorbei. &lt;br /&gt;Wir freuen uns auf den nächsten Urlaub, uns schwebt vor, mal eine Winterreise in den Yukon zu machen. Mal sehen, was daraus wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielen Dank an das SK Team, dass wieder alles so wunderbar geklappt hat.&lt;br /&gt;Angelika und Ulli De Turris</description>
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                <title>Polarbärenhauptstadt 0,00 €</title>
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                <pubDate>Thu, 11 Apr 2019 03:01:53 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/adelsberger_kristin_bildnr3_eisbarenfamilie(1).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;Polarbärenhauptstadt Churchill&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text zum Textwettbewerb 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Autor: Kristin Adelsberger&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;27. Juli 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Auf geht’s mit Air Canada nach Winnipeg! Hier startet unser Programm mit der Unterkunft im Hilton Suites Winnipeg Airport. Mit dem hoteleigenen Shuttle wurden wir am Flughafen abgeholt und in weniger als 5 Fahrminuten zum Hotel gebracht. Im Hotel wurden wir mit einem Begrüßungsgeschenk der Lazy Bear Lodge willkommen geheißen - für jeden einen Metallkofferanhänger mit einem Eisbären darauf, kleine Schokoladeneisbären und pro Person einen Wassertrinkbeutel sowie ein Taxigutschein für die Fahrt vom Hotel Inn at the Forks zum Flughafen Winnipeg für den letzten Tag der Reise. Aber an diesen Tag wollten wir ja jetzt noch gar nicht denken…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;28. Juli 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Nach dem wir uns bei einem Frühstück im Hotelrestaurant ausgiebig gestärkt hatten, begrüßte uns kurz nach 8 Uhr eine Mitarbeiterin der Lazy Bear Lodge in der Hotellobby. Wir wurden komfortabel zum Flughafen gebracht, wo der Charterflug der Calm Air auf uns wartete, um uns in gut 2 Stunden Flugzeit nach Churchill zu bringen. Dort kamen wir gegen Mittag an und wurden schon von Gerald, unserem Guide für die nächsten Tage in Churchill, erwartet. Unsere Gruppe bestand aus 13 Leuten, hauptsächlich Amerikaner und Kanadier. Wir waren die zwei einzigen aus Europa. Mit einem alten Schulbus ging es zur Lazy Bear Lodge, wo wir eineinhalb Stunden Zeit hatten, um uns beim Lunch zu stärken. Um 14:30 Uhr begann dann unsere „Cultural &amp; Heritage Tour“. Wir besuchten das Cape Merry, wo Hudson Bay und Churchill River zusammen fließen. Und da sahen wir sie schon: die Belugawale. Wir hatten den Juli als Reisemonat gewählt, da von Ende Juni bis Anfang August die Belugawale und viele arktische Blumen zu bewundern sind. Die Wahrscheinlichkeit, Eisbären zu sichten, liegt im Juli zwar zwar deutlich unter den fast 100 % im Herbst, aber wir hofften dennoch sehr, auf Eisbären zu stoßen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschließend ging es zu Miss Piggy, einem C-46 Kommando Frachtflugzeugwrack. Es befindet sich in beeindruckender Natur.&lt;br /&gt;Der letzte Ausflugsanlaufpunkt war dann das Eisbärengefängnis – auch ein sehr interessanter und sehenswerter Ort. „Problem“-Eisbären werden hier für 30 Tage untergebracht, bevor sie wieder in die Wildnis entlassen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;29. Juli 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Mit einem leckeren Frühstück in der Lazy Bear Lodge starteten wir in den Tag. Um 8 Uhr ging es erneut zum Cape Merry – ein Eisbär war in der Früh in dieser Gegend gesichtet worden und wir wollten ihn natürlich auch sehen. Aber leider fanden wir ihn nicht, konnten jedoch wieder zahlreiche Belugas sehen. Um 13 Uhr startete unsere „Tundra Tour“. Mit einem „Arctic Crawler“ der Lazy Bear Lodge waren wir unterwegs – sehr interessante Gefährte mit einem Ofen, einer kleinen Küche und WC ausgestattet. Es war ein spannendes Erlebnis – leider ohne Eisbärensichtung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;30. Juli 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Erneut gut gestärkt vom reichhaltigen Frühstücksbuffet ging es um 11 Uhr zu unserer Whalewatching Tour. Gerald war unser Zodiacfahrer und zu acht starteten wir unser Belugawal-Abenteuer. Wir sahen unzählige Belugawale, auch viele mit ihren Babies. Sie schwammen direkt am Zodiac umher. Es war ein fantastisches Naturerlebnis. &lt;br /&gt;Nach dem Lunch ging es dann auf die „Coastal Tour“. Mit einem großen Schnellboot starten wir gegen 16 Uhr unseren sechsstündigen Ausflug. Und schon nach 15 Minuten auf dem Boot war es soweit: Eisbären in Sicht! Wir trauten unseren Augen nicht! Aber wir fuhren näher an die Küste heran und es war soweit. Der langersehnte Augenblick war da: eine Eisbärenmutter mit ihren zwei Jungen. Unbeschreiblich und ohne Worte. Wir genossen den Augenblick und machten viele Fotos. Fantastisch – wir sahen Eisbären in ihrer freien natürlichen Umgebung. Und sie schauten uns an, als hätten sie auf uns gewartet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir versuchten anschließend noch, zur anderen Küste zu fahren, um weitere Eisbären zu sichten. Doch das Wasser war zu unruhig und so steuerten wir erneut „unsere“ Eisbärenfamilie an und beobachteten sie, während wir Sandwiches, Kettle Chips und Cookies auf dem Boot verzehrten, denn die Crew hatte alles für uns dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;31. Juli 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Bisher hatten wir immer super Wetter und Sonnenschein. Heute jedoch war ein verregneter Tag. Nach dem Frühstück gingen wir erst einmal zum Post Office, um uns den Beweis in unseren Reisepass zu stempeln. Jeder Besucher kann sich dort einen Eisbärenstempel abholen. Um 13:30 Uhr begann unsere zusätzlich zum Programm gebuchte Schnorchel-Tour mit den Belugas und auch das Wetter hatte sich inzwischen gebessert. Das Wasser in der Hudson Bay beträgt auch im August nicht mehr als 3 Grad Celsius. So wurden wir zuerst in Neoprenanzüge gekleidet. Erwartet hatten wir so enge Taucheranzüge, wo maximal lange warme Unterwäsche darunter passt. Aber Fehlanzeige, am besten sollten wir 5-6 Lagen Oberteile anziehen, mehrere Socken und warme Hosen. Die Anzüge waren nur an den Handgelenken und am Hals sehr eng – für unser Gefühl zu eng, aber wir wollten ja nicht, dass an diesen Stellen das eisige Wasser sich den Weg zu unserem Körper bahnt, also ertrugen wir es. Ansonsten waren die Anzüge bequem und man war auch nicht in der Bewegung eingeschränkt. Dann ging es mit dem Zodiac los. Dreimal konnten wir schnorcheln gehen. Zweimal nutzten wir dies auch. An einem hinuntergelassenen Seil hielt man sich am Boot fest. Das Wasser war recht trüb. Es waren viele Belugas um uns herum, wir sahen sie jedoch mehr über Wasser als unter Wasser. Aber wir hörten ihre Gesänge unter Wasser – ein unvergessliches Erlebnis! Die Belugas werden wegen dieser Gesänge auch Kanarienvögel des Meeres genannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Abend wurde durch unser inkludiertes Dinner wunderbar abgerundet, Rinderfilet Mignon und Lachs ließen wir uns genüsslich schmecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;01. August 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Gegen Mittag hieß es Abschied nehmen von der Polarbärenhauptstadt Churchill. Kurz vor Abflug drehte Gerald noch einmal mit uns eine einstündige Runde, um eventuell noch einmal Eisbären zu sichten. Wenn dies auch erfolglos war, so sahen wir noch einmal die beeindruckende Landschaft in ihren Sommerfarben. Mit Calm Air ging es zurück nach Winnipeg. Dort stand bereits ein Bus bereit, der uns zum Hotel Inn at the Forks – direkt am Forks Market gelegen – brachte. Das Hotel hatte bereits alles für den Check In vorbereitet, so dass wir schnell in unsere tollen modernen großzügigen Zimmer konnten. Wir bummelten dann noch durch den bunten Forks Market, wo es viele einheimische Produkte gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;02. August 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Nach dem heutigen Frühstück endete unser Programm. Wir verlängerten unsere Reise noch um 2 Nächte im Fairmont Hotel Winnipeg, besuchten das Canadian Museum for Human Rights und ließen unsere Reise Revue passiere. Eine gelungene Reise, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird mit fantastischen und tatsächlich außergewöhnlichen Naturerlebnissen. Und bestimmt kommen wir noch einmal nach Churchill zurück – irgendwann im Oktober, wenn die Eisbärensichtungsrate bei einhundert Prozent liegt und man bis zu 20 Eisbären während einer Tundra Buggy Tour sichten kann!</description>
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                <title>Im Navion durch Alberta und B.C. 0,00 €</title>
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                <pubDate>Fri, 06 Apr 2018 03:00:02 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/20170516_173212-1.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;Im Navion durch Alberta und B.C.&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text zum Textwettbewerb 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Autor: Corinna Joneleit&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Westkanada - Einblick unserer Reise vom 15.-31. Mai 2017&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;15.05.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Um 13:30 Uhr ging es los - unser größter Urlaub, den wir bisher geplant hatten. Der Flieger war riesig und das Essen erstaunlich gut. In Vancouver angekommen begrüßte uns ein bewölkter und regnerischer Tag. Im Hotel angekommen, beschlossen wir  trotz Regen noch die Gegend zu erkunden und uns auf die Suche nach einem kanadischen Geldautomaten zu machen, welchen wir dann dank Google-Maps auch gefunden haben. Die Wohngegend war nett anzuschauen und erste Unterschiede zu Deutschland waren deutlich erkennbar. Nachdem wir unsere ersten kanadischen Dollar und die ersten eingekauften Lebensmittel in der Hand hielten, liefen wir zurück ins Hotel und genossen unsere ersten kanadischen Teigwaren. Bei der Wahl des Bettes - es gab 2 - beschlossen wir heute ein Bett zu zweit zu nutzen. Durch den Jet Lag schliefen wir recht früh ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;16.05.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Um 8 Uhr wurden wir von unserem Wohnmobilvermieter &quot;Traveland&quot; vor dem Hotel abgeholt. Der Van hatte ganz schönen Speed oder doch eher der Fahrer? Anders als in Deutschland. Bei Traveland angekommen erhielten wir eine freundliche, deutschsprachige Einweisung und Erklärung der Formalitäten. Es war ziemlich viel Input auf einmal: Schalter hier, Schalter dort, dies beachten, das beachten. Nun gut, die Reise ging los: wir fuhren erst einmal zum nächst gelegenen Superstore und deckten uns für $300 ein. Was uns positiv überraschte, war die Tatsache, dass die Kanadier sehr offen im Gespräche suchen sind. Als wir bspw. vor dieser riesigen Auswahl an ca. 20 Sorten Toilettenpapier standen, sprach uns ein älterer, netter Mann an, dass es verrückt sei, so viele Sorten Toilettenpapier anzubieten und dass man genau schauen muss, für welches man sich entscheidet. Ebenso hat uns eine Mutter beim Kauf der Getränke angesprochen über Wertcoupons, weil sie dachte wir wären Kanadier. Wir haben uns dann ganz nett mit ihr unterhalten, als wir ihr sagten, dass wir nur Urlauber sind. Unsere Fahrt begann nun am Highway 1 in Richtung Squamish. Unser erster Halt waren die Shannon Falls. Die Natur war schon sehr grün gewachsen, es schien die Sonne und es waren angenehme Temperaturen, sodass man ohne Jacke laufen konnte. Wir liefen noch zur Seat o Sky Gondola, welche uns aber für über $40 p.P. zu teuer war. Die Fahrt ging weiter und wir beschlossen, auf einem der von R. Schoofs beschriebenen Campgrounds zu übernachten. Wir landeten am Campground des Alica Lake Provincial Parks. Die Einfahrt in den Campground war etwas abenteuerlich, da es unser erster Campground war - geöffnete Tore, kein Wärter / Ranger, Listen mit Belegungen und freie Plätze - was tun?? Als wir uns an unserem sehr schönen, am Wald gelegenen Platz eingenistet haben, kochten wir unser erstes Essen im Camper: Spaghetti Bolognese. Es war sehr lecker, dafür dass wir nicht so viele Möglichkeiten an Zutaten wie Zuhause zur Verfügung hatten. Nach dem Abendessen liefen wir um den Alice Lake spazieren. Es dämmerte schon leicht und ich hatte schon etwas Angst, einem Bären zu begegnen. Als wir wieder am Camper ankamen, verstauten wir noch unsere Klamotten und Lebensmittel in die Schränke. Wir lagen nun in unserem kuscheligen, warmen Bett und es war schön nach diesem Tag das erste Mal angekommen zu sein. Nun kann es losgehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Mittwoch, 17.05.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir morgens mit O-Saft, Kaffee, getoastetem Brot und allerlei Zutaten gefrühstückt und unseren Camper zusammengebastelt hatten, stand nun meine erste Fahrt mit dem Camper an. Die ersten paar Kilometer waren zwar etwas gewöhnungsbedürftig was Länge und Gewicht betrifft, aber dann hatte auch ich den Spaß am Fahren bekommen. Wir fuhren nördlich weiter auf der Route 99. Für unseren ersten Stop beschlossen wir in der Nähe des Garibaldi Lakes zu fahren. Wir packten unsere sieben Sachen und marschierten den Waldweg hoch in die Berge. Es war ein ständig steiler Weg, der aber immer wieder mit Bächen und kleinen Wasserfällen belohnt wurde. Es gab wuchtige, große Bäume, welche uns ab und an den Weg versperrten, sodass wir unsere &quot;Kletterkünste&quot; auspacken mussten. Nach ca. 1 Stunde Laufzeit entschieden wir uns umzukehren, da wir noch weiter fahren wollten und noch andere Orte ansehen wollten. Also ging der Marsch wieder zurück. Die Fahrt ging weiter. Der nächste Stop ergab sich spontan unter der Anschrift der Bradywine Falls. Wir hielten und liefen zu den Fällen. Diese haben ein sehr schönes Panorama ergeben und wir konnten wunderschöne Bilder machen. Wir fuhren weiter nach Whistler. Wir dachten, dass  man dort mit der Seilbahn hochfahren könne. Dem war schon so, allerdings nur mit  Ski oder Snowboard. Also machten wir einen Spaziergang durch Whistler Stadt und schauten uns die olympischen Verewigungen an. Unser Endreiseziel stand für heute fest. Der beschriebenen Campground von R. Schoof: das Riverside Resort. Er war sehr ordentlich angelegt. Wir entschieden uns diese Nacht für den Full Service, was sehr angenehm war. Wir liefen noch ca. 1 Stunde am Green Lake und machten schöne Bilder von uns und dem schönen Panorama. Wieder am Camper angekommen, gab es heute unseren gekauften Lachs mit Brot. Er war sehr, sehr lecker und kein Vergleich zu unserem Lachs. Alleine schon der Optik wegen. Nachdem wir nun vollgegessen waren und ich meine erste göttliche Dusche im Camper genossen hatte, planten wir noch unseren nächsten Tag und schliefen gegen 22:30 Uhr ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;18.05.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Heute begann unser Tag schon etwas früher. Wir standen um 7:15 Uhr auf – heute war Reit-Tag. Wir brachen gegen 8:15 Uhr von unserem Campground auf Richtung Pemberton, denn dort hatte ich eine Halbtages-Reit-Tour bei Copper Cayuse Outfitters gebucht. Dort angekommen, wurden wir freundlich von dem Besitzer Don und seinen Angestellten begrüßt. Da wir die zwei einzigen Teilnehmer waren, bekamen wir heute eine Sondertour. Wir fuhren mit dem Auto und den Pferden im Anhänger Richtung Berge. Dort angekommen, begann unser Ritt in die Berge. Wir ritten durch den tiefen Wald auf schmalen Fußwegen, auf und ab, jeder auf seinem eigenen Pferd. Das Wetter war mit angenehmen 20° Grad perfekt. Nach einem Snack und einem Besuch am Birkenhead Lake ritten wir wieder zurück an unseren Ausgangspunkt, wo uns Don wieder abholte. Es war schon 14 Uhr und ich war ziemlich K.O. obwohl ich ja eigentlich 4 Stunden nur auf einem Pferd saß. Es war ein sehr schöner Ausflug und man hatte das Gefühl, in den hintersten Ecken der Berge gewesen zu sein. Bären haben wir jedoch leider nicht gesehen. Wir fuhren nun nochmals ein kleines Stück zurück und besichtigten die Nairn Falls. Anschließend ging es dann weiter auf der Route 99 Richtung Lilloet Lake. Wir entschlossen uns heute für eine ungewöhnliche Camping Übernachtung. Wir nahmen R. Schoofs Exkurs Tipp für Entdecker an und fuhren beim Lilloet Lake ab auf einen kleinen Weg zum wilden Campen. Nach ca. 40 Min. Fahrt hatten wir keinen passenden Platz gefunden und fanden den Campground Lizzie Bay, wo wir entschlossen heute zu übernachten. Heute wurde ich bekocht, während ich mich auf die Suche nach den nächsten Stops und Campgrounds für die nächsten Tage machte. Nun gab es auch unser erstes Lagerfeuer. Herrlich war es hier. Es war ein sehr kleiner Platz (nur rund 15 Plätze) und während des Sonnenuntergangs schrieb es sich viel einfacher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;19.5.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Heute begann unser Tag um 7:15 Uhr. Ich bereitete das Frühstück vor. Nach dem Frühstück stand nun meine größte Angst bevor: dass wir den Rückweg vom Campground nicht mit unserm Camper schaffen würden. Meine Angst war natürlich größer als notwendig – ohne Probleme fuhr meine bessere Hälfte den Berg hinauf – puh – geschafft. Heute hatten wir kilometertechnisch viel vor. Unsere Fahrt ging weiter auf der Route 99 Richtung Lilloet. Es ging auf ins tiefste Gebirge. Schmale Straßen waren hier üblich. Dennoch gab es sehr schöne Haltestellen mit wundervollen Ausblicken auf die Landschaft, welche wir uns nicht entgehen ließen. Über Lilloet nach Fountain Valley und schließlich in Clinton war dann unsere erste Tankfüllung notwendig. Leichter als gedacht – alles verlief problemlos. Was während dieser Fahrt besonders auffällig war, war wie sich die Landschaft / Vegetation veränderte: von dicht bewaldetem, beschneiten, tiefen Gebirge hin zu leicht bewaldeter, kahleren, dürrerer und flacher Landschaft. Auch die unterschiedlichen Gesteine waren gut zu beobachten. Wir kamen unserem heutigen Tagesziel immer näher. Einem von R. Schoof beschriebenen Campground: der Emerald Bay Campground. Vor dem Green Lake gab es noch eine Sani Station, wo wir noch Frisch- und Abwasser auftankten bzw. leerten. Dort gerieten wir wieder in ein freundliches Gespräch mit einer kanadischen Familie, die ihr Wochenende am Green Lake verbringen wollte. Am Campground angekommen suchten wir uns noch ein nettes Plätzchen (viele gab es nicht mehr). Der Park Ranger kam gegen Abend und gab uns dann auch noch nette Tipps für die nächsten Tage. Nach dem Abendessen gingen wir noch etwas an den See – und tatsächlich bin ich mir ziemlich sicher dort meine ersten Bärentatzen gesehen zu haben. Am Lagerfeuer ließen wir den Tag ausklingen, sprachen über morgen und ich schrieb mein Tagebuch. Es macht uns jeden Tag immer mehr Spaß hier zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;20.5.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Heute wurden wir wieder um 7:15 Uhr von unserem Wecker bei strahlendem Sonnenschein geweckt. Wir machten uns gegen 8:30 Uhr weiter entlang des Green Lake’s auf der Little Green Lake Road Richtung Osten – Tagesziel: Clearwater / Wells Gray Park. Es war eine kuschelige kleine Straße entlang vieler kleiner Seen. Schließlich waren wir auf der Road No 5 angekommen und fuhren nördlich auf Clearwater zu – es war im Gegensatz zu vorher hier eine sehr viel größere und befahrenere Straße. In Clearwater angekommen gingen wir spontan ins Visitor Center am Eingang des Well‘s Gray Park. Wir erhielten eine freundliche Beratung bzw. nochmalige Tipp-Bestätigung  und Wegweisung zu den Wasserfällen. Im dortigen Souvenir Shop haben wir uns gleich mit vier lustigen T-Shirts eingedeckt. Danach ging die Reise in den Well’s Gray Park los. Es war schon 12:30 Uhr und richtig warm geworden – 27° Grad zeigte unsere Anzeige an. Es war strahlend sonniges Wetter. Auf dem Weg zu den Spahats Falls war es dann nun soweit: auf einmal zwischen Bach und Bäumen watschelte ein Bär auf die Straße: vor lauter Bremsen und Staunen war es dann zu spät für ein Foto. Der Bär sah das Auto und sprang auf die andere Straßenseite ins Gebüsch – unser erstes, aber ganz persönliches Erlebnis mit einem Bären – WOW. Nach den wunderschönen Spahats Falls ging es dann weiter zu den Dawnson Falls und dann noch zu den Hemicken Falls. Und auch hier stand auf der Rückfahrt ein kleiner brauner Bär am Straßenrand. Da wir hinter einem Auto fuhren und ich die Campingunterkünfte gerade durchstöberte, war auch hier das Bild leider zu spät. Vielleicht würden wir ja noch einen dritten Bären sehen – Zeit wäre dafür ja noch. Wir hatten uns nun für einen komfortablen Platz in Clearwater entschieden, da wir wieder frisches Wasser und Strom brauchten. Wir fuhren zum Camping Platz, buchten unseren Platz und fuhren anschließend zum Dutch Lake. Hier konnte man sich Kanu’s ausleihen und mit ein wenig Glück Schildkröten sehen. Nach längerem Beobachten konnten wir eine Schildkröte von ganz nahem entdecken – es war ein tolles Erlebnis, dieses Tier in ganz freier Wildbahn zu sehen! Nach der ruhigen Kanufahrt ging es nun in den nächstgelegenen Supermarkt, wo wir uns nochmals mit Lebensmitteln für die nächsten Tage eindeckten. Am Campground angekommen hatten wir heute unser erstes Grillen vor. Würste und Hähnchen – lecker mit Beilagen. Ein wohlverdientes Essen nach einem solchen Tag. Heute war es für mich einfach der Jackpot: 3 Wasserfälle, 2 Bären und eine Schildkröte – weiter so!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Sonntag, 21.5.2018&gt;/i&gt;&lt;br /&gt;Heute haben wir etwas verschlafen. Nachdem wir aufgestanden und gefrühstückt hatten, packten wir dann so schnell wie möglich alles in unserem Camper zusammen und bewegten uns weiter in Richtung Blue River. Tagesziel: Jasper Nationalpark. Auf der Fahrt dorthin hielten wir bei den Rearguard Falls, wo wir auch eine Gruppe beim Water Rafting beobachten konnten. Die Fahrt weiter bis zum Jasper Nationalpark war weniger spektakulär – weswegen wir dann auch unachtsam geworden waren. Als da plötzlich vor dem Eingang des Nationalparks ein Elch am Straßenrand sein Mittagessen zu sich nahm. Was für eine Pracht. Nur leider bei 100 km/h zu kurz um ein Bild zu machen. Mit unserem „Pass 150 Years of Canada“ konnten wir dieses Jahr unentgeltlich alle Parks besuchen. Nun kamen wir endlich im Jasper Nationalpark bzw. der Stadt Jasper an. Was für Menschen Massen! Wir besuchten das Info Center der Stadt und holten uns noch Info Material bzw. Ausflug Tipps. Auch schlechte Nahrichten waren dabei: Da verlängertes Wochenende / Feiertag in Kanada war,  waren alle Campingplätze in und um Jasper ausgebucht. Die freundliche Dame der Auskunft am Info Point hat uns dann noch einen Geheimtipp außerhalb der Stadt gegeben. Wir schlenderten noch ein wenig durch die Stadt und machten uns dann auf den Weg zu dem besagten Campground Snaring River Campground. Ein allerletztes Plätzchen war noch frei – puh. Es war heute wieder sehr warm geworden, sonnige 24/25° Grad. Dort angekommen gingen wir noch etwas am Snaring River spazieren, sonnten uns und machten noch ein paar Bilder von den Bergen. Heute war zwar nicht so viel Programm, was mich nicht gestört hatte, denn die Landschaft während der Fahrt zu beobachten, durch die Stadt Jasper zu laufen und einem Elch gesehen zu haben war auch aufregend. Nun saßen wir nach unseren riesigen gegrillten Steaks vollgegessen am Lagerfeuer und planten den nächsten Tag, welcher definitiv nicht zu wenig Programm haben würde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;22.5.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Der Tag begann heute schon um 7:30 Uhr. Frühstück war angesagt. Wir hatten heute viel vor uns. Die Nacht war gut; es fühlte sich an, als wäre es ein &quot;einheimischer&quot; Campground für &quot;Kenner&quot; gewesen. Tagesziel war heute das Icefield Center zu besichtigen und eigentlich auf dem Icefield RV zu übernachten. Unser erster Stop nachdem wir in Jasper getankt hatten, sollten dann die Athabasca Falls sein. Gleich nach Jasper auf der Landstraße standen Autos. Was für ein Morgenbeginn: ein Bär am Straßenrand! Bilder hatte ich dieses Mal gemacht, nur nicht nah genug. Egal, es war super ihn zu sehen. Bei den Athabasca Falls angekommen, wurden wir fast von Menschenmassen überrollt und das schon um 9:15 Uhr! Nun gut, nach ein paar schönen Bildern ging es weiter zu den nächsten Fällen: die Sunwapta Falls. Weniger spektakulär, aber nett anzusehen, vor allem bei dem schönen, milden, sonnigen Morgen. Die Tangle Falls haben wir von weitem beim Fahren beobachtet, aber nicht gehalten. Bei zwei weiteren Fotostops bekamen wir Schafe und eine Art Steinböcke zu sehen, welche dann auch noch auf der Straße ihren Revierkampf austrugen. Zu witzig, die ganze Menschenmenge hatte ihr Vergnügen! Am Icefield Center angekommen, waren wir uns zunächst noch unsicher, ob wir ein Ticket bei den Preisen lösen sollten ($ 92 p.P.). Wir entschieden uns schlussendlich dafür und lösten ein Combi-Ticket für die Besichtigung des Icefields und den Glacier Skywalk. Unsere Tour verpassten wir glatt, durch das Vergessen der Stunde Zeitverschiebung. Währenddessen schlürften wir in aller Ruhe im Cafe einen Kaffee und aßen Pommes. Zu lustig. Die Gletscherbesichtigung fanden wir ganz gut. Wir hatten einen super netten Führer / Fahrer dabei und der Anblick oben am Gletscher war einfach gigantisch. Der Skywalk war unserer Meinung nach nichts besonderes. Nach dreieinhalb bis vier Stunden waren wir etwas geplättet und stellten fest, dass der RV Campground der Parkplatz vor dem Icefield Center darstellen sollte. Nun ja, für uns kam so etwas nicht in Frage. So blätterten wir nochmal alle Campground Zeitschriften auf und ab und kamen zur der Erkenntnis, dass kein Campground ansonsten bis Lake Louise geöffnet hatte. Wir beschlossen also auf jeden Fall weiter zu fahren und bei guter Gelegenheit ggf. einen Wild Camping Platz zu suchen und um das Ziel für den nächsten Tag - den Lake Louise Campground - anzuvisieren. Die Fahrt war angenehm. Trotz mitten in den Bergen hatte es angenehme 18,5° Grad. Mitten auf dem Weg vom Icefield nach Lake Louise standen erneut Autos. Wir hielten: ein Schwarzbär am Straßenrand. Da so viele Autos schon herum standen und keiner weg fuhr, so dass auch andere ihn sehen konnten, fuhren wir weiter. Zu unserem Glück: ein paar Kilometer vor Lake Louise standen sie erneut und fotografierten einen Schwarzbären. Den schien alles nicht zu interessieren. Und dieses Mal bekam ich sogar ein schönes Bild. Wir nisteten uns heute also beim Lake Louise Campground ein und da noch so schönes warmes Wetter am Abend war, entschieden wir uns Burger zu grillen. Sie schmeckten fabelhaft  - als uns plötzlich 2 Baconstreifen geklaut wurden, während meine bessere Hälfte zu mir in den Camper kam. Wir waren beide sehr erstaunt und lachten. Es konnten nur Vögel oder Erdmännchen gewesen sein. Wir fanden es lustig und gingen mit einem Grinsen ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;23.5.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Heute haben wir es uns gegönnt etwas auszuschlafen und standen somit erst gegen 8:30 Uhr auf. Ein herrliches Frühstück wartete auf uns: Wir machten uns Bacon mit Ei, O-Saft und Kaffee. Nach dieser Stärkung pimpten wir noch unseren RV mit Frischwasser und leerten alle Tanks. Wir fuhren also los zum Lake Louise. Tagesziel: eine schöne Wanderung erleben. Es war ein schöner sonniger, milder Morgen. Was für ein Menschenansturm um 11 Uhr an einem Dienstag! Die Menschenmassen stürmten nur so an den See. Als wir uns am Info Point über begehbare Wanderrouten informiert hatten, machten wir uns auf Richtung Lake Agnes. Der Lake Louise war noch gefroren und schon zu Beginn des Trails kam uns der erste Schnee entgegen, welcher mit der Steigung stetig zunahm. Der erste See an dem wir ankamen war der Mirror Lake. Er begann schon leicht aufzutauen und man konnte das glasklare Wasser durchschimmern sehen - was für eine Pracht vor dieser Felsenkulisse. Wir entschieden uns noch höher zum Lake Agnes zu laufen. Die Schneehöhe nahm immer mehr zu - bei ca. 1 Meter waren wir nun angelangt. Am Lake Agnes angekommen erwartete uns ebenfalls ein tolles Panorama vor den riesigen Bergfelswänden. Das Teahouse war noch geschlossen und so machten wir oben wie alle anderen auch auf einer Bank Rast mit einer kleinen Brotzeit. Nach rund 3 Stunden Laufzeit waren wir nun wieder an unserem Camper und fuhren weiter Richtung Canmore. Wir gelangten auf den Highway No 1 wo wir dann bei Castle Junction auf die 1A fuhren um uns noch den Johnston Canyon anzusehen. Leider hätte man noch 1 ½ Miles laufen müssen und wir waren schon so K.O. von unserem drei Stunden Schneemarsch, sodass wir weiter fuhren. Wir fuhren die nette Landstraße gleichläufig des Highway No 1 entlang, welche sich teils in Single Lanes spaltete. Es war wie ein geteerter einspuriger Waldweg - lustig; leider haben wir hier keine Tiere gesehen. In Canmore angekommen quartierten wir uns dann im Canmore Campground ein. Da es draußen warme 24,5° Grad hatte, machten wir uns noch zu Fuß in die Stadt und erkundeten diese. Ein kurzer Starbucks Besuch durfte nicht fehlen. Der eiskalte Eiskaffee tat richtig gut. Canmore ist ein schönes kleines Städtchen; alles was man zum Leben braucht findet man hier. Ich hatte Gelüste auf meinen ersten MC Donalds Besuch und so liefen wir durch den ganzen Ort zum MC Donalds. Auf dem Weg dorthin haben wir gefühlt 100 Murmeltiere gesehen. Auf dem Heimweg sahen wir dann noch wilde Hasen. Ich könnte bald ein Tieralbum erstellen. Am Campground machten wir dann noch eine nette Bekanntschaft mit zwei jungen Schweizern, die eine Rundreise durch die USA und Kanada machten. Wir saßen den Abend noch beieinander und erzählten uns unsere bisherigen Erlebnisse. Leider wurden wir gegen 22:30 Uhr von den Wolken und dem dann eingetretenen Regen unterbrochen und gingen dann alle zurück in unsern Camper. Es ging noch ein ganz schöner Sturm, der mich aber nicht davon abhielt meinen Tagesbericht zu schreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;24.05.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Guten Morgen, der Sturm war vorüber und der Tag begann. Da für unsere Rückreise über Banff und Lake Louise kein gutes Wetter vorhergesagt war, entschieden wir uns, heute die Upper Hot Springs zu besuchen. Schon in Banff angekommen, begannen die Schneeflocken vom Himmel zu sprießen. Die Hot Springs machten ihrem Namen alle Ehre: das Wasser hatte warme 39 Grad, taten aber sehr gut bei dem winterlichen Wetter. Der Schneefall nahm stetig zu. Nach 2,5 Std. verließen wir die Hot Springs und fuhren Richtung Zielort: Golden. Kurzgefasst: bis Leanchoil / Ende des National Parks kamen wir uns vor wie im tiefsten Winter: 0 Grad, Schneesturm ohne Ende, schneebedeckte Straßen, vollgeschneite Tannen, die den Schnee schon nicht mehr halten konnten. Wir waren etwas verwirrt: wir hatten den 24.05.2017 richtig? Und die letzten Tage waren immer über 20 Grad tagsüber! Was für eine verrückte Welt. Die Heizung lief auf Hochtouren, unsere Frontscheibe und Außenspiegel waren komplett vereist. Unglaublich! Wir waren einfach fasziniert von dem extremen Wetterwechsel. Aus dem National Park ausfahrend und Höhenmeter abnehmend, wurde es endlich wieder klarer und unser RV taute im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf. Wir konnten unsere Fahrt wieder in Normaltempo  fortsetzen. In Golden angekommen quartierten wir uns auf dem Campground ein und liefen danach noch etwas in Golden spazieren, was weniger spektakulär war. So war der Tag heute etwas weniger ereignisreich, da uns das Wetter ein wenig einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte. Dennoch waren die Vorhersagen für die kommenden Tage mit bis zu 30 Grad um Kelowna und in Richtung Westen nicht zu toppen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Donnerstag 25.5.2017&gt;7i&gt;&lt;br /&gt;Guten Morgen, nun ja, diesen Campground fand ich den bisher schlechtesten. Nicht weil er schmutzig war oder jemand unfreundlich war, sondern weil dieser Campground eher für eine notdürftige Übernachtung geeignet war: direkt an der Straße gelegen, gegenüber waren öffentliche Gebäude, auf der anderen Seite die direkten Bahnschienen. Ich hatte mich gefühlt wie wenn ich meinen RV direkt an der Straße abgestellt hätte. Nun ja, solche Erfahrungen mussten eben auch mal gemacht werden und es konnte ja schließlich nicht alles optimal verlaufen. Wir fuhren also los. Tagesziel war heute der Glacier Nationalpark  Revelstoke, wo wir uns dann für einen privaten Campground entschieden hatten. Am Discovery Center angekommen, erhielten wir eine freundliche Beratung zu den begehbaren Trails in den Parks. Mein Freund ging etwas durchs dortige Museum und ich durchstöberte die dort ausgelegten Activity Flyer. Wir entschieden uns also im Glacer Nationalpark für einen kleinen Stop, weil vieles noch auf Grund der Schneelage geschlossen war. Im Revelstoke National Park war dann ein größerer Trail geplant. Wir hielten erst am Hemlock Grove Trail, der ganz nett, aber kurz und für uns &quot;Wanderer&quot; keine körperlichen Anstrengungen forderte. Nun ging es schon aus dem Park heraus und die Fahrt ging Richtung Revelstoke National Park. Während der Fahrt schrien wir beide auf: Ein Bär! Da war er: unser sechster Bär - schwarz, saß im Straßengraben und fraß. Wir fuhren in gutem Tempo, so dass der Anblickt nur wenige Sekunden anhielt. Mit dieser Freude erreichten wir den Revelstoke National Park. Wir hielten am Giant Cedars Trail sowie Skunk Cabbage Trail, welche ebenfalls nur kurze Rundwege waren. Der Skunk Cabbage Trail war meiner Meinung nach der Interessanteste. Hier lief man auf Holzbrücken zwischen sumpfigem, nassem Terrain mit vielerlei Blattgewächsen. Zu dem roch es hier immer wieder nach Blüten bzw. hier wachsenden Blättern. Nach den Rundgängen entschieden wir uns unseren Stellplatz für die Nacht zu sichern und dann noch den MEADOWS in the Sky Parkway zu besteigen. Ein kurzer Pit Stop am Starbucks und eine Auffüllung des Tanks durfte nicht fehlen. Wir entschieden uns für die Hiking Trails Soren Sorenson (5+4) und Inspiration Woods (3) im Anschluss, welche ca. 2,5 Std. dauerten. Es ging durchweg durch den Wald auf schönen Wegen,  bergauf, bergab, zwischen Wasserfällen und schön grün gewachsenen Farnen und Moosen. Zudem schien die Sonne bei angenehmen 22,5 Grad. Es war herrlich. Nach den Trails wollte mein Freund die View Point A - D noch abfahren (D war gesperrt wegen Schnee). Es war schon 17 Uhr und am Parkeingang stand, dass der Park um 17:30 Uhr schließen würde. Wir fuhren trotzdem hinauf. Uns kamen immer wieder Autos entgegen, die den Park verließen. Wir klapperten nun alle View Point ab u.a. mit herrlicher Aussicht auf die Region. Beim Herunterfahren (18 Uhr) kam dann der große Schock: Die Schranken waren geschlossen. Uns stellte sich gleichzeitig die Frage: Wie kommen wir hier wieder heraus? Wir schauten uns zunächst geschockt an. Mein Freund fuhr etwas vor. Fast an den Schranken angekommen, stand an einem Schild, dass man ganz Vorfahren müsse damit sich die Schranken öffnen, was sie dann zum Glück auch taten. Puhhh - Erleichterung war uns ins Gesicht geschrieben! Mit einem kleinen Schreck fuhren wir zurück zum Campground. Nach einem guten Abendessen und einer entspannten Dusche hielt ich die Erlebnisse nun hier fest. Gute Nacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;26.5.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Heute begann unsere Reise schon um kurz nach 8 Uhr. Bei einem Pit-Stop am Starbucks holten wir uns noch einen Kaffee und versuchten über das dortige W-LAN den Campground für den heutigen Tag zu reservieren, was leider nicht möglich war. Dafür reservierte ich unsere Rafting Tour für Sonntag bei Chilliwack River Rafting. Auf unserem Tagesziel standen heute das Orchard Park Shopping Center und Übernachtung auf einem von R. Schoofs beschriebenen Campground: Okanagon Lake. Die Fahrt war zunächst durch die einspurige Fahrbahn zäh, besserte sich dann aber schnell. Ich konnte während der Fahrt die schöne Landschaft beobachten: grasgrüne Wiesen, Kühe, Pferde und wunderschöne Ranches. Aber auch heruntergekommene und verlassene Gegenden. Die Landschaft an sich kam einem immer flacher vor, je mehr wir uns Richtung Westen bewegten. Leichte bergige Hügel kennzeichneten die Landschaft. Über Sicamous und Armstrong landeten wir in Vernon und man bekam auch immer mehr die Industrialisierung und Menschendichte zu spüren. Kelowna an sich wurde von mir als eine schöne Stadt empfunden, jedoch wäre sie für mich persönlich schon wieder zu groß. Meine Lieblingsstadt war bisher Canmore. Wir kamen also am Shopping Center an und liefen Shop für Shop ab. Es war alles schön eingerichtet und modern. Fazit war, dass ich mein Kentucky Essen endlich bekam und wir nur mit einer gekauften, nicht ganz billigen Hose aus dem Center liefen. Mein Freund hatte schon ein Outlet ca. 15 Gehminuten vom Center entfernt gefunden via Google. Also liefen wir hin. Heute war es heiß: 29,5 Grad zeigte unser RV später an. In dem Outlet Center wurden wir zwar etwas fündig, der Knaller war dies aber auch nicht. Es war schon 15:30 Uhr und wir machten uns auf die Weiterfahrt, denn wir wollten schließlich noch einen Campingplatz bekommen. Es war Nachmittagsverkehr und bis wir aus der Stadt gefahren waren, standen wir immer wieder im zähfließenden Verkehr. Außerhalb von Kelowna füllten wir unseren Tank noch auf und kamen dann gegen 17 Uhr am Campground an. Er sah schon sehr voll aus – aber wir haben noch einen der wenig freien Plätze erhalten. Für $35 unserviced nicht ganz billig, aber er sah sehr schön und gepflegt aus. Wir hatten einen großen Stellplatz; wieder mit eigener Grillstelle, Toiletten und Duschen waren vorhanden. Wir liefen an den See und machten noch einige Bilder, bevor wir unser Abendessen zubereiteten: unser gefühltes 100. Feuer war gezündet und wir bereiteten gemeinsam unser Abendessen zu. Wir ließen den Abend gemütlich ausklingen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;27.05.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Wir tuckerten an diesem sonnigen, mit wenig weißen Wolken bedeckten Morgen weiter Richtung Süden. Ziel war heute ein von R. Schoofs beschriebener Campground: der Lightning Campground. Laut Internet hatte dieser erst seit gestern geöffnet und eine Reservierung war (noch) nicht möglich. Deshalb beschlossen wir, unsere Fahrtstrecke am Morgen hinter uns zu bringen und dann den Tag am See zu genießen. Wir fuhren über Princeton, Marron Valley und Keremoos. Nach Princeton begann dann der Manning Provincial Park. Was auf dieser Fahrt schön zu beobachten war, waren die kleinen Dörfer und einsam wirkenden Siedlungen mitten in der Landschaft. Wir sahen auch immer mehr Biker als sonst (evtl. wegen der USA Grenze?). Auch die Natur hatte vieles zu bieten: wir fuhren zunächst See an See vorbei, direkt am Ufer. Es war ein toller Anblick bei dem Wetter. Dann wurde es wieder gebirgiger zu fahren. bergauf und bergab, von Dorf zu Dorf, an Verkaufsständen vorbei und Dörfern, die aussahen wie im Wilden Westen. Schließlich waren wir nach ca. 2,5 Stunden Fahrtzeit am Campground angekommen. Er war offen und wir hatten quasi noch fast freie Platzwahl und dieses Mal hatten wir ziemlich Glück: first come - first save. Wir parkten unseren RV und machten uns marschbereit. Wir wollten einen oder mehrere Trails um den See wie R. Schoof beschrieben, bestreiten. Es hatte angenehme 23° Grad und war damit nicht so drückend warm wie in den anderen Gegenden. Unsere Wanderung begann am Lightning Lake Richtung Flash Lake. Als wir die ersten wenigen Meter am Ufer entlang gelaufen waren, kam das Highlight unseres Tages:  vor uns, ca. 10 - 15 Meter entfernt standen zwei Rehe. Sie fraßen, entdeckten uns aber schnell. Trotz dass wir ruhig stehen geblieben sind und uns nicht bewegten, war das eine Reh scheu und flüchtete in den flachen See. Mein Freund konnte in der Zeit ein paar Rehe knipsen, während dem ich staunte. Wir liefen dann weiter Richtung Flash Lake. Immer wieder kamen uns Kajak / Kanu Fahrer auf dem See entgegen. Wir wollten am Flash Lake drehen uns die andere Seite zurück laufen, aber es war gesperrt. So liefen wir bis zum Lightening Lake zurück und liefen dann diesen auf der anderen Seite zurück. Es waren schöne, schmale Waldwege, mit Baumwurzeln, vereinzelt kleine Blümchen und ein riesig übrig gebliebener Schneeberg. So war dies eine schöne, fast 3 Stunden lange, Wanderung. Eichhörnchen durften natürlich auch nicht fehlen. Sie begegneten uns fast überall. Wir ließen es uns zum Abendessen heute richtig gut gehen: selbst marinierte Hähnchenschlegel, Würste und gegrilltes Brot mit Salat standen heute auf der Speisekarte. Lecker war es. Und Besucher hatten wir auch: ich weiß nicht wie diese großen Vögel heißen, aber sie waren ziemlich groß / hoch – ca. 20 cm. Sie mopsten meinem Freund die Fleischreste vom Teller, als dieser zum Feuer lief, um  Nachschub holen. Und nun kamen meine ersten Gedanken an die Heimreise. Morgen wäre schon unser vorletzter Tag bevor wir noch einen Tag in Vancouver geplant hatten. Wie die Zeit rennt…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;28.05.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Um 8 Uhr klingelte unser Wecker uns aus dem Bett und wir wurden von Sonnenstrahlen und einem blauen Himmel begrüßt. Es war noch sehr frisch draußen – wie an jedem Morgen – aber heute sollte es bis zu 32° Grad ergeben. Passend zu unserem heutigen Action Tag. Heute stand das Water-Rafting an. Wir machten uns startbereit und verließen den Campground gegen 9 Uhr. Um 12 Uhr sollten wir im Rafting-Camp sein. Zuvor hatten wir mal wieder einen Starbucks Stop in Chilliwack geplant. Als wir dann von unserem Campground fuhren, begegnete uns nach kurzer Fahrtstrecke auf dem Weg plötzlich ein Reh das fraß. Wir schreckten wie das Reh kurz auf und bewunderten es, ehe es verschwunden war. Das war schon wieder eine tolle Morgenbegrüßung. Unsere Fahrt ging an der Straße links auf den Cowsnest Highway No.3 Richtung Sunshine Valley. Wir waren vertieft in unsere Fahrt und genossen die noch ruhige und kühle Fahrt an diesem Sonntagmorgen. Ungefähr nach Sunshine Valley auf einer Runaway Lane konnte dann nur ich (mein Freund war ins Fahren vertieft) nochmals zwei Rehe beobachten und das nur deshalb, weil ich diese Runaway Lanes so faszinierend finde. Sie sind eigentlich für LKWs gedacht. Die Straßen habe ich immer mit Interesse beobachtet, denn sie waren bisher immer stark zugewachsen und ziemlich steil. Ich fragte mich jedes Mal wie hier ein LKW hochkommen sollte. Bei schon ziemlich warmen Temperaturen genossen wir dann noch unseren favorisierten Blonde Vanilla Iced Latte auf der Terrasse des Starbucks Coffee. Anschließend fuhren wir dann zum Chilliwack River Rafting Resort. Dort angekommen wurden wir sehr freundlich begrüßt und erhielten zuerst ein leckeres einheimisches Gruppenmittagessen vom Buffet. Es gab eine große Auswahl an, Kaffee, Wasser, Brot, Salaten, Chilli mit und ohne Fleisch sowie Kuchen ohne Ende. Nach dieser Stärkung konnte es also losgehen: jeder bekam seine Neoprenausrüstung bestehend aus Anzug, Socken, Jacke und einem Helm. Wir fuhren mit alten Schulbussen in der Kolone bis zum Einstiegsort. An der Startstelle angekommen, bekamen wir nochmals An- und Einweisungen bzw. Verhaltensregeln vermittelt. Nun wurden wir in Gruppen (Boote) eingeteilt und unser Gruppenführer wurde uns zugeteilt. Alle Teilnehmer und der Gruppenführer waren ziemlich nett und insgesamt waren wir ein super Team. Es hat richtig Spaß gemacht. Die Fahrt war wunderschön, das Wasser klar und die Strömung sorgte wegen der Schneeschmelze für den gewissen Pfiff. Wir fetzten durchs Wasser und das Wasser machte uns immer wieder nass. An einer Bucht hielten wir und machten eine Pause. Wir liefen zu einem Wasserfall der sich hinter Büschen und Bäumen versteckte. Dabei wurden wir alle unter dem Wasserfall fotografiert. Wir fuhren weiter mit unseren Booten und die Strömung wurde teils so heftig, dass plötzlich zwei unserer Crewmitglieder aus dem Boot fielen. Gut reagiert konnten wir ein Crewmitglied eigenständig retten, das andere Mitglied wurde von den anderen Booten gerettet und wir kamen alle sicher wieder am Camp an. Was für eine Action! Leider haben wir keine Bilder vom Rafting, da uns anfangs gesagt worden war, dass Bilder gemacht werden. Es stellte sich heraus, dass damit eine ganze CD mit allen Bildern von allen für $30 gemeint war, was uns persönlich zu teuer war. Es war ein tolles Erlebnis und der heiße Sonntag wurde optimal genutzt. Wir fuhren mit unserem RV gegen 17:30 Uhr weiter Richtung Fort Langley. Dort angekommen fielen wir nach einem Abendessen völlig erledigt ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;29.5.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Wecker klingelt: 7 Uhr. Ich war noch so müde von gestern. Aber egal, heute ist der letzte Tag und wir wollten heute nochmal richtig Gas geben. Ein ganzer Tag Vancouver Viewing stand an. Noch etwas müde, aber voll motiviert nahmen wir unseren ersten Bus C62 an der 96th Ave Richtung Carvolth Exchange. Von dort aus stiegen wir dann um in den Bus, der uns zur Sky Train Station – Loughed Centre Station brachte. Wir fuhren mit dem Sky Train bis in die Stadt (insg. 1h 50min). Die Fahrt war interessant: so weit oben zu fahren, dafür aber sehr laut im Vergleich zur Deutschen Bahn. Endlich waren wir in der Stadt angekommen. Was für ein geniales Wetter wir heute nochmals hatten: Mitte 20° Grad und pure Sonne. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir liefen eine ganze Weile durch alle berühmten Einkaufsstraßen. Wir kauften auch ein paar Dinge, aber auch nicht die Mengen, da auch hier alles ziemlich teuer oder gleichteuer wie in Deutschland war. Nachdem wir noch einen leckeren Hotdog für $5 auf der Straße gegessen hatten, schlenderten wir am Wasser Richtung Stanley Park entlang. Es war ein wunderschöner Ausblick in die Ferne und auf die Stadt zugleich.  Wir liefen durch den schönen bewaldeten Stanley Park und „erholten“ uns von unserem Stadtbummel. An der Nordseite hielten wir und setzten uns auf eine Steinmauer mit Blick auf die Lions Gate Bridge. Die Gedanken kamen immer mehr, dass dies nun der letzte Tag war. Schade. Ich versuche es in vollen Zügen zu genießen. Am Strand lief ich noch etwas entlang, während mein Freund Bilder von der schönen Umgebung schoss. Ich ergatterte zwei Riesenmuscheln und schoss noch ein Bild von einem dieser riesigen Krebse. Wir schlenderten gegen 16 Uhr wieder in die Stadt zurück und gingen noch in ein paar Läden wo mein Freund dann auch noch etwas fand. Ein Starbucks Besuch mit einer großen Vanilla Iced Latte durfte mal wieder nicht fehlen. Und so kamen wir nach 12 Stunden Action um 20 Uhr in Fort Langley an unserem Campground völlig K.O. an. Es ging unter die schöne warme Dusche mit einer anschließenden sehr leckeren selbstgemachten Pasta. Koffer packen stand an. Was für ein Chaos. Gegen 23 Uhr war das meiste gepackt und wir fielen totmüde in das kuschelige Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;30.5.2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Heute war Abreisetag. Um 7:30 Uhr standen wir auf und packten fleißig weiter. Ein letztes Rührei mit Schinken und Tomaten verbrauchte unsere letzten Lebensmittel. Den Rest der vielen Lebensmittel, wurde an eine nette, ältere amerikanische Frau auf dem Campground verschenkt. Was für ein Glück – denn die Reste wollten wir nicht wegwerfen. Der RV wurde besenrein gesäubert und um 9:30 Uhr ging der Weg los zu Traveland in Langley. Wir hatten noch einen Stop im Superstore Supermarkt gemacht um hier günstig Schminke (Mascara) für mich einzukaufen. Es war noch Zeit für einen letzten Starbucks Besuch, welchen wir natürlich gleich in Angriff nahmen bevor wir den RV volltankten. Im Starbucks angekommen, bekamen wir eine E-Mail der Lufthansa, dass unser Flug von 16:20 Uhr auf 19:05 Uhr verschoben wurde. Wir saßen noch ein wenig länger bei Starbucks und gaben dann nach dem Tanken den RV bei Traveland ab. Alles verlief problemlos bei der Rückgabe. Unsere Tour war perfekt. Von 2500 gebuchten Kilometern lagen wir bei 2506 Kilometern – Bingo. Ein netter indisch / kanadischer Taxifahrer fuhr uns an den Flughafen. Wir hatten mit ihm während der Taxifahrt ein nettes Gespräch. Wir unterhielten uns über die Unterschiede beider Länder und erhielten nochmals einen weiteren Einblick in das Land Kanada. Nun war es soweit: Wir hoben um 19:05 Uhr wieder ab Richtung Heimat. Kanada Du warst ein schönes Land und wir kommen wieder. Auf jeden Fall!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Corinna Joneleit iund Sascha Wetzel</description>
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                <title>Neues Tor zum Deh Cho Trail 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 28 Mar 2018 09:19:25 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/neu_fortsimpsonpolarlichter.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;Neues Tor zum Deh Cho Trail – von Edmonton in den Nahanni Nationalpark&lt;/p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Text zum Textwettbewerb 2017&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Autor: Regina Giebler&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Neues Tor zum Deh Cho Trail&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Text zum SK-Textwettbewerb 2017&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Autor: Regina Giebler&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir starteten am 12. September in Bremen. Über Amsterdam ging es nach Edmonton. Flug und Einreise verliefen reibungslos. Nach einer Übernachtung im &quot;Four Points Sheraton Hotel“, wurden wir am nächsten Morgen von einer Fraserway Mitarbeiterin abgeholt. Unser&lt;br /&gt;Pickup Camper stand schon zur Übernahme bereit. Als Erstes fuhren wir zu Safeway, um uns mit Proviant zu bevorraten - 4 Wochen Wildnis sollen vor uns liegen, da braucht man schon einiges. Danach ging es auf den Highway 44 in Richtung Norden – wir wollen in die Nordwest-Territorien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Angebot dieser Reise beinhaltete einen Flug mit dem Wasserflugzeug von Fort Simpson zu den Virginia Falls im Nahanni Nationalpark. Dieses Ereignis war auf den 20. September terminiert. &lt;br /&gt;Mit dem Wetter hatten wir Glück. Es war super – am Tage bis zu 11 Stunden Sonnenschein und plus 16 Grad. Und abends, sobald die Sonne untergegangen war, konnten wir &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/0tbkjhe5KwENahTd2&quot;&gt; Nordlichter bewundern&lt;/a&gt;: ob am &lt;/span&gt;&lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/DNyhTJi8VR2SWNNp2&quot;&gt;Lesser Slave Lake&lt;/a&gt;, am &lt;a href=&quot;https://youtu.be/E0FNDRGwhkc&quot;&gt;Peace River in Fort Vermillion&lt;/a&gt;,&lt;a href=&quot;https://youtu.be/S3eov3enJMg&quot;&gt;Polar Lake&lt;/a&gt;bei Hay River, im &lt;a href=&quot;https://youtu.be/qiN2lvnrmpA&quot;&gt;Sambaa Deh Territorialpark&lt;a/&gt; oder &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/wCQKs2ySanAIoeZC3&quot;&gt;Fort Simpson&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am fünften Tag unserer Reise erreichten wir die Nordwest-Territorien. Wir besichtigten einige Wasserfälle: die &lt;a href=&quot;https://youtu.be/-8dxXg8qOnU&quot;&gt;Alexandra Falls&lt;/a&gt;, den &lt;a href=&quot;https://youtu.be/h2Aw_F50OF4&quot;&gt;McNally Creek&lt;/a&gt;, den&lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/uxkpf8GjvsoFL6gJ3&quot;&gt;Wallace Creek&lt;/a&gt; und den&lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/w2Uk36IwWqWJpqVz1&quot;&gt;Coral Wasserfall&lt;/a&gt;. Durch den trockenen Sommer führten alle weniger Wasser als sonst. In der Nacht standen wir am &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/6cjqtx2y2a1t3OC93&quot;&gt;Polar Lake&lt;/a&gt;, bevor es am nächsten Tag auf dem Mackenzie Highway weiter in Richtung Fort Simpson ging. Mit der Fähre setzen wir über den Liard River über. Nach einem kurzen Aufenthalt in Fort Simpson fuhren wir weiter in Richtung Wrigley. Hier gibt es nochmals eine &lt;a href=&quot;https://youtu.be/hG6TCCVaogc&quot;&gt;Fähre über den Mackenzie River&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 20. September sollten wir um 8.45 Uhr im Büro von Simpson Air sein. Claudia empfing uns im Büro der kleinen lokalen Fluggesellschaft und Sergei (unser Pilot) brachte uns zur Cessna, die auf dem&lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/KL0n8mbtqLIqj8TA3&quot;&gt;Mackenzie River&lt;/a&gt; auf uns wartete. Der Flug zu den Virginia Falls dauerte 90 Minuten. Hier hatten wir 2 Stunden Zeit, um den &lt;a href=&quot;https://youtu.be/h0T81Pk31AI&quot;&gt;gigantischen Wasserfall&lt;/a&gt; zu bestaunen. Der Rückflug beinhaltete eine Landung auf dem &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/cECDUj363EwTudM52&quot;&gt;Little Doctor Lake&lt;/a&gt; an der &lt;a href=&quot;https://youtu.be/G1Q14DCaTw4&quot;&gt;Nahanni Mountain Lodge&lt;/a&gt; (hier kann man auch Hütten und ein Boot über Simpson Air mieten, um mehrere Tage in aller Einsamkeit zu verweilen). Dann ging es zurück nach Fort Simpson, wo wir um 16 Uhr landeten. Das war ein sehr schöner und beeindruckender Tagesausflug: tolles Wetter, &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/9zQ3A8pdpsynPcWQ2&quot;&gt; atemberaubende Landschaften&lt;/a&gt;(Berge, Schluchten, Canyon, Flüsse, Plateaus) und dieser &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/yhehDpbCcxUWUoun1&quot;&gt;gigantische Wasserfall&lt;/a&gt;. Aus dem Flugzeug konnten wir Schafe, Mountain Goats und zwei Elche, welche durch einen See liefen, sehen. Zum Abschluss schenkte uns Sergei noch ein paar Poster und ein paar Postkarten. Nach der Verabschiedung fuhren wir weiter in Richtung Liard Highway, vorbei am Black Stone Camp Ground. Zur Nacht standen wir an der Zufahrt zur Eisstraße nach &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/Cit71aIEzlWp883D3&quot;&gt;Nahanni Butte&lt;/a&gt;. Der Ort hat etwa 100 Einwohner. Im Sommer hat er keine Verbindung zum kanadischen Fernstraßennetz. Die Menschen können den&lt;a href=&quot;https://youtu.be/yHspXwkj5IY&quot;&gt;Liard River&lt;/a&gt; nur mit dem Boot überqueren. Auf der anderen Flussseite stehen ihre Autos. Im Winter führt eine Eisstraße in die Ortschaft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag machten wir einen Abstecher nach Fort Liard, um zu tanken. Dann erreichten wir BC und somit den Alaska Highway. &lt;br /&gt;Am Straßenrand sahen wir viele Tiere, wie: &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/xA4OJ6FC6RTbf5iU2&quot;&gt;Bären, Büffel, Karibus und Stone Sheeps&lt;/a&gt;. Das ein oder andere Mal mussten wir auch halten, damit diese die Straße passieren konnten.&lt;br /&gt;Die nächste Etappe führte uns in den River Regional Park am Rande der Northern Rockies.&lt;br /&gt;Ein Besuch der &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/b787NViQRnHq6TxC3&quot;&gt;Liard Hot Springs&lt;/a&gt; durfte natürlich nicht fehlen. Die &lt;a href=&quot;https://youtu.be/XNT_iD_OiQ0&quot;&gt;Smith Falls&lt;/a&gt; lagen etwas abseits des Highways, doch diesmal steuerten wir sie an. Der Weg dorthin war extrem schlecht, aber der Wasserfall war durchaus kein kleiner und sehenswert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am km 699 des Alaska Highway übernachteten wir am &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/wFRLGc42OD3DJDaZ2&quot;&gt;Nameless Lake&lt;/a&gt;. Hier war ein verlassenes Fischercamp und 6 &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/uwT6I0cBf0OTk8X02&quot;&gt;Biber&lt;/a&gt; boten uns bis zum Dunkelwerden ein tolles Abendprogramm, unseren Hunger auf Abendbrot hatten wir da ganz vergessen.&lt;br /&gt;Jetzt sind wir sogar kurz im Yukon, denn es geht weiter nach &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/6WLr48iogPTAiFKj1&quot;&gt;Watson Lake&lt;/a&gt;. Hier unternehmen wir einen erneuten Versuch, unser, aus dem Jahr 2011 angebrachtes Schild zu finden, und diesmal hat es geklappt, aber wir finden es in einem erbärmlichen, verwitterten Zustand vor.&lt;br /&gt;Auf dem &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/Bp13OMpgrbLB14Hu1&quot;&gt;Stewart Cassiar Highway&lt;/a&gt; ging es weiter in Richtung Süden. Am&lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/FyWkWGyq20jmwbqR2&quot;&gt; Boya Lake&lt;/a&gt;übernachteten wir. Da wir gut im Zeitplan lagen, wollten wir &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/OwZBDTBehZYWVqPB3&quot;&gt;am nächsten Morgen&lt;/a&gt; auf dem See Bootfahren. Aber jemand war schneller als wir – das einzige Boot war weg. So fuhren wir weiter in &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/71Z1VINRqjuwayty2&quot;&gt;Richtung Telegraph Creek&lt;/a&gt;. Auf dem Weg dorthin liegt &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/crVNcvhnqCTBHR633&quot;&gt;Jade City&lt;/a&gt;. Auch wir kauften ein paar Souvenirs aus Jade und es gab Kaffee und WIFI for free. In Dease Lake war der Abzweig in die &lt;a href=&quot;https://youtu.be/f-lBenxVIIs&quot;&gt;Telegraph Creek Road&lt;/a&gt;. Diese fuhren wir bis zum Ende - dort spazierten zwei Pferde (später sahen wir diese in einem Prospekt als Maskottchen dieser Straße). Unterwegs hielten wir in Tahltan, Glenora (eine Geisterstadt) und in Telegraph Creek, bestaunten die &lt;a href=&quot;https://youtu.be/HT0qtOh691k&quot;&gt;Three Sisters Rocks&lt;/a&gt;, beobachteten Weißkopfseeadler, Füchse und einen Grizzly. Die Straße war schon außergewöhnlich: eine Schotterstraße, die zum Teil sehr schmal und sehr kurvenreich (Haarnadelkurven) im &lt;a href=&quot;https://youtu.be/XQImL_3CXgs&quot;&gt;Canyon des Stikine River&lt;/a&gt; verläuft und mitunter beträgt die Steigung 20 Prozent.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Meziadin Junction bogen wir ab auf den Highway 37A in Richtung Stewart. Auf dem Weg dorthin hielten wir am&lt;a href=&quot;https://youtu.be/YJkffLoq6MM&quot;&gt;Bärengletscher&lt;/a&gt;. Übernachtet haben wir in Stewart auf dem Bear River RV Campground. Die Nähe zum Pazifik machte sich schnell bemerkbar – Nebel zog in den Fjord, aus diesem fiel später leichter Nieselregen. Am nächsten Morgen fuhren wir nach Hyder und waren somit in Alaska. Hier in der &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/3SxRzhpVF5CSYyyB2&quot;&gt;Geisterstadt&lt;/a&gt;war nicht mehr viel los, „Saisonende“ im Ort und auch am Bear Viewing. Wir fuhren noch die 35 km bis zum Summit Viewpoint am gewaltigen &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/9GFW3NeHJDMgJR6B3&quot;&gt;Salmon Glacier&lt;/a&gt;. Unterwegs beobachteten wir &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/bXm28I7Dha2yJcTH2&quot;&gt;Weißkopfseeadler&lt;/a&gt;und einen &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/2s6c9pwMKghocizB2&quot;&gt;Schwarzbären&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder zurück in &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/ZgyhRp3UNv6NLYHk1&quot;&gt;Stewart&lt;/a&gt; gab es Abendessen im King Edward Hotel. Übernachten wollten wir am Meziadin Lake Provincial Park, aber dieser Campground war bereits geschlossen, so fuhren wir weiter in Richtung Süden. In der &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/8Hxk0PvOXCkKfj1j1&quot;&gt; Nähe eines Fischcamps&lt;/a&gt; übernachteten wir. Am nächsten Morgen besuchten wir dieses.&lt;br /&gt;Am Nass River springen &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/9J1iS3ZZ5afK8Fy03&quot;&gt;die letzten Lachse&lt;/a&gt; den Wasserfall hinauf. Nicht jeder von ihnen erkennt die Fischtreppe am Rande der Kaskaden. Wir trafen auch einige Angler, die sich über die Lachse freuten.&lt;br /&gt;Dann fuhren wir weiter zum Nisga’a Lavafield Provincial Park. An der Cranberry Junction bogen wir ab in Richtung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;New Aiyansch. Hier besichtigten wir die &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/V10Br4GqQJoWzMjh2&quot;&gt;ausgedehnten Lavafelder&lt;/a&gt;. In Laxgalts’ap (Greenville) besuchten wir ein Nisga’a Museum.&lt;br /&gt;Über Terrace fuhren wir weiter in Richtung Kitwanga. Unterwegs besichtigten wir &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/VRKtYlUFA12NHGfo1&quot;&gt;historische Orte und Totempfähle&lt;/a&gt;. Das Ksan Village ist ein Museumsdorf mit mehreren traditionellen Langhäusern und Totems der First Nation. Gleich neben dem Village liegt ein Campground der Ksan. Bis &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/aMOzW6IefVPAMlsm1&quot;&gt;Hazelton&lt;/a&gt;ist es nur ein kurzer Fußmarsch. Dort gab es einen sehr schönen historischen Ortskern. Über Smithers fahren wir weiter und übernachten am einsamen &lt;a href=&quot;https://youtu.be/4ioCT0VAYSs&quot;&gt;Oona Lake&lt;/a&gt;. Ab Prince George fahren wir auf dem Caribou Highway weiter. In Quesnel bogen wir ab nach &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/CSfULZKffByCU1fo2&quot;&gt;Barkerville&lt;/a&gt; auf den Caribou Goldrausch Trail. Leider hatte &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/PYs5RHP98rd9K4RE2&quot;&gt;das Museumsdorf&lt;/a&gt; bereits geschlossen. Aber wir durften durch die historische &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/GEkiJdwBqyaX5RPA2&quot;&gt;Ansammlung von Gebäuden&lt;/a&gt; aus der Goldgräberzeit gehen und uns &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/TWnPRtRA5KdgP9Qf2&quot;&gt;die Häuser&lt;/a&gt; von draußen anschauen. In den Sommermonaten ist hier richtiger Betrieb – &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/WzfuL3C7nVycZVcf2&quot;&gt;Leben wie vor 150 Jahren&lt;/a&gt; zum Mitmachen. Man kann in die Häuser gehen, essen, einkaufen und trinken, ja sogar eine Unterrichtsstunde besuchen oder im Hotel übernachten. Nach einer kalten Nacht von -11 Grad ging es zurück nach Quesnel. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich ging es in den Wells Gray Provincial Park. Der Wells-Gray-Park ist ein außergewöhnlicher Provinzpark.Mit seiner Größe kommt er an so manchen Nationalpark heran und was die spektakulären &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/FS9q5Xjw455wwey33&quot;&gt;Naturwunder&lt;/a&gt; (z.B.&lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/3XBeCHVMUtnU2iOS2&quot;&gt;Helmcken Wasserfall&lt;/a&gt;) anbelangt, ebenfalls.&lt;br /&gt;Zunächst befuhren wir eine weniger bekannte Ecke des Parks, die Straße zum Mahood Lake, wo wir auch übernachteten. Auf diesem Abstecher besuchten wir die &lt;a href=&quot;https://youtu.be/_Kn2Gq1C0MY&quot;&gt;Canim Falls&lt;/a&gt; und die&lt;a href=&quot;https://youtu.be/XuhlnR_uUwk&quot;&gt;Deception Falls&lt;/a&gt;. Erst am nächsten Tag ging es über Clearwater zur Hauptzufahrt in den Park. Dieser Teil war uns aus einer früheren Reise bekannt und wir versuchten Ziele anzusteuern, die wir noch nicht kannten. Dazu gehörten die &lt;a href=&quot;https://youtu.be/vKxb3BJjMqU&quot;&gt;Moul Falls&lt;/a&gt; und der Clearwater Lake. Die Wanderung zu den Moul-Falls war sehr lohnend, da man nicht nur aus der Entfernung auf die Kaskade blickt, sondern auch bis zum &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/KrX7DMcdc0bUXnqj2&quot;&gt;Fuß des Wasserfalls&lt;/a&gt;herabsteigen kann.&lt;br /&gt;Doch auch den &lt;a href=&quot;https://youtu.be/WuiTxoSI1BQ&quot;&gt;Helmcken-Fall&lt;/a&gt;besichtigten wir nochmal. Dann fuhren wir bis zum südlichen Ende des Clearwater Lakes. Hier lief uns eine &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/4Q2T2gZ4xwPrpniP2&quot;&gt;Elchkuh&lt;/a&gt;&lt; auf dem Hin- und dem Rückweg vor dem Wohnmobil über die Straße. Ein &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/W8UfQuFm9LpgwULE2&quot;&gt;Weißkopfseeadler&lt;/a&gt; hielt am Clearwater River Ausschau nach Beute.&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen fuhren wir wieder in Richtung Norden – &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/wPeRO6kFzjwoz9Su2&quot;&gt;Mount Robson&lt;/a&gt; und Jasper. Eine Nacht verbrachten wir am Nordende des &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/473YPripqlbTgORK2&quot;&gt;Kinbasket Lake&lt;/a&gt;, bevor wir zum &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/LcEh4POXGlhfUedf2&quot;&gt;Mount Robson Provincial Park kamen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In Jasper lassen sich immer Wapitis am Straßenrand sehen. Auf dem Weg zu den Miette Hotsprings überquerte ein &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/NWpWCcniDnBpW6Yc2&quot;&gt;Schwarzbär&lt;/a&gt;ebenfalls auf dem Hin- und dem Rückweg die Straße. Er scheint zu wissen, dass er hier im Nationalpark der Shooting Star ist und lässt sich durch herannahende Autos in keiner Weise beeindrucken. Langsam schließt sich die Runde und wir fahren über Hinton und Edson nach Edmonton.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere letzte Nacht außerhalb der Stadt verbrachten wir im &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/iVyeciyt3QFlRsPj1&quot;&gt;Carson-Pegasus Provincial Park&lt;/a&gt;. In Edmonton checkten wir im &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/aUs91EoHzD5uSdIA2&quot;&gt;Rainbow Valley Campground&lt;/a&gt; ein. Hier entdeckten wir gleich an unserem Stellplatz einen &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/Znjr9aZATPxSDlXY2&quot;&gt;Virginia Uhu&lt;/a&gt;, d.h. zwei davon, die witzigerweise von zwei Eichhörnchen geärgert wurden. Nachdem sie ein paar Bäume weitergeflogen waren, ging das gleiche Spiel mit zwei Elstern weiter.&lt;br /&gt;Den letzten Tag vor der Rückgabe des Campers haben wir uns für den Besuch der West-Edmonton-Mall freigehalten. Diese überdachte&lt;br /&gt;Einkaufmeile war der Hammer: Achterbahnfahren, Kettenkarussells, Spaßbad, Eisbahn, Minigolf, Spielhallen, &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/IpcUMgzMuN1PWV723&quot;&gt;Wasserwelt mit Piratenschiff&lt;/a&gt;, Kino, eine &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/avGD9n1ZvqnVVfZh1&quot;&gt;Tier-Show mit Robben&lt;/a&gt; im künstlichen Hafenbecken, Chinatown, ein angrenzendes Hotel. Essen und Trinken sowie shoppen konnte man natürlich auch. Als wir den Kindern Fotos schickten, schrieben sie zurück: „diese Überdachung wünschen wir&lt;br /&gt;uns für den Bremer Freimarkt“ (wegen des Schmuddelwetters hier).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am letzten Abend wurde klar Schiff gemacht. Unseren Camper gaben wir am 10. Oktober problemlos bei Fraserway ab. Es wurde aber schon gefragt, ob wir off Road gefahren sind, da man hier die Fahrzeuge vor Abgabe nicht waschen muss.&lt;br /&gt;In den 30 Tagen sind wir 7000 Kilometer gefahren. Hatten am Tage meist sehr schönes sonniges Wetter, einsame Straßen, sahen viele unterschiedliche und beeindruckende Landschaften und begegneten sehr vielen Tieren. Abends saßen wir &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/u2P5bMV5pdGZ2dv12&quot;&gt;immer am Lagerfeuer&lt;/a&gt;und sehr oft haben wir dabei &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/H2L0NJtBGMzVBiCX2&quot;&gt;Nordlichter bestaunen dürfen&lt;/a&gt;, die den Nachhimmel verzauberten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was will man mehr. Wir haben uns super erholt und den &lt;a href=&quot;https://photos.app.goo.gl/bKAk4OPJhFL3wihr2&quot;&gt;stressigen Alltag hier schnell vergessen&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Liebes SK Touristik Team, vielen Dank für das tolle Angebot.</description>
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                <title>Fantastisches Vancouver Island! 0,00 €</title>
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                <pubDate>Fri, 06 Apr 2018 03:00:02 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/foto1.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;Vancouver Island ist einfach fantastisch!&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text zum Textwettbewerb 2017&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Autor: Anja Keddig-Voll&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Mann und ich sind echte Kanada-Fans. Wir versuchen, so oft wie möglich dort hin zu kommen. Alle zwei bis drei Jahre klappt es schon (dazwischen muss leider immer etwas Zeit zum Sparen bleiben). Die letzten Male waren wir in Alberta. Besonders die Rocky Mountains, die Gegend um den Icefieds Parkway und das Kananaskis Country, haben es uns angetan. Aber dieses Jahr war es an der Zeit, uns einen anderen, lange gehegten Wunsch zu erfüllen: Vancouver Island! Drei atemberaubende Wochen lang waren wir dort und sind mit dicken Plänen für ein baldiges Wiederkommen zurückgekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was für eine faszinierende Insel! An ihrer Westküste gibt es weite Strände mit tosender Brandung, schroffen Felsen und tannenbestandenen Inseln. Vancouver Island ist ein Surferparadies - wer hätte das gedacht? Ein großer Teil der Wälder Vancouver Islands besteht aus Regenwald. Darin zu wandern, ist wirklich wie im Dschungel! Und in manchen Gegenden gibt es Mammutbäume, achthundert Jahre alt, die sind so hoch...! Vom Norden der Insel aus sind wir zu tollen Ausflügen per Boot aufgebrochen. Wir haben Wale gesehen (das wollte ich schon mein Leben lang!) und Delfine. Wir sind über die Johnstone Strait in den Thompson Sound gefahren, haben dort im Regenwald gehockt und Grizzlies beim Lachsefangen beobachtet! Und wir sind einen ganzen sonnigen Tag lang mit dem Boot durch die Schären gecruised. Sind von Robben beobachtet auf dem tiefblauen Wasser Kanu gefahren und haben in einer verschwiegenen Bucht den gerade gefangenen Fisch gebraten. Vancouver Island ist einfach fantastisch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am allermeisten fasziniert hat uns auf dieser Reise, dass wir Kontakt zu den First Nations bekommen haben. Wir hatten uns solche Begegnungen schon in Alberta gewünscht. Aber dort sind die First Nations schon vor langer Zeit dazu gedrängt worden, ihr Land zu &quot;verkaufen&quot;. Sie mussten ihr Nomadenleben aufgeben und sich in die Reservate zurückziehen. Gelegentlich hat man als Tourist die Möglichkeit, Vorführungen ihrer traditionellen Tänze mitzuerleben (zum Beispiel in Banff oder am Head-Smashed-In Buffalo Jump). Gespräche ergeben sich dabei leider kaum. Auf Vancouver Island ist das ganz anders. Vielleicht, weil die Natives dort nie Verträge unterschrieben haben, sondern nach wie vor in ihren althergebrachten Stammesgebieten sesshaft sind? Auch hier haben sie mit Vorurteilen, Benachteiligungen und einer langen Geschichte böser Diskriminierungen zu kämpfen. Aber das ist es eben: Sie kämpfen dagegen an. Sie haben sich ihr Selbstbewusstsein als Ureinwohner dieser Insel nicht nehmen lassen. Sie siedeln auf ihrem eigenen Territorium, und auch in den Städten und Ortschaften sind sie Teil einer buntgemischten Bevölkerung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten das große Glück, gleich zu Anfang unserer Reise einen Tagesausflug mit Sea Wolf Adventures gebucht zu haben. Deren Ansatz ist: Wenn schon jemand den Touristen das Land und seine Tiere zeigt, sollten es wir Natives selber tun, in Übereinstimmung mit unserer Kultur und Philosophie.Es war ein unvergleichlicher Tag! Wir sind früh morgens mit dem Boot von unserer Hidden Cove Lodge abgeholt worden. Nur sechs Gäste und unsere zwei Tourguides an Bord. So hatten wir schon auf der Hinfahrt über die Queen Charlotte Strait zum Thompson Sound Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. Wir haben eine Menge über Vancouver Island und die First Nations erfahren. Und wir wurden gebeten, einfach alle Fragen zu stellen, die uns in den Sinn kommen. Bald hatten wir unsere Scheu verloren  und haben das auch getan. Denn natürlich denkt man erst einmal, dass die deutsche Kultur und die der First Nations so grundverschieden sind, da möchte man nicht gerne als dummer, aufdringlich fragender Tourist erscheinen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wenn man die Gelegenheit hat, miteinander ins Gespräch zu kommen (und wir haben einen ganzen Tag zusammen verbracht und gemeinsam Grizzlies beobachtet), dann merkt man, dass da durchaus Verbindungen sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer in Europa gegen Massentierhaltung, inklusive der von Fischen, ist, hört bewegt vom Protest der First Nations gegen die norwegischen (Atlantik-!) Lachsfarmen, die nun auch in den Gewässern vor Vancouver Island dabei sind, das ökologische Gleichgewicht zum Kippen bringen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer, so wie wir, der Meinung ist, dass die rast- und rücksichtslose Jagd nach Geld, Karriere und Konsum kein Lebensinhalt sein kann, der findet in den Natives Gleichgesinnte. Leben ist wertvoll! Jeder Tag und jedes Lebewesen. Alles ist Teil des großen Organismus Natur. Alles hängt miteinander zusammen und voneinander ab. Das sind Überzeugungen, für die wir in Deutschland des öfteren Kopfschütteln oder ein müdes Lächeln ernten. Auf Vancouver Island haben wir Menschen kennengelernt, für die all dies ganz selbstverständlich ist. Das war eine beeindruckende Erfahrung!    &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir bleiben in Kontakt mit K&#039;odi, Ernest und den anderen, und wir wollen auf jeden Fall wiederkommen, um noch mehr zu erfahren!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anja Keddig-Voll</description>
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