<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" ?>
<rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
<channel>
                <title>SK Touristik - Kanada. Leidenschaftlich./Kanada Reise/Reiseberichte/WestkanadaArtikel</title>
        <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Westkanada/</link>
        <description>Artikel aus der Kategorie Westkanada</description>
        <language>de</language>
        <copyright>SK Touristik - Kanada. Leidenschaftlich.</copyright>
        <lastBuildDate>Sun, 05 Apr 2026 18:12:41 +0200</lastBuildDate>
        <generator>SK Touristik - Kanada. Leidenschaftlich.</generator>
                    <managingEditor>service@kanadafieber.de (Rainer Schoof, Markus Knüpp)</managingEditor>
                        <image>
            <url>https://www.kanadafieber.de/out/dd_roxive_sktouristik/img/logo.png</url>
            <title>SK Touristik - Kanada. Leidenschaftlich./Kanada Reise/Reiseberichte/WestkanadaArtikel</title>
            <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Westkanada/</link>
        </image>
        
        <atom:link href="https://www.kanadafieber.de/rss/Kategorie/Westkanada-sk-touristik-2/" rel="self" type="application/rss+xml" />
                    <item>
                <title>Edmonton und Jasper 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Edmonton-und-Jasper.html</link>
                <pubDate>Tue, 04 Jul 2023 03:00:02 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_rbhbyegjas_1.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;b&gt;Von Frankfurt nach Edmonton und weiter nach Jasper&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Entspannte Großstadt meets Rocky Mountains&lt;br /&gt;Mai 2023&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Edmonton und Jasper&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text: Henrike Baum&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute findet der sogenannte „Inaugural flight“ statt und ich vertrete SK Touristik auf diesem ganz besonderen Flug: Wir fliegen heute also das erste Mal von Frankfurt nach Edmonton mit Condor Airlines. Und auch wenn es der erste Flug ist, ist dieser beinahe bis auf den letzten Platz ausgebucht. Auch wir finden diese Nonstop-Verbindung als zusätzlichen Start-Punkt für Reise in die Rockies, in die NWT etc. richtig gut und freuen uns echt über die Entscheidung der Condor. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Check-In klappt flott und auch durch die Sicherheitskontrolle komme ich echt schnell. Am Gate treffe ich u.a. noch Martina Schäfer von Travel Alberta,  dann geht’s auch schon auf die Startbahn - und ab auf den 9 1/2 stündigen Flug gen Edmonton. &lt;br /&gt;Tatsächlich gehen die vielen Stunden recht schnell um. Das Entertainment-System verfügt über super viele Filme, Serien, Musikalben etc. - ihr kennt das ja alle! Mahlzeiten und Getränke werden ebenfalls, wie wir es gewohnt sind, gereicht. Als kleines Highlight bekommt unsere kleine Gruppe zudem noch ein kühles Gläschen Champagner gereicht - herrlich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich ist der Flug über Grönland immer wieder ein Highlight. Diese Schnee- und Eis-Weiten sind einfach unbeschreiblich schön! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann heißt es endlich: Condor Flug DE2468 ist zum ersten Mal in Edmonton gelandet! Hello Canada - I am so glad to be back! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pass-Kontrolle, Einreise - alles kein Problem. Ich würde übrigens immer wieder die ArriveCan-App für die Pre-Declaration nutzen. Das ist super easy und erspart euch bei der Einreise ein paar Minuten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider müssen wir fast eine Stunde auf unsere Koffer warten. Aber dafür kann eher der Airport, als die Condor etwas. Jetzt geht es dann auch endlich mit dem Shuttle nach Downtown Edmonton. Untergebracht bin ich im JW Marriott im IceDistrict. Quasi direkt angeschlossen an den Rogers Place - dort, wo die Edmonton Oilers ihr Zuhause haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe kurz Zeit mich frisch zu machen, dann hat die Condor und der YEG Airport zu einem kleinen Abend-Event eingeladen. &lt;br /&gt;Naja, klein ist etwas untertrieben. Auf uns wartet ein tolles Event inkl. guten Drinks, toller Musik und einer Tanz-Performance von Notorious Cree. Außerdem gab es einige Reden u.a. vom Tourismus-Minister Albertas, Vertretern Edmontons und der Condor. Insgesamt ist die neue Frankfurt-Edmonton-Verbindung eine absolute Bereicherung für die gesamte Region. Nicht nur touristisch, sondern auch für die Wirtschaft, den Finanzsektor etc. Echt ein schönes Event!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Dinner laufen wir nur ein paar Schritte durchs abendliche Edmonton. Unser Ziel: Baijiu - eine Bar/Restaurant mit tollen Asian-fusion Speisen und super Drinks! Eine absolute Empfehlung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wow - was für ein langer, aber super schöner (Anreise-) Tag! Letztendlich fallen mir aber jetzt auch echt andauernd die Augen zu - wie lange bin ich jetzt schon auf den Beinen? Es wird Zeit für mein unendlich bequemes Bett im JW! Good night, Edmonton!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Good morning, Edmonton! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe tatsächlich richtig gut geschlafen. Das Hotelbett war ein Traum! Ein erster Blick aus dem Fenster verrät auch schon, dass das Wetter heute perfekt für einen busy Day in Edmonton wird – ich freue mich! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Programmpunkt startet heute bereits um 07:30 Uhr. Das ist mit leichtem Jetlag aber echt gut machbar! Nachdem wir uns alle in der Hotel-Lobby getroffen haben, laufen wir ca. 2km durch die früh-morgendlichen Straßen von Downtown Edmonton. Hier ist noch nicht viel los … echt entspannt. Generell und das kann ich ja schon mal vorweg nehmen, finde ich Edmonton so herrlich entspannt! Die Menschen, die Umgebung, das Flair - Entspannung pur, trotz Großstadt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als erstes werde ich heute Morgen eine Fahrt mit dem High Level Bridge Historic Street Car unternehmen. Kim Horton von Explore Edmonton hat für die Fahrt ein leckeres Frühstück inkl. Kaffee und Tee besorgt und zudem noch einen Musiker der Band 100 Mile House engagiert. Das heute eingesetzte Historic Street Car kommt ursprünglich aus Melbourne. Auch die anderen Street Cars (Straßenbahnen) die bei den Touren eingesetzt werden, kommen aus der ganzen Welt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Guide erzählt uns kurz etwas über die Besonderheiten der alten Straßenbahnen und auch über die High Level Bridge und schon geht die Fahrt los. Auch hier: die Kombi aus leckerem Kaffee, toller ruhiger Musik und der morgendlichen Sonne – Entspannung pur! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem längeren Stop auf der High Level Bridge, direkt über dem North Saskatchewan River, geht die Fahrt weiter in den Stadtteil Strathcona. Hier endet unsere gemütliche Fahrt und wir machen uns auf den Weg zum nächsten Programm-Punkt – der Old Strathcona Farmer’s Market. Und solche Märkte mag ich ja total. Was gibt es besseres als dort durch die Hallen zu bummeln, die Düfte der verschiedenen angebotenen Produkte zu erschnuppern und regionale Besonderheiten kennenzulernen? Überall duftet es nach frischem Gemüse und Obst, nach Gepäck, herzhaften Malzeiten und frischem Kaffee. Aber auch kunsthandwerkliche Produkte werden hier von Locals angeboten. Insgesamt dürfen auf dem Old Strathcona Farmer’s Market nur regionale Produkte aus Alberta und teilweise aus BC verkauft werden. Ausnahmen sind jene Produkte, die nicht in diesen Provinzen angebaut oder erzeugt werden können, wie z.B. Ahorn-Sirup.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während unserer Tour dürfen wir an dem einen oder anderen Stand Produkte sogar testen. Nach der Tour habe ich Zeit für eine kleine Shopping-Tour und nutze diese, um ein paar Mitbringsel einzukaufen. Gegen 11:00 Uhr treffen wir uns mit Karen von Alberta Food Tours für eine Food Tour durch Strathcona. Und ich nehme es gerne wieder vorweg – das wird eine entspannte Tour durch ein super spannendes Viertel von Edmonton. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir starten im MEAT - einem Restaurant, das vor allem berühmt für sein in-house smoked meat. Und das dürfen wir, zusammen mit Eggs Benedict und einer frischen Mimosa direkt mal testen - yumm! Weiter geht es zur kleinen Bäckerei „Sugared &amp; Spiced“. Hier haben die Inhaber ein kleines, aber feines Süßspeisen-Lokal erschaffen - zum Testen gibt es hier einen Cookie für alle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem alten Starbucks Gebäude wurde durch „Pact Coffee“ ein super Spot für leckeren, frischen Kaffee geschaffen. Insbesondere der Cold Brew Coffee ist so so gut – besonders, weil die Temperaturen jetzt gegen Mittag echt ansteigen. &lt;br /&gt;Um dem aber auch noch entgegenzuwirken, machen wir unseren nächsten Food-Stop bei „Made by Markus“. Hier gibt es die verrücktesten Eissorten – und die sind dazu noch organic! Wir probieren uns durch Passionfruit Basil, AceCooffee &amp; Chocolate Nip, Malted Chocolate Honeycomb und Sea Salt &amp; Goatmilk Caramel – einfach zu gut!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und auch wenn nun alle beinahe von den vielen Köstlichkeiten fast platzen, steuern wir noch den letzen Food-Stop im „Remedy Cafe on Whyte“ für einen Chai Latte an. Puh, danach haben wir echt viel probiert und verspeist, während der Tour aber auch viel vom Stadtteil Strathcona gesehen. Mir hat die Tour super gut gefallen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Zeit für Müdigkeit – mit dem Tourbus geht es weiter zum Fort Edmonton Park. Hierbei handelt es sich um einen riesigen Park der Geschichte der Stadt Edmonton und der Provinz Albertas gewidmet. Mit der Dampflock fahren wir einmal durch den Park und bekommen so einen super Eindruck der Umgebung. Verschiedene Episoden der Geschichte werden mit den entsprechend gestalteten Kulissen und „Schauspielern“, die in historischer Kleidung herumlaufen, dargestellt. Klingt vielleicht ein bisschen „unnatürlich“, kommt vor Ort aber echt authentisch rüber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir konzentrieren uns heute aber auf die „Indigenous Peoples Experience“. Die neue Ausstellung widmet sich der Geschichte der First Nations in der Region um Edmonton. Die Ausstellung gefällt mir richtig gut. Bereits beim Betreten empfängt einen eine ganze besondere Atmosphäre. Zum Abschluss der Ausstellung kann man sich noch einmal einen Film über Residential Schools und den Einfluss von Staat und Kirche auf die indigenen Völker in und um Edmonton. Sicherlich nicht das einfachste Ende einer wirklich guten Ausstellung, aber super wichtig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile ist es später Nachmittag und es wird Zeit für eine kleine Abkühlung - auf geht es zur „Monolith Brewery“. Habt ihr schon mal Bier probiert, dass über einige Monate im Fass reift? Nee, ich auch nicht! Und ich gebe auch offen zu, von der Führung bekomme ich nicht all zu viel mit. Es ist recht warm, ich habe echt (Bier-) Durst und auch der Jetlag haut langsam rein! Was freue ich mich auf ein kühles Gläschen Bier! Prost! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Dinner geht es ins „Biera“. Das Restaurant gehört, wie die Brewery zum „Blind Enthusiasm“ Gruppe und bietet hier natürlich auch das vorher getestete Bier an. Kim von Explore Edmonton bestellt uns eine reichliche Auswahl an verschiedenen Speisen und ich wähle einen erfrischenden Gin Tonic zum Dinner dazu. Ein absolut entspannter letzter Programm-Punkt des heutigen Tages! Ich sage ja – Edmonton ist einfach entspannt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A second and also last time: Good Morning, Edmonton! Nachdem ich mich gestern Abend noch von meiner Gruppe verabschiedet habe, verbringen wir alle nun die restliche Zeit getrennt und auf verschiedenen Routen. Ich habe heute Vormittag noch einmal ein wenig Zeit, bevor es später in die Rockies geht, um Edmonton etwas mehr zu erkunden – let’s go!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Frühstück laufe ich ein paar Blocks durch Downtown zum „Rosewood Foods“ Café. Hier gibt es allerlei leckere Frühstücks- und Kaffee-Variationen. Ich entscheide mich für ein Eggs’n Bacon Sandwich mit Hashbrowns und einen Iced Coffee – oh, so startet es sich doch herrlich in einen entspannten Sonntag! Ich entspanne im Café-Trouble um mich herum und beobachte Edmontonians, die morgens durch die Straßen bummeln und ihren freien Tag genießen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als nächstes steht das Royal Alberta Museum für mich auf dem Programm. Aber anstatt zu laufen, besorge ich mir einen Elektro-Roller und lasse mir ein bisschen frische Morgenluft um die Nase wehen. Einen kurzen Stopp lege ich noch schnell am Sir Winston Churchill Square ein. Hier stehen gerade eine riesige Kunst-Installation zu bestaunen ist: skurrile, irisierende Blase, die stark an mutierte Seifenblasen erinnern! Für Fotos genial!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht’s – mit dem E-Roller bin ich super schnell am Ziel. Das Royal Alberta Museum ist das größte Museum im Westen Kanadas und derzeit in zwei Ausstellungen aufgeteilt. Im Erdgeschoss befasst sich die Ausstellung der „Human History Hall“ mit der Geschichte der Menschen in Alberta. Hier geht also vor allem um die First Nation von Albertas und auch um die Einflüsse von europäischen Zuwanderern. Aber auch um die wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen innerhalb der Provinz.&lt;br /&gt;Der zweite Teil „Natural Historic Hall, im oberen Geschoss des Museum, befasst sich mit dem naturhistorischen Teil der Geschichte Albertas. Hier findet man Unmengen an besonderen Fossilien, Dioramen und Gesteinen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einem Sonntag Morgen kann man sich hier echt stundenlang aufhalten und das Museum genießen. Auch für Kids ist das Museum absolut geeignet. Viele Ausstellungsstücke und Info-Materialien sind interaktiv gestaltet – total klasse!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit meinem E-Roller mache ich mich nach knapp zwei Stunden wieder auf den Weg zurück zum Hotel. Hier habe heute Morgen zwar schon ausgecheckt, aber meine Koffer noch untergestellt. Leider muss ich mich nun vom JW Marriott verabschieden – das Hotel ist einfach nur klasse! Tolle Location und sehr freundliches Personal. Ich habe mich hier echt wohlgefühlt. Wer von euch also nach einem Hotel in Downtown Edmonton sucht – mit dem JW trefft ihr sicherlich die richtige Entscheidung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Taxi mache ich mich jetzt auf den Weg zur West Edmonton Mall! Ich glaube, wer mal ein bisschen Zeit in Edmonton hat, sollte sich die riesige Mall nicht entgehen lassen. Denn mal im Ernst, wo kann man shoppen, schwimmen, eislaufen und einen kleinen Freizeitpark am gleichen Ort besuchen? Irgendwie wohl nur hier. Und ich will mir das Spektakel natürlich auch anschauen! Allerdings bleibt für mich nur Zeit für’s Shopping! Den Rest hole ich vielleicht bei einem nächsten Besuch nach. Die Mall ist einfach nur riesig – gut, dass ich vorher schon recherchiert und meine liebsten nordamerikanischen Läden rausgesucht habe. So verlaufe ich mich nicht in den schier endlosen Mall-Weiten! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen kurz vor 16:00 Uhr heißt es für mich erst einmal: bye bye, Edmonton! Zwar ist das erst einmal schade, da mir Edmonton super gut gefallen hat, aber nun geht es weiter in die Rockies!! 2 days in Jasper – here I come! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Sundog Shuttle, welches auch einen Stopp an der West Edmonton Mall einlegt, mache ich mich auf den Weg nach Jasper. Die vierstündige Fahrt ist echt angenehm, der Bus bequem und der Driver gut drauf! Mit einem Tim Hortons (Bathroom-) Stopp in Edson und einem weiteren Stopp in Hinton ist man verhältnismäßig flott in Jasper. Klar, von den vier Stunden Fahrt sind drei Stunden mindestens echt langweilig. Neben dem Highway gibts einfach nichts Spannendes zu sehen – ich habe also Zeit erste Bilder zu sortieren und zu lesen. Sobald wir allerdings die ersten Ausläufe der Rockies erreiche, kann ich meinen Blick nicht vom Fenster nehmen! Ja, ich war schon oft in Kanada, auch schon mehrmals in den Rocky Mountains – aber fasziniert euch nicht auch immer wieder der Anblick des Bergmassivs? Also mich schon!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 20:30 Uhr dropped mich mein Shuttle am Whistler’s Inn in Jasper off. Ich checke ein, laufe noch ein paar Schritte durch Jasper, falle dann aber auch super müde in mein Bettchen. Oh, was freue ich mich auf morgen – dann wird Jasper so richtig erkundet! Stay tuned!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn du morgens aus dem Fenster schaust und dich ein Wapiti von Weitem beobachtet, dann bist du wohl in Jasper aufgewacht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute habe ich den ganzen Tag Zeit Jasper zu erkunden. Schon gegen 08:30 Uhr werde ich von Jeff, meinem SunDog-Driver, zu einer Maligne Canyon Tour abgeholt. Nachdem wir auch noch andere Teilnehmer der Tour an verschiedenen Hotels eingesammelt haben, geht’s los in Richtung Maligne Canyon. Jeff ist ein super Guide, das merke ich direkt. Gut drauf, super motiviert – das kann nur gut werden! Leider ist das Wetter heute Morgen noch nicht so super. Es ziehen Regenwolken auf und dahinter verstecken sich die Rockies noch etwas schüchtern. Na hoffentlich verzieht sich das schlechte Wetter noch!&lt;br /&gt;Unseren ersten Stopp machen wir am Maligne Canyon. Hier werden wir auch direkt mal von einem ziemlich großen Wapiti begrüßt! Der grast aber recht gemütlich am Wegesrand und stört sich überhaupt nicht an uns. Wir laufen die ersten beiden Bridges am Canyon ab. Wir wären auch noch weiter gelaufen, aber leider wird der steinige Untergrund des Weges bei Regen super rutschig. Die Sturzgefahr wäre zu hoch! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht es im Tourbus in Richtung Maligne Lake. Jeff hält immer super wachsam Ausschau nach Wildlife. &lt;br /&gt;Am Medicine Lake vorbei – hier werden wir auf dem Rückweg noch halten – erreichen wir den Maligne Lake. Leider, leider haben sich die Regenwolke seit dem Start unserer Tour noch nicht wirklich verzogen und so verliert der Maligne Lake irgendwie etwas von seinem Zauber. Ach, echt schade! Auch die Bötchen zu Spirit Island fahren heute nicht. Irgendwie ist unser kleines Trüppchen etwas betrübt. Wir entscheiden uns aber das beste draus zu machen und wandern ein wenig entlang des Sees. Auch die berühmten RedChairs von Parks Canada müssen wir natürlich kurz sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem halben Stündchen machen wir uns auf den Rückweg nach Jasper. Jeff hält noch ein paar Mal und zeigt uns seine Lieblingsplätze „along the way“. Auch am Medicine Lake machen wir noch einmal einen Stopp für Fotos! Und genau in diesem Moment bricht der Himmel endlich auf und die Sonne zeigt sich! Herrlich! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwa 5 Minuten nachdem wir wieder im Bus sitzen, bremst Jeff und zeigt auf einen schwarzen Punkt inmitten von unzähligen Löwenzahn-Blüten. Und da sitzt er, ein mittelgroßer Schwarzbär und genießt seinen Löwenzahn-Brunch! Wir haben in Ruhe die Möglichkeit Fotos zu machen und den Bären zu beobachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 13 Uhr sind wir auch schon zurück in Jasper. Mit hat die Tour unheimlich gut gefallen. Es war lustig, informativ und es wurde spontan aufs Wetter, Stopp-Wünsche etc. reagiert – klasse! Klar, das Wetter hat erst nicht mitgespielt, aber dafür können ja weder Jeff noch SundogTours etwas. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich erst gegen 14:00 Uhr ein kurzes Meeting habe, verbringe ich ein paar Minuten im Parks Canada Information Center und mache mich kurz frisch im Hotel. Nach meinem Meeting steht auch direkt schon mein nächster Programmpunkt an. Mit einem Shuttle geht es von Jasper zur Jasper SkyTram. Oh, und ich bin großer Seilbahn-Fan – Vorfreude!! Schon von weitem sehe ich die kleinen, roten Seilbahn-Kabinen, die den Whistlers Mountain hoch fahren. Ich habe Glück und muss an der Talstationen nur wenige Minuten warten. Während der Fahrt nach oben, erzählt eine Mitarbeiterin der Jasper SkyTram etwas über die Geschichte und zeigt, je höher wir steigen, was man alles von hier aus entdecken kann! Ich finde bspw. die Sicht auf die großen Campgrounds von Jasper echt interessant! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Bergstation angekommen, bin ich froh, dass ich meine Jacke dabei habe – hui, hier oben ist’s echt frisch! Aber der Ausblick, einfach klasse! Man kann das ganze Tal überblicken, in welchem Jasper liegt. Den Athabasca River entdecken und den Blick über die Rockies schweifen lassen. Das klingt jetzt wieder so romantisiert – aber es ist echt schön! Ich versuche diese Momente immer sehr wertzuschätzen und mich daran zu erinnern, was ich in meinem Job in Kanada schon alles erleben und sehen durfte! &lt;br /&gt;Genug der Melancholie. Da ich nicht all zu lang Zeit habe, wandere ich nur ein bisschen um die Bergstation herum, schaue in die verschiedenen Täler und halte meine Hand in den letzten verbliebenen Schnee. Ein knappes Stündchen später nehme ich aber auch schon wieder eine Seilbahn in Richtung Talstation. Mit dem gleichen Shuttle wie vorhin, lasse ich mich danach wieder nach Jasper bringen – sehr praktisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück im Ortskern laufe ich nur schnell auf die andere Straßenseite und treffe mich mit Rob. Rob gehört zu Jasper Motorcycle Tours und nimmt mich heute mit seiner Harley Davidson im Sidecar mit auf Jaspers Straßen! Ich gebe ja zu, ich habe weder jemals auf einem Motorrad gesessen, geschweige denn in einem Sidecar – ich bin echt etwas aufgeregt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde erst einmal in typische Biker-Kleidung gesteckt: Chaps, eine Lederjacke, Helm und Brillenschutz. Ein bisschen ulkig sehe ich schon aus und auch mitten in Jasper fällt man schon etwas auf. Egal: let’s roll! Das Sidecar ist erstaunlich bequem. Zuerst drehen wir eine Runde durch Jasper, danach entscheiden wir uns für den Highway Nr. 93A bzw für die Marmot Rd. Immer wieder hält Rob an, wenn wir Wildlife entdecken! Ansonsten lasse ich mir die frische Luft um meine Neu-Biker-Nase wehen – herrlich! Rob erzählt mir, dass er echt seinem Traumjob nachgeht. Er darf tagein, tagaus die Straßen mit einem super Motorrad befahren und wird auch noch dafür bezahlt. Geht kaum besser! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Rückfahrt halten wir, weil Rob einen Schwarzbären am Straßenrand entdeckt hat. „Have you ever been 20m away from a blackbear“ – ähm, nein? Und so im Sidecar würde ich dann auch schnell zum Side-Dish werden (Essens-Beilage)... Trotzdem ist es eine ganz besondere Begegnung, natürlich auch mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand! Ein wenig weiter die Straße runter treffen wir noch auf einen zweiten Schwarzbären. Das wäre dann heute insgesamt schon der 3. Ich war heute wohl Blackbear-Sammlerin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach etwas über einer Stunde muss ich leider wieder aus dem Sidecar aussteigen, die Tour ist vorbei! Das hat echt unheimlich Spaß gemacht!! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Super nett auch, dass Rob mich direkt am Restaurant, wo Tourism Jasper für mich einen Tisch reserviert hat, abgesetzt hat. Im „Terra“ werde ich super lieb empfangen und entscheide mich für Spargel-Pasta, einen Beete-Salat und einen leckeren Cider. Hach, so lässt sich der letzte Abend meines Kurz-Trips nach Kanada doch entspannt ausklingen! Das Dinner ist super lecker und die Atmosphäre echt gemütlich! Auf dem Weg zurück ins Hotel genieße ich noch einmal das frühsommerliche Jasper, bummel durch ein paar Lädchen und besorge noch ein paar Mitbringsel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Tag in Jasper war einfach nur genial! Ich habe unheimlich viel, aber längst noch nicht alles gesehen – ich glaube, ich muss dringend noch einmal wieder zurückkommen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so sind vier unheimlich tolle Tage in Edmonton und Jaspe leider schon wieder vorbei. Ich hatte eine wirklich tolle Zeit! &lt;br /&gt;Edmonton war so herrlich entspannt und hat mir als Großstadt richtig gut gefallen! Jasper, inmitten der Rockies, mit all seinen Tieren und der atemberaubenden Natur, war ebenfalls genial! Immer gerne wieder.</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Edmonton-und-Jasper.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Skifahren in den Rockies 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Skifahren-in-den-Rockies.html</link>
                <pubDate>Thu, 28 Mar 2019 09:18:20 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/1_franzi_schneeball.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;strong&gt;Skifahren in den Rockies&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
SK Touristik auf Produktreise in den Rockies: Franziska Middrup und Rainer Schoof haben Eindrücke gespeichert, Ideen gesammelt und Verhandlungsgespräche geführt. Im heimischen SK-Büro sind die einzelnen Komponenten des Ski-Pakets anschließend zu einem stimmigen Gesamtkonzept zusammengewachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;November 2017&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Text: Franziska Middrup&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ein Tag im Skigebiet Sunshine Village&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auf mein Weckerklingeln reagiere ich heute Morgen im ersten Moment lustlos. Als ich aber realisiere wo ich bin und was heute ansteht, schießt Energie durch meinen Körper. Ich springe aus dem Bett. Heute wird ein Traum wahr. Skifahren in den Rockies! Ich schlüpfe in meine Skiausrüstung, klemme mir den Helm unter den Arm und schnappe mir meinen roten SK-Rucksack. Es kann losgehen! In der Lobby treffe ich Rainer und wir holen anschließend den SUV aus der Tiefgarage des Moose Hotel. Unser Ziel heute: Sunshine Village. Sunshine Village ist eines der drei Skigebiete, die unter dem Namen Ski Big 3 zusammengefasst sind. Zu diesem Verbund gehören außerdem noch Lake Louise und Mount Norquay. Wir freuen uns ganz besonders, dass Steve Pampel uns zum Skifahren begleitet. Er ist Sales Manager bei Ski Big 3 und für uns ein wichtiger Partner in Sachen Winterreisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Mit dem Auto fahren wir etwa eine gute&amp;nbsp; Viertelstunde von Banff aus Richtung Südwesten bis wir die Gondelstation von Sunshine Village erreichen. Der Blick aus dem Fenster lässt vermuten, dass es heute noch die ein oder andere Schneeflocke geben wird. Blauer Himmel wäre uns natürlich lieber gewesen, aber Schnee ist ja immerhin genau das, was wir zum Skifahren haben möchten. Ich spüre wie meine Vorfreude wächst und ich es kaum erwarten kann, oben auf dem Berg meine Ski anzuschnallen. Das Liftpersonal empfängt uns freundlich und schickt uns mit guten Wünschen auf den Weg. Die Gondel schwebt über schneebedeckte Bäume hinweg und gibt uns eine gute Übersicht über die umliegende Region. Bei klarer Sicht haut einen sicherlich schon der reine Blick auf die Rockies aus den Skischuhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Bergstation der Gondel liegt auf 2.159 Höhenmetern. Von hier aus stehen einem alle Möglichkeiten offen. Auf dieser Ebene liegt unter anderem die Sunshine Mountain Lodge. Für die ganz Skiverrückten die passende Unterkunft, um morgens als allererster durch den frischen Schnee zu gleiten. Ein Traum! Für unser SK-Ski-Package haben wir uns allerdings gezielt für die Unterbringung in Banff entschieden. Das schmucke Städtchen bietet viele Freizeitmöglichkeiten und stellt dank seiner Lage die optimale Basis für tägliche Skiausflüge in unterschiedliche Skigebiete dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Aber zurück zum Sunshine Village. Ich fühle mich als würde ich in einem Kessel stehen. Egal zu welcher Bergseite ich schaue, überall gehen Lifte hinauf. Wie gut, dass Steve uns begleitet. Auf seine Empfehlung starten wir mit dem Vierersessel &quot;Wawa&quot;. Steve erklärt mir, dass Skifahren hier in Kanada ein wenig anders läuft als in den mir bekannten europäischen Skigebieten. Es gibt einen großen Bereich, in dem das Skifahren überall erlaubt ist. Egal ob präparierte Pisten, Tiefschneehänge oder mitten durch den Wald. Das gesamte Gebiet ist frei befahrbar und entsprechend lawinenkontrolliert. Rainer fügt Steve&#039;s Ausführung die Aussage hinzu &quot;What you see is what you ski&quot;. Das trifft es wohl auf den Kopf!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Es dauert nur wenige Schwünge durch den Schnee und mein Körper weiß genau was los ist. Von Abfahrt zu Abfahrt wird mein Gefühl besser und ich bin voll in meinem Element. Pulverschnee soweit das Auge reicht! Ich bekomme das Strahlen gar nicht mehr aus dem Gesicht. So macht Skifahren Spaß und wird zu einem ganz besonderen Erlebnis. Ich versuche mich immer wieder daran zu erinnern, dass es gerade mal Mitte November ist. Die Schneemassen wirken auf mich bereits gewaltig. Laut Steve scheint das aber nur der Anfang zu sein. Eins ist klar, um den passenden Untergrund muss man sich hier sicherlich keine Sorgen machen. Im Gegenteil. Das hohe Volumen an Schnee kreiert ein wahres Paradies für Wintersportler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wow, was für ein Tag! Ich komme gar nicht mehr raus aus dem Schwärmen. Während ich die Kälte bisher voll und ganz ausgeblendet habe, verspüre ich langsam das Bedürfnis nach einer kurzen Aufwärmpause. Wir ergattern einen Platz im beliebten Mad Trapper&#039;s. Das Restaurant/Bar/Pub befindet sich in der ursprünglichen Sunshine Lodge. Während die Lodge früher als Anlaufpunkt für Wanderer und Jäger diente, ist sie heute die angesagte Location für Skipausen sowie Aprés Ski Feierei. Nach der Mittagspause packen Rainer und ich uns wieder warm ein und sind bereit für ein paar weitere Abfahrten. Dass wir noch bis zum bitteren Ende durchhalten, hätten wir beide vorher nicht gedacht. Aber es macht einfach so unglaublich viel Spaß. Mit dem letzten Lift fahren wir noch einmal nach oben. Vor uns liegt eine letzte lange Abfahrt bis zur Talstation der Gondel. Besser hätte der Tag kaum verlaufen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die warme Dusche im Moose Hotel tut im Anschluss an den erfolgreichen Skitag besonders gut. Ich fühle mich wie neu und bereit für einen schönen Abend in Banff. Steve hat uns heute im Lift von einer Parade erzählt, die durch das Städtchen ziehe. Das lassen wir uns selbstverständlich nicht entgehen! Als ich aus der Lobby auf die Banff Avenue zugehe, werde ich umgehend von der weihnachtlichen Stimmung angesteckt. Wahnsinn, ich hätte nicht gedacht, dass die heutige Santa Claus Parade so viele Menschen zusammenbringt. Verschiedene Wagen verziert mit bunten Lichtern ziehen durchs Städtchen. Die Kombination aus Musik und Lichtspiel bringt eine verträumte Atmosphäre ins winterliche Banff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Huch, was ist denn das? Langsam meldet sich mein Magen zu Wort. So ein ereignisreicher Tag macht hungrig. Aufgrund des hohen Andrangs auf die Parade, ist es gar nicht so einfach ein Plätzchen im Restaurant zu finden. Die Entscheidung fällt schlussendlich auf Boston Pizza. Um ehrlich zu sein, hatte ich nichts großartiges erwartet. Umso mehr beeindruckt mich die Auswahl und die Qualität des Essens. Lecker!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Tag im Skigebiet Lake Louise&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Beim Aufstehen spüre ich deutlich meinen Muskelkater. Ich muss ein wenig schmunzeln. Aber was soll&#039;s. Das beste Mittel gegen Muskelkater ist Bewegung. Also raus aus dem Bett und rein in die Skiklamotten. Auch heute trage ich wieder meine schicke Schöffel-Jacke. Soviel darf ich bereits verraten: Die Idee ist, die Komponenten Flug, Hotel, Skipass und Mietwagen mit dem passenden Outfit von Schöffel zu ergänzen - idealerweise über einen Gutschein für den Schöffel Online Store.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nachdem wir gestern Sunshine Village unsicher gemacht haben, steuern wir heute Lake Louise an. Ich schaue aus dem Fenster. Es schneit. Ich habe das Gefühl, dass die Flocken immer größer werden, je näher wir unserem Ziel kommen. Ich liebe Schnee! Rainer parkt den stattlichen Geländewagen auf dem schneebedeckten Parkplatz. Für die Wintermonate ist so ein SUV tatsächlich Gold wert. Ich steige aus und bleibe für einen kurzen Moment regungslos stehen. Innerhalb weniger Sekunden habe ich auf meinem Handschuh eine beachtliche Menge an Schnee gesammelt. Das sieht vielversprechend aus! So, noch schnell in die Skischuhe steigen und dann kann es losgehen. Unten an der Gondelstation treffen wir Rob. Er ist Guide bei den Skifriends und erklärt mir, dass die Skifriends zweimal täglich gemeinsam mit interessierten Wintersportlern auf Erkundungstour gehen. Jeder ist willkommen und die Teilnahme ist kostenlos. Es wird außerdem darauf geachtet, dass die Gruppen nach individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen zusammengestellt werden. So kann jeder das für sich beste aus dem Programm herausholen. Es geht aber nicht darum, das Ski- oder Snowboardfahren zu verbessern, sondern vielmehr darum, das Skigebiet kennenzulernen. Meiner Meinung nach eine geniale Idee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Rainer und ich haben Glück. Rob beginnt seine nächste Tour in knapp 10 Minuten. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen. Wir verbringen einen ereignisreichen Vormittag mit dem Guide. Ich genieße das sympathische Miteinander und natürlich die Abfahrten, zu denen er uns führt. Rob erläutert, dass viele der Gäste das Angebot einmalig zum Einstieg in den Urlaub nutzen, andere kommen mehrfach wieder. Für mich persönlich ist es der Kontakt zu den hier heimischen Menschen, der das Programm so besonders macht. Wir schlängeln uns ein weiteres Mal zwischen den Bäumen her. Jeder versucht dabei seine eigene Linie durch den Tiefschnee zu finden. Für mich eine recht neue und faszinierende Art des Skifahrens. Nach jeder gelungenen Abfahrt habe ich dieses Lächeln im Gesicht und verspüre das Verlangen, diese Passage direkt nochmal zu fahren. Es macht unendlich viel Spaß! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Obwohl ich ungern die Ski abschnallen möchte, braucht mein Körper so langsam eine Pause. Da kommt mir ein Besuch der Lodge of the Ten Peaks sehr gelegen. Ob Selbstbedienungsbüffet, kanadischer Pub, Kaffeebar oder Sushi Restaurant - hier ist für jeden etwas Passendes dabei. Wir entscheiden uns für den kanadischen Pub und gönnen uns eine Leckerei zur Stärkung. Nachdem die Energiespeicher wieder aufgetankt sind, starten wir nochmals in den Schnee. Ich kann gar nicht genug bekommen und möchte am liebsten noch eine ganze Weile hier in den Rockies bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Winterwonderland Banff und Region&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nachdem ich in den letzten Tagen selbst erfahren durfte wie einzigartig das Skifahren in den kanadischen Rockies ist, möchte ich am liebsten gar keinen Abschied nehmen. Es gibt einige entscheidende Besonderheiten, die mich sehr begeistern und das Skifahren zu einem genialen Erlebnis machen. Allem voran der Schnee. Ich habe noch nie so leichten und feinen Pulverschnee gesehen. Und das in einer so riesigen Menge. Durch die Beschaffenheit des Schnees verändert sich das Skifahren. So ist ein Ausflug in den Tiefschnee eine interessante und begeisternde Abwechslung zum Fahren auf der präparierten Piste. Aufgrund des hohen Schneevolumens gelten die Skigebiete als besonders schneesicher. Das Beste daran ist, dass es über die Saison verteilt regelmäßig Neuschnee gibt. Powder Runs vom Feinsten sind somit vorprogrammiert!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ein weiterer Aspekt ist die Vielfalt. Das ausgeschriebene Skigebiet ist komplett befahrbar. Wo immer man gerade den besten Schnee vermutet oder eine abwechslungsreiche Abfahrt findet, innerhalb des Skigebiets sind die Hänge lawinenkontrolliert und somit ohne Zusatzausrüstung zu genießen. Freiheit pur! Diese Bewegungsfreiheit begünstigt außerdem, dass sich die Wintersportler gut verteilen. Man kann sich auf den Abfahrten seine eigene Linie suchen ohne Gefahr zu laufen mit einem Pulk an anderen Menschen zusammen zu treffen. Darüber hinaus gibt es kaum Wartezeiten an den Liftanlagen. Definitiv ein großes Plus! Hinzu kommt die traumhafte Kulisse. Auch wenn ich während meines Skitrips nicht die optimalste Sicht erlebt habe, erinnere ich mich an die Eindrücke, die ich während meines Kanada-Praktikums gesammelt habe. Das Bergpanorama der Rocky Mountains ist überwältigend! Meiner Meinung nach wird der sportliche Aspekt des Skifahrens ergänzt durch die naturnahe Erfahrung der überwältigenden Bergwelt. Für mich persönlich eins der genialsten Naturerlebnisse überhaupt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Aber nicht nur das Skifahren lockt im Winter in die Rockies. In der Region rund um Banff lässt sich das Winter Wonderland auf verschiedenste Weisen erkunden. Ob Aktivitäten wie Schneeschuhwandern,&amp;nbsp; Ice Climbing und Hundeschlittenfahren oder auch eine Erkundungstour mit dem Mietwagen - es gibt unendlich viel zu entdecken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ein traumhaft schönes Ziel ist zum Beispiel der Lake Minnewanka. So friedlich liegt der blaue See umgeben von schneebedeckten Bergen. Ich fühle mich wie in einer Welt, die schlafen gelegt wurde. Für einen Moment bin ich ganz still, atme die kalte Winterluft ein und genieße die Ruhe. Wunderschön! Wenn das keine passende Situation ist, um mich fürs erste von den Rockies zu verabschieden, dann weiß ich es auch nicht. Mit diesem Bild im Kopf trete ich gemeinsam mit Rainer den Heimweg nach Deutschland an. Die vielen neu gewonnen Eindrücke geben uns kombiniert mit den Gesprächen, die wir in den letzten Tagen geführt haben, viel Input für unser Ski-Package. Im heimischen Büro nehmen wir die konkrete Ausarbeitung in Angriff. Denn das Ziel ist es, dieses einzigartige Erlebnis mit so vielen Menschen wie möglich zu teilen. Ski-Package wir kommen!</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Skifahren-in-den-Rockies.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Expedition ins Tobatal 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Expedition-ins-Tobatal.html</link>
                <pubDate>Thu, 08 Nov 2018 12:33:24 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/kai1.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;b&gt;Der Wald der Grizzlies&lt;br /&gt;Carsten Siegel begleitet das Team von Wilderness International auf einer Expedition in den SK-Regenwald...&lt;br /&gt;September 2018&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text: Carsten Siegel&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Expedition in den SK-Regenwald&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der temperierte Regenwald an der Westküste Kanadas - Heimat von Grizzlies und Weißkopfseeadlern. Mit Unterstützung von SK Touristik kauft die deutsche Stiftung Wilderness International hier ursprüngliche Wildnisgebiete von Forstkonzernen und Privatpersonen, um sie auf Dauer zu bewahren. Im September durfte ich ein Expeditionsteam in die Schutzgebiete im Toba Valley begleiten, um mir selbst ein Bild davon zu machen, wie wild und unberührt sie sind. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Expedition beginnt am Hafen von Campbell River auf Vancouver Island. Von hier aus starten auch die Grizzly-Beobachtungstouren ins Toba Inlet aus dem SK-Reiseprogramm. Doch wir wollen heute auf eigene Faust noch tiefer in die Wildnis vordringen. Wir laden unzählige Seesäcke mit Proviant, Gepäck und Technik ins Wassertaxi. Unter anderem haben wir drei Kameradrohnen dabei! Kurz nachdem wir den Hafen verlassen haben, sehen wir vor dem Boot eine Fontäne aus dem Wasser schießen. Ein Buckelwal! Auch die Flosse ist kurz zu sehen! Fantastisch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je tiefer wir in den Fjord hinein fahren, desto atemberaubender wird die Kulisse. Spuren der Zivilisation werden immer seltener. Nach einigen Stunden erreicht das Wassertaxi das Ende des Fjordes und die Flussmündung des Toba River. Hier ist es zu flach, um mit einem großen Boot weiterzufahren. Wir landen an einem felsigen Küstenabschnitt und steigen auf ein kleines Expeditionsboot um. Das Navigieren im Fluss ist anspruchsvoll, aber der Jetmotor kommt leicht gegen die Strömung an. Ein Weißkopfseeadler kommt uns entgegen und fliegt nur wenige Meter über unserem Boot her. Alle Augen folgen dem majestätischen Vogel, als das Boot mit einem lauten Knarzen auf dem felsigen Grund des Flusses aufsetzt. &quot;Nichts passiert!&quot;. Wir steigen aus und schieben das Boot wieder in tieferes Wasser, dann geht es weiter den Fluss hinauf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In das Expeditionsboot passen 3-4 Personen, sodass das neunköpfige Team etappenweise von Sandbank zu Sandbank gebracht werden muss. So bleibt mir bei jedem Zwischenstopp etwas Zeit, die Umgebung zu erkunden. Schon auf der ersten Sandbank entdecke ich riesige Bärenspuren. Wow! Auf der anderen Seite des Flusses sitzt ein Adler auf einem Ast und scheint uns genau zu beobachten. Im Wasser taucht immer wieder der Kopf eines Seehunds auf, der hier auf Fischfang ist. Wir fahren heute noch eine Stück weiter und schlagen auf der nächsten großen Sandbank unser Camp auf. Der Strand ist umgeben von steilen Felswänden, Wasserfällen und dichtem Wald. Ich muss sehr auf meine Schritte achten, denn im Sand sind unzählige kleine Kröten unterwegs. Abends bereiten wir unser Essen am Lagerfeuer zu und genießen im Anschluss den Blick auf die Milchstraße, wie man sie nur weit abseits der Zivilisation sieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück wird das Camp abgebaut und aufgeräumt. Wir beseitigen jede Spur unserer Anwesenheit. Mit dem Expeditionsboot fahren wir zum Zusammenfluss des Toba River und des Little Toba River. Während der große Toba River trüb und fast türkisfarben aussieht, ist das Wasser im kleinen Zufluss tiefblau und klar. Doch hier stoßen wir auf ein unerwartetes Problem: Der Fluss ist von Treibholz blockiert. Wir lassen das Boot zurück, schultern die Seesäcke mit unserer Ausrüstung und kämpfen uns gegen die Strömung durch das eiskalte Gletscherwasser. Am anderen Ufer liegt ein angefressener Lachs und die ganze Sandbank ist voll mit frischen Grizzly-Spuren - hier scheint ein Fisch-Hotspot zu sein! Nach den Aufbauen des Camps bleibt etwas Zeit zum Angeln. Mal sehen, was hier unter Wasser los ist! Und tatsächlich: Nach wenigen Minuten ein gewaltiger Ruck! Etwas springt aus dem Wasser. Eindeutig ein Lachs! Wahnsinn! Da der Sockeye-Lachs durch den Haken verletzt war, beschließen wir, dass er zu unserem Abendessen wird. Ich fülle den Fisch mit Salz, Pfeffer, Butter und einigen Zitronenscheiben und gare ihn am Feuer. Ein echtes Outdoor-Festmahl!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich am folgenden Morgen aus dem Zelt komme, begrüßt mich eine mystische Kulisse. Durch die Wälder an den Berghängen ziehen dichte Nebelschwaden. Beim Fotografieren entdecken wir unter anderem einen jungen Adler, der gerade einen Lachs zerlegt. Über Nacht hat es viel geregnet, sodass der Flusspegel stark angestiegen ist. Man sieht deutlich mehr Lachse springen als noch am Tag zuvor. Uns wird klar, dass die Lachwanderung jetzt erst in Gang kommt. Der Sommer war sehr trocken und aufgrund der niedrigen Flusspegel beginnen die meisten Lachse ihre Reise später als sonst. Das erklärt auch, warum wir am Flussufer noch keinem Bären begegnet sind - sie warten noch auf den großen Run!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann wird der Regenwald erkundet. Schnell sind wir umgeben von gigantischen Ahornbäumen und uralten Riesen-Lebensbäumen voller Flechten und Moosen. Um den dichten Wald zu durchqueren, müssen wir schmalen Tierpfaden folgen - die Orientierung fällt nicht leicht! Es ist unfassbar, wie grün, vielfältig und lebendig alles ist. Besonders beeindruckt mich ein etwa 700 Jahre alter Ahorn. Die zwei Stämme des Baumes sind von einer dicken Moosschicht bedeckt. Weiter unten entdecke ich mehrere Wolfshöhlen. Auf unserem Weg finden wir immer wieder Kratzspuren an den Bäumen, große Tatzenabdrücke, angefressene Lachse und Bärenkuhlen. Mir wird klar: Dieser Wald gehört den Grizzlies und wir sind lediglich Besucher. Die Gruppe bleibt dicht zusammen und der Vordermann hat immer ein Bärenspray zur Hand. Die Anspannung ist hier deutlich höher als auf den offenen Sandbänken, da man nie genau weiß, was hinter dem nächsten Busch wartet. Nach etwa einer Stunde erreichen wir eine weitere Sandbank und nähern uns dem Quellbereich des Little Toba River. Irgendwo hier müssen die Laichgründe der Lachse sein. Am Ufer pumpen wir ein Schlauchboot auf. Zwei Expeditionsteilnehmer wollen den Fluss abwärts bis zum Camp floaten. Ich trete mit dem Rest der Gruppe den den Rückweg durch den Wald an. Es beginnt wieder zu regnen. Nun müssen wir noch vorsichtiger sein, denn durch das laute Rauschen des Regens im Wald können die Bären uns kaum noch kommen hören. Abends am Camp sind wir ausnahmsweise froh, an diesem Tag keinem Bären begegnet zu sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am letzten morgen beginnt unser Tag um 5 Uhr. Alles muss schnell gehen, damit wir rechtzeitig das Wassertaxi erreichen. In völliger Dunkelheit packen wir mit Stirnlampen unsere restlichen Sachen in die Seesäcke und brechen die Zelte ab. Es ungewöhnlich kalt und es regnet in Strömen. Gut, dass Schöffel die Expedition mit Outdoor-Jacken ausgestattet hat. Um die Boote zu erreichen, muss das gesamte Gepäck wieder durch den Fluss getragen werden. Aufgrund der dichten Wolken ist es eine Stunde später noch immer extrem dunkel und wir kommen langsamer voran als geplant. Schließlich ist es geschafft: Mit dem Expeditionsboot und zwei Schlauchbooten fahren wir im ersten Tageslicht flussabwärts. Und dann passiert, womit keiner mehr gerechnet hat: Kurz bevor wir die Flussmündung erreichen, sehen wir am Flussufer für wenige Sekunden einen Grizzly in den Wald huschen. Vielleicht beobachtet er uns schon länger und will sich nun von uns verabschieden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der temperierte Regenwald im Toba Valley ist wirklich ein einzigartiges Stück Natur. Und es war ein echtes Abenteuer, dorthin zu gelangen. Vor uns der Lachs-Fluss, hinter uns der Regenwald, über uns die Adler und um uns herum die Grizzlies. Ein unvergessliches Erlebnis! Auch wenn die Bären  etwas schüchterner waren, als erwartet - aber vielleicht ist das auch besser so. So tief in der Wildnis sind Begegnungen mit Bären eine ambivalente Sache: Einerseits möchte man die Tiere gern in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten und fotografieren, andererseits möchte man um jeden Preis vermeiden, sich selbst oder gar die Bären in Gefahr zu bringen. Mein Respekt vor echter Wildnis ist durch diese Expedition noch ein Stück größer geworden und ich bin stolz, dass wir von SK Touristik einen Beitrag zum Erhalt dieser unberührten Lebensräume leisten können!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Expedition-ins-Tobatal.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Wandern in den Rockies 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Wandern-in-den-Rockies.html</link>
                <pubDate>Tue, 18 Jun 2019 11:01:34 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/felix-michael_8-mountain-goats.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Kunden-Reisebericht&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wandern in den Rockies&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Mit dem Camper in die Nationalparks Jasper und Banff. Mitten im September. Wer mitfahren will, den erwarten bestes Wetter und Regen, tolle Landschaften, wilde und weniger wilde Tiere, ausgedehnte Wanderungen und diverse Alarme. &lt;br /&gt;Text: Janina Hofmann   Fotos: Felix Michael&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Die Landschaft &lt;br /&gt;schlägt uns in ihren Bann.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kanada! So wild, so schön, so aufregend und leider - so weit weg. Dank eiserner Sparpläne und eines attraktiven Frühbucherangebotes, sollte der Traum dann endlich wahr werden. Aber wo bleiben meine Manieren? Bevor man mit anderen auf Reisen geht, muss man sich natürlich vorstellen. Wir, das sind Felix - zarte 29 Jahre jung, frisch gebackener Medizinstudent, 3. Kanadareise, Outdoor-erprobt - und Janina - noch zärtere, 27 Jahre jung, frisch zertifizierte Magistra, Kanada-Ersttäterin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über Vancouver, die Coast Mountains und den Wells Gray Park führt unser Weg in den Mount Robson Park und den sich anschließenden Jasper Nationalpark. Highlights bei der Einfahrt: der ungetrübte Blick auf den Mount Robson in der Abendsonne und unser zweiter Schwarzbär! Wir haben ihn ganz für uns allein und beobachten aus sicherem Abstand von der anderen Straßenseite. Als wir weiterfahren, verschwindet er im Unterholz. Ich mache mir Gedanken über die Tiere und die Straße. Felix meint, ich solle mir nicht so viele Sorgen machen. Bei uns lungern die Rehe schließlich auch am Straßenrand herum. Aber die Dämmerung setzt ein und plötzlich wird jeder Schatten in unserer Vorstellung zu einem Tier, das sich vor unseren Camper werfen will. Schnell einen Jahrespass an der Einfahrt zum Jasper Nationalpark gekauft. Um 21 Uhr Mountain Time - bei strömendem Regen - erreichen wir den Whistlers Campground. Hier ist zu dieser späten Stunde natürlich kein Platz mit Strom verfügbar. Also buchen wir zunächst nur eine Nacht und beschließen, am nächsten Tag nochmal unser Glück zu versuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser beginnt, wie der letzte geendet hat: mit Regen. Never change a running system. Felix opfert sich und zieht frühmorgens in Regenjacke zur Information, um einen anderen Stellplatz zu ergattern. Patschnass, aber triumphierend, kommt er zurück und streckt mir die Karte für unsere Campsite mit Full Hookup entgegen. Wir wollten zwar nur Electricity, aber was soll&#039;s. Dann logieren wir die kommenden zwei Nächte eben extra luxuriös. Wir hatten Glück: Aufgrund des miesen Wetters haben einige Camper ihre Reservierung abgesagt. Die Warmduscher! Gut für uns. Auf dem Weg zum neuen Zuhause begegnen wir den Wapitis, für die der Platz ja berühmt ist. Vorsicht ist geboten: Es ist Brunftzeit und die riesigen Hirsche sind ziemlich beeindruckend. Nur die Geräusche, die sie von sich geben, wollen so gar nicht zu ihnen passen. Das klingt eher nach schlecht geölter Tür und bespaßt uns für den Rest des Morgens. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der neuen Campsite angekommen, heizen wir erstmal den Camper ordentlich auf und vertrödeln den Vormittag. Lesen im Bett und aus dem Fenster Wapitis beobachten hat auch was für sich. Als der Regen nachlässt, geht es für uns auf nach Jasper City. Das Städtchen gefällt mir sehr gut, obwohl es hier so touristisch ist. Gerade weil es eigentlich nur zwei richtige Straßen gibt. Wir schlendern, bummeln und Felix besteht darauf, seine Kindheitserinnerungen im &quot;Candy Bear&#039;s Lair&quot; aufzufrischen. Abends erkunden wir den riesigen und wirklich schönen Campground. Und fiebern unserer ersten großen Wanderung entgegen. Maligne Lake, wir kommen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oh ja, endlich wandern! So richtig den ganzen Tag raus in die Natur und die Füße zum qualmen bringen. Wir haben so richtig Bock und deshalb zerre ich Felix auch total aufgeregt beim ersten Dämmerlicht aus dem Bett. Wetter? Ist super. Die Wolken verziehen sich und es wird ein absolut toller, warmer Tag. Beste Bedingungen also. Ein ausgiebiges Powerfrühstuck. Planung und Vorbereitung fressen leider mehr Zeit als erwartet und so kommen wir doch erst später los. Egal! Los geht&#039;s Richtung Maligne Canyon! Dort angekommen erwartet uns ein voller Parkplatz. So ein Mist! Das nächste Mal dürfen wir echt nicht so lang trödeln. Aber auf dem Weg hinunter zur 4th Bridge - die 5th Bridge ist gesperrt - verlieren wir den Großteil unserer Mit­wanderer. Die scheu­en wohl den Aufstieg. Die zunehmende Einsamkeit macht die rauschenden Wasserwirbel und bizarren Felsformationen noch eindrucksvoller. Kleidungswechsel zurück auf dem Parkplatz - es ist warm geworden. Zum Maligne Lake! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg treffen wir zwei vorwitzige Bighorn Sheep, die sich vom Verkehr nicht beeindrucken lassen. Wir passieren den faszinierenden Medicine Lake. Einen längeren Stopp heben wir uns für den Rückweg auf. Das letzte Stück Weg hält eine schöne Überraschung bereit: eine Elchkuh, die abseits der Straße in einem Teich badet. Wir bewundern das Naturschauspiel voller Ehrfurcht und ärgern uns über die bald anhaltenden Touristenbusse und die Blitze aus langen Fotoobjektiven. Wird uns zu bunt, der Elchkuh auch, und wir huschen weiter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Maligne Lake sind wir zunächst ein bisschen - naja, ernüchtert. Der See ist schön, aber so richtig kann ich die ganze Aufregung nicht verstehen. Um den Touristen zu entkommen, wollen wir den Opal Hills Loop Trail wandern. Nach Erkundigung bei ortskundigen Besuchern bestätigt sich unsere Vermutung, dass es ein hartes Stück Arbeit wird. Besonders die Aussagen &quot;you&#039;re gonna be in snow much of the time&quot; und &quot;the trail is frequented by grizzlies&quot; lassen uns kurz an unserem Vorhaben zweifeln. &quot;Which one of you is the faster runner?&quot;,fragt uns einer der Anwesenden mit einem breiten Grinsen. &quot;I&#039;m afraid that&#039;s him&quot;, lautet meine Antwort. Der Witzbold klopft mir auf die Schulter: &quot;Don&#039;t worry, just kick him in the knee and keep running.&quot; Mit diesen Ratschlägen machen wir uns auf zum Trailhead. Dort treffen wir auf eine deutsche Familie, die den Trail auch bezwingen will. Papa mit Baby auf dem Rücken. Naja, dann kann&#039;s ja so gefährlich nicht sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Puh, der Trail ist wirklich supersteil und anstrengend, aber entgegenkommende Wanderer bestätigen uns, dass sich die Anstrengung lohnt. Von Grizzlies bis jetzt keine Spur. Aber wir sind auf der Hut, da wir auch lange durch dichten Wald laufen. Lautes Unterhalten ist leider unmöglich, aber vermutlich verscheucht unser Gekeuche die Tierchen ebenso zuverlässig. Rund 1,6 Kilometer und 300 Höhenmeter später sind wir dann tatsächlich im Schnee. Macht das Kraxeln bergauf nicht einfacher, führt aber zur ersten Schneeballschlacht dieses Jahres. Im T-Shirt. Schönes Erlebnis. Nach weiteren gut 1,4 Kilometern und fast 200 Höhenmetern an der Baumgrenze angekommen, zerstreuen wir uns auf der Suche nach schönen Aussichtspunkten. Wir finden unseren perfekten Platz und siehe da: Von hier oben ist der Maligne Lake vor Gebirgspanorama echt sehr beeindruckend! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir genießen unseren Lunch mit Aussicht und machen uns an den schwierigen Abstieg. Wir sind erstaunt, dass uns noch Wanderer trotz einsetzender Dämmerung entgegenkommen - in unpassendem Schuhwerk. Manche Leute sind halt einfach unvorsichtig. Auf der Rückfahrt nach Jasper machen wir unseren geplanten Halt am Medicine Lake, den wir uns zu dieser Uhrzeit nur noch mit den Fliegenfischern teilen. Der See wirkt tatsächlich, als sei über den Tag noch mehr Wasser in den Karsthöhlen versickert und wir fragen uns unweigerlich, was hier jedes Jahr mit den Fischen passiert. Ich plansche barfuß im kalten Wasser. Der fast leergelaufene See fasziniert uns total und so bleiben wir, bis die Sonne hinter den Bergen verschwindet. Jetzt aber schnell zum Campground, zur wohlverdienten heißen Dusche. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends lassen wir uns vom Shuttle nach Jasper bringen, um den Tag mit einem Dinner zu krönen. Die Jasper Brewery lassen wir wegen ihres zu kleinem vegetarischen Angebot links liegen. Dafür genehmigen wir uns Nachos und Burger im benachbarten &quot;Downstream&quot;. Sehr empfehlenswertes Restaurant mit supernetter Bedienung. Hier gibt&#039;s zwar kein Bier aus Jasper, dafür aber alle Special Editions der &quot;Big Rock&quot; Brewery aus Calgary. Davon holen wir uns auch noch eine Steige im Liquor Store - fürs Campfire nachher. An einem überraschend warmen Abend lassen wir einen anstrengenden aber wunderschönen Tag ausklingen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen steigen wir in die Gondel auf den Whistlers Mountain. Fur den Fußweg zum Gipfel benötigt der durchschnittliche Hiker vier bis fünf Stunden. Den Rekord hält ein nepalesischer Sherpa, der den Trail in 45 Minuten mit 60 Kilo Gepäck gelaufen ist. Uns reicht heute schon der Aufstieg von der Station zum Gipfel, wo wir das Rundumpanorama genießen. Vor allem die Vogelperspektive auf den nördlichsten Abschnitt des Icefields Parkway nährt unsere Vorfreude. Also, nichts wie los - back on the road! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst der Abstecher auf die alte Road #93A und zur Mount Edith Cavell Road. Auf der engen, steilen Bergstraße wird uns schon manchmal angst und bange, aber unser vergleichsweise kleiner Camper meistert den Aufstieg trotz Gegenverkehr tadellos. Am Ende des kurzen Path of the Glacier Trail erwarten uns Edith Cavell und Angel Glacier mit zugehörigem Glacier Pond. Bei dem eisblauen Wasser mit den großen Eisschollen fühlt man sich fast ans Polarmeer versetzt. Hier ist einiges in Bewegung, wir sehen und hören Geröll- und Eisabgänge. Einer reißt fast zwei Hiker mit, die sich trotz Sperrung auf den gegenüberliegenden Trail zur Gletscherflanke gewagt haben. Aber auch wir sind etwas leichtsinnig und klettern übers Geröll runter an den Rand des Gletschersees. Die Geröllabhänge kunden von der Gefahr abseits der Wege. Ein großer Eisabgang hatte hier erst 2012 große Teile des Tals überflutet. Deshalb verweilen wir auch nur kurz am Ufer und machen uns dann auf den Rückweg. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Athabasca Falls - sehr schön! Und dann endlich auf den Icefields Parkway! Schon bald schlägt uns die Landschaft in ihren Bann und wir machen gefühlt mehr Fotostopps als Kilometer. Aber so soll&#039;s ja auch sein. Unser Wunschcampground am Honeymoon Lake ist bereits geschlossen. Wie erwartet - und doch sind wir enttäuscht. Wir hatten gehofft, dass die Saison des schönen Wetters wegen verlängert wurde. Wir lassen den Camper kurzentschlossen an der Schranke zurück und verbringen eine schöne Zeit am Seeufer - mit Blick auf die wie abgefeilt wirkende Bergkette. Hier wollen wir noch einmal hin! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter zum Wilcox Creek Campground kurz hinter dem Athabasca Glacier. Der Campground am gleichnamigen Pass ist der höchstgelegene RV-Campground Kanadas. Gleich an der Einfahrt hängt ein Hinweisschild an die Camper, Frischwasser noch abends aufzufüllen, da am Morgen niemand für frostfreie Leitungen garantieren könne. Auch die Tanks nicht winterfester RVs sind gefährdet. Na, das kann ja heiter werden. Unser Stellplatz hoch am Hang mit spektakulärer Weitsicht ist schnell gefunden. Zur großen Begeisterung unserer Nachbarn bringt mir Felix heute nicht nur das Holzhacken bei, sondern löst beim Kochen sowohl den Feuermelder als auch den eingebauten Panikalarm aus. Nachdem wir so die Aufmerksamkeit des gesamten Platzes auf uns gezogen haben, bricht dann doch gnädig die Dunkelheit uber uns herein. Unter einem unglaublichen Sternenhimmel erwarten wir die angekündigte Kälte, die aber ausbleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Plan, den Wilcox Creek Trail zu laufen und das Columbia Icefield von oben zu betrachten, wird durch mei­ne über Nacht herangeflogenen Halsschmerzen zunichte gemacht. Wir fahren direkt zum Athabasca Glacier. Hier sind wir beide bestürzt - vor allem Felix wird beim Vergleich mit seinen Kindheitserinnerungen der Rückgang des Gletschers überdeutlich. Meine Gesundheit ist inzwischen so weit wiederhergestellt, dass wir den nicht sehr steilen Parker Ridge Trail laufen können. Die Aussicht vom sehr windigen Bergkamm ist unglaublich. Den komplett unerschlossenen Saskatchewan Glacier, einen der drei Arme des Columbia Icefield, finden wir noch viel beeindruckender als seinen berühm­ten Nachbarn. Und auf dem Rückweg gibt&#039;s sogar noch eine Murmeltiersichtung! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter auf den schönsten Abschnitt des Icefield Parkway. Die Landschaft fesselt uns nun völlig! Man ist hin- und hergerissen zwischen visueller Übersättigung und Nicht-Sattsehen-Können. Die Mittagspause verbringen wir am Ufer des Lower Waterfowl Lake. Vor einem Bad kneifen wir. Nur die Füße abzükuhlen kostet Überwindung. So ein schöner Campground, aber leider in der Off-Season geschlossen. Wir wären gern hier geblieben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Bow Summit und Peyto Lake scheint unser Timing nicht zu passen - ganz schön was los hier. Am Peyto Lake selbst beeindruckt uns aber die grandiose Weitsicht. Wir beschließen, heute noch bis Lake Louise zu fahren. Hier ergattern wir einen Stellplatz für zwei Nächte. Wir genießen die letzten Sonnenstrahlen und stellen uns später im Bett vor, wie Bären den Camper umstreichen. Davon gibt&#039;s hier nämlich viele. Neben den Erinnerungen ist uns von diesem Tag dann noch ein Sonnenbrand im Gesicht geblieben. Selbst Schuld, wer sich auf über 2000 Metern bei Sonne und wolkenlosem Himmel nicht eincremt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer unruhigen Nacht - Felix machen die vorbeirauschenden Zuge zu schaffen, mir eher das Pilotprojekt Heizung bei Nacht - stehen wir früh auf, um möglichst als erste am Lake Louise einzutreffen. Der Plan geht auf. Im frühen Morgenlicht rollen wir auf den leeren Parkplatz. Ich muss zugeben, dass der See wirklich beeindruckt. Den Hype um ihn kann ich mehr als verstehen. Eingefasst zwischen zwei Bergen und dem ihn speisenden Gletscher liegt er spiegelglatt im Morgenlicht. Als die ersten Busse eintreffen, wandern wir auf dem Weg am See entlang. Die hintere, zwischen den Bergen eingekeilte Spitze des Sees mit ihrem kleinen &quot;Strand&quot; aus Schlitt gefällt mir noch besser. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir machen uns an den Aufstieg zum Plain of Six Glaciers Trail, der uns völlig begeistert. Als wir aus den bewaldeten Abschnitten an die kahle Felswand kommen, erwartet uns eine Riesenüberraschung: Mountain Goats (Schneeziegen)! Eine ganze Familie friedlich am Wegesrand grasend und eine weitere oben an der Felswand. Wir sind hin und weg, denn die weißen, flauschigen Gesellen wollten wir unbedingt sehen. Weiter geht es auf dem zunehmend schwieriger werdenden Pfad zum Viewpoint. Auf dem letzten Stück verschwindet der Trail in einem Geröllabhang und wir beneiden alle Hiker mit Wanderstöcken. Aber die Mühe lohnt sich: Die wohlverdiente Pause mit Aussicht auf die umliegenden Gletscher und den Abbots Pass ist spektakulär. Und tief unten funkelt der See. Ach ja, die Geschichte über die Abbots Hut, die Schutzhütte am höchsten Punkt des Passes: Für ihre Konstruktion Anfang des 20. Jahrhunderts sind extra Bergführer aus der Schweiz eingeflogen worden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich ein massiver Schneeabgang am Hang gegenüber - auch hier sind die Gletscher in Bewegung. Auf dem Rückweg kommen wir mit einem Ehepaar aus Washington ins Gespräch. Die Frau beeindruckt uns mit ihrer Begeisterung fürs Wandern trotz doppelter Knie-OP und künstlichem Gelenk. Sie meint, man müsse Dinge halt einfach tun und wenn&#039;s ein bisschen zwickt, dann solle man das hinnehmen. Diese Einstellung imponiert uns und spornt uns an auf dem anstrengenden Aufstieg zum Big Beehive. Wir werden mal wieder mit einer Rast vor grandioser Aussicht belohnt. Die bettelnden Chipmunks (Hörnchen) und Greyjays (Häher) lassen wir abblitzen, was zumindest seitens der Vögel mit lautem Gemecker quittiert wird. Höhepunkt ist ein in etwa zwei Metern Entfernung vorbeiziehender Adler auf Beuteflug. So nah habe ich noch nie einen gesehen! Der Anblick macht auch dem Betteln der Chipmunks ein Ende. Blitzartig verschwinden sie. Nach Eintrag ins Geo Cache Logbuch steigen wir ab zum schönen Lake Agnes, wo sich der Schnee tapfer hält. Über den Mirror Lake geht es zurück zum Lake Louise. Heute Nacht wird es auf dem Campground so richtig zippe zappe duster. So, dass man die eigene Hand nicht vor Augen sieht. Irgendwie schaffen wir es, uns gegenseitig mit unserer Bärenangst verrückt zu machen. Jeder Weg aus dem Camper wird trotz Außenbeleuchtung zur Nervenprobe. Fast beneiden wir die Zeltcamper um den Elektrozaun um ihr Areal. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute besuchen wir den nicht mehr ganz so heimlichen Star des Banff Nationalparks. Der Moraine Lake soll ja mittlerweile fast beliebter sein als der Lake Louise und das bekommen wir auch zu spüren. Aufgehalten vom fehlenden Wasser an der Dumpingstation erreichen wir den See viel zu spät und parken frech abseits der RV-Parkplätze. Heute wollen wir auf dem Sentinel Pass Trail wandern und hoffen, Mitwanderer zu finden. Denn hier ist wirklich Grizzlygebiet und das Wandern in Gruppen unter vier Leuten ist verboten. Zum Glück treffen wir ein Paar wieder, das schon auf dem Mount Whistler ein Foto von uns geschossen hat. Annika und Gus aus London wandern mit uns. Es geht hinauf durch dichten Wald bis zu einer Ebene mit grandioser Aussicht auf die Ten Peaks. Dann weiter durch einen Märchenwald aus Lärchen, die jetzt in voller gelber Pracht stehen. Oben angekommen, erwartet uns ein alpines Tal mit zwei schönen Seen. Und der Rest des schmalen Trails - an der Felswand entlang. Am höchsten Punkt des Trails genießen wir die Aussicht auf das Paradise Valley und die Berge. Wir sind stolz auf die 725 geschafften Höhenmeter. Auf dem Weg nach unten wird&#039;s nochmal anstrengend für die Knie - ich rutsche aus und fast den Abhang runter. Das ist gerade nochmal gut gegangen. In Deutschland hätte dieser Trail bestimmt ein Geländer und 100 Warnschilder. Aber kanadische Trails sind eben ohne doppelten Boden, und das gefällt uns sehr gut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück am Ufer des Moraine Lake verabschieden wir uns von unseren Wanderpartnern und fahren über den Bow Valley Parkway Richtung Banff. Wir erwarten, dass jeden Moment ein Grizzly aus dem dichten Wald am Straßenrand auftaucht. Das wurde uns jetzt auch viel besser gefallen als noch vor ein paar Stunden auf dem Trail. Aber Meister Petz macht sich rar. Der Johnston Canyon Campground ist auch bereits geschlossen, deshalb fahren wir direkt nach Banff. Leider entpuppt sich der Tunnel Mountain Village Campground als Enttäuschung. In Reih und Glied stehen die RVs hier auf Asphalt. Am störendsten ist die Nachtbeleuchtung, die jedes Wildnisfeeling zunichte macht. Wenigstens muss man sich hier nicht vor nächtlichen Bärenubergriffen gruseln. Auch das schöne Bergpanorama, eine saubere Dusche und die warme Nacht am Lagerfeuer können uns weiter besänftigen. Trotzdem werden wir hier wohl nur eine Nacht bleiben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach Banff! Traumhaft gelegen. Größer und mon­däner als Jasper. Gefällt uns gut. Hier leben die Touristen in uns auf. Wir kaufen T-Shirts und lassen uns treiben. Die schönste Erinnerung an Banff ist die an die &quot;The Wild Gallery &amp; Gifts&quot;, welche ausschließlich Fotografien des kanadischen Naturfotografen Jason Leo Bantle ausstellt und verkauft. Wir verbringen hier eine Ewigkeit, überaus nett beraten von der Galeristin, die zu jedem Motiv und abgebildeten Tier etwas erklären kann. Wir ziehen weiter - mit schweren Taschen und leichten Geldbeuteln - und schauen uns das Banff Springs Hotel an. Schön, aber wir ziehen unseren Camper dem Luxus vor. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Camper müssen wir bald flüchten, denn es beginnt zu schütten wie aus Eimern. Wir beschließen, bereits heute in den Yoho Nationalpark zu fahren. Die letzte Etappe unserer Wanderreise durch die Rockies. Noch im Banff Park beeindruckt uns die ursprüngliche Land­schaft mitten am Transcanada Highway. Undenkbar an einer deutschen Autobahn. Und auch die Brücken für Wildtiere finden wir clever. Die Spiral Tunnels im Yoho Park sind leider durch dichten Regen kaum zu erkennen. Dafür ergattern wir noch einen schönen, ruhigen Platz auf dem schon gut gefüllten Kicking Horse Campground.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Aufwachen ein Déjà-vu unserer Ankunft in Jasper: Regen, Regen, Regen. Wir lassen uns viel Zeit. Als es aber gegen Mittag kein Stück besser wird, fahren wir los. Zu den Takkakkaw Falls, in deren Nähe wir ja vermutlich eh nass geworden wären. Auf dem Weg beobachten wir, wie riesige Wohnmobile die enge Straße rückwärts herunter manövrieren mussen. Ein Glück, dass wir minimalistischer unterwegs sind. Unser Truck Camper passt zu uns!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den Takkakkaw Falls sind wir sehr beeindruckt. Und es gibt ein großes &quot;Hallo!&quot;. Wir stehen neben Annika und Gus, unseren Wanderpartnern vom Sentinel Pass. Das riesige Kanada kann manchmal so klein sein! Die beiden fliegen morgen wieder nach Hause und wir tauschen uns aus über die Dinge, die wir gesehen haben und was für den nächsten Urlaub aufgehoben werden muss. Schnell kommt unser Gespräch auf den berühmten Lake O&#039;Hara. Dank &quot;Quotenregelung&quot; bekommen ihn ja nicht viele zu Gesicht. Auch wir haben den Besuch nicht eingeplant, da wir nicht genau wissen konnten, wann wir hier sind. Als die beiden uns aber erzählen, dass man nicht nur mit dem zu reservierenden Shuttlebus, sondern auch zu Fuß hinkommen kann, sind wir angefixt. Aber so richtig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verabschieden uns herzlich und machen uns zunächst auf den Weg zur Natural Bridge. Hier haben wir einen wunderschönen Moment ganz für uns allein. Am Emerald Lake erwartet uns ein spektakuläres Panorama und nachlassender Regen. Mutter Natur gibt ihr Bestes. Gerade als wir den Rundweg um den See starten, reißt der Himmel ein Stück auf und schenkt uns den perfekten Regenbogen. Wir haben noch nie einen schöneren gesehen. Und gerade als wir denken, es könne nicht besser werden, beginnen die Farben sich im See zu spiegeln und es entsteht ein perfekter, elliptischer Regenbogen. Wir sind mit unserer Begeisterung nicht allein - ein paar Schritte weiter ertönen die Begeisterungsschreie einer japanischen Reisegruppe, die sich gar nicht wieder einkriegen kann. Wir bestaunen das Schauspiel noch, bis die Farben verblasst sind und genießen dann die Stille und Einsamkeit auf dem Rundweg. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So viele schwierige Trails in den vergangenen Tagen und ausgerechnet hier erwischt es mich. Der Matsch ist meine Nemesis. Ich rutsche auf einer glitschigen Holzplanke aus und es haut mich längs auf den Rücken. Volle Breitseite. Danach sehe ich aus wie aus einem B-Horrormovie. Nach diesem Erlebnis hat keiner von uns mehr Lust, sich hinter den Herd zu klemmen. Im Camper mache ich mich halbwegs gesellschaftsfähig und wir dinieren in der noblen Emerald Lake Lodge. Man gönnt sich ja sonst nichts. Wir würden auch wiederkommen, allein schon für den guten Wein, das selbstgebackene Brot und den unglaublichen Nachtisch. Das Abendessen gibt Raum, über unsere Wanderpläne zum Lake O&#039;Hara zu diskutieren. 11 Kilometer laufen bis zum See. Und dort noch mehr zu laufen. Auf kurzfristig freiwerdende Plätze im Shuttle-Bus hoffen wir nicht wirklich, da morgen Samstag ist und das Wetter phänomenal werden soll. Der Plan ist eigentlich vollig bekloppt und vielleicht ist es der Wein, der mich zur Selbstüberschätzung verleitet. Aber ich beschließe, dass wir den See auf jeden Fall sehen müssen. Wer weiß, wann wir wiederkommen. Also zurück zum Campground. Denn morgen heißt es: Der frühe Vogel... naja, ihr wisst schon. Lake O&#039;Hara, you better be worth it!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um 6.15 Uhr reißt uns der Wecker aus dem Schlaf. Verpflegungspakete gepackt und los geht&#039;s! Auf dem Parkplatz bestätigt sich unsere Vermutung: Kein Platz im Bus. Macht nichts. Im Schlepptau von drei fröhlichen Japanern machen wir uns auf den Weg. Wir sind die einzigen Wanderer auf dem breiten Weg und folgen ihm durch dichten Wald und vorbei an moorahnlichen Lichtungen. In der Ferne leuchten die Berge in der Morgensonne. Die­ser Anblick und die aufsteigend zählenden Kilometermarker spornen uns an. Um 10.30 Uhr ist es geschafft, wir erreichen den Campground an der Straße. Die Camper scheinen von unserer Leistung beeindruckt und wir sind mächtig stolz. Wir folgen einem kleinen Trail durch dichten Wald zum Seeufer und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Der Lake O&#039;Hara ist atemberaubend schon! Der Weg hat sich schon jetzt gelohnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir eine Gruppe mit Kletterausrüstung bemerken, wer­den wir misstrauisch. Nein, wir sind ausreichend ausgerüstet. Die Kletterer wollen den Abbots Pass besteigen - hinauf zur Abbots Hut. Moment mal - Abbotts Hut? Ja genau, die Schutzhütte, die wir vor vier Tagen vom Plain of Six Glaciers aus bewundert hatten. Wie gesagt, die Rockies sind klein! Wir nutzen die Gelegenheit, uns hier Wanderstöcke auszuleihen und machen uns an den Aufstieg zum Alpine Circuit, den der wanderbegeisterte Autor unseres Reiseführers als einen der besten Hikes in den Rockies ankündigt. Wir sind gespannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der 17-Kilometer-Rundweg setzt sich aus den Teilstrecken Wiwaxy Gap, Lake Oesa, Yukness, Opabin Plateau und All Souls&#039; Prospect zusammen. Heute wird es so richtig anstrengend und fordernd. Wir haben Glück und finden einmal mehr nette Wanderpartner, die seit über zehn Jahren hierher kommen und uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ohne deren Hilfe hatten wir uns wohl ein bisschen schwerer getan, vor allem beim Überqueren der Boulderfelder. Gar nicht so leicht, den Trail hier nicht zu verlieren. Und es ist auch nett, ein paar Bilder von uns beiden zu haben, die nicht aus der leidigen Selfie-Position geschossen sind. Für unsere Anstrengungen werden wir belohnt. Mit spektakularen Hohenpanoramen, Gletschern, spiegelklaren Seen und Pikas, kleinen mausähnlichen Bergbewohnern - uns erinnern sie an Chinchillas. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schreckmoment bei der Rast am Lake Oesa: Am Berg gegenüber ereignet sich ein massiver Steinschlag. Der Lärm ist ohrenbetaubend. Wir sind besorgt und hoffen, dass niemand verletzt wurde. Und dass die Straße frei geblieben ist. Obwohl, es gibt schlimmere Orte, an denen man festsitzen kann. Wir wandern über das Opabin Seenplateau zurück zum Lake O&#039;Hara und genießen die Abendstimmung am See. Einmal mehr kommen wir mit vielen spannenden Menschen ins Gespräch: Passüberquerern, Gletscherwanderern, Weltreisenden. Der Steinschlag hat die Straße verfehlt und es gibt keine Verletzten. So kön­nen wir zufrieden im alten Bus den Rückweg antreten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz voll mit Eindrucken von tollen Orten und tollen Menschen. Mit Wehmut geht es unserer letzten Woche entgegen, die uns zum Abschluss der Reise wieder zurück in Richtung Vancouver führen wird. Todtraurig werde ich schon bald mit ansehen, wie unser Truck Camper von einem Fraserway-Mitarbeiter vom Platz gefahren wird. Aber es bleiben so viele unvergessliche Eindrucke. Und eine Gewissheit: Rockies, wir kommen wieder!</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Wandern-in-den-Rockies.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Polarbären an der Hudson Bay 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Polarbaeren-an-der-Hudson-Bay.html</link>
                <pubDate>Thu, 11 Apr 2019 03:02:06 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/srl_polar-bear_3-r.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Die besondere Reise&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;SOMMERBÄREN&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Juli 2014 im SK-Blockhaus in Senden. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartete, als mich Rainer in sein Büro rief. &lt;br /&gt;&quot;Kannst Du für mich einspringen und in zwei Wochen nach Kanada fliegen? Es geht zu den Polarbären und Belugas an die Hudson Bay.&quot; Sprachlos stand ich da. Und nickte.  &lt;br /&gt;Text &amp; Fotos: Thomas Reichert&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Bären am Airport. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Nee, ist klar...&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Genehmigung meiner Chefin zu Hause war zum Glück reine Formsache. Und zwei Wochen später stehe ich am Airport in Winnipeg, Manitoba. Recht unausgeschlafen, denn um 6:50 Uhr geht mein Flieger mit Calm Air nach Churchill, wo angeblich die Sommerbären und Belugas auf mich warten. Auf nach Norden zur Hudson Bay! Auf dem Flug sehe ich endlose Seen- und Waldgebiete unter uns, bis der Wald allmählich verschwindet und einer unwirklich anmutenden Tundra-Landschaft weicht. In Churchill erwartet uns bereits ein alter Schulbus - der Shuttle der Lazy Bear Lodge. Freundlich begrüßt uns Colin, der Fahrer, mit einem Gewehr in der Hand. Ein Gewehr? Am Flughafen? Amerikanische Gesetzeshüter bekämen allein bei der Vorstellung Schnappatmung. &quot;Nur zu unserer Sicherheit&quot;, sagt Colin, der wohl meine verwunderten Blicke bemerkt hat. &quot;Gestern waren einige Bären in der Nähe des Airports.&quot; Ich muss schmunzeln. Bären am Airport - nee, ist klar... Ob dem guten Colin wohl die Mitternachtssonne zu lange auf den Kopf geschienen hat? &lt;br /&gt;Nach dem Check-in in die urige und überaus gemütliche Lazy Bear Lodge erkunden wir den Ort. So viel ist da ja nicht. Das Eskimo Museum gefällt mir. Es ist wirklich informativ, aber natürlich durchaus überschaubar. Julia, unsere Reisebegleitung von Travel Manitoba, erklärt uns den Ablauf der nächsten Tage und gibt uns viele interessante Informationen mit auf den Weg. Meine Erwar­tun­gen sind hoch und wachsen stündlich weiter. Und fast un­­wei­gerlich drehe ich mich nun öfter um. Es sollen ja immer Bären in der Nähe sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch weit und breit kein Bär. Mit dem Motorboot fahren wir abends noch über den Churchill River zum vorgelagerten Eskimo Point und besuchen das Prince of Wales Fort. Empfehlenswert - echt informativ. Aber immer noch kein Bär. Ob es wohl meine Kommentare sind, die Julia veranlassen, uns am Ende des Tages mindestens einen Polarbären für den Folgetag zu versprechen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen geht&#039;s in den Knast. Der Bus bringt uns hinaus zum berühmten Polarbärengefängnis von Churchill. Auch hier hat unser Guide immer sein Gewehr griffbereit. Sehr beeindruckend - allein der Gedanke, ein &quot;Gefängnis&quot; zu benötigen für Polarbären, die dem Ort zu nahe gekommen sind. Gefängnis passt natürlich nicht - eher Wartebereich. Es wird gezählt, registriert und der Gesundheitszustand dokumentiert - und dann gibt es für die weißen Riesen wieder den Shuttle zurück in die Wildnis. In der Regel. Es gibt leider auch Ausnahmen, wenn die Bären schon zu oft hier waren. Mich faszinieren die Lebendfallen, die man hier bewundern kann. Ein Rohr mit Falltür, deren Schließmechanismus der Bär beim Ergreifen des Köders am anderen Ende betätigt. Im Prinzip wie eine Lebendfalle für Mäuse - nur in XXL.&lt;br /&gt;Die Tundra ist gewaltig. Wir bewundern Sie von einem Aussichtspunkt vor dem Ort. Plötzlich fallen mir hunderte Schaumkronen auf dem Wasser auf. Komisch, es ist doch windstill - woher kommen die Wellen? Ich frage unseren Guide und sorge unfreiwillig für einen Lacher. Die Wellenkämme sind gar keine, sondern Belugas! &quot;So viele?&quot;, frage ich ungläubig und lasse den Blick abermals über die Wasseroberfläche schweifen. Unglaublich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die kommenden Tage stehen ganz im Zeichen der weißen Wale. Mein Highlight: in Neopren-Anzügen mit den Walen schnorcheln! Die Methode ist ganz einfach: Wir lassen uns gut 90 Minuten an einem Seil durch das drei Grad kalte Wasser ziehen. Immer wieder begleiten uns große Schulen dieser faszinierenden und kommunikativen Tiere. Nichts als Begeisterungs- und Verzückungsbekundungen um mich herum. Ich kann mein Glück nicht fassen. Unser Guide gibt zu, dass die Begegnung mit den weißen Walen auch nach vielen Jahren im Job bei ihm immer noch eine Gänsehaut hervorruft. Ich weiß sofort, was er meint. Und ja, ein wenig beneide ich ihn schon um diesen einmaligen Job am Polarkreis. Ach so, nur fürs Protokoll: Habe immer noch keinen Bären gesehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An den folgenden Tagen sind die Wale unsere ständigen Begleiter, ob wir zu Fuß, mit dem Kayak oder dem Motorboot unterwegs sind. So auch am Abend des dritten Tages, als wir im traumhaften Abendlicht noch einmal mit dem Motorboot um den Eskimo Point herumschippern. Wir genießen das Licht und die Belugas. Plötzlich tauchen zwei schneeweiße Fellköpfe vor uns auf den Felsen auf. Polarbären! Gleich zwei! Scheinbar gerade fertig mit ihrem Abkühlungsbad in der Hudson Bay. Pudelnass stehen die Bären vor uns, im warmen Rot der sinkenden Polarsonne. Julia muss mich anstoßen. &quot;Don&#039;t forget to take pictures, Thomas&quot;, lacht sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das Abenteuer am Polarkreis ist noch nicht vorbei. Mit dem Buschflugzeug geht es zur Seal River Lodge am gleichnamigen Fluss. Aus dem Flieger sehe ich wieder meine &quot;Schaumkronen&quot;. Hunderte, nein tausende Wale in der Hudson Bay. Das kann man nicht beschreiben. Das muss man mit eigenen Augen sehen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also ich glaube, die Landepiste der Seal River Lodge hätte keine fünf Meter kürzer sein dürfen. Julia lacht über mein bleiches Gesicht. Doch einmal mehr überraschen mich Sicherheit und Souveränität der kanadischen Busch­piloten. &quot;Man muss schließlich das Schild lesen können&quot;, so der trockene Piloten-Kommentar. Er meint das Schild am Ende der Landebahn: &quot;Welcome to Seal River Lodge.&quot; Mike Reimer, der Betreiber der Lodge wartet bereits mit einem ATV und Anhänger auf uns. In der Lodge begrüßt uns dann auch seine Frau Jeanne sehr herzlich. Ein imposantes Gebäude im Niemandsland, diese Seal River Lodge. Völlig autark, ohne dass man auf gewohnte Annehmlichkeiten verzichten muss. Mir gefällt der Speiseraum, in dem uns Salat mit Beeren aus der Tundra und frisch gefangener Arctic Char (Seesaibling) erwartet. Mein kulinarischer Höhepunkt auf diesem Trip. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Essen fahren wir mit dem ATV am Ufer der Hudson Bay entlang, als sich plötzlich - nur etwa 150 Meter vor uns - ein mächtiger Polarbär aus dem kniehohen Gras erhebt. Mike ist ein sehr erfahrener Guide. Schon beim Essen hat er mir erzählt, dass er gerade in solchen Situationen bislang noch nie auch nur einen Warnschuß hätte abgeben müssen. Ich geb&#039;s zu: Das beruhigte mich enorm. Langsam nähern wir uns dem Bären. Schritt für Schritt. Immer wieder müssen wir stehenbleiben. Es ist warm und der Bär scheint träge. &quot;Stören wir ihn?&quot;, flüstert Julia Mike zu. &quot;Nicht, wenn wir uns Zeit lassen und uns ganz langsam nähern. Er muss uns immer sehen und riechen können.&quot; Und tatsächlich, der Bär beachtet uns kaum. Majestätisch sitzt er schließlich nur knapp 50 Meter vor uns. Auf Augenhöhe. Vor der Kulisse der blühenden Weidenröschen. In diesem Moment sind wir einfach nur still. Sprachlos. Sogar Julia, die sonst immer etwas zu erzählen oder erklären hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht unser letzter Bär an der Hudson Bay. Im Gegenteil. Es sind ja nur noch zwei Tage, aber jetzt scheint es, als wollten sich uns die Polarbären nochmal mit aller Macht zeigen. In der Tundra, am Strand und häufig sogar schwimmend. Mein &quot;Protokoll&quot; vom ersten Tag werfe ich gedanklich weg. Ich bin mehr als zufrieden!  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Tag der Abreise drehe ich mich am Rollfeld noch einmal um zu Colin, unserem hervorragenden Driver-Guide: &quot;Don&#039;t forget your gun! There are bears around here.&quot; Colin lacht und winkt mir zum Abschied. Toller Ort, tolle Leute. Und die Natur - ach, warum soll ich überhaupt versuchen es zu beschreiben? Churchill, ich komme wieder. Ich hab&#039;s meinen weißen Freunden versprochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/FS_hBISG02g?list=PL2E4B647E5A7FE1E6&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Polarbaeren-an-der-Hudson-Bay.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Schöffel in Kanada 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Schoeffel-in-Kanada.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rsf-tojackcamper.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Fotoshooting 2015 in British Columbia &amp; Alberta&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Schöffel in Kanada&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&quot;Ich bin raus! Wohin sollte der Schöffel-Slogan besser passen als nach Kanada?&quot;, kommentierte Peter Schöffel im letzten Sommer die neue Kooperation zwischen Schöffel und SK Touristik. Neu und schnell. Schon im September ging es los auf die zehntägige Shootingreise nach Westkanada. Für uns ein ganz neues Erlebnis.&lt;br /&gt;Text: Rainer Schoof und Ole Helmhausen  Fotos: Rainer Schoof und Michael Müller&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Ich bin raus.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/9_a2Jz_waYg&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bearbeitet wurde das Projekt schon lange in Senden. Konkret geplant während eines Urlaubs in Kroatien. Beschlossen während eines Treffens in Frankfurt. Und besiegelt per Handshake zwischen Peter Schöffel und Rainer Schoof auf der &quot;Outdoor&quot; in Friedrichshafen. Es wird Zeit, dass es jetzt endlich über den Atlantik geht. Zur Schöffel-Fotoshooting-Reise 2015 durch Westkanada.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Rainer] Ich fliege schon einen Tag früher nach Vancouver. Am Flughafen nimmt mich mein Freund Andy Schwaiger in Empfang. Er wird auf dieser für uns alle neuen Projekterfahrung der Driver-Guide des Tourvans sein. Fehlt noch Ole. Reisejournalist Ole Helmhausen kommt aus Montréal eingeflogen, um uns auf dieser Tour zu begleiten. Ab morgen sind wir dann mit einem insgesamt siebzehnköpfigen Team des Outdoor-Bekleiders Schöffel unterwegs. Video- und Fotografen, Models, Stylistin, Visagistin, Art Director, Truck-Fahrer und Marketing-Verantwortliche von Schöffel. Morgen. Jetzt nehmen Andy, Ole und ich am Airport erst einmal unseren großen - jetzt noch weißen - SUV auf und fahren nach Langley. Am Ho­tel in Langley treffen wir uns mit Lineke Kereluk und David Frolik von Fraserway. Von dem Wohnmobilvermieter stammt der Truck Camper, der uns auf diesem Trip begleiten wird. Schnell werden die wichtig­sten Dinge besprochen, ein Steak bestellt und ein Bier getrunken. Dann ist es Zeit fürs Bett. Wir sind todmüde. Und morgen geht es schon um sechs Uhr weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Ole] Wow, ich habe selten so lange und so volle Tage erlebt. Frühmorgens habe ich am nächsten Tag bereits die Einweisung in den Truck Camper - mein Dank an Dave Frolik von Fraserway - und wenig später bin ich schon unterwegs nach Whistler. Immer wieder klasse, der Sea-to-Sky-Highway via Squamish. Good to be back: Whistler ist Whistler, jetzt ist es schon ein bisschen kühler, und die Herbstfärbung hat begonnen. Einfach toll, die Farben. Ich mache ein paar Bilder von den Mountainbikern im Zielschuss, schlürfe Latte und fröne dem &quot;People Watching&quot;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider werde ich nicht dazu kommen, mich aufs Mountainbike zu setzen. Sonst würde ich mich gleich doppelt über diese Herberge freuen. Das Aava, ein modernes 192-Zimmer-Hotel im Herzen von Whistler, hat alles, was ich als müder und total verdreckter Mountainbiker bräuch­te. Links neben dem Eingang gibt es zunächst einen Wasserschlauch, mit dem ich mein Bike abspritzen könnte. In der Lobby würde ich dann die im hoteleigenen GoPro Lab gratis ausgeliehene GoPro wieder abgeben - nach dem Laden meiner Actionclips natürlich - und mich danach in den Whirlpool im Garten schmeißen, der müden Knochen wegen. Doch das Aava ist auch ohne Mountainbike eine superbequeme Unterkunft. Mein Zimmer ist gemütlich, das Bad funktional. Das Beste: die Lage zentral im Whistler Village.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Rainer] Frühstück mit Ole - dann fahren Andy und ich los, um den Cargo Truck mit Hebebühne abzuholen. Der fällt eine Nummer größer aus als reserviert, aber was soll&#039;s. So ist das schon mal in Nordamerika. Auf nach Whistler. Unterwegs holt Andy die komplett vorgeschickte Klamotten-Ausrüstung des Schöffel-Teams ab. Bislang klappt alles und wir treffen uns fast pünktlich in Whistler wieder. Ole hat Zeit fürs Hotel. Andy und ich müssen zurück nach Vancouver, um die Schöffel-Crew abzuholen. Wir sind spät dran, doch die Zubringermaschine aus Calgary hat Verspätung, so dass es niemand merkt. Doch leider kommen wir dadurch auch erst sehr spät wieder zurück nach Whistler und haben Glück, dass im vorreservierten Dubh Linn Gate Pub - gefällt mir sehr gut - noch etwas zu essen bekommen. Schade eigentlich - in Whistlers Cafes und Pubs hätte ich gern mehr Zeit mit der Gruppe verbracht - zu Akklimatisierung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Ole] Einen Bekleidungskatalog zu produzieren ist kein Pappenstiel. Aufstehen um fünf, Frühstück um sechs, ab zur Location um sieben. Die Stylistin Alexandra hat schon seit vier Uhr die Klamotten gebügelt und geordnet. Das klingt erst einmal einfach. Doch den Transport von 17 Leuten, Technik und Kleidersortimenten inklusive zu organisieren, ist eine Herausforderung, die Rainer und Andy jedoch souverän meistern. Netterweise ist unsere erste Location die Green Lake Floatplane Base am Ortsrand. Dort dient die 1950er DeHavilland &quot;Beaver&quot; von Harbour Air als Hintergrund für den ersten Photoshoot. Ich habe so etwas noch nie mitgemacht und bin überwältigt von der Action um mich herum. Alles scheint durcheinander zu laufen, alle reden gleichzeitig. Doch dann verläuft alles in ruhigeren Bahnen. Model Clayton aus Südafrika, ein bärtiger Mountain Man, wuchtet einen Seesack in die Beaver. Sechs, sieben, acht Mal macht er das, bis Fotograf Michael zufrieden ist. Videograf Mario produziert derweil die Clips, zwischen den Takes eilt Sina von der Maske hinzu und sprüht Clayton &quot;Schweißtropfen&quot; ins Gesicht. Die Anspannung der ersten Stunden vergeht, nun läuft alles wie am Schnürchen, die Sonne über den Bergen trägt ihren Teil bei. So vergeht der Morgen. Mittags wird abgebaut, alles in Trailer, SUV, Truck  und Van verstaut auf geht&#039;s zur nächsten Location.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/HbuNxi22HAo&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Rainer] Unser Ziel ist das Alpine Meadows Resort am Hallamore Lake. Fotograf Michael ist zu mir in den SUV gestiegen und wir &quot;scouten&quot;. Michael sucht Gegenden, die auf Schöffels &quot;Ich bin raus&quot;-Claim passen. Der restliche Tross folgt uns mit etwa einer Stunde Verzögerung. Andy fährt den Van mit den Models und Stylisten, unser Kollege Sven fährt den Fraserway-Truck mit den Videografen und Schöffel-Marketingmann Stefan fährt den Produktions-Truck. Sie müssen darauf achten, ob wir irgendwo am Wegsesrand stehen und winken - denn auf den Handyempfang ist auf unserer Route kein Verlass.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über die Duffy Lake Road, Lillooet und Cache Creek geht es nach Kamloops. Etwas nordwestlich des Ortes finden wir mit der Lac du Bois Grasslands Protected Area eine Location, die mir bis dato völlig unbekannt war. Das will was heißen - ich dachte, ich kenne diese Region in- und auswendig. Übrigens wirklich toll hier: Halbtrockenes Hügelland mit fantastischem Rundumblick, Honigfarben in der sinkenden Sonne. Ein Wunder - sie finden uns! Kaum sind alle da, beginnt das Spiel von neuem. Ausladen, alles einen steilen Hügel hinaufschleppen - Michael besteht drauf - Maske, auf das beste Licht warten, und dann zack, zack, eine Szene nach der anderen. Ich staune ob der wunderschönen Szenerie, die Michael nun aufs Foto bannt. Eine ganz tolle Stimmung, ein herrlicher Blick - und ich war noch niemals vorher hier! Muss mir erst einmal eine Zigarre anzünden und den Moment gebührend genießen. Michael will den Sonnenuntergang - sprich, an diesem Abend müssen wir die lange Schotterpiste zum Alpine Meadows Resort in der Dunkelheit fahren. Manager Wolfgang ist zum Glück flexibel und ser­viert uns spät in der Nacht noch ein Gourmet-Dinner. Ja, ich wusste schon, warum ich die Crew hierhin lotsen wollte. Das Alpine Meadows ist eins meiner absoluten Favourites! Und wieder todmüde ins Bett - klar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Ole] &quot;Ich bin raus&quot; titelt die Schöffel-Kampagne, und nach vier Tagen &quot;on the road&quot; muss ich sagen: Motto und Kanada passen zusammen wie Paris und Baguettes. Komisch, es scheint auch zu dem mir unbekannten Menschen zu passen, der sICH frühmorgens BINnen Sekunden aus den Decken heRAUSschält und mich verschlafen im Spiegel anstarrt. Fotograf Michael und Rainer sind schon unterwegs zum Scouten, während die Truppe noch beim Frühstück sitzt. Danach zum Tanken nach Clearwater, first things first. Andy steht am Kaffeeautomaten und gibt mir den besten Rat des Tages: &quot;Nimm Kaffee mit, bis abends gibt&#039;s nix Heißes mehr!&quot;&lt;br /&gt;Berühmt ist der Wells Gray Provincial Park für seine Wild­nis, die Seen und seine fotogenen Wasserfälle. Michael hat sich beim Scouten für zwei entschieden: die Helmcken Falls und die Dawson Falls. Die Stimmung an Bord der Trucks und Vans war auch heute wieder super. Ich bin schwer beeindruckt von der Professionalität der Produktionsleute und Models. Keine Spur abgehoben, absolut zugänglich und humorvoll. Die Helmcken Falls liegen an diesem Morgen im Nebel und zeigen sich von ihrer dramatischen Seite - wie frisch aus Mittelerde. Als Tourist würde unsereiner darauf verzichten Fotos zu machen. Aber die Profis haben einfach ein anderes Auge für so etwas. Der Rest ist bekannt: Hoch­konzentriertes Arbeiten, alles muss schnell gehen, des Lichtes und der Zeit wegen, alle folgen Michaels Anweisung punktgenau. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Rainer] Kurze Mittagspause mit leckeren Sandwiches vom Alpine Meadows Resort - danke, Wolfgang - dann weiter zu den Dawson Falls. Noch mehr Wolken und leichter Regen, aber das ganze Team stapft unverzagt durch den tropfenden Regenwald zur Location. Dabei rutschen wir unter umgefallenen Bäumen hindurch und einen Felsabhang hinab und balancieren über glitschige Felsbrocken: Situationen, in denen man sieht, aus welchem Holz die Models geschnitzt sind. Clayton aus Südafrika und Alexander aus der Schweiz treiben sich, wenn sie nicht vor der Kamera stehen, am liebsten mit ihren Freunden in der Wildnis herum und waren entsprechend in ihrem Element. Mathilde und Lisa sind ebenfalls in Topform und machen alles mit, ohne mit der Wimper zu zucken. Natürlich ist es auch an diesem Tag wieder stock­dunkel, als wir das Resort erreichen. Manager Wolfgang, ein toller Gastgeber und wunderbarer Unterhalter, lässt unverzüglich Essen auffahren. Es gebe zwei Gerichte zur Auswahl, sagt er, Steak und - die Alternative geht unter... Steak ist einfach logisch... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Ole] Ich möchte mich Rainer anschließen. Auch ich bin beeindruckt von Mathilde, Lisa, &quot;Acki&quot; Alexander und Clayton! Man kennt ja das Klischee des verwöhnten Models. Was wir jedoch mit diesen Vier am nächsten Tag am und auf dem Clearwater Lake erleben, revidiert alle Vorurteile, die ich zumindest im Kopf hatte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was ist passiert? Frühmorgens zunächst noch einmal zu den Dawson Falls. Fotograf Michael ist noch nicht zufrieden. Der Himmel ist grau, der Wald tropft. Gemeinsam rutschen wir zur Kiesbank unterhalb der Fälle hinab. Dort lotst Michael die Models in den Sprühnebel der Fälle. Lisa ist ihm noch nicht nass genug und so lässt Michael ihr noch mehr Wasser ins Gesicht sprühen. Lisa friert, bleibt cool. Später wird Mathilde an der gleichen Stelle pudelnass - und strahlt. Es hat ihr Spaß gemacht.&lt;br /&gt;Mittags geht&#039;s zum Clearwater Lake. In der grauen Decke über uns zeigen sich jetzt ein paar blaue Punkte. Das macht Hoffnung - ab auf den See! Ray von Clearwater Lake Tours, eine joviale Frohnatur, steuert das kleine Motorboot zunächst zum Azure Lake am anderen Ende des Sees. So klares Wasser habe ich noch nie in einem kanadischen See gesehen! Zurück im Clearwater Lake, landen wir an einem kleinen Strand. Oberbekleidung steht auf der Shotlist. Während Michael mit Lisa und Mathilde anfängt, vertreibt sich der hyperaktive Acki die Zeit mit der als Deko mitgebrachten Angel. Es kommt, wie es kommen muss: Drei Würfe und er hat eine große Regenbogenforelle am Haken! Gekonnt nimmt er sie aus und stopft sie mit Beeren. Alles kurz vor seinem Photoshoot. Glaubwürdiger geht ein Outdoor-Fashion-Model nicht, denke ich bei mir. Nachmittags geht&#039;s zum nächsten Strand. Tolles Wetter jetzt, die Sonne ist durch, ein paar Wolken setzen Akzente. Michael will eine Campingszene mit Lagerfeuer. Kein Thema, vor allem nicht für Acki und Clayton. Acki splittet Brennholz mit Taschenmesser und Holzknüppel, Clayton zieht mit den Produktionsleuten das Zelt hoch. Als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Tag sechs ist ein Reisetag - und was für einer! Knapp 600 grandiose Kilometer liegen vor uns, die Stimmung ist su­per. Ich sitze mit Andy und den Models im Van. Wir handeln von Beziehungen, Yoga und Buddhismus über Träu­­me und Clayton in Südafrika besuchen bis hin zu den aktuellen Rugbyergebnissen - Südafrika hat gerade spektakulär gegen Japan verloren - alles ab, was auf einem Roadtrip so alles bewegt. Dann stellt sich uns weiß und groß der gigantische Mount Robson in den Weg, dann Jasper. Gucken, staunen, einkaufen. Als wir auf den Icefields Parkway einbiegen, kommen wir aus den WOWs nicht mehr heraus. Am Columbia Icefield ist der ganze Van regelrecht high. Blauer Himmel, weiße Gletscher, riesige Berge vor, hinter, neben uns. Wir albern herum, machen Bilder und Selfies miteinander und würden am liebsten immer so weiterfahren. Toll, die Herbstfärbung der Birken und Espen. Die Wolken kommen wie­der, aber der Sonne gelingt es noch eine ganze Weile, die Bäume golden in Szene zu setzen. Einfach fantastisch! Am Peyto Lake wieder Action. Die Sonne hat sich abgemeldet, der Wind ist eisig. Ein paar Fotos unterhalb der Beobachtunsplattform, dann weiter. Unsere Begeisterung trägt uns noch bis Lake Louise. Erst als wir im Lake Louise Inn einchecken, kommt die vertraute Müdigkeit. Die muss aber noch einen Moment warten, denn das sehr schöne Hotel hat im Keller einen super Pub!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Rainer] Stichwort &quot;Locations scouten&quot;: Welcher See, Fluss, Berg, Wald liefert um welche Uhrzeit bei welchem Wetter und für welche Kleidungsstücke das beste Licht und den besten Hintergrund? Man soll&#039;s nicht glauben, aber ausgerechnet der Banff Nationalpark stellt uns am siebten Tag diesbezüglich vor Probleme. Alles fängt da­mit an, dass Ole und ich an diesem Tag schon vor fünf Uhr morgens den SUV mit Frühstück- und Lunchpaketen beladen und aufbrechen. Unsere erste Mission: Michael und das Team finden. Die sind nämlich schon seit vier Uhr unterwegs. Kein Thema, denken wir, schließlich soll das Shooting am Icefields Park­way stattfinden. Die werden wir schon finden, dachten wir und rollen auf leeren Straßen durch das schlafende Lake Louise.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Da hatten wir wohl die Rechnung ohne das Auge des Fotografen gemacht. Zunächst klappern wir alle Sehenswürdigkeiten zwischen Hector Lake und Waterfowl Lakes ab. Nichts. Mit der Sonne über den Bergen steigt auch unsere Sorge um die Stimmung beim Team. Die sitzen jetzt sicher irgendwo im Busch, frieren - es sind heute gerade mal 5 Grad - und haben Hunger! Wir kehren um und nehmen jede Ausfahrt näher in Augenschein. Peyto Lake, Num-Ti-Jah Lodge usw. - nichts. Dann beschließen wir, noch weiter nach Norden in Richtung Saskatchewan Crossing zu fahren. Die Sonne hat es soeben über die Gip­fel geschafft. Alles sieht so wunderschön aus - es ist ja immer noch früh und wir sind fast allein in den Rocky Mountains. Aber so langsam mischt sich in unsere Ergriffenheit auch ein bisschen Stress. Wo sind sie? Dann sehe ich rechts vom Parkway etwas Weißes im Wald schimmern. Wir folgen einem holprigen Pfad und voilà, dort steht zumindest ein Teil unserer Fahrzeugkolonne, ordentlich geparkt vor einem kleinen Quartier von Parks Canada. Der andere Teil, so hören wir von Truckfahrer Sven - Spitzname &quot;MacGyver&quot;, weil er wirklich alles reparieren und aus allem etwas basteln kann - hocke drüben auf einem Grat und warte auf das richtige Licht. Dabei zeigt Sven auf einen winzigen blauen Punkt hoch über dem North Saskatchewan River. Die Armen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;[Ole] Es gibt ein tolles Sprichwort in Kanada. Es wird den Ureinwohnern zugeschrieben und lautet &quot;The land makes the people&quot;. Unsere Sorge um die seelische Verfassung des Schöffelteams erweist sich als unbegründet. Alle schwärmen von der tollen Landschaft, dem Sonnenaufgang, der frischen Luft und überhaupt. Für alle ist die Zeit im Busch wie im Flug vergangen. Kanada hat neue Fans! Fotograf Michael waren die Seen zu neblig und die Berghänge zu dunkel gewesen, deshalb hatte er das Team bis zu den Ufern des North Saskatchewan River gelotst. Der Rest des Tages ist professionelle Schöffel-Routine. In allerbester Stimmung. Alle sind high - ich auch.  Deshalb ken­ne ich die Droge: die grandiose Kulisse beiderseits des Icefields Parkway!    &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der letzte Morgen in Banff ist fantastisch. Wahnsinnig, unvergesslich, supergeil! Alles verbraucht klingende Adjektive, aber sie passen halt am besten. Das Wetter ist einfach Spitze. Rainer und ich, inzwischen so etwas wie das rollende Bistro des Schöffelteams, treffen Michael und Co. am Two Jack Lake, noch bevor die Sonne über die Rockies geklettert ist. Während sich das Produktionsteam an die Arbeit macht, gehe ich ans Ufer und schaue einfach nur. Der See liegt so ruhig und still da, als hätte ihn die Welt vergessen. Stundenlang könnte ich auf seine spiegelglatte Fläche starren und einfach nur zufrieden sein. Zwischendurch gesellen sich Acki und Clayton dazu. Erst sagt niemand von uns etwas: Dann murmelt Clayton aus Südafrika: &quot;Ich komme wieder.&quot; &quot;Bring Deine Freundin mit&quot;, sagt Acki aus der Schweiz. &quot;Yeah, Bro&quot;, sagt Clayton. &quot;Yeah&quot;, sagt Acki. &quot;Yeah!&quot; denke ich. Dies aus dem Mund weltreisender Models, die schon viel gesehen haben, zu hören, ist schon etwas Besonderes. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Two Jack Lake scheint das Kompliment zu freuen. Er macht uns das schönste Geschenk, das man sich vorstellen kann: ein perfektes Spiegelbild des Sulphur Mountain, der sich nun genüsslich im Licht der aufgehenden Sonne räkelt. Die dunklen Berghänge um uns herum nehmen Farbe an, es wird mit jeder Minute wärmer, und Michael Müller - das Licht, Kinder, das Licht! - macht nun Tempo. Und wieder, für mich zum letzten Mal, muss ich Müllers leichte Hand und Professionalität bewundern. Ich bin schon jetzt gespannt auf seine Bilder. Zwischen den Takes gibt es einmal mehr Sandwiches und Kaffee - am offenen Heck unseres SUV - in &quot;Rainer&#039;s Takeout&quot;. Klasse Rainer, du hast auch andere Talente, falls es mal nicht mehr die Touristik sein soll! Mittags verabschiede ich mich und fahre zurück nach WLAN-Land. Schreiben, Schreiben, Schreiben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Rainer] Nach diesem Traum am Two Jack Lake geht es zurück nach Banff. Mitten auf die Banff Avenue. Ein &quot;Shooting-Quickie&quot;. Fotograf, Models und Assistenten arbeiten. Der Rest hält Aus­schau nach Cops, die uns wohl kostenpflichtig aus dem absoluten Halteverbot vertreiben könnten. Riskant, aber irgendwie auch cool. Andy, Sven und mich brauchten sie dann bis zum Nachmittag nicht mehr. Unverhofft &quot;freie&quot; Stunden - und die Sonne hoch am Himmel. Genüsslich setzen wir uns auf die Terrasse des Chili, dem stylischen Restaurant im Fox Hotel. Endlich mal amtliche Wings und Ribs! Übrigens, ich war zum ersten Mal im Fox und kann sowohl das Hotel als auch das Chili wirklich empfehlen. Am Nachmittag soll es weitergehen - mit dem Kinder-Shooting. Hierfür hat es bereits gestern in der Banff Caribou Lodge, die uns freund­licherweise einen Raum zur Verfügung gestellt hat, ein echtes Casting gegeben. Oda, die Art Direktorin von Schöffel, hat es durchgeführt. Ich bin auch dabei und dafür zuständig gewesen, jeweils die nächsten Kinder hereinzuholen und ihnen nachher ausreichend Süßigkeiten zuzustecken. Glaube, das hab&#039; ich hinbekommen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tja, und dann auf zum letzten, dem Kinder-Shooting. Der Nachmittag hat sich prächtig entwickelt. Blauer Himmel. Sonne. Erst versuchen wir die Vermillion Lakes vor Banff als Location, doch Fotograf Michael ist nicht happy - die Sonne steht falsch. Aber beim Banff Canoe Club - praktisch mitten in Banff - werden wir fündig. Ein tolles Shooting und ein herrlicher Nachmittag. So soll es sein Ende September in den Rockies! Zum Schluss dann noch ein Spontan-Schnellschuss an den Bahngleisen von Banff - und wenn&#039;s einmal läuft: Natürlich kommt auch einer dieser endlos langen Züge vorbei. Schön! Das ganze Team ist happy. Dementsprechend feuchtfröhlich gestaltet sich auch der Abschlussabend in der Park Distillery. Kannte ich noch nicht. Eine ziemlich coole Location! Hier bin ich beim nächsten Banff-Besuch wieder! Stylisch und trotzdem urgemütlich - und super Essen! Ein gelungener Abschluss dieses herrlichen Tages und dieser ereignis- und erfolgreichen Reise! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und ein bischen Wehmut schwingt schon mit, als wir uns am nächsten Tag am Airport in Calgary voneinander verabschieden, kurz bevor wir mit unterschliedlichen Verbindungen in alle Himmelsrichtungen davon­ fliegen. Clayton will unbedingt wiederkommen und hat sich all meine Kontaktdaten notiert. Lisa jettet zurück in ihre Heimat Kalifornien. Für Acki, der sich in Lisa verliebt hat, geht es zurück in seine Wohnung nach New York. Mathilde macht sich auf den Weg zurück nach Montréal zu ihrer Familie. Sie ist stolz, dass sich das gesamte Team in ihr Heimatland verliebt hat. Tja, und alle anderen sehen wir wohl schon im kommenden März wieder - zum nächsten Schöffel-Shooting. Wieder in den kanadischen Rocky Mountains. Freue mich.</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Schoeffel-in-Kanada.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Cypress Hills und Grasslands 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Cypress-Hills-und-Grasslands.html</link>
                <pubDate>Wed, 12 Mar 2025 03:00:03 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/ctc_p140015_219.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Magische Orte: Cypress Hills und Grasslands&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Wie ein Meer aus Gras&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Saskatchewan: Fläche: 650.000 Quadratkilometer. Einwohner: 1,1 Millionen. Straßenkilometer: 250.000. Eine Formel für Entdecker, denn in der Weite verlieren sich die Touristen. Meine Entdeckungen: zwei der schönsten Parks in Kanada. &lt;br /&gt;Text: Ole Helmhausen   Fotos: Tourism Saskatchewan und Rainer Schoof&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Abgeschaltet&lt;br /&gt;hat man längst.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/SfARXfqBYiU&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Talkshow-Moderatoren poltern gegen die Regierung, Country-Sänger beschwören Heim und Herd, und Landmaschinenhersteller werben für Mähdrescher. Auf Roadtrips durch Saskatchewan ist das Autoradio unterhaltsam und lehrreich zugleich -gerade für Touristen. Der Fehler der meisten: Sie fahren hier nur durch. Klar, für Reisende mit dem Bild der Rocky Mountains im Kopf scheint die Aussicht auf endlose Weizen- und Roggenfelder unaufgeregt. Und viele werden wohl nie erfahren, wie sehr der Schein trügt. Dabei könnte man es leicht erahnen: Saskatchewan ist fast zweimal so groß wie Deutschland, hat im Vergleich ein größeres überörtliches Wegenetz und dabei nur ein Achtzigstel der Einwohner. Kenner und Jäger unbekannter Destinationen setzen diese Fakten zu einer Formel für stressfreies, authentisches Entdecken in Kanada zusammen. An Bord amerikanischer Mietwagen-Cruiser -mit Kaffeehaltern und viel Platz für alle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Trans Canada Highway gibt einen Vorgeschmack von Weite. Er kommt vom Atlantik und spult sich in 8000 Kilometern bis zum Pazifik ab. Allein in Saskatchewan ist er 700 Kilometer lang. Von der Hauptstadt Regina strebt die berühmte Überlandstraße zunächst so schnurgerade nach Westen, dass man die Hände eine Stunde lang vom Steuer nehmen könnte. Country Music auf allen Kanälen. Keine Ra­ser im Rückspiegel, keine Sonntagsfahrer vor der Haube. Man lehnt sich zurück und genießt das sanfte Gleiten, unterstützt von sechs Zylindern und 200 PS. Am Horizont: der weite Himmel und die Erdkrümmung, die sonst nur vom Schiff aus zu sehen ist und die schon den alten Griechen verriet, dass die Erde rund ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlose Weite: Wenn das Kanada-Klischee stimmt, dann hier. Auch die ersten Weißen, französische Trapper, hatten so etwas noch nicht gesehen. &quot;Meer aus Gras&quot; nannten sie die Prärie. Und manchmal, wenn Bisonherden in Millionenstärke vorbeizogen, saßen sie tagelang auf Anhöhen fest wie Schiffbrüchige auf einsamen Inseln im Ozean. Siedler kamen erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie zogen Zäune, pflügten große Teile der Prärie unter und bauten der Provinz ihre Symbole: Die riesigen Kornspeicher, die &quot;Kathedralen der Prärie&quot;. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kanadas Wilder Westen - zwischen den Cypress Hills und den Big Muddy Badlands ging es früher ebenso rau zu wie südlich der Grenze. Amerikanische Whiskyhändler verkauften Waffen und Fusel an die First Nations und hetzten sie gegeneinander auf. Sitting Bull und tausende seiner Sioux-Krieger, die US-Armee auf den Fersen, fanden hier nach der Schlacht am Little Big Horn Zuflucht. Bis ins frühe 20. Jahrhundert plagten Viehdiebe die Rancher, und in Moose Jaw regierte zur Prohibition die Mafia.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geblieben sind knorrige, rechtschaffene Menschen, die vor dem Essen beten und zum Abschied &quot;God bless you&quot; sagen. Ottawa, die Bundeshauptstadt, liegt auf einem anderen Stern. &quot;Die Verfassung ist ein Witz&quot;, sagt Scott Reesor, während er Salzblöcke für seine Rinder von der Ladefläche seines Pickup wuchtet. Seit hundert Jahren besitzt seine Familie Weideland an der Nordseite der Cypress Hills. Seit 1998 führt die Reesor Ranch das Wörtchen &quot;Historic&quot; im Namen und empfängt Touristen. Mit denen reitet Scott in den Sonnenuntergang oder treibt Rinder zusammen. &quot;Die in Ottawa interessieren sich nicht für uns&quot;, knurrt er und macht die Ladeklappe wieder zu. &quot;Wir sollten unseren eigenen Laden aufmachen.&quot; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/Px78DCw64BM&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends gibt sich der Rancher versöhnlicher. Umgeben von fünf Generationen Reesors, die von den Wänden auf ihn herabblicken, erzählt er von schlauen Koyoten und Unwettern, die die Hügeltäler über­­schwemmen und ganze Rinderherden ertränken können. &quot;Zeit für ein Gedicht&quot;, sagt seine Frau Theresa. Scott ist ein bekannter Cowboy Poet. Er faltet die Hände über dem Bauch, und mit leiser Stimme trägt er sein Gedicht vor. Es handelt vom einfachen Leben in der Natur, von frischem Apfelkuchen, saftigen Steaks und dem Glück, die Kinder auf dem Hof spielen zu sehen. Draußen auf der Koppel wiehert eines der Pferde. Koyoten? Tochter Leann greift zum Gewehr neben der Tür und geht nachschauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den bis zu 1465 Meter hohen Cypress Hills aus sieht man Wolkenschatten über das Land segeln und Staubstraßen am Horizont verschwinden. Im Fort Walsh National Historic Park, wo palisadenbewehrte Repliken an die amerikanischen Whiskyhändler erinnern, die 1873 hier über hundert Assiniboine-First Nations massakrierten, freut sich ein holländisches Pärchen darüber, weit und breit die einzigen Touristen zu sein. Weiter östlich schneidet das anderthalb Kilometer breite Frenchman River Valley mehrere hundert Meter tief durch das Weideland. In Eastend, einem Nest mit &quot;Jack´s Café&quot;, &quot;Ralph´s Auto&quot; und &quot;Heather´s Flowers&quot;, fand man 1994 das Skelett eines T-Rex. Flugs wurde ein millionenteures Besucherzentrum eröffnet. Der erwartete Besucheransturm blieb jedoch aus, und so setzt einem das örtliche Tourismusbüro fast ungefragt persönliche Guides auf den Beifahrersitz, um sicher zu sein, dass man die Aussichtspunkte über das Tal auch wirklich findet.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgeschaltet hat man längst. Handy und Autoradio kommen nicht mehr durch. Gegenverkehr, Shopping Malls, McDonald&#039;s - Fehlanzeige. Nur noch wettergegerbte Menschen in karierten Wolljacken und einfache Häuschen in Vinylverschalung. Die Siedlungen sind Häuserhaufen an breiten Main Streets mit den typischen Läden für Hochzeits­­kleider, Heimwerkerbedarf, Särge und Blumenkränze - unsentimentale Begleiter von der Wiege bis zur Bahre. Den Ortsrand bewacht der unvermeidliche Getreidespeicher. Nied­rige Lebenshaltungskosten, schwind­süchtige Siedlungen - der harten Realität in Süd-Saskatchewan begegnet man allenthalben. Viele Orte hier, sagt der Guide in Eastend, würden von stadtmüden Zuwanderern aus Vancouver und Toronto vor dem Exitus gerettet. Die Tatsache, dass man hier Heim und Auto nicht abschließen muss und frische Luft und null Kriminalität Gratiszugaben sind, zieht vor allem Rentner und junge Familien an. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst einer der wohl schönsten Nationalparks Kanadas ist eigentlich immer noch ein Geheimtipp. Der Grasslands National Park schützt 450 Quadratkilometer ursprüngliches Grasland ­- das letzte Stück unberührter Prärie in Nordamerika. So wie vor den Toren des Weilers Val-Marie sah es einst überall im mittleren Westen aus. Das Land war ein einziges Meer aus Gras! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Grasslands National Park ist der immer noch beeindruckende Rest dieses grün-gelben, wogenden Meeres. Er besteht aus zwei etwa gleich großen, räumlich voneinander getrennten Teilen. Der &quot;West Block&quot; ist überwiegend mesaähnliches Hochland, das vom Frenchman River Valley bis zu 200 Meter tief durchschnitten wird. Die Gletscher der letzten Eiszeit haben hier eine Landschaft aus sanften Hügeln und grasbedeckten Tälern, den &quot;Coulées&quot;, hinterlassen. Der &quot;East Block&quot; mit den Killdeer Badlands ist rauer. Seine Buttes, Hoodoos und erodierte Sandsteinformationen sind ein Produkt der letzten Eiszeit. Extreme Klimaschwankungen haben eine hochspezialisierte Flora und Fauna hervorgebracht. Dutzende abgehärteter Wildgrasarten gedeihen hier, Kakteen und Salbeibüsche sorgen für Halbwüstencharakter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jahr 1989 wurde der Park gegründet und 2001 offiziell in die Parks-Canada-Familie aufgenommen. Doch der erwartete Besucheransturm blieb aus. Nur zehn­tausend Besucher pro Jahr registriert die im 100-Seelen-Nest Val-Marie am Rand des West Block angesiedelte Parkverwaltung. Verantwortlich dafür mag die iso­­lier­te Lage sein. Bis nach Calgary sind es etwa 700 Kilometer, 300 bis nach Regina. Damit liegt der Park abseits der Touristenströme. Ein anderer Grund ist die große Menschenleere. Nicht jeder kann sich mit ihr anfreunden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es stimmt - die Prärie ist überwältigend in ihrer Einsamkeit. Einen Vorgeschmack davon bekommen wir, als wir mit dem Au­to von Val-Marie auf der einzigen Piste des Parks tief in das Frenchman River Valley vorstoßen. Gespräche verstummen angesichts der einsamen Weite. Aus­gewiesene Wanderwege, in anderen Nationalparks verlässliche Nabelschnüre zwischen Zivilisation und Wildnis, gibt es hier kaum. Was der freundliche Ranger im Besucherzentrum &quot;Trails&quot; nannte, sind von Proghorn-Antilopen ins Gras getretene Wildwechsel, &quot;Game Trails&quot;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also - querfeldein marschieren! Mitten hinein in die herrlich pfadlose Weite. Für uns Stadtmenschen klingt das wie Musik. Sobald wir jedoch die Piste verlassen und, Zelt und Verpflegung huckepack, Richtung Endlosigkeit stapfen, ist zunächst einmal alles anders. Denn schon nach 100 Metern mischt sich Beklommenheit in die Euphorie. Kein Baum wächst hier, an dem sich das Auge festhalten könnte. Der Blick wandert über kniehohes, sich im Wind wiegendes Präriegras und verliert sich am Horizont. Ob dieser zehn oder hundert Kilometer weit weg liegt, läßt sich nicht sagen. Nur die Entfernung zu den eigenen Füßen ist verläßlich messbar. Öfter als nötig schielt man über die Schulter zum Wagen zurück, dem letzten Bindeglied zum Rest der Welt. Als dieser endgültig im Gras verschwindet, fühlen wir uns so allein wie auf dem Mond. Es dauert und ist dann umso intensiver, wenn die Beklommenheit dem puren Genuss weicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Adler kreisen am Himmel, Koyoten schnüren durch das kniehohe Gras. Große ovale Mulden allerorten erinnern an die einst zu Millionen durchziehenden Büffel: In den sogenannten &quot;Buffalos Wallows&quot; fläzten sich die Fleischberge zwecks Körperpflege. An blank gescheuerten Felsbrocken, den &quot;Rubbing Stones&quot;, massierten sie sich die mü­den Flanken. Und auch ihre Jäger haben steinerne Zeugnisse hinterlassen: Vorzugsweise auf Kuppen mit Rundumblick legten die prähistorischen Ureinwohner für ihre Riten die sogenannten &quot;Medicine Wheels&quot; an, zu Kreisen angeordnete Steinreihen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie ein Meer aus Gras. So weit das Auge reicht. Zuerst schlagen wir unser Zelt auf. Mindestens einen Kilometer von der Piste entfernt soll es stehen, war die Bitte der Verwaltung. Eine Antilope schaut zu, wie wir uns häuslich niederlassen, bald darauf noch eine und noch eine. Unseren Aufbruch zum Frenchman River Valley verfolgt ein ganzes Rudel. Als wir die sofakissenähnlichen Hänge ins Timmons Coulée hinabklettern, folgen uns die Tiere oben auf der Ebene. Ein besonderer Moment.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nicht die einzige Begegnung. Im Police Coulée, wo wir einem mäandernden Creek nach Norden folgen, schrecken wir einen Pronghorn-Bock auf, der zwei Meter vor uns im hohen Ufergras gedöst hatte. Auf der gegenüberliegenden Seite kraxeln wir einen erodierten Hang zur Mesa hinauf. Einen Trail oder zumindest Spuren anderer Hiker gibt es nicht. Der Blick - er ist einfach überwältigend! Der Himmel ist ein konturloser Ozean, wir sind mikroskopisch klein. Im Westen ragt 70 Mile Butte auf, der alle anderen überragende Tafelberg. Der einzige Blickfang im Osten ist ein von dunkelgrüner Vegetation umzingeltes Wasserloch. So flach und weit ist das Land von hier oben, dass wir uns wie Ausrufezeichen fühlen, die diese Flachheit noch hervorheben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir marschieren den Timbergulch Coulée hinab zum Frenchman River Valley. Dabei folgen wir nun gezielt den Wildwechseln, denn wir haben bemerkt, dass diese umsichtig Umwege um ausgedehnte Kakteenfelder machen. Im Frenchman River Valley empfangen uns Präriehunde mit einem schrillen Pfeifkonzert, als wir mitten durch ihre Kolonie wandern. Ein fußballfeldgroßes, von ihren halbmeterhohen Burgen übersätes Areal. Inzwischen haben wir zwölf Kilometer in den Knochen. Für den Rückweg zum Zelt nehmen wir die Schotterpiste, die um die Präriehunden herumkurvt. Die Nacht ist klar. Und der Sternenhimmel spannt sich bis zum Horizont. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen haben wir wieder Gesellschaft. Als ob die Antilopen wissen wollen, wie wir geschlafen ha­ben. Ach, man könnte sich dran gewöhnen. An diese einfache, stille Art der Interaktion mit Fauna und Flora. Da­ran, dass man das Gefühl für die Distanzen verliert. Und das Gefühl für die Zeit. Für unsere getaktete Zeit, meine ich. Denn ein besonderes Gefühl für den Morgen und für den Abend entwickelt man unter diesem einzigartigen Himmel unweigerlich. Ein Himmel, der endlos und zugleich in ständiger Bewegung ist. &quot;The Land of the Living Skies&quot; - mir wird klar, warum die Bewohner von Saskatchewan ihrer Provinz diesen Namen gaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und irgendwie gewöhnt man sich auch an die Weite. Sie beruhigt und wird Bestandteil des Selbstverständnisses. Mir fällt der alte Witz ein, der überall in Saskatchewan erzählt wird: Den Hund, der von zu Hause weggelaufen ist, sieht man noch drei Tage lang vom Küchenfenster aus. Ja, ein Witz, aber es schwingt auch ein bisschen Stolz auf die Besonderheit des Landes mit. Und ich muss gedanklich zustimmen: Wer auf diesem Roadtrip durch Saskatchewan bereits die Wölbung des Horizonts gesehen hat, findet das völlig normal. Und genießt es.</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Cypress-Hills-und-Grasslands.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Canadian Badlands 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Canadian-Badlands.html</link>
                <pubDate>Wed, 05 Jun 2019 13:51:35 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/ole_badlands_5-r.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;strong&gt;Wollt Ihr ein Stück ungeschliffenes&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;KANADA ERLEBEN?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die schönsten Provinzparks der Canadian Badlands in Alberta machen kein Bohei um sich. Wozu auch, kaum jemand findet den Weg hierher. Das Zeug zu Besuchermagneten hätten sie allemal.&lt;br /&gt;
Text und Fotos: Ole Helmhausen&lt;/em&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wayne, Alberta. &quot;Population then: 2490. Now: 27&quot;, verkündet das Schild am Ortsrand. Oder warnt es? Wayne ist ein Nest 14 Kilometer südöstlich von Drumheller im en­gen Rosebud River Canyon. Und offenbar ist es noch nicht ganz tot. Ob die Einschusslöcher im berühmten Last Chance Saloon noch zu sehen sind, wollten wir eigentlich fragen. Von de­nen hatten wir schon im Hotel in Drumheller gehört. Doch jetzt nimmt der alte Staubsauger in der Lobby des Rosedeer Hotels unsere ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. &quot;Ein alter Airway&quot;, flüstert die Begleitung ergriffen, &quot;siehst Du nur noch im Museum!&quot;&amp;nbsp;Wir checken ein und kriegen ein Zimmer, in dem wir eher Clint Eastwood mit Sporen auf dem Bett sehen als uns. Die Wände mit Holz verkleidet, das Bett ein stilechtes, goldfarbenes Git­terbett. Und an der Decke eiert ein per Kettchen auszuschaltender Ventilator. Skurril aber nicht unattraktiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Fazit nach dem ersten Roadtrip-Tag in den Badlands: Für Touristen verbiegt man sich hier nicht. &quot;What you see is what you get&quot;, sagt man hier dazu, &quot;du bekommst, was du siehst, wir flunkern dir nichts vor.&quot; Allzu viele Besucher finden ohnehin nicht hierher. Die große Masse erliegt ja dem Lockruf der Rocky Mountains. Banff, Jasper und die weltberühmten Nationalparks, da will jeder hin. Trotz der vielen Wohnmobile auf den Straßen und so einiger Gastgewerbe-Profis, die kaum mit dem Produkt vertraut sind, das sie verkaufen. In der Südostecke Albertas dagegen kennt man so etwas nur vom Hörensagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Frei atmen.&lt;br /&gt;
Für Stadtneurotiker.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die Badlands, das ist gewellte Prärie bis hinter den Horizont, sparsame Landschaft, dünn besiedelt. Mit hineingestanzten Canyons. Und meist trockenen Flussbetten, &quot;Coulées&quot; genannt. Der Autofahrer erlebt sie wie tiefe Löcher in einer Welt, die flach wie eine Scheibe ist und, weil keine Erhebung den Blick auf die Erdkrümmung verstellt, am Horizont dann doch noch unmerklich rund wird. Wer hier lebt, ist ein Insulaner in einem Ozean aus Gras. Und trägt das Abzeichen seiner Zunft auf dem Kopf: Baseballkappen die Farmer, Trucker und Angestellten der Bewässerungsfirmen, Stetsons die Rancher und Cowboys. Man trifft sich auf Rodeos, Viehauktionen und Bauernmärkten. Und überlegt im Saloon, wo die Gäste ihre Steaks selbst grillen, wie man die jungen Leute dazu bringt, daheim zu bleiben anstatt nach Calgary oder gar Vancouver zu ziehen. Inzwischen setzt man auch auf den Tourismus. Das touristische Manko der Badlands - keine Berge, keine Grizzlies, keine 5-Sterne-Resorts - wird kurzerhand zu ihrer Stärke erklärt: Wollt Ihr ein Stück ungeschliffenes Kanada erleben? Frei atmen und Wildnisgebiete ganz für Euch ganz allein haben? Die Badlands. Für Stadtneurotiker!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Unsere Entdeckungstour durch die Badlands wird genau das. Touristen wie wir, den planlosen Roadtrip genießende Auswärtige also, sind selten hier. Von den Cypress Hills an der Grenze zu Saskatchewan bis nach Calgary, von Milk River kurz vor Montana bis nach Red Deer im Norden: So selten ist unsere Spezies, dass Einheimische manchmal nicht wissen, was sie mit ihr anfangen sollen. Dass wir keine Panne haben, sondern mitten auf der Route 56 nach Stettler nur anhalten, um den endlosen Lattenzaun zu fotografieren, will der hilfsbereiten Dame im alten GMC Sierra nicht in den Kopf. Kopfschüttelnd beobachtet sie unser Treiben durch das heruntergekurbelte Fenster. Zuletzt empfiehlt sie uns Rowley, das läge ganz in der Nähe, heute Abend sei da Pizza Night. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wenig später rollen wir durch eine Geisterstadt wie aus High Noon. Ganz tot ist aber auch &quot;Rowley, Population: 6&quot; noch nicht: Die Ex-Einwohner träumen noch im­mer von Rückkehr. Dafür backen sie hier an jedem letzten Samstag im Monat Pizza für die Farmer und Rancher der Umgebung. Im Laufe der Zeit hat sich daraus eine Art Gemeindefest, Party und Familientreff für die ganze Region entwickelt. Der Erlös fließt in die In­standhaltung der leer stehenden Häuser und des Getreidesilos. &lt;br /&gt;
Wir parken vor der alten Bank und geben in der zur Pizzabäckerei umfunktionierten Gemeindehalle unsere Bestellung auf. Danach schlendern wir hinüber zu Sam&#039;s Sa­loon. Toll! Ein echter Schwingtürensaloon mit Elchköpfen an den Wänden und Sägespänen auf dem Boden. Der Laden ist rappelvoll, aus den Lautsprechern dudelt Country Musik. Überall sonst in Nordamerika würden Jugendschutzverordnungen greifen, hier nicht: Männer und Frauen in Jeans und karierten Hemden stehen und sitzen bei Pizza und Bier der Marke Big Rock, Kinder flitzen hin und her, ein paar Tische sind komplett im Besitz junger Mütter mit Babys. Die Stimmung ist freundlich-aufgekratzt, wir fotografieren, was der Speicher hergibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ein junger Mann namens Billy spricht uns an und zählt - ungefragt aber willkommen - auf, was wir sonst noch in der Gegend auf keinen Fall verpassen dürfen.&amp;nbsp;Was Billy nicht erwähnt: Seine Badlands-Must-Sees liegen nicht gerade um die Ecke. Die Entfernungen sind gigantisch, selbst in dieser einen von vier Ecken Albertas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen lümmeln wir uns deshalb mit Sandwiches und heißem Kaffee in die Autositze. Keine Seele auf der Straße, wieder einmal, keine Drängler im Rückspiegel, keine Sonntagsfahrer vor der Haube. Zero Stress, nur weites, hügeliges Land, vor wenig mehr als hundert Jahren zum ersten Mal untergepflügt und seitdem mit einem Patchwork aus Raps- und Weizenfeldern überzogen. Wir überlegen, wie das für die &quot;Sodbuster&quot; genannten Pioniere wohl früher war, das Reisen in dieser damals straßenlosen Leere. Eine Stunde lang zuckeln wir im Ochsenkarrentempo über die Route 585. Interessante Erfahrung, aber mit der Zeit zehrt Tempo 10 km/h doch etwas an den Nerven. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Die schönsten Provinzparks der Badlands machen kein Bohei um sich. Wozu auch, kaum jemand findet den Weg hierher. Das Zeug zu Besuchermagneten hätten sie allemal. Die Abzweigung zum Dry Island Buffalo Jump Provincial Park verpassen wir um ein Haar. Wir fahren schon wieder viel zu schnell, ohne es wirklich zu bemerken. So einförmig gleitet die Prärie an uns vorbei. Doch dann schmiert unsere Welt plötzlich ab.&amp;nbsp;Wir steigen aus und blicken einen 200 Meter tiefen Steilhang hinab. Keine Absperrung, kein Zaun. Bevor sie Pferde hatten, besagt ein Schild, trieben Cree-Indianer hier Büffel­­­­­­­­­­herden über die Kante. Unten mäandert der Red Deer River durch eine erodierte Landschaft aus Hoodoos und lichten Cottonwood-Wäldern nach Süden. Auf der anderen Seite schützt eine inselartige Mesa Fragmente ursprünglicher Prärie. Nur ein leerer Parkplatz macht glauben, dass sich mehrere Autos hierher verirren können. &amp;nbsp;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auch die anderen Hingucker der Badlands brauchen wir nicht mit allzu vielen Besuchern zu teilen. Ein paar Tage lang treiben wir uns in den sogenannten Special Areas herum. So heißen die von gut 5000 Menschen bewohnten, rund 20 000 Quadratkilometer zwischen den Nestern Hanna im Westen, Bindloss im Süden und Consort im Norden. Dies ist der trockenste und leerste Teil der Badlands. In der 1100-Seelen-Gemeinde Oyen erleben wir das &quot;Bullarama&quot;, ein Rodeo ausschließlich für Bullenreiter. In den Nose Hills bei Consort beobachten wir, Lichtjahre von jeder Luftverschmutzung entfernt, den schönsten Nachthimmel unseres Lebens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Im Dinosaur Provincial Park, immerhin ein UNESCO-Titelträger, weil hier so viele Fossilien von teilweise völlig unbekannten Dinosauriern aus den Se­di­mentschichten gekratzt wurden, nehmen wir ein paar der fantastischen Wanderwege durch die Wildwest-Canyons unter die Stiefel. Und im Writing-on-Stone Provincial Park mit seinen Unmengen prähistorischer Felsenbilder finden wir einen Aussichtspunkt, wo wir uns ins Gras werfen und den Blick über Canyons, Hoodoos und offene Prärie hinweg zu den 2000 Meter hohen Erhebungen der vulkanischen Sweetgrass Hills in Montana genießen. Nie hätten wir gedacht, dass Autofahren so erholsam sein könnte.</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Canadian-Badlands.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Im Spray Valley 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Im-Spray-Valley.html</link>
                <pubDate>Fri, 09 Feb 2024 11:32:21 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/travel_alberta_u15-014781.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;b&gt;Wege in die Wildnis&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Im Spray Valley&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Alle fahren daran vorbei. Dabei ist es von Canmore nur ein kurzer Abstecher ins einsame Spray Valley. &lt;br /&gt;Wer in diesem Shangri-La auf andere Wanderer trifft, ist ein ausgesprochener Pechvogel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Text und Fotos: Ole Helmhausen&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings ist das Tal nicht ganz leicht zu finden. Wegweiser sind rar. Im Resortstädtchen Canmore im Bow Valley fragen die &quot;Locals&quot; erst verwundert &quot;Warum fahrt Ihr nicht nach Banff?&quot;, um dann den Kopf in den Nacken zu legen und in Richtung Three Sisters zu nicken, das scharf gezackte Bergtrio hoch über dem Ort. &quot;Spray Valley - hm? Liegt hinter den Bergen da. Nehmt die Schotterpiste zum Wasserturm über der Schlucht.&quot; Das klingt prosaisch und romantisch zugleich. Gefällt uns. Wir wittern ein Abenteuer und fühlen uns wie Entdecker. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im zweiten Gang rumpeln wir bergan. Zwischen Ha Ling Peak und Mt. Rundle arbeitet sich die Spray Trail genannte Piste durch eine enge Schlucht. Vorbei an einem kleinen Wasserkraftwerk, einem Reservoir und Parkplätzen für Tagesausflügler. Hinter dem Pass überquert die Piste noch einen Kanal, dann öffnet sich das Spray Valley vor uns. Der langgestreckte Spray Lake und mächtige Dreitausender, bedeckt von Schmelzwasserrinnen und Lawinenabgängen, bestimmen das Bild - eine wagnerianische Kulisse voller Kraft und Schönheit. Und latenter Gewaltbereitschaft. Die Rocky Mountains im Urzustand. Wir sind hellwach und schauen. Kein Auto zu sehen. Keine Schilder, keine Menschenseele. Mit jedem Kilometer streifen wir das einschläfernde Gefühl naher Zivilisation ein bisschen mehr ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Spray Valley Provincial Park schützt einen der schönsten Abschnitte der kanadischen Rockies. Im Norden grenzt er an den Banff National Park, doch damit hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Der berühmte Nachbar registriert vier bis fünf Millionen Besucher jährlich. Der Spray Valley Provincial Park nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Wagnerianische Kulisse&lt;br /&gt;voller Kraft und Schönheit&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir checken in der wunderbaren Mt. Engadine Lodge ein und unternehmen anderntags eine Wanderung. &quot;Neulich wurde im Park ein kleines Wolfsrudel gesichtet&quot;, gibt uns der Manager der Lodge mit auf den Weg. Die Lodge liegt am Südende des Spray Lake, am Rand einer Wildwiese mit Ständen dichten Mischwalds. Es ist die einzige Unterkunft im Park. Das Tal gilt als Wildnis-Korridor. Es ermöglicht Elchen, Hirschen, Bären und Wölfen relativ ungestört vom südlichen Peter Lougheed Provincial Park in die Nationalparks Banff und Jasper im Norden zu ziehen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Der sechseinhalb Kilometer lange Wanderweg zum Buller Pass beginnt gleich neben der Schotterpiste des Spray Trail und verspricht grandiose Aussichten 700 Meter über uns. Doch nicht im Traum haben wir damit gerechnet, schon nach zehn Minuten die ersten Wölfe zu sichten! Erst halten wir es für Vogelgezwitscher. Dann klingt es wie Gewinsel an der Ultraschallgrenze. Am vorletzten Steg über den Buller Creek sehen wir sie auf einer Kiesbank flussabwärts: drei herumalbernde, vergnügt quietschende Wollknäuel. Sofort bleiben wir stehen. Wie angewurzelt - und doch nicht schnell genug. Ein großer Schatten löst sich aus dem Dickicht. Mit drei Sätzen ist die Wölfin bei ihren Welpen und schubst sie unsanft mit der Schnauze zurück in den Wald. Danach tritt sie zurück auf die Kiesbank, stellt die Vorderläufe in den Schlick und starrt regungslos zu uns herüber. Auch wir rühren uns nicht. Und wir verstehen ihre Warnung: Bis hierher und keinen Meter weiter! Die Begegnung dauert nur wenige Augenblicke. Zu kurz, um an die Kamera zu denken. Doch lang genug, um uns diesen Moment ins Gedächtnis zu brennen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach setzen wir unseren Weg gut gelaunt fort. Eine Stunde lang stehen kerzengerade Engelmann-Fichten Spalier, dann lichtet sich der Wald und gibt den Blick bergan auf zwei mächtige, talähnliche Kerben im nackten Fels frei. Wir nehmen die rechte und lassen in ihr die Baumgrenze hinter uns. Anderthalb Stunden vom Trailhead entfernt ergießt sich der Buller Creek in einen türkisfarbenen Felspool. Dahinter ragt der knapp 3000 Meter hohe Mount Engadine wie ein spitzes Dreieck himmelwärts. Der Mount Buller direkt vor uns ist etwas niedriger. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Grizzlybären? Wir sind schon zu hoch. Oder doch noch nicht? Hin und wieder erwischen wir einander beim Spinxen über die Schulter. Zuletzt stehen wir auf dem Boden einer imposanten Felsenarena. Der Trail, nun von losem Geröll bedeckt, arbeitet, nein, hangelt sich in engen Serpentinen an der Bergwand aufwärts. 160 Höhenmeter später stehen wir auf dem Buller Pass - in 2485 Metern Höhe. Ein scharfer Wind zwingt uns zur Brotzeit in den Windschatten eines Felsbrockens. Auf der anderen Seite des Passes blicken wir in ein unbesiedeltes grünes Tal mit einem kleinen See, den Ribbon Lake. Gleich dahinter weitere Giganten und weitere straßenlose, unbesiedelte Täler. Gierig saugen wir die Leere in uns auf. Und lächeln. So müssen sich die Rockies vor dem Tourismus angefühlt haben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Rand einer Wildwiese liegt die Mount Engadine Lodge, die einzige Unterkunft des Parks. Das Tal gilt als Wildnis-Korridor für die Tierwelt - vom südlichen Peter Lougheed Park bis zum Banff National Park. Abends sitzen wir beim Bier auf der Terrasse Lodge und schauen dem Sonnenuntergang über den Bergen zu. Ein Elch überquert die Wiese und steuert auf das Wasserloch unterhalb der Terrasse zu. Hoch über uns kreisen Steinadler. Vom Geländer aus studiert uns ein Streifenhörnchen. Die Wiese war bereits Hollywoodkulisse: In &quot;Auf Messers Schneide - Rivalen am Abgrund&quot; mimt Alec Baldwin einen nach einem Flugzeugabsturz in der Wildnis gestrandeten Mann am Rande des Nervenzusammenbruchs, der von seinem Leidensgenossen (Anthony Hopkins) wieder aufgerichtet wird. Bekannter gemacht hat den Park das nicht, Gott sei Dank!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Sonne hinter dem Mount Commonwealth versinkt, bleiben ihre Strahlen noch eine Weile an seinem gezackten Kamm hängen und bringen ihn zum Glühen. Das Schlürfen des Elchs liefert die Musik dazu. Nicht sonderlich romantisch, aber stilecht. Uns gefällt&#039;s.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Im-Spray-Valley.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Grizzly-Beobachtung in BC 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Grizzly-Beobachtung-in-BC.html</link>
                <pubDate>Mon, 14 Aug 2023 16:10:02 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rudloff-fishing-griz.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;em&gt;Es kratzt, es schabt, es schubbert: Nein, kein Traum. Kein Zweifel: Da draußen steht ein 400-Kilo-Koloss von Grizzly und reibt sich an meiner Hütte. Adrenalin, Puls. Bin allein hier drin. Dann Stille. Der Bär trollt sich. Puuh - aber ich hab&#039;s ja genau so gewollt. Darum bin ich hier im Tá ish Adventure Camp, hoch im Norden von Kanada. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Text und Fotos: M. Rudlof&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Blick auf die Uhr: Es ist drei Uhr nachts. Instinktiv hatte ich schon zum Drucklufthorn gegriffen. Ich beruhige mich selber. &quot;Nein, dir kann in der Hütte nichts geschehen...&quot; Dann Stille, der Bär trollt sich. Mann, so eine Aufregung! Die Anspannung weicht und ich muss lachen. &quot;Junge, Junge, was regst Du Dich so auf? Du hast es doch wirklich genauso gewollt.&quot; Genau. Wie jeder Grizzly-Fan, der über Whitehorse (Yukon) hier ins T&#039;á ish Adventures Camp kommt. Mitten in der Wildnis, im entlegenen Norden von British Columbia. &quot;Hast du ihn erkannt?&quot; fragt mich Phil beim Frühstück. Der verführerische Duft von Rühreiern, Speck und knackfrischem Brot hat mich hergelockt. Phil und Ross grinsen. Die beiden haben doch tatsächlich alles beobachtet! &quot;Smokey hat uns geweckt&quot;, sagt Phil. Smokey, sein norwegischer Elchhund. Immer wachsam, immer ein Ohr auf das gerichtet, was da draußen los ist. Ja, die beiden Männer haben wirklich alles live verfolgt, nur den Bären konnten sie auf die Entfernung auch nicht erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dabei sind sie mit den Grizzlies auf Du und Du. Phil Timpany, Inhaber des Camps, und sein Bärenguide Ross. Phil kennt die Bären seit einer halben Ewigkeit. So wie kaum ein anderer. 30 Jahre war er als Wildnisguide und Tierdokumentarfilmer im dünn besiedelten Norden British Columbias unterwegs. 30 Jahre unter Grizzlies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Alle Bären sind bei uns im Camp willkommen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Das T&#039;á ish Adventures Camp liegt tief im Herzen des Taku River Systems. 1,8 Millionen Hektar groß ist das Gebiet und praktisch unberührt. T&#039;á ish bedeutet in der Sprache der Taku River Tlingit etwa soviel wie &quot;mit Lachsen gefüllter Fischgrund&quot;. Für Grizzlies also der ideale Platz in Kanada. Tatsächlich ist das Taku River System einer der wichtigsten Migrations- und Lebensräume für die Lachspopulation Südostalaskas. Ich fülle mir eine zweite Portion Rührei und Speck auf. Phil berichtet von tausenden Tagen mit Grizzlies. Davon, dass du mit der Zeit jeden Bären identifizieren kannst, seine äußerlichen Merkmale und seinen Charakter kennen lernst. Rund 70 Grizzlies leben hier rund um das Camp. Jeder von Ihnen hat von Phil einen Namen bekommen. Und nachdem dieser die Spuren hinter meiner Hütte untersucht hat, ist er sich fast sicher: &quot;Ich tippe auf Ace oder Whiteclaws. Danke, Jungs, für die kurze Nacht, wer auch immer es von euch beiden war!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ich checke meinen inneren Kalender. Seit drei Tagen fühle ich mich wie Jack London. So lange ist es her, dass mich der Helikopter hier an einem Nebenfluss des Taku River abgesetzt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nun bin ich Teil des T&#039;á ish Adventures Camps. Eine unglaubliche Gegend. Hierher kehren unzählige Königs- und Buckellachse nach jahrelanger Wanderschaft zum Laichen zurück. Zurück zu ihrem Geburtsort. Ein Festmahl für die Grizzlies. Zu Hause glaubt mir das keiner: 91 Mal habe ich in den vergangenen 72 Stunden Bären gesehen. Den ersten schon 20 Minuten nach meiner Landung. Beim Lachsfang. Nicht im Kino. Hier, direkt vor meiner Nase! Ich komme gar nicht mit dem Nachladen der Kameraakkus hinterher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Das Frühstück ist vorbei, wir ziehen los. Immer auf festgelegten Pfaden abseits des Flusses. Wichtigste Grundregel: Der Fluss gehört den Bären. Aber auch Grizzlies sind neugierig: Zum Lunch bekommen wir Besuch im Camp. Foamy, eine große 25 Jahre alte Bärin, spielt mit unseren Handtüchern auf der Wäscheleine. &quot;No!&quot; Phil sagt das freundlich, aber bestimmt. Foamy wirkt etwas enttäuscht und trottet gemächlich zum Fluss. Spielverderber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&quot;Alle Bären sind bei uns im Camp willkommen&quot;, sagt Phil, &quot;aber wir haben genaue Regeln, um unsere Sicherheit und die der Bären zu gewährleisten.&quot; In der täglichen Sicherheitsbesprechung für Gäste und Mitarbeiter des Camps fügt Ross erklärend hinzu: &quot;Beständigkeit und Berechenbarkeit machen es möglich, dass wir und die Grizzlies friedlich miteinander umgehen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Meine Zeit rast dahin. Frühmorgens liebe ich es, die Bären von der Terrasse der Hauptlodge zu beobachten. Gleich danach geht es mit einem Guide in die Wildnis. Nachmittags suche ich mir eine Aussichtsplattform in den Bäumen und beobachte das Treiben der Grizzlies und der Weißkopfseeadler. Und eigentlich wünsche ich mir, dass das nie zu Ende geht. Ich bin unter Bären. Gefährliche Raubtiere. Und ich bin so entspannt und energiegeladen wie seit Ewigkeiten nicht.</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Grizzly-Beobachtung-in-BC.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Im Camper zu den Nordlichtern 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Im-Camper-zu-den-Nordlichtern.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/p10_01.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Durch die Rockies in die Nordwest-Territories und zurück&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;4 Wochen Westkanada und das wilde Nordland&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von SK-Kundin Regina Giebler&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Sonntag den 07.09.2014 starteten wir unsere 4. Kanadareise. Nachdem wir uns im Frühjahr 2010 in BC aufhielten (mit kleinen Abstechern in den Yukon und nach Alaska), befuhren wir im Frühjahr 2011 den Yukon und Alaska (unter anderem den &quot;Top of the World Highway&quot; und mit der Fähre von Haines nach Skagway). 2012 lag unser Hauptaugenmerk auf dem Dempster Hwy und dem Nordpolarmeer (von Whitehorse nach Inuvik mit Flug nach Tuktoyaktuk und zurück).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Jahr wollten wir zum &quot;Great Slave Lake&quot; bis Yellowknife, um Nordlichter zu sehen. Als wir gegen 17 Uhr und bei 20° Grad in Calgary ankamen, erzählte uns der Taxifahrer auf dem Weg ins Hotel, dass wir schlechtes Wetter mitbrächten: &quot;... ab morgen soll es schneien&quot;, das glaubten wir jedoch nicht. Aber als wir am Montagmorgen die Gardinen zur Seite zogen, war es tatsächlich weiß draußen. Uns wurde gesagt, dass es oft Anfang September so sei. Es schneit ein paar Tage, aber dann wird es wieder wärmer. Für die nächsten 4 Tage hatten wir statt Indian Summer - Winter, Schnee und bis zu -7°C am Tag. Nachdem wir bei Fraserway unseren Pickup-Camper übernommen und den Kühl- und Gefrierschrank mit Proviant gefüllt hatten, fuhren wir am ersten Tag bis zum Two-Jack-Lake im Banff Nationalpark. Wir fuhren durch die Nationalparks von Banff und Jasper, da wir noch einmal einige Seen (wie Peyto Lake, Emerald Lake und Lake Louise) wegen ihrer schönen Farben zu einer anderen Jahreszeit sehen wollten. Unsere geplanten Unternehmungen am Icefield Parkway verschoben wir aufgrund des Wetters auf den Rückweg, der uns wieder hier entlang führen würde. Am Mount Robson unternahmen wir eine Tageswanderung entlang des Berglake Trails. Schon in British Columbia mussten wir feststellen, dass die meisten Provincial Park Campgrounds wegen Saisonende bereits geschlossen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Reise führte weiter über Prince George nach Norden den Hwy 97 entlang, wo der Tag am Tudyah Lake Campground endete. Auch dieser Campground war bereits ohne Bewirtschaftung, aber zugänglich. Weiter gings nach Nordosten bis zum Alaska Highway bei Fort St.John, wo es dann Richtung Norden weiter ging. Der Versuch, in die Pink Mountain vorzudringen, um eine nächtliche Nordlichtbeobachtung zu arrangieren, missglückte, da der Weg dahin nicht ausgeschildert und somit nicht zu finden war. Der Tag endete schließlich am Duhu Lake, einem abgeschiedenen Campground, der von Anglern und Jägern aus der Gegend als Basis genutzt wurde - eine interessante Erfahrung, zu sehen (und zu hören) wie es unter Quad-fahrenden und in Tarnanzügen rumlaufenden Jägern zugeht, die am Abend ihre Entenlockpfeifen testeten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Highlight der nächsten Etappe in Richtung Norden war eine Wanderung zum Sikanni Chief Wasserfall - auch dies eine Herausforderung, da man den Abzweig vom Highway nicht ohne weiteres finden konnte. Der Weg zum Ausgangspunkt erforderte die Nutzung des Allradantriebes. Weiter ging es über Fort Nelson und Fort Liard (nun schon auf dem Liard Highway) nach Fort Simpson. Unterwegs sahen wir viele Tiere, große und kleine, von A bis Z, wie Adler, Biber, Bären, Bisons, Big Horn Sheeps, Mointain Goats, Stellers Jays, Wapities usw. am Straßenrand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor den verschlossenen Toren des Blackstone Provincial Park Campground trafen wir Wolfgang und Carmelita aus Süddeutschland, die als Weltenbummler über Russland, Asien, Australien, Japan nach Amerika kamen und bereits lange unterwegs sind. Sie waren mit ihrem eigenen MAN-Expeditionsmobil unterwegs. Wir entschlossen uns, vor den verriegelten Schranken des Campgrounds stehen zu bleiben. An diesem Abend führten wir viele interessante Gespräche, schwatzten über Gott und die Welt und gaben uns gegenseitig Ratschläge für&#039;s Reisen. Da wir einen guten Draht zueinander gefunden hatten, war es sehr schön, dass wir uns noch einige Male im Verlauf unserer Reise begegneten.&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da die Campgrounds geschlossen waren, suchten wir in den Ortschaften immer die Visitor Center auf, um uns mit Frischwasser usw. zu versorgen. Häufig gab es auch einen Internetzugang. Da konnten wir Lebenszeichen nach Hause versenden. In Fort Simpson fuhren wir zuerst zu Wolferine Air, um einen Flug zu den Virginia Falls im Nahanni National Park Reserve zu buchen. Nachdem wir unseren Eintritt in den Park entrichtet hatten, flogen wir mit Thor, dem Piloten, in einem Wasserflugzeug über Berge und durch Canyons zu den Virginia Falls. Der Ausflug dauerte über 5 Stunden. Beeindruckt waren wir nicht nur von dem gewaltigen Wasserfall, sondern auch von der schroffen Berglandschaft, durchzogen von tiefen Canyons und dem Little Doctor Lake, welcher eine einzigartige Lage aufwies, indem er eine Bergkette durchbricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag folgten wir weiter dem Mackanzie Highway, besuchten einige Wasserfälle, wie den Sambaa Deh Wasserfall, Coral Wasserfall und die Twin Falls und übernachteten vor den Toren des Lady Evelyn Falls Campgrounds. Danach fuhren wir bis Yellowknife. Nach einem Besuch im Visitorcenter und einer Stadtbesichtigung musste natürlich auch ein Restaurantbesuch in Downtown sein. Passend hierfür erschien uns Bullocks Bistro, ein altes Fischrestaurant mit eigenem Flair. Wir aßen ein lokales Fischgericht und trafen Elke aus Dresden, die seit 20 Jahren in Yellowknife lebt und arbeitet und ihren sächsischen Dialekt dabei erhalten hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 13. Abend durften wir dann dass erleben, worauf wir lange gewartet hatten - Nordlichter. Ab zirka 21:30 Uhr bis weit nach Mitternacht verzauberten sie den Nachthimmel. Auch in den nächsten Tagen in der Nähe von Hay River und auf dem Twin Lakes Campground (bereits wieder in Alberta) sahen wir mit Begeisterung dem nächtlichen Spektakel zu. Dann fuhren wir wieder zurück in Richtung des Jasper NP. In den Miette Hot Springs haben wir uns nach 3 Wochen Adventure erst einmal 3 Stunden lang im heißen Wasser weichkochen lassen. Auch den Maligne Lake konnten wir in seinen schönsten Farben erleben, welche je nach Sonneneinstrahlung und Himmelsbedeckung durch Wolken zwischen Türkis und Blau wechselten. Ausser der Bootsfahrt zum Spirit Island, dem Postkartenmotiv des Jasper NP, machten wir eine kleine Wanderung entlang des Sees. Im weiteren Verlauf unserer Fahrt durch den Nationalpark suchten wir das Columbia Icefield Center auf, um uns Karten für den neu eröffneten Glacier Skywalk zu besorgen. Auf dem Weg dorthin besuchten wir den Edith Cavell Glacier und die Sunwapta Falls.Mit dem ersten Shuttle Bus um 10:00 Uhr fuhren wir zum Skywalk. Hier hatten wir bestes Wetter und eine phantastische Aussicht und es waren nur wenige Besucher auf dem gläsernen Laufsteg. Am Columbia Icefield sahen wir die Gletscher der umliegenden Berge, darunter den mächtigsten davon, den Athabasca Glacier. Vom Columbia Icefield weiter in Richtung Süden wanderten wir zum Bridal Fall, welcher merkwürdig schwallweise in die Tiefe stürzt und dabei an ein wallendes Brautkleid erinnert. Leider macht dieser es dem Fotografen nicht leicht, da er im Gegenlicht erscheint und seine Gischt weit versprüht. Wir folgten dem Icefield Parkway in den Banff NP hinein bis zum Abzweig am Saskatchewan River Crossing. Wir entschlossen uns zu einem Abstecher nach Osten und fuhren den Saskatchewan River entlang zu den Kootenay Plains. Hier konnte man sich dem Trubel im Nationalpark mit seinen Bussen voller Touristen aus Fernost ein wenig entziehen und den leeren Highway in erhabener Landschaft genießen. Der Saskatchewan River bildet hier an einer Stelle in einer Flussverbreiterung eine kreisförmige Wirbelströmung, den sogenannten Whirlpool.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2009 gab es in diesem Gebiet einen weitläufigen Waldbrand. Diesem wurde hier ein Lehrpfad gewidmet, den wir entlang wanderten. Zugleich war hier eine heilige Stätte der Kootenay Indianer zu sehen, die bestimmte Bäume mit Stoffstreifen geweiht haben. Wir übernachteten schließlich auf dem Two-o-clock Creek Campground, welcher erstaunlicherweise nicht geschlossen war.Am nächsten Tag gings zurück auf den Icefield Parkway und dann nach Süden. Am südlchen Ende des Parkway wandten wir uns gen Westen und kamen in den Yoho Nationalpark. Wir verweilten am Spiraltunnel, wo sich wieder ein langer Güterzug über den Kicking Horse Pass quälte. An diesem Tag besuchten wir den Takakkaw Fall, der uns 2010 nicht vergönnt war, weil die Straße dorthin im Frühjahr noch gesperrt war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiterhin hielten wir in Field und besuchten nach 2010 ein weiteres mal die Natural Bridge und den Emerald Lake, dessen Farben uns diesmal noch intensiver erschienen. Über Golden fuhren wir in das Tal des Columbia River, wo unsere Tagesetappe endete. Das Ziel, Radium Hot Springs, erreichten wir am nächsten Morgen, wo wir natürlich wieder die heißen Quellen besuchten. Weiter ging es durch den Kootenay Nationalpark entlang des Kootenay River. Hier besichtigten wir die Numa Falls, die Paint Pots, den Marble Canyon und schlossen den Kreis im Banff Nationalpark. Die Paint Pots, so lernten wir, waren bereits seit Jahrhunderten eine Rohstoffquelle der First Nation für die Gewinnung von Ocker, einem Farbstoff, der vielseitig zur Bemalung von Körper und Gebrauchsgegenständen genutzt wurde. Zurück im Banff NP besuchten wir den Moraine Lake und übernachteten auf dem Tunnel Mountain Campground. Hier hatten wir, wie schon am Abend zuvor, wieder eine frostige Nacht. In Banff lohnt sich ein Stadtbummel allemal und ein Blick aufs Fairmont Banff Springs Hotel ist ein Highlight des Besuches in diesem Städtchen. Von hier fuhren wir zurück nach Calgary, besichtigten die Innenstadt mit ihrer typisch amerikanischen City und meldeten uns aus einem Internetcafe zu Hause. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Samstag, dem 4.10. gaben wir nach einer Übernachtung auf dem Mountain View Campground mit Full-Sevice unseren Camper bei Fraserway RV ab. Natürlich brachte uns ein Fraserway Shuttle Bus zum Flughafen. Da wir den Flug für diese Reise von SK Touristik als Preis des Fotowettbewerbes bekommen hatten, haben wir uns ein Upgrade für die Clubklasse geleistet. Am Sonntag, dem 5.10. kamen wir am frühen Nachmittag in Deutschland an und fuhren mit unserem Rail&amp;Fly Ticket nach Hause. Insgesamt sind wir in den 4 Wochen 6100km durch schöne Landschaften in Alberta, Britisch-Kolumbien und den Nord-West-Territorien gefahren, haben viele schimmernde Seen, reißende Flüsse, gewaltige Gletscher, rauschende Wasserfälle, tiefe Canyons und jede Menge Tiere gesehen, aber das Beeindruckendste waren die wundervollen Nordlichter.</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Im-Camper-zu-den-Nordlichtern.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>BC und Alberta im Camper 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/BC-und-Alberta-im-Camper.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/09(1).jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Westkanada - zwei Wochen pures Glück&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;zwei Wochen mit dem Wohnmobil durch British Columbia und Alberta&lt;/p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2015 von SK-Kundin Lorena Mayer&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir an diesem Morgen aufwachten, konnten wir es erst gar nicht glauben - nach 9 Monaten des Wartens war nun endlich der &lt;i&gt;24. Juni 2015&lt;/i&gt; gekommen - der Tag unserer Abreise in ein fernes, wunderschönes Land. Wir duschten noch ein letztes Mal in unserer Wohnung und packten die letzten Sachen zusammen. Dann ging es nach Frankfurt, wo wir einen Vorgeschmack auf die langen Strecken in Kanada bekamen. Unser Gate war das letzte und wir liefen und rannten gefühlte zehn Kilometer. Doch vorher wurde uns ein kleiner Schock versetzt: Einer der Koffer wog 35 Kilogramm! Gut, dass das Gewicht der beiden Taschen bemittelt wurde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als wir dann recht gestresst am Gate ankamen, hieß es zuerst einmal warten: Eine halbe Stunde Verspätung. Im Anbetracht der kommenden 11 Stunden, die wir im Sitzen verbringen mussten, bewegten wir uns noch ein wenig und hofften, dass der Abflug nicht noch weiter nach hinten verschoben wurde. Doch wir hatten Glück! Unsere Gebete wurden erhört und eine Stunde später befanden wir uns in der Luft nach Vancouver, British Columbia, Kanada. Leicht verschlafen aussehend, aber glücklich, kamen wir um 18 Uhr Ortszeit auf kanadischem Boden an. In Deutschland war es nun bereits 3 Uhr nachts und so fühlten wir uns auch. Doch bereits der erste Schritt in die Ankunftshalle sorgte dafür, dass wir uns sofort entspannten. Vancouver war so ganz anders, als wir es von den deutschen Flughafen kannten - ruhiger, schöner und vor allem viel liebevoller gestaltet. Schnell holten wir unser Gepäck ab und unterhielten uns bereits mit dem ersten Kanadier, der - wie erwartet - beeindruckend freundlich war und uns einen guten ersten Eindruck dieses Landes vermittelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Shuttlebus zum Sandman Hotel - auch hier hatten wir es von Seiten des Busfahrers mit einem gut gelaunten,  sehr humorvollen Mann zu tun, der uns in den wenigen Minuten der Busfahrt ganz Vancouver erklärte - kam schnell und dort angekommen, fielen wir sofort wie erschlagen ins Bett und schliefen ganze neun Stunden - bis 5 Uhr kanadischer Zeit. Die Stadt schlief noch und wir entschlossen uns, noch etwas liegen zu bleiben und ab sieben Uhr den Pool zu genießen, womit wir die einzigen waren. Nach einem deftigen Frühstück - bestehend aus Pancakes und geschätzten drei Litern Ahornsirup - bei Deny&#039;s, einer kanadischen Kette, die wir bald lieben lernten, fühlten wir uns gestärkt genug. Ein Taxi fuhr uns nach Langley. Auf der Fahrt bekamen wir bereits die ersten Eindrücke der Stadt und auch des Landes und seiner Einwohner. Die Autofahrer schienen weniger gehetzt, freundlicher und lockerer als wir Deutschen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass wir im Urlaub angekommen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der Vermietstation in Langley schien man uns trotz zahlreicher anderer Ankommender an den Nasenspitzen anzusehen, dass wir Deutsche sind, so dass wir sofort mit &quot;Guten Tag&quot; begrüßt wurden. Wir sahen uns überrascht an und fragten uns, woran man uns als typisch deutsch identifiziert hatte - Shirts mit einem Ahornblatt auf der Vorderseite hatten wir nämlich bereits gekauft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Einführung ins Wohnmobil konnte sofort beginnen. Bald konnte es losgehen. Zuerst steuerten wir einen Supermarkt an, um uns für die nächsten zwei Wochen so gut es ging auszurüsten. Natürlich durften dabei keine Marshmallows und Ahornsirup fehlen - eben für das echte Kanada-Campingerlebnis. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;250 Dollar ärmer, aber amüsiert vor allem von typisch deutschen Produkten wie dem &quot;guten Schlesierbrot&quot;; mit altdeutscher Schrift mitten zwischen kanadischen Waren - besprachen wir nun grob unsere Route und fuhren schließlich los - raus aus der Stadt und auf nach Hope auf dem Trans Canada Highway. Danach sollte unsere Reise uns nach Tête Jaune Cache weiter im Norden - vorbei an Kamloops, Clearwater und Valemount - führen, von wo aus wir nach Jasper und durch den gleichnamigen Nationalpark fuhren, wieder Richtung Südosten bis nach Banff. Von hier aus ging es bereits zurück über den TCH bis nach Revelstoke durch den Glacier Nationalpark und ab Sicamous Richtung Süden auf dem Highway 97 - bis nach Osoyoos, das ganz nah an der Grenze zu den USA liegt. Über Princeton und durch den Manning Provincial Park kamen wir wieder zurück nach Hope und von dort innerhalb eines Tages nach Vancouver, wo wir uns nach zwei Wochen wieder von Kanada verabschieden mussten.  Der Sediment beladene Fraser River begleitete uns auf unserer Fahrt ab dem ersten Tag und blieb lange an unserer Seite - bis Lytton, wo wir sein Zusammentreffen mit dem klaren Thompson River beobachten konnten. In diesem verlassenen Dorf machten wir auch ein Foto von einem Plastikskelett, das hinter dem Fenster eines alten, verlebten Hauses platziert war. Es war so spiegelbildlich wie es nur möglich ist für diese Gegend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch zunächst bestaunten wir Hell&#039;s Gate, einen Engpass, der wirklich an ein Höllentor erinnert, das bisher nur von wenigen Menschen mit Boot oder Kanu lebendig durchquert wurde. Wir jedoch konnten bequem die Gondel nehmen, die uns über die Stromschnellen transportierte. Hier wurde uns die raue und zugleich wunderschöne Seite Kanadas zum ersten Mal richtig bewusst. Später würden wir selbst versuchen, den Fraser beim Whitewater Rafting zu bezwingen, aber dazu später mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tour ging weiter und wir spürten, wie sich die zuvor noch grüne und satte Landschaft in eine karge Wüste verwandelte. Zugleich hatten wir außergewöhnlich hohe Temperaturen für diese Region erwischt - 35 Grad zeigte das Thermometer unseres Campers an, als wir bei Cache Creek, das uns an amerikanische Westernfilme erinnerte, ankamen, um kurz die trotz Klimaanlage kochenden Füße ins Wasser zu strecken. Bis auf wenige Bighorn Sheeps begegnete uns hier kaum jemand. Je näher wir Kamloops kamen, umso freundlicher wurde die Gegend und bald versuchten hier auch wieder Landwirte mit künstlichen Bewässerungsmethoden etwas Leben aus dem ausgetrockneten Boden zu ziehen. Bisher hatten wir noch keine Elche, Bären oder ähnliches gesehen - doch wer konnte es ihnen verdenken bei dieser lebensfeindlichen Vegetation?  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir waren beeindruckt und staunten über die Entwicklung, die wir mit jedem Kilometer betrachten konnten. Bis wir schließlich im schönen Clearwater ankamen. Hier verbrachten wir zugleich die erste Nacht in einem Nationalpark. Aufgrund der Nähe zu Wasserfällen wählten wir zuerst einen Campground aus, der mitten in der Natur lag. Als wir jedoch noch keine Minute aus dem Camper ausgestiegen waren,  zählten wir bereits zehn neue Moskitostiche und entschieden uns, dass wir hier doch nicht bleiben wollten. Stattdessen fuhren wir weiter auf einen großzügigen Full Hook-Up-Platz, wo wir die Dusche sehr zu schätzen wussten und etwas weniger fliegengeplagt waren.  Wie es für die Gegend fast schon ein Muss zu sein schien, wollten auch wir die Gelegenheit zum Whitewater Rafting nutzen, schreckten jedoch etwas vor den horrenden Preisen zurück. Wir beschlossen, noch etwas weiter zu suchen - und wählten richtig. Denn vorbei an Blue River, das wirklich von einem unglaublich blauen Fluss durchquert wurde, kamen wir bald bei Tête Jaune Cache an. Von nicht französisch sprechenden Touristen hörten wir in den nächsten Tagen noch amüsante Variationen dieses Städtenamens. Beim &quot;Gelbkopfbach&quot; hatten wir nun endlich einen wahnsinnig unterhaltsamen Anbieter für Whitewater Rafting gefunden. Wir wurden in 6er Gruppen eingeteilt und ausgerechnet unser Boot enthielt die meisten Nicht-Kanadier. Wir, bestehend aus zwei Briten, uns zwei Deutschen, einer Italienerin und einem Kanadier aus Edmonton, nannten uns bald das &quot;UN-Boat&quot; und hatten sichtlich Spaß und kaum Sprachbarrieren. Das Team tat alles, um seine Gäste bestmöglich zu unterhalten und wir erlebten einen unfassbaren Spaß mit abschließender Schwimmrunde im eiskalten Fraser - Gletscherblick inklusive. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später am Visitor Center des Mount Robson angekommen, sagte man uns, dass wir eine beliebte Reisezeit erwischt hatten und daher leider kein einziger regulärer Campingplatz im Nationalpark Jasper mehr frei war. Wir verbrachten also hier eine Nacht, was wir nicht weiter schlimm fanden. Wir hatten Spaß am Holzhacken gefunden und versuchten auch hier wie gewohnt, ein abendliches Lagerfeuer anzuzünden, stellten jedoch erneut fest, dass die Nähe zum Fraser River die kleinen, blutsaugenden Ungeheuer von Moskitos anzieht. Wir gingen also früh ins Bett, schließlich wollten wir am nächsten Tag auch unter den Ersten in Jasper sein. Zudem machten wir hier die beliebte Wanderung auf dem Berg Lake Trail - 12 Kilometer bei knapp 40 Grad. Das kalte Wasser begleitete uns - Gott sei Dank - die ganze Strecke über und der Blick auf die spiegelglatte Wasseroberfläche des türkisfarbenen Kinney Lake, in dem sich der schneebedeckte Berg spiegelte, belohnte uns redlich für unser Schweißtreiben. Ich als großer Wildtierliebhaber war schon in Deutschland begeistert von der Ankündigung in meinem Reiseführer. Ein großer Campground in Jasper häufig von Wapiti-Hirschen besucht wurde. Wir fuhren also früh dorthin und hofften, nicht auf den &quot;Overflow-Campground&quot; untergebracht werden zu müssen - Schotterplätze ohne Service, die nur geöffnet waren, wenn sonst alle Plätze belegt waren. Wir hatten Glück und der Abend war ein wahnsinniges Schauspiel, denn wir hatten plötzlich keine zehn Meter von uns einen Hirschen zu Besuch. Er wirkte so vertraut und an Touristen gewöhnt, dass wir schon scherzten, ob er gleich ein Marshmallow mit uns grillen würde. Auch die Streifenhörnchen genossen es an diesem Abend, im Mittelpunkt zu stehen und rannten zwischen den Campingplätzen umher. Wir fühlten uns hier pudelwohl und waren fast enttäuscht, am nächsten Tag abreisen zu &quot;müssen&quot;. Unser Weg führte uns zu den Miette Hot Springs, wo wir auf einer ruhigen Schotterstraße auch einen Bären gemütlich die Straße überqueren sahen, so als wären wir mit unserem Camper gar nicht beachtenswert. In den etwa 45° heißen Quellen genossen wir den Blick auf die Berge und ins Tal und waren einfach rundum glücklich. Der Icefield Parkway, von unserem Reiseführer als einer der schönsten Straßen Kanadas angekündigt, führte uns daraufhin schnell in schwindelerregende Höhen und wir waren überrascht, wie zügig wir vom Schwitzen in kurzen Hosen und Shirts in eiskalte Gegenden kamen, wo wir mit Mützen den Gletscher hinaufliefen. Am abgesperrten Weg, der keinesfalls verlassen werden durfte - was sonst passiert, wurde uns auf Schautafeln verdeutlicht und die Bilder der Verschütteten und in Erdspalten gestürzten Menschen schockten uns tatsächlich ziemlich - waren Schilder aufgestellt, die uns zeigten, wie weit das Eis noch bis einem bestimmten Jahr reichte. Der Klimawandel hinterließ hier deutliche Spuren, denn in den letzten zehn Jahren schmolz so viel Eis wie sonst in knapp 100 Jahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Parkway wurde auch von den für uns bisher beeindruckendsten Wasserfällen gesäumt - den Athabasca Falls. Die Wassermassen faszinierten uns und schienen beinahe alles in die Tiefe reißen zu wollen, was im völligen Kontrast zu den unrealistisch still wirkenden Seen der Gegend stand. Auf der Strecke Richtung Banff fuhren wir wieder etwas ins Tal hinein und genossen die grünen, weiten Landschaften. Bald erreichten wir Lake Louise, das wir aufgrund der Touristenmassen jedoch schnell hinter uns ließen. Wir fuhren also weiter nach Banff, wo wir einen schönen Campground fanden. Hier hatten wir am nächsten Tag einen der besten Ausblicke der ganzen Tour, als wir die Banff Gondola auf den Sulphur Mountain nahmen. Die Sicht über die Stadt und die umliegenden Wälder und Berge war einfach atemberaubend schön und wir waren uns wieder einmal bewusst, wie richtig die Wahl war,nach Kanada zu gehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier zog es uns auch zu einem Wanderweg um den Emerald Lake, der seinen Namen (&quot;Smaragd See&quot;) absolut verdient hatte. Das Grün des Sees und seine erfrischende Kühle belebten uns zusätzlich und wir genossen jede Minute in dieser wunderschönen Gegend, die eine perfekte Symbiose zwischen Wasser, Erde und Luft darstellte. Weiter ging es raus aus Banff und durch den Yoho Nationalpark, indem wir erneut Hirsche - im Englischen verwirrend als Elk bezeichnet - beobachten konnte. Wir konnten uns an diesen Tieren absolut nicht sattsehen und als bald sogar zwei Bären auf einer Wiese am Straßenrand herum spazierten, waren wir hin und weg und machten dutzende Fotos, um diesen unglaublichen Augenblick festzuhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab diesem Punkt wurde uns bereits bewusst, dass wir quasi Bergfest feierten und uns bereits auf dem Rückweg befanden, was wir mit etwas Melancholie betrachteten, hatte uns Kanada doch so verzaubert. Vorbei an wunderschönen Seen und geschichtsträchtigen Museen, die vor allem an den Goldrausch und den damals sehr beschwerlichen Bau des Bahnlinienbaus erinnerten, kamen wir bald aus der grünen und von verschneiten Hügeln durchzogenen Landschaftszone heraus und fuhren in eine Gegend, die wir in Kanada typischerweise eher nicht erwartet hatten. Richtung Süden erinnerte uns der Highway 97 immer mehr an die Gegend am Gardasee Italiens - mediterran, mit Obstplantagen und Weinreben übersäht und angenehm warm. Der Okanagan Lake erschien uns beinahe unendlich lang und die immer häufiger auftauchenden U-Pick-Fruchtstände forderten uns schließlich heraus - wir wollten selbst Kirschen pflücken! Schließlich hielten wir also an einem der Plantagen an und sprachen die dort arbeitende Frau an, ob wir uns etwas selbst pflücken durften. Sie telefonierte kurz und plötzlich stand etwas unerwartet ein Golfcaddy samt Fahrerin vor uns. Mit rasantem Tempo und um haarscharfe Wendungen fuhr sie uns ein paar Minuten raus zu den Kirschenbäumen. Sie zeigte uns, wo wir etwas pflücken durften und verschwand beinahe wortlos. Nun standen wir da, lachten uns beinahe kaputt wegen dieser ungewohnt abenteuerlichen Aktion, mit zwei Blecheimern in der Hand. Wir begannen also zu pflücken und waren uns bald sicher, dass dies ein Augenblick sei, an den wir uns noch ewig zurückerinnern würden. Wir fanden den Weg überraschenderweise ohne Probleme zurück, bezahlten und genossen zwei Pfund frische, selbst gepflückte Kirschen auf unserer weiteren Fahrt. Auch auf unserem nächsten Campground kamen wir mit - erwartungsgemäß - wahnsinnig netten und witzigen Kanadiern ins Gespräch und tauschten gegen Ende des Abends einen Teil unser selbst gepflückten Früchte gegen zwei gekochte Krebse, die sie selbst am See gefangen hatten und köstlich schmeckten - wir lachten, erzählten bis spät abends und genossen die Zeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unseren letzten Proviant verspeisten wir mit Blick auf Summerland, das keinen treffenderen Namen hätte haben können, und zwischen Streifenhörnchen, wunderschönen Gärten und Kolibris in den Ornamental Gardens. Hier ergriff uns bald tiefe Sentimentalität, da unsere letzten drei Tage in Kanada angebrochen waren und wir uns noch nicht vorstellen konnte, auf überfüllten deutschen Autobahnen in dicht bewohnte Städte zu fahren. Auf unserer Strecke durch den Manning Provincial Park fuhren wir auf den Cascade Mountain Viewpoint, den wir nach wenigen Kilometern eng geschwungener Passstraße erreichten. Der Ausblick war umwerfend und wir sahen hinüber bis auf Berge der Vereinigten Staaten. Es wunderte uns dennoch, warum es hier oben so düster aussah, obwohl eigentlich die Sonne schien. Als wir am nächsten Campground ankamen und via Internet mit unserer Familie Kontakt aufnahmen, erfuhren wir, dass diese sich viele Sorgen machte, da die Nachrichten die schlimmsten Waldbränden in Westkanada seit Jahrzehnten meldeten. Uns war bereits zuvor aufgefallen, dass auf Straßenschildern am Highway der Campfire Ban als &quot;in effect&quot; angezeigt wurde, es also nun aufgrund der Dürre in British Columbia und Alberta verboten war, Lagerfeuer anzuzünden. Dennoch wussten wir nicht, dass, wären wir nur einen Tag später in Kelowna weggefahren, wir wohl von den Flammen eingekesselt worden wären. Dementsprechend erleichtert waren wir, als wir in Deutschland wenige Tage später hörten, dass die Feuer wohl wieder unter Kontrolle gebracht wurden, auch wenn sie weite Teile westkanadischen Waldes vernichtet hatten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser letzter Streckenabschnitt führte uns über Hope und Chilliwack nach Langley, wo wir den Camper abgeben mussten. Der Hope Slide, bei dem 1965 rund 3 Kilometer Straße und vier Menschen mitsamt ihren Fahrzeugen unter Geröll verschüttet wurden, sorgte für eine Erhöhung des kompletten Tals und erforderte, dass ein großer Teil des Highways verlegt werden musste, was zugleich beeindruckend schockierend als auch beängstigend. Als Abschluss vor Erreichen von Langley schauten wir uns die Bridal Veil Falls - die Brautschleierfälle - in regenwaldartigen Waldgebieten an und genossen beeindruckt das letzte Stück Natur unserer Reise. Denn bereits am nächsten Tag befanden wir uns pünktlich auf unserem Rückflug nach Frankfurt, wo wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge und einem gewaltigen Jetlag ankamen. Egal, ob es gigantische Wasserfälle, glasklare Seen, wilde Tiere in unserer unmittelbaren Nähe, sympathische Kanadier, steile, unbezwingbare Seen, monströse Gletscher oder tote Wüstengegenden waren - uns faszinierte alles gleichermaßen und riss uns vollständig in den Bann dieser Gegend. Wir haben noch vor Abreise beschlossen - das war nicht unser letzter Aufenthalt in diesem faszinierenden, riesigen und doch so verlassenen Land. Danke für alles, Kanada - und natürlich SK Touristik! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/BC-und-Alberta-im-Camper.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Westkanada im Camper 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Westkanada-im-Camper.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/07.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Westkanada - geheimnisvoll und unendlich&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Wohnmobilreise durch die westlichen Provinzen&lt;/p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2015 von SK-Kundin Petra Treitmeier&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach 6 Jahren bekamen wir wieder Sehnsucht nach diesem schönen, weiten Kanada. Mitte 2007 begannen wir die zweite Kanadareise zu planen. Was uns noch etwas abschreckte war der lange Flug von 13 Stunden, plus Zwischenpausen auf irgendwelchen Flughäfen. Dann entdeckten wir in einem Angebot von SK Touristik, dass es Direktflüge von München nach Vancouver gibt. Das heißt: Von München bis Calgary nur 9 Stunden Flugzeit. Eine Stunde Aufenthalt in Calgary, wo wir aber nicht aussteigen mussten, und dann noch zwei Stunden bis Vancouver. Die Sehnsucht wurde immer größer und so buchten wir im September 2007 bei SK Touristik für 3 Wochen Kanada – mit Wohnmobil. Seitdem war mein Mann eifrig mit allen Fragen zur Reise beschäftigt: Wo gibt es welche Wasserfälle? Wie viele Schachterl (unser Hobby ist Geocachen) liegen wo? Welche Strecke ist die Schönere? Wie funktioniert die Technik im Wohnmobil? Als es am 6. Juni 2008 endlich losging, war ich richtig froh.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freitag, 6.Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach vielen Vorbereitungen, wie den internationalen Führerschein zu besorgen, Haus und Auto auf Vordermann zu bringen, ging es endlich los. Um 8 Uhr aufgestanden, um 10 Uhr nach München gefahren, um kurz nach Mittag waren wir mit dem Shuttle-Service zum Flughafen unterwegs. Um kurz vor drei Uhr durften wir an Board und um 16 Uhr ging es in die Luft. Wir flogen 9 Stunden bis Calgary. Dort hatten wir eine Stunde Aufenthalt, in der wir das Flugzeug aber nicht verlassen durften. Dann geht es weiter nach Vancouver. Um 19.20 Uhr kanadischer Zeit waren wir endlich am Ziel. Kurz vor der Kofferausgabe erblickten wir eine riesige Menschenschlange, die, wie wir dann selber erfahren mussten, wegen dem Zoll so lang war. Der Zollbeamte fragte uns lange und ausgiebig aus: Nach unserem Ziel, dem Zweck der Reise usw. Das war aber eine gute Übung für unsere Englischkenntnisse. Mit dem Abendessen hatten wir Pech, denn das Restaurant hatte bereits geschlossen. Egal, nur noch ins Bett - die Füße ausstrecken und schlafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstag, 7. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Geht ja schon gut los: 5.30 Uhr Aufstehen, 6.00 Uhr ein super Frühstück und um 8.00 Uhr - sogar früher als vorgesehen - zu Traveland. Unserem Wohnmobilvermieter. 8.45 Uhr bei Traveland - unser Wohnmobil ist wieder ein Traum - Einweisung, und die ersten paar Meter fahren. Schnell unsere Lebensmittel für die kommende Woche besorgt. Und na was denn wohl: Das erste Schachterl steht auch schon auf dem Plan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich wollten wir die Runde von Westen nach Osten fahren. Aber das Wetter war nicht sehr vielversprechend. Wir entschieden uns, zuerst auf Vancouver Island zu fahren. Wie wir nach 3 Wochen erfahren, wird das die richtige Entscheidung gewesen sein. Die Runde andersrum wäre mit viel Regen gesegnet gewesen. Wir hatten nur ein, vielleicht zwei schlechte Tage. Um 16 Uhr waren wir in Tsawassen, um 17 Uhr legte die Fähre ab und um 18.30 waren wir auf Vancouver Island. Wir besuchten noch Butchart Garden, ein hinreißender Garten bei Victoria, der unbedingt auf jeder Wunschliste stehen sollte. Früher war dies ein Steinbruch, wurde dann von Jenni Butchart in ein blühendes Paradies verwandelt. Wir landeten sehr müde um 21.00 Uhr im Goldstream Park, unserem ersten Campground auf dieser Reise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag, 8. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine kleine Wanderung am Bach entlang, ein nicht gefundener Cache, Weiterfahrt nach Duncan. Hier gab es einen Kaffee. In Coombs suchten wir die Ziegen auf dem Dach, die aber an diesem Tag lieber auf der Wiese weiden wollten. Bei Regen fuhren wir quer durch die Insel nach Ucluelet. Dort hatten wir einen Edel-Campground direkt am Meer. Am Abend machten wir noch einen Spaziergang am Hafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montag, 9. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Ucluelet erkundeten wir bei Regen einen Teil des Rim Pacific Trail. Wunderschön, wenn da nicht immer die Warnschilder von Pumas und Bären hängen würden. Und es etwas trockener wäre. Wir fuhren weiter zum Green Point Campground und checken ein. Nach einem Kaffee wanderten wir am Long Beach entlang. Es ist stürmisch, regnerisch und deshalb menschenleer, aber sehr romantisch - ich mag solches Wetter sehr. Wir erkundeten Tofino. Ein kleiner Fischerort, der uns etwas enttäuschte. Die Schachterl konnten wir an diesem Tag allesamt finden - außer eines. Zum Abschluss fuhren wir noch auf den Radar Hill. Die Straße war in Gravel Road Manier, aber Reinhold fuhr einfach drauf los. Wir wurden mit einem wunderbaren Ausblick und einem richtig schönem Abendrot belohnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dienstag, 10. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück schlenderten wir noch mal am Long Beach entlang und genossen die Stimmung am Morgen. Über den Kennedy Lake nach Port Alberni verließen wir den Westen von Vancouver Island und quartieren uns am Abend, nach dem Besuch des Cedar Trails in Miracle Beach, ein. Die Fahrt durch die &quot;Mitte&quot; von Vancouver Island ist wild und romantisch. Der Cedar Trail ist in unseren Augen ein &quot;Muss&quot;. Riesige Zedern, die zum Teil am unteren Stamm hohl sind. Die Stämme sind manchmal so groß, dass eine ganze Person hineinpasst!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittwoch, 11. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verließen unseren Campground um 8 Uhr und fuhren über Little River nach Comox. Diese Tour wurde uns als kleine Inside Passage empfohlen. Hier setzten wir mit der Fähre wieder auf das Festland nach Powel River über. Nach einer wunderschönen Schifffahrt fanden wir in Powel River ein ganz gemütliches Internetcafe, das nebenbei übrigens auch ein Buchladen ist. Der Capucchino war riesengroß und tat richtig gut. Dann fuhren wir die Küste entlang. Auf unserem Weg liegen drei Fährüberfahrten: Sechelt, Langdale und Horseshoe Bay. Wir übernachteten in Porteau Cove, einem Campground am Pazifik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Donnerstag, 12. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Totalabsturz unseres Navis verließen wir Porteau Cove gegen 11 Uhr. An diesem Tag hatten wir mehrere Wasserfälle im Programm. Wir fuhren den Highway 99 mit dem Namen: Highway to Heaven. Landschaftlich war das eine Wucht, aber ich kann nicht sagen, was mir besser gefallen hat: Die Landschaft oder zu sehen, wie diese Straße für die damals noch anstehenden olympischen Winterspiele 2010 in Whistler ausgebaut wurde. Riesige Baumaschinen waren da am Werk, große Felsdurchbrüche wurden geschaffen, viele Arbeiter waren unterwegs und das nur, um eine Straße zu vergrößern. Als erstes besichtigten wir die Shannon Falls. Auf dem Weg zu den Brandywine Falls schauten wir uns den Stannamus Chief von unten an. Wir erkundeten die freundliche Kleinstadt Whistler, haben noch einen Kaffee im Starbucks getrunken, deckten uns für die nächsten Tage mit Lebensmittel ein, fuhren vorbei am Green Lake und beendeten unsere Fahrt mit der Übernachtung am Nairn Falls Provincial Park. Unser Stellplatz war direkt am Abhang zu einem reißenden Fluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freitag, 13. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1,5 km Wanderung zu den Nairn Falls, das war die Mühe auf jeden Fall wert! Unser weiterer Weg führte uns vorbei an Pemberton. Hier füllten wir Wasser und Benzin auf und sahen, wie in Kanada die Holzhäuser gebaut werden, die auch mit großen Trucks befördert werden können. Dann folgte eine wunderschöne Fahrt vorbei am Joffrey- und Seton Lake bei Lillooet. Unser Nachtquartier schlugen wir am Green Lake auf. Hier lernten wir zum ersten Mal die kanadischen Mücken kennen. Kleiner als unsere, aber viel stechfreudiger und giftiger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstag, 14. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Green Lake ist sehr idyllisch, aber die Mücken störten uns sehr. Also zogen wir weiter. Am Lac de Roche vorbei zum North Thompson River und weiter nach Clearwater. Da wir zwei Übernachtungen im Wells Grey Park geplant hatten, tanken wir in Clearwater und füllen unser Gas auf. Nach der Besichtigung der Spahats Falls und Beobachtung mehreren Bären, übernachteten wir ganz oben im Clearwater Campground.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag, 15. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wollten dann doch keine zwei Tage bleiben und trödelten weiter. Die Helmcken Falls besichtigten wir auf dem Rückweg nach Clearwater. Dann waren die Dawson Falls an der Reihe und der Green Mountain. Um einen Cache zu heben, führte uns ein kleiner, schmaler Wanderweg durch einen dichten Wald zu einem sehr einsamen, romantischen See. Ich fürchtete die Bären, die laut meines Mannes hier gar nicht sein können. Na ja, und außerdem haben wir ja die Bärenglocke dabei, die ich in Whistler ergattern konnte. Kann also nichts passieren! Wir kamen von der Wanderung zurück, stiegen in unseren Camper und fuhren los. Und da spazierte ganz gemütlich ein Braunbär die Straße entlang. Ich glaube, ich wandere nicht mehr in Kanada! Später haben erfahren, dass die Bären sehr gern von den Teerstraßen Gebrauch machen - das ist auch für sie einfacher als der Wald. Unser Tagesstop war am Robson Meadows Campground, zu Füßen von Kanadas höchsten Berg, dem Mount Robson. Ein Viertausender. Wir hatten riesiges Glück, denn wir konnten den Riesen ganz ohne Wolken bewundern!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montag, 16. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Tagesetappen wurden immer kürzer. Das macht der &quot;Life of way&quot; Kanadas. An diesem Tag fuhren wir nur bis zum Whistler Campground bei Jasper. Auf dem Weg dorthin besuchten wir die Overlander Falls und das Hogan’s Camp. Hier lebten die Erbauer der transkanadischen Eisenbahn. Dann sahen wir uns den Moose- und den Portal Lake an. In Jasper versorgten wir uns wieder mit Lebensmitteln, gingen lecker Essen und setzten Mut aus. Das ist unser 2. Travelbug mit dem Ziel Niederbayern. Am Abend übten wir uns im Feuer machen, aber da wir nur feuchtes Holz hatten, rauchte und qualmte es eher. Es geht doch nichts über ein komfortables Campmobil mit eingebauter Küche!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dienstag, 17. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Suche nach einem Schachterl lernten wir Daps kennen. Das Schachterl hatte er an seinem Zaun platziert - so konnte er den Suchern zuschauen. Sein Hund wusste die Schachterlsucher auch sehr zu schätzen. Unser weiterer Weg führte uns zum Maligne Lake. Hier wollten wir die Bootstour nachholen, die wir das letzte Mal ausgelassen hatten. Die Bootstour war beeindruckend - wenn auch sehr touristisch. Zum Fotografieren aber einfach ein Muss! Auf dem Weg zurück genossen wir wieder einmal die Freiheit des Campmobils. Wir haben Kaffee mit Blick auf den Medicine Lake geschlürft. Nach dem Besuch am Maligne Canyon suchten wir noch ein weiteres Schachterl mit Blick in den Canyon. Die Aussicht war grandios. Da stand einem weiteren Abend auf dem Campground in Jasper nichts mehr im Wege.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittwoch, 18. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verlassen Jasper und sahen uns die von Daps empfohlenen Punkte auf der Strecke an: Einen Rastplatz, wunderschön am Fluss gelegen, und die &quot;Bubbling springs&quot;. Hier handelt es sich übrigens um Treibsand unter Wasser. Die Straßenbauer hatten hier große Probleme, die Straße zu befestigen. Dann besuchten wir das Athabasca Icefield. Da das Wetter auf diesem Pass selten gut war, wie auch heute, sahen wir uns erst einmal das dazugehörige Museum an. Dann gingen wir bei eisigem Wind und Schneetreiben zum Rand des Gletschers hoch. Es war erschreckend, um wie viele Meter er seit unserem letzten Besuch schon wieder zurückgegangen war. Beim Verlassen des Jasper Campground kreuzte eine Wapitiherde unsere Straße. Unser weiterer Weg führte uns zum Mistaya Canyon. Danach marschierte unser erster und einziger Grizzly über die Straße. Wir legten, so gut das ging, eine Vollbremsung mit unserem Camper hin. Dafür bekamen wir auch schöne Bilder. Hier sahen wir dann auch, wie unverantwortlich manche Touristen sind. Sie rückten mit der Kamera einer Bärenmutter mit 2 Kindern derart auf den Pelz, dads wir Angst um deren Sicherheit hatten. Glücklicherweise sind die Bären schlauer und verließen sehr schnell das Gelände. Wir fuhren am Bow Lake vorbei zum nächsten Campground: Lake Louise. Hier füllten wir unsere Vorräte auf und fielen tot müde ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Donnerstag, 19. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein wunderschöner Tag begrüßte uns als wir aufwachten. Wir machten uns, natürlich nicht ohne zu frühstücken, auf zum Moraine Lake. Das Valley of Ten Peaks, das auch auf einem Dollar Schein abgebildet ist, erstrahlte im schönsten Sonnenlicht. Diesen Blick werden wir nicht vergessen. In Lake Louise besuchten wir noch den Bahnhof, der sehr viele Chipmunks beheimatet. Nachdem wir den Kicking Horse Pass überquert hatten, warteten wir auf einen Zug, der durch den Spiral Tunnel fuhr. Der Tunnel führt mit einer 360 Grad Kurve durch den Berg. Die Züge sind in Kanada so lang, dass man, wenn der Zug aus dem Tunnel ausfährt, noch die andere Hälfte vor der Tunnel sehen kann. Es war noch die &quot;Natural Bridge&quot; an der Reihe. Hier wird einem die Kraft des Wassers bewusst, das erst einen Felsen aushöhlt und dann unterwandert. Während mein Mann einem Schachterl auf der Spur war, sorgte ich für das leibliche Wohl. Ich &quot;untersuchte&quot; eine Subway Filiale, die es zu dieser Zeit in Deutschland noch nicht gab, in der ich ein wunderbar gutes, gefülltes Baguette kaufte. Nach anfänglichem Misstrauen schmeckte es meiner besseren Hälfte schließlich auch. Nachdem wir den Rogers Pass überquerten hatten, wo wir uns ein Eisenbahn Museum anschauten und viele lustige Chipmunks sahen, fuhren wir den Campground Hot Springs an. Hier konnten wir am Abend herrlich im warmen Wasser ausspannen. Wir sind an diesem Tag noch weiter gefahren, als wir wollten. Aber was soll’s.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freitag, 20. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Bad in der warmen Quelle verließen wir diesen schönen Campground mitten im Wald, und fuhren Richtung Revelstoke. Auf dem Weg dorthin besichtigten wir einen Zedernwald. Diese Bäume sind einfach riesig. Sogar Putzfrauen gibt es in diesem Wald. Alles für die Touris…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Revelstoke bekamen wir einen schönen Platz für unser &quot;Auto&quot; am Ufer des Williams Lake. Wir standen zwar etwas schief, aber die Kulisse entschädigte uns dafür. Beim Einchecken mühte ich mich redlich mit meinem Englisch ab, nur um von einem grinsenden Kanadier in sehr gutem Deutsch unseren Platz am Campground zugewiesen zu bekommen. Am späten Nachmittag erkundeten wir Revelstoke und Umgebung. Natürlich waren ein, zwei Schachterl dabei. Nachdem wir die Schachterl im Tal gefunden hatten, fuhren wir talwärts zum Mt. Revelstoke. Die Anzeige der Tankfüllung stiegt bedenklich in den roten Bereich, aber mein Spatz meinte: „Das geht locker...&quot; Das Ende vom Lied war, dass wir auf Dreiviertel der Strecke umkehrten und auf eine Tankstelle im Tal hofften - die wir dann wirklich in letzter Sekunde finden konnten. Mit einem Kaffee erholten wir uns erst einmal von diesem Schock. Dann fuhren wir ein 2. Mal talwärts. Zum Wandern war es zu spät, doch die Aussicht lohnte sich allemal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Samstag 21. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir verließen Williams Lake, deckten uns in Revelstoke noch mit Lebensmitteln ein und besuchten die Stelle des &quot;Last Spike&quot;. Hier wurde der letzte Nagel für die Eisenbahnverbindung quer durch Kanada &quot;eingeschlagen&quot;. Wir Touris können das auch... Hier waren die Mücken besonders stechfreudig. Ich hatte alle Hände voll zu tun, um sie von meinem Schachterljäger fernzuhalten. Wir leisteten uns noch ein T-Shirt als Souvenir, und fuhren weiter über den Mara Lake nach Vernon im Goldstream Valley. Auf dem Weg dorthin entdeckte ich einen Fruit Stand. Im Reiseführer wurde empfohlen, sich hier unbedingt mit Obst einzudecken, da es im Okanagan Valley angebaut wird und eine hervorragende Qualität besitzt. Nachdem ich einen ganzen Kilo Kirschen und Erdbeeren ausgesucht hatte und zur Kasse ging, folgt der Schock. So teuer habe ich Obst noch nie eingekauft! Aber die Qualität ist wirklich empfehlenswert. Am Abend trafen wir auf unserem Campground in Apple Valley ein. Nach einigen Minuten traf auch unser Verwalter ein und wir konnten es uns gemütlich machen. Wir hatten die W-LAN Verbindung sogar im Wohnmobil, sehr zur Freude meines Mannes. Die nächsten Schachterl waren also gesichert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sonntag 22. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als erstes stand der Kelowna Airport auf dem Programm. Nachdem mein Mann die Security von seiner Bravheit überzeugt hatte, bekamen wir noch Tipps, von wo wir die besten Blicke auf den Flugplatz haben würden. Beim Besuch des Pendicton Airports hatte ich Glück im Unglück: Ich klemme mir meinen Daumen in der dicht schließenden Campmobil Tür ein. Das hätte bös’ enden können. In Princeton füllten wir unseren Tank auf und fuhren über den Sunday Summit. Die Höhe des Passes ist 1282 Meter! Unser Ziel war der Campground am Lightning Lake im Manning Provincial Park. Das Tal (Similkameen Valley), das wir durchquerten, ist sehr einsam und wunderschön. Das einzige, was sich hier angesiedelt hat, ist ein Campground. Jasmin, ein Gartenstrauch bei uns, wächst hier wild und ist voller Blüten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Montag 23. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem super Frühstück und dem Beschluss, an diesem schönen Ort für zwei Nächte zu bleiben, besuchten wir das Manning Park Visitor Center. Im Freien genossen wir es, den Chipmunks zuzusehen. Wir wollten zu den Heather Meadows wandern. Der Sprit im Tank war ausreichend - also rauf auf den Berg! Auf einem Rastplatz begrüßten uns wunderschöne Vögel und ein Streifenhörnchen. Ganz schön schwierig zu fotografieren. Das Hörnchen ist sehr schnell. Ein paar Meter weiter war unsere Fahrt wegen des vielen Schnees zu Ende. Wir gingen zu Fuß weiter, aber es wurde immer beschwerlicher. Also kehrten wir um. Trotzdem hatte sich der Weg gelohnt. Im Manning Park gab es ja noch viel mehr zu entdecken. Wir sahen uns den Rhododendron Wald an, der zu dieser Zeit am blühen war, besuchten den Lightning Lake und den Lightning Lookout. Wir freuten uns auf einen weiteren Tag in diesem Park.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dienstag, 24. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser 2. Tag im Manning Provincial Park. Wir haben es richtig genossen. Auch der Versuch Feuer zu machen klappte anfangs sehr gut. Da wir aber wieder nur nasses Holz zur Verfügung hatten, war die Euphorie auch gleich wieder weg. Es qualmte und stinkte - schließlich löschten wir es. Auf diesem Campground besuchte uns am Morgen ein Eichhörnchen. Wir hatten Mühe es mit der Kamera einzufangen. Danach besuchten wir den Lightning Lake, bei dem uns viele Murmeltiere empfingen. Auch ein Rabe passte auf den See auf. Auf dem Weg nach Fort Langley, unser Nachtlager, besichtigten wir die Engineers Road. Hier wurde mit großem Aufwand die Fahrstrecke durch die Berge Westkanadas gebaut. Kurz bevor wir den Manning Park verlassen hatten, sahen wir einen einsamen Camper, der nur mit Fahrrad und Zelt unterwegs war und hier übernachtete. Mein Fall wäre das nicht gewesen. Wir entdeckten auch noch nahe seinem Schlafplatz Bärenlosung. Der Hope Slide war unser nächstes Ziel. Ein riesiger Erdrutsch begrub die Straße unter sich - eine neue Straßenführung war die Folge. Am Abend in Fort Langley vertrieben wir unsere Trauer darüber, dass das Abenteuer bald vorbei sein würde, mit einem Bier und einem Steak, auf welches ich mich seit drei Wochen gefreut hatte. Da ging’s mir schon gleich besser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittwoch, 25. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An diesem Mittwoch mussten wir schweren Herzens unser Wohnmobil zurückgeben. Eigentlich dachten wir, dass wir noch einen Tag gehabt hätten. Ja, das kann nur in Kanada passieren, das man die Zeit vergisst. An diesem, nicht vorhandenen Tag wollten wir vielleicht noch mit einem Wasserflugzeug nach Victoria fliegen und &quot;shoppen&quot; gehen… Aber leider gab es diesen Tag nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also, auf zu Traveland, um das Wohnmobil abzugeben. Wir konnten es Gott sei Dank wohlbehalten abliefern. Anderen Reisende, die wir vor 3 Wochen kennen gelernt hatten, erging es nicht so gut. Sie hatten eine Durchfahrt nicht richtig eingeschätzt und die Klimaanlage &quot;rasiert&quot;. &quot;Das wird teuer&quot;, meinte dazu trocken unser Vermieter. Mit einem Taxi wurden wir nach Vancouver Downtown zu unserem Hotel Rosedale on Robson chauffiert. Nach mehrmaligen Kreisen ums Hotel lieferte uns der Taxifahrer schließlich ab. Eine kleine Erfrischung im Hotel, eine Bank, die wir nicht gleich finden, um die Dollars aufzufüllen und eine Brotzeit. Ach, das ist doch was. Nachdem wir beim letzten Kanadabesuch den Stanley Park verpasst hatten, wollten wir dies noch nachholen. Wir fanden die Busstation, hatten allerdings nicht damit gerechnet, dass wir das Fahrgeld passend haben sollten. Unser 5 Dollar Schein wird nicht angenommen, aber weil wir Touris sind, dürfen wir umsonst bis zum Stanley Park mitfahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir noch nicht kaputt genug waren und wir nur noch diesen Abend hatten, ging es noch nach Granville Island. Das heißt zur Burrard Bridge, wo wir uns solange ein Bussi gegeben haben, bis wir sicher waren, dass es die Webcam bestimmt aufgezeichnet und wir es uns zu Hause würden anschauen können. Nach der Brücke nach links, da wo das letztes Schachterl lag. Von dort nahmen wir ein Wassertaxi, das nur für uns fuhr, nach Yaletown. Im Hotel gab es noch ein Bier und dann war wirklich Schluss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Donnerstag, 26. Juni&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3 Wochen waren schnell vorbei. Wir freuten uns nach so langer Zeit auf Zuhause und waren gleichzeitig traurig, dass die schöne Zeit vorbei war. Nach einem guten Frühstück um 9 Uhr holte uns unser Taxi um 11.45 Uhr ab. Es brachte uns zum Flughafen Vancouver, von wo um 16.30 Uhr unser Heimflug startete. Es ist ein Zwischenstopp in Calgary geplant, den wir auch 3 Stunden später (offiziell 1 Stunde später) erreichten. Da in Calgary nur eine Bahn in Betrieb war, mussten wir ins Holding, d.h. das Flugzeug kreiste dreimal über den Rocky Mountains, was uns wunderschöne Luftaufnahmen derselbigen bescherte. Nach einer Ausweichlandung in Edmonton, wo wir tankten, ging es um 21.13 Uhr nach Calgary. Dort kommen die restlichen Passagiere an Bord. Ohne weitere Verspätung flogen wir gegen 2 Uhr morgens über Grönland, 5.23 Uhr über Amsterdam und landeten um 6.40 Uhr nach kanadischer und am 27. Juni um 13.40 Uhr nach deutscher Zeit, in München. Am Abend gönnten wir uns noch eine Maß Bier im Biergarten mit unseren Lieben. Das war’s, 3 Wochen waren lang und doch soooo schnell vorbei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Mann träumt schon vom nächsten Mal, dann vielleicht Alaska.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende möchte ich mich noch herzlich beim SK Team bedanken, die so viel &quot;Geduld&quot; mit uns bei der Reiseplanung hatten, und die alles hervorragend geplant und gebucht haben. Ebenso bei Traveland, von denen wir unser Campmobil hatten, und die uns zum 2. Mal hervorragend betreut haben.</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Westkanada-im-Camper.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Spätsommer in Westkanada  0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Spaetsommer-in-Westkanada.html</link>
                <pubDate>Wed, 12 Mar 2025 03:00:03 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/01_2-auf-und-davon.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kanada September 2014: &quot;Why not? Könnt ja amazing werden!&quot;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;3,5 Wochen Wohnmobil von und nach Vancouver&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von SK-Kundin Janina Hofmann&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Endlich ist es soweit! Alle bereit einzusteigen? Aber wo bleiben denn meine Manieren, bevor man sich mit Fremden auf eine Reise begibt muss man sich natürlich ordnungsgemäß vorstellen. Wir, das sind Felix (zarte 27, naja 28 Jahre jung, frisch gebackener Medizinstudent, 3. Kanadareise, outdoorerprobt) und Janina (noch zärtere 25 Jahre jung, frisch zertifizierte Magistra, Kanada Ersttäterin, schläft nur auf Festivals im Zelt) fassten vor gut zwei Jahren den Entschluss, nach Kanada zu reisen. Kanada! So wild, so schön, so aufregend und leider... so weit weg. Gefüttert von zahlreichen Dokumentationen und Reiseberichten festigte sich der Entschluss, trotz wackliger Finanzlage, da irgendwie hinzukommen. Dank eiserner Sparpläne und eines gewissen attraktiven Frühbucherangebotes sollte der Traum dann endlich wahr werden. Wer mitfahren will, den erwarten: 2,5 Wochen bestes Wetter, 1 Woche Regen, tolle Landschaften, ausgedehnte Wanderungen, wilde und weniger wilde Tiere, ein Monster von einem Auto, ein bisschen Kultur, Irrfahrten und diverse Alarme.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;03.09.14 Ready for take-off&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ah endlich! Mein erster Transatlantikflug. Aufgeregt bin ich, Felix weniger, aber der ist wenn es ums Fliegen geht auch schon ein alter Hase. Flughafenatmosphäre ist für mich aber auch echt immer ein bisschen aufregend. Nach bestandener Gesichts- und Sicherheitskontrolle fallen wir in die erstaunlich bequemen Sitze unserer Air Transat Maschine. Da hatten wir uns aufgrund einschlägiger Beschwerden im Internet auf Schlimmeres gefasst gemacht. Gut, bissl eng ists schon, aber wir mögen uns ja und zum Glück konnten wir auch Plätze in einer Zweierreihe ergattern. Das Geld ist gut investiert. Überhaupt entpuppt sich Reihe 44 als Volltreffer. Dadurch dass die Reihe davor noch mit drei Sitzen bestückt ist kann man nicht nur aufstehen ohne den Gang zu blockieren, man hat auch mehr Stauraum. Dieser wird auch gleich zum Bersten bestückt, wofür ich mir von links nur ein Augenrollen einhandele. Der Flug ist wundervoll, man fliegt ja auch der Sonne hinterher und die Aussicht auf Island und Grönland ist atemberaubend. Überhaupt - Island: Take that, Bardabunga! Die Medienpanikmache um den drohend brodelnden Vulkan mit dem lustigen Namen hat mir doch ganz schön aufs Gemüt gedrückt. Klingt vielleicht komisch, aber erst als wir über Island hinweg sind kann ich mich so richtig entspannen. Jetzt sind wir auf dem Weg. Der Blick von oben auf Vancouver tut dann aber sein Übriges - wir sind wirklich in Kanada. Und unverschämt schön liegt sie da, die Stadt von der wir so lange geträumt haben. Wir sind zwar schon ein bisschen rumgekommen, aber da kommt wenig dran. Vor der Einreise nochmal kurz Nervosität, aber völlig unbegründet. Mit nicht mehr jungfräulichen Reisepässen und leuchtenden Augen fahren wir ins hell erleuchtete Downtown - und sind einfach nur verzaubert. Der Blick aus dem fünfzehnten Stock unseres Hotelzimmers tut sein Übriges bis uns die Augen vor Erschöpfung zufallen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;04. - 07.09. Vancouver: &quot;These Streets will make you feel brand new, these lights will inspire you...&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Jaja, ich weiß, der Song ist eine Hymne auf New York, aber wer brauch schon New York wenn er Berge, Pazifik und eine quicklebendige Metropole in einem haben kann? Unsere Reise beginnt mit drei Tagen Aufenthalt hier und drei sensationellen Sonnenaufgängen, Zeitumstellung und verwirrtem Biorhythmus sei Dank. Unseren ersten Urlaubstag beginnen wir gebührend mit einem Frühstück am Canada Place und sind zum ersten Mal begeistert von der vielgepriesenen Freundlichkeit der Kanadier. Es soll nicht das letzte Mal sein. Auf eine Erkundung Downtowns folgt die erste von vielen Irrfahrten dieser Reise. Da wir Karten für das Bard on the Beach Shakespeare Festival vorbestellt haben, fahren wir zum Box Office, um diese abzuholen. Wie bei Kulturbetrieben so üblich, ist dieses Office klein, unauffällig und alles andere als zentral gelegen. Und - wir müssen da gar nicht hin. Unsere Karten liegen an der Abendkasse, hätten wir uns auch denken können. Dafür finden wir auf dem Weg den riesigen MEC Store, wo wir in den nächsten Tagen nochmal vorbeischauen wollen. Downtown noch schnell ein paar Mitbringsel besorgt und dann ab in den wunderschönen Stanley Park. Wir studieren interessiert die Totem Poles und auch den &quot;Legends of the Moon&quot; Store (Janina: &quot;Boah nee, lass nicht reingehen, die haben bestimmt nur so Touri-Zeug&quot; Felix:&quot;Ach komm, gucken schadet ja nicht..&quot;) Wir verlassenen den Laden um einige Dollars ärmer und erfreuen uns auch jetzt noch an sehr schönen Tshirts, Mützen und Schals. So viel zu Vorurteilen. Ein bisschen Touri muss ja erlaubt sein. Nach einem ausgedehnten Spaziergang an der Sea Wall brechen wir mit dem Bus in Richtung Vanier Park auf, an dessen Strand heute Abend A Midsummer Nights Dream geboten wird. Wir können jedem Shakespeare Fan, oder solchen, die es werden wollen, den Besuch des Festivals nur empfehlen. Die Aufführung war einfach nur super! Und das Stück ein wunderschöner Kommentar zu unserer Reise, die uns immer noch wie ein Traum vorkommt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am nächsten Morgen schlendern wir erstmal durch den vornehmen False Creek und nehmen dann den Aquabus nach Granville Island. Auf dem Granville Island Market gehen uns die Augen ob der vielen Schmankerl über und es zeigt sich, dass Vancouver nicht nur ein Augenschmaus ist. Bestückt mit Bagels, Muffins und Scones fläzen wir uns in die Sonne und machen mit Blick auf den Hafen unsere erste Tier-Naherfahrung: Krähen, Möwen und ganz putzige kleine braune Vögel mit weißen Punkten hoffen, dass ein Stück vom Kuchen abfällt. Wir bleiben knallhart und setzen nach Erkundung der kleinen Insel über zum Olympic Village und Science World Museum, wo wir auf dem Weg noch ein Seehundpaar beobachten können. Felix will im Wissenschaftsmuseum Kindheitserinnerungen auffrischen, aber wie das so ist mit der Kindheit - Wahrnehmung und Ansprüche ändern sich eben mit der Zeit und wir verlassen das Museum ernüchtert. Einzig der Community Garden und das nette Gespräch mit einer Mitarbeiterin machen den Besuch lohnenswert. Jetzt wissen wir auch, dass ein kleines 2-Zimmer Apartment im Stadtteil Kitsilano gerne mal 1500 Dollar kostet. Da zeigt die schöne Stadt doch glatt ihre eiskalte Schulter. Der folgende Abstecher in den zwar fotogenen, in der Realität aber leicht enttäuschenden und sehr teuren Dr Sun Yat Sen Chinese Garden lässt uns eher ernüchtert zurück. Der anschließende Schlendermarathon durch China- und Gastown gefällt uns da schon besser, auch wenn sich hier der fast schon obligatorische unfreiwillige Touristenabstecher in die berüchtigte East Hastings Street ereilt. Die Eindrücke beschäftigen uns noch den ganzen Tag, aber wirklich bedrängt oder gar bedroht haben wir uns nicht gefühlt. Als echter Frankfurter ist man da schon anderes gewohnt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es folgt prompt Irrfahrt Nummer 2, die schändlicherweise wieder auf mein Konto geht. An dieser Stelle sollte ich mich vielleicht outen: ja, ich bin eine Planerin. So eine, die Stunden vor Tripadvisor verbringt und sich irgendwelche Restaurants rausschreibt? Ja, so eine. Wir wollen also zu diesem vegetarischen mexikanischen Restaurant am Commercial Drive. Diesen erreichten wir schon nur ob der Gnade eines Busfahrers, der unseren Kleingeldmangel freundlich lächelnd übergeht. Und dann stellen wir fest, dass es zur gewünschten Adresse noch ca 20!! Blocks zu laufen sind. Tja.. Warum sind auch alle Wunschrestaurants am A*** der Welt?!? Also wieder zurück Richtung Downtown (diesmal mit Fahrkarte) und sich auf Sushi mit Meerblick geeinigt. Auf dem Nachhauseweg noch schnell mit den streikenden Lehrern solidarisiert und dann husch husch ab ins Bett. Zu den Klängen des absurden, aber sehr unterhaltsamen christlichen TV-Programms (&quot;Praise the Lord!&quot; &quot;I could feel Jesus healing my cancer!&quot;) schlafen wir ein.[...]&lt;/h6&gt;&lt;/h5&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;07.09. Hit the Road, Jack..&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Heute machen wir uns auf ins Abenteuer. Wir nehmen ein standesgemäßes Frühstück bei Tim Hortons ein, wo ich anscheinend die erste bin, die jemals einen Bagel ohne Bacon oder Sausage bestellt hat. Schmeckt aber auch so. Dann verabschieden wir uns von unserem wunderschönen Ausblick und warten auf das Shuttle von Fraserway. Das kommt auch, lädt eine Gruppe Menschen aus, aber als der Fahrer sich dann anschickt, wieder wegzufahren, müssen wir doch mal kurz zucken. Wir haben zwar Abholort und -zeitpunkt mit Fraserway besprochen, sind aber wohl auf keiner Liste gelandet. Da hatten wir jetzt nochmal ordentlich Glück. Auf dem Gelände von Fraserway lernen wir ihn dann endlich kennen: unseren Truck Camper Super Duty. Ein Biest von einem Fahrzeug mit kleiner, aber feiner und für uns völlig ausreichender Wohnkabine. Wir sind hin und weg! Nun rächt sich endgültig die völlig überzogene Menge an Gepäck, denn das Einräumen dauert gefühlte Ewigkeiten. Dafür sind Einweisung und Formalia super schnell erledigt und am frühen Mittag fährt Felix das Ding leicht nervös und mit meiner seelisch-moralischen Unterstützung vom Hof.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den ersten Halt legen wir natürlich standesgemäß bei Walmart ein, und dann auch noch im Super Store. Bei der Masse an Essbarem und anderen Dingen wird einem fast schwindelig. Bei der durchschnittlichen Packungsgröße auch. Wir halten uns sprichwörtlich an den Händen und würden am liebsten auch noch Brotkrumen streuen um den Weg nicht zu verlieren. Eine Stunde später und einige Dollars ärmer machen wir uns dann wirklich auf ins Abenteuer. Mit unfreiwilliger Detour natürlich, viel Geschimpfe von Felix und überraschend wenig Gehupe von anderen Verkehrsteilnehmern inklusive. Den Sea-to-Sky Highway finden wir dann aber doch und genießen die unbeschreibliche Aussicht auf die Pazifikküste mit ihren Fjorden. Nach 40 km sagen wir der Straße schon wieder adieu und steuern auf unseren CG zu, den wunderschönen Porteau Cove PP, einziger vorausgebuchter Platz und einer der schönsten der Reise. Hier geben wir auch dem eiskalten Pazifik, dessen Wellen über den Rand unseres Stellplatzes schwappen, noch eine zweite Chance. Danach halten wir die Nasen in die Sonne, schlendern herum und sind ganz aufgeregt, als wir unsere Stellplatzmitbewohner, zwei süße Squirrels, kennenlernen. Da war uns noch nicht klar, dass die hier so verbreitet sind wie bei uns zuhause Amseln. Macht nix, den Nachbarn hat unsere naive Begeisterung jedenfalls gefallen. Und hier gibt es natürlich viele erste Male: erstes Mal möglichst männlich cool Holz hacken, erstes Mal sanitäre Anlagen auf dem CG benutzen (ich bin überzeugt, hier entscheidet sich, ob man wirklich zum Camper gemacht ist oder doch lieber im Hotel bleiben sollte), erster Kontakt mit der RV-Gigantomanie der Kanadier. Denn das Wohnmobil unserer Nachbarn ist groß, sehr groß. Ungefähr so groß wie ein ausgewachsener Reisebus. Und kurz nach Ankunft fängt es auch noch an, geheimnisvolle Geräusche auszustoßen und diverse Dinge auszufahren. Wir können den Blick gar nicht abwenden, fühlen uns stark an einen gewissen amerikanischen Blockbuster erinnert und taufen das Ungetüm liebevoll &quot;Optimus Camper&quot;. Und auch nachdem wir auf unserer Reise noch größere RVs gesehen haben; ich bleibe dabei: jedem das Seine, aber wer zu zweit in so einem Monstrum Ferien macht und dann auch noch bei sternklarem Himmel unter der Markise sitzt, dem ist nicht zu helfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unter all den Eindrücken sind aber weder die erste Campingerfahrung noch die Tiere noch das erste Feuer am schönsten. Am schönsten ist der Sonnenuntergang, der den Himmel in unzähligen Facetten färbt und das Meer wie blutrot, nein, fast pink aussehen lässt. Wir wünschten, er hätte ewig gedauert und sind ab jetzt endgültig ganz weit weg von zuhause.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;08.09. Stairway to Heaven&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Noch immer von der Zeitumstellung verwöhnt genießen wir den Morgen alleine am steinigen Strand, den die Ebbe freigelegt hat. Bei einem kurzen Spaziergang finden wir nicht nur rostige Schienenteile, sondern auch lange, rostige Nägel, die aus dem Boden ragen. Bei dem Gedanken, dass wir hier gestern barfuß durchs Wasser geplantscht sind, wird uns ein bisschen anders. Ein bisschen anders wird uns auch bei unserem Frühstück mit Aussicht auf die Bucht, nicht wegen der Aussicht, sondern wegen der &quot;Great Value&quot; Baked Beans mit Maple Syrup, die nicht wirklich eine gute Investition waren. Wir schlagen uns tapfer, müssen aber doch den Großteil wegwerfen. Als der Rest des Campingplatzes erwacht (inklusive unserer schwer verkaterten Nachbarn, die unsanft von der Park Attendence geweckt werden, weil sie alles Essen über Nacht draußen stehenlassen haben) machen wir uns auf den Weg. Wir genießen das Panorama auf dem Weg zwischen Küste und Coast Mountains und wundern uns über Radfahrer auf dem Highway (&quot;Share the Road!&quot;), die uns ganz schön ins Schwitzen bringen, da wir das Verhältnis von Fahrzeug- und Spurbreite noch nicht wirklich einschätzen können. An den Shannon Falls machen wir unseren ersten Halt, kraxeln über steiniges Gelände und bestaunen das herabfallende Wasser. An den folgenden Sehenswürdigkeiten braust Felix aber im Racer Modus, trotz meiner verzweifelten Rufe, vorbei (wegen der Brandywine Falls bin ich ihm immernoch etwas böse, &quot;Herr der Ringe&quot; Fans werden vllt verstehen warum).[...]&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir fahren durch das Cariboo Country und genießen die Weite und Einsamkeit. Kurz vorm 100 Mile House biegen wir ab auf den Highway 24, den Fishing Highway, unsere letzte Tagesetappe. Wir machen noch einen Tankstopp und beim Aussteigen trifft uns fast der Schlag. Wir sind bei sommerlichen 25 Grad losgefahren und selbst in den Bergen war es noch angenehm warm. Hier, auf dem 1300 Meter hohen Seenplateau, weht ein eisiger Wind und wir flüchten schnell in den kleinen Store. Die anwesenden Locals scheinen sich alle zu kennen (es ist der einzige Store auf dem gesamten Highway) und tauschen munter Temperaturprognosen aus (es soll wohl frieren heute Nacht). Hier oben treffen sie Anfang September schon Vorbereitungen für den Winter. Wir stellen uns vor, wie es ist, in der Einsamkeit eingeschneit zu sein und erreichen fröstelnd unseren Campground: den Bridge Lake PP. Hier sind wir fast alleine und können deshalb direkt am See campen. Wir genießen den Sonnenuntergang, für eine Erkundungstour sind wir dann aber doch zu müde und verfroren. Die 350 km stecken uns in den Knochen. Hier bewahrheitet es sich, dass 350 km Mountain Highway in Kanada nicht vergleichbar sind mit 350 km Autobahn in Deutschland. An diesem Abend gibt es neben Pasta und Dessert die Premiere von einer von Felix Spezialitäten auf dieser Reise: Alarme auslösen. Denn kaum haben wir es uns im Camper gemütlich gemacht zerreißt das schrille Fiepsen des Feuermelders die Stille. Den hatte Felix mit dem Abgießen der Nudeln ausgelöst und es dauert ein bisschen, bis das Ding besänftigt ist. Auch das sollte nicht das letzte Mal sein. Fröstelnd und schlotternd verkriechen wir uns nach einem warmen Essen ins Bett. Heute schlafe ich mit Decke und Schlafsack und sogar Felix zieht für die Nacht eine Mütze auf. Also dann, hoffentlich bis morgen, wenn wir nicht erfroren sind...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;09.09. Into the Wild&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Schlotter, bibber... warum ist der Morgen auch immer kälter als der Abend? Es fällt uns unendlich schwer, unter den warmen Decken hervorzukrabbeln, unter denen nur die Nasen herausschauen. Im Camper ist es bestimmt kälter als im Kühlschrank und die beschlagenen Fenster geben keinen Aufschluss über das Wetter. Aaaber.. es gibt ja ein Geburtstagskind! Felix wird heute 28, wenn das mal kein Grund zum Aufstehen ist. Wir feiern gebührend mit Kaffee, ausgedehntem Frühstück und 5 Minuten Heizung und lernen hier am kalten Bridge Lake die Katzenwäsche zu schätzen. Duschen im eiskalten Camper? Undenkbar! Muss auch so gehen, dafür sind wir ja aus der Zivilisation geflohen. Wir genießen die Morgenstimmung am See und die klare eiskalte Luft. Den Schaum am Seeufer halten wir im ersten Moment für Eis (und verkaufen das auch seitdem allen unseren Freunden so, Beweisfoto inklusive). Der tolle Morgen wird gekrönt von dem Weißkopfseeadler, der über unsere Köpfe segelt. Doch auch heute zieht es uns wieder weiter, nach Clearwater und in den Wells Gray PP.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Fahrt nach Clearwater über den Fishing Highway ist wunderschön, aber pünktlich als wir in dem winzigen Ort ankommen, zieht der Himmel zu und es wird noch kälter. Oder vielleicht sind wir auch einfach nur weichgekocht, denn unseren Stiefel-, Pulli- und Mützenlook kontern die Anwohner mit kurzer Hose und T-Shirt. In Supermarkt, Pharmasave und Liquor Store stocken wir nochmal die Vorräte auf und fühlen uns wie zwei Prepper, die sich auf den Weltuntergang vorbereiten. Die Aussicht auf mehrere Tage im Wells Gray Park fühlt sich aber auch wirklich nach unserem ersten Wildnisabenteuer an. &quot;Adventure starts here&quot;, diesmal aber echt. Um die Mittagszeit machen wir uns also auf in unser persönliches &quot;Heart of Darkness&quot;. Das erreicht man aber nicht wie im Roman per Boot, sondern über ungefähr 40 km Schotterstraße. Die erste Gravel Road Erfahrung ist wacklig, rutschig und sehr staubig. Wir sind beide froh über unseren Truck Camper, nicht nur wegen der großen Bodenfreiheit, sondern auch weil man das Klappern und Scheppern aus der Wohnkabine nicht hört. Für die unbequeme Fahrt wird man aber durch die vielen schönen Plätze am Wegesrand entschädigt. Wir machen Halt an den schönen Saphats Falls und feuern am Baileys Chute die Lachse beim Springen an. Das klingt jetzt vielleicht etwas esoterisch, aber den riesigen Fischen auf dieser letzten Etappe ihrer anstrengenden Wanderung zuschauen zu dürfen ist irgendwie... inspirierend.&lt;br /&gt;Das erste Mal dumpen bringen wir dank genauer Anleitung von Fraserway und trotz einigem Gezanke gut über die Bühne und erreichen am frühen Nachmittag den Clearwater Lake CG, unseren Stellplatz für die kommenden Tage. Es wird der Stellplatz sein, der sich auch im Rückblick am meisten nach &quot;Zuhause&quot; anfühlt. Nach einer leckeren Brotzeit unter grauem Himmel zum Sound des rauschenden Flusses laufen wir zum See, wo wir uns bei den Clearwater Lake Tours über Kanu Leihgebühren informieren. Eigentlich bin ich ja so richtig heiß auf unsere erste lange Wanderung, aber aus verschiedenen Quellen wird uns die geplante Kombination von Lakeshore Trail, Easter Bluff und Chain Meadows Lake Trail nicht empfohlen (&quot;Don&#039;t do the full loop, the backside sucks&quot;). Wir sind hin- und hergerissen zwischen Wandern und Kanufahren und entscheiden uns dann doch für Option Nummer 3: die ganztägige Bootstour über Clearwater und Azure Lake. Das ist zwar weniger sportlich (und wesentlich teurer) als wandern, aber das Geburtstagskind hat entschieden. Anschließend werde ich mit einer kurzen Wanderung zum Osprey Falls Lookout, Dragons Tongue und Sticta Falls entschädigt. Hier gefällt es uns prima, vor allem der schwarze Lavaschlund der Dragons Tongue und die kleinen, aber wilden Sticta Falls laden uns zu längerem Verweilen ein. Aber es ist eben auch unsere erste Wanderung im Bärengebiet und wir sind entsprechend... nervös. Sehr nervös. Als wir dann aber beide beim Rascheln eines Squirrels im Unterholz heftig zusammenzucken, müssen wir auch mal über uns selber lachen. Rückblickend können wir über diese Erfahrung nur noch den Kopf schütteln, denn so garantiert bärenfrei wie in diesem Wald war es ansonsten wohl nirgendwo anders. Den aufregenden Tag lassen wir am Lagerfeuer unter einem langsam aufklarenden Himmel ausklingen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;10.09. Arcadia&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Eigentlich bin ich versucht, diesen Tag entweder auszulassen oder mir irgendetwas zusammenzulügen, aber das ist ja nicht Sinn der Sache. Es wird aber trotzdem ein kurzer Bericht bleiben, denn manche Dinge kann man einfach nicht in Worte fassen. Was folgt, ist einer der schönsten Tage unserer Reise. Wir können jedem von ganzem Herzen empfehlen, die Bootstour zu machen und hoffen andererseits, dass der Ort möglichst wenig überlaufen bleibt. Denn dass Azure Lake zu einer Touristenattraktion wie Lake Louise würde, ist ein unerträglicher Gedanke. Die Tour startet pünktlich um 10:30. Wir sind acht Teilnehmer, plus unser Captain und Guide Theo und ihr Hund Maple. Die maximale Teilnehmerzahl ist zwölf. Wir nehmen also die insgesamt 44 km in Angriff, wobei wir immer wieder stoppen und Theo Interessantes über die Geschichte des Parks, über Flora und Fauna erklärt und auch ein paar Kuriositäten zum Besten gibt. Zum Beispiel die Geschichte der Trapper Brüder, deren Flugzeug noch immer auf dem Grund des Sees liegt und deren Hütte auch immer noch am Strand der Rainbow Falls begutachtet werden kann. Am nordöstlichen Ende des Azure Lake angekommen erwartet uns Karibikflair mit weißem Sand vor kanadischem Bergpanorama. Wir wandern durch den Regenwald zu den Rainbow Falls, essen wilde Thimble Berries, fahren mit dem Kanu über den See und liegen einfach nur im Sand. Es sind die Stille und die Abgeschiedenheit, die uns am meisten berühren. Es ist einer dieser Momente, die sich uns eingeprägt haben und in die wir immer wieder gedanklich zurückreisen können, wenn es mal stressig wird. Wir nehmen uns vor, das nächste Mal ein paar Nächte hier am Strand zu verbringen und dann mit dem Kanu zurückzufahren. Wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal am Azure Lake. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;11.09. On the Road again&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Heute wollten wir ja eigentlich den Helmcken Falls Rim Trail in Angriff nehmen und noch eine Nacht im Wells Gray Park verbringen, aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Da ein gewisser Jemand gestern die ganze Fahrt über im Bug gestanden und das Gesicht über die Windschutzscheibe rausgestreckt hat ist er jetzt ziemlich erkältet. Eine längere Wanderung fällt deshalb also flach und da passt es uns gut, dass uns der Pyramid CG auch nicht so richtig begeistern kann. Wir brechen die Zelte also einen Tag früher als geplant ab und machen uns auf den Weg nach Jasper. Bevor wir uns aber endgültig vom Wells Gray Park verabschieden, machen wir noch einen Abstecher zu den Moul Falls. Der Trail ist sehr schön angelegt und wir treffen bekannte Gesichter wieder. Die Moul Falls sind ein zwar recht niedriger, aber dafür umso schöner gelegener Wasserfall, der die Besonderheit bietet, dass man hinter den Fällen durch das ausgehöhlte Lavagestein hindurchlaufen kann. Das ist eine sehr nasse, glitschige und windige Angelegenheit, aber nach bestandenem Abenteuer grinsen wir wie zwei Honigkuchenpferde. Wir verlassen den Park mehr als zufrieden und mit der Erkenntnis, dass man hier auch locker mehrere Wochen mit Backcountry Camping verbringen kann. Unser erstes Wildnisabenteuer weitab der Zivilisation und ohne Handyempfang haben wir sehr gut gemeistert. Jetzt sind wir gespannt auf die Rockies. A propos Rockies: Gespräche mit anderen Campern bestätigen die Fernsehberichte, die uns noch aus Vancouver in Erinnerung sind: It&#039;s snowing in the Rockies! Der früheste Wintereinbruch in Calgary seit Jahren, da kann man sich ja ausmalen wie es in den Bergen aussieht. Naja, wir packen uns eben warm ein und hoffen auf einen Stellplatz mit Stromanschluss. Dank Felix Erkältung komme ich heute aber in den Genuss, zum ersten Mal unseren Super Duty zu fahren. I like it! Unleash the Beast, muhaha! Ich fange mir ein paar nervöse Blicke und Ermahnungen ein, fahre das Monstrum aber, wie ich finde, sehr gediegen. Spätestens auf dem Highway 16 sind wir ein eingespieltes Team. Hier kommen wir an ganzen drei Unfallstellen vorbei, an denen Holztrucks einen beachtlichen Teil ihrer Ladung verloren haben und sehen das erste Mal die Roadworker, die scheinbar nur dafür angestellt sind, um Slow/Stop Schilder hochzuhalten. Im Vergleich mit deutschen Bau- und Unfallstellen finden wir das irgendwie sehr pragmatisch und sympathisch. Beim Durchqueren des Mt Robson PP folgt ein weiteres Highlight der Reise: der ungetrübte Blick auf den namensgebenden Berg in der Abendsonne und: unser zweiter Schwarzbär! Diesmal haben wir ihn ganz für uns alleine und beobachten aus sicherem Abstand von der anderen Straßenseite. Der Kerl lässt sich aber auch von den vorbeirauschenden Trucks nicht stören und futtert seelenruhig seine Beeren. Als wir weiterfahren, huscht er über den Highway und verschwindet im Unterholz. Ich mache mir noch lange Gedanken über die Gewöhnung der Tiere an den Verkehr, aber Felix meint, ich solle mir nicht so viele Sorgen machen. Bei uns lungern die Rehe schließlich auch am Straßenrand herum. Wir werden langsam nervös, als die Dämmerung einsetzt und jeder Schatten am Straßenrand in unserer Vorstellung zu einem Tier wird, das sich vor uns auf die Straße werfen will. Endlich! Die Einfahrt zum Jasper NP. Schnell einen Jahrespass gekauft und um 21:00 Mountain Time der späten Stunde natürlich kein Platz mit Strom mehr verfügbar, also buchen wir zunächst nur eine Nacht und beschließen, morgen nochmal unser Glück zu versuchen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;12.09. Rain(Deer), Relaxing and Small Citylife&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Der Tag beginnt wie der letzte geendet ist: mit Regen. Never change a running system. Aber wenigstens schneit es nicht. Felix opfert sich und zieht frühmorgens mit Regenjacke bewaffnet los zur Information, um sein Glück bezüglich des Stellplatzes zu versuchen. Nach einer gefühlten Ewigkeit kommt er patschnass, aber triumphierend, zurück und streckt mir die Karte für unsere Campsite mit Full Hookup entgegen. Wir wollten zwar nur Electricity, aber was solls, dann logieren wir die kommenden zwei Nächte eben extra luxuriös. Das Glück hatten wir übrigens nur, weil aufgrund des miesen Wetters viele Camper ihre Reservierung abgesagt haben. Die Warmduscher. Gut für uns, denn auf dem Weg zum neuen Zuhause begegnen wir auch den Wapitis, für die der Platz ja berühmt ist. Hier ist Vorsicht geboten: es ist Brunftzeit und wir sind froh, dem Bullen nicht in die Quere zu kommen. Die riesigen Hirsche sind aber auch ziemlich beeindruckend. Nur die Geräusche, die sie von sich geben, wollen so gar nicht zu ihnen passen. Das klingt eher nach schlecht geölter Tür als nach Alphamännchen und bespaßt uns für den Rest des Morgens. An der neuen Campsite angekommen heizen wir erstmal den Camper ordentlich auf und vertrödeln den Vormittag. Lesen im Bett und aus dem Fenster Wapitis beobachten hat ja auch was für sich. Als der Regen nachlässt, fahren wir zuerst zu den Duschen, uns entwildern; denn der Sea-to-Sky Highway und der Wells Gray Park haben uns ganz schön verwahrlost zurückgelassen. Wieder frisch und ansehnlich geht&#039;s auf nach Jasper City. Das Städtchen gefällt mir sehr gut, obwohl es hier so touristisch ist und gerade weil es eigentlich nur zwei nennenswerte Straßen gibt. Wir schlendern, bummeln und Felix besteht darauf, seine Kindheitserinnerungen im &quot;Candy Bear&#039;s Lair&quot; aufzufrischen. Ein zufälligentdeckter Waschsalon bringt die Entscheidung zumindest die knapper werdende Unterwäsche zu waschen. A very American experience. Dank WLAN und neu erstandenen Postkarten können wir hier auch das erste Lebenszeichen seit Vancouver nach Hause schicken. Abends erkunden wir den wirklich riesigen, aber doch sehr schönen Campground und fiebern unserer ersten großen Wanderung entgegen. Maligne Lake, wir kommen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;13.09. The Hiker&#039;s Guide to Bear Country&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  Oh ja, endlich wandern! So richtig den ganzen Tag raus in die Natur und die Füße zum qualmen bringen. Wir haben so richtig Bock und deshalb zerre ich Felix auch total aufgeregt beim ersten Dämmerlicht aus dem Bett. Wetter? Ist super. Die Wolken verziehen sich und es wird ein absolut toller, warmer Tag. Beste Bedingungen also. Ein ausgiebiges Powerfrühstück, Planung und Vorbereitung fressen leider mehr Zeit als erwartet und so kommen wir doch später los als erwartet. Egal! Dafür kann ich auf dem Weg Richtung Maligne Canyon meine Racer Qualitäten zeigen. Felix wird bei meinem etwas rasanten Kurvenkunststück (ich wollte die grüne Ampel noch erwischen) etwas panisch, aber ich finde er soll sich nicht so anstellen. Am Canyon angekommen, erwartet uns schon ein voller Parkplatz. So ein Mist! Das nächste Mal dürfen wir echt nicht so lange trödeln. Aber den Großteil unserer Mitwanderer verlieren wir auf dem Weg hinunter zur 4th Bridge (die 5th Bridge ist gesperrt). Die meisten scheuen wohl den Aufstieg. Die zunehmende Einsamkeit macht die rauschenden Wasserwirbel und bizarren Felsformationen noch eindrucksvoller. Zurück auf dem Parkplatz gibt&#039;s einen kurzen Kleidungswechsel, denn es ist wunderbar warm geworden, und dann auf zum Maligne Lake! Auf dem Weg treffen wir nicht nur zwei vorwitzige Bighorn Sheep, die sich vom Verkehr nicht beeindrucken lassen, wir kommen auch am faszinierenden Medicine Lake vorbei. Einen längeren Stopp heben wir uns für den Rückweg auf, in der Hoffnung, dass dann weniger los sein wird. Das letzte Stück Weg hält eine schöne Überraschung bereit: eine Elchkuh, die abseits der Straße in einem Teich badet. Wir bewundern das Naturschauspiel voller Ehrfurcht und ärgern uns umso mehr über die langen Fotoobjektive, die Blitze und die anhaltenden Touristenbusse. Das wird uns schnell zu bunt, der Elchkuh auch, und wir huschen weiter. Nach ewiger Parkplatzsuche endlich am Maligne Lake angekommen, sind wir... naja, ernüchtert. Der See ist schon schön, aber so richtig kann ich die ganze Aufregung nicht verstehen. Um den Touristenmassen zu entkommen, wollen wir den Opal Hills Loop Trail wandern. Nach Erkundigung bei ortskundigen Besuchern bestätigt sich unsere Vermutung, dass es ein hartes Stück Arbeit wird. Besonders die Aussagen &quot;you&#039;re gonna be in snow much of the time&quot; und &quot;the trail is frequented by grizzlies, but it should be open again&quot; lassen uns kurz an unserem Vorhaben zweifeln. Bei dieser Gelegenheit lernen wir auch den recht eigenwilligen Humor der Kanadier in Bezug auf Bären kennen. &quot;Which one of you is the faster runner?&quot; fragt uns einer der Anwesenden mit einem breiten Grinsen. &quot;I&#039;m afraid that&#039;s him&quot; lautet meine Antwort und ich zeige auf Felix. Der Witzbold klopft mir auf die Schulter und kontert: &quot;Don&#039;t worry, just kick him in the knee and keep running.&quot; Mit diesen herzlichen Ratschlägen machen wir uns auf Richtung Trailhead.[...]&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;14.09. Mountains, Ice and Stars&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  Heute verlassen wir Jasper und den Whistlers CG in Richtung Icefields Parkway. Zuvor nehmen wir aber die Gondel auf den Whistlers Mountain. Fun Fact: Für den Fußweg zum Gipfel benötigt der durchschnittliche Hiker 4-5 Stunden. Den Rekord hält ein nepalesischer Sherpa, der den Trail in 45 Minuten mit 60 Kilo Gepäck gelaufen ist. Dafür müssen wir noch etwas trainieren. Uns reicht heute schon der Aufstieg von der Station zum Gipfel, wo wir das Rundumpanorama genießen. Vor allem die Vogelperspektive auf den nördlichsten Abschnitt des Icefields Parkway nährt unsere Vorfreude, also nichts wie los, back on the road! Bevor wir aber die berühmteste Bergstraße Kanadas befahren, machen wir einen Abstecher auf die alte Road #93A und zur Mt Edith Cavell Road. Auf der engen, steilen Bergstraße wird uns schon manchmal Angst und Bange, aber unser vergleichsweise kleiner Camper meistert den Aufstieg trotz Gegenverkehr tadellos. Am Ende des kurzen Path of the Glacier Trail erwarten uns Edith Cavell und Angel Glacier mit zugehörigem Glacier Pond. Bei dem eisblauen Wasser mit den großen Eisschollen fühlt man sich fast ans Polarmeer versetzt. Hier ist einiges in Bewegung, wir sehen und hören Geröll- und Eisabgänge. Einer reißt fast zwei Hiker mit, die sich trotz Sperrung auf den gegenüberliegenden Trail zur Gletscherflanke gewagt haben. Die haben nochmal eine ordentliche Portion Glück gehabt. Aber auch wir sind etwas leichtsinnig und klettern übers Geröll runter an den Rand des Gletschersees. Die Geröllabhänge künden von der Gefahr, die abseits der Wege lauert. Ein großer Eisabgang hatte hier erst 2012 große Teile des Tals überflutet. Deshalb verweilen wir auch nur kurz am Ufer und machen uns dann auf den Rückweg. Bevor wir auf den Icefields Parkway auffahren, schauen wir uns noch die sehr schönen Athabasca Falls an. Schon bald schlägt uns die Landschaft in ihren Bann und wir machen gefühlt mehr Fotstopps als Kilometer. Aber genauso solls ja auch sein. [...]&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;15.09. Mountain Sound&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Plan, den Wilcox Creek Trail zu laufen und das Columbia Icefield von oben zu betrachten, wird durch meine über Nacht herangeflogenen Halsschmerzen zunichte gemacht. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht scheinen mir doch etwas zu schaffen zu machen. Wir fahren also direkt zum berühmten Athabasca Glacier. Hier sind wir beide bestürzt; vor allem Felix wird der Rückgang des Gletschers im Vergleich mit seinen Kindheitserinnerungen schmerzlich bewusst. Die Gletscherschmelze stimmt uns nachdenklich, auch, da die Frischwasserversorgung Nordamerikas zu nicht unerheblichen Teilen von der Existenz der Gletscher abhängt. Die Eindrücke lassen auch unseren nicht gerade ressourcenschonenden Trip für uns nochmal in einem anderen Licht erscheinen. Auf das zweifelhafte Vergnügen, mit den riesigen Bussen übers Eis zu fahren, verzichten wir. Leider stellt sich auch das Icefield Center als Enttäuschung heraus, dafür haben wir aber großen Spaß mit den vorwitzigen Raben, die unseren Truck Camper entern. Nach dem kleinen Ausflug ist meine Gesundheit auch so weit wiederhergestellt, dass wir den spektakulären und nicht sehr steilen Parker Ridge Trail laufen können. Die Aussicht vom sehr windigen Bergkamm ist unglaublich und den komplett unerschlossenen Saskatchewan Glacier, einen der drei Arme des Columbia Icefield, finden wir noch viel beeindruckender als seinen berühmten Nachbarn. Und auf dem Rückweg gibt&#039;s sogar eine Murmeltiersichtung inklusive. Über die Schönheit der uns umgebenden Bergwelt vergessen wir ganz die nahen Panther Falls und fahren weiter auf den schönsten Abschnitt des Parkway. Die Landschaft schlägt uns hier völlig in ihren Bann; man ist hin und hergerissen zwischen visueller Übersättigung und Nicht-Sattsehen- Können. Die Mittagspause verbringen wir am Ufer des Lower Waterfowl Lake, vor einem Bad kneifen wir aber. Schon nur die Füße abzukühlen kostet Überwindung. Wir trauern hier einem weiteren schönen Camprground nach, der leider in der Off-Season geschlossen ist.[...]&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;16.09. Beautiful Louise&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach einer unruhigen Nacht, Felix machen die vorbeirauschenden Züge zu schaffen, mir eher das Pilotprojekt Heizung bei Nacht, stehen wir früh auf, um noch vor den Massen am Lake Louise einzutreffen. Der Plan geht auf, ungewaschen und dank Minimalfrühstück rollen wir im Morgenlicht auf den fast leeren Parkplatz. Ich muss zugeben, dass der See wirklich beeindruckend ist. Da kann ich den Hype verstehen. Eingekeilt zwischen zwei Bergen und dem ihn speisenden Gletscher liegt er spiegelglatt im Morgenlicht. Weniger gefallen mir die breite Uferpromenade und das wirklich hässliche Chateau. Pünktlich als die ersten Busladungen Massen an Touristen ausspucken machen wir uns auf den Weg am See entlang. Die hintere, zwischen den Bergen eingekeilte Spitze des Sees mit ihrem kleinen &quot;Strand&quot; aus Schlitt gefällt mir noch besser. Wir machen uns an den Aufstieg zum grandiosen Plain of Six Glaciers Trail, der uns völlig begeistert. Als wir aus den bewaldeten Abschnitten an die kahle Felswand kommen, erwartet uns eine Riesenüberraschung: Mountain Goats! Eine ganze Familie friedlich am Wegesrand grasend und eine weitere hoch oben in der Felswand. Wir sind hin und weg, denn die weißen, flauschigen Gesellen wollten wir unbedingt sehen. Weiter geht es auf dem zunehmend schwieriger werdenden Pfad zum Viewpoint. Auf dem letzten Stück verschwindet der Trail in einem Geröllabhang und wir beneiden alle Hiker mit Wanderstöcken. Aber die Mühe lohnt sich; die wohlverdiente Pause mit Aussicht auf die umgebenden Gletscher und den Abbots Pass ist spektakulär. Und tief unten funkelt der See. Gekrönt wird der Aufenthalt von der Geschichte über die Abbots Hut, die Schutzhütte am höchsten Punkt des Passes, für deren Konstruktion Anfang des 20. Jahrhunderts extra Bergführer aus der Schweiz eingeflogen wurden. Geschichten von schweizer Bergsteigern in Kanada werden uns noch öfter begegnen und diese wird nur noch besser dadurch, dass sie von einem schweizer Ehepaar erzählt wird. Wir können hier noch einen massiven Schneeabgang am Hang beobachten; auch hier sind die Gletscher in Bewegung. Auf dem Rückweg kommen wir mit einem Ehepaar aus Washington ins Gespräch. Die Frau beeindruckt uns mit ihrer Begeisterung fürs Wandern, trotz doppelter Knie-OP und künstlichem Gelenk. Sie meint, man müsse Dinge halt einfach tun und wenns ein bisschen zwickt, dann solle man das hinnehmen. Diese Einstellung imponiert uns sehr und spornt uns auf dem anstrengenden Aufstieg zum Big Beehive nochmal richtig an. Wir werden mal wieder mit grandioser Aussicht belohnt und genießen unsere Rast so weit oben. Die bettelnden Chipmunks und Greyjacks lassen wir abblitzen, was zumindest seitens der Vögel mit lautem Gemecker quittiert wird. Höhepunkt ist ein in etwa zwei Metern Entfernung vorbeiziehender Adler auf Beuteflug. So nah habe ich noch nie einen gesehen. Der Anblick macht auch dem Betteln der Chipmunks ein Ende, die blitzartig verschwinden. Nach Eintrag ins Geo Cache Logbuch steigen wir ab zum schönen Lake Agnes, wo sich der Schnee tapfer hält und über Mirror Lake zurück zum Lake Louise. Heute Nacht wird es auf dem Campground so richtig zippe zappe duster. So, dass man die eigene Hand nicht vor Augen sieht. Irgendwie schaffen wir es, uns gegenseitig verrückt zu machen und jeder Weg aus dem Camper wird trotz Außenbeleuchtung zur Nervenprobe. Fast beneiden wir die Zeltcamper um ihren Elektrozaun. Aus dieser Nacht stammt auch unser seitdem liebstes doofes Wortspiel: Always be prebeared because the night can be very very beary.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;17.09. Grizzly Country and Hiking Partners&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute besuchen wir den nicht ganz so heimlichen Star des Banff Nationalparks. Der Moraine Lake soll ja mittlerweile schon beliebter sein als Lake Louise und das bekommen wir auch zu spüren. Aufgehalten vom kaum vorhandenen Wasserdruck auf dem Frischwasserschlauch und vom fehlenden Wasser an der Dumpingstation erreichen wir den See viel zu spät. Alles vollgeparkt! Aber zum Glück sind wir ja in einem hybriden Auto unterwegs und parken ganz frech abseits der RV Parkplätze. Heute wollen wir auf dem Sentinel Pass Trail wandern und hoffen, geneigte Mitwanderer zu finden, denn hier ist wirklich Grizzlygebiet und das Wandern in Gruppen unter vier Leuten verboten. Zum Glück treffen wir ein Paar wieder, das schon auf dem Mount Whistler ein Foto von uns geschossen hatte. Annika und Gus aus London wandern mit uns. Es geht hinauf durch dichten Wald bis zu einer Ebene mit grandioser Aussicht auf die Ten Peaks. Dann weiter durch einen Märchenwald aus Larch Trees, die jetzt in voller gelber Prachtstehen. Oben angekommen erwartet uns ein alpines Tal mit zwei schönen Seen und der Rest des schmalen Trails an der Felswand entlang. Am höchsten Punkt des Trails genießen wir die Aussicht auf das Paradise Valley und die Berge und sind stolz auf die 725 geschafften Höhenmeter. Auf dem Weg nach unten rutsche ich aus und fast den Abhang runter. Das ist gerade nochmal gutgegangen. In Deutschland hätte dieser Trail bestimmt ein Geländer und 100 Warnschilder. Aber kanadische Trails sind eben ohne doppelten Boden und das gefällt uns auch sehr gut. Auf dem Abstieg wird&#039;s nochmal sehr anstrengend für die Knie und dann sind wir schon zurück am Ufer des Moraine Lake. Wir verabschieden uns von unseren tollen Wanderpartnern und fahren über den Bow Valley Parkway Richtung Banff. Wir erwarten, dass jeden Moment ein Grizzly aus dem dichten Wald am Straßenrand auftaucht. Das würde uns jetzt auch viel besser gefallen als noch vor ein paar Stunden auf dem Trail. Aber Meister Petz macht sich leider rar und auch der Johnston Canyon CG ist schon geschlossen, deshalb fahren wir direkt nach Banff. Leider entpuppt sich der Tunnel Mountain Village CG als hässlichster der Reise, in Reih und Glied stehen die RVs hier auf Asphalt. Am störendsten finde ich aber die Nachtbeleuchtung, die den letzten Rest Wildnisfeeling noch zunichtemacht. Wenigstens muss man sich hier aber nicht vor nächtlichen Bärenübergriffen gruseln. Oh, und noch etwas stößt uns an dem Campground sauer auf. Schon in Jasper und Lake Louise war uns aufgefallen, dass beim Einchecken nach unserer Herkunft gefragt wurde. Wir hatten das bis jetzt für statistische Notwendigkeit gehalten, aber hier sind wir tatsächlich nur von Deutschen umgeben, während ein paar &quot;Straßen&quot; weiter ausschließlich Englisch gesprochen wird. Zufall? Wohl kaum. Wir wittern Verrat und finden diese Praxis, sollte sie denn wirklich existieren, einfach nur erschreckend. Das schöne Bergpanorama, eine saubere Dusche und die warme Nacht am Lagerfeuer können uns aber etwas besänftigen. Trotzdem werden wir die Zelte hier morgen wieder abbrechen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;18.09. City in the Clouds&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ach Banff! Traumhaft gelegen ist es, das größere und mondänere Pendant zu Jasper. Gefällt uns aber auch ziemlich gut. Hier leben wir die Touristen in uns aus, kaufen T-Shirts und lassen uns treiben. Verunsichern tun uns nur die vielen Zettel in den an der Straße abgestellten Autos. Parktickets? Aber wo kann man die kaufen? Es dauert etwas bis wir begreifen, dass es Nationalparkpässe sind, nur eben keine Jahrespässe. Die schönste Erinnerung an Banff ist die an die &quot;The Wild Gallery &amp; Gifts&quot;, welche ausschließlich Fotografien des kanadischen Naturfotografen Jason Leo Bantle ausstellt und verkauft. Wir verbringen hier wahre Ewigkeiten und geraten in einen Shoppingwahn, überaus nett beraten von der Galeristin, die zu jedem Motiv und abgebildeten Tier etwas erklären kann. Mit schweren Taschen und leichten Geldbeuteln schauen wir uns das schöne Banff Springs Hotel an. Wir ziehen unseren Camper aber trotzdem dem Luxus vor. In ebendiesen Camper müssen wir auch bald flüchten, denn es beginnt zu schütten wie aus Eimern. Wir beschließen, schon heute unser Glück auf dem Kicking Horse CG im Yoho NP zu versuchen und damit die letzte Etappe unserer Reise durch die Rockies zu beginnen. Die Spiral Tunnels sind leider durch den dichten Regen nicht zu erkennen, dafür ergattern wir noch einen schönen, ruhigen Platz auf dem schon gut gefüllten Campground. Beeindruckt hat uns heute auch die ursprüngliche, wilde Landschaft selbst am Transcanada Highway. Undenkbar bei einer deutschen Autobahn. Und auch die Wildlife Crossing Brücken finden wir sehr clever. Auf eine unschöne Begegnung mit kanadischen Wildtieren auf der Straße wollen wir nämlich gerne verzichten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;19.09. Somewhere... under the Rainbow&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir haben beim Aufwachen ein Deja Vu von unserer Ankunft in Jasper vergangene Woche: Regen, Regen, Regen. So langsam beginnt der Campingplatz sich aufzulösen. Wir lassen uns also wieder gaanz viel Zeit, aber als es gegen Mittag kein Stück nach einer Wetteränderung aussieht, fahren wir dann doch Richtung Takkakkaw Falls. Wir wären in der Nähe der Fälle ja vermutlich eh nass geworden. Ein Highlight auf unserem Hinweg sind die riesigen Wohnmobile, die die enge Straße rückwärts herunter manövrieren müssen. Ein Glück sind wir minimalistischer unterwegs. Unser Truck Camper passt zu uns, das zeigt sich in solchen Situationen immer wieder. Von den Takakkaw Falls sind wir sehr beeindruckt. Vielleicht liegt es am Regen, aber man spürt, dass da Druck dahinter ist. Fasziniert von dem Schauspiel nehmen wir unsere Umgebung gar nicht wahr und plötzlich gibt es ein großes Hallo. Wir stehen neben Annika und Gus, unseren Wanderpartnern vom Sentinel Pass. Man trifft sich eben doch immer zweimal und auch Kanada kann manchmal ziemlich klein sein. Die beiden fliegen morgen wieder nach Hause und wir kommen nochmal ins Gespräch über die Dinge, die wir gesehen haben und was für den nächsten Urlaub aufgehoben werden muss. Sehr schnell kommt unser Gespräch auf Lake O&#039;Hara, den berühmten See, den dank &quot;Quotenregelung&quot; so wenige zu Gesicht bekommen. Auch wir haben den Besuch nicht eingeplant, da wir nicht genau wissen konnten (oder vielmehr wollten) wann genau wir im Yoho NP sein würden und deshalb den Bus nicht reservieren konnten. Als die beiden uns aber erzählen, dass man nur zu Fuß hinkommen muss und den Bus zurücknehmen kann, sind wir angefixt. Aber so richtig. Wir verabschieden uns herzlich und fahren zum Visitor Center in Field, wo uns die Aussage bestätigt wird. Wir lassen uns trotz Begeisterung aber noch etwas Zeit mit der Entscheidung und fahren erstmal weiter zum Emerald Lake. An der Natural Bridge haben wir einen wunderschönen ruhigen Moment ganz für uns alleine, bevor der nächste Reisebus auf den Parkplatz rollt. Nichts wie weiter zum See, der uns mit spektakulärem Panorama und nachlassendem Regen belohnt. Hier gibt Mutter Natur wirklich ihr Bestes. Gerade als wir den Rundweg um den See starten reißt der Himmel ein Stück auf und schenkt uns den perfekten Regenbogen. Wir haben noch nie einen schöneren gesehen. Und gerade als wir denken, es könne nicht besser werden, beginnen die Farben sich im See zu spiegeln und es entsteht ein perfekter, elliptischer Regenbogen. Unfassbar! Wir sind mit unserer Begeisterung nicht alleine; ein paar Schritte weiter ertönen die Begeisterungsschreie einer japanischen Reisegruppe, die sich gar nicht wieder einkriegen können. Da war jemand für die Fotosession zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wir bestaunen das Schauspiel noch bis die Farben verblasst sind und genießen dann die Stille und Einsamkeit auf dem Rundweg. Stille? Ruhe? Frieden? Die sind natürlich relativ wenn man mit jemandem reist, dessen motorische Fähigkeiten auf dem Level eines Kleinkindes stehengeblieben sind. Jetzt sind wir in den vergangenen Tagen so viele schwierige Trails gelaufen und ausgerechnet hier erwischt es mich. Der Matsch ist meine Nemesis. Ich rutsche auf einer glitschigen Holzplanke aus und es haut mich längs auf den Rücken. Volle Breitseite. Danach sehe ich aus wie etwas, das aus den Tiefen eines B-Horrormovies gekrochen ist. Da nach diesem Erlebnis keiner von uns beiden mehr Lust hat, sich hinter den Herd zu klemmen, mache ich mich im Camper notdürftig gesellschaftsfähig und wir dinieren in der noblen Emerald Lake Lodge. Man gönnt sich ja sonst nichts. Wir würden auch wiederkommen, aber nur für den guten Wein, das selbstgebackene Brot und den unglaublichen Nachtisch. Für den Rest ziehen wir Burger und Pommes vor. Dafür gibt das Abendessen aber auch Raum, über unsere Pläne für Lake O&#039;Hara zu diskutieren. 11 km laufen um zu einem See zu kommen und dort noch mehr zu laufen? Auf einen kurzfristig freigewordenen Platz im Bus hoffen wir nicht wirklich, da morgen Samstag ist und das Wetter phänomenal werden soll. Der Plan ist eigentlich völlig bekloppt und vielleicht ist es der Wein, der mich meine Hiking Skills total überschätzen lässt. Aber ich beschließe, dass wir den See auf jeden Fall sehen müssen. Wer weiß ob und wann wir wiederkommen. Also huschen wir schnell zurück zum Campground. Denn morgen heißt es: der frühe Vogel... naja ihr wisst schon. Lake O&#039;Hara, you better be worth it! &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20.09. Pearl of the Rockies&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; Pünktlich um 6:15 reißt uns der Wecker aus dem Schlaf. Au weia. Aber die Vorfreude vertreibt bald die Müdigkeit, wir packen unsere Verpflegungspakete und los geht&#039;s! Auf dem Parkplatz angekommen, bestätigt sich unsere Vermutung: alle drei wartenden Schulbusse sind voll belegt. Macht nichts, auf die Morgenwanderung hatten wir uns ja eingestellt. Im Schlepptau dreier fröhlicher Japaner machen wir uns auf den Weg. Wir sind die einzigen, die die Straße zu Fuß in Angriff nehmen. Wir schlagen uns tapfer und folgen dem breiten Weg durch dichten Wald und vorbei an moorähnlichen Lichtungen. In der Ferne leuchten die Berge in der Morgensonne, dieser Anblick und die aufsteigenden Kilometermarker spornen uns an. Um 10:30 ist es geschafft, wir erreichen den Campground an der Straße. Die Camper sind von unserer Leistung ziemlich beindruckt und wir mächtig stolz. Wir folgen einem kleinen Trail durch dichten Wald zum Seeufer und kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Lake O&#039;Hara ist atemberaubend schön. Der Weg hat sich schon jetzt gelohnt. Als wir mehrere Gruppen mit Helmen und Kletterausrüstung beobachten kommen wir etwas ins Stutzen; möglicherweise reicht unser Können für die Gegend doch nicht aus? Im Day Shelter wird uns aber bestätigt, dass wir für unsere Pläne ausreichend ausgerüstet sind. Die Kletterer wollen den Abbots Pass, auf dessen Höhe Abbots Hut steht, besteigen. Moment mal... Abbots Pass...Abbotts Hut...das kommt uns seltsam vertraut vor. Richtig, es ist genau die Schutzhütte, die wir vier Tage zuvor vom Plain of Six Glaciers aus bewundert hatten. Wie klein die Rockies doch sein können! Wir nutzen die Gelegenheit, uns hier Wanderstöcke auszuleihen und machen uns an den Aufstieg zum Alpine Circuit, den der wanderbegeisterte Autor unseres Reiseführers als einen der besten Hikes in den Rockies ankündigt. Wir dürfen gespannt sein. Der 17 km Rundweg setzt sich aus den Teilstrecken Wiwaxy Gap, Lake Oesa, Yukness, Opabin Plateau und All Souls Prospect zusammen. Heute wird es so richtig anstrengend und fordernd. Wir haben Glück und finden einmal mehr nette Wanderpartner, die seit über zehn Jahren hierher kommen und uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Ohne deren Hilfe hätten wir uns wohl noch ein bisschen schwerer getan, vor allem beim Überqueren der Boulderfelder. Gar nicht so leicht, den Trail hier nicht zu verlieren. Und es ist auch nett, ein paar Bilder von uns beiden zu haben, die nicht aus der leidigen Selfie Position geschossen sind. Für unsere Anstrengungen werden wir mit spektakulärem Höhenpanorama, Gletschern, spiegelklaren Seen und Pikas, kleinen mausähnlichen Bergbewohnern (uns erinnern sie auch an Chinchillas), belohnt. Bei einer Rast am Lake Oesa haben wir nochmal einen riesigen Schreckmoment: Am Berg gegenüber ereignet sich ein massiver Steinschlag, der Lärm ist ohrenbetäubend. Wir sind sehr besorgt und hoffen, dass niemand verletzt wurde. Und dass die Straße frei geblieben ist. Obwohl es zugegebenermaßen schlimmere Orte gibt, an denen man festsitzen kann. Die All Souls Hochebene lassen wir am Ende aus und wandern über das Opabin Seenplateau zurück zum Lake O&#039;Hara. Wir genießen die Abendstimmung am See und kommen einmal mehr ins Gespräch mit vielen spannenden Menschen: Passüberquerern, Gletscherwanderen, Weltreisenden. Am besten gefällt uns die Geschichte von einer achtmonatigem Europareise im selbst ausgebauten VW Bus. Ganz voll mit Eindrücken von tollen Orten und tollen Menschen sehen wir mit Wehmut unserer letzten Woche entgegen. Zum Glück hat der Steinschlag die Straße verfehlt und es gibt auch keine Verletzten. So können wir gemütlich und zufrieden im alten, klapprigen Bus den Rückweg antreten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21.09. Relaxing Day&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute ist der einzige Tag unserer Reise, an dem wir mal so wirklich gar nichts tun. Wir fahren in Richtung Glacier NP, halten kurz am Rogers Pass Viewpoint und richten uns dann auf dem Illecillewaet CG (ja, der heißt wirklich so) häuslich ein. Das Wetter ist nochmal super, also lassen wir unsere gestressten Beine in der Sonne baumeln. Auf unserem wunderschönen Stellplatz direkt am Fluss fällt uns das Nichtstun gar nicht schwer. Abends grillen wir über dem Feuer (das haben wir viel zu selten gemacht) und lassen die letzten Wochen Revue passieren. Die Aussicht auf den Rückweg ist keine besonders schöne, aber wir wollen die letzte Woche nochmal richtig auskosten. Mal sehen, was uns noch erwartet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;22.09. You are still in Bear Country&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Hier endet die Schönwetterperiode unseres Urlaubs endgültig. Der jetzt einsetzende Regen wird uns, mit kleineren Unterbrechungen, bis Vancouver begleiten. Aufgrund des Wetters und meiner immer noch protestierenden Beinmuskulatur schmeißen wir unsere Pläne um. Statt dem langen Glacier Crest Trail wollen wir lieber auf dem Great Glacier Trail wandern. Aber auch dieser Plan löst sich auf, als uns der Park Ranger erzählt, dass Hiker auf dem Trail vor kurzem eine Grizzlymutter mit Jungem gesichtet haben. Der Trail ist zwar noch nicht gesperrt, aber das Risiko ist uns zu zweit und ohne Bärenspray zu groß. Die Infotafeln mit Warnungen bezüglich früherer &quot;violent encounters&quot; zwischen Grizzlies und kleinen Wandergruppen tun ihr Übriges. Dafür schlendern wir durch die Ruinen des Glacier House, die sich kurz oberhalb des Campgrounds befinden. Hier stand Anfang des 20. Jahrhunderts ein Nobelhotel direkt an der ehemaligen Trasse der Pacific Railway. Das Glacier House erlangte bald Weltruhm und wurde zum Klettermekka der Rocky Mountains. Mit der Untertunnelung des Rogers Pass verlor es seinen Glanz, wurde 1925 geschlossen und 1929 abgerissen. Lange wandern wir durch die Überreste und fragen uns, wie es damals gewesen sein muss, als die umliegenden Berge noch unerschlossen und die Ausrüstung noch recht pragmatisch war. Wir haben einen riesen Respekt vor dieser Leistung.&lt;br&gt;Wir laufen noch ein Stück weiter zum Meeting of the Waters, werden aber nach Überquerung der Brücke abrupt aufgehalten. Grabespuren. Überall am Wegrand. Wir sind nicht sicher, welches große Tier sich hier zu schaffen gemacht hat, aber uns klingeln die Worte des Rangers noch in den Ohren: &quot;If you see diggings, the bears are close. Leave the area immediately&quot;. Das muss man uns nicht zweimal sagen, wir wollten zwar Grizzlies sehen, aber nicht unbedingt so. Dafür wandern wir noch auf den Spuren der alten Schienentrasse am Rand des Campgrounds entlang und bewundern den riesigen Illecillewaet Gletscher aus der Ferne, bis uns die Bewässerung von oben zu bunt wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;23.09. Goodbye to the Rockies&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir fahren in Richtung Mt Revelstoke NP. Pünktlich als wir auf den Parkplatz des Loop Brook Trails rollen, reißt der Himmel etwas auf und wir bleiben auf der folgenden Wanderung trocken. Der informative Trail, der sich auf die Spuren der alten, gewundenen Eisenbahntrassen begiebt, gefällt uns von allen Kurztrails an diesem Tag am besten. Wir lernen etwas über die riesigen Schienenkonstruktionen, die die schwierigsten Gebiete und Avalanche Areas umgehen sollten sowie, ähnlich der Spiral Tunnels, das Maximalgefälle der Gleise auf 2,2 % reduzierten. Die Pacific Railway, finanzielle und politische Hindernisse, sowie den harten Alltag der Arbeiter. Wir wandern durch ein eindrucksvolles Avalanche Gebiet und haben spektakulären Ausblick auf einige der namensgebenden Gletscher des Nationalparks. Nachhaltig beeindrucken uns auch die Warnungen an Winterwanderer, da hier bei starkem Schneefall tatsächlich mit Artillerie Lawinen ausgelöst werden. Those crazy Canadians![...]&lt;br /&gt;In Revelstoke nehmen wir die 26 km Fahrt über den Meadows-in-the-Sky Parkway in Angriff, da sich über dem Mt Revelstoke die Sonne zeigt. Das namensgebende Blumenmeer ist zwar schon verblüht, aber trotzdem genießen wir die leuchtenden Herbstfarben und die bizarr geformten Nadelbäume. Für weitere Wanderungen fehlt uns leider die Zeit und so fahren wir zum Williamson Lake, einem recht netten Komfortplatz mit Freibadatmosphäre, auf dem wir aber die Wildnis und Abgeschiedenheit sehr vermissen. Für Heizung und heiße Dusche nehmen wir das aber in Kauf, denn es regnet wieder apokalyptisch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;24. und 25.09. Long Way Back&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir besichtigen das verregnete Revelstoke mit seinen vielen Bärenstatuen und genehmigen uns ein echt kanadisches Frühstück in einem kleinen Diner. Superlecker, aber um das angemessen zu verdauen hätten wir wohl mehrere Hektar Wald von Hand abholzen müssen. Schwerfällig machen wir uns auf zur letzten Etappe unserer Reise. Wir entscheiden uns für die Kombination aus Highway 23 und 6, die zwei kurze FaÅNhrüberfahrten vorsieht. Die sind kalt, windig, nass und trotzdem ein Highlight. Wir genießen die Ruhe auf der Straße und das Panorama der Arrow Lakes. Bei einem obligatorischen Pumpkin Spice Latte in einem tollen kleinen Cafe in Nakusp kommen wir mit einem deutschen Rentner ins Gespräch, der seit einigen Jahren mit seiner kanadischen Frau hier lebt. Beim Gespräch über doppelte Staatsbürgerschaft, Visa, Hausbau, bürokratische Hürden und kanadische Winter geraten wir mal wieder in Auswandererträume. Wer weiß, was die Zukunft bringt?&lt;br /&gt;Unsere weitere Route führt uns durch die abgelegenen Monashee Mountains. Hier schwanken wir zwischen Natur und Hillbilly Horror und sind doch froh, als wir Vernon und die beeindruckende Uferpromenade des Okanagan Lake erreichen. Nahtlos anschließend an ein Villenviertel liegt der wunderschöne Ellison PP hoch über dem See. Hier sind ob des miesen Wetters nur circa zehn Plätze belegt und so können wir trotz später Ankunft in erster Reihe parken. Der Regen kann uns das Seepanorama im Abendlicht nicht verleiden. Ganz anders, aber auch toll, diese für uns neue Seite von Kanada.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen mache ich Bekanntschaft mit den Hirschen, die den Campground bewohnen und die Büsche an unserer Site für ihr Frühstück auserkoren haben. Sie sind so gar nicht scheu und beobachten neugierig, wie ich auf kleinen Pfaden in den Klippen herumwandere und schließlich meinen Weg zum Seeufer finde. Ich setze mich im Nieselregen in den Sand und genieße Stille und Einsamkeit. Bald stößt Felix dazu und nach einem ausgedehnten Frühstück mit Meerblick brechen wir auf. An Kelowna fahren wir nur vorbei, da wir den letzten Tag in Ruhe auf einem schönen Campground nahe Vancouver verbringen wollen. Die Landschaft ändert sich mit zunehmender Entfernung zum See, es wird hügeliger und die Wolkendecke hängt tief über unseren Köpfen. Zwischen Merritt und Hope haben uns die Coast Mountains wieder, ein schöner, runder Abschluss unserer Reise, die zwischen Meer und Bergen begonnen hatte.&lt;br /&gt;Als letztes Ziel vor Vancouver haben wir Harrison Hot Springs auserkoren. Der riesige See vor Bergkulisse erinnert uns beinahe etwas an Porteau Cove. Die privaten Campgrounds im Ort gefallen uns aber nicht und so fahren wir über die Schotterstraße hoch in den Wald oberhalb des Sees. Am Hicks Lake im Sasquatch PP schlagen wir unser Lager auf. Auch hier haben wir Glück und bekommen die letzte Site direkt am See. Leider können wir hier nur eine Nacht bleiben, denn morgen ist Freitag und das Wochenende soll nochmal tolles Spätsommerwetter bringen. War ja klar. Aber heute sind nur die zwölf Plätze am Ufer besetzt. Wir genehmigen uns ein Bier am Seeufer, verfeuern unser letztes Holz und sitzen noch lange draußen. Ein letztes Mal den Geräuschen der Natur lauschen. Wir werden es vermissen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;26.09. The last Day&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Obwohl wir so richtig ausschlafen ist es immer noch neblig, als wir aufstehen. Es sieht aus, als wollte der Nebel die Bäume rund um den See verschlucken. Wir räumen unseren schönen Stellplatz und fahren zum Parkplatz am Hicks Lake. Von hier aus umrunden wir den See auf dem Ufertrail. Der schummrige Urwaldtrail führt durch dunkle Baumtunnel, vorbei an komplett bemoosten Stämmen über matschige Holzplanken. Diesmal fällt aber keiner hin. Überall glitzern Spinnennetze. Das regnerische Wetter tut der Stimmung hier keinen Abbruch, im Gegenteil. An einer schönen Picknick Area am Strand müssen wir leider Müll einsammeln. Durch die relative Nähe zu Vancouver und die große Beliebtheit zieht der Park anscheinend auch Menschen an, denen die Natur ziemlich egal ist. Das macht uns richtig sauer. Zur Belohnung gibt es für uns am letzten Tag aber noch eine dicke Überraschung. Gerade haben wir es uns am Ufer bequem gemacht, da bewegt sich etwas Großes im Wasser. Was ist das denn für ein riesiger, seltsamer Fisch? Ist kein Fisch, es ist ein Bieber! Da nutzt das Wappentier des Landes die Gelegenheit, sich noch einmal ganz persönlich von uns zu verabschieden. Er paddelt herum, sammelt Treibholz und scheint sich einen Spaß daraus zu machen, die Wasservögel zu verscheuchen. Wir sind begeistert, und ganz schnell ist er mit einem leisen Platsch auch wieder verschwunden.&lt;br /&gt;Nachdem wir einen Platz am Ufer des kleineren Deer Lake gefunden haben, flüchten wir vor dem wieder einsetzenden Regen in den Camper. Mit dem Park Ranger unterhalte ich mich über die kommende sechsmonatige &quot;Regenzeit&quot; an der Pazifikküste, was meinen Abschiedsschmerz doch etwas lindert. Am Abend fahren wir runter in den Ort, wir wollen den Abend im &quot;Old Settlers Pub&quot; ausklingen lassen. Uns kommen viele RVs entgegen und uns schwant nichts Gutes, was die Platzauslastung betrifft. Beim abschließenden Burgeressen mit vollem kanadischem Sportprogramm stoßen wir noch einmal auf einen tollen Urlaub an. Ein gebührender Abschluss.&lt;br /&gt; Leider ist die Freude nicht von langer Dauer, denn bei unserer Rückkehr müssen wir feststellen, dass unser Stellplatz von einer Gruppe bereits sehr betrunkener Kanadier gekapert wurde. Da diese auch noch den gesamten Campground trotz fortgeschrittener Stunde mit Musik beschallen, flüchten wir Richtung Hicks Lake. Es wird noch einmal bizarr, als unsere Scheinwerfer einen Mann erfassen, der völlig reglos mitsamt Axt in der Hand neben den Plumpsklos steht. Horrorfilmatmosphäre. Nichts wie weg hier!&lt;br /&gt;Am Hicks Lake ergattern wir den gefühlt letzten Stellplatz, der Campingplatz hat sich zum Bersten gefüllt. Wir erklären dem vorbeifahrenden Park Ranger, dass wir für heute schon bezahlt haben und wollen danach nur noch ins Bett, denn es ist schon spät. Aber was wäre der letzte Abend ohne letzten Alarm? Beim Zuschließen des Autos erwischt Felix den mysteriösen Alarmknopf und unser Truck bricht in ohrenbetäubendes Gehupe aus. Das kann leider nur behoben werden, indem man den Schüssel in die Zündung steckt. Es dauert gefühlte Stunden und dann herrscht abrupt Stille. Aber nur kurz. Irgendwo in der Nähe fangen Hunde an zu bellen nur unterbrochen vom Weinen eines Babys. Wir verschwinden schnell in unseren Truck Camper, bevor uns eine wütende Mutter lyncht. Unseren Nachbarn im Zelt sind bestimmt die Ohren weggeflogen. Nachdem wir aufhören können zu lachen, legen wir uns schweren Herzens in unsere gemütliche Schlafhöhle - zum letzten Mal.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;27.09. There and Back again&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir erwachen unter einem wolkenlosen Himmel. Well played, Canada! Beim Zusammenpacken und letzte Essensreste zu einem Wegbrot zusammenstellen bricht nochmal kurz Hektik aus. Aber wir schaffen es, den Campground relativ leise zu verlassen. Ein letztes Mal dumpen und schon sind wir auf dem Weg nach Vancouver. Kurz vor Annacis Island folgt natürlich die unvermeidliche Detour. Wir brauchen eine Weile, um den richtigen Weg zu finden. Die Abgabe des Campers verläuft dafür aber problemlos, professionell und freundlich. Ich bin zwar todtraurig, als unser Truck Camper von Fraserway Mitarbeitern vom Platz gefahren wird, aber der Blick aus dem Shuttle auf Vancouver muntert mich wieder etwas auf. Wir haben noch viel Zeit am wunderschönen Flughafen und beginnen den Rückflug ganz entspannt. Aus dem Fenster zeigt sich Vancouver nochmal in ihrer ganzen Pracht. Wir verabschieden uns mit letzten unvergesslichen Eindrücken - und heftigen Turbulenzen. Ein schönes Spiegelbild unserer Reise.&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Und mit einer Gewissheit: Wir kommen wieder.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Spaetsommer-in-Westkanada.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Quer durch Kanada im Wohnmobil 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Quer-durch-Kanada-im-Wohnmobil.html</link>
                <pubDate>Thu, 19 Jul 2018 03:00:51 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/sk-2441230_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kanada September 2014&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Von Ost bis West&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von SK-Kunde Christian Hans Schwarz&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Dieser Reisebericht soll einfach einen kleinen Einblick in meine Reiseerfahrung von Kanada geben. Ich habe die Touren natürlich etwas genauer beschrieben, so dass ih euch auch etwas daran orientieren könnt, falls ihr die Tour auch machen möchtet.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Vor allem will ich mit der kurzweiligen und amüsanten Beschreibung eine andere Art von Reiseführer machen, die einfach Spaß machen soll zu lesen - bei der du aber auch nicht alles so ganz genau nehmen darfst. Es gibt sicherlich Dinge, die ich gar nicht beschrieben, einfach übergangen oder andere Details mehrfach wiederholt habe. &lt;br&gt;Vor allem aber dient dieser nachfolgende Bericht der Unterhaltung. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kurzbeschreibung:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Also wirklich gut vorbereitet bin ich nicht - damit ihr überhaupt wisst, um was es geht, hier ein kurzer Überblick, was geplant ist:&lt;br&gt;Da mein Bruder in den nächsten Tagen in Ottawa/Kanada heiratet - werde ich die Reise über das große Wasser wagen, damit ich bei diesem Ereignis dabei bin. &lt;br&gt;Allerdings möchte ich auch die Möglichkeit nutzen und für 14 Tage die Rockies besuchen, um einige Tagestouren dort zu machen.&lt;br&gt;Sicherlich merkt Ihr, dass ich nicht zum Autor geboren bin -&lt;br&gt;verzeiht mir bitte meine grammatikalischen Würfelleien und Schreibfehler.&lt;br&gt;In der ersten Woche war ich bei der Hochzeit von meinem Bruder in Ottawa.&lt;br&gt;Also sind die ersten 5 Tage eher privat und eventuell nicht so interessant.&lt;br&gt;Wenn ihr allerdings wissen möchtet wo man gut Essen gehen kann in Ottawa,&lt;br&gt;ein bisschen was über die Stadt erfahren wollt und sehen möchtet, wo man in den Hills auch Hochzeit machen kann, darf man diesen Teil natürlich sehr gerne lesen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ab Tag 6 beginnt dann die neue Reiseberichtnummerierung mit 1/6 etc. und die eigentliche Reise durch die Rockies. Ich war nur in einer kleinen Region der Rockies also &amp;quot;Kananaski Country&amp;quot; - &amp;quot;Banff National Park&amp;quot; und &amp;quot;Jasper Nationalpark&amp;quot;.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Über die anderen Parks werde ich auch gerne berichten, falls ich sie einmal bereisen sollte. So jetzt aber viel Spaß beim Lesen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 1&lt;/strong&gt;: &lt;em&gt;Von Stuttgart nach Ottawa&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist 7 Uhr morgens, ich stehe am Bahnsteig und warte auf den Zug.&lt;br&gt;Der Koffer stand schon seit Dienstag fertig gepackt im Ankleidezimmer .Nun ist es endlich soweit. Eine Stunde früher als geplant fahre ich los.&lt;br&gt;Die S-Bahn rollt an, und ich verabschiede mich von meiner derzeitigen Wahlheimat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Stuttgart angekommen, muss ich erst einmal über die Baustelle von Stuttgart 21 laufen, um zu den Bahngleisen zu gelangen. Es hat sich aber schon viel getan.&lt;br&gt;Ich nehme einen Zug früher als geplant, muss zwar umsteigen, aber was soll es - jetzt soll es endlich losgehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Wartezeit verbringe ich damit, meine letzten Euros auszugeben und mir 3 Donuts und ein Baguette bei Lé Crobac zu holen. Die Donuts in die Tasche, das Baguette in den Magen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist viel los auf den Bahnsteigen, ebenso wie im ICE nach Mannheim.&lt;br&gt;Ich mach es mir im Bistro gemütlich und trink ein überteuertes schlecht schmeckendes Gebräu was sich Kaffee schimpft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Durchsage: &amp;quot;Wir haben 10 min. Verspätung, es ist nicht gewährleistet, dass Sie Ihre Anschlusszüge bekommen&amp;quot; - aus den 10 min. Verspätung wurden 12min. Laut Fahrplan hätte&lt;br&gt;ich 6 min Zeit gehabt, um in Mannheim am gegenüberliegenden Gleis in den ICE nach Frankfurt einzusteigen. - Na toll, dachte ich mir, fängt ja gut an -&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber, auf die Bahn ist eben verlass - Da der andere Zug auch 8 min Verspätung hatte ging alles wie am Schnürchen. Man kann sich halt darauf verlassen, die Bahn kommt immer zu spät.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Flughafen in Frankfurt angekommen, wurde mir durch das freundliche Personal schnell geholfen, Check-In Schalter gefunden, Koffer aufgegeben trotz 2,5 kg Übergewicht, super freundliche Dame, die mich da bedient hat...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;...und ab durch den Zoll - die wollten nix von mir, ich hatte auch nix dabei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer schlechten Currywurst ging es dann in den Flieger.&lt;br&gt;Über den Flug gibt&#039;s nicht viel zu sagen - war lang, zwei mittelmäßige Filme angeguckt&lt;br&gt;und schlecht gegessen - aber man drückt es teilweise halt rein - hat man ja bezahlt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Ottawa angekommen, holte uns mein Bruder mit seiner neuen Frau am Autoverleih im Flughafen ab. Er hat uns- meinen Eltern und mir - ein wirklich zauberhaftes Appartement besorgt und ein tolles Auto.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;An den Verkehr muss man sich erst einmal gewöhnen. Die Ampeln sind auf der gegenüberliegenden Straßenseite bzw. Kreuzung - Mit dem Schilderwald komme ich auch noch nicht ganz klar, aber ich denke, dass das sich in den nächsten Tagen auch klären wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer Mini-schnell-durch-das-Viertel-Schlender-Tour - haben wir in einem Irish Pub zu Abend gegessen - danach gab es noch eine Lightshow am Parlament. &lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;br&gt;&lt;strong&gt;Tag 2:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Ottawa - Eine junge Stadt&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Also von heute kann ich euch nicht viel berichten - da einfach nicht viel passiert ist.&lt;br&gt;Die meiste Zeit des Tages habe ich damit verbracht, im Auto zu sitzen und durch Ottawa zu fahren ohne Navi. - Unmöglich ...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir waren um 9.00 Uhr verabredet zum Breakfast im Farmhouse mit Rachel und meinem Bruder (dem Brautpaar) - aber hier laufen die Uhren etwas langsamer und das Farmhouse machte erst um 10.00 Uhr auf. No problem - ein paar Meter über die Bank Street geschlendert, stehen wir vor einer Art Starbucks, allerdings mit Kaffee aus eigener Röstung - war ganz gut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danach ging es zurück zum Farmhouse in Ottawa in der Bankstreet - ja das Essen war ganz okay  - aber ich hab irgendwie die Pancakes mit Ahornsirup vermisst - hab ich irgendwie noch nirgends hier in Canada gefunden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Frühstück ... es ist inzwischen 15:30 Uhr - gehen wir wieder zu unserer Unterkunft. Eine Stunde später besuche ich meinen Bruder in seinem Haus und schaue mir sein neues Heim an.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Über den Rest reden wir am besten nicht - &lt;br&gt;Ich habe versucht ohne Navi (es ist in Canada sehr schwierig günstig an Internet zu kommen) vom Haus meines Bruders zu unserem Appartement zu finden. Dabei musste ich eine Zwangsrundfahrt durch Ottawa machen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Tour führte mich auch über den Brewed Marked , den wir später noch besuchen werden. Sieht aus wie unsere Stuttgarter Königstrasse - viele Einkaufsgeschäfte, Bars und Restaurant nebeneinander.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einem kleinen Drink ging es wieder zurück zum Appartement und danach in das wohl schlechteste Restaurant in Ottawa. Meine Eltern wollten zum Abendessen zum Thailänder gehen - da dieser direkt in der Nähe von unserem Appartement lag.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Äußere Erscheinung:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Das Restaurant liegt an einer Ecke und ist von zwei Seiten zu sehen. Die Scheiben sind mit schlechten Bildern vom Essen zugeklebt und andere unsinnige Werbung klebt von außen an dem Restaurant. Eigentlich schon ein Grund in Europa den Laden nicht zu betreten.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Innen:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Tische sehen für einen günstigen Vietnamesen typisch aus. Die üblichen Saucen in bekannter Asia-Manier stehen auf dem Tisch. &lt;br&gt;Ein asiatischer junge ca. 12 Jahre alt bedient uns, sonst ist niemand im Laden zu sehen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Karte:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Die Karte sieht aus wie der Laden von außen. &lt;br&gt;Zugepflastert mit schlechten Bildern&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Essen: &lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Dafür gibt es zwei punkte - optisch sieht es gut aus ... &lt;br&gt;Geschmacklich: ich hab immer noch so einen bitteren Nachgeschmack im Mund ...&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 3: &lt;/strong&gt;&lt;em&gt;Ottawa - Kennenlernen der Familie&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute ist der Tag, an dem wir die Familie meiner Schwägerin kennenlernen.&lt;br&gt;Wir sind zum Essen eingeladen in ein arabisches Restaurant.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unterwegs begegne ich immer wieder diese typischen nordamerikanischen Trucks.&lt;br&gt;Sie sind optisch etwas kleiner als z.B. ein Mercedes-Actros, aber dafür doppelt so laut und sehen sehr imposant aus. Immer wieder findet man auch Kirchen an den Straßen, die aussehen als hätte man sie gerade erst gebaut. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Restaurant angekommen schaue ich mich erst einmal um - direkt gegenüber gibt es einen kleinen Sushi Laden - macht einen ganz passablen Eindruck und so ist es auch.&lt;br&gt;- der Tag scheint gerettet nach zwei Lachs Sushi und 6 Avocado Maki.&lt;br&gt;Jetzt komme was wolle. Bericht nachzulesen auf Yelp.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Mittagessen zieht sich bis spät in den frühen Abend. &lt;br&gt;Trotzdem beschließe ich spät am Abend noch nach einem kleinen kulinarischen Highlight in der Stadt zu suchen...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;... keine 300m von unserem Appartement entfernt, finde ich das womöglich beste Restaurant der Stadt. Dieser Ausflug soll sich mehr als gelohnt haben. Sicherlich ist es nicht billig, aber was kann man von &amp;quot;billig&amp;quot; schon erwarten.&lt;br&gt;Es war einfach phänomenal - so stelle ich mir ein Bar/Restaurant in Canada oder auch in Irland/Wales etc. vor&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Hier stimmte einfach alles&lt;/em&gt; - &lt;br&gt;Nur eine kleine Nische in der Häuserfront an der großen Bankstreet ist das Walesbone.&lt;br&gt;Es ist etwas dunkel so wie viele Pubs - es ist voll und laut. Die meisten Besucher dieses Lokals sind mittleren Alters, aber auch ein paar junge Einheimische sitzen an der Bar.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier wird Musik zwar nicht von Hand gemacht, aber der Barkeeper der gleichzeitig auch Austernöffner und Chef in einer Person ist legt hier die Platten noch eigenhändig auf.&lt;br&gt;Ein alter Schallplattenspieler steht auf der Rückseite des Tresens und darüber  ein Regal mit unsortierten meist alten Vinylplatten. Immer wieder stöbert der Barkeeper durch die Sammlung und sucht nach dem nächsten musikalischen Highlight an diesem Abend.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vorspeise:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Fischsuppe - sensationell !! Mehr kann ich nicht sagen.&lt;/em&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Hauptgang:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Kanadische Austern.... viel besser als die französischen.&lt;/em&gt;&lt;br&gt;Der Ausflug hat sich gelohnt - da gibt man mal gerne 80$ aus.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 4:&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Hochzeit - Le Belvedere - Ottawa&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja - der große Tag der Hochzeit ist gekommen.&lt;br&gt;So gegen 7:00 Uhr fahre ich durch die Stadt, um zum Weddinghotel zu kommen.&lt;br&gt;Es ist ruhig, die Stadt schläft noch. Aus dem Fluss steigen Nebelschwaden, die leicht über das Wasser gleiten. Die Sonne wirft ihre ersten Strahlen über das Parlament und Downtown - ein toller Anblick! &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kurze Zeit später befinde ich mich im Hinterland. Es geht Richtung Westen in die Hills.&lt;br&gt;Zum ersten Mal sehe ich die viel bewunderte Natur von Kanada. Sicherlich ist es nur ein kleiner Teil, aber es ist ein wunderschöner.&lt;br&gt;Jetzt  verstehe ich auch, was mit weitem Land gemeint ist. Im Prinzip sieht es aus wie bei uns im Nordschwarzwald. Viele Hügel, Laubbäume, Tannen und alles ist tiefgrün - nur alles in Maxiausgabe.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Man könnte hier länger als eine Minute eine Kamerafahrt über das Panorama machen und immer noch keinen Telefonmasten, Straße oder Ähnliches sehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach ca. 20 min verlasse ich den Highway. Dazu man muss sagen, dass die Straßen hier nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen sind, sondern eher mit denen in Süditalien oder in Randgebieten von Spanien.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es geht jetzt auf einer kleineren Landstraße etwas kurvenreicher durch die Hügel im Vorland von Ottawa. Auf beiden Seiten sieht man immer wieder kleine zu gewucherte Seen und Tümpel, man fühlt sich schon fast  wie in der Wildnis angekommen.&lt;br&gt;Die Nebelschwaden liegen über den Bäumen und ziehen langsam der immer stärker scheinenden Sonne entgegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die letzten Meter zum &amp;quot;Le Belvedere&amp;quot; gehen auf einem matschigen Pfad relativ steil den Berg hinauf. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oben angekommen erscheint ein wundervoller Ausblick&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 5:&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Der Tag nach der Hochzeit&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute ist nicht viel geplant - einfach noch den Tag von gestern verdauen.&lt;br&gt;Ich mache mich morgens auf, um meinen Eltern Croissants zu besorgen - die ganze Aktion gestaltete sich allerdings schwieriger, hier versteht man unter &amp;quot;Bakery&amp;quot; eher ein Süßwarenladen als eine Bäckerei mit Brot.&lt;br&gt;Ich nutze die Gunst der Stunde und besuche eine Kaffeerösterei.&lt;br&gt;Wirklich leckerer Kaffee.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachdem ich beim Supermarkt ein paar Brötchen besorgt hatte, schlenderte ich wieder zurück zum Appartement. Wir frühstückten auf der Terrasse und schauten uns später dann einen See in der Nähe an.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz in der Nähe war auch Little Italy - eine Straße mit italienisch klingenden Namen und selbstgemachtem Eis. Allerdings zählen hier Türken und Griechen auch zu &amp;quot;Little Italy&amp;quot;.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 1/6&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Aufbruch nach Calgary&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieser Tag ist der 6. Tag von meiner Kanada-Reise aber eigentlich der 1. Tag von der Reise in den Rockies.&lt;br&gt;Nun soll es also beginnen, das Abenteuer (der Trip den viele gerne machen würden,  ganz alleine durch das Gebirge der Rockies fahren und wandern - oder auch nicht).&lt;br&gt;Egal wem ich heute begegnen werde, alle schauen mich mit erstaunendem Blick an und fragen, ob ich wirklich alleine durch die Rockies fahren und wandern will. - Dazu später mehr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Koffer sind gepackt und der Rucksack wartet nur darauf, dass er auf den Schultern getragen werden darf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Viel zu früh treffen wir am Flughafen ein. Der Flughafen von Ottawa ist ziemlich klein, aber modern und schnuckelig - man kann alles überblicken und sich auch nicht verlaufen.  Beim Check-In geht hier alles per Touchscreen vollautomatisch. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man muss halt seinen Reisepass dabei haben und einlegen, die Flugnummer wissen&lt;br&gt;und schon kann man sich selber einchecken - tolle Sache. Meine 2,5 kg Übergepäck wurden zum Glück toleriert - Danke AIR CANADA - Ein Blick auf die Abflugtafel, was fällt auf - wo soll es wohl hingehen?&lt;br&gt;&lt;br&gt;Klar - natürlich an den einen Ort, wo es keine +Grade haben soll nach Calgary - der Olympiastadt. Aber was soll es, ich bin es ja gewöhnt aus der Schweiz vom Wintercamping. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Calgary nach 4 Stunden Flug angekommen, muss ich erst einmal die Uhr um zwei Stunden zurückstellen. Der Check-out ist etwas ungewöhnlich. Ich steige aus der Maschine aus und stehe plötzlich zwischen den wartenden Menschen, die in den nächsten Flieger oder sogar in den gleichen wollen, mit dem ich gerade gelandet bin. &lt;br&gt;Bei der Landung und der langen Rollphase am Boden hab ich schon bemerkt, hier in Calgary ist ein sehr großer Flughafen, also hatte ich natürlich auch ein wenig die Befürchtung, dass ich mich verlaufen könnte.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Wartehalle angekommen, suche ich die Kofferausgabe. Plötzlich steht ein Cowgirl mit Lederhose, Bluse und einem weißen Cowboyhut vor mir und winkt uns in eine Richtung. Mir fällt das Koffersymbol an den Richtungsschildern auf ,und so finde ich das Gepäckband in der Ankunftshalle - überall Frauen und Männer vom Flughafenpersonal in dieser typisch canadischen Cowboykluft  -  sieht toll aus, irgendwie fühle ich mich jetzt angekommen-&lt;br&gt;Koffer geschnappt und mit dem Shuttle, der schon auf mich gewartet hat, zum Hotel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Leckeres Abendessen im Mexican Grill - vermutlich das letztemal in dieser Woche, dass ich mir ein Restaurantessen gönne.  Danach ab ins Hotel und sich auf morgen freuen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 2/7&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Calgary -&amp;gt; Kananaski Mountains -&amp;gt; ca 130 km (Elkbow Lake)&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Über Nacht fegte ein Schneesturm über Calgary. Alle Ampeln sind ausgefallen und viele Telefonleitungen. Es hat in der Stadt ca. 5cm Neuschnee gegeben.&lt;br&gt;Früh am Morgen im Hotel warte nicht nur ich auf den Shuttlebus von Fraserway.&lt;br&gt;Doch nach einer kleinen Verspätung auf Grund der winterlichen Zustände geht es endlich los.&lt;br&gt;Die Übergabe läuft relativ zügig und ich kann mein Minicamper in Beschlag nehmen.&lt;br&gt;Er ist wirklich klein. Wie sollen da zwei Personen genügend Platz haben? Ich bekomme gerade all meine Sachen unter. - Aber ich bin zuversichtlich, da er sehr wendig ist und ich vermutlich überall damit parken kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mittags geht es los zum Supermarkt, um Proviant einzukaufen.&lt;br&gt;Ich habe mich auf die nötigsten Lebensmittel beschränkt: Kaffee, Wasser, Salat, Fleisch, ein paar Chips- mal sehen wie weit ich damit komme - nach der Rechnung von 180$ müsste ich ja eine Woche gut davon leben können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Supermarkt fahre ich auf der Landstraße 567 in Richtung Highway 1A.&lt;br&gt;Ein weites und offenes Land erschließt sich mir. Kaum habe ich die Stadt hinter mir gelassen, fühlt man sich ganz alleine -nur eine endlose Straße vor einem.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer Weile mache ich auch schon die erste Begegnung mit einem Tier.&lt;br&gt; Ein Eichhörnchen hoppelt über die Straße  - kenne ich ja schon aus Ottawa. Nichts besonderes, trotzdem lustig. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Strasse 567 wird nun zur 772. Ich muss ein paar Umleitungen aufgrund von Bauarbeiten fahren, stört mich aber nicht, hab ja mein Google GPS das zum Glück funktioniert, weil ich die Karte noch schnell im Hotel geladen habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als ich über eine Anhöhe fahre, sehe ich wie keine 200m vor mir ein sehr großer Fuchs von Rechts nach Links die Straße überquert. Oder war es ein Kojote? - ich weiß es bis heute nicht. Leider war ich zu langsam und konnte den Augenblick nicht festhalten. Ich fahre dann langsam weiter auf der 1A ins Gebirge durch ein beeindruckendes Seengebiet welches zum Nakoda-First Nations-Reservat gehört.&lt;br&gt;Mitten im Niemandsland läuft in der Ferne ein Mensch auf der Straße.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich halte an und nehme ihn ein Stück der Reise mit - es stellt sich heraus, dass er ein Nakoda-Indianer ist und hier in der Nähe gerade ein Hollywoodfilm gedreht wird. &lt;br&gt;Er gehöre zur Crew und sein Auto sei stecken geblieben.&lt;br&gt;Nachdem ich ihn abgesetzt habe, befinde ich mich mitten in einem Waldgebiet.&lt;br&gt;Plötzlich stehen Kühe auf der Straße vor mir - hier muss man wohl wirklich mit allem rechnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf dem Highway1 angekommen, fahre ich wieder ein Stück zurück in Richtung Calgary, biege aber gleich die nächste Abfahrt rechts ab Richtung Kananasky Country. &lt;br&gt;An der Ausfahrt ist das Casino der Nakoda First Nations und auch die Grenze des Reservates.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einem kleinen Zwischen-Stopp in Kananaskis Village und dem nahe gelegen Campground, bekomme ich den Tipp noch weiter nach Süden zu fahren zu den Kananaskis Lakes.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dort angekommen, quartiere ich mich in einen der wenigen offenen Campgrounds ein:&lt;br&gt;Elkwood. Nach einem kleinen Abendessen will ich noch eine Runde Joggen. Es ist 19 Uhr und noch relativ hell. Es hat gerade aufgehört zu schneien. Da ich die letzte Woche nur faul rumgelegen bin, denke ich mir, daß das jetzt wohl gar nicht so verkehrt ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach Kilometer 3 mitten in der Pampa , mache ich dann meine erste Begegnung mit einem Bären. Zwar hab ich ihn nicht live gesehen, aber er muss kurz vor mir hier vorbeigekommen sein und sich auch noch in der Nähe aufhalten. Da die Spuren ganz frisch sind und kein Schnee darauf liegt, beschließe ich, langsam wieder zurück zu laufen.&lt;br&gt;Es ist mir dann doch ein bisschen zu gefährlich im halb Dunklen gleich mit einem Bären zu kämpfen.&lt;br&gt;Na ja - im Vorfeld kann man leicht sagen, ich stell mich darauf ein. Aber wenn man wirklich mitten in der Wildnis auf einem Pfad mitten im Wald steht und die einzigen Spuren, die man neben seinen eigenen sieht, die eines Bären sind und die Fußstapfen größer sind als die eigenen Füße, dann wird einem zwangsläufig etwas mulmig.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Am Camper angekommen, beschließe ich nach einer Dusche den Tag ausklingen zu lassen und mich morgen auf die erste Wanderung im Schnee zu freuen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 3/8&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Kananaskis Lakes -&amp;gt; Rawson Lake -&amp;gt; Elkwood Campground&lt;br&gt;Schwierigkeitsgrad: leicht / Gelände: Wald / Dauer: 2 1/2h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein wunderschöner Morgen. Die Sonnenstrahlen wecken mich. Ich höre den Schnee von den Bäumen auf den Boden fallen. Alles ist weiß. 10 cm Schnee liegen auf dem Tisch auf meinem Platz. Die Parzellen sind sehr großzügig, hier hätten locker 3-4 Zelte drauf Platz.&lt;br&gt;Ich mache die Türe von meinem Van auf und genieße erst einmal ein paar Minuten die Stille der Natur. Es ist herrlich. Die Nebelschwaden ziehen die Straße herauf und brechen die Sonnenstrahlen, die über das Dach der Bäume zu linsen versuchen.&lt;br&gt;Es ist immer noch kalt. Ich mache mich zur Abfahrt bereit und um 7.30 Uhr biege ich auf die Straße Richtung &amp;quot;Boulten Creek&amp;quot;. Fast hätte ich ein großes Reh oder eine Hirschkuh überfahren. Ich kann das nicht so gut unterscheiden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich biege nach links ab, um in das Tal zu den &amp;quot;Upper Kananaskis Lakes&amp;quot; zu kommen - &lt;br&gt;es sieht aus wie im Winter. Alles hat ein mystisches Licht, das im großen und ganzen blau-weiß erscheint, manchmal aber auch grün schimmert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aus irgendeinem Grund habe ich die Ausfahrt zum &amp;quot;Upper Lake&amp;quot; verpasst und bin mitten auf der Landzunge zwischen den beiden Lakes gelandet. Ich fahre ein Stückchen weiter und lande an dem schönen Fleckchen &amp;quot;Panorama&amp;quot; - woher der Name kommt, lässt sich leicht erklären, wenn man die Aussicht um diese Uhrzeit zu Gesicht bekommt.&lt;br&gt;Die Sonne ist schon über den ersten Hügeln aufgestiegen und erhitzt das kalte Wasser des oberes Kananaskis Lake. Zauberhafte Nebelwölkchen ziehen über das Wasser, das aus einer Vielzahl von Blautönen besteht - &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieser Ausflug hat sich auf jeden Fall jetzt schon gelohnt.&lt;br&gt;In der Ferne sieht man den einen oder anderen schneebedeckten Gipfel der doch sehr schroffen und steilen Mountains -es ist kein Wunder, dass viele nicht so einfach zu begehen sind, denn es führt auf keinen normalen Wanderweg hinauf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich mach mich langsam auf und fahre wieder zurück, um die richtige Ausfahrt zu den &amp;quot;Upper Lakes&amp;quot; zu finden. Dort angekommen gibt es zwei Parkplätze ich nehme den oberen. Nach etwas suchen finden ich den Anfang von dem Trail - Er ist am Ende des unteren Parkplatzes  auf dem auch im Sommer die Boote zu Wasser gelassen werden.&lt;br&gt;Noch ein kleines Erinnerungsbild.&lt;br&gt;Es ist wohl schon ein einzigartiges Erlebnis, Anfang September eine so schneebedeckte Aussicht zu haben, aber trotzdem noch ein mildes Klima. Gefühlt ist es etwa 4° +.&lt;br&gt;Kurz nach mir kommen zwei Rancher-PicUps vom AlbertaPark-Guide an und laufen mit einer größeren Gruppe hinter mir her - aber ansonsten ist weit und breit niemand zu sehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Trail führt direkt am südlichen Rand des Sees entlang.&lt;br&gt;Nach ca. 13min kommt ein Bach als Hindernis mit einem wunderschönen Wasserfall.&lt;br&gt;Ich sage euch: das ist die erste Challenge gewesen. Ich laufe durch einen eiskalten Fluss/Bach, in dem alle darin liegenden Steine mit einer 1cm dicken Eisschicht bedeckt sind. Zum Glück ist die Karte Wasser dicht - war gleich das Erste, das ins Wasser geflogen ist. Zum Glück sind meine Wanderstiefel einigermaßen dicht.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach 20min geht es dann weg vom See und südlich relativ steil den Hang hinauf.&lt;br&gt;Vor mir ist noch niemand gelaufen und hier in Kanada gibt es keine Wegweiser wie bei uns in den Alpen, auch keine Zeichen an den Bäumen. Hier ist nichts, alles sieht gleich aus. Dazu kommt, dass die Bäume hier deutlich enger stehen als bei uns. Die Gruppe, die vorher noch hinter mir war, hat den leichten Weg rund um den See genommen. Es wird immer stiller je tiefer ich in den Wald hineinlaufe. Der Schnee ist mittlerweile bis zu 20cm tief. Ich bin jetzt ca. 1 Stunde unterwegs und treffe wieder auf die ersten Bären spuren. Man sieht wie die Rinde relativ frisch beschädigt worden ist.&lt;br&gt;Zum Glück hat es geschneit und ich kann mich beruhigen. Es sind keinerlei Tierspuren zu sehen. Ich fasse den Entschluss und laufe weiter. Die Aussicht die mich oben am &amp;quot;Rawson Lake&amp;quot; erwarten sollte, wird mich belohnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein wundervolles Schauspiel spielt sich heute am &amp;quot;Rawson Lake&amp;quot; ab. Es rumort, knarrt und tost. Die Sonne erhitzt den Schnee und an den gegenüberliegenden Felsen schießen die Schneebretter mit lauten Geräuschen über das Gestein in den Abgrund.&lt;br&gt;Der See liegt wie im Märchen sicher in einem Tal von Bergriesen, die den See bewachen und sich in ihm spiegeln. Man fühlt sich wie im &amp;quot;Winter Wonderland&amp;quot; - ein außergewöhnliches Ereignis - jetzt fühle ich mich richtig in der Wildnis angekommen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wieder hinabgestiegen, bin ich froh, heute keinem Bären begegnet zu sein. Der See hat jetzt sein Kleid abgelegt und strahlt in der Sonne. Die Farbe des Wassers wechselt zwischen Türkis und dunklem Blau.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich möchte noch eine Touristen-Tour machen. In der Mitte der Landzunge gibt es einen kleinen Rundgang. Künstlich angelegt und ganz nett.&lt;br&gt;Am Campground wieder angekommen, mach ich zuerst einmal einen kleinen Mittagsschlaf. Danach möchte ich noch zu den oberen Lakes. Gegen 15:30 Uhr starte ich zu meiner zweiten Tour. Direkt vom Platz aus laufe ich los und besuche noch kurz das Elkwood Amphitheater -was man da nicht so alles in die Wildnis stellt- ich habe davon kein Bild gemacht - hat sich nicht gelohnt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Weiter geht es Richtung William Watson Lodge - Wow, das ist ja purer Luxus.&lt;br&gt;Da stehen wunderschöne Holzhütten mitten in der Natur, bestimmt 10 Stück oder mehr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es scheint so, als habe ich mal wieder den richtigen Riecher gehabt und auch diese Landschaftsbilder werden mein Herz höher schlagen lassen. Nebenbei werde ich Augenzeuge wie ein Fischer eine sehr große Regenbogenforelle aus dem Wasser zieht.&lt;br&gt;Außerdem erlebe ich eine weitere Besonderheit an diesem See. Gerade wird eine Regatta für Behinderte ausgetragen. Das wäre ein einmaliges Ereignis, so viele Segelboote auf dem Lake. Na dann.. ich kann auch ohne Segelboote, die machen so viel krach mit ihren Hupen da vertreiben die mir doch alle Tiere.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich laufe nun am Ostufer des &amp;quot;Oberen Lake&amp;quot; Richtung Norden. Der See hat relativ wenig Wasser-es ist ja auch schon fast Winter. Wenn ich die Gegend so betrachte, kann ich jetzt die ganzen Geschichten, die ich früher als Kind gelesen habe oder als Hörbücher in Kassettenform, viel besser verstehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Überall im Wasser treiben tote Bäume und es liegt Holz am Ufer. Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man eine Uferzunge, die mit Schilf bewuchert ist, aber nicht so wie bei uns, sondern eher steppenartig. &lt;br&gt;Ich setze mich eine Weile auf die Steine am Ufer und schaue mich um.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nicht dass es täuscht, die Segler waren direkt bei den Lodges, aber 10m weiter abseits fühlt man sich sofort wie in der Wildnis. Als ich weiter laufe, komme ich wieder durch Schneefelder am Ufer. Hier ist klar zu erkennen, die letzten 4 Tage ist hier niemand vorbeigekommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich entscheide mich, nicht den gleichen Weg zurück zu gehen, sondern die Skitouren / Langlaufloipen für den Rückweg zu nehmen. Diese laufen auf der anderen Straßenseite auf dem &amp;quot;Meadow Trail&amp;quot; entlang. Laut Karte sind sie nur max. 300m von der Straße entfernt- ab und zu stehen noch ein paar Picknicktische herum- das beruhigt zwar, aber vermutlich kommt hier niemand mehr vor dem Start der Wintersaison vorbei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dank meiner Runningapp weiß ich aber ungefähr wo ich bin. Hier gibt es kein Netz also um Hilfetelefonieren ist nicht. Zu Haus angekommen versuche ich den Grill zu befeuern was aber nur spärlich klappt. Das Holz ist einfach zu feucht. Brennt zwar aber ned so das es zum Grillen reicht -  also teste ich die VanKüche - hat dann auch geklappt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Morgen werde ich die Lakes verlassen und mich Richtung Norden auf machen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 4/9&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;The Fortress -&amp;gt; Canmore -&amp;gt; 3000m&lt;br&gt;Schwierigkeitsgrad: mittel 	Gelände: Wald/Geröll	Dauer: 3-4h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute war mal wieder ein Reisetag mit einer kleinen Wanderung geplant -&lt;br&gt;Ich verlasse die Kananaskis Lakes morgens gegen 7:30 in Richung Canmore.&lt;br&gt;Noch einmal habe ich die Möglichkeit auf den oberen Kananaskis Lake zu schauen.&lt;br&gt;Ich fahre auf der anderen Seite entlang und biege dann nach rechts ab in die Berge&lt;br&gt;Auf eine Schotterstraße. Also wenn man hier in der Gegend von einer Schotterstraße spricht, dann ist diese Straße so breit wie eine Autobahn, zwar mit Schotter was ja nicht so schlimm wäre, aber auch mit dementsprechend vielen Schlaglöchern, die den ganzen Van durchschütteln - also an die Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Warnschilder sollte man sich tunlichst halten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer halben Stunde bin ich dann schon am &amp;quot;Chester Day Use&amp;quot; angekommen. Das Schöne an den kanadischen &amp;quot;Popular Hikes&amp;quot; ist ja, dass sowohl an den Startpunkten wie auch an den Aussichtsparkplätzen überall Toiletten sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um 8.00 Uhr starte ich meine Wanderung in Richtung Chester Lake.&lt;br&gt;Durch einen relativ lichten Wald laufe ich bis zu einer Weggabelung, dann geht es rechts ab in Richtung See.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Canadier lieben Loops. Mir kommt es vor, als ob sie am liebsten überall Loops einbauen würden - Hauptsache &amp;quot;one way&amp;quot; und einen schönen Kreis ,&lt;br&gt;damit sie ihre Straßenschiffe auch schön lang durch die Wildnis schleifen und die Luft verpesten können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Na ja.. auch egal .. auf jeden Fall ist das hier auch ein Loop - für den Auf- und Abstieg zu dem Lake. Es liegen immer noch 5 cm Schnee, also gehe ich davon aus, daß es ein Nordhang ist, ich kann es nicht sehen, weil die Sonne von einer dichten Wolkendecke verdeckt ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zwischendurch kommt mal ein kleiner blauer Fleck zum Vorschein, aber ich weiß noch nicht, ob mich das wirklich zuversichtlich stimmen soll. &lt;br&gt;Man merkt, dass wir schon höher sind, denn die Bäume sind nicht so dicht wie noch gestern beim &amp;quot;Upper Lake&amp;quot; - gemütlich geht der Weg hinauf durch einen schönen Tannenwald. Nach einer Viertelstunde erreicht man eine kleine Lichtung, überquert diese und landet wieder auf einem großen Steppendelta.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier entdecke ich wieder frische Bärenspuren. Sie sind vielleicht ca. 1 Stunde alt. Der Schnee um die Bären-Tapsen herum ist noch nicht zusammengesackt sondern steht noch fest im Boden. Ich glaube, dass er mich gehört und sich dann von mir weg entfernt hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oben auf der Hochebene angekommen, eröffnet der Trail ein wunderschönes idyllisches Plateau. Die Bäche haben sich durch die Gegend gewunden und sich ihren Weg gebahnt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kleiner Tipp: Wenn auf einem Schild steht: &amp;quot;Skitrail not go in summer&amp;quot; - sollte man dies beherzigen ... denn sonst könnte es ziemlich feucht enden. Diese Skitrails oder Schneeschuhtrails laufen nämlich quer über das Sumpfgebiet, das gleichzeitig natürlich auch Bärengebiet ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach 5 Minuten bin ich am See. Schöner Ausblick. Das Wetter scheint zu drehen. Jetzt ist plötzlich alles bedeckt und der Himmel zieht noch mehr zu. Doch ich bleibe auf meinem Weg. Ich laufe weiter den Steilhang hinauf über eine Böschung und durch ein kleines Tal hinauf über die Waldgrenze zu den Geröllfeldern, die von unten schon zu sehen waren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin jetzt eineinhalb Stunden unterwegs. Ich beschließe nun, etwas langsamer zu gehen und meine Kräfte einzuteilen. Es sind immer wieder große Schneefelder zwischen den Geröllfeldern, teilweise scheinen sie bis zu einem Meter hoch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist schwer, sich überhaupt einen Weg zu bahnen. An einen Wanderweg wie bei uns darf man gar nicht denken. Hier bist du nur auf dich alleine gestellt und den Weg, den du wählst, ist vor dir sicher noch niemand gelaufen.&lt;br&gt;Hier sieht man keine Anzeichen von Menschen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Irgendwie gefallen mir diese Kananaskis Mountains - Je weiter ich hinaufsteige, um so schlechter wird das Wetter, zwar ist der Gipfel noch zu sehen, er erscheint auch sehr Nahe und doch entschließe ich mich dazu kurz vor dem letzten Anstieg am Fuß des Gipfels umzudrehen. Es hat angefangen zu Schneien und zu Stürmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe mein GPS schon 300m weiter unten ausgemacht, um Strom zu sparen, weil ich es eventuell auf dem Rückweg benötigen werde.&lt;br&gt;Ich denke, dass es die richtige Entscheidung war, umzudrehen.&lt;br&gt;Der Rückweg gestaltet sich so schwierig wie ich vermutet hatte. Ich muss über die ganzen Schneefelder und vereisten Geröllfelder absteigen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Hochplateu entscheide ich, die Westflanke zu nehmen. Weil erstens der Aufstieg über die Ostflanke sehr schwer war und sie mir auch nicht so sicher erscheint.&lt;br&gt;Zweitens sind auf der Westflanke weniger Schneefelder und ich muss nur eine kurze Wand von ca. 10m hinab klettern, damit ich wieder auf normalem Geröll laufen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Schneesturm wird stärker. Mittlerweile liegt 1cm Neuschnee und ich suche verzweifelt nach meinen Spuren vom Aufstieg. Nach mehreren Anläufen habe ich endlich den Weg gefunden, auf dem ich gekommen bin.&lt;br&gt;Am Van angekommen, wechsele ich erst einmal die Klamotten, bevor ich weiter fahre.&lt;br&gt;Unterwegs begegne ich meinem ersten Elch. Doch das Beeindruckenste war der Lake, an dem ich die ganze Zeit entlang fuhr. In Canmore angekommen, bin ich erst einmal in den Supermarkt gegangen und habe mir Zewa gekauft... das hatte ich vergessen. ...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kleine Joggingeinheit am Abend und Salat mit gegrillter Hähnchenbrust...&lt;br&gt;Jetzt noch schnell den Blog updaten... dann geht es ab ins Bettchen, damit ich fit bin für morgen ... &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 5/10&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Mount Lady MacDonald - 2.605 - Canmore&lt;/em&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Schwierigkeitsgrad: mittel / Gelände: Wald/Hochgebirge / Dauer: 4h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Canmore ist eine wirklich schöne Stadt - es ist eine kleine Stadt in den Bergen, die auf Tourismus ausgelegt ist, aber eigenständig und intakt. Hier leben auch Einheimische.&lt;br&gt;Hier gibt es alles, was man benötigt: vom Supermarkt bis zum Baumarkt -&lt;br&gt;sogar eine RV-Propan-Gas Füll-Station. Ich muss sagen, dass mir alle Menschen mit sehr viel Freundlichkeit begegnet sind. Nicht so oberflächlich wie an anderen Orten, sondern sie haben sich wirklich interessiert -nicht nur nach dem Job gefragt oder ob man auch genügend Geld hat, sondern waren einfach gesellig und wollten sich unterhalten. Das fand ich sehr schön.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Canmore-Info Station war alles super perfekt. Als ich mir ein paar Flyer angesehen habe, kam die Dame hinter dem Tresen nach vorne und hat mich freundlich gefragt, ob sie mir helfen könnte.&lt;br&gt;Ja, das konnte sie.... Ich suchte natürlich Hiking Möglichkeiten in Canmore und Umgebung.&lt;br&gt;Sie hat mir alles super erklärt und auch wo der Supermarkt ist, wo ich parken kann, wo ein günstiger Campground ist. Einfach perfekt - Danke, Canmore!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn ich das im Nachhinein gewusst hätte, dass in Banff die Situation ganz anders aussieht, wäre ich noch zwei Tage länger geblieben... aber dazu später mehr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Übernachtet habe ich in dem Campground in der Stadt  &amp;quot;Spreed Creek&amp;quot; oder so ähnlich. Auf jeden Fall bin ich auch hier voll des Lobes. Ich wusste zuerst nicht so recht was ich brauche - eigentlich brauch ich nichts, aber Strom und Wasser wären nicht schlecht...&lt;br&gt;Also hat Sie mich an der Rand des Parks quartiert - ich schau mir das an fahr wieder zurück weil ich noch in die Stadt wollte, frage Sie ob es irgendwo Internet gibt -&lt;br&gt; &amp;quot;Oh you need internet&amp;quot; - wait a moment.... das Ende vom Lied war: ich habe einen neuen Platz bekommen mit Internet und direkt am Service-Häusle. Supi, was will man mehr.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So, jetzt geht&#039;s aber los - &amp;quot;Summit - Lady MacDonald&amp;quot; - Die Dame an der Info hat mir ja eine Karte mitgegeben mit Parkmöglichkeiten etc.  Alles super organisiert. &lt;br&gt;Am Parkplatz angekommen sehe ich erst einmal eine riesige Baustelle... Okay, macht ja nichts. Das Flussbett ist relativ leer, doch es ist ja auch September und die große Schneeschmelze ist ja im Mai-Juni.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Trail führt den Bach hinauf und biegt dann irgendwann links ab.&lt;br&gt;Es geht durch dichtes Gebüsch auf verschiedenen Pfaden den Berg hinauf, &lt;br&gt;die aber auf ein und demselben Weg enden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Relativ weit unten überholt mich eine Gruppe von 4 Jugendlichen ich schätze mal so 17-21. Schön viel am labern und en ordentlichen Schritt drauf. &lt;br&gt;Nach dem ich den ersten Step erreicht habe, so nach 450 m, sitzen Sie da und keuchen um die Wette. Der Pfad führt langsam nach oben aber immer etwas nach Westen. Erst durch einen sehr lichten Wald dann durch ein Steingebiet..&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ab hier liegt wieder Schnee und der Weg wird schmaler und schwieriger. Immer wieder findet man schöne Aussichtspunkte, an denen ich kurz innehalte und die Landschaft genieße.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach gut 2 Stunden habe ich die Plattform erreicht. Von hier aus kann man den Gipfel sehen. Allerdings sieht es sehr schwierig aus, ich komme nur langsam voran, alles ist voller Schnee und Eis. Den Weg kann man sowieso nicht mehr sehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es wird sehr steil, ich bin jetzt ca. 100 m unter dem Gipfel- er scheint so nahe.&lt;br&gt;Doch plötzlich türmt sich eine 50 m hohe Wand vor mir auf.&lt;br&gt;Mit Müh und Not erklimme ich diese und bin dann auf dem Gipfel. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das war meine schwerste Tour bis jetzt, allerdings nur wegen des Schnees.&lt;br&gt;Man sieht keinen Weg und keinen Untergrund - jetzt im Nachhinein war es Sau gefährlich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Danach fahre ich nach Banff, schaue mir die Stadt an und Quartiere mich in dem Campground vor Ort ein. Hier ist 4x soviel los wie in Canmore und du bekommst nur 1/3 der Tipps aufgrund der vielen Anfragen. Ich habe aber einen super ruhigen Campingplatz bekommen, der mir optisch sehr gefällt. Ist einfach mitten im Wald und sehr ruhig. Es gibt zwar kein Strom aber brauche ich auch für zwei Tage nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ach ja, eine kleine Anmerkung hier noch. Banff macht einfach eine gute Werbung - ich freue mich, so etwas noch zu sehen, so handgemachte Werbung - siehe Bild&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 6/11&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Mount Bourgeau - zwischen Banff und Lake Louise&lt;br&gt;Schwierigkeitsgrad: schwer 	Gelände: alpin	Dauer: 6-8h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Tour ist die Hiking Tour 18 aus dem örtlichen Hiking Tour Plan -&lt;br&gt;Früh morgens fahr ich los so gegen 7:30, will ja auch nicht der Letzte sein.&lt;br&gt;Ich bin auch der Erste. Die erste halbe Stunde geht es durch ein Wäldchen immer in Schlangenlinien den Berg hoch, bis ich irgendwann dem Tal folge und dass sehr lan&lt;br&gt;Der Weg ist gemütlich und leicht, schön breit und nicht zu steil.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wenn man an dem Wasserfall angekommen ist, der einfach fantastisch aussieht, wird der Weg danach etwas steiler und schmaler. Aber die Hälfte zum Lake ist geschafft.&lt;br&gt;Als kleine Orientierung: Der Lake liegt kurz über der Baumgrenze, dann weiß man immer wie lange man ungefähr noch zu laufen hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oberhalb des Sees begegne ich der canadischen Art der Murmeltiere. Einfach süß. Endlich mal ein Tierbild ^^&lt;br&gt;Nach ca. 4 Stunden bin ich dann am Pass angekommen. Ich laufe noch eine Stunde weiter, bis kurz unter den Gipfel, dann ist meine Deadline, die ich mir selber gesetzt habe von 13:00 Uhr eingetroffen, wo ich nicht mehr weiter hoch steigen will. (Einfach aus Sicherheitsgründen ich weiß der Weg nach unten ist sehr lange und ich kenne mich hier noch nicht aus.)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um 16:30 Uhr bin ich dann wieder unten am Auto angekommen - meine bisher längste Tour. Außerdem merke ich noch die 4 letzten Tage in meinen Beinen - ich bin einfach froh, wieder unten zu sein. Danach schlendere ich noch bissle durch Banff und Umgebung und mache ein paar Touri Sightseeing Bilder.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Morgen ist ein Relaxing Tag geplant - einfach mal ausspannen und die Touri Orte anschauen und fotografieren&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 7/12&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Minnewanka See - Rockboundlake - Banff&lt;br&gt;Schwierigkeitsgrad: leicht 	Gelände: Wald	Dauer: 3h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute ist also der Relaxing Tag auf dem Programm, bevor es morgen wieder auf einen Summit geht. &lt;br&gt;Zuerst steht ein Besuch am Minnewanka Lake an. Das ist der See, an dem man halt mit dem Bootle so entlang schippert - heute hatte aber so früh noch keins offen - hätt eh kein Geld dafür ausgeben. Auf der Karte habe ich aber gesehen, dass es einen verdammt interessanten Trail gibt den &amp;quot;Aylmer Pass Trail&amp;quot; von wo man dann auch auf den Aylmer Mountain kommt - leider muss man laut Park Regeln min. 4 Personen sein um den Trail gehen zu dürfen, da es dort eine hohe Population von Bären gibt. - Schade, den hätte ich gern gemacht... vielleicht ein anderes Mal.&lt;br&gt;Ansonsten ist der Lake jetzt nix besonderes - wird halt ne bissle Touri Show draus gemacht, weil er ziemlich groß ist - wir wissen aber, dass es auch super schöne andere Seen gibt die sogar noch interessanter sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Ich etwas Proviant eingekauft habe, &lt;br&gt;geht es weiter Richtung &amp;quot;Bow Valley Parkway&amp;quot;. &lt;br&gt;Der Fachberater hat gemeint, wenn ich mal en ruhigen Tag machen möchte und was Schönes sehen möchte, sollte ich mir die &amp;quot;Falls&amp;quot; am Johnston Canyon Resort ansehen.&lt;br&gt;Das hörte sich ja ganz nett an. Ich also den schönen Bow Valley Parkway entlang mit 40 km/h und ab und zu mal an den Aussichtsplattformen halten und en Foto Knipsen wie man das halt so macht als Touri.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da kommt auch schon die Ausfahrt zu dem Canyon Trail. &lt;br&gt;Auf dem Parkplatz stehen gefühlt 50 Autos und Heerscharen von Chinesen und Japanern bevölkern den Ort. Ich also nix wie weg und einfach mal an der nächsten Ausfahrt den Parkplatz am Castle Mountain genommen, aber natürlich den für die Wanderer und nicht den, für die Sightseeing Menschen. Hier stehen gerade mal 4 Autos. Supi, denke ich mir und wo geht es hier hin? - zu den Silverton Falls. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer halben Stunde hinauf und wieder hinunter, entscheide ich mich, den linken Weg zum Rockbound Lake zu nehmen.&lt;br&gt;Der Weg führt auf einem schönen Wanderweg langsam durch einen lichtdurchfluteten Wald nach oben.Auf diesem Weg gehe ich ca. 1 Stunde, bis der Weg zu einem Pfad wird.&lt;br&gt;Nach einer weiteren Viertelstunde erreiche ich eine Kehre und folge dem Pfad das lange Tal zum Pass hinauf. Ich laufe zwar ganz in der Nähe des Baches, kann ihn aber so gut wie nie hören,da alles mit Moos überwuchert ist und Pilze überall in verschiedenen Sorten aus dem Boden sprießen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer weiteren Stunde erreiche ich die Hochebene. Es duftet nach verschiedenen Kräutern und Nadeln. Es ist ein beeindruckendes und schönes Tal. &lt;br&gt;Wenn ich die Bergketten so anschaue, denke ich sofort an die Westernfilme, in denen jetzt gleich die Indianer hinter den Zinnen hervortreten, bedrohlich ins Tal blicken und der Cowboy auf seinem Pferd und seinen beiden Mauleseln auf dem Trial zum Pass unterwegs ist. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer weiteren Viertelstunde auf der Hochebene habe ich den unteren See erreicht, der eine wunderschöne Farbe hat. Von dort aus geht es noch einmal 700m zu dem oberen See. Allerdings sind diese 700m sehr steil und ausgesetzt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch wie so oft lohnt sich die Mühe, und ich bin unterhalb von dem Pass am Rockbound Lake angekommen. Wieder beim Auto fahre ich nach Lake Louise. Wie auch nicht anders zu erwarten, muss man den Spektakel nicht gesehen haben - auch wieder eine Flut von Menschen, hauptsächlich wieder Chinesen und Japaner und ganz wenig Kanadier.&lt;br&gt;Klar, ein idyllisches Foto machen kann jeder. Doch wie es dort in dieser &amp;quot;Menschen- über den- See -fahren- lassen- Fabrik&amp;quot; wirklich aussieht, will doch wahrscheinlich keiner wissen. Eigentlich so wie in Walt Disney...&lt;br&gt;Auch ich will euch diese Illusion bewahren.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Campingplatz in Lake Louise angekommen - war ich doch geschockt von den so schlechten Zuständen der sanitären Anlagen. Gerade in dieser Touri -Hochburg müsste das doch einigermaßen gut sein. Alle Campgrounds, auf denen ich bis jetzt war, waren besser und sauberer ausgestattet. Na ja - bin mal gespannt auf morgen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 8/13&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Mount Fairview - Temple Day Loge - Lake Louise&lt;br&gt;Schwierigkeitsgrad: leicht / Gelände: Geröll / Dauer: 2 1/2h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um noch einmal auf den Campground am Lake Louise zurückzukommen:&lt;br&gt;wenn ich ein deutscher Reiseführerverlag wäre, würde ich in ganz klaren Worten zu verstehen geben, daß man diesen Campground meiden sollte.&lt;br&gt;&lt;strong&gt;1.)&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; 1 Dusche für mehr als 180 Stellplätze&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;2.)&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; die sanitären Anlagen sind alt und verschimmelt&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;3.)&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; 1 Wasseranschluss für 180 Stellplätze&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;4.)&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; keine Parkmöglichkeiten auf dem Campground selbst&lt;br&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt;5.)&lt;/strong&gt;&lt;em&gt; der Railway (Bahngleise) führt direkt am Camp vorbei. So kann man sicher sein, daß man Aufgrund von Dauergehupe des Zuges( um Tiere und Menschen von den Gleisen zu verscheuchen) in der Nacht geweckt wird.&lt;/em&gt;&lt;br&gt;Die Aussicht des Campgrounds ist schön, aber... &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch genug der Kritik, das Wetter ist schön, ich bin um 8 Uhr am Parkplatz am Lake Louise und starte meine heutige Tour auf den Fairview Mountain.&lt;br&gt;Der Weg startet direkt vom Parkplatz des Sees und führt oberhalb des Castle auf der linken Seite des Sees hinauf durch einen dichten Wald. Hier ist wirklich alles gut beschildert, was ja in Kanada eigentlich eher eine Ausnahme ist.&lt;br&gt;Nach ca. 10 min überquere ich eine kleine Lichtung mit jungem Baumbestand und komme danach an eine Abzweigung. Ich bleibe auf dem Hauptweg,&lt;br&gt;der weiter durch ein relativ dichtes Waldgebiet führt. Die Sonne durchscheint nur spärlich die Bäume, obwohl der Hang voll in der Sonne steht. Man kann jedoch froh sein, denn später bekommt man keinen Schatten mehr.&lt;br&gt;Nach einer guten Dreiviertelstunde h erreiche ich den oberen Teil der Baumgrenze und laufe immer wieder durch freies Gelände mit jungem Baumbestand.&lt;br&gt;Dem Ende der Baumgrenze zu wird es zunehmend steiniger. &lt;br&gt;Nach einer 1h habe ich die Hochebene erreicht und genieße einen tollen Ausblick auf die umliegenden Bergspitzen.&lt;br&gt;Ich bin am Saddleback Pass angelangt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von hier aus könnte man jetzt wieder absteigen ins Morain Lake Gebiet. Aber Achtung- hier herrscht absolute Vorsicht: das ist Bärengebiet. Hier lebt eine Vielzahl an Bären.&lt;br&gt;Ich steige rechts hinauf durch das Tal und gelange so an den Fuß des Mount Fairview.&lt;br&gt;Eine Wand aus Geröllfeldern und Schotter türmt sich vor mir auf.&lt;br&gt;Ein schmaler Pfad führt steil in Serpentinen in der prallen Sonne auf den Gipfel.&lt;br&gt;Auf der linken Seite hat man eine wunderschöne Aussicht auf den Gletscher.&lt;br&gt;Oben angekommen genieße ich erst einmal die Aussicht über das grüne Tal des Bow Valley und das Tal in Richtung &amp;quot;Pipestone River&amp;quot; (Columbia Icefield -&amp;gt; Jasper)&lt;br&gt;Der Aufstieg ist wegen des Schotters relativ mühselig, aber nicht schwierig.&lt;br&gt;Um 11 Uhr ich sitze im Campingstuhl wieder im Park und trinke ein Cranberry-Gingerale mit Eiswürfeln und genieße die Sonne, die mit 22° C doch relativ warm erscheint, zumal man gerade noch auf fast 3000m war.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Lange halte ich es jedoch nicht aus. Es ist noch so früh und so beschließe ich, mir die Touri-Hochburg &amp;quot;Lake-Louise-Village&amp;quot; mal genauer anzusehen. &lt;br&gt;Ergebnis: Nichts Unerwartetes - braucht kein Mensch!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da ich noch Zeit habe, beschließe ich einen kleinen Spaziergang auf der gegenüberliegenden Seite des Tals zu machen, wo sich das Lake-Louise Skigebiet befindet. Ich starte am Fish Creek Trailhead (der natürlich, wie soll es auch anders sein, wieder nicht ausgeschildert ist) aber auf meiner Wanderkarte kann ich schön sehen, wo ich mich befinde (oder denke mich zu befinden).Der Weg verläuft auf der Zufahrtsstraße für den Skibetrieb, ist also ziemlich breit und gut ausgebaut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich laufe an einem Bach entlang, der immer zu hören ist. Zwar hat man das Gefühl auf der Straße sicherer vor Bären zu sein, aber warum eigentlich? Und schon wieder läuft mir einer über den Weg von links nach rechts einfach über die Straße... &lt;br&gt;Mittlerweile denke ich, dass es am wahrscheinlichsten ist einem Bären zu begegnen wenn man auf der Straße läuft.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oben im Skigebiet angekommen, kann ich doch ein paar Almwiesen entdecken, die noch mit Wildkräutern und Blüten überwuchert sind. Hier kommt fast so etwas wie Almfeeling auf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Übernachten werde ich noch einmal in Banff. Morgen jedoch werde ich einen Ruhetag einlegen, da eventuell meine Eltern zu Besuch kommen. Mittwoch gegen Abend oder Donnerstag früh werde ich direkt nach Jasper fahren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 9/14&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Banff  - Vermillion Lakes - Hootiers&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Meine Eltern haben sich angemeldet. Sie wollen heute am Nachmittag in Banff eintreffen. Sie machen so wie ich eine Kanada-Reise mit dem Camper, allerdings nicht nur in den Rockies, sondern von Vancouver bis Banff / Icefields / Jasper und wieder zurück.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da ich bis zum Mittag noch etwas Zeit habe, beschließe ich erst einmal meine Wäsche zu waschen. Etwas unterhalb von den Campground &amp;quot;Tunnel Mountain&amp;quot; gibt es eine Laundry - also so Waschmaschinen, die man mit Geld füttern kann und dann kommt in der Regel saubere Wäsche heraus, wenn man lesen kann und die Maschinen richtig funktionieren. Ich bin auf Nummer sicher gegangen und habe &amp;quot;White&amp;amp;Coulors&amp;quot; - also kalt und hohen Schleudergang und beim Trockner habe ich auf &amp;quot;Delicates&amp;quot; gedrückt.&lt;br&gt;Ergebnis: Super, fast wie zu Hause.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Großputz des Vans und der Wäscheaktion ist es 11:00 Uhr und ich mache mich auf den Weg zu den &amp;quot;Vermillion Lakes&amp;quot;. Diese 3 Lakes sind auch in vielen Führern beschrieben. Sie liegen direkt bei Banff über dem Fluss.&lt;br&gt;Auf der Haupteinkaufsstraße fährt man einfach immer weiter über eine Brücke und biegt dann rechts ab. Dort steht dann schon ein großes Schild mit &amp;quot;Cave und Basin&amp;quot;.&lt;br&gt;Wenn man jetzt denkt, dass das irgendwas mit Wasser und Hot Springs zu tun, so täuscht das. Hier geht es nur um eine &amp;quot;Historic Site&amp;quot; mit Gallery und Museum.&lt;br&gt;Doch zurück zum Wesentlichen. Auf der Straße fährt man dann weiter bis zu dem großen Parkplatz, wo sich die oben beschriebene Ausstellung befindet. Hier kann man kostenlos und ohne Beschränkung parken. Selbstverständlich nicht über Nacht. Nirgends in den Nationalparks ist das erlaubt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von hier aus läuft man über ein paar Stufen hinunter zu den Seen.&lt;br&gt;Hier steht nun der Sundance Trail (2.2km) oder der Healy CreekTrail der bis zur Sunshine Village Road führt zur Wahl. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich schlendere etwas am Ufer entlang. Jetzt im Herbst sehen die Seen auch wie Seen aus, doch im Frühjahr führt der Fluss so viel Wasser mit sich, dass alles wie eine große Flusslandschaft aussieht. Hier soll es viele Tiere zu beobachten geben. Stimmt vermutlich auch, ich bin nur ich zur falschen Tageszeit da. Am besten lassen sich Tiere ja morgens oder abends beobachten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach meinem kleinen &amp;quot;Ried&amp;quot; Aufenthalt fahre ich zum Bahnhof und hole meine Eltern und noch zwei andere Wohnmobile ab (Freunde von meinen Eltern). Mit 4 Autos fahren wir dann durch die Stadt bis zu meinem Campground. Nachdem wir dort alles klar gemacht haben, besuchen wir die Hoodos. Das sind so längliche Felsen. Wie sie genau entstanden sind, habe ich noch nicht nachgelesen. Aber die Landschaft sieht dort sehr schön aus. Der Fluss schlängelt sich durchs Tal und die Wälder sehen richtig saftig aus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier gibt es auch einen Trail, den man machen kann- von den &amp;quot;Bow Falls&amp;quot; bis zu den &amp;quot;Hoodos&amp;quot; und wieder in einem Loop zum Startpunkt zurück. Das erscheint mir ganz interessant zu sein, aber nicht im Moment. Wir sind  ein Stück in einer knappen Stunde gelaufen, dann wieder zurück. In der Stadt haben wir noch dicke Steaks für den Grill gekauft und dann abends gegrillt. Wunderbar...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Morgen früh wollen wir eine kleine Wanderung mit allen 7 Personen machen in die Bärengegend am Lake Minnewanka&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 10/15&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Banff - Minewaka See - Rundwanderung&lt;/em&gt;&lt;br&gt;&lt;em&gt;Schwierigkeitsgrad: leicht    Gelände: Wald	Dauer: 2 1/2h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um 9:00 Uhr geht es los. Wir fahren mit zwei RV´s, so heißen die Camper, zum Lake Minnewanka und starten unsere kleine Wanderung am See entlang.&lt;br&gt;Es ist nicht so gutes Wetter, aber man kann ja nicht immer Glück haben.&lt;br&gt;Der Parkplatz ist direkt am See. Es ist so gut wie noch niemand da- nur ein frisch verliebtes Pärchen, das darauf wartet, dass der &amp;quot;Tour Boat&amp;quot; aufmacht-sie mit Lederschühchen mit Absatz und er mit frisch gegelter Locke und Hawaihemd.&lt;br&gt;Aber ansonsten -oh Wunder- noch keine Chinesen oder Japaner zu sehen.&lt;br&gt;Ist glaub einfach zu früh und zu schlechtes Wetter. Tut mir Leid, wenn ich mich manchmal wiederhole.&lt;br&gt;Auf einer Teerstraße gehen wir ein Stückchen am See entlang, vorbei an vielen Bänken, Tischen und Toiletten. Es ist schon bemerkenswert wie die Kanadier darauf achten, dass die Leute nicht in der Natur ihr Geschäft erledigen, ebenso sieht man viele Hundeklostationen.&lt;br&gt;Nach ca. 10 min kommen wir an der letzten Bootsanlegestelle vorbei und der Weg wird etwas schmaler. Rechts sehen wir einen Picknickplatz mit einer sehr schönen Aussicht auf eine kleine Insel, auf der ein paar Bäume stehen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Hintergrund sieht man die Silhouette von den fast 3000ern- dem Mount Inglismaldie 2,964, dem Mount Girouard 2,995 und dem Mount Peechee mit 2,934m.  Ein wahrhaft schöner Moment.&lt;br&gt;Nach der Kurve wird der Weg zu einem Wanderweg, der den Stewart Canyon hinaufführt .Ganz klar ist das Wasser, man kann bis auf den Grund sehen, jedoch sieht man keine Fische. Nur eine Ente schippert gemütliche vom See her langsam in den Canyon.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf der anderen Seite geht es nun etwas steiler hinauf auf den Hügel bis wir uns wieder langsam dem See nähern.&lt;br&gt;Diese Seite muss vor ein paar Jahren von einem schlimmen Feuer heimgesucht worden sein. Alle alten Baumbestände sind bis zum Gipfel vollständig abgebrannt. Ein paar alte Rümpfe stehen noch und bieten ein gespenstisches Bild. Doch ein paar Meter weiter sieht man junge Triebe und Blätter von Birken und anderen Bäumen in herbstlichen Farben- &lt;br&gt; von gelb über orange bis rot und grün- die sich im mittlerweile stärkeren Wind biegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach gut zwei Stunden kehren wir wieder um und fahren zurück nach Banff.&lt;br&gt;Nein- wir haben keinen Bären gesehen, aber dafür einen sehr großen Wapitihirsch, der plötzlich vor uns im Dickicht auftauchte, uns musterte und dann seiner Wege ging.&lt;br&gt;Im Moment ist  Brunftzeit. Die Zeit, in der diese Art von Hirsch sehr gefährlich werden kann.&lt;br&gt;Zurück fahren wir einen kleinen Umweg über einen Seitenarm des Minnewanka Sees, machen dort kurz Pause und schauen uns die Gemsenart an, die dort zu Hause ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Banff angekommen, steht eine kleine Besichtigungstour durch die Stadt auf dem Programm und ein Besuch in der nach Angaben der Banffér wohl &amp;quot;Besten Eisdiele der Welt&amp;quot;. Das Eis war wirklich gut und mal bissle anders.... &lt;br&gt;In Arco (Trentino) gibt&#039;s auch gutes Eis - ich weiß jetzt nicht, welches da besser wäre.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So ging dieser Tag auch relativ schnell herum. Morgen werde ich nach Jasper fahren und sehen, ob ich dort noch neue positive Eindrücke erhaschen kann.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 11/16&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Icefields Parkway - Jasper&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es ist früh am Morgen. Wir starten zu unseren Touren. Ich fahre weiter nach Jasper, die anderen zu den Johnson Falls etc.&lt;br&gt;Da ich ein Stück wieder zurückfahre, habe ich mir vorgenommen, nicht an jeder Aussichtsplattform anzuhalten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Jeder redet immer über diesen Mega spannenden Icefield Parkway .&lt;br&gt;So sind die Erwartungen schon sehr hoch, das muß doch sicher etwas schief gehen.&lt;br&gt; Zum Glück ist schlechtes Wetter und so komme ich gar nicht in die Versuchung, überall anzuhalten, um den Fotoapparat zu zücken.&lt;br&gt;Im Prinzip ist es eine Passstraße wie jede andere auch mit der kleinen Ausnahme, dass hier wirklich viele Gletscher zu sehen sind. Wobei es jetzt keine Mega-Gletscher sind, sondern die grauen Überreste von den Gletschern aus der Eiszeit-nicht unbedingt super beeindruckend. &lt;br&gt; Mein erster Halt ist der Pass auf dem Icefield Parkway, in der Nähe von einem See.&lt;br&gt;Da kann man aussteigen, 10 min hinauflaufen und ein Foto machen- muss man aber nicht. Doch auch ich bin hochgelaufen, habe ein Foto gemacht, doch zum Glück eines von dem Regenbogen, der sich am gegenüberliegenden Berg niedergelassen hatte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann ging es weiter und ich bin an einem schönen Gletscher vorbeigefahren Den Namen weiß ich jetzt nicht mehr, doch werde ich es später erzählen, wenn ich auf dem Rückweg wieder vorbeikomme. Ich habe es mir auf der Karte gekennzeichnet. Es lohnt dort hinaus zu fahren. Sieht echt gut aus.&lt;br&gt;Nun geht es wieder bergab und zu einem &amp;quot;Crossing&amp;quot;. Das schaue ich mir auf der Rückfahrt auch noch einmal an. Das fand ich auch schön.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Großen und Ganzen sollte man da anhalten, wo die anderen nicht anhalten-denke ich.&lt;br&gt;So fand ich zum Beispiel die Hochebene, die sich rot färbt und das Flussdelta, das sich wahnsinnig in die Breite zog und alle Grau- und Blautöne in sich vereinte. Dieser Kontrast zueinander war viel beeindruckender als alles, was die Broschüre beschrieb.&lt;br&gt;Wer schon einmal in Saas Fee war, den kann kein Gletscher mehr beeindrucken und wer schon mal am Rheinfall war, der braucht auch keine Wasserfälle am Icefield anschauen.  Das Ganze erinnert mich irgendwie so an die Wasserfälle von Triberg. Alles wird so aufgebauscht, als wäre es das Tollste vom Tollen, doch dabei sind die schöneren Dinge direkt nebenan.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch zurück zum Thema: Das Columbia Icefield und den Gletscherwalk, der über eine Glasbrücke führt, die über einem Tal angebracht ist, und die die Sicht in das Tal von oben aus luftiger Höhe freigibt, habe ich ausgelassen aus dem oben genannten Grund. Total touristisch !&lt;br&gt;Ob es vielleicht doch das Geld wert wäre, werde ich nie erfahren,&lt;br&gt;weil für so etwas kein Geld ausgebe.&lt;br&gt;Danach geht der Parkway weiter Richtung Norden und führt durch eine breitere sumpfartige Gegend. Bald bin ich in Jasper angekommen, das viel kleiner ist als ich erwartet habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einer kleinen Wanderung in der Nähe der Stadt, besichtige ich diese erneut und muss feststellen, dass es sich nicht wirklich gelohnt hat hierher zu fahren.&lt;br&gt;Im Infobüro wurde mir aber der heiße Tipp gegeben, morgen eine Wanderung auf einen Summit  zu unternehmen, der nicht auf der Karte ist. Es ist auch kein Weg eingezeichnet in der Topokarte - na dann. Bin gespannt auf morgen.&lt;br&gt;Am Abend mache ich noch eine kleine Joggingtour am Wasser entlang und entdecke schöne Lodges die es hier gibt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Leider habe ich keinen Laden gefunden, der frisches Gemüse hat.&lt;br&gt;Ein paar Äpfel bekommt man schon, aber richtiger Salat oder Gemüse scheint hier Mangelware zu sein.&lt;br&gt;Ich logiere auf dem Campingplatz &amp;quot;Whistler&amp;quot;, der sehr groß ist, schön liegt aber doch auch einmal eine Grundsanierung nötig hätte.&lt;br&gt;Leider gibt es hier keinen Strom, auch nicht in den Gemeinschaftsräumen. Das wäre wirklich kein Aufwand, da ja in den Toiletten direkt nebenan Strom ist.&lt;br&gt;Ansonsten ist der Campingplatz zwar stark frequentiert, doch relativ gut gepflegt.&lt;br&gt;Ein paar Duschen mehr und näher an den einzelnen Campgrounds -so wie in Banff z.B.- wären angebracht und zeitgemäß.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie gesagt, morgen geht es auf eine wirklich harte Gipfeltour ohne Karte.&lt;br&gt;Abends werde ich versuchen, im anderen Campingplatz einen Platz mit Strom zu bekommen, damit ich den Laptop und das Auto einmal richtig laden kann.&lt;br&gt; Danach werde ich wieder Richtung Süden fahren, da ich mir ja noch zwei Touren bei Canmore herausgesucht habe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vielleicht noch ein Wort zu der Gegend-eigentlich fühlt sie sich ein wenig an wie Osttirol, nur nicht so dicht, sondern alles etwas weiter. Die Berge sind nicht besonders hoch, nicht besonders schroff. Sie erscheinen freundlich. Die Gegend hat Mischwälder und ist mit Bächen durchzogen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;An Tieren habe ich bis jetzt nur wieder einen Elk (also einen Hirsch) und die weibliche Form davon und ein paar Rehe auf dem Campground gesehen. Die kleinen Chipmanns (Eichhörnchen) erwähne ich schon gar nicht mehr, von denen sieht man vermutlich 10-20 Stück am Tag.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 12/17&lt;/strong&gt; - &lt;em&gt;Jasper - Roche Bonhomme 2,459 - Lac Beauvert&lt;br&gt;Schwierigkeitsgrad: mittel / Gelände: Wald / Dauer: 5-6h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vorab kann ich schon sagen, dass dieser Tag wirklich sportlich war.&lt;br&gt;Früh am Morgen so gegen 7:00 Uhr fahre ich los Richtung Maligne Road. Unterwegs sehe ich eine Herde Hirschkühe, die am Straßenrand ihr Frühstück zu sich nehmen.&lt;br&gt;Es wird bestimmt ein schöner Tag. Das Morgenrot schiebt sich über die süd-östlichen Gipfel und lässt das Tal langsam erwachen.&lt;br&gt;Am Parkplatz angekommen bin ich wieder einmal der erste. Zum Glück...&lt;br&gt; Die Dame an der Info hat mir gezeigt, wo der Weg ungefähr losgehen soll, doch gefunden habe ich ihn auch auf meiner topografischen Karte nicht. Ich wusste also heute Morgen noch nicht, wie lange die Wanderung wird, wie hoch und wie steil.&lt;br&gt;Von steil hatte sie schon etwas gesagt, sogar von sehr steil und dass man am Schluss klettern muss - doch ich hatte abgewinkt und gesagt &amp;quot;alles klar, kein Problem&amp;quot;.&lt;br&gt;Ob es doch zu einem Problem wird, stellte sich bald heraus.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin auf jeden Fall früh am Start. Um 7:30 Uhr gehe ich an der Maligne Road entlang und suche den Weg, der links den Berg hochgehen soll.&lt;br&gt;Ich richte mich auf eine 8-10h Tour ein. Zwar ist  das hier kein Berg von 3000m, aber wer weiß wie schwer der Weg wird. So kann es schon einmal 4h bis zum Gipfel dauern.&lt;br&gt;Tatsächlich beginnt ca. 200 m nach der Einfahrt zum Parkplatz ein kleiner Weg, der tief in den Wald führt. Hier herrscht schon richtig Herbst. Der Mischwald, der hier unten von einer Birkenart durchzogen ist, schimmert Gelb und Orange.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Pfad führt steil neben einem ausgetrockneten Flusslauf den Berg hinauf.&lt;br&gt;Hier gibt es viele lange Gräser und niedriges Gewächs, das den Boden bedeckt.&lt;br&gt;Immer wieder scheint das Morgenlicht durch die Gipfel und bildet dadurch ein schönes Schattenspiel. Den Pfad folgt man ca. 15min bis man weiter am linken Rand des ausgetrockneten Bachbettes empor steigt. Die Bäume werden jetzt deutlich mehr durch Kiefern geprägt und es geht etwas steiler nach oben. Nach einer halben Stunde habe ich  einen kleinen Wasserfall erreicht, der im Frühjahr bestimmt imposant aussieht. Jetzt ist nur ein leises Plätschern in dem sonst trockenen Bach zu hören.&lt;br&gt;Der Bach hat sich hier tiefer in den Stein gefressen und die Schlucht ist schon einige Meter tief.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der letzte Anstieg durch das Kiefernwäldchen wird noch einmal richtig knackig, bevor ich dann nach ca. einer Stunde langsam in den Creek hinabsteige und dem leeren Flussbett folge.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oben links an einem jungen Waldstück vorbei, geht es durch ein kleines Paradies. Ganz weich ist der Boden, auf dem ich laufe, das Licht scheint gespenstisch durch die Gipfel und das dunkle Moos scheint hier noch satter und saftiger zu sein.&lt;br&gt;Kaum sieht man etwas mehr Licht, da wird es auch schon wieder steiler. Der Weg ist jetzt zu einem knackigen Steig geworden, der bei Nässe sehr gefährlich sein könnte.&lt;br&gt;Auf der rechten Seite sehe ich große durch den Gletscher und Wasser geformte Steinplatten, die bedrohlich zwischen der Schlucht hervorblinzeln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem Kiefernwald kommt ein sehr dichter Tannenwald, durch den ich mich wie durch ein Dickicht kämpfen muss. Man sieht keinen Meter nach vorne. Alles ist grün und die ausladenden Äste der Tannen schlagen mir immer wieder ins Gesicht.&lt;br&gt;Nach ca. 2 Stunden habe ich auch diese Hürde geschafft und bin am Fuße des Roche Bonhomme (vermute ich, da er als nächster auf der Karte liegt) angekommen.&lt;br&gt;Ein großes steiles Schotterfeld türmt sich vor mir auf. Ein paar große Felsen liegen mitten in den Feldern.&lt;br&gt;Steil geht es bergauf und doch lohnt sich das Ganze.&lt;br&gt;Der Ausblick ist fantastisch. Ich kann bis zum Medicine-Lake sehen, &lt;br&gt;viele Spitzen und unzählige schneebedeckte Gipfel kann man erahnen.&lt;br&gt;Ein tolles Gefühl...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unten wieder angekommen, gönne ich mir erst einmal einen Cocktail auf der Dachterrasse einer Pizzeria. Danach ab zum Campingplatz und eine kleine Joggingeinheit zum Lac Beauvert - man läuft wunderschön vom Campingplatz am Wasser entlang, wo die Paddler die Strömung genießen. Zwischendurch läuft man an wunderschönen Logdes vorbei, die immer an einer kleinen Ausbuchtung liegen mit aufgereihten Liegestühlen und Blick aufs Wasser. Mit einem Glas Wein und ein paar Chips auf dem Beistelltisch, genießen viele den sensationellen Ausblick auf das Wildwasser und die Umgebung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach ca. 5 km bin ich dann am Lac Beauvert angekommen, an dem ein Golfplatz liegt.&lt;br&gt;Dann reicht es mir aber für heute. Da ich nichts eingekauft habe, gönne ich mir heute Abend ausnahmsweise einmal ein Essen im Restaurant.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Morgen fahre ich wieder den Icefield Parkway nach Banff  hinunter. Wahrscheinlich werde ich zwei kleinere Touren unterwegs machen, aber so genau weiß ich das noch nicht.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Quer-durch-Kanada-im-Wohnmobil.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Mit dem PKW durch Westkanada 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Mit-dem-PKW-durch-Westkanada.html</link>
                <pubDate>Thu, 12 Jul 2018 03:00:05 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/p5_01.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kanadarundreise mit PKW von Lodge zu Lodge&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Eine Tour zwischen Calgary und Vancouver&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von den SK-Kunden&lt;br /&gt;Ortwin Schneider und Annette Reuter-Schneider&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&quot;Einmal durch Kanada reisen&quot; - diese Idee hatten wir schon seit mehr als 20 Jahren in unseren Köpfen. Im Herbst 2011 machten wir uns via google auf die Suche nach einem geeigneten Reiseveranstalter und fanden SK-Touristik. Das Stöbern im Netz wurde ergänzt durch die Kataloge, die wir rasch nach der Bestellung im Briefkasten hatten. &lt;br /&gt;Der &quot;Blockhauspfad von Calgary nach Vancouver&quot; hatte es uns sofort angetan. Super fanden wir auch die Möglichkeit, uns direkt bei SK in Senden anlässlich des Kanadatages am 06. Oktober 2012 über die verschiedenen Reisemöglichkeiten zu informieren, uns durch phantastische Präsentationen über die unterschiedlichen Zielgebiete inspirieren zu lassen und auch ganz praktische Tipps zu bekommen.&lt;br /&gt;on Frau Staiger bekamen wir ein Angebot, das sie nach unseren Wünschen geduldig noch einmal änderte. So war es für uns z.B. wichtig, die Inside-Passage von Prince Rupert aus zu starten, um ausreichend Zeit auf dem Wasser verbringen zu können.&lt;br /&gt;Rechtzeitig vor Reisebeginn bekamen wir reichlich Info-Material einschließlich &quot;Reise-Know-How Handbuch&quot;, verpackt in einem praktischen Daypack-Rucksack, so dass wir uns schon einstimmen konnten auf das bevorstehende Abenteuer.&lt;br /&gt;Der Flug nach Calgary mit Air Canada war sehr angenehm, ausreichend Platz und eine nette Crew trugen dazu bei, dass die 10 Stunden Flugzeit &quot;wie im Flug&quot; vergingen. Die Übernahme des Mietwagens verlief vollkommen problemlos. Der Mazda CX 9 war fast neu (April 2013) und in entsprechend gutem Zustand. Die Ehrfurcht vor der Größe dieses Autos (im Vergleich zu den hier üblichen PKW-Größen) verlor sich schnell... Aus Unsicherheit hatten wir uns kurzfristig entschlossen, zusätzlich ein Navi zu mieten. Unser Fazit nach 3 Wochen: das war eine total unnötige Investition, diese ca. 220 Dollar hätten wir sparen können, denn das von SK mitgegebene Kartenmaterial und die Anfahrtsbeschreibungen waren völlig ausreichend, abgesehen davon, dass das Navi uns bereits in Calgary in die Irre führen wollte...&lt;br /&gt;Für &quot;Anfänger&quot; wie wir es waren, sind die nordamerikanischen Städte gewöhnungsbedürftig. Nach einem Bummel rund um unser Hotel (Delta Bow Valley Hotel) und einer wegen des Jetlags unruhigen Nacht waren wir froh, am nächsten Tag Richtung Rocky Mountains aufbrechen zu können. &lt;/p&gt;&lt;hr /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Reise und unsere Erlebnisse im Einzelnen zu beschreiben, würde hier sicherlich den Rahmen sprengen, deshalb hier einige Stichpunkte zu unseren Stationen:&lt;/em&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Cross River Cabins / Kootenay NP:&lt;/strong&gt; total gemütliche kleine Cabins, abgelegen mitten im Wald; durch gemeinsame Mahlzeiten im Haupthaus kommt man schnell in Kontakt mit den anderen Reisenden aus aller Welt und natürlich mit den Betreibern der Lodge, die sehr hilfsbereit sind, auch eigene Trail-Pläne für Touren rund um die Lodge bereit hielten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Icefield Parkway:&lt;/strong&gt; eine grandiose Strecke!!! ein in unseren Augen absolutes No-Go sind jedoch die am Icefield-Park-Center angebotenen Bustouren auf den Gletscher.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Alpine Village Cabin Resort / Jasper:&lt;/strong&gt; eine größere Anlage mit sehr gemütlichen, großzügig eingerichteten Cabins ca. 2 km außerhalb von Jasper. Es lohnt sich auf jeden Fall, 3 Tage dort zu bleiben und die Gegend zu erkunden; ein Highlight war für uns der Aufstieg auf den Mt. Whistlers (ca. 1200 Höhenmeter über ca. 8 km), frustrierend allerdings die Scharen von Touristen in kurzen Hosen, Miniröcken und Flip-Flops, die uns an der Bergstation der Jasper-Tramway schon erwarteten... Der Rundumblick von diesem Berg ist atemberaubend! Genauso sehenswert sind sicherlich die Athabasca Falls, der Maligne Lake und der Edith-Cavell Glacier. Alle diese Orte sind, da leicht erreichbar, leider auch ziemlich überlaufen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf dem Weg von Jasper nach Valemount machten wir Station am &lt;strong&gt;Mount Robson&lt;/strong&gt;. Aus Zeitgründen konnten wir nur die ersten Kilometer des Berg-Lake-Trail bis zum Kimney Lake laufen, mit einer Bärenbegegnung am Anfang und strömendem Regen auf dem Rest der Strecke. Bei schönem Wetter ist der Weg sicherlich phantastisch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Stop-over in &lt;strong&gt;Valemount&lt;/strong&gt; im Best-Western-Hotel. In Valemount ist &quot;der Hund begraben&quot;, der Ort wirkt wie ausgestorben. Das Essen im Hotel war gut, im Zimmer hatten wir einen Wasserschaden (offenbar ein Leck in der Heizung), ein Umzug in ein anderes Zimmer war nicht möglich. Gut, dass wir nur eine Übernachtung dort hatten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf dem Weg nach Süden, nach &lt;strong&gt;Clearwater&lt;/strong&gt;, konnten wir bei der &lt;strong&gt;River-Safari Jetboat-Tour&lt;/strong&gt; auf kleinen Seitenarmen des nördlichen Thompson Rivers ausgiebig einen Schwarzbären aus nächster Nähe beobachten, faszinierend!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die zwei Tage im &lt;strong&gt;Alpine Meadows Resort&lt;/strong&gt; waren zum &quot;Ausruhen&quot; eingeplant, eine kleine Wanderung, Entspannen im Hot Tub und Genießen von leckerem Abendessen. Das Resort liegt wunderschön am Lake Hallamore, hatte Mitte August jedoch nur noch wenige Gäste. Die Chalets oder Blockhäuser erschienen uns etwas überdimensioniert, aber es ist schon toll, vom Balkon aus den Blick über den See auf den Sonnenuntergang zu genießen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein kleines, nettes Abenteuer ist die Überfahrt mit der Fähre über den North-Thompson-River bei Little Fort. Von dort ging es dann in nord-westlicher Richtung bis Lac La Hache und von dort über eine Schotterstraße bis zum &lt;strong&gt;Spout Lake&lt;/strong&gt; und der &lt;strong&gt;Ten-eeh-ah Lodge:&lt;/strong&gt; ein kleines Paradies mit gemütlichen Cabins, frei laufenden Pferden, Squirrels und einer Biberburg, deren Bewohner sich jedoch für Fotos nicht zur Verfügung stellten ? :-) Das Essen in der Lodge ist vom Allerfeinsten, die Ortssprache Schwiizerdütsch. Aus dieser Idylle fiel der Wechsel in die Stadt Prince George schon schwer. Entschädigt wurden wir durch eine ganz reizende B&amp;B Unterkunft mit einer sehr freundlichen Gastgeberin.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf dem Weg nach &lt;strong&gt;Smithers&lt;/strong&gt; entschlossen wir uns kurzfristig doch zu einem Abstecher (53 km einfache Strecke) nach Fort St. James am Stuart Lake, ein sehr gut erhaltenes und liebevoll gepflegtes Museumsdorf mit gelebten Traditionen. - In Smithers selbst fand ein riesiges Volksfest statt, trotzdem (oder gerade deswegen?) war es schwierig, abends ein noch geöffnetes Restaurant zu finden. Unsere Unterkunft, ein Stück außerhalb des Ortes, die &lt;strong&gt;Logpile Lodge&lt;/strong&gt;, die auch von einem Schweizer Ehepaar geführt wird, liegt traumhaft schön. Der Hofhund bellt nur, wenn der Bär in der Nähe ist, aber man lebt in friedlicher Eintracht. Wunderschöne Zimmer, super Frühstück, nette Gastgeber. Ihre Beschreibung des Trails im Driftwood Canyon Provincial Park (&quot;das schafft Ihr locker in einem halben Tag, ist nur am Anfang ein bißchen steil...&quot;) war jedoch ziemlich &quot;relativ&quot;. Wir waren echt platt am Ende, aber wie immer auf unserer Reise hatte sich auch diese Anstrengung gelohnt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Fahrt nach &lt;strong&gt;Prince Rupert&lt;/strong&gt; entlang des Skeena Rivers gehört zu den besonders schönen Streckenabschnitten. Man müsste eigentlich alle paar Meter anhalten und einfach nur die Schönheit der Gegend auf sich wirken lassen... Prince Rupert durften wir trotz gegenteiliger Ankündigungen im Reiseführer bei warmem Sommerwetter und Sonnenschein erleben. Ein hervorragendes Fischessen im Smiles Seafood Café mit Blick auf den Hafen rundeten diesen Tag ab. - Die Chefin unseres B&amp;B (Java Lodge) stellte uns nachts ein reichhaltiges Frühstück &quot;to go&quot; vor die Zimmertür, das wir dann frühmorgens in der Warteschlange zur Fähre (&lt;strong&gt;Inside-Passage&lt;/strong&gt;) zu uns nehmen konnten. - Trotz des an diesem Tag doch schlechten Wetters war die Fährfahrt zwischen Küste und Inseln ein Erlebnis: grandiose Naturschauspiele, abenteuerliche Anlegemanöver, bunte Siedlungen und, und, und...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unsere Sorgen wegen unserer nach-Mitternacht-Ankunft in &lt;strong&gt;Telegraph Cove&lt;/strong&gt; waren unbegründet. Dank einer hervorragenden Organisation wusste man im Resort Bescheid, Schlüssel und Wegbeschreibung zum Haus hingen an der Bürotür. Blieb nur noch die Frage, für welches der 4 Schlafzimmer wir uns entscheiden sollten :-)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein weiteres Highlight unserer Reise war die am nächsten Tag anstehende &lt;strong&gt;&quot;Rainforest Grizzly Expedition&quot;&lt;/strong&gt;. Unter sachkundiger Führung konnten wir Hirsche, Weißkopfseeadler und tatsächlich Grizzly-Bären aus der Nähe beobachten und auch einiges über deren Lebensgeschichte erfahren. - Einen Besuch wert ist sicherlich auch das Whale-Museum in Telegraph Cove und natürlich das Killer-Whale-Restaurant...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach den vielen Naturerlebnissen empfanden wir &lt;strong&gt;Vancouver Island&lt;/strong&gt; mit den zahlreichen Ortschaften und den in Richtung Victoria immer voller werdenden Straßen schon als anstrengend. Um die Strecke nach Victoria nicht zu lang werden zu lassen, hatten wir eine Übernachtung in Parksville eingeplant. Das Tigh-na-mara Resort bietet sicherlich viel für Urlauber, ein einfaches B&amp;B hätte es in unserem Fall aber sicher auch getan.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Victoria:&lt;/strong&gt; Sommer, Sonne, südenglisches Flair, Hafenfest mit traditionellen Booten und eine Whale-Watching Tour, bei der wir wenigstens ganz zum Schluss noch Blicke auf Rückenflossen von Walen werfen konnten... Beeindruckend war jedoch eine riesige Kolonie von Seelöwen. Bei der Überfahrt mit der Fähre von Swartz Bay nach Tsawassen/Vancouver präsentierten sich Insel und Küste nochmal im Sonnenschein in voller Schönheit.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Vancouver&lt;/strong&gt; zum Schluss: sicherlich eine interessante Stadt, aber für uns war ein Tag dort vollkommen ausreichend.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Resümee:&lt;/strong&gt; eine phantastische Reise, super geplant und vorbereitet von SK. Es wird sicherlich nicht unsere letzte Kanada-Reise sein!&lt;/p&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Mit-dem-PKW-durch-Westkanada.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Familienurlaub in Westkanada 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Familienurlaub-in-Westkanada.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/3-evenkamp.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Zwei Wochen Kanada oder Wo ist hier der Bär los?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;2 Wochen Westkanada von Calgary bis Vancouver&lt;/b&gt;&lt;/p /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von SK-Kundin Alexandra Evenkamp&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir 2011 mit einem Foto unserer damals 4- und 5jährigen Söhne auf dem Bears Hump im Waterton Lakes National Park den zweiten Platz im SK Touristik Fotowettbewerb und damit einen 500 Euro-Reisegutschein gewonnen hatten (vielen Dank an dieser Stelle nochmals an das SK-Team), haben wir uns entschieden, den Gutschein in diesem Jahr endlich einzulösen. Da der kanadische Sommer unserer laienhaften Einschätzung nach zu bärenarm und zu mücken- und zu touristenreich ist und kein Indian Summer-Feeling vermittelt, fiel unsere Reisezeit-Wahl mutig auf die Herbstferien. Wir waren schon zweimal im September in Kanada, einmal vor 9 Jahren, um dort auf Vancouver Island zu heiraten und dann schwanger mit Zelt und Leihwagen erst über die Insel und dann durch die Rockys zu reisen, ein zweites Mal vor drei Jahren - gebucht über SK-Touristik - mit dem Wohnmobil und unseren beiden Jungs. Beide Reisen waren wundervoll, der September ist unserem Gefühl nach der optimale Reisemonat, aber diesmal musste es wegen der Schulferien leider Oktober sein, und wir hatten eben auch &quot;nur&quot; 17 Tage inkl. An- und Abreise. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem der Entschluss einmal gefasst war, hat Thommy (mein Mann) einen Mitarbeiter bei SK-Touristik mit seinen tausend Fragen fast in den Wahnsinn getrieben. Geht das um diese Jahreszeit? Sind wir dort, wo wir hinwollen, auch wirklich allein? Wie wahrscheinlich ist es, dass wir in den Rockies einschneien? Was machen wir dann? Nehmen wir einen Gabelflug? Sollten wir nicht eine Alternativroute planen? Was halten Sie von diesen und jenen Ideen? Geduldig wurden ihm alle Fragen beantwortet. Aber mich plagte immer wieder die Frage: Macht es Sinn, im Oktober für nur zwei Wochen nach Kanada zu reisen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie ging im Vorfeld alles &quot;schief&quot;. Die Wetterprognose war nicht besonders einladend (durchgehend drei Regentropfen oder Schnee und Minusgrade bei &quot;Canadian Weather&quot;), es waren Streiks von Lufthansa angekündigt worden, und unsere Flüge wurden verlegt, indem ein weiterer Zwischenstopp eingefügt wurde. Als mir Thommy dann noch ein paar Tage vor Abreise berichtete, dass bei Kananaskis (Nähe Canmore/Banff - unserem ersten Ziel) ein Jäger durch einen Bären getötet worden war und ich meine schlafenden Kinder betrachtete und mich fragte, ob ich noch ganz richtig im Kopf bin, war die Vorfreude komplett dahin. Trotzdem, am 3. Oktober 2014 ging es los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 3. Oktober 2014: Münster/Osnabrück - Frankfurt - Montreal - Calgary&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir starteten um 7.30 Uhr zum Flughafen Münster/Osnabrück, um von dort nach Frankfurt a.M. zu fliegen, dort nach ca. 3 Std. Aufenthalt weiter nach Montreal, und dort nach weiteren 3 Std. endlich nach Calgary. Was für eine Tortur, dachte ich im Vorfeld! Erstaunlicherweise verpackten wir die Anreise aber alle außerordentlich gut. Unsere Kinder (mittlerweile 7 und 8 Jahre), die zu Hause nicht besonders viel fernsehen dürfen, schwärmen jetzt noch von den Langstreckenflügen, auf denen sie 4 Kinder-Kinofilme nacheinander sehen durften, das Pensum für normalerweise ein bis zwei Monate! Sie konnten ihr Glück kaum fassen. Es gibt sogar Kinder in unserer Grundschule, die ihre Eltern nun darauf ansprechen, auch endlich mal Langstrecke fliegen zu dürfen. So sehr haben unsere Kinder davon geschwärmt und angegeben. Allen kinderlosen Reisenden oder perfekten Eltern sei an dieser Stelle gesagt, dass ein Filmverbot nicht nur für uns, sondern auch für die Kinder und nicht zuletzt auch für die Mitreisenden eine Qual geworden wäre. Das Kinoprogramm war reine Selbstverteidigung! Jedenfalls kamen wir nach 23 Stunden Reisezeit um (Achtung: 8 Std. Zeitumstellung) 22.30 Uhr am Hotel in Calgary an. Der Shuttle vom Flughafen zum Best Western kam nach einem Anruf von uns sehr zügig, und im großzügigen Hotelzimmer dachten wir erst einmal nur ans Schlafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 4. Oktober 2014: Bezug Wohnmobil - Banff, Tunnel Mountain II Campground&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: 5-20 °, sonnig und warm&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Als uns bei Ankunft am Abend vorher an der Rezeption mitgeteilt worden war, dass wir am nächsten Morgen um ca. 8 Uhr von Fraserway abgeholt würden (eigentlich ein super Service), war ich lediglich geschockt. Ich wollte nichts wie nur ins Bett, und das so lange wie möglich. Aber wir waren so gejetlagt, dass ab ca. 5.30 Uhr ohnehin nicht mehr an Schlaf zu denken war, sodass wir uns um 6.30 Uhr im hoteleigenen Schwimmbad wiederfanden. Mein Mann und ich genossen den angenehm temperierten Pool und den hot tub, während die Kinder jauchzend immer und immer wieder die Rutsche herunterjagten. Das hört sich schräg an, aber wir waren hellwach und es hat wirklich Spaß gemacht und gut getan. Um 7.30 Uhr nahmen wir ein ausgezeichnetes Frühstück im Hotel zu uns, und um 8 Uhr standen wir frisch und gestärkt zur Abholung bereit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir ja schon RV-erprobt sind, hatten wir relativ schlau gepackt (naja, hinterher ist man immer NOCH schlauer. Aber die meisten Entscheidungen waren schon die richtigen). Wegen des Gabelflugs konnten die Koffer nicht bei Fraserway bleiben, sondern mussten mit an Bord. Wir haben uns deswegen faltbare Reisetaschen zugelegt, die erstens nicht besonders teuer sind und zweitens echte Raumwunder! Wir packten zügig aus, machten uns aber auch keinen Stress. Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass man vom ersten Tag nicht zu viel erwarten darf und es locker angehen lassen sollte, selbst wenn der Urlaub kurz ist. Und es dauert alles seine Zeit.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachdem wir den Papierkram mit der netten jungen Dame von Fraserway geklärt und eine sehr kompetente Einweisung in unseren Truck Camper mit Bunk-Bed Slide-Out erhalten hatten, alles verstaut war, die Großeinkäufe beim Großmarkt um die Ecke und natürlich im Liquor Store erledigt waren, brachten wir unsere erste kurze Strecke hinter uns und fuhren bis nach Banff zum Tunnel Mountain II Campground. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allein diese Anfahrt von Calgary Richtung Rocky Mountains rief bei uns das mittlerweile bekannte, wohlige Canada-Feeling hervor! Dort nahmen wir einen Platz mit Panoramablick auf die Rockies. Das ist der Vorteil dieser Reisezeit, man kann sich die Plätze aussuchen, wenn denn die Campgrounds noch geöffnet sind.Abends fuhren wir noch einmal kurz durchs Städtchen, und als wir schließlich im Sonnenuntergang unseren Slide-Out ausfuhren und es uns gemütlich machten, fiel aller Stress der letzten Wochen von uns ab. Wie wir diesen Truck Camper lieben! Endlich Erholung.P.S. Übrigens, es gab gute Nachrichten. Bei Fraserway haben wir einen Münsteraner getroffen (jaja, die Welt ist klein), der uns zum einen sein Bären-Spray überließ und zum Anderen erzählte, er habe mehr als 10 Bären gesehen. Ich hoffe, er hat uns keinen Bären aufgebunden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 5. Oktober 2014: Banff, Tunnel Mountain II Campground&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: 5-20 °, sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten zwar eine grobe Vorstellung davon, wo es langgehen sollte, vor allem Thommy hatte Schoofs und weitere Reiseführer hoch- und runtergelesen, aber es war uns klar, dass eine gewisse Flexibilität - vor allem angesichts unsicherer Wetterverhältnisse - nicht schaden kann, daher haben wir eigentlich jeden Tag neu entschieden, wie es weitergehen sollte. Thommy ist ein großer Verfechter von Online-Weather-Forecasts, was uns diverse Male nah an den Rand der Scheidung getrieben hat. So oft wie irgendwie möglich wurde in der Nähe von Restaurants, Hotels oder Tankstellen ein Hotspot gesucht und die nächste Wettervorhersage geprüft, und zwar nicht nur für einen Ort, nein, für alle möglichen Reiserouten und für die nächsten zwei Wochen! OK, ich hoffe, er liest das hier nicht, aber irgendwie hat es tatsächlich etwas gebracht (aber nicht verraten, dass ich das zugegeben habe!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den ersten Tag nahmen wir uns den Stoney Squaw Trail am Mt. Norquay vor, einen recht lockeren Spazier-/Wanderweg zu einem erhöhten Aussichtspunkt oberhalb von Banff und dem Bow Valley. Der Trail wurde in irgendeinem Reiseführer bzw. Faltblättchen gelobt und wäre bestimmt auch noch besser bei mir angekommen, wenn ich nicht schon so viele Highlights in Kanada erlebt und gesehen hätte (da bin ich sozusagen ein wenig &quot;verdorben&quot;. Ich würde die Wanderung daher nicht uneingeschränkt empfehlen. Es hat aber trotzdem Spaß gemacht, und ein bisschen Nervenkitzel bringt ja immer schon die Möglichkeit, irgendwo einem Bären über den Weg zu laufen. Wir gerieten einmal kurz in helle Aufregung, als wir einen riesiges Büschel Bärenfell zu finden glaubten. Bei näherer Betrachtung handelte es sich aber um eine Art Flechte, die alle Bäume rings um uns herum überzogen hatte und dem Wald eine leicht unwirkliche, märchenhaft mystische Atmosphäre verlieh. Außerdem wäre auch ein Büschel Bärenfell nicht dramatisch gewesen, wir haben so fleißig mit unseren Glöckchen geklingelt, blöde Witze erzählt und gesungen, dass jeder Bär meilenweite Bögen geschlagen hätte, falls er denn in der Nähe gewesen wäre. Unterwegs trafen wir sehr nette Kanadier, die uns anhand von einem am gleichem Tag aufgenommenen Film auf ihrer Kamera von einer morgendlichen Wapiti-Hirsch-Herden-Beobachtung berichteten. Das von der Digitalkamera zu vernehmende Röhren des Hirsch-Bullen war beeindruckend und steigerte unsere Sehnsucht nach Wildlife.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück am Parkplatz, geriet ich in wahre Verzückung, als ich ein Reh im Wald entdeckte. Eigentlich ein klein bisschen wahnsinnig. Ich habe mich noch nie in Münster so sehr über ein Reh gefreut. Aber dieses war eben ein echtes kanadisches Urlaubsreh! Auf dem Rückweg hielten wir noch eine Weile an einem tollen Aussichtspunkt, wo die Aussicht auf das Bow River Valley eigentlich noch schöner war als auf dem Trail selbst. Gegen Abend ging es durch Banff - mit einem Abstecher zu den Bow Falls, und mit Blick auf das riesige Hotel. Ein beeindruckender Wapiti-Hirsch, der für münsteraner Verhältnisse absolut nicht mehr selbstverständlich ist, stand am Wegesrand und guckte fast zu uns ins Auto hinein. Als es dunkel wurde, schlenderten wir noch durch den Ort, welcher irgendwie den Eindruck einer angesagten Bergwanderer- oder Skifahrermetropole in der absoluten Nebensaison machte. Wir gönnten uns bei Boston Pizza ein leckeres Essen - und danach ging es zurück zu unserem Campground, Slide-Out raus und fix das Bett aufgebaut. P.S. Kein Bär in Banff Town.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Montag, 6. Oktober 2014: Banff, Tunnel Mountain II Campground&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: 5-20 °, sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Wer den Kopf darüber schüttelt, dass wir nicht diese oder jene Wanderung unternommen haben oder in eine ganz andere Richtung gefahren sind, dem sei gesagt, dass entweder die Wettervorhersage oder der Umstand Schuld war, dass wir viele Trails bereits in den Jahren zuvor gemacht hatten. Was das Wetter betraf, so hatten wir jedenfalls Glück: es blieb erst einmal sonnig. An diesem Tag hatten wir uns im Johnston Canyon die Lower and Upper Falls als Ziel ausgesucht. Obwohl das vermutlich eines der vielen gut besuchten Ziele ist, hielten sich die Besucherzahlen zu dieser Herbstzeit in Grenzen. Vor allem, als wir uns entschieden, am Ende der Upper Falls einfach weiterzulaufen zu den Ink Pots, waren fast alle Touris abgehängt.&lt;Die Upper Falls sind ca. 30 m hoch und wirklich beeindruckend! Der Weg zu den Wasserfällen war noch recht einfach, nur als wir uns dann fürs Weitergehen entschieden, kam dies bei unseren Kindern nicht durchgehend gut an. Der Weg zu den Ink Pots führt durch tiefen, nur teilweise durch Lichtstrahlen beschienenen Wald, irgendwie märchenhaft und unwirklich, aber die besondere Atmosphäre konnte unsere Brut nicht davon abhalten, zunehmend muffig dahin zu streifen und immer wieder die eine Frage zu stellen: &quot;Wie lange noch?&quot; Wir haben alles gegeben. Bonbons, blöde Lieder, Reime, das ganze Repertoire, aber es half alles nichts. Erst als wir endlich an den Ink Pots ankamen, die ich mir als kleine dunkle Wasserlöcher vorgestellt hatte, war es selbst für unsere mittlerweile wirklich schlecht gelaunten Kinder eine echte Offenbarung, und ich bin sicher, sie werden die Erfahrung nicht vergessen, dass sich lange Wege dann eben doch manchmal lohnen! Man tritt am Ende des Weges aus dem Wald auf ein sonnenüberflutetes Hochgebirgsplateau und hat plötzlich ein wundervolles Panorama vor sich, mehrere blaugrüne malerische Teiche, aus denen Blasen aufsteigen, dahinter eine wenig bewachsene, aber im Herbst in bunten Farben glühende Ebene, durch die ein wilder Fluss fließt, umgeben von Bergen. Es war so schön und wir waren hier die Einzigen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir blieben so lange wir konnten, waren aber klug genug, nicht so lange zu rasten wie wir wollten, weil wir den Rückweg (immerhin 6 km) wieder vor uns hatten und es in der Dämmerung im Wald sicherlich ungemütlich geworden wäre. Man denke nur an die ganzen Bären! Der Rückweg dauerte aber dank der neu geschöpften Kraft und unter dem Eindruck des tollen Naturerlebnisses sowie frisch gestärkt (&quot;Mama, wir haben direkt aus dem Fluss getrunken, das schmeckt sooooo gut!&quot;) nur halb so lang wie der Hinweg! Zur Belohnung gab es abends dann - es war am Vorabend sehr lecker und nicht besonders kostspielig gewesen - wieder ein Abendessen bei Boston Pizza.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 7. Oktober 2014: Banff - Whiteswan Lake Provincial Park, Alces Lake Campground&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter:6-22°, sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Heute ging es endlich weiter. Wir fuhren durch den Kootenay National Park über Radium Hot Springs, Invermere, Canal Flats (ich könnte Romane schreiben, wenn ich allein an die Aussicht beim Fahren denke) zum Whiteswan Lake Provincial Park. Als wir an einem besonders beeindruckenden Aussichtspunkt hielten, kamen wir mit einer Kanadierin ins Gespräch, die uns davor warnte, dass im Moment besonders viele Bären und Cougars unterwegs seien. &quot;Keep your feet inside the RV&quot; waren ihre Worte, bei denen mir ein wenig mulmig wurde, denn sie wusste von einer Skilangläuferin zu berichten, die im Jahr zuvor durch einen Cougar verfolgt und getötet worden war. Außerdem seien im Moment besonders viele Bären in den Niederungen auf Futtersuche unterwegs. Neben der Angst verspürte ich aber auch ein wenig Aufregung und Vorfreude und arrangierte mich mit dem Gedanken, dass wir alle Vorsichtsmaßnahmen beachten und unsere Kindern nicht aus Augen und bei Wanderungen nicht weit vorlaufen lassen würden. Unterwegs sahen wir am Straßenrand einen sehr großen Coyoten vorbeilaufen, vielleicht war es aber auch ein Wolf. Kurz hinter Canal Flats geht eine Gravel Road in den Park. Das letzte Stück Schotterpiste hatte uns ganz schön durchgeschüttelt, aber für Thommy ist ein Kanada-Urlaub kein Kanada-Urlaub, wenn er uns nicht über irgendeine Gravel Road ins Nirgendwo führt. Im Whiteswan Lake Provincial Park am Alces Lake angekommen, staunten wir darüber, dass der erste Campground, der in Schoofs Reiseführer gelobt wurde, aber eigentlich geschlossen sein sollte, tatsächlich offen war. Unsere erste Erfahrung dahingehend, dass man sich auf Aussagen zu Öffnungszeiten wirklich nicht verlassen kann. Also: immer Augen auf und nachschauen, ob der Campground eurer Wahl nicht doch noch ein Plätzchen frei hat? Der Campground war wirklich super, wir waren bis auf einen Mitcamper allein und hatten einen tollen Sonnenuntergang mit traumhaftem Panorama! Zu allem Überfluss kamen dann tatsächlich am Abend - wie von Herrn Schoof im Reiseführer beschrieben - eine Elchmutter mit ihrem Kalb aus dem Gebüsch und fraßen am Seeufer. Unbeschreiblich! Nachdem die Elche satt waren und sich wieder in den Wald verzogen hatten, machten wir ein Lagerfeuer und grillten unseren Fisch. Hmm, lecker! P.S. Bären? Nein, seltsamerweise wurde auch durch das Fischangebot auf dem Grill kein Bär herbeigelockt. Na gut, wir haben natürlich auch hinterher alles fachgerecht beseitigt und wieder so hinterlassen, wie es auf sämtlichen Warn- und Hinweisschildern geschrieben steht. Wir fingen aber schon an, Witze darüber zu reißen, auf dem Weg zum nächsten Campground einen Fisch an unseren Truck Camper zu binden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 8. Oktober 2014: Whiteswan Lake Provincial Park, Home Basin Campground&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: 7-20°, sonnig&lt;/em&gt; In aller Früh schlichen wir uns in der Morgendämmerung wieder an den See hinunter. Unsere Kinder schliefen noch. Unsere Elche standen zur gleichen Zeit auf, gingen zum Wasser des Sees hinunter, frühstückten und gingen dann wieder ihrer Wege. Ein beeindruckendes Schauspiel! Nachdem auch wir gemütlich gefrühstückt hatten, fuhren wir weiter zum Home Basin Campground, das ist der letzte Campground am Ende des nächsten Sees, dem Whiteswan Lake. Obwohl wir damit gerechnet hatten, hier die einzigen Camper zu sein, waren erstaunlicherweise noch ein paar Kanadier da, um die sonnigen Tage hier zu verbringen. Wir waren aber trotzdem noch die einzigen, die abends und morgens am See saßen und hatten ein Gefühl herrlicher Ruhe und Abgeschiedenheit, ohne wirklich einsam zu sein. Home Basin bleibt mir mit malerischen Indian Summer-Farben und einer sich im stillen Grün-Blau des Sees spiegelnden Bergkette in Erinnerung, ein Panorama, das man stundenlang anschauen kann, ohne sich satt zu sehen. Am Abend gab es Nudeln am Lagerfeuer. Wir wollten eigentlich nicht weg von diesem traumhaften Ort, aber Kanadas Westen ist so weit und es gab noch so viel zu sehen, also schmiedeten wir schon mal Pläne, wohin die weitere Reise gehen sollte. P.S. Habe ich erwähnt, dass wir keinen Bären gesehen haben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 9. Oktober 2014: Whiteswan Lake Provincial Park - Lake Louise, RV Campground&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: 7-24°, sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Frühstück unten am See fuhren wir den Slide-Out ein und schaukelten die Gravel Road zurück, Richtung Lake Louise. Heute machten wir einen spektakulären Zwischenstopp an den Lussier Hot Springs. Nach viel Überredungskunst legten sich sogar die Kinder in die warmen bis heißen natürlichen Becken (&quot;ihhh, das stinkt nach Pups&quot;) am Rande des eiskalten Flusses. Entspannung pur!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das muss man mal gemacht haben. Ich habe zwar keine nennenswerten Vergleiche, würde aber die durch Erdwärme gespeisten, aber künstlich angelegten Bäder, z.B. in Radium Hot Springs, diesem Naturerlebnis niemals vorziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um den dezenten Schwefelgeruch abzuwaschen, war eine Abkühlung durch das eiskalte Flusswasser notwendig, was uns die notwenige Frische für die weitere Strecke brachte. Wir kamen nachmittags in Lake Louise an und fuhren nach der Anmeldung im Lake Louise RV Campground noch ein wenig die Straßen hoch und runter, um Wildlife vor die Linse zu bekommen. P.S. Wie ihr seht, endet der Tagesbericht hier. NEIN, wir haben KEIN Wildlife gesehen. Nicht einmal ein Streifenhörnchen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 10. Oktober 2014: Lake Louise, RV Campground&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: 7-20°, sonnig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Plan war heute der Consolation Lakes Trail am Moraine Lake, aber wir dachten, wir machen mal einen kleinen Zwischenhalt am Lake Louise. Dort waren wir schon zweimal. Beide Male waren wir erschüttert über die Massen an Touristen, die dort busseweise angekarrt wurden, und haben schnell die Flucht ergriffen. Wir konnten die tolle Aussicht auf den See kaum genießen, der Weg um den See kam für uns daher nie in Frage. Diesmal aber staunten wir, dass wir der zweite Wagen auf dem riesigen RV-Parkplatz waren, gingen zum See runter und dann einfach weiter...so eine Gelegenheit, den See mal fast für sich zu haben, konnten wir uns nicht entgehen lassen. Am Ende des Sees entschieden wir uns, den Plain of Six Glaciers Trail zu machen, und es war ein unglaublicher Aufstieg! Die Kinder hatten Abenteuer-Feeling pur, keine Spur von Langeweile oder Gequengel, und die Aussicht war einfach atemberaubend. Nie im Leben hätte ich gedacht, was für ein Wahnsinnsausblick sich uns am Ende bieten würde. Wir haben auch am Teehaus nicht halt gemacht, sondern sind bis zum Endpunkt über einen schmalen Schotterfeldgrad gelaufen. Kurz vor dem Etappenziel brach mit einem lauten Knall und Grollen noch ein Stück vom Gletscher ab, die Lawine hörte man sicherlich bis unten ins Tal. Ein echtes Naturschauspiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hätte bei einem so bekannten Trail befürchtet, dass der Weg bei einer angelegten Aussichtsplattform endet und nicht mitten in so wilder Natur und unberührter Schönheit. Aber viele Touris gehen eben nicht bis ganz rauf, sondern bleiben unten am See hängen oder schaffen es bis zum Teehaus. Es lohnt sich aber, weiter zu laufen! Wenn ihr diesen Trail macht und in der Nähe von Teehaus komisches Fiepen hört, so kommt dieses Geräusch von den Pikas, die dort leben. Ich habe einen von den kleinen Burschen (bei uns auch Pfeifhasen genannt) einige Zeit beobachtet. Sie sind sehr süß und scheu und sehen ein bisschen aus wie Meerschweinchen. Viel Freude haben uns - vor allem den Kindern - auch die Streifenhörnchen und die Meisenhäher am Teehaus gemacht. Die hatten es definitiv auf unser Brot abgesehen und waren außerordentlich dreist! Die Meisenhäher, wunderschöne Vögel, sind den Kanadiern als Grey Jack bzw. - sehr treffend - auch als Camp Robber bekannt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da Thommy kein Freund davon ist, einen Weg zweimal zu gehen, nahmen wir auf dem Rückweg den kleinen Umweg Richtung Lake Agnes, allerdings nicht ganz hoch, sondern am Mirror Lake entlang. Das war auch sehr schön und bot immer mal wieder tolle Blicke auf den Lake Louise. So ein tiefes Türkisblau, hervorgerufen durch die sich im Wasser widerspiegelnden Sedimente, kannte ich bisher nur vom Peyto Lake. P.S. Ich muss zugeben, dass es mich nicht wirklich gewundert hat, dass die Bären nicht direkt am Lake Louise Hotel oder oben am eiskalten Gletscher auf uns gewartet haben. Und selbst wenn sich ein verrückter Bär eventuell zum Mirror Lake verirrt hätte, so wäre er sicherlich getürmt, wenn er uns wie die Kesselflicker darüber hätte streiten hören, ob wir nicht doch noch den Schlenker zum Lake Agnes hoch hätten machen sollen. Ich wäre uns auch aus dem Weg gegangen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf dem Rückweg fuhren wir noch beim Moraine Lake vorbei, in der Hoffnung, dass ein Bär am Straßenrand stehen und einen auf Anhalter machen würde. Aber nein: wo keine Beeren, da keine Bären. Diese neue Erkenntnis basierte auf einem der zahlreichen Gespräche über fehlende Bärensichtungen, dieses Gespräch allerdings geführt mit einem Ranger, der erklärte, es würden dieses Jahr besonders wenig Beeren im Gebiet reifen, und ein Ranger muss es ja wissen?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 11. Oktober 2014: Lake Louise, RV Campground&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: 9-0°, wolkig, gelegentliche Schauer&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen schliefen wir lange. Man muss ja sagen, dass so ein Truck Camper echt kuschelig ist und es nichts Schöneres gibt, als morgens dick eingemummelt in die warmen Decken mit seiner Familie im Arm aus den Slide-Out Fenstern zu schauen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Später machten wir uns dann auf zum Moraine Lake, um nun heute den Consolation Lakes Trail zu begehen. Den Moraine Lake schauten wir uns kurz an, er war so postkartentauglich wie eh und je, immer wieder ein Foto wert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Consolation Lakes Trail geht kurz vorm See links ab, und man darf ihn nur ab einer Gruppenstärke von vier Personen gehen, wegen der enormen Gefahr, zahlreichen gefährlichen Bären in die Arme zu laufen! Man muss sogar Strafe zahlen, wenn man mit weniger Personen unterwegs ist - wenn das keine aussichtsreiche Drohung mit Wildlifebegegnungen ist!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir waren als Familie ja bereits zu viert, und ausgerüstet mit viel Mut, Vorfreude und unserem Bärenspray marschierten wir los. Thommy schlug fleißig alle paar Meter mit einem Stock gegen einen Baum und hatte das Bärenspray in Griffweite, und die Kinder hatten heute ihre Wanderglöckchen um. Als ob die nicht schon ohne Verstärker laut genug gewesen wären! Der Weg führte erst über Geröll und Felsbrocken und dann durch den Wald. Ich fühlte mich zwischen Farnen, Moosen und Tannengeflechten wie ein Teil eines Fantasyfilms und hätte mich nicht gewundert, wenn Orks oder Trolle um die Ecke gebogen wären, jedenfalls auch nicht wesentlich mehr als über einen Bären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während der Wanderung fing es leicht an zu schneien, aber es war ganz feiner und trockener Schnee, der die Atmosphäre vervollkommnete, und wenn es nach den Kindern gegangen wäre, hätte ruhig noch mehr runterkommen können. Am Ende des Wanderwegs angekommen, bot sich uns wieder eine Wahnsinnsaussicht. Wir kletterten auf die riesigen Felsbrocken (manche so groß wie unser Truck Camper) am Rande des Sees und genossen den Blick auf den Consolation Lake und die den See umgebenden teilweise gletscherbedeckten Berge. Wir waren alleine hier oben und die absolute Stille körperlich zu spüren (ja, wir haben unsere Kinder gezwungen, mal kurz die Klappe zu halten, um zu bemerken, dass man dort NICHTS hört, GAR NICHTS). Atemberaubende Natur.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;P.S. Bärensichtungen? Ha! Weit gefehltl! Wir haben ein kleines geflecktes Huhn gesehen, welchem wir als Vierergruppe so gerade noch gewachsen waren. Es blieb vom Bärenspray verschont.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 12. Oktober 2014: Lake Louise - Jasper, Whistler Campground&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: 5-9 °, heiter bis wolkig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute war der Tag der Tage, an dem wir mit der Freigabe meines Mannes den traumhaften Icefields Parkway hochfahren durften. Laut Thommy und seinen unermüdlichen Versuchen, das Wetter genau vorherzusehen, gab es Grund zur Hoffnung auf weite Sicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tatsächlich war die Landschaft, die an uns vorbeizog, unfassbar schön. Natürlich hielten wir an zahlreichen tollen Aussichtspunkten, so auch diesmal wieder am Athabasca-Gletscher, wo wir Fotos von den zurückgehenden Eiszungen machten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben uns vorgenommen, die Bilder aus den vorherigen Urlauben mit den jetzigen zu vergleichen, um zu überprüfen, ob man hier schon einen Rückgang erkennen kann. Wirklich traurig, wenn man sieht, wie weit sich der Gletscher in den letzten 100 Jahren schon zurückgezogen hat. Die Fotos sind aber schwer zu vergleichen?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Busführungen auf den Gletscher oder die neue Plattform haben uns noch nie gelockt, so auch dieses Jahr nicht. Wir empfanden sie immer als erschreckend touristischen Eingriff in die Natur. Aber aus den Vorurlauben empfehlenswert finde ich den in der Nähe anfangenden Trail auf den Wilcox Pass, der war wirklich wundervoll!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unterwegs sah Thommy am Straßenrand zwei Ranger aufgeregt gestikulieren und mit Fernrohren in eine Felswand starren. Wir hielten an und gesellten uns zu ihnen. Sie erklärten uns, dass in der steilen, sonnigen Felswand eine 15 Tiere starke Herde der seltenen und scheuen Mountain Goats grasen würde. Die Steile der Felsen würde ihnen Schutz vor Raubtieren bieten und dieser Hang sei bekannt für ihr Vorkommen. Mountain Goats hatten wir noch nie gesehen und es war beeindruckend, die schneeweißen Tiere, die sich ohne Fernglas lediglich als weiße Wattebäuschen am Fels abzeichnen, zu beobachten. Die Ranger gaben uns den Tipp, später am Wegesrand an einer bestimmten Stelle noch einmal auf diese Tiere zu achten, und tatsächlich bekamen wir auch dort - wo wir sonst einfach vorbei gerauscht wären - eine Herde Mountain Goats zu Gesicht, diesmal um einiges näher. Fantastisch!&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Fahrt führte uns heute an weiteren beeindruckenden Naturspektakeln, so z.B. einer Herde Dickhornschafe (Bighorn Sheep)bis nach Jasper zum noch geöffneten Whistler Campground. Als wir dort auf den Campground einfuhren, entdeckten wir an Rande einer Lichtung eine Herde Wapitis mit einem Bullen mit mächtigem Geweih und beobachteten diese eine Weile. Später gesellte sich noch ein konkurrierender Bulle auf Distanz hinzu. Einen Kampf mit krachenden Hirschgeweihen sahen wir dann allerdings nicht mehr Wir waren übrigens absolut überrascht, bei diesem riesigen Campground (fast 800 Plätze) einen der letzten mit Strom ausgestatteten Plätze zu ergattern. Siehe da, es war Thanksgiving, und wir hatten es nicht bemerkt! Hunderte von Kanadiern waren unterwegs und wollten ihr Wochenende mit uns in der Natur verbringen. Heute gab es bei uns keinen Truthahn, sondern wieder Nudeln zum Abendessen, diesmal im Camper ohne Lagerfeuer. Irgendwie schreckten uns die unruhige Atmosphäre, die kälteunempfindlichen Kanadier-Kinder, die bei Minusgraden in kurzen Hosen lauthals durch den Wald trollten und die ungemütliche Feuchte von einem Outdoor-Abend ab.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;P.S. Hier war nur der Kanadier los, aber nicht der Bär!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 13. Oktober 2014: Jasper, Whistler Campground - Wapiti Campground&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: 10 °, bewölkt und windig.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Wir mussten um 11 Uhr den Campground verlassen, der heute seine Tore für diese Saison schloss, und zogen auf den für das Winter-Camping geöffneten Wapiti Campground. Hier gibt es einige ungemütliche Plätze mit Stromanschluss auf einer Art Parkplatz und, wenn man nicht darauf angewiesen ist, sehr schöne Plätze mit Feuerstellen einsam im Wald gelegen. Einige wenige Kanadier, die ihr Thanksgiving-Weekend verlängerten und nicht ihren Saison abschließenden Sani-Dump auf dem Whistler gemacht hatten, fanden wir hier an den Steckdosen wieder. Wir zogen einen &quot;Offline-Platz&quot; im Wald vor. Unsere Campsite war wunderschön und abseits gelegen, am Hügel, mit Blick auf den Fluss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute machten wir eine Tour zum Medicine und Maligne Lake, waren jedoch nicht frisch genug, um längere Wandertouren um die Seen zu machen. Das Wetter spielte auch nicht richtig mit, es windete sehr. So fuhren wir, kleine Spaziergänge eingeschlossen, einfach die tolle Strecke ab, immer mit dem Blick auf Seeufer, Dickicht und Bäume gerichtet und auf der Suche nach Wildlife.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis auf frische Spuren von Kariboos auf dem ausgetrockneten Medicine Lake und einer Herde Bighorn Sheep am Wegesrand trafen wir jedoch keine kanadischen Vierbeiner. Dafür absolut unvernünftige fotogeile Japaner, die sich mitten unter die Dickhornschafe mischten (Streichelzoo-Abstand), um Selfies von sich zu machen. Leider wurde keiner von Ihnen auf die Hörner genommen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;P.S. Bärensichtungen? &quot;You are in bear country?&quot; Ja klar, wer`s glaubt? Aber &quot;You are in squirrel country&quot; hört sich ja auch nicht ganz so dramatisch an, oder?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 14. Oktober 2014: Jasper - Wells Grey Provincial Park, Clearwater Lake Campground&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: 9°, bewölkt mit Regenschauern&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Heute hatten wir nur manchmal gute Sicht, gelegentlich fielen auch ein paar Regentropfen. Der Mount Robson, an dem unser Weg vorbeiführte und der sich uns schon zweimal nicht zeigen wollte, spielte auch dieses Mal wieder Verstecken. Immer wenn es so aussah, als würde es aufklaren, kamen plötzlich doch neue Wolken und verdeckten Teile des imposanten Berges. Aber, Mount Robson, irgendwann kriegen wir dich!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p02_45.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Wir kamen gerade noch rechtzeitig am Eingang des Wells Grey Provincial Park an, um die sehr hilfsbereite Dame an der Touristeninformation noch ausfragen zu können. Bären? Klar, die sind hier unterwegs, aber kein Grund zur Sorge, die hauen sich gerade vorm Winterschlaf so richtig den Bauch voll und denken nur ans Essen. Überhaupt sind alle Bären im Wells Grey Park echt nette Kerle!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir wollten es nun mal echt drauf ankommen lassen und fuhren bis auf den allerallerletzten Stellplatz im Clearwater Lake Campground, auf dem wir tatsächlich die einzigen Besucher waren. Es war schon fast dunkel, als wir ankamen, wir konnten im letzten Dämmerlicht noch den See und die Osprey Falls dahinter erahnen. Natur pur. Wundervolles Plätzchen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;P.S. Bären? Ha! Wir waren mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, dass wir Kanadatouristen einer groß angelegten Werbekampagne auf den Leim gegangen sind! Was für ein genialer Schachzug, überall in Riesenlettern vor den Bären zu warnen und überall diese tricky Mülleimer aufzustellen, damit der willfährige Tourist glaubt, die Bestien würden hinter jeder Ecke lauern. Nur damit über diesem bezaubernden Märchenwald ein Hauch ungezähmter Wildnis und Abenteuer liegt. Alles Marketing!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 15. Oktober 2014: Wells Grey Provincial Park, Clearwater Lake Campground - Clearwater, North Thompson River Campground&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: ca. 9°, bewölkt&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Wir hatten heute keine Lust auf eine lange Wanderung, machten uns also auf den Weg auf den relativ übersichtlichen Lakeshore Trail. Irgendwie waren wir aber nicht gut informiert und vorbereitet. Wir warteten immer darauf, rechts zu einem Lookout abbiegen zu können, bis wir an der Anlegestelle ankamen, von wo aus der Trail eigentlich erst richtig losgehen sollte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p02_47.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 1px 0px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p02_46.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p02_48.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 50px 5px 0px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Das hat uns ein bisschen die Stimmung und den Schwung verhagelt, daher gingen wir zurück, auf Geheiß Thommys auch noch über die Straße (warum habe ich nichts gesagt?), d.h. immer schön hoch und runter, die kurvenreiche Strecke fühlte sich doppelt so lang an, wie der Hinweg, der am See entlang viel schöner gewesen war. Also: immer schön die Karten mitnehmen und sich VORHER Gedanken machen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachdem wir wieder zurück am Truck Camper waren, nahmen wir ein ausgiebiges zweites Frühstück ein und fuhren wieder aus dem Park raus, diesmal mit Zwischenstopps an jedem schönen Aussichtspunkt, unter anderem den überaus beeindruckenden Helmcken Falls (mit 141 m die vierthöchsten Wasserfälle Kanadas)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So schön es war, einziger Gast im Park zu sein, so muss man doch sagen, dass die Hauptaktivität, für die der Wells Grey Provincial Park ausgelegt ist - mehrtägige Kanufahren ins Hinterland mit Wilderness Camping; wohl eher was für den Sommer ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Abend bezogen wir unweit des Parkausgangs unser Lager auf dem &quot;No Service - but still open&quot; North Thompson River Campground. Hier machten wir wohl das größte Lagerfeuer unseres ganzen Urlaubs und hatten eine schöne lange Nacht mit unseren Kindern am Feuer. Solche Familienabende mit Lagerfeuer-Unterhaltungen sind toll. Vor allem die Kinder genießen es, mal einen ganzen Abend mit den Eltern am Feuer auf zu bleiben und sich über Gott und die Welt zu unterhalten. Wann macht man sowas schon im Berufs- und Schulalltag in der Heimat? Ein weiterer Grund, nach Kanada zu fahren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;P.S. Bärensichtungen? Nein, wer hätte es gedacht: Heute mal keine Bären. Dafür Pilze. Viele Pilze. Und Hörnchen in jeder Form und Farbe: Eichhörnchen, Streifenhörnchen, Backenhörnchen. Wir fanden es nur etwas vermessen, unser Bärenspray an ihnen auszuprobieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 16. Oktober 2014: Clearwater, North Thomson River Campground - Kilby Park&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: ca. 15 °, heiter bis wolkig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p02_49.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 25px 0px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Heute fuhren wir zu einem weiteren &quot;Geheimtipp&quot; aus Schoofs Reiseführer, dem Kilby Park oder besser Kilby Beach, nicht allzu weit entfernt von Harrison Hot Springs. Und auch diesmal staunten wir nicht schlecht, als wir am Seeufer die Weißkopfseeadler bewundern konnten, die Herr Schoof im Reiseführer beschrieben hatte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir waren die letzten, die einen Platz auf dem kleinen Campground am See ergatterten, und als wir den netten Kanadier neben uns ansprachen, sagte er, das wäre aus unserer Sicht im Moment vielleicht ein glücklicher Umstand, es könnte aber sein, dass wir unsere Meinung im Laufe der Nacht ändern würden, denn die angestammte Anglergemeinde dort würde die kommenden Tage bestimmt ziemlich viel Alkohol konsumieren und ziemlich laut sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ok, das fanden wir im ersten Moment nicht so super, aber die Jungs um uns herum waren eigentlich alle gut drauf, und außer, dass ein Typ zwei RVs weiter offensichtlich keine Ahnung davon hatte, wie man Holz hackt und es so aussah, als würde er mit aller Macht versuchen, dabei den kompletten Metallkranz der Feuerstelle zu zerstören, war eigentlich alles ganz erträglich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir beobachteten mit dem Fernglas die Seeadler, Thommy machte nebenan bei den Kanadiern Freunde und wurde auf ein Bier eingeladen, und schließlich machten wir uns riesige Burger mit Salat - ein perfekter kanadischer Abend.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;P.S. Bären? Nein, die wurden sicherlich von den riesigen Adlern hinfortgetragen und am Rande des Sees verspeist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 17. Oktober 2014: Kilby Park - Harrison Hot Springs&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: ca. 12 °, Dauerregen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Wir wurden wach mit dem irritierenden Gefühl, das eventuell etwas schief gelaufen sein könnte. Unsere zwei Wochen Kanadaurlaub kamen uns vor wie mindestens 1 Monat, wir fühlten uns außerhalb von Raum und Zeit und waren daher irgendwie nicht ganz sicher, dass wirklich Freitag war (und nicht eventuell schon Samstag). Nachdem wir über diese Unklarheit ohne Erfolg eine Weile diskutiert hatten und uns dann einig waren, dass wir es leider nicht darauf ankommen lassen konnten, den Flieger zu verpassen, beschloss ich, beim Angler nebenan nicht nach der Uhrzeit, sondern danach zu fragen, welchen Tag wir denn hätten. Er nahm es mit Humor, und nachdem er mir bestätigte, dass wir uns keine Sorgen um den Rückflug machen mussten, weil wirklich Freitag war (schade!), kamen wir ins Gespräch. Unter anderem erzählte ich, dass uns die Neugier auf die Weißkopfseeadler zum Kilby Beach geführt habe. Er erklärte, dass - ungewöhnlich für diese Jahreszeit - noch recht wenig gammeliger Fisch am Strand herumliegen würde, aber ungefähr zwei Wochen später würde es vor Adlern nur so wimmeln, die sich die nach dem Ablaichen gestrandeten Lachse krallen würden. Auch jetzt könne man aber - besonders gut vom Boot - schon sehr viele Weißkopfseeadler beobachten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein wenig später, nachdem wir gefrühstückt und fast alles verstaut hatten, kam unser netter Nachbar vorbei und fragte, ob wir Lust hätten, uns mit ihm die Wartezeit auf seinen Sohn zu vertreiben. Er würde uns anbieten, mit uns allen auf den See hinaus zu fahren, damit wir Adler aus nächster Nähe bewundern könnten. Wir waren natürlich sofort Feuer und Flamme! Die Fahrt auf dem Boot war ein echtes Vergnügen, die Kinder hatten riesigen Spaß, und wir kamen definitiv auf unsere Kosten, weil wir ziemlich nahe an die Adler herankamen, die wir bis dahin nur mit dem Fernglas erkennen konnten. Ich weiß nicht, ob ich jemals wieder so viele Adler an einem Fleck sehen werde. Wahnsinn!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p02_52.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p02_50.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p02_51.jpg&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Nachdem wir uns bei dem super netten Kanadier mit vielen Worten und dem Freimachen unseres Campgrounds für seinen Sohn bedankt hatten, nahmen wir Fahrt auf zu unserem letzten Stopp, Harrison Hot Springs. Wir nahmen hier einen Campground direkt neben dem Bad, packten unsere Sachen und gingen mit den Kindern noch einmal schwimmen. Für den ersten richtig verregneten Tag und unseren letzten Pack- und Urlaubstag eine gut Idee, aber den Public Pool in Harrison Hot Springs kann ich trotzdem nicht als Highlight empfehlen. Trotzdem entspannend und schön.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;P.S. Kein Bär im Schwimmbad!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 18. Oktober 2014: Harrison Hot Springs - Vancouver (Rückflug nach Münster/Osnabrück)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wetter: ca. 12°, heiter bis wolkig&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Die Rückfahrt von Harrison Hot Springs nach Fraserway/Vancouver vollzog sich zügig und die Truck Camper Rückgabe gestaltete sich unkompliziert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich möchte nicht zu viele Worte über den Rückflug verlieren, außer dass alles viel schneller ging als auf dem Hinflug (kein Zwischenstopp, Rückenwind) und super lief. Ich hatte während des Fluges viel Zeit, die Reise revue passieren zu lassen. Haben wir es wegen der Reisezeit oder der Kürze der Ferien bereut? Nein, Blödsinn, Kanada ist IMMER eine Reise wert, es ist Urlaub für Körper und Seele und lohnt sich gewiss. Und obwohl es uns ein bisschen gewurmt hat, dass die Bären und wir diesmal getrennter Wege gegangen sind, so ist Kanada auch ohne Bären einfach nur phantastisch!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;P.S. Ok, ich verrate euch etwas. Wir haben auf dem Kanadatag von SK-Touristik den Workshop Tierbeobachtung besucht, Thema: Wale und, ja, ratet mal? Bären! Außerdem werden wir unsere nächste Reise zeit- und orttechnisch um diese nicht existenten Fabelwesen herum planen, also dort sein, wo der Lachs dem Bär vor dem Ablaichen quasi direkt ins Maul springt. Und es wird uns trotzdem TOTAL gleichgültig sein, ob wir einen Bären sehen oder nicht. Wenn der Bär eventuell Lust auf ein paar Münsteraner hat, kann er ja mal vorbeischauen, aber wenn nicht - uns doch egal! Nur für alle Fälle werde ich den Fotoapparat in der Hand halten? Man weiß ja nie ;-)&lt;/p&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Familienurlaub-in-Westkanada.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Westkanada mit Fraserway RV 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Westkanada-mit-Fraserway-RV.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbtml_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Camper-Tour British Columbia&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;2 Wochen mit dem Wohnmobil durch den Westen Kanadas&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2013 von den SK-Kunden Margit Lindner und Melanie Rix&lt;/p&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich habe bei Canada&#039;s West eine Reise nach British Columbia gewonnen! 2 Wochen mit dem Camper durch mein Traumland! Und dank der Beratung und Vorbereitung durch SK-Touristik starte ich mit meiner Freundin Melanie ins Abenteuer.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;18.05.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Abflug von FRA nach Vancouver um 16:30 mit Condor. Schon der Flughafen von Vancouver ist beeindruckend durch seine freundliche Gestaltung. Gar nicht die kühle Sachlichkeit, die man sonst von Flughäfen kennt. Unsere 1. Nacht verbringen wir in einem Flughafen nahen Hotel mit Pool, netter Bar und Hot Breakfast - Eier und Speck.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;19.05.13 - 1. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;9:00 Pick-up durch Fraserway vom Airporthotel Sandemann. Bei Fraserway, einem der großen Verleiher von Camp-Mobilen, erklärt uns Carlo den Camper mit all seinen Features und Funktionen, Heidi macht den Papierkrieg - alle sprechen deutsch. Doch bevor wir dann starten können, sagt unser Camper keinen Ton. Die Batterie ist tot und muss noch schnell ausgetauscht werden. Melanie bekommt vom Mechaniker ein Bier spendiert, weil sie beim Einbau hilft und den entscheidenden Dreh findet, um die Schraube festzuziehen.&lt;br /&gt;Wir wollen Richtung Hope, aber nicht über Highway #1. Wir möchten auf die #7, weil wir uns davon eine schönere Route versprechen. Es führt zu einer Irrfahrt von 45 min und 17km durch Vancouver. An einer Tankstelle erhalten wir dann den entscheidenden Tipp und sind endlich auf dem richtigen Weg. Viel Landschaft und Wasser mit Holzstämmen; teilweise Schnee auf den Gipfeln. Den Einkauf für unsere Lebensmittel-Grundausstattung erledigen wir in Mission. Das 1. Deer wird gesichtet am Straßenrand. Vorbei am Hope Slide, einem gewaltiger Erdrutsch. Im Liqueur Store füllen wir noch unsere Vorrräte an Bier auf. Wir entdecken für uns Carriboo Honey Lager. Es wird uns auf der ganzen Tour begleiten. Weiter durch Sun Shine Valley, über den Ellison Pass, 1342m hoch, zum Manning Park. Der Lightning Lake Campgroun, den wir eigentlich ansteuern wollten, ist noch geschlossen. Darum geht es 5km weiter zum Hampton Campground, wenig besucht. Neben unserer Campsite 63/64 fließt ein kleiner Bach, Kolibris sehen wir (hummingbirds) und ein Mini-Hörnchen (wir nennen es Victoria Beckham wegen seiner Size 0). Der Ranger kassiert die Platzmiete und verkauft Holz (8 Dollar), KEIN HOLZ AUS DEM WALD darf gesammelt und verbrannt werden (Hinweis vom Ranger). 10 min später kommt ein Pick-up mit mehr Holz vorbei. Hätten wir dort günstiger kaufen können? Lagerfeuer und Lagerbier (Dran denken! Zeitung mitnehmen für Feuer machen), Mechanikerbier (als Lohn für Baterrieeinbau Melanie). Beim ersten Kaffee-Aufbrühen übersehe ich die Filtertüten, die in der Kanne stecken - sind jetzt leider nass. Zum Abendessen gibt es leckeres Fischfilet in Kokoskruste, gemischten Salat mit Himbeer-Walnuss Vinaigrette&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe: 235 km, Fahrzeit ca 3,5h&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;20.05.13 - 2. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Uhrzeit 5:15 aufgeweckt von Hazelnut-Kaffeeduft (ich liebe diese aromatisierten Bohnen!), Rundgang über den Campground mit lustigen Squirrels. Kalte Nacht mit wenig Schlaf (5°). Aufbruch in Richtung Osoyoos um 8:00 Uhr. Bis Princeton Hochgebirge und Hochnebel, später hellblauer Himmel, immer entlang am River Similkameen, runter ins Tal pünktlich zum Rodeo-Umzug in Hadley. First Nations Reservat - No National Park - Indian Reserv. Es wird wärmer, 18-20°. Obstplantagen und Verkaufsstände, jedoch wegen Feiertag viele geschlossen. Von Osoyoos auf 97 North entlang der Weinstrasse - Vineyard auf Vineyard, viel Feiertagsverkehr, Motorradfahrer, Camper, kaum Trucks. Stopp in Oliver im Pub: &quot;Chef in&quot;, gute Musik und gute Burger. Überwältigende Sicht auf Okanagan Lake. Kurz hinter dem Okanangan Provincial Park Campground finden wir rechts am See wunderschön gelegen die Greata Vinery. Weinverkostung mit sympathischer Beratung und Tipps für morgen. Der Tag war schon lang, darum entschließen wir uns zum Weineinkauf und Übernachtung im Okanagan Provincial Park North. Ankunft CG 15:30 Uhr und 25°, unser Platz # 51 mit Sicht auf See und wenig Vekerhslärm vom Highway.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe: 270 km, gesamt 505 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;21.05.13 - 3. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Start 09:05, Tankstopp in West Kelowna (70l) und Lebensmittel aufgefüllt, Kassiererin gewährt uns Kunden-Rabatt, weil wir aus Germany kommen. Sie fragt extra den Marktleiter. Das ist nett! In Kelowna City Center kleiner Snack in Dutch Bakery (Zimtbrezel!, Bernard Av.) und in City Mall ausgefallene Kleidung entdeckt. Nächster Zwischenstopp in Enderby (früher berühmt für Sägemühle und Holzflößen). Ab Sicamous auf TCH bis Revelstoke, Williams Lake CG. Revelstoke ist ein zauberhafter kleiner Ort, der wohl eine starke Skisaison hat. Unser CG ist fully serviced, d.h.wir haben Elektroanschluss, heißes Wasser zum Duschen und Geschirrspülen, der Verwalter ist aus Schwäbisch Hall. Feuerholz gibt es für 4$. Im Williamson Lake kann man schwimmen und es gibt einen Mini-Strand. Ein uriger Trail führt um den See, wie ein echter Urwald mit Baumstümpfen von riesigen Rotzedern.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe: 236 km, gesamt 747km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;22.05.13 - 4.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Start um 9:50 Uhr . Heute geschlafen bis 7:50. Auf dem Tisch sortiert gerade ein Eichhörnchen die Erdbeerreste. Zum Frühstück gibt&#039;s Waffeln und Erdbeeren. Aufgrund der Tipps von 2 netten einheimischen Hundebesitzerinnen fahren wir in Richtung Nakusp #23 bis Blanket Creek. Dort gibt es den spektakulären Wasserfall Sutherland Falls. Der Columbia River fließt entlang unserer Fahrstrecke. Auf der Campingwiese tummeln sich Murmeltiere. Am Straßenrand stehen immer wieder Hirsche. Weiter geht es zur Fähre an der Shelter Bay. Wir setzen über den Upper Arrow Lake. Überfahrt ist kostenlos; auf der Fähre sind Holztransporter, ebenso RVs und PKWs. Über einen freundlichen Hund auf einem Pick-up kommen wir mit dessen Herrchen ins Gespräch. Er baut Motorräder und fährt mit Kumpels in 22 Std. von Toronto nach Daytona Beach. Auf der anderen Seite fahren wir noch bis zu den Halycon Hot Springs. Anschauen und Umkehren. Zu viel Trubel und nicht so ungemein interessant. Wir machen Rast am Straßenrand und braten Bacon, Spiegelei und Bratkartoffeln. Wieder auf der Fähre bei Galena Bay, raues Wetter. Bis Ravelstoke folgen wir einem Langholz Transporter, der mit Tempo 110km über den gesamten Weg die Fahrzeuge der Fähre anführt. Ein Abstecher führt uns noch zum Ravelstoke Damm. Dort ist aber noch alles geschlossen. Trotzdem: der Damm ist gewaltig und sehenswert. Zurück ins Städtchen, kleiner Bummel, Supermarkt und schließlich Essen in einem indisch-deutschen Restaurant. Die Küchenchefin hat in Österreich gelernt. Wieder auf dem CG hilft uns ein Ire beim Abwasser und wieder gibt es ein nettes Gespräch bei Bier und Lagerfeuer.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 165 km, gesamt 901 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;23.05.13 - 5. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir starten um 08:50 Uhr von Ravelstoke auf TCH Richtung Osten. Es regnet Bindfäden und mit der Höhe geht der Regen in Schnee über bei Rogers Pass (1327m). Eine Wasserwand überrascht uns beim Überholen eines Trucks mit einem weiteren im Gegenverkehr. Am Pass wechselt die Zeitzone auf Mountain time. Es geht weiter über Golden und über die neue Brücke, durch eine in den Felsen gesprengte Lücke. Dann Fields mit den Spiral-Gleisen für die Eisenbahn, die zur Verringerung der Steigung passiert werden. Zum Glück ist die Wegführung an einer Tafel erklärt. Bei Lake Louise geht es auf den Icefields Parkway (# 93). Wetter leider neblig, nass und windig. Bow Lake: wir glauben an mangelnde Sicht, aber plötzlich links von uns der komplette vereiste See. Spektakulär! Leider im Hintergrund nur Fuß der Berge. Trotz vieler Hinweise auf Dickhornschafe, Wapitis und Bergziegen weit und breit kein Tier. Am TCH sahen wir von weitem einen Elch. Wir erreichen das Columbia Icefield Center am Athabasca Gletscher. Das riesige Eisfeld reicht heute noch bis fast an die Straße. Wieder tummeln sich kleinen Murmeltiere dort. Man kann mit Spezialfahrzeugen auf den Gletscher. Auf unserem weiteren Weg bessert sich das Wetter und gibt mehr Sicht auf die Rockys frei. Von Gletschern gestaltete Landschaften begleiten die Straße durch das gewaltige Tal. Endlich auch mal ein Cariboo am Straßenrand. Entlang des Icefield Parkway entwickeln die Espen - Aspen ihr junges Grün. Wir erreichen schließlich kurz vor Jasper den Whistlers CG mit 781 Plätzen mitten im Wald. Es gibt bei der Einfahrt die strikte Anweisung nicht in der Dunkelheit draußen zu sein. Vor Bären, Pumas und evtl. angriffslustigen Wapitis wird gewarnt. Wir bereiten unser Abendessen und planen unsere nächste Etappe.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 468 km, gesamt 1367 km - Ankunft nach 8 Stunden, Fahrzeit ca. 5 h.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;24.05.13 - 6. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Spaziergang entlang des Trails quer durch den CG fahren wir nach Jasper hinein und erkunden bei Regen das übersichtliche Städtchen. Kleiner Einkauf in einem Andenken-und Gemstone- Shop; im Internetcafe Wetterbericht geprüft - es bleibt wechselhaft. Dann geht es auf die # 16 West über den Yellowhead Pass und durch den Mount Robson Park nach Süden weiter auf der # 5 durch Valemont - unspektakulär. In Clearwater zur dortigen Rushhour im Supermarkt günstig eingekauft. In Little Fort ist der Abzweig auf die # 24 leicht zu übersehen. Die # 24 bietet eine malerische Strecke auf das Hochplateau am Lac de Roche mit großartigem Blick über den See. Ab Lone Butt beginnt die Suche nach unserem heutigem Campground Emerald Bay. Ab der # 24 auf schmalen Straßen mit Farmen und Cattlegrids 17 km. Einmal falsch abgebogen und 8 km auf Schotterstraße fahren geübt. Schließlich an der North Green Lake Road den praktisch leeren CG gefunden. Stellplatz mit Seezugang und Besuch von Charly Dog, der zur Little Horse Lodge gehört und gerne stromert (so sagt es das Schildchen an seinem Halsband). Diese Route empfiehlt sich Richtung Süden! Pizza gegessen, dazu Cariboo Honey Lager - ein leckeres Bier. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 472 km - insgesamt 1.839 km Fahrzeit 12:15 - 19:50&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;25.05.13 - 7. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht hat es durchgehend geregnet. Pünktlich zu unserem Gang zur Little Horse Lodge hört der Regen auf. Sehr sympatische Lodge - geführt von deutscher Familie, gemütlich eingerichtet. Und meine favorisierte Ranch Siwash Lake ist nur 15 min entfernt! Trotzdem können wir dort leider keinen Besuch abstatten, weil sie noch geschlossen haben und die Zufahrt zur Ranch durch den Regen mit dem RV nicht befahrbar ist. Sehr schade! (Dank WiFi in der Lodge bekamen wir diese Info noch rechtzeitig). Also genießen wir eine heiße Zimtschnecke und reichlich Kaffee. Charly Dog begleitet uns zurück zum CG und zeigt uns einen urigen Weg durch den Wald und am See entlang. Der kluge Hund weiß offenbar genau, wo wir 2 hingehören. Abfahrt um 12:15 Uhr bis zum 70 Mile House - urige Tankstelle, weiter Richtung Clinton auf # 97 bis kurz vor Cache Creek, dann auf # 99 Richtung Lillooet. Spektakuläre Hochebene, ab Pavillon tiefer Einschnitt des Fraser River, sonniges Wetter, überall Sage-Büsche links und rechts der Straße. Nach Lillooet Blicke auf die Coast Mountains. Hier muss man View Points anfahren!! Die überall gepriesene Deutsche Bäckerei in Lillooet hat nur Di - Fr geöffnet! Von Lillooet bis Pamberton Serpentinen und bis 13 % Gefälle (unbedingt Motorbremse). Diese Strecke ist traumhaft schön! Holzbrücken, steile Flusstäler, Ausblick auf Mount Currie u.a. schneebedeckte Berge. Nach Pemberton biegen wie heute in den Nairn Falls Provincial Park CG ein. Mitten im Wald mit Schwarzbären Warnung. Wieder ein toller Platz.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 148 km - insgesamt 2.123 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;26.05.2013 - 8.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Start um 8.10 Uhr nur mit 1 Tasse Kaffee. Hinter Whistler Stopp an den Brandywine Falls um 10:15 Uhr. Brunch mit Bohnen, Eiern, Speck und Bratkartoffeln in der Sonne mit Blue-Jay (Blauhäher)-Besuch. Dann Wanderweg zu den Falls und weiter zur Bungee Bridge - 2,8 km. Malerischer Trail hinauf in die Berge. Auf der Brücke mutige Springer. Rückweg und Abfahrt um 12:50 Uhr (1. Etappe = 46,6 km). Weiter auf # 99 Sea-to-Sky Highway durch Squamish-Land bis Horseshoe Bay. Ankunft bei 138km um 14:10 Uhr. 1Std. Wartezeit. Abfahrt der Ferry um 15:15 Uhr. Überfahrt dauert 1:20 Std., Ankunft in Departure Bay Nanaimo. Auf der Route zum Stoltz Pool Campground am Lake Cowichan, unsrem 1. Ziel auf Vancouver Island, machen wir einen Stopp in Chemainus, dem Ort, der berühmt ist für seine Wandmalereien. In einem Family Restaurant essen wir Fish &amp; Chips - sehr zu empfehlen. Bis zum CG sind es insgesamt 76 km. Der Stoltz Pool CG liegt mitten im Regenwald. Der macht seinem Namen alle Ehre. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 214 km - insgesamt 2.337 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;27.05.13 - 9.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Spät aufgestanden, Spaziergang durch den Zauberwald auf dem Stoltz Trail. Start Richtung Victoria mit kleinem Umweg auf Nebenstrassen um den See und zufällig in Duncan herausgekommen. Die Strecke hat keinerlei Hinweisschilder, nur Straßennamensschilder. Nun auf # 1 nach Victoria und zum Inner Harbour. Wohin mit dem RV? Wir parken an der Ferry nach USA, max. 2 Std. Bei Prince of Whales reservieren wir für morgen 12:00 Uhr 2 Plätze im Zodiac. Pro Person 116 $. Sind wir gesund, schwanger oder Wirbelsäulenprobleme? Warm anziehen!! Die Tourist Info gibt uns Tipps fürs Parken morgen. Bummel durch Downtown, ein bisschen Shopping, eine heiße Suppe mit WiFi und Aufbruch über Kilometer 0 der TCH zur # 14 Richtung Sooke zum French Beach CG am Juan de Fuca Strait. Wir sind wieder im Regenwald mit direktem Zugang zum Pacific Rim. Außerhalb vom Park gibt es eine Sanistation (5$) zu zahlen am Automaten mit Münzen. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagessetappe 160 km - insgesamt 2.497 km Fahrzeit von Victoria Mitte bis zum CG ca. 2 Std.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;28.05.13 - 10. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir starten um 8:20 Uhr Richtung Victoria und sind gespannt auf unsere Whale watching Tour mit dem Zodiac. Unsere Parkplatzsuche gestaltet sich einfach - gerade runter auf der # 1 bis zum Pier. Dort gibt es kostenlose Parkplätze wenn man rechts in Richtung Ogden Point fährt, wo die Kreuzfahrtschiffe anlegen. Also die #1 bis um Ende, dann rechts in die Dallas Street, dort direkt am Meer. Zu Fuß dann die Menzies oder Government Street direkt bis Inner Harbour, ca 20 min. Wir werden bei Prince of Whales mit orangeroten Astronautenanzügen mit integrierter Schwimmweste, mit Mütze, Handschuhen und Schutzbrille ausgestattet und bekommen vom Skipper &quot;Rick&quot; noch ein paar Sicherheitshinweise. Dann geht es aus dem Hafen raus zwischen die Inseln auf Walsuche. Rick bekommt laufend Infos, wo Wale sich bewegen, aber leider nicht auf unserer Route. Wir sehen zwei Mink Wale auftauchen und ein paar spielende Delfine. Aber die Tour mit dem Zodiac macht einfach Spaß. Auf den vorderen Plätzen ist es sehr unruhig, das Boot springt hart über die Wellen. Nach fast 3,5 Stunden laufen wir wieder im Hafen ein und weil wir praktisch keine Wale gesehen haben, haben wir eine Freifahrt jederzeit auf einem der größeren Boote. Zu Fuß gehen wir bis zur Fisherman&#039;s Wharf mit malerischen Hausbooten, zwei gefräßigen Robben, die sich gerne mit frischem Fisch füttern lassen und kleinen Ständen mit Fischgerichten. Wir stärken uns mit Fischsuppe und schlendern den Kai entlang zurück zum Camper. Auf der # 17 Richtung Sidney und Swartz Bay suchen wir den Gulf Islands National Park CG, weil wir den anfahren wollen bevor wir nach Vancouver zurückkehren. Von der # 17 Abfahrt McDonald Parkroad (Exit 31) ist das Hinweisschild zum Park rechts leicht zu Übersehen. Vom Exit bis zum Parkeingang sind es nur ca. 350m. Er ist idealer Ausgangspunkt, wenn man von hier die Fähre nach Tsawwassen nehmen will und liegt dazu noch schön im Wald (kostet nur 13,50 $). Unser Weg zurück mit Ziel CG Bamberton Provincial Park geht statt über den Highway 17 über eine schöne Nebenstrecke über West Squamish Road und Interurban zur Wilkinson Rd, die uns wieder auf die # 1 bringt. Wenn man die Abfahrt Mill Bay Road zum CG von Süden her ansteuert, überquert man nur einfach die Kreuzung und ist direkt an der Parkzufahrt. Wir sind hier links abgebogen, weil wir das Parkschild nicht sahen und kamen dafür nach ca 7,5 km noch zu einem sehr umfangreichen Einkaufszentrum. Zurück im Park den Trail zum Strand genommen (führt steil durch den Wald) dort noch nettes Gespräch mit dt. Einwanderin aus Köln geführt und den Robben beim Spielen zugesehen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 179 km - insgesamt 2.676 km Ankunft in CG 20:00 Uhr&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;29.05.13 - 11. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Start ab Bamberton um 9:15 Uhr. Über # 1 bis # 19 und von Coombs auf die # 4. Erster Halt an Qualicum Falls um 11:05 - 12:10 zu Lower und Upper Falls. Weiter nach McMillan (Cathedral Grove) , wo Rotzedern und Douglasien seit 300 - 800 Jahren den letzten ursprünglichen Wald repräsentieren. Dort wieder 1 Stunde Spaziergang. Dann weiter Richtung Tofino mit einer kurzen Ruhepause. Die Müdigkeit hat uns überfallen und wie legen ein Schläfchen ein. Die letzte Etappe bis Ucuelet ist schmal und kurvenreich, es geht wieder in bergige Regionen und dichter Wald begleitet uns. Ab dem Abzweig nach Tofino ist alles wieder flach. Der CG Green Point im Pacific Rim National Park liegt direkt am Meer und trotzdem mitten im Regenwald. Nachdem wir in Tofino bei Jamies für morgen 11 Uhr unsere Bärentour gebucht haben und einen kleinen Gang durch das verschlafene Städtchen gemacht haben, geht es zurück zum CG wo wir unser Abendessen mit Sacchettini, Newman&#039;s Own Tomatensoße und Salat draußen verzehren bei unserem letzten Glas Rotwein. Zuvor gab es noch einen Spaziergang zum &quot;breiten Strand&quot; bei Ebbe und hoher Wellenwarnung. Den Stand der Ebbe hatten wir aus der Gezeitentabelle bei Bamberton abgelesen. An der Straße begleiteten uns Schilder mit Tsunami Evakuierungsrouten. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 313 km = Fahrzeit 4,25 Std - Gesamt 2.988 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;30.05.13 12. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute warten die Bären auf uns! Nach üppigem Frühstück mit Eiern, Speck, Bohnen und Süßkartoffeln brechen wir auf zu Jamies. In einem Jetboot geht es hinaus zwischen die Inseln und nach schneller Fahrt wird auch schon der erste Bär gesichtet. Es folgt eine Bärenmutter mit zwei kleinen Jungen von ca 4 Monaten, die sich bei Annäherung des Bootes schnell trollen. Später sehen wir noch eine Bärin mit 3 Jährlingen. Das Boot bringt uns immer sehr nah ans Ufer und die Bären lassen sich nicht stören. Fleißig drehen sie Steine um und knacken die Muscheln, die sie dort finden. Zwei Weißkopf Seeadler kreisen über uns und auf kleinen Inseln räkeln sich Robben (rock sausages - weil sie für Orcas eine leichte und fette Beute sind). Wir sehen insgesamt mehr als 10 Schwarzbären. Die Tour war toll und zur Belohnung gibt es danach eine Chowder mit Prawns am Imbiss von &quot;Big Daddy&quot;. Ein kleiner Abstecher führt uns noch nach Uculet, bevor wir zurück über die Passstraße bis zum Upper Strout Lake Provincial Park fahren. Auch dieser CG liegt schön im Wald. Heute will unser feucht gewordenes Feuerholz nicht brennen und wir haben viel zu Lachen und Luft zu fächeln bis endlich die Flammen lodern. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 157km - gesamt 3.145 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;31.05.13 13. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Unser letzter voller Tag mit unserem Camper bricht an. Es geht nun zurück auf der #4 / # 4a bis Coombs und auf der # 19 vorbei an Nanaimo und auf dem TCH bis Chemainos. Noch einmal Fisch &amp; Chips und für jeden ein Stück Kuchen - homemade- to go. Dann fahren wir auf Nebenstraßen bis Duncan und gehen dort den Totempfad ab. Im Gold Stream Park be - / suchen wir die Niagara Fälle. Wenig Wasser, aber immerhin fast so hoch wie ebendiese. Auf der Suche nach Nebenstraßen Richtung Sidney (nein wir sind nicht in Australien) umfahren wir den Feierabend - und Vatertagswochenendverkehr. Noch einmal durch &quot;englische Landschaften&quot; bis zur Lands End Road. Am Ferry Terminal an der Swartz Bay schauen wir uns die Gegebenheiten an und befragen die Parkplatzwächterin, was eine sinnvolle Ankunftszeit für die 8:00 Uhr Fähre ist. Schließlich geht es zu unserem letzten CG McDonald Provincial Park. Letztes Lagerfeuer und Kofferpacken. Wecker steht auf 6 Uhr.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagesetappe 248 km - gesamt 3.393 km&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;01.06.13 - 14.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Start um 6:40 Uhr vom CG mit nur einem Kaffee!! Und schon wenige Minuten später 6:50 Uhr sind wir auf der 7 Uhr Fähre, die laut Internet heute nicht fahren sollte. Wunderschöne Überfahrt zwischen den Inseln, das Mobiltelefon wählt sich zwischendurch in das Netz der USA ein. Die Durchfahrt zwischen den letzten beiden Inseln bevor offenes Meer kommt, ist so schmal und unübersichtlich, dass sich die Fähren per Signalhorn verständigen müssen. Die Fahrt von Tsawwassen nach Delta ist schnell und unkompliziert. Den Abschied von unserem Camper zögern wir bei McDonald bei einem McMuffin noch einige Minuten hinaus ---- so viele Kilometer hat er uns treu und brav gefahren.......&lt;br /&gt;Dadurch, dass wir so früh 9:15 Uhr bei Frazerway ankommen, ist die Übergabe und Endabnahme vor dem Rush schnell erledigt. Abschied nehmen. Zum Glück freuen wir uns noch auf einige Tage Vancouver City Downtown in Davie Village.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was für ein Erlebnis! Einfach großartig - British Columbia hat 2 neue Fans, auch wenn es sicher schon sehr viele davon gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Dank geht an Canada&#039;s West und SK-Touristik, die für uns diese Reise ermöglicht und uns bei der Organisation unterstützt haben.&lt;/p&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Westkanada-mit-Fraserway-RV.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Westkanada im Traveland-Mobil 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Westkanada-im-Traveland-Mobil.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbt13mk_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Im Navion durch den wilden Westen&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;4 Wochen Westkanada&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2013 von SK-Kunde Manfred Krüger&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Nach einer sehr guten Vorbereitung durch unseren Betreuer bei SK-Touristik, Herrn Krusel, flogen wir am 18.06. ab Frankfurt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die weitere Organisation klappte hervorragend, wie auch schon im Jahr 2007, als wir zum ersten Mal mit SK-Touristik nach Kanada geflogen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hotel, Transfer, Wohnmobilübernahme (Travelland, Mercedes Navion): absolut perfekt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während der weiteren Fahrt mussten wir jedoch einige Umplanungen vornehmen, da es in diesem Jahr in Kanada einen langen, strengen Winter mit viel Regen im Frühjahr gegeben hatte und viele Campgrounds noch wegen Überflutung gesperrt waren. Außerdem hatten wir in den ersten beiden Tagen viel Regen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei dieser Reise entschlossen wir uns, nach der Tour an der südlichen Grenze entlang auch weiter nördlich zu fahren (Prince George) und auf der Rückfahrt nochmals in den Manning Park zu fahren, in der Hoffnung, dann besseres Wetter zu haben (was dann auch zutraf). Das führte dann zu einer etwas ungewöhnlichen Reiseroute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch den langen Winter waren viele Tiere, vornehmlich die Bären, noch in den Tälern, wie uns die Ranger berichteten. So hatten wir das Glück, in Summe sechs Bären (Schwarzbären und Grizzly&#039;s) zu beobachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Beobachten der Tiere war auf dieser Reise ein Schwerpunkt für uns. Bis auf den &quot;Abgabe-Campground&quot; in Langley am letzten Tag besuchten wir ausschließlich Provincial- oder National-Campgrounds (d.h. kein Full-Hook). Mit dem Motorhome von Traveland (Navion) war das aber auch kein Problem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammenfassend: eine wundervolle Reise mit vielen schönen Eindrücken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier zusätzlich noch einige, wie wir meinen, wichtige Bemerkungen für andere Reisende:&lt;/p&gt;&lt;ol style=&quot;list-style-type: decimal&quot;&gt;&lt;li&gt;Bei den langen Flügen empfiehlt es sich, die Plätze vorzubuchen (bessere Aussicht)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Wir mussten feststellen, dass fast alle Dump-Stations in den Provincial- und den Nationalparks inzwischen 5 $ Benutzungsgebühr kosten (Empfehlung: Immer 5 $ in Kleingeld für die Automaten bereithalten).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;In einigen größeren Stadten (z.B. Jasper, Price George) gibt es kostenlose Dump-Stations&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Der 1. Juli ist ein wichtiger Feiertag in Kanada, also die vorgesehenen Campgrounds um dieses Datum herum unbedingt vorbuchen (3 Monate vorher per Internet, da man sonst auf einem &quot;Overflow&quot; Campground geschickt wird (unschön, ist eigentlich nur ein großer Parkplatz).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Der &quot;deutsche&quot; Bäcker in Lilloeet hatte ab dem 1.7.13 leider sein Geschäft aus privaten Gründen geschlossen (!), Alternative: Das Cafe in Clearwater (Wells Gray) wird von einem deutschen Paar geführt, er ist auch Bäcker.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Zusatzbemerkung für Reisende mit einem Behindertenausweis &amp;gt; 70 %&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt; In diesem Fall kann beim Einchecken am Flughafen vom &quot;Precheck&quot; Gebrauch gemacht werden (Nach Anmeldung), was die Platzeinnahme an Bord wesentlich angenehmer macht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Auskunft der Ranger in den Privincial Parks ist es so, dass Personen mit einer Behinderung (Disability) in der Regel keine Campground-Gebühr bezahlen müssen (!). Das kann viel Geld sparen. Dazu ist aber ein offizielles kanadisches Dokument erforderlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daher unser Hinweis an SK-Touristik, einmal generell zu prüfen, ob es im Vorfeld einer Reise nach Kanada von Deutschland aus möglich ist, ein derartiges Dokument zu beantragen. Dann hätte man auch Zugriff auf die reservierten Plätze in einigen Campgrounds.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Positive Erfahrung: Nach Erläuterung der Situation ließen einige Ranger auch den deutschen Behindertenausweis gelten, allerdings nur für den Stellplatz, &lt;strong&gt;nicht&lt;/strong&gt; für die Campground-Gebühr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Folgenden eine Tabellarische Auflistung der Reiseroute mit einigen Besonderheiten:&lt;/p&gt;&lt;table style=&quot;background-color: #FFFFFF&quot; border=&quot;1&quot; bordercolor=&quot;#CCCCCC&quot; cellpadding=&quot;2&quot; cellspacing=&quot;1&quot; width=&quot;100%&quot;&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;18.06.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Abflug Frankfurt 13:10&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;18.06.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Ankunft Vancouver, Hotel&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;19.06.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Übernahme Wohnmobil bei Travelland mit Lebensmitteleinkauf&lt;br /&gt;Fahrt Langley - Lightning Lake CG (leider im Regen)&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;20.06.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Lightning Lake&lt;br /&gt;Tagsüber immer noch Regen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;21.06&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Ligthning Lake &gt; Kettle River CG&lt;br /&gt;über Princeton, Keremeos, Osoyoos, Rock Creek&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;Chipmunk am Kettle River&quot; title=&quot;Chipmunk am Kettle River&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_krueger_02.jpg&quot; height=&quot;188&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;22.06.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Kettle River &gt; Yahnk CG&lt;br /&gt;über Midway, Greenwood, Grand Forks, Christina Lake, Castlegar, Salmo, Creston&lt;br /&gt;Auf der Straße Kootenay-Pass lief ein Schwarzbär über den Weg&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;Schwarzbär am Kootenay Pass&quot; title=&quot;Schwarzbär am Kootenay Pass&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_krueger_01.jpg&quot; height=&quot;188&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;23.06.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Yahnk &gt; Wasa Lake CG&lt;br /&gt;über Cranbrook, das dortige Eisenbahnmuseum ist sehenswert&lt;br /&gt;Fort Steele wurde nicht besucht, da von der letzten Reise bekannt.&lt;br /&gt;Bemerkung: Die Dump-Station am Moye Lake ist kostenlos&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;ein Abend am Wasa Lake&quot; title=&quot;ein Abend am Wasa Lake&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_krueger_03.jpg&quot; height=&quot;443&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;24.06.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Wasa Lake &gt; Redstreak CG&lt;br /&gt;über Kimberley (Regen) nach&lt;br /&gt;Radium Hot Springs. Empfehlung: Bad im heißen Wasser&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;25.06.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Redstreak &gt; Banff, Tunnel Mountain 1 CG&lt;br /&gt;durch den Kooteney Park, einige Campgrounds und Straßen überflutet&lt;br /&gt;nach Banff: Geplante Route 1A wegen Überflutung geschlossen&lt;br /&gt;also: Highway 1 nach Banff&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;Die Einfahrt vom Kootenay Park&quot; title=&quot;Die Einfahrt vom Kootenay Park&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_krueger_04.jpg&quot; height=&quot;333&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;26.06.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Tunnel Mountain 1 &gt; Lake Louis CG&lt;br /&gt;1A wegen Überflutung gesperrt,&lt;br /&gt;Wanderung am Lake Louise&lt;br /&gt;Interessant: der CG hat einen Elektrozaun wegen der vielen Bären (!)&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;27.06.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Lake Louise &gt; Rampart Creek CG&lt;br /&gt;am Saskatchwan River, Campsite direkt am Ufer, sehr schön&lt;br /&gt;Besuch im Yoho Park&lt;br /&gt;Der Waterfowl CG wegen Überflutung gesperrt&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;28.06.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Rampart Creek&lt;br /&gt;Verschiedene Wanderungen&lt;br /&gt;Auf dem Wanderweg, noch im CG-Gebiet, ein Schwarzbär&lt;br /&gt;auf Augenhöhe direkt vor uns.&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;Bär am Wanderweg&quot; title=&quot;Bär am Wanderweg&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_krueger_05.jpg&quot; height=&quot;200&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;29.6.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Rampart Creek &gt; Jasper Overflow CG&lt;br /&gt;(Notlösung, da alle anderen belegt, National-Feiertag in Kanada)&lt;br /&gt;über Columbia Icefields, mit Fahrt auf den Gletscher&lt;br /&gt;Am Wegesrand: Bärin mit einem Jungen gesehen (Schwarzbär)&lt;br /&gt;CG Wabasso voll, CG Wapiti voll&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;Panorama am Snaring River (Jasper National Park)&quot; title=&quot;Panorama am Snaring River (Jasper National Park)&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_krueger_06.jpg&quot; height=&quot;48&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;30.06.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Overflow CG &gt; Lucerne CG&lt;br /&gt;Stadtbummel in Jasper, Tanken&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;01.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Lucerne CG&lt;br /&gt;Zurück nach Jasper um einzukaufen&lt;br /&gt;Dann: Tramway auf den Whistler mit Wanderung zum Gipfel.&lt;br /&gt;Wunderbare Fernsicht, Mount Robson sehr klar zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;Der Mount Robson (Aussichtspunkt: Whistler)&quot; title=&quot;Der Mount Robson (Aussichtspunkt: Whistler)&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_krueger_07.jpg&quot; height=&quot;188&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;02.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Lucerne CG &gt; Mount Robson Meadows CG&lt;br /&gt;Beim Verlassen des CG: Grizzly Bär neben der Fahrbahn&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;Grizzly am Mount Robson&quot; title=&quot;Grizzly am Mount Robson&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_krueger_08.jpg&quot; height=&quot;141&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;03.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Mount Robson Meadows CG&lt;br /&gt;Wundervolle Wanderung am Robson River entlang&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;04.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Mount Robson Meadows CG &gt; Purden Lake CG&lt;br /&gt;Highway 16 Richtung Prince George nach Norden&lt;br /&gt;Besuch des &quot;Giant Cedars Boardwalk Trail&quot; mit seinen&lt;br /&gt;mehr als 1000 Jahre alten Zedernbäumen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;05.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Purden Lake CG &gt; 10 Mile CG&lt;br /&gt;über Prince George, sehenswert: Das Eisenbahnmuseum&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;06.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;10 Mile CG&lt;br /&gt;Fahrt nach Barkerville, historische Goldgräberstadt&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;07.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt 10 Mile CG &gt; Bridge Lake CG&lt;br /&gt;über Quesnel, Williams Lake, Highway 24 East,&lt;br /&gt;Kleiner CG, Gute Bademöglichkeit im See&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;08.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Bridge Lake CG &gt; Clearwater Lake CG&lt;br /&gt;über Little Fort in den Wells Gray Park, Gravel 16 Km&lt;br /&gt;Auf der Straße kam plötzlich ein Schwarzbär &lt;br /&gt;(&quot;gemütlich, langsam&quot;) entgegen.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;09.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Clearwater Lake CG im Wells Gray Provincial Park&lt;br /&gt;Schöne Wanderung am See&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;10.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Clearwater Lake CG &gt; North Thomson CG&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;11.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt North Thomson CG &gt; Juniper Beach&lt;br /&gt;über Kamloops (Stadt), Highway A1 West&lt;br /&gt;Bemerkung: 2 Bahnlinien am CG, war etwas laut ...&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;12.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Juniper Beach CG &gt; Skhist CG&lt;br /&gt;am Berg, gute Fernsicht über den Thomson River&lt;br /&gt;über Cache Creek, Lilloeet, Lytton&lt;br /&gt;Bäcker in Lilloeet seit 1.7. leider geschlossen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;13.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fahrt Skhist CG &gt; Coldspring CG&lt;br /&gt;über Merrit, Princeton&lt;br /&gt;Lightnig Lake CG war voll&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;14.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Umzug Coldspring CG &gt; Lightning Lake&lt;br /&gt;Wanderung um den See&lt;br /&gt;Viele Goofy&#039;s, Wapitis am CG direkt gesehen&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;ein Erdhörnchen (Goopher/Goofy) am Lightning Lake&quot; title=&quot;ein Erdhörnchen (Goopher/Goofy) am Lightning Lake&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_krueger_10.jpg&quot; height=&quot;188&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;15.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Lightning Lake CG &gt; Fort Langley CG&lt;br /&gt;Vorbereitung der Abgabe und Abreise&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;16.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Fort Langley CG &gt; Traveland, Langley&lt;br /&gt;Abgabe problemlos&lt;br /&gt;Taxi zum Flughafen problemlos&lt;br /&gt;Abflug pünktlich 16:15 local Time&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;17.07.&lt;/td&gt;&lt;td&gt;Ankunft Frankfurt, 11:10&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Westkanada-im-Traveland-Mobil.html</guid>
                            </item>
                    <item>
                <title>Westkanada mit Traveland RV 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Westkanada-mit-Traveland-RV.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/bild4_bear-looking-in-the-mirror_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kanada-Urlaub mit dem Wohnmobil&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;2 Wochen durch den Westen Kanadas&lt;/p&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2013 von SK-Kunde Irene Vitten&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;DONNERSTAG, 12. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich bin etwas aufgeregt, ob alles so klappt wie geplant? Morgen noch und dann fliegen wir Richtung Kanada! Ich habe mir vorgenommen ein Reisetagebuch zu schreiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SAMSTAG, 14. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;0:00 Uhr kanadische Zeit und wir fliegen gerade über Grönland. Noch ca. 4 Stunden Flug und wir werden in Vancouver landen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SONNTAG, 15. SEPTEMBER 2013 16:24&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Tag beginnt mit Nebel. Geschlafen haben wir in den Riesenbetten des River Rock &quot;The Hotel&quot; sehr komfortabel. Um 9:00 Uhr werden wir dann abgeholt und fahren zur Wohnmobil Übernahmestation. Mal sehen was der Tag so bringt. Von Traveland sind wir zuerst einmal Lebensmittel kaufen gegangen. Nun besitzen wir die Safeway-Kundenkarte und kriegen Rabatt! Allerdings hat der Spaß trotz Kundenkarte und Clubpreis immer noch stolze 180 CAD gekostet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Highway 1 und später den Highway 99 - ca. 80 km und gut 1 ,5 Stunden später sind wir in Porteau Cove angekommen.Camping die Erste. Leider regnet es jetzt immer mal wieder, so konnten wir weder die schöne Aussicht bei der Hinfahrt noch die Aussicht an unserem Stellplatz wirklich genießen. Jetzt ist es 17:39 und unser erster Campertag neigt sich dem Ende zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;DONNERSTAG, 19. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die letzten beiden Tage waren wir auf dem Elkfalls Campground. Gestartet waren wir am Montagmorgen von Porteau Cove im Regen, sind dann zur Fähre nach Horseshoe Bay gefahren und hatten Premieren-Fährschifffahrt. Dank der guten Vorbereitung von SK-Touristik lief alles wie am Schnürchen. Eine ganz ruhige Überfahrt, zwar etwas kühl aber äußerst angenehm. Nach rund 1,5 Stunden kamen wir in Nanaimo an. Von hieraus ging es dann nach Campbell River zum Elkfalls Campground. Idyllisch am Quinsam River gelegen, parkte unser Wohnmobil. Lachse und einen Fischreiher in riesengroß haben wir bei unserem ersten Spaziergang gesehen. Am Abend grasten zwei Rehe in unmittelbarer Nähe. Schön!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den zweiten Tag sind wir zu den Wasserfällen &quot;Elkfalls&quot; und weiter zum John Hart See gewandert. Sehr anstrengend, allerdings auch sehr schön. Obwohl, oder vielleicht auch gerade deshalb, uns klingelnde Wanderer begegneten, haben wir keinen Bären oder Elch gesehen. aber wir konnten einen Weißkopfseeadler beim Fressen beobachten und zusehen wie die Lachse im Wasser sprangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann noch eine ganz freundliche und hilfsbereite &quot;Gayle Tufts&quot; als Campground-Angestellte, die uns bei unserem ersten SaniDump-Besuch mit Rat und Tat zur Seite stand - der Stopp am Elkfalls Campground ist zu empfehlen!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute sind wir dann rund 250 km Richtung Norden, den Highway 19 nach Telegraph Cove gefahren. Mal sehen, ob Morgen die Grizzlybär Tour stattfinden wird. Zurzeit sieht es nach Sturm aus und die Tour wird nicht stattfinden können. Alternativ planen wir morgen nach Port Hardy zu fahren und die Tour am Samstag zu machen.Telegraph Cove ist ein winzig kleiner Ort aus lauter kleinen, bunten Holzhäuschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;FREITAG, 20. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Unsere für heute geplante Grizzly-Tour ist wegen zu starkem Sturm ausgefallen. Bei Windgeschwindigkeit von mehr als 22 Knoten dürfen die Boote nicht rausfahren. Heute sind 30 Knoten Windgeschwindigkeit, also hoffen wir auf Samstag. Wir haben den Tag genutzt und sind nach Port Hardy zum Lebensmittel auffüllen gefahren. Die kanadischen Portionen sind beeindruckend! Port McNeil haben wir für Lunch genutzt und für kostenloses Internet. Im Tia&#039;s Café hatten wir beides,... Und auch noch eine Kanadierin die uns ein Restaurant in Tofino empfohlen hat. Es gehört ihrem Sohn und wir müssen dort unbedingt essen! Wo hab ich den Zettel hingetan? Naja, wird sich noch finden.Auf dem Rückweg haben wir dann noch ein, zwei Fotos gemacht, einen Zug mit gefühlten 3km Holzwaggons passieren lassen und Rehe beobachtet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;So und der Wind wird auch nicht weniger. Das Wohnmobil wackelt fürchterlich hin und her. Mal sehen wie die morgige Walbeobachtung abläuft. 12:30 Uhr müssen wir am Ende des Bootsstegs sein. ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SAMSTAG, 21. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Tag begann mit endlosem Regen. Gegen Mittag hörte es dann auf zu regnen, wir waren hoffnungsvoll, dass unsere Wal Tour im Trockenen stattfinden wird. Leider ein Irrtum. Nass bis auf die Knochen, na ja nur gefühlt da unsere Regensachen dicht hielten, haben wir einen wunderbaren Ausflug erlebt.Schweinswale, Buckelwale und Schwertwale haben wir gesehen. Weißkopfseeadlerpärchen, Seehunde und die weltgrößten Seelöwen konnten wir entdecken. Ganz zu schweigen von dem &quot;Kleinviech&quot; an Vögeln die das Schiff umflogen. Mit Regen ging der erlebnisreiche Tag auch wieder dem Ende zu. Morgen starten wir dann zur Grizzly-Tour. Hoffentlich ohne Regen und mit ähnlich vielen Eindrücken wie heute.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;DIENSTAG, 24. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die letzten Tage haben wir in Telegraph Cove die Grizzly-Tour gemacht. Sehr beeindruckend Bärenmutter und Kinder in freier Natur zu sehen. Wir konnten die Bärin beim säugen der Jungen beobachten und später eine Mutter mit ihren schon älteren Kindern beim Fischen zusehen. Der Tag blieb trocken, doch am Abend setzte der Regen wie gewohnt wieder ein. Am nächsten Tag sind wir dann ein paar hundert Kilometer und ein paar Stunden später in Tofino, Bella Pazific Campground, angekommen. Zwar hatten wir unsere Reiseroute ein klein wenig anders geplant, aber das ist der Vorteil des &quot;Zigeunerlebens&quot;. Unterwegs haben wir noch eine Mittagspause am Pazific eingelegt und mit Meerblick vom Wohnmobil aus gegessen. Herrlich! Geregnet hat es natürlich auch wieder! Heute sind wir in den Ort Tofino spaziert. Strammes gehen, dann waren wir in gut 45 Minuten im Ort. Und immer wieder regnet es zwischen durch. Jetzt sitzen wir am Meer und lesen. In Tofino haben wir gestern und heute ebenfalls Bärentouren gemacht. Diesmal, anders als in Telegraph Cove, mit einem Zodiac.An Mears Island vorbei sind wir die Küste entlang im &quot;Schlauchboot&quot; gecruist, na ja &quot;kanadisches cruisen&quot;, und haben die wunderschöne Landschaft genossen. Wir konnten Weißkopfseeadler, Seehunde und Schwarzbären (Mutter und Kinder) beobachten. Heute sind wir den ganzen Tag mit Sonnenschein verwöhnt worden. Mal sehen was der morgige Tag bringt. Geplant haben wir eine Tour zu den Hot Springs.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;FREITAG, 27. SEPTEMBER 2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Hot Spring Tour, dahin sind wir gegen 12:00 Uhr gestartet. Gesehen haben wir neben einem unglaublich beeindruckenden uralten Wald, die heiße Quelle. Die hat uns aber nicht besonders beeindruckt, der Wald allerdings schon! Auf der Hinfahrt konnten wir nochmals einen Schwarzbären beobachten. Die immer wieder auftauchenden Seehunde waren natürlich auch wieder zu sehen. Auf dem Rückweg hatten wir wieder Glück und haben drei Wale eine ganze Zeit sehr nah um uns herum gehabt. Kurz vor Tofino dann noch ein Seelöwenarchipel und der Tag neigt sich dem Ende zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei bewölktem Himmel sind wir in Tofino gestartet, haben nochmal im Pacific Rim den Regenwald bestaunt und sind wegen des Regenwetters bis Victoria durch gefahren.Am späten Nachmittag noch einen Spaziergang bis zum Hafen in Victoria dann neigt sich der Tag sich dem Ende zu. Jetzt regnet es schon seit Stunden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heute Morgen haben wir dann die Zeit genutzt, die Fähre gebucht, die Wal Tour für morgen bestätigt und schon mal Sachen zusammen gepackt. Tatsächlich ist es schon bald wieder soweit, dass wir Kanada verlassen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;SONNTAG, 29. SEPTEMBER 2013 19:12&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nachdem es die ganze Nacht geregnet hat und es jetzt immer noch regnet, bin ich gespannt wie sich die heutige Walbeobachtung gestalten wird. Ob das Wassertaxi, wie von Cassie aus dem Campgroundoffice versprochen, alle 20 Minuten fährt? Die Tour war wieder einmal richtig gut. Wir haben Orcas und Humpbackwhales gesehen, hatten (teilweise) strahlend schönes Wetter - und eine Rückfahrt die es in sich hatte. Man kann es als Ritt auf den Wellen bezeichnen. Achterbahn fahren ist nur unwesentlich schlimmer. Heute haben wir dann Abschied vom Wohnmobil genommen. Jetzt genießen wir den Komfort unsere Suite mit zwei Kingsize-Betten im Rosedale on Robson.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder zu Hause! Unsere Katze Lauda hat uns schon sehr vermisst. Es scheint die Sonne, alles blüht noch. Spannend, schöne sowie erlebnisreiche Tage in Kanada sind jetzt zu ENDE.&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Irene Vitten&lt;/em&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Westkanada-mit-Traveland-RV.html</guid>
                            </item>
        </channel>
</rss>