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                <title>SK Touristik - Kanada. Leidenschaftlich./Kanada Reise/Reiseberichte/USAArtikel</title>
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        <description>Artikel aus der Kategorie USA</description>
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                <title>Im Camper bis Orlando 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbt13wk_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Go South 2013&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Mit dem Wohnmobil von Middlebury nach Orlando&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2013 von SK-Kunde Werner Krüsmann&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Prolog:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch - 20.03.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Mitten in die letzten Reisevorbereitungen erreicht uns ein Anruf von Uschi: &quot;Wisst ihr, dass morgen das Bodenpersonal der Lufthansa streikt?&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind geschockt. Immer wenn unser Flug geht streikt jemand! (2012 war es die Gepäckabfertigung) Ich setze mich sofort mit SK Touristik in Verbindung, wo man mich beruhigt. &quot;Die Transatlantikflüge werden durchgeführt!&quot; Auch im Internet finde ich die Bestätigung für diese Auskunft. Auch der Online Check lässt sich problemlos durchführen, abschließend drucke ich die Bordkarten aus. Sogar unsere Plätze lassen sich noch verbessern - Reihe 41 A/C.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorsichtshalber bestelle ich das Taxi um 8.00 Uhr um jedes Risiko zu vermeiden. Dann gehen wir beruhigt schlafen.&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag - 21.03.2013 (Flugtag)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Unser Taxi kommt pünktlich, der Abschied von unserer Tochter und unserem Hund fällt schwer. Um 9.00 Uhr erreichen wir sicher den Flughafen und schieben unsere Gepäckwagen in die große Halle. Unser erster Blick fällt auf eine etwa 200 Meter lange Schlange von Fluggästen, die alle zum Lufthansaschalter wollen.Ein kurzes Gespräch mit einigen Wartenden und wir erfahren, dass nur ein Abfertigungsschalte geöffnet ist. Sollte jetzt alles umsonst gewesen sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir stellen uns ohne große Hoffnung ans Ende der Schlange. Nach einer Stunde haben wir ganze 50 Meter geschafft. Wenn das so weiter geht, werden wir die Maschine nach Chicago verpassen. Gegen 10.00 Uhr macht plötzlich ein Gerücht die Runde, der Streik soll in Kürze beendet werden. Plötzlich Bewegung in der Schlange und dann geht es plötzlich schnell, In kurzer Zeit stehen wir am Lufthansaschalter, beide Koffer wiegen 22,9 Kg. So exakt haben wir noch nie gepackt. Jetzt bleibt sogar noch Zeit für ein Frühstück. Als ich zwischendurch auf die Abflugtafel schaue, sehe ich, dass unser Flug eine Stunde abfliegen wird. Die Maschine kam eine Stunde verspätet aus Miami.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 13.30 Uhr hebt LH 436 endlich nach Chicago ab. Ohne Zwischenfälle erreichen wir den Flughafen um 16.10 Uhr und sind schon ganz gespannt, ob Martin (ein ehemaliger Schüler - er lebt und arbeitet in den USA) uns wieder abholen wird. Doch es folgt der nächste Wartemarathon. Wegen der Haushaltssperre in den USA sind nur drei Schalter mit Grenzern besetzt. Wir warten über 2 Stunden, bis wir endlich die Prozedur hinter uns haben. Nun wollen wir nur noch ins Hotel, aber auch der Hotelshuttle kommt nicht. Als ich mein USA Handy einschalte, klingelt es plötzlich. Es ist Martin, der schon zum Auto gegangen war, weil er glaubte, wir seien nicht in der Maschine gewesen. In 5 Minuten steht er mit seinem Mietwagen vor uns-wir sind so erleichtert, das wir ihm um den Hals fallen. Im Best Western Hotel machen wir uns kurz frisch, dann geht es mit Martin ins Gibson&#039;s, einem hervorragenden Steakhouse. Wir treffen Martin nun schon das dritte Mal in Nordamerika. Es ist schon so, als wenn wir hier eine feste Anlaufstelle hätten. Das Essen ist sehr gut und der Gesprächsstoff geht nicht aus. Gegen 21.00 Uhr müssen wir leider den Abend beenden, da der Shuttlebus nach Middlebury uns um 6.30 Uhr abholt und Martin um 7.00 Uhr zu einem Verkaufsgespräch fahren muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 22.00 Uhr fallen wir todmüde ins Bett.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag - 22.03.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Um 4.30 Uhr klingelt der Wecker. Wir wollen zeitig fertig werden, denn für das Frühstück bleiben uns nur 30 Minuten. Im Frühstücksraum treffen nun nach und nach viele Überführer ein. Auch Eva und Roland aus dem Wohnmobilforum begrüßen uns mit großem Hallo, auch sie überführen nach Orlando, jedoch auf einer anderen Route.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Bus nach Middlebury ist sehr pünktlich, jedoch wegen der Verspätung zweier Mitfahrer geht es erst um 6.50 Uhr los. Mit Eva und Roland gibt es während der Fahrt einen regen Erfahrungsaustausch, so dass die Zeit wie im Flug vergeht. Bereits um 9.30 Uhr erreichen wir die Übergabestation von Coachmen in Middlebury. Die Prozedur verläuft zügig, problemlos und sehr professionell wie von Roadbear gewohnt. Ein neuer Freelander wartet auf uns und wir fühlen uns sofort wie zu Hause. Es ist bereits das dritte Mal, dass wir diesen Fahrzeugtyp auf einer Reise erhalten. Bereits um 12.00 Uhr verlassen wir das Gelände und steuern zunächst einen McDonalds (wo wir eine &quot;gesunden Burger&quot;zu uns nehmen, dann einen Family Dollar und schließlich einen Walmart Superstore in Elkhart an. Während wir beim ersten Einkauf mit unserer Kreditkarte keinerlei Probleme haben, verweigert die Kassiererin bei Walmart beide Kreditkarten und das bei einer Summe von 260,00$. Auch die Geschäftsführerin will uns nicht weiterhelfen und so müssen wir wieder Bargeld aus dem ATM Automaten ziehen, was ohne Probleme gelingt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verstauen alles in den Fächern unseres Freelanders und lassen das Navi den Weg zu Eby&#039;s Pines RV Park finden. Zu unserem Schreck ist das Office bereits geschlossen und während wir noch überlegen, wo denn jetzt die Nacht verbringen sollen, fährt ein Mann mit einem Truck heran, steigt aus und lotst uns auf einen Stellplatz. Er erklärt, dass wir morgen bezahlen könnten und wir parken erleichtert ein. Zu unserer Überraschung stehen Roland und Eva direkt neben uns, sie hatten den Campground schon früher erreicht. Jetzt geht es ans Einrichten, die Betten müssen bezogen und die Koffer ausgeräumt werden. Da wir uns bei Walmart mit einem gegrillten Hähnchen versorgt hatten, ist auch das Abendessen gesichert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Temperaturen sind allerdings so niedrig, dass kein Wasser im RV zur Verfügung steht. Zum Glück gibt es eine Laundry mit Dusche und WC - keine 30 Meter von unserem Stellpatz entfernt. Schnell schafft die Gasheizung eine gemütliche Wärme und das Thermostat sorgt auch während der Nacht dafür, dass wir nicht frieren.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag - 23.03.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Morgen ist empfindlich kalt, Reif hat die ganze Umgebung in eine winterliche Atmosphäre getaucht. Doch die heiße Dusche weckt schnell die müden Geister. Nach einem eher spartanischen Frühstück mit einem Pulverkaffee und Toast rollen wir Richtung Elkhart, wo wir uns im Visitorcenter mit kostenlosem Material über eine Tour durch Amishland eindecken. Allerding entschließen wir uns die Route abzukürzen, da wir nicht die ganzen 97 Meilen abfahren wollen. Die Sonne strahlt vom winterlichen Himmel und im Wohnmobil merkt man nicht, dass es draußen so kalt ist. Überall liegen noch Schneereste, die den Eindruck verstärken, dass der Frühling noch weit entfernt ist. Am Ende der Tour trinken wir noch einen Kaffee im Dutchman Essenhaus und parken dann den Freelander erneut auf Eby&#039;s Pines RV Park ein. Wir stellen fest, dass wir den Flug doch noch nicht ganz verkraftet haben. Nach einem kleinen Abendsnack mit Toast und Käse sowie einem Glas Wein endet der Tag. Am Sonntag wollen wir Richtung Indianapolis fahren, Ziel ist der Lieber State Park bei Cloverdale.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag - 24.03.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir brechen um 9.00 Uhr bei bedecktem Himmel auf. Die Temperaturen liegen aber immer noch unter 0°. Auf dem Weg nach Indianapolis beginnt es leicht zu schneien - die Straße ist aber gut befahrbar. Wir legen eine Pause bei unserem Fastfood Favorit ein und bestellen den &quot;berühmten&quot; Southwest Salad, danach füllen wir den Tank des durstigen Freelander und setzen unsere Fahrt fort. In der Nähe von Cloverdale findet unser Navi den Cloverdale RV Park, und da es wieder beginnt zu schneien, entschließen wir uns, den Lieber State Park nicht anzufahren, sondern hier zu übernachten. Um 15.30 Uhr checken wir ein. Der Campground ist bis auf einige Dauercamper nicht belegt, und wir bekommen einen Platz für 20 $ in der Nähe der Duschen und Toiletten. Das Wasser kann zwar immer noch nicht in den Tank gefüllt werden, da die Temperaturen weiter unter dem Gefrierpunkt liegen, aber wir haben Strom und ein hervorragendes Wifi. Kaum haben wir eine Tasse Kaffee getrunken bricht ein regelrechtes Schneegestöber los. Da es im Womo schön warm ist, stört uns das nicht weiter. Wir hoffen nur, dass wir heute Nacht nicht ganz einschneien. Morgen soll es ohne Stress zum nächsten Ziel: St. Louis gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es schneit immer heftiger. Für Montag gibt es eine Unwetterwarnung!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag - 25.03.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die ganze Nacht hat es geschneit und als wir morgens aufstehen, ist unser Freelander kaum wiederzuerkennen. Dicke Eiszapfen hängen am Alkoven und an den Außenspiegeln, der Schnee hat Fenster und Türen verkrustet. Nun müssen wir auch noch die Dusche und die Toilette aufsuchen. Eine nicht gerade prickelnde Vorstellung, aber leider nicht zu ändern. Gott sei Dank sind kaum Gäste auf dem Campground, so dass wir ungestört sind. Vor der Abfahrt gehen wir noch ins Internet und checken den Straßenbericht, dann fahren wir durch eine herrliche Winterlandschaft auf die Interstate 70.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;360 Kilometer liegen vor uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Interstate 70 ist bis auf einige Verwehungen und Schneebretter gut geräumt, teilweise sogar trocken, so dass wir zügig fahren können. Dennoch sehen wir immer wieder Trucks und PKW im Straßengraben liegen. Unterwegs tanken wir und versuchen unser Propane aufzufüllen, was erst beim dritten Versuch gelingt. In den vergangenen Tagen haben wir 6,4 Gallonen Propane verheizt! Als wir eine Aldifiliale sehen, verleitet uns das zu einem kleinen Einkauf. Gegen 16.00 Uhr biegen wir auf den St. Louis RV Park ein und bezahlen für drei Nächte. Auch hier ein winterliches Bild - es liegen ca. 30 cm Schnee. Wir erhalten Site 34-leider etwas weit von Dusche und Toilette entfernt, denn auch hier müssen wir auf die Annehmlichkeiten von Wasser im Wohnmobil verzichten. Morgen treffen wir Anitas Verwandtschaft, einen Vetter 3 Grades. Sie haben einen gemeinsamen Ururgroßvater. Wir sind schon ganz gespannt. Um 9.30 Uhr werden wir von ihm vom Campground abgeholt!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag - 26.03.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht ist wieder sehr kalt und als wir am Morgen aus dem Wohnmobil steigen knirscht der Schnee. Teilweise ist es spiegelglatt, was wir auf dem Weg zur Dusche unangenehm verspüren. Die Räume sind jedoch gut geheizt, sehr gepflegt und sauber. Nach einem Frühstück mit Kaffee Spiegelei Käse und Toast räumen wir das Wohnmobil auf. Anitas Vetter und seine Frau rollen pünktlich um 9.30 Uhr vor das Office. Das Wetter stellt sich um, die Sonne strahlt vom eiskalten , blauen Himmel. Nach einer herzlichen Begrüßung fahren wir ein Stück auf der Interstate über den Missouri bis St. Charles, wo viele Bührles gelebt und geheiratet haben. Charles unternimmt mit uns eine kleine Stadtrundfahrt durch den historischen Stadtkern und erklärt uns die Geschichte der verschiedenen Gebäude. (St. Charles ist übrigens Partnerstadt von Ludwigsburg) Dann geht es zur Kirche St. Peter, wo der Urgroßvater von Charles geheiratet hat. (Er war der Bruder von Anitas Urgroßmutter) Da gerade die Orgel gewartet wird, frage ich, ob ich etwas spielen darf. Bald schon klingt &quot;Großer Gott wir loben dich&quot; durch den herrlichen Chorraum. Gegen Mittag fahren wir ins Restaurant &quot;Red Lobster&quot;, wo wir gemeinsam ein sehr leckeres Fischgericht essen und natürlich die gemeinsame Ahnentafel analysieren. Charles und Anita haben genügend Material dabei und so sind wir bald in ein anregendes Gespräch vertieft, was natürlich angesichts dieser komplexen Materie bei uns schnell an sprachliche Grenzen stößt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ca. 1 Stunde kommt eine weitere Verwandte hinzu, Mary Bührle Smith, die auch auf derselben Linie der Verwandtschaft mit Anita liegt wie Charles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist schon erstaunlich, dass wir die ersten Verwandten aus Deutschland sind, die die beiden kennenlernen. Und das nach ca. 150 Jahren!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 16.00 Uhr fährt uns Charles wieder zum Campground zurück. Der Abschied ist herzlich, verknüpft mit etwas Wehmut. Zum Abschied erhalten wir zwei CDS , die Charles mit seiner früheren Gesangsgruppe eingespielt hat. Wir werden sie auf unserer Weiterfahrt genießen. Zurück im Freelander müssen wir die Eindrücke erst einmal verarbeiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Schnee ist im Laufe des Tages geschmolzen, aber die Nacht soll noch einmal sehr kalt werden. Morgen wollen wir den Versuch wagen, Wasser einzufüllen und den Schlauch anzuschließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann suchen wir die Laundry auf um zwei Maschinen zu waschen. Der Abend klingt mit einem Glas Wein aus. Morgen können wir ausschlafen, bis uns am Mittag unser ehemaliger Austauschschüler Steve Merckel abholt. Wir werden zuerst seine alte Schule besuchen und dann mit ihm das Haus besichtigen, das er mit Meghan gekauft hat. Abends ist ein kleines Essen mit Familie geplant.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch - 27.03.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht beschert uns wieder Temperaturen unter 0 °Celsius, wie gut, dass wir noch kein Wasser angeschlossen haben. Am Morgen strahlt die Sonne vom blauen Himmel, und wir beschließen, nun den Wasser und Abwasseranschluss zu wagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich können wir alle Möglichkeiten des Wohnmobils nutzen. Auf keiner Reise mussten wir bisher auf diese Annehmlichkeiten verzichten. Wir genießen es umso mehr, nicht mehr in die Kälte hinaus zu müssen. Danach frühstücken wir ausgiebig und reinigen unser Wohnmobil. Gegen 13. 00 Uhr rollt Steve mit seinem Volvo auf den Campground.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser erster Anlaufpunkt ist die Mehlville Senior High School, hier hat Steve sein Examen abgelegt. Unser Gymnasium hatte mehr als 30 Jahre einen Schüleraustausch mit dieser High School. Da in dieser Woche Springbreak ist, halten sich nur wenige Schüler im Schulgebäude auf, wir können die Schule aber besichtigen. Steve findet seine alte Klasse, in der er in der deutschen Sprache von George Gansner unterrichtet wurde. Es gibt sogar noch einen &quot;Deutschklub&quot;!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fenton ist die Stadt in der Steve mit Meghan ein Haus gekauft hat. Wir werden schon von Meghan und zwei süßen Hunden erwartet und Steve führt uns durch das Haus, das sehr geräumig ist. Allmählich treffen alle anderen Familienmitglieder ein und das Essen beginnt. Es wird viel erzählt, leider stoßen wir auch hier wieder an unsere sprachlichen Grenzen. Zwischendurch telefoniere ich mit George Gansner und erzähle ihm von unserem Besuch in seiner alten Schule. Gegen 21.00 Uhr bringen uns Steves Eltern zum Campground zurück, nicht ohne einen Blick in unseren Freelander zu werfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen geht es weiter nach Fort Massac - die Temperaturen sollen nicht mehr unter 0° Celsius fallen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag - 28.03.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die letzte Nacht war tatsächlich nicht mehr so kalt wie die vergangenen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Heizung sprang nicht mehr so oft an! Um 7.30 Uhr stehen wir auf, duschen und frühstücken. Danach wollen wir noch einmal einen Walmart aufsuchen, da noch einige Kleinigkeiten fehlen. Der Kauf der letzten Pfanne im Dollarstore war ein Fehlgriff. Anita möchte auch in eine Walk in Clinic, da sie eine Entzündung im linken Ohr hat, die sich zusehends verschlimmert. Um 8.30 Uhr fahren wir Richtung Brenton, wo sowohl der Walmart als auch die Walk in Clinic liegen sollen. Nach dem Einkauf suchen wir die Clinic auf, die sich in einem Walgreens befindet. Nach einer aufwändigen Check in Prozedur, müssen wir noch ca. 50 Minuten warten, dann werden wir aufgerufen. Der fensterlose Behandlungsraum misst keine 5 qm. Eine sehr freundliche farbige Ärztin untersucht Anita gründlich und stellt danach die Diagnose: bakterieller Infekt nach einem Kratzer. Sie verordnet eine antibiotische Salbe und falls das nicht wirken sollte, ein orales Antibiotikum. Alles zusammen kostet dann ca. 150 $. Wie gut, dass wir eine Auslandskrankenversicherung haben, bei der wir die Rechnungen vorlegen können. Dann geht es zum Campground zurück, denn ich warte noch auf einen Brief von Martin mit meiner neuen Good Sam Karte, die er mir nachgeschickt hat. Leider ist die amerikanische Post nicht sehr zuverlässig und so bietet der Campgroundbesitzer an, gegen Unkostenerstattung, mir die Karte nach Deutschland zu schicken. Gegen 13.00 Uhr lenken wir den Freelander endlich Richtung Fort Massac.Unser Navigationssystem versagt aber in dieser entscheidenden Phase, so dass wir mehr als 30 Minuten die Auffahrt zur Interstate 64 suchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann lassen wir den Freelander rollen und legen erst am Rend Lake eine Pause ein. Auch vor zwei Jahren haben wir hier Halt gemacht. Zum ersten Mal bekommen wir ein Gefühl von Frühling. Es gibt auch schon die ersten Leute die auf ihren Stühlen vor den Fahrzeugen in der Sonne sitzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterwegs ruft meine Schwester Felizitas an, die mit ihrem Mann sicher in Dallas gelandet ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Fort Massac State Park am Ohio erreichen wir um 17.00 Uhr, suchen uns einen Platz (18) und schließen den Strom an. Der Campground ist trotz Springbreak kaum belegt,was sicher an den Wetterbedingungen liegt. Der Campgroundhost kassiert 20$ für eine Nacht und Anita bereitet einen leckeren Salat und Spaghetti mit Tomatensauce zum Abendessen vor. Auch ein gutes Glas Rotwein gehört natürlich dazu. Um 19.10 Uhr messen wir draußen noch 17,4 ° Celisus, der Frühling scheint endlich den Winter zu verdrängen.Morgen wollen wir Fort Massac besichtigen und dann zu den Mammoth Caves weiterfahren.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag - 29.03.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die erste Nacht, in der wir die Heizung nicht einschalten müssen, morgens um 4 Uhr zeigt das Thermometer immer noch 15,2 °. Gegen 5 Uhr beginnt es leicht zu regnen, das wächst sich aber immer mehr zu einem Dauerregen aus. Die Tropfen prasseln auf unser Dach, was uns im Augenblick noch nicht stört. Da ich noch Wasser nachfüllen und das Grauwasser ablassen will, muss ich dann wohl oder übel ins Freie, leider liegen die Ponchos hinten im Stauraum. Mehr als nass werden kann man ja nicht. Nach einem guten Frühstück füllen wir den Wassertank und fahren zur Dump Station-Gott sei Dank nieselt es nur noch. Da das alte Fort direkt neben dem Campground liegt, schließen wir eine kleine Besichtigungstour an. Leider sind sowohl das Visitor Center als auch das Fort noch geschlossen, so dass wir die Anlage nur von außen besichtigen können. Vom alten Fort hat man eine weite Sicht über den Ohio und die Brücke. Auch strategisch war dieser Platz sehr günstig, denn aus dieser Position konnte man den ganzen Fluss kontrollieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun tanken wir noch voll und dann rollen wir auf die Interstate 24.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wetter beruhigt sich zunächst, es gibt sogar einige sonnige Abschnitte, schließlich fängt es aber wieder an heftig zu regnen. Wir beschließen daher, die Mammoth Caves auszulassen und direkt den Standing Stone State Park anzusteuern. Der Freelander bewegt sich nun Richtung Nashville. In Höhe der Ausfahrt 89 plötzlich ein Stau. Nichts bewegt sich mehr. Viele Autos wenden auf dem Mittelstreifen, was mit dem Wohnmobil natürlich nicht geht. Über eine Stunde steht alles. Wir sind in der glücklichen Lage, die Toilette zu benutzen und etwas zu essen. Einsatzfahrzeuge der Polizei, Abschleppwagen passieren uns. Danach geht es über eine Stunde im Stop and Go weiter. Schließlich ist nur noch eine Spur zu befahren und wir sehen nach ca. 18 km den Unfall in den mehrere Fahrzeuge verwickelt sind. Zwei Fahrzeuge sind total zerstört, andere beschädigt. Die Polizei versucht den Unfallhergang zu rekonstruieren, ein Kamerateam des Lokalfernsehens filmt den Vorgang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;OAK GROVE, Ky. (AP) - Kentucky State Police say two people are dead after a three-vehicle crash on Interstate 24 near the Kentucky-Tennessee line.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Police say the crash occurred Friday on eastbound I-24 near Oak Grove and involved a rental truck and two other vehicles. One person was pronounced dead at the scene and another died later. Police say two others were transported for treatment.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Identities have not been released. Much of the highway, east- and westbound, was closed for a short time.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind froh, dass wir nicht direkt betroffen sind. Etwa 2 km später kommen wir zum Welcome Center von Tennesse und verlassen kurz die Interstate, um uns mit Infomaterial zu versorgen. Die Dame am Schalter erzählt, dass es bei dem Unfall zwei Tote und 3 Schwerverletzte gegeben hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Clarksville wollen wir bei McDonalds einen Southwestsalad essen und Bilder hochladen. Leider ist die Internetverbindung nicht sehr schnell und das Hochladen klappt nicht, aber wir entschließen uns, den Standing Stone State Park aus Zeitgründen nicht mehr anzufahren, sondern im Country Side Resort in Lebanon zu übernachten. Wir reservieren telefonisch einen Platz. Meine Schwester und ihr Mann haben mittlerweile ihr Wohnmobil übernommen und stehen auf einem State Park nahe Dallas, wie wir in einem Telefongespräch erfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterwegs sehen wir zum ersten Mal blühende Bäume und Sträucher, das lässt uns hoffen!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es schüttet weiter wie aus Kübeln und wir sind froh, als wir den Park um 18.00 Uhr erreichen. Uns wird die Site 46 mit Full hook up zugewiesen, auch Wifi ist vorhanden. Auch beim Andocken regnet es weiter, Gott sei Dank ist das Womo dank der Heizung rasch auf wohlige 23 ° aufgeheizt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Blick in den Wetterbericht zeigt uns, dass es auf der geplanten Route weiter regnen wird. Auch die Smokie Mountains sollen ihrem Namen Ehre machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir entscheiden uns, die Route nach Charleston neu zu planen und zwar über Chattanooga, (Cloudland Canyon State Park), Atlanta Red Top Mountain State Park), Augusta (Mistletoe State Park) nach Charleston.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Falls es auch dort regnen sollte, werden wir erneut nachdenken.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag - 30.03.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Unser Tag beginnt um 7.00 Uhr. Wie fast jeden Tag benötigen wir 2 Stunden zum Duschen, Frühstück, Spülen und Abdocken. Kurz nach 9.00 Uhr stehen wir vor dem Office, da wir noch den Propanetank füllen wollen. Der Verbrauch beträgt bisher schon 12 Gallonen, da wir je nachts häufig heizen mussten. Dann rollen wir Richtung (I 24) Chattanooga. Teilweise scheint die Sonne und es ist schon recht warm. Die Interstate ist zwar stark befahren, es läuft aber sehr gut. Von Trenton aus führt die Straße 14 km in die Berge bei ca. 6% Steigung und unser Freelander muss sich kräftig ins Zeug legen. Um 14.45 Uhr biegen wir in den Cloudland Canyon State Park (Georgia) ein. Im Office sagt man uns, dass noch genügend Plätze frei sind. Der Campground ist perfekt angelegt, alles Sites haben Wasser und Stromanschluss und einen Untergrund aus Schotter, so dass Wasser gut ablaufen. Da man uns im Office sagte, dass es bald wieder regnen soll, machen wir uns auf einen einstündigen Rundweg. (Overlook Trail). An einigen Stellen wagt sich schon das zarte Grün heraus, aber insgesamt bleibt der Blick in den tiefen Canyon noch recht grau. Kaum haben wir das Wohnmobil wieder erreicht, beginnt es auch schon wieder zu schütten. Da wir heute unser Programm aber schon absolviert haben stört uns das wenig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen früh werden wir Richtung Atlanta in den Red Top Mountain State Park aufbrechen, vorher wollen wir aber noch die &quot;breathtaking&quot; Ruby Falls besichtigen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag - 31.03.2012&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Haben gut geschlafen, obwohl es die ganze Nacht geschüttet hat. Um 7.00 Uhr stehen wir auf und machen uns klar. Unser Ziel sind die Ruby Falls ungefähr 32 km vom State Park entfernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir dort eintreffen ist zum Glück noch nicht viel los. Wir erhalten einen Senior Rabatt, dann fahren wir 26 Stockwerke in die Tiefe des Lookout Mountain. Durch lange Höhlengänge werden wir zu dem unterirdischen Wasserfall geführt, der mehr als 55 Meter in die Höhle stürzt. Sehr beeindruckend und spektakulär.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Führung beschließen wir, an Atlanta vorbei zu fahren und dort nach einem Campground zu suchen, damit wir am Montagmorgen dem Berufsverkehr dieser Riesenstadt entgehen. Tatsächlich entwickelt sich die Fahrt auf der Interstate durch Atlanta zu einer Aufgabe, die hohe Konzentration verlangt. Der Verkehr wird 6spurig an Downtown vorbeigeführt, ohne GPS wären wir verloren gewesen und hätten so rasch kaum die richtige Spur gefunden. Wir verlassen die Interstate 20 an der Abfahrt 101 Richtung Rutledge. Hier hatten wir auf der Karte einen State Park entdeckt, der günstig an unserer Route lag und zwar den Hard Labor Creek State Park. Immer wieder fallen uns blühende Bäume ins Auge, der Frühling hat hier schon Einzug gehalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 16.30 Uhr treffen wir dort ein und registrieren uns im Office. Auch hier erhalten wir wieder einen Senior Rabatt. Wir parken unseren Freelander in Seenähe auf Site 31 mit Wasser und Stromanschluss. Die Temperaturen sind schon fast sommerlich, (22,3°) wir sitzen zum ersten Mal draußen vor dem Wohnmobil, es kommen endlich Urlaubsgefühle auf!! Auch die Blackflies sind schon ganz aggressiv, das ist weniger angenehm.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Osterfest gibt es ein leckeres Menü mit Steaks, Zwiebeln und Gemüse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann genießen wir draußen noch ein Glas Wein und versuchen ein Osterfeuer zu entzünden. Leider haben wir kein trockenes Holz gekauft und so qualmen die drei Scheite, die noch im Firepit liegen mehr als sie brennen. Bei den Nachbarn, die ein großes Familientreffen veranstalten sieht das anders aus, die haben vorgesorgt. Wir werden uns beim nächsten Einkauf auch mit Holz und Anzünder eindecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen wollen wir durch das so genannte Antebellum fahren und uns abends einen Campground suchen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag - 01.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In der Nach beginnt es so heftig zu regnen, dass wir davon wach werden. Die Regentropfen prasseln laut auf das Dach des Freelanders. Erst gegen Morgen lässt der Regen nach. Wir schlafen noch einmal tief ein und verschieben das Aufstehen auf 8.00 Uhr. Die letzten Wolken ziehen ab, die Himmel färbt sich blau-das Wetter scheint sich zu bessern. Beim Abdocken stelle ich fest, dass die Temperaturen fast schon vorsommerlich sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 10.05 Uhr verlassen wir den Campground Richtung Rutledge, denn wir wollen uns diesen netten Ort genauer anschauen. Nach kurzer Fahrt parken wir den Freelander und unternehmen einen Spaziergang. Jetzt erst sehen wir, dass der Ort kaum noch bewohnt ist, viele Häuser stehen zum Verkauf. Die Zurückgebliebenen haben den Ort aber noch nicht aufgegeben. Viele Geschäfte sind liebevoll dekoriert und auch die Kreuzung wurde ansprechend hergerichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht weiter nach Madison, einer Stadt, die im Bürgerkrieg verschont wurde, weil sie sich den Nordstaaten ergeben hatte, es wurden nur die militärisch wichtigen Gebäude zerstört, alle anderen Häuser blieben unversehrt und so bietet der Ort ein Bild &quot;Antebellum&quot; vor dem Krieg. Im Welcome Center erhalten wir das nötige Kartenmaterial und wir machen uns auf den Rundgang. Die Temperaturen haben mittlerweile sommerliche 24° erreicht, es ist ungewohnt für uns, in leichter Sommergarderobe los zu ziehen. Wir besichtigen das Rogers House, Rose Cottage und das Heritage House und erhalten überall eine individuelle Führung. Es ist beeindruckend zu sehen, wie Sklaven, Mittelständler und sehr reiche Bürger gewohnt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann lenken wir den Freelander zum nächsten Campground: dem Mistletoe State Park , der am Clarkshill Lake liegt. Im Office erklärt man uns, es gebe noch reichlich freie Plätze mit Strom und Wasseranschluss, wir sollten uns eine Site aussuchen. Wir finden einen herrlichen Platz mit Blick auf den See. In unseren Campingstühlen genießen wir zunächst einen Gin Tonic. Jetzt haben wir endgültig das Gefühl von Urlaub!! Das Abendessen fällt heute etwas spartanischer aus, dafür genießen wir die Natur!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sonnenuntergang ist noch einmal ein Highlight und auch ein kleines Lagerfeuer mit Tannenzapfen und Nadeln lodert noch eine Weile.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Freelander und planen wir den morgigen Tag.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag - 02.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht ist sehr finster, nirgendwo brennt ein Licht. Der Morgen weckt uns mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Die übliche Prozedur dauert ca. 90 Min. dann starten wir in Richtung Aiken, einem netten Städtchen, das ca. 35 km entfernt liegt. Schon bei der Einfahrt sehen wir viele hübsche Häuser. Nach einiger Suche finden wir einen Parkplatz für einen Freelander, danach beginnen wir unsere Stadterkundung-praktischerweise hat die Stadtverwaltung überall Pläne ausgelegt, die man kostenlos entnehmen kann. So sind wir schnell orientiert und können den Ort erkunden. Wir sind erstaunt, wie viel Blumenschmuck zu finden ist und wie geschmackvoll die Auslagen dekoriert sind. Aiken macht einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen Mittag verlassen wir die Stadt und fahren wieder auf die I 20. An der Grenze zu South Carolina finden wir wieder ein Welcome Center, in dem wir die kostenlose Wifi Verbindung nutzen und uns mit wichtigem Info und Kartenmaterial versorgen. Der Poinsett State Park, den wir um 15.00 Uhr erreichen, erweist sich jedoch als Fehlgriff, er ist für Wohnmobile nicht geeignet. Wir versuchen es mit einem privaten Campground, den wir im Navi gefunden haben. Er macht allerdings einen wenig gepflegten Eindruck und wird überwiegend von Dauercampern genutzt. Der dritte Versuch führt schließlich zum Erfolg: der Santee State Park, am Marion Lake. Wir haben Glück und ergattern um kurz vor 17.00 Uhr einen der letzten Plätze mit Strom und Wasseranschluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Abendessen fällt wieder etwas reichhaltiger aus: Bratwurst mit Bohnen und Kartoffeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem erholsamen Spaziergang über den Platz klingt der Abend mit einem Glas Chardonnay aus. Morgen geht es über Georgetown zum Huntington Beach an die Atlantikküste.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch - 03.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zunächst geht es über die 95 zurück und dann auf die 521 nach Georgetown. Hier parken wir in einer Seitenstraße und machen uns dann auf den Stadtrundgang. Wir beginnen mit dem Harbourwalk, einem auf Holzstelzen in den Yachthafen gebauten Fußweg. Viele kleine Cafes und Restaurants haben hier kleine Terrassen mit Zugang zum Walk. Es fällt jedoch auf, dass alles etwas verschlafen wirkt, obwohl sicher viel für den Tourismus getan wird. Das ein oder andere Geschäft ist schon geschlossen mit einem Schild im Fenster, dass es der Bank gehört.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich gehen wir noch zum Kaminski House, das früher einem reichen Fabrikanten gehörte. Man kann sich vorstellen, wie reich man hier früher war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann steuern wir unseren Freelander Richtung Huntington Beach State Park.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon als wir in die Einfahrt einbiegen sehen wir das Schild: Campground full!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Office erfahre ich dann endgültig, dass nichts mehr geht! Was nun? Wir geben &quot;Campgrounds&quot; in unser Garmin GPS ein. Der nächste liegt 18 km nach Norden, es ist das Lakewood Campground Resort. Rechts und links der Straße Vergnügungsparks aller Art. Teilweise stockt sogar der Verkehr! Noch haben wir keine Vorstellung, was uns erwartet. Bei der Einfahrt sehen wir, dass es sich um einen großen, kommerziellen Park handelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was bleibt uns übrig. Ich buche für eine Nacht-der Preis stolze 56 $!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Solch einen Platz haben wir noch nie gesehen, geschweige denn besucht. Unsere Site liegt am Rande des Areals, aber mit Full Hook up, Wifi und Meerblick. Nach dem Andocken unternehmen wir einen Strandspaziergang und Anita bereitet eine leckere Mahlzeit zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich versuche für den nächsten Tag in Charleston einen Campground zu reservieren. Nun die nächste Überraschung: alle sind ausgebucht. Im James Island County Park erreiche ich niemand mehr-unsere letzte Hoffnung.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag - 04.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In der Nacht beginnt es wieder zu regnen und am Morgen hat sich das Ganze zu einem Sturm mit Regengüssen ausgewachsen. Wir beschließen bei diesem Wetter noch eine Nacht auf diesem Platz zu bleiben, denn es macht ja wenig Sinn bei Sturm und Regen Charleston zu besichtigen. Zunächst rufe ich im James Island County Park an und habe Glück, wir können drei Nächte von Freitag bis Montag reservieren-einziger Wermutstropfen: Umzug auf eine andere Site am Samstag. Das lässt sich ertragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück laufe ich zum Office und bringe vorher noch zwei Säcke mit Wäsche in die Laundry. Dann verlängere ich im Office für eine Nacht. Die Wäsche ist nach einer Stunde fertig-in der Zwischenzeit führe ich interessante Gespräche mit weiteren Wäschern/innen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Womo rufe ich dann gleich noch in Savannah an und auch hier gelingt es mir einen Campground zu reservieren. Jetzt können wir den Faulenzertag richtig genießen. Auch das Wetter soll ab morgen wieder besser werden. Was wollen wir mehr!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag - 05.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir stehen um 6 Uhr auf und rollen um 8.15 Uhr aus dem Campground. Zunächst geht es nach Georgetown zurück. Unser Ziel: Boone Hall Plantation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 10.15 Uhr treffen wir dort ein und erhalten die Tickets mit Seniorenrabatt für 36 $. Der Weg zum Haupthaus führt durch eine wunderschöne Allee von alten Eichen. Wir beginnen den Besuch mit einer Rundfahrt durch die Plantage und einer Besichtigung des Haupthauses geführt von einer Dame, die als Darstellerin des Films : &quot;Vom Winde verweht&quot; alle Ehre gemacht hätte. Den Abschluss bildet ein Rundgang durch die Häuser der Sklaven, ein Kontrast tzum Herrenhaus, der nicht stärker hätte ausfallen können. Die Sonne lässt sich ab und zu blicken, das Wetter scheint sich zu bessern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 13.30 Uhr treffen wir auf dem James Island County Park ein und erhalten zunächst die Site 81 mit Full Hook up. Morgen müssen wir auf den Platz 103 umziehen. Wir erfahren, dass es am Samstag unmöglich sein wird nach Charleston zu gelangen, weil dort der berühmte Bridge Run stattfindet und die Stadt total überlaufen sein wird. Der Shuttle Service fällt aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Platz ist sehr gut gebucht, da hier immer noch Springbreak ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach kurzer Pause unternehmen wir einen Walk über das weitläufige Gelände bei herrlichem Sonnenschein und angenehmen 19° Celsius. Dabei beschließen wir, wenn möglich, eine Verlängerung des Aufenthalts um eine Nacht. Im Office sagt man uns, dass wir dazu erneut umziehen müssen-wir willigen ein, ohne zu wissen, ob wir die Reservierung in Savannah auch verschieben können. Ich rufe dort an und spreche auf den Anrufbeantworter-sicherheitshalber schicke ich noch eine mail hinterher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir essen Fisch, Gemüse und Kartoffeln und wir beschließen den Abend mit einem Glas Chardonnay. Morgen wollen wir einkaufen, Propane und Benzin tanken und uns Fahrräder mieten.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag - 06.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir schlafen aus und werden vom Vogelgezwitscher um 8.00 Uhr geweckt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sonne scheint, die Stimmung ist gut!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir frühstücken und machen uns klar zur Abfahrt. Da wir heute auf Platz 103 umziehen müssen, werden auch alle Verbindungen gekappt. Beim Hinausfahren sehen wir, dass 103 noch belegt ist und so steuern wir den Propangastank an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bald erscheint ein junger Mann, der allerdings noch nie ein RV mit Propane gefüllt hat. Wir wollen daher zuerst einkaufen, dann tanken und bei der Einfahrt Propane übernehmen. Zu ersten Mal seit langer Zeit wollen wir mal wieder bei Publix einkaufen, bei früheren Besuchen in den USA haben wir dort häufiger eingekauft. Der Supermarkt ist nur 1,8 Meilen entfernt. Dank Garmin finden wir den Weg ohne Verzögerung. Uns fällt sofort auf, dass dieser Supermarkt ein höheres Niveau aufweist als Walmart. Während wir noch überlegen was wir kaufen klingelt mein Handy. Es ist der Campground in Savannah, der uns mitteilt, dass die Verschiebung um einen Tag in Ordnung geht. Wir sind sehr froh, denn nun können wir Charleston zwei volle Tage erkunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich Probleme mit meiner Brille beim Lesen habe, kaufe ich im Publix auch gleich eine Lesebrille für 19.00 $. Beim Bäcker erstehen wir zwei frische Baguettes, die schmecken wie zu Hause. Zurück auf dem Campground kann auch endlich der Propane Tank gefüllt werden. Dann wollen wir die Räder mieten, nehmen jedoch Abstand, als wir die Zweiräder sehen, wir kaufen jedoch noch 2 Bündel Holz fürs Lagerfeuer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem kleinen Snack vor dem Wohnmobil starten wir zu einer Wanderung, die uns über mehrere Trails führt. Es weht ein frischer Wind und wir genießen die herrliche Natur und die vielfältigen Aktivitäten, die der Park bietet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Abend prasselt ein Lagerfeuer vor dem Wohnmobil und wir bewundern den klaren Nachthimmel. Am Abend versuchen wir noch die nächsten State Parks zu reservieren, leider ohne Erfolg, denn schon eine Woche im Voraus sind alle Plätze ausgebucht. Nun müssen wir die letzte Woche mit KOA Plätzen vorlieb nehmen, die teuer sind und wahrscheinlich nicht so schön liegen werden wie die letzten. Schade, aber nicht zu ändern!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag - 07.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Um 7.00 Uhr klingelt der Wecker, denn um 9.00 Uhr fährt unser Shuttelbus nach Charleston Downtown. Zunächst sitzen wir allein im Bus, doch kurz vor der Abfahrt stößt noch ein weiteres Ehepaar zu uns. In einer halben Stunde haben wir das Visitorcenter erreicht. Dort wird uns der Bus um 16.00 Uhr wieder abholen. Nachdem wir uns im Center mit Karten und Infos versorgt haben, besteigen wir einen kostenlosen Trolleybus, der uns zum Start unseres Stadtrundgangs fährt. Direkt an der Haltestelle stoßen wir auf die Kirche St. Michael, wo um 10.30 Uhr ein Gottesdienst beginnt. Wir lassen uns einladen und setzen uns auf die Empore in die Nähe der Orgel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es beginnt ein &quot;Service&quot; nach anglikanischem Ritus, mit Chorgesang und musikalischen Einlagen. Obwohl wir anfangs nicht lange bleiben wollten, genießen wir den Gottesdienst bis zum Schluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach lädt man uns zum Kaffee und Snack ein und holt uns ein deutsch sprechendes Gemeindemitglied: Joseph, der 2 Jahre in Tübingen studiert hat und als Arzt praktiziert. Bald schon sind wir in angeregte Gespräche vertieft und werden von allen Gemeindemitgliedern sehr freundschaftlich aufgenommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 13.00 Uhr verabschieden wir uns, da wir ja von der Stadt nichts gesehen haben. Wir schlendern über die Meeting Street und bewundern die herrschaftlichen Häuser und Gärten, die der Stadt ein besonderes Flair verleihen. Teilweise hat man den Eindruck in Italien zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da heute Sonntag ist, hält sich auch der Verkehr in Grenzen. Am Hafen schweift der Blick bis hin zum Fort Samter, von wo am 12. April 1861 der Civil War ausging. Nach einer kleinen Pause mit Eis und Kaffee geht es mit dem Trolley Bus wieder zurück zum Campground. Morgen müssen wir erneut den Platz wechseln von 103 auf 69, da unser Platz schon lange reserviert ist. Bis wir aus der Stadt zurückkommen, parken wir den Freelander auf dem Overflow Platz. Wir erfahren im Office, dass viele Amerikaner vor dem schlechten Wetter in den Süden geflohen sind und daher der Andrang besonders groß ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen werden wir erneut Charleston besuchen, es gibt noch viel zu entdecken.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag - 08.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Unser letzter Tag auf dem Campground. Wir müssen unseren Freelander bis zu unserer Rückkehr am Nachmittag auf dem Overflow Platz abstellen, denn Site 69 ist noch nicht frei. Um 9.00 Uhr fährt der Shuttelbus mit 8 Gästen wieder nach Downtown Charleston. Die Sonne scheint, es ist noch wärmer als gestern. Ausgangspunkt für unsere zweite Stadterkundung ist wieder St. Michael. Zunächst geht es zum alten Sklavenmarkt, auf dem sich der Reichtum des alten Charleston gründete. Heute befindet sich dort ein Museum, das wir zuerst besichtigen. Es gibt viele Informationen und Anschauungsmaterial zur Geschichte der Sklaverei im Süden. Dann streifen wir erneut durch die Straßen mit den herrschaftlichen Häusern. Gegen 12 Uhr nehmen wir einen Luch im 82 Queen, wir sitzen draußen unter Palmen und genießen die berühmte Crab Soup.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abschließend schlendern wir zur Waterfront essen ein Eis und genießen die letzten zwei Stunden bis zur Abfahrt. Die Trolleybusse sind heute sehr voll und wir sind froh, rechtzeitig wieder am Visitorcenter einzutreffen. Schnell haben wir nach der Ankunft unser Womo vom Overflowplatz zur Site 69 bewegt und angeschlossen. Mit unseren Nachbarn aus Augusta (Georgia) führen wir ein langes Gespräch über Gott und die Welt - Obama Anhänger sind sie nicht, wahrscheinlich wie viele im Süden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen geht es weiter nach Savannah - wir sind schon ganz gespannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben uns auf diesem Campground sehr wohl gefühlt, besonders das freundliche Personal hat uns jederzeit geholfen. Eine unbedingte Empfehlung!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag - 09.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Frühes Aufstehen ist heute angesagt, denn es geht nach langer Pause auf die nächste Etappe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser heutiges Ziel: Savannah. Als Zwischenstopps sind Beaufort und Bluffton vorgesehen. Zunächst steuern wir noch einmal den Publix Markt an (Where Shopping is a pleasure), da wir noch Brot und andere Kleinigkeiten benötigen. Dann rollen wir aus der Stadt, die uns 4 Tage fasziniert hat.[...]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Garmin führt uns sicher wieder aus der Stadt auf die richtige Route.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Bluffton suchen wir auch wieder das Visitor Center auf und fahren dann zu einer Holzkirche, die 1859 errichtet wurde. Sie ist zum Glück noch geöffnet und wir erhalten mit einem frisch vermählten Paar eine kostenlose Führung. Als ich die schöne Orgel sehe, frage ich, ob ich spielen darf. Leider wird der Wunsch nicht erfüllt. Als Ersatz bietet mir die Dame einen alten Flügel an, der im Altarraum steht. Mit &quot;Amazing Grace&quot; kann ich auch das jung vermählte Paar erfreuen. Den Rest von Bluffton schenken wir uns danach und steuern unseren Campground: Red Gate in Savannah an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Platz liegt nur 8 Minuten von Downtown Savannah entfernt, leider aber auch direkt neben einer Schnellstraßenabfahrt und einer Bahnlinie. Immerhin ein Rasenplatz mit Full Hook up und Wifi. Da wir den Platz reserviert hatten, stellen wir uns auf die Site 2, die uns telefonisch zugewiesen worden war. Das Office ist geschlossen und nach einem Anruf erfahre ich, dass ich erst morgen früh einchecken und bezahlen kann. Früher war der Platz wohl eine Farm, jetzt werden die Einkünfte auch mit Campern erwirtschaftet. Als wir waschen wollen stelle ich fest, dass es nur eine Waschmaschine und einen Trockner gibt, die natürlich in Benutzung sind, also wird der Vorgang aufgeschoben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen werden wir mit dem Wohnmobil zum Visitor Center fahren und von dort die Stadt erkunden.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch - 10.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir brechen um 8.45 Uhr auf, weil wir vor der Abfahrt im Office für die 3 Nächte bezahlen wollen. Wir warten im Clubhaus und pünktlich um 9.00 erscheint der Besitzer und rasch sind die Formalitäten erledigt. Wir erhalten noch einen Ermäßigungscoupon für eine Trolleytour und dann führt uns unser Navi in knapp 15 Minuten auf den Parkplatz des Visitor Centers, wo wir neben einem anderen RV einparken. Im Visitorcenter erreicht uns ein Anruf von Martin, der am Flughafen in Denver auf seinen Flug nach Chicago wartet. Er erkundigt sich nach dem Stand der Reise und erzählt uns, dass in Denver die Temperaturen bei -17 ° liegen. Das Wetter scheint in diesem Jahr unberechenbar, wir haben in Savannah am Morgen bereits +22°. Nachdem wir uns mit Infomaterial und Karten versorgt haben, geht es in den Old Trolley Bus, (Hop on hop off), der uns durch Downtown Savannah fahren wird. Die Stadt gilt als eine der schönsten der USA. Bald schon treffen wir auf einen der 24 Plätze der Stadt, die mit alten Bäumen und blühenden Pflanzen das Stadtbild verschönern. Im Gegensatz zu Charleston wirkt hier alles ursprünglicher und weniger aufgesetzt. Am Hafen steigen wir aus und legen eine Pause in Lizzis Restaurant ein. Wir ergattern einen der herrlichen Balkone mit Aussicht auf den Hafen. Wir genießen ein Adams Sommerbier und einen kleinen Lunch. Dann laufen wir zum Chippewa Square. Hier hat Tom Hanks in dem Film Forrest Gump auf der berühmten Bank gesessen und sein Leben erzählt. Leider steht die Bank nicht mehr dort und wir erfahren, dass man sie in das Museum von Savannah gebracht hat, weil Touristen Stücke aus der Bank als Souvenir herausgeschnitten haben. Weiter geht es zur Kathedrale St. John the Baptist, sie ist leider zu Renovierungszwecken eingerüstet, aber wir können das Innere bewundern. Schließlich steigen wir in den Trolleybus und erreichen wieder das Visitorcenter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 16.00 Uhr fahren wir noch einmal eine ganze Runde und kehren gegen 18.00 Uhr zum Campground zurück, wo Anita ein leckeres Abendessen zubereitet. Morgen sieht der Wetterbericht nicht so gut aus, da werden wir Museen besichtigen (auch die Originalbank) und evtl. eine Rivercruise buchen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag - 11.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ein Blick aus dem Fenster zeigt uns einen bedeckten Himmel, die Wettervorhersage scheint einzutreffen. Wir beeilen uns nicht und rollen erst um 9.30 Uhr vom Platz. Wieder ist das Ziel der Parkplatz am Visitorcenter, sogar der Platz von gestern ist noch frei. Heute geht es per Pedes durch Savannah. Unser erstes Ziel ist die Waterfront, denn dort liegen zwei große Paddlewheeler. Da das Wetter sich aber mittlerweile beruhigt hat und sogar die Sonne scheint, lassen wir die Idee einer Rivercruise fallen. Wir genießen das Treiben am Fluss und beobachten die Fähren, die hin und her fahren. Gegen 11.15 Uhr beschließen wir erneut einen Lunch bei Lizzi einzunehmen. Man weist uns wieder den mittleren Balkon zu und wir bestellen wie gestern zwei Sommerbier. Wir fühlen uns fast schon so wie Stammgäste! Nach dem Essen besuchen wir das Rathaus, ein imposanter Bau mit einer goldenen Kuppel. Innen lässt uns das Wachpersonal nur in die Eingangshalle, von dort hat man allerdings einen schönen Blick in die innere Kuppel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg zur Einkaufsstraße besuchen wir den berühmten Eissalon Leopolds und genehmigen uns einen Becher gemeinsam. Über die Broughtonstreet geht es zum Marketplace wo wir im Schatten sitzend das Treiben beobachten. Die Temperatur hat inzwischen stolze 28,7 ° Celsius erreicht und es ist drückend schwül. Schließlich landen wir wieder im Visitorcenter, denn wir wollen ja noch die Originalbank aus dem Film: Forrest Gump sehen. Wir müssen allerdings je 7$ Eintritt zahlen, was wir etwas überhöht finden. Das Museum zeigt einige Etappen der Geschichte Savannahs, unter anderem erfahren wir, dass bei der Schlacht von Savannah auch deutsche Truppen mitgekämpft haben. Schließlich stehen wir vor der &quot;berühmten&quot; Bank und schießen etliche Photos. Gegen 15.00 erreichen wir unseren Campground, nachdem wir vorher noch getankt haben. Die Benzinpreise sind übrigens seit unserer letzten Tour im September ordentlich gefallen, die Gallone kostet ca. 3.45 $, im September noch 4,20$. Da wir noch Zeit haben, kann ich endlich die Laundry aufsuchen und in Ruhe zwei Maschinen waschen und trocknen. Gegen Abend frischt der Wind auf und es sieht so aus, als ob der Regen uns heute Nacht erreichen wird. Morgen ist unser Ziel St. Augustine in Florida.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag - 12.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir verlassen den Red Gate Campground um 8.30 Uhr und steuern unseren Freelander zunächst Richtung Brunswick, das wir gegen 12.00 Uhr erreichen. Die Stadt am Brunswick River macht einen etwas verschlafenen Eindruck und wir spazieren durch die fast menschenleeren Straßen des ca. 15000 Einwohner zählenden Ortes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beeindruckend die alte City Hall und einige nett dekorierte Lokale und Geschäfte. Dann rollt unser Freelander auf eine gigantische Brücke zu: die Sidney Lanier Bridge. In kurzer Zeit fährt man auf 150 Meter hoch und überquert den Fluss. Ich bin froh, dass der Wind nicht zu stark ist, denn das Womo schwankt auch so hin und her.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unten biegen wir ab, wir wollen Jekyll Island besuchen, die Insel, auf der früher die Reichsten der Welt wohnten. Heute gehört die Insel dem Staat und man zahlt 10$ für einen Tagespass. Zunächst verschaffen wir uns einen Überblick mit einer Inselrundfahrt, dann spazieren wir an den so genannten Cottages der Superreichen vorbei. Zum Schluss badet Anita ihre Füße im Atlantik. Auf dem Parkplatz bereitet Anita ein leckeres Essen vor, bevor wir die Insel wieder verlassen. Irgendwann überqueren wir die Grenze zu Florida und decken uns im Welcome Center mit Infos ein. Endlich steuern wir unser Tagesziel, den KOA Platz in St. Augustine an. Das Wetter hat gehalten, wenn man von ein paar Tropfen am Morgen absieht, allerdings ist es jetzt sehr schwül und die Luftfeuchtigkeit liegt bei 80 %!!! Leider versagt unser Navi am Ziel völlig, denn es gibt, wie wir später erfahren zwei Straßen gleichen Namens. So suchen wir fast 45 Minuten vergeblich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 18.00 Uhr docken wir endlich an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen wollen wir die älteste von Europäern gegründete Stadt (1565) der USA besichtigen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag - 13.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute haben wir keinen Wecker gestellt. Vogelgezwitscher weckt uns gegen 7.45 Uhr. Ab und zu tropft der Regen aufs Dach- der angekündigte große Regen aber bleibt aus. Um 10.00 Uhr fahren wir zum nächsten Walmart und kaufen für die restlichen Tage noch etwas ein. Dann rollt der Freelander zum Visitorcenter und bald schon haben wir einen Parkplatz auf einem für RV und Busse reservierten Gelände gefunden, er ist sogar kostenlos. Auf der großen Rasenfläche vor uns stehen VW Busse Oldtimer in Reih und Glied. Auf Nachfrage erfahren wir, dass hier heute ein großes Volkswagentreffen stattfindet. Auch Ersatzteile aller Art für diesen Autotyp werden angeboten. Wir unterhalten uns einige Zeit mit einem echten Bastler, der von Ohio nach Florida gezogen ist, weil es ihm dort zu kalt war. Wir verlassen das Treffen und versorgen uns im Visitor Center wieder mit Material über St. Augustine. Eine freundliche Dame markiert uns auf dem Stadtplan alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und wir beschließen hier keinen Trolleybus zu nehmen, sondern alles abzulaufen. Die Sonne strahlt mittlerweile wieder vom blauen Himmel und es weht eine kühle Brise vom Meer.[...]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 18.00 Uhr docken wir wieder im KOA an und genießen die letzten Strahlen der Abendsonne vor dem Wohnmobil.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen wollen wir noch das Lighthouse und die Alligatorfarm besuchen, denn die Strecke bis Smyrna Beach beträgt nur 78 Meilen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag - 14.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Um 8.40 Uhr lösen wir alle Anschlüsse im KOA St. Augustine und lassen uns vom Garmin zum Lighthouse dirigieren. Als wir eintreffen ist der Parkplatz noch leer. Wir lösen zwei Seniorentickets für 15 $ und erhalten sogar eine Information in deutscher Sprache-das erste Mal auf dieser Reise. Der Leuchtturm ist 1874 fertiggestellt worden, in dem Jahr in dem Anitas Ururgroßvater in St. Charles MO geheiratet hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die 211 Stufen machen uns keine große Mühe und so haben wir bald eine fantastische Aussicht auf St. Augustine und Umgebung. Auch dem Museum, das im Haus des Leuchtturmwärters untergebracht ist statten wir noch einen Besuch ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Alligatorfarm liegt zum Glück nur 1,5 km vom Leuchtturm entfernt, so dass wir auch hier von der besucherarmen Zeit am Morgen profitieren. Trotz ADAC Rabatt müssen wir unsere Kreditkarte mit 42 $ belasten. Die Farm, die wie ein zoologischer Garten betrieben wird, arbeitet streng nach wissenschaftlichen Kriterien. Die Tiere werden nicht zu Showzwecken gehalten und wir erfahren bei der ersten Vorstellung eine Menge über Krokodile und Alligatoren. Dort lernen wir auch eine Studentin der Biologie und einen Doktoranden der Verhaltensforschung aus Österreich kennen, die hier ein dreimonatiges Forschungsprojekt durchführen dürfen. Bei der Fütterung der Tiere durch eine Zoomitarbeiterin sehen wir aber, dass es nicht so einfach ist diese Tiere richtig einzuschätzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 13.00 Uhr brechen wir zu unserem nächsten Ziel: Smyrna Beach auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Höhe von Daytona Beach wird unsere bis dahin geruhsame Fahrt durch einen schrillen Ton aus dem Radio, das bisher eine selbst gebrannte CD abspielte, unterbrochen. &quot;This is a Tornado watch&quot;! Dann folgen eine Vielzahl von Informationen, die wir aber zum größten Teil nicht verstehen. Da wir die Gefahrenlage nicht einschätzen können, verlassen wir die Interstate 95 und steuern ein Parkplatz an einer Mall an. Wir packen unseren Rucksack mit allen wichtigen Unterlagen und dem Laptop und sprechen ein Ehepaar an, das gerade ins Auto steigen will. Als wir den beiden die Situation erklären, holt der Ehemann sofort sein Smartphone und schaut auf die Seite &quot;Tornado watch&quot;. Wir erklären, in welche Richtung wir fahren wollen und er beruhigt uns. Die Gefahr befinde sich weiter nördlich und unser Campground, auf dem wir übernachten wollen, sei nicht gefährdet. Daraufhin setzen wir die Fahrt fort , wobei das Radio immer noch Informationen über das Gefahrenpotential dieser Unwetterzelle sendet. Es ist nicht möglich, ein anderes Programm zu wählen, was uns nicht gerade beruhigt. Gegen 15 Uhr erreichen wir den New Smyrna Campground und erhalten Site 23. Leider ist das Wifi so schlecht, dass wir keine Infos über die Wettersituation aus dem Internet erhalten können. Aber auch hier beruhigen uns die Nachbarn, die neben uns stehen, sie wollen uns informieren, wenn Gefahr droht. Wir sind froh, über so viel Hilfsbereitschaft. Am späten Nachmittag zieht dann das erste Gewitter auf, es blitzt und donnert und der Himmel öffnet seine Schleusen das erste Mal. Nach 45 Minuten ein erneutes Gewitter und dann immer wieder in kürzeren und längeren Abständen. Die Regenmengen sind enorm und wir sind froh, dass wir im trockenen Wohnmobil sitzen. Wir hoffen, dass sich die Situation in der Nacht bessert und wir ein paar Stunden schlafen können. Unser Ziel &quot;KOA Titusville&quot; liegt nur 45 Meilen entfernt, so haben wir morgen früh keine Eile. In der Nacht lässt der Regen nach und wir schlafen tief und fest bins 7.45 Uhr&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag - 15.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Um 10.00 Uhr verlassen wir das KOA-Gelände nachdem uns unsere Nachbarn noch einmal verabschiedet haben: &quot;Better rain, than Tornado&quot; erklären sie lachend. Wir fanden das Ganze weniger lustig. Daher steuern wir zunächst das Visitor Center an und erkundigen uns nach der Wetterlage. Man beruhigt uns und fügt einschränkend hinzu: &quot;Perhaps a few thunderstorms&quot;. Wir erreichen den KOA Titusville nach entspannter Fahrt auf der I-95 bereits um 11.00 Uhr und man weist uns auf einen De-Luxe Platz ein. Auch der Preis kann so bezeichnet werden: 128 $ für 2 Nächte. In der verbleibenden Zeit sortieren wir schon einmal das Gepäck. Beim Waschen erfahre ich, dass es in Boston einen Bombenanschlag mit mehreren Toten gegeben hat. Morgen steht ein Besuch im Kennedy Space Center auf dem Programm, hier waren wir bereits 1988 und 1996.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag - 16.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück brechen wir um 8.30 Uhr zum Kennedy Space Center auf, es ist nur ein kurzer Abstecher von ca. 30 km. Als wir um kurz nach 9.00 Uhr eintreffen ist kaum etwas los. Bei der Einfahrt in den Parkplatz müssen wir erst einmal 15$ für das Wohnmobil bezahlen. Wir stehen ziemlich einsam auf Lot 4. Am Eingang zum Center wird die USA Flagge wegen des Attentats in Boston auf Halbmast gesetzt. Die Eintrittskarten kosten trotz Seniorenrabatt noch 92,00 $ . Die Eingangskontrolle ist gründlich, der Rucksack muss geöffnet werden: Safety first. Wir entscheiden uns zunächst für die Bustour durch das weitläufige Gelände.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit unserem letzten Besuch 1996 mit hat sich eine Menge verändert. Unser erster Stopp findet am Apollo/Saturn V Center statt. Hier wird die größte je gebaute Rakete, die Saturn V, in ihrer ganzen Größe gezeigt. Die gesamte Geschichte der Mondlandung wird anschaulich in Filmen und Ausstellungen dokumentiert. Anita berührt sogar echtes Mondgestein! Leider fehlt der Abstecher zu den Launchpads, die wir damals zu sehen bekamen. Im Shuttle Experience können wir am eigenen Körper verspüren, wie der Start eines Space Shuttles abgelaufen sein muss, wenn auch sicher in abgemildeter Form. Danach müssen wir uns erst einmal stärken-es wird das Übliche angeboten. Wir essen einen leckeren Salat, sowie Fish und Chips. Nun wenden wir uns dem IMAX zu und genießen zwei Filme in 3D. Im Souvernirshop erleben wir noch einen echten Astronauten der Autogramme gibt. Abschließend besuchen wir die Gedenkwand für die Astronauten, die im Laufe der Eroberung des Weltraums umgekommen sind. Um 16.00 Uhr verlassen wir das Gelände des KSC und fahren zum KOA Campground zurück. Am Abend sitzen wir noch bei einem Glas Wein mit unseren Nachbarn, zwei Frankokanadiern, zusammen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen früh steuern wir unseren letzten Campground in Orlando an.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch - 17.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute haben wir keinen Stress, denn unsere Fahrstrecke beträgt nur 45 Meilen. Also schlafen wir aus und frühstücken ausgiebig. Unsere Frankokanadier sind bereits früh aufgebrochen. Wir verlassen den Platz um 10.05 Uhr und erreichen schon um 11.00 Uhr den KOA Platz am Lake Whippoorwill. Da wir reserviert haben sind wir rasch angemeldet und erhalten Platz B 17 direkt am See mit eigenem Bootssteg. Der Campground macht einen sehr gepflegten Eindruck. Das Wetter könnte nicht besser sein, es weht eine leichte Brise und wir genießen den letzten Gin Tonic. Dann wird gepackt und anschließend gewogen-alles sieht gut aus.Morgen früh geht es zu Roadbear und dann ins Ramada Inn Aiport. Da unser Flug am Freitag kurz nach 11 Uhr geht, wäre es zu riskant erst an diesem Morgen abzugeben. Hinzu kommen verschärfte Kontrollen an den Flughäfen wegen des Anschlags in Boston. Gerade lese ich im Internet, dass Verdi in Deutscland neue Warnstreiks ankündigt, hoffentlich sind wir davon nicht betroffen!!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag - 18.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir brechen um 9.15 Uhr Richtung Roadbear auf. Vorher muss getankt werden, es fließen noch einmal 22 Gallonen in den Tank.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dank unseres Garmin finden wir die neue Station sehr rasch. Patrick, den wir schon seit 2011 kennen und der jetzt Chef der Station Orlando ist, begrüßt uns herzlich. Nachdem wir ihm drei kleinere Mängel des Fahrzeugs genannt haben, macht er sich auf den Kontrollgang, der zu seiner vollen Zufriedenheit ausfällt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit einer weiteren Familie aus den Niederlanden fahren wir dann mit dem Taxi zu unserem Hotel: Ramada Suites Airport.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir das Zimmer bezogen haben, lassen wir uns vom kostenlosen Hotelshuttle zum Flughafen bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir versuchen hier schon unsere Bordkarten zu erhalten, das ist aber nicht möglich. Nachdem wir den Flughafen durchstreift haben, suchen wir eine Information auf. Hier berät uns eine ausgewanderte Deutsche und gibt uns den Tipp mit dem Public Bus in das Premium-Outlet und dann noch mit dem Trolley zum International Drive zu fahren. Wir ahnen nicht, dass der Bus fast 50 Minuten benötigt, aber wir haben ja viel Zeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da Anitas Koffer bei den letzten zwei Reisen stark gelitten hat, beschließen wir hier einen neuen zu erstehen, was auch schon bald von Erfolg gekrönt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann geht es mit dem Trolley zum International Drive! Eine &quot;Attraktion&quot; reiht sich an die nächste!&lt;br /&gt;Wir wollen am Peabody Hotel die berühmten Enten beobachten, wie sie eine 4spurige Straße überqueren und dann ins Hotel einziehen. Leider verpassen wir diese Attraktion, dafür treffen wir den Entenmaster und können ein kurzes Gespräch mit ihm führen. Abschließend zeigt er uns den Ducks Palace.&lt;br /&gt;Ziemlich erschöpft kehren wir gegen 20 Uhr ins Hotel zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Flughafenshuttle wird uns am nächsten Morgen um 7.30 Uhr zum Gate von United fahren.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag - 19.04.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Pünktlich um 7.30 Uhr bringt uns der Shuttleservice zum United Schalter. Wir werden rasch abgefertigt, jedoch erklärt uns die UA Mitarbeiterin, dass wir auf dem Transatlantikflug 8 Reihen auseinander sitzen. Sie rät uns, in Newark den Lufthansaschalter aufzusuchen. Vor dem Start um 11.04 Uhr stärken wir uns in einem Restaurant mit einem köstlichen Salat. Wir starten pünktlich und haben in Newark noch reichlich Zeit, die wir allerdings auch benötigen. Zunächst müssen wir den Sicherheitsbereich verlassen, da wir mit einem Inlandsflug angekommen sind und nun in den internationalen Bereich gehen müssen. Am LH Schalter erhalten wir nach kurzer Diskussion zwei Plätze nebeneinander. An der Sicherheitsschleuse herrscht starker Andrang, es ist nur ein Schalter für ca. 200 Personen geöffnet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ca. 90 Minuten können wir endlich die Schleuse passieren. Dann begeben wir uns in den Wartebereich, der Abflug soll sich um 30 Minuten verzögern. Wir warten am Gate 63 auf das Boarding des Fluges LH 409 nach Düsseldorf, als eine LH Mitarbeiterin auf unser Bordgepäck deutet und uns fragt, ob das unser Gepäck sei. Als wir bejahen, überprüft sie die Größe des Handgepäcks und erklärt, die Gepäckstücke seien zu groß und dürften nicht mit in die Kabine. (Keiner der anderen Passagiere wird überprüft) Trotz unseres Protests wird das Handgepäck mit einer ldent-Nummer versehen und ohne unsere Zustimmung in den Laderaum verbracht. Es gibt keine Möglichkeit, wichtige persönliche Dinge und wertvolles elektronisches Zubehör zu entnehmen. Als wir darauf hinweisen, dass wir mit diesem Handgepäck ohne Probleme mit einem Star Alliance Flug (UA 725) von Orlando nach Newark geflogen seien, es auch während des Hinfluges nach Chicago (LH 4361 durch das Personal der LH keine Beanstandungen gab und wir Auskunft über ihren Namen erhalten wollen, wird der Sicherheitsdienst des Flughafens gerufen, da sich die LH Mitarbeiterin bedroht fühlt. Nachdem wir kurz mit dem Sicherheitsbeamten gesprochen und die Sachlage erläutert haben, wendet sich dieser wieder wichtigeren Aufgaben zu. Der Gatemanager kommt später zu uns und entschuldigt das Verhalten der LH Mitarbeiterin mit den erhöhten Sicherheitsvorschriften an den Flughäfen, was wir angesichts der Umstände, unter denen diese Kontrolle stattfand, nicht nachvollziehen können. ln Düsseldorf fehlt das Gepäckstück mit unseren GPS Geräten und anderem teuren elektronischen Zubehör. Wir suchen die Gepäckermittlung auf, wo man uns zunächst nicht weiterhelfen kann. Nur einer gut geschulten Mitarbeiterin, die vermutet, das Gepäckstück könnte im Transfer sein, verdanken wir es, dass es gefunden wird. Auf der ldent-Nummer war statt Düsseldorf der Bestimmungsort München angegeben. Das erste Gepäckstück ebenfalls in Newark konfiszierte Gepäckstück war mit dem korrekten Ort versehen. Als wir von dem Vorfall in Newark berichten vermuten alle drei Mitarbeiter Absicht hinter dieser Fehlleitung. Alle bestätigen uns, dass die beiden Gepäckstücke den Vorschriften für das Bordgepäck entsprechen. Nach diesem Vorfall sehen wir die Werbung , &quot;Thank you for choosing Lufthansa&quot; in einem etwas anderen Licht und fragen uns angesichts des Verhaltens dieser Mitarbeiterin, ob es wirklich eine gute Wahl war, mit der Lufthansa zu fliegen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nachwort:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 24.05.2013 erreicht uns ein Anruf des Custumer Service der Lufthansa. Eine Dame entschuldigt sich für das Verhalten der Mitarbeiterin und entschädigt uns mit je 4000 Meilen!!! Die Zufriedenheit der Kunden scheint also doch noch eine Rolle bei der großen deutschen Airline zu spielen! Ein versöhnlicher Abschluss!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fazit der Reise:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Diese Überführung wurde sehr stark vom Wetter beeinflusst. Wir haben versucht durch Routenänderungen diesen Gegebenheiten Rechnung zu tragen. Das hat sich letztlich ausgezahlt. Viele unserer geplanten Strecken mussten leider ausfallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt standen daher Besichtigungen und weniger das Erlebnis in der Natur im Vordergrund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viele Stateparks im Süden waren wegen des schlechten Wetters im Norden ausgebucht und auch viele private Campgrounds erteilten uns Absagen. Auch waren die Preise an der Küste erheblich höher als z. B. im Westen-insgesamt hatten wir im Vergleich zur Überführung nach Denver vor 2 Jahren höhere Kosten von ca. 800 Euro.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch war es eine interessante und erlebnisreiche Fahrt.&lt;/p&gt;&lt;em&gt;Werner Krüsmann&lt;/em&gt;</description>
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                <title>Im Camper Kalifornien erleben 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Im-Camper-Kalifornien-erleben.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/kb_frankpaulus_9.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mit dem Wohnmobil Kalifornien erleben&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wohnmobil-Überführung - Los Angeles&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von SK-Kunden Frank und Heike Paulus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Routenverlauf USA Kalifornien 2014&lt;br /&gt;
Da unser geplanter u. bereits gebuchter Urlaub für September 13 in den Yellowstone aufgrund der Tatsache, dass&lt;br /&gt;
sich mein Mann 4 Wochen vorher die Achillessehne abgerissen hatte, ausfallen musste, freuten wir uns auf diesen&lt;br /&gt;
Urlaub natürlich ganz besonders.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Unser geplanter Routenverlauf war Los Angeles - San Diego - Joshua Tree NP ? Lone Pine beim Mount Whitney-&lt;br /&gt;
Seqouia NP - Yosemite NP - Highway No 1 - Los Angeles&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;08.05. DO&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;3:00 aufgestanden&lt;br /&gt;
4:10 weggefahren zum Frankfurter Flughafen&lt;br /&gt;
6:10 Ankunft Parkhaus Platzhirsch&lt;br /&gt;
10:40 Abflug nach L.A. mit Boeing 747-8i (längstes Passagierflugzeug der Welt)&lt;br /&gt;
12:40 in L.A. bei Sonnenschein u. 19 Grad gelandet&lt;br /&gt;
14:00 Ankunft im Hotel Mariott LAX&lt;br /&gt;
18:00 im Hotel in der Sportsbar zu Abend gegessen&lt;br /&gt;
20:00 tot müde ins Bett gefallen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;09.05. FR sonnig 19 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;5:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
7:15 bereits Abholung durch Road Bear (normalerweise erfolgt die Abholung erst nach 12:00)&lt;br /&gt;
10:45 vom Hof bei Road Bear gerollt; Startmeilen: 6364&lt;br /&gt;
wir hatten Glück, dass wir ein ziemlich neues Fahrzeug erhalten haben&lt;br /&gt;
kurz vorm Losrollen schenkte uns ein Deutscher noch ein Prepaid-Handy mit 193 Freiminuten;&lt;br /&gt;
beim Einkaufen deckten wir uns erst einmal mit Lebensmittel im Wert von 360 $ ein; zum Glück hatten wir uns&lt;br /&gt;
die Vons-Karte genommen, sonst hätte der Spaß gleich schon 420 $ gekostet&lt;br /&gt;
13:00 mit bestücktem Womo zum Malibu Creek SP gefahren, aber zu unserer Überraschung war alles bereits&lt;br /&gt;
belegt. Da wir aber ja nun ein Prepaid-Handy besaßen, konnten wir unter vorheriger telefonischer Anmeldung&lt;br /&gt;
noch einen Platz auf dem nahegelegenen Malibu Beach RV Park ergattern&lt;br /&gt;
14:00 Ankunft auf Malibu Beach RV-Park&lt;br /&gt;
dort bekamen wir einen Super-Platz mit Meerblick&lt;br /&gt;
wir haben dann erst mal unsere Taschen ausgepackt und alles fertig in die Schränke geräumt und sind&lt;br /&gt;
anschließend noch runter an den Malibu Beach gelaufen&lt;br /&gt;
da der Platz so schön war, haben wir gleich für die letzte Nacht vor Abgabe des Womos einen Platz reserviert&lt;br /&gt;
19:00 draußen mit Meerblick gegessen (Lachs mit grünem Spargel u. Weißbrot)&lt;br /&gt;
22:00 ins Bett gegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;10.05. SA leicht bewölkt 170 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;5:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
7:15 Abfahrt nach San Diego&lt;br /&gt;
11:00 Ankunft in San Diego&lt;br /&gt;
Campground ist leider erst ab 13.00 Uhr bezugsfertig, daher am Straßenrand mit Blick aufs Meer Mittag&lt;br /&gt;
gemacht&lt;br /&gt;
14:00 mit Bus nach Downtown gefahren u. durch Gaslamp-Viertel spaziert; rund ums Petco-Stadion, das mitten&lt;br /&gt;
in der Stadt liegt, war reges Treiben, da heute ein Spiel war. Wir wollten mal einen Blick reinwerfen, aber leider&lt;br /&gt;
keine Chance..&lt;br /&gt;
18:00 zurück am Platz gewesen&lt;br /&gt;
19:15 drinnen gegessen (ital. Sausages mit Tomaten-Koriander-Salat und Toast)&lt;br /&gt;
22:15 ins Bett gegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;11.05. SO (Mother Day) sonnig&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;6:30 aufgestanden&lt;br /&gt;
8:00 wieder zur Bushaltestelle gelaufen u. zum Balboa-Zoo gefahren&lt;br /&gt;
es ist der größte Zoo Nordamerikas u. wir hatten auch den ganzen Tag dort verbracht; wirklich lohnenswert;&lt;br /&gt;
schön war auch das Treiben, denn es war ja Muttertag, was die Amis wirklich groß feiern&lt;br /&gt;
18:00 wieder zurück&lt;br /&gt;
19:45 drinnen gegessen (Lachs u. Ratatouille)&lt;br /&gt;
22:45 ins Bett gegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;12.05. MO sonnig&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;6:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
8:15 wieder zum Bus-Stop gelaufen u. in Innenstadt gefahren; dort am Hafen zum Navy-Pier, an dem die&lt;br /&gt;
Midway (Flugzeugträger) liegt, gelaufen. Dort haben wir auch den halben Tag verbracht, denn es war total&lt;br /&gt;
interessant (sogar für mich als Frau!!!). Es ist alles so dargestellt, dass man sich wirklich vorstellen kann, wie es&lt;br /&gt;
war. Wir konnten auch auf die Kommando-Brücke sowie in einige Hubschrauber.&lt;br /&gt;
15:00 zurückgefahren und noch am Coronado-Hotel ausgestiegen&lt;br /&gt;
16:00 zurück am Womo gewesen&lt;br /&gt;
19:15 draußen gegessen (Fettucine mit Tomatensauce u. Gemüse)&lt;br /&gt;
22:30 ins Bett gegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;13.05. DI sonnig, aber ziemlich windig 264 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;5:30 aufgestanden, da wir heute ziemlich viel fahren müssen&lt;br /&gt;
7:00 Abfahrt über I-8, #79 über Julian, #78, #86 Richtung Palm Desert&lt;br /&gt;
leider konnten wir vorher nicht ahnen, dass diese Strecke sehr eng u. kurvenreich ist u. sehr sehr viel Zeit kostet,&lt;br /&gt;
besser wären wir auf der I-8 geblieben, na ja, war nicht mehr zu ändern.&lt;br /&gt;
Wir fuhren durch das Anza-Borrego-Desert. Ziel war der Campground in La Quinta im Cahuilla County Park,&lt;br /&gt;
aber zu unserem Übel war der Platz von Di-Do geschlossen. Wir sind dann erst mal tanken u. einkaufen gefahren&lt;br /&gt;
und haben uns auch mit Feuerholz eingedeckt, da das nächste Ziel der Joshua Tree NP war, in dem es nichts zu&lt;br /&gt;
kaufen gibt, denn selbst Wasser u. Strom ist dort nicht vorhanden.&lt;br /&gt;
Nach kurzem Kriegsrat haben wir uns dann entschlossen weiter in den Joshua zu fahren. War auch ein guter&lt;br /&gt;
Entschluss, denn dort kamen wir um&lt;br /&gt;
15:45 auf dem Jumbo Rocks Campground an u. fanden einen super tollen Platz zwischen den Rocks. Hier ist die&lt;br /&gt;
Ruhe zu Hause. Endlich konnten wir heute Abend mal grillen und ein Fläckerchen machen, so soll&#039;s ja sein...&lt;br /&gt;
19:00 draußen gegrillt (Ribeye-Steak, Hähnchenbrust u. Bohnen mit Bacon umwickelt sowie Ciabatta)&lt;br /&gt;
anschließend Lagerfeuer genossen u. vor allem die Ruhe&lt;br /&gt;
22:30 ins Bett; Wecker auf 5:30 gestellt wegen Sonnenaufgang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;14.05. MI sonnig, sehr heiß 30 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;5:45 aufgestanden um den Sonnenaufgang zu fotografieren; dann schnell wieder ins Bett&lt;br /&gt;
7:00 aufgestanden&lt;br /&gt;
8:30 Aufbruch zum Key View (tolle Aussicht bis zum Mount Jacinto sowie Salt Lake)&lt;br /&gt;
Hidden Valley angeschaut (toller Rundgang durch das Wonderland of Rocks; 1,6 km Loop)&lt;br /&gt;
dort haben wir auch eine Rieseneidechse gesehen; anschließend zum Parkplatz Ryan Mountain gefahren u. dort&lt;br /&gt;
hoch gewandert (1.5 Std-Hiking-Trail). Dort oben hatte man auch ne Super Rundumsicht&lt;br /&gt;
14:00 zurück auf Platz u. noch die Sonne genossen u. relaxt&lt;br /&gt;
16:30 ein Teil des Skull Rock Trail direkt von unserem Platz aus gelaufen&lt;br /&gt;
19:45 draußen wieder gegrillt (Ribeye-Steak, Hähnchenbrust mit Bratkartoffeln)&lt;br /&gt;
anschließend bei Vollmond noch am Lagerfeuer gesessen. Die Stimmung war aufgrund des Vollmondes einfach&lt;br /&gt;
unbeschreiblich&lt;br /&gt;
22:15 ins Bett gegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;15.05. DO sonnig, sehr heiß 151 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;6:00 aufgestanden&lt;br /&gt;
7:15 Abfahrt nach Palm Springs&lt;br /&gt;
am Visitor Center des Joshua Tree noch kurz gehalten und in Joshua Tree noch getankt&lt;br /&gt;
durch Palm Springs gefahren, jedoch keine Notwendigkeit gesehen, dort auszusteigen. Daher sind wir direkt zur&lt;br /&gt;
Tramstation des Mount Jacinto gefahren&lt;br /&gt;
11:00 mit Tram den Berg hoch gefahren (Tramstation bei 806 m, Bergstation bei 2596m)&lt;br /&gt;
dort oben toller Blick ins Tal auf Palm Springs und das ganze Mojave-Desert; dort oben noch einen kleinen&lt;br /&gt;
Nature Trail gelaufen u. dann wieder mit Tram runter zum Parkplatz gefahren&lt;br /&gt;
13:15 Weiterfahrt zum Silverwood-Lake&lt;br /&gt;
Die Straße war die letzten 7 Meilen sehr anstrengend zu fahren, sodass wir froh waren, dass wir um&lt;br /&gt;
15:30 dort auf dem Campground angekommen sind und auch noch ein Platz frei war&lt;br /&gt;
Da wir vom Jumbo Rocks im Joshua verwöhnt waren, fanden wir diesen nicht so überwältigend; der See war&lt;br /&gt;
auch zu Fuß, wie es aussah, nicht zu erreichen&lt;br /&gt;
Na ja, man weiß halt nie genau, was einen am nächsten Tag erwartet..&lt;br /&gt;
Am Womo dann noch die Fahrt für morgen geplant, denn Ziel ist Lone Pine am Mount Whitney.&lt;br /&gt;
Es ist, da wir noch in den Seqouia wollen, ein großer Umweg und der soll überlegt sein; nicht dass dort vielleicht&lt;br /&gt;
ne Straße oder so gesperrt ist, da es doch der höchste Berg außerhalb Alaskas ist&lt;br /&gt;
19:00 draußen gegessen (Rührei mit Bacon u. gem. Salat)&lt;br /&gt;
21:45 ins Bett gegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;16.05. FR sonnig, sehr heiß 204 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;5:30 aufgestanden, da wir heute die Strecke bis Lone Pine am Mount Whitney vor uns haben&lt;br /&gt;
6:45 Abfahrt&lt;br /&gt;
zwischendurch voll getankt, da die Kosten rund um den Mt. Whitney lt. Reiseführer sehr hoch sind&lt;br /&gt;
die Strecke war sehr gut zu fahren (manchmal viel zu gerade...)&lt;br /&gt;
11:00 auf Lone Pine Campground angekommen; vorher im Visitor Center noch mit Info-Material eingedeckt&lt;br /&gt;
der Campground liegt sehr schön, ganz versteckt u. ist romantisch (Feuer- u. Grillstelle sind natürlich&lt;br /&gt;
vorhanden)&lt;br /&gt;
mit dem Womo sind wir zu den Alabama Hills gefahren u. den 0,4 Meilen-Trail durch die Felslandschaft&lt;br /&gt;
gelaufen. Man findet dort tolle Felsformationen und auch den Mobius Arch. Anschließend haben wir noch die&lt;br /&gt;
Sonne auf unserem Platz genossen&lt;br /&gt;
19:15 draußen gegessen (Makkaroni mit Gemüse)&lt;br /&gt;
21:45 ins Bett gegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;17.05. SA sonnig, wieder sehr heiß&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;6:30 aufgestanden&lt;br /&gt;
8:30 den Whitney-Portal-Trail losgelaufen (4 Meilen one-way). Während dieser Wanderung hatten wir das&lt;br /&gt;
Glück einen kleinen Bären zu sehen. Wir sind erst einmal erschrocken, da er nur so 40 Meter weg war u. keine&lt;br /&gt;
Mutter zu sehen war. Wir machten uns laut bemerkbar u. er ging weiter über den Bach. In Kanada hatten wir&lt;br /&gt;
natürlich schon einige Bären, auch ganz nah, gesehen, aber hier in USA war es unser Erster. Somit hatte sich die&lt;br /&gt;
Wanderung schon mehr als gelohnt. Als wir nach 4 Meilen oben angekommen waren, war vom Mt. Whitney&lt;br /&gt;
nicht wirklich viel zu sehen. Somit beschlossen wir, ein Stück den Trail, der nach 18 km zum Gipfel des Mt.&lt;br /&gt;
Whitney führt u. für den ein Permit erforderlich ist, hochzulaufen. Dieser Trail ist lt. Reiseführer an einem Tag&lt;br /&gt;
nicht zu bewältigen, da er über Geröll u. Eis führt. Wir haben auch viele Übernachtungscamper getroffen, die&lt;br /&gt;
mit 21 kg-Rucksäcken unterwegs waren (am Zugang zum Trail war nämlich extra eine Waage um die Rucksäcke&lt;br /&gt;
zu wiegen). Unsere, bei dem einer nur 6 kg wog, waren doch angenehmer zu tragen. Ja, wir liefen dann ca. eine&lt;br /&gt;
halbe Stunde hoch u. waren schätzungsweise bei dann 3000 m. Hier oben war es immer noch total warm.&lt;br /&gt;
14:00 wieder zurück am Womo gewesen&lt;br /&gt;
es war ne gute ?Übungswanderung?, da wir im Yosemite den Half Dome hochwandern möchten. Wir haben uns&lt;br /&gt;
nämlich extra von zu Hause ein Permit ersteigert. Jetzt hoffen wir nur noch, dass das Wetter mitspielt.&lt;br /&gt;
19:15 draußen gegrillt (Ribey-Steak, Hähnchenbrust mit Tomaten-Avocado-Salat)&lt;br /&gt;
am Lagerfeuer sitzend die Sterne sowie Fledermäuse beobachtet&lt;br /&gt;
21:45 ins Bett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;18.05. SO sonnig, abends ziemlich kühl 334 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;5:30 aufgestanden, da wir heute eine große Strecke vor uns haben; eigentlich war der Plan, den wir zu Hause&lt;br /&gt;
gemacht hatten, dass wir noch eine Zwischenübernachtung einlegen, aber jetzt dachten wir, wir versuchen gleich&lt;br /&gt;
in den Seqouia durchzufahren. Was sollen wir zwischendurch für einen Campground, der vielleicht nicht schön&lt;br /&gt;
liegt, 50 $ zahlen, wenn wir es im Seqouia für weniger Geld doch hundertmal uriger haben können. Außerdem ist&lt;br /&gt;
morgen mein Geburtstag und dann müssten wir auch nicht fahren, sondern sind schon im Park. Deshalb&lt;br /&gt;
6:20 schon Abfahrt&lt;br /&gt;
Wir wählten die schnelle Strecke über Bakersfield&lt;br /&gt;
Vorm Park haben wir noch eingekauft sowie vollgetankt (im Seqouia gibt es nämlich keine Tankstelle!!)&lt;br /&gt;
Kurz vorm Park ging unsere Fahrt noch durch schöne Orangenhaine sowie an großen Oleandersträuchern&lt;br /&gt;
vorbei. Danach schraubte sich die Straße hoch in den Park (wir mussten die Westeinfahrt wählen, da die&lt;br /&gt;
Südeinfahrt nur für RV bis 22 Fuß ist)&lt;br /&gt;
15:30 auf Lodgepol-Campground gestanden&lt;br /&gt;
hier oben war es doch deutlich kühler. Vorm Abendessen haben wir sogar noch 4 Maultierhirsche über den&lt;br /&gt;
Campground spazieren sehen bis der Hund eines Campers diese gestellt hatte und weg waren sie... Schade&lt;br /&gt;
19:15 draußen gegessen (Reis mit Gemüse)&lt;br /&gt;
anschließend natürlich wieder Lagerfeuer gemacht (Holz darf man sich hier auch vom Boden sammeln)&lt;br /&gt;
22:15 ins Bett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;19.05. MO (mein 43. Geburtstag) kühl, tagsüber sonnig bis leicht bewölkt, abends mehr Wolken 9 Meilen&lt;br /&gt;
gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;7:00 aufgestanden&lt;br /&gt;
die Nacht war ziemlich kühl, sodass wir das 1. Mal heute morgen heizen mussten&lt;br /&gt;
8:15 Abfahrt zum Visitor-Center um uns noch eine Hiking-Map zu kaufen&lt;br /&gt;
anschließend zum Parkplatz Shermann Tree gefahren&lt;br /&gt;
9:00 beim Shermann-Tree (größter Baum der Erde) gewesen&lt;br /&gt;
von dort an den ganzen Seqouias vorbei bis zum Moro-Rock gewandert. Dort Super -Rundumsicht auf die&lt;br /&gt;
schneebedeckten Berge gehabt. Der Moro-Rock sieht ein bisschen wie das Baby des Half Dome aus...&lt;br /&gt;
Dann ging&#039;s weiter an immer noch weiteren großen Trees vorbei und auf dem Rückweg entdeckten wir auf einer&lt;br /&gt;
Wiese einen Bär. Er graste gemütlich vor sich hin, hatte uns aber immer im Blick.&lt;br /&gt;
Ich muss sagen, dass war das beste Geburtstagsgeschenk, was ich haben konnte.&lt;br /&gt;
Nach ca. 20 km wandern waren wir dann um&lt;br /&gt;
16:15 wieder zurück auf unserem Campground.&lt;br /&gt;
Diese Wanderung hatte sich wieder voll gelohnt u. sie zeigte uns mal wieder, dass man die schönen Dinge nicht&lt;br /&gt;
vom Auto aus entdeckt...&lt;br /&gt;
19:15 draußen gegrillt (Ribeye-Steak, Hähnchenbrust mit Kartoffeln u. Rest Gemüsereis)&lt;br /&gt;
anschließend am Lagerfeuer gewärmt, denn es war schon sehr kalt; aber was ein richtiger Camper ist, der scheut&lt;br /&gt;
Wind u. Wetter nicht...&lt;br /&gt;
22:00 ins Bett gegangen und den schönen Tag Revue passieren lassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;20.05. DI Regen, dann Schnee, sehr kalt (nachts 1 Grad)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;7:30 bei Regen aufgestanden, der dann allmählich in Schnee überging und auch liegen blieb; alles ringsum war&lt;br /&gt;
zugezogen; der Plan von gestern, heute noch zu wandern, war somit erledigt;&lt;br /&gt;
als es ein bisschen aufhörte zu schneien, sind wir zu Fuß ins Visitor Center gelaufen (uns aufwärmen!!) u. haben&lt;br /&gt;
noch ein wenig ?Frustshoppen? gemacht; beim anschließenden Wasserbefüllen des Womos noch ein&lt;br /&gt;
Maultierhirsch beim Grasen gesehen; heute haben wir dann nur mal im Womo ?herumgelungert? u. sehr&lt;br /&gt;
gefroren (der Hauch war sogar im Inneren zu sehen); das Heizen hält leider nicht so an (da merkt man, dass die&lt;br /&gt;
Womos hier nicht so isoliert sind!!).&lt;br /&gt;
In der Abenddämmerung dann wider 3 Maultierhirsche, die die Grills sauber geleckt haben, gesehen.&lt;br /&gt;
Der Campground hatte sich mittlerweile auch sehr geleert.&lt;br /&gt;
18:30 drinnen gegessen (Nudeln mit Gemüsesauce u. ger. Käse)&lt;br /&gt;
21:15 dann bereits ins Bett gegangen&lt;br /&gt;
Die Nacht haben wir, gemütlich eingekuschelt, dann auch gut überstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;21.05. MI (unser 21. Hochzeitstag) bewölkt, später etwas sonnig u. vor allem viel viel wärmer 194 Meilen&lt;br /&gt;
gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;4:30 aufgestanden&lt;br /&gt;
Batterie war nur noch 1/3 voll&lt;br /&gt;
5:45 Abfahrt in Yosemite NP&lt;br /&gt;
bei der Fahrt aus dem Park morgens noch Maultierhirsche über die Straße laufen gesehen;&lt;br /&gt;
vor der Ausfahrt aus dem Park noch zum General Grant Tree im Kings Canyon gefahren;&lt;br /&gt;
auf der Fahrt zum Yosemite noch vollgetankt&lt;br /&gt;
10:15 Ankunft am Parkeingang und mit Erschrecken gelesen, dass alle Campgrounds im Park belegt sind (und&lt;br /&gt;
wir haben doch für Freitag unser Permit für den Half Dome...); das Wetter war auch sehr neblig u. teilweise&lt;br /&gt;
stark bewölkt, sodass wir uns die Frage stellten, ob die Half Dome-Besteigung auch wirklich möglich sein wird;&lt;br /&gt;
somit beschlossen wir erst einmal ins Village zu fahren, denn wir wussten noch von vor 2 Jahren, dass es bei der&lt;br /&gt;
Campground-Reservation noch eine Verlosung gab für alle Plätze, die nicht in Anspruch genommen wurden.&lt;br /&gt;
Dort wurden wir jedoch auf Platz 34 gesetzt, dass bedeutet, dass die Chance gleich Null ist. Man muß dann auch&lt;br /&gt;
um 15:00 Uhr wieder kommen um zu erfahren, ob es dann auch geklappt hat mit dem Platz. Da wir nicht so&lt;br /&gt;
lange warten wollten, da die Chance sowieso gering war, u. das Wetter für die nächsten Tage auch besser&lt;br /&gt;
gemeldet war, beschlossen wir, außerhalb des Parks eine Unterkunft zu finden. Dies hat dann auch zum Glück&lt;br /&gt;
auf der #140 Richtung Mariposa auf dem Indian Flat Campground (19 Meilen vom Valley entfernt) geklappt.&lt;br /&gt;
13:00 Uhr kamen wir dort an.&lt;br /&gt;
Wir haben für 3 Nächte gebucht, obwohl der Platz überhaupt nicht schön war (sehr eng; der Bagger ist in&lt;br /&gt;
Sichtweite umhergefahren um Gräben zu ziehen), aber was will man tun, wenn man was im Park unternehmen&lt;br /&gt;
will u. kein Platz bekommt. Wir haben dann auch gleich für die Zeit von SA an, an der Küste (dies ist unser&lt;br /&gt;
nächstes Ziel) einen Campground angerufen u. gefragt, ob frei ist. Aber bedingt durch den Memorial Day, war&lt;br /&gt;
alles voll u. erst ab Mo wieder frei. Der Preis auch heftig (65 $), aber wir haben dann für eine Nacht von Mo auf&lt;br /&gt;
Di reserviert. So, was tun nun von Sa-Mo??? Also, bedingt, dass hier der Platz nur 37 $ kostet, dann für 2 weitere&lt;br /&gt;
Nächte noch gebucht. Wir waren beide ziemlich frustriert, weil wir uns so ärgerten, dass wir nicht im Yosemite&lt;br /&gt;
vorreserviert hatten u. wir jetzt dafür die Rechnung zahlen mussten.&lt;br /&gt;
Den Nachmittag haben wir dann am Womo verbracht, vor allem mal wieder alles aufgeladen, da wir doch lange&lt;br /&gt;
Zeit keinen Strom hatten.&lt;br /&gt;
18:45 draußen gegessen (Nudeln mit Tomatensauce u. ger. Käse)&lt;br /&gt;
22:15 ins Bett gegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;22.05. DO sonnig mit vereinzelten Wolken 41 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;7:00 aufgestanden&lt;br /&gt;
8:15 Abfahrt ins Valley um zu wandern&lt;br /&gt;
vom Camp 4 den Upper Yosemite Trailhead teilweise gelaufen; vom Colombia Rock schöne Aussicht gehabt&lt;br /&gt;
(auch zum Half Dome, der morgen auf dem Programm steht)&lt;br /&gt;
anschließende durchs Village gelaufen u. in Visitor Center u. Supermarkt noch Andenken für uns gekauft (TShirt&lt;br /&gt;
u. Cap)&lt;br /&gt;
17:45 zurück auf Campground&lt;br /&gt;
19:15 draußen gegrillt (Ribeye-Steak, Hähnchenbrust mit Kartoffeln)&lt;br /&gt;
21:45 ins Bett, da wir morgen ja früh los müssen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;23.05. FR sonnig; leicht bewölkt 40 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;4:15 aufgestanden&lt;br /&gt;
5:15 Abfahrt ins Valley zum Trailhead-Parking&lt;br /&gt;
6:15 losmarschiert zum Half Dome (2693 hoch; 27,4 km langer Wanderweg, der 10-12 Std dauern soll, 1463&lt;br /&gt;
Höhenmeter sind zu bewältigen, davon die letzen 120 m an Drahtseilen; Handschuhe waren unentbehrlich&lt;br /&gt;
dafür)&lt;br /&gt;
10:45 bereits auf dem Gipfel gewesen&lt;br /&gt;
der Rundumblick war einfach unbeschreiblich; teilweise haben wir an der senkrechten Kante gestanden;&lt;br /&gt;
dort oben haben wir auch ein ganz zutrauliches Murmeltier gesehen, welches beinahe in die Kamera gesprungen&lt;br /&gt;
ist.&lt;br /&gt;
Wir waren beide so glücklich, dass wir 1. das Permit (die Wanderung ist auf 300 Personen pro Tag limitiert) von&lt;br /&gt;
zu Hause schon ersteigert haben, 2. das Wetter es auch erlaubte, diese Wanderung zu machen u. 3. mein Mann&lt;br /&gt;
dies auch mit seiner wieder geflickten Achillessehne gepackt hat.&lt;br /&gt;
Wir haben eine Stunde auf dem Gipfel verbracht u. die Aussicht genossen; beim Abstieg haben wir noch Pause&lt;br /&gt;
an den Nevada-Falls gemacht u. uns die Sonne in unser glückliches Gesicht scheinen lassen&lt;br /&gt;
17:00 wieder wohlbehalten am Womo gewesen&lt;br /&gt;
18:00 zurück auf Campground&lt;br /&gt;
18:45 draußen gegessen (heute gab es Pizza, da wir ja nicht wussten, wann wir zurück sind); über unser tolles&lt;br /&gt;
Erlebnis nachgedacht&lt;br /&gt;
21:30 totmüde ins Bett gefallen und stolz gewesen, auf unsere Leistung....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;24.05. SA sonnig, leicht bewölkt 97 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;7:00 aufgestanden&lt;br /&gt;
8:30 Abfahrt zum Glacier Point&lt;br /&gt;
10:00 auf dem Sentinel Dom u. Taft Point Trailhead Parkplatz gewesen und Wanderung gemacht über Taft&lt;br /&gt;
Point (Super Sicht und unter einem geht?s senkrecht runter) über Sentinel Dom zum Glacier Point (ca. 8,5 km);&lt;br /&gt;
dabei wieder viele Maultierhirsche gesehen&lt;br /&gt;
15:30 zurück am Womo, noch Kaffe getrunken und dann zurück zum Campingplatz gefahren&lt;br /&gt;
17:30 wieder zurück gewesen (heute mussten wir auf dem Campingplatz umsetzen, da für die 2 nachgebuchten&lt;br /&gt;
Nächte auf dem vorherigen Platz nun für ein anderes Womo reserviert war); der Platz war schöner, da wir mehr&lt;br /&gt;
Platz zum Sitzen hatten;&lt;br /&gt;
da ja langes Wochenende war, haben sich viele Amis hier auf dem Campingplatz getroffen u. ?Party? gemacht;&lt;br /&gt;
es war total spannend das Treiben zu beobachten; unsere direkten Platznachbarn, die wohl auf diese Party nicht&lt;br /&gt;
eingeladen waren, haben uns noch von ihrer Nachspeise was abgegeben (gegrillter Marshmallow in 2&lt;br /&gt;
Butterkeksen mit Schokosauce (ziemliche klebrige Angelegenheit!!)&lt;br /&gt;
19:15 draußen gegrillt (Ribeye-Steak, Hähnchenbrust mit Tomaten-Avocado-Salat)&lt;br /&gt;
22:15 ins Bett gegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;25.05. SO sonnig, sehr warm 39 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;7:00 aufgestanden&lt;br /&gt;
8:30 Abfahrt ins Valley&lt;br /&gt;
9:00 dort angekommen und zu dem Upper Yosemite-Fall (6.-höchster Wasserfall der Welt) und weiter zum&lt;br /&gt;
Yosemite-Point gelaufen (insgesamt 18 km/900 Höhenmeter); auf dem Rückweg im kalten Fluß unsere von den&lt;br /&gt;
letzten Tagen doch sehr beanspruchten Füße gebadet&lt;br /&gt;
15:30 zurück am Womo&lt;br /&gt;
bedingt durch den Memorial Day war Verkehrsstau im gesamten Valley. Deshalb haben wir unsere&lt;br /&gt;
Campingstühle ausgepackt, Kaffee getrunken u. die Sonne genossen bis sich der Stau etwas aufgelöst hatte&lt;br /&gt;
17:30 wieder auf Campingplatz gestanden&lt;br /&gt;
18:45 draußen gegessen (Gemüsereis)&lt;br /&gt;
22:15 ins Bett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;26.05. MO (Memorial Day) sonnig, abends kühl 188 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;5:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
6:45 Abfahrt Richtung Carmel an die Küste&lt;br /&gt;
in Merced noch vollgetankt u. für den Rest des Urlaubes eingekauft&lt;br /&gt;
12:15 Ankunft auf Campingplatz Saddle Mountain bei Carmel Valley (sogar mit Pool)&lt;br /&gt;
heute das 1. Mal wieder Internet-Verbindung gehabt (Juchhuuu!!!)&lt;br /&gt;
den ganzen Nachmittag gefaulenzt; am Pool gesessen, gesonnt u. im Internet gesurft&lt;br /&gt;
19:15 draußen gegrillt (Ribeye-Steak, Hähnchenbrust mit Nudelsalat)&lt;br /&gt;
21:45 ins Bett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;27.05. DI sonnig, auf Highway No 1 teilweise sehr windig 138 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;6:15 aufgestanden&lt;br /&gt;
7:30 Abfahrt zum Point Lobos Park&lt;br /&gt;
dort den Sea Lion Point/Sand Hill Trail gelaufen zu dem Felsen, auf dem die Seelöwen sich sonnen;&lt;br /&gt;
dann Weiterfahrt über die Brixby Bridge zum Wasserfall, der sich auf den Strand ergießt im Julia Pfeiffer Burns&lt;br /&gt;
State Park; zwischendurch mit Blick aufs Meer Mittag gemacht.&lt;br /&gt;
Bei der Piedras Blancas Light Station nördlich von San Simion gehalten u. den Seeelefanten, die dort&lt;br /&gt;
massenweise am Strand liegen, bei der Siesta zugeschaut.&lt;br /&gt;
15:30 Ankunft im Montana de Oro State Park auf dem Isley Creek Campground bei Los Osos&lt;br /&gt;
der Platz liegt sehr abgelegen, schön ruhig u. nur ein paar Meter vom Strand weg; noch runter an den Pacific&lt;br /&gt;
gelaufen und mit Wehmut daran gedacht, dass morgen unser letzter Urlaubstag ist....&lt;br /&gt;
19:00 draußen gegrillt (Ribeye-Steak, Hähnchenbrust u. Kartoffeln)&lt;br /&gt;
das Lagerfeuer genossen, denn morgen ist nur grillen mit Holzkohle erlaubt&lt;br /&gt;
21:45 ins Bett gegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;28.05. MI sonnig, zwischendurch diesig, dann wieder sonnig 195 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;6:15 aufgestanden&lt;br /&gt;
7:30 Abfahrt zum letzten Campground dieser Reise nach Malibu&lt;br /&gt;
wir wollten noch durch Santa Barbara fahren, aber merkten gleich, dass die Straßen ziemlich eng und uneben&lt;br /&gt;
waren, deshalb sind wir dann erst gar nicht in die Innenstadt reingefahren&lt;br /&gt;
12:15 Ankunft auf unserem bereits vorreservierten Platz des Malibu RV-Parks&lt;br /&gt;
dort dann noch einmal so richtig abgehangen, die Sonnenstrahlen genossen u. ja, leider auch die Tasche gepackt&lt;br /&gt;
für morgen; noch alles ein bisschen geputzt u. aufgeräumt&lt;br /&gt;
18:45 draußen gegrillt (ja, mal wieder Ribeye-Steak u. Hähnchenbrust mit Avocado-Tomaten-Käse-Salat; mein&lt;br /&gt;
Mann sagt, dass das Fleisch hier einfach das Beste ist......)&lt;br /&gt;
21:30 ins Bett gegangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;29.05. DO sonnig 14,5 Meilen gefahren&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;6:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
8:30 Abfahrt zu Road Bear&lt;br /&gt;
noch vollgetankt u. Gas wieder aufgefüllt&lt;br /&gt;
9:15 bei Road Bear eingetroffen; jetzt heißt es Abschied nehmen von unserem zu Hause der letzten 3 Wochen...&lt;br /&gt;
12:30 Ankunft am LAX-Airport&lt;br /&gt;
15:05 Abflug Richtung Heimat&lt;br /&gt;
10:50 Landung in Frankfurt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;gefahrene Gesamtmeilen: 2108,5&lt;br /&gt;
Kostenaufstellung&lt;br /&gt;
Tanken: 1055,77 $&lt;br /&gt;
Campgrounds: 716,76 $&lt;br /&gt;
Einkaufen inkl. Feuerholz: 756,29 $&lt;br /&gt;
Sonstiges:&lt;br /&gt;
Trinkgeld: 8,00 $&lt;br /&gt;
Starbucks: 26,16 $&lt;br /&gt;
Essen gehen: 50,69 $&lt;br /&gt;
Telefonieren: 3,50 $&lt;br /&gt;
Bus San Diego: 38,00 $&lt;br /&gt;
Souvenirs: 80,85 $&lt;br /&gt;
Zoo San Diego: 92,00 $&lt;br /&gt;
Midway San Diego: 40,00 $&lt;br /&gt;
Tram San Jacinto: 47,90 $&lt;br /&gt;
Annual Pass: 80,00 $&lt;br /&gt;
Hiking-Karte: 3,78 $&lt;br /&gt;
Zuzahlung Mehrmeilen: 53,46$&lt;br /&gt;
Gesamt: 524,34$&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gesamtkosten Urlaub: 3053,16 $, entspricht ca. 2239,45 ?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
zzgl. Reisekosten SK-Touristik&lt;/em&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Im-Camper-Kalifornien-erleben.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Im Wohnmobil die USA erkunden 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Im-Wohnmobil-die-USA-erkunden.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbt13sw_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;strong&gt;Durch den &quot;Wilden Westen“&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Mit dem Wohnmobil durch die schönsten Nationalparks der USA&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2013 von SK-Kunde Stefan Wagner&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erster Reisetag, 2.6. Las Vegas:&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;
Nach einer über 20-stündigen Anreise, mit verspäteten und defekten Flugzeugen erreichen wir gegen Mitternacht endlich Las Vegas. Unser Gepäck ist aber nicht dabei. Im Hotel herrscht Hochbetrieb, denn die Rezeption befindet sich mitten in der Spielhalle und es dauert noch mal eine Stunde bis wir endlich eingecheckt haben und uns zur Nachtruhe begeben können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zweiter Reisetag, 3.6. Las Vegas - Williams: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Das ordentliche Frühstück muntert die Lebensgeister wieder auf. Dann geht es mit dem Taxi zum Wohnmobilvermieter Moturis, wo wir in die Fahrzeuge eingewiesen werden. Der deutschsprachige Mitarbeiter kümmert sich rührend darum, dass das verschwundene Gepäck noch rechtzeitig herangeschafft wird. Im Supermarkt werden für die Rundreise benötigte Utensilien und Lebensmittel eingekauft. Dann kann es endlich losgehen. An die Verkehrsregelungen in den USA gewöhnt man sich sehr schnell. Kurz vor Boulder City biegen wir rechts auf den Hwy 95 ab und umgehen somit den Stau am Hoover Dam. In Kingman stoßen wir wieder auf die ursprüngliche Route. Der Hwy 40 führt durch eine wenig Abwechslung bietende Landschaft bis Williams. Hier zweigt die Straße in Richtung Grand Canyon ab. Nur wenige Kilometer weiter überrascht uns die Dunkelheit, und wir fahren auf einen KOA Campground. Es ist für uns erstaunlich, dass selbst nach 22.00 Uhr die Rezeption und der Laden noch geöffnet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dritter Reisetag, 4.6. Williams - Grand Canyon - Page:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
In Valle legen wir eine kurze Rast an einer alten Trading Post Station ein. Sie dient heute als Souvenirladen. Kurz vor Tusayan geht es links auf den Parkplatz eines Anbieters für Hubschrauberrundflüge. Wir buchen einen 45-minütigen Rundflug über den Grand Canyon. Nach einer kurzen Strecke über bewaldetem Gelände öffnet sich der spektakuläre Blick in die Tiefe der Schlucht. Das sich ständig ändernde Panorama und die Monumentalität der Landschaft hinterlassen einen unvergesslichen Eindruck. Das nächste Ziel sind die Aussichtspunkte beim Visitor Center. Durch die Höhenlage und die klare Luft hat man einen phantastischen Blick auf die Landschaft. Selbst der 17 Kilometer entfernte Nordrand ist deutlich zu erkennen. Anschließend fahren wir weiter in Richtung Page, um nach etwa 20 Kilometern am östlichsten Aussichtspunkt auf den Grand Canyon, dem sogenannten Desert View zu halten. Hier befindet sich ein schöner Aussichtsturm, dessen Inneres mit indianischen Motiven bemalt ist. In Page übernachten wir auf einen Campground am Lake Powell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vierter Reisetag, 5.6. Page - Monument Valley:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der erste Anlaufpunkt ist der sogenannte Horseshoe Bend, wo sich der Colorado River in Hufeisenform durch die Landschaft windet. Anschließend besichtigen wir mit einem Führer der Navajos den Upper Antelope Canyon. Schon die Jeepfahrt zum Canyoneingang über ein ausgetrocknetes und sandiges Flussbett ist ein Erlebnis für sich. Der Canyon ist etwa 400 Meter lang und bis zu 25 Meter tief. Die idealste Besichtigungszeit ist gegen Mittag. Dann fällt das Sonnenlicht fast senkrecht in die enge und mit vielen Windungen durchzogene Schlucht, was unvergleichliche Lichtspiele auf dem bunten Sandsteinfelsen hervorruft. Das letzte Ziel der heutigen Etappe ist das Monument Valley. Wir haben uns bewusst für die Abendstunden entschieden, um das Panorama bei untergehender Sonne genießen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fünfter Reisetag, 6.6. Monument Valley - Blanding:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Heute fahren wir bis Blanding, dem östlichsten Etappenziel unserer Reise. Kurz hinter Mexican Hat taucht der gleichnamige Felsen auf, dessen Form mit ein wenig Fantasie tatsächlich an einen Sombrero erinnert. Um zum Natural Bridges National Monument zu gelangen, biegen wir links ab und stehen dann, etwas irritiert, vor einem Warnschild. Für Busse und Fahrzeuge mit Überlänge ist das Befahren der Straße nicht möglich. Aber wo beginnt die Überlänge, sind es schon unsere Fahrzeuge mit knapp 30 Fuß? Nach einer hitzigen Diskussion entscheiden wir uns für das Risiko der Weiterfahrt. Die Straße führt genau auf eine scheinbar unüberwindliche Felsbarriere zu. Erst unmittelbar davor sieht man die aus dem Felsen gesprengte Trasse. Die nächsten 5 Kilometer muss man auf einer Schotterpiste in vielen Serpentinen bis zum oberen Rand der Felswand fahren. Da fast kein Verkehr auf der Straße ist und die Kurven einen ordentlichen Radius haben, lässt sich der Abschnitt mit ein wenig Vorsicht gut befahren. Am Natural Bridges National Monument führt eine 10 Kilometer lange Rundstraße an den 3 Felsbrücken vorbei. Von den Aussichtspunkten gibt es Wanderwege bis direkt zu den Sehenswürdigkeiten. In Blanding tobt ein Sturm, dass wir sogar Angst um die Fahrzeuge haben, so stark werden sie durchgeschüttelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sechster Reisetag, 7.6. Blanding - Moab:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Ab heute geht es auf dem Hwy 191 ständig gen Norden. Kurz vor Moab ist in einem kleinen Talkessel eine &quot;besondere Attraktion&quot; zu besichtigen. Mit großen Lettern wurde der Name HOLE N&quot;THE ROCK auf die Felswand gemalt. Neben einem Souvenirladen und einem Minizoo kann man noch allerlei Krempel aus vergangenen Tagen besichtigen. Dazwischen stehen aus Nummernschildern, Schraubenschlüsseln und Schrotteilen zusammengeschweißte Gebilde. Hinter Moab liegt auf einer Anhöhe ein Campground, der Ausgangspunkt für viele Off-road-Touren durch das Canyonlands ist. Die Freaks haben jede Menge Buggys und Motorräder dabei, auf denen sie über die staubigen Pisten des wild zerklüfteten Areals fahren. Wir unternehmen noch einen Abstecher zum Death Horse Point, dem nördlichsten Aussichtspunkt des Canyonlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Siebter Reisetag, 8.6. Arches National Park:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der Name verspricht nicht zu viel, denn es gibt jede Menge Steinbögen zu besichtigen. Schon die 18 Meilen lange Fahrt vom Visitor Center bis zum vorgebuchten (wichtig) Campground vermittelt einen guten Eindruck. Der Campground ist zwar ohne jeden Service, liegt aber idyllisch inmitten der Felsenlandschaft. Nach dem die Wohnmobile auf den zugewiesenen Stellplätzen abgestellt sind, unternehmen wir noch eine Wanderung durch den Devils Garden. Vorbei an alten knorrigen Bäumen und imposanten Steinbögen erreichen wir nach etwa 1Stunde den Double O Arch, zwei übereinander liegende Felsbögen. Anschließend ist eine Besichtigung der Wolfe Ranch und des Delicate Arch angesagt. Die Ranch wurde 1898 errichtet und 1910 wieder aufgegeben. Sie vermittelt aber einen guten Eindruck über das entbehrungsreiche Leben zu dieser Zeit. Der Delicate Arch soll angeblich der bekannteste Steinbogen der USA sein, obwohl er nur eine Höhe von 14 Metern hat. Er steht separat auf einer Art Plateau und wirkt dadurch sehr imposant. Am Abend sitzen wir gemütlich vor den Wohnmobilen und genießen den Sonnenuntergang.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Achter Reisetag, 9.6. Arches National Park - Vernal:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Bei der Abreise aus dem Arches NP unternehmen wir noch einen kurzen Abstecher in die sogenannte Windows Section, einem Abschnitt mit bizarren Felsgebilden und weiteren großen Steinbögen. Das Tagesziel ist Vernal. Gegenüber vom Campground entdecken wir ein Restaurant, wo man für nur 10 Dollar so viel Essen und alkoholfrei Trinken kann wie in den Magen passt. Erschreckend ist die amerikanische Esskultur. Wenn eine Familie ihren Tisch verlässt, sieht es aus wie auf einem Schlachtfeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Neunter Reisetag, 10.6. Vernal - Boulder:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Je weiter wir nach Norden kommen, umso mehr verändert sich der Charakter der Landschaft. Die rotbraune Färbung der Erde wird von einem Grauton abgelöst. Auch die Bäume der Wälder ähneln mehr den einheimischen. Neben der Straße tauchen immer wieder kleine Herden von Pronghorn Antelopen auf und in der Ferne sind die ersten schneebedeckten Ausläufer der Rocky Mountains zu sehen. Manche Ortschaften am Straßenrand sehen eher wie Mülldeponien aus, so viel Schrott und Unrat liegt herum.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zehnter Reisetag, 11.6. Boulder - Jackson:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Diese selbst ernannte Westernstadt versucht mit ihrem Flair diesem Ruf alle Ehre zu machen. Die Fassaden vieler Häuser sind im alten Stil gestaltet. Durch den Ort fährt eine Postkutsche als Fotomotiv für die Touristen. Der zentrale Platz hat an allen vier Zugängen Torbögen aus jeweils 2000 Geweihen. Am Wochenende findet für die Zuschauer ein kleines Spektakel statt. Dabei schießen sich die Darsteller in Wildwestmanier gegenseitig über den Haufen. Der eigentliche Höhepunkt für uns ist das am Abend stattfindende Rodeo. Zwei Stunden lang wird alles geboten, was man von so einem Event erwartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Elfter Reisetag, 12.6., Grand Teton National Park: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Es regnet in Strömen. Der links der Straße liegende Grand Teton National Park ist total wolkenverhangen und entzieht sich unseren Blicken. Also weiter zum Yellowstone NP, doch auf halber Strecke befinden wir uns plötzlich in einer Winterlandschaft. Zum Glück ist die Straße geräumt. Das erste Ziel heißt: Old Faithful Geysir. Pünktlich zur angegebenen Zeit schießt die bis zu 50 Meter hohe Wasserfontäne brodelnd und fauchend aus der Erde. Die Weiterfahrt erinnert an Stop and Go, denn es folgt ein Naturerlebnis auf das andere. Bisonherden sind an etlichen Stellen zu beobachten. Selbst ein Grizzlybär spaziert seelenruhig neben der Straße entlang und lässt sich nicht von den vielen Touristen aus der Ruhe bringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zwölfter Reisetag, 13.6. Yellowstone National Springs:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Für den nördlichen Teil des Nationalparks ist ein ganzer Tag eingeplant. Vorbei an heißen Quellen, dampfenden Erdlöchern und kleineren Wasserfällen erreichen wir Mammoth Hot Springs. Hier hat das kalkhaltige Thermalwasser wunderschöne Sinterterrassen gebildet. Die Straße über den 2700 Meter hohen Dunraven Pass ist mit der Schneefräse freigeschnitten worden. Die Schneeränder sind teilweise noch bis zu zwei Meter hoch. Den Abschluss bildet die Besichtigung des Yellowstone Canyons mit den beiden 33 und 94 Meter hohen Wasserfällen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dreizehnter Reisetag, 14.6. Yellowstone National Park - Fort Hall:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Kurze Zeit nach Verlassen des Parks bestimmen landwirtschaftliche Flächen zu beiden Seiten der Straße das Bild. Endlos legen wir Meile um Meile zurück. Am Nachmittag fahren wir auf einen Campground bei Fort Hall. Er liegt im Reservat der Shoshonen. Sogar ein Casino wird hier von ihnen betrieben und das im Bundesstaat der Mormonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Vierzehnter Reisetag, 15.6. Fort Hall - Salt Lake City:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
In Syracuse verlassen wir den Hwy 15 und fahren über einen fast 12 km langen künstlichen Damm auf die Antelopeninsel. Sie liegt im großen Salzsee. Wir lassen uns die Stellplätze auf dem einzigen Campground der Insel zuweisen und dann ist ein Bad in einem der salzhaltigsten Seen der Erde angesagt. Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn das Wasser einen immer wieder an die Oberfläche drückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Fünfzehnter Reisetag, 16.6. Salt Lake City - Beaver:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Mit einer Schrecksekunde beginnt der morgendliche Blick aus dem Autofenster. Unmittelbar neben dem Fahrzeug schabt sich ein riesiger Bisonbulle die Winterbehaarung an einem Wetterschutzgestell ab. Wenn man sieht, wie das Gestell unter dem Druck des Tieres hin und her schwankt, dann kann man seine ungeheure Kraft erahnen. Die Fahrt in die Stadt Salt Lake City sagen wir auf Anraten der Parkwächter ab. Die Innenstadt sei nicht mit so großen Fahrzeugen befahrbar. Wir müssten am Stadtrand in Pendelbusse umsteigen. Als Alternative wird der Besuch des weltgrößten Kupfertagebaus beschlossen. Dessen Lage erkennt man schon etliche Kilometer vorher durch die großen Abraumflächen. Von der Aussichtsplattform eröffnet sich ein guter Blick in den fast 4km breiten und 1,3km tiefen Trichter. Die riesigen Bagger und Transportfahrzeuge wirken von oben wie kleine Matchboxautos. Danach geht die Fahrt weiter in Richtung Süden. Auf dem KOA Campground in Beaver erleben wir noch einen richtigen Gewittersturm, der die Bäume gefährlich zu Boden drückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sechzehnter Reisetag: 17.6. Beaver - Bryce Canyon:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Je näher wir dem Bryce Canyon kommen, umso mehr setzt sich wieder die rotbraune Erdfärbung durch. Der Name für diese Landschaft ist eigentlich irreführend, denn mit einem Canyon hat es überhaupt nichts zu tun. Eher ist die Bezeichnung Amphitheater angebracht. In einem großen halbrunden Talkessel stehen die ganzen bizarren Felsgebilde. Mit einem kleinen Erkundungsspaziergang beenden wir den Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Siebzehnter Reisetag, 18.6. Bryce Canyon:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Es ist ein Wandertag angesagt. Wir fahren mit dem Shuttlebus bis zur Endhaltestelle. Von da geht es zu Fuß am Rande des Steilabbruches auf gut gesichertem Wanderweg langsam zurück. Von den Aussichtspunkten hat man immer einen guten Blick auf die Landschaft. Nach etwa der Hälfte der Strecke steigen wir steil über den Navajo Loop Trail in das Gewirr der Felsnadeln hinab. Trotz der tagsüber herrschenden Wärme zieht uns die Vielfalt und Einmaligkeit dieses Naturschauspiels voll in seinen Bann. Über eine Stunde laufen wir zwischen den Steinsäulen entlang, um dann über den Queens Garden Trail zum oberen Rand zurückzukehren. Der Shuttlebus bringt uns zum Ausgangspunkt zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Achzehnter Reisetag, 19.6. Bryce Canyon - Zion National Park:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Nur 100 km Fahrt sind es bis zum Zion NP. Die östliche Zufahrt führt durch einen Tunnel. Wegen seines geringen Querschnittes kann er nicht in beiden Richtungen gleichzeitig befahren werden. So stellt man Kolonnen zusammen und lotst diese abwechselnd durch. Nach etlichen Serpentinen ist dann endlich Springdale erreicht. Dieser hübsche kleine Ort ist der Ausgangspunkt für den Nationalpark. Das 12 km lange Tal darf nicht mit dem eigenen Fahrzeug befahren werden, dafür fahren aller 10 min erdgasbetriebene Shuttlebusse. Bis zu 900 Meter ragen die Felswände über den Talgrund empor. Kurz nach der Endhaltestelle ist auch der normale Wanderweg zu Ende. Der Weiterweg in die schluchtartigen Narrows ist nur bei Niedrigwasser im Flussbett möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Neunzehnter Reisetag, 20.6. Zion National Park:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Frauen unternehmen eine Wanderung im Tal und wir Männer wollen den Angels Landing besteigen, wobei eine Höhendifferenz von 450 Metern zu bewältigen ist. Die ersten 2 Drittel des Weges sind gut ausgebaut und führen in vielen Serpentinen bis zu einem Picknickplatz. Danach ist Schwindelfreiheit angesagt. Es sind zwar Sicherungsketten angebracht, aber der Pfad ist schmal, steil und teilweise ziemlich exponiert. Der Blick vom Gipfelplateau entschädigt jedoch für die Mühe des Aufstieges. Das Tal in seiner gesamten Länge liegt einem zu Füßen.&lt;br /&gt;
&lt;br
&lt;b=&quot;&quot; /&gt;Zwanzigster Reisetag, 21.6. Zion National Park - Lake Mead:&lt;br /&gt;
Die Rundreise neigt sich ihrem Ende entgegen. Der Abstecher in das Valley of Fire endet leider ziemlich schnell. Über 45° Grad Hitze im Schatten und der aufgeheizte Sand lassen uns regelrecht die Flucht ergreifen. Auf dem Campground am Lake Mead werden die Fahrzeuge für die Rückgabe vorbereitet. Zum Abschluss ist noch ein Bad im Stausee angesagt. Früher reichte das Wasser bis unmittelbar an den Campingplatz heran, jetzt muss man erst 1km laufen. Es ist die Folge des hohen Wasserverbrauchs der Städte und der Landwirtschaft, was den Pegel bis zu 30 Meter abgesenkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Einundzwanzigster Reisetag, 22. - 24.6 Las Vegas:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Am frühen Morgen erreichen wir den Wohnmobilvermieter und geben die Fahrzeuge zurück. Wir sind im Flamingo Hotel, direkt am Strip, untergebracht. Diese Stadt ist eine Mischung aus Faszination und Wahnsinn. 24 Stunden am Tag sind die Casinos in Betrieb, werden Ohren und Augen mit Musik, schillernden Lichtspielen und Reklamen bombardiert. Jedes Hotel versucht durch irgendwelche Highlights die Aufmerksamkeit der Touristen auf sich zu ziehen. Am meisten beeindruckt uns das Venetian. Die Nachgestaltung einiger Sehenswürdigkeiten der Lagunenstadt im Inneren eines Gebäudes ist schon etwas Besonderes. Um alle Attraktionen kennenzulernen, müsste man bestimmt eine Woche in der Stadt bleiben. Mit etwas Wehmut, aber wundervollen Eindrücken und Erlebnissen treten wir schließlich wieder die Heimreise an.</description>
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                <title>Zum Ende aller Straßen 0,00 €</title>
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                <pubDate>Thu, 28 Mar 2019 09:18:20 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/pfaff-camperdenali.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;Die Wildnisstraßen in Yukon und Alaska. Ein Traum für Individualisten. Aber eine Kleingruppenreise? Mit dem Camper? Im Juni 2015 wagte SK dieses Experiment. Die Idee: Zur Sommersonnenwende den Polarkreis überqueren. Und bis zum Ende aller Straßen in Kanada fahren. Unter meiner Begleitung...&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text und Fotos: Hans-Gerhard Pfaff&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;Kein Katalogtext, kein Flyer.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;Es sollte ja bloß ein Versuch sein. Der Versuch, eine Idee von mir in die Reisetat umzusetzen. Eine Kleingruppenreise im Wohnmobil. Und kompromisslos über meine Lieblings-Wildnisstraßen im Yukon und in Alaska. Ja, die bewusst ungewöhnliche Streckenführung sollte nicht nur den einsamen Denali Highway und den Dempster bis hoch nach Inuvik einschließen. Auch der Silver Trail mit dem 2000 Meter hohen Keno Hill sollte bewältigt werden. Natürlich war ich dankbar, dass SK Touristik dieses Wagnis mit mir eingehen wollte. Aber Zweifel waren von Beginn an da: Würden auch genug Leute mit mir mitfahren wollen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Bloß nichts vorbuchen. Wir übernachten, wo es uns gefällt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mache es kurz: Das Interesse an dieser Reise war so groß, dass schon eine Woche nach Online-Bekanntgabe die angepeilte Gruppengröße von etwa 20 Personen erreicht war. Also ein knappes Dutzend Truck Camper. Nur dieses Fahrzeug kam für mich in Frage, allein schon aufgrund der größeren Bodenfreiheit - schließlich sollte es ja über Schotterpisten gehen! Und bloß nichts vorbuchen. Wir übernachten, wo es uns gefällt. Ich weiß, im Süden Kanadas wäre das mit einer kleinen Gruppe sicher nicht so einfach. Aber das ist ja gerade das Reizvolle am Norden. Hier oben kann man in seinem Campmobil auch am Rande einer Wildnisstraße übernachten. Einfach so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tourstart. Willkommen in Whitehorse. Traditionell noch am Abend der Buffalo Burger im High Country Inn. Schlafen, Jetlag, ganz frühes Frühstück und schnell zur Fraserway-Station. Stationsmanagerin Denise hat ihre Mitarbeiter gut vorbereitet. Schon bald rollen wir mit unseren Apartments auf Rädern auf die Straße und aus Whitehorse heraus. Auf dem Alaska Highway geht es über Haines Junction zum ersten Campingplatz. Gut, dass die Kamera schon griffbereit liegt - auf dem Weg sehen wir schon den ersten Grizzly am Straßenrand! Na, wenn das kein gutes Omen für diese Tour ist. Erstes Lager am Rande des Kluane National Park. Lagerfeuer. Ein Bierchen. Näheres Kennenlernen. Ach, es ist schön, wieder mit Gleichgesinnten in Kanadas Norden unterwegs zu sein! Ein Tag Ruhe - und dann hatte ich eine anspruchsvolle Wanderung eingeplant. Auf dem Sheep Creek Trail geht es zum Teil ordentlich bergauf und wir kommen ganz schön ins Schwitzen. Die Bergschafe sehen wir nur weit entfernt, dafür werden wir mit herrlichen Panoramablicken belohnt. Traumhaft! Es lohnt sich, die Zeit zu investieren und auf Schusters Rappen tiefer in die Wildnis einzutauchen. Eigentlich egal wo im Yukon - aber hier am Sheep Creek Trail gefällt es mir besonders. Weiter zur alaskanischen Grenze. Den ersten Staub haben wir schon geschluckt. Allerdings nicht auf einer geplanten Schotterpiste, sondern in einer kilometerlangen Baustelle vor der Grenzstation. Die erste Nacht in Alaska verbringen wir auf dem Tok RV Village Campground. Ziemlich teuer, aber es wird jeden Abend Live-Musik geboten. Schade, diesmal ist es nicht mein Bekannter Dave Stucliff, der singt, sondern ein junger, aber durchaus talentierter Kollege. Tagsüber findet man den jungen Mann in der Touristinfo von Tok.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über Fairbanks geht es zum Berg aller Berge, dem Denali (ehemals Mount McKinley). Ich weiß, der Juni ist schon so etwas wie Hochsaison im Denali National Park. Und eigentlich sollte man hier den Campingplatz vorgebucht haben. Klar also, dass es hier mit der Suche für einen Stellplatz spannend wird. Doch wir haben Glück und finden ganz in der Nähe einen schönen freien Platz, an dem wir sogar bereits unsere Plätze im Shuttle Bus für unsere Tour in den Park am nächsten Morgen buchen können. Die Denali Park Road ist der Wahnsinn. Es schüttelt und staubt und doch möchte man keinen Meter missen! Und dann die vielen traumhaften Aussichten auf den 6194 Meter hohen Denali! Wir haben die Strecke bis zum Eielson Vistor Center bei Mile 66 gebucht. Ab dort wollten wir wandern. Unterwegs macht uns der Busfahrer dann aber auf die wolkenfreie Sicht auf den Denali aufmerksam. Er rät uns, die 12 Dollar extra für die Weiterfahrt bis zum Endpunkt am Wonder Lake zu investieren. Super Tipp! Selbst am Nachmittag haben wir vom See noch eine herrliche Sicht zum Berg hinauf. Angeblich ist das an höchstens 25 Tagen im Jahr möglich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber jetzt mal richtig Schotterpiste. Der gut 200 Kilometer lange Denali Highway - nicht zu verwechseln mit der Denali Park Road - erwartet uns. Fast den ganzen Tag brauchen wir für diese kaum befahrene Wildnisstraße. Am südlichen Rand der schneebedeckten Alaska Range zieht sie sich entlang. Für mich und viele unserer Teilnehmer einer der großen Höhepunkte dieser Tour. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück nach Kanada. Über den Top of the World Highway. Die nächste Wildnis-Schotterpiste. Traumhaft! Übrigens, wie immer fahren wir nicht im Konvoi. Jeder fährt für sich. Jeder hat sein eigenes Roadbook. Unser Ziel: die Goldgräberstadt Dawson City. Vorher aber die Fähre über den Yukon River. Es wird spät. Zum Glück haben wir ausnahmsweise unsere Stellplätze auf dem Gold Rush Campground vorgebucht. Zugegeben, nicht der schönste Platz auf unserer Tour, doch dafür liegt er nur einen Block von Diamond Tooth Gertie&#039;s Gambling Hall entfernt. Ein Muss in Dawson. Das älteste Spielcasino Kanadas mit seinen Can-Can-Tänzerinnen bietet seit diesem Jahr eine neue, mitreißende Bühnenshow. Selbst die Goldgräber an den Spieltischen stehen johlend auf den Stühlen und klatschen im Takt des Klavierspielers. Dann der Dempster Highway. Das größte Schotterpisten-Abenteuer Kanadas erwartet uns. Eine Sackgasse, die in der nur 3000 Einwohner zählenden Kleinstadt Inuvik am Delta des Mackenzie River endet. Nach 740 Kilometern, viel Wildnis und Einsamkeit. Und traumhaften Panoramaausblicken! Auf den Höhenzügen der über 1000 Meter hohen Eagle Plains ist unsere kleine und zudem weit auseinander gezogene Karawane schon von Weitem zu sehen. Jeder Camper zieht eine lange Staubfahne hinter sich her. Die erste Tankstelle erreichen wir nach 370 Kilometern. Eagle Plains. Hier gibt es auch einen einfachen Campground, den wir nutzen.  Doch wer hier in der zweiten Junihälfte gut 30 Straßenkilometer südlich des Polarkreises übernachtet, erlebt gar keine Nacht mit Dunkelheit. Die Mitternachtssonne beherrscht die Szenerie. Wir bieten den Moskitos die teils netzbewehrte Stirn, bilden einen großen Kreis aus Campingstühlen und erleben nachts um drei Uhr zusammen die Sonnenwende. Mit Ausblicken über hunderte Kilometer weit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fünf Tage haben wir für den Dempster vorgesehen. Wir kommen schnell voran. Nach einer Nacht auf dem von First Nations betriebenen Campground von Fort McPherson erreichen wir am dritten Tag schon Inuvik am Mackenzie-Delta. Dempster-Bergfest - wir müssen die 740 Kilometer ja auch wieder zurück. Zurück am Polarkreis erwartet uns der nächste Höhepunkt unseres Reiseabenteuers. Und was für einer: Wir verbringen die Nacht direkt am Aussichtspunkt des Polarkreises. Hier gibt es zwar keinen offiziellen Stellplatz, aber allein die Tatsache, hier zu stehen und so unendlich weit in das Land der Mitternachtssonne hinausblicken zu können, macht diesen Abend besonders. Ganz besonders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je weiter wir auf der Weiterfahrt nach Süden kommen, desto mehr nehmen wir den Rauch von teilweise noch weit entfernten Waldbränden wahr.  Schade, dass wir am Tombstone Campground keine Fernsicht mehr auf den 2164 Meter hohen Mount Tombstone haben. Mit seinen spitz aufragenden Felsen ist er eines der Wahrzeichen des Dempster Highway.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bye, bye, Dempster. Über den Klondike Highway geht es nun wieder über Asphalt bis Stewart Crossing. Hier biegen wir auf den Silver Trail, im letzten Teilstück wieder eine Sand- und Schotterpiste. Bei der 250-Seelen-Gemeinde Mayo stelle ich dann alle Teilnehmer vor die Wahl, entweder hier am schönen Campground am See zu bleiben oder mit mir zum Ende des Silver Trail direkt auf den über 2000 Meter hohen Keno Hill zu fahren. Zwei Teilnehmerpaare winken ab. Der Rest folgt mir. Der Weg ab Keno City auf den Keno Hill ist anspruchsvoll. Es geht in Serpentinen über 10 Kilometer bergauf in die dicht mit Wolken verhangenen Berge. Doch das Erlebnis dieser spektakulären Bergwelt - hier oben ganz allein - ist einmalig. Wirklich einzigartig. So etwas erlebt man nicht so oft im Leben, glaube ich. Ein Traum, hier oben im Camper zu übernachten. Denken wir. Das Unheil kommt nach Mitternacht. Es zucken Blitze über den Himmel und der Regen prasselt auf uns nieder. In den ganz frühen Morgenstunden wecke ich alle Teilnehmer: &quot;Ich glaube, wir sollten hier weg, bevor der Trail hinunter zur Schlammrutsche wird!&quot; Kein Risiko mehr am vorletzten Tag der Tour. Da stimmten alle zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir den Rest der Gruppe eingesammelt haben, geht es weiter über den Klondike Highway nach Whitehorse, wo unsere Reise begonnen hat. Unser Fazit: Experiment gelungen. Und die Erkenntnis: Auch im Nordland kann eine Kleingruppenreise genau das Richtige sein. Für denjenigen, der bereit ist, die Wildnis und Naturwunder zu teilen. Sie in einer kleinen, verschworenen Gemeinschaft Gleichgesinnter zu erleben. Und ja, natürlich müssen wir diese Reise wiederholen! Im nächsten Jahr. Selbe Zeit, selber Ort. Ich freue mich schon!</description>
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                <title>Zu den Bären nach Alaska 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/p7_01.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Hanging around Haines&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Tagesausflug in Alaska&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von SK-Kunde Viktor Fischer&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 12 (04.09.2014)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Katzenwäsche und ab zum Wehr, um kurz vor halb acht sind wir da. Nada. Keine Bären. Nur ein Paar, das uns darüber informiert, dass wir die Bären verpasst haben. Drei seien es gegen 6 Uhr gewesen. In der Hoffnung, dass es noch mehr hungrige Bären in der Gegend gibt, beschließen wir zu warten. Es dauert nicht lange, da taucht auch wieder der junge Mann auf, der das Wehr von den angespülten Lachsen befreit. Bei einem kurzen Small-Talk erfahre ich, dass die Bären meist dreimal am Tag auftauchen, der Mittagsbrunch fände meist zwischen 9 und 12 Uhr statt. Später erzählt er uns bei einer Tasse Kaffee in unserem Camper, dass er die Lachssaison über, also von Mitte Mai bis Mitte September, in der im unmittelbar angrenzenden Wald gelegenen Hütte lebt und zurzeit von morgens bis abends tagein und tagaus das Wehr reinigt und Lachse zählt. Man merkt ihm an, dass es ein einsamer Job ist und er sich über Gesellschaft freut. Sein Kollege, mit dem er in dreitägigem Rhythmus gewechselt hatte, ist vor zwei Wochen abgesprungen. Aber es sind ja nur noch knapp 14 Tage, dann kehrt er auch wieder &quot;in die Zivilisation&quot; zurück.&lt;br /&gt;Wir warten weiter. Und warten. Nicht, dass es langweilig wäre - zum einen hält einen das Gefühl, es könnte jederzeit ein Bär neben, vor oder hinter einem aus dem Wald auftauchen bei Laune, zum anderen gibt es eine Menge Wasservögel und Weißkopfadler zu beobachten.&lt;br /&gt;Das Stativ ist aufgebaut. Und jetzt ist eine gute Position gefunden. Nur weiterhin kein Bär. Seit mehr als zweieinhalb Stunden warten wir. Pa hat bereits den Camper aufgeräumt und gefegt, Kaffee gemacht, aufgeräumt, gefegt... Eigentlich ist er doch der Bärenfan, warum wartet er nicht mit draußen? Wäre ich traurig, wenn ich den Moment verpassen würde, in dem der oder die Bären auftauchen. Zwei Aussagen von Pa dazu:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Um elf Uhr hole ich die Kamera und komme raus. So ist wenigstens einer von uns im Wagen sicher....&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und warten. Immer wieder lasse ich den Blick 360° schweifen. Kein Bär. Keine verdächtigen Bewegungen im Halbdunkel des Waldrandes. Nochmal das Stativ umpositionieren. Um 10:59 Uhr kommt Pa mit der Kamera. Warten. Gucken. Warten.&lt;br /&gt;Eine Spaziergängerin in Jogginghose schlendert langsam und unbedarft die Strasse hinauf, am Wehr und an uns vorbei. Aber was ist das? Kaum hat sie mich passiert, ahne ich eine Bewegung am Waldrand etwa 30 m weiter die Strasse hinauf. Ich stoppe sie. Sie sieht nichts. Auch Pa weiß nicht, was ich meine. Aber meine Augen haben mich nicht betrogen. Kurz darauf taucht ein Grizzly aus dem dunklen Waldrand auf, schaut sich kurz um und entscheidet wohl, dass wir ihn nicht weiter stören. Ganz ruhig schlendert er auf uns zu, denn das Wehr befindet sich von ihm aus gesehen hinter uns.&lt;br /&gt;Jetzt bräuchte es der Dramaturgie wegen einen Einspieler von einem Ennio Morricone Titel - High Noon in Haines. Das Duell. Der Grizzly kommt näher und näher. Gegenüber die Fischers mit ihren Kameras. 20 m. 15 m. Zum ersten Mal muss die Brennweite vom Objektiv verringert werden, sonst passt der Grizzly nicht mehr in den Bildausschnitt. 10 m. Zwischendurch hat Pa bereits die Türen geöffnet und auch der Spaziergängerin etwas Platz auf dem Rücksitz gemacht. Beide verschwinden auf der Beifahrerseite im Auto. 7 m. Mit dem Rücken stehe ich jetzt unmittelbar in der Tür und hebe dann doch langsam meinen Hintern auf den Sitz. 5 m. Langsam schließe ich die Tür. 3 m. Jetzt ist die Tür zu. Der Bär passiert den Wagen in etwa 2 m Abstand. Vielleicht hätte ich das Fenster besser schließen sollen? Aber so fühlt es sich an, als müsste ich nur mein Hand ausstrecken, um ihm den Pelz zu kraulen - oder aber zu lernen, einhändig ein Hemd zu knöpfen. Nein, im Ernst. Der Bär wirkte zu jeder Zeit tiefenentspannt und unaufgeregt. Kein Sabbern, kein Kieferklappern, kein Schnauben, kein Tänzeln, nichts. Ab und an warf er einen Blick auf uns, ging aber ansonsten zielstrebig auf seinen Mittagsbrunch zu. Da lässt Bär sich doch nicht von so ein paar Alschbachern stören. Und von Bärenkindern war weit und breit keine Spur. Das Bärenspray war trotzdem entsichert....&lt;br /&gt;Der Bär spaziert also an uns vorbei und verschwindet am Wehr hinter dem Busch im Wasser. Wir steigen aus und flugs ist die Kamera auf dem Stativ montiert. Doch ebenso schnell hat der Grizzly bereits einen Lachs gefangen und kommt zurück. Mitten auf der Strasse legt er seine Beute ab und veranstaltet ein kleines Schauessen für uns und die anwesenden Raben und Möwen. Und denen sollte man mal was von Sicherheitsabstand erzählen, bis auf einen Meter sind die während des Fressens ran. Würden wir niemals machen. Versprochen. Mittlerweile sind noch mehr Menschen aufgetaucht und beobachten mit uns, wie ein Lachs nach dem anderen - mittlerweile wieder im Wasser - verspeist wird. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis. Aber vor lauter Begeisterung vergessen wir nicht, immer wieder einen Rundumblick zu werfen, denn es sollen bis zu zehn Bären in der Gegend sein. Aber es taucht kein weiterer auf und nach zwei Stunden und sieben Minuten entschließt sich Meister Petz, genug posiert zu haben und zieht sich zurück. Was für ein Erlebnis. Und ist es nicht bemerkenswert, wir warten von etwa halb acht bis sieben Minuten nach elf. Und Pa sagt bereits um etwa zehn Uhr:&lt;br /&gt;Um elf Uhr hole ich die Kamera und komme raus.&lt;br /&gt;Das nenne ich ein Gespür fürs rechte Timing. Wir brechen auf und legen in Haines einen kurzen Einkaufstopp ein und bestaunen die Qualität der amerikanischen Papiertüten. Da kann man wirklich einen ganzen Einkauf verpacken, ohne die Sorge zu haben, dass die Tüte reisst.&lt;br /&gt;Weiter geht es zum Chilkoot State Park im Süden der kleinen Halbinsel. Über eine Holperpiste erreichen wir das Ufer des Inlets. Und hier steigt einem der Duft des Pazifiks in die Nase. Ein frischer Wind weht. Hinter dem Inlet zwei Gletscher. Kann denn der Tag noch besser werden, unglaublich. Nach einem kleinen Snack spazieren wir etwas durch die Gegend und machen uns wieder auf den Rückweg zum Campground.&lt;br /&gt;Es passt nur zu gut in den Tag, dass wir unterwegs zwei Jungadler und eine Otterfamilie am Wasserrand treffen.&lt;br /&gt;Dann aber doch noch ein kleiner Fleck auf der sonst weißen Weste eines perfekten Tages: Unser Stellplatz wurde geklaut. Also im übertragenen Sinn, wäre sonst auch etwas unhandlich. Er ist okkupiert von einem Paar aus Alabama. Offenbar hat die Campgroundrangering unsere Reservierung vorzeitig entfernt, dass Missverständnis ist schnell und nett geklärt und wir machen uns ans Abendessen. Heute wieder Spaghetti. Das Feuer dazu muss aber sein, für morgen ist wieder die Einreise nach Kanada geplant. Ein perfekter Tag geht zu Ende. Danke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;57 km gefahren, Durchschnittsverbrauch 17 l / 100 km&lt;/em&gt;</description>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
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&lt;/strong&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4 Wochen mit dem Wohnmobil durch das Nordland&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2013 von SK-Kunde Gabriele Rapp&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Flug über Grönland&quot; title=&quot;Flug über Grönland&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_1.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu Weihnachten 2012 erhielten erhielten wir von unseren Kindern ein großartiges Fotobuch über unsere Kanada-Reise 2011 (British Columbia). Wir waren so fasziniert und schwelgten in wunderbaren Erinnerungen - die Reise war schließlich schon 1 ½ Jahre her. Sie hatte doch bleibende Eindrücke in uns hinterlassen. So entschlossen wir uns spontan: Das machen wir noch einmal! Norbert schlug Whitehorse vor. Meine Skepsis war groß. Was gibt es da oben in der Wildnis und Einsamkeit zu sehen und zu erleben? Die &quot;alten&quot; Reiseführer, die wir noch von der vorigen Reise hatten, enthielten auch die Bereiche Nordkanada und Alaska. Das Internet wurde durchforstet. Unser Entschluss stand zum Neujahrstag fest. Wir fahren nach Whitehorse, natürlich wieder mit SK Touristik (hatte doch alles bei den beiden Kanada-Reisen so hervorragend geklappt), natürlich wieder mit Fraserway (der Service ist super), natürlich wieder den Truck Camper TC 10 (er hat genau die passende Größe für uns). Zu Jahresbeginn nahmen wir mit SK Touristik Kontakt auf. Schon jetzt erhielten wir wertvolle Anregungen. Am 18.01.13 buchten wir unsere Reise. Das Infomaterial erhielten wir sehr schnell, schließlich sind wir schon &quot;Wiederholer-Kunden&quot;, und mit den genaueren Planungen wuchs die Vorfreude auf einen wahrscheinlich doch nicht so eintönigen Urlaub.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 21.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whitehorse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Abfahrt 6.25 Uhr, mit dem Zug über Münster nach Frankfurt (keine Verspätung);&lt;br /&gt;
Abflug 14.20 Uhr Frankfurt&lt;br /&gt;
(Wir fliegen den Rheingraben entlang, über die Nordsee, über Island, Grönland, Victoria Island). Der Flug ist ruhig und die Sicht phantastisch.&lt;br /&gt;
Ankunft 14.40 Uhr in Whitehorse, d.h. 9,5 h Flugzeit und 9 h Zeitverschiebung. Das wird ein langer Tag!&lt;br /&gt;
Whitehorse empfängt uns mit Wolken und Regen, aber der Shuttle Service zum zentral gelegenen Hotel lässt uns trocken bleiben. Das Zimmer hat 4 Betten, ein Bad und eine Kaffeemaschine mit Kaffeepads (Super!)&lt;br /&gt;
Wir gehen in die Stadt, kaufen uns ein Baguette, Butter, Käse und Marmelade und eine Flasche alkoholfreien Wein (es ist Sonntag und alle Liquor Stores haben geschlossen), der wie Traubensaft schmeckt, nur der Preis erinnert an Wein. Wir essen im Hotel unsere Brote und gehen nochmals los - leider ist immer noch unbeständiges Wetter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 22.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whitehorse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Morgens frühstücken wir unser Frühstück. Um 8.30 Uhr werden wir von Fraserway abgeholt und erhalten unser Wohnmobil (TC 10 Truck Camper). Leider ist es etwas kürzer als das vom letzten Mal, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran. Das Auto (3,5 t) ist ein Ford mit Erstzulassung April 2013 (12598 km).&lt;br /&gt;
Im Visitor Center holen wir Erkundigungen über Campingplätze ein und fahren zum nächstgelegenen Platz. (Super-Sanitäreinrichtung, aber 5 km von Downtown entfernt). Wir kaufen im schon bekannten Supermarkt ein und gehen in den angrenzenden Liquor-Store. Es ist erstaunlich, wie viel man als Grundausstattung für vier Wochen Urlaub braucht!&lt;br /&gt;
Wir gehen den Riverside-Walkway entlang, wandern zur Fishladder, wo man Lachse beobachten kann, die zum Laichen und Sterben an ihre Geburtsstätte zurückkehren. Wegen des Staudamms am Kraftwerk wurde eine &quot;Leiter&quot; gebaut, die sie hinauf springen müssen. Leider sind die Lachse aber erst in Dawson-City, sodass wir keine sehen können. Es ist heiß. Abends erkunden wir die nähere Umgebung am Campingplatz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 23.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whitehorse und Umgebung&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Wir stellen fest, dass der Toaster nicht funktioniert, und dass die Steckdosen nur an einer Seite Strom haben. Wir fahren wieder zu Fraserway. (Der Toaster ist defekt und hat die Sicherung ausgelöst.). Wir erhalten einen neuen Toaster, und alles funktioniert wieder.&lt;br /&gt;
Am Nachmittag fahren wir zum Marsh Lake mit den seltenen Wasservögeln in einer tollen Umgebung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 24.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Auf dem Klondike Hwy&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Frühmorgens starten wir auf dem Klondike Hwy, eine sehr rumpelige und löchrige Straße, die meistens asphaltiert ist. Die Tür vom Camper öffnet sich während der holprigen Fahrt immer wieder, wird aber von der hochgeklappten &quot;Treppe&quot; festgehalten.&lt;br /&gt;
Nach mehreren Versuchen einen RV Park zu finden, werden wir auf den Campground verwiesen, der wunderbar im Wald liegt und riesige Plätze hat. Leider geben uns die Mücken trotz Mückenspray keine Chance, draußen zu sitzen, auch das Feuer nutzt wenig - wie wir bei unseren Nachbarn bemerken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 25.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Dawson City&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Die holprige Strecke lässt immer wieder unsere Tür aufspringen. Unterwegs überlegen wir, ob wir ein Stück des Dempster Hwys fahren sollten, verwerfen es allerdings, weil es sich hier auch um eine GravelRoad-Strecke handelt, die man wieder zurückfahren müsste. Es ist der einzige Weg in den hohen Norden ans Eismeer (einfache Strecke ca. 740 km). Wir rufen wegen der Tür bei Fraserway an, es wird uns eine Werkstatt in der Stadt vermittelt. Alles am Schloß wird dort frisch gereinigt und gefettet. Die Tür bleibt seit der Zeit geschlossen, wenn wir es wünschen.&lt;br /&gt;
Nachmittags erkunden wir unser Ziel Dawson City (1300 Einwohner, nur GravelRoads und Bürgersteige aus Holz), die wunderbar am Yukon liegt, der hier schon eine riesige Breite hat. Hier sieht man noch den Stil der Goldgräberstadt mit typischen &quot;Westernhäusern&quot;. Wir schauen uns die kostenlose Fähre, die wir am nächsten Morgen nehmen müssen, gut an und beobachten die riesigen Wohnwagenauflieger, die darauf fahren. Auch wir dürfen schon einmal Probefahren. So können wir die Stadt in ihrer idyllischen Lage von Ferne betrachten. Aber auch Goldgräberspuren sind zu sehen. Das Ufer des ganzen Yukon wurde außerhalb der Stadt durchgraben, und es wird noch immer nach Gold gesucht. Die unansehnlichen Kiesberge bleiben einfach liegen. Aus der Goldgräberzeit stammt auch nach unseren Informationen die Lücke im Berg über Dawson. Hier wurde so heftig gegraben, dass der Berg abrutschte und etliche Goldgräber begrub (um das Jahr 1900). Abends werden wir durch ansprechende Livemusik in einen Saloon gelockt. Die Stimmung ist wunderbar. Morgens zeigt das Thermometer 4°C.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 26.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Top of the World Hwy - Grenze nach Alaska - Taylor Hwy - Tok&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Top of the World Hwy&quot; title=&quot;Top of the World Hwy&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_2.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Ohne Frühstück fahren wir am nächsten Morgen zur Fähre, die um 7.00 Uhr startet. Im Vorfeld hatten wir immer wieder über lange Wartezeiten gelesen. Wir sind das 4. Auto in der Reihe und können mit der ersten Fähre, die gerade ihren Dienst aufnimmt, auf die andere Seite des Yukon fahren. Dort finden wir einen idyllischen Platz, wo wir unser Frühstück einnehmen und gleichzeitig die Tiere und das Treiben auf der Fähre beobachteten können. Vor uns liegt ein langer Weg bis nach Alaska: Der Top-of-the World Hwy. Hier in der großen Einsamkeit Nordkanadas führt die Straße oder besser der Weg durch ein Niemandsland. Hin und wieder überholen uns zum Teil sehr große Autos und Fernlastzüge (auch Tank-LKWs) auf der löchrigen GravelRoad. Wunderbare Aussichten auf die Tundraberge entschädigen für diesen Straßenzustand. Nach 106 km kommen wir an die Grenze nach USA, ein nettes kleines familiäres Gebäude. Trotzdem müssen wir befragt, unser Gesicht ausgemessen und unsere Fingerabdrücke genommen werden. Nachdem wir 6 US $ bezahlt haben, dürfen wir in das besondere Land einreisen. Alle waren sehr freundlich zu uns.&lt;br /&gt;
Die Strecke, die jetzt Taylor Hwy heißt, ist nicht besser als die vorherige. Die Landschaft bleibt sehenswert. Wir kommen nach Chicken mit seinen 10 Einwohnern. Dieser Ort sieht auf unserer Straßenkarte wie eine große Gemeinde aus. Hier gibt es den Goldpanner, einen alten Schaufelbagger, ein Souvenirgeschäft, einen Schnellimbiss und eine Tankstelle, aber auch Toiletten, die abgeschlossen sind. Wir tanken und fahren - auf asphaltierter Straße mit vielen Schlaglöchern weiter nach Tok, ebenfalls eine &quot;große&quot; Gemeinde (ca. 1300 Einwohner) mit zwei Highways, die sich hier kreuzen, einigen Nebenstraßen und ein paar Häusern drumherum, aber etlichen Tankstellen, Hotels und Motels, Campingplätzen, einem Supermarkt und einem Visitor Center. Der Campingplatz ist sehr schön und sauber. Abends machen wir einen Spaziergang an den Highways entlang und besuchen das Visitor Center, das gute Infomaterialien bereit hält.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 27.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Fairbanks&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Alaska Hwy geht es in Richtung Fairbanks, unserem nördlichsten Ziel, das kurz unter dem Nordpolarkreis liegt.&lt;br /&gt;
Unterwegs liegen Berge und Niederungen mit Tundra- und Taigabewuchs zu beiden Seiten. Kurz vor &quot;Northpole&quot; wird die schmale Straße vierspurig und autobahnähnlich. In Northpole begrüßt uns die riesige Figur des Santa Claus. Hier wird das ganze Jahr über Weihnachten gefeiert und weihnachtliche Utensilien verkauft. Wir überlegen, ob wir uns das antun sollen und bei Temperaturen um die 30°C Weihnachtsstimmung erleben wollen.Wir entscheiden uns dagegen und fahren weiter. Ob Santa Claus, der uns zum Abschied noch zuwinkt, uns das übelnimmt?&lt;br /&gt;
Vor Fairbanks kommen wir an einem gut bewachten Militärgelände (Fort Wainwright) vorbei, das als Stützpunkt der USA im Kalten Krieg gegen die UdSSR diente. Auch seine Nähe zu Japan soll von Bedeutung sein.&lt;br /&gt;
In Fairbanks entscheiden wir uns für den Campingplatz direkt am Ufer des Chena Rivers, der wirklich sehr idyllisch hier durch die Stadt fließt.&lt;br /&gt;
Am Nachmittag gehen wir noch Richtung Downtown, denn Fairbanks ist die zweitgrößte Stadt in Alaska (ca. 30 000 Einwohner). Der Weg erweist sich doch als sehr weit, und es ist unendlich heiß hier. Erschöpft kommen wir in der Innenstadt mit seinen vorbildlichen Anlagen, Parks und Brücken über den Chena River an und freuen uns auf eine kühle Erfrischung - unser Wasser im Rucksack ist doch sehr warm geworden. Wir suchen und gehen verschiedene Straßen entlang, finden aber keine Geschäfte oder eine Bar. Downtown ist fast leer und das am Samstagnachmittag! Also trinken wir unser warmes Wasser. Für den Rückweg entscheiden wir uns für den Bus, der aber am Samstag ab 3.00 pm nicht mehr in unsere Richtung fährt. Also geht es zu Fuß nach Hause. Unterwegs besuchen wir noch kurz den &quot;Pioneer Park&quot;, der allerlei Attraktionen bietet. Aber auch hier ist schon Feierabendstimmung, alle Kioske haben schon geschlossen. Wir gehen zum Campingplatz, schauen aber vorher noch im Einkaufszentrum mit Supermärkten (bis 9.00 pm geöffnet), versorgen uns mit festen und flüssigen Nahrungsmitteln und genießen einen lauen Sommerabend am Camper. Wir planen den nächsten Tag und stellen fest, dass wir um 11.00 pm Uhr noch immer draußen sitzen und unsere Broschüren lesen. Bei Tageslicht gehen wir um 11.30 Uhr ins Bett. Die Sonne scheint mir noch ins Gesicht, sodass ich meine Schlafmaske aufsetze.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 28.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Denali&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Unser Weg führt uns als erstes zum Denali Nationalpark. Hier würden wir gerne eine Nacht verbringen. Im Infocenter steht schon das große Schild: &quot;Keine freien Campingplätze&quot;. Wir fragen nach freien Terminen, aber vor Mitte der Woche ist kein Platz frei. Wir lassen uns eine Liste der nächstgelegenen Campingplätze geben. Für die Shuttlebusse, die als einzige Fahrzeuge in den Park fahren dürfen, gibt es noch Karten. Wir buchen eine Fahrt bis in die Mitte des Parks (für ca. 8 Stunden).&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem Campingplatz werden wir im Ort Denali fündig. Von hier sind es nur wenige Autominuten bis zum Park. Die Wetterprognosen sind gut für den nächsten Tag.&lt;br /&gt;
Abends gehen wir noch in den Ort, wandern durch Flussbetten aus Kies und sehen die Vorbereitungen für RaftingTouren. Eine wunderbare Landschaft!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 29.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Denali Nationalpark&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Denali National Park&quot; title=&quot;Denali National Park&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_3.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Am nächsten Morgen hat sich der Himmel leider komplett zugezogen. Pünktlich zur Abfahrt um 9.00 Uhr stehen wir in einer Schlange von 40 Personen und warten auf den grünen Bus. Wir steigen ein und fahren los.&lt;br /&gt;
Als erstes läuft uns ein Elch über den Weg. Leider habe ich nicht so schnell mit einem Tier gerechnet, und bis ich die Kamera startklar habe, ist der Elch schon im Gebüsch verschwunden. Sein Hinterteil ziert ein Foto.&lt;br /&gt;
Leider fängt es an zu regnen, die Scheiben am Bus weisen riesige Wassertropfen auf. In der Ferne sind noch Elche, Dallschafe, Grizzlybären mit Jungen, ein Karibou und mir unbekannte aber wohl sehr seltene Vögel zu sehen.&lt;br /&gt;
Die Landschaft ist wunderbar, wenn auch von Wolken verhangen. Die Tundraberge leuchten in unterschiedlichsten Farben und erzeugen mit den gespenstischen Wolken ein tolles Bild. Die Straße wird immer schmaler und der Abhang steiler. Zwei Busse begegnen sich an der engsten Stelle. Man mag gar nicht in den Abgrund sehen!&lt;br /&gt;
Die Rückfahrt geht etwas zügiger, sodass wir gegen 4.30 pm wieder am Ausgang sind. Der Mount McKinley (6194 m) ist nicht zu sehen. Er zeigt sich nach statischen Unterlagen nur jeden dritten Tag. Es ist wohl heute nicht der dritte Tag!&lt;br /&gt;
Mit dem Camper fahren wir noch ein Stück weiter bis nach Cantwell.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag und Mittwoch, 30./31.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Anchorage&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Das Wetter ist trocken, aber wolkig. Leider können wir die vergletscherten Berge, die unseren Weg säumen nicht so gut sehen. Unterwegs an der McKinley View Lodge können wir einen Blick auf den berühmten Berg werfen, allerdings nur auf die Spitze, der Rest ist im Dunst gefangen. Es sieht aus, als schwebe die schneebedeckte Spitze in der Luft.&lt;br /&gt;
Weiter geht es nach Anchorage, wo wir den AAA aufsuchen möchten, um weitere Infomaterialien zu erhalten. Leider stimmt die Adresse überhaupt nicht, die Mitarbeiter sind aber sehr hilfsbereit und suchen uns die korrekte Adresse heraus. Direkt daneben befindet sich ein Campingplatz, bei dem die Stadt gut zu Fuß erreicht werden kann.&lt;br /&gt;
Anchorage, die größte Stadt Alaskas, hat ca. 280 000 Einwohner; hier wohnen damit 40% der Bevölkerung Alaskas. Anchorage ist wie alle Städte sehr symmetrisch aufgebaut. Sie ist eine typisch amerikanische Stadt mit sehr schlichten 4-5 geschossigen Häusern und Hotelhochhäusern. Hier wächst eine bunte Blütenpracht in Tausenden Blumenkübeln. Die Stadt liegt direkt am Cook Inlet, einem Seitenarm des Pazifik. Die Stadt ist vom Campingplatz gut zu Fuß zu erreichen, so nutzen wir die Möglichkeit Einkaufsbummel zu machen. Vom Weg, der direkt am Wasser entlang führt, sieht man die grandiose Natur, die diese Stadt umgibt. Hier halten Züge der &quot;Alaska Railroad&quot;, die viele Touristen aus aller Welt in die Stadt bringen. Angler am &quot;Fish Creek&quot; erhalten reiche Beute. Innerhalb kurzer Zeit werden riesige Lachse geangelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 01.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Moose Pass&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Über die Kenai-Halbinsel geht es weiter in eine zauberhafte Welt. Hier im Inneren zwischen den Bergen liegen verträumte Seen, die zur Erholung (Wassersport, Wanderungen, Rundflüge) dienen. Am Moose Pass finden wir einen kleinen Campingplatz, auf dem abends fünf Wohnwagen stehen. Er liegt mitten im Wald zwischen den Tundrabergen. Abends machen wir einen Spaziergang auf einem Hiking Trail, den uns der Besitzer empfiehlt. Er schaut sich unsere Ausrüstung an (wichtig: ein Krachmacher (Glocke oder Trillerpfeife)), weil dort viele Bären leben. Am Anfang des Pfades hinterlassen wir auf einer Tafel unseren Namen mit Datum und Uhrzeit, die wir bei der Rückkehr wieder abnehmen. Es darf niemand verloren gehen in dieser &quot;Wilderness&quot;. Wir kommen heile zurück, aber es war schon etwas unheimlich, in dem Gebiet, in dem sich eine tiefe Schlucht mit Gebirgsbach befindet, evtl. auf einen Bären zu treffen.&lt;br /&gt;
Anschließend genießen wir noch einen Rundweg an einem See, der tiefblau am Gelände liegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag und Samstag, 02./03.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Seward&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Es geht weiter auf der Kenai Halbinsel in Richtung Seward. Riesige Wasserflächen aus Seen und Flussläufen, hohe Berge mit weißen Gletschern säumen unseren Weg. Kaum sind wir über den letzten Berg vor dem Meer angekommen, empfängt uns dichter Nebel mit tiefhängenden Wolken. Der Pazifik zeigt sich wieder von seiner Regenseite. Als wir am späten Vormittag in Seward ankommen, finden wir einen Stellplatz direkt am Meer. Wir hätten eine wunderbare Aussicht, wenn nicht dieser Nebel wäre! Weil es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur unpassende Kleidung, machen wir uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Am Kai liegt ein großes Kreuzfahrtschiff und zahlreiche kleine Boote, die zur Gletscherrundfahrt einladen. In diesem Städtchen ist alles vorhanden, was man sich wünscht. Auch &quot;Old Seward&quot; etwas weiter am Berg im Stil der Goldgräberzeit lädt zum Verweilen und Einkehren ein. Wir machen noch lange Spaziergänge entlang der Küste bis zur nächsten Landzunge. Etwas höher auf einem Berg können wir durch Hinweis aufmerksamer Beobachter einen Schwarzbären ausmachen, der uns anschaut. Er ist aber weit genug entfernt, es droht keine Gefahr.&lt;br /&gt;
Einige Unerschütterliche zünden am Strand ein Feuer an und trinken (teilweise bei Musik) ihre Softdrinks (Alkoholverbot in der Öffentlichkeit!).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 04.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whittier&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Nun müssen wir weiter bis nach Whittier fahren. Den Fährtermin am morgigen Montag hatten wir bereits über SK Touristik gebucht. (Es ist neben An- und Abfahrt der einzige Termin, der im Voraus gebucht wurde. Wir wollen flexibel sein.)&lt;br /&gt;
Unterwegs kommen wir nah an einem Gletscher vorbei (Chugach National Forest). Lockere Wolken umgeben die Berge. Vor dem letzten Berg, durch den der Tunnel nach Whittier führt, müssen wir eine halbe Stunde bis 11.30 Uhr warten. Der Tunnel ist 6 km lang, einspurig zu befahren. In der Mitte befinden sich Schienen, die täglich für Zügen genutzt werden. Der Tunnel ist eng und durch die Feuchtigkeit rutschig, aber es klappt alles gut. Am anderen Ende erwartet uns - dichter Nebel und Nieselregen. Der Pazifik hat uns wieder! Wir suchen den Campingplatz. Er wird an der Straße angekündigt. Wir wollen dahin fahren, aber die Straße ist in einem derart schlechten Zustand, dass Norbert vorsichtshalber wartet und mich zu Fuß vorausschickt. Dort ist eine Wiese, die ein paar Hecken hat, ein Wohnwagen steht auch da und drei DIXIKLOS in einem schrecklichen Zustand!!! Das kann nicht der Campingplatz sein! Wir fragen nochmal nach. Er soll es sein. Norbert ist verzweifelt. Hier bleibt er nicht! Aber es ist die einzige Möglichkeit in Whittier zu campen. Wir fragen auf dem Parkplatz nach, ob man dort stehen darf (Antwort: Nein, dort ist der Campingplatz). Also stellen wir den Camper erst einmal ab und fragen im Fährterminal nach. Der junge Mann erklärt uns, dass es einen Campingplatz gebe, eben die Straße hinter dem Hochhaus hinaus. Erleichtert über diese Aussage fahren dorthin und kommen über eine andere Zufahrt auf den oben beschriebenen Platz. Inzwischen haben sich noch andere Camper eingefunden, und so bleiben wir die Nacht da. Wir haben ja einen eigenen Waschraum. Die Lage des Platzes ist eigentlich sehr schön, er liegt direkt an zahlreichen Wasserfällen und rauschenden Bächen, die von den Gletschern oberhalb des &quot;Campgrounds&quot; gespeist werden. Leider lassen der Regen und der Nebel alles sehr düster erscheinen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 05.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Fahrt mit der Fähre nach Valdez&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Valdez&quot; title=&quot;Valdez&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_7.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Morgens gehen wir nochmals am Hafen spazieren - auch hier liegt ein großes Kreuzfahrtschiff - und betrachten die kleinen Häuser rund um das Wasser mit all den Angeboten. Um 10.30 Uhr ist Check-In. Wir fahren auf die Fähre. Es ist genügend Platz vorhanden. Die Überfahrt ist ruhig, aber leider sehr grau und nass. Die Gletscher sind dadurch nur zu erahnen. Vor unseren Augen öffnen sich gespenstische Bilder, Boote tauchen plötzlich aus dem Nebel auf. Als wir durch die Enge von Valdez fahren, wird das Wetter und damit die Sicht besser. Wir finden den Campingplatz direkt am Hafen. Ein Spaziergang am Hafengelände führt uns in die Welt der Fischer und Angler. Hier werden riesige Fische aus dem Meer geangelt und zur Schau gestellt. Wer hat den größten und schwersten Fisch. Der Wettbewerb unter den Fischern geht bis in den Oktober. Manche Fische sind mannsgroß und so schwer, dass man sie oft nur mit Hilfe einer zweiten Person an die vorgesehenen Haken hängen kann. Von allen Seiten werden Fotos geschossen. Diese Fische und auch die kleineren werden mit offenen Mäulern und in allen Farben schillernd in riesige Schalen gelegt. Unter einer Überdachung geht es gleich an die Weiterverarbeitung, Kopf ab, ausnehmen, filetieren, Abfall in die Rinne bzw. an die Möwen. Die Fisch verarbeitende Industrie gehört in Valdez (4100 Einwohner) zum Leben.&lt;br /&gt;
Auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht fällt der Blick auf die riesigen Tankanlagen für das Erdöl, das hier aus der Alaska-Pipeline vom Eismeer ankommt und verschifft wird. (vgl. Verheerende Tankerkatastrophe im Prince William Sound im Jahr 1989).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 06.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Glennallen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Auf dem Richardson Hwy&quot; title=&quot;Auf dem Richardson Hwy&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_8.jpg&quot; height=&quot;375&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Morgens ist es noch etwas diesig. Wir fahren den Richardson Hwy in Richtung Norden. Enge Schluchten mit riesigen Bergen und zahlreichen Wasserfällen begleiten uns. Über den höchsten Pass unserer Reise (Thompson Pass 855 m hoch) erreichen wir eine Bergwelt voller Gletscher. Am Worthington Glacier halten wir an, um den Gletscher aus der Nähe zu betrachten. Ich wage die Tour &quot;at your own risk&quot; und erklimme den Fuß der Gletscherzunge. Blaue Wasserkristalle, die bestimmt weit über 10 m hoch ragen, bauen sich vor mir auf. Überall plätschert das Wasser aus dem Eis. Ein riesiger Strahl wird in einem Bett zu einem reißenden Gebirgsbach. Die Steine, die hier herumliegen, sind von den Wassermassen geglättet. Wir nehmen vier Steine mit - als Tischdeckenhalter. Schade, dass sie für die Flugreise zu schwer sind.&lt;br /&gt;
Wir fahren weiter in eine phantastische Bergwelt mit Schnee bedeckten Gipfeln der etwa 5000m hohen Berge. Strahlend blauer Himmel und Sonne pur verleiht dem Ganzen eine einmalige Ansicht. Der Vulkan Mount Wrangell (4317 m), ein noch aktiver Vulkan mit ständigen kleinen Ausbrüchen und der Mount Blackburn (4996 m) bilden eine wunderbare Kulisse. Diese Berge fotografiere ich von allen Seiten zu unterschiedlichen Tageszeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 07.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Zurück nach Tok&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Die alpinen Berge verschwinden allmählich wieder, das Wetter bleibt gut, die Straßen auch. Die Tundra und die Taiga werden vom Tok-Cut-off durchschnitten. So kommen wir wieder nach Tok. Wie wir hier erfahren, hat ein riesiges Waldgebiet westlich von Dawson City heftig gebrannt, sodass auch der Autoverkehr durch den Rauch beeinträchtigt wurde. Der Feueralarm wird aber an diesem Tag wieder aufgehoben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 08.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Deadman Lake&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Überfahrt von Whittier nach Valdez&quot; title=&quot;Überfahrt von Whittier nach Valdez&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_5.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Kurz vor der kanadischen Grenze - auf dem Alaska Hwy - stoßen wir auf idyllische Seen mit Campgrounds. Wir entscheiden uns für Deadman Lake mit einem Stellplatz direkt am Wasser, in einem Vorzeigeprojekt mit Anschauungstafeln, die auf die Artenvielfalt in diesem Gebiet hinweisen. Riesenlibellen, Weißkopfadler, Trumpeterswans, Elche, jede Menge Pflanzen.Hier erfahren wir über das Land der &quot;Little Sticks&quot;, wie die Taiga auch genannt wird, und ihr ökologisches Leben und Sterben.&lt;br /&gt;
Norbert hackt eine Riesenmenge Holz und macht ein großes Feuer. Am Morgen sehen wir einen Elch, der gerade im See ein Bad nimmt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 09.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Snag Junction&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach Kanada erhalten wir bei einer Tasse Kakao in einem Visitor Center zahlreiche Informationen über den Naturschutz in dieser noch unberührten Gegend. Über die Grenze in Beaver Creek geht es über den einsamen Alaska Hwy weiter nach Kanada zu einem kleinen See. Der Campingplatz füllt sich schnell und lädt wieder zum Feuer machen ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 10.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Burwash Landing&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Burwash Landing&quot; title=&quot;Burwash Landing&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_12.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Burwash Landing, ein eingezeichneter Ort auf unserer großen Alaska-Straßenkarte, soll unser nächstes Ziel sein. Es hat 70 Einwohner, davon 60 Kluane First Nation People. Ein Parkplatz direkt am Kluane Lake (73 km lang) mit Power, Water und Sewer stellt den Campingplatz dar. Wir bleiben lange die einzigen Camper. Der See ist ein See wie man ihn auf vielen Fotos von Nordamerika findet, umgeben von kahlen Tundrabergen. Das Wasser schillert blau, an bestimmten Stellen auch grün. Bei unserer Erkundungstour weist uns eine freundliche Familie auf einen Weg direkt am Ufer hin, den wir auch gehen. Allerdings müssen wir ein Privatgrundstück überqueren, der hilfsbereite Besitzer führt uns den Weg über sein Grundstück.&lt;br /&gt;
Wir fragen nach einem Geschäft, aber das gibt es hier nicht, dafür aber ein Museum über die Geschichte der &quot;First Nation&quot;, die hier seit 5000 Jahren leben. Wir wandern ein langes Stück in der wunderbaren Sonne und dem herrlich blauen Himmel. Am Abend sehen wir noch ein Wasserflugzeug, das in unmittelbarer Nähe startet. Es ist auf dem Weg zu den Gletschern. Als es wieder auf dem See landet, wird es schon dämmerig. Am nächsten Tag versucht mich eine der Frauen, zu überzeugen, dass es ein einmaliges Erlebnis war, über die Gletscher zu fliegen. Voller Begeisterung zeigt sie mir die Fotos von der Tour. Dann reisen sie wieder ab.&lt;br /&gt;
Auch wir fahren weiter. Wir brauchen unbedingt Brot. An einer Tankstelle mit Campingplatz werden wir fündig. Der Tag ist gerettet. Pausen, auch Fotopausen, am malerischen Kluane Lake werden uns in Erinnerung bleiben. Norbert erforscht eine kleine (Halb-)Insel ohne nasse Füße zu bekommen. Im Visitor Center erfahren wir über das Leben der Tiere in dieser kargen Bergwelt. Wir beobachten die genügsamen Dallschafe, die hoch oben die Flechten fressen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 11.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Haines Junction&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Vor der majestätischen Bergwelt ist auch unser nächster Campingplatz. Hier trifft der Alaska Hwy auf den Haines Hwy. Ein Waldstück direkt hinter dem Campingplatz und ein reißender Fluss laden zum Wandern ein. Der Weg, der gut ausgeschildert ist, führt zu einer Aussichtsplattform. Auf dem Weg dorthin stolpern wir beinahe über mehrere riesige ganz frische Bärenköttel, was uns veranlasst, nicht so lange im Wald zu verweilen. Man hört, dass es hier viele Grizzlybären gibt. In der Stadt finden wir eine katholische Kirche aus Wellblech, die wie ein Halbtunnel aussieht, mit einer gut geschmückten Fassade, einem kleinen Glockenturm und sehr gepflegten Beeten herum. Von innen ist sie sehr dezent eingerichtet und bietet Platz für ca. 30 Personen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 12.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Carcross&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Emerald Lake&quot; title=&quot;Emerald Lake&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_17.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Wir fahren zurück nach Whitehorse. Hier erkundigen wir uns über die Whitepass-Yukon Route. Wir werden von Carcross mit dem Bus nach Fraser fahren, von dort in den nostalgischen Zug der Goldgräberzeit nach Skagway, Alaska fahren. Von Skagway geht es mit dem Bus bis Carcross zurück. Wir werden am Dienstag fahren, weil dann das Wetter auch in Skagway am Pazifik!!! schön sein soll.&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach Carcross kommen wir am Emerald Lake vorbei, der so manches Poster und Reisebuch ziert: Es ist ein kleiner See mit grün schimmerndem Wasser, das an manchen Stellen wieder ins Blau verschwimmt. Dunkelgrüne Nadelbäume drumherum vervollständigen das Bild.&lt;br /&gt;
In Carcross stellen wir uns auf den einzigen Campingplatz am Ort (ein Parkplatz neben einer Tankstelle und Lebensmittelladen mit Wasser und Strom). Als wir dort ankommen, sehen wir, wie gerade ein riesiger Tankwagen Trinkwasser an diese Anlage liefert. Dusche kostet dementsprechend 5 $. Aber wir haben ja unseren eigenen Duschraum!&lt;br /&gt;
Die Siedlung Carcross hat ca. 400 Einwohner, einen Generalstore, ein Visitor Center, einen Bahnhof, eine Eisdiele, eine Poststelle, ein Hotel und einige auch verfallene Häuser. Carcross entstand vor 5000 Jahren, weil hier die Caribous das Gebiet kreuzten (CaribouCrossing=Carcross) und die First Nation People mit Nahrung versorgten. Sie erlebte ihre Blüte in der Goldgräberzeit, war sie doch der Ausgangspunkt für den beschwerlichen Weg der Goldpanner nach Skagway. Carcross wurde erst in den 1970er Jahren an das Straßennetz angeschlossen. Die Verlängerung des Klondike Hwys nach Süden verbindet heute Carcross mit Skagway.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 13.8.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Fahrt mit dem nostalgischen Zug nach Skagway&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Zugfahrt nach Skagway und Kreuzfahrtschiffe in Skagway&quot; title=&quot;Zugfahrt nach Skagway und Kreuzfahrtschiffe in Skagway&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_18.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Um 9.00 Uhr startet der Bus nach Fraser. Es machen sich hier Personen aus mindestens acht Bussen auf den Weg in den Süden. Die Fahrt nach Fraser geht vorbei am Lake Bennet, Lake Conrad, Windy Arm mit Bowe Island. In Fraser (Grenzübergang nach Alaska) steigen wir in den nostalgischen Zug. Er bringt uns an den Berghängen entlang über Brücken und durch Tunnel in die unberührte Landschaft über den Whitepass (873m, von hier wird auch der 3120 km lange Yukon gespeist) an den Pazifik in Skagway. Die Goldgräber, die 1899 ihren Trail durch die Berge stapften, waren verpflichtet 40 kg Waren mitzubringen, was für viele unmöglich war und sie auf der Strecke umkamen. Dann wurde die Schmalspurbahn gebaut, auf der eine Dampflok die Waggons ziehen musste, was im Winter wegen der hohen Niederschläge und der Kälte sehr schwierig war. Als die Eisenbahntrasse bis Whitehorse fertiggestellt war, war auch der Goldrausch vorbei, und man baute nicht - wie ursprünglich geplant - weiter bis nach Dawson City.&lt;br /&gt;
Skagway (800 Einwohner) empfängt uns bei hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein. Im Hafen liegen vier riesige Kreuzfahrtschiffe. Die Stadt ist voller Touristen. Ein Juweliergeschäft neben dem Anderen, ein Souvenirladen dazwischen. Die Bürgersteige sind ebenfalls aus Holz und sind sehr schmal, sodass man kaum vorankommt. Die Zeit (ca. 1,5 h ) in Skagway ist knapp bemessen, sodass man die wahrscheinlich schöneren Teile ohne Trubel gar nicht sehen kann. Wir sind auch nicht wegen der Stadt, sondern wegen der Zugfahrt nach Skagway gekommen, und die ist phantastisch.&lt;br /&gt;
Mit dem Bus fahren wir den steilen Klondike Hwy an der anderen Bergseite zurück und können dabei die Eisenbahntrasse verfolgen. Hier bieten sich wunderbare Aussichten auf die Seen und Berge.&lt;br /&gt;
Nach der Rückkehr in Carcross besuchen wir noch die kleinste Wüste der Welt mit echten Sanddünen aus einem Eiszeitsee. Wir suchen uns einen Campingplatz am Tagish Lake.&lt;br /&gt;
Er liegt verträumt am Tagish River, an der Stelle, an der der Fluss zum See wird. Eine wunderbare Seeterrasse bietet eine Aussicht auf die Gegend. (Alkoholverbot auf der Terrasse, denn sie schwebt über dem Wasser und damit ist sie auf öffentlichem Gebiet!). Hier gibt es ein Washhouse, Outhouses und sehr gepflegte Sanitäranlagen im Gebäudekomplex. Drei Cabins und Zimmer werden auch noch vermietet. Es ist eine kleine sehr gepflegte Anlage. Neben uns steht noch ein Wohnwagen auf dem für neun Camper ausgelegten Platz. Abends ist die Gaststätte gut gefüllt, einige Gäste kommen mit dem Boot.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 14.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Marsh Lake&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Abendstimmung am Marsh Lake&quot; title=&quot;Abendstimmung am Marsh Lake&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_22.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;In winzigen Schritten nähern wir uns unserem Abfahrtsziel und landen am Marsh Lake auf einem Government Campground direkt am See unter hohen Bäumen. Von hier geht direkt eine wacklige Holzbrücke zum Badestrand, sodass Norbert nicht widerstehen kann und einmal in einem angenehm temperierten kanadischen Badesee zu steigen. Er wird von einem Schwarm kleiner Fische begrüßt, die ihn aber nicht weiter belästigen. Das Wasser ist glasklar und wunderbar weich. Abends wird wieder ein Lagerfeuer angezündet, was in der Dämmerung schon etwas leuchtet, weil die Tage merklich kürzer werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 15.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whitehorse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Auf der Fahrt nach Whitehorse besuchen wir noch die Takhini Hotsprings, wodas ganze Jahr über Wasser von 40°C, das viele Mineralstoffe (keinen Schwefel) enthält, aus der Erde kommt. Der Pool ist klein, das Wetter heiß, nichts lockt uns, dort baden zu gehen.&lt;br /&gt;
Wir besuchen erneut die Fischladder, die Lachse sind jetzt da! Am Tag kommen ca. 50 Fische aus dem Pazifik (das müssen mindestens 2500 km sein!) in Whitehorse an.&lt;br /&gt;
Anschließend besuchen wir nochmals unser Lieblingscafe &quot;Tim Horton´s&quot; und genießen den Tag, wir gehen den Riverside Walkway bis zu Ende. Anschließend holen wir unsere Koffer bei Fraserway ab. Abends wandern wir zum Schwatka Lake in der Nähe des Campingplatzes, von hier kann man Schiffsrundfahrten und Rundflüge machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 16.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whitehorse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Whitehorse - Yukon Canyon&quot; title=&quot;Whitehorse - Yukon Canyon&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_23.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Wir fahren mit dem Camper zum Yukon Canyon mit der Suspension Bridge. Hier windet sich der tiefblaue Yukon durch enge Felswände, was zur Zeit des Goldrausches für viele Schiffe das Aus bedeutete, weil die starke Strömung die Schiffe an den Felsen zerschellen ließ. Wanderwege laden dazu ein, benutzt zu werden. Diese Wege sind auch für den Skilanglauf ausgeschildert. Malerinnen und Maler halten die Landschaft auf der Leinwand fest. Sie lassen sich gerne auf Gespräche ein. Wir fahren nochmal in die Stadt und erledigen letzte Einkäufe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 17.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whitehorse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Unser Camper braucht die Außenpflege. Mit Hochdruckreiniger (rinse and soap) wird der ganze Schmutz entfernt, der sich teilweise als sehr hartnäckig erweist, klebt der Lehm doch in den Ritzen und Hohlräumen (ja, ja die GravelRoads). Wir packen unsere Koffer und müssen wieder genau wiegen. Einiges findet noch Platz in den Jackentaschen, aber leider müssen wir uns von zahlreichen gesammelten Schriftstücken und anderen Utensilien wieder trennen. Der Innenraum wird besenrein gesäubert.&lt;br /&gt;
Abends gehen wir noch ein Stück hinauf in den Stadtteil von Whitehorse (Lobird), in dem ca. 100 Häuser stehen. Es sind alles Wohnhäuser mit einheitlichen Containermaßen. Hier herrscht abseits der großen Welt besinnliches Familienleben, und es gibt sogar eine Busverbindung zur Stadt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 18.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Abschied und Rückflug&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Leider müssen wir nun Abschied nehmen. Um 10.00 Uhr verlassen wir den Campingplatz und fahren zu Fraserway. Der Camper ist sauber, er wird ohne Reklamationen angenommen. Weil bis zum Abflug noch etwas Zeit ist, fährt uns ein Mitarbeiter von Fraserway nochmals Downtown, wo wir auch von der Stadt Abschied nehmen können. Anschließend werden wir zum Flughafen gebracht, checken ein und sehen noch, wie &quot;unsere&quot; Condormaschine die nächsten Touristen aus Deutschland einfliegt, gereinigt wird und uns wieder mit in die Heimat nehmen soll. Zwischendurch landet auch noch der &quot;Premierminister&quot; aus Kanada mit viel Sicherheitspersonal auf dem Flughafen der Provinzhauptstadt (Discovery Day am Montag (Feiertag im Yukon)).&lt;br /&gt;
Einige kleinere Maschinen nach Dawson City und Kelowna werden noch abgefertigt. Ansonsten herrscht hier beschauliche Ruhe ohne Hektik. Es ist ein gemütlicher Flughafen ohne Anzeigentafel und ohne Duty-Free Shop, auf dem die Deutschen sogar auf deutsch freundlich von dem Flughafenpersonal verabschiedet werden.&lt;br /&gt;
Abflug 18.40 Uhr Sonntag&lt;br /&gt;
Der Flug ist ruhig, leider verdecken Wolken die Sicht. Die Sonne geht die ganze Zeit nicht unter, denn wir fliegen in den Tag hinein. Weil alle Passagiere die Luken abdunkeln, können wir relativ gut schlafen. Morgens zum Frühstück werden wir wieder geweckt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 19.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Deutschland hat uns wieder&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Kurz vor der Landung geraten wir noch in Turbulenzen, der Pilot setzt aber sicher in Frankfurt auf. Gegen 14.00 Uhr haben wir unsere Koffer und gehen in den Fernbahnhof. Die ICE scheinen alle Verspätung zu haben. Wir fahren um 14.43 Uhr nach Köln, alle weiteren Züge haben ebenfalls Verspätung, wir schaffen es aber immer gerade noch, sie zu erreichen, was in Hochleistungssport ausartet. Gegen 18.00 Uhr erreichen wir unseren Heimatbahnhof, wo unser Sohn uns abholt. Wir besuchen noch die Kinder und die kleinen Enkelkinder, die uns noch kennen, und kommen glücklich und zufrieden zu Hause an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir schauen zurück auf eine eindrucksvolle, wunderbare Reise!&lt;/p&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Eine-Reise-durch-das-Nordland.html</guid>
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                    <item>
                <title>Von Chicago nach Las Vegas 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Von-Chicago-nach-Las-Vegas.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/p09_01.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Auf nach Las Vegas&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wohnmobil-Überführung Middlebury - Las Vegas&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von SK-Kunde Werner Krüsmann&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Do. 27.03.14&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Flug von Düsseldorf nach Chicago&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Schon wieder sind wir von einem Streik betroffen - es ist das dritte Mal!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Jedoch startet unser Flieger pünktlich in Düsseldorf und landet planmäßig in Chicago. Dieses Mal ist es die Lufthansa Gladbeck, im letzten Jahr war die LH Dinslaken! Leider lässt uns das Hotel (Best Western) fast 2 Stunden auf den Shuttlebus warten, so dass wir erst um 19 Uhr im Hotel eintreffen. Das Wetter ist bescheiden 6° und Regen! Wir genießen noch eine Chilisuppe und ein kühles Bier im Restaurant, und schlafen auch bald ein!
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fr. 28.03.14&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir sind bereits um 3:30 Uhr wach - der Transfer nach Middlebury soll um 6:30 Uhr starten. wir beschließen aufzustehen und warten um 5:45 Uhr vor dem Frühstücksraum. Zum Glück und erhalten schnell unser Frühstück, mit Rührei und Pancakes. Pünktlich stehen wir vor dem Hotel, der Bus kommt aber erst um 7 Uhr, alle Plätze sind besetzt, überwiegend mit Senioren aus den Niederlanden. Im Schneeregen geht es nach Middlebury, wo wir gegen 9 Uhr eintreffen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Erste Etappe: Middlebury - Champaign&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Mannschaft von Roadbear steht bereit, ebenso die Fahrzeuge in Reih und Glied neben großen Haufen von Altschnee. Als wir erwähnen, dass dies unsere 3. Überführung ist, werden wir vom Rest der Gruppe getrennt und zügig und routiniert abgefertigt. Nach etwa 35 Minuten verlassen wir das Gelände. Zunächst geht es zum Auffüllen des Gastanks in einen Store 3 Meilen von Coachmen entfernt. Die Tanks konnten wegen einer Propane Rationierung (harter Winter) nicht vollständig befüllt werden. Wir erledigen das in 20 Minuten und steuern das Walmart Supercenter für unseren ersten Großeinkauf an! Hier gibt es sogar Parkboxen für die Amish Kutschen. Um 12:30 Uhr sind wir fertig und um 345$ ärmer. Unsere Kreditkarte wird ohne Probleme akzeptiert. Dann statten wir Aldi in der Nachbarschaft noch einen Besuch ab, (es gibt hier tatsächlich deutsches Brot- ein Tipp von Didi aus dem Wohnmobilforum) hier lassen wir 85$ und können zu unserm Erstaunen mit der EC Karte unserer Bank in Deutschland bezahlen.Endlich geht es auf die Interstate und wir erreichen gegen 17 Uhr den D&amp;W RV Park in Champaign.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ein sehr ordentlicher Durchgangsplatz mit Full hook up für 30$ an einem kleinen See, leider sieht alles noch recht trostlos aus. Immerhin regnet es nicht mehr. Da auch kein Frost angekündigt ist, können wir Wasser einfüllen und alle Annehmlichkeiten unseres Wohnmobils nutzen. Nach ca. 2 Stunden haben wir die Koffer eingeräumt sowie die Betten bezogen und beschließen den anstrengenden Tag mit einem kühlen Bier und einem fertigen Essen aus dem Walmart.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sa. 29.03.14&lt;br /&gt;
2. Etappe: Champaign-St. Charles (Teil 1 des Familientreffens mit den Bührles)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir wachen bereits um 6:30 Uhr auf und beschließen, unsere Reise zeitig fortzusetzen. Es ist trocken, aber ziemlich kalt als wir um 9 Uhr Richtung St. Charles MO. aufbrechen. Der Freeway recht leer und so erreichen wir unser Ziel: Sundermeiers RV Park in St. Charles gegen 15 Uhr. Es stehen nur wenige RV&#039;s auf dem Platz, die meisten davon Dauergäste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Hier holen uns Charles (Vetter 3. Grades meiner Frau) und Jan um 18:30 Uhr zum Familientreffen ab, das heute im Eventraum des RV Parks stattfindet. Das Wetter hat sich gebessert, wir bekommen ein Ahnung vom Frühling!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die ersten Verwandten der großen Bührle Familie treffen ein! Charles gibt eine kurze Einführung und stellt uns dem Clan vor. Anita überreicht ein Gastgeschenk, ein historisches Buch aus dem Jahr 1939, in dem u. a. die Geschichte der Familie Bührle zu finden ist. Dann beginnt ein &quot;sing along&quot; mit dem vorbereitetet Liederbuch das bis 21 Uhr dauert! Wir führen viele interessante Gespräche und lernen nach und nach die anderen Familienmitglieder kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Um 22 Uhr sinken wir erschöpft ins Bett! Am nächsten Tag will uns Charles um 11 Uhr am Wohnmobil abholen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;So. 30.03.14&lt;br /&gt;
Familientreffen Teil 2: Wir finden das Grab des Vorfahren: Jakob Bührle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Heute schlafen wir bis 8 Uhr und frühstücken ausgiebig! Die Sonne lacht vom blauen Himmel-endlich scheint der Frühling auch den mittleren Westen zu erreichen. Wir bringen das Wohnmobil auf Vordermann und erwarten Jan und Charles. Sie treffen pünktlich um 11 Uhr ein und fahren uns zunächst durch St. Charles, ein sehenswertes Städtchen mit viel historischer Bausubstanz!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dann geht es nach O`Fallon, wo die Familie Bührle gelebt hat,. Charles besucht mit uns den alten Friedhof der Gemeinde, er will mit uns gemeinsam nach dem Grab von J. Jacob Bührle suchen, dem gemeinsamen Vorfahren. Nach einigem Suchen finden wir das Grab: Ein bewegender Moment für alle! Der Grabstein ist schon recht verwittert, denn der Verfahrt verstarb 1886, jedoch ist die Inschrift noch gut zu lesen: Hier ruht Jakob Bührle geb. 18 April 1848, gest. am 9. Juli 1886. Anschließend fahren wir ins Haus der Cousine Mary, wo heute das Familientreffen fortgesetzt werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Mary Buehrle ist verheiratet mit dem Flugzeugkonstrukteur Jack Mc Leod Smith. Wir treffen auch die nächste Generation der Verwandten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Im Gespräch erfahren wir etwas über den berühmtesten Abkömmling der Familie: Mark Buehrle, einen der besten Pitcher in den USA, er gehört zum American All Star Team und spielt im Augenblick bei den Toronto Blue Jay.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Schließlich bringen uns Charles und Jan nach einem erneuten Sing along mit der jüngeren Generation zum Campground zurück. Es war ein anstrengender aber erlebnisreicher Tag, den wir mit einem guten Glas Rotwein beschließen. Morgen können wir ausschlafen. Am Abend ist ein Treffen mit unserem ehemaligen Austauschschüler Steve und seiner Frau Meghan geplant!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mo. 31.03.14&lt;br /&gt;
Aufenthalt St. Charles und Treffen mit Steve und Meghan&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Familientreffen sind wir noch ganz mitgenommen von den vielen Eindrücken, die uns überwältigt haben. Besonders von dem Moment, als wir gemeinsam mit Jan und Charles das Grab von Jakob Bührle auf dem Assumption Friedhof fanden. Wir fühlen uns nach dem Treffen bei Mary und Jack Smith in die Familie aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auch der heutige Tag bringt ein Wiedersehen, dieses Mal mit Meghan und Steve, die wir zuletzt bei der Hochzeit unserer Tochter mit Jan in Polen und in Hattingen getroffen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wieder wachen wir früh auf, der Körper hat die Zeitumstellung noch nicht ganz geschafft. Wir beschließen nach dem Frühstück die neuen Handtücher sowie die Bettwäsche zu waschen, da der Geruch doch sehr unangenehm ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der Waschsalon gehört mir um diese Zeit ganz allein. Ich lasse zwei Maschinen laufen und in der Zwischenzeit wird das Wohnmobil aufgeräumt. Danach packen wir die wichtigen Dinge in unseren Rucksack und machen uns auf dem Katie Trail (einem 360 km langen Wanderweg) auf den Weg nach Downtown St. Charles. Es ist bedeckt und noch recht frisch, immer am Missouri entlang erreichen wir unser Ziel in 35 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir schlendern die Main Street entlang bis zum Ende, wo wir auf die Trailhead Brewery stoßen, wo wir abends mit Steve und Meghan essen wollen. Als wir einen Wegweiser zum Museum von Lewis und Clark sehen, ist der Entschluss rasch gefasst, dieser Einrichtung einen Besuch abzustatten. Die beiden Pioniere starteten hier ihre Expedition um einen Weg zum Pazifik zu suchen. Wie fast alle Museen so ist auch dieses recht anschaulich angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nach einer Stunde wandern wir über die Mainstreet zurück. Wir trinken im &quot;Picasso&quot; noch einen Capucchino und erreichen den Campground gegen 16 Uhr. Da wir bis zum Abend noch Zeit haben legen wir eine kleine Siesta ein und bereiten uns dann auf den Abend vor. Steve und Meghan kommen sehr pünktlich und nach dem Austausch von einigen Gastgeschenken (wir bekommen eine Holzschachtel mit dem Spruch: Lehrer bewirken Ewigkeit, sie wissen nie wann ihr Einfluss endet!) Dann geht es in die Brauereigaststätte. Die Bedienung weist uns einen wunderbaren Tisch im Wintergarten zu und Steve bestellt eine Auswahl der Biere, die hier gebraut werden. Nach einem hervorragenden Abendessen (Spare Ribs mit gebackenen Bohnen und Krautsalat) beschließen wir den Abend im Wohnmobil zu beschließen. Steve nimmt noch einen Sixpack Brauereibiere mit und wir sitzen noch bis 23 Uhr zusammen. Die Unterhaltung wird zweisprachig geführt. Meghan muss zurückfahren, da Steve einige der guten Biere genossen hat. Wir schlafen sehr schnell ein. Am nächsten Tag beginnt unsere eigentliche Überführung. Erste Station ist Hermann, eine von Deutschen gegründeten Siedlung am Missouri.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Di. 01.04.14&lt;br /&gt;
St. Charles-Hermann&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der Wecker klingelt um 6:45 Uhr, ein bisher ungewohnter Vorgang auf dieser Tour. Wir schaffen es bis 8:30 Uhr zu frühstücken und das Wohnmobil reisefertig zu machen. Nachdem wir noch vollgetankt haben geht es auf der 94 Richtung Westen. Diese Route dauert zwar länger, ist aber auch landschaftlich schöner. Da die Sonne vom blauen Himmel lacht, entscheiden wir uns für diese Variante. Die Straße führt teilweise bergauf und ab durch fruchtbare Landschaft, die leider durch den langen Winter noch recht grau aussieht. An manchen Stellen ist ein Schimmer von &quot;Grün&quot; erkennbar. Immer wieder passieren wir Vineyards mit großen Rebflächen. Gegen 11 Uhr überqueren wir den Missouri und erreichen Hermann, den Ort, den man nach Hermann dem Cherusker benannt hat. Zunächst suchen wir das Welcome Center auf, wo man uns mit Infomaterial versorgt und uns den Weg zum City Park beschreibt, wo wir heute Nacht übernachten wollen. Wir finden den Campground zügig ,bis jetzt steht nur ein Gespann aus Kalifornien auf diesem städtischen Campground. Wir entrichten die Gebühr von 30$ für full hook up in einem Umschlag und schließen Wasser, Strom und Abwasser an. Dann machen wir uns über die Mozartstraße auf den Weg in die Stadt. Der Ort macht einen teilweise wenig gepflegten Eindruck, viele Häuser sind verlassen oder stehen zum Verkauf. Auch die Straßen wirken wenig gepflegt. Am Missouri angekommen entschließen wir uns, das &quot;Deutschheim&quot; aufzusuchen. Hier gibt es Führungen durch einige historische Häuser. Die Museumsführerin bietet uns eine &quot;private&quot; Führung nur für uns zwei an, was wir natürlich nicht ausschlagen. Wir erfahren viel über die Entstehung des Ortes und sehen viele Dinge, die uns an unsere Kindheit erinnern. Schließlich darf ich noch auf einem alten Flügel spielen, der hier gebaut wurde. Leider sehr verstimmt!! Wir tragen uns noch ins Gästebuch ein und verabschieden wir uns von unserer Führerin! Voller Eindrücke machen wir uns auf dem Weg zum Wohnmobil nicht ohne vorher noch dem Friedhof einen Besuch abzustatten. Auch hier finden wir wieder viele Gräber mit deutschen Namen. Als wir um 15:30 Uhr auf dem Campground ankommen beginnt es zu regnen und wir verwerfen die Idee in einer Winery zu essen. Wir wollen den Abend gemütlich hier verbringen. Der Regen entwickelt sich zu einem heftigen Gewitter mit sintflutartigem Regen, so dass wir zwei Stunden nicht schlafen können. Morgen geht es weiter nach Branson-eine 4 stündige Fahrt steht uns bevor!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mi. 02.04.14&lt;br /&gt;
Fahrt nach Branson&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der Wecker klingelt um 5:45 Uhr. Im Wohnmobil ist es recht frisch, so dass wir erst wieder die Heizung einschalten müssen. Ein Blick nach draußen ist ernüchternd, wir stehen mitten im Wasser. Beim Frühstück hat Anita eine gute Idee, sie bindet mir zwei Walmartmülltüten um die Schuhe, so dass ich trockenen Fußes Wasser, Strom und Abwasser lösen kann. Um 8:45 Uhr lenken wir unser Womo auf die US 19 Richtung Branson. Wir planen bei Rolla auf die Interstate 44 und dann auf der I 65 bis Branson zu fahren. Den Gedanken, den Weg durch die Ozarks zu nehmen, verwerfen wir schnell, denn erneut ziehen Gewitter mit schwerem Regen durch. Die Landschaft ist wunderschön, leider nur nicht bei diesem Wetter. Als wir die Interstate erreichen lässt der Regen nach und wir können unser RV laufen lassen. Das Garmin führt uns sicher nach Branson (eine Vergnügungsstadt für amerikanische Familien mit mehr als 100 verschiedenen Shows und Parks) und findet auch Shenaningans RV Park, der im Forum empfohlen wurde. Ich erfahre aber dass es im letzten Jahr einen Besitzerwechsel gegeben hat. Das neue Ehepaar ist jedoch auch sehr bemüht und tut alles, damit wir zufrieden sind. Wir erhalten Site 28 mit full hook up. Mit Good Sam Rabatt zahlen wir 74$ für zwei Nächte. Der Wagen steht recht waagrecht, obwohl die Plätze alle an einem Hang liegen und ziemlich uneben sind.&lt;br /&gt;
Dann versuche ich im Office Karten für zwei Shows zu bestellen: am Abend &quot;Acrobats of China&quot; für den Donnerstag die &quot;Dixie Stampede&quot;. Auch hier sind die Hosts sehr hilfsbereit, die Karten werden uns um 16:30 Uhr ans Womo gebracht. Leider entwickelt sich der Hin und Rücktransport zu einem Problem, da viele der Shuttle Busse noch nicht fahren. Schließlich bestellen wir ein Taxi, das uns auch um 19:30 Uhr am Campground abholt. Die Show ist wegen der frühen Jahreszeit nur zu einem Teil besetzt, dennoch geben die Artisten alles, und wir sind sehr beeindruckt!! Als die Show um 22 Uhr endet, warten wir auf unser Taxi, das endlich nach 15 Minuten eintrifft und uns wieder zum Campground bringt! Wir beschließen den Tag mit einem guten Glas Chardonnay. Morgen früh wollen wir ausschlafen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Do. 03.04.14&lt;br /&gt;
Aufenthalt Branson&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Morgens erhalten wir eine App von meiner Schwester, dass der Nationale Wetterdienst in unserem Gebiet schwere Unwetter vorhergesagt hat, auch Tornados seien möglich. Mit dem gemütlichen Ausschlafen war es danach schnell vorbei. Sofort wird der Laptop angeschlossen und wir informieren uns sowohl bei den lokalen als auch bei den nationalen Wetterstationen. Was wir erfahren macht uns wirklich Sorgen, wir liegen mitten in einem der höchst gefährdeten Gebiete. Wir frühstücken in Eile und ich begebe mich zu unseren Campgroundhosts und bitte um Rat. Sie erklären mir, dass wir uns im Falle eines Tornados in ihr Basement flüchten könnten, es sei aus Beton. Das beruhigt uns zunächst, und wir nutzen die Zeit zum Waschen. Während noch die erste Maschine läuft, bezieht sich der Himmel und es beginnt stark zu regnen. Informationen aus dem Internet steigern unsere Unruhe, wir sehen Bilder aus Missouri, wo Hagel in der Größe von Tennisbällen Schäden verursacht haben. Ständig überprüfen wir die Radarbilder, die uns die Bahn des Unwetters anzeigen. Gegen Mittag scheint das Schlimmste überstanden zu sein und wir beschließen, die Show &quot;Dixie Stampede&quot; am frühen Abend nicht ausfallen zu lassen. Das Taxi holt uns pünktlich ab, und wir erreichen den Veranstaltungsort in Branson, wo wir uns zunächst umschauen und die Pferde besichtigen. Immer mehr Gäste treffen ein, bis um 16:40 Uhr eine Preview in der Vorhalle mit einem Trickkünstler beginnt. Wir genießen dazu einen Kaffee mit gerösteten Erdnüssen.&lt;br /&gt;
Dann geht es in die große Veranstaltungshalle, wo die eigentliche Stampede stattfindet. Wir sitzen mit den fast 1000 Zuschauern auf der Seite der &quot;Nordstaaten&quot;, denn das Ganze hat einen Wettbewerbscharakter Nord gegen Süd. Auch die Bedienungen tragen entsprechende Uniformen. Während der Darbietungen wird ein 5 Gänge Menü mit Getränken (Kaffee, Eistee, Pepsi) serviert, das im Preis inbegriffen ist. Das Ganze ist perfekt durchorganisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Show dauert zwei Stunden und enthält alles, was sich Amerikaner wünschen. Pferde, Büffel, Indianertänze, Wettbewerbe, Wettkämpfe. Das Ganze endet in einem patriotischen Finale, in dem die Gemeinsamkeit aller Amerikaner beschworen wird. Wir verlassen das Theater nicht ganz unbeeindruckt und versorgt mit dem Rest unseres Menüs in einem Doggy Bag! Draußen erwartet uns starker Regen und ein Himmel, der gelb und rot leuchtet, die Wolken scheinen den Boden berühren zu wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Es sieht unheimlich aus! Unser Telefon klingelt und Steve teilt uns mit, dass die Umgebung St. Louis von einem Tornado getroffen wurde und dass es im Augenblick eine neue Tornadowarnung gäbe!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir sind froh als unser Taxi vorfährt und uns rasch zum Campground bringt. Auch unser Fahrer ist von diesem Wetter sehr beunruhigt! Aus dem Internet erfahren wir, dass für unser Gebiet die höchste Warnstufe um 21 Uhr aufgehoben werden soll. Erleichtert legen wir uns ins Bett und lassen den Tag noch einmal Revue passieren. In der Nacht spüren wir, dass es kälter wird und am Morgen messen wir nur noch 7° Celsius, ein Temperatursturz von 20 Grad!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fr. 04.04.14&lt;br /&gt;
Fahrt nach Hot Springs Arkansas&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der Wecker klingelt um 6 Uhr. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von unseren Campgroundhosts, denen man die Erleichterung darüber ansieht, dass das Unwetter dieses Gegend verschont hat. Branson wurde 2012 von einem Tornado getroffen und es gab enorme Schäden, verletzt oder getötet wurde damals zum Glück niemand. Es geht auf der US 65 und US 40 Richtung Little Rock. Im Welcome Center von Arkansas werden wir mit Karten Infomaterial und kostenlosem Kaffee versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dann fahren wir auf der US 30 weiter nach Hot Springs. Das Wetter wird immer besser und schließlich strahlt die Sonne vom blauen Himmel! Man kann sehen, wie der Frühling in der Natur langsam sichtbar wird. Unterwegs werden im Walmart noch die Vorräte ergänzt und unser Propangastank aufgefüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Gegen 15:30 Uhr erreichen wir den Campground Gulpha Gorge im Hot Springs National Park. Bei herrlichem Wetter docken wir nach 6 Stunden Fahrt auf der Site 26 an, es gibt &quot;Full hook up&quot; mit der &quot;America the beautiful&quot; Karte für 12$ pro Nacht. Da wir morgen die heißen Quellen genießen wollen, bezahlen wir gleich für 2 Nächte. Damit entfällt der Verlängerungstag im Talimena State Park. Ein Spaziergang über den Platz und ein gutes Essen mit einem kühlen Bier runden den Tag ab.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sa. 05.04.14&lt;br /&gt;
Aufenthalt in Hot Springs&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir werden gegen 8 Uhr wach und bereiten uns auf unsere Wanderung nach Hot Springs vor. Sicherheitshalber fragen wir den Parkranger noch einmal nach dem Beginn der Strecke und der Länge des Trails . Um 10:30 Uhr marschieren wir los und merken bald, dass der Weg bergauf und bergab führt. Da wir uns Zeit lassen und viel fotografieren, erreichen wir den Ort erst nach einer Stunde. Hot Springs wirkt ein wenig wie ein europäischer Badeort mit viel alter Bausubstanz. Wir informieren uns im Visitor Center und besuchen das Museum in diesem alten Badehaus.[...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Im Wohnmobil wird der Bericht geschrieben und die Bilder sortiert. Bei nächster Gelegenheit soll alles hochgeladen werden. Heute Abend stehen leckere Steaks mit Salat und ein kühles Bier auf dem Speiseplan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Morgen früh wollen wir nach dem Tanken auf den 87 km langen Scenic Byway durch die Ouachita Mountains zum Talimena State Park fahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;So. 06.04.14&lt;br /&gt;
Der Weg nach Dallas&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir brechen um 8 Uhr Richtung Mena und den Scenic Byway auf und tanken unser RV zunächst einmal auf. Die Benzinpreise haben sich seit dem letzten Jahr kaum verändert, oft liegen sie sogar darunter, was uns bei dem Durst unseres Wohnmobils freut! Auch die Kreditkarten werden in der Regel an den Zapfsäulen akzeptiert, auch wenn ich oft eine Postleitzahl eingeben muss. Unsere Hattinger PLZ 45527 erweist sich fast immer als praktikabel!! Zu Beginn des Byway suchen wir noch ein Visitor Center auf. Ein pensionierter College Lehrer erklärt uns, dass der Talimena State Park wegen Renovierung geschlossen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Da das Wetter immer schlechter wird, überlegen wir unterwegs den Scenic Byway nicht bis zum Ende zu fahren. Wir halten an einigen Aussichtspunkten und können uns vorstellen, wie weit man sehen könnte, wenn das Wetter schön wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Schließlich wird es so schlecht, dass wir kaum noch 10 Meter weit sehen können!! Wir fahren nur noch durch tief hängende Wolken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Bei der nächst möglichen Gelegenheit verlassen wir die Aussichtsstrecke und fahren auf der US 259 Richtung Idabel. Schließlich erreichen wir den Red River, der die Grenze nach Texas bildet. Den Rest der Strecke legen wir auf der Interstate 30 zurück und unser Navi findet auch einen KOA Campingplatz bei Mt. Pleasant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir sind froh, als wir nach 8 Stunden Fahrt unser Fahrzeug gegen 17 Uhr endlich angedockt haben, auch das Internet funktioniert perfekt. Es gibt Spaghetti mit Tomatensauce und Salat zum Abendessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Draußen regnet es Bindfäden. Wir schlafen schnell ein!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mo. 07.04.14&lt;br /&gt;
Besuch auf der Southfork Ranch&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Um 9 Uhr starten wir auf der Interstate 30 Richtung South Fork Ranch und nehmen um 11:30 Uhr an einer Besichtigungstour teil. Erinnerungen an die 70iger werden wach als die Serie &quot;Dallas&quot; die Zuschauer vor die Flimmerkiste lockte. Auch wir hatten die ein oder andere Folge mit Miss Ellie, Jock, Bobby und J.R. Ewing (der in Deutschland für Solar World warb) verfolgt. Aktuell wird die Serie mit anderen Schauspielern neu aufgelegt und läuft jeden Montag im US Fernsehen. Wir besichtigen das ganze Haus und ich darf sogar auf dem Flügel spielen, der in J.R. Ewings Wohnzimmer steht! Eine Gruppe aus Kentucky wünscht sich: &quot;Old Kentucky home!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Danach geht es zu Aldi, um den Vorrat an deutschem Brot zu ergänzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p09_01.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Um 14 Uhr setzen wir unsere Fahrt zum Campground fort. Wir hatten uns kurzfristig für einen privaten Platz entschieden, weil dort Wifi angeboten wurde. Als wir den Platz erreichen sind wir jedoch entsetzt. Er befindet sich in der Nähe eines Regionalflughafens und eines Vergnügungsparks. Schnell greifen wir auf den ursprünglichen Plan zurück und steuern den Cedar Hill State Park an, der nur 15 Minuten entfernt am Joe Pool Stausee liegt. Wir bekommen einen &quot;first class&quot; Platz (Site 103) Platz mit Seezugang und &quot;full hook up&quot; und buchen gleich für 2 Nächte! Da verzichten wir doch gern auf das Internet, das zumal oben am Office Parkplatz frei zugänglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p09_02.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Nach dem Abendessen prasselt bald das erste Lagerfeuer am See und wir genießen einen spektakulären Sonnuntergang über dem See, der allerdings am späten Abend in ein Gewitter der milderen Sorte mündet!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir hören bis 23 Uhr im Wohnmobil einen Klassik Sender, der ein Konzert mit dem Dallas Symphonieorchester überträgt: Mozart, Ravel, Beethoven!! Ein Hochgenuss!! Morgen wollen wir nach Downtown Dallas fahren und das 6th Floor Museum besuchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Di. 08.04.14&lt;br /&gt;
Besuch im 6th Floor Museum&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir haben herrlich geschlafen und starten um 9 Uhr zum Office. Es wird ein Kurzbericht auf unsere Internetseite hochgeladen, damit&amp;nbsp; die Freunde in der Heimat wissen, dass es uns gut geht! Unser Garmin führt unser sicher zur Elm Street, an der das Kennedy Museum liegt. Per Zufall (wegen einer Baustelle war eine Straße in der Nähe des Bahnhofs gesperrt worden, der Platz war jedoch geöffnet und daher kaum gefüllt) finden wir ganz in der Nähe einen Parkplatz auf dem unser Wohnmobil für 5$ den ganzen Tag stehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Das Wetter ist frühlingshaft, wenn auch ein starker Wind weht! In 10 Minuten erreichen wir die Stelle wo JFK am 22.11.1963 erschossen wurde. Betroffen sehen wir uns zunächst die Stelle auf dem Grashügel an, von wo ebenfalls geschossen worden war, dann die Gedenksteine an der Straße, begeben uns dann zum Museum und reihen uns in die Warteschlange ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Hier treffen wir auf einen Abiturienten aus Pellworm, der vor seinem Studium einen Aufenthalt in den USA und Kanada geplant hat. Nach ca. 35 Minuten erhalten wir einen Audio Guide in Deutsch und werden mit dem Aufzug in den 6. Stock gefahren. Hier beginnt ein ca. 2 stündiger Rundgang, der uns durch alle Stationen des Lebens von JFK führt. Erinnerungen werden auch hier wach, denn wir haben diese Geschichte als Teenager erlebt. Noch heute ist nicht ganz geklärt, ob Lee Harvey Oswald der einzige Täter war. Ein Museum, das man nicht verpassen sollte!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Beeindruckt und betroffen gehen wir nach dem Besuch zum Wohnmobil zurück und erholen uns bei einer Tasse Kaffee. Dann suchen wir das Visitor Center auf und lassen uns beraten, was man noch besichtigen sollte. Das Westend gefiel uns besonders gut und um 15 Uhr stärken wir uns im &quot;Hoffbrau&quot; mit einem leckeren Essen zu einem sehr zivilen Preis. Gegen 16 Uhr verlassen wir Downtown Dallas. Leider schickt uns das Navi zu einer Auffahrt, die wegen Bauarbeiten gesperrt ist und so entwickelt sich die Rückfahrt zu einer kleinen Irrfahrt. Letztlich führt uns das Garmin nach einer Stunde wieder zum State Park zurück. Wir genießen den herrlichen Abend am See mit einem Lagerfeuer und schießen noch viele Fotos vom herrlichen Sonnenuntergang. Morgen ist der Lake Brownwood State Park unser Ziel!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mi. 09.04.14&lt;br /&gt;
Auf Seitenstraßen zum Lake Brownwood State Park&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p09_03.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Wir brechen um 8:30 Uhr zu unserer nächsten Etappe auf Da wir die Interstate meiden wollen geht es zunächst auf der US 377 bis Early und dann auf der US 279 bis zum Lake Brownwood State Park. Die Landschaft ist wenig abwechslungsreich, manchmal hügelig und wirkt recht ausgetrocknet. Unterwegs gibt es Pausen an den wenigen Rest Areas. Gegen 14:30 Uhr erreichen wir das Eingangstor zum State Park, der etwa 12 km von der Hauptstraße entfernt liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Im Office werden wir freundlich empfangen und man erlaubt uns zunächst eine Fahrt über den Loop, damit wir uns einen Platz aussuchen können. Um diese Zeit kann man unbesorgt ohne Reservierung planen! Wir wählen die Site 82 mit Full hook up, Seeblick und Wifi! Die Kakteen zeigen uns, dass wir schon tief im Süden sind!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir buchen zunächst für eine Nacht und müssen 33$ bezahlen. Als wir andocken merken wir, dass es schon ziemlich warm ist nämlich 29 ° Grad. Nach Kälte, Schnee und Regen genießen wir dieses sommerliche Feeling. Wir belohnen uns mit einem kühlen Drink nach der langen Fahrt. Kurz vor fünf bringt uns der Ranger ein Bündel Feuerholz für das geplante Lagerfeuer. Vorher gibt es aber noch ein köstliches Abendessen mit Fisch gedünstetem Gemüse und Wein. Danach prasselt ein Lagerfeuer vor unserem Wohnmobil!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Bei einem weiteren Glas Wein besprechen wir die Planung für die nächsten Tage. Da es uns hier gut gefällt, wollen wir einen Tag verlängern und erholen. Dann soll es am Freitag nach San Angelo weitergehen. Das Wochenende wollen wir dann im Balmorhea State Park verbringen. Auch hier genießen wir den herrlichen Sonnenuntergang! Bis 22:30 Uhr sitzen wir in der lauen Sommernacht noch am Feuer und schauen in den herrlichen Sternenhimmel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Do. 10.04.14&lt;br /&gt;
Erholung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p09_04.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Wir schlafen bis 8 Uhr morgens, ohne die Klimaanlage benutzen zu müssen. Es kühlt in der Nacht auf angenehme 19° Celsius ab. Nach einem ausgiebigen Frühstück, mache ich mich auf den Weg zum Office, das zum Glück nur 7 Minuten entfernt liegt. Die Formalitäten sind rasch erledigt, dann folgt noch ein Smalltalk über die State Parks und über unsere Route. Wir haben bis hierhin bereits 2400 km zurückgelegt. Man bestaunt mein ausführliches Routenbuch und ich erzähle noch von der Internetseite &quot;Womo Abenteuer&quot;, die man sofort besucht und feststellt, dass dieser State Park bereits zwei Mal die beste Note: 5 Lagerfeuer erhalten hat. Auf dem Rückweg gibt es noch ein kurzes Gespräch mit unseren gewichtigen Nachbarn aus New Mexico, die mit einem riesigen Anhänger und einem Motorboot, das fast so groß ist wie unser Motorhome unterwegs sind. Wir verbringen den Tag mit Lesen, Aufräumen, Schlafen und Internet. Abends soll es wieder ein Lagerfeuer geben, falls der Ranger nicht vergisst uns Feuerholz zu bringen. Das Thermometer zeigt draußen 34,7 °!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Morgen geht es dann nach San Angelo.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fr. 11.04.14&lt;br /&gt;
Ziel: San Angelo&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Um 7 Uhr ist Aufstehen angesagt. Wir docken um 8:45 Uhr ab und steuern zunächst den Walmart in Brownwood an, der 22 km entfernt liegt. Hier kaufen wir noch einige Kleinigkeiten ein. Dann geht es wieder auf die US 67, die wir schon seit Dallas gefahren sind. Es gibt kaum nennenswerten Verkehr und auch die Landschaft verändert sich kaum, ab und an durchqueren wir Hügellandschaften und Orte, die z. T. wie Geisterstädte aussehen. Landwirtschaft spielt hier eine große Rolle, immer wieder passieren wir Verladestationen für Getreide! Nach gut 2 Stunden Fahrt beschließen wir, nicht direkt zum Campground zu fahren, sondern uns zuerst San Angelo Downtown anzusehen. Da wir auch tanken müssen, fragen wir an einer Tankstelle nach dem Weg. Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Zentrum von San Angelo. Im Visitor Center werden wir mit einem Stadtplan ausgestattet, ansonsten scheinen die Angestellten nur wenig über ihre eigene Stadt zu wissen. Insgesamt macht die Gesamtanlage einen sehr gepflegten Eindruck![...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Morgen früh um 9 Uhr haben wir noch einen Propangas Refill gebucht, dann werden wir den Balmorhea State Park ansteuern, der 354 km entfernt liegt. Insgesamt haben wir seit Middlebury in 10 Fahrtagen 1740 Meilen zurückgelegt, auf der großen Karte betrachtet ist das schon sehr beeindruckend. Wir genießen den Abend vor dem Wohnmobil mit einem Glas Chardonnay bei angenehmen 28° Celsius!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sa. 12.04.14&lt;br /&gt;
Im Balmorhea State Park&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir stehen pünktlich um 9 Uhr am Propangastank und auch der Servicetechniker erscheint. 5 Gallonen dieses für uns so wichtigen Brennstoffs verschwinden in unserem Gasbehälter, ich bezahle noch schnell 18 Dollar im Office und dann vertrauen wir uns wieder der US 67 South an. Man warnt mich bei der Abfahrt noch vor dem nächsten Streckenabschnitt der 67, weil es dort wegen der rücksichtslosen Öltrucks in den letzten Tagen zu mehreren Unfällen mit Toten und Verletzten gekommen sei. Zunächst erscheint die Landschaft wie gestern, doch dann tauchen plötzlich Bohrtürme und Ölpumpen auf, die in dieser trostlosen Landschaft stumpfsinnig vor sich hin nicken. Immer häufiger habe ich die Schnauze eines Trucks im Rückspiegel, der nur darauf wartet, an mir vorbei zu ziehen. Wenn es mehrere sind fahre ich schon einmal in eine Ausbuchtung, um diese Ungetüme an unserem RV vorbei zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Immer stärker dringt der Geruch von Öl in unser Fahrzeug. Eine ganze Horde von kleineren Servicefahrzeugen überholt uns ständig. Als wir die Abzweigung nach Midland erreichen, lässt dieser Verkehr schlagartig nach und wir haben die Straße fast wieder für uns allein. Den Schluss der Fahrt legen wir auf der Interstate 10 zurück, die von Phönix bis Galveston führt. Die Meilen ziehen sich wie Kaugummi und wir sind froh, als wir nach 5 Stunden die Abfahrt nach Balmorhea erreichen. Hier finden wir auch den ersten Hinweis auf den State Park, in den wir um 15 Uhr einbiegen. Wir müssen uns gleich in eine Warteschlange einreichen und am Office verkündet ein Schild: Campground and Motel full! Wie gut, dass ich auch diesen Park zwei Tage vorher übers Internet reserviert hatte. Die Formalitäten sind daher schnell erledigt und wir rollen langsam in den Camploop ein. Wir haben Glück, denn Site 21 (mit Wasser und Strom) liegt am Ende des Platzes und hat sogar ein eigenes Häuschen mit Tisch und Bank. Die Anschlüsse sind schnell hergestellt. Internet und Telefonnetz gibt es nur in der Nähe des Office und da wir die Lieben daheim über unsere Ankunft informieren wollen, machen wir uns auf den Weg dorthin. Unterwegs begegnen uns immer mehr neue Gäste, die sich an diesem Wochenende hier aufhalten wollen. Leider ist die Verbindung am Office nicht sehr stabil, aber letztlich erreichen wir unser Ziel. Am Wohnmobil belohnen wir uns danach mit einem kühlen Drink. Uns fällt auf, dass hier ein starker Wind weht, der grauen Staub über den Platz treibt. Als ich ein paar Fotos schieße, taucht ein Nachbar aus einem der gigantischen RV Busse auf und fragt, ob unser Fahrzeug neu sei. Ich erzähle ihm die Geschichte von den Überführungen. Er war 8 Jahre in der Nähe von Frankfurt stationiert und ist jetzt im Ruhestand. Sein Weg führt ihn von seiner Heimat Louisana nach Seattle, von wo er mit seiner Frau eine Kreuzfahrt nach Alaska gebucht hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir machen uns anschließend zu den beiden großen Becken auf, die von mehreren artesischen Quellen gespeist werden. Hier herrscht schon reger Wochenendtrubel, viele der Picknickplätze sind mit Familien belegt, im dauerhaft 23° warmen Wasser, das bis zu 7 Meter tief ist, tummeln sich Einzelschwimmer und Tauchschulen, die Kenntnisse im Flaschentauchen vermitteln. Wir schauen dem Treiben entspannt zu![...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Um 22 Uhr schlafen wir ein, immer wieder geweckt vom Heulen des Windes.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;So. 13.04.14&lt;br /&gt;
Erholung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Gegen Morgen hat der Sturm nachgelassen und wir schlafen bis 8 Uhr. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Office, um Kontakt zur Heimat herzustellen. Leider sind die Nachrichten nicht positiv, unser 13 Jahre alter Hund Tashi hat durch ein Zeckenmittel einen allergischen Schock erlitten und unsere Tochter musste die Tierärztin aufsuchen. Er bekam eine Cortisonspritze und scheint auf dem Wege der Besserung zu sein. Wir erkunden danach den Rest des Parks, leider hat der Wind wieder zugenommen und so nehmen wir vom Baden Abstand, denn der Weg von dort zum Wohnmobil ist recht lang. Es wird ein echter Erholungstag am Wohnmobil, den wir aber dennoch genießen. Der Himmel ist zwar blau, der Sturm trübt die Stimmung aber ein wenig ein. Am Abend gibt es Lachs mit gedünstetem Gemüse, dazu einen Chardonnay. Was will man mehr. Morgen brechen wir zu den Carlsbad Caverns , einem Unesco Weltnaturerbe auf. Das Gebiet, das 189 qkm umfasst, wurde 1930 zum Nationalpark aufgewertet. Die Distanz dorthin beträgt nur 140 Meilen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mo. 14.04.14&lt;br /&gt;
Fahrt in den Carlsbad Caverns Nationalpark&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir brechen nach dem Frühstück um 8:30 Uhr auf. Der Himmel ist wolkenverhangen und über den Davis Mountains hängen unheimliche dunkle Wolken. Zum Glück fahren wir nicht in diese Richtung und bald haben wir die Wetterfront hinter uns gelassen. Immer wieder bricht die Sonne durch. Gegen 11 Uhr erreichen den White City RV Park am Eingang zum NP. Unsere Site hat Full hook up, insgesamt wirkt der Platz aber sehr ungepflegt ist aber dennoch sehr gut besucht. Wir beschließen, den Nachmittag hier zu verbringen und die Höhle am nächsten Morgen zu besuchen. Ein Spaziergang über das Gelände zeigt, dass auch die Umgebung recht verfallen aussieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Das Wetter schlägt erneut Kapriolen, die Temperatur ist von über 30° auf 8° Celsius gefallen. Für die nächste Nacht gibt es eine Frostwarnung. Im Süden der USA steigt das Tornadorisiko!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Di. 15.04.14&lt;br /&gt;
Besichtigung der Carlsbad Caverns&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Der Wecker klingelt um 6:15 Uhr und gegen 9 Uhr machen wir uns auf den Weg zu den Caverns. Die Straße führt durch eine malerische Landschaft und nach 20 Minuten erreichen wir das Visitor Center. Mit unserem Nationalparkpass &quot;America the beautiful&quot; erhalten wir freien Eintritt. Man gibt uns noch einige gute Ratschläge mit auf den Weg und dann begeben wir uns zum Höhleneingang und der 1,6 Meilen lange Abstieg in die 230 m tiefe Höhle beginnt. Es sind nicht sehr viele Besucher unterwegs und es geht es auf Serpentinen immer tiefer in die Höhle hinein. Der deutsche Audioguide erklärt uns an mehreren Stellen die Geschichte der Höhle und deren Erschließung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Gegründet wurde der Nationalpark im Jahr 1923 und er umfasst eine Fläche von 189 Quadratkilometern. Höhlenwissenschaftler haben bisher in der Haupthöhle über 30 Meilen Höhlengänge erforscht. Davon sind jedoch nur 3 Meilen für Touristen zugänglich. Auf dem Pfad nach unten zum Big Room kommt man bereits an einigen eindrucksvollen Stalagtiten und Stalagmiten vorbei wie z.B. der Natural Bridge und dem Iceberg Rock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der Weg bis zum Big Room hinunter dauert etwa eine Stunde. Unten angekommen sind wir schlicht sprachlos: eine riesengroße Tropfsteinhöhle mit den Ausmaßen von 14 Fußballfeldern und einer Deckenhöhe von bis zu 78 Metern! Big Room misst 540 Meter in der Länge und 330 Meter in der Breite. Hier sieht man gigantische Formationen. Manche Stalagmiten sind so hoch wie ein sechsstöckiges Haus, was man allerdings aufgrund der Deckenhöhe nicht unbedingt als so hoch empfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Obwohl wir zunächst geplant hatten die Höhle wieder zu Fuß zu verlassen, nehmen wir nach dem Abstieg doch Abstand davon und fahren mit einem der Aufzüge nach oben. Nach einer kurzen Kaffeepause im Wohnmobil geht es zum Brantley Lake State Park, den wir vor drei Jahren schon einmal besucht hatten und wo wir übers Internet bereits einen Platz reserviert hatten. In Carlsbad füllen wir noch einmal Benzin nach und erreichen den Park nach etwa 1 Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p09_05.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Da uns der reservierte Platz nicht zusagt und noch genügend freie Plätze vorhanden sind, fragen wir den Camphost ob wir umziehen können. Er gibt seine Zustimmung und wir beziehen die Site 39 mit Seeblick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Kaum haben wir die Anschlüsse hergestellt, fährt ein weiteres Fahrzeug von Roadbear vorbei und stellt sich neben uns. Es sind Klaus und Heidi aus Bremen, die ebenfalls nach Las Vegas überführen. Sie wollen sich am Abend mit uns treffen. Da aller guten Dinge 3 sind, rollt kurz darauf ein weiteres Fahrzeug der Roadbear Flotte an uns vorbei. Dieses Mal sind es Karin und Torsten, die ich aus dem Wohnmobilforum kenne. Wir erinnern uns an den Besuch vor drei Jahren, als wir Didi ebenfalls auf diesem Platz trafen. Dieser State Park scheint die Überführer magisch anzuziehen. Wir vereinbaren ein gemeinsames Treffen und es wird ein gemütlicher Abend mit Erfahrungsaustausch, Wein und viel Gesang. Leider ist ein Lagerfeuer wegen der großen Trockenheit verboten. Gegen 23 Uhr ziehen wir uns in die Wohnmobile zurück, da es wieder sehr kühl geworden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mi. 16.04.14&lt;br /&gt;
Familientreffen in Alamogordo&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir schlafen aus und auch die beiden anderen Überführer erholen sich vom letzten Abend. Gegen 11 Uhr verlassen wir nach einem ausgiebigen Abschied von Heidi, Klaus, Torsten und Karin den herrlichen State Park, dumpen und lenken unser Wohnmobil Richtung Alamogordo. Im Lincoln National Forest legen wir eine Kaffeepause ein. Plötzlich klopft es an die Tür und Torsten fragt nach, ob alles in Ordnung sei. Wir tauschen noch ein paar Informationen aus und dann fährt er weiter in den Oliver Lee State Park. Wir erreichen das Haus von Felizitas und Peter in Alamogordo gegen 15 Uhr. Nach einer herzlichen Begrüßung genießen wir einen Drink und machen eine Hausbesichtigung. Die beiden haben wirklich das große Los gezogen. Die Villa ist ein Traum!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Peter kommt gegen 16 Uhr vom Dienst auf der Airbase. Am Pool gibt es einen ausführlichen Austausch, denn wir haben die beiden zuletzt im August 2013 gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Beunruhigend nehmen wir zur Kenntnis, dass unser Kühlschrank immer wieder auf Störung schaltet und die Batterie schon ein Viertel ihrer Kapazität verloren hat. Ich schalte daher den Kühlschrank in der Nacht ganz aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am Abend essen wir eine leckere Pizza und beziehen dann unser Gästezimmer, denn während der Zeit hier wollen wir nicht im Wohnmobil schlafen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Do. 17.04.14&lt;br /&gt;
Aufenthalt Alamogordo&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir genießen das gemeinsame Frühstück am nächsten Morgen. Danach rufe ich bei Roadbear Los Angeles an und schildere das Problem. Man nennt mir eine Werkstatt in Alamogordo, die den Defekt beseitigen könnte. Bei einer größeren Reparatur, müsste ich aber noch einmal zurückrufen. Wir finden die Werkstatt dank der Hilfe von Felizitas und Peter und werden sofort von einem Servicetechniker bedient. Er findet auch nach ca. 15 Minuten die Ursache des Problems: Die Zündflamme war falsch eingestellt. Ich erhalte eine Rechnung über 21$ und dann können wir das Wohnmobil wieder in der San Miguel Street abstellen. Felizitas und Peter fahren uns mit ihrem Ford SUV zum National Monument White Sands. Mit unserem &quot;America the beautiful&quot; Pass erhalten wir alle freien Eintritt. Schon nach kurzer Fahrt sehen wir das Wohnmobil von Torsten und Karin auf einem Parkplatz stehen. Erneut gibt es eine Begrüßung mit großem &quot;Hallo&quot; Wir schießen ein paar Fotos und verbringen einige Zeit auf einem dem Picknick Plätze in der Wüste. Dann geht es zurück ins Haus und wir nutzen den Pool und den Hot Tub! Am Abend werden Hamburger gegrillt, dazu gibt es ein kühles Krombacher aus dem deutschen Laden der Holloman Airforce Base.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fr. 18.04.14&lt;br /&gt;
Aufenthalt in Alamogordo&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Heute steht der Besuch der Holloman Airforce Base auf dem Programm. Peter, der hier als Zivilangestellter im Verwaltungsgebäude der deutschen Luftwaffe für 5 Jahre arbeitet, hat schon Vorarbeit geleistet und für uns eine Besuchserlaubnis erhalten. Am Visitor Center werden wir empfangen, aber auf einmal gibt es Probleme mit Peters Ausweiskarte. Wir werden dennoch eingelassen und Peter fährt uns über die Base. Holloman ist eine kleine Stadt für sich. Gegründet wurde der Luftwaffenstützpunkt am 10. Juni 1942 und trug zunächst den Namen &quot;Alamogordo Army Air Field&quot; Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges trainierten Bombercrews der US-Luftwaffe auf dem Stützpunkt für ihre Einsätze in Europa und im pazifischen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Zukunft des Stützpunktes zunächst ungewiss, bis im Jahr 1947 mit der Entwicklung und Tests von unbemannten Luftfahrzeugen und gelenkten Raketen für den Standort eine neue Ära begann. Zu Ehren von Colonel George V. Holloman, einem Vorreiter auf dem Gebiet der unbemannten Luftfahrzeuge, wurde der Stützpunkt am 13. Januar 1948 in &quot;Holloman Air Force Base&quot; umbenannt. Zuletzt bekannt wurde der Stützpunkt durch Filmaufnahmen für die Filme &quot;Transformers&quot;. [...]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir besichtigen das Verwaltungsgebäude, das Fitnesscenter, den deutschen Laden, den Supermarkt für die US Soldaten. Auch das Problem mit Peters Ausweiskarte können wir in einem der Dienstgebäude der Amerikaner lösen.Danach fahren wir erneut ins Haus zurück, wo wir eine kleine Siesta einlegen. Am Abend geht es in ein mexikanisches Restaurant, es gibt köstliche Spezialitäten!!!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ostersamstag - 19.04.14&lt;br /&gt;
Letzter Tag in Alamogordo&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Als wir aufstehen hat sich das bisher herrliche Wetter geändert. Dunkle Wolken ziehen auf, aus denen es immer wieder regnet. Unseren ursprünglichen Plan, zur &quot;Easter Parade&quot; zu gehen, lassen wir fallen und fahren lediglich am Veranstaltungsort vorbei. Dort stehen die Teilnehmer unter den Zelten und es sieht nicht so aus, als ob der Umzug durchgeführt werden könnte. Schade, dass die Vorbereitungen nicht umgesetzt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir fahren weiter ins Space Museum von Alamogordo. Da im Imax Kino ein Film über die Tornado Alley läuft, schauen wir uns diesen zunächst an. Was wir zu sehen bekommen beeindruckt uns schwer und wir sind froh, dass wir diesen Naturgewalten nicht ausgeliefert waren. Auch der Rundgang durch das Museum ist sehr interessant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am Nachmittag bereiten wir uns schon auf den Umzug ins Wohnmobil vor. Am Abschiedsabend wird noch einmal gegrillt, es gibt Steaks!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Morgen fahren wir nach dem Frühstück in den City of Rocks State Park. Einen Platz haben wir übers Internet schon vorgebucht. Felizitas und Peter werden wir am Tag der Abgabe bei Roadbear noch einmal treffen. Gemeinsam bleiben wir noch bis Montag den 28.4. in Las Vegas!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ostersonntag - 20.04.14&lt;br /&gt;
Von Alamogordo in den City of Rocks State Park&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p09_06.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Um 7:15 Uhr werden wir ohne Wecker wach und genießen noch einmal Mal den Luxus des Badezimmers und beginnen unseren Umzug ins Wohnmobil vorzubereiten. Danach frühstücken wir noch einmal gemütlich im Esszimmer zusammen. Auch der Osterhase hat hier an uns gedacht! Um 9:15 Uhr verabschieden wir uns von Felizitas und Peter und steuern unser Wohnmobil auf der 70 Richtung Las Cruces. Auf dem Weg dorthin passieren wir noch einmal die Holloman Airforce Base und White Sands. Dann geht es auf der Interstate 10 weiter Richtung Deming. Auf der US 180 erreichen wir schließlich um 13:30 Uhr den City of the Rocks State Park.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Im Office werden wir schnell abgefertigt, da die Site 17 ja bereits reserviert war. Der Platz liegt im letzten Loop (Pegasus) und hat eine herrliche Aussicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Leider sind der Nachbarplatz und die übrigen Sites von mexikanischen Großfamilien besetzt, die entsprechenden Lärm veranstalten und auch unseren Platz nicht mit Besuchen verschonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p09_07.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;So vergeht der Nachmittag wenig erholsam, abschließend bringt man noch den gesammelten Müll in unserer Mülltonne unter. Gegen 18 Uhr verlassen die Großfamilien den State Park und wir sind plötzlich allein im Loop.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Das Wetter beginnt sich bedrohlich zu entwickeln, der Himmel ist schwarz, der Wind frischt auf, jedoch werden wir bis auf einen Regenschauer vom Unwetter verschont Nach dem leckeren Abendessen mit Gemüse und Lachs können wir noch ein schönes Lagerfeuer zwischen den Felsen entzünden, an dem wir uns noch bis 21 Uhr wärmen können. Die Nacht ist sternenklar und angenehm kühl.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ostermontag - 21.04.14&lt;br /&gt;
City of Rocks-Petrified Forest&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p09_08.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Der Wecker klingelt um 6:15 Uhr, da wir heute die längste Etappe unserer Tour vor uns haben-insgesamt 270 Meilen. Gott sei Dank wissen wir noch nicht, dass wir über 300 Meilen fahren werden. Um 7:30 Uhr rollen wir durch den Park zum Ausgang und werden mit dem bayrischen Abschiedsspruch von Max Streibl (Adios Amigos) verabschiedet. Wir wussten nicht, dass er schon einmal hier war!! Leider finden wir die Dump Station nicht, die man uns im Office angekündigt hatte. Wasser konnten wir im Park nachtanken. Die US 180 nimmt uns wieder auf und es geht auf einer landschaftlich besonders schönen Strecke über Silver City, Luna, Alpine (Arizona-wir gewinnen eine Stunde), St. Johns bis zum Eingang des Petrified Forest Nationalpark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Eine zunächst geplante Zwischenübernachtung im Lymann Lake State Park muss entfallen, da der Park noch geschlossen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p09_09.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Petrified Forest gehört zum südlichen Colorado-Plateau und der Painted Desert, einer Wüste auf rund 1800 m über dem Meer. Er bewahrt geologisch bemerkenswertes Sedimentgestein der Obertrias mit einer Vielzahl an Fossilien. Im Gebiet liegen ausgedehnte Fundstätten von verkieseltem Holz, daher der Name &quot;Versteinerter Wald&quot;. Da uns der Campground am Eingang des Nationalparks nicht besonders zusagt, beschließen wir, in den Park zu fahren, dort eine Pause einzulegen, dann die Besichtigung anzuschließen und auf dem KOA Platz in Holbrook zu übernachten. Mit unserer Jahreskarte für die Parks dürfen wir kostenlos das Eingangstor passieren, essen um 14 Uhr eine Kleinigkeit , fahren dann die Nationalparkstraße entlang und halten an den gut gekennzeichneten Besichtigungspunkten. Das Wetter kann nur als ideal bezeichnet werden, blauer Himmel mit Schäfchenwolken und Temperaturen um die 25° Celsius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Fotomotive gibt es reichlich und auch ein Parkranger stellt sich für einen Schnappschuss zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Gegen 16 Uhr verlassen wir den Nationalpark durch den Nordeingang. Auf der Interstate 40 fahren wir bis Holbrook und melden uns um 16:45 Uhr im Office des KOA an. (Site 22) Bei dem Platz handelt es sich um einen typischen Durchgangsplatz, der zwar alle Annehmlichkeiten wie Full hook up und Internet bietet, mit dem letzten Platz aber keinesfalls vergleichbar ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Morgen geht es weiter nach Sedona.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Di. 22.04.14&lt;br /&gt;
Ziel: Sedona&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Um 8:30 Uhr verlassen wir den KOA Platz in Holbrook, unser Navi schickt uns auf die Interstate 40 nach Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Kurz nach 9 Uhr legen wir einen kurzen Stopp ein, um auf dem Rancho Sedona RV Park anzurufen, eine kluge Entscheidung, wie sich später herausstellt, denn der Platz war schon um 10 Uhr ausgebucht. Nach einer Kaffeepause auf einem der wenigen Rastplätze, wird der Wind immer stürmischer. Ich muss die Geschwindigkeit auf 50 Meilen drosseln! Am Exit 195 verlassen wir die Interstate und biegen auf die 89A nach Sedona ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Unterwegs ruft unsere Tochter Karolin kurz an, leider ist die Verbindung ziemlich schlecht. Die Straße windet sich in vielen Serpentinen ins Tal hinab, eine für mich und das Wohnmobil abenteuerliche Abfahrt!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Zum Glück läuft alles glatt und wir erreichen den Campground nach Fahrt über die Mainstreet von Sedona gegen 12 Uhr. Als wir das Schild &quot;Campground Full&quot; sehen, sind wir erleichtert, dass wir angerufen haben. Wir erhalten die Site 17 mit Full hook up und Wifi zum stolzen Preis von 49$, dennoch, der Platz ist sehr gepflegt und liegt fußläufig nur 15 Minuten von Sedona Donwtown entfernt. Nach einem ausgiebigen Telefonat mit der Heimat in guter Qualität, und einem Anruf beim KOA Kingman und einem Mittagessen gehen wir in die Stadt. Sie macht einen sehr gepflegten Eindruck, ist mit viel Blumen und Geschmack gestaltet, jedoch erscheint uns alles sehr &quot;touristisch&quot;. Wir schlendern an allen Geschäften vorbei und trinken einen Capuccino im Pappbecher für 5$ aber mit herrlicher Aussicht auf die roten Berge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg kommen wir am Tlaquepaque Art Center vorbei, das ganz in der Nähe unseres Campgrounds liegt. Wir sind begeistert von so viel Flair und Geschmack!! (Kunst und Restaurants)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Gegen 17:30 Uhr sind wir am Wohnmobil zurück und Anita bereitet ein leckeres Abendessen zu: Steaks mit Bohnen!! Der Wind hat nachgelassen, wir genießen noch ein Glas Wein vor dem Wohnmobil und beobachten unsere Nachbarn beim Grillen. Morgen wollen wir zunächst Lilo&#039;s Cafe in Seligman einen Besuch abstatten, vor zwei Jahren waren wir schon einmal hier, dann geht es weiter nach Kingman, unserer vorletzten Station!&lt;br /&gt;
Bis jetzt sind wir 2945 Meilen/4937 km gefahren!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mi. 23.04.14&lt;br /&gt;
Sedona-Seligman-Kingman&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir werden früh wach und nach dem Frühstück geht es um kurz nach 8 Uhr auf den Rückweg zur Interstate 40, doch zunächst müssen wir erneut die Passtraße überwinden. Zum Glück ist der Verkehr noch nicht so stark, so dass wir zügig vorankommen. Immer wieder bilden sich Schlangen hinter dem Wohnmobil, die ich an geeigneten Stellen passieren lasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auch an der Baustelle müssen wir nicht lange warten. Nach 40 Minuten erreichen wir die Auffahrt zur Interstate und fahren Richtung Los Angeles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Unterwegs füllen wir noch einmal den Benzintank und steuern dann Westside Lilo&#039;s Cafe in Seligman an, vor zwei Jahren waren wir schon einmal hier und wurden von Lilo herzlich empfangen. Leider hat Lilo am Mittwoch und Donnerstag ihren freien Tag und die Bedienung ist zwar freundlich, aber nicht an einem Gespräch interessiert. Wir nehmen ein zweites Frühstück ein, das für zwei Tage gereicht hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p09_10.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Lilos Mann spricht uns dann aber doch noch an und unterhält sich mit uns. Draußen treffen wir &quot;Dreamteam&quot; mit Familie aus dem Wohnmobilforum, so klein ist Amerika. Auch drei Sherriffs scheint es bei Lilo zu schmecken, sie parken neben unseren Wohnmobilen.Wir beschließen nun nicht mehr auf die Interstate zurückzukehren, sondern auf der alten Route 66 über Hackberry nach Kingman zu fahren. Der Highway ist wenig befahren, nur ab und zu werden wir von Harley Davidson Maschinen überholt.In Hackberry haben sich viele Motorrad Freaks versammelt unter anderem eine Motorradgruppe aus Metzingen. (alles Harley Fans) Sie fahren mit einem Guide auf der Route 66.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Mitten im Nirgendwo von Nevada wird geschwäbelt, was das Zeug hält!! Anita fühlt sich wie in ihrer alten Heimat!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir schießen viele Fotos und obwohl wir das zweite Mal hier sind, vergeht die Zeit im Fluge! Gegen 16 Uhr führt uns das Navi sicher auf den KOA Kingman wir erhalten Site 80 mit full hook up und Wifi! Der Platz liegt ruhig und hat sogar einen Pool.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Von Felizitas und Peter erfahren wir, dass sie gut am Grand Canyon angekommen sind. Unsere Nachbarn stammen aus denNiederlanden und sind mit einem 27 Fuß Wohnmobil unterwegs. Die zwei Kinder sind sehr gut erzogen und beschäftigen sich vorbildlich. Morgen ist unser letzter Fahrtag, die Koffer müssen gepackt und das Wohnmobil muss gereinigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Doch können wir uns noch auf drei Tage in Las Vegas freuen!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Do. 24.04.14&lt;br /&gt;
Letzte Etappe: Kingman - Las Vegas&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Die Fahrt nach Las Vegas verläuft ohne Probleme, unterwegs legen wir einen Fotostopp mit Kaffeepause ein und erreichen Arizona Charlies RV Park um 13 Uhr. Wir erhalten einen Platz nahe der Einfahrt, der allerdings wie sich später herausstellt eine sehr schlechte Wifi Verbindung hat. Vorher tanken wir unser Wohnmobil noch einmal voll, bei drei Tankstellen gibt es jedoch Probleme mit der Kreditkarte, so dass wir etwas genervt sind. Nach einer kurzen Ruhepause beginnen wir mit dem Packen, eine Tätigkeit, bei der jedes Mal ein wenig Wehmut aufkommt. Uns ist das Wohnmobil während der vier Wochen ans Herz gewachsen, es war unser Zuhause und hat uns zuverlässig ans Ziel gebracht. Nach dem Abendessen trinken wir vor dem Wohnmobil noch ein Glas Wein und genießen den Sonnenuntergang. Leider ist die Umgebung nicht so romantisch wie in den State Parks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Gegen 22 Uhr schlafen wir ein. Am nächsten Tag wollen wir uns um 10 Uhr mit Felizitas und Peter bei Roadbear treffen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fr. 25.04.14&lt;br /&gt;
Übergabe des Wohnmobils bei Roadbear, Aufenthalt in Las Vegas&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Da wir bereits früh wach werden, sind wir schon um 9 Uhr bei Roadbear. Die Mitarbeiter erledigen die Abgabeformalitäten rasch und professionell. Auch die Auslagen, die wir für die Reparatur des Kühlschranks bezahlt hatten, werden bar erstattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Felizitas und Peter kommen pünktlich zur Station und bringen uns ins Harrah&#039;s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dort erklärt man uns, dass das Zimmer erst um 15 Uhr bezogen werden könne, wenn wir uns allerdings eine &quot;Total Reward&quot; Karte besorgen würden, könnten wir das Zimmer schon um 12 Uhr beziehen. Wir unterziehen uns der Prozedur und tatsächlich können wir Room 1217 im Carnaval Tower pünktlich nutzen. Die Aussicht auf den Pool und ein kurzes Stück des Strip ist zwar nicht so prickelnd, jedoch ist alles sauber und wir können uns für den ersten Stadtgang bereit machen. Um 13 Uhr treffen wir uns mit Felizitas und Peter und gehen ins Venetian. da Peter an diesem Tag Geburtstag hat, planen wir eine gemeinsame Gondelfahrt, ein besonderes Erlebnis, vor allem weil unser Gondoliere, ein echter Italiener, auch noch ein hervorragender Sänger ist. Wir haben viel Spaß. Danach essen wir gemeinsam Krabben mit Chips-es schmeckt sehr gut- zum Nachtisch gibt es am &quot;Piazza San Marco&quot; noch ein exklusives Eis für 8$. Außerhalb des Hotels brummt Las Vegas, so voll haben wir die Stadt noch nicht erlebt, die Menschen schieben sich über die Gehwege-ein echtes Kontrastprogramm zu den Erlebnissen während unserer Reise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Danach statten wir dem Caesars Palace auch noch einen Besuch ab, ebenfalls eine künstliche Welt, die eine Illusion von Rom bietet. Man kann hier Tage verbringen ohne das Tageslicht zu sehen. Sogar Caesar mit Gefolge läuft uns über den Weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Im Harrah&#039;s ziehen wir uns dann für die große Show des Cirque du Soleil &quot;Love&quot; um. Um 18:15 Uhr treffen wir uns vor dem &quot;Mirage&quot;, wo die Show stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Karten hatten Felizitas und Peter schon Wochen vorher mit &quot;Military Discount&quot; reserviert, da am Wochenende viele Shows oft ausgebucht sind. Felizitas spendiert noch einen &quot;Here comes the sun&quot; Drink, dann nehmen wir unsere Plätze in der 2. Reihe in der Arena ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Show ist wieder einmalig - 90 Minuten hochklassige Akrobatik und Choreographie, tolle Kostüme und außergewöhnliche Bühnenbilder zur Musik der Beatles lässt die Zeit leider viel zu schnell vergehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Zum Abschluss des Tages trinken wir noch ein Glas Sekt auf den Geburtstag auf dem Zimmer der beiden im Flamingo Hilton. Sie haben eine einmalige Aussicht auf den Strip!! Um 22:30 Uhr sinken wir müde von den Erlebnissen des Tages ins Bett.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sa. 26.04.14&lt;br /&gt;
Aufenthalt in Las Vegas&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Um 8:30 Uhr treffen wir uns mit den beiden an unserem Hotel. Für heute ist ein Ausflug ins &quot;Death Valley&quot; geplant. Als wir Las Vegas verlassen, regnet es und die Temperaturen sind recht kühl. Je näher wir dem Tal des Todes kommen, desto sonniger wird das Wetter. Als wir das Visitor Center gegen 13 Uhr erreichen, scheint die Sonne vom blauen Himmel, die Temperaturen sind aber mit 28° Celsius sehr moderat für diese Gegend. Wir schießen eine Menge Fotos am Zabriskie Point (wir waren auf unserer ersten USA Reise 1977 hier und seitdem nicht mehr) sowie an der tiefsten Stelle des Death Valley, Badwater! Um 13.30 essen wir im Forty Niner Cafe auf der Furnace Creek Ranch ein typisch amerikanisches Menü. Dann fahren wir zurück nach Vegas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Peter hat an diesem Tag ca. 500 km zurückgelegt, eine stramme Leistung!! Am Abend gönnen wir uns einen Leberkäs mit Kartoffelsalat und einer echten Münchner Maß im Hofbräuhaus Las Vegas - es schmeckte wie daheim!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ein Taxi bringt uns zurück zum Strip und wir bummeln bis zu unseren Hotels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Gegen 23 Uhr sinken wir müde ins Bett.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;So. 27.04.14&lt;br /&gt;
Aufenthalt Las Vegas&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Heute schlafen wir aus und stehen erst um 8 Uhr auf. Wir frühstücken um 9.30 Uhr bei Starbucks in unserem Hotel. Danach versuche ich bei United einzuchecken, was gründlich misslingt. Wir laufen noch einmal den Strip hinauf um bei M&amp;M&#039;s für unsere Tochter eine bestimmte Sorte Candies einzukaufen. Dort erklärt man uns, dass es diese Sorte nur bei CVS oder Walgreens gibt. Wir sind auch erfolgreich und besichtigen noch das Bellagio und die sehenswerten Wasserspiele. Im Hotel essen wir eine Kleinigkeit und als Felizitas und Peter gegen 16 Uhr kommen helfen sie uns, die Flüge am Automaten zu bestätigen. Vor unserer letzten Show mit dem MILLION DOLLAR QUARTET essen wir noch beim Chinesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Show ist natürlich nicht vergleichbar mit dem Cirque du soleil. Die Musik und die Performance sind herausragend, für unsere Begriffe wird aber zu viel geredet und zwar relativ unverständlich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Danach folgt noch ein Highlight: die Fahrt mit dem High Roller, dem z. Zt. höchsten Riesenrad der Welt-Las Vegas liegt uns zu Füßen. (Ich muss gestehen, dass ich wegen meiner Höhenangst unten geblieben bin!)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mo. 28.04.14&lt;br /&gt;
Rückflug&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Um 2:30 Uhr klingelt der Wecker, heute ist unser Flugtag. Es geht zunächst mit United nach Chicago, dann mit Lufthansa nach Düsseldorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Unser Hotelshuttle zum Flughafen (7$ p.P.) fährt pünktlich um 4 Uhr los. Im Flughafen herrscht schon reger Betrieb an den Schaltern. Eine freundliche Mitarbeiterin von United hilft uns bei den Koffern und in 20 Minuten sind wir eingecheckt. Nach der Sicherheitskontrolle bleibt noch Zeit für ein Frühstück. Dann geht es an Bord einer Boing 737 , die völlig ausgebucht ist. Wir sitzen in einer Reisegruppe aus China, die kein Englisch versteht, sich aber sehr lautstark unterhält. Um 6:38 Uhr startet die Maschine und landet nach einem ruhigen Flug pünktlich um 12:10 Uhr Ortszeit in Chicago. da unser Anschlussflug nach Düsseldorf erst um 17:30 Uhr geht haben wir eine lange Wartezeit vor uns. Nachdem wir unser Abfluggate gefunden haben, machen wir es uns in einer wenig belebten Wartezone bequem. Gegen 15 Uhr gehen wir noch einmal essen, ein herrlicher Caesars Salat und eine leckere Pizza mit zwei großen Samuel Adams Bier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Wolken hängen tief, die Natur ist nicht weiter als vor 4 Wochen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Als wir am Gate noch einmal nach der Eincheckzeit fragen, werden wir von einer sehr freundlichen deutschsprachigen Lufthansamitarbeiterin bedient. Sie setzt uns von Reihe 34 nach Reihe 23 , da die Maschine nicht ganz ausgebucht ist. Kaum haben wir in der Maschine Platz genommen (17:02 Uhr) kommt eine Stewardess mit zwei Gläsern Sekt und gratuliert mir zum 67. Geburtstag, da es in Deutschland ja schon 24 Uhr sei!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Soviel Freundlichkeit und Service haben wir lange bei der Lufthansa nicht erlebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Der Airbus &quot;Viersen&quot; hebt pünktlich um 17:35 Uhr ab, die Maschine scheint noch sehr neu zu sein, denn auf dem vergrößerten Monitor können wir eine perfekte Flugsimulation verfolgen-außerdem gibt es Spiele und Filme reichlich. Auch der Service ist gut , es gibt auch während der Nacht immer wieder Getränke! Nach einem sehr ruhigen Flug landen wir pünktlich um 9:10 Uhr in Düsseldorf. Das Wetter ist regnerisch und kühl. Unser Taxi ist noch nicht da und wir müssen 15 Minuten warten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag 29.04.14&lt;br /&gt;
Wieder zu Hause&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir kommen kurz nach 10 Uhr zu Hause an und Uschi erwartet uns mit einem leckeren Frühstück. Gegen 12 Uhr legen wir uns für 4 Stunden hin. Am Abend gibt es ein gemeinsames Essen mit Gerichten aus einem Chinarestaurant!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Eine interessante Wohnmobilüberführung mit vielen Highlights geht zu Ende. Insgesamt sind wir 3225 Meilen gefahren, das entspricht 5190 km und einer Strecke von Hattingen bis Teheran.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fazit:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Auch die dritte Überführung hat uns begeistert!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nach 2011 (Denver), 2013 (Orlando) war dies unsere dritte Überführung. Die Gesamtstrecke betrug 3225 Meilen. Die längste Tagesetappe lag bei 328 Meilen, das war für mich eine ziemliche Strapaze. Ich kann nur allen Überführern empfehlen, nicht mehr als 200 Meilen pro Tag mit entsprechenden Ruhepausen einzulegen. Ohne eine detaillierte Planung wäre diese Tour sicher gescheitert. Das Wetter ist ebenfalls immer wieder ein Faktor, den man im Auge haben muss. Im März und April ist man nie vor Überraschungen sicher!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Kosten für 4 1/2 Wochen betrugen ca. 6000 Euro. (2450 Euro davon für Flüge, Wohnmobil, Versicherung, Transfer, Hotel) Der Anteil für Benzin lag etwa bei 1200 Euro. Ein Billigurlaub ist eine Überführung sicher nicht-jedoch eine Herausforderung die wir immer wieder gern annehmen. Auch lernt man die Vereinigten Staaten abseits der Touristenrouten kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wenn man nur eine bestimmt Region besuchen will, ist ein Winterspezial sicher die preiswertere Variante. (Wir haben das 2012 im Südwesten erlebt -man kann die Gegend intensiver genießen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir freuen uns schon auf unsere nächste Tour!&lt;/p&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Von-Chicago-nach-Las-Vegas.html</guid>
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                    <item>
                <title>Tour durch Kanada und die USA 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Tour-durch-Kanada-und-die-USA.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/8.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Freitag, 26. Juni 2015&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Der letzte Tropfen Sprit und die Wolkenkratzer&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Der heutige Tag hält für uns einige Verpflichtungen bereit. Dies ist zuerst einmal der übergabereife Zustand des Wohnmobils. Den größten Teil davon haben wir schon gestern Abend erledigt - der Wagen ist besenrein. Zum übergabereifen Zustand gehören noch leere Abwassertanks und ein voller Benzintank. Die entscheidende Verpflichtung jedoch ist die Rückgabe des Wohnmobils bis 12:00 Uhr an der Mietstation von Fraserway in Airdrie bei Calgary. Für all das sollte genügend Zeit sein. Auch bei gemütlicher Fahrt dürfte das Ziel in zwei Stunden Fahrt erreicht sein. Also ist am Morgen keine Hektik geboten und das Frühstück kann wie immer in aller Gemütlichkeit stattfinden. Sogar für das spätere Umpacken der persönlichen Sachen in die Reisekoffer haben wir schon vorgesorgt und gewissermaßen vorsortiert. Alsbald rollen wir zum Ausgang des Campgrounds und stoppen an der Dumpstation. Die Entleerung der Abwassertanks erledigen wir gründlich, wie immer und schicken noch einiges an Spülwasser über die Toilette und die Waschbecken hinterher, bevor wir die Abwasserschieber wieder schließen und auch den Abwasserschlauch spülen. Dann fahren wir umgehend zum Transkanada Highway und spuren und nach Osten ein. Das Spritproblem ist allerdings bereits akut und hat auch psychische Auswirkungen: Nervosität und Angst vor dem vorzeitigen Leerfahren des Tanks. Das Navi haben wir zwar mit einbezogen in die Planung um eine möglichst kurze Streckenführung zur Tankstelle unserer Wahl in Cochrane, aber es ist dennoch auf Kante genäht. Warum aber ausgerechnet in Cochrane tanken? Zwei Gründe lassen es als perfekt erscheinen. Zuerst einmal wäre das nahe genug am Ort unserer Bestimmung in Airdrie, um die Tanknadel auf den letzten 50 Kilometern nicht von der Full-Marke abweichen zu sehen. Doch des Weiteren haben wir einen Tankgutschein von Saveway, unserem Lieblingssupermarkt in Kanada, aber eben nur für die dort angegliederte Saveway-Tankstelle. Die war allerdings so schon verhältnismäßig preiswert. Und der Gutschein, eher ein Rabattschein, ermäßigte den Literpreis noch mals um ein paar Cent. Doch für diesen ehrgeizigen Ansatz würden wir sehr tief in die Kraftstoffreserve hineingreifen müssen, das war bereits jetzt abzusehen. Von Banff bis Cochrane sind es immerhin noch 100 Kilometer, und das nur, wenn wir geschickt hinter Canmore vom Transkanada Highway 1 auf die alte 1a wechseln. Hierbei sollte das Navi helfen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Aber es ist wie vertrackt! Wenn man bereits im Stress ist, läuft das gut Gemeinte meist schief und das gut Gemeinte wird zum Feind des Guten. So geschieht es auch mit unserem Navi, welches uns zu früh vom Transkanada Highway auf die 1a lotst. Ohne das Benzinproblem wäre es eine tolle Sache, denn die 1a ist szenisch und landschaftlich viel schöner, als die autobahnmäßige 1. Nun aber führt der zu frühe Wechsel auf die Landstraße dazu, dass wir voll durch den Stadtkern von Canmore hindurch müssen, Stadtverkehr und Ampeln inbegriffen. Teils stoisch, teils fluchend (was den Fahrer anbelangt) wursteln wir uns hier hindurch, was auch ein Mehr an Zeit kostet. Nachdem wir die besiedelten Gebiete des sich immer weiter öffnenden Bow Valley verlassen haben läuft es besser, aber der Stressfaktor bleibt und verschärft sich sogar, als die Reserveanzeige gelb im Armaturenbrett aufleuchtet. Dennoch gönnen wir uns noch einen Halt an einer Stelle, wo wir einen Blick auf den Mount Yamnuska haben. In erster Linie ist dieser Halt den schwachen Blasen gewidmet. Doch die Pause im Angesicht des Mount Yamnuska, der wie ein Wächter der Rockies am Ende des Bow Valley wacht, gibt uns die Gelegenheit für einen andachtsvollen Abschied von dem berühmtesten Gebirge Nordamerikas. Was jetzt vor uns liegt, ist hügelige Prärie. Sie kommt nicht schlagartig, aber sie setzt sich immer mehr in Szene, während die Wälder immer lichteren Kiefernhainen weichen, die von bereits gelb werdendem Grasland durchzogen werden. Die &quot;Schwalbe&quot; fliegt über den Erie-See, Gischt schäumt um den Bug wie Flocken von Schnee; von Detroit fliegt sie nach Buffalo - die Herzen aber sind frei und froh, und die Passagiere mit Kindern und Fraun im Dämmerlicht schon das Ufer schaun, und plaudernd an John Maynard heran tritt alles: &quot;Wie weit noch, Steuermann?&quot; Der schaut nach vorn und schaut in die Rund: &quot;Noch dreißig Minuten ... Halbe Stund.&quot; Dem psychischen Druck der Tanknadel am unteren Anschlag und des gelb leuchtenden Reservelämpchens setzen wir eine Allegorie auf unser Benzinproblem entgegen, indem wir uns wie Reisende in Theodor Fontanes &quot;John Maynard&quot; sehen. Als wieder ein Entfernungsschild kommt, welches Cochrane anzeigt, rufen wir: &quot;Noch 40 Kilometer bis Buffalo!&quot; Wir passieren die Nakota Lodge. Die Rockies liegen hinter uns und immer, wenn es hügelabwärts geht, wird der Fuß vom Gas genommen und wir lassen uns rollen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Alle Herzen sind froh, alle Herzen sind frei - da klingt&#039;s aus dem Schiffsraum her wie Schrei, &quot;Feuer!&quot; war es, was da klang, ein Qualm aus Kajüt und Luke drang, ein Qualm, dann Flammen lichterloh, und noch zwanzig Minuten bis Buffalo. Wir erreichen Ghost Lake und sehen wieder einen Wegweiser: &quot;Noch 25 Kilometer bis Buffalo!&quot; Der Ghost Lake ist ein Stausee. Der Bow River wird hier zu einem Reservoir für die Wasserversorgung des Großraumes Calgary und natürlich der Landwirtschaft aufgestaut. Wir nehmen ihn nur beiläufig im Vorbeirollen zur Kenntnis. Und die Passagiere, bunt gemengt, am Bugspriet stehn sie zusammengedrängt, am Bugspriet vorn ist noch Luft und Licht, am Steuer aber lagert siches dicht, und ein Jammern wird laut: &quot;Wo sind wir? wo?&quot; Und noch fünfzehn Minuten bis Buffalo. Obwohl wir nun Cochrane schon am Horizont sehen, peinigt uns wieder ein Wegweiser: &quot;Noch 8 Kilometer bis Buffalo!&quot; Kommt gleich das erste Muckern, wenn die Benzinpumpe in der nächsten Kurve die ersten Luftblasen zur Einspritzanlage presst? Das Ortsschild von Cochrane erscheint, damit aber auch Tempobegrenzung, Ampeln, Stadtverkehr, Stop&amp;Go. Schließlich kommt der Abzweig in das Gewerbegebiet, wo der Markt liegt... ... Und das Schiffsvolk jubelt: &quot;Halt aus! Hallo!&quot; Und noch zehn Minuten bis Buffalo. ...und wieder eine Ampel, schließlich unser geliebter 4-Wege-Stopp und es geht links hinein auf den riesigen Parkplatz des Saveway-Marktes. Und in die Brandung, was Klippe, was Stein, jagt er die &quot;Schwalbe&quot; mitten hinein. Soll Rettung kommen, so kommt sie nur so. Rettung: der Strand von Buffalo! (aus Theodor Fontanes &quot;John Maynard&quot;) Die Saveway-Tankstelle ist, wie die meisten Tankstellen in Kanada, eine Selbstbedienungstankstelle mit Kartenleser. Obwohl auch dies eine Herausforderung ist, zumal wir im englischsprachigen Bildschirmdialog auch unseren Rabattcode irgendwie eingeben müssen, ist der Stress wie weggeblasen. Und der Rabattcode funktioniert tatsächlich! Der auch so schon günstige Literpreis von 1,129 CAD sinkt noch mals auf 1,059 CAD - 7 Cent Rabatt pro Liter. Und das zahlt sich aus. Unser Tank ist wie ein ausgetrockneter Brunnen im Death Valley. 139 Liter laufen wie Nichts hinein, bis die Zapfpistole klickt. Auf der Rechnung stehen nun 145 Kanadische Dollar. Dann auf nach Airdrie. Die letzten 50 Kilometer gestalten sich problemlos. Wir versuchen auch jetzt noch, sparsam zu fahren, um bei Rückgabe zu vermeiden, dass der Tank nicht ganz voll angezeigt wird. Im Stadtverkehr von Airdrie verfranzen wir uns dann doch - wir biegen einmal zu früh ab - mit dem Ergebnis, dass vier Wohnmobile an uns vorbei ziehen und vor uns in die Abfertigung bei Fraserway rollen. Es ist 10:45 Uhr.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Die Abfertigung bei der Rückgabe ist noch unbefriedigender, als die Übernahme. Die Fahrzeuge stehen auf dem Hof von Fraserway in zwei Schlangen und warten auf den nächsten freien Mitarbeiter. Das Prinzip &quot;First come - first served&quot; ist nicht gewahrt. Wie an Supermarktkassen gibt es auch hier eine Arsch-Reihe und in der stehen wir. Der Eindruck bestätigt sich ein weiteres Mal, dass die Station in Airdrie im Vergleich zu Vancouver oder Whitehorse den schlechtesten Service abliefert. Die Übergabe dauert - samt Koffer packen während der Wartezeiten - über 2 Stunden. Wir haben auch etwas nachzuzahlen, da wir unsere gebuchte Kilometerzahl überzogen haben. Als wir endlich im Shuttlebus sitzen, sind wir froh und freuen uns auf die Stadt. Zuvor werden andere Fahrgäste noch am Flughafen abgesetzt, dann fahren wir in die City von Calgary. Unser Hotel für eine Nacht ist das Delta Bow River Hotel und liegt sehr zentral. Wir checken ein und lassen uns ein VIP-Upgrade aufschwatzen, welches uns den Zugang zur Business Lounge rund um die Uhr gewährt und auch das Frühstück beinhaltet. Doch das Preis-Leistungs-Verhältnis scheint angemessen, zumal die dortigen Getränke (außer Spirituosen) gratis sind und den Griff in die Minibar überflüssig machen. Unser Zimmer befindet sich in der 24. Etage mit Blick über den Bow River. Aber uns zieht es erst mal in die Stadt. Die leidet zwar noch an der mittäglichen Hitze, aber die Wolkenkratzer bieten viel Schatten. Wir schlendern die 1st Street East entlang und wechseln dann auf die Centre Street. Unser Ziel ist der Calgary Tower. Den Besuch des Calgary Tower hatten uns im letzten Jahr unsere Bekannten, die Globetrotter Wolfgang und Carmelita empfohlen. Damals ergab sich aber keine Gelegenheit dazu für uns und das wollen wir jetzt nachholen. Zuallererst ist der Tower ein Aussichtturm über der Stadt Calgary - aber was für einer. Ausgestattet mit einem elektronischen Stadtführer - einem interaktiven Infotainment-Gerät umrunden wir gemächlich das verglaste Aussichtsdeck. Es sind viele Sprachen verfügbar und wir hören uns unsere Führung in Deutsch an. Es ist kurzweilig und informativ gestaltet und mischt in die geografischen Erklärungen auch Episoden und Anekdoten aus der Geschichte und der Gegenwart der Stadt hinein. So merken wir nicht, dass darüber schnell eine Stunde vergangen ist. Auch dem Nervenkitzel, auf einer Glasplatte über dem Abgrund der Straßenschluchten zu stehen, setzen wir uns aus. Wieder festen Boden unter den Füßen, machen wir uns auf die Suche nach einem gastronomischen Intermezzo. Dazu spazieren wir in Richtung der 8 Avenue, die zu einem großen Teil eine Fußgängerzone ist. Hier gibt es viele Restaurants, aber es ist Freitag und das Wetter ist sommerlich. Die Außenbereiche unter den Sonnenschirmen sind alle voll. Viele junge Leute treffen sich zur After-Work Party und so manches Restaurant beschallt die Fußgängerzone mit Musik. An einem Lokal, dem Metropolitan Grill, lassen wir uns in die Warteliste eintragen und setzen uns solange im Inneren des Restaurants mit einem Bier an die Bar. Nach einer Weile kommt die Platzierdame und bittet uns zu Tisch. Unser Bier von der Bar kommt mit und wir nehmen Platz. Aber die Lage des Tisches direkt unter einer Lautsprecherbox missfällt uns und wir bekommen dann doch noch einen etwas ruhigeren Tisch. Aber die Bedienung und das Essen sind gut und wir adaptieren uns schließlich an die doch etwas laute und quirlige Umgebung mit Blick auf die wolkenkratzergesäumte Fußgängerstraße. Die Küche ist asiatisch inspiriert, bietet aber ansonsten landestypische Hauptgerichte. Wir nehmen einmal &quot;Rockfish on Kale&quot; und eine Kreation namens &quot;Jambalaya&quot; - Reis mit pikant-scharfem Cajun Chicken Pesto. Nach der Bezahlung des Essens mit der typischen Trinkgeldoption auf dem Kreditkartenleser machen wir uns langsam auf den Weg ins Hotel. Dort nutzen wir mal richtig die Möglichkeiten des zivilisatorischen Komforts, duschen ausgiebig und gehen dann noch mal in die Business Lounge. Diese bietet einen Blick über den Bow River. Es ist der gleiche Blick, den wir auch in unserem Hotelzimmer haben, aber hier kann man ihn direkt aus den Lounge-Sesseln genießen und ein Concierge hilft bei der Auswahl eines Drinks. Da kann man sich einem Rotwein für die Dame und einem Straight Bourbon für den Herrn nicht verweigern. Während das Gegenlicht der Abendsonne im Westen die Silhouette der Rockies dunstig gelb umreißt, beobachten wir, wie auf dem Bow River von Zeit zu Zeit Rafting-Boote durch die Stromschnellen gleiten. Bereits in der Abenddämmerung sehen wir vom Hotelzimmer die Lichter des Calgary Airport und die im Minutentakt landenden und startenden Flugzeuge.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Sonntag, 28. Juni 2015&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Dieser Reise letzter Akt&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;An diesem Morgen erliegen wir dem Komfort des Delta Bow River Hotels. Wir haben am Vorabend an der Rezeption unseren Limousinen-Service abgestimmt und diesen nicht zu früh vereinbart. Somit hätten wir den Vormittag noch für Calgary. Aber das gemütliche Hotelzimmer mit Blick über den Bow River, die Business Lounge im 24 Stock und die Möglichkeit der Internetnutzung nach langer Zeit lässt uns die Zeit im Hotel verbringen. Auch beim Frühstück genießen wir wieder den Fernblick über Calgary, das sich hinter dem Bow River in der hügeligen Prärie verliert. In der Ferne sehen wir die Flugzeuge, die am Calgary Airport landen und aufsteigen. Es sind die Vorboten unseres heutigen Rückfluges entgegengesetzt der Zeit und somit durch eine kurze Nacht hindurch in den nächsten Tag. Schließlich ist es an der Zeit, diese Oase des Komforts zu verlassen und zum Flughafen zu fahren. Den Limousinen-Service erwarten wir in der Lobby. Pünktlich fährt unsere Limousine - es ist ein großer schwarzer Lincoln - vor und wartet vor dem Haupteingang. Da der Fahrer telefonierend im Wagen sitzen bleibt, gehen wir hinaus um zu klären, ob es unser Fahrzeug ist. Das ist es, und der Fahrer wuchtet unsere Koffer in den Kofferraum. Es ist ein Inder im Anzug und Schlips und er wirkt etwas blasiert und maulfaul. Vielleicht hatte er statt unserer den Bürgermeister von Calgary erwartet. Wir nehmen auf den Ledersitzen im Fond Platz und lassen uns in der klimatisierten Limousine zum Flughafen kutschieren. Ohne Staus oder Verzögerungen sind wir nach 20 Minuten am Terminal der KLM. Der Check-In verläuft zügig, allerdings am Sky-Priority-Schalter, aber die Sicherheitskontrolle ist wieder von einer riesigen Schlange geprägt. Erst ist es uns zu blöd, wieder mit der Flying-Blue-Platinum-Karte zu wedeln, aber nach einer Weile tun wir es doch und machen von unserem Priority-Privileg Gebrauch. Das heißt, wir gehen an der Warteschlange vorbei nach vorn, wo das Schild steht: &quot;Sky Priority hier einordnen&quot;.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Im Gate schlendern wir noch einmal die Boutiquen ab, bevor wir auch hier die Business-Lounge aufsuchen. Von hier hat man noch mal einen schönen Blick über das Rollfeld in Richtung der City von Calgary, vor deren Silhouette Flugzeuge im Landeanflug wie in Zeitlupe herangleiten. Bald ist die Zeit des Boarding erreicht und wir gehen zum Flugsteig. Mit den Plätzen sind wir zufrieden. Dem Budget entsprechend sitzen wir in der Komfort-Economy-Klasse und belegen zwei Plätze zwischen Fenster und linkem Gang. Der A330 hat zwischen Fenster und Gang nur zwei Sitze, was die Plätze nicht so beengt erscheinen lässt. Nach dem Start nehmen wir durchs Fenster Abschied von Calgary und geben uns dann der Bordunterhaltung und dem Bordservice hin. &lt;br /&gt;Zwischen &quot;Mortdecai&quot; dem Teilzeitgauner und &quot;American Sniper&quot; nehmen wir das Abendessen ein und versuchen dann in der faktisch nicht vorhanden Nacht zu schlafen. Es wird ein entsprechend kurzer Schlaf, dem das Frühstück und schon bald darauf die Landung in Amsterdam folgen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun kommt die eigentliche Herausforderung und die heißt: Wach bleiben! Der Anschlussflug nach Bremen geht nämlich erst in 8 Stunden. Der Versuch beim Transferservice einen früheren Flug zu bekommen, schlägt fehl, denn die einzige frühere Verbindung nach Bremen hebt gerade ab. Zum Glück gibt es die Crown-Lounge. Aber wie das so ist, wenn man sich übermüdet in bequeme Sessel lümmelt: Der Schlaf übermannt einen erbarmungslos und dennoch ist es kein sehr erholsamer Schlaf. Wie wir die Wartezeit totgeschlagen haben, können wir kaum nachvollziehen, aber irgendwann - es ist nun schon Sonntagnachmittag - können wir uns zu unserem Flugsteig nach Bremen begeben. Diesen kurzen Flug werden wir wohl mit innerer Stärke auch noch überstehen. Gepriesen sei der Bremer Flughafen. Wir kennen einige Airports dieser Welt, aber dem Bremer gebührt die Ehre, die schnellste Abfertigung bei der Ankunft zu haben. Die Kinder winken schon durch die Glasscheibe. Sie werden unser Limousinen-Service bis nach Hause sein. Und da läuft schon das Gepäckband an. Keine Minute später sind unsere Koffer vom Band und wir stürmen durch den grünen Gang am Spalier der Zollbeamten vorbei. &quot;Bussi, Drück, Na - wie war&#039;s&quot;. Im Auto wird schon über das Erlebte gesprochen und das Ende der Reise ist erreicht.&lt;/p&gt;</description>
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                <title>Tour durch Kanada und die USA 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1(2).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Dienstag, 16. Juni 2015&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Langsamer Abschied westwärts&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Auch für heute haben wir einen Plan. Dieser enthält soweit alles bis auf eines - den Campground am Ende des Tages. Mit 100-prozentiger Sicherheit werden wir nach dem Frühstück die Baustelle des Grand-Loop-Parkways ein weiteres Mal durchfahren, natürlich nachdem wir mit Frühstück und sonstigen morgendlichen Erledigungen fertig sind und den Campground verlassen haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Beginn des Tages wollen wir entlang der Stecke zum westlichen Parkausgang noch einige Stopps einlegen und einige geothermische und landschaftliche Highlights bewundern. Dazu wollen wir der Grand Loop bis zur Madison-Junction folgen und dann nach Westen abbiegen, wo wir dem Madison River entlang der West-Entrance Road folgen. Nach dem wir ein weiteres Mal die Straßenbaustelle passiert haben, erreichen wir das Norris-Geysir-Becken (Norris Geyser Bassin), ein geothermisches Gebiet von fast 3 Kilometern Länge. Es hat ein eigenes Eingangstor mit einem Museumsgebäude. &lt;br /&gt;Als wir eintreffen, hat der Touristentrubel noch nicht begonnen, so dass es noch nicht zu überlaufen wirkt. Dennoch ist es bei weitem nicht menschenleer.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Ranger Exkursionen durch das Gelände an. Wir ziehen erst mal allein los und folgen einem Plankenstieg in nördlicher Richtung. Hier hat man vor allem einen Fernblick über das Gelände, welches in hellen bis grellen Pastellfarben gleißt. Das ganze Bassin ist geprägt von Sintergestein und dampfenden Quellen, Fumarolen und Geysiren mit nur wenig Baum- und Strauchbewuchs dazwischen. Einige Quellen entlang des Weges bilden Pools mit einem seltsamen Leuchten im milchigen Wasser. Es scheint, als wären sie von unten blau durchleuchtet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Beendigung dieses ersten Rundgangs kehren wir zum Ausgangspunkt zurück und begeben uns zur südlichen, längeren Schleife. Sie führt direkt in die Sinterebene hinein und schlängelt sich an Geysiren und Quellen vorbei. Hier geraten wir in eine Gruppe Touristen, die von einem Ranger geführt werden. Wir laufen ein Weilchen mit dieser Exkursion mit und versuchen, Wissenswertes zu erlauschen. Ein erster Halt erfolgt bei Steamboat Geysir, dem derzeit größten aktiven Geysir der Welt. Seine größte je gemessene Auswurfhöhe betrug 130m. Seine Ausbrüche sind in höchstem Maße unregelmäßig und nicht vorhersagbar. Seit 1991 gab es nur 10 oder 11 große Ausbrüche, aber es gibt immer wieder mal kleiner Dampf-Wasser-Auswürfe. Einen solchen Rülps von 1-2 Meter Höhe erleben auch wir. Dann folgt die Gruppe weiter dem eloquenten Ranger, der seine Erläuterungen in kurzweilige Anekdoten kleidet. Auch die eine oder andere Frage lässt er sich von der Gruppe beantworten und lockert damit seinen Vortrag auf. Einen kleinen asiatischen Jungen, der eine Frage treffend beantwortete, lobt er überschwänglich und bietet ihm den Job des Rangers an. Nach einigen Stationen - Pools, Quellen und Fumarolen - bleibt er an einem unscheinbaren und scheinbar nicht aktiven Austrittsloch stehen und beginnt einen Dialog zur Bedeutung des Begriffes &quot;Vixen&quot;. Eine Tafel vor der Öffnung im Boden verrät - es ist der Vixen-Geysir. Vixen, so stellt er gemeinsam mit seinen Zuhörern heraus, heißt nicht nur Füchsin, sondern bezeichnet auch eine sehr verführerische Frau. Warum er aber diesen Small-Talk sosehr ausführlich in die Länge gezogen hat, begreifen wir im nächsten Augenblick, als der Vixen-Geysir ausbricht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein filigraner, dünner Strahl heißen Wassers schießt kerzengerade in die Höhe. Nicht permanent, sondern in kurzen Schüben steigt die Wasser-Fontaine bis in eine Höhe von 4-5 Metern und eine Dampfhülle wird Vixen-Geysir: Ein filigraner, dünner Strahl heißen Wassers schießt kerzengerade in die Höhe des Fotostopps an den Gibbon Falls.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Grand Prismatic Spring - vielleicht 15 Meter, oder mehr sind es bevor der blaue Pool dahinter beginnt. Beim Herabstürzen des Wassers werden Spritzer vom Wind abgetrieben. Klein aber fein - so kann man diesen Geysir bezeichnen, der sein Schauspiel noch etliche Minuten fortsetzt. Wir trennen uns von der Exkursion und gehen in unserem eigenen Tempo weiter. Dabei passieren wir noch viele kleinere Geysire und Quellen, allesamt mit eigenen speziellen Namen, wie &quot;Porkchop&quot; (Schweinekotelett) Geysir. &lt;br /&gt;Da am Horizont ein Gewitter aufzuziehen droht, kürzen wir den Rundgang ab und gehen in Richtung Ausgang. Dann fahren wir auf der Grand Loop Road weiter in Richtung Süden. Wegen des drohenden Gewitters fahren wir erst mal ein Stückchen und lassen die Artist Paint Pots links liegen. Nur an den Gibbon Falls halten wir noch mal kurz und machen ein paar Fotos. Allerdings sind wir dadurch schon bald an der Madison Junction. Doch es wäre noch zu früh, um den Park zu verlassen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Also entschließen wir uns, ein Stück nach Süden zu fahren und noch mal die Grand Prismatic Spring zu besuchen. &lt;br /&gt;Diesmal soll es aber der direkte, am Rande der Riesenquelle verlaufende Holzplankenweg sein, den wir entlangschlendern wollen. Auf dem Weg zum &quot;Midway Geyser Bassin&quot;, auf dessen Gebiet sich der Grand Prismatic befindet, nimmt der Verkehr stark zu. Haltende Autos stehen überall am Straßenrand, wo Bisons in Sichtweite weiden. Am Grand Prismatic ist mit Hängen und Würgen ein Parkplatz zu ergattern, so dass wir unseren Rundgang absolvieren können. Auf Satellitenaufnahmen sieht die Grand Prismatic Spring aus, wie ein blaues Auge auf der Erdoberfläche, welches leuchtend orange umrandet ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun stehen wir nach ein paar hundert Metern Fußmarsch an ihrem Rand. Es ist wahr, dass man sie auf diese Weise wegen ihrer schieren Größe nicht überblicken kann, wie aus Luft. Aber sie wirkt auf andere Weise auf einen. Der orangefarbene Uferbereich ist aus dieser Perspektive dominierend. Vielleicht 15 Meter, oder mehr sind es bevor der blaue Pool dahinter beginnt. Aber dieses Orange ist selbst ein Verlauf verschiedenster Tönungen zwischen Gelb und Rot. Das Sonnenlicht gibt den Farben die Strahlkraft von Glut und Feuer. doch es sind Bakterien, die diesen Farbzauber im heißen Wasser produzieren. Dort, wo das heiße Wasser in Rinnsalen vom Kreis des Pools wegläuft, bildet das Orange radiale Strahlen, wie bei einem Sonnenrad. Umgeben von Touristenmassen, die sich ebenfalls auf dem Plankenweg vorwärts schieben, schließen wir diesen Rundgang in aller Ruhe ab. Dann fahren wir zurück in Richtung Madison Junction. Auf dem Rückweg halten wir doch noch mal, und zwar an der Brücke über den Nez Perce Creek. Hier standen wieder viele Fahrzeuge am Rande und man konnte weit verteilte Gruppen von Bisons beobachten. Es waren auch etliche Jungtiere darunter. Also folgen auch wir diesem touristischen Herdentrieb und fotografieren die Bisons aus allen möglichen Perspektiven. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch dann geht&#039;s unaufhaltsam in Richtung Parkausgang. An der Madison Junction biegen wir nach Westen und haben vor dem Westeingang nur noch einen Halt auf der West-Entrance-Road. Dieser dient Angler am Madison River aber lediglich einer Picknickpause. Schließlich heißt es: Auf Wiedersehen Yellowstone; und kurz vorher: Auf Wiedersehen Wyoming. Wir sind jetzt wieder in Montana und rollen als erstes durch einen Ort namens West Yellowstone. Von hier aus wollen wir uns nord-westwärts und dem Madison River folgend auf die Rückfahrt nach Kanada begeben. Es folgt nun wieder eine längere Fahrt auf leeren Highways und es gilt, eine passende Gelegenheit für das Nachtcamp zu finden. Nachdem wird den Earthquake Lake passiert haben, kommen wir in das Upper Madison River Valley. Es ist ein weitläufiges Tal aus Grasland bestehend. Umgeben ist es von den Gipfeln des Madison Range im Osten und einem kleineren Gebirgszug im Westen. Wir finden einen Campground direkt am Fluss. Es ist ein Campground für Angler - für Fliegenfischer und sonstige Wildwasserangler am Madison River. Der Campground ist spartanisch, aber malerisch gelegen und von einem großartigen Bergpanorama umgeben. Da es erst 16:00 Uhr ist, sammeln wir Holz und bereiten den Grill vor. Der Abend klingt kulinarisch perfekt aus und wir sitzen noch ein wenig in Erwartung der Abenddämmerung, die langsam immer längere Schatten über das Tal kriechen lässt, bis die Berge im Osten von glutrot nach graublau verblassen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Mittwoch, 17. Juni 2015&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;&lt;b&gt;Von Höhlen und Gabeln auf langer Fahrt&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Der heutige Tag wird wieder ein Fahrtag werden. Dennoch sind zwei Highlights geplant. Leider liegen diese Highlights so, dass - egal wie man fährt - eines immer einen gewissen Umweg bildet. Aber der Plan steht und er enthält eben diese beiden Zwischenziele. Zuerst aber wach werden und nach der Morgenhygiene im winzigen Wohnmobilbad ein Frühstück genießen. Wie immer wird auch das Navi programmiert und es ist nun Selbigem überlassen, zu entscheiden, welches unserer beiden Zwischenziele zuerst dran kommt. Der Morgen ist wolkenlos und etwas frisch, aber erwartungsgemäß wird sich das in dieser eher trockenen Region bald zu einem heißen Tag entwickeln. Was sind denn nun die Highlights? Das Erste ist schon bald erreicht. Es ist ein kleiner Provinzpark in einer kleinen Gebirgsformation auf dem Weg in Richtung Butte (Wird Bjut gesprochen). Hier gibt es eine Tropfsteinhöhle. Der Park heißt &quot;Lewis &amp; Clark State Park&quot;, genau wie auch die Höhle &quot;Lewis &amp; Clark Cave heißt&quot;. State Parks sind die US-Versionen der Kanadischen Provincial Parks. Sie sind in der Verwaltung der Bundesstaaten, in diesem Falle ist das Montana. Die Namen Lewis und Clark hängen eng mit der Entdeckung der Gebiete im heutigen Montana durch die europäischen Einwanderer zusammen. Meriwether Lewis und William Clark waren die Leiter der ersten US-amerikanischen Überland-Expedition in den Westen des Kontinents, heute als Lewis&amp;45 Clark-Expedition bekannt. Die Namen sind uns bereits vor Tagen begegnet. Als wir am Crystal Lake übernachteten, befanden wir uns im &quot;Lewis &amp; Clark National Forrest&quot;. Lewis und Clark werden also in Montana verehrt, wie Gründerväter, auch wenn sie eher Forschungsreisende im Auftrag des damaligen Präsidenten Jefferson waren. Aber die Tropfsteinhöhlen, welche nach ihnen benannt sind und welche wir nun im Begriff sind, zu besuchen, haben die beiden Entdecker nie gesehen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;p&gt;Der Park beginnt gleich nach einem Abzweig von der Hauptstraße mit einem Besucherzentrum. Die Straße, die in die Berge bis hin zur Höhle führt, ist kostenpflichtig für Nicht-Montana-Einwohner, also auch für uns. Der Eintritt in die Höhle kostet extra, ist aber mit einer Führung verbunden - und mit einem ordentlichen Fußmarsch bergauf bis zum Höhleneingang. Unser Führer heißt Jim und fragt alle Teilnehmer, woher sie kommen. Er stellt fest, dass wir aus Deutschland kommend, die weiteste Anreise hatten und rechnet fortan Längenangaben in Fuß jedes Mal auch in Meter um. Neben verschiedensten faszinierenden und teils bizarren Tropfsteinformationen gibt es auch Fledermauskolonien zu sehen. Jim erzählt, moderiert und scherzt unentwegt. Wir bewegen uns mal durch riesige Kavernen, mal durch enge Schlupflöcher und Gänge. Dabei steigen wir stetig ab. Zum Thema Fledermäuse erklärt Jim den Besuchern mit einem Augenzwinkern in unsere Richtung, dass &quot;Bat&quot; im Deutschen &quot;Fledermaus&quot; heißt - also &quot;Flying Mouse&quot;. Jim erklärt nicht nur die geologischen Fakten. Er zeigt auch fantasiefordernde Schattenspiele mit seiner Taschenlampe - Tropfsteingebilde, die als Schatten an der Wand &quot;Romeo und Julia&quot;, einen sitzenden Buddha oder Santa Claus zeigen. Auch den Fußabdruck Bigfoots zeigt er uns. Eine besonders schöne Kaverne ist mit bunten Scheinwerfern beleuchtet und wirkt wie eine verwunschene Zauberwelt. Für eine halbe Minute demonstriert er uns auch, was völlige Dunkelheit bedeutet, indem er die Beleuchtung abschaltet.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Als wir schließlich wieder ans Tageslicht treten, merken wir, was die Höhle noch war - nämlich angenehm kühl. Jetzt liegt wieder ein kleiner Fußmarsch vor uns - zum Glück bergab. Nach Inanspruchnahme der Örtlichkeit und dem Genuss einer Eiscreme fahren wir wieder hinunter ins Tal und weiter zum US Highway 90. Hier nun fahren wir nicht in Richtung Butte, wo unweit davon unser Tagesziel wäre, sondern nach Osten. Dieser Inter-State Highway ist eine autobahnähnliche Fernstraße. Wir folgen ihr circa 35 Kilometer bis Three Forks. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Name des Ortes Three Forks ist Programm. Hier fließen drei Flüsse zusammen. Der eine ist der Madison River, unser alter Bekannter. Die anderen beiden sind der Jefferson River und der Gallatine River. Der Zusammenfluss dieser drei Flüsse, genauer gesagt der Konfluenzpunkt von Madison und Jefferson River ist der Beginn des Missouri. Den Namen hat der Fluss von einem Indianervolk an dessen Mündung in den Mississippi. &quot;wi-mihs-oor-i-t-a&quot; bedeutet etwa: &quot;Die mit den Holzkanus&quot;. Wirklich spektakulär ist dieser Ort nicht - einige kleine Flussarme in einer Niederung mit Espenauen - aber dafür geschichtsträchtig. Hier landete die Lewis-und-Clark-Expedition nach einer langen Reise den Missouri aufwärts und von hier aus plante die Expedition die Überquerung der Rockies. Verschiedene Infotafeln zeugen davon und auch hier ist dafür ein kleiner State Park angelegt worden. Es war im Jahre 1805, als die Expedition hier ankam und 1810 entstand hier bereits eine Handelsstation.  Spannend zu lesen war es, dass die indianische Dolmetscherin der Expedition Sacajawea - eine Häuptlingstochter der nördlichen Shoshone eine herausragende Rolle bei der Expedition spielte. Nicht nur als Dolmetscherin, sondern auch als Diplomatin hatte die Anfangs gerade mal 16-jährige eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Expedition gespielt. Nicht umsonst ist ihre Persönlichkeit in den USA mannigfaltig gewürdigt - sogar eine Dollarmünze mit ihrem Abbild gibt es seit 2000 und im Film &quot;Nachts im Museum&quot; wird sie - historisch etwas unwahr - von &quot;Teddy Roosevelt&quot; hofiert.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Vom Geburtsort des Missouri ist es nicht weit bis in den Ort Three Forks. Wir suchen ihn auf um zu tanken. An der Kasse der Tankstelle komme ich ins Gespräch und leiste mir den Fauxpas, die Stadt Butte als &quot;Batte&quot; auszusprechen, was im englischen irgendwie so wie &quot;Hintern&quot; klingt. Ich werde umgehend und mit einem Schmunzeln berichtigt: Es heiße &quot;Bjut&quot;. Alles klar! Jetzt weiß ich&#039;s! - heißt übrigens &quot;Kuppe&quot; oder &quot;Inselberg&quot;. Nach erfolgloser Suche nach einer Dumpstation fahren wir zurück zum Highway 90 und rollen in Richtung Butte. Kurz vor Butte - etwa 70 Kilometer noch - wollen wir etwas abseits am Delmoe Lake unser Nachtlager aufschlagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Tagesziel finden wir problemlos, auch wenn die die letzten Kilometer bis zum Delmoe Lake wieder über eine üble Schotterpiste gehen. Der Campground ist relativ leer und wir finden einen schönen Platz am Wasser. Sogar eine abgeschiedene eigene Badestelle haben wir und ein Bad ist mehr als willkommen. Das Wasser ist relativ warm und es gibt Blutegel, die an den Füßen andocken wollen. Aber das schreckt uns nicht und nach einer ersten Erfrischung gehen wir sogar ein zweites Mal baden. &lt;br /&gt;Obwohl es auf dem See Boote gibt und in der Nähe Quads durch den Wald fahren, ist es alles in allem ein entspannender Campground und unser Platz lädt uns nach dem Bade zu Lagerfeuer und Abendbrot mit Blick aufs Wasser ein und wir sitzen noch lange, bis in die Dämmerung draußen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Donnerstag, 18. Juni 2015&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Lady of the Rockies und Sackgassen im Wald&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Der Morgen am Delmoe Lake kündigt einen weiteren sonnigen und warmen Tag an. Auch die heutige Etappe wird im Wesentlichen aus Fahrerei bestehen. Konkrete Sehenswürdigkeiten haben wir heute nicht auf dem Zettel. Oder vielleicht doch Eine. Es ist &quot;Our Lady of Rockies&quot;, welche als Monumentalstatue am Berg über die Bergbaustadt Butte blickt - hoch oben über der Stadt ist sie weithin sichtbar und gilt als Wahrzeichen der Stadt und der Region. Bis Butte - zur Erinnerung: die Aussprache ist Bjut - ist es eigentlich nur einen Steinwurf, Luftlinie etwa 11 Kilometer. Aber der Delmoe Lake ist mitten in dem Bergmassiv, an dessen Rand auch die &quot;Lady of the Rockies&quot; thront und das bedeutet erst mal wieder eine Serpentinenfahrt über eine üble Schotterstraße, um wieder auf den US-Highway 90 zu gelangen. Das dauert natürlich ein Weilchen, aber zurück auf dem Highway ist es dann wirklich nur ein Katzensprung in die Stadt. Butte ist ein Zentrum des Kupferbergbaus, aber seine besten Tage hatte dieser bereits hinter sich. Nun zeugt ein riesiges Loch am Rande der Stadt, der ehemalige Kupfertagebau mit dem Namen Berkeley Pit von dieser Bergbauhistorie. Wir steuern in der Stadt den riesigen Wal-Mart an um unsere Vorräte zu ergänzen. Dieser Wal-Mart überrascht uns positiv wegen seines Angebotes. Die Frischetheke glänzt mit riesiger Auswahl und auch das sonstige Lebensmittelangebot kommt europäischen Erwartungen entgegen. Anders als in Kanada muss man für Bier und Wein auch nicht in einen extra &quot;Liquor-Store&quot;. Alles in allem halten wir uns hier eine kleine Ewigkeit auf, bis wir alles erledigt haben.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Bereits am Morgen hatten wir die Idee entwickelt, die Monumentalstatue am Berg über Butte, &quot;Our Lady of the Rockies&quot; zu besuchen. Wir versprachen uns vor allem einen großartigen Blick über das Tal mit der Stadt und dem Minenrestloch zu erhaschen. Wie wir herausfinden, gibt es einen kommerziell betriebenen Shuttleservice in der Stadt, der in regelmäßigen Abständen zur Statue hochfährt. Dies wollten wir aber nicht. Daher suche ich mit Hilfe des Navi einen Weg hinauf zur Statue. Nachdem das Ziel programmiert ist, starten wir direkt vom Parkplatz des Wal-Mart. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu machen wir einen kleinen Abstecher von unserer geplanten Route auf den US-Highway 15. Diese führt direkt unterhalb des Gebirgszuges entlang, auf dem in 2400 Metern Höhe die Riesenmadonna steht. Dies sind etwa 700 Meter über der der Stadt Butte. Der Fernblick dürfte grandios sein. Schließlich verlassen wir den Highway und kommen sofort auf eine Schotterstraße, die im Begriff ist, sich am Berg hinauf zu winden. Aber wir kommen nicht weit, die Fahrt endet vor einem verschlossenen Tor. Kein Schild kein Hinweis darüber, welche Optionen es gibt. Das Navi bietet keine Alternativen. Die spätere Recherche in Google Maps bestätigt dies. Scheinbar ist die Zufahrt nur den kommerziellen Shuttles vorbehalten. Etwas enttäuscht fahren wir zurück um uns wieder unserer Route zuzuwenden. Zumindest halten wir an einem Parkplatz des Highway 15, welcher einen ganz passablen Blick nach oben zur Statue, aber auch in Richtung Butte gewährt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Parkplatz hält kurz nach uns ein weiteres Wohnmobil - es scheint der Zwillingsbruder des Unsrigen zu sein, auch ein 19-Fuss-Mobil und auch von Fraserway aus Kanada. Das Paar, welches dem Wohnmobil entsteigt, macht auch Fotos und spricht Deutsch. Wir kommen kurz ins Gespräch. Sie kommen auf direktem Wege aus Calgary und sind auf dem Wege nach Portland, wo sie ein Familientreffen haben. Dem Mann macht ein Steinschlag auf der Frontscheibe sorgen, der auch schon einen gehörigen Riss gebildet hat. Nach einem kurzen Schnack fahren wir weiter, jeder seiner Wege. In Butte biegen wir wieder auf die 90. Nach einem Westschwenk um die Mine dreht der Highway wieder auf Nord und wir fahren bis Deer Mountain Bluebird am Nevada Lake &lt;br /&gt;Mittagspause am Nevada Lake Lodge. Fahren und vorbeiziehende Landschaften sehen - das ist es, was uns die nächsten Stunden erwartet. Aber auch der Gedanke an eine Dumpstation für unser Abwasser beschäftigt uns. Ein Hinweis auf eine Rastanlage an der Abfahrt nach Anaconda lässt uns kurzentschlossen dorthin fahren in der Hoffnung, endlich unseren Abwassertank geleert zu bekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Rastplatz bot viel, leider nur keine Dumpstation. Allerdings waren die Toiletten so gut, dass ich in Anbetracht großer Spiegel und warmen Wassers gleich noch eine seit Tagen fällige Rasur erledigte. Bis Garrison, dem nächsten Ort hinter Deer Lodge, bleiben wir auf der 90. Dann schwenken wir nach Osten. Es geht jetzt auf Landesstraßen weiter. Etwas weniger geradlinig aber dafür landschaftlich schöner fahren wir auf dem Highway 12 erst mal bis Avron, dann wieder in Richtung Norden auf dem Highway 141. Am Wegesrand dieses Highways liegt der Nevada Lake. Den Nevada Lake hatten wir uns als möglichen Mittags-Stopp vorgemerkt. Seine Lage ist in der Tat malerisch, so dass wir uns eine Stelle direkt am See suchen und eine ganz entspannte Mittagspause genießen. Nach dem Hauptgericht, sitzen wir in unseren Klappstühlen mit Blick auf den See und knubbeln frische Kirschen aus dem Wal-Mart, Kirschkernweitspucken inklusive. Auch einen Berghüttensänger (Mountain Bluebird) können wir wieder mal beobachten, wie er in unserer Nähe im Geäst der Pappeln umherflattert. Gut ausgeruht und gesättigt fahren wir weiter. Ein weiteres Mal biegen wir ab, diesmal auf den State Highway 200 nach Nordwest. Noch immer sind wir unser Abwasser nicht los, obwohl wir einen weiteren Versuch am US-Highway 90 unternommen hatten, der ebenfalls erfolglos war - eine vermeintliche Dumpstation war auch dort nicht zu finden. Doch nun sollten wir Glück haben. Der nächste Abzweig nach Norden auf den Highway 83 glänzte mit einer ebenfalls gut ausgebauten Rastanlage. Und diesmal gab es auch eine Dumpstation. Endlich konnten wir beide Abwassertanks leeren und sorgenfrei in den nächsten Tagen die Toilette und Waschbecken des Campers weiter benutzen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Am Highway 83 würden uns nun immer wieder Campgrounds begegnen und mehrere Seen vor einer Gebirgskulisse säumen diesen Highway. Da es schon vorgerückter Nachmittag ist, würden wir auch beginnen, nach einer Übernachtungsgelegenheit Ausschau zu halten. Die Campgrounds am Salmon Lake lassen wir links liegen, genauso wie die am Seeley Lake. Sie liegen mir zu unmittelbar an der Straße. In meinen Unterlagen hatte ich vermerkt, dass es einen Campground im Hinterland des Lake Alva geben müsste. Dazu müsse man zwischen Lake Inez und Lake Alva nach Westen durchfahren - etwa 20 Kilometer. Also: Versuch macht &quot;Kluch&quot;. Natürlich landen wir schon bald wieder auf einer elenden Schotterstraße ohne Hinweisschilder, dafür aber immer mal wieder Abzweige auf andere nicht beschilderte Wege. Wir fahren, wie wir glauben, dass es richtig sei. Der Waldweg hat laut Navi sogar einen Namen: erst &quot;Colt Creek Road&quot;, dann &quot;Cold Lake Road&quot;. Ein &quot;Creek&quot; begleitet uns tatsächlich zwanzig Meter tiefer den Abhang hinunter. Einen Lake hingegen erreichen wir nie. Denn der Weg wird immer schlechter, von Forstfahrzeugen zerfahren und stellenweise mit Geröll von Steinlawinen halb zugeschüttet. Und schließlich ist es ganz vorbei. Ein riesiger Haufen Erdreich versperrt den Weg, der dahinter zwar weitergeht, aber für uns nicht erreichbar ist. Just an dieser Stelle gibt es einen guten Bereich zum Wenden, eine Art Wendehammer im Wald an der Seite der Straße. wir erwägen nun sogar, hier stehen zu bleiben, die Nacht zu verbringen und den Abend als Chance zu Tierbeobachtungen am Abend zu nutzen. Tatsächlich kommt alsbald auch ein Reh vorbei. Allerdings merken wir bald, dass wir zunehmend zur Weide für Mücken werden. Da wir uns schon bald nicht mehr außerhalb des Campers aufhalten können und wir zudem unmittelbar um den Platz herum jede Menge leerer Hülsen von Jagdpatronen finden, kommt uns dieser Übernachtungsplatz gar nicht mehr ansprechend vor und wir entschließen uns doch noch, weiter zu fahren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war eine wahrhaft gute Entscheidung. Denn als wir wieder den Highway erreichen, sind es keine zwei Kilometer weiter, als wir einen Campground direkt am Lake Alva erreichen. Dieser liegt zwar in Hörweite des Highways, bietet aber einen herrlichen Blick auf den Lake Alva mit Sonnenuntergang über dem See. Dieser Platz hat allerdings nur sehr wenige Plätze - lächerlich wenig, die praktisch alle belegt sind. Es sind 5 Einzelplätze und ein Gruppenstellplatz, der erst ab dem nächsten Tag reserviert war und daher als einziger frei war. Auch Mülltonnen gab es nicht, jedoch ein Schild mit dem Motto &quot;Put in - put out&quot;, was vermitteln sollte: Nimm Deinen Müll wieder mit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also okkupierten wir den Gruppenstellplatz umgehend und brachten die Klappstühle ans Wasser. Auch der abendliche Sprung ins kühle Nass war Teil des Tagesausklanges und angenehmerweise waren die Mücken hier kaum präsent. Allerdings konnten wir hier die Raupenplage gut beobachten, die uns schon andernorts aufgefallen war. Büsche und Sträucher waren massenhaft eingesponnen und von überall aus den Bäumen seilten sich Raupen an dünnen Seidenfäden ab, um dann in Scharen über den Erdboden zu prozessieren. Ob es sich hier um die Raupen des Monarch-Falters handelt, konnten wir nicht abschließend klären, aber diese Schmetterlingsart ist hier sehr präsent. Im Übrigen ist der Stellers Jay (Diademäher) einer der Fressfeinde des Monarchfalters. Im Angesicht des Sonnen-untergangs über dem See geht unser Tag zur Neige und wir gehen dementsprechend ins Bett.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Freitag, 19. Juni 2015&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Eisberge voraus!&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Der neue Tag am Lake Alva begrüßt uns mit dem langen Schatten der Berge im Osten. Die andere Seite des Sees liegt aber bereits im Sonnenlicht und verheißt uns einen sonnigen Tag. Die heutige Etappe wir eine Kurze sein und unser Ziel wird im Glacier Nationalpark liegen. Dazu folgen wir dem Highway 83 weiter nach Norden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis auf einen kurzen Halt in der Nähe des Swan Lakes fahren wir durch. In der Nähe von Bigfork wechseln wir auf den Highway 35 und später auf den Highway 206. Er wird bald zu einer Art Townchip Road und wir rollen nun durch das besiedelte Umland von Columbia Falls. Bevor wir in die Stadt kommen, wechseln wir auf die US Route 2 in Richtung Osten und fahren nun direkt auf das Gebirgsmassiv der östlichen Rockies zu. Der nächste Ort ist Hungry Horse. Entlang der Straße reihen sich kitschig herausgeputzte Motels und Freizeitparks mit Wildwestthemen. Die Route 2 wird sich noch sehr weit nach Osten hinziehen, mehrere Bundesstaaten passieren und am Lake Michigan enden. Wir aber schwenken in West Glacier nach Norden und gelangen schon recht bald an den Westeingang des Glacier Nationalparks. Dieser allerseits sehr gepriesene Nationalpark bildet zusammen mit dem Waterton Lakes Park auf kanadischer Seite einen Teil des größeren Schutzgebietes und internationalen Nationalpark-Projektes &quot;Glacier-Waterton international Peace Park&quot;. Durch diesen Park hindurch führt ein Parkway über die Berge bis zum Osteingang bei St.Mary. Es ist die Going-To-The-Sun Road, die am Logan Pass eine Höhe von 2026 erreicht. Der Logan Pass ist eines unserer bevorzugten Ziele auf unserem Zettel. Allerdings erhielten wir von einem Bekannten, der diesen Park bereits besuchte, den Hinweis, dass Wohnmobile die Straße nicht befahren dürften. Das hörten wir natürlich nicht gern und ich recherchierte weiter, um diesen Hinweis zu verifizieren. Die Information, welche ich fand, ließ mich hoffen. Tatsächlich gab es eine Beschränkung - und zwar für Fahrzeuge, die länger als 22 Fuß sind. Das bedeutete Entwarnung, denn unser Camper ist nur 19 Fuß lang. Somit blieb den Logan Pass in der Planung bestehen und sollte am nächsten Tag angesteuert werden. Als wir am Kontrollpunkt des Westeingangs unsere Besuchergebühr bezahlen, frage ich nochmals nach der Befahrbarkeit des Parkway. Und da gibt es eine böse Überraschung. Die Länge von 19 Fuß sei OK, aber in der Höhe gibt es auch eine Einschränkung, nämlich 10 Fuß.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Unser Camper ist 12 Fuß hoch und wir sind geschockt. Die Dame im Häuschen sagte darauf hin: &quot;Bis zum Avalange Creek darf der Parkway mit Campern befahren werden und zum Logan Pass fahren tagsüber regelmäßig kostenlose Shuttles.&quot; Nun denn - somit ließe sich der Besuch des Logan Passes nebst Wanderung wohl doch machen. Wir fuhren also in den Park ein und steuerten zuerst das Besucherzentrum an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir uns ausreichend informiert haben. geht es auf der Going-To-The-Sun Road nordostwärts in die Berge. Zuerst führt die Straße sehr lange am Lake McDonald entlang. Der am See gelegene Campground passt uns nicht. er ist eher für Zelte gedacht, als für Wohnmobile. Also fahren wir weiter bis zum Avalange Creek Campground, wo wir uns dann auch einquartieren. Ab hier wäre die Straße auch für uns nicht mehr befahrbar. Wie wir später von Platzwart erfahren, rührt die Höhenbeschränkung von zwei Straßentunneln auf dem Weg zum Pass. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir sind ausreichend früh da, um noch eine Wanderung zu unternehmen. Es liegt nahe, den Wanderweg zum Avalange Lake zu gehen, den der startet direkt am Campground. Es ist eine Wanderung direkt in ein Seitental hinein, welches streckenweise den Charakter eines Canyons hat. Der Avalange Creek hat sich hier eine tiefe Schlucht in den Berg geschnitten. Der Weg entlang des Wildwasserflüsschens hat teilweise einen gehörigen Anstieg. Dennoch sind viele Wanderer unterwegs. Der Weg ist nicht sehr lang und endet nach etwa einer Stunde am Avalange Lake. Dieser Bergsee ist umgeben von einem Gipfelpanorama. Viele der Wanderer picknicken am Ufer des Sees. Auch wir verweilen nun ein wenig und genießen die Aussicht. Hinter dem See erhebt sich ein gewaltiger Bergriegel, von dem aus gewaltiger Höhe mehrere Sturzbäche in Wasserkaskaden herunter stürzen und den See speisen. Die gletscherbedeckten Berge dahinter speisen wiederum diese Zuflüsse. Da bemerken wir dunkle Wolken, die aus Süden über den Berg wallen. Eine bedrohliche Gewitterwolke zog herauf und unter den Wanderern am Seeufer machte sich Unruhe und Bewegung bemerkbar. Die meisten brachen auf und machten sich auf zum Abstieg. &lt;br /&gt;Wir aber beobachteten die Wolke mit kühlem Mut und berechnendem Auge und meinen, dass die Wolke uns nur mit ihrem Rand erwischt, wenn wir weiter am Ufer des Sees in Richtung der Bergriegels laufen. Die Abstiegsroute hingegen würde voll vom Gewitter erwischt werden. Schon zuckten die ersten Blitze und der Donner brach sich grollend an den Berghängen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Wir liefen zügig weiter in entgegengesetzter Richtung zu den meisten Wanderern. Dann begannen die ersten Regentropfen zu fallen. Wir suchten Schutz unter einer kleineren Baumgruppe direkt am See und konnten beobachten, wie tatsächlich in Richtung des abfallenden Canyons der Regen infernalisch losbrach. Auch am Ort unseres Unterschlupfes regnete es etwas, aber es kam, wie von uns erhofft. Es regnete nur kurz und nicht sehr stark. Dann konnte man erkennen, wie der Rand der Gewitterwolke sich in Fetzen auflöste und harmlosere kleine Wolken hinterher zog. An die Wanderer auf dem Abstieg im Canyon wollten wir jetzt lieber nicht denken. Wir liefen weiter am See entlang bis zum endgültigen Ende des Wanderweges. Hier strömten die Gebirgsbäche in den See. Ein junger Mann mit Freundin stand hier am Ufer und versuchte sich im Fliegenfischen. Nach kurzem Verweilen machten wir uns auf den Rückweg. Dieser führte bergab und war dementsprechend schneller bewältigt. &lt;br /&gt;Auch die Sonne kommt wieder hervor und wir genießen noch einige Stopps im unteren Tal, wo der Avalange Creek einen Canyon in den Fels geschliffen hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir am Anfang des Wanderweges wieder in der Nähe des Campgrounds anlangen, ist vom Gewitter nichts mehr zu sehen. Daher haben wir nun sogar noch die Muse, am Beginn des Wanderweges dem sogenannten Trailhead einen Lehrpfad zum Thema des hiesigen Waldes abzulaufen, bevor wir den Ausklang des Abends auf unserem Stellplatz genießen. Dieser zeigt die typischen Vertreter der hiesigen Baumriesen, wie Hemlocktanne und die westliche Rotzeder (Western Red Cedar). Da wir mit unseren Klappstühlen direkt am Rande des Waldes standen konnten wir sogar einen jungen Hirsch einige Meter hinter dem Stellplatz zwischen den Bäumen beobachten. Zum Abendbrot gab es Pizza vom Walmart und ein Tröpfchen kalifornischen Rotweines.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Samstag, 20. Juni 2015&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Der Bus der niemals kam&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;Wie wir gelernt haben, können wir mit unserem Wohnmobil nicht zum Logan Pass fahren wegen einer Höhenbeschränkung. Wie wir zudem am Vorabend in Erfahrung gebracht haben, gab es gleich am Eingang zum Campground einen Haltepunkt des Shuttles. Dort gab es auch eine Infotafel mit den Abfahrtzeiten die wir ebenfalls am Vorabend studierten und uns einen Zeitpunkt zur Abfahrt ausgesucht hatten. Der Plan sah also wie folgt aus: Der Tag sollte also mit der Shuttlefahrt hinauf zum Logan Pass beginnen. Dieser ist der höchste Punkt der Going-to-the-Sun Road. Vom Haltepunkt am Logan Pass wollen wir eine Wanderung zum Hidden-Lake-View machen. Danach würden wir den verbleibenden Zeitvorrat bewerten und vielleicht noch an einem weiteren Haltepunkt an der Going-to-the-Sun Road aussteigen. Dieser Plan sollte den Tag gut ausfüllen. Jetzt muss also nur noch das Shuttle kommen, aber wir haben ja noch etwas Zeit. Doch diese Zeit ist bald schon vorbei, nur ist kein Shuttle in Sicht. Der erste Kleinbus des Tages, welcher jetzt bereits auf dem Rückweg hier halten müsste kommt auch nicht. Ist ein Shuttle ausgefallen? Stimmt etwas mit dem Fahrplan nicht? Die Zeit vergeht merklich und es kommen einige Exkursionsbusse des Unternehmens Xanterra vorbeigefahren. Xanterra ist ein privatwirtschaftliches Tourismusunternehmen, welches unter anderem Betreiberlizenzen für Dienstleistungen in Nationalparks besitzt. Das schließt den Betrieb von Hotels und Campgrounds, aber auch Exkursionsangebote ein. Diese Xanterra-Busse sind nicht kostenlos und die Exkursionen sind eigentlich Halbtagesangebote. Aber da keine anderen Busse kommen, sind wir verunsichert, ob wir nicht doch etwas verwechselt hätten. Inzwischen sind ein halbes Duzend dieser markanten sogenannten Red Jammer vorbeigekommen Allerdings halten die Xanterra-Busse auch nicht an der Haltestelle. Was also stimmt hier nicht?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Wir sind schon eine geschlagene Stunde mit Rucksack und Wanderstöcken an der Haltestelle und sehen in der Nähe an einem Sanitärgebäude einen Ranger wirtschaften. Wir sprechen ihn an. Parkranger in den USA sind stets sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Allerdings sind sie nicht immer umfassend kompetent. Dieser hier studiert zuerst den Fahrplan auf der Infotafel, so wie wir es bereits mehrmals zuvor selbst taten. Aber auch er kommt zu keinem anderen Schluss, als wir. Er entschuldigt sich, entfernt sich etwas und nimmt über sein Sprechfunkgerät Kontakt mit irgendjemandem auf. &lt;br /&gt;Dann erfahren wir von ihm: der reguläre Shuttle-Betrieb beginnt erst am 1. Juli. &quot;Aber am Plan steht nichts davon&quot;, sage ich missmutig. Ja, bestätigte er, die Infotafel lässt diesen Hinweis vermissen, bestätigt er und entschuldigt sich dafür noch mals. Uns bleibt somit nichts anderes übrig, als einen neuen Plan zu machen. Wir gehen also zurück zum Campground. &lt;br /&gt;Der Platzwart des Campground, dem kurz darauf begegnen, bestätigt uns die Sache mit dem 1.Juli. Als sehr ärgerlich empfinden wir, dass auch die Rangerin gestern am Parkeingang uns groß und breit von den kostenlosen Shuttles erzählt hatte, ohne zu erwähnen, dass für sie die Saison noch nicht begonnen hat. Am Eingang zum Campground steht eine große Tafel mit einer Wanderwegekarte des Parks. Hier prüfen wir unsere Optionen. Leider erschließen sich von unserem Standort aus nur Wanderwege tief im Tal. Wir wählen einen Weg in Richtung des Lake McDonald, dem Johnson Lake Trail. Er führt im Grunde des Tals in Richtung Westen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wandern eine Weile, aber der Weg wirkt nicht einladend auf uns. Ohne Fernsicht zieht er sich durch einen düsteren Tannengrund und wirkt etwas unheimlich. Hier in der Talsohle sind die Bedingungen gut für die Entstehung eines Waldes aus viel-hundertjährigen Riesen. Es uns erinnert hier an die Regenwälder der Küstenrockies oder auf Vancouver Island.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Nach anderthalb Stunden haben wir von der Eintönigkeit des gruseligen Düsterwaldes genug und kehren nach einer kurzen Rast um. Wir werden also schon recht früh am Tag wieder am Wohnmobil sein und haben dann keine weiteren Pläne. Somit werden wir einen faulen Nachmittag mit Steaks vom Grill genießen. So geschieht es dann auch. In den Klappstühlen wird uns noch mal richtig warm in der Abendsonne. Wir entfachen ein Feuerchen und bereiten ganz in Ruhe unser Barbecue vor. Den lieben Gott lassen wir einen guten Mann sein und relaxen. Wir nutzen die Phase der Entspannung auch dazu, unser banales Lagerleben am Abend mal mit dem Camcorder zu dokumentieren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem Wald kommen auch noch Beiträge zum Abendprogramm. Ein Junghirsch und später eine Hirschkuh ziehen äsend hinter unserem Camper im Wald vorbei. Der Camcorder war diesmal glücklicherweise schon einsatzbereit. Alles in allem bleibt der Glacier Nationalpark für uns eine Enttäuschung, da wir die eigentliche Attraktion - die Gletschergipfel im Hochgebirge rund um den Logan Pass nicht zu Gesicht bekommen haben. Morgen werden wir die Option einer Busfahrt mit Xanterra prüfen, aber wahrscheinlicher ist es, dass wir den Reservetag weiter aufsparen werden für später, für Kanada, und weiterfahren nach Norden. Irgendwann gehen Steaks, Rotwein und Beilagen zur Neige und auch die Sonne versinkt hinterm Berg. Damit ist ein weiterer Tag vergangen.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Einmal-Yellowstone-und-zurueck-sk-touristik.html&quot;&gt; Weiter zum 3. Teil&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/3(2).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Sonntag, 21. Juni 2015 &lt;br /&gt;Duty Free von Montana nach BC&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;Heute werden wir den Glacier Nationalpark verlassen, so oder so. Das eine &quot;So&quot; steht für eine Fahrt mit Xanterra auf der Going-to-the-Sun Road und das andere &quot;so&quot; steht für einen direkten Aufbruch nach Norden. Dies wird davon abhängen, ob wir im Besucherzentrum etwas über die Xanterra-Tour erfahren und ob die Angebote passen. Also starten wir nach dem Frühstück vom Campground aus in Richtung Parkausgang. Dort befindet sich am westlichen Ende des Lake McDonald der Hauptort des Nationalparks. In diesem Ort namens Apgar ist auch das zentrale Besucherzentrum. Heute haben Christian und Johannes Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! Uns fehlen die Kommunikationswege, um diese Glückwünsche auch an den Mann zu bringen, aber wir hoffen, ihr habt einen schönen Tag. Am Besucherzentrum erfahren wir nicht viel Konkretes über Xanterra-Exkursionen. An den Busstationen kann man die Fahrt nicht buchen, sondern vorab über eine telefonische Service-Hotline. Darauf haben wir schon mal keine Lust. Zudem dauert so eine Fahrt wohl mindestens 4 Stunden. Also tritt Plan B in Kraft und wir begeben uns auf die Weiterfahrt nach Norden. Somit verlassen wir den Glacier Nationalpark zuerst in Richtung West - kommen wieder durch Hungry Horse und Columbia Falls - und fahren dann nach Whitefish. In beiden Orten halten wir. In Columbia Falls besuchen wir einen Supermarkt. An den Angeboten der Supermärkte erkennt man den Wohlstand der Bewohner in den jeweiligen Orten. Auch Columbia Falls gehört der Riege wohlhabender Gemeinden an. Dementsprechend gibt es im Supermarkt Frischetheken mit reichhaltigem Angebot und eine Bäckerei, die unter anderem frische Baguettes im Angebot hat. Einen Ort weiter, in Whitefish entschließen wir uns, zu tanken. Es ist sinnvoll, so knapp wie möglich vor der kanadischen Grenze zu tanken, damit wir maximal den Vorteil der niedrigeren Spritpreise in den USA ausnutzen. Aber wir wollen auch nicht riskieren, irgendwann einmal die letzte Gelegenheit verpasst zu haben oder aber den Preisvorteil dadurch zu verlieren, dass in Grenznähe die Preise auch auf US-Seite anziehen. Also scheint uns die Tanke in Whitefish ein guter Kompromiss zu sein. Die Grenze zu Kanada ist nicht ganz 100 Kilometer entfernt und auf dem Weg dahin gibt es außer ein paar Käffern nur noch einen nennenswerten Ort namens Eureka. Nach dem ich ordentlich mit der Zapfpistole nachgedrückt habe, um den Tank maximal voll zu bekommen, rollen wir unseren letzten Kilometern in Montana entgegen. Zuerst kommen wir durch Whitefish Downtown. Ohne Halt passieren den Ortskern, aber ein Besuch hätte sich durchaus gelohnt. Er erinnert ein wenig an den Heimatort vom Grinch. Ihren Wohlstand und auch die innerstädtische Architektur aus Western- und Zuckerbäckerstil-Elementen verdankt die Stadt dem angrenzenden größten Skigebietes Montanas.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Die Annahme bestätigt sich, dass es keine großartigen Tankgelegenheiten vor der Grenze mehr geben wird. Wir durchfahren keine wahrnehmbaren Orte mehr außer Eureka und dort halten wir sogar kurz. Doch bis auf ein Café hat hier alles zu. Der Ort wirkt verschlafen, aber wir sehen zwei Fernradler durch den Ort strampeln, deren Beflaggung an den Räder zeigt, dass sie aus Deutschland kommen. Von Eureka bis zum Grenzübergang in Roosville sind es 10 Kilometer. In Sichtweite des Kontrollpunktes kommen wir vorher an einer Wellblechhalle am linken Straßenrand vorbei. &quot;Duty Free&quot; prangt an einer großen Tafel und wir lassen uns von dieser Gelegenheit zollfreien Einkaufens anlocken. Dieser Duty-Free-Laden hat den typischen Aufbau solcher Läden, wie sie überall in der Welt zu finden sind - mit Schwerpunkt Alkohol, Zigaretten und Parfümerie. Letztlich verlassen wir den Store mit einem Kentucky Straight Bourbon Whisky, einem Buffalo Trace. Bei einem Bourbon kann man nicht viel falsch machen, erst recht nicht mit einem Kentucky Straight Bourbon, dessen Herstellung durch einige Standards und eine mindestens 2-jährige Lagerung in Fässern aus amerikanischer Weißeiche reglementiert ist. Der lustige Moment bei diesem Einkauf kommt aber jetzt. Den Einkauf bekommen wir nämlich nicht nach dem Bezahlen ausgehändigt. Stattdessen bekommt eine Angestellte des Stores die Tüte und man erklärt uns, dass wir den Einkauf vor dem Kontrollpunkt ausgehändigt bekommen. &lt;br /&gt;Wir erklären uns diese Prozedur damit, dass verhindert werden soll, dass US-Bürger hier zollfrei einkaufen und dann einfach wieder zurückfahren nach Montana. Diese Ladenangestellte fährt also in einem Jeep vor uns her und hält an einem kleinen Parkplatz unmittelbar vor dem Kontrollpunkt. Hier übergibt sie uns die Tüte und bedankt sich nochmals für den Einkauf. Dann schaut sie uns nach, wie wir uns in die kurze Autoschlange am Grenzposten einreihen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&lt;Eigentlich hatten wir dieses Gebaren schon einmal erlebt. 2014 in Calgary auf dem Flughafen wurde ähnlich verfahren. Obwohl wir ja bereits im Abflugbereich waren, wurde unser Einkauf - wir erinnern uns, es war ein kanadischer Whisky Crown Royal - erst beim Boarding übergeben. Nun aber stehen wir in der Autoschlange und sind guter Hoffnung, dass wir problemlos wieder zurück nach Kanada kommen. Wie wir das bereits kennen, übernimmt der Einreisestaat die Grenzkontrolle. Somit gibt es keinen US-Posten, sondern in Richtung Nord nur den Kanadischen Posten. Als wir dran sind, begrüßt uns der Officer zweisprachig mit &quot;Hello - bon jour&quot;, wie es in Kanadas offiziellen Einrichtungen üblich ist. Während er in unseren Pässen blättert, fragt er nach den typischen Gütern, die den Zoll interessieren: Feuerwaffen, Feuerholz, Alkohol, Tabak, frische Lebensmittel, speziell Eier. Unter dem Eindruck des eben erstandenen Whiskys antworten wir: &quot;Haben wir alles nicht, außer etwas Alkohol im Rahmen der zollfreien Limits.&quot; Er fragt uns, wie viel denn das genau sei und erhält die wohlvorbereitete Antwort: &quot;1 Liter Whisky, 1 Liter Wein und ein Sixpack Bier&quot;. Damit gibt er sich zufrieden und fragt: Ihre letzte Einreise nach Kanada war im September 2014? Offensichtlich hatte er den Einreisestempel vom Juni 2015 übersehen und wir beeilen uns, ihn umgehend darauf hinzuweisen. Es könnte schließlich ein Problem werden, wenn der Verdacht aufkäme, wir wären länger als 6 Monate im Land gewesen, denn nur ein halbes Jahr ist Visa frei. &quot;Ah Sie sind ja Kanadaprofis&quot;, sagt er, gibt uns die Pässe zurück und wünscht uns gute Reise. Wir rollen nach Kanada hinein und sehen am Rand einen Pick-Up, der vom kanadischen Zoll gerade auseinander genommen wird. Sowas ist also durchaus auch möglich, sagen wir uns und denken an die paar Eier im Kühlschrank, die noch von unserem Dutzend übrig sind. Die sind nun verbotener Weise zweimal über die Grenze gefahren, wie ein &quot;Linie Aquavit&quot;, der durch zweimaliges Schippern über den Äquator geadelt wird. Landschaftlich ändert sich kaum etwas. Dennoch spürt man Kanada. Zuerst einmal sind die Entfernungsangaben wieder in Kilometern und es ist weniger Verkehr. Übrigens sind wir jetzt in British Columbia und das Kootenay-Tal liegt voraus. Der Highway trägt noch immer die Nummer 93, nennt sich aber Kootenay Highway. Doch bald kommen wir an eine Straßenmündung. Nach Osten geht’s quer durch die Rockies nach Alberta. Der Pass, welcher dabei zu überwinden ist, befindet sich bei Crowsnest an der Grenze zu Alberta. So heißt jetzt auch der Highway - Crowsnest Highway (Hwy 3). Wir befahren ihn aber in Richtung Nordwest, hinein ist Kootenay Tal. Nach einer kurzen Strecke entschließen wir uns zu einem Abstecher in die Botanik, um an einem schönen Plätzchen am Wasser eine Mittagspause zu machen. Die Kikomun Road ist gar nicht so unbefahren, wie es anfangs schien und wir sehen auch kein Wasser, obwohl wir schon viele Kilometer von der Hauptstraße weg sind. Später wird das Kartenstudium zeigen, dass wir einen Steinwurf vor dem Koocanusa Lake aufgegeben haben. Aber im Augenblick ist uns das nicht klar und wir rasten auf einem Schotterplatz am Wegesrand. Hier sehen wir einen Adler (oder Bussard) am Himmel kreisen. Nach einer kurzen Pause wursteln wir uns über die Jeffrey Baynes Lake Road zurück auf den Highway.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Nun fahren wir wieder Nord-westwärts, so wie auch das Kootenay Tal sich erstreckt - zwischen den gewaltigen Bergmassiven der Kootenay Rockies im Osten und den Purcell Mountains im Westen. Das Fahren kommt mir entspannter vor, als in den Staaten. Dort war, vom dichteren Verkehr abgesehen, das Tempo auch gar nicht so gering, wie es die Limit in Meilen pro Stunde erscheinen ließen. Entspannt rollen wir also durch sanfte Wildheit der Kootenay Region, die den Highway mit spärlichen Weiden und lichten Kiefernwäldern einrahmt und am Horizont auch immer Berge präsentiert - mal näher, mal entfernter. Außer imposanter Natur sehen wir nur wenige trostlose Orte. Der nächste ist Wardner, wo der Highway den Kootenay River überquert. Dann kommt ein Abzweig nach Cranbrook - dort fahren wir aber nicht hin - und wieder eine Brücke über den Kootenay. Bald danach kommt Fort Steele, welches mit einem historischen Fort lockt. Wir wollen uns das anschauen, aber dann schreckt uns ein riesiger (und voller) Parkplatz vor einem zum Vergnügungspark umgestalteten Wildwest-Fort ab und wir verzichten. Stattdessen rollen wir dem Abzweig zu unserem Tagesziel entgegen. Kurz hinter Skookumchuck - zwei Häusern mit drei Spitzbuben - biegen wir in die Whiteswan-Lake-Forest-Service Road und sind endlich mal wieder auf Schotter. Aber auf den 25 Kilometern bis zu unserem Campground wird es noch einen kleinen Höhepunkt geben - die Lussier Hot Springs. Diese heiße Quelle ist relativ unbekannt kaum ausgebaut und frei zugänglich. Entlang der Schotterpiste ist lediglich eine Verbreiterung der Schotterfläche zu einem Turnout als Parkplatz angelegt und eine Infotafel aufgestellt worden. Ein Trockenklo gibt es auch und der Abstieg zum Ufer des Lussier River mit Stufen und Geländer führt einige dutzende Meter hinunter zur heißen Quelle, die direkt am Ufer des Wildwasserflusses aus dem Berg tritt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Einige Autos stehen auf dem Parkplatz und wir gesellen uns hinzu. Nachdem wir flink unsere Sachen gepackt haben, steigen wir die Treppe hinab zum Flussufer. Da die Quelle direkt am Fluss entspringt hat man aus Geröll eine Barriere zum Fluss aufgeschichtet und somit einige kleine Nischen und Pools mit warmem Wasser gebildet. Viel Platz ist darin nicht, aber einige der Besucher machen sich gerade fertig zum Verlassen der Quelle. So finden wir ein bequemes Eckchen in einem der Pools und entspannen im heißen Wasser. Der eiskalte Wildwasserfluss rauscht nur wenige Meter entfernt an uns vorbei. Wer will, kann hier ein eisiges Wechselbad nehmen. Das heiße Wasser wirkt, wie ein Wannenbad, Schweiß und Staub werden porentief aufgelöst. Ohne Badebekleidung wäre das mit der heimischen Badewanne gleichzusetzen, aber am Abstieg gebot und ein Schild: Spirituosen und Nacktheit verboten. Wir fühlen uns trotzdem ganz gut gebadet und machen uns nun fertig zum Aufstieg. Diesen absolvieren wir ganz bedächtig, um nicht gleich wieder zu schwitzen. Dann geht&#039;s auf zum Campground am Alces Lake, die letzten Kilometer über Schotter. Der Campground am Alces Lake ist ganz nach unserem Geschmack und er ist so gut wie leer. Wir okkupieren einen Platz mit direktem Zugang zum Wasser. Kaum haben wir unseren Zettel zur Selbstregistrierung ausgefüllt, da taucht auch schon ein Platzwart auf und vollendet unsere Anmeldung. Dabei schnackt er uns auch noch Feuerholz an, aber wir haben auf einem so schönen Platz in der Tat Lust auf ein schönes Lagerfeuer. &lt;br /&gt;Das Feuerchen prasselt auch schon bald, nachdem das Holz noch etwas feiner gespalten ist. Und auch das Abendbrot ist deliziös. Wir können nun bis zum Dunkelwerden einfach nur den züngelnden Flammen zuschauen oder zur Abwechslung am Ufer des Sees die zunehmende Abendstimmung des Bergpanoramas genießen. Mit der sinkenden Sonne fühlen wir uns inspiriert, den Fotoapparat für einige Zeitrafferserien aufzubauen. Die Zeitraffer zeigen beindruckend, wie die Erde sich mit ihrer Rotation von seinem Zentralgestirn, der Sonne abwendet und immer weiter in den eigenen Schatten taucht - zu betrachten über die folgenden Videos:&lt;br /&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/nR9VkdyDNJU&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/vL_tIOozU-U&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;Das zweite Zeitraffervideo zeigt, wie anschließend der Sternenhimmel gen Westen flieht, während die Erde sich unaufhaltsam ostwärts dreht. Sogar Nordlichter flackern kurzzeitig auf, und das in der kürzesten Nacht des Jahres. &lt;br /&gt;Von Zeit zu Zeit fährt ein Fahrzeug auf der Schotterstraße um den nächtlichen See. Dort liegt der größere Whiteswan Lake, der dem hiesigen Provinzpark seinen Namen gab. Einen Abstecher dorthin nehmen wir uns für morgen vor und begeben uns zur Nachtruhe.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Montag, 22. Juni 2015 &lt;br /&gt;Ist Radium gesund?&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;Die Pläne für den heutigen Tag sind klar definiert. Am Ende des Tages aber werden wir aufgrund überraschender Umstände doch wieder - anders als geplant - einige Vorhaben angepasst haben. Aber dazu kommen wir noch. Es begrüßt uns ein herrlicher sonniger Morgen. Da fällt es noch schwerer, diesen malerischen Ort zu verlassen, aber wir haben einen Plan und wir haben ein Ziel. Und das Ziel lautet für heute: Kootenay Nationalpark. So rollen wir schon bald nach dem Frühstück vom Platz und unsere erste Pflichtübung ist es, an der Ausfahrt des Campgrounds die Dumpstation zu nutzen und Abwasser abzulassen. Auch Frischwasser wird aufgefüllt. Es geht aber zuerst einmal tiefer in die Berge und weiter vom Highway weg. Wir wollen uns dem Whiteswan Lake anschauen, der diesem Provinzpark den Namen gab. Dazu umrunden wir den Alces Lake zur Hälfte und folgen dann dem Tal. Der Whiteswan Lake erscheint nach wenigen Kilometern. Er ist größer, als der Alces Lake und schroffer von den umliegenden Bergen umschlossen. Er bietet zwei weitere Campgrounds, einen am oberen Ende des Sees und einen am unteren Ende, wo wir zuerst halten. Es liegt noch eine morgendliche Stille über dem See, als wir einen Bootssteg betreten. Dennoch ist bereits ein Angler unweit auf dem Wasser. Wie wir so den Ausblick genießen, kommt ein weiterer Mann vom Campground zum Anleger hinunter. Er spricht uns auf Deutsch an. Offensichtlich hat er uns mit Blick auf unser Wohnmobil als deutsche Touristen identifiziert, wie er selbst auch einer ist. Also unterhielten wir uns ein wenig über unsere jeweiligen Reisepläne.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Dann fuhren wir noch fast bis zum oberen Ende des Whiteswan Lakes, wo wir dann auch Motorboote auf dem Wasser sahen. Das Bergpanorama des Sees ist wunderschön und das Wasser von türkisfarbenem Schimmer. Nach einem weiteren Stopp kehren wir um und fahren zurück in Richtung Alces Lake. Von Zeit zu Zeit kommen Holzlaster vorbei und ziehen mächtige Staubfahnen hinter sich her. &lt;br /&gt;Auch am Alces Lake halten wir noch mal und können kapitale Forellen im klaren Wasser beobachten. Nun aber rumpeln wir endgültig die Schotterstraße hinunter zum Highway. Wieder zurück auf dem Asphalt könnte man glatt wehmütig werden, denn wahrscheinlich war dies die letzte nennenswerte Strecke auf Schotter. Nun geht es nordwärts auf dem Kootenay Highway. Wir passieren Canal Flats und überqueren abermals den Kootenay River. Nun verläuft der Highway parallel zum Columbia Lake, welcher ein Teil des Columbia River-Flusssystems ist. Am nördlichen Ende des Sees, unweit von Fairmont Hotsprings halten wir an einer Stelle, die eine Fernsicht über den See von einem Hügel aus verspricht. Wir steigen hinauf und finden unsere Erwartung erfüllt. Ein grandioser Ausblick über den See mit den Rockies im Hintergrund lässt uns einen Augenblick verweilen und auch fotografieren. &lt;br /&gt;Dann fahren wir weiter und passieren ohne Stopp Fairmont Hotsprings. Der Verkehr nimmt zu, da wir den Großraum Invermere passieren. Dann kommt Radium Hotsprings in Sicht. Der Ort ist uns aus dem vergangenen Jahr bekannt. Damals kamen wir von Nordwest über Golden hierher um dann ostwärts durch den Kootenay Nationalpark zu fahren. Dabei haben wir zum einen ausgiebig im Besucherzentrum (Visitor Center) das WLAN genutzt und danach einige Stunden in den heißen Quellen entspannt. Genau dies steht nun wieder auf unserem Plan. Also parken wir am Besucherzentrum so dicht wie möglich am Gebäude. Unsere Erfahrung in ähnlichen Situationen der Vergangenheit hat gezeigt, dass man in solchen Fällen noch außerhalb des Gebäudes, ja sogar im Wohnmobil noch ganz passablen WLAN-Empfang hat. Auch diesmal klappt es gut und wir können einige ausstehende Dinge im Internet erledigen, ohne dabei in einem öffentlichen Raum mit wechselndem Besucherverkehr zu sitzen. Neben ein paar E-Mails, die schnell beantwortet sind, besteht natürlich der ehrgeizige Wunsch, auch schon einige Fotos hochzuladen und Verwandten und Bekannten zugänglich zu machen. doch genau das ist ein unheimlicher Zeitfresser. Für das Upload vieler Fotos ist die Verbindung dann doch nicht flink genug. Also brechen wir nach einer Weile ab, ohne alles hochgeladen zu haben, was wir so zeigen wollten. Aber es wird Zeit, da wir in die heißen Quellen wollen, und das wird auch viel Zeit beanspruchen, denn wir wollen es genießen. Somit fahren wir die uns bereits bekannte Straße in den Kootenay Park. Die letzten Häuser von Radium Hot Springs liegen in einem zunehmend enger werdenden Tal und sind in amerikanischen Varianten von Alpenarchitektur gebaut. Kurz darauf erscheint die Einfahrt zum Nationalpark. Wir können auch jetzt, wie bereits im Waterton-Lakes-Park, von unserem Annual Pass profitieren und müssen diesmal nichts bezahlen.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Die heißen Quellen liegen bereits im Park. Zuvor führt die Straße durch eine bemerkenswerte Felsklamm, wie ein Durchschlupf in ein geheimnisumwittertes unentdecktes Tal, den sogenannten Sinclair Canyon. Doch schon bald endet der Canyon und das Tal weitet sich wieder. Kurz darauf tauchen die Radium Hot Springs auf, die auch dem Ort am Parkeingang seinen Namen gaben. Diese Quellen sind sehr stark zu einer Bade- und Erholungsanlage ausgebaut. Es gibt zwei großen Becken, ein heißes und ein warmes zum Schwimmen, und einen weitläufigen Gebäudekomplex mit Umkleiden, Duschen, Sanitäreinrichtungen, Café, Wellness-Angeboten und natürlich der Kasse. Aber was hat es mit dem Radium auf sich. Ist das gesund? Vor hundert Jahren glaubte man das, heute nicht mehr. Radium ist ein alkal-metallisches Spurenelement, welches im Erdinneren als radioaktives Isotop vorkommt. Aber im Wasser dieser heißen Quelle ist es praktisch nicht enthalten. Der Name kommt vielmehr vom schwach radioaktiven Edelgas Radon, welches im Quellwasser enthalten ist. Im hiesigen Falle ist es weder gesund noch gefährlich. Das Wetter ist freundlich und warm und an der Belegung des Parkplatzes kann man schon erkennen, dass heute viele Besucher da sind. Auch an der Kasse ist eine kurze Schlange, aber nach dem obligatorischen Durchlaufen von Kasse, Umkleide und Dusche sind wir schon bald im warmen Wasser und kochen unser Muskelgewebe weich. Dabei suchen wir uns das letzte Eckchen im warmen Becken, das noch Schatten von einer angrenzenden Felswand bekommt. Das halten wir ein Weilchen aus, unterbrochen nur vom Gang zu unseren Trinkflaschen, die wir in unseren Sporttaschen am Beckenrand haben. Irgendwann wechseln wir in das etwas kühlere Schwimmbecken, wo wir gemächlich umher schwimmen. Auch beim Nichtstun oder Wenig-Tun kann die Zeit vergehen. Nach über zwei Stunden kommen wir langsam zum Ende und schließen unseren Besuch in der Thermalquelle ab. Natürlich gab es dabei auch eine Portion Körperhygiene und eine Rasur. Nun fahren wir weiter auf dem Kootenay Highway, welcher erst einmal durch ein Quertal von Radium Hotsprings westwärts das weitläufige Tal des Kootenay Rivers erreichen muss. Dazu muss er über einen Pass und vorher am Olive Lake vorbei. Auch den olivgrünen Olive Lake kennen wir vom Vorjahr, wie auch den gesamten vor uns liegenden Streckenabschnitt bis zum Banff Nationalpark. Als nächstes halten wir am Kootenay Valley Viewpoint, welcher unmittelbar nach überwinden des Passes den Blick über das Haupttal des Kootenay Parks öffnet. Von hier aus sieht man gut, was den Park ausmacht. Es sind weniger die spektakulären Hotspots der Natur, wie in den Parks von Banff oder Jasper, sondern die majestätische Weite der Bergpanoramen als Ganzes. Zwischen den beiden erhabenen Bergketten im Osten und im Westen liegt ein weitläufiges bewaldetes Tal, welches an den Bergflanken sanft ansteigt und schließlich in schroffe felsige Berge übergeht. In der Talsohle aber fließt als unberührter Wildwasserfluss der Kootenay River. Daneben ist genügend Platz für den Parkway, der sich szenisch durch das Tal windet.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Auch der Verkehr ist hier geringer, als in den berühmteren Parks im Norden. Als wir vom Aussichtspunkt weiter in Richtung Norden rollen, empfinden wir das Gleiten durch den Park auf dem Highway um seiner selbst willen als Genuss. Auf den nächsten Halt freuen wir uns schon. Es ist ein Parkplatz direkt am Fluss. Hier haben wir im letzten Jahr über Nacht gestanden, nicht ganz legal. Aber da die umliegenden Campgrounds bereits geschlossen waren und wir auch nicht zurück nach Radium Hotsprings fahren wollten, riskierten wir diese illegale Übernachtung. Wir verweilen recht lange an dieser Stelle, denn als nächstes Ziel wäre bereits ein Campground anzusteuern der unweit in Fahrtrichtung liegt. Noch ahnen wir nicht, wie sehr sich die Erlebnisse vom letzten Jahr wiederholen würden. Der erste Hinweis diesbezüglich kommt von einer amerikanischen Touristin, die ebenfalls hier hält. Sie hätte bislang keinen geöffneten Campground gefunden, klagt sie. Da sie von Norden kommt, sage ich ihr, dass sie am Südende des Parks in Radium Hotsprings einen geöffneten Campground finden wird. Wir aber wollen nach Norden und fahren auf gut Glück weiter. Tatsächlich, der nächste Campground ist geschlossen und zwar so, dass bereits an der Abfahrt vom Highway eine geschlossene Schranke die Zufahrt verwehrt. Wir fahren also immer weiter nach Norden, wohl ahnend, dass wir möglicherweise erst im Banff Nationalpark einen Campground finden werden. Auch ein weiterer Campground ist geschlossen. Es ist, wie im Glacier Nationalpark: Öffnung erst am 1. Juli. Abseits liegende Parkplätze ziehen wir auch in Betracht, verwerfen sie aber schließlich. Im Gegensatz zum Herbst letzten Jahres sind jetzt die Nächte kurz und die Abende lange hell. Somit würden wir einem eifrigen Parkranger viel eher auffallen, als dies im Herbst der Fall war. Und das Risiko, in der Dämmerung des Parks verwiesen zu werden, wollten wir auch nicht eingehen. Somit war unser neues Übernachtungsziel bestimmt, der Castle Mountain Campground im Banff Nationalpark, auf dem wir eigentlich erst einen Tag später übernachten wollten. doch bis dahin haben wir noch hundert Kilometer an malerischen Silhouetten der Kootenay Rockies zu durchgleiten. Dabei wollen wir an den Attraktionen, die wir im letzten Jahr schon besucht hatten, nicht mehr halten wollen. Es sind solche Stellen wie der Marble Canyon, der Numa Wasserfall oder die Paint Pots. Dennoch kommt es zu einem unvorhergesehenen Halt. Es ist eine sehr große Gruppe Mountain Goats - etwa 30 Tiere, die an einem Abhang umher läuft, grast oder Mineralien leckt. Es stehen schon einige Fahrzeuge am Rand und fotografierende Touristen laufen umher. Auch wir halten am Rand und tun Gleiches. Es sind auch Jungtiere dabei, manche noch ganz klein.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Einige Tiere laufen die Böschung hinunter und ziehen Staubfahnen hinter sich her. Andere stehen ganz oben an der Böschung. Irgendwo ist immer Bewegung in so einer großen Gruppe. Es dauert eine ganze Weile, bis wir genug gekuckt, fotografiert und gefilmt haben. Dann fahren wir weiter zur nördlichen Parkgrenze. Den Castle Mountain sieht man schon lange, bevor man die Parkgrenze von Banff und somit Alberta erreicht. Er ist der Namensgeber für den Campground, den wir heute erreichen wollen. Doch irgendwann begrüßt und ein Schild im ältesten Nationalpark Canadas und im Staat Alberta. Dies passiert auf der Schussfahrt hinab ins Bow Valley, das Tal der Bow River, welches deutlich tiefer liegt, als der Pass, von dem wir aus Südwest kommen. &lt;br /&gt;Wenige Kilometer vor unserem Ziel passiert uns glatt noch ein Malheur und wir ordnen uns falsch ein. Zu spät merken wir, dass wir auf den Transkanada Highway 1 geraten sind, anstatt dem etwas nördlicher verlaufenden Parkway 1a zu folgen, an dem auch der Campground liegt. Ärgerlich, sehr ärgerlich, zumal der Highway 1 eine autobahnartige Schnellstraße ist, auf der wir nicht einfach wenden können. So sind wir gezwungen, bis zur nächsten Anschlussstelle zu fahren, um die richtige Ausfahrt zu nehmen. Dieser Umweg ist auch in einer anderen Hinsicht ärgerlich. Wir wollen schließlich mit unserer Tankfüllung aus den USA so weit wie möglich kommen und hatten die Hoffnung gehegt, vor Rückgabe des Campers in Calgary nicht mehr tanken zu müssen. Da sind natürlich solche sinnlosen Umweg nicht zweckdienlich. Wir werden also schauen, ob wir es dennoch ohne Zwischentanken bis Calgary schaffen. Nun aber erreichen wir den Castle Mountain Campground und richten uns auf einem, der wenigen verblieben freien Plätze ein. Es ist aber ein schöner Platz mitten im Wald und es gibt Feuerholz zur Genüge. Da wollen wir natürlich auch ein romantisches Lagerfeuer entfachen, was wir auch tun. Alles in allem ist das ein gelungener Ausklang eines erlebnisreichen Tages, trotz unverhoffter Wendungen in Bezug auf unsere Pläne.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Dienstag, 23. Juni 2015 &lt;br /&gt;Lady Louise, die Dritte&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;Durch unseren Vorstoß bis zum Castle Mountain am gestrigen Abend, der gezwungenermaßen durch die geschlossenen Campgrounds im Kootenay Park zustande gekommen ist, sind wir nun nur noch einen Katzensprung von Lake Louise entfernt. Im Nachhinein erweist sich dies als Chance, noch mehr Zeit für eine Wanderung mit Aussicht auf den See von oben zu haben. Der Wunsch nach einer anderen Perspektive auf den Lake Louise hat eine Vorgeschichte. Auf vergangenen Touren waren wir zweimal an dem See, hatten aber immer nur zeitliche begrenzte Stippvisiten eingeplant. Dies hatte zur Folge, dass wir stets nur die Sicht über den See vom Ufer am Fairmont Chateau Lake Louise Hotel hatten. Die Perspektive, die sich hier eröffnet, ist sicher toll, aber es ist auch einer der am meisten überlaufenen Stellen im Banff Nationalpark. Ein Touristenbus nach dem anderen rollt hier auf den gewaltigen Besucherparkplatz und meist asiatische Touristen drängen sich Schulter an Schulter auf der Uferpromenade im Selfie-Rausch. Aus diesem Grunde und weil bei den vergangenen beiden Besuchen jeweils das Wetter den See in ein düsteres wolkenverhangenes Szenario versetzte, wollen wir diesmal eine Wanderung machen. Sie soll uns weg von dem touristischen Trubel am Ufer hinauf auf eine Bergflanke führen und neben mehr einsamer Natur auch eine andere, außergewöhnlichere Perspektive auf den See geben. Somit geben wir den Startschuss: Lady Louise, die Dritte! &lt;br /&gt;Natürlich beginnt der Tag zunächst auf dem Castle Mountain Campground. Die Sanitäreinrichtungen sind in einer Art Container untergebracht und enthalten WC und Waschbecken mit warmem Wasser. Was den morgendlichen Ablauf einschließlich Frühstück anbelangt, sind wir mittlerweile recht effektiv und ohne dass wir hetzen, sind wir schnell abfahrbereit. Vom Campground bis zum Parkplatz am Lake Louise sind es etwa 30 Kilometer, bei Parkway-Geschwindigkeit eine halbe Stunde Fahrt. Auf dem Weg dahin läuft uns auf dem Parkway 1a doch tatsächlich ein Schwarzbär über den Weg. Das ist doch ein verheißungsvoller Auftakt an diesem Morgen. Auf dem Parkplatz werden wir von Einweisern zum Bereich für Wohnmobile durchgewunken. Noch sind die weitläufigen Parkplätze ziemlich leer, aber ein Fahrzeug nach dem anderen, darunter auch Busse, trudeln ein. Ein Weilchen dauert es noch, bis wir alle Wanderutensilien zusammengestellt und die entsprechende Kleidung nebst Schuhwerk angezogen haben. Es erfolgt noch ein prophylaktischer Besuch der Toiletten und wir stiefeln los. &lt;br /&gt;Am Ufer vor dem Fairmont Chateau Lake Louise verweilen wir dennoch, aber die altbekannte Szenerie von Besuchermassen, die den Blick auf ihre Weise genießen und sich auf Selfies mit ihm verewigen, ist auch so früh am Morgen schon in vollem Gange. Aber im Gegensatz zu unseren vergangenen Visiten ist das Wetter schön. Die Berge im Hintergrund sind diesmal nicht wolkenverhangen und ihre Gipfel strahlen in der Morgensonne umrahmt von blauem Himmel und dem einen oder anderen weißen Schönwetterwölkchen im Hintergrund. Langsam laufen wir zuerst am Lake-Shore-Train entlang. Eine Übersichtskarte am Ufer informiert über die Wanderwege. Wir entscheiden uns, einen Wanderweg zum Lake Agnes zu gehen und dabei einen Abstecher zum Little Beehive zu machen, der eine weite Sicht über das Bow Valley bieten soll. Über eine andere Wegeführung vom Lake Agnes wollen wir dann wieder absteigen. Das wird also unsere geplante Wandertour sein und wir hoffen dabei auf einige tolle Ausblicke auf den Lake Louise.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Der Aufstieg zum Lake Agnes zweigt vom Lake-Shore-Trail, dem Uferweg schon unweit hinter dem Hotel Ressort ab. Forschen Schrittes wandern wir in den Berg. Allerdings sind wir auch hier nicht wirklich allein. Ein stetiger Strom von Touristen, meist echte Bergwanderer mit entsprechendem Outfit, aber auch der eine oder andere Lackschuhtourist steigt auf dem Weg nach oben. Mit zunehmender Höhe trennt sich zwar die Spreu vom Weizen, aber es ist doch ein recht begangener Wanderweg und das bleibt er bis zum Lake Agnes. Es dauert ein ganzes Weilchen, bis der Weg einen Blick über den See freigibt. Noch ist er gesäumt von hohen Bäumen, die es nicht erlauben, den See im Ganzen zu überblicken. Aber der Ausblick ist ein Vorgeschmack auf das, was wir weiter oben noch an Fernblicken geboten bekommen. Die meisten, der Wanderer halten hier bei ihrem Aufstieg. Es ist eine gute Gelegenheit, zu verschnaufen und dabei bereits einen schönen Ausblick zu genießen. Doch das meiste an Höhe liegt noch vor uns und so wandern wir weiter. Der Seeblick entschwindet vorerst wieder hinter den Baumwipfeln und unser Weg verlässt zudem die Bergflanke und führt auf ein sattelartiges Zwischenplateau am Berghang. Nach einigen Wegeminuten gelangen wir an einen kleinen See. Es ist noch nicht der Lake Agnes. Dieser kleine See heißt Mirror Lake. Er ist kreisrund, sehr klar und von hohen Bäumen umstanden. Das lässt ihn etwas verwunschen wirken, zumal sich über den Baumwipfeln hinter dem See die gewaltige Felswand des Big Beehive erhebt. Dieser Felsgipfel erinnert an einen Bienenkorb in XXL. Auch er kann bestiegen werden, was wir aber vorerst nicht geplant haben. Der Bergsattel ist hinter dem Mirror Lake zu Ende und die Bergflanke steigt wieder an. Somit steigt auch der Wanderweg wieder an und führt nach oben zu einem weiteren Satteltal zwischen Big Beehive und einem Bergrücken, welcher zum Little Beehive ausläuft. Diesen können wir hinter den Bäumen nicht sehen. Aber das Satteltal, von dem ein Sturzbach in den Mirror Lake strömt, erreichen wir nach einem steilen Aufstieg und kommen damit zum Lake Agnes. Der Lake Agnes ist ein echter Gletschersee, umgeben von mächtigen Bergriegeln und gespeist vom eisigen Schmelzwasser der umliegenden Eisfelder. Er selbst liegt in einem Bergzirkus nackter Felsgipfel, die kaum noch Pflanzenbewuchs zulassen. Umso erstaunlicher ist es, dass am Ufer des Sees eine traditionsreiche Ausflugsgaststätte liegt, das Lake Agnes Tea House. &lt;br /&gt;Bevor der See und das rustikale Teehaus sich unseren Blicken öffnen, geht es über eine steile Treppe parallel zu einem Wasserfall über einen Felsvorsprung. Er liegt wie ein Riegel quer vor dem Lake Agnes und wie über eine Schwelle, verlässt ein Sturzbach den See. So sehr sich die Wanderer auf dem Weg verlieren, so sehr sammeln sie sich an solchen Wegezielen wieder an. Aber der Blick ist es wert. Es ist nicht der Blick hinunter zum Lake Louise, sondern der Blick in den Felsenkessel des Lake Agnes. Bänke erlauben es, auszuruhen und zu verweilen, ohne zwangsläufig im Teehaus einzukehren. Dennoch besuchen viele Wanderer das Lokal und genießen den Ausblick bei einem Tee auf der Terrasse. Hier am Teehaus sind wir 500 Meter über dem Lake Louise. Wir verweilen etwas am Ufer, beobachten einen vorwitzigen Stellers Jay - auf Deutsch Diademhäher genannt - und steigen dann an der rechten Bergflanke weiter hinauf zum Little Beehive. Den Little Beehive selbst werden wir nicht sehen können, da wir so an der Bergflanke zu ihm aufsteigen, dass wir uns der Felsformation von hinten nähern und letztlich oben auf seiner Spitze stehen. Auf dem Weg dahin ergeben sich endlich die ersehnten Perspektiven auf den Lake Louise. Aber auch den Mirror Lake sehen wir nun von oben und erkennen, dass seine kreisrunde von Wald eingerahmte Wasserfläche einem kleinen Spiegel gleicht - darüber trutzig der Big Beehive.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Am Ende des Trails erreichen wir den Aussichtspunkt auf dem Little Beehive. Er ist 2225 Meter hoch. Hier sieht man nicht nur den Lake Louise, sondern überblickt das ganze Bow Valley. Man sieht sogar das Tal des Kicking Horse River nach Westen abzweigen und mit ihm die Bahnstrecke der Canadian Pacific Railroad. Ergreifender Weise kommt gerade ein superlanger Güterzug vom Kicking Horse Pass angerollt dröhnt als kilometerlanger Lindwurm durchs Tal nach Osten. Der Weg zum Little Beehive ist ein Stichweg. Wir müssen also zum Lake Agnes zurück. Dort müssen wir über eine alternative Abstiegsroute nachdenken. Da es bergab geht, sind wir relativ schnell wieder an dem Bergsee und entschließen uns außerplanmäßig, auch zum Big Beehive hinaufzusteigen. Dies erscheint uns zweckmäßig, denn vom Aufstieg zum Big Beehive zweigt ein alternativer Abstieg zum Lake Louise ab. Um auf den Big Beehive zu kommen, gilt es zuerst den Lake Agnes zu umrunden. Dabei kommen wir über Geröllfelder und Schneefelder am hinteren Ende des Hochtals. Schließlich geht es an der linken Talflanke in Serpentinen steil am Hang hinauf. Es ist ein anstrengender Aufstieg, doch er offenbart auch schöne Ausblicke über den Lake Agnes von oben. Schließlich erreichen wir den Bergrücken, der das Hochtal des Lake Agnes vom tief liegenden Tal des Lake Louise trennt. Hier zweigt unser alternativer Abstieg ab. Wir haben jetzt nur noch einige hundert Meter auf dem Bergrücken zu gehen, um auf die äußerste Spitze des Big Beehive zu gelangen. Auch hier gibt es mehrfach tolle Aussichten auf den Lake Louise, der von hier oben, wie Milch mit Waldmeistersirup wirkt - milchig grün. Die Kanus auf dem See wirkten von hier oben, als seien schwarze Insekten auf der Milch kleben geblieben. Am Aussichtspunkt des Big Beehive angelangt, stielt ein Kiefernhäher (Clark&#039;s Nutcracker) dem Lake Louise die Show. Er flattert und scharwenzelt um die Besucher herum und scheint sich Hoffnung auf kleine Leckereien zu machen. Wir fotografieren ihn ebenso, wie alle anderen und sehen dann zu, wie wir ein möglichst perfektes Selfie machen können. Es zeigt sich ein weiteres Mal: An solchen Plätzen gehören von fünf Minuten je Vier dem Fotografieren und Eine dem Genießen der Aussicht. Ein verwitterter Shelter aus Baumstämmen steht hier auf dem Fels. Ansonsten aber muss man sich über Felsen kletternd um einen Ausblick bemühen. Schließlich machen wir uns auf den Rückweg. Kurz vor dem Abstieg zum Lake Louise verweilen wir an der Wegegabelung um einen Adler über dem Tal zu sichten, der dort vor kurzem noch kreiste, doch er bleibt verschwunden. Wir machen uns also auf den steilen Abstieg. Es ist, wie jedes Mal auf solch steil abfallenden Wegen, eine Marter für die Kniegelenke. Trotz Walkingstöcker sind wir recht langsam und knieschonend unterwegs und werden mehrfach von jungen Hüpfern überholt. Nun kommen wir an eine weitere Gabelung, die zuvor nicht so wirklich auf der Karte zu sehen war. Die Vermutung liegt nahe, dass der rechte Weg der längere sein dürfte, da er weiter entfernt vom Parkplatz auf den Seeuferweg treffen sollte. Also nehmen wir den Linken. Auch dieser Weg zieht sich hin. Zuweilen geht er nicht bergab sondern steigt sogar an. Irgendwann kommen wir zu unserer Überraschung wieder am Mirror Lake heraus. Zumindest ist von nun an der Rest des Rückweges vorhersehbar, da wir diesen Abschnitt schon kennen. Den Knien ist das egal; sie leiden immer mehr. Wir akzeptieren, dass uns weiterhin jüngere Wanderer mit Leichtigkeit überholen. Aber über jene Wanderer, die jetzt erst, zu so vorgerückter Stunde mit dem Aufstieg beginnen, wundern wir uns. Als wir endlich den Lake-Shore-Trail erreichen, gönnen wir und ein paar Minuten auf einer der zahlreichen Bänke und haben zum Abschluss noch mal den klassischen Blick über den See.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Die letzten paar hundert Meter zum Parkplatz laufen wir mit schweren Beinen, schmerzenden Knien und glühenden Fußsohlen. Aber wir fühlen uns sehr zufrieden mit dem geleisteten Tagwerk und die vielen Impressionen waren die beste Belohnung. Somit liegen nur noch Ruhe und kulinarische Freuden zum Abschluss des Tages vor uns. Nachdem wir uns der Wanderschuhe entledigt haben, fahren wir von Lake Louise zurück ins Bow Valley und dann auf den Parkway 1a. Den Castle Mountain passieren wir und fahren weiter ostwärts bis zum Johnston Canyon. Direkt gegenüber vom Zugang zum Canyon liegt der gleichnamige Campground. Hier checken wir zur Nacht ein. Erfreulicherweise hat dieser Platz auch warme Duschen, die uns nach einer solchen Wanderung sehr willkommen sind. Der Johnston Canyon steht morgen auf dem Plan. Doch heute wiegt uns das regelmäßige rattern der Canadian Pacific Railway-Züge mit regelmäßigem Heulen der Signalhörner in den Schlaf.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Mittwoch, 24. Juni 2015 &lt;br /&gt;Durch diese hohle Gasse muss er kommen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;Der Johnston Canyon Campground liegt nicht allzu weit entfernt vom Eingang in die gleichnamige Schlucht, nur auf der anderen Straßenseite des Parkway 1a. Da wir aber die nächste Nacht am Two-Jack-Lake verbringen wollen, verlassen wir den Campingplatz und fahren zum Parkplatz am Beginn des Canyon-Wanderweges. Dieser Parkplatz ist nicht sehr groß und auch schon fast voll. Wir finden gerade noch eine freie Lücke und nehmen zur Kenntnis, dass gemessen an dem Andrang dies heute keine einsame Wanderung wird. Auf dem Parkplatz herrscht emsiges Treiben. Touristen rüsten sich zur Wanderung, sehen an der Infotafel oder suchen noch mal die Örtlichkeiten vor dem Marsch auf. Es sind wieder beide Kategorien vertreten, die echten Wanderer mit entsprechend gutem Schuhwerk und Wandergepäck, aber auch die Spaziergänger, die auf einem echten Bergwanderweg Probleme kriegen könnten. Mit dem Strom der Wanderer begeben wir uns zum Trailhead, wo es das Johnston Canyon Resort und sogar eine Art Ausflugsgaststätte gibt. Nach dem überqueren einer Fußgängerbrücke über den Johnston Creek beginnt der Weg entlang des Flüsschen, welcher hier gerade den tiefen felsigen Einschnitt des Canyons verlässt. Ein alberner Aufsteller in Form eines Schwarzbären lächelt den Wanderern mit einem Gesichtsausdruck, wie Yogi-Bär entgegen. Eine weitere Infotafel erklärt den Canyon-Wanderweg noch mal detailliert. Damit betreten wir den Johnston Canyon.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Der Weg ist als Lehrpfad angelegt. Hier kann man tatsächlich auch als Spaziergänger ungefährdet langgehen. Der Weg ist eben und ausreichend breit und wo nötig - das ist es fast immer - sind Geländer errichtet, um den Abgrund zur Schlucht zu sichern. So wandern wir los und gehen dabei ohne Eile vor. An den Schautafeln, welche von Zeit zu Zeit mit Erklärungen aufwarten, halten wir meistens und lesen Wissenswertes. &lt;br /&gt;Wir passieren einige Abschnitte, wo der Weg zwischen senkrecht abfallenden Felswänden dem Lauf des Wildwassers folgt. An der Sohle der Schlucht ist kein Platz für beide, denn das Wasser bedeckt strudelnd und schäumend den Boden in der gesamten Breite zwischen den Felsen. Hier ist den Weg als Laufsteg an einer Seite der Felswand befestigt. In solchen Abschnitten ist der Weg natürlich viel schmaler und es erfordert einen Marsch in Gänsereihe. Bei Gegenverkehr wird es entsprechend noch enger. Neben den bizarren Windungen und Felsen der Schlucht und dem sprudelnden Wildwasserschnellen in der Sohle hat der Canyon zwei Höhepunkte. Es sind, wer hätte etwas anderes erwartet, Wasserfälle. Den ersten Wasserfall, die Lower Falls erreichen wir schon bald. Es ist ein typischer Schlüsselloch-Wasserfall. Er fließt nicht einfach über eine Schwelle und stürzt nach unten, sondern er tritt aus einer Verengung des Canyons wie aus einem Spalt und ergießt sich in einen fast höhlenartigen von Felswänden umgebenen Schacht, wo sich ein schäumendes Strudelbecken gebildet hat. Dem entsprechend gibt es nur sehr eingeschränkte Perspektiven, aus denen man den Wasserfall gut sehen kann. Einer dieser Standorte befindet sich auf einer höheren Stelle des Weges, dort wo er bereits weiter aufwärts zum Oberlauf führt. Der andere etwas verrückte Aussichtspunkt befindet sich an der anderen Flanke der Schlucht. Man muss dazu eine Brücke überqueren. Dann führt ein niedriger schmaler Tunnel durch den Fels. Dort wo er endet, blickt man direkt in den Schacht über dem Strudelbecken und sieht das herabstürzende Wasser in wenigen Metern Entfernung. In so unmittelbarer Nähe des Sturzbaches ist man sofort der sprühenden Gischt ausgesetzt. Vor allem die Linsen der Objektive sind sofort vollgespritzt und machen die Fototechnik zeitweilig unbrauchbar. Aber auch Haare, Gesicht und Kleidung werden mit jeder Sekunde, die man hier ausharrt immer nässer. Also halten wir uns an diesem zugegeben einzigartigen Aussichtspunkt nur zwei bis drei Minuten auf und versuchen dann vorbei an den nachströmenden Wanderern uns wieder durch den Tunnel zurück zu zwängen. Wir wandern weiter hinauf in die Schlucht. Es geht nun häufiger auf der oberen Kante der Westwand vom Canyon entlang. An einigen Stellen sieht man, wie die Schlucht sich in Schlaufen in den Grund geschnitten hat. Das lässt die gegenüber liegende Felswand zuweilen wie ein Schiffsbug erscheinen, der vom Johnston River brodelnd umflossen wird. An einer besonders bizarren Windung des Canyon versuchen wir, ein Selfie zu schießen - eine Herausforderung bei so wenig Platz für Stativ und Personen vor dem eigentlichen Motiv, dem Canyon. Schließlich lauert einen halben Schritt weiter bereits eine erhebliche Absturzgefahr.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Bald darauf gelangen wir an den zweiten markanten Höhepunkt der Schlucht, dem Upper Fall. Er hat eine größere Fallhöhe und stürzt nahezu senkrecht hinunter. Auch hier sind Aussichtsplattformen jeweils unterhalb des Falles und weiter oben errichtet worden. Die untere Plattform bietet zudem einen frontalen Blick auf die gegenüber liegende Wand des Canyon, die hier aus gelblich-ockerfarbenem Sedimentgestein besteht. Auch in diesem Falle ist die untere Plattform einem feuchten Nebel vom den sprühenden Sturzbächen des Wasserfalls ausgesetzt, der in mehreren parallelen Strahlen nach unten fällt. Auch auf der oberen Plattform verweilen wir und gegen schließlich weiter. Wenige Meter weiter ist der Lehrpfad zu ende. Der Wanderweg geht jedoch weiter. er verlässt den Canyon und entfernt sich vom Johnston Creek - vorerst. Ein Schild zeigt als nächstes Ziel sogenannte Inkpots an. Würden wir jetzt kehrt machen, wäre die Wanderung entschieden zu kurz ausgefallen. Daher entschließen wir uns, weiter zu gehen. Der Wanderweg ist nun ein echter Bergwanderpfad geworden. Der ausgebaute Stieg mit Geländer ist einem ausgetretenen Pfad gewichen. Nun sind auch weniger Wanderer zu sehen. Zunächst geht es wenig spektakulär durch den Wald und dabei zunehmend nach oben. Ganz selten öffnet sich mal ein Fernblick, meist auf die Gipfel über der östlichen Seite des Johnston Canyons. Nach kilometerlanger Wanderung erreichen wir das Ziel - die Inkpots. &lt;br /&gt;Die Inkpots sind Springquellen, die in flachen Lachen und Tümpeln an die Erdoberfläche treten. Dabei bringen sie natürliche Farbstoffe aus dem Untergrund nach oben und färben das Wasser bläulich und grünlich. Am Grund der Tümpel, deren Wasser an sich sehr klar ist, sieht man das aufsteigende Wasser in Form von brodelndem Farbschlamm. Diese Inkpots sind für sich genommen schon recht sehenswerte Naturerscheinungen, aber dieser Ort hat mehr zu bieten. Denn der Wald hat sich hier zu einer Alm gelichtet und hundert Meter weiter fließt der Johnston Creek. Doch hier hat er einen gänzlich anderen Charakter, als im tiefen Grund des Canyons, wo er reißend und gefährlich in Kaskaden hindurch schießt. Hier ist er - natürlich ebenfalls als Wildwasser - ein Flüsschen, was über ein seichtes steiniges Bett strömt. Schnell, aber flach und vor allem sonnendurchflutet windet er sich durch die Wiesenaue, wo sich an seinem Ufer dutzende Wanderer zum Picknick niedergelassen haben. Es könnte keinen perfekteren Ort für ein Picknick geben, zumal hier das Ende des offiziellen Wanderweges ist. Auch wir lassen uns hier für eine entspannte Pause nieder. Wir verbringen eine ganze Menge Zeit hier, vielleicht sogar eine Stunde. Das Picknick, der Ausblick auf das Bergpanorama über dem Flüsschen und das Umherschlendern an den Inkpots sind es aber wert, hier die Zeit zu vergessen. Doch irgendwann gewinnt die Unruhe überhand und wir begeben uns auf den Rückweg. Dieser ist nun geprägt von denselben Stellen, die wir bereits vom Hinweg kennen. Daher halten wir uns weniger lang auf. Als wir den Canyon Lehrpfad wieder betreten, pausieren wir dennoch wieder, denn einige freche, aber faszinierend verspielte Erdhörnchen gewinnen unsere Aufmerksamkeit. Wir beobachten und natürlich filmen und fotografieren wir sie. Ihr agiles und nahezu schauspielerisches Possenspiel bringt uns auf den Gedanken, sie in einem unserer Filmchen mit einer Sprechrolle zu versehen. Auf dem Rückweg im Canyon zeigen sich die Lichtverhältnisse etwas verändert. Es ist in solchen Schluchten generell schwierig, mit dem Licht ein Arrangement zu treffen. Düster am Boden und gleißend hell in den oberen Etagen lassen sich kaum Bilder fabrizieren die ausgewogen belichtet sind. Doch jetzt mit dem Licht aus West sieht es zumindest etwas besser aus.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Also nutzen wir den Umstand, dass wir überall noch mal vorbei müssen, um die einzelnen Höhepunkte des Canyons noch mal in anderem Licht zu fotografieren. Und so passieren wir die markanten Stellen abermals, wenn auch im schnellen Rücklauf. &lt;br /&gt;Am Ende können wir auf eine recht ordentliche Wanderung zurückblicken und am Parkplatz angelangt fühlen wir uns noch nicht einmal allzu sehr erschöpft. Somit schauen wir bereits dem Abend entgegen, den wir am Two-Jack-Lake ausklingen lassen wollen und nun Kurs nach Osten auf der 1a nehmen. Der Campground am Two-Jack-Lake ist uns wohlbekannt, zumindest der kleinere von beiden, der Lake-Side-Campground. Hier haben wir vor einem Jahr den Wintereinbruch in den Rockies erlebt und fanden seine Lage am See dennoch wunderschön. Somit sollte er noch mal für eine Nacht unsere Heimstatt werden. Doch auch heute werden Wunsch und Realität mal wieder auseinanderdriften. Denn unser Wunschplatz ist überfüllt. Naja, es gibt ja einige hundert Meter weiter, den anderen Two-Jack-Lake Campground - &quot;Two-Jack-Lake Main&quot;. Der liegt zwar nicht direkt am See, sondern mehr im Wald, aber was soll&#039;s. Doch wenn es kommt, kommt&#039;s dicke, der Two-Jack-Lake Main hat noch geschlossen und auch er wird erst am 1. Juli geöffnet. Jetzt sind wir wieder sehr enttäuscht und müssen zwangsläufig nach Banff auf den Tunnel Mountain Campground. Zumindest drehen wir noch die Runde entlang dem Lake-Minnewanka-Scenic-Drive. Hier fahren wir noch mal am Two-Jack-Lake vorbei mit Blick vom Berghang und kommen auch am Lake Minnewanka vorbei, wo wir aber nicht mehr halten. Dann fahren wir nach Banff hinunter. Die stadtnahen Campgrounds bei Banff sind grundsätzlich nicht schlecht. Aber sie sind sehr groß und wirken daher nicht ganz so einsam und wild. Es sind ihrer drei: Tunnel Mountain Village 1, Village 2 und Trailer Court. Wir steuern Village 1 an, weil er am weitesten im Wald liegt. Zudem buchen wir beim Einchecken eine Feuererlaubnis dazu, denn es ist Zeit, sich unserer Holzvorräte zu entledigen, die wir noch immer im Camper geladen haben. Nachdem wir auf den zugewiesenen Stellplatz gefahren sind, freunden wir uns schnell mit der Stelle an. Sie ist umgeben von lichtem Wald, durch den die umliegenden Berge zu sehen sind. Der Platz ist weitläufig und viele der umliegenden Stellplätze sind nicht belegt. Fünfzig Meter weiter zwischen den Bäumen sind Sanitäranlagen mit Warmwasser, Duschen und WC. Und es tummeln sich Erdhörnchen auf dem Platz und zwar in Scharen. Eines hat sogar den Eingang des Baus direkt an unserem Feuerplatz. Zu seinem eigenen Schutz verschließen wir den Eingang mit einem Holzscheit.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Am Ende wird der Abend beim Lagerfeuer wieder zum romantischen Tagesausklang und vermutlich auch zum Abschluss des wilden Teils der Reise. Es war ein warmer Sommerabend und wir saßen bis in die Dunkelheit am Lagerfeuer. Vor dem Schlafengehen raschelte es hinter dem Wohnmobil und im Schein der Stirnlampen sahen wir einen Wapiti Blätter von einem Strauch fressen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Donnerstag, 25. Juni 2015 &lt;br /&gt;Bogental zwischen Tunnelberg und Schwefelberg&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;Heute werden wir uns Banff City anschauen. Der Tunnel Mountain Village 1 Campground liegt zwar am Ortsrand von Banff, aber doch schon im Wald. Um zu Fuß in die Stadt zu gehen, ist es doch recht weit. Zudem haben wir nur für eine Nacht eingecheckt und müssen ohnehin zum Check-In fahren. Da der Platz uns aber gefallen hat, wollen wir noch um eine Nacht verlängern und dann in den Ort fahren. Check-Out und Check-In gestalten sich problemlos, aber da wir diesmal kein Feuerpermit benötigen, bekommen wir einen Platz in einer feuer- und rauchfreien Schleife des Campgrounds zugewiesen. Bevor wir in die Stadt weiterfahren, vergewissern wir uns, dass es eine Dumpstation gibt. Schließlich ist Morgen der Tag der Rückgabe des Wohnmobiles. In Banff gibt es sogleich die erste Herausforderung zu meistern und dies ist die Eroberung eines geeigneten Parkplatzes. Es gibt einige Parkplätze in relativer Nähe zum Ortskern, aber die sind schon ziemlich voll und meist nicht für Wohnmobile geeignet. Doch nach einigem Zick-Zack - wir müssen noch nicht einmal eine Ehrenrunde fahren - finden wir eine letzte Lücke zwischen anderen, bereits in Reih und Glied parkenden Wohnmobilen. Der Platz ist strategisch bestens gelegen und es sind nur drei Minuten bis zur zentralen Straße von Banff, beziehungsweise bis zum Bow River. Banff ist der Hauptort des Banff Nationalparks und dieser ist der älteste Nationalpark Kanadas. Somit hat sich das Städtchen, das 1884 seinen Namen von einem Direktor der Canadian Pacific Railway erhielt, bereits seit 1885 eine Entwicklung als Erholungsort genommen. Er ist für kanadische Verhältnisse also eine geschichtsträchtige Stadt. Vor allem aber ist sie ein touristischer Schmelztiegel, der jährlich von riesigen Touristenscharen besucht wird. Dementsprechend bietet das Städtchen, welches selbst nur knapp 7000 Einwohner hat, eine Menge an Übernachtungsmöglichkeiten, Gastronomie und Shoppingangeboten. Wenn irgendwas in Kanada mit noblen Schweizer Alpenkurorten vergleichbar ist, dann wäre es Banff. Als Zentrum des Nationalparks hat die Stadt natürlich auch kulturelle Angebote, darunter einige Museen und ein Besucherzentrum. Dies steuern wir als erstes an. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Besucherzentren eine gute Informations- und Inspirationsquelle für Unternehmungen in der Umgebung sind. Kostenloses Informationsmaterial und freundliche Ranger helfen einem weiter. Aber auch die Chance auf ein anderes kostenloses Angebot ist groß: kostenloses WLAN. Nach einem kleinen Umweg - wir sind in eine falsche Seitenstraße eingebogen - finden wir das Visitor Center und versuchen, ein Plätzchen in einem Lounge-Sessel zu ergattern. Das Besucherzentrum ist allerdings sehr voll. Daher erwischen wir gerade mal einen freien Sessel, zudem ist dieser - nicht sehr diskret - mit dem Rücken einem Infoschalter zugewandt. Kostenloses WLAN gibt es zwar, doch auch dieses leidet unter der Vielzahl surfender Gäste und ist extrem lahm. Letztlich erledigen wir nur die dringendsten Sachen, vor allem E-Mail-Grüße und geben schließlich auf. Nach dem Verlassen des Besucherzentrums schlendern wir die Banff Avenue entlang in Richtung des Bow River. Die meisten Läden an der zentralen Straße sind Souvenirläden, aber auch Bekleidung und Luxusartikel werden feilgeboten. Dazwischen stehen Hotels und Pensionen, Restaurants und der eine oder andere Lebensmittelladen. Läden sind verführerisch und wir schauen in manch einen hinein. Am Ende der Banff Avenue überquert die Straße den Bow River und führt dann weiter zum Fairmont Banff Springs Hotel. Wir biegen vor der Brücke ab und begeben uns in den Park, der sich am Ufer des Bow River entlangzieht. Auf einer Parkbank picknicken wir mit Blick auf den Fluss. Da wir einen Rucksack mit allem Notwendigen dabei haben, sind wir unabhängig wie die Stadtkaninchen. Der Bow River in Banff ist etwa mit dem Rhein bei Liechtenstein zu vergleichen. Er fließt noch als Wildwasserfluss, aber schon in beträchtlicher Breite durch ein weites Tal, das Bow Valley und wird schon bald die Berge in die Ebene im Osten nach Calgary verlassen. Auf der Parkbank entspannend, beschließen wir, auf der anderen Flussseite dem Parkstreifen in Richtung Fairmont Banff Springs Hotel zu folgen. Dazu überqueren wir den Fluss nicht über die Autobrücke, sondern eine hundert Meter weiter flussabwärts befindliche Fußgängerbrücke, die Teil des Parkwegesystems ist. Auch auf der anderen Flussseite bildet der Grünstreifen am Fluss einen waldartigen Park. Dahinter sieht man Häuser zwischen den Bäumen, aber dies sind nun vornehmlich Pensionen und Ferienhäuser. Auf den Parkwegen sind viele Spaziergänger unterwegs - hauptsächlich Touristen. Aber hier tritt noch eine weitere Kategorie von Urlaubern in Erscheinung, nämlich Kurgäste. Vermutlich wohnen sie in den umliegenden Pensionen und Ferienwohnungen und joggen oder spazieren im Park oder führen ihre Hunde aus.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Nach einigen hundert Metern wird das Ufer steil und der Weg führt über Treppen nach oben. Auf beiden Seiten ist der Fluss nun von Felsen eingeengt und die Strömung wird wilder. Nach Erklimmen der Stufen blicken wir von einem erhöhten Aussichtspunkt über den Fluss und sehen unter uns das Wasser in Stromschnellen, ja Wasserfällen hinabtosen. Zudem hat sich der Blick nach hinten geöffnet und wir sehen den trutzig-mondänen Bau des Banff Spring Hotels mit dem Sulphur Mountain im Hintergrund. Genau genommen ist es die Rückseite des Hotel, die wir sehen, denn die Vorderseite mit dem Haupteingang zeigt in Richtung Sulphur Mountain. Einer Legende zufolge sollen die Baupläne um 180° gedreht worden sein, als der Bau errichtet wurde, so dass versehentlich der Blick über den Bow River hinüber zum Tunnel Mountain der Rückseite des Gebäudes zuteilwurde. Hier halten wir uns ein Weilchen auf und schlendern schließlich zurück. Im Ortskern werden wir uns nach einer gastronomischen Gelegenheit umschauen um einen Happen zu essen. Wir laufen gemächlich denselben Weg zurück und genießen die müßiggängerische Stimmung des Kurparkes, bis wir wieder über die Fußgängerbrücke in die Innenstadt eintauchen. An einigen Kreuzungen der Banff Avenue gibt es Ampelschaltungen, die wie in Tokyo, rot für Autos aller Fahrtrichtungen schalten und den Fußgängern das Passieren der Kreuzung in alle Richtungen erlaubt. Wir beobachten diese Regelung voller Faszination. Die Fußgängerüberwege sind an diesen Kreuzungen auch diagonal aufgezeichnet und wenn die entsprechende Phase eintritt, läuft eine Menschenmenge an allen vier Einmündungen und über beide Diagonalen zum gegenüberliegenden Trottoir.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Wir schlendern die Banff Avenue entlang und halten gezielt Ausschau nach einem Restaurant, das uns zusagt. Schließlich sehen wir an einer Straßenkreuzung in der Nähe des Besucherzentrums ein Gebäude mit großem Eckbalkon im Obergeschoss, wo biertrinkende Gäste logieren. Das macht uns neugierig und wir suchen den Eingang. Dieser ist nicht leicht zu finden, denn im Erdgeschoss befindet sich eine Reihe von Boutiquen. Doch dann gelangen wir über eine Treppe ins Obergeschoss und schließlich ins Restaurant. Balkonplätze seien leider alle besetzt, teilt uns eine Kellnerin mit, aber es gibt in einem der Räume eine offene Fensterfront mit einem Bartresen. Man stelle sich dies vor, wie ein extrabreites Fensterbrett - so breit, wie ein Tresen mit Barhockern davor. Das ist natürlich eine gewitzte Alternative zum Balkon und wir nehmen Platz. Eine richtige Bar mit Zapfhähnen gibt es in diesem Raum auch und ein Barmann mit Threadlocks und löchrigem T-Shirt nimmt unsere Bestellung auf. Ein großes Glas Wasser für jeden gibt es gratis vorweg. Das Restaurant nennt sich Wild Bill Saloon und ist im Western Stil dekoriert. An den Wänden hängen Reproduktionen von Fotos aus den Zwanzigern die vom Leben der Cowboys zeugen. Wir bestellen jeder ein Bier und ein Wildlachsgericht mit unterschiedlichen Beilagen und bauen das Notebook auf, denn es gibt freies WLAN. Es ist diesmal wirklich schnell und wir können auch Bilder hochladen. Vom Fenster aus haben wir einen Blick über die Banff Avenue und eine dieser Kreuzungen mit der verrückten Fußgängerphase. Darüber erhebt sich das Bergpanorama des Bow Valley mit dem Tunnel Mountain im Vordergrund. Bald kommt das Essen und es ist schmackhaft. Allerdings ist es auch ungewöhnlich, wenn man deutsche Maßstäbe anlegt - so auch ein Biskuit im Arrangement des Hauptgerichts. Wir sitzen zu gut, um nach dem Essen gleich zu zahlen. Daher strecken wir unsere Getränke zeitlich in die Länge und nutzen das Internet noch ein Weilchen. Träge entschließen wir uns, um die Rechnung zu bitten und machen uns alsbald auf den Weg.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Obwohl wir nur in der Stadt unterwegs waren, empfanden wir das Pensum durchaus als umfangreich. Daher begeben wir uns langsam schlendernd zum Parkplatz, um zum Campground zurück zu fahren. Die Stadt scheint überzuquellen vor Urlaubern und wir bahnen uns unseren Weg über die Bürgersteige bis zu unserem Wohnmobil. Dann rollen wir im hier üblichen Kriechtempo durch die Stadt in Richtung Tunnel Mountain. Noch einmal passieren wir dabei die Kreuzung mit der verrückten Fußgängerampel. In der Nähe des Campgrounds steuern wir noch einen Aussichtspunkt an, wo man hoch über dem Bow River ins Tal hinab schaut. Der Tunnel Mountain liegt rechter Hand in unmittelbarer Nähe. Sein Name stammt von den unverwirklichten Plänen der Canadian Pacific Railway, einen Tunnel hindurch zu bohren. Aus Kostengründen wurde jedoch eine Lösung verwirklicht, die um den Berg herum führt. Daher macht die Bahnstrecke nun einen Bogen über die Cascade Ponds zwischen Tunnel Mountain und Cascade Mountain, den wir im Norden aufragen sehen. An diesem Aussichtspunkt sieht man praktisch nur die Landschaft als großartiges Gebirgspanorama. Die Stadt Banff verbirgt sich vollständig hinter dem Tunnel Mountain. Man hat diesen Ausguck sogar mit Relax-Sesseln ausgestattet, die wir in Anspruch nehmen. &lt;br /&gt;Nachdem wir zurück auf den Campground gekommen sind, ist noch genügend Zeit, um ein wenig Ordnung ins Wohnmobil zu bringen. Wir haben es morgen besenrein, vollgetankt und mit gelehrten Abwassertanks abzuliefern. Für die Besenreinheit sorgen wir schon mal vor. Die Abwassertanks werden wir morgen früh an der Dumpstation leeren. Und was das Tanken betrifft, so sind wir etwas beunruhigt über den schon so niedrigen Tankfüllstand. Aber der Ehrgeiz, mit dem US-Sprit noch bis Calgary zu kommen, hat uns nicht verlassen. Was machbar ist, wird der morgige Tag zeigen. Die Loop, in der wir heute stehen, ist ohne Feuerstellen. Sie ist auch gut belegt. Am Abend sehen wir keine freien Plätze mehr. Auch diese Loop ist mit einem Sanitärgebäude in der Mitte des Ovals von Stellplätzen ausgestattet und auch hier sind warmes Wasser, Duschen und WC vorhanden. Wir verbringen noch einen ruhigen Abend, der nur von Zeit zu Zeit durch das Signalhorn der Canadian Pacific gestört wird.&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Einmal-Yellowstone-und-zurueck-sk-touristik-3.html&quot;&gt;Weiter zum 4. Teil&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Tour-durch-Kanada-und-die-USA-sk-touristik.html</guid>
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                <title>Tour durch Kanada und die USA 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/2(1).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Einmal Yellowstone und zurück&lt;br /&gt;
3 Wochen Westkanada und USA&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2015 von den SK-Kunden Genadi und Regina Giebler&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Sonntag, 7. Juni 2015&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Calgary begrüßt uns mit Nordlichtern Und da wären wir wieder unterwegs &lt;br /&gt;
Der Plan lautet diesmal: &lt;br /&gt;
Von Calgary nach Süden über die Grenze in die USA,&lt;br /&gt;
Östlich der Rockies entlang durch die Prärie Montanas,&lt;br /&gt;
Ins Reservat der Crow und zum Little Big Horn National Monument,&lt;br /&gt;
Besuch des Bighorn Canyon,&lt;br /&gt;
schließlich in den Yellowstone NP und westlicher wieder zurück gen Norden, &lt;br /&gt;
durch den Glacier NP (US) und Waterton NP,&lt;br /&gt;
Columbia Tal und die Kootenay Rockies,&lt;br /&gt;
Kootenay NP und dann nochmal Banff, &lt;br /&gt;
dann schließen wir den Kreis wieder in Calgary.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Schade, dass wir dafür nur drei Wochen haben, machen wir das Beste daraus. So, nach diesem Vorgeplänkel gibt es jedoch tatsächlich auch schon was zu berichten: Was den Hinflug anbelangt - nun ja, ist nicht übermäßig spannend, aber gehört zum Auftakt der Reise dazu. KLM war diesmal Fluglinie der Wahl und im Endeffekt recht gut. Durch meine Flying Blue Privilegien waren Lounge-Aufenthalt und Plätze mit freiem Mittelplatz in der Economy Class hilfreich. Die Abfertigung in Calgary hingegen war anstrengend. Bei der Einreise standen wir 50min vor der Passkontrolle, nicht zu Letzt, weil einige große Flieger gleichzeitig gelandet waren. Auch der Hotelshuttle ließ noch 25 min auf sich warten, klappte aber zuverlässig. Angenehm beim Check-In war, dass wir gleich Informationen zum Transfer zu Fraserway RV für den nächsten Morgen erhielten. Im Letzen Jahr im Sandman-Hotel war es angeblich nicht möglich, dies zu klären, weil Sonntag war (Wie diesmal ja auch, aber da ging&#039;s). Mit dem Hotel kann man voll und ganz zufrieden sein. Man sollte wissen, Frühstück ist üblicherweise nicht automatisch enthalten. Eigentlich wollte ich diesmal den üblicherweise etwas rustikalen Standard amerikanischer Bis-3-Sterne-Hotels dokumentieren mit Ihren Wirbelwassertoiletten, klobigen Armaturen von Crane oder American Standard und den fest montierten Overhead-Duschbrausen, aber ich wurde diesmal enttäuscht - also positiv überrascht. Die Toilette ist zwar noch nach dem amerikanischen Siphonprinzip gemacht, aber wesentlich wassersparender; smarte Armaturen, smarte Dusche - das Bad wirkte sehr europäisch und daher leider nicht spektakulär. Spektakulär war aber etwas anderes. Was macht man, wenn man wegen der Zeitverschiebung nicht schlafen kann? Man surft im Internet und man schaut zum Fenster raus. nun ist der Blick aus dem Fenster des Acclaim Hotels am Flughafen nicht unbedingt malerisch, aber unser Fenster zeigt nach Norden. Auch wenn wir um diese Jahreszeit alles andere als Nordlichter zu sehen erwarteten, zumal wir in lichtverschmutztem urbanem Umfeld sind - es gab sie tatsächlich! Durchaus mit bloßem Auge zu erkennen, waberten sie über den hell erleuchteten Gewerbebauten in unserer Blickrichtung vor sich hin. Und das Internet bestätigt: Stärke 6! So, in Deutschland ist es schon 10:34 und hier ist&#039;s tiefe Nacht - 2:34. Gute Nacht! Montag, 8. Juni 2015 Das Abenteuer beginnt Der Shuttle von Fraserway hatte mehr als 30min Verspätung und bei Fraserway selbst war sehr viel Volk am Ein- und Auschecken. Es dauerte lange, wirkte chaotisch und unübersichtlich. Bereits im letzten Jahr hatte die Fraserway-Niederlassung in Airdrie bei Calgary einen schlechteren Eindruck auf uns gemacht als in Vancouver oder Whitehorse, aber die Fluganbindung nach Calgary und die Ausgangslage für eine Fahrt nach Yellowstone gaben den Ausschlag.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Aber schließlich, gegen 12:45 waren wir startklar und fuhren Richtung Westen los. Der Plan war, in Cochrane - die Rockies in Sichtweite - im altbekannten Safeway-Supermarkt einzukaufen und unseren Reiseproviant aufzufüllen. Auch das braucht Zeit und der Hunger ließ uns noch was zu Mittag holen und essen. Somit starteten wir in Cochrane gegen 14:30 Uhr in Richtung Süden. Der größte Teil der Strecke waren die lichten Nadelwälder der östlichen Gebirgsflanke der Rockies und die Prärie als weitläufiges Grasland mit gelegentlichen Baumhainen. Unser Ziel war es, nördlich des Waterton Nationalparks die Nacht auf dem Campground eines Provinzparks zu stehen. Aber beim Versuch, einzuchecken stellte sich heraus, dass nur Cash als Zahlungsform akzeptiert wurde. Man riet uns, den nächsten ATM in einem 20km entfernten Ort um Bargeld zu bemühen. 20km hin und zurück - da konnten wir gleich noch die 60km bis zum Waterton Nationalpark fahren und das taten wir dann auch. Kaum im Waterton-Park angekommen, war sofort die Umgebung wieder wie ausgetauscht. Statt weiter, eintöniger Prärie gab es malerische, sattgrüne Nadelwälder und majestätische Berge. Im Übrigen hatten wir noch einen gültigen Annual-Pass für die Kanadischen Nationalparks vom September 2014 und hatten somit noch freien Zugang zu den Parks. Wir suchten uns einen Stellplatz auf dem Crandell Mountain Campground, wo wir schon am Abend Maultierhirsche beobachten konnten. Es ist an diesem Tag recht spät geworden und die Fahrt war lang, aber alles in allem waren wir mit dem Tag und vor allem seinem Ausklang recht zufrieden.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Dienstag, 9. Juni 2015 &lt;br /&gt;
Waterton Lakes - Der Bär ist los&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&lt;der morgen=&quot;&quot; stellte=&quot;&quot; sich=&quot;&quot; mit=&quot;&quot; einem=&quot;&quot; wolkenlosen=&quot;&quot; himmel=&quot;&quot; ein=&quot;&quot; und=&quot;&quot; noch=&quot;&quot; vor=&quot;&quot; dem=&quot;&quot; frühstück=&quot;&quot; ließ=&quot;&quot; wieder=&quot;&quot; eine=&quot;&quot; gruppe=&quot;&quot; muledeer-rehe=&quot;&quot; blicken.=&quot;&quot; die=&quot;&quot; gerade=&quot;&quot; aufgehende=&quot;&quot; sonne=&quot;&quot; erzeugte=&quot;&quot; zauberhafte=&quot;&quot; lichtstimmung.=&quot;&quot; der=&quot;&quot; tag=&quot;&quot; sollte=&quot;&quot; im=&quot;&quot; wesentlichen=&quot;&quot; waterton=&quot;&quot; nationalpark=&quot;&quot; gewidmet=&quot;&quot; sein=&quot;&quot; erst=&quot;&quot; am=&quot;&quot; nachmittag=&quot;&quot; reise=&quot;&quot; weiter=&quot;&quot; nach=&quot;&quot; süden=&quot;&quot; führen=&quot;&quot; über=&quot;&quot; grenze=&quot;&quot; zur=&quot;&quot; usa=&quot;&quot; gehen.=&quot;&quot; somit=&quot;&quot; starteten=&quot;&quot; wir=&quot;&quot; in=&quot;&quot; den=&quot;&quot; park,=&quot;&quot; das=&quot;&quot; heißt,=&quot;&quot; befanden=&quot;&quot; uns=&quot;&quot; schon=&quot;&quot; ihm,=&quot;&quot; aber=&quot;&quot; entlegenen=&quot;&quot; tal=&quot;&quot; auf=&quot;&quot; crandell=&quot;&quot; mountain=&quot;&quot; campground.=&quot;&quot; mussten=&quot;&quot; also=&quot;&quot; mal=&quot;&quot; red-rock-parkway=&quot;&quot; zurück=&quot;&quot; fast=&quot;&quot; bis=&quot;&quot; zum=&quot;&quot; eingang=&quot;&quot; des=&quot;&quot; parks,=&quot;&quot; was=&quot;&quot; ohne=&quot;&quot; eile=&quot;&quot; einigen=&quot;&quot; stopps=&quot;&quot; taten.=&quot;&quot; es=&quot;&quot; begegneten=&quot;&quot; immer=&quot;&quot; erdhörnchen=&quot;&quot; -=&quot;&quot; kleinere=&quot;&quot; verwandte=&quot;&quot; murmeltiere,=&quot;&quot; wie=&quot;&quot; erdmännchen=&quot;&quot; aufrecht=&quot;&quot; reglos=&quot;&quot; bergwiesen=&quot;&quot; standen.=&quot;&quot; führte=&quot;&quot; entlang=&quot;&quot; blackiston=&quot;&quot; creek,=&quot;&quot; an=&quot;&quot; auch=&quot;&quot; campground=&quot;&quot; lag.=&quot;&quot; bereits=&quot;&quot; bevor=&quot;&quot; man=&quot;&quot; zentralen=&quot;&quot; parkway=&quot;&quot; war,=&quot;&quot; konnte=&quot;&quot; einer=&quot;&quot; stelle=&quot;&quot; fernblick=&quot;&quot; prince-of-wales=&quot;&quot; hotel=&quot;&quot; village=&quot;&quot; sehen,=&quot;&quot; ähnlich=&quot;&quot; imposantes=&quot;&quot; bauwerk,=&quot;&quot; fairmont=&quot;&quot; banff=&quot;&quot; spring=&quot;&quot; hotel.=&quot;&quot; kurz=&quot;&quot; darauf=&quot;&quot; war=&quot;&quot; lake=&quot;&quot; upper=&quot;&quot; lake,=&quot;&quot; dessen=&quot;&quot; südlicher=&quot;&quot; zipfel=&quot;&quot; hineinragt.&lt;=&quot;&quot; p=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Im Waterton Village bogen wir nach rechts auf den Parkway zum Cameron Lake ab. Die Straße schraubte sich erst steil an der Bergflanke nach oben und führte dann in ein Canyon-artiges Tal. Wir stoppten immer mal wieder und bald weitete sich die Talsohle wieder. Schließlich kam der Moment des Tages: Ein Grizzly am Straßenrand! Wie so oft in den Nationalparks, ließ sich der Bär durch nichts stören, schon gar nicht durch haltende Autos. Aber glücklicherweise waren wir das erste Fahrzeug überhaupt, das diesem Bären bemerkt hat. Ein wenig später hielt noch ein Wagen aus der Gegenrichtung, aber wir hatten einen Top-Logenplatz. Zudem bewegte sich der Bär in unserer Fahrtrichtung, so dass wir ihm ganz langsam rollend folgen konnten. Er weidete am Straßenrand - es waren die saftige Gräser, wie Klee oder Löwenzahn, die ihn interessierten, sonst nichts. Schmatzend und dahintrottend bewegte er sich im Graben an der Straße entlang. Nach einer Weile kam ein Ranger-Fahrzeug und auch weitere Parkbesucher in Autos. Die Ranger, zwei junge Frauen aktivierten ihre Flashlights. Dann belehrten sie im Vorbeirollen alle Besucher, in ihren Wagen zu bleiben, den Abstand zu wahren und nicht zu lange den Verkehr zu behindern. Für unseren Teil guckten wir uns satt, filmten und fotografierten und fuhren schließlich weiter zum Cameron Lake. Das war nicht mehr weit, aber immerhin doch noch zwei, drei Kilometer. Der Grizzly sollte uns aber noch weiter beschäftigen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Cameron Lake hatte etwas gemeinsam mit dem Lake Louise in Banff. Auch er liegt am Ende eines Tales und wird im Hintergrund von einem schneebedeckten Bergriegel gesäumt. Dieser liegt ebenfalls schon in den USA, in Montana. Ähnlich wie am Lake Louise gibt es hier auch einen Lake-Shore-Trail, aber kein Riesenhotel am Ufer. Es ist entsprechend auch nicht überlaufen und wir spazieren ein Stück den Uferweg entlang. Zurück am Info-Shelter am Parkplatz vernehmen wir Trubel. Die Rangerinnen sind wieder da und offensichtlich auch der Bär. Über Lautsprecher rufen die Rangerinnen die Touristen, welche aus Richtung des Sees kommen auf, in den Shelter zu gehen und die Tür geschlossen zu halten - der Bär &quot;sei los&quot;. Wir folgten der Aufforderung und nach einiger Zeit (3-5 Minuten) sahen wir auch den Bären wieder, wie er vor dem Shelter an der Terrasse entlangstreunte, sie zu erklimmen versuchte und schließlich noch an den Müllcontainern herumschnüffelte, diese aber nicht öffnen konnte. Schließlich trollte er sich in Richtung Wald - vorerst. Auch wir verließen schließlich den Shelter in Richtung Parkplatz und stiegen wieder ins Wohnmobil. Doch da hörten wir wieder draußen Rufe und am Rande des Parkplatzes erschien wieder der Bär. Diesmal lief er nochmal unmittelbar an unserem Fahrzeug vorbei und die Rangerinnen versuchten wieder von ihrem Fahrzeug aus per Lautsprecher einzelne Touristen so zu dirigieren, um den Abstand zum Bären zu wahren. Für diesen schienen aber die Menschen Wesen aus einer anderen Dimension zu sein. Mit seiner Nahrungssuche hatten sie nichts zu tun, weder als Futter, noch als Konkurrent. Sie sind scheinbar für ihn nur wundersame Geschöpfe, die in ihren stinkenden und lärmenden Gefährten zwar scheinbar wegen ihm anhalten, aber dann nichts zweckbestimmtes tuen und schließlich weiterfahren. Trotzdem machte ich mir sorgenvolle Gedanken darüber, wie sein undistanziertes Verhalten wohl von der Parkverwaltung bewertet wird. Schließlich kam schon bald - wohl über Funk herbeigerufen - ein zweites Rangerfahrzeug, diesmal mit zwei gestandenen Kerlen darin. Im schlimmsten Fall kann die Bewertung als Problembär ja zum Todesurteil führen. Aber wir fahren zurück und werden es nicht erfahren. Ohne größere Stopps ging es nun in Richtung Parkeingang zurück und bevor wir den Park verließen, hielten wir unser Mittagpause am Ufer des Waterton River ab. Danach verließen wir den Park und fuhren in Richtung Süden - Richtung US-Grenze.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Hier hatten wir nochmal einige unglaubliche Aussichten - weitläufige Panoramen - auf die gesamte Bergkette die den Waterton-Park säumt. Diese genossen und fotografierten wir natürlich noch und dann fuhren wir schnurstracks in Richtung des Grenzübergangs. Dieser Übergang heißt Chief-Mountain-Border-Control und ist nach einem monolithischen Felsengipfel, dem Chief Mountain benannt, welcher den Horizont hinter dem Grenzübergang überragt. Der Grenz-übergang ist leer - kein Fahrzeug, außer unserem ist zu sehen. Die Grenzer fragen uns nach der ESTA-Anmeldung, welche wir aber nicht haben und somit jetzt ausfüllen müssen. Im Grunde kennen wir das von Alaska, füllen das Formular aus und bekommen Fingerabdrücke und Iris gescannt. Dann zahlen wir 6$ pro Nase und können passieren. Chief Mountain bedeutet Häuptlingsberg und das Gebiet, welches wir im Bundesstaat Montana nun durchfahren, ist ein sehr großes Reservat der Schwarzfußindianer, der Blackfeet. An einer exponierten Stelle halten wir mit Blick auf den Chief Mountain. Dann geht&#039;s viele Kilometer weiter durchs Blackfeet-Reservat. Es ist schon ausreichend spät und an der Zeit, die Übernachtungsstelle zu finden. Es soll des Chewing Blackbones Campground am Lower St. Mary Lake werden. Zudem ist es langsam dringlich, Kraftstoff nachzufüllen, billigen US-Sprit. Doch der Chewing Blackbones Campground hat geschlossen, was uns zur Umplanung zwingt.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wir fahren weiter zum Dorf St. Mary und tanken dort. Dann ist es nicht mehr weit bis zum Osteingang des Glacier Nationalparks, wo wir uns zur Nacht auf dem St. Mary Campground begeben, immerhin mit WC und kaltem Wasser. Damit geht Tag zwei zu Ende in Montana, USA.&lt;br /&gt;
Mittwoch, 10. Juni 2015 Great Falls of Missouri Der nächste Morgen begann so sonnig, wie der vorangegangene Tag endete. Der Weg sollte nun in den Süden Montanas weiterführen. Eine weite Fahrt, zumeist durch Prärien, die je nach Lage trockener, oder grüner waren. Dementsprechend gab es mal Felderwirtschaft und mal spärliche Viehzucht. Unser nächstes wirkliches Highlight sollte das Schlachtfeld am Little Bighorn sein. Dies ist aber beim besten Willen nicht in einer Tagesetappe zu machen, zumindest nicht zu empfehlen. So planten wir also wie folgt: Zuerst sollte es nach Südost gehen. Zur Mittagszeit planten wir bei Grand Falls am Missouri einen Stopp einzulegen. Hier gab es mehrere Staustufen zu besichtigen. Dann sollte es zum Tagesende in einen National Forrest gehen, wo es einen Campground an einem See gibt, dem Crystal Lake. Der St. Mary Campground, von dem aus wir starten, gehört bereits zum Glacier Nationalpark und liegt an dessen östlicher Zufahrt. Dementsprechend begleiten uns auf den ersten Kilometern noch spektakuläre Gebirgspanoramen. Diese bleiben mit der Zeit im Westen zurück und weichen einem hügeligen Grasland. Soweit das Auge sieht - nur Prärie und die Rockies im Westen sind nur noch als blauer ferner Gebirgskamm mit schneebedeckten Gipfeln zu sehen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wir fahren durch Indianerland, durch das riesige Reservat der Blackfeet-Indianer. Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir Browning. Dies ist die &quot;Hauptstadt&quot; des Reservates. Allerdings fahren wir ohne Halt hindurch. Es ist eine typische, nicht besonders attraktiv wirkende Siedlung des Mittelwestens. Es gibt einige Hinweise auf das Stammeskonzil der Schwarzfuß-indianer, ansonsten nur verstreute Flachbauten und keine wirkliche City. Nach dem Passieren der Stadt geht es landschaftlich genauso weiter, wie bisher, nur scheint das Grasland trockener zu werden. Viele Erdhörnchen treiben sich am Straßenrand herum und laufen willkürlich über die Straße. Einige von ihnen sind auch offensichtlich Opfer des Verkehrs geworden, auch wenn dieser hier äußerst gering ist. Irgendwann geht&#039;s auf den Interstate Highway 15 - eine autobahnähnliche vierspurige Straße in kreuzungsfreier Bauart. Dieser Straße folgen wir bis Great Falls. Great Falls ist eine große Stadt mit viel Verkehr. Es liegt am Missouri und hat seinen Namen von einigen Wasserfällen in der Nähe, die den Oberlauf des Missouri in mehreren Kaskaden prägten. Zum Teil jedoch sind diese Wasserfälle durch Staumauern mehrerer Wasserkraftwerke verändert worden und nun als &quot;Gesamtkunstwerk&quot; aus natürlichen und künstlichen Barrieren im Missouri zu bestaunen. Wir versuchen also, an eine dieser Staustufen heranzufahren, um dort auch unsere Mittagspause abzuhalten.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Jedoch der erste Versuch misslingt. Kurz vor dem &quot;Rainbow Dam&quot; ist die Straße gesperrt und wir unternehmen einen zweiten Versuch, indem wir einen gehörigen Umweg in Kauf nehmen, Dieser führt uns am Ende zum &quot;Ryan Dam&quot;, dem untersten von insgesamt vier Dämmen. Hier hat man einen kleinen Park angelegt, der sich auf einer Insel unterhalb des Dammes befindet. Von hier aus hat man den vollen Blick auf die Staumauer und den darunter liegenden Wasserfall. Auch Picknickbänke gibt es hier. Wir rasten also hier und machen Mittag. Der Anblick ist eigentümlich. Ein Wasserfall in dem bereits recht breiten Missouri, über dem noch eine Staumauer thront, auf jeden Fall ein interessantes Fotomotiv. Den Anblick und das Schauspiel der Wassermassen genossen wir noch ein Weilchen. Allerdings begannen uns recht bald die Mücken zu plagen. Gleichzeitig wurde die Mittagshitze drückend, sodass wir unser Mittagessen im Wohnmobil zu uns nahmen. Wir verabschiedeten uns vom Ryan-Damm und fuhren nach Great Falls zurück. Auf einer der Stadtbrücken überquerten wir den Missouri und fuhren noch eine ganze Weile am Südost-Ufer des Flusses entlang. Bald ließen wir die Stadt hinter uns und folgten dem US-Highway 89. Eine ganze Weile später wechselten wir auf den Highway 87 in Richtung Osten, nach Lewistown. Dort in der Nähe würden wir den Abzweig zum Campground finden. Die Entfernungsanzeigen wirkten jedes Mal wenig beeindruckend, aber sobald man sich vergegenwärtigte, dass es Meilen sind, waren die Strecken auf einmal ganz andere. Eine Anzeige mit der Zahl 90 ist in Kilometern dann gleich fast 150. Das Tagesziel befindet sich im Fergus County, wo es auch eine Amish Gemeinde gibt. Ob es nun Amish waren, oder eine andere traditionell lebende Gemeinde, wissen wir nicht mit Gewissheit zu sagen, aber nachdem wir den Highway verlassen haben, sehen wir auf Feldern und Gehöften Leute in historisch anmutender Kleidung, großen Hüten, beziehungsweise Frauen mit Hauben und weiten Kleidern. Dies erinnerte an Amish, allerdings nutzten diese Bauern auch motorisierte Technik, wie Traktoren. Wir fuhren über Schotterwege durch weitläufige Felder, bis wir in eine kleine Gebirgsformation hineinkamen, die als National Forrest ausgewiesen war. Je bergiger es wurde, umso bewaldeter wurde es auch - ein isolierter Wald umgeben von hunderten Meilen Prärie. Hier mittendrin lag der Crystal Lake mit einem Campground. Dieser Campground war fast leer und man konnte erkennen, dass es unmittelbar vor unserer Ankunft ordentlich geregnet haben musste. Es war noch immer kühl und wolkenverhangen und Bäume und Gräser waren nass. Dennoch gönnten wir uns einen kleinen Waldspaziergang am See entlang. Dieser hatte scheinbar entlang des Ufers einige Unterwasser-Quellen, die unterhalb der Wasserlinie mit Luftblasen und nach oben sprudelndem Wasser zu erkennen waren. Da wir erstmals einen etwas kühleren Abend hatten, gab es diesmal auch ein Lagerfeuer. Somit ließen wir den Abend ausklingen. Donnerstag, 11. Juni 2015 Little Big Horn - Montana Nach dem kühlen wolkenverhangenen Abend am Crystal Lake begann der Morgen heiter. Die Sonne brach durch die Bäume und die letzten Wolkenfetzen verzogen sich. Das Panorama des Crystal Lake war nun nicht mehr düster sondern sonnig und freundlich. In ebensolcher Stimmung brachen wir auf und folgten der Straße, die sich aus dem kleinen Gebirge zurück in die umgebende Ebene windet. Ehe wir wieder den asphaltierten Highway erreichten, durchfuhren wir abermals die Felder der amish-mäßig traditionell gekleideten Farmer. Auch leerstehende und dem Verfall anheim fallende Gehöfte sahen wir. Nach Erreichen des Highway fuhren wir weiter in Richtung Süden.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Am nächsten Abzweig in Richtung Osten liegt das Städtchen Harlowton. Ein Tank Stopp war ohnehin fällig und die Tankstelle hatte einen Imbiss und einen General Store im Western Stil. Da schauten wir natürlich rein. Der General Store war dann sogar noch etwas mehr, es war eine Art Cowboy-Ausstatter und Western-Souvenirladen. Das war mächtig interessant. Es gab Jeans, Waffen, Cowboyhüte und Stiefel, Sättel und jede Menge Wildwest-Kram. Das mindeste war es da, sich eine Wrangler im originalen Cowboy-Röhrenschnitt zu kaufen (jeder eine). Als Souvenir gab es dann noch ein Paar Cowboystiefel für den Herrn zum Sonderpreis von 169$. Ein Jagdwaffenprospekt steckten wir auch noch ein. Weiter ging&#039;s auf dem Montana State Highway 3 in Richtung Osten. Unser Ziel war es, etwa zur Mittagszeit am Little Bighorn National Monument zu sein, um dort gleich auch zu Mittag zu essen und natürlich auch das Monument zu besichtigen. Wir kamen durch mehrere kleine Orte - einer davon hieß Comanche - und kamen schließlich in der Stadt Billings auf den US Highway 90. Durch Billings fließt der Yellowstone River, der hier aber schon ein träge fließender Flachlandfluss ist und durch Pappelauen mäandert. Südlich vom Highway 90 beginnt hier ein riesiges Crow-Reservat. Obwohl die Crow nicht zu der von Sitting Bull (Tatanka-Yotanka) geführten Lakota-Allianz in der Schlacht am Little Bighorn gehörten, sehen sie sich heute als Bewahrer des Andenkens. Immerhin befinden sich die Gedenkstätte und der Schauplatz der Schlacht am Rande ihres heutigen Reservates. Das National Monument liegt nahe der Ortschaft Crow Agency und wir wollen es uns anschauen Wir erreichen das Little Bighorn National Monument in der Mittagshitze. Es hat eine Zufahrt mit Tor, wie zu einem Nationalpark und es ist Eintritt zu entrichten. Es ist dennoch stark besucht und auf den Parkplätzen sind freie Plätze knapp. Das Areal befindet sich im Bereich des ehemaligen Schlachtfeldes, wo die Allianz aus Lakota, Cheyenne und Arapaho Indianern das US-Kavallerieregiment General Custers vernichtete.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Im Bereich der Parkplätze befinden sich einige Gebäude, ein Infocenter mit Museum und Merchandising-Shop und Sanitäreinrichtungen. Hügelabwärts liegt ein Hain mit Soldatengräbern. Auf der Kuppe jenes Hügels wo das letzte Aufgebot General Custers, der in der US-Kavallerie das Kommando eines Oberstleutnants innehatte, eingekreist und vernichtet wurde, steht ein weißer Obelisk, der des 7. Kavallerieregiments gedenkt. Erst Ende des vorigen Jahrhunderts kam auch eine Gedenkstätte der gefallenen Indianerkrieger hinzu um der geänderten Sichtweise auf die Ereignisse von 1876 gerecht zu werden. Nachdem wir an beiden Mahnmalen ein wenig verweilten und durch das Museum geschlendert sind, gibt es direkt auf dem Parkplatz im Wohnmobil das Mittagessen. Die Mittagshitze ist enorm und die Sonne brennt erbarmungslos. Entlang der Wege stehen Schautafeln mit Erklärungen, aber manchmal auch Warntafeln vor Klapperschlangen, sofern man die Wege verlässt. Schließlich geht&#039;s weiter auf dem Highway 90 in Richtung Süden, wo wir bald die Grenze zu Wyoming passieren. Nach 80 Kilometern biegen wir auf einen Highway in Richtung Südwest und bald darauf erreichen wir den Bighorn National Forest. Dieses Mittelgebirge hat eine Ausdehnung von 150 mal 50 Kilometern und ist somit mit dem Erzgebirge vergleichbar. Allerdings sind seine höchsten Gipfel bis 3000m hoch. Natürlich ist die Fahrt durch die Täler und über die Pässe sehr malerisch, aber dennoch ist es ein gewaltiger Umweg, den wir zu machen gezwungen sind. Doch leider gibt es keine andere Möglichkeit, zum Bighorn Canyon zu gelangen, als das riesige Crow-Reservat zu umfahren. Es ist zwar erklärbar, aber doch immer wieder erstaunlich, wie inmitten dieser endlosen trockenen Prärielandschaften ein so grünes dichtbewaldetes Gebirge sein kann. Aber seine Gipfel zwingen die Winde, aufzusteigen und die Abkühlung der Luftmassen führt zu Wolkenbildung und Regen über den Bergen, während die Tiefebenen leer ausgehen. Dieses wird nochmals eindrucksvoll deutlich, als das Gebirge abrupt endet. Wir blicken vom Gebirgsrand über ein weites, wüstentrockenes Tal. Es dominieren die Farben rot und braun. Leider ist die Fernsicht etwas diesig, wohl durch die staubig-heiße Luft. Dann schrauben wir uns an der Flanke des Gebirges recht steil und schnell in Serpentinen in dieses Tal hinab und finden und in einer Wüste wieder, die in der Mittagshitze glüht. Die Luft über dem Asphalt des Highways flimmert, aber in der Ferne kann man schon das Wasser des Bighorn River Stausees sehen, der vor dem Anfang des Bighorn Canyons beginnt. Dort, in der Bighorn Canyon Recreation Area befindet sich unser Tagesziel, der Horseshoe Bend Campground. Das sind immerhin noch 50 Kilometer und die Sonne steht schon tief. Die Landschaft in Gebiet des Bighorn Canyons ist faszinierend. Die roten Sandsteinfelsen sind von Wind und Regen geschliffen und leuchten in der Abendsonne in vielen Farbschattierungen von Ocker bis Blutrot. Wir checken auf dem Campground ein, der sogar Strom an den meisten Stellplätzen hat und zwacken unseren Reservierungszettel am Clip mit der Stellplatznummer fest. Dann fahren wir noch mal los zum Devil Canyon Overlook. Der Devil Canyon Overlook ist ein Aussichtspunkt an einer Stelle, wo der Bighorn Canyon besonders schroff wirkt und zudem ein Seitencanyon, der Devil Canyon in den Bighorn Canyon mündet. Wir wollten das Abendlicht nutzen, um ein paar schöne Impressionen zu gewinnen und auch auf Foto zu bannen. Der Ort war faszinierend und mystisch, aber ebenso schwer fotografisch einzufangen. Es war fast unmöglich Perspektiven zu finden, die die gewaltige und schroffe Anmut des Ortes zur Geltung bringen konnte. Über dem Canyon und teilweise auch unter uns in der Schlucht kreiste ein Adler, der seinen Horst an der gegenüberliegenden Seite des Canyons hatte. Wir blieben eine ganze Weile hier - bis zur Dämmerung nach Sonnenuntergang - wo außer uns nur noch ein Profifotograf zu sehen war, der ebenfalls versuchte, die Lichtstimmung am Canyon fotografisch einzufangen. Schließlich fuhren wir im Zwielicht zum Campground zurück, vorbei an mystisch aufragenden Felsformationen und richteten und auf unserem Stellplatz zur Nacht ein. Erstmals nutzen wir auch die Dusche im Wohnmobil (ohne Warmwasserbereitung), um nach dem schweißtreibenden Tag mit frischem Gefühl ins Bett zu gehen. Freitag, 12. Juni 2015 Pryor Mountains - Wüste und Eishöhle an einem Tag Der Morgen begann mit einem Sonnenaufgang über der Wüste und ließ die Sandsteinfelsen rot erglühen. Die morgendliche Frische wurde sehr schnell durch die aufsteigende Hitze verdrängt. Das heute Tagesziel soll in den Pryor Mountains liegen, einer kleinen Gebirgsformation gleich in der Nachbarschaft zum Bighorn Canyon. Die Pryor Mountains liegen etwas westlicher, aber ebenfalls in Nachbarschaft zum nördlich befindlichen riesigen Reservat der Crow. Die Pryor Mountains sind licht bewaldet und bekannt dafür, dass in dem Gebiet wilde Mustangs leben. Es gibt auch eine weitere Attraktion, eine Eishöhle. Wilde Mustangs haben wir am Vorabend bereits im Bighorn Canyon gesehen, als wir in der Dämmerung zum Campground zurückfuhren.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Plan ist, diese Etappe etwas zu entschleunigen und über eine unbefestigte Wildnis-Straße - eine Range Road - in die Pryor Mountains zu fahren. Nach dem Besuch der Eishöhle soll nicht mehr viel passieren außer der Suche nach einem Stellplatz für die Nacht und einem frühen Feierabend. Also starten wir nach dem Frühstück, aber nicht, ohne an der Dumpstation unser Abwasser zu leeren und neues Frischwasser aufzunehmen. Dies ist auch eine gute Gelegenheit, mit dem Schlauch die Frontscheibe abzuspritzen und den hartnäckigen Belag toter Insekten abzureiben. Dann aber geht es los. Zuerst fahren wir ein Stück zurück zur Einfahrt in die Bighorn Canyon Recreation Area. Kurz dahinter zweigt schon die Crooked Creek Road nach Nordwest ab. Es geht nun über eine zerfahrene Schotterstraße - eher ein Feldweg - weiter. Man sieht immer mal wieder ein paar ärmliche, verlassen wirkende Farmgebäude mit alten rostigen Pick-ups davor. An der Einfahrt in die Crooked Creek Road gab es auch wieder diese Gitter in der Straße, welche dort, wo die Koppelzäune unterbrochen sind, ein Entweichen des Viehs von den Weiden verhindern soll. Vieh allerdings sahen wir keines, obwohl entlang des Crooked Creek noch ein Streifen grün mit einzelnen Espen vorhanden war, der aber zunehmend spärlicher wurde. Die Straße, selbst nur ein Feldweg, verzweigt immer mal wieder und bringt uns jedes Mal in Entscheidungsnot zwischen dem einen oder anderen unbeschilderten Weg. Irgendwann kommen wir auf die Gypsum Creek Road. Hier ist definitiv kein Farmland mehr, nur Wüste. Nochmal eine Gabelung und wir durchqueren ein Wadi an einer ausgetrockneten Furt. Dann dreht der Weg auf Nord. Wir stellen fest, dass der Weg sogar Kilometrierungszeichen hat, besser gesagt Meilenzeichen (Meilensteine;-)). Irgendwann kommt auch ein Schild, welches besagt, dass wir wieder in Montana sind (die Grenze zwischen Wyoming und Montana wird hier vom 45-sten Breitengrad gebildet). Etwas später kommt schließlich eine Tafel, die uns in der Pryor Mountain Recreation Area begrüßt. Die Straße ist extrem übel geworden, kein Schotter mehr über dem ausgewaschenen Straßenbett, welches selbst wie von kleinen Wadis zerfurcht ist. Zuweilen ragen sogar die Felsrücken aus dem Grund des Straßenbettes heraus. Auch die Glut der Mittagshitze wird immer stärker, je weiter die Sonne steigt. Wir fahren kaum mehr als Schrittgeschwindigkeit. Dennoch halten wir immer wieder an, um die surreale trockene Landschaft auf uns wirken zu lassen. Wir sehen Greifvögel am Himmel kreisen. Die Sarcobatus-Sträucher und die Grasbüschel des Rabbit Brush lassen die Landschaft noch relativ bewachsen, sogar grün erscheinen. Aber es sind sehr robuste Trockengewächse, die einen heißen Sommer fast ohne Regen überstehen können.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wir gewinnen an Höhe. Gleichzeitig nähern wir uns wieder dem Crooked Creek und folgen schließlich seinem Canyon flussaufwärts und somit in die Pryor Mountains hinauf. Der Canyon zur Rechten wird immer tiefer und eingeschnittener in das Relief der Berge. Die Straße wird geringfügig besser und folgt dem Tal, in dessen Sohle sich der Canyon eingeschnitten hat, entlang seiner linken Flanke. Und es wird langsam wieder bewaldet. Bisher war uns kein Fahrzeug begegnet, aber jetzt sehen wir einige Serpentinen weiter ein Auto vor uns fahren. Stetig verändert sich die Landschaft im Verlauf von nur wenigen Kilometern und sieht bald aus, wie im Alpenvorland. Gründe Wiesen und Nadelwälder bestimmen das Bild und die Crooked Creek Road mündet in die Pryor Mountain Range Road. Ihr folgen wir nun wieder nach Osten und der Straßenzustand wird wieder schlechter. Das bedeutet wieder fast Schritttempo. Aber es ist nicht mehr weit. Nach wenigen Kilometern übelster Wegstrecke treffen wir an einer Art Parkplatz ein. Auch das Auto, welches wir zuvor vor uns fahren sahen, steht auf dem Parkplatz. Hier gibt es ein Plumpsklo und ein paar Picknickbänke und eine Tafel zum Thema &quot;Eishöhle&quot;. Dorthin gehen wir als erstes, natürlich voll ausgestattet mit Stirnlampen, festem Schuhwerk und warmer Kleidung. Der Fußweg zum Höhleneingang ist relativ kurz und gut ausgebaut. Am Eingang zur Höhle treffen wir zwei Jugendliche, die zu dem Auto auf dem Parkplatz gehören. Sie haben die Höhle schon besichtigt und waren im Begriff, zum Parkplatz zu laufen. Wir unterhielten uns kurz mit ihnen. Sie stammten aus dem Süden der USA. Auch sie hatten uns auf der Crooked Creek Road fahren sehen und brachten ihre Verwunderung darüber zum Ausdruck, dass wir mit einem RV (Wohnmobil) auf solch einer Straße fahren. Dann gingen sie zurück zum Parkplatz und wir stiegen in die Höhle hinab. Die Eishöhle bestand eigentlich nur aus einer großen Kaverne, die sich gleich nach einem kurzen Abstieg durch einen von oben nach unten führenden Gang auftat. Da die Öffnung oben liegt, kann im Winter kalte Luft ungehindert eindringen und das Höhleninnere abkühlen. Im Sommer hingegen steigt das Kältepotential nicht nach oben und wird über die heiße Jahreszeit hin bewahrt. Von der Decke tropfendes Wasser gefriert am Boden und hat im Laufe der Zeit einen Eissee am Höhlengrund gebildet. Ganz am hinteren Ende der Kaverne gibt es laut Infotafel einen weiteren Gang zu einer noch tiefer liegenden Kaverne, die aber aus Sicherheitsgründen ohne Genehmigung nicht betreten werden darf, denn der Boden dieses Ganges ist eine Art Eiswasserfall, auf dem man, wäre man ungesichert, in die Tiefe abrutschen würde.Zurück am Parkplatz denken wir nochmal über die Übernachtung nach. Ein Schild verbietet das Übernacht-Camping. Das weitere Vordringen in die Pryor Mountains erscheint unratsam, da wir bei der Fahrt durch das schwierige Gelände zu viel Kraftstoff verbraucht haben. Also entscheiden wir, bereits heute die Pryor Mountains in Richtung Yellowstone zu verlassen und auf dem Wege dorthin einen Campground zu finden. Wir genehmigen uns also eine Mittagspause in aller Ruhe und brechen dann in Richtung Westen auf, um das Pryor Mountains Gebiet zu verlassen. Wir folgen also erst der Pryor Mountain Road und später der Sage Creek Road. Die Straße wurde für eine Weile besser - eine passable Schotterstraße, die 60-70km/h zuließ. Doch leider hielt das nicht lange vor. Je tiefer wir aus den Bergen in die Halbwüste kamen umso schlechter wurde die Straße wieder und umso durstiger der Motor. Der Tankfüllstand bereitete mir zunehmend Sorgen und einige extreme Wellen im schorfigen Straßenbett ließen einiges an Geschirr und auch den Drehteller der Mikrowelle zu Bruch gehen. Das schlimmste aber war: Wir wussten nicht mehr genau, wo wir sind. immer wieder kamen wir an unbeschilderte Gabelungen, wo ein Weg aussah, wie der Andere und wir aus dem Bauch heraus entschieden, um die Richtung West beizubehalten. Die Muße, einige Brachvögel (Long-billed Curlev) zu beobachten und auch Gabelböcke (Pronghorn), eine nordamerikanische Antilopenart, haben wir dann doch noch. Es gibt auch neue Hoffnung - die Straße wird besser und verwandelt sich in eine gut geschotterte Townchip Road und die Halbwüste in Farmland. Jetzt beschäftigt uns nur noch die Frage: Was kommt zuerst, die Tankstelle oder der leere Tank? Es sind noch etliche Meilen, doch dann kommt er, der Highway 310 und bald darauf die Stadt Bridger. Bald sichten wir auch die Tankstelle - willkommen in der Zivilisation! Mit vollem Tank und nach einem Eis rollen wir weiter nach Westen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Und dieses Stückchen &quot;Weiter&quot; erweist sich am Ende als eine Fahrt bis vor die Tore des Yellowstone Nationalparks. Von Bridger bis Red Lodge sind es noch die typischen, eher langweiligen Mittelwestlandschaften, die wir durchfahren. Doch dann geht es in die Rockies. dieser Teil der Rockies im Osten des Yellowstone Nationalparkes gehört zum Custer National Forrest (Montana) bzw. zum Shoshone National Forrest (Wyoming) und der US-Highway 212, auf dem wir nun unterwegs sind trägt den Beinahmen &quot;Beartooth Highway&quot;. &quot;Beartooth&quot; - das heißt Bärenzahn und es ist ein Berggipfel gleichen Namens der als Namensgeber dient. Auch ein See und ein Campground sind danach benannt und dieser &quot;Beartooth Lake Campground&quot; ist unser avisiertes Tagesziel. Die letzten Kilometer bis dahin sind allerdings spektakulär. Der Highway - einer von Fünfen, die in den Yellowstone Park hineinführen - schraubt sich über Pässe, die bis auf 3000m Höhe liegen, hinauf. Hier hält sich der Winter hartnäckig und obwohl wir irgendwann wieder deutlich unter der Baumgrenze am Campground ankommen, ist dieser leider noch nicht geöffnet. Also sind wir gezwungen, weiter zu fahren, was uns dem Parkeingang immer näher bringt. Das Wetter ist wechselhaft und windig geworden. Aber auf diesen Höhen sollte man darauf immer eingestellt sein. Auf dem nächsten Campground werden wir abgewiesen wegen Überfüllung. Der Platzwart sagt uns, wir sollen zum Fox-Creek Campground fahren. Dort gäbe es noch freie Plätze, aber Eile sei geboten. Es ist auch dort schon recht voll. Der Fox-Creek Campground ist tatsächlich der Letzte außerhalb des Parks und wir haben Glück und finden hier einen Stellplatz. Es gibt sogar Strom. Aber Mücken und Regen, aber auch die Müdigkeit lassen uns an diesem Abend nicht alt werden. Und es gibt ja nichts gemütlicheres, als im trockenen Camper dem trommelnden Regentropfen zuzuhören und einzudösen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Samstag, 13. Juni 2015 &lt;br /&gt;
Bisons, der Park und der lange Weg zum Campground&lt;/em&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Wolken sind wie weggeblasen. Der Himmel ist strahlend blau. Es ist noch kühl, aber das sind die Berge. Bis zum Tor des Yellowstone Parks sind es nur noch ein paar Kilometer. Es nennt sich das &quot;Silver Gate&quot; und es ist kein Andrang an der Einfahrt zu verzeichnen. Nachdem geklärt ist, wie lange wir im Park bleiben wollen, erwerben wir ein Wochenpermit. Kurz darauf rollen wir auf dem Parkway tiefer in den Park hinein. Die sogenannte Northeast Entrance Road führt anfangs durch dichten Wald, doch zunehmend ist dieser von Wiesen durchzogen. Bald sehen wir auch die ersten vereinzelten Bisons. Am Pebble Creek weitet sich das Tal vollends und dort, wo der Pebble Creek und der Soda Butte Creek zusammenfließen, öffnet sich eine weitläufige Aue. Beim Überqueren der Brücke über den Pebble Creek müssen wir erst mal warten. Ein Bisonbulle steht am rechten Straßenrand, im Begriff, die Straße zu überqueren. Er zögert, als würde er erst nach links und rechts schauen müssen. Da wir 20m vor ihm anhalten, schreitet er schließlich gravitätisch los und überquert die Straße ganz gelassen. Auf der anderen Seite, wo sich die Wiesen der Flussaue entlangziehen, weiden noch mehr Bisons. Unser erster Foto-Stopp im Park ist somit fällig. Aber der Tag ist noch lang. Wir wollen noch einiges sehen und fahren weiter. Das Tal verengt sich noch einmal auf einem kurzen Abschnitt um sich dann umso weiter zu öffnen. Ein noch weitläufigerer Talkessel breitet sich vor uns aus, das Lamar Valley. Hier sind die Bisons zuhause. Große Gruppen, ja Herden - viele hundert Tiere - verteilen sich über die weitläufigen Flussauen. Auch der Fototourismus entlang dieses Straßenabschnittes ist enorm, da sind wir nicht davon ausgenommen. Wir halten schließlich am Soda Butte - einem eigentümlichen Sinterfels, der inmitten der Flussaue aufragt und an dem der Parkway unmittelbar vorbeiführt. Der Sinter kommt nicht von ungefähr. Auch jetzt sprudeln am Fels geothermische Quellen. Spannend aber ist, dass sich einzelne Bisons dafür interessieren. Vielleicht werden sie von den Mineralien angelockt, die von den Quellen zutage gefördert werden und die sich im Sintergestein abgelagert haben. Das ergibt auf jeden Fall ein interessantes Fotomotiv, aber Bison an Geothermischen Hotspots werden wir nicht das letzte Mal gesehen haben. Dort wo der Ausblick besonders weitläufig ist, haben es sich Gruppen von Tierbeobachtern gemütlich gemacht. Einige haben Klappstühle aufgestellt und schauen mit riesigen Spektiven in die Ferne. Auch wir halten an exponierten Stellen an, beobachten und fotografieren. Der Fahrzeugverkehr am Parkway nervt etwas. Die Landschaft behält seinen Charakter bei, bis der Parkway den Yellowstone River erreicht. Kurz zuvor am Junction Butte sehen wir einige Gabelböcke. Auf Englisch heißen sie Pronghorns und zählen zu den Antilopen. Auch das Pronghorn kann neben dem typischen Trab auch in diesen merkwürdigen Hopser-Lauf verfallen, bei dem es scheinbar mit allen vieren gleichzeitig wie von Sprungfedern getrieben springt und dabei auch sehr spontane Richtungswechsel vollzieht. Nachdem die Northeast Entrance Road die Brücke über den Yellowstone River passiert hat, endet sie auf der Grand Loop Road, dem großen ringförmigen Parkway der den zentralen Teil des Nationalparks umrundet. Die Straßengabelung heißt &quot;Tower Junction&quot; und dort gibt es ein kleines Touristenzentrum mit dem Namen Roosevelt Lodge. Der Verkehr hat weiter zugenommen und wir müssen eine ganze Weile warten, ehe wir auf die Grand Loop Road in Richtung Süden einschwenken können. Der Verkehr auf dem Parkway und die Mengen an Touristen, die sich an den Sehenswürdigkeiten in besonderem Maße ansammeln, lässt den Park überlaufen wirken, wenngleich er landschaftlich einmalig und sehr beeindruckend ist. Diese Umstände werden uns auch die nächsten Tage im Park begleiten, beziehungsweise sich sogar verstärken. Einen weiteren Stopp legen wir an den sogenannten Calcite-Quellen ein. Hier hat man einen Blick über den Yellowstone Canyon und sieht am Fuße der Schlucht die dampfenden Quellen aus der Flanke des Abhangs treten. Wir folgen dem kurzen Rundweg. An der anderen Seite der Schlucht sieht man am oberen Rand die Palisadenförmige Felswand aus Basaltsäulen. Es geht weiter Richtung Süden. An der Tower Lodge verlässt der Parkway das Tal des Yellowstone River und umrundet eine kleine Gebirgsgruppe um den Gipfel des Mount Washburn. Am Dunraven Pass, bevor der Parkway wieder zum Yellowstone River hinabführt, stoppen wir an einem Halteplatz und starten eine Wanderung in Richtung des Mount Washburn. Wir hatten nicht vor, bis zum Gipfel zu laufen, da dies den Rest des Tages erfordert hätte. Daher setzten wir uns ein Zeitlimit und kehrten auf halbem Wege wieder um. Schließlich galt es noch, einen Campground zu finden. Wir rollen in das Canyon Village ein. Es ist ein zentraler Ort im Park und befindet sich am Yellowstone Canyon ganz in der Nähe zweier großer Wasserfälle, den Upper Falls und den Lower Falls of Yellowstone. Da wir uns erstmal orientieren wollen, parken wir auf dem zentralen Parkplatz und gehen ins Besucherzentrum. Typischerweise gibt es hier auch eine kleine Ausstellung zum Thema Vulkanismus im Yellowstone Park. Nach dem Besucherzentrum gehen wir auch noch in den Supermarkt und versorgen uns am Geldautomaten mit Bargeld. Dann fahren wir zum Canyon Campground Check-In, der sich nur ein paar hundert Meter weiter befindet. Der Plan für die nächsten Tage im Park war folgender. Wir tingeln die Schleife des Parkways entlang und suchen uns jeweils einen Campground in der Nähe, wenn der Tag zur Neige geht. Doch nun sollten wir feststellen, dass dies so nicht funktioniert. Die Dame am Check-In sagte uns, der Campground sei vollständig belegt. Sie telefonierte und sagte, auch die anderen zentralen Campgrounds seien ausgebucht. Bei den kleinen peripheren Plätzen sähe es nicht besser aus, aber am Indian Creek könnte es noch klappen. Somit war unsere Planung hinfällig und die Wasserfälle, die wir heute noch besuchen wollten, waren gestrichen. Wir fuhren also schnurstracks und ohne weiter Stopps einzulegen, in Richtung Nordwest - also entgegengesetzt unserer Planung - auf der Grand Loop Road zum Abzweig in Richtung Nord-Tor. Auf dieser Zufahrt befindet sich der Indian Creek Campground. Zu allem Überdruss war auf diesem Parkway auch noch eine Straßenbaustelle mit kilometerlangen einspurigen Einschränkungen. Als wir am Indian Creek ankamen, sagte uns der Campground Host auch nur: &quot;Campground is full&quot;. Wir stehen nun vor einem riesigen Problem, denn in Nationalparks dürfen Wohnmobile nachts nur auf ausgewiesenen Campgrounds stehen. Aber die Platzwärterin vom Indian Creek gab uns einen Tipp. Wir sollten den Park durch das Nord-Tor verlassen und bis zur Stadt Gardiner fahren. Beim Verlassen von Gardiner in Richtung Jardine gäbe es recht bald einen Campground, der zum Gallatin National Forest gehört. Wir sollten es dort versuchen und am nächsten Morgen gegen acht Uhr wieder hier sein und einchecken. Eine Wahl hatten wir nicht mehr und so fuhren wir nach Norden. Dabei ließen wir wieder einige Sehenswürdigkeiten links (auch rechts) liegen und fuhren weitere (unnötige, wie wir fanden) Kilometer bis zum Indian Creek. Im Grunde war auch dieser Campground bereits voll, zumindest die ausgewiesenen Stellplätze. Aber der dortige Platzwart war geschäftstüchtig genug um uns auf dem Parkplatz eines Wanderweg-Anfangs, der sich auf dem Gelände des Campgrounds befand, für 7$ stehen zu lassen. Zu späterer Stunde kamen noch einige mehr, die diesen Parkplatz bevölkerten. Zumindest nutzen wir den Abend kulinarisch, essen lecker und genießen ein &quot;Mountain Amber Bier&quot;. Dabei stellen wir unsere Pläne für den Yellowstone Park um, damit wir der veränderten Lage gerecht werden können. Im Grunde würden wir alle Ziele ansteuern, aber es würde uns mehr Strecke kosten. Vor dem Schlafen beobachten wir noch eine Gruppe Großhirsche - Wapities, welche man in den USA einfach nur Elk nennt, wie diese seelenruhig äsend über den Campground ziehen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Sonntag, 14. Juni 2015&lt;br /&gt;
Wasserfälle - der gelbe Stein und ein See wie ein Meer&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir nehmen das Campground-Dilemma ernst und stehen beizeiten auf. Beizeiten heißt gegen 5:00, was uns noch immer nicht schwer fällt aufgrund der Zeitverschiebung zu Europa. So ergibt es sich auch, dass wir es uns leisten können, auf dem Weg zum Indian Creek Campground einige Zwischenstopps einzulegen. Am Indian Creek sollten wir einer Empfehlung der Platzwärterin zufolge schon gegen 8:00 sein, um einzuchecken, nachdem die ersten Abreisenden Touristen den Platz verlassen haben. Also rollen wir noch vor 6:00 vom Platz am Eagle Creek. Die Sonne ist zwar schon aufgegangen, aber für uns noch hinter den Gipfeln im Osten versteckt. Nur die ersten Bergspitzen sind schon in rötliches Licht getaucht. Auf der Straße nach Gardiner sehen wir wieder Wapitis (Elks). Es ist eine große Gruppe mit Jungen und sie grast am Ortsrand von Gardiner und teilweise schon in den Vorgärten der ersten Häuser. Während die ausgewachsen Tiere gemächlich grasen, tollen die Jungen verspielt umher. Gardiner liegt noch wie ausgestorben im Tal des Yellowstone River, welcher hier den Nationalpark in Richtung Norden verlässt. Auch Gardiners City ist im Stil eines Western-städtchens angelegt und besteht praktisch nur aus einer Straße. Unmittelbar an seinem südlichen Rand befindet sich der Parkeingang. Das historische Park-Tor, die Roosevelt Arch, wird gerade restauriert und daher über eine provisorische Baustraße umgangen. Am Kontrollhäuschen sind dann doch schon ein paar Autos, aber wir haben unseren Wochenpass und werden durchgewunken. Nun fahren wir erst mal ein paar Kilometer in den Park hinein, stetig bergauf. Der Yellowstone River hat hier wieder einen Canyon gebildet und ist selbst ein mit kleineren Wasserfällen garniertes Wildwasser. Dieser lichte, dünn bewaldete Teil des Parks scheint bei den großen Wapitis beliebt zu sein. Man sieht sie immer wieder. Dann erreichen wir Mammoth Hot Springs. Der kleine Ort am nördlichen Parkrand ist auch noch verschlafen, aber die Sonne steht knapp über den Bergen und wirft grelles Schlaglicht über die Landschaft. Kurz hinter dem Ort befindet sich ein großes Thermalquellengebiet, welches aufgrund seiner Hanglage weitläufige Sinterterrassen gebildet hat. Es ist gegen 7:00 Uhr - wir haben also Zeit, dieses Naturwunder zu besichtigen. Da wir aber am Ortsrand auch eine gut ausgebaute Toiletten- und Waschraumanlage sehen, können wir uns zuvor noch einmal einer bequemen Morgenhygiene widmen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Sinterterrassen sind höchst eindrucksvoll. In der Morgensonne geben sie ein einmaliges Farbenspiel wieder. Für die Fototechnik sind sie in diesem Licht allerdings eine Herausforderung. Das Gebiet unterteilt sich in Lower Terraces und in Upper Teracces. Es führt ein langer, gewundener und verzweigter Plankenweg hindurch und am oberen und unteren Ende gibt es je einen Parkplatz. die diversen Quellen fördern pro Minute etwa 1900 Liter heißes mineralhaltiges Wasser zutage und jeden Tag lagern sich 2 Tonnen kalkhaltiger Sinter ab. die einzelnen Terrassen haben so fantasievolle Bezeichnungen wie &quot;Minerva Terrace&quot;, &quot;Cleopatra Terrace&quot; oder &quot;Jupiter Terrace&quot;. Wir sind sehr beeindruckt und angetan, so dass wir mehr Zeit hier verbringen, als geplant. Am Indian Creek werden wir dann wohl nicht mehr pünktlich sein, zumal wir auch an den Rustic Falls noch kurz halten. Schließlich kommen wir am Campground an. Tatsächlich sind Plätze frei, da einige Camper abgereist sind. Wir gehen auf Nummer Sicher und checken für 2 Übernachtungen ein. Das bedeutet allerdings, dass wir heute und auch morgen von unseren Tagesausflügen immer wieder hierher zurückkehren müssen, und das durch die meilenlange Baustelle auf dem Parkway ins Innere des Parks. Aber es ist eine Lösung, wie wir unseren verbleibenden Aufenthalt gestalten können. Wir suchen also einen freien Platz aus, hängen unser Zettelchen an den Pfosten und bezahlen an der Hütte des Campground-Wartes. Dann fahren wir gleich weiter. Aufgrund der Baustelle und auch der schieren Entfernung - im Park herrscht maximal Tempo 45 (73 km/h) - sind wir nach einer Stunde an den großen Wasserfällen des Yellowstone River. Um den Lichtverhältnissen besser Rechnung zu tragen - die Sonne steht im Südosten - befahren wir zuerst den South-Rim-Drive des Canyons. Hier ist der ersten Halt an den Upper Falls.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Upper Falls sind nur von einem Aussichtspunkt gut zu sehen. Es gibt aber einen Fußweg am Canyon entlang, auf dem man flussabwärts wandern kann und nach einer Weile die Lower Falls erreicht. Dieser Wanderweg hat auch einen Abstieg in den Canyon, bei dem man eine Aussicht direkt unterhalb der Lower Falls erreicht. Es ist ein sehr anstrengender Weg, da er trotz Stufen und Geländer sehr steil ist (330 Stufen). Der Abstieg geht in die Knie und der Aufstieg in die Puste. Aber es lohnt sich. Ein gigantischer Anblick und ein donnerndes Tosen lässt die Gewalt des Wassers übermächtig erscheinen. Dieser Stopp ist letztlich zu einer richtigen Wanderung geworden und hat dementsprechend Zeit beansprucht. Natürlich wollen wir alle Optionen nutzen und fahren auf dem South-Rim-Drive bis zum Ende auf den hinteren Parkplatz. Hier gibt es einen weiteren Aussichtspunkt, der die Lower Falls aus der Ferne zu sehen erlaubt. Auch der Yellowstone Canyon insgesamt ist hier gut zu überblicken. Nur haben die Menschenmassen mit fortschreitender Stunde auch zugenommen. Beim Blick in den Canyon wird klar, warum der Park den Namen Yellowstone trägt. Die Felsen, die den Canyons flankieren, sind nicht nur gelb. Sie haben viele Farbschattierungen. Aber es sind vornehmlich gelblich ockerfarbene Töne, mal heller - fast weiß, mal dunkler - fast rot. Auch auf den thermalen Hotspots sehen wir das bestätigt. Der Sinter auf Kalkbasis bringt zuerst einmal helle Ablagerungen hervor. Schwefel und die Arbeit von Bakterien im heißen Wasser färbt das Ganze mannigfaltig. Auf dem Rückweg am Abend nehmen wir uns vor, den Canyon auch vom North-Rim-Drive zu sehen, aber jetzt fahren wir erst mal zurück zur Grand Loop, um zum Yellowstone Lake zu gelangen. Der Weg dorthin folgt dem Lauf des Yellowstone River. Unterwegs halten wir noch am Mudvolcano Gebiet, wo sich auch der sogenannte Drachenmaulgeysir befindet. Auch hier absolvieren wir den Parcours aus Holzplanken und sehen uns außer dem Schlammvulkan auch den Sour Lake und die &quot;Black Dragons Caldron&quot; an, zwei heiße Quellen, welche Tümpel gebildet haben, einen sauren klar-grünen und einen dunkelgrau schlammigen. Den Yellowstone Lake erreichen wir beim Touristenzentrum &quot;Fishing Bridge&quot;. Unser Ziel liegt aber weiter im Osten, wofür wir eine ganze Weile am Ufer des Sees entlang fahren müssen. Eigentlich muss man eher von einer Küste sprechen, denn der See ist gewaltig, wie ein Meer. Unser Ziel ist der Lake Butte, ein Aussichtspunkt über den See. Er liegt an der East-Entrance-Road. Beim Fernblick über den See wollen wir auch unsere Mittagpause - fast schon ein frühes Abendbrot - abhalten.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;So geschieht es dann auch. Wir haben keine Eile, weil vor uns trotz langer Rückfahrt und einer Baustelle nur noch zwei geplante Halts liegen. Der erste Halt kommt recht bald. Wir stoppen in Fishing Bridge, um nach einer Post zu suchen. Natürlich schauen wir auch in den General Store und ins Informationszentrum. Jedoch wird uns bald klar, dass wir ja Sonntag haben und wir keine geöffnete Post finden werden. Der zweite Halt findet wieder bei den großen Wasserfällen statt. Diesmal fahren wir in den North-Rim-Drive. Wir stoppen hier lediglich an verschiedenen Haltepunkten mit Aussichtpunkten und machen keine großen Wanderungen mehr. Der hinterste von ihnen, der Inspiration Point, ist sogar recht wenig frequentiert. Ob es daran liegt, dass er so weit hinten liegt oder weil es schon relativ spät ist, ist unklar. Aber neben einer großartigen Aussicht über den Canyon kann man sogar die Upper Falls in der Ferne noch sehen. Der letzte Blick über den Yellowstone Canyon ist ein schöner Ausklang für den Tag. Die Fahrt zum Campground wird nun noch ein Stündchen in Anspruch nehmen. Dort kann auch der kulinarische Ausklang seinen Lauf nehmen, bevor es in die Federn geht. Leider wurde der Speiseplan durch ein technisches Problem sabotiert. Die Kühlgefriereinheit hat eine Störung - wohl vom heftigen Wind am Eagle Creek, der in die Ablüftung an der Außenseite des Wohnmobils hineindrückte. Wir beseitigen die Störung, doch das Eis ist zerlaufen. Die Eierkuchen mit Heidelbeermarmelade und einer Kugel &quot;Häagen Dazs&quot;-Eis werden also stattdessen mit Eis-Soße serviert.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Montag, 15. Juni 2015 &lt;br /&gt;
Über alte Getreue und große Prismatische&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Der Plan für heute sieht vor, auf dem westlichen Bogen der Grand-Loop-Road bis zum berühmtesten Geysir des Parkes, dem Old Faithful zu fahren. Nach dessen Besichtigung würden wir die Strecke rückwärts aufrollen und diverse Stopps an verschiedenen Sehenswürdigkeiten einlegen. Natürlich beginnt der Tag wie immer mit einem gemütlichen Frühstück. Dann gilt es, auf dem Weg nach Süden wieder die lästige Straßenbaustelle zu durchfahren. Bis zum Old Faithful sind es ca. 60 km. Kurz vor dem Ziel wird der Parkway zu einem vierspurigen Highway. Als wir dort ankommen, werden wir von einem regelrechten Verkehrsleitsystem empfangen. Es gibt unterschiedliche Spuren für die Besucherparkplätze und für Hotel und Tankstelle. Da wir ohnehin tanken müssen, ordnen wir uns in die entsprechende Spur ein. Tanken ist dann das erste, was wir tun. Der Preis ist ungewöhnlich hoch im Vergleich zu den Benzinpreisen, die wir bisher hatten. Hier scheint man die Exklusivität der Lage im Zentrum des Parks (und die Notlage von Autofahrern) gut auszunutzen. Aber auch wir haben keine Wahl und tanken. Doch diese Entscheidung hat andererseits auch einen Vorteil. Wir können gleich an der Tankstelle, in Nachbarschaft zu einem General Store parken. Wie sich zeigt, ist dieser Parkplatz, gefolgt vom Hotelparkplatz auch nicht wesentlich weiter vom Old Faithful entfernt, als die riesigen Besucherparkplätze an der Südseite des Riesengeysirs. Der Old Faithfull erhielt seinen Namen &quot;Alter Getreuer&quot;, weil seine Eruptionen so zuverlässig sind. Über die die Jahre schwanken die Zeitabstände, doch zurzeit sind es durchschnittlich 91 Minuten, die zwischen den Ausbrüchen liegen. Dabei schwankt dieses Intervall nur um plus minus 5 Minuten. Diese Eigenschaft führte dazu, dass seine Ausbrüche wie Theatervorstellungen geplant werden können. Die beeindruckende Höhe seiner Fontäne, die zwischen 30 und 55 Metern hoch ist, ist ein weiterer Grund, dass man um den Geysir herum ein regelrechtes Amphitheater mit Sitzbänken errichtet hat. Leider waren wir mit dem Spielplan des Old Faithful bei unserem Eintreffen noch nicht vertraut und verpassen einen Ausbruch, gerade als wir tanken. Dies bedeutete: zirka anderthalb Stunden Zeit bis zur nächsten Show. Zeit also, um über das Gelände der Anlage zu schlendern.&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Um den nächsten Ausbruch nicht wieder zu verpassen, nehmen wir uns vor, denn weitläufigen Wanderweg durch das Thermalgebiet, welches sich noch weit nach Norden hinzieht, erst danach entlang zu wandern. Die Anlage um den &quot;alten getreuen&quot; Geysir ist ebenso ausgebaut wie das Canyon Village, wenn nicht sogar mehr. Es gibt Läden, Restaurants, ein Hotel und Apartments. Und siehe da, es gibt auch eine Post. Hier gelingt es uns dann auch, die Postkarten frankieren zu lassen und abzuschicken. Inzwischen ist die Zeit für den nächsten Ausbruch herangerückt. Wir suchen uns Positionen zum Beobachten des Ausbruches, Regina vorn auf einer der Bänke und ich weiter hinten, um Fotos aus der Distanz zu machen. Dafür baue ich das Stativ auf und wähle das Teleobjektiv. Dabei kommt mir auch ein blauer Vogel vor die Linse, der ein Weilchen vor mir posiert. Die Bänke füllen sich so langsam. Es sind wieder massenhaft asiatische, vermutlich chinesische Touristen zugegen. Dann kommt der Ausbruch. Dieser scheint ein Ausbruch von eher durchschnittlicher Höhe und Dauer zu sein. Zudem habe ich ein Problem mit dem Fokus. Die Kamera kann - vielleicht wegen der Dampfschwaden im Zentrum des Bildes - die&lt;br /&gt;
Entfernung nicht richtig bestimmen. OK, das Schauspiel ist nach 5 Minuten auch schon vorbei. Jetzt können wir den Rundgang durch das Gelände beginnen. Und dieser entschädigt durchaus für das eher unspektakuläre Auftreten des Old Faithful. Unzählige heiße Quellen, kleinere und größere Geysire, Pools und Fumarole. Wir haben zudem Glück, als wir uns dem Beehive-Geysir nähern. Er bricht just in diesem Augenblick aus, und er ist gewaltig. Die Wassermenge ist geringer, als bei Old Faithful, aber der Strahl ist kräftiger und schießt in eine unglaubliche Höhe von 60 Metern auf. Da er nur höchsten alle 8 Stunden (manchmal macht er 20 Stunden Pause) ausbricht, können wir wirklich von Glück reden. Staunend und langsamen Schrittes bewegen wir uns auf dem Plankenweg weiter und bewundern ein geothermisches Kunstwerk ums andere. Auf diese Weise ist bereits der Halbe Tag vergangen als wir schließlich die Runde beenden. Mit dem Wohnmobil steuern wir den in der Nähe befindlichen Parkplatz mit Zugang zum Lone-Star-Geysir an. Doch um diesen zu erreichen, ist eine Wanderung erforderlich. Diese liegt nicht mehr in unserem Zeit-Budget und wir verzichten darauf. Nun geht es zurück in Richtung Norden. Wir halten am Black Sand Basin - eher unplanmäßig, da wir als nächsten die Grand Prismatic Spring auf dem Zettel haben. Doch auch dieser Stopp lohnt sich. Mehrere glasklare Pools mit azurblauem oder türkis-grünem Wasser und feurig leuchtenden mineralischen Rändern sind hier zu bestaunen. Darunter die Green Spring und der Emerald Pool.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&lt;auch am=&quot;&quot; nächsten=&quot;&quot; hotspot,=&quot;&quot; dem=&quot;&quot; bisquit=&quot;&quot; bassin=&quot;&quot; halten=&quot;&quot; wir.=&quot;&quot; der=&quot;&quot; parkplatz=&quot;&quot; davor=&quot;&quot; ist=&quot;&quot; voll=&quot;&quot; und=&quot;&quot; mit=&quot;&quot; mühe=&quot;&quot; glück=&quot;&quot; finden=&quot;&quot; wir=&quot;&quot; noch=&quot;&quot; einen=&quot;&quot; platz.=&quot;&quot; dieser=&quot;&quot; hotspot=&quot;&quot; genau=&quot;&quot; wie=&quot;&quot; das=&quot;&quot; black=&quot;&quot; sand=&quot;&quot; relativ=&quot;&quot; überschaubar=&quot;&quot; einem=&quot;&quot; holzplankenweg=&quot;&quot; von=&quot;&quot; einigen=&quot;&quot; hundert=&quot;&quot; metern.=&quot;&quot; allerdings=&quot;&quot; muss=&quot;&quot; man=&quot;&quot; zuerst=&quot;&quot; eine=&quot;&quot; holzbrücke=&quot;&quot; über=&quot;&quot; den=&quot;&quot; firehole=&quot;&quot; river=&quot;&quot; überqueren.=&quot;&quot; als=&quot;&quot; auf=&quot;&quot; brücke=&quot;&quot; stehen,=&quot;&quot; fotografiert=&quot;&quot; gerade=&quot;&quot; ein=&quot;&quot; mann=&quot;&quot; ins=&quot;&quot; wasser=&quot;&quot; hinunter.=&quot;&quot; ich=&quot;&quot; gucke,=&quot;&quot; was=&quot;&quot; er=&quot;&quot; da=&quot;&quot; fotografiert,=&quot;&quot; sagt=&quot;&quot; mir=&quot;&quot; begeisterung,=&quot;&quot; sei=&quot;&quot; große=&quot;&quot; forelle.=&quot;&quot; leider=&quot;&quot; hätte=&quot;&quot; aber=&quot;&quot; kein=&quot;&quot; polarisationsfilter=&quot;&quot; um=&quot;&quot; störende=&quot;&quot; reflexionen=&quot;&quot; zu=&quot;&quot; minieren.=&quot;&quot; &quot;ich=&quot;&quot; habe=&quot;&quot; filter=&quot;&quot; drauf&quot;=&quot;&quot; -=&quot;&quot; sage=&quot;&quot; ihm=&quot;&quot; fange=&quot;&quot; ebenfalls=&quot;&quot; an,=&quot;&quot; nach=&quot;&quot; forelle=&quot;&quot; peilen.=&quot;&quot; geländer=&quot;&quot; gebeugt=&quot;&quot; an=&quot;&quot; meinem=&quot;&quot; pol-filter=&quot;&quot; drehe=&quot;&quot; die=&quot;&quot; reflexion=&quot;&quot; verringern,=&quot;&quot; löst=&quot;&quot; sich=&quot;&quot; plumpst=&quot;&quot; in=&quot;&quot; fluss.=&quot;&quot; ratlos=&quot;&quot; stehe=&quot;&quot; sehe=&quot;&quot; grund=&quot;&quot; des=&quot;&quot; flachen=&quot;&quot; wildwasserflusses=&quot;&quot; schimmern.=&quot;&quot; andere=&quot;&quot; fotograf,=&quot;&quot; mein=&quot;&quot; malheur=&quot;&quot; gesehen=&quot;&quot; hatte=&quot;&quot; entschuldigte=&quot;&quot; prompt,=&quot;&quot; wäre=&quot;&quot; schuld=&quot;&quot; daran.=&quot;&quot; schließlich=&quot;&quot; gehe=&quot;&quot; schuhen=&quot;&quot; kurz=&quot;&quot; entschlossen=&quot;&quot; böschung=&quot;&quot; hinunter=&quot;&quot; wate=&quot;&quot; bis=&quot;&quot; mitte=&quot;&quot; flusses.=&quot;&quot; hier=&quot;&quot; fast=&quot;&quot; oberschenkeltief.=&quot;&quot; gut=&quot;&quot; auszumachen=&quot;&quot; schon=&quot;&quot; ihn=&quot;&quot; wieder.=&quot;&quot; wieder=&quot;&quot; plankenstieg=&quot;&quot; sehe,=&quot;&quot; läuft=&quot;&quot; aus=&quot;&quot; hosenbeinen=&quot;&quot; herab=&quot;&quot; meine=&quot;&quot; schuhe=&quot;&quot; schnorcheln=&quot;&quot; schmatzen.=&quot;&quot; ganze=&quot;&quot; weile=&quot;&quot; hinterlasse=&quot;&quot; nasse=&quot;&quot; flecken=&quot;&quot; holzplanken,=&quot;&quot; nasser=&quot;&quot; hund,=&quot;&quot; kommt.=&quot;&quot; rundgang=&quot;&quot; hose=&quot;&quot; so=&quot;&quot; trocken.=&quot;&quot; nur=&quot;&quot; im=&quot;&quot; wohnmobil=&quot;&quot; wechseln.=&quot;&quot; nächste=&quot;&quot; halt=&quot;&quot; nun=&quot;&quot; grand=&quot;&quot; prismatic=&quot;&quot; spring=&quot;&quot; gewidmet.=&quot;&quot; werden=&quot;&quot; nicht=&quot;&quot; üblichen=&quot;&quot; zur=&quot;&quot; quelle=&quot;&quot; laufen.=&quot;&quot; bereits=&quot;&quot; vorher=&quot;&quot; einer=&quot;&quot; stelle,=&quot;&quot; wo=&quot;&quot; wanderweg=&quot;&quot; westlichen=&quot;&quot; hang=&quot;&quot; tales=&quot;&quot; entlangführt.=&quot;&quot; kleine=&quot;&quot; dort=&quot;&quot; überfüllt,=&quot;&quot; dass=&quot;&quot; direkt=&quot;&quot; straße=&quot;&quot; parken.=&quot;&quot; uns=&quot;&quot; steht=&quot;&quot; jetzt=&quot;&quot; wanderung=&quot;&quot; mindestens=&quot;&quot; kilometer=&quot;&quot; bevor=&quot;&quot; mittagshitze=&quot;&quot; erbarmungslos.=&quot;&quot; auch=&quot;&quot; schuhwerk=&quot;&quot; suboptimal,=&quot;&quot; denn=&quot;&quot; nassen=&quot;&quot; gegen=&quot;&quot; sandalen=&quot;&quot; eingetauscht.=&quot;&quot; herausforderung=&quot;&quot; bevor.=&quot;&quot; gegenüber=&quot;&quot; riesenquelle,=&quot;&quot; 120=&quot;&quot; meter=&quot;&quot; entfernt=&quot;&quot; kann=&quot;&quot; fuße=&quot;&quot; bergflanke=&quot;&quot; oben=&quot;&quot; steigen.=&quot;&quot; offiziell=&quot;&quot; erlaubt=&quot;&quot; nicht.=&quot;&quot; scheinbar=&quot;&quot; geheimtipp,=&quot;&quot; weswegen=&quot;&quot; wenige=&quot;&quot; versuchen,=&quot;&quot; diese=&quot;&quot; aussicht=&quot;&quot; verschaffen.=&quot;&quot; tun=&quot;&quot; schwitzen=&quot;&quot; kraxeln=&quot;&quot; hinauf,=&quot;&quot; paar=&quot;&quot; staubige,=&quot;&quot; steinige=&quot;&quot; trampelpfade=&quot;&quot; aufweist,=&quot;&quot; stelle=&quot;&quot; erreichen.=&quot;&quot; endlich=&quot;&quot; haben=&quot;&quot; unser=&quot;&quot; fotomotiv.=&quot;&quot; gucken,=&quot;&quot; fotografieren=&quot;&quot; machen=&quot;&quot; selfies.=&quot;&quot; dann=&quot;&quot; geht&#039;s=&quot;&quot; hinunter,=&quot;&quot; mehr=&quot;&quot; rutschend=&quot;&quot; steigend.=&quot;&quot; rückweg=&quot;&quot; zum=&quot;&quot; auto=&quot;&quot; mache=&quot;&quot; gedanken,=&quot;&quot; abend=&quot;&quot; unsere=&quot;&quot; verschwitzten=&quot;&quot; körper=&quot;&quot; abgeduscht=&quot;&quot; bekommen.=&quot;&quot; mehrere=&quot;&quot; weitere=&quot;&quot; hotspots=&quot;&quot; passieren=&quot;&quot; wir,=&quot;&quot; ohne=&quot;&quot; halten.=&quot;&quot; darunter=&quot;&quot; lower=&quot;&quot; geyser=&quot;&quot; fountain=&quot;&quot; paint=&quot;&quot; pot.=&quot;&quot; canyon=&quot;&quot; soll=&quot;&quot; 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komplett=&quot;&quot; durch=&quot;&quot; folgen=&quot;&quot; route=&quot;&quot; richtung=&quot;&quot; unseres=&quot;&quot; campgrounds.&lt;=&quot;&quot; p=&quot;&quot;&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Bereits nördlich der Madison Junction halten wir nochmals kurz an einem kleinen Hotspot und Besichtigen die Terrace Spring. Hier ist der Parkplatz erstaunlicherweise leer, aber der kurze Plankenweg ist in wenigen Minuten abgelaufen. Schon geht es weiter entlang des Gibbon Creeks. Teilweise fließt dieses Wildwasserflüsschen durch einen Waldstreifen getrennt, parallel zur Straße, was uns auf eine Idee bringt. Wir halten an einer kleinen Haltebucht am Parkway und schnappen Handtücher, Waschzeug und Wechselwäsche. Nach einigen zig Metern sind wir am Wasser. Es ist etwas frisch, aber bei dieser sommerlichen Hitze kein Problem. Und schon haben wir Erfrischung, Badespaß und Körperpflege in einem, und das alles ganz ungestört und umgeben von einem herrlichen Bergpanorama. Erfrischt und sauber schlendern wir durchs Unterholz zum Camper zurück und sind bereit für den kulinarischen Ausklang des Tages. In Richtung unseres Campgrounds scheint sich ein Gewitter zu entladen. Auf dem Rückweg streifen wir es. Als wir am Campground einfahren, ist es vorbei. Aber die Hinterlassenschaften sind aber noch überall am Boden zu sehen: Taubenei-große Hagelkörner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;www.kanadafieber.de/Reisen/Wohnmobil/Reiseideen/Einmal-Yellowstone-und-zurueck-sk-touristik.html&quot;&gt; Weiter zum 2. Teil&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/p
&lt;auch&gt;&lt;/p
&lt;der&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Tour-durch-Kanada-und-die-USA-sk-touristik-1.html</guid>
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                <title>Abenteuer im Yukon und Alaska 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Abenteuer-im-Yukon-und-Alaska.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/09.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;North to Alaska&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Abenteuer erleben im Yukon und in Alaska&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von SK-Kundin Claudia Haisch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Way up north, north to Alaska, way up north, north to Alaska&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Big Sam left Seattle in the year of ninety-two&lt;br /&gt;
With George Pratt, his partner, and brother Billy too&lt;br /&gt;
They crossed the Yukon River and they found the bonanza gold&lt;br /&gt;
Below that old white mountain, just a little south-east of Nome&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Sam crossed the Majestic mountains to the valleys far below&lt;br /&gt;
He talked to his team of huskies as he mushed on through the snow&lt;br /&gt;
With the northern lights a-runnin&#039; wild in the Land of the Midnight Sun&lt;br /&gt;
Yes Sam McCord was a mighty man in the year of nineteen-one&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Where the river is windin&#039;, big nuggets they&#039;re findin&#039;&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
Way up north, north to Alaska, way up north, north to Alaska&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;George turned to Sam with his gold in his hand&lt;br /&gt;
Said, &quot;Sam, you&#039;re lookin&#039; at a lonely, lonely man&lt;br /&gt;
I&#039;d trade all the gold that&#039;s buried in this land&lt;br /&gt;
For one small band of gold to place on sweet little Jenny&#039;s hand&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&quot;Cause a man needs a woman to love him all the time&lt;br /&gt;
Remember, Sam, a true love is so hard to find&lt;br /&gt;
I&#039;d build for my Jenny, a honeymoon home&lt;br /&gt;
Below that old white mountain, just a little south-east of Nome&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Where the river is windin&#039; big nuggets they&#039;re findin&#039;&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
Way up north, north to Alaska, way up north, north to Alaska&lt;br /&gt;
Way up north, north to Alaska, way up north, north to Alaska&lt;br /&gt;
Way up north&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;(Song von Johnny Horton)&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Unsere Reise stand dieses Jahr ganz unter diesem Motto. Waren wir letztes Jahr hauptsächlich im Yukon und haben Alaska nur kurz besucht, wollten wir es dieses Mal genau anders herum machen. Zu schön hatten wir dieses faszinierende Land in Erinnerung, um es nicht noch einmal genauer zu betrachten. Wir wählten erneut den Herbst, da uns die Farben des Indian Summer beim letzten Mal regelrecht umgehauen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dass wir das Wohnmobil in Whitehorse gleich am ersten Tag bekamen schätzten wir sehr, denn somit konnten wir gleich los: North to Alaska!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 25.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_01.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Der erste Tag verwöhnte uns nicht nur mit Sonnenschein, denn über Carmacks und die Five Finger Rapids führte er uns auf den wunderschönen Silver Trail in Richtung Keno City. Auf der Strecke ging es für uns, die wir uns über jedes Tier auf der Straße freuen, schon richtig gut los: ein Maultierhirsch, ein Kojote, ein Schwarzbär, ein Stachelschwein und ein Rotfuchs. Daneben wunderbar sonnige Pausen an den vielen Seen, wo wir die warmen Minuten am glitzernden Wasser genossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die sonnige Ruhe änderte sich jedoch in Keno City, denn wir wollten unbedingt das Sign Post auf dem Keno Hill bewundern. Aber oh Schreck, was ist das denn bitte schön? Soll das eine Straße sein? Wir sind Schotterpisten mittlerweile zur Genüge gewöhnt, aber diese hier setzt allen bis dahin befahrenen die Krone auf. Eigentlich kann man sie gar nicht Schotterstraße nennen, eher Geröllfeld. Und das 11 km lang - wirklich abenteuerlich!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Hinzu kam, dass uns plötzlich dichter Nebel umhüllte, so dass wir links und rechts überhaupt nichts mehr sahen. So schraubten wir uns langsam den nicht enden wollenden Hügel hinauf und rechneten jeden Moment mit einem platten Reifen. Waren wir froh, als wir endlich wohl behalten oben ankamen. Und freuten uns hier über ein paar sehr süße und neugierige Murmeltiere, sowie über ein paar Präriehunde in allerbester Foto-Posen-Laune.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allein für diese hat es sich schon gelohnt, den unwirklichen Weg in Kauf zu nehmen - vom Sign Post hatten wir leider nicht so viel, da der Nebel sich einfach nicht auflösen wollte und wir somit überhaupt keine Aussicht genießen konnten. Die Abfahrt genossen wir natürlich ebenso wenig, schafften aber auch diese zum Glück ohne größere Schäden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 26.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_02.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Schön, dass der Jetlag auch positive Seiten an sich hat. Nachdem wir allesamt um 4:00 Uhr früh bereits fit waren, geschah es, dass wir in der Dämmerung einem für uns bisher unbekannten Gefährten über den Weg liefen. Beziehungsweise wir fuhren und er lief: ein Polarfuchs. Dieser ließ sich von uns kaum stören, flüchtete immer wieder ein paar Meter, wenn wir ihm zu nah auf die Pelle rückten und kam aber auch immer wieder zurück, um am Straßenrand Wasser zu trinken und Mäuse zu fangen. Eine sehr schöne Beobachtung am frühen Morgen!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Über Dawson City ging es im weiteren Verlauf des Tages rauf auf den Top-of-the-World-Highway. Zum Glück hatten wir nun wieder klare Verhältnisse, so dass wir hier die atemraubenden Ausblicke vom ersten bis zum letzten Kilometer bewundern durften. Eine unglaublich schöne Strecke, bei der man sich wieder einmal fragt, wie weit dieses Land eigentlich ist, wo die ganze Zeit rechts und links bis zum Horizont nichts als Natur pur herrscht. Diesen Highway möchten wir unbedingt empfehlen - für uns steht er auf jeden Fall weit oben auf unserer Top-Ten-Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Fast viel zu schnell waren wir an der amerikanischen Grenze und es ging von den luftigen Höhen langsam nach unten. In Alaska bekamen wir wieder zu spüren, was wir von unserer letzten Reise schon kannten: extrem schnelle und heftige Wetterumschwünge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir hatten für den Rest des Tages von Chicken nach Tok praktisch jede halbe Stunde einen Wechsel zwischen Sonne, Wolken und Regen und Temperaturunterschiede von 6°C bis 17°C. Echt verrückt das Wetter. Aber es gibt dabei etwas Positives: bei dem ganzen Wechsel zwischen Sonne und Regen hatten wir jede Menge schöner Regenbogen zu sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 27.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;An diesem Morgen bekamen wir leider keine Sonne, sondern im Wechsel zum Regen wieder dichten Nebel und frostige 1°C. Brrr - Alaska ist eben doch Alaska! Dafür konnten wir bei diesem trüben Wetter unseren ersten Elch bewundern. Ein Weibchen, das friedlich neben einem Tümpel mit zwei Schwänen graste. Was für ein schöner Anblick und im Verlauf der nächsten Zeit sicherlich selten, da wir wieder mitten in die Karibu- und Elchjagd kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im süßen Touristen-Städtchen North Pole hatten wir dieses Jahr Glück: der Weihnachtsmann war da und nahm unsere 4-jährige Helen gleich mal auf den Schoß, damit diese sich etwas wünschen konnte. Damit waren dann beide irritiert. Helen, die diese amerikanische Tradition nicht kennt und sich im Nachhinein bei uns beschwerte, dass sie eigentlich gar nicht auf seinen Schoß wollte und der Weihnachtsmann, weil dieses Mädchen sich einfach nichts wünschen wollte. Für uns Eltern aber eine lustige Episode zum Erzählen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Für die Weiterfahrt wollten wir uns den Dalton Highway bis Coldfoot vornehmen. Auch wenn uns dieser als langweilig vorhergesagt wurde, wollten wir auf jeden Fall den Polarkreis überqueren und - mal abgesehen von den vorbeirasenden Lastwagen - die absolute Einsamkeit genießen. Die Straßenverhältnisse waren nach dem Dauerregen eher bescheiden, rutschig und matschig. Das bekamen wir buchstäblich am eigenen Leib zu spüren, als wir gerade an einer Ausweichbucht mit offenem Fenster eine Pause machten und einer der bereits beschriebenen Lastwagen in vollem Tempo durch den Matsch an uns vorbei raste. Wir mussten daher unsere Pause etwas verlängern, um die Sauerei auf den Vordersitzen wieder zu beseitigen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ansonsten waren wir von der ersten Minute an von diesem Highway begeistert. Um uns herum pure Wildnis so weit das Auge reicht - einzig die Pipeline, die der Straße die allermeiste Zeit folgt, und der Highway selbst zeugen von Zivilisation. Es imponierte uns, wie die Trans-Alaska-Pipeline in einer endlosen Schneise durch die Natur gezogen wurde und das nur in 2 Jahren. Imponierend auch die Landschaft ringsum. Immer im Wechsel bekamen wir Wald und Tundra zu sehen und das in den allerschönsten Herbstfarben. Selbst wenn zwischendurch mal ein Anzeichen von Bevölkerung kommt - ich meine an dieser Stelle z.B. das Yukon River Camp, wo man immerhin tanken kann - so bleibt trotzdem der Eindruck von Wildnis. Man muss sich nur mal anschauen, wie die Einheimischen ihren Giftshop zuschließen (der wird einfach zugenagelt), um dann mit dem Boot einige Kilometer weit nach Hause zu fahren. Undenkbar für uns!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 28.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_03.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Am Arctic Circle zählt im Prinzip mehr der Gedanke, dass man hier war, als sonst was. Dennoch machten wir natürlich unsere Souvenir-Fotos am Schild und waren stolz, dass wir es so weit geschafft haben.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In Coldfoot angekommen, kamen wir dann ins Grübeln - jetzt waren wir so weit gekommen, jetzt wollten wir eigentlich auch noch mehr. Auch wenn die Strecke von Coldfoot bis Deadhorse von der Vermietstation aus nicht versichert ist, wollten wir die Straßenverhältnisse erst einmal testen - bis auf unser Matsch-Erlebnis war es nämlich bisher gar nicht so schlimm. Ich glaube, Fraserway ist noch nie die Strecke zum Keno Hill gefahren, sonst stände die nämlich bestimmt auch schon auf der Liste!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Also fuhren wir erstmal ein Stückchen weiter und siehe da: die Straße befand sich in einem sehr guten Zustand! Somit fuhren wir noch ein Stück weiter - und noch weiter. Das Wetter war gut und wir hatten Lust auf mehr Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt; &lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_04.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Davon bekamen wir dann auch jede Menge. Wir finden es wirklich schade, dass diese einzigartige Strecke von der Vermietstation aus nicht erlaubt ist, denn wir würden sie sofort jedem weiter empfehlen. Neben der weiterhin unglaublich schönen Landschaft sahen wir einen Elch-Bullen mit zwei Weibchen, viele Dall-Schafe aus nächster Nähe, Karibus, Moorschneehühner, Blässgänse, einen weiteren Polarfuchs, Eulen und zum krönenden Abschluss sogar Moschusochsen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Moschusochsen! Und wir standen auf der Straße und konnten sie beobachten - eine Erfahrung, die sich kaum beschreiben lässt. Einfach einzigartig, diese urzeitlich erscheinenden Tiere aus dieser Nähe zu sehen!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In Deadhorse war buchstäblich das Pferd begraben. Zwar lebte die Stadt durch all die Arbeiter, Maschinen und Fabriken, wir fanden sie trotzdem gruselig, da eben außer den Fabriken, Maschinen und Arbeitercontainern nichts da ist. Zu unserem Glück gab es aber eine Tankstelle und wir wollten hier sowieso nur übernachten, um uns am nächsten Morgen wieder auf den Rückweg zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 29.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_05.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Oh hoppla, was ist denn nun passiert? Wir sind doch gestern unter sonnigen Konditionen in Deadhorse angekommen; nun, heute morgen war alles unter einer dichten Schicht Schnee verborgen. Und es schneite tatsächlich noch weiter. Wir hatten noch kurz die Hoffnung, dass das nur eine kurze Phase war und im Laufe des Morgens aller Schnee wieder schmelzen würde (hallo - wir hatten August!!), doch schon bald gaben wir die Hoffnung auf und überließen uns unserem Schicksal - es wurde nicht besser, sondern immer schlimmer!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Doch auch hier wieder eine gute Seite: die Moschusochsen waren heute noch dichter an der Straße. Und wir konnten sogar noch ein Stückchen näher an sie heran laufen. Ein unübertroffener Moment, wie diese Tiere gemächlich an uns vorbei durch den Schnee stapften. Wir fühlten uns wie in einem Traum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bald holte uns die Realität jedoch wieder ein und zwar in Form des Atigun Passes. Bis hierhin war die Straße auch trotz dichtem Schneegestöber eigentlich ganz gut zu befahren, doch hier mussten wir rauf - und vor allem auf der anderen Seite wieder runter. Viel ist es ja nicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;2 Meilen hoch, 2 Meilen nach unten, aber bei Eis und Schnee und mit dem Camper scheint es unüberwindbar. Zumal wir durch ein Gespräch mit einem Truck-Fahrer, der gerade seine Schneeketten aufzog, auch nicht besonders ermutigt wurden. Dieser riet uns in jedem Fall davon ab zu fahren, sofern wir nicht auch Schneeketten hätten. Tja, aber was war das denn für eine Alternative - hier auf gutes Wetter warten? Wer weiß denn, wann das kommt. Uns dämmerte, dass die Strecke von Fraserway gar nicht wegen der Straßenverhältnisse ausgeschlossen wurde, sondern wegen der Wetterverhältnisse?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zum Glück kam in diesem Moment das Räumfahrzeug von oben runter gefahren. Wir wechselten ein paar Worte mit dem Fahrer und dieser machte uns wieder etwas Mut: er hat geräumt und wenn wir ganz langsam und vorsichtig fahren würden, müssten wir es schaffen. Und dann wünschte er uns noch &quot;Good Luck!&quot; (Das dämpfte unseren neugewonnenen Mut dann auch gleich wieder).&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Nach oben schafften wir es auf Anhieb ohne Probleme. Dort angekommen holten wir noch einmal tief Luft und dann machte sich mein Mann schnaufend, schwitzend und bis in die allerkleinste Faser angespannt an den Abstieg. Bei jedem Tritt auf die Bremse kamen wir sofort ins Rutschen und somit schlichen wir in allerbestem Schneckentempo den Pass runter. Schwierig wurde es zusätzlich dadurch, dass rechts plötzlich zwei Lastwagen standen, deren Fahrer sich munter auf der Straße unterhielten. Ja - die waren das gewöhnt, wir nicht! Glücklicherweise kam kein Gegenverkehr, als wir an den beiden vorbeikrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;
Kurz vor dem Nervenzusammenbruch war es dann geschafft - wir waren unten! Und quasi sofort war es vorbei mit dem Schnee, die Straßen wieder frei. Hier trafen wir unseren ersten LkW-Fahrer, der gerade seine Schneeketten wieder entfernte. Dieser freute sich mit uns, dass wir es geschafft haben und hatte lobende Worte für meinen Mann: &quot;Good Job!&quot; Die restliche Strecke war dann ein Klacks für uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Bevor sich jetzt jemand fragt, ob all die Anstrengung sich gelohnt hat - immerhin eine berechtigte Frage bei 666 km hin und am nächsten Tag schon wieder zurück, unversicherte Strecke und das bei den Wetterverhältnissen - dem soll gesagt sein: Ja, es hat sich gelohnt. Natürlich sind wir uns jetzt im Nachhinein bewusst, was wir da in Kauf genommen haben (wer rechnet auch schon mit so was), aber dieses Abenteuer nimmt uns keiner mehr!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 30.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_06.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Denali National Park, wir kommen! Hier hatten wir letztes Jahr schon einige wunderschöne Erfahrungen sammeln können und wir wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht. Wieder erwartete uns diese grandiose Weite, diese grandiose Farbpracht und dieses grandiose Tiervorkommen. Und vor allem von letzterem wurden wir mehr als verwöhnt. Denn es wimmelte bei unserer Ankunft bereits auf den ersten selbst zu befahrenden Meilen der Parkroad nur so von Elchen. Allein an diesem ersten Abend konnten wir um die zwanzig davon zählen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und was für welche: ich glaube nirgends sonst bekommt man so unglaublich große Elch-Bullen zu sehen wie im Denali Park. Und ich glaube, dass man nirgends sonst so nah an sie heran kommt. Es kam mehrmals vor, dass eines dieser stolzen Tiere plötzlich direkt neben uns die Straße überquerte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine absolut tolle Möglichkeit, Elche aus nächster Nähe und in Ruhe beobachten zu können. Das gefiel auch unserer Helen. Normalerweise hat sie zwei oder drei Blicke übrig, wenn wir ihr ein Tier zeigen, freut sich kurz, um sich dann wieder ihrer jeweiligen Beschäftigung zuzuwenden. Aber hier hielt sie richtig gut durch, freute sich über jeden Elch der zum Vorschein kam und verknipste fleißig die Speicherkarte auf ihrem eigenen Foto. Da schmunzelten sogar die alten Hasen mit ihren Profi-Kameras um uns herum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  Schmunzeln mussten wir auch, als wir bei diesen Profis ein holländisches Pärchen wieder erkannten, das wir letztes Jahr in Haines bei der Bärenbeobachtung kennengelernt hatten. Das war natürlich ein großes Hallo - wie steht wohl die Chance, sich in diesem riesigen Land ein zweites Mal zu sehen? Anscheinend gar nicht so schlecht, wie wir nun erfahren durften.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 31.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  Nach der vielen Fahrerei der letzten Tage ließen wir es heute ruhiger angehen. Natürlich waren wir schon im Morgengrauen wieder im Park und konnten erneut zahlreiche Elche bewundern. Im weiteren Verlauf schlenderten wir jedoch gemächlich durch die vielen Giftshops am Parkrand, besuchten die Schlittenhunde, genossen ein Eis in der Sonne und ließen uns das gute Essen hier schmecken. Eine Abschlussrunde auf der Parkroad brachte uns abermals gute Elchsichtungen ein. Und sogar unseren ersten Grizzly - wenn auch nur durchs Fernglas einigermaßen gut zu beobachten. Da wir jedoch für den nächsten Tag eine Bustour gebucht hatten, kehrten wir recht schnell auf den Campingplatz zurück.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 01.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_07.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Leider fehlte uns zu dieser Bustour das schöne Wetter von gestern. Neblig und grau war es und immer wieder fing es an zu regnen. Richtig ungemütlich also. Und im Bus funktionierte die Heizung irgendwie nicht so richtig. Dennoch ließen wir uns davon nicht die Laune verderben und erfreuten uns an der Einzigartigkeit dieses Parks. Erfreuen konnten wir uns auch an den vielen Grizzlies, den Dall-Schafen, mehreren einzelnen Karibus und sogar einer ganzen Karibu Herde, die wir sahen. Leider waren alle diese Tiere ziemlich weit von der Straße weg, was wir von der letzten Reise anders gewohnt waren. Und noch etwas vermissten wir im Vergleich zum letzten Jahr: wo war eigentlich der Mount McKinley? Hatten wir ihn unter blauem Himmel liegend in Erinnerung, so sahen wir nun leider, leider gar nichts von ihm. Komplett im Nebel verborgen - schade!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
  Die Tour bis zur Kantishna Lodge zu buchen und nicht nur bis zum Eielson Center, hätten wir uns sparen können. Denn ab letzterem fing es an zu schneien (obwohl wir gerade eben doch noch Sonne bekommen hatten - ich sage ja: extreme Wetterumschwünge!) und hörte auch nicht mehr auf. Dichtes Schneegestöber und Nebel - da lohnt sich der Blick aus dem Fenster nicht mehr. Das ärgerte uns natürlich etwas, da wir diese Strecke auch gerne kennengelernt hätten und uns schon auf den Wonder Lake gefreut hatten. Es sollte jedoch nicht sein. So genossen wir in der Lodge ein warmes Mittagessen und das Spielen mit Helen vor einem gemütlichen Kaminfeuer, bevor es an den Rückweg ging. Ich glaube unserem Busfahrer ging es ähnlich wie uns am Atigun Pass - oder noch ein bisschen schlimmer, denn die Straßen sind hier wirklich, wirklich eng und direkt daneben geht es ziemlich, ziemlich steil abwärts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  Lustige Fotos bekamen wir durch dieses verrückte Wetter auf der Rückfahrt noch am Eielson Center. Wir haben von hier nun Bilder im strahlenden Sonnenschein und zum Vergleich einige, bei denen alles unter einer dicken Schneeschicht bedeckt ist. Außerdem bescherte uns dieser Halt unsere erste Schneeballschlacht dieser Saison - wer kann das im September schon von sich behaupten? Und außerdem: bei schönem Wetter kann jeder!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;

&lt;p&gt;Somit ging diese Bustour nicht ganz glücklich, aber umso abenteuerlicher für uns zu Ende. Der Busfahrer bekam einen dicken Applaus zum Abschluss - er hatte immerhin Höchstleistung vollbracht. Und uns übrigens tapfer bei jedem Halt die Fenster geputzt, damit wir immer wieder überhaupt noch etwas sehen konnten. Trotz aller Widrigkeiten genossen wir die Erfahrungen und Aussichten des Tages und würden jedem, der den Denali Park besucht eine solche Bustour empfehlen - egal bei welchem Wetter!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 02.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
  &quot;Happy Birthday to you!&quot;. Mit einem Geburtstagsständchen meiner zwei Lieben wurde ich heute Morgen geweckt. Dazu viele Küsse und ein Frühstück - da fing der Geburtstag schon mal gut an. Das schlechte Wetter, das wir auch jetzt wieder hatten, war hier plötzlich Nebensache. Wir hatten sowieso vor, bis nach Anchorage zu fahren, also konnte es draußen ruhig regnen - wir hatten es warm und gemütlich im Auto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
In Talkeetna machten wir Mittagspause und konnten glücklicherweise im Trockenen einen Stadtbummel machen. Je mehr wir in den Süden kamen, umso besser wurde auch das Wetter. So konnten wir an der Palmer Hay Flats State Game Refuge einen schönen sonnigen und langen Spaziergang machen. Genau das richtige nach dieser weiten Fahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  In Anchorage angekommen, dann fast ein Hitzerekord: immerhin 19°C! Diese genossen wir zum Ausklang des Tages im Kincaid Park und hatten hier auch gleich das Vergnügen, eine Elch-Mutter mit ihrem Kalb zu beobachten. Ein Phänomen, das für uns völlig neu war - Elche mitten in der Stadt. Was für uns Anlass zum Freuen ist, ist für die Anwohner jedoch nicht immer so glücklich, wie wir im Laufe unseres Aufenthaltes erfuhren. So kann es durchaus passieren, dass der 6-spurige Stadt-Highway plötzlich durch mehrere Elche blockiert ist, dass Kinder in den Schulpausen nicht nach draußen dürfen, weil dort Elche grasen oder dass man plötzlich von einer Elchmutter angegriffen wird, weil man auf dem Weg von der Haustür zum Auto aus Versehen zu nahe an deren Kalb vorbei gekommen ist. Also schauten wir uns auf unserem Campingplatz lieber zweimal um, bevor wir ausstiegen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 03.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_08.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Wir entschieden uns neben einem Bummel durch die Altstadt dazu, eine Trolley-Tour durch Anchorage zu buchen, um so viel wie möglich in der kurzen Zeit, die wir hier hatten, zu sehen. Das erwies sich als richtig. Denn zusätzlich zu den Plätzen, die im Reiseführer beschrieben sind und die wir sowieso angefahren wären, sahen und hörten wir hierdurch allerhand Wissenswertes rund um diese faszinierende Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Den Mittag verbrachten wir im Alaska Zoo - auch wenn wir einen Großteil der hier anwesenden Tiere bereits in freier Wildbahn gesehen haben, freuten wir uns an dieser wunderschönen Anlage mitten im Wald. Dennoch fanden wir, dass einige der Gehege (wie in den meisten Zoos) eigentlich zu klein für die Tiere sind. Wir wollten im weiteren Verlauf der Reise also lieber alle wieder &quot;draußen&quot; sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Angefangen haben wir mit etwas, mit dem wir nicht wirklich gerechnet hatten. Ich hatte gelesen, dass es nur wenige Kilometer außerhalb von Anchorage am Beluga Point die Möglichkeit gibt, Beluga Wale vom Strand aus zu sehen. Jedoch hätten wir niemals gedacht, dass wir da einfach hinfahren und tatsächlich auch welche da sind. Aber so war es. Als wir schon wieder etwas Verbotenes taten (nämlich unerlaubt die Bahngleise zu überqueren) und uns einen Spaß daraus machten am Strand entlang zu rennen und auf die Felsen zu klettern, kam der Ruf von der anderen Seite - sie kommen! Irritiert machten wir uns auf zu der Stelle, von der das Kommando kam. Eigentlich rechneten wir immer noch nicht damit. Doch dann konnten wir uns wirklich selber davon überzeugen. Mehrere der weißen Wale schwammen in einiger Entfernung an uns vorbei. Ein wirklich ergreifendes Erlebnis, auch wenn meistens nur der Rücken zu sehen war. Dennoch bekamen wir auch hin und wieder ein Gesicht und eine Flosse zu sehen - also haben wir alles in allem einen echten ganzen Beluga bewundern dürfen. Und ab und zu kamen sie auch richtig nah an den Strand heran.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wir waren absolut überwältigt von diesen Eindrücken. Hinzu kamen auch noch ein paar Schweinswale, einige Dall-Schafe auf der gegenüber liegenden Felswand und ein traumhafter Sonnenuntergang. Wir verließen diesen magischen Ort auch wirklich erst, als es so duster wurde, dass wir nichts mehr sehen konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 04.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_09.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Nach den gestrigen Erlebnissen ließen wir diesen Tag ruhiger angehen. Gemächlich fuhren wir weiter Richtung Süden, machten oft Pause, genossen das schöne Wetter und die traumhaften Aussichten, zunächst mit dem Turnagain Arm rechterhand und dann wieder durch hügeliges und bewaldetes Gebiet bis zum Kenai River. Hier fühlten wir uns von Anfang an wohl. Am Russian River Campground entdeckten wir wunderbare Bedingungen für Grizzlies und so entschieden wir uns, dort zu übernachten. Der Russian River war voll von leuchtend roten Lachsen, umgeben von Wald - wenn das nicht optimales Futtergebiet für die Bären ist!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am Fluss entlang ist praktischerweise ein Steg, so dass wir trockenen Fußes und bequem hin und her spazieren und dieses herrliche Stück Land auf uns wirken lassen konnten. Eine unglaubliche Anzahl von Anglern findet sich hier und so ergibt sich schnell das eine oder andere nette Schwätzchen. Möwen und Gänsesäger gibt es ebenfalls jede Menge, nur die Grizzlies ließen auf sich warten. Da es mittlerweile auch spät wurde, entschieden sich die Mutter und die Tochter lieber ins warme Wohnmobil zu ziehen. Mein Mann jedoch gab nicht auf - und hatte tatsächlich Erfolg! Eine gut genährte Grizzly-Mama mit ihrem Cub erschienen plötzlich auf der Bildfläche und angelten nach den fetten Lachsen. Genau wie wir uns das vorgestellt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Mutter hatte wohl ziemlich schnell genug, doch das Kleine machte sich noch lange einen Spaß daraus, durchs Wasser zu toben und zu versuchen, selbst Fische zu fangen. Vergeblich, so dass es irgendwann seiner Mama zurück in den Wald nach trottete. Für meinen Mann erneut ein Abenteuer, so nah an diesen imposanten Bären dran zu sein. Und wir Damen hatten im Nachhinein immerhin Freude an den Fotos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 05.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir gewinnen langsam den Eindruck, dass es in Alaska keine zwei Tage hintereinander das gleiche Wetter gibt. Nach dem gestrigen sonnigen Tag erwartete uns heute schon wieder Dauerregen. Dementsprechend trübe wurde die Weiterfahrt heute morgen. In Kenai hätten wir Lust auf einen Stadtbummel gehabt, ließen uns aber vom Wetter ein bisschen die Laune verderben. Schade, denn hier hätte es einige interessante Sachen für uns gehabt, wie z.B. Kenai River Stran oder die Kenai River Flats.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Kurz nach der Weiterfahrt hatten wir allerdings Glück. Erstens ließ der Regen nach und zweitens entdeckten wir wieder einmal eine Elch-Mama mit ihrem Kalb direkt am Straßenrand. Auch wenn man meinen könnte, dass es irgendwann langweilig wird, diese Tiere an der Straße zu sehen - wir können einfach nicht genug davon bekommen und freuten uns auch jetzt wieder über den herrlichen Anblick.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In Homer angekommen, ließen wir uns erstmal ein super leckeres Essen am Homer Spit schmecken. Direkt am Meer schmeckt Fisch doch einfach noch mal besser. Und mit direktem Blick auf die vielen Schiffe im Hafen stimmt dann auch die Atmosphäre. Das Essen konnten wir beim anschließenden Strandspaziergang wieder etwas verdauen. Muscheln sammeln, tote Quallen suchen, den Wellen nachrennen - am Strand vergeht die Zeit wie im Flug und somit schauten wir uns den Rest von Homer nur vom Auto aus an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  Auf der Rückfahrt machten wir in Anchor Point am westlichsten, auf durchgehender Straße erreichbaren Punkt Nordamerikas Halt - wenn wir schon einmal hier waren, wollten wir uns diesen Titel doch nicht entgehen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;
Wir schafften es tatsächlich noch einmal bis zum Russian River Campground zurück. Doch leider konnten wir heute keine Bären sehen, sondern lediglich ein paar Rebhühner direkt neben uns am Weg, die im Gegensatz zu ihren Gefährten an der Straße mit erstaunlich wenig Scheu auf uns reagierten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 06.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Auf dem heutigen Weg nach Seward kamen wir wieder mal in den Genuss einer einzigartigen Landschaft, bestehend aus Bergen, Gletschern und Seen. Außerdem konnten wir zwei Wasseramseln beobachten, die an einem kleinen Flusslauf badeten und tauchten. Diese einerseits unauffälligen, andererseits aber extrem niedlichen kleinen Vögel begeisterten uns durch ihre Geschicklichkeit am, im und unterm Wasser wirklich sehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    Seward gefiel uns gut - ein typisches kleines Touristen-Hafenstädtchen mit vielen Giftshops, Restaurants und schöner Promenade am Hafen entlang. Dies alles und das wieder strahlend schöne Wetter taten das ihre dazu, dass wir den Tag durch und durch genießen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    Wir entschieden uns, das sonnige Wetter für einen Spaziergang zum Exit Gletscher zu nutzen. Dieser gestaltete sich länger, als wir dachten. Vom Parkplatz bis zum Gletscher sah es gar nicht so weit aus, doch der Weg schlängelte sich durch ganz schön unwegsames Gelände, so dass eine richtig kleine und schöne Wanderung daraus wurde. Der Gletscher lag als Belohnung herrlich blau glänzend vor uns. Leider nicht ganz so beachtlich wie wir uns das gewünscht hätten, denn der heftige Rückgang ist ihm wirklich anzusehen. Dazu die überall angebrachten Schilder mit den Jahreszahlen, bis zu denen der Gletscher früher gereicht hat - das macht ganz schön nachdenklich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Zurück in Seward besuchten wir das Sea Life Center. Dieses gefiel uns richtig gut, wenn es auch für den Eintrittspreis von 20 $ und für Kinder ab 4 Jahren 10 $ doch eher etwas überschaubar war. An dieser Stelle noch eine kleine Anekdote: als die Frau am Eingang uns nach dem Alter unserer Tochter fragte, gab mein Mann im Spaß zurück, dass diese 1 Jahr alt sei (anzumerken ist, dass Helen mittlerweile 1,08 m misst). Wir glaubten natürlich, dass wir mit der Frau darüber lachen und dann 10 $ für Helen zahlen würden. Doch weit gefehlt. Die sympathische Kassiererin sah unsere Tochter an und meinte, dass sie in diesem Fall ja frei wäre. Na ja, wer nicht will, der hat schon?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Den Sonnenuntergang genossen wir auf der Lowell Point Road mit Blick auf die Ressurection Bay. Ist diese Stelle sicherlich schon ohne Sonnenuntergang imposant, staunten wir im goldenen Abendrot umso mehr darüber.&lt;br /&gt;
Auf dem Campingplatz beendeten wir diesen perfekten Tag mit einem perfekten Drachenflug. Bei steilem Wind mussten wir nicht mal laufen, um den Drachen zum Fliegen zu bringen. Loslassen reichte aus, um ihn hoch in die Luft zu bekommen und wir hatten einen riesen Spaß dabei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 07.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_10.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Für diesen Tag hatten wir eine Schiffstour zum Holgate Gletscher gebucht. Zum Glück habe ich mich getäuscht und es kommt doch vor, dass es zweimal hintereinander das gleiche Wetter gibt. Auch heute hatten wir klaren Himmel und konnten somit den Sonnenaufgang auf offenem Meer bestaunen. Trotzdem wurde es auf dem Außendeck ziemlich eisig, als das Boot erst einmal Fahrt aufnahm. Doch das störte uns zunächst einmal nicht. Wir waren viel zu sehr damit beschäftigt, die Fjordlandschaft um uns herum aufzunehmen. Eine ganze Kolonie Seelöwen, die faul auf ihren Felsen schliefen und ein Seeotter im Wasser erhielten ebenso unsere Aufmerksamkeit, wie das in der Sonne glitzernde Meer. Dabei sahen wir sogar mehrere von den kleinen Papageientaucher, die völlig verloren im großen Ozean wirkten. Aber dass wir diese putzigen Vögel hier in freier Wildbahn sahen, freute uns genau so sehr, wie die Nachricht, dass Wale in der Gegend seien. Davon sahen wir zunächst einmal einen Schweinswal und dann noch mehrere Delphine. &lt;br /&gt;
Am Gletscher angelangt fanden wir diesen imposanten Eisgiganten zwar sehr faszinierend, konnten den gesamten Aufenthalt dort aber nicht so richtig genießen, da die Luft mittlerweile gefühlt weit unter dem Gefrierpunkt lag. So zitterten wir uns durch den schönen Anblick hindurch, freuten uns dann aber auch, dass wir auf der Weiterfahrt nach drinnen gehen und uns aufwärmen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Das reichte gerade, bis die Durchsage kam: Buckelwale in Sicht. Also schnell wieder raus aufs Deck und Ausschau halten. Tatsächlich sahen wir gleich die Luftfontänen, die diese herrlichen Tiere ausstießen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In gut sichtbarer Entfernung waren dann auch recht schnell einige Rückenflossen und einige Male auch ein paar Schwanzflossen zu sehen. Wir freuten uns bei jedem Auftauchen der Wale und hofften natürlich darauf, einen davon springen zu sehen. Diese Freude machten uns die sanften Riesen leider nicht, dafür kam einer an die Oberfläche, um nach Futter zu angeln und somit kamen wir in den Genuss eines riesigen Walmaules an der Oberfläche. Ein außergewöhnliches Erlebnis alles in allem!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Rückfahrt nach Seward gestaltete sich etwas zäh, da es im weiteren Verlauf nichts Neues oder Interessantes mehr zu sehen gab. Dafür unterhielten wir uns sehr nett mit einigen Amerikanern und brachten diese mit unseren deutschen &quot;Sch&quot;-Worte zum Lachen: Schnitzel, Schnute, Strudel und Schatzi hört sich für die Einheimischen wohl ziemlich komisch an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auch wenn wir uns in Seward sehr wohl fühlten, beeilten wir uns doch, die Rückfahrt nach Anchorage anzutreten, da wir uns für die weitere Strecke noch einiges vorgenommen hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 08.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Dieser Tag sollte uns bitte schön bis nach Valdez bringen und so fuhren wir schon recht früh los. Uns erwartete auf dieser Strecke wieder eine unglaublich reizvolle Landschaft, mit herrlichen Aussichten, Bergen, Täler, Wäldern und Wasserfällen. Und schon der 3. Tag ohne Regen, was für uns dieses Jahr ebenfalls bemerkenswert erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ebenfalls erwartete uns ein Erlebnis der ganz anderen Art im Zusammenhang mit der Elchjagd. Gondelten wir nämlich eben noch die Landschaft genießend durch die Gegend, sahen wir auf einmal zwei Gestalten über etwas Rotes gebeugt am Straßenrand. Neugierig wie wir nun mal sind, schauten wir im Vorbeifahren natürlich genauer hin und erkannten mit etwas Ekel, dass die Beiden gerade dabei waren, einen Elch auszunehmen und ihm das Fell abzuziehen. Uh, muss man denn das direkt an der Straße machen? Das möchte der schönheitsliebende Durchschnittstourist doch wirklich nicht erleben. Wieder einmal bemerkten wir, dass hier manche Begebenheiten an der Tagesordnung zu sein scheinen, die bei uns in Deutschland undenkbar wären. Zum Glück sahen wir einige Kilometer weiter einen der Elche quicklebendig am Straßenrand - so sind sie uns doch gleich viel lieber!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Noch bevor wir nach Valdez einfuhren, machten wir einen ersten Abstecher auf die Dayville Road. Schließlich soll es hier während der Lachssaison nur so von Schwarzbären wimmeln. Hier sahen wir zwar keinen von ihnen, dafür jede Menge Weißkopfseeadler, Möwen, Seeotter, Robben und sogar einen erstaunlich großen Seelöwen-Bullen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dafür hatten wir Glück am Crooked Creek Science Center. Plötzlich stand er direkt neben uns auf der Straße: ein wahres Prachtexemplar eines Schwarzbären. Ganz friedlich stapfte er über die Wiese, schaute uns immer wieder einmal an und ging dann wieder gemächlich seines Weges. Leider wurde er ziemlich schnell vertrieben, denn als wir erstmal gehalten hatten, zog dies weitere Autos an den Straßenrand und plötzlich war ein kompletter Stau provoziert, der sich erst wieder auflöste, als der Bär durch die Hektik am Straßenrand verschwunden war und dafür die Polizei auf der Bildfläche erschien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 09.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt; &lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_11.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Bevor wir zurück fuhren, machten wir noch einmal am Science Center Halt, um erneut Ausschau nach Bären zu halten. Mein Mann stieg hierzu aus, um die Umgebung näher zu betrachten, während meine Tochter und ich im Auto sitzen blieben. Leider schaute er just in dem Moment zu uns aufs Auto, als ein paar Meter hinter ihm eine Schwarzbär-Mama mit Kind die Straße überquerte. Nun saßen wir bequem im Auto und konnten die beiden beobachten, während er immer noch zu uns sah. Da half leider auch kein Fuchteln und Zeigen, im Gegenteil verwirrten wir ihn dadurch noch mehr. Als schließlich alles aufgeklärt war, ärgerte er sich natürlich ganz gewaltig, dass er das verpasst hatte. Und auch wenn wir andere Paare mit Walkie Talkies bisher eigentlich ziemlich peinlich fanden - für die nächste Reise besorgen wir uns auch welche!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Als wir aus Valdez wieder aufbrachen, machten wir kurz darauf am Worthington Glacier die erste Pause. Die Aussicht darauf von der Plattform aus war uns aber zu wenig und auch wenn hier wieder einmal ein Schild darauf hinwies, dass der Weg zum Gletscher nur auf eigene Gefahr zu begehen ist, entschieden wir uns für eine kleine Wanderung genau dorthin. Und das war ein großer Spaß für alle. Der Weg führte uns am Schmelzwasser vorbei über viele Geröllfelder und Felsen. Glitschige Angelegenheit das Ganze, aber wir kletterten tapfer bergan. Und wir wurden so was von belohnt, als wir direkt am Gletscher ankamen. Das Eis glitzerte silberblau und fühlte sich einfach großartig an. Und von so nahe wirkte er trotz seiner eigentlich geringen Größe ganz schön beachtlich. Ein weiteres wunderbares Abenteuer auf unserer Reise.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Weiterfahrt brachte uns wieder beeindruckend gefärbte Herbstwälder und schneebedeckte Berge im Hintergrund. Außerdem erneut ein Elch mitten in dieser herbstlichen Farbenpracht. Wir konnten ehrlich gesagt gar nicht glauben, dass manche der anderen Touristen, mit denen wir uns schon unterhalten haben, noch gar keinen Elch gesehen haben. Immerhin hatten wir mit diesem hier schon fast 60 davon gesehen (wobei wir im Denali Park sicherlich einige doppelt gezählt hatten - aber trotzdem). Da hatten wir wohl wirklich Glück dieses Jahr. Und das trotz Jagdsaison!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 10.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_12.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Die Strecke am Kluane National Park vorbei war uns vom letzten Jahr ebenso schön in Erinnerung geblieben, wie die Strecke von Haines Junction nach Haines war uns und auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht. Ich glaube nirgendwo sonst gibt es auf so wenigen Kilometern solch einen erstaunlich häufigen Wechsel der Landschaftsform zu sehen. Diese Straße möchte ich jedem empfehlen! Kurz vor Haines begleitete uns zu unserer Rechten der Chilkat River und wir konnten zahlreiche Weißkopfseeadler sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auch Haines finden wir absolut empfehlenswert, wobei wir bemerkten, dass es einige Unterschiede zwischen 2013 und 2014 gab. Waren wir es von letztem Jahr gewohnt, dass die Touristen und die Bären ganz friedlich am Chilkoot Lake parallel zueinander existieren können, wurden wir dieses Jahr von der permanenten Anwesenheit eines Rangers, vielen neuen Warnschildern und sogar einer &quot;Betreten-verboten-Zone&quot; bei Bäraufkommen überrascht. Die Grizzlies konnten wir zwar trotzdem wunderbar beim Lachs-Fischen beobachten, jedoch waren es bei weitem nicht mehr so viele wie letztes Jahr. Dafür umso mehr Weißkopfseeadler.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Womöglich nimmt der Tourismus auch hier stetig zu und wenn wir sehen, wie die Kreuzfahrer der großen Kreuzfahrtschiffe extra mit dem Bus hierher gefahren werden und dann in Horden am Fluss ausschwärmen, dann wundert es uns eher nicht, dass die Bären sich lieber ein ruhigeres Fleckchen zum Fischen suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Trotzdem ein magischer Ort und immer gut für ein kleines Abenteuer - oder vielmehr einem kleinen Schrecken. Denn es passierte uns auch dieses Jahr, dass wir auf dem Weg spazieren gingen und plötzlich keine 10 Meter vor uns ein Bär aus dem Wald um die Ecke bog. Ich weiß nicht, wer mehr erschrocken ist - der Bär oder wir.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 11.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;    Das schöne Wetter wollte heute nicht mehr mitspielen - wir erwachten im Dauer-Nieselregen. Unserer Laune konnte das jedoch nichts anhaben, die Grizzlies wollen auch bei schlechtem Wetter etwas fressen. Und bei diesem Wetter waren wir auch weitestgehend allein mit den Bären. Nur die hartgesottenen Abenteurer waren heute unterwegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Irgendwann hatten aber auch wir genug und machten uns auf in die Stadt zum Einkaufen, Bummeln und Shoppen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück bei den Bären machten wir eine schöne Entdeckung. Wir hatten bei unserem letztjährigen Besuch eine Grizzly-Mutter mit Cub beobachten dürfen. Jetzt sahen wir die beiden tatsächlich wieder - allerdings getrennt voneinander. Das Kleine war also groß und mittlerweile flügge geworden. Waren wir vor Ort am Fluss noch etwas unsicher, ob das tatsächlich die Beiden sind, die wir meinen, brachte der Urlaubsbilder-Vergleich zu Hause die Gewissheit: ja, sie waren es tatsächlich. Eindeutig an der Fellfärbung identifiziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 12.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_13.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Wir verabschiedeten uns von den Grizzlies und nahmen die Mittags-Fähre nach Skagway. Auch hier erwarteten uns mehrere Kreuzfahrtschiffe und dementsprechend viele Menschen in der kleinen Stadt. Das machte uns hier jedoch nichts aus. Wir hatten trotzdem Freude an den schönen Fassaden und den darin befindlichen Läden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auf die Rückfahrt nach Whitehorse freuten wir uns einerseits verständlicherweise nicht, da dies bedeutete, dass unser Urlaub jetzt ziemlich schnell zu Ende ging. Andererseits hatten wir hier noch einige schöne Erinnerungen an das letzte Jahr und machten uns daher trotzdem gut gelaunt an die vor uns liegende Strecke. Leider hielt dies nicht lange an, da wir den schönsten Teil davon (Klondike Highway über den White Pass) in dichtem Nebel fahren mussten. Und dichter Nebel bedeutet hier tatsächlich dichter Nebel - das mussten wir ja nun schon ein paar Mal erleben. Gott sei Dank lichtete es sich kurz nach der kanadischen Grenze wieder etwas. Gerade rechtzeitig, sonst hätten wir die ersten Schneeziegen der diesjährigen Reise verpasst!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da wir letztes Jahr eine kleine Bekanntschaft mit den Campingplatzbesitzerin in Tagish geschlossen hatten, beschlossen wir, vor der Rückkehr nach Whitehorse noch einen kurzen Abstecher dorthin zu machen. Und hatten kurz darauf bereits ein neues Abenteuer. Ein Schwarzbär am Straßenrand; und als wir endlich gebremst hatten ein Stachelschwein am Straßenrand. Was nun? Wir entschieden uns dafür, uns aufzuteilen. Mein Mann wollte das mittlerweile flüchtige Stachelschwein suchen, ich versuchte vom anderen Straßenrand aus den Schwarzbär etwas genauer zu sehen. Der Bär flüchtete ebenfalls kurz darauf und somit gesellte ich mich zu meinem Mann, der mittlerweile auch Helen, die wir in der Hektik allein im Auto ließen und die schon mächtig protestierte, mit zum Stachelschwein gebracht hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses konnten wir nun in aller Ruhe beobachten, da es sich auf seiner Flucht auf einen nahe gelegenen Baum gerettet hatte. Sehr süß, wie es da so zwischen den Zweigen kauerte. Wir ließen das Schweinchen aber sehr schnell wieder in Ruhe, damit es nicht noch vor lauter Panik herunterfiel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 13.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir erwachten bei strahlendem Sonnenschein. Das konnten wir gut gebrauchen, schließlich war dies unser letzter Tag. Wie geplant besuchten wir das Six Mile Resort in Tagish, wobei der Chef leider schon beim Angeln war. Die Chefin freute sich jedoch über unseren unerwarteten Besuch und wir plauderten eine Weile nett mit ihr. Dann rief jedoch die Pflicht für sie, wir bekamen noch eine frische selbstgebackene Zimtschnecke und konnten dann die Rückfahrt nach Whitehorse nicht mehr länger aufschieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin hatte diese Strecke noch einige Leckerbissen für uns zu bieten. Zum Einen Carcross Desert, diese kleinste Wüste der Welt (wobei sie mittlerweile wohl diesen Titel aberkannt bekommen hat). Ein wirklich interessantes Phänomen, wie wir finden, diese großen Sanddünen, inmitten der ansonsten bewaldeten Landschaft.&lt;br /&gt;
Zum Anderen konnten wir den Emerald Lake in all seiner wunderbar blauen und türkisen Farbenpracht im strahlenden Sonnenschein bewundern. Was für ein schönes Erlebnis am letzten Tag!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Whitehorse angekommen entschieden wir uns gegen die dortigen Sehenswürdigkeiten, da wir sie bereits letztes Jahr genossen haben (wobei wir u.a. Miles Canyon, Takhini Hotsprings, SS Klondike, die Promenade am Yukon entlang und auch das Yukon Wildlife Preserve unbedingt empfehlen möchten) und schrubbten stattdessen in aller Ruhe das extrem mitgenommene Wohnmobil und gingen dann noch gemütlich in die Innenstadt. Ein fulminantes Abendessen gönnten wir uns und bei der Abschlussfahrt rund um Whitehorse herum konnten wir noch ein letztes Black-Tailed-Deer bewundern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 14.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_14.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Rückreise. Das allein ist schon schlimm genug. Zusammen mit Koffer packen, sauber machen, warten auf das 18:50 Uhr-Flugzeug und 9-stündigem Flug mit anschließender Odyssee auf dem Ankunftsflughafen ist es kaum zu ertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Glücklicherweise konnten wir auf 3 abenteuerliche, ereignisreiche und unfassbar schöne Urlaubswochen zurückblicken, die dank SK-Touristik wieder einmal absolut reibungslos funktionierten und wir gut aufgehoben wirklich jede Sekunde genießen konnten. Vielen Dank an euer ganzes Team - deswegen buchen wir immer wieder bei euch!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Und für alle ernsthaft Interessierten, wollen wir zum guten Schluss noch unsere Top-Ten-Liste für Alaska und den Yukon präsentieren:&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;1.) Denali Park&lt;br /&gt;
2.) Dalton Highway&lt;br /&gt;
3.) Top-of-the-World-Highway&lt;br /&gt;
4.) Fahrt von Haines Junction nach Haines (und natürlich Haines an sich!)&lt;br /&gt;
5.) Silvertrail und Keno Hill (trotz aller Widrigkeiten)&lt;br /&gt;
6.) Anchorage und Beluga Point&lt;br /&gt;
7.) Russian River&lt;br /&gt;
8.) Fahrt nach Valdez&lt;br /&gt;
9.) Worthington Glacier&lt;br /&gt;
10.) Seward inkl. Schifffahrt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viel Vergnügen beim selber Ausprobieren!&lt;/p&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Abenteuer-im-Yukon-und-Alaska.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>US-Westküste im Wohnmobil 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/US-Westkueste-im-Wohnmobil.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbt13fp_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Westen der USA&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4 Wochen im Wohnmobil an der Westküste der USA&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2013 von SK-Kunde Frank Paulus&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;table style=&quot;background-color: #FFFFFF&quot; border=&quot;1&quot; bordercolor=&quot;#CCCCCC&quot; cellpadding=&quot;2&quot; cellspacing=&quot;1&quot; width=&quot;100%&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td width=&quot;60&quot;&gt;&lt;strong&gt;30.08. Do&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td width=&quot;590&quot;&gt;3:00 aufgestanden&lt;br /&gt;
 4:15 Abholung von Mama u. Papa u. Fahrt zum Parkhaus Platzhirsch in Frankfurt&lt;br /&gt;
 10:00 Abflug mit Lufthansa A 380 nach San Francisco; Flugzeit 11:15 h&lt;br /&gt;
 12:15 Landung bei Sonnenschein&lt;br /&gt;
 14:15 Abholung durch Shuttle-Service u. Fahrt ins Airport Marriott Hotel (4 Sterne) direkt an Bay&lt;br /&gt;
 15:00 Uhr Zimmer bezogen&lt;br /&gt;
 an Bay vorbei spaziert und um&lt;br /&gt;
 16:30 essen gegangen (mexikanisch)&lt;br /&gt;
 an Hotelbar noch etwas getrunken&lt;br /&gt;
 20:00 ins Betl&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;31.08. Fr&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;bewölkt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 6:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
 ich bin 25 Min an Bay vorbeigelaufen&lt;br /&gt;
 8:15 im Starbucks im Hotel gefrühstückt&lt;br /&gt;
 12:10 Abholung durch Road Bear&lt;br /&gt;
 14:30 Abfahrt km-Stand 32921&lt;br /&gt;
 eingekauft&lt;br /&gt;
 19:30 Ankunft auf Seacliff State Park bei Santa Cruz 20:15 Pizza gegessen&lt;br /&gt;
 beim Abendspaziergang Waschbär gesehen&lt;br /&gt;
 23:00 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;59,1 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;01.09. Sa&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;anfangs bewölkt; später sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 6:15 aufgestanden&lt;br /&gt;
 7:15 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 8:40 Abfahrt weiter über Hwy 1&lt;br /&gt;
 Zwischenstopp in Pacific Grove bei Monterey; dort am Seal Rock Seehunde u. - löwen gesehen&lt;br /&gt;
 im Point Lobos State Park den Sea Lion Point Trail gelnufen; dort zahlreiche Seelöwen gesehen;&lt;br /&gt;
 im Park auch ganz dicht Rehe sowie einen Kolibri erblickt&lt;br /&gt;
 am Rand des Hwy 1 mit Blick auf weiße Sandstrände Mittag gemacht&lt;br /&gt;
 kurz vor San Simeon am Elephant View Point Seeelefanten aus der Nähe gesehen&lt;br /&gt;
 Weiterfahrt auf der Suche nach Campgrounds; aufgrund des Labor Days äußerst schwierig&lt;br /&gt;
 19:15 auf NF-Campground Cerro Alto 6 Meilen landeinwärts an Straße 41 noch Platz gefunden&lt;br /&gt;
 20:00 Avocados, Tomaten u. Pizza drinnen gegessen&lt;br /&gt;
 22:15 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;170,3 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;02.09. So&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 6:15 aufgestanden&lt;br /&gt;
 7:00 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 8:00 Abfahrt weiter auf Hwy 1 Richtung L.A.&lt;br /&gt;
 bei Ventura auf Wallmart-Parkplatz Pause gemacht u. vorher eingekauft; getankt&lt;br /&gt;
 16:30 Ankunft auf KOA Camping in Pomona&lt;br /&gt;
 18:45 draußen gegessen (Steak, Pute mit Kartoffeln u. Bohnen mit Speck)&lt;br /&gt;
 22:30 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;259,0 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;03.09. Mo&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig u. superheiß&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 6:15 aufgestanden&lt;br /&gt;
 7:00 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 8:10 Abfahrt über #10 u. #15 Richtung Hooverdamm durch Mojave-Wüste&lt;br /&gt;
 hinter Las Vegas Mittag gemacht&lt;br /&gt;
 14:30 Ankunft auf Lake Mead RV Village bei Boulder am Lake Mead&lt;br /&gt;
 an den See baden gegangen&lt;br /&gt;
 20:00 draußen gegessen (auf Lagerfeuer Steak, Pute mit &lt;br /&gt;
 Gemüsepäckchen gegrillt mit Bratkkartoffeln)&lt;br /&gt;
 22:30 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;253,9 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;04.09. Di&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig u. superheiß&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 5:45 aufgestanden u. Sonnenaufgang fotografiert&lt;br /&gt;
 6:45 draußen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 8:00 Abfahrt zum Hooverdamm; getankt&lt;br /&gt;
 von Mike O&#039;Callagham-Pat Tilman Memorial Bridge Hooverdamm fotografiert;&lt;br /&gt;
 dann noch über Hooverdamm gelaufen&lt;br /&gt;
 10:00 Weiterfahrt ins Valley of Fire&lt;br /&gt;
 12:15 Ankunft im Valley of Fire auf Atlas Rock Campground&lt;br /&gt;
 Mittag gemacht u. dann noch mit einem Womo Scenic Drive abgefahren;&lt;br /&gt;
 zur Fire Wave gelaufen&lt;br /&gt;
 20:00 draußen gegessen (Nudeln mit Gemüse)&lt;br /&gt;
 22:30 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;98,4 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;05.09. Mi&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 5:45 aufgestanden u. Sonnenaufgang fotografiert&lt;br /&gt;
 7:00 draußen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 8:00 Abfahrt zum Zion NP&lt;br /&gt;
 zwischendrin eingekauft u. getankt&lt;br /&gt;
 Uhr 1 Std vorgestellt&lt;br /&gt;
 14:30 Ankunft im Zion NP auf South Campground&lt;br /&gt;
 Mittag gemacht u. dann mit Shuttle-Bus Scenic-Drive abgefahren; kurzer Trail gewandert&lt;br /&gt;
 19:30 draußen kalt gegessen&lt;br /&gt;
 22:30 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;138,4 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;06.09. Do&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 5:45 aufgestanden aufgrund Wanderung zum Angels Landing; da Heicli u. Jürgen verschlafen hatten, erst um&lt;br /&gt;
 6:45 gefrühstückt&lt;br /&gt;
 7:30 mit Shuttle-Bus zur Haltestelle The Grollo gefahren u. von dort um&lt;br /&gt;
 8:00 losmarschiert zum Angels Landing&lt;br /&gt;
 zwischendurch eine Tarantel gesehen&lt;br /&gt;
 12:00 zurück u. Mittag gemacht; draußen gesonnt&lt;br /&gt;
 auf Campground wieder Rehe gesehen&lt;br /&gt;
 19:15 draußen gegessen (Rindfleisch u. Hähnchen gegrillt auf Außengrill mit Speckbohnen u. Bratkartoffeln)&lt;br /&gt;
 22: 15 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;07.09. Fr&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig mit Wolken&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 6:00 aufgestanden&lt;br /&gt;
 6:45 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 8:00 Abfahrt über Red Canyon zum Bryce Canyon&lt;br /&gt;
 10:30 Ankunft im Bryce Canyon auf Sunset Campground&lt;br /&gt;
 Mittag gemacht&lt;br /&gt;
 13:30 mit einem Womo Scenic Drive abgefahren bis zum Rainbow-Point;&lt;br /&gt;
 unterwegs Gabelantilopen gesehen&lt;br /&gt;
 Bristlecone-Loop-Trail gelaufen&lt;br /&gt;
 auf Rückweg des Scenic Drive alle View-Points angefahren&lt;br /&gt;
 19:30 draußen gegessen (Nudeln mit Gemüse u. Garnelen)&lt;br /&gt;
 22:00 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;86,3 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;08.09. Sa&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 5:45 aufgestanden um Sonnenaufgang zu fotografieren&lt;br /&gt;
 8:00 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 9:45 vom Sunset-Point losgewandert die Kombination Queens Garden Trail,&lt;br /&gt;
 Navajo Loop u. Peek a boo Loop&lt;br /&gt;
 13:15 zurück am Sunset Point&lt;br /&gt;
 mit Shuttle Bus zum Rubys Inn Store (nachgebaute Westernstadt) gefahren u.&lt;br /&gt;
 dann wieder zurück auf Campground; Mittag gemacht&lt;br /&gt;
 19:30 draußen gegessen (Steak gegrillt, Burrittos, Bratkartoffeln u. gegrillte Paprika; anschließend Stockbrot gemacht)&lt;br /&gt;
 22:15 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;09.09. So&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 5:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
 6:15 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 7:15 Abfahrt zum Capitol Reef über Scenic Bwy 12 (gekürt zur All American Road); getankt&lt;br /&gt;
 11:30 Ankunft auf Fruita Campground im Capitol Reef&lt;br /&gt;
 Scenic Drive im Park abgefahren; auf Campground wieder Maultierrehirsche gesehen&lt;br /&gt;
 19:00 draußen gegessen (Melonen mit Schinken, Steaks mit Ratatouille-Reis)&lt;br /&gt;
 22:15 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;125,0 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;10.09. Mo&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 5:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
 6:15 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 7:15 Abfahrt zum Arches Nationalpark&lt;br /&gt;
 10:00 Ankunft am Visitor Center; Campground im Park belegt&lt;br /&gt;
 10:45 auf Sand Flats Campground gewesen (bei Moab außerhalb des Parks)&lt;br /&gt;
 11:15 mit einem Womo wieder in Park gefahren;&lt;br /&gt;
 verschiedene View-Points abgefahren;&lt;br /&gt;
 zu North u. South WindolVs, Turret Arch gelaufen sowie Trail zum Delicate Arch gemacht;&lt;br /&gt;
 zwischendurch im Park Mittag gemacht&lt;br /&gt;
 anschüeßend in Moab eingekauft&lt;br /&gt;
 20:00 draußen gegessen (Pizza)&lt;br /&gt;
 22:00 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;201,9 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;11.09. Di&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;wolkig mit Regen, aber warm&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 6:30 aufgestanden&lt;br /&gt;
 7:00 draußen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 8:30 Abfahrt in den Park mit einem Womo;&lt;br /&gt;
 wir wollten den Devils Garden Trai llaufen,&lt;br /&gt;
 aber aufgrund einsetzendem Regen nur bis Landscape Arche gegangen;&lt;br /&gt;
 Rangerin warnte uns den Weg weiter zu gehen,&lt;br /&gt;
 da der Trail bei Regen zu gefährlich ist;&lt;br /&gt;
 noch zur Sand Dune gelaufen u. anschließend Mittag gemacht;&lt;br /&gt;
 in Moab noch shoppen gewesen&lt;br /&gt;
 17:15 zurück am Womo&lt;br /&gt;
 19:00 drinnen gegessen (Thunfisch mit Ratatouille-Reis)&lt;br /&gt;
 22:15 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;12.09. Mi&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;erst wolkig, später sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 6:00 aufgestanden&lt;br /&gt;
 6:30 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 7:30 Abfahrt ins Monument Valley&lt;br /&gt;
 getankt u. eingekauft&lt;br /&gt;
 12:45 Ankunft auf Gouldings Campground im Monumcnt Vallcy; Mittag gemacht&lt;br /&gt;
 14:00 Fahrt zum Visitor Center;&lt;br /&gt;
 von dort toller Blick auf die Tafelberge u. die Mittens&lt;br /&gt;
 19:15 draußen gegessen (Steak u. Lamm gegrillt mit Tomatensalat, Reissalat u. Tortilla-Chips)&lt;br /&gt;
 22:15 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;166,1 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;13.09. Do&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 5:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
 6:15 drinnen gefrühstückt; Sonnenaufgang fotografiert&lt;br /&gt;
 7:20 Abfahrt nach Page zum Lake Powell&lt;br /&gt;
 Uhr 1 Std zurück gestellt&lt;br /&gt;
 8:45 Ankunft in Page; beim Antelope Canyon Ticket für 11:00 reserviert;&lt;br /&gt;
 auf Lone Rock Campground (direkt auf Sandstrand) gefahren;&lt;br /&gt;
 mit einem Womo dann zum Antelope gefahren&lt;br /&gt;
 11:00 Besichtigung Antelope Canyon; eingekauft&lt;br /&gt;
 14:00 zurück u. Mittag gemacht; in See gebadet u. Sonne am Sandstrand genossen&lt;br /&gt;
 19:00 draußen gegessen (Melone mit Schinken; Spaghetti mit Tomatensauce u. Oliven u. Speck)&lt;br /&gt;
 22:15 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;170,4 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;14.09. Fr&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 5:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
 6:15 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 7:00 Abfahrt zum Grand Canyon; getankt&lt;br /&gt;
 Zwischenstopp am Horseshoe Bend u. Natural Bridge (Marble Canyon)&lt;br /&gt;
 11:45 Ankunft auf Desert View Campground im Grand Canyon;&lt;br /&gt;
 Mittag gemacht; kurz geruht;&lt;br /&gt;
 zum Watchmantower am Desert Vielw Point gelaufen;&lt;br /&gt;
 Andenken eingekauft; Nachmittagssonne genossen;&lt;br /&gt;
 zum Desert Vielw gegangen und um&lt;br /&gt;
 18:00 Sonnenuntergang fotografiert&lt;br /&gt;
 19:45 draußen gegessen (Steaks u. Wurst gegrillt mit Bratkartoffeln u. Gemüsepäckchen)&lt;br /&gt;
 22:30 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;154,4 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;15.09. Sa&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 5:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
 6:15 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 7:00 Abfahrt über die verschiedenen View-Points am Grand Canyon zum Cmnpground&lt;br /&gt;
 Kondore gesehen&lt;br /&gt;
 Mather Campground im Village belegt, daher zum Ten X Campground (1 Meile südlich von Tusayan) gefahren&lt;br /&gt;
 10:30 Ankunft auf Campground u. dann mit einem Womo wieder in Park gefahren;&lt;br /&gt;
 View-Points mit Shuttle-Bus abgefahren sowie am Rim entlang gelaufen;&lt;br /&gt;
 in der Abenddämmerung im Park wieder Hirsche gesehen&lt;br /&gt;
 18:45 zurück auf Campground&lt;br /&gt;
 19:45 draußen gegessen (Steak u. Wurst gegrillt dazu Gurken,&lt;br /&gt;
 Peperoni, Oliven, rote Bohnen, Flutes u. Taccos; Stockbrot)&lt;br /&gt;
 22:15 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;38,6 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;16.09. So&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 6:15 aufgestanden&lt;br /&gt;
 7:00 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 8:00 Abfahrt mit einem Womo in den Park zum Wandern&lt;br /&gt;
 9:00 den South Karbab Trail bis Züm Skeleton-Point (9,6 km von 2213 m&lt;br /&gt;
 auf 1585 m; also 628 Höhenmeter) runter u. wieder hoch gewandert (4 Std gebraucht)&lt;br /&gt;
 dann noch Teil vom Rim-Trail gelaufen 16:30 zurück auf Campground&lt;br /&gt;
 18:45 draußen gegessen (Steak, Lamm u. Würste gegrillt&lt;br /&gt;
 dazu Bratkartoffeln u. Tomatensalat; Stockbrot)&lt;br /&gt;
 21.45 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;19,6 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;17.09. Mo&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 5:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
 6:15 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 7:00 Abfahrt Richtung Las Vegas&lt;br /&gt;
 in Wiliams getankt u. eingekauft&lt;br /&gt;
 in Seligman auf der Route 66 gehalten u. durch nostalgische stadt gelaufen;&lt;br /&gt;
 am Huckberry Generalstore in Huckberry gehalten u. auch Mittag gemacht;&lt;br /&gt;
 Geisterstadt Chlorid angeschaut&lt;br /&gt;
 16:00 Ankunft auf Lake Mead RV Village&lt;br /&gt;
 19:00 draußen gegessen (Steak u. Hähnchen gegrillt dazu Tomatensalat u. Flutes)&lt;br /&gt;
 22:30 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;285,9 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;18.09. Di&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 6:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
 7:45 draußen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 9:00 Abfahrt nach Las Vegas&lt;br /&gt;
 getankt&lt;br /&gt;
 10:30 Ankunft auf KOA Campground am Circus Circus in Las Vegas&lt;br /&gt;
 mit einem Womo Ober Strip ins Outlet gefahren&lt;br /&gt;
 17:30 draußen gegessen (Pizza)&lt;br /&gt;
 18:15-1:00 über Strip gelaufen (über 10 km)&lt;br /&gt;
 1:45 ins Bett&lt;br /&gt;
 &lt;/td&gt;
&lt;td&gt;49,1 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;19.09. Mi&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 7:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
 8:30 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 9:15 Abfahrt über #95,# 168,#395 Richtung Yosemite-Park&lt;br /&gt;
 (Death Valley doch umfahren, da wir Bedenken hatten, dass der Motor versagt)&lt;br /&gt;
 getankt&lt;br /&gt;
 16:00 Ankunft auf Brown&#039;s Campground in Bishop&lt;br /&gt;
 Nachmittagssonne genossen&lt;br /&gt;
 18:00 draußen gegessen (Steaks u. Hähnchen gegrillt,&lt;br /&gt;
 dazu Bratkartoffeln mit Speck)&lt;br /&gt;
 22:45 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;267,8 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;20.09. Do&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 5:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
 6:15 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 7:00 Abfahrt über Tioga-Pass in Yosemite-Park&lt;br /&gt;
 13:45 nach langem Suchen auf Crane Flats Campground Platz gefunden&lt;br /&gt;
 (aber nur eine Nacht)&lt;br /&gt;
 Mittag gemacht; da aufgrund der großen Entfernung zum Village es sich&lt;br /&gt;
 nicht gelohnt hat heute noch dorthin zu fahren, auf Campground geblieben&lt;br /&gt;
 18:45 draußen gegessen (Melone mit Speck, Steaks u. Würste gegrillt,&lt;br /&gt;
 dazu Gemüsespaghetti)&lt;br /&gt;
 vor dem Schlafengehen noch kurz über Campground gegangen in der Hoffnung Bären zu sehen&lt;br /&gt;
 22:30 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;142,6 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;21.09. Fr&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 6:00 aufgestanden&lt;br /&gt;
 6:30 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 7:45 Abfahrt ins Village&lt;br /&gt;
 an Camping Reservation nach freiem Campground gefragt&lt;br /&gt;
 (wir wurden auf Platz 5 u. 6 der Warteliste gesetzt u. &lt;br /&gt;
 sollten dann um 15:00 Uhr nochmals nachfragen)&lt;br /&gt;
 9:15 losgewandert zu den Vernal u. Nevada Falls&lt;br /&gt;
 13:00 zurück u. Mittag gemacht&lt;br /&gt;
 15:00 Glück gehabt u. 2 Plätze bekommen&lt;br /&gt;
 16:15 auf Campground North Pines gewesen&lt;br /&gt;
 18:00 draußen gegessen (Melone mit Speck, Steaks u. Würste gegrillt,&lt;br /&gt;
 dazu Taccos, Tomatensalat, Gurken u. Oliven)&lt;br /&gt;
 22:45 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;18,4 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;22.09. So&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 6:00 aufgestanden&lt;br /&gt;
 6:30 gefrühstückt&lt;br /&gt;
 7:20 Abfahrt zur Camping Reservation u. uns wieder auf Warteliste setzen lassen&lt;br /&gt;
 (diesmal auf Platz 2 u. 3 gekommen; für So auf Mo schon Platz bekommen auf North Pines)&lt;br /&gt;
 ein Womo auf Parkplatz stehen gelassen u. mit dem anderen&lt;br /&gt;
 zum Glacier Point gefahren (1 Std. Anfahrt); dann noch&lt;br /&gt;
 zum Taff-Point (100 m abfallende senkrechte Wand)u.&lt;br /&gt;
 zum Sentinel Dom gewandert&lt;br /&gt;
 14:15 zurück&lt;br /&gt;
 15:00 wieder Glück gehabt u. wieder Platz auf North Pines gekommen&lt;br /&gt;
 mit einem Womo zum Einkaufen ins Village gefahren&lt;br /&gt;
 16:45 zurück auf Campground&lt;br /&gt;
 18:45 draußen gegessen (Nudeln mit Garnelen u. Gemüse)&lt;br /&gt;
 22:15 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;5,7 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;23.09. So&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 6:30 aufgestanden&lt;br /&gt;
 7:00 drinnen gefrühstückt&lt;br /&gt;
 8:30 Abfahrt mit einem Womo zum Visitor Centerum Infos über&lt;br /&gt;
 Mariposa Grove (Gebiet der Mammutbäume) zu erhalten&lt;br /&gt;
 9:30 Abfahrt zum Mariposa Grove (1 Std Fahrt)&lt;br /&gt;
 vom Parkplatz dort mit dem Shuttle-Bus in Grove gefahren&lt;br /&gt;
 11:30 losgewandert (riesige Mammutbäume; der älteste ist 2700 Jahre alt)&lt;br /&gt;
 15:15 zurück am Womo&lt;br /&gt;
 16:45 wieder zurück auf Campground&lt;br /&gt;
 18:45 draußen gegessen (Gemüsereis)&lt;br /&gt;
 22:15 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;66,8 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;24.09. Mo&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 6:00 aufgestanden&lt;br /&gt;
 6:30 drinnen gefrühslückt&lt;br /&gt;
 7:45 Abfahrt nach San Francisco über #120&lt;br /&gt;
 zwischendurch getankt&lt;br /&gt;
 13:15 Ankunft auf Trailer Haven RV Park in San Leandro&lt;br /&gt;
 Mittag gemacht; Womo innen gesäübert u. Koffer gepackt&lt;br /&gt;
 19:00 draußen gegessen (Burritos, Reissalat, Tomatensalat, Taccos,&lt;br /&gt;
 Gurken, Oliven, Flutes, Wurst, Käse u. Obst; also Reste-Essen)&lt;br /&gt;
 22:15 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;180,9 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;25.09. Di&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig; in Frisco später Nebelu. kalt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 Gesamt: 2971,5 Meilen gefahren (3000 Meilen Paket war gebucht)&lt;br /&gt;
 6:45 aufgestanden&lt;br /&gt;
 7:30 gefrühstückt&lt;br /&gt;
 8:30 Abfahrt zu Road Bear u. Abgabe Womo&lt;br /&gt;
 11:00 mit Shuttle an Hotel (Holiday Inn) gefahren&lt;br /&gt;
 12:00 auf Zimmer gewesen&lt;br /&gt;
 13:30 in Stadt gegangen zum Pier 39 u. Coit Tower; mit Cable Car gefahren&lt;br /&gt;
 17:30 zum Italiener essen gegangen (Pizza)&lt;br /&gt;
 20:00 zurück auf Zimmer; Absacker getrunken&lt;br /&gt;
 22:45 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;12,9 Meilen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;26.09. Mi&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;wechselnd bewölkt u. teilweise neblig; heute noch kälterals gestern (kalter Wind)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 7:30 aufgestanden&lt;br /&gt;
 8:00 ins Starbucks zum Frühstücken gegangen&lt;br /&gt;
 9:15 in Innenstadt gelaufen&lt;br /&gt;
 mit Cable Car zur Fisherman&#039;s Warf gefahren;&lt;br /&gt;
 auf dieser Strecke an Lombard Street gehalten;&lt;br /&gt;
 von Fisherman&#039;s Warf zur Golden Gate Bridge gelaufen;&lt;br /&gt;
 von dort mit Bus zur Cable Car Station gefahren;&lt;br /&gt;
 da dort die Warteschlange zu groß war, zu Fuß zum Union Square gelaufen;&lt;br /&gt;
 in einige Geschäfte gegangen&lt;br /&gt;
 20:00 mit Bus wieder zurück ans Hotel gefahren&lt;br /&gt;
 20:15 im Hotel-Restaurant gegessen (Steaks u. Nudelgericht)&lt;br /&gt;
 auf Zimmer Absacker getrunken&lt;br /&gt;
 23:15 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;27.09. Do&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig; abends neblig u. kalt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 7:30 aufgestanden&lt;br /&gt;
 8:00 ins Starbucks zum Frühstücken gegangen&lt;br /&gt;
 9:15 mit Bus ins Castro-Viertel (Schwulenviertel) gefahren;&lt;br /&gt;
 dann zu den Twin-Peaks gelaufen u. anschließend in Golden-Gate-Park gefahren;&lt;br /&gt;
 dort Mittag gemacht u. auf Museumsturm gelaufen;&lt;br /&gt;
 dann noch zum Alamo-Square gefahren u. danach am&lt;br /&gt;
 Union Square shoppen gegangen sowie wieder Cable-Car gefahren;&lt;br /&gt;
 nach China-Town gegangen&lt;br /&gt;
 19:00 in San Francisco Center essen gegangen (asiatisch);&lt;br /&gt;
 mit Bus ans Hotel gefahen&lt;br /&gt;
 20:30 wieder auf Zimmer gewesen&lt;br /&gt;
 Absacker getrunken&lt;br /&gt;
 22:30 ins Bett&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;28.09. Fr&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;bewölkt, später sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 7:30 aufgestanden&lt;br /&gt;
 8:00 ins Starbucks zum Frühstücken gegangen&lt;br /&gt;
 Koffer gepackt&lt;br /&gt;
 10:15 mit Metro zum Flughafen gefahren&lt;br /&gt;
 14:45 Abflug nach Frankfurt&lt;br /&gt;
 &lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;29.09. Sa&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;em&gt;sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 10:09 in Frankfurt gelandet&lt;br /&gt;
 13:15 zu Hause&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;

&lt;table style=&quot;background-color: #FFFFFF&quot; border=&quot;1&quot; bordercolor=&quot;#CCCCCC&quot; cellpadding=&quot;2&quot; cellspacing=&quot;1&quot; width=&quot;100%&quot;&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Kosten der Reise&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Tanken:&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;1375,94 $&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Einkaufen:&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;933,14 $&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Campgrounds:&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;549,48 $&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Essen/Trinken:&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;229,32 $&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Eintrittsgelder:&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;197,00 $&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Feuerholz:&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;17,48 $&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Andenken:&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;43,89 $&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Shopping:&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;188,88 $&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Sonstiges:&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;58,37 $&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Gesamt:&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;3593,50 $ = 2874,80 EUR&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;Kosten Reise SK:&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;4654,00 EUR&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;Gesamt:&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;
&lt;td&gt;&lt;strong&gt;7528,80 EUR&lt;/strong&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;</description>
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