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                <title>SK Touristik - Kanada. Leidenschaftlich./Kanada Reise/Reiseberichte/Yukon, Alaska, NWTArtikel</title>
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        <description>Artikel aus der Kategorie Yukon, Alaska, NWT</description>
        <language>de</language>
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                <title>Wilder Yukon &amp; Alaskas Fjorde 0,00 €</title>
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                <pubDate>Thu, 04 Jul 2019 03:00:23 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/20190603_030753.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;b&gt;Yukon &amp; Alaskas Fjorde&lt;br /&gt;Whitehorse - Watson Lake - Carmacks - Carcross - Skagway - Haines - Juneau - Whitehorse&lt;br /&gt;Juni 2019&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text: Carsten Siegel&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Yukon, ich komme! Die Condor-Maschine fliegt bei klarem Himmel über Grönland und die nördlichen Inseln der kanadischen Arktis. Was für ein Ausblick. Die Vorfreude auf die bevorstehende Reise steigt immer weiter. Es wird ein abwechslungsreicher Trip. Nicht nur weil neben dem Yukon auch Alaska auf dem Plan steht, sondern auch durch die wechselnden Perspektiven. Es geht mit Wasserflugzeugen zu einsamen Seen und Gletschern, mit Allrad-SUVs über endlose Schotterpisten, mit dem Zug durch die mächtigen Coast Mountains und mit einem Katamaran durch die spektakulären Fjorde Alaskas. Und das zu einer Zeit kurz vor der Sommersonnenwende. Die Tage werden also lang, aber garantiert nicht langweilig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon der Landeanflug in Whitehorse ist echt einzigartig. Der Flughafen ist schließlich kaum mehr als eine Landebahn in der Wildnis, unweit von einer unscheinbaren kleinen Siedlung. Willkommen im Yukon!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Flughafen treffe ich den Yukon-Experten Holger Bergold, der die Tour leiten wird – viele kennen ihn sicher von unseren Kanadatagen. Kurzer Check-In im Days Inn Hotel und dann direkt in den nächsten Flieger – und zwar in ein Floatplane von Alpine Aviation! Der Chef und Pilot Gerd ist ein alter Freund von Holger. Für viele Yukoner sind Wasserflugzeuge so selbstverständlich wie für uns ein Taxi. Für mich ist es allerdings eine Premiere. Die kultige rote DeHavilland Beaver aus dem Jahr 1949 hebt direkt auf dem Schwatka Lake ab. Der Start ist ruhiger, als ich gedacht hätte. Danach bin ich völlig geflasht von Weiten des Yukon. Endlose Wälder, der Yukon River, mächtige Berge, grün-blaue Seen. Echt atemberaubend! Am Ufer des Tagish Lake sehe ich erst einen Elch, dann einige Cabins. Wir landen auf dem See und machen das Flugzeug am Steg fest. Es fühlt sich an, als hätte man den riesigen See für sich allein. Betreiberin Sarah Stücker – ursprünglich aus der Schweiz – empfängt uns am Southern Lakes Resort &amp; Restaurant. Sie zeigt uns die gemütlichen Standard Lakefront Cabins und die moderneren Deluxe Lakeview Villas mit Panoramafenstern zum See. Dann gibt’s im urigen Restaurant der Hauptlodge deftige Bison-Cheeseburger. Lecker! Der Rückflug nach Whitehorse ist genauso beeindruckend wie der Hinflug und um 10 Uhr Abends ist es noch taghell. Von oben entdecken wir unter anderem einen Schwarzbären und eine Bergziege. Trotzdem kann ich kaum noch die Augen offen halten. Der Tag war doch etwas länger, als ich es gewohnt bin. Im Hotel in Whitehorse angekommen falle ich erschöpft und zufrieden ins Bett. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der erste Morgen in Kanada muss natürlich mit einem echten kanadischen Frühstück beginnen. Eier, Maple Bacon, Hash Browns, Bagels – daran könnte ich mich gewöhnen. Dann fahren wir mit unseren zwei Fullsize SUVs auf den Alaska Highway in Richtung Teslin. Etwa 50 Kilometer von Whitehorse machen wir Halt am Inn on the Lake. Die gemütliche kleine Lodge liegt direkt am Ufer des Marsh Lake. Ein perfekter Ausgangspunkt zum Wandern, Kanufahren oder Angeln. Im Gemeinschaftsraum der Lodge gibt es täglich Frühstück und Dinner vor einem einmaligen Seeblick. Hier könnte man sich zum Beispiel noch ein paar Tage verwöhnen lassen, nachdem man sein Wohnmobil in Whitehorse abgegeben hat. Besonders im Herbst eine coole Idee. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz vor Teslin besuchen wir das Tlingit Heritage Centre. Vier Totempfähle repräsentieren die vier Ureinwohner-Stämme der Region. Bei leckerem Bannock-Brot sehen wir uns die Ausstellung an. Besonders beeindruckt bin ich davon, dass die meisten traditionellen Schnitzereien innerhalb der letzten Jahre von der jungen Generation hergestellt wurden. Stolz auf die Herkunft und Pflege der Tradition kehren hier offensichtlich zurück. Lunch gibt es im Yukon Motel &amp; Restaurant in Teslin. Große Portionen, viel Fleisch – richtiges Truck Stop Food. Nach so einem Essen brauche ich Bewegung. Am Straßenrand sind die Rancheria Falls ausgeschildert. Vom Parkplatz direkt am Highway ist es nur ein kurzer Spaziergang über einen sehr gut befestigten Wanderweg, der sich absolut lohnt! Auf dem Weg begegnet uns ein Stachelschwein – diese sind bei den Tlingit First Nations übrigens eine beliebte Delikatesse, wie ich heute gelernt habe. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Watson Lake machen wir als erstes Halt am berühmten Sign Post Forest. Im Zweiten Weltkrieg platzierte hier ein Soldat mit Heimweh ein Schild mit der Distanz zu seinem Heimatort. Weitere gesellten sich dazu. Heute stehen hier über 80.000 Schilder. Ich habe schon viele Bilder gesehen, aber in Natura wirkt der Schilderwald noch viel gigantischer. Im anliegenden Visitor Center gibt es noch mehr zur Geschichte von Watson Lake, Infos zu Aktivitäten in der Umgebung und einen spannenden Film über die Entstehung des Alaska Highway, der 1942 in einer Rekordzeit von nur sieben Monaten gebaut wurde. Zum Dinner kehren wir bei Kathys Kitchen ein – echt empfehlenswert. Im Northern Lights Centre sehen wir uns dann noch eine Planetarium-Show über die Nordlichter und deren Entstehung an. Schon unglaublich, dass es so etwas in einem Ort mit 1500 Einwohnern gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht verbringen wir in der Air Force Lodge, dem ältesten Gebäude in Watson Lake. Hier wohnten früher die (übrigens überwiegend weiblichen!) Piloten, die im zweiten Weltkrieg amerikanische Flugzeuge nach Russland geliefert haben. Entsprechend einfach sind die Zimmer – ohne eigenes Bad oder besonderen Luxus, dafür mit viel historischem Charme. Mir gefällt&#039;s!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den folgenden Tag sitze ich fast die ganze Zeit am Steuer. Doch auf dem Robert Campbell Highway ist das alles andere als reines Kilometerschlucken. 584 Kilometer von Watson Lake nach Carmacks – das meiste davon eine Schotterpiste. Da machen sich die großen Allrad-SUVs bezahlt.  Am Ortsausgang von Watson Lake steht ein Schild: „Check your fuel – Next Gas Station in 363 km“. Klingt nach Abenteuer! Die Landschaft links und rechts wird immer wilder und spektakulärer. Vor uns Berge, Wälder und Wildnis – soweit man sehen kann. Hinter uns eine dichte Staubwolke. Und das stundenlang. Einfach gigantisch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich halte kurz an, um mir die Beine zu vertreten. Plötzlich höre ich ein Geräusch. Weniger als zehn Meter entfernt kommt ein Bär hinter einem Busch hervor. Mein Adrenalinspiegel steigt. Ich gehe ganz langsam zurück ins Auto, dann greife ich zur Kamera. Die Nervosität wird zu Begeisterung. Der ausgewachsene Schwarzbär posiert noch für ein paar Fotos, bevor er wieder in den Büschen verschwindet. Was für eine Begegnung! Ich habe zwar schon einige Bären gesehen, doch irgendetwas war immer dazwischen – sei es eine Autotür, ein Zaun oder ein Fluss. Auf Augenhöhe ist die Erfahrung noch intensiver. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht&#039;s nach Ross River. Hier besuchen wir den indigenen Künstler Dennis Shorty. Er und seine Frau, die übrigens aus Deutschland ausgewandert ist, begrüßen uns mit Suppe und Erdbeerkuchen. Man fühlt sich sofort, als würde man zur Familie gehören. Dann zeigt uns Dennis seine Kunstwerke – traditionelle Schnitzereien, Ringe aus Geweihen und Kupfer-Schmuck. Am Ende darf ich mich sogar selbst an der Werkbank versuchen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abends erreichen wir Carmacks und damit das Ende des Campbell Highways. Dass unsere Mietwagen ursprünglich blau waren, lässt sich nur noch erahnen. Carmacks ist eine ehemalige Goldgräber-Siedlung direkt am Yukon River. Zum Dinner gehen wir ins Gold Panner Restaurant. Da es auch nach dem Abendessen noch taghell ist, machen wir noch einen Ausflug zu den Five Finger Rapids. Diese Stromschnellen sind vielen Goldsuchern zum Verhängnis geworden. Heute führt ein guter Wanderweg mit vielen Treppen zu einem tollen Aussichtspunkt. Ich sehe den Möwen zu, die über die Felsen kreisen. Irgendwie spannend, schließlich sind wir hier über 350 Kilometer vom Pazifik entfernt. Die Nacht verbringen wir im Carmacks Hotel mit schönen Zimmern, einer Bar und einigen einfachen Cabins. Der Yukon River ist nur wenige Schritte entfernt. Ich setze mich auf ein Stück Holz und genieße den Sonnenuntergang – kurz nach Mitternacht leuchtet der Himmel feuerrot. Fantastisch!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen geht’s wieder früh ins Auto. Auf dem Klondike Highway fahren wir über Whitehorse nach Carcross. Auch diese Strecke ist ein echter Scenic Drive. Auf dem Weg sehe ich am Straßenrand einen Schwarzbären mit zwei Jungen im Wald verschwinden. Wow! Zwischenstopp am türkisfarbenen Emerald Lake, einem der berühmtesten Postkartenmotive im Yukon. Dann weiter zur Carcross Desert, der kleinsten Wüste der Welt. Der Gletscher-Sand wird vom Ufer des Lake Bennett durch den Wind hierher getragen. Das trockene Klima der Region tut sein übriges. Ich wandere etwas herum. Schon irre, im Norden Kanadas plötzlich nur noch von Sand umgeben zu sein. Wir erreichen Carcross, ein kleines Örtchen mit authentischer Goldgräber-Atmosphäre. Ich schlendere über die schöne Holz-Promenade mit kleinen Läden, die lokale Produkte und Kunst der First Nations anbieten. Im Matthew Watson General Store, dem ältesten aktiven Laden im Yukon, kaufe ich mir ein riesiges Eis, das ich am großen Sandstrand des Lake Bennett genieße. So lässt sich&#039;s leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom Bahnhof in Carcross bringt uns die White Pass &amp; Yukon Railroad nach Skagway. Goldsucher, die mit dem Schiff in Skagway (Alaska) ankamen, mussten mit einer Tonne Proviant mehrfach den White Pass überqueren, um über die kanadische Grenze zu kommen. Dieser beschwerliche Weg war damals auch als „Dead Horse Trail“ bekannt. “The horses died like mosquitoes in the first frost, and from Skaguay to Bennett they rotted in heaps,” schrieb Jack London. Entsprechend groß war die Nachfrage nach einer Eisenbahnstrecke, mit deren Bau dann 1898 begonnen wurde. Heute ist der Zug vor allem mit Touristen gefüllt. Kein Wunder – der Blick aus dem Fenster ist wirklich der Wahnsinn! Kleiner Tipp: Fährt man von Carcross nach Skagway, also nach Süden, sind die besten Plätze in Fahrtrichtung rechts am Fenster. In die andere Richtung gilt entsprechend das Gegenteil. Bei einer Rundtour ist die Platzwahl egal. Wir saßen im letzten Wagon, der zusätzlich den Vorteil einer freien Sicht nach hinten bietet. Unser Tourguide Juliana erzählt während der Fahrt Geschichten aus der Goldrausch-Zeit und kündigt besonders sehenswerte Ausblicke an – meistens mit sehr viel Humor. Von Carcross fährt der Zug zunächst am 41 Kilometer langen Lake Bennett vorbei. Währenddessen wird Lunch serviert: Sandwiches, Käse mit Trauben und Cookies. Beim Essen sehe ich auf einem Felsen neben den Gleisen einen Schwarzbären, der dem Zug interessiert nachsieht. Der erste Halt ist in Bennett, BC. Diese historische Siedlung ist nur mit dem Zug erreichbar und besteht aus dem Bahnhof, einer alten Kirche und einem alten Wohnhaus. Hier beginnt auch der Chilkoot Trail, ein ca. 50 Kilometer langer Wanderweg nach Skagway. Im Bahnhofsgebäude befindet sich heute ein Museum. Da der Zug nur eine Stunde Halt macht, will ich erst einmal den kleinen Wanderweg hoch gehen. Neben der historischen Kirche erwartet mich oben ein traumhafter Blick auf den Lake Bennett. Ich vergesse ein wenig die Zeit und muss mich plötzlich beeilen, um pünktlich zurück im Zug zu sein. Für das Museum bleibt leider keine Zeit. Richtig spektakulär wird es noch einmal am White Pass, wo der Zug zwei Tunnel, einige Brücken und extrem steile Berghänge passiert. In Skagway werden die Ausweise kontrolliert und die Einreiseformalitäten geregelt. Ein ESTA braucht man übrigens nicht, es kann aber durchaus hilfreich sein, um den Vorgang zu beschleunigen. Skagway hat viel historisches Flair und ist daher auch ein beliebtes Ziel für Kreuzfahrten. Bei unserer Ankunft liegen gleich zwei Schiffe in der Bucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Dinner besuchen wir die Jewell Gardens. Nach einem Rundgang durch die Gärten und die Glasbläserei gibt es im Restaurant leckere Lachs-Panini, Salat mit selbst angebauten Zutaten und himmlische Desserts. Dann geht es mit einem kleinen Propellerflugzeug weiter nach Haines. Wir sind etwa eine Minute zu spät am Airport. Da wir die einzigen Passagiere sind, hat der Pilot glücklicherweise auf uns gewartet. Check-In, Security, Gepäckaufgabe in ingesamt einer Minute – Rekord! Dann heben wir ab und fliegen in die Abendsonne. Vorbei an schneebedeckten Bergen, über den Fjord und über das Flussdelta des Chilkat River. Bis zur Landung vergehen nur 10 Minuten, aber die Ausblicke sind unvergesslich. Unsere Unterkunft in Haines ist das Hotel Halsingland. Das Hotel besteht aus mehreren ehemaligen Soldaten-Wohnhäusern auf dem ehemaligen Fort Seward Militärgelände. Hier gibt es geräumige Zimmer, tolle Ausblicke zum Meeresarm und ganz viel historischen Charme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer erholsamen Nacht wollen wir die Region um Haines erkunden. Haines liegt auf einer Halbinsel, die in den Lynn Canal hinein ragt. Im Norden teilt eine steile Bergkette die Region in zwei Teile – Chilkat im Westen und Chilkoot im Osten. Entsprechend ist auch alles andere benannt: Chilkoot Mountains / Chilkat Mountains, Chilkoot River / Chilkat River, Chilkoot First Nations / Chilkat First Nations und so weiter. Die Orientierung fällt so recht leicht. Wir starten den Tag mit einem Float-Trip über den Chilkat River. Tourguide Jess von den Alaska Mountain Guides holt uns am Hotel ab und fährt uns den Haines Highway in Richtung Haines Junction hinauf bis ins Naturschutzgebiet Chilkat Bald Eagle Preserve. Schnell Gummistiefel und Schwimmweste anziehen, dann ab in die Schlauchboote. Jess steuert das Boot, wir anderen können uns zurücklehnen, die Wahnsinns-Kulisse genießen und nach Wildlife Ausschau halten. Der erste Weißkopfseeadler ist schnell gesichtet. Er sitzt auf einem Ast und hat ein wachsames Auge auf den riesigen Adlerhorst im Baum daneben. Kein Wunder, zu dieser Jahreszeit sitzen vermutlich frisch geschlüpfte Jung-Adler im Nest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach besuchen wir das Jilkaat Kwaan Heritage Center in Klukwan, dem Dorf der Chilkat First Nations. Hier bestaunen wir über 300 Jahre alte Totempfähle und kunstvoll gewobene Decken, hören überlieferte Geschichten über die Entstehung der Welt und lernen viel über die faszinierende Kultur. Danach sehen wir uns das Räucherhaus und ein riesiges Kanu aus einem einzigen Baumstamm an. Zum Abschluss nimmt uns ein Mitglied des Stammes mit in ein originalgetreues Langhaus, wo wir gemeinsam traditionelle Lieder singen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück in Haines treffen wir Joe von Rainbow Glacier Adventures, der uns Haines und die Chilkoot-Seite zeigen will. Wir starten an der American Bald Eagle Foundation, wo verletzte Adler und andere Raubvögel gepflegt werden. Im Haines Sheldon Museum lernen wir dann noch mehr zur hiesigen Tierwelt und zur Kultur der First Nations. Weiter geht’s zum Hammer Museum. Ja, es ist wirklich ein Museum, in dem sich alles um Hämmer dreht. Historische Hämmer, skurrile Hämmer, riesige Hämmer, winzige Hämmer, Kunstwerke aus Hämmern. Über 2000 Stück. Ich war erst skeptisch, aber ich muss sagen, das Museum ist wirklich der Hammer. Ein echter Geheimtipp! Dann bringt uns Joe zu seinen persönlichen Hot-Spots am Chilkoot River. Wir fahren vorbei an einem Fischwehr, das zum Erfassen der Lachsbestände dient. Ab Mitte Juli wird es hier von Bären nur so wimmeln. Zu guter Letzt genießen wir einen traumhaften Ausblick auf den Chilkoot Lake. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Kind war ich begeistert vom Disney-Film Wolfsblut, einer Adaption von Jack Londons &quot;White Fang&quot;. Große Teile wurden hier in der Umgebung gedreht. Heute stehen auch einige Häuser aus der originalen Filmkulisse hier. Die kleine Westernstadt ist heute Location für Veranstaltungen, zum Beispiel das berühmte Craft Beer &amp; Home Brew Festival. Apropos Bier – an der Haines Brewery können wir natürlich nicht vorbeigehen. Im Tasting-Room probiere ich alle Sorten. Mein Highlight: Das Spruce Tip Ale, mit Sitka-Fichtensprossen aromatisiert. Der Geschmack passt überraschend gut zum fruchtigen Hopfen. Dann gibt es mit Holzfeuer gebackene Pizza im Alpenglow. Extrem lecker! Beim Tasting in der Haines Brewery sind wir auf den Geschmack gekommen und machen uns auf die Suche nach einem Pub. Da gibt es in Haines sogar drei Optionen. Wir entscheiden uns für die Pioneer Bar. Dort treffen wir auch den Betreiber des Hammer Museum, der gerade ein Pub Quiz moderiert – und steigen natürlich direkt mit ein. Nach und nach treffen wir auf immer mehr bekannte Gesichter, die wir bei unserer Tour heute kennengelernt haben. Haines ist eben doch ein Dorf. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei traumhaftem Wetter machen wir uns tags darauf auf den Weg zum Hafen von Haines. Auf den Holzpfählen sitzen Weißkopfseeadler und zwischen kleinen Yachten und Fischerbooten schwimmen Otter umher. Süß! Dann kommt der Katamaran von Fjordland an, der uns heute nach Juneau bringen soll. Das moderne Boot hat einen schönen Innenbereich mit großen Fenstern und ein großes Sonnendeck im Heck. Hier verbringe ich fast die kompletten drei Stunden der Überfahrt draußen. Nicht nur wegen des schönen Wetters, sondern auch weil mich die offene Rundum-Sicht auf die Inside Passage, die Berge und die Gletscher einfach nicht loslässt. Das Boot wird langsamer, als wir an einem Felsen voller Seelöwen vorbeifahren. Ganz in der Nähe wird der Motor abgestellt. So kann man die Tiere nicht nur in Ruhe beobachten, sondern auch ihre Rufe hören. Der Fjordland Express ist eben keine reine Fähre, sondern auch eine Wildlife-Viewing und Sightseeing Tour. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Plötzlich sehe ich eine Fontäne im Wasser. Kurz darauf springt ein Buckelwal fast mit seinem ganzen Körper aus dem Wasser. WOW!!! Wieder wird das Boot langsamer und bleibt in der Nähe. Tatsächlich bricht der Wal kurz darauf wieder durch die Wasseroberfläche. Und dann ein zweiter! Echt gigantisch! Wir sehen den Walen eine ganze Weile zu, bevor das Boot sich wieder auf den Weg nach Juneau macht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom Bootsanleger bringt uns ein Bus vorbei an Regenwald und tollen Ausblicken in die Hauptstadt Alaskas. Schon irgendwie verrückt, dass Juneau Hauptstadt eines US-Bundesstaates ist, schließlich leben hier nur gut 30.000 Menschen und die Stadt ist nur per Schiff oder Flugzeug erreichbar. Aber vielleicht schätzen die Politiker gerade diese Abgeschiedenheit. Alle Anträge zur Änderung des Regierungssitzes wurden bis heute abgelehnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wohnen im Ramada by Wyndham. Meine Suite im fünften Stock bietet einen genialen Blick auf den Hafen. Schnell das Gepäck abladen, dann treffen wir Kara von Travel Juneau, die uns ihre Stadt zeigen möchte. Wir fangen an mit dem Alaska State Museum. Hier erlebt man die Geschichte Alaskas von der Zeit der Ureinwohner über die russische Kolonisation und den Goldrausch bis in die Moderne. Dazu gibt es noch eine temporäre Ausstellung über Dinosaurier und Fossilien-Funde in Alaska. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann wird es lecker. Juneau bietet für seine Größe eine außergewöhnlich vielfältige Food-Szene. Die leckerste Art, sich einen Überblick über die Stadt zu verschaffen, ist eine Food Tour. Midgi, Gründerin von Juneau Food Tours und lokale Food-Bloggerin, führt uns persönlich zu ihren kulinarischen Highlights. Erste Station: Tracy&#039;s King Crab Shack. &quot;You can&#039;t visit Juneau and not eat at Tracy&#039;s&quot;, meint Midgi. Und tatsächlich, die Crab Cakes, King Crab Legs und Crab Soup sind der Hammer! Dann probieren wir bei Barnacle Tortilla-Chips mit ungewöhnlicher, aber sehr leckerer Algen-Salsa. Bei McGivney&#039;s Sports Bar &amp; Grill gibt es eine Schweinshaxe im &quot;Hot Wing&quot;-Stil. So in etwa würde es wohl schmecken, wenn Schweine fliegen könnten. Bei den Verdauungsspaziergängen zwischendurch erzählt Midgi auch viel Spannendes über Juneaus historische Innenstadt. Das Gourmet-Restaurant SALT serviert uns ein Heilbutt-Häppchen auf Tomatensauce, bei Harbour Spice &amp; Tea probieren einen würzigen Blaubeertee mit Gebäck. Dann erreichen wir den Food Truck Park. Der erste seiner Art in Alaska. Es ist so, als käme man auf ein kleines Street Food Festival – nur dass die Trucks hier eben jeden Tag stehen. Ich probiere ein Sockeye-Lachs-Fischstäbchen mit Knoblauch-Dill-Dip. Mmh. Wer das liest denkt wahrscheinlich, dass man an diesem Punkt schon im Fresskoma liegen müsste. Dank der übersichtlichen Portionen und den Pausen zwischendurch bin ich aber eher angenehm gesättigt. Da bleibt sogar Platz für ein Eis am Food-Truck nebenan. Ich probiere die Salty Salmon Icecream (ja, sie schmeckt wirklich nach Lachs), entscheide mich dann aber doch für Spruce Tip Geschmack. Nach der Food Tour besuchen wir noch den Tasting Room der Devils Club Brewery. Auch die Craftbier-Szene ist im Südosten Alaskas wirklich stark! Bei Devils Club werden verschiedene Ales im belgischen Stil gebraut. Am ersten „German Pils“ wird gerade noch gearbeitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen fahren wir nach einem ordentlichen Full American Breakfast Buffet im Ramada Hotel in den Tongrass National Forest – den größten Nationalforst der USA – zum Mendenhall Lake. Unser Guide von Liquid Alaska Tours wartet bereits mit Gummistiefeln, Schwimmwesten auf uns. Schnell umziehen, dann runter zum See. Wir wollen mit einem großen Voyager-Kanu bis an den Fuß des Mendenhall Gletschers paddeln. Schon von weitem ist die Eismauer zwischen den Bergen echt beeindruckend, doch erst wenn man näher kommt wird einem die tatsächliche Größe bewusst. Im Wasser treiben einige Eisberge, die unwirklich blau leuchten. Wir paddeln vorbei an einem breiten Wasserfall. Auf den Bergen erkenne ich mit dem Fernglas einige Bergziegen. Genial!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Vormittag im Kanu schmecken die herzhaften Waffeln bei GonZo besonders gut. Dann legen wir noch einen Stop bei der Alaskan Brewery ein. Obwohl es sich um die zweitgrößte Brauerei Alaskas handelt hat der Tasting Room den Charme einer lokalen Craft-Brauerei. Ich probiere unter anderen das Smoked Porter, ein sehr kräftiges Rauchbier. Meine Empfehlung wäre dann aber doch eher das Alaskan Amber. Zurück in Downtown Juneau nehmen wir die Mount Roberts Tramway, eine der steilsten Seilbahnen der Welt. In nur wenigen Minuten erreichen wir die Bergstation, über 500 Meter über den Dächern von Juneau. Die Sicht ist heute leider nicht besonders klar, doch die Fahrt hat sich trotzdem gelohnt. Oben warten ein Restaurant und diverse Wanderwege durch den Regenwald am Berghang. Der Wald hat mit seinen dicken Moosschichten und langen Flechten etwas märchenhaftes – vor allem im Nebel. Schnell überwinden wir die Baumgrenze und sind umgeben von alpinen Wiesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder unten am Hafen treffen wir uns an der kleinen Holzhütte von Wings Airways. Hier startet unsere Fly&#039;n&#039;Dine Tour zur Taku Lodge. Ich steige in eines der drei DeHavilland Otter Wasserflugzeuge, dann heben wir ab. Die Aussicht ist der Hammer! Erst Juneau von oben, dann der Fjord, dann die riesigen Gletscherflächen des Juneau Icefield. Insgesamt fünf Gletscher liegen auf der Flugroute. Nach einem unvergesslichen Flug landen wir im Taku Inlet direkt vor dem Hole-In-The-Wall-Glacier. Hier erwartet uns eine gemütliche Lodge, direkt daneben liegen schon die Lachsfilets auf einem großen Barbecue Grill. Es bleibt etwas Zeit, die Umgebung zu erkunden, bis ein lauter Gong alle Gäste zum Essen in die Lodge ruft. Neben dem frischen Coho-Lachsfilet gibt es ein Buffet mit leckeren Beilagen. In urig-gemütlicher Atmosphäre genieße ich das Dinner am Kaminfeuer und schaue regelmäßig aus dem Fenster zum Grillplatz. Nicht selten sollen hier einige Schwarzbären herumschleichen, die gern den fischigen Grillrost ablecken. Heute scheinen sie allerdings keinen Appetit zu haben. Nach einer kurzen Wanderung durch den Regenwald fliegen wir zurück, wieder mit herrlichen Ausblicken auf den mächtigen Taku Gletscher. Später sehe ich aus dem Flugzeug eine Fontäne im Wasser des Fjordes. Auch der kurz darauf auftauchende Wal ist aus dieser Flughöhe deutlich zu erkennen. Wow! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir lassen den Tag in Juneaus berühmten Red Dog Saloon ausklingen. Hier gibt es neben echter Wildwest-Atmosphäre auch Live-Musik und ein skurriles Kult-Getränk namens &quot;Duck Fart&quot;. Dieser besteht aus drei Schichten: Kahlua, Baileys und Whiskey. Schmeckt in etwa wie es klingt. Soll aber ein Jahr Glück bringen. Bei uns am Tisch sehen auf jeden Fall alle Glücklich aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am letzten Vormittag in Juneau wollen wir uns noch zwei Unterkünfte ansehen. Wir starten mit dem Silverbow Inn, einem hippen kleinen Hotel in der Innenstadt. Hier gibt es neben modernen Zimmer mit schönen Bädern auch eine coole Lobby mit Bar und eine Dachterrasse mit Hot Tub. Größer und sehr anders ist das Westmark Baranoff Hotel, dass sehr klassisch gehalten ist. Goldene Schriftzüge, dunkle Holzverkleidungen – man fühlt sich etwas wie in einem alten Film. Die Zimmer sind schön und komfortabel. Classy!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt aber schnell zum Juneau Airport und einchecken für den Flug nach Whitehorse – von dort geht später mein Condor-Flug zurück nach Frankfurt. Auch der Flug nach Whitehorse ist ein Erlebnis für sich. Die kleine Propellermaschine, eine Pilatus PC-12, bleibt auf einer relativ niedrigen Flughöhe. So bieten sich noch mehr tolle Ausblicke auf die Küste, Gletscher und Coast Mountains.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Whitehorse bleibt noch ein wenig Zeit, die wir für einen Besuch im Yukon Beringia Interpretive Centre nutzen. Beringia war der Subkontinent zwischen Alaska und Sibirien, der während der letzten großen Eiszeit vor 20.000 Jahren noch über dem Meeresspiegel lag. Von hier aus wanderten die Mammuts und allerhand andere pelzige Riesen bis in die Graslandschaften des Yukon. Wirklich spannend! Dann heißt es Abschied nehmen. Auf (hoffentlich baldiges) Wiedersehen, Yukon und Alaska!</description>
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                <title>Zum Ende aller Straßen 0,00 €</title>
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                <pubDate>Thu, 28 Mar 2019 09:18:20 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/pfaff-camperdenali.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;Die Wildnisstraßen in Yukon und Alaska. Ein Traum für Individualisten. Aber eine Kleingruppenreise? Mit dem Camper? Im Juni 2015 wagte SK dieses Experiment. Die Idee: Zur Sommersonnenwende den Polarkreis überqueren. Und bis zum Ende aller Straßen in Kanada fahren. Unter meiner Begleitung...&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text und Fotos: Hans-Gerhard Pfaff&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;Kein Katalogtext, kein Flyer.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;Es sollte ja bloß ein Versuch sein. Der Versuch, eine Idee von mir in die Reisetat umzusetzen. Eine Kleingruppenreise im Wohnmobil. Und kompromisslos über meine Lieblings-Wildnisstraßen im Yukon und in Alaska. Ja, die bewusst ungewöhnliche Streckenführung sollte nicht nur den einsamen Denali Highway und den Dempster bis hoch nach Inuvik einschließen. Auch der Silver Trail mit dem 2000 Meter hohen Keno Hill sollte bewältigt werden. Natürlich war ich dankbar, dass SK Touristik dieses Wagnis mit mir eingehen wollte. Aber Zweifel waren von Beginn an da: Würden auch genug Leute mit mir mitfahren wollen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Bloß nichts vorbuchen. Wir übernachten, wo es uns gefällt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich mache es kurz: Das Interesse an dieser Reise war so groß, dass schon eine Woche nach Online-Bekanntgabe die angepeilte Gruppengröße von etwa 20 Personen erreicht war. Also ein knappes Dutzend Truck Camper. Nur dieses Fahrzeug kam für mich in Frage, allein schon aufgrund der größeren Bodenfreiheit - schließlich sollte es ja über Schotterpisten gehen! Und bloß nichts vorbuchen. Wir übernachten, wo es uns gefällt. Ich weiß, im Süden Kanadas wäre das mit einer kleinen Gruppe sicher nicht so einfach. Aber das ist ja gerade das Reizvolle am Norden. Hier oben kann man in seinem Campmobil auch am Rande einer Wildnisstraße übernachten. Einfach so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tourstart. Willkommen in Whitehorse. Traditionell noch am Abend der Buffalo Burger im High Country Inn. Schlafen, Jetlag, ganz frühes Frühstück und schnell zur Fraserway-Station. Stationsmanagerin Denise hat ihre Mitarbeiter gut vorbereitet. Schon bald rollen wir mit unseren Apartments auf Rädern auf die Straße und aus Whitehorse heraus. Auf dem Alaska Highway geht es über Haines Junction zum ersten Campingplatz. Gut, dass die Kamera schon griffbereit liegt - auf dem Weg sehen wir schon den ersten Grizzly am Straßenrand! Na, wenn das kein gutes Omen für diese Tour ist. Erstes Lager am Rande des Kluane National Park. Lagerfeuer. Ein Bierchen. Näheres Kennenlernen. Ach, es ist schön, wieder mit Gleichgesinnten in Kanadas Norden unterwegs zu sein! Ein Tag Ruhe - und dann hatte ich eine anspruchsvolle Wanderung eingeplant. Auf dem Sheep Creek Trail geht es zum Teil ordentlich bergauf und wir kommen ganz schön ins Schwitzen. Die Bergschafe sehen wir nur weit entfernt, dafür werden wir mit herrlichen Panoramablicken belohnt. Traumhaft! Es lohnt sich, die Zeit zu investieren und auf Schusters Rappen tiefer in die Wildnis einzutauchen. Eigentlich egal wo im Yukon - aber hier am Sheep Creek Trail gefällt es mir besonders. Weiter zur alaskanischen Grenze. Den ersten Staub haben wir schon geschluckt. Allerdings nicht auf einer geplanten Schotterpiste, sondern in einer kilometerlangen Baustelle vor der Grenzstation. Die erste Nacht in Alaska verbringen wir auf dem Tok RV Village Campground. Ziemlich teuer, aber es wird jeden Abend Live-Musik geboten. Schade, diesmal ist es nicht mein Bekannter Dave Stucliff, der singt, sondern ein junger, aber durchaus talentierter Kollege. Tagsüber findet man den jungen Mann in der Touristinfo von Tok.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über Fairbanks geht es zum Berg aller Berge, dem Denali (ehemals Mount McKinley). Ich weiß, der Juni ist schon so etwas wie Hochsaison im Denali National Park. Und eigentlich sollte man hier den Campingplatz vorgebucht haben. Klar also, dass es hier mit der Suche für einen Stellplatz spannend wird. Doch wir haben Glück und finden ganz in der Nähe einen schönen freien Platz, an dem wir sogar bereits unsere Plätze im Shuttle Bus für unsere Tour in den Park am nächsten Morgen buchen können. Die Denali Park Road ist der Wahnsinn. Es schüttelt und staubt und doch möchte man keinen Meter missen! Und dann die vielen traumhaften Aussichten auf den 6194 Meter hohen Denali! Wir haben die Strecke bis zum Eielson Vistor Center bei Mile 66 gebucht. Ab dort wollten wir wandern. Unterwegs macht uns der Busfahrer dann aber auf die wolkenfreie Sicht auf den Denali aufmerksam. Er rät uns, die 12 Dollar extra für die Weiterfahrt bis zum Endpunkt am Wonder Lake zu investieren. Super Tipp! Selbst am Nachmittag haben wir vom See noch eine herrliche Sicht zum Berg hinauf. Angeblich ist das an höchstens 25 Tagen im Jahr möglich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber jetzt mal richtig Schotterpiste. Der gut 200 Kilometer lange Denali Highway - nicht zu verwechseln mit der Denali Park Road - erwartet uns. Fast den ganzen Tag brauchen wir für diese kaum befahrene Wildnisstraße. Am südlichen Rand der schneebedeckten Alaska Range zieht sie sich entlang. Für mich und viele unserer Teilnehmer einer der großen Höhepunkte dieser Tour. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück nach Kanada. Über den Top of the World Highway. Die nächste Wildnis-Schotterpiste. Traumhaft! Übrigens, wie immer fahren wir nicht im Konvoi. Jeder fährt für sich. Jeder hat sein eigenes Roadbook. Unser Ziel: die Goldgräberstadt Dawson City. Vorher aber die Fähre über den Yukon River. Es wird spät. Zum Glück haben wir ausnahmsweise unsere Stellplätze auf dem Gold Rush Campground vorgebucht. Zugegeben, nicht der schönste Platz auf unserer Tour, doch dafür liegt er nur einen Block von Diamond Tooth Gertie&#039;s Gambling Hall entfernt. Ein Muss in Dawson. Das älteste Spielcasino Kanadas mit seinen Can-Can-Tänzerinnen bietet seit diesem Jahr eine neue, mitreißende Bühnenshow. Selbst die Goldgräber an den Spieltischen stehen johlend auf den Stühlen und klatschen im Takt des Klavierspielers. Dann der Dempster Highway. Das größte Schotterpisten-Abenteuer Kanadas erwartet uns. Eine Sackgasse, die in der nur 3000 Einwohner zählenden Kleinstadt Inuvik am Delta des Mackenzie River endet. Nach 740 Kilometern, viel Wildnis und Einsamkeit. Und traumhaften Panoramaausblicken! Auf den Höhenzügen der über 1000 Meter hohen Eagle Plains ist unsere kleine und zudem weit auseinander gezogene Karawane schon von Weitem zu sehen. Jeder Camper zieht eine lange Staubfahne hinter sich her. Die erste Tankstelle erreichen wir nach 370 Kilometern. Eagle Plains. Hier gibt es auch einen einfachen Campground, den wir nutzen.  Doch wer hier in der zweiten Junihälfte gut 30 Straßenkilometer südlich des Polarkreises übernachtet, erlebt gar keine Nacht mit Dunkelheit. Die Mitternachtssonne beherrscht die Szenerie. Wir bieten den Moskitos die teils netzbewehrte Stirn, bilden einen großen Kreis aus Campingstühlen und erleben nachts um drei Uhr zusammen die Sonnenwende. Mit Ausblicken über hunderte Kilometer weit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fünf Tage haben wir für den Dempster vorgesehen. Wir kommen schnell voran. Nach einer Nacht auf dem von First Nations betriebenen Campground von Fort McPherson erreichen wir am dritten Tag schon Inuvik am Mackenzie-Delta. Dempster-Bergfest - wir müssen die 740 Kilometer ja auch wieder zurück. Zurück am Polarkreis erwartet uns der nächste Höhepunkt unseres Reiseabenteuers. Und was für einer: Wir verbringen die Nacht direkt am Aussichtspunkt des Polarkreises. Hier gibt es zwar keinen offiziellen Stellplatz, aber allein die Tatsache, hier zu stehen und so unendlich weit in das Land der Mitternachtssonne hinausblicken zu können, macht diesen Abend besonders. Ganz besonders.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je weiter wir auf der Weiterfahrt nach Süden kommen, desto mehr nehmen wir den Rauch von teilweise noch weit entfernten Waldbränden wahr.  Schade, dass wir am Tombstone Campground keine Fernsicht mehr auf den 2164 Meter hohen Mount Tombstone haben. Mit seinen spitz aufragenden Felsen ist er eines der Wahrzeichen des Dempster Highway.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bye, bye, Dempster. Über den Klondike Highway geht es nun wieder über Asphalt bis Stewart Crossing. Hier biegen wir auf den Silver Trail, im letzten Teilstück wieder eine Sand- und Schotterpiste. Bei der 250-Seelen-Gemeinde Mayo stelle ich dann alle Teilnehmer vor die Wahl, entweder hier am schönen Campground am See zu bleiben oder mit mir zum Ende des Silver Trail direkt auf den über 2000 Meter hohen Keno Hill zu fahren. Zwei Teilnehmerpaare winken ab. Der Rest folgt mir. Der Weg ab Keno City auf den Keno Hill ist anspruchsvoll. Es geht in Serpentinen über 10 Kilometer bergauf in die dicht mit Wolken verhangenen Berge. Doch das Erlebnis dieser spektakulären Bergwelt - hier oben ganz allein - ist einmalig. Wirklich einzigartig. So etwas erlebt man nicht so oft im Leben, glaube ich. Ein Traum, hier oben im Camper zu übernachten. Denken wir. Das Unheil kommt nach Mitternacht. Es zucken Blitze über den Himmel und der Regen prasselt auf uns nieder. In den ganz frühen Morgenstunden wecke ich alle Teilnehmer: &quot;Ich glaube, wir sollten hier weg, bevor der Trail hinunter zur Schlammrutsche wird!&quot; Kein Risiko mehr am vorletzten Tag der Tour. Da stimmten alle zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir den Rest der Gruppe eingesammelt haben, geht es weiter über den Klondike Highway nach Whitehorse, wo unsere Reise begonnen hat. Unser Fazit: Experiment gelungen. Und die Erkenntnis: Auch im Nordland kann eine Kleingruppenreise genau das Richtige sein. Für denjenigen, der bereit ist, die Wildnis und Naturwunder zu teilen. Sie in einer kleinen, verschworenen Gemeinschaft Gleichgesinnter zu erleben. Und ja, natürlich müssen wir diese Reise wiederholen! Im nächsten Jahr. Selbe Zeit, selber Ort. Ich freue mich schon!</description>
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                <title>Auf dem Keno Hill 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/raineraufkenohill-hoch.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;Viel erwarte ich gar nicht, als wir im Juni 2015 die 12 Kilometer lange Sandpiste zum Gipfel des Keno Hil hochfahren. Im Gegenteil. Es ist spät. Wir haben noch nicht gegessen und so eine Serpentinenstrecke zieht sich. Hätte man es lieber lassen sollen? Nein. Auf keinen Fall!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text und Fotos: Rainer Schoof&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist eigentlich schon richtig spät, aber wir halten uns an den Rat von Tracy vom Silvermoon Bunkhouse in Keno City und fahren direkt noch die 12 Kilometer hoch auf den Berg, den Keno Hill. Es ist wohl etwa 10 Uhr abends. Wir sind völlig aus der Zeit. Sehen nur, dass die Sonne noch hoch am Himmel steht. Die Locals sagen: &quot;Zur Mitternachtssonne musst Du jetzt am späten Abend hoch auf den Hill!&quot; Also fahren wir hoch. 12 Kilometer bergauf. Natürlich Schotter. Natürlich Serpentinen. Das zieht sich - aber es soll sich lohnen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Oder ist es das Ende der Welt?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Ausblicke sind sensationell. Und es steigert sich - es wird immer spektakulärer! The end of the road - oder ist es das Ende der Welt? Man hat zumindest das Gefühl, dass man es von hier sehen kann. Traumhaft schön! Imposante Gebirgsketten in allen Himmelsrichtungen. Ich versuche sie zu zählen und muss aufgeben. Einfach unbeschreiblich. Die Straße ist übrigens gut befahrbar - ich denke auch für Wohnmobile. Und wir sind ganz allein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann kommen wir oben an. Oben auf dem Keno Hill. WOW! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin sprachlos. Wir sind in hochalpine Regionen hineingefahren, befinden uns oberhalb der Baumgrenze. Der Blick kann weit schweifen - allein schon über den Bergkegel, auf dem wir uns befinden. Wir sind ausgestiegen und stehen knapp unterhalb des Gipfels. Es ist wunderschön. Erhaben. Unendliche Weite um uns herum. Egal, wo man hinblickt, man sieht nichts als herrliche, weite und sattgrüne Täler und dahinter weitere Gipfel. Und das Ganze unter der immer noch so hochstehenden Mitternachtssonne, die alles in ein so schönes und umschmeichelndes Licht taucht. Man hat das Gefühl, sich in einem Gemälde zu befinden. Einfach ein wunderschöner Ort hier oben. Schon jetzt vermerkt auf der Liste meiner Lieblingsplätze. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt erstaunlich viel Platz hier oben. Man kann ein Feuer machen - brennen kann hier ja nicht viel. Ein Traumplatz zum Campen, denke ich. Ich stelle mir vor, wie ich schon bald mit einem Wohnmobil hierhin zurückkehre und genau hier oben eine Nacht unter der Mitternachtssonne verbringe. Jawohl, Gedanke abgespeichert und bereit, schon bald in die Tat umgesetzt zu werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut, ich habe diese Idee wohl nicht ganz exklusiv. Doch in diesem Augenblick weiß ich noch nicht, dass sich nur wenige Tage später eine unserer von Hans-Gerhard Pfaff begleiteten Wohnmobil-Kleingruppen genau diesen Traum an diesem magischen Ort erfüllen wird. Naja, man kann nicht überall der Erste sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;The end of the road.&lt;/i&gt; Ist das hier nicht vielleicht doch das Ende der Welt? Aber wenn es das Ende der Welt ist, dann ist es ein wundervolles Ende. Erhaben. Ein Stück weit der Wirklichkeit entrückt. &lt;i&gt;Ehrfurchtgebietend&lt;/i&gt;. Eigentlich würdig für ein Ende der Welt. Nun gut, ich lege mich fest: Hier oben auf dem Keno Hill ist ein ganz besonderer Ort. Mein persönliches Ende der Welt. Und ich kann nur jedem Reisenden im Nordland empfehlen, es irgendwann mal zu besuchen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
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                <title>Yukon Side-Trip: Silver Trail 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Yukon-Side-Trip-Silver-Trail.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rsf-suburban-silvertrail-view.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;Yukon Highway 11.&lt;br /&gt;Juni 2015. Unterwegs im Land der Mitternachtssonne. Wir haben bei Stewart Crossing angehalten und werfen den ersten Blick auf den Silver Trail. Eine fast vergessene Straße im Yukon. Zum Teil auf?Schotter. Eine gut 100 Kilometer lange Sackgasse. Zweifel steigen in mir auf: Lohnt sich dieser Abstecher wirklich? Werden wir ihn morgen bereuen?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Text und Fotos: Rainer Schoof&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Silver Trail verbindet die Siedlungen Mayo, Elsa und Keno City mit dem Klondike Highway. Der Begriff &quot;Siedlung&quot; passt, denn es sind wirklich nur kleine Ansiedlungen. Keno &quot;City&quot; ist da durchaus irreführend. Ein paar Häuschen also und eine auf gut 100 Kilometer gestreckte Verbindungsstraße. Da fällt es nicht schwer, sich auszumalen, wie ruhig und einsam es hier ist. Niemand kommt uns entgegen. Und wieder leichte Zweifel: Ob dieser Side-Trip wirklich lohnt? Morgen Abend müssen wir ja schon in Whitehorse sein. Werden wir das Ganze dann bereuen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein. Quatsch. Zweifel beiseite. Der Silver Trail fehlt mir noch. Ich will ihn fahren! Und der erste, asphaltierte Teil dieser Strecke ist keinesfalls langweilig. Am mächtigen Stewart River geht es entlang, teilweise mit tollen Ausblicken im warmen Licht der Abendsonne. Wir fliegen so dahin. Bis Mayo. An der T-Kreuzung geht es rechts in den Ort und links weiter nach Keno. Wir sind spät genug, denken wir, und biegen direkt links ab. Und verlassen den Asphalt. Es wird wilder. Noch wilder als vorher schon. Stark. Genau mein Ding. Unterwegs noch der Five Mile Lake Campground. Gefällt mir gut - am liebsten würde ich direkt hier bleiben. Aber wir haben noch etwa 50 Kilometer vor uns. Schnell machen wir ein kurzes Durchfahrt-Video und dann weiter auf dem Silver Trail. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht ein Stück bergauf. Das erste Fahrzeug kommt uns entgegen. Ein Truck. Sieht nach einem Handwerker aus. Und dann, fast plötzlich, erfasst uns die Landschaft. Aber wie! Ich muss anhalten. Mitten auf der Schotterstraße. Egal, es kommt ja keiner. Der Blick ist freigegeben über ein weites, nahezu unberührtes Wildnistal mit thronenden Bergen im Hintergrund. Aaaahhhh, man kann sich kaum sattsehen. Und das in diesem tollen Licht. Grandios. Das ist Kanada für mich! Es ist spät. Eigentlich. Neun Uhr abends vielleicht? Und die Sonne steht hoch am Himmel. Noch ein ganzes Stück. Und dann hört die Straße einfach auf. Weiter geht es an diesem Panorama entlang. Immer wieder rechts und links Relikte der Minengeschichte der Gegend. Auch hierhin hatte es die ersten Siedler des Goldes wegen verschlagen. Bei Keno wurden sie sogar fündig. Aber das Edelmetall, dass diese Gegend prägen sollte, war das Silber. Das brachte die Menschen nach Keno, das nun auch wir endlich erreichen. Es ist jetzt kurz vor 10. Na, ein Abendessen werden wir wohl nicht mehr bekommen. Hauptsache wir treffen überhaupt noch jemanden an unserer Unterkunft an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann hört die Straße einfach auf. Man steht vor dem charismatischen Keno Museum. Genau wie das ganze kleine Dörfchen wird auch das Museum von den wenigen Bewohnern dieses Nestes liebevoll in Schwung gehalten, wie wir später erfahren. Jetzt und hier kann man erst einmal nur nach rechts oder nach links abbiegen und jeweils ein kleines Stückchen innerhalb des Ortes weiterfahren. Aber nur innerhalb des Ortes. Ansonsten geht es tatsächlich nicht weiter. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;The End of the Road&quot;. Das Ende der Straße. Wir wenden den Blick nach links und sehen unsere Unterkunft - das Silvermoon Bunkhouse. Von wegen keiner da. Da sind doch noch Kreissäge und andere Geräte in der Abendsonne aufgebaut. Tatsächlich, Dirk Rentmeister arbeitet noch - es gibt noch einiges zu tun an der neuen Cabin neben dem Silvermoon Bunkhouse. Doch jetzt hat er sich umgedreht und winkt uns zu. Klar, er muss ja davon ausgehen, dass wir seine Gäste sind. Wer soll auch sonst hier vorbeikommen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit seiner Frau Tracy hat Dirk das Bunkhouse gebaut. Beide bewirtschaften es. Wohl eher sie - er baut weiter. &quot;Bunkhouse&quot; - also der Name führt echt ein Stück weit in die Irre. So auch uns. Bunkouse hieß für mich immer rustikal, einfach, Stockbetten. Tja, was für eine wundervolle Überraschung. Alles ist neu, alles ist geschmackvoll, alles ist gut durchdacht. Sechs echt schöne Zimmer bietet die Unterkunft. Das Einzige, was mit einem &quot;Bunkhouse&quot; nach meinem Verständnis entfernt zu tun hat: Die Zimmer haben kein eigenes WC und keine Dusche. Dafür gibt es aber in der Mitte die große zentrale Cabin, die über einen vorbildlich ausgestatteten Aufenthaltsraum verfügt. Mit großer Küche und allen erforderlichen Geräten. Und mehreren WCs und Duschen - alles tip-top - im hinteren Teil des Holzhauses. Tracy ist inzwischen von Dirk gerufen worden und zeigt uns alles. &quot;Wir filmen schnell mit&quot;, habe ich glücklicherweise noch kurz vorher eine Eingebung und zücke das iPhone.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir haben uns verquatscht mit den gastfreundlichen Kanadiern und im Anschluss ziemlich viel Zeit oben auf dem Keno Hill verbracht. Grandios, aber wir haben Hunger und es ist inzwischen 11 Uhr abends. Egal, wir versuchen unser Glück und nehmen Keno City in Augenschein. Also die Handvoll Holzhäuser, die den Kern ausmachen. Echtes Western-Feeling hier. Man schlendert über die staubige Straße und fühlt sich wie John Wayne. Alles wirkt wie aus einem Western entlehnt. Das Keno Museum, die kleine Holzkirche, das Keno Hotel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann sehen wir doch tatsächlich eine kleine Bar - oder sollte man Saloon sagen? Drinnen urig, gemütlich. Hier kann ich direkt bleiben. Schnell mal ein Bier bestellt und ein bisschen mit dem Besitzer gequatscht - auch er absolut authentisch! Ob wir noch was zu essen bekommen können, fragen wir. Es ist jetzt Mitternacht. &quot;Klar!&quot;, die Antwort. &quot;Fish und Chips kann ich Euch noch machen.&quot; Wir könnten es aber auch in der anderen Bar über die Straße versuchen. Was? Hier gibt es noch eine Bar, die jetzt noch auf hat? Obwohl hier im ganzen Ort praktisch kein Mensch ist? Tatsächlich, außer uns sitzt nur noch ein einziger Gast an der Bar. &quot;Ja, klar haben die noch auf!&quot; Wir sollten doch einfach mal schauen gehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gesagt, getan. Rüber zum Keno Hotel. Da ist die andere Bar. Und wir sind wieder überrascht. Durchaus groß und echt gemütlich! Schöne Tische, eine lange Bar - sogar eine kleine Bühne, auf der Instrumente aufgebaut sind. Ja, das kann man sich vorstellen, dass es hier drin auch richtig gute Stimmung geben kann. An der Bar sitzen ein paar Gäste - offensichtlich Hotelgäste. Ansonsten ist der Laden leer. Aber die Stimmung ist gut. Und klar kriegen wir noch was zu essen um Mitternacht. Ob Grilled Cheese Sandwich ok wäre. Wir lachen. Ja, sicher! Und ein schönes gezapftes Yukon Gold. Ich mag Keno! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keno ist funky! Mal ehrlich: Wie jeder andere auch, haben wir anfangs gefragt, ob sich der lange Sackgassenabstecher auf den Silver Trail lohnt. Inzwischen fällt mir die Antwort leicht: JA! Es lohnt sich! Die Kombination aus den Anfahrtspanoramen, diesem klitzekleinen, witzig-lässigen Ortes, einer schönen Unterkunft und, natürlich, die atemberaubende Mitternachtssonnen-Szenerie zwischen den wilden Gebirgszügen auf dem Keno Hill - genau das macht diesen Abstecher lohnenswert! Doch ein letzter Tipp zum Silver Trail: Von Keno aus nicht &quot;hintenrum&quot; den Loop zurück fahren, der erst später wieder auf die Straße nach Mayo stößt, sondern den direkten Weg zurück. Wir entscheiden uns leider anders. Die Straße ist teilweise richtig schlecht - wir sind froh über den Allradantrieb unseres Wagens. Und man sieht praktisch nichts, da rechts und links eigentlich permanent Bäume stehen. Also überhaupt kein Vergleich zu der wunderschönen Panoramastrecke, die Keno City direkt mit Mayo verbindet und die wir nun leider verpasst haben. Naja, sei&#039;s drum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tja, und dann bringt uns der Silver Trail wieder zurück auf den Klondike Highway. Silver Trail - CHECK!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/NOlujxPe4Bo&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;</description>
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                <title>Im Camper durch die NWT 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 12 Mar 2025 03:00:09 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/oleh-camperfuesse.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;Wer von Yellowknife nach Whitehorse fährt, nimmt gleich drei kanadische Roadtrip-Legenden unter die Reifen: Mackenzie, Liard und Alaska Highway. Auf den 3000 Kilometern durch die grandiose Leere der Northwest Territories lernen Camper vor allem eins: Gelassenheit.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie bin ich froh, dass die Fähre nach Fort Simpson kaputt war. Ich hätte den Campingplatz an den Sambaa Deh Falls sonst glatt links liegen gelassen und den Besitzer Raymond Michaud nicht kennengelernt. Ich wäre nicht mit ihm über die Felsplatten zum Trout River Canyon abgestiegen und hätte mich auch nicht zu seiner Angelstelle abgeseilt. Und den toten Elch am Ufer hätte ich auch nicht gesehen. Er grüble noch immer, hat der Mittsechziger gesagt, wie der Bulle, ein kapitaler Bursche mit mächtigen Schaufeln, dort, an den Fuß der Felswand, hingelangt sei. Denn abgestürzt sei er nicht, das stehe fest. Als ich kurz vor Mitternacht die Decke über den Kopf ziehe, danke ich der kaputten Fähre für diesen Tag. Und träume von brüchigen Seilen und Elchen mit Flügeln. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Northwest Territories, Kanadas letzte Grenze: Ich fahre von Yellowknife nach Whitehorse. Zwölf Tage habe ich dafür Zeit, über 3000 Kilometer liegen vor mir. Ich schlafe auf Campingplätzen, und wo das nicht geht, fahre ich einfach rechts ran. Ich habe zwar huckepack ein weiches Doppelbett und andere Annehmlichkeiten, die ein moderner Truck Camper zu bieten hat. Aber dem Abenteuer tut das keinen Abbruch. Ich rolle über endlos leere Highways. Schotterpisten mit Legendenstatus. Ich lerne, Pläne über Bord zu werfen und zu improvisieren. Und habe schon nach zwei, drei Tagen in dieser grandiosen Leere jegliches Zeitgefühl verloren. Ich kann nicht mehr sagen, wo genau ich gerade bin und wie spät es gerade ist. Die Welt, aus der ich komme, verblasst jeden Tag ein wenig mehr. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Safari-Momente wie in Afrika&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Northwest Territories sind 1,3 Millionen Quadratkilometer groß. Entfernungen geben die rund 40.000 Einwohner in Stunden und Tagen an. Demnach ist es ein Tag bis zum schweizgroßen Wood Buffalo National Park. Ein langer Tag, wie man mir in Yellowknife versichert, aber das Buschfeuer kurz vor dem Park sei ja jetzt unter Kontrolle, also kein Problem. Derart ermutigt, schaukle ich mit Tempo 70 um den Great Slave Lake herum, durch eine Muldenlandschaft, die der schmelzende Permafrost in den Mackenzie Highway gedrückt hat. Zu sehen gibt es nur Wald, umständehalber niedrig und poesielos, und Sand- und Kieshaufen mit davor geparkten, verlassenen Bulldozern. Alles in allem eine echte Geduldsprobe, denn in Europa hätte ich in derselben Zeit die Niederlande umrundet. Am Tagesende verstellt in Fort Smith ein gutes Dutzend grasender Büffel die Einfahrt zum Campingplatz. Als die braunschwarzen Kolosse endlich abziehen, macht der Manager Feierabend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Such dir den besten Platz aus&quot;, ruft er durchs Autofenster, &quot;und schieb das Geld morgen unter der Bürotür durch!&quot; Am Ende sehe ich auf dem Weg zum Büffel-Nationalpark mehr dieser Fleischberge als im Park selbst. Bullen, Kühe, Junge. Safari-Momente wie in Afrika. Auch auf dem Weg zurück nach Westen bin ich mutterseelenallein. Manchmal halte ich an, falte meinen Klappstuhl auseinander und nehme eine Weile mitten auf der Piste Platz, um in die Stille zu lauschen. In Deutschland undenkbar. Nicht die schlechteste Art, ein Gefühl für das Land zu bekommen. Genau das bezweckt auch Doug Lamalice mit seiner Tour &quot;Walk a mile in my Mocassins&quot;. Der massige Dene First Nations lebt südlich von Hay River und nimmt seine Gäste mit auf eine zweieinhalb Kilometer lange Reise durch seine Kultur. Dabei dienen die spektakulären Alexandra-und-Louise-Wasserfälle im Twin Falls Gorge Territorial Park als Kulisse. &quot;Meine Gäste sollen Mutter Natur spüren und lernen, mit ihr anstatt gegen sie zu arbeiten.&quot; Nach einem Gebet marschieren wir los. Doug erzählt von Traditionen und Zeremonien, wie seine Vorfahren die Kanus um die unfahrbaren Wasserfälle zogen und die Jungen in feierlichen Zeremonien zu Männern wurden. Das ist zwar lange her, doch das Land ist dasselbe. Es macht die Menschen, wie man hier sagt. Auch an mir arbeitet es. Jeden Tag fällt ein wenig mehr Stress von mir ab. Der Spagat zwischen Vergangenheit und Gegenwart sei nicht einfach, sagt Doug, es gebe aber auch eindeutige Vorteile. &quot;Früher brauchten wir 14 Tage, um den Great Slave Lake zu erreichen. Heute sind wir in 45 Minuten da. Wenn die Straße okay ist!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Northwest Territories ist der Straßenzustand das Hauptthema. Informationen zu bekommen ist jedoch so schwer, wie aus zig Hinweisen einen handfesten Tatverdacht zu filtern. Vor Fort Simpson, meiner nächsten Station, hätten Regenfälle den Mackenzie Highway unpassierbar gemacht, warnt Doug beim Abschied. Während der nächsten Tage höre ich alles Mögliche. Die Straße ist passierbar, unpassierbar, demnächst geöffnet, vielleicht aber auch nicht. Meine Quellen sind Straßenarbeiter, andere Autofahrer und sogar die offizielle Webseite von Northwest Territories Transportation. Je näher ich Fort Simpson komme, desto unruhiger werde ich. Sollte der Mackenzie tatsächlich gesperrt sein, erreiche ich nämlich nicht den Liard-Highway nach British Columbia. Dann würde mir ein 1200 Kilometer langer Umweg durch die Nachbarprovinz Alberta bevorstehen, um auf den Alaska-Highway zu kommen. Die wichtigste Überlebensregel hier oben lerne ich deshalb zwangsläufig: Tanke, sobald du eine Tankstelle siehst. Auch wenn es gerade nicht nötig ist. In Enterprise flimmert über der Straße eine digitale Hinweistafel: &quot;Fort-Simpson-Fähre in Betrieb&quot;. Erleichtert und mit vollem Tank fahre ich auf einem staubigen Gemisch aus Asphalt, Sand und Schotter weiter. Drei Stunden später an einer Baustelle im Nirgendwo erreicht mich die Hiobsbotschaft: Fährbetrieb eingestellt, wegen technischer Probleme. Umkehren geht nicht mehr, die Tankstelle in Enterprise liegt inzwischen außer Reichweite. Die einzige andere ist in Fort Simpson auf der anderen Seite des Liard River. Was tun? &quot;Fahre bis zur Anlegestelle und kampiere da&quot;, sagt ein Arbeiter und grinst: &quot;Kann sich nur um ein paar Tage handeln.&quot; Ein Autofahrer, den ich etwas später anhalte, kommt von dort zurück. &quot;Die warten jetzt auf ein Ersatzteil. Aber wann das eingeflogen wird, weiß keiner.&quot;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich beschließe, meinem Glück zu vertrauen, und fahre weiter. So also lerne ich Raymond Michaud und seinen Campingplatz eine Autostunde vor der Fähre kennen. Am nächsten Morgen klopft Raymond an meinen Camper. Sie hätten die Fähre in der Nacht repariert. Das mit der Fähre wird so etwas wie meine Initiation. Ich werde gelassener und genieße. Auf dem knapp 400 Kilometer langen Liard Highway, der einzigen Verbindung zwischen den Northwest Territories und British Columbia, begegne ich Schwarzbären, Hochwild und sogar einem Luchs. Den Blick auf die schneebedeckte Ragged Range des Nahanni National Park Reserve habe ich für mich ganz allein - auch hier ist Gegenverkehr Fehlanzeige.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach insgesamt zehn Tagen biege ich bei Fort Nelson auf den Alaska-Highway ab. Der tadellose Asphalt ist eine Erholung, doch an den Gegenverkehr muss ich mich erst wieder gewöhnen. Dazu spult die legendäre Fernstraße ihre Highlights so routiniert ab, dass ich mich schon bald wieder nach etwas Unvorhergesehenem sehne. Dass ich noch immer in der Wildnis bin, daran werde ich abends im Restaurant gegenüber der Liard Hot Springs erinnert. Schon wieder Büffel. Dieses Mal wandert eine ganze Herde über den Alaska-Highway. Erst nach Einbruch der Dunkelheit ist die Straße frei, und ich kann zurück zu meinem Camper gelangen. Bis Whitehorse ist es nun nicht mehr weit. Das schaffe ich morgen. Schade.</description>
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                <title>Im Kanu auf dem Yukon River 0,00 €</title>
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                <pubDate>Thu, 13 Feb 2020 03:00:22 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rsf_yukonriver_4.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;Es ist die Zeit der Sommersonnenwende. Die Zeit der langen, warmen Tage. Des Tageslichts rund um die Uhr. Die Zeit, in der die Tiere Junge führen und sich im Fluss unzählige Fische tummeln. Es ist die Zeit, in der die Natur des Nordlandes erstrahlt. Eine Zeit, die geradezu ideal für unser Vorhaben ist. Die perfekte Woche auf dem Yukon River erleben. Intensiv. Und ohne Kompromisse.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht war kurz. Die Pubs in Whitehorse zu einladend. Das Yukon Gold einfach zu süffig. &lt;br /&gt;Aber gleich geht es los. Zu zweit wollen mein Kollege Markus Knüpp und ich ab heute im Kanu den Yukon River unsicher machen. Wir haben uns etwas Besonderes vorgenommen: Wir testen &quot;mein&quot; Yukon-River-Package. Lange habe ich recherchiert, bin viele Kunden-Feedbacks durchgegangen. Ja, der Yukon muss ein Traum für Outdoor-Enthusiasten sein. Aber immer wieder auch negative Töne. Von &quot;zu lang&quot; und &quot;teilweise unspektakulär&quot; bis hin zu &quot;langweilig&quot; und &quot;zu breit&quot;. Einzelne Flusspassagen werden offenbar unterschiedlich bewertet. Es gilt also, die Rosine zu finden und herauszupicken. Nun, gefunden habe ich sie. Glaube ich. Aber das würde ich mir gern beweisen. Unser Ziel ist also der &quot;Rosinenbeweis&quot;. Unser Weg führt im Kanu über den Yukon River. Über Wildnisgenuss pur. Und über möglichst wenig Kompromisse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&quot;Whitehorse - The Adventure Hub&quot; - ich sollte mir diesen Slogan wirklich schützen lassen. Aber es stimmt einfach: Gerade noch im Hotel und am Vortag erst von einer völlig anderen Wildniswoche zurückgekehrt, stehen wir binnen weniger Minuten an einer der Floatplane Bases am Schwatka Lake. Gerd von Alpine Aviation heißt uns willkommen. Der Buschpilot hüllt gerade unser Kanu in eine Transportplane, bevor es an einem der Floats des Wasserflugzeugs festgezurrt wird. Wir laden unser Gepäck ein. Und dann geht es auch schon los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Viel Zeit haben und die perfekte Woche erleben. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wetter ist super. Der Start mit dem Wasserflugzeug spektakulär! Eine Schleife über Whitehorse und dann über den Yukon River. Nur kurz, denn dann speist der Fluss den herrlich zu uns hinaufschimmernden Lake Laberge. Kein Zivilisationszeichen mehr. Binnen weniger Minuten ist man in der Wildnis. Den Lake Laberge durchpaddeln? Klar, machen die meisten. Doch genau das wollen wir nicht. Zwar ist es ein wunderschöner See, aber als langes, stehendes Gewässer bis zum Wiederaustritt des Yukon River auch zeitraubend. Und windanfällig. Ein zu großes Risiko für uns, denn wir wollen auf dem Yukon River viel Zeit haben und die perfekte Woche erleben. Also fliegen wir. Mit dem Kanu huckepack direkt zum Austritt des Yukon aus dem Lake Laberge. Gerade einmal zwanzig Minuten nach dem Start landen wir genau an dieser Stelle. Klasse! Dieser Teil des Plans ist schon mal aufgegangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Kein Mensch weit und breit&lt;/i&gt;. Irgendwie ein komisches Gefühl. Aber ein gutes Gefühl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Klar, die Wildnis und ihre Einsamkeit beeindrucken, aber es überwiegt die Vorfreude. Mich überkommt ein regelrechter Drang, jetzt endlich loszupaddeln. Rauf auf den Fluss. Hinein in die Wildnis! Markus geht es genauso. Schnell haben wir das Wasserflugzeug entladen. Gerd schmunzelt über unsere Biervorräte, die uns selbst gar nicht so üppig vorkommen. Dennoch schenken wir ihm ein Case unseres guten Molson Canadian. Als Dankeschön für den tollen Flug und die Punktlandung an unserer Wunschstelle. Und dann wünscht uns Gerd viel Spaß auf dem Fluss und springt ins Flugzeug. Aber der Motor startet nicht. Nicht beim ersten Mal. Nicht beim zweiten Mal. Und nicht beim dritten Mal. &quot;Maximal noch einmal - dann ist die Batterie platt!&quot; hören wir Gerd fluchen. Doch der letzte Versuch sitzt. Langsam tuckert er den Fluss hinunter, um dann gegen die Strömung zu starten. Markus sitzt neben dem Kanu und blickt dem Flieger hinterher. Jetzt gibt es nur noch uns beide, das Kanu und den Fluss. Aber genauso wollten wir es ja. Das Boot ist superschnell gepackt. Schon früher haben wir beide Kanutouren in Westkanada geführt - da weiß man genau, wo am besten welche Kisten und Gewichte zu verstauen sind. Und das Finetuning macht man erst am zweiten Tag, wenn man gesehen hat, wie die Lage des Kanus im Wasser noch optimiert werden kann. Ist wie Fahrradfahren - so etwas verlernt man nicht. Es geht los. Super Wetter. Kristallklares Flusswasser und Stille. Wir sind euphorisch. Es ist so schön, wieder im Kanu auf dem Fluss zu sein. Der Yukon hat eine perfekte Fließgeschwindigkeit. Man kommt gut voran, wenn man will und paddelt. Aber auch, wenn man gar nichts tut, ziehen die Kilometer an einem vorbei. Für heute Abend haben wir ein &quot;Sicherheits-Steak&quot; dabei, würden aber lieber Fisch essen. Also beide Angeln raus, aber es tut sich nichts. Ich peile einen Geröllhang an. Geröll und Steine im Wasser sorgen für besonders klares Wasser, was die Forellen lieben. Also kurz angelandet und es dauert keine fünf Minuten, da zappelt es an der Leine. Dann nochmal. Und nochmal. Unser Fisch-Dinner steht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir paddeln weiter und meistern das erste etwas bewegtere Wasser. Nichts Bedrohliches - nur so, dass man ein bisschen aufpassen muss und es eigentlich richtig Spaß macht. Oops - und da zappelt es auch schon wieder an der Angelleine! Jetzt klappt&#039;s auch aus dem Kanu heraus. Es ist heiß geworden. Der Fahrtwind auf dem Fluss tut gut. Wir sind immer noch ganz allein. Sehen herrliche Landschaften am Ufer. An einer Insel beschließen wir spontan anzuhalten. Fisch schmeckt doch immer noch am besten, wenn er ganz frisch ist. Und zum Dinner werden wir ja dann wohl später noch ein paar Fische fangen. Schnell etwas Treibholz gesucht, ein Feuer gemacht und die gusseiserne Pfanne drauf. Mhhh - echt lecker! Während wir noch faul in der Sonne sitzen, passieren uns die ersten Menschen. Ein Pärchen im Kanu und sie legen sich mächtig in die Riemen. Haben kaum Zeit zu uns rüberzuwinken, was ja eigentlich ein ungeschriebenes Gesetz auf dem Fluss ist. Naja, wer weiß, wo die heute noch hin müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade zurück auf dem Fluss zwingt uns ein schnell heranziehendes Gewitter zurück ans Ufer. Doch so schnell, wie es gekommen ist, ist es schon überstanden und wir paddeln weiter. Also, so richtig aktiv sind wir eigentlich nicht. Es ist einfach zu schön. Gerade diese Stimmung nach dem Gewitter. Die Luft ist frisch - wenn sie überhaupt frischer als vorher sein kann - und alles sieht so satt aus. Satt grün die Bewaldung am Ufer und satt türkis-blau das Flusswasser. Das ist übrigens lecker! Die erste Pausenbierdose wurde direkt zum Schöpfbecher umfunktioniert. Haben wir Durst, tauchen wir die Dose neben dem Kanu ins Wasser und trinken das Wasser direkt aus dem Fluss. Definitiv besser als Flaschenwasser.&lt;br /&gt;Unterwegs springen uns die nächsten vier Polaräschen ins Kanu. Dann neue Regenwolken. Mit den ersten Tropfen beschließen wir, am Ufer ein Camp zu suchen. Auf unserer Flusskarte sehen wir eine Stelle, die handschriftlich mit &quot;good camp&quot; markiert ist. Hier landen wir an - und sind überrascht. Es handelt sich um ein grob eingerichtetes Camp. Die Kanadier nennen das &quot;semi-developed&quot;. Es gibt zwei Toilettenhäuschen und man kann Feuerstellen erkennen - teilweise sogar richtige Eisenringe mit Rost. Und Campingtische! Das ist echter Komfort in der Wildnis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es sieht nach stärkerem Regen aus. Schnell bauen wir die Zelte auf, bevor es losprasselt. Aber es hört genau so auf, dass wir noch in den geliebten Camp-Rhythmus kommen: Feuer an, Pfanne drauf und Butter bei die Fische - im wahrsten Sinne des Wortes. Lecker. Sogar die Sonne kommt noch kurz heraus, so dass wir noch schnell alles Nasse in die Zweige der umstehenden Bäume hängen. Ein schöner Abend. Doch irgendwann fordern der lange Tag, die frische Luft und die Sonne ihren Tribut und wir kriechen erschöpft in unsere Zelte. Ach, auch mal wieder schön, so eine Nacht im Zelt. Mit dem Gurgeln des Flusses und all den Geräuschen. Irgendwo auch ein leises Grollen. Gewitter? Nein, wohl bloß der Rest von vorhin. Denke ich noch so und schlafe ein. Von wegen! Ordentlich gescheppert hat es in der Nacht. Mächtig hat es nachts auf die Zeltplane geprasselt. An Schlaf war da kaum zu denken. Eine interessante Erfahrung, denn trotz Gewitter war es auch mitten in der Nacht so hell, dass man durch die Zeltplane noch Umrisse wie die sich biegenden Zweige erkennen konnte. Aber das Zelt hat dichtgehalten. Draußen ist alles nass. Aber die Sonne scheint, das gute Wetter ist zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich pelle mich aus meinem Zelt und blicke mich um. Im Augenwinkel registriere ich eine Bewegung. Weiter hinten im lichten Wald. Langsam pirsche ich mich die etwa hundert Meter heran und staune nicht schlecht. Eine Elchkuh ist uns besuchen gekommen. Friedlich grast sie zwischen den Toilettenhäuschen. Friedlich? Nicht wirklich, sie scheint nervös, aber ich scheine nicht der Grund zu sein. Ständig klappt sie die Ohren in die mir entgegengesetzte Richtung. Und dann höre auch ich ein Ästeknacken aus dieser Richtung. Aber ich kann nichts sehen. Habe natürlich längst die Kamera gezückt. Das Tier posiert prächtig für mich. Finde auch die Einstellung mit den Toilettenhäuschen witzig. Markus steht inzwischen auch mit der Kamera neben mir. Die Elchkuh ist derweil ein Stück gewandert und wir erkennen den Grund ihrer Nervosität: Sie führt ein Jungtier. Das war so gut in der halbhohen Busch- und Strauchvegetation des lichten Waldes versteckt gewesen, dass es mir zunächst gar nicht aufgefallen ist. Hmmm, hätte ich das gewusst, wäre ich wohl nicht so nah herangegangen. Es gibt eigentlich in der kanadischen Wildnis nicht viel, vor dem ich mehr Respekt habe, als vor eine Elchkuh mit Kalb! Naja, ist ja alles gut gegangen. Wir lassen den Elch in Ruhe und gehen zurück zum Camp. Um alles, was nachts draußen nass geworden ist, in die wärmenden Sonnenstrahlen zu hängen. Und natürlich, um das Campfeuer anzuzünden und ein zünftiges Kanutenfrühstück zu zaubern. Bacon and Eggs. Yummie!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Voller Tatendrang bauen wir das Camp ab. Alles ist wieder trocken. Auch die Zelte können wir trocken wieder einpacken. Jeder Camper weiß, wie viel das wert ist! Das Feuer ist aus und das Kanu ist gepackt. Leichte Änderungen haben wir bei der Gewichtsverteilung vorgenommen - jetzt sollte unser Boot noch besser (gerader) im Wasser liegen. Es kann zeitig losgehen - super. Andererseits, zeitig wofür? Uns ist es doch völlig egal, wie weit wir heute kommen. Wir haben überhaupt keinen Zeitdruck. Halten dort, wo es uns Spaß macht, um uns an Land umzusehen oder an der ein oder anderen vielversprechenden Stelle ein bisschen zu angeln. Wirklich nur ein bisschen, denn auch heute springen uns die Fische wieder ins Kanu.&lt;br /&gt;Irgendwann passieren wir den Zufluss des Teslin River. Der Yukon wird breiter und das Wasser scheint nicht mehr ganz so klar zu sein. Eine gute Landmarke, finden wir, um zur &quot;Mittagspause&quot; an Land zu gehen. Wir haben Geschmack gefunden an den ganz fangfrischen Polaräschen! Es ist halb sieben abends. So ist das halt. Herrlich, im Grunde. Was kümmert uns hier die Zeit? Ein endlos langer und schöner Tag auf dem Yukon River. Das Zeitgefühl ist uns nun völlig abhanden gekommen. Schon lange hätten wir uns ein Camp am Ufer suchen sollen. Aber wir haben einfach noch keine Lust. Es ist viel zu schön. Inzwischen bin ich überzeugt, dass wir mit dem Juni absolut den richtigen Monat für diese Kanutour gewählt haben. Die Mitternachtssonne als Phänomen ist ohnehin einmalig. Aber die Flexibilität, für die sie auf so einer Wildnistour sorgt, ist einfach nur fantastisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir paddeln eigentlich schon lange nicht mehr. Lassen uns nur treiben und genießen die Szenerie. Sie zieht an einem vorbei wie auf einer unendlichen Kinoleinwand. Man kann den Blick nicht abwenden. Man muss auch gar nicht reden. Gut, das könnte auch so ein &quot;Männerding&quot; sein. Einfach nur schauen und genießen. Und sich immer wieder klarmachen, dass man es selbst ist, der gerade diesen Wildnistraum erlebt. Das ist kein Bildschirm! Im Grunde bräuchte dieser Tag eigentlich gar nicht zu enden. Doch so langsam dringt die Vernunft in unser Bewusstsein - wir sollten nach einem Camp Ausschau halten. Wir scannen das Ufer rechts und links - man hat ja inzwischen Ansprüche an seinen Lagerplatz. Ein bisschen Schutz durch Bäume wäre gut, aber keine zu dichte Bewaldung. Schön weicher Boden, aber nicht zu hohes Gras. Angenehm und sicher erhöht für eine gute Sicht und um sicher vor steigendem Wasser zu sein. Aber keine zu steile Böschung, um die schweren Kisten nicht zu weit schleppen zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Suche nach dem perfekten Lagerplatz fällt uns eine kleine, nicht einsehbare Bucht auf. Anlegemanöver. Idealerweise versucht man, in den &quot;Eddy&quot; - den Rückstau - hinein und damit aus der Strömung heraus zu gelangen. Das Kanu gedreht und ein paar Meter zurückgepaddelt und hinein in die Bucht. Überraschung! Der Platz wäre perfekt für ein Lager, aber er ist schon belegt. Von Anita und Andi aus der Schweiz, die mit ihrem Sohn Florian hier vor Anker gegangen sind. Und dies mit einer beeindruckenden Floßkonstruktion! In Whitehorse haben sie drei alte Kanus mit Balken verbunden und eine einfache Segelkonstruktion aus Planen aufgesetzt. Damit sind sie dann über den Lake Laberge gesegelt und haben sich dann vom Yukon hierher treiben lassen. Eine sichere Anlegestelle vor einem ehemaligen Waldbrandgebiet. Um ihr Floß fertigzustellen, haben sie 140 verkohlte Baumstämme aus dem Wald gezogen und einzeln abgeschält. Sie wollten keine lebenden Bäume schlagen. Ihr Ziel ist Dawson City - vier Wochen haben sie sich für dieses Abenteuer gegeben. Ich find&#039;s super! Man trifft schon echte Typen hier oben im Norden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir unterhalten uns noch ein bisschen und paddeln dann weiter. Irgendwie haben wir immer noch Lust auf den Fluss. Es ist nach zehn und wir beschließen, dass es auch völlig ausreicht, wenn wir um Mitternacht anlegen. Und so kommt es dann auch. In einem weiteren, älteren Waldbrandgebiet mit bereits nachgewachsener Vegetation - echtem Buschland - gefällt uns das weite, lange Ufer einer Flusskurve. Guter Platz für die Zelte. Jede Menge Treibholz. Ran ans Ufer. Erst die Zelte, dann das Feuer, dann die Fische. Dann das Bierchen. Feierabend am Yukon River. Es ist ein Uhr nachts - und taghell.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die lange Nacht auf dem Fluss fordert ihren Schlaftribut. Ohne etwas abgesprochen zu haben, schlafen Markus und ich heute bis kurz nach acht. Ewig lang für die Wildnis! Über Nacht sind die Temperaturen mächtig runtergegangen - bis zwei Grad hat Markus gemessen - so dass man auch endlich mal wirklich gut im Schlafsack schlafen konnte. Jetzt ist es wieder warm. Angenehm träge sitzen wir auf unseren Kisten und blicken über den Fluss. Frühstücken - gute Idee. Ach, unsere Steaks! Seit zwei Tagen essen wir ja nur Fisch. Ganz unten am kühlen Kanuboden hatten wir das Fleisch in unserer Provianttonne gelagert. Aber weg müssen die Steaks so langsam schon. Also, heute Steak and Eggs. Wir werden ja praktisch gezwungen - und wehren uns nicht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber vorher nun endlich mal ins Wasser. Das seichte Uferwasser hat kaum Strömung. Perfekt, um einmal unterzutauchen. Wir beide natürlich. Nacheinander. Ist quasi ein altes Ritual zwischen uns. Egal wie kalt das Wasser ist - immer wenigstens einmal rein. Am besten man ist der Erste. Sich auf jeden Fall keine Blöße geben. Heute mache ich das Rennen. Und es ist kalt! Bitterkalt. Es bleibt beim bloßen Untertauchen, aber man fühlt sich natürlich herrlich, wenn man rauskommt. Es ist sowieso ein toller Morgen. Man glaubt kaum, wie heiß es jetzt schon wieder ist. Mit bloßem Oberkörper packen wir die Ausrüstung zusammen und planen schon den nächsten Sprung ins kühle Nass. Das abgeschnittene Fett von unseren Rib Eyes verbrennen wir ordnungsgemäß im Campfeuer. Wie es sich gehört. Keine wilden Tiere sollen lernen, dass es an den Menschencamps Leckeres zu finden gibt. Vor allem keine Bären. So liegen wir also gerade in den letzten Zügen unseres Campabbaus, als unsere neuen Schweizer Freunde mit ihrem Floß an uns vorbeigleiten. Großes Hallo über den Fluss hinweg. Hammer, denke ich. Sowas will ich auch noch mal machen. Mit meinen Kindern. Wieder ein neuer Plan. Ist doch wirklich gut, dass die nie ausgehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute wollen wir nur ein kurzes Stück auf dem Fluss hinter uns bringen und die Sonne und den strahlend blauen Himmel an einem schönen, noch zu entdeckenden Strand genießen. Der Yukon wird langsam immer breiter. Es wird immer schwieriger, die Polaräschen zu finden und für unser Mittagessen zu sorgen. Aber wir haben inzwischen Übung. Wir finden den ein oder anderen vielversprechenden Eddy, und immer noch oft genug zappelt es an unseren Angelleinen. Als wir Ausschau nach einer geeigneten Pausenstelle halten, fällt uns eine große Kiesbank auf. Der Hauptstrom fließt links vorbei und nur ein kleiner Seitenarm rechts. Das gefällt uns, zumal das Wasser nach rechts flacher wird und sehr einladend aussieht. Also, angelandet und ab ins Wasser. Klar, splitterfasernackt. Warum auch nicht? Hier ist doch kein Mensch! Das Wasser ist immer noch mächtig kalt, aber das empfinden wir heute als richtig angenehm, so heiß ist es inzwischen. Ein Super-Platz für unser mittägliches Lagerfeuer. Es gibt jede Menge Treibholz und dennoch droht auf der weiten Kiesfläche keine Gefahr, dass ein Feuer um sich greift. Fish Fry, einmal mehr. Aber auch davon können wir nicht genug bekommen. Einigermaßen faul sitzen wir an einen Treibholzbaumstamm gelehnt auf unserer Sandbank und lassen die Umgebung auf uns wirken. Echt schön. Das geübte Auge erspäht sofort potenzielle Zeltplätze. Warum eigentlich nicht? Genau, wir fahren gar nicht mehr weiter. Wir bleiben einfach hier. Uns treibt doch keiner!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich den letzten Zelthering eingeschlagen habe, schweift mein Blick hinüber zu der Uferstelle, an der ich gleich zum zweiten Mal ins kühle Nass springen will. Aber was ist das? Erkenntnis und Adrenalin schießen mir fast gleichzeitig ins Hirn. Mein Blick wird erwidert. Von einem ausgewachsenen Schwarzbären! Das mächtige Tier steht auf der anderen Flussseite. Bachseite muss man ja eigentlich eher sagen, denn das uns trennende Wasser ist ja nur etwa 15 Meter breit und lediglich knietief. Instinktiv scanne ich Standrichtung, Bewegungen und Mimik des Bären. Noch bevor ich Markus Bescheid sage, bin ich mir sicher, dass es der Plan des kapitalen Bären war, an dieser furtähnlichen Stelle ein Bad zu nehmen und hinüber auf die Sandbank zu kommen, um diese nach Nahrung abzusuchen. Ist wahrscheinlich seine Tagesroutine. Und nun stehen wir mitten im Weg. Ich rufe zu Markus herüber: &quot;Ein Schwarzbär - dort drüben. Pass auf - er überlegt, ob er rüberkommt.&quot; Markus dreht sich um, sieht den großen Bären sofort und ruft zurück: &quot;Ja, sieht so aus!&quot; Tja, und wie es dann immer so kommt: Sollte der Bär während des ersten Blickkontaktes mit mir noch überlegt haben, ob es sich um ein akzeptables Risiko handelt, ist der zweite Mensch und die einsetzende Kommunikation dann zu viel für ihn und er entschließt sich zum Rückzug. So schnell bekommen wir gar nicht die Kameras gezückt. Als ich meine in der Hand halte, ist von dem Bären nichts mehr zu sehen. Eine gute Minute später sehe ich ihn nochmal kurz höher am bewaldeten Berghang. Kein gutes Foto, aber ein Beweisbild!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na, bitte! Da haben wir doch unseren Bären auch auf dieser Tour gesehen. Check! Und auch ansonsten wird es ein herrlicher Nachmittag und Abend. Es wird nicht dunkel, aber die Sonne brennt nicht mehr so stark und am knisternden Lagerfeuer kommt heute noch einmal so richtiges Wildnis-Feeling auf. Noch mehr als sonst. Liegt vielleicht an unserem Lagerplatz. Die Sandbank erlaubt einen weiten Blick in alle Richtungen. Wo man hinschaut, man sieht nur Wildnis. Wasser, Wald und die einsame Insel. Traumhaft. Und dennoch geht es heute früh ins Zelt. Morgen möchten wir ganz früh los. Und wir merken, dass wir heute etwas zu viel Sonne abbekommen haben. Fühle mich leicht beduselt. Also, raus aus der Sonne, rein ins Zelt und ausruhen. Schlafen.&lt;br /&gt;Der Plan geht auf. Ganz früh morgens sind wir schon auf den Beinen und bauen unsere Zelte ab. Wir sind begeistert, dass es über Nacht praktisch keine Feuchtigkeit gegeben hat. Die Zelte können auch so früh schon trocken eingepackt werden! Dann ein Traummorgen auf dem Yukon River. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser letzter voller Tag auf dem Fluss. Morgen wollen wir in Carmacks ausbooten. Also heute noch einmal in vollen Zügen genießen. Der frühe Start beschert uns tatsächlich einige schöne Tiersichtungen. Adler, Biber und natürlich die Fische, die auch heute schon bald wieder an unserer Angelleine zappeln. Der Fluss ist inzwischen so breit, dass man die Fischgründe nun richtig suchen muss. In der Flussmitte macht es überhaupt keinen Sinn mehr. Und noch eine Änderung: Abgesehen von den ganz frühen Morgenstunden sind wir heute auf dem Fluss nicht mehr ganz allein. Immer mal wieder sehen wir andere Kanuten. Drei, vier - über es fällt uns auf nach der Einsamkeit der Vortage. Zeit für unsere mittägliche Fischpfanne. Heute bringen wir ernst zu nehmenden Appetit mit, schließlich sind wir schon lange unterwegs. Aber kein Problem, wir haben gut gefangen. Schon fällt uns die nächste kleine Insel auf. Wieder jede Menge Treibholz und weite Kiesflächen für ein risikofreies Campfeuer. Markus hat das Zubereiten der Fische inzwischen perfektioniert. Sie gelingen nun immer so, dass man sie auch getrost in einem Feinschmeckerrestaurant servieren könnte. Ja, wir leben hier nicht so schlecht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter auf dem inzwischen mächtigen Strom. So langsam dämmert uns, dass wir den schönsten Teil des Flusses hinter uns haben. Wenn man jetzt so in der Flussmitte dahintreibt, kann man sich zwar immer noch an der Wildnis rechts und links begeistern, aber so richtig Abwechslung in der Landschaft gibt es nicht mehr. Gegen Abend checken wir den ein oder anderen Lagerplatz. Es wird immer schwieriger, die Eddies gut zu erwischen. Die Strömung des Yukon ist inzwischen sehr stark. Einige Lagerplätze beeindrucken uns. Aus Stämmen und Ästen sind hier teilweise kunstvolle Einrichtungen gezimmert. Tische, Bänke, Arbeitsflächen. Und einige Camps scheinen sogar recht groß. Aber so richtig ist für uns nichts dabei. Das liegt aber wohl eher daran, dass wir uns noch nicht so richtig entschieden haben, ob wir die letzte Nacht in der Wildnis genießen oder doch schon bis Carmacks durchpaddeln wollen. Erst tendieren wir zur Wildnis. Aber dann finden wir auch die Idee verlockend, uns heute Abend schon einen Burger servieren zu lassen. Irgendwann nennen wir das Kind dann beim Namen: Auf nach Carmacks. Burger, gezapftes Bier und morgen früh ausreichend Zeit, um in Ruhe zusammenzupacken. Wir beschließen, uns ein letztes Mal in der Mitternachtssonne treiben zu lassen. Mittels Karte und Fließgeschwindigkeit haben wir errechnet, dass wir wohl gegen Mitternacht in Carmacks ankommen sollten. Picknick auf dem Fluss, das ist unser Plan. Jeder hat sein Taschenmesser gezückt und aus unserer Provianttonne haben wir herausgekramt, was noch zu finden war. Ein Brot, Wurst und Käse. Perfekt für eine Brotzeit im Kanu. Wir lassen uns treiben, genießen Landschaft und Brotzeit und trinken unser letztes Bier. Was für ein perfekter Abend! Was für ein herrlicher Abschluss dieser Tour! Drei Stunden noch bis Carmacks.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Der herrliche Abendhimmel verdunkelt sich. Erst langsam. So, dass man sich selbst noch mit den üblichen Durchhalteparolen Mut macht. &quot;Das zieht vorüber.&quot; oder &quot;Vielleicht haben wir Glück und tauchen genau drunter her.&quot; Doch dann fallen die ersten Tropfen. Kurz darauf gesellt sich ein auffrischender Wind dazu. Weit vor uns sehen wir eine Sandbank in einer Flusskurve. Vielleicht doch dort noch einmal das Camp aufschlagen? Macht wahrscheinlich Sinn. Doch als wir dort sind, sehen wir, dass der Platz schon von den Kanuten belegt ist, die uns vorher überholt haben. Also weiter. Der Wind wird stärker. Wir peilen eine Stelle an der rechten Uferseite an. Hier soll es laut Karte eine gute Campstelle geben. Wir finden sie und schaffen auch eine vorzeigbare Landung am Ufer trotz starker Strömung. Doch irgendwie gefällt uns auch diese Stelle nicht. Zu vermückt und weit oben auf der Böschung. Also weiter. Ein Fehler. Der Regen wird stärker und der Wind peitscht nun über den Fluss. Der Yukon ist hier riesig, und richtig windanfällig. Es wird sturmartig und die Wellen laufen schräg gegen das Kanu - ungünstig. Früher hätte man sich wahrscheinlich noch zu einer Dummheit hinreißen lassen, aber heute im fortgeschrittenen Alter ist uns sofort klar: Feierabend. Kein Risiko. Direkt ran ans Ufer, Kanu sichern und Camp aufschlagen, egal, ob die Stelle gut ist oder nicht. Und so kommt es, dass wir an einem fast identischen Steilufer wie vorher anlanden und doch alles die Böschung hochwuchten müssen. Es plästert nun richtig. Zu stark, um die Zelte aufzubauen. Wir suchen Schutz unter den größten Bäumen und nutzen das erste leichte Nachlassen des Regens. Zelt aufgebaut, alles rein. Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Regen prasselt aufs Zelt und es ist zum ersten Mal ansatzweise dunkel. Als ich dann im Schlafsack liege, denke ich: Gut so. Richtige Entscheidung. Kein Risiko. Dann lieber morgen früh noch ein bisschen paddeln und das ein oder andere nass einpacken. Definitiv das kleinere Übel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sturm hat sich gelegt. Wir sind wieder entspannt. Auch wenn wir die Zelte nass einpacken müssen. Weit ist es nicht mehr bis Carmacks. Vielleicht noch zwei Stunden. Unterwegs sehen wir unsere Schweizer Flößer wieder. Sie liegen noch vor Anker und scheinen noch zu schlafen. Drum lassen wir uns ohne großes Rufen vorbei treiben. Carmacks kommt immer näher. Ich stelle fest, dass ich auf dem Handy ab und zu schon wieder Empfang habe. Das ist gut, denn so können wir unseren Freund Karsten anrufen und unsere geplante Ankunft bestätigen. Er kommt dann aus Whitehorse hoch, um uns samt Kanu aufzusammeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während wir uns die letzten Flusskilometer treiben lassen, lassen wir dieses Kanuabenteuer noch einmal Revue passieren. Wir waren auf der Suche nach dem perfekten Wochenpackage auf dem Yukon River - und wir haben es gefunden. Da sind wir uns einig. Eine Nacht in Whitehorse zum Ankommen und organisieren, dann der Flug über den Lake Laberge und das Einbooten am Ausfluss des Yukon. Dann satte fünf Tage für den Fluss, um sich Zeit zu lassen, wo immer man will. Und eine Abschlussnacht wahlweise auf dem Campground oder im Hotel in Carmacks. Zum duschen, sortieren und packen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so endet unser Abenteuer in Carmacks. Wir sparen uns die eigentlich vorgesehene Übernachtung, da wir uns abends in Whitehorse mit Freunden treffen wollen. Jetzt scheint aber erst einmal wieder die Sonne und wir haben Gelegenheit, alles noch einmal zum Trocknen auszubreiten und auch die Zelte noch einmal in der Sonne aufzustellen. Wir trocknen, packen und organisieren uns. Und ein stattliches Pulled-Pork-Sandwich holen wir uns an der Burgerbude des Campgrounds natürlich auch noch. Und dann kommt Karsten und es geht mit dem Van und dem Kanu auf dem Dach zurück nach Whitehorse.&lt;br /&gt;Was für ein Wildnisabenteuer! Wie aus dem Bildband. Das wiederhole ich bald. Und zwar genau so. Genau diese Etappe. Vom Ende des Lake Laberge bis Carmacks. Für mich ist der Beweis erbracht. Wir haben die Rosine im Yukon gefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;</description>
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                <title>Polarbärenguide in Churchill 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Polarbaerenguide-in-Churchill.html</link>
                <pubDate>Thu, 11 Apr 2019 03:02:06 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/duval_kelsey-eliasson_nanuq.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;b&gt;DER POLARBÄRENGUIDE&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;An der Hudson Bay, in der wilden Tundra von Manitoba, liegt unweit der Ortschaft Churchill die kleine Siedlung Camp Nanuq. Hier leben nur eine Handvoll Leute. Die meisten davon, sagt Kelsey Eliasson, &quot;sind ziemlich schräg drauf&quot;. &lt;br /&gt;Text und Fotos: Birgit-Cathrin Duval&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Als Kelsey Eliasson nach Hause kommt, sieht die Küche aus wie nach einem Bombenangriff. Zerbrochenes Geschirr, zersplitterte Schranktüren, die Vorratskammer verwüstet. Nur die Tasse auf dem Tisch ist unversehrt, als hätte sich der Eindringling einen Kaffee gegönnt. Die Hütte war gut gesichert, Türen und Fenster mit Nagelbrettern verriegelt. Genutzt hat es nichts. &quot;Wenn sie reinwollen, dann schaffen sie es auch&quot;, sagt Kelsey. &quot;Dieser Polarbär hat einfach das Brett abgerissen und ist durchs Fenster reinspaziert.&quot; &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Auge in Auge&lt;/b&gt; &lt;i&gt;mit den Königen der Arktis&lt;/b&gt;&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kelsey bekommt öfter Besuch. Die weißen Riesen, Ursus Maritimus, sind die größten und gefährlichsten Landraubtiere der Welt. Da schaut man schon mal um die Ecke, bevor man aus dem Haus geht. Besonders, wenn man in Camp Nanuq lebt, einer kleinen Siedlung aus Holzhütten, rund 20 Kilometer außerhalb der Ortschaft Churchill. Die nennt sich stolz Eisbärenhauptstadt und zieht jedes Jahr ab Oktober die Bärenbeobachter in den hohen Norden Manitobas. Während der Eisbärensaison von Oktober bis November sind alle Hotels und Unterkünfte ausgebucht. In Camp Nanuq leben nur eine Handvoll Leute. Die meisten davon, sagt Kelsey &quot;sind ziemlich schräg drauf&quot;.&lt;br /&gt;Kelsey, Mitte 40, stammt aus Riverton in Süd-Manitoba. Ein kleiner Ort, gegründet von isländischen Auswanderern. Auf seine Wikinger-Vorfahren ist Kelsey stolz. Irgendwann hatte er die Prärie satt und zog gen Norden. In Churchill heuerte er als Fahrer eines Tundra Buggy an. Das ist das gepanzerte Fahrzeug, das die Touristen zum Fotografieren hinaus zu den Polarbären bringt. Und Kelsey wusste sofort, dass er ab sofort hier leben wollte - Auge in Auge mit den Königen der Arktis. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zehn Jahren am Steuer des Tundra Buggy startete Kelsey sein eigenes Unternehmen. Er spezialisierte sich auf die Begleitung von Filmteams, die er ganz nahe an die Tiere führte. Zu Fuß, ohne den Schutz eines Tundra Buggy. Der Vorteil: Statt von oben herab können die Tiere in Augenhöhe fotografiert und gefilmt werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und er begann zu lesen. So ziemlich alles, was je zum Thema Polarbären geschrieben wurde. Kelseys Wissensschatz über die Tundra ist enorm. Und darüber schreibt er während der Polarbärensaison. Täglich - in seinem &quot;Polar Bear Alley&quot;-Blog. Dort gibt es aktuelle News über Churchills Bären und informative Beiträge über das Verhalten der Tiere, das Wetter und die Natur. Halt über die Dinge, mit denen sich Kelsey seit Jahren beschäftigt. Mit &quot;Polar Bears of Churchill&quot; hat er inzwischen auch ein kleines Büchlein geschrieben, das gerade Touristen interessante Infos über Churchill und seine Bären vermittelt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie fast jeder in Churchill ist der bärtige Kelsey mit seinen langen Haaren ein Lebens- oder Überlebenskünstler. Nach dem Arktissommer gilt es den harschen Temperaturen zu trotzen und dabei irgendwie auch seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ein paar Jahre versuchte Kelsey sich als Herausgeber von Churchills erster Zeitung, der &quot;Hudson Bay Post&quot;. Der passende Untertitel der Zeitung: &quot;Churchill&#039;s monthly newspaper, published occasionally&quot;. Doch wegen finanzieller Engpässe musste dieses Projekt weitestgehend aufgegeben werden. Hin und wieder gelingt es ihm jedoch, eine Ausgabe zu finanzieren. Mehr Geld verdient Kelsey neben seinen diversen Jobs als Tourguide mit der Malerei. Seine Polarbären-Acrylbilder sind inzwischen sehr gefragt und werden von Churchill landesweit an ihre neuen Besitzer verschickt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit ich mir ein Bild von seinem Leben machen kann, holt mich Kelsey in Churchill ab. Mit dem Pickup-Truck rumpeln wir über den zugefrorenen See zu seiner Hütte in Camp Nanuq. Hier werden wir freudig begrüßt. Kelseys Hunde &quot;Moonunit&quot; und &quot;Milo&quot;, ein Husky und ein Husky-Mix, springen vor der Hütte auf und ab. &quot;Das ist der beste Bärenschutz&quot;, sagt Kelsey. Milo hat er darauf abgerichtet, Polarbären zu vertreiben. &quot;Früher lag die Schrotflinte immer neben dem Bett&quot;, erzählt Kelsey. Einmal hat er einem Eisbären in die Tatze geschossen. &quot;Der war drauf und dran, die Hütte dem Erdboden gleichzumachen.&quot; Heute besteht sein Bärenschutz aus einer alten Couch und einem Stapel Holz vor der Hütte. Geschossen hat er damals aus Unsicherheit. Soweit würde er es heute nicht mehr kommen lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kelsey holt Wasser aus einem Eisloch und kocht uns einen Kaffee. Fließendes Wasser gibt es in Camp Nanuq nicht. Strom ist vorhanden. Sogar Internet gibt es. &quot;Aus dem ungesicherten WLAN des Nachbarn&quot;, grinst Kelsey. Er lebt hier mit seiner Freundin Karine, die ebenfalls als Guide arbeitet und sich als Polarbären-Fotografin einen Namen gemacht hat. Dank Kelsey kommt sie näher als jeder andere an die Bären heran. So entstehen faszinierende Aufnahmen, die bereits von namhaften Magazinen wie National Geographic veröffentlicht wurden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch Karine weiß eine Bären-Story aus Camp Nanuq zu erzählen. Sie war in der Küche, als am Fenster plötzlich ein Schatten auftauchte. Sie dachte, es sei Kelsey, der neugierig ins Fenster schaut, was es wohl zu Essen gibt. Doch statt Kelseys bärtigem Gesicht starrten sie zwei schwarze Bärenaugen an. Karine schrie auf und ließ den Löffel fallen. Kelsey griff im Nebenraum sofort zur Schrotflinte, um draußen in die Luft zu schießen. So werden zu neugierige Bären in Camp Nanuq vertrieben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob ihre Hütte in diesem Winter von einem ungebetenen Gast heimgesucht wurde, werden die beiden erst im nächsten Sommer erfahren. Nach der Polarbärensaison ziehen Kelsey und Karine mit ihren inzwischen drei Hunden nach Whitehorse in den Yukon, ihrer zweiten Heimat. &quot;Dort ist der Winter wärmer&quot;, schmunzelt Kelsey. Doch zum Sommer, wenn sich die ersten Polarbären wieder an der Hudson Bay sammeln, kehren Karine und Kelsey zurück. Zu ihrer Hütte in Camp Nanuq.</description>
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                <title>Polarbären an der Hudson Bay 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Polarbaeren-an-der-Hudson-Bay.html</link>
                <pubDate>Thu, 11 Apr 2019 03:02:06 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/srl_polar-bear_3-r.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Die besondere Reise&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;SOMMERBÄREN&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Juli 2014 im SK-Blockhaus in Senden. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartete, als mich Rainer in sein Büro rief. &lt;br /&gt;&quot;Kannst Du für mich einspringen und in zwei Wochen nach Kanada fliegen? Es geht zu den Polarbären und Belugas an die Hudson Bay.&quot; Sprachlos stand ich da. Und nickte.  &lt;br /&gt;Text &amp; Fotos: Thomas Reichert&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Bären am Airport. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Nee, ist klar...&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Genehmigung meiner Chefin zu Hause war zum Glück reine Formsache. Und zwei Wochen später stehe ich am Airport in Winnipeg, Manitoba. Recht unausgeschlafen, denn um 6:50 Uhr geht mein Flieger mit Calm Air nach Churchill, wo angeblich die Sommerbären und Belugas auf mich warten. Auf nach Norden zur Hudson Bay! Auf dem Flug sehe ich endlose Seen- und Waldgebiete unter uns, bis der Wald allmählich verschwindet und einer unwirklich anmutenden Tundra-Landschaft weicht. In Churchill erwartet uns bereits ein alter Schulbus - der Shuttle der Lazy Bear Lodge. Freundlich begrüßt uns Colin, der Fahrer, mit einem Gewehr in der Hand. Ein Gewehr? Am Flughafen? Amerikanische Gesetzeshüter bekämen allein bei der Vorstellung Schnappatmung. &quot;Nur zu unserer Sicherheit&quot;, sagt Colin, der wohl meine verwunderten Blicke bemerkt hat. &quot;Gestern waren einige Bären in der Nähe des Airports.&quot; Ich muss schmunzeln. Bären am Airport - nee, ist klar... Ob dem guten Colin wohl die Mitternachtssonne zu lange auf den Kopf geschienen hat? &lt;br /&gt;Nach dem Check-in in die urige und überaus gemütliche Lazy Bear Lodge erkunden wir den Ort. So viel ist da ja nicht. Das Eskimo Museum gefällt mir. Es ist wirklich informativ, aber natürlich durchaus überschaubar. Julia, unsere Reisebegleitung von Travel Manitoba, erklärt uns den Ablauf der nächsten Tage und gibt uns viele interessante Informationen mit auf den Weg. Meine Erwar­tun­gen sind hoch und wachsen stündlich weiter. Und fast un­­wei­gerlich drehe ich mich nun öfter um. Es sollen ja immer Bären in der Nähe sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch weit und breit kein Bär. Mit dem Motorboot fahren wir abends noch über den Churchill River zum vorgelagerten Eskimo Point und besuchen das Prince of Wales Fort. Empfehlenswert - echt informativ. Aber immer noch kein Bär. Ob es wohl meine Kommentare sind, die Julia veranlassen, uns am Ende des Tages mindestens einen Polarbären für den Folgetag zu versprechen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen geht&#039;s in den Knast. Der Bus bringt uns hinaus zum berühmten Polarbärengefängnis von Churchill. Auch hier hat unser Guide immer sein Gewehr griffbereit. Sehr beeindruckend - allein der Gedanke, ein &quot;Gefängnis&quot; zu benötigen für Polarbären, die dem Ort zu nahe gekommen sind. Gefängnis passt natürlich nicht - eher Wartebereich. Es wird gezählt, registriert und der Gesundheitszustand dokumentiert - und dann gibt es für die weißen Riesen wieder den Shuttle zurück in die Wildnis. In der Regel. Es gibt leider auch Ausnahmen, wenn die Bären schon zu oft hier waren. Mich faszinieren die Lebendfallen, die man hier bewundern kann. Ein Rohr mit Falltür, deren Schließmechanismus der Bär beim Ergreifen des Köders am anderen Ende betätigt. Im Prinzip wie eine Lebendfalle für Mäuse - nur in XXL.&lt;br /&gt;Die Tundra ist gewaltig. Wir bewundern Sie von einem Aussichtspunkt vor dem Ort. Plötzlich fallen mir hunderte Schaumkronen auf dem Wasser auf. Komisch, es ist doch windstill - woher kommen die Wellen? Ich frage unseren Guide und sorge unfreiwillig für einen Lacher. Die Wellenkämme sind gar keine, sondern Belugas! &quot;So viele?&quot;, frage ich ungläubig und lasse den Blick abermals über die Wasseroberfläche schweifen. Unglaublich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die kommenden Tage stehen ganz im Zeichen der weißen Wale. Mein Highlight: in Neopren-Anzügen mit den Walen schnorcheln! Die Methode ist ganz einfach: Wir lassen uns gut 90 Minuten an einem Seil durch das drei Grad kalte Wasser ziehen. Immer wieder begleiten uns große Schulen dieser faszinierenden und kommunikativen Tiere. Nichts als Begeisterungs- und Verzückungsbekundungen um mich herum. Ich kann mein Glück nicht fassen. Unser Guide gibt zu, dass die Begegnung mit den weißen Walen auch nach vielen Jahren im Job bei ihm immer noch eine Gänsehaut hervorruft. Ich weiß sofort, was er meint. Und ja, ein wenig beneide ich ihn schon um diesen einmaligen Job am Polarkreis. Ach so, nur fürs Protokoll: Habe immer noch keinen Bären gesehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An den folgenden Tagen sind die Wale unsere ständigen Begleiter, ob wir zu Fuß, mit dem Kayak oder dem Motorboot unterwegs sind. So auch am Abend des dritten Tages, als wir im traumhaften Abendlicht noch einmal mit dem Motorboot um den Eskimo Point herumschippern. Wir genießen das Licht und die Belugas. Plötzlich tauchen zwei schneeweiße Fellköpfe vor uns auf den Felsen auf. Polarbären! Gleich zwei! Scheinbar gerade fertig mit ihrem Abkühlungsbad in der Hudson Bay. Pudelnass stehen die Bären vor uns, im warmen Rot der sinkenden Polarsonne. Julia muss mich anstoßen. &quot;Don&#039;t forget to take pictures, Thomas&quot;, lacht sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das Abenteuer am Polarkreis ist noch nicht vorbei. Mit dem Buschflugzeug geht es zur Seal River Lodge am gleichnamigen Fluss. Aus dem Flieger sehe ich wieder meine &quot;Schaumkronen&quot;. Hunderte, nein tausende Wale in der Hudson Bay. Das kann man nicht beschreiben. Das muss man mit eigenen Augen sehen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also ich glaube, die Landepiste der Seal River Lodge hätte keine fünf Meter kürzer sein dürfen. Julia lacht über mein bleiches Gesicht. Doch einmal mehr überraschen mich Sicherheit und Souveränität der kanadischen Busch­piloten. &quot;Man muss schließlich das Schild lesen können&quot;, so der trockene Piloten-Kommentar. Er meint das Schild am Ende der Landebahn: &quot;Welcome to Seal River Lodge.&quot; Mike Reimer, der Betreiber der Lodge wartet bereits mit einem ATV und Anhänger auf uns. In der Lodge begrüßt uns dann auch seine Frau Jeanne sehr herzlich. Ein imposantes Gebäude im Niemandsland, diese Seal River Lodge. Völlig autark, ohne dass man auf gewohnte Annehmlichkeiten verzichten muss. Mir gefällt der Speiseraum, in dem uns Salat mit Beeren aus der Tundra und frisch gefangener Arctic Char (Seesaibling) erwartet. Mein kulinarischer Höhepunkt auf diesem Trip. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Essen fahren wir mit dem ATV am Ufer der Hudson Bay entlang, als sich plötzlich - nur etwa 150 Meter vor uns - ein mächtiger Polarbär aus dem kniehohen Gras erhebt. Mike ist ein sehr erfahrener Guide. Schon beim Essen hat er mir erzählt, dass er gerade in solchen Situationen bislang noch nie auch nur einen Warnschuß hätte abgeben müssen. Ich geb&#039;s zu: Das beruhigte mich enorm. Langsam nähern wir uns dem Bären. Schritt für Schritt. Immer wieder müssen wir stehenbleiben. Es ist warm und der Bär scheint träge. &quot;Stören wir ihn?&quot;, flüstert Julia Mike zu. &quot;Nicht, wenn wir uns Zeit lassen und uns ganz langsam nähern. Er muss uns immer sehen und riechen können.&quot; Und tatsächlich, der Bär beachtet uns kaum. Majestätisch sitzt er schließlich nur knapp 50 Meter vor uns. Auf Augenhöhe. Vor der Kulisse der blühenden Weidenröschen. In diesem Moment sind wir einfach nur still. Sprachlos. Sogar Julia, die sonst immer etwas zu erzählen oder erklären hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht unser letzter Bär an der Hudson Bay. Im Gegenteil. Es sind ja nur noch zwei Tage, aber jetzt scheint es, als wollten sich uns die Polarbären nochmal mit aller Macht zeigen. In der Tundra, am Strand und häufig sogar schwimmend. Mein &quot;Protokoll&quot; vom ersten Tag werfe ich gedanklich weg. Ich bin mehr als zufrieden!  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Tag der Abreise drehe ich mich am Rollfeld noch einmal um zu Colin, unserem hervorragenden Driver-Guide: &quot;Don&#039;t forget your gun! There are bears around here.&quot; Colin lacht und winkt mir zum Abschied. Toller Ort, tolle Leute. Und die Natur - ach, warum soll ich überhaupt versuchen es zu beschreiben? Churchill, ich komme wieder. Ich hab&#039;s meinen weißen Freunden versprochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;https://www.youtube.com/embed/FS_hBISG02g?list=PL2E4B647E5A7FE1E6&quot; frameborder=&quot;0&quot; allowfullscreen&gt;&lt;/iframe&gt;</description>
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                <title>Eine Reise durch das Nordland 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbt13gr_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wohnmobilreise: Whitehorse - Alaska - Whitehorse&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4 Wochen mit dem Wohnmobil durch das Nordland&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2013 von SK-Kunde Gabriele Rapp&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;img alt=&quot;Flug über Grönland&quot; title=&quot;Flug über Grönland&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_1.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zu Weihnachten 2012 erhielten erhielten wir von unseren Kindern ein großartiges Fotobuch über unsere Kanada-Reise 2011 (British Columbia). Wir waren so fasziniert und schwelgten in wunderbaren Erinnerungen - die Reise war schließlich schon 1 ½ Jahre her. Sie hatte doch bleibende Eindrücke in uns hinterlassen. So entschlossen wir uns spontan: Das machen wir noch einmal! Norbert schlug Whitehorse vor. Meine Skepsis war groß. Was gibt es da oben in der Wildnis und Einsamkeit zu sehen und zu erleben? Die &quot;alten&quot; Reiseführer, die wir noch von der vorigen Reise hatten, enthielten auch die Bereiche Nordkanada und Alaska. Das Internet wurde durchforstet. Unser Entschluss stand zum Neujahrstag fest. Wir fahren nach Whitehorse, natürlich wieder mit SK Touristik (hatte doch alles bei den beiden Kanada-Reisen so hervorragend geklappt), natürlich wieder mit Fraserway (der Service ist super), natürlich wieder den Truck Camper TC 10 (er hat genau die passende Größe für uns). Zu Jahresbeginn nahmen wir mit SK Touristik Kontakt auf. Schon jetzt erhielten wir wertvolle Anregungen. Am 18.01.13 buchten wir unsere Reise. Das Infomaterial erhielten wir sehr schnell, schließlich sind wir schon &quot;Wiederholer-Kunden&quot;, und mit den genaueren Planungen wuchs die Vorfreude auf einen wahrscheinlich doch nicht so eintönigen Urlaub.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 21.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whitehorse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Abfahrt 6.25 Uhr, mit dem Zug über Münster nach Frankfurt (keine Verspätung);&lt;br /&gt;
Abflug 14.20 Uhr Frankfurt&lt;br /&gt;
(Wir fliegen den Rheingraben entlang, über die Nordsee, über Island, Grönland, Victoria Island). Der Flug ist ruhig und die Sicht phantastisch.&lt;br /&gt;
Ankunft 14.40 Uhr in Whitehorse, d.h. 9,5 h Flugzeit und 9 h Zeitverschiebung. Das wird ein langer Tag!&lt;br /&gt;
Whitehorse empfängt uns mit Wolken und Regen, aber der Shuttle Service zum zentral gelegenen Hotel lässt uns trocken bleiben. Das Zimmer hat 4 Betten, ein Bad und eine Kaffeemaschine mit Kaffeepads (Super!)&lt;br /&gt;
Wir gehen in die Stadt, kaufen uns ein Baguette, Butter, Käse und Marmelade und eine Flasche alkoholfreien Wein (es ist Sonntag und alle Liquor Stores haben geschlossen), der wie Traubensaft schmeckt, nur der Preis erinnert an Wein. Wir essen im Hotel unsere Brote und gehen nochmals los - leider ist immer noch unbeständiges Wetter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 22.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whitehorse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Morgens frühstücken wir unser Frühstück. Um 8.30 Uhr werden wir von Fraserway abgeholt und erhalten unser Wohnmobil (TC 10 Truck Camper). Leider ist es etwas kürzer als das vom letzten Mal, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran. Das Auto (3,5 t) ist ein Ford mit Erstzulassung April 2013 (12598 km).&lt;br /&gt;
Im Visitor Center holen wir Erkundigungen über Campingplätze ein und fahren zum nächstgelegenen Platz. (Super-Sanitäreinrichtung, aber 5 km von Downtown entfernt). Wir kaufen im schon bekannten Supermarkt ein und gehen in den angrenzenden Liquor-Store. Es ist erstaunlich, wie viel man als Grundausstattung für vier Wochen Urlaub braucht!&lt;br /&gt;
Wir gehen den Riverside-Walkway entlang, wandern zur Fishladder, wo man Lachse beobachten kann, die zum Laichen und Sterben an ihre Geburtsstätte zurückkehren. Wegen des Staudamms am Kraftwerk wurde eine &quot;Leiter&quot; gebaut, die sie hinauf springen müssen. Leider sind die Lachse aber erst in Dawson-City, sodass wir keine sehen können. Es ist heiß. Abends erkunden wir die nähere Umgebung am Campingplatz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 23.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whitehorse und Umgebung&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Wir stellen fest, dass der Toaster nicht funktioniert, und dass die Steckdosen nur an einer Seite Strom haben. Wir fahren wieder zu Fraserway. (Der Toaster ist defekt und hat die Sicherung ausgelöst.). Wir erhalten einen neuen Toaster, und alles funktioniert wieder.&lt;br /&gt;
Am Nachmittag fahren wir zum Marsh Lake mit den seltenen Wasservögeln in einer tollen Umgebung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 24.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Auf dem Klondike Hwy&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Frühmorgens starten wir auf dem Klondike Hwy, eine sehr rumpelige und löchrige Straße, die meistens asphaltiert ist. Die Tür vom Camper öffnet sich während der holprigen Fahrt immer wieder, wird aber von der hochgeklappten &quot;Treppe&quot; festgehalten.&lt;br /&gt;
Nach mehreren Versuchen einen RV Park zu finden, werden wir auf den Campground verwiesen, der wunderbar im Wald liegt und riesige Plätze hat. Leider geben uns die Mücken trotz Mückenspray keine Chance, draußen zu sitzen, auch das Feuer nutzt wenig - wie wir bei unseren Nachbarn bemerken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 25.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Dawson City&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Die holprige Strecke lässt immer wieder unsere Tür aufspringen. Unterwegs überlegen wir, ob wir ein Stück des Dempster Hwys fahren sollten, verwerfen es allerdings, weil es sich hier auch um eine GravelRoad-Strecke handelt, die man wieder zurückfahren müsste. Es ist der einzige Weg in den hohen Norden ans Eismeer (einfache Strecke ca. 740 km). Wir rufen wegen der Tür bei Fraserway an, es wird uns eine Werkstatt in der Stadt vermittelt. Alles am Schloß wird dort frisch gereinigt und gefettet. Die Tür bleibt seit der Zeit geschlossen, wenn wir es wünschen.&lt;br /&gt;
Nachmittags erkunden wir unser Ziel Dawson City (1300 Einwohner, nur GravelRoads und Bürgersteige aus Holz), die wunderbar am Yukon liegt, der hier schon eine riesige Breite hat. Hier sieht man noch den Stil der Goldgräberstadt mit typischen &quot;Westernhäusern&quot;. Wir schauen uns die kostenlose Fähre, die wir am nächsten Morgen nehmen müssen, gut an und beobachten die riesigen Wohnwagenauflieger, die darauf fahren. Auch wir dürfen schon einmal Probefahren. So können wir die Stadt in ihrer idyllischen Lage von Ferne betrachten. Aber auch Goldgräberspuren sind zu sehen. Das Ufer des ganzen Yukon wurde außerhalb der Stadt durchgraben, und es wird noch immer nach Gold gesucht. Die unansehnlichen Kiesberge bleiben einfach liegen. Aus der Goldgräberzeit stammt auch nach unseren Informationen die Lücke im Berg über Dawson. Hier wurde so heftig gegraben, dass der Berg abrutschte und etliche Goldgräber begrub (um das Jahr 1900). Abends werden wir durch ansprechende Livemusik in einen Saloon gelockt. Die Stimmung ist wunderbar. Morgens zeigt das Thermometer 4°C.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 26.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Top of the World Hwy - Grenze nach Alaska - Taylor Hwy - Tok&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Top of the World Hwy&quot; title=&quot;Top of the World Hwy&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_2.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Ohne Frühstück fahren wir am nächsten Morgen zur Fähre, die um 7.00 Uhr startet. Im Vorfeld hatten wir immer wieder über lange Wartezeiten gelesen. Wir sind das 4. Auto in der Reihe und können mit der ersten Fähre, die gerade ihren Dienst aufnimmt, auf die andere Seite des Yukon fahren. Dort finden wir einen idyllischen Platz, wo wir unser Frühstück einnehmen und gleichzeitig die Tiere und das Treiben auf der Fähre beobachteten können. Vor uns liegt ein langer Weg bis nach Alaska: Der Top-of-the World Hwy. Hier in der großen Einsamkeit Nordkanadas führt die Straße oder besser der Weg durch ein Niemandsland. Hin und wieder überholen uns zum Teil sehr große Autos und Fernlastzüge (auch Tank-LKWs) auf der löchrigen GravelRoad. Wunderbare Aussichten auf die Tundraberge entschädigen für diesen Straßenzustand. Nach 106 km kommen wir an die Grenze nach USA, ein nettes kleines familiäres Gebäude. Trotzdem müssen wir befragt, unser Gesicht ausgemessen und unsere Fingerabdrücke genommen werden. Nachdem wir 6 US $ bezahlt haben, dürfen wir in das besondere Land einreisen. Alle waren sehr freundlich zu uns.&lt;br /&gt;
Die Strecke, die jetzt Taylor Hwy heißt, ist nicht besser als die vorherige. Die Landschaft bleibt sehenswert. Wir kommen nach Chicken mit seinen 10 Einwohnern. Dieser Ort sieht auf unserer Straßenkarte wie eine große Gemeinde aus. Hier gibt es den Goldpanner, einen alten Schaufelbagger, ein Souvenirgeschäft, einen Schnellimbiss und eine Tankstelle, aber auch Toiletten, die abgeschlossen sind. Wir tanken und fahren - auf asphaltierter Straße mit vielen Schlaglöchern weiter nach Tok, ebenfalls eine &quot;große&quot; Gemeinde (ca. 1300 Einwohner) mit zwei Highways, die sich hier kreuzen, einigen Nebenstraßen und ein paar Häusern drumherum, aber etlichen Tankstellen, Hotels und Motels, Campingplätzen, einem Supermarkt und einem Visitor Center. Der Campingplatz ist sehr schön und sauber. Abends machen wir einen Spaziergang an den Highways entlang und besuchen das Visitor Center, das gute Infomaterialien bereit hält.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 27.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Fairbanks&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Alaska Hwy geht es in Richtung Fairbanks, unserem nördlichsten Ziel, das kurz unter dem Nordpolarkreis liegt.&lt;br /&gt;
Unterwegs liegen Berge und Niederungen mit Tundra- und Taigabewuchs zu beiden Seiten. Kurz vor &quot;Northpole&quot; wird die schmale Straße vierspurig und autobahnähnlich. In Northpole begrüßt uns die riesige Figur des Santa Claus. Hier wird das ganze Jahr über Weihnachten gefeiert und weihnachtliche Utensilien verkauft. Wir überlegen, ob wir uns das antun sollen und bei Temperaturen um die 30°C Weihnachtsstimmung erleben wollen.Wir entscheiden uns dagegen und fahren weiter. Ob Santa Claus, der uns zum Abschied noch zuwinkt, uns das übelnimmt?&lt;br /&gt;
Vor Fairbanks kommen wir an einem gut bewachten Militärgelände (Fort Wainwright) vorbei, das als Stützpunkt der USA im Kalten Krieg gegen die UdSSR diente. Auch seine Nähe zu Japan soll von Bedeutung sein.&lt;br /&gt;
In Fairbanks entscheiden wir uns für den Campingplatz direkt am Ufer des Chena Rivers, der wirklich sehr idyllisch hier durch die Stadt fließt.&lt;br /&gt;
Am Nachmittag gehen wir noch Richtung Downtown, denn Fairbanks ist die zweitgrößte Stadt in Alaska (ca. 30 000 Einwohner). Der Weg erweist sich doch als sehr weit, und es ist unendlich heiß hier. Erschöpft kommen wir in der Innenstadt mit seinen vorbildlichen Anlagen, Parks und Brücken über den Chena River an und freuen uns auf eine kühle Erfrischung - unser Wasser im Rucksack ist doch sehr warm geworden. Wir suchen und gehen verschiedene Straßen entlang, finden aber keine Geschäfte oder eine Bar. Downtown ist fast leer und das am Samstagnachmittag! Also trinken wir unser warmes Wasser. Für den Rückweg entscheiden wir uns für den Bus, der aber am Samstag ab 3.00 pm nicht mehr in unsere Richtung fährt. Also geht es zu Fuß nach Hause. Unterwegs besuchen wir noch kurz den &quot;Pioneer Park&quot;, der allerlei Attraktionen bietet. Aber auch hier ist schon Feierabendstimmung, alle Kioske haben schon geschlossen. Wir gehen zum Campingplatz, schauen aber vorher noch im Einkaufszentrum mit Supermärkten (bis 9.00 pm geöffnet), versorgen uns mit festen und flüssigen Nahrungsmitteln und genießen einen lauen Sommerabend am Camper. Wir planen den nächsten Tag und stellen fest, dass wir um 11.00 pm Uhr noch immer draußen sitzen und unsere Broschüren lesen. Bei Tageslicht gehen wir um 11.30 Uhr ins Bett. Die Sonne scheint mir noch ins Gesicht, sodass ich meine Schlafmaske aufsetze.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 28.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Denali&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Unser Weg führt uns als erstes zum Denali Nationalpark. Hier würden wir gerne eine Nacht verbringen. Im Infocenter steht schon das große Schild: &quot;Keine freien Campingplätze&quot;. Wir fragen nach freien Terminen, aber vor Mitte der Woche ist kein Platz frei. Wir lassen uns eine Liste der nächstgelegenen Campingplätze geben. Für die Shuttlebusse, die als einzige Fahrzeuge in den Park fahren dürfen, gibt es noch Karten. Wir buchen eine Fahrt bis in die Mitte des Parks (für ca. 8 Stunden).&lt;br /&gt;
Auf der Suche nach einem Campingplatz werden wir im Ort Denali fündig. Von hier sind es nur wenige Autominuten bis zum Park. Die Wetterprognosen sind gut für den nächsten Tag.&lt;br /&gt;
Abends gehen wir noch in den Ort, wandern durch Flussbetten aus Kies und sehen die Vorbereitungen für RaftingTouren. Eine wunderbare Landschaft!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 29.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Denali Nationalpark&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Denali National Park&quot; title=&quot;Denali National Park&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_3.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Am nächsten Morgen hat sich der Himmel leider komplett zugezogen. Pünktlich zur Abfahrt um 9.00 Uhr stehen wir in einer Schlange von 40 Personen und warten auf den grünen Bus. Wir steigen ein und fahren los.&lt;br /&gt;
Als erstes läuft uns ein Elch über den Weg. Leider habe ich nicht so schnell mit einem Tier gerechnet, und bis ich die Kamera startklar habe, ist der Elch schon im Gebüsch verschwunden. Sein Hinterteil ziert ein Foto.&lt;br /&gt;
Leider fängt es an zu regnen, die Scheiben am Bus weisen riesige Wassertropfen auf. In der Ferne sind noch Elche, Dallschafe, Grizzlybären mit Jungen, ein Karibou und mir unbekannte aber wohl sehr seltene Vögel zu sehen.&lt;br /&gt;
Die Landschaft ist wunderbar, wenn auch von Wolken verhangen. Die Tundraberge leuchten in unterschiedlichsten Farben und erzeugen mit den gespenstischen Wolken ein tolles Bild. Die Straße wird immer schmaler und der Abhang steiler. Zwei Busse begegnen sich an der engsten Stelle. Man mag gar nicht in den Abgrund sehen!&lt;br /&gt;
Die Rückfahrt geht etwas zügiger, sodass wir gegen 4.30 pm wieder am Ausgang sind. Der Mount McKinley (6194 m) ist nicht zu sehen. Er zeigt sich nach statischen Unterlagen nur jeden dritten Tag. Es ist wohl heute nicht der dritte Tag!&lt;br /&gt;
Mit dem Camper fahren wir noch ein Stück weiter bis nach Cantwell.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag und Mittwoch, 30./31.07.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Anchorage&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Das Wetter ist trocken, aber wolkig. Leider können wir die vergletscherten Berge, die unseren Weg säumen nicht so gut sehen. Unterwegs an der McKinley View Lodge können wir einen Blick auf den berühmten Berg werfen, allerdings nur auf die Spitze, der Rest ist im Dunst gefangen. Es sieht aus, als schwebe die schneebedeckte Spitze in der Luft.&lt;br /&gt;
Weiter geht es nach Anchorage, wo wir den AAA aufsuchen möchten, um weitere Infomaterialien zu erhalten. Leider stimmt die Adresse überhaupt nicht, die Mitarbeiter sind aber sehr hilfsbereit und suchen uns die korrekte Adresse heraus. Direkt daneben befindet sich ein Campingplatz, bei dem die Stadt gut zu Fuß erreicht werden kann.&lt;br /&gt;
Anchorage, die größte Stadt Alaskas, hat ca. 280 000 Einwohner; hier wohnen damit 40% der Bevölkerung Alaskas. Anchorage ist wie alle Städte sehr symmetrisch aufgebaut. Sie ist eine typisch amerikanische Stadt mit sehr schlichten 4-5 geschossigen Häusern und Hotelhochhäusern. Hier wächst eine bunte Blütenpracht in Tausenden Blumenkübeln. Die Stadt liegt direkt am Cook Inlet, einem Seitenarm des Pazifik. Die Stadt ist vom Campingplatz gut zu Fuß zu erreichen, so nutzen wir die Möglichkeit Einkaufsbummel zu machen. Vom Weg, der direkt am Wasser entlang führt, sieht man die grandiose Natur, die diese Stadt umgibt. Hier halten Züge der &quot;Alaska Railroad&quot;, die viele Touristen aus aller Welt in die Stadt bringen. Angler am &quot;Fish Creek&quot; erhalten reiche Beute. Innerhalb kurzer Zeit werden riesige Lachse geangelt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 01.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Moose Pass&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Über die Kenai-Halbinsel geht es weiter in eine zauberhafte Welt. Hier im Inneren zwischen den Bergen liegen verträumte Seen, die zur Erholung (Wassersport, Wanderungen, Rundflüge) dienen. Am Moose Pass finden wir einen kleinen Campingplatz, auf dem abends fünf Wohnwagen stehen. Er liegt mitten im Wald zwischen den Tundrabergen. Abends machen wir einen Spaziergang auf einem Hiking Trail, den uns der Besitzer empfiehlt. Er schaut sich unsere Ausrüstung an (wichtig: ein Krachmacher (Glocke oder Trillerpfeife)), weil dort viele Bären leben. Am Anfang des Pfades hinterlassen wir auf einer Tafel unseren Namen mit Datum und Uhrzeit, die wir bei der Rückkehr wieder abnehmen. Es darf niemand verloren gehen in dieser &quot;Wilderness&quot;. Wir kommen heile zurück, aber es war schon etwas unheimlich, in dem Gebiet, in dem sich eine tiefe Schlucht mit Gebirgsbach befindet, evtl. auf einen Bären zu treffen.&lt;br /&gt;
Anschließend genießen wir noch einen Rundweg an einem See, der tiefblau am Gelände liegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag und Samstag, 02./03.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Seward&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Es geht weiter auf der Kenai Halbinsel in Richtung Seward. Riesige Wasserflächen aus Seen und Flussläufen, hohe Berge mit weißen Gletschern säumen unseren Weg. Kaum sind wir über den letzten Berg vor dem Meer angekommen, empfängt uns dichter Nebel mit tiefhängenden Wolken. Der Pazifik zeigt sich wieder von seiner Regenseite. Als wir am späten Vormittag in Seward ankommen, finden wir einen Stellplatz direkt am Meer. Wir hätten eine wunderbare Aussicht, wenn nicht dieser Nebel wäre! Weil es kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur unpassende Kleidung, machen wir uns auf den Weg, die Stadt zu erkunden. Am Kai liegt ein großes Kreuzfahrtschiff und zahlreiche kleine Boote, die zur Gletscherrundfahrt einladen. In diesem Städtchen ist alles vorhanden, was man sich wünscht. Auch &quot;Old Seward&quot; etwas weiter am Berg im Stil der Goldgräberzeit lädt zum Verweilen und Einkehren ein. Wir machen noch lange Spaziergänge entlang der Küste bis zur nächsten Landzunge. Etwas höher auf einem Berg können wir durch Hinweis aufmerksamer Beobachter einen Schwarzbären ausmachen, der uns anschaut. Er ist aber weit genug entfernt, es droht keine Gefahr.&lt;br /&gt;
Einige Unerschütterliche zünden am Strand ein Feuer an und trinken (teilweise bei Musik) ihre Softdrinks (Alkoholverbot in der Öffentlichkeit!).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 04.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whittier&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Nun müssen wir weiter bis nach Whittier fahren. Den Fährtermin am morgigen Montag hatten wir bereits über SK Touristik gebucht. (Es ist neben An- und Abfahrt der einzige Termin, der im Voraus gebucht wurde. Wir wollen flexibel sein.)&lt;br /&gt;
Unterwegs kommen wir nah an einem Gletscher vorbei (Chugach National Forest). Lockere Wolken umgeben die Berge. Vor dem letzten Berg, durch den der Tunnel nach Whittier führt, müssen wir eine halbe Stunde bis 11.30 Uhr warten. Der Tunnel ist 6 km lang, einspurig zu befahren. In der Mitte befinden sich Schienen, die täglich für Zügen genutzt werden. Der Tunnel ist eng und durch die Feuchtigkeit rutschig, aber es klappt alles gut. Am anderen Ende erwartet uns - dichter Nebel und Nieselregen. Der Pazifik hat uns wieder! Wir suchen den Campingplatz. Er wird an der Straße angekündigt. Wir wollen dahin fahren, aber die Straße ist in einem derart schlechten Zustand, dass Norbert vorsichtshalber wartet und mich zu Fuß vorausschickt. Dort ist eine Wiese, die ein paar Hecken hat, ein Wohnwagen steht auch da und drei DIXIKLOS in einem schrecklichen Zustand!!! Das kann nicht der Campingplatz sein! Wir fragen nochmal nach. Er soll es sein. Norbert ist verzweifelt. Hier bleibt er nicht! Aber es ist die einzige Möglichkeit in Whittier zu campen. Wir fragen auf dem Parkplatz nach, ob man dort stehen darf (Antwort: Nein, dort ist der Campingplatz). Also stellen wir den Camper erst einmal ab und fragen im Fährterminal nach. Der junge Mann erklärt uns, dass es einen Campingplatz gebe, eben die Straße hinter dem Hochhaus hinaus. Erleichtert über diese Aussage fahren dorthin und kommen über eine andere Zufahrt auf den oben beschriebenen Platz. Inzwischen haben sich noch andere Camper eingefunden, und so bleiben wir die Nacht da. Wir haben ja einen eigenen Waschraum. Die Lage des Platzes ist eigentlich sehr schön, er liegt direkt an zahlreichen Wasserfällen und rauschenden Bächen, die von den Gletschern oberhalb des &quot;Campgrounds&quot; gespeist werden. Leider lassen der Regen und der Nebel alles sehr düster erscheinen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 05.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Fahrt mit der Fähre nach Valdez&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Valdez&quot; title=&quot;Valdez&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_7.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Morgens gehen wir nochmals am Hafen spazieren - auch hier liegt ein großes Kreuzfahrtschiff - und betrachten die kleinen Häuser rund um das Wasser mit all den Angeboten. Um 10.30 Uhr ist Check-In. Wir fahren auf die Fähre. Es ist genügend Platz vorhanden. Die Überfahrt ist ruhig, aber leider sehr grau und nass. Die Gletscher sind dadurch nur zu erahnen. Vor unseren Augen öffnen sich gespenstische Bilder, Boote tauchen plötzlich aus dem Nebel auf. Als wir durch die Enge von Valdez fahren, wird das Wetter und damit die Sicht besser. Wir finden den Campingplatz direkt am Hafen. Ein Spaziergang am Hafengelände führt uns in die Welt der Fischer und Angler. Hier werden riesige Fische aus dem Meer geangelt und zur Schau gestellt. Wer hat den größten und schwersten Fisch. Der Wettbewerb unter den Fischern geht bis in den Oktober. Manche Fische sind mannsgroß und so schwer, dass man sie oft nur mit Hilfe einer zweiten Person an die vorgesehenen Haken hängen kann. Von allen Seiten werden Fotos geschossen. Diese Fische und auch die kleineren werden mit offenen Mäulern und in allen Farben schillernd in riesige Schalen gelegt. Unter einer Überdachung geht es gleich an die Weiterverarbeitung, Kopf ab, ausnehmen, filetieren, Abfall in die Rinne bzw. an die Möwen. Die Fisch verarbeitende Industrie gehört in Valdez (4100 Einwohner) zum Leben.&lt;br /&gt;
Auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht fällt der Blick auf die riesigen Tankanlagen für das Erdöl, das hier aus der Alaska-Pipeline vom Eismeer ankommt und verschifft wird. (vgl. Verheerende Tankerkatastrophe im Prince William Sound im Jahr 1989).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 06.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Glennallen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Auf dem Richardson Hwy&quot; title=&quot;Auf dem Richardson Hwy&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_8.jpg&quot; height=&quot;375&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Morgens ist es noch etwas diesig. Wir fahren den Richardson Hwy in Richtung Norden. Enge Schluchten mit riesigen Bergen und zahlreichen Wasserfällen begleiten uns. Über den höchsten Pass unserer Reise (Thompson Pass 855 m hoch) erreichen wir eine Bergwelt voller Gletscher. Am Worthington Glacier halten wir an, um den Gletscher aus der Nähe zu betrachten. Ich wage die Tour &quot;at your own risk&quot; und erklimme den Fuß der Gletscherzunge. Blaue Wasserkristalle, die bestimmt weit über 10 m hoch ragen, bauen sich vor mir auf. Überall plätschert das Wasser aus dem Eis. Ein riesiger Strahl wird in einem Bett zu einem reißenden Gebirgsbach. Die Steine, die hier herumliegen, sind von den Wassermassen geglättet. Wir nehmen vier Steine mit - als Tischdeckenhalter. Schade, dass sie für die Flugreise zu schwer sind.&lt;br /&gt;
Wir fahren weiter in eine phantastische Bergwelt mit Schnee bedeckten Gipfeln der etwa 5000m hohen Berge. Strahlend blauer Himmel und Sonne pur verleiht dem Ganzen eine einmalige Ansicht. Der Vulkan Mount Wrangell (4317 m), ein noch aktiver Vulkan mit ständigen kleinen Ausbrüchen und der Mount Blackburn (4996 m) bilden eine wunderbare Kulisse. Diese Berge fotografiere ich von allen Seiten zu unterschiedlichen Tageszeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 07.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Zurück nach Tok&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Die alpinen Berge verschwinden allmählich wieder, das Wetter bleibt gut, die Straßen auch. Die Tundra und die Taiga werden vom Tok-Cut-off durchschnitten. So kommen wir wieder nach Tok. Wie wir hier erfahren, hat ein riesiges Waldgebiet westlich von Dawson City heftig gebrannt, sodass auch der Autoverkehr durch den Rauch beeinträchtigt wurde. Der Feueralarm wird aber an diesem Tag wieder aufgehoben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 08.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Deadman Lake&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Überfahrt von Whittier nach Valdez&quot; title=&quot;Überfahrt von Whittier nach Valdez&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_5.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Kurz vor der kanadischen Grenze - auf dem Alaska Hwy - stoßen wir auf idyllische Seen mit Campgrounds. Wir entscheiden uns für Deadman Lake mit einem Stellplatz direkt am Wasser, in einem Vorzeigeprojekt mit Anschauungstafeln, die auf die Artenvielfalt in diesem Gebiet hinweisen. Riesenlibellen, Weißkopfadler, Trumpeterswans, Elche, jede Menge Pflanzen.Hier erfahren wir über das Land der &quot;Little Sticks&quot;, wie die Taiga auch genannt wird, und ihr ökologisches Leben und Sterben.&lt;br /&gt;
Norbert hackt eine Riesenmenge Holz und macht ein großes Feuer. Am Morgen sehen wir einen Elch, der gerade im See ein Bad nimmt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 09.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Snag Junction&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach Kanada erhalten wir bei einer Tasse Kakao in einem Visitor Center zahlreiche Informationen über den Naturschutz in dieser noch unberührten Gegend. Über die Grenze in Beaver Creek geht es über den einsamen Alaska Hwy weiter nach Kanada zu einem kleinen See. Der Campingplatz füllt sich schnell und lädt wieder zum Feuer machen ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 10.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Burwash Landing&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Burwash Landing&quot; title=&quot;Burwash Landing&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_12.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Burwash Landing, ein eingezeichneter Ort auf unserer großen Alaska-Straßenkarte, soll unser nächstes Ziel sein. Es hat 70 Einwohner, davon 60 Kluane First Nation People. Ein Parkplatz direkt am Kluane Lake (73 km lang) mit Power, Water und Sewer stellt den Campingplatz dar. Wir bleiben lange die einzigen Camper. Der See ist ein See wie man ihn auf vielen Fotos von Nordamerika findet, umgeben von kahlen Tundrabergen. Das Wasser schillert blau, an bestimmten Stellen auch grün. Bei unserer Erkundungstour weist uns eine freundliche Familie auf einen Weg direkt am Ufer hin, den wir auch gehen. Allerdings müssen wir ein Privatgrundstück überqueren, der hilfsbereite Besitzer führt uns den Weg über sein Grundstück.&lt;br /&gt;
Wir fragen nach einem Geschäft, aber das gibt es hier nicht, dafür aber ein Museum über die Geschichte der &quot;First Nation&quot;, die hier seit 5000 Jahren leben. Wir wandern ein langes Stück in der wunderbaren Sonne und dem herrlich blauen Himmel. Am Abend sehen wir noch ein Wasserflugzeug, das in unmittelbarer Nähe startet. Es ist auf dem Weg zu den Gletschern. Als es wieder auf dem See landet, wird es schon dämmerig. Am nächsten Tag versucht mich eine der Frauen, zu überzeugen, dass es ein einmaliges Erlebnis war, über die Gletscher zu fliegen. Voller Begeisterung zeigt sie mir die Fotos von der Tour. Dann reisen sie wieder ab.&lt;br /&gt;
Auch wir fahren weiter. Wir brauchen unbedingt Brot. An einer Tankstelle mit Campingplatz werden wir fündig. Der Tag ist gerettet. Pausen, auch Fotopausen, am malerischen Kluane Lake werden uns in Erinnerung bleiben. Norbert erforscht eine kleine (Halb-)Insel ohne nasse Füße zu bekommen. Im Visitor Center erfahren wir über das Leben der Tiere in dieser kargen Bergwelt. Wir beobachten die genügsamen Dallschafe, die hoch oben die Flechten fressen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 11.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Haines Junction&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Vor der majestätischen Bergwelt ist auch unser nächster Campingplatz. Hier trifft der Alaska Hwy auf den Haines Hwy. Ein Waldstück direkt hinter dem Campingplatz und ein reißender Fluss laden zum Wandern ein. Der Weg, der gut ausgeschildert ist, führt zu einer Aussichtsplattform. Auf dem Weg dorthin stolpern wir beinahe über mehrere riesige ganz frische Bärenköttel, was uns veranlasst, nicht so lange im Wald zu verweilen. Man hört, dass es hier viele Grizzlybären gibt. In der Stadt finden wir eine katholische Kirche aus Wellblech, die wie ein Halbtunnel aussieht, mit einer gut geschmückten Fassade, einem kleinen Glockenturm und sehr gepflegten Beeten herum. Von innen ist sie sehr dezent eingerichtet und bietet Platz für ca. 30 Personen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 12.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Carcross&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Emerald Lake&quot; title=&quot;Emerald Lake&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_17.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Wir fahren zurück nach Whitehorse. Hier erkundigen wir uns über die Whitepass-Yukon Route. Wir werden von Carcross mit dem Bus nach Fraser fahren, von dort in den nostalgischen Zug der Goldgräberzeit nach Skagway, Alaska fahren. Von Skagway geht es mit dem Bus bis Carcross zurück. Wir werden am Dienstag fahren, weil dann das Wetter auch in Skagway am Pazifik!!! schön sein soll.&lt;br /&gt;
Auf dem Weg nach Carcross kommen wir am Emerald Lake vorbei, der so manches Poster und Reisebuch ziert: Es ist ein kleiner See mit grün schimmerndem Wasser, das an manchen Stellen wieder ins Blau verschwimmt. Dunkelgrüne Nadelbäume drumherum vervollständigen das Bild.&lt;br /&gt;
In Carcross stellen wir uns auf den einzigen Campingplatz am Ort (ein Parkplatz neben einer Tankstelle und Lebensmittelladen mit Wasser und Strom). Als wir dort ankommen, sehen wir, wie gerade ein riesiger Tankwagen Trinkwasser an diese Anlage liefert. Dusche kostet dementsprechend 5 $. Aber wir haben ja unseren eigenen Duschraum!&lt;br /&gt;
Die Siedlung Carcross hat ca. 400 Einwohner, einen Generalstore, ein Visitor Center, einen Bahnhof, eine Eisdiele, eine Poststelle, ein Hotel und einige auch verfallene Häuser. Carcross entstand vor 5000 Jahren, weil hier die Caribous das Gebiet kreuzten (CaribouCrossing=Carcross) und die First Nation People mit Nahrung versorgten. Sie erlebte ihre Blüte in der Goldgräberzeit, war sie doch der Ausgangspunkt für den beschwerlichen Weg der Goldpanner nach Skagway. Carcross wurde erst in den 1970er Jahren an das Straßennetz angeschlossen. Die Verlängerung des Klondike Hwys nach Süden verbindet heute Carcross mit Skagway.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 13.8.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Fahrt mit dem nostalgischen Zug nach Skagway&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Zugfahrt nach Skagway und Kreuzfahrtschiffe in Skagway&quot; title=&quot;Zugfahrt nach Skagway und Kreuzfahrtschiffe in Skagway&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_18.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Um 9.00 Uhr startet der Bus nach Fraser. Es machen sich hier Personen aus mindestens acht Bussen auf den Weg in den Süden. Die Fahrt nach Fraser geht vorbei am Lake Bennet, Lake Conrad, Windy Arm mit Bowe Island. In Fraser (Grenzübergang nach Alaska) steigen wir in den nostalgischen Zug. Er bringt uns an den Berghängen entlang über Brücken und durch Tunnel in die unberührte Landschaft über den Whitepass (873m, von hier wird auch der 3120 km lange Yukon gespeist) an den Pazifik in Skagway. Die Goldgräber, die 1899 ihren Trail durch die Berge stapften, waren verpflichtet 40 kg Waren mitzubringen, was für viele unmöglich war und sie auf der Strecke umkamen. Dann wurde die Schmalspurbahn gebaut, auf der eine Dampflok die Waggons ziehen musste, was im Winter wegen der hohen Niederschläge und der Kälte sehr schwierig war. Als die Eisenbahntrasse bis Whitehorse fertiggestellt war, war auch der Goldrausch vorbei, und man baute nicht - wie ursprünglich geplant - weiter bis nach Dawson City.&lt;br /&gt;
Skagway (800 Einwohner) empfängt uns bei hochsommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein. Im Hafen liegen vier riesige Kreuzfahrtschiffe. Die Stadt ist voller Touristen. Ein Juweliergeschäft neben dem Anderen, ein Souvenirladen dazwischen. Die Bürgersteige sind ebenfalls aus Holz und sind sehr schmal, sodass man kaum vorankommt. Die Zeit (ca. 1,5 h ) in Skagway ist knapp bemessen, sodass man die wahrscheinlich schöneren Teile ohne Trubel gar nicht sehen kann. Wir sind auch nicht wegen der Stadt, sondern wegen der Zugfahrt nach Skagway gekommen, und die ist phantastisch.&lt;br /&gt;
Mit dem Bus fahren wir den steilen Klondike Hwy an der anderen Bergseite zurück und können dabei die Eisenbahntrasse verfolgen. Hier bieten sich wunderbare Aussichten auf die Seen und Berge.&lt;br /&gt;
Nach der Rückkehr in Carcross besuchen wir noch die kleinste Wüste der Welt mit echten Sanddünen aus einem Eiszeitsee. Wir suchen uns einen Campingplatz am Tagish Lake.&lt;br /&gt;
Er liegt verträumt am Tagish River, an der Stelle, an der der Fluss zum See wird. Eine wunderbare Seeterrasse bietet eine Aussicht auf die Gegend. (Alkoholverbot auf der Terrasse, denn sie schwebt über dem Wasser und damit ist sie auf öffentlichem Gebiet!). Hier gibt es ein Washhouse, Outhouses und sehr gepflegte Sanitäranlagen im Gebäudekomplex. Drei Cabins und Zimmer werden auch noch vermietet. Es ist eine kleine sehr gepflegte Anlage. Neben uns steht noch ein Wohnwagen auf dem für neun Camper ausgelegten Platz. Abends ist die Gaststätte gut gefüllt, einige Gäste kommen mit dem Boot.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 14.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Marsh Lake&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Abendstimmung am Marsh Lake&quot; title=&quot;Abendstimmung am Marsh Lake&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_22.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;In winzigen Schritten nähern wir uns unserem Abfahrtsziel und landen am Marsh Lake auf einem Government Campground direkt am See unter hohen Bäumen. Von hier geht direkt eine wacklige Holzbrücke zum Badestrand, sodass Norbert nicht widerstehen kann und einmal in einem angenehm temperierten kanadischen Badesee zu steigen. Er wird von einem Schwarm kleiner Fische begrüßt, die ihn aber nicht weiter belästigen. Das Wasser ist glasklar und wunderbar weich. Abends wird wieder ein Lagerfeuer angezündet, was in der Dämmerung schon etwas leuchtet, weil die Tage merklich kürzer werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 15.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whitehorse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Auf der Fahrt nach Whitehorse besuchen wir noch die Takhini Hotsprings, wodas ganze Jahr über Wasser von 40°C, das viele Mineralstoffe (keinen Schwefel) enthält, aus der Erde kommt. Der Pool ist klein, das Wetter heiß, nichts lockt uns, dort baden zu gehen.&lt;br /&gt;
Wir besuchen erneut die Fischladder, die Lachse sind jetzt da! Am Tag kommen ca. 50 Fische aus dem Pazifik (das müssen mindestens 2500 km sein!) in Whitehorse an.&lt;br /&gt;
Anschließend besuchen wir nochmals unser Lieblingscafe &quot;Tim Horton´s&quot; und genießen den Tag, wir gehen den Riverside Walkway bis zu Ende. Anschließend holen wir unsere Koffer bei Fraserway ab. Abends wandern wir zum Schwatka Lake in der Nähe des Campingplatzes, von hier kann man Schiffsrundfahrten und Rundflüge machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 16.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whitehorse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;Whitehorse - Yukon Canyon&quot; title=&quot;Whitehorse - Yukon Canyon&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 5px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb13/text2013_rapp_23.jpg&quot; height=&quot;167&quot; width=&quot;250&quot; /&gt;Wir fahren mit dem Camper zum Yukon Canyon mit der Suspension Bridge. Hier windet sich der tiefblaue Yukon durch enge Felswände, was zur Zeit des Goldrausches für viele Schiffe das Aus bedeutete, weil die starke Strömung die Schiffe an den Felsen zerschellen ließ. Wanderwege laden dazu ein, benutzt zu werden. Diese Wege sind auch für den Skilanglauf ausgeschildert. Malerinnen und Maler halten die Landschaft auf der Leinwand fest. Sie lassen sich gerne auf Gespräche ein. Wir fahren nochmal in die Stadt und erledigen letzte Einkäufe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 17.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Whitehorse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Unser Camper braucht die Außenpflege. Mit Hochdruckreiniger (rinse and soap) wird der ganze Schmutz entfernt, der sich teilweise als sehr hartnäckig erweist, klebt der Lehm doch in den Ritzen und Hohlräumen (ja, ja die GravelRoads). Wir packen unsere Koffer und müssen wieder genau wiegen. Einiges findet noch Platz in den Jackentaschen, aber leider müssen wir uns von zahlreichen gesammelten Schriftstücken und anderen Utensilien wieder trennen. Der Innenraum wird besenrein gesäubert.&lt;br /&gt;
Abends gehen wir noch ein Stück hinauf in den Stadtteil von Whitehorse (Lobird), in dem ca. 100 Häuser stehen. Es sind alles Wohnhäuser mit einheitlichen Containermaßen. Hier herrscht abseits der großen Welt besinnliches Familienleben, und es gibt sogar eine Busverbindung zur Stadt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 18.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Abschied und Rückflug&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Leider müssen wir nun Abschied nehmen. Um 10.00 Uhr verlassen wir den Campingplatz und fahren zu Fraserway. Der Camper ist sauber, er wird ohne Reklamationen angenommen. Weil bis zum Abflug noch etwas Zeit ist, fährt uns ein Mitarbeiter von Fraserway nochmals Downtown, wo wir auch von der Stadt Abschied nehmen können. Anschließend werden wir zum Flughafen gebracht, checken ein und sehen noch, wie &quot;unsere&quot; Condormaschine die nächsten Touristen aus Deutschland einfliegt, gereinigt wird und uns wieder mit in die Heimat nehmen soll. Zwischendurch landet auch noch der &quot;Premierminister&quot; aus Kanada mit viel Sicherheitspersonal auf dem Flughafen der Provinzhauptstadt (Discovery Day am Montag (Feiertag im Yukon)).&lt;br /&gt;
Einige kleinere Maschinen nach Dawson City und Kelowna werden noch abgefertigt. Ansonsten herrscht hier beschauliche Ruhe ohne Hektik. Es ist ein gemütlicher Flughafen ohne Anzeigentafel und ohne Duty-Free Shop, auf dem die Deutschen sogar auf deutsch freundlich von dem Flughafenpersonal verabschiedet werden.&lt;br /&gt;
Abflug 18.40 Uhr Sonntag&lt;br /&gt;
Der Flug ist ruhig, leider verdecken Wolken die Sicht. Die Sonne geht die ganze Zeit nicht unter, denn wir fliegen in den Tag hinein. Weil alle Passagiere die Luken abdunkeln, können wir relativ gut schlafen. Morgens zum Frühstück werden wir wieder geweckt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 19.08.13&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Deutschland hat uns wieder&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Kurz vor der Landung geraten wir noch in Turbulenzen, der Pilot setzt aber sicher in Frankfurt auf. Gegen 14.00 Uhr haben wir unsere Koffer und gehen in den Fernbahnhof. Die ICE scheinen alle Verspätung zu haben. Wir fahren um 14.43 Uhr nach Köln, alle weiteren Züge haben ebenfalls Verspätung, wir schaffen es aber immer gerade noch, sie zu erreichen, was in Hochleistungssport ausartet. Gegen 18.00 Uhr erreichen wir unseren Heimatbahnhof, wo unser Sohn uns abholt. Wir besuchen noch die Kinder und die kleinen Enkelkinder, die uns noch kennen, und kommen glücklich und zufrieden zu Hause an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir schauen zurück auf eine eindrucksvolle, wunderbare Reise!&lt;/p&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Eine-Reise-durch-das-Nordland.html</guid>
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                    <item>
                <title>Abenteuer im Yukon und Alaska 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Abenteuer-im-Yukon-und-Alaska.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/09.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;North to Alaska&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/strong&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Abenteuer erleben im Yukon und in Alaska&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von SK-Kundin Claudia Haisch&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;em&gt;Way up north, north to Alaska, way up north, north to Alaska&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Big Sam left Seattle in the year of ninety-two&lt;br /&gt;
With George Pratt, his partner, and brother Billy too&lt;br /&gt;
They crossed the Yukon River and they found the bonanza gold&lt;br /&gt;
Below that old white mountain, just a little south-east of Nome&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Sam crossed the Majestic mountains to the valleys far below&lt;br /&gt;
He talked to his team of huskies as he mushed on through the snow&lt;br /&gt;
With the northern lights a-runnin&#039; wild in the Land of the Midnight Sun&lt;br /&gt;
Yes Sam McCord was a mighty man in the year of nineteen-one&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Where the river is windin&#039;, big nuggets they&#039;re findin&#039;&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
Way up north, north to Alaska, way up north, north to Alaska&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;George turned to Sam with his gold in his hand&lt;br /&gt;
Said, &quot;Sam, you&#039;re lookin&#039; at a lonely, lonely man&lt;br /&gt;
I&#039;d trade all the gold that&#039;s buried in this land&lt;br /&gt;
For one small band of gold to place on sweet little Jenny&#039;s hand&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&quot;Cause a man needs a woman to love him all the time&lt;br /&gt;
Remember, Sam, a true love is so hard to find&lt;br /&gt;
I&#039;d build for my Jenny, a honeymoon home&lt;br /&gt;
Below that old white mountain, just a little south-east of Nome&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Where the river is windin&#039; big nuggets they&#039;re findin&#039;&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
North to Alaska, go north, the rush is on&lt;br /&gt;
Way up north, north to Alaska, way up north, north to Alaska&lt;br /&gt;
Way up north, north to Alaska, way up north, north to Alaska&lt;br /&gt;
Way up north&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;(Song von Johnny Horton)&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Unsere Reise stand dieses Jahr ganz unter diesem Motto. Waren wir letztes Jahr hauptsächlich im Yukon und haben Alaska nur kurz besucht, wollten wir es dieses Mal genau anders herum machen. Zu schön hatten wir dieses faszinierende Land in Erinnerung, um es nicht noch einmal genauer zu betrachten. Wir wählten erneut den Herbst, da uns die Farben des Indian Summer beim letzten Mal regelrecht umgehauen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dass wir das Wohnmobil in Whitehorse gleich am ersten Tag bekamen schätzten wir sehr, denn somit konnten wir gleich los: North to Alaska!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 25.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_01.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Der erste Tag verwöhnte uns nicht nur mit Sonnenschein, denn über Carmacks und die Five Finger Rapids führte er uns auf den wunderschönen Silver Trail in Richtung Keno City. Auf der Strecke ging es für uns, die wir uns über jedes Tier auf der Straße freuen, schon richtig gut los: ein Maultierhirsch, ein Kojote, ein Schwarzbär, ein Stachelschwein und ein Rotfuchs. Daneben wunderbar sonnige Pausen an den vielen Seen, wo wir die warmen Minuten am glitzernden Wasser genossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Die sonnige Ruhe änderte sich jedoch in Keno City, denn wir wollten unbedingt das Sign Post auf dem Keno Hill bewundern. Aber oh Schreck, was ist das denn bitte schön? Soll das eine Straße sein? Wir sind Schotterpisten mittlerweile zur Genüge gewöhnt, aber diese hier setzt allen bis dahin befahrenen die Krone auf. Eigentlich kann man sie gar nicht Schotterstraße nennen, eher Geröllfeld. Und das 11 km lang - wirklich abenteuerlich!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Hinzu kam, dass uns plötzlich dichter Nebel umhüllte, so dass wir links und rechts überhaupt nichts mehr sahen. So schraubten wir uns langsam den nicht enden wollenden Hügel hinauf und rechneten jeden Moment mit einem platten Reifen. Waren wir froh, als wir endlich wohl behalten oben ankamen. Und freuten uns hier über ein paar sehr süße und neugierige Murmeltiere, sowie über ein paar Präriehunde in allerbester Foto-Posen-Laune.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Allein für diese hat es sich schon gelohnt, den unwirklichen Weg in Kauf zu nehmen - vom Sign Post hatten wir leider nicht so viel, da der Nebel sich einfach nicht auflösen wollte und wir somit überhaupt keine Aussicht genießen konnten. Die Abfahrt genossen wir natürlich ebenso wenig, schafften aber auch diese zum Glück ohne größere Schäden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 26.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_02.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Schön, dass der Jetlag auch positive Seiten an sich hat. Nachdem wir allesamt um 4:00 Uhr früh bereits fit waren, geschah es, dass wir in der Dämmerung einem für uns bisher unbekannten Gefährten über den Weg liefen. Beziehungsweise wir fuhren und er lief: ein Polarfuchs. Dieser ließ sich von uns kaum stören, flüchtete immer wieder ein paar Meter, wenn wir ihm zu nah auf die Pelle rückten und kam aber auch immer wieder zurück, um am Straßenrand Wasser zu trinken und Mäuse zu fangen. Eine sehr schöne Beobachtung am frühen Morgen!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Über Dawson City ging es im weiteren Verlauf des Tages rauf auf den Top-of-the-World-Highway. Zum Glück hatten wir nun wieder klare Verhältnisse, so dass wir hier die atemraubenden Ausblicke vom ersten bis zum letzten Kilometer bewundern durften. Eine unglaublich schöne Strecke, bei der man sich wieder einmal fragt, wie weit dieses Land eigentlich ist, wo die ganze Zeit rechts und links bis zum Horizont nichts als Natur pur herrscht. Diesen Highway möchten wir unbedingt empfehlen - für uns steht er auf jeden Fall weit oben auf unserer Top-Ten-Liste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Fast viel zu schnell waren wir an der amerikanischen Grenze und es ging von den luftigen Höhen langsam nach unten. In Alaska bekamen wir wieder zu spüren, was wir von unserer letzten Reise schon kannten: extrem schnelle und heftige Wetterumschwünge.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir hatten für den Rest des Tages von Chicken nach Tok praktisch jede halbe Stunde einen Wechsel zwischen Sonne, Wolken und Regen und Temperaturunterschiede von 6°C bis 17°C. Echt verrückt das Wetter. Aber es gibt dabei etwas Positives: bei dem ganzen Wechsel zwischen Sonne und Regen hatten wir jede Menge schöner Regenbogen zu sehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 27.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;An diesem Morgen bekamen wir leider keine Sonne, sondern im Wechsel zum Regen wieder dichten Nebel und frostige 1°C. Brrr - Alaska ist eben doch Alaska! Dafür konnten wir bei diesem trüben Wetter unseren ersten Elch bewundern. Ein Weibchen, das friedlich neben einem Tümpel mit zwei Schwänen graste. Was für ein schöner Anblick und im Verlauf der nächsten Zeit sicherlich selten, da wir wieder mitten in die Karibu- und Elchjagd kamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Im süßen Touristen-Städtchen North Pole hatten wir dieses Jahr Glück: der Weihnachtsmann war da und nahm unsere 4-jährige Helen gleich mal auf den Schoß, damit diese sich etwas wünschen konnte. Damit waren dann beide irritiert. Helen, die diese amerikanische Tradition nicht kennt und sich im Nachhinein bei uns beschwerte, dass sie eigentlich gar nicht auf seinen Schoß wollte und der Weihnachtsmann, weil dieses Mädchen sich einfach nichts wünschen wollte. Für uns Eltern aber eine lustige Episode zum Erzählen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Für die Weiterfahrt wollten wir uns den Dalton Highway bis Coldfoot vornehmen. Auch wenn uns dieser als langweilig vorhergesagt wurde, wollten wir auf jeden Fall den Polarkreis überqueren und - mal abgesehen von den vorbeirasenden Lastwagen - die absolute Einsamkeit genießen. Die Straßenverhältnisse waren nach dem Dauerregen eher bescheiden, rutschig und matschig. Das bekamen wir buchstäblich am eigenen Leib zu spüren, als wir gerade an einer Ausweichbucht mit offenem Fenster eine Pause machten und einer der bereits beschriebenen Lastwagen in vollem Tempo durch den Matsch an uns vorbei raste. Wir mussten daher unsere Pause etwas verlängern, um die Sauerei auf den Vordersitzen wieder zu beseitigen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ansonsten waren wir von der ersten Minute an von diesem Highway begeistert. Um uns herum pure Wildnis so weit das Auge reicht - einzig die Pipeline, die der Straße die allermeiste Zeit folgt, und der Highway selbst zeugen von Zivilisation. Es imponierte uns, wie die Trans-Alaska-Pipeline in einer endlosen Schneise durch die Natur gezogen wurde und das nur in 2 Jahren. Imponierend auch die Landschaft ringsum. Immer im Wechsel bekamen wir Wald und Tundra zu sehen und das in den allerschönsten Herbstfarben. Selbst wenn zwischendurch mal ein Anzeichen von Bevölkerung kommt - ich meine an dieser Stelle z.B. das Yukon River Camp, wo man immerhin tanken kann - so bleibt trotzdem der Eindruck von Wildnis. Man muss sich nur mal anschauen, wie die Einheimischen ihren Giftshop zuschließen (der wird einfach zugenagelt), um dann mit dem Boot einige Kilometer weit nach Hause zu fahren. Undenkbar für uns!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 28.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_03.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Am Arctic Circle zählt im Prinzip mehr der Gedanke, dass man hier war, als sonst was. Dennoch machten wir natürlich unsere Souvenir-Fotos am Schild und waren stolz, dass wir es so weit geschafft haben.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In Coldfoot angekommen, kamen wir dann ins Grübeln - jetzt waren wir so weit gekommen, jetzt wollten wir eigentlich auch noch mehr. Auch wenn die Strecke von Coldfoot bis Deadhorse von der Vermietstation aus nicht versichert ist, wollten wir die Straßenverhältnisse erst einmal testen - bis auf unser Matsch-Erlebnis war es nämlich bisher gar nicht so schlimm. Ich glaube, Fraserway ist noch nie die Strecke zum Keno Hill gefahren, sonst stände die nämlich bestimmt auch schon auf der Liste!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Also fuhren wir erstmal ein Stückchen weiter und siehe da: die Straße befand sich in einem sehr guten Zustand! Somit fuhren wir noch ein Stück weiter - und noch weiter. Das Wetter war gut und wir hatten Lust auf mehr Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt; &lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_04.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Davon bekamen wir dann auch jede Menge. Wir finden es wirklich schade, dass diese einzigartige Strecke von der Vermietstation aus nicht erlaubt ist, denn wir würden sie sofort jedem weiter empfehlen. Neben der weiterhin unglaublich schönen Landschaft sahen wir einen Elch-Bullen mit zwei Weibchen, viele Dall-Schafe aus nächster Nähe, Karibus, Moorschneehühner, Blässgänse, einen weiteren Polarfuchs, Eulen und zum krönenden Abschluss sogar Moschusochsen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Moschusochsen! Und wir standen auf der Straße und konnten sie beobachten - eine Erfahrung, die sich kaum beschreiben lässt. Einfach einzigartig, diese urzeitlich erscheinenden Tiere aus dieser Nähe zu sehen!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In Deadhorse war buchstäblich das Pferd begraben. Zwar lebte die Stadt durch all die Arbeiter, Maschinen und Fabriken, wir fanden sie trotzdem gruselig, da eben außer den Fabriken, Maschinen und Arbeitercontainern nichts da ist. Zu unserem Glück gab es aber eine Tankstelle und wir wollten hier sowieso nur übernachten, um uns am nächsten Morgen wieder auf den Rückweg zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 29.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_05.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Oh hoppla, was ist denn nun passiert? Wir sind doch gestern unter sonnigen Konditionen in Deadhorse angekommen; nun, heute morgen war alles unter einer dichten Schicht Schnee verborgen. Und es schneite tatsächlich noch weiter. Wir hatten noch kurz die Hoffnung, dass das nur eine kurze Phase war und im Laufe des Morgens aller Schnee wieder schmelzen würde (hallo - wir hatten August!!), doch schon bald gaben wir die Hoffnung auf und überließen uns unserem Schicksal - es wurde nicht besser, sondern immer schlimmer!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Doch auch hier wieder eine gute Seite: die Moschusochsen waren heute noch dichter an der Straße. Und wir konnten sogar noch ein Stückchen näher an sie heran laufen. Ein unübertroffener Moment, wie diese Tiere gemächlich an uns vorbei durch den Schnee stapften. Wir fühlten uns wie in einem Traum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Bald holte uns die Realität jedoch wieder ein und zwar in Form des Atigun Passes. Bis hierhin war die Straße auch trotz dichtem Schneegestöber eigentlich ganz gut zu befahren, doch hier mussten wir rauf - und vor allem auf der anderen Seite wieder runter. Viel ist es ja nicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;2 Meilen hoch, 2 Meilen nach unten, aber bei Eis und Schnee und mit dem Camper scheint es unüberwindbar. Zumal wir durch ein Gespräch mit einem Truck-Fahrer, der gerade seine Schneeketten aufzog, auch nicht besonders ermutigt wurden. Dieser riet uns in jedem Fall davon ab zu fahren, sofern wir nicht auch Schneeketten hätten. Tja, aber was war das denn für eine Alternative - hier auf gutes Wetter warten? Wer weiß denn, wann das kommt. Uns dämmerte, dass die Strecke von Fraserway gar nicht wegen der Straßenverhältnisse ausgeschlossen wurde, sondern wegen der Wetterverhältnisse?&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Zum Glück kam in diesem Moment das Räumfahrzeug von oben runter gefahren. Wir wechselten ein paar Worte mit dem Fahrer und dieser machte uns wieder etwas Mut: er hat geräumt und wenn wir ganz langsam und vorsichtig fahren würden, müssten wir es schaffen. Und dann wünschte er uns noch &quot;Good Luck!&quot; (Das dämpfte unseren neugewonnenen Mut dann auch gleich wieder).&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Nach oben schafften wir es auf Anhieb ohne Probleme. Dort angekommen holten wir noch einmal tief Luft und dann machte sich mein Mann schnaufend, schwitzend und bis in die allerkleinste Faser angespannt an den Abstieg. Bei jedem Tritt auf die Bremse kamen wir sofort ins Rutschen und somit schlichen wir in allerbestem Schneckentempo den Pass runter. Schwierig wurde es zusätzlich dadurch, dass rechts plötzlich zwei Lastwagen standen, deren Fahrer sich munter auf der Straße unterhielten. Ja - die waren das gewöhnt, wir nicht! Glücklicherweise kam kein Gegenverkehr, als wir an den beiden vorbeikrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;
Kurz vor dem Nervenzusammenbruch war es dann geschafft - wir waren unten! Und quasi sofort war es vorbei mit dem Schnee, die Straßen wieder frei. Hier trafen wir unseren ersten LkW-Fahrer, der gerade seine Schneeketten wieder entfernte. Dieser freute sich mit uns, dass wir es geschafft haben und hatte lobende Worte für meinen Mann: &quot;Good Job!&quot; Die restliche Strecke war dann ein Klacks für uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Bevor sich jetzt jemand fragt, ob all die Anstrengung sich gelohnt hat - immerhin eine berechtigte Frage bei 666 km hin und am nächsten Tag schon wieder zurück, unversicherte Strecke und das bei den Wetterverhältnissen - dem soll gesagt sein: Ja, es hat sich gelohnt. Natürlich sind wir uns jetzt im Nachhinein bewusst, was wir da in Kauf genommen haben (wer rechnet auch schon mit so was), aber dieses Abenteuer nimmt uns keiner mehr!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 30.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_06.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Denali National Park, wir kommen! Hier hatten wir letztes Jahr schon einige wunderschöne Erfahrungen sammeln können und wir wurden auch dieses Mal nicht enttäuscht. Wieder erwartete uns diese grandiose Weite, diese grandiose Farbpracht und dieses grandiose Tiervorkommen. Und vor allem von letzterem wurden wir mehr als verwöhnt. Denn es wimmelte bei unserer Ankunft bereits auf den ersten selbst zu befahrenden Meilen der Parkroad nur so von Elchen. Allein an diesem ersten Abend konnten wir um die zwanzig davon zählen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und was für welche: ich glaube nirgends sonst bekommt man so unglaublich große Elch-Bullen zu sehen wie im Denali Park. Und ich glaube, dass man nirgends sonst so nah an sie heran kommt. Es kam mehrmals vor, dass eines dieser stolzen Tiere plötzlich direkt neben uns die Straße überquerte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine absolut tolle Möglichkeit, Elche aus nächster Nähe und in Ruhe beobachten zu können. Das gefiel auch unserer Helen. Normalerweise hat sie zwei oder drei Blicke übrig, wenn wir ihr ein Tier zeigen, freut sich kurz, um sich dann wieder ihrer jeweiligen Beschäftigung zuzuwenden. Aber hier hielt sie richtig gut durch, freute sich über jeden Elch der zum Vorschein kam und verknipste fleißig die Speicherkarte auf ihrem eigenen Foto. Da schmunzelten sogar die alten Hasen mit ihren Profi-Kameras um uns herum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  Schmunzeln mussten wir auch, als wir bei diesen Profis ein holländisches Pärchen wieder erkannten, das wir letztes Jahr in Haines bei der Bärenbeobachtung kennengelernt hatten. Das war natürlich ein großes Hallo - wie steht wohl die Chance, sich in diesem riesigen Land ein zweites Mal zu sehen? Anscheinend gar nicht so schlecht, wie wir nun erfahren durften.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 31.08.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  Nach der vielen Fahrerei der letzten Tage ließen wir es heute ruhiger angehen. Natürlich waren wir schon im Morgengrauen wieder im Park und konnten erneut zahlreiche Elche bewundern. Im weiteren Verlauf schlenderten wir jedoch gemächlich durch die vielen Giftshops am Parkrand, besuchten die Schlittenhunde, genossen ein Eis in der Sonne und ließen uns das gute Essen hier schmecken. Eine Abschlussrunde auf der Parkroad brachte uns abermals gute Elchsichtungen ein. Und sogar unseren ersten Grizzly - wenn auch nur durchs Fernglas einigermaßen gut zu beobachten. Da wir jedoch für den nächsten Tag eine Bustour gebucht hatten, kehrten wir recht schnell auf den Campingplatz zurück.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 01.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_07.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Leider fehlte uns zu dieser Bustour das schöne Wetter von gestern. Neblig und grau war es und immer wieder fing es an zu regnen. Richtig ungemütlich also. Und im Bus funktionierte die Heizung irgendwie nicht so richtig. Dennoch ließen wir uns davon nicht die Laune verderben und erfreuten uns an der Einzigartigkeit dieses Parks. Erfreuen konnten wir uns auch an den vielen Grizzlies, den Dall-Schafen, mehreren einzelnen Karibus und sogar einer ganzen Karibu Herde, die wir sahen. Leider waren alle diese Tiere ziemlich weit von der Straße weg, was wir von der letzten Reise anders gewohnt waren. Und noch etwas vermissten wir im Vergleich zum letzten Jahr: wo war eigentlich der Mount McKinley? Hatten wir ihn unter blauem Himmel liegend in Erinnerung, so sahen wir nun leider, leider gar nichts von ihm. Komplett im Nebel verborgen - schade!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
  Die Tour bis zur Kantishna Lodge zu buchen und nicht nur bis zum Eielson Center, hätten wir uns sparen können. Denn ab letzterem fing es an zu schneien (obwohl wir gerade eben doch noch Sonne bekommen hatten - ich sage ja: extreme Wetterumschwünge!) und hörte auch nicht mehr auf. Dichtes Schneegestöber und Nebel - da lohnt sich der Blick aus dem Fenster nicht mehr. Das ärgerte uns natürlich etwas, da wir diese Strecke auch gerne kennengelernt hätten und uns schon auf den Wonder Lake gefreut hatten. Es sollte jedoch nicht sein. So genossen wir in der Lodge ein warmes Mittagessen und das Spielen mit Helen vor einem gemütlichen Kaminfeuer, bevor es an den Rückweg ging. Ich glaube unserem Busfahrer ging es ähnlich wie uns am Atigun Pass - oder noch ein bisschen schlimmer, denn die Straßen sind hier wirklich, wirklich eng und direkt daneben geht es ziemlich, ziemlich steil abwärts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  Lustige Fotos bekamen wir durch dieses verrückte Wetter auf der Rückfahrt noch am Eielson Center. Wir haben von hier nun Bilder im strahlenden Sonnenschein und zum Vergleich einige, bei denen alles unter einer dicken Schneeschicht bedeckt ist. Außerdem bescherte uns dieser Halt unsere erste Schneeballschlacht dieser Saison - wer kann das im September schon von sich behaupten? Und außerdem: bei schönem Wetter kann jeder!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;

&lt;p&gt;Somit ging diese Bustour nicht ganz glücklich, aber umso abenteuerlicher für uns zu Ende. Der Busfahrer bekam einen dicken Applaus zum Abschluss - er hatte immerhin Höchstleistung vollbracht. Und uns übrigens tapfer bei jedem Halt die Fenster geputzt, damit wir immer wieder überhaupt noch etwas sehen konnten. Trotz aller Widrigkeiten genossen wir die Erfahrungen und Aussichten des Tages und würden jedem, der den Denali Park besucht eine solche Bustour empfehlen - egal bei welchem Wetter!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 02.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
  &quot;Happy Birthday to you!&quot;. Mit einem Geburtstagsständchen meiner zwei Lieben wurde ich heute Morgen geweckt. Dazu viele Küsse und ein Frühstück - da fing der Geburtstag schon mal gut an. Das schlechte Wetter, das wir auch jetzt wieder hatten, war hier plötzlich Nebensache. Wir hatten sowieso vor, bis nach Anchorage zu fahren, also konnte es draußen ruhig regnen - wir hatten es warm und gemütlich im Auto.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
In Talkeetna machten wir Mittagspause und konnten glücklicherweise im Trockenen einen Stadtbummel machen. Je mehr wir in den Süden kamen, umso besser wurde auch das Wetter. So konnten wir an der Palmer Hay Flats State Game Refuge einen schönen sonnigen und langen Spaziergang machen. Genau das richtige nach dieser weiten Fahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  In Anchorage angekommen, dann fast ein Hitzerekord: immerhin 19°C! Diese genossen wir zum Ausklang des Tages im Kincaid Park und hatten hier auch gleich das Vergnügen, eine Elch-Mutter mit ihrem Kalb zu beobachten. Ein Phänomen, das für uns völlig neu war - Elche mitten in der Stadt. Was für uns Anlass zum Freuen ist, ist für die Anwohner jedoch nicht immer so glücklich, wie wir im Laufe unseres Aufenthaltes erfuhren. So kann es durchaus passieren, dass der 6-spurige Stadt-Highway plötzlich durch mehrere Elche blockiert ist, dass Kinder in den Schulpausen nicht nach draußen dürfen, weil dort Elche grasen oder dass man plötzlich von einer Elchmutter angegriffen wird, weil man auf dem Weg von der Haustür zum Auto aus Versehen zu nahe an deren Kalb vorbei gekommen ist. Also schauten wir uns auf unserem Campingplatz lieber zweimal um, bevor wir ausstiegen.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 03.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_08.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Wir entschieden uns neben einem Bummel durch die Altstadt dazu, eine Trolley-Tour durch Anchorage zu buchen, um so viel wie möglich in der kurzen Zeit, die wir hier hatten, zu sehen. Das erwies sich als richtig. Denn zusätzlich zu den Plätzen, die im Reiseführer beschrieben sind und die wir sowieso angefahren wären, sahen und hörten wir hierdurch allerhand Wissenswertes rund um diese faszinierende Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Den Mittag verbrachten wir im Alaska Zoo - auch wenn wir einen Großteil der hier anwesenden Tiere bereits in freier Wildbahn gesehen haben, freuten wir uns an dieser wunderschönen Anlage mitten im Wald. Dennoch fanden wir, dass einige der Gehege (wie in den meisten Zoos) eigentlich zu klein für die Tiere sind. Wir wollten im weiteren Verlauf der Reise also lieber alle wieder &quot;draußen&quot; sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Angefangen haben wir mit etwas, mit dem wir nicht wirklich gerechnet hatten. Ich hatte gelesen, dass es nur wenige Kilometer außerhalb von Anchorage am Beluga Point die Möglichkeit gibt, Beluga Wale vom Strand aus zu sehen. Jedoch hätten wir niemals gedacht, dass wir da einfach hinfahren und tatsächlich auch welche da sind. Aber so war es. Als wir schon wieder etwas Verbotenes taten (nämlich unerlaubt die Bahngleise zu überqueren) und uns einen Spaß daraus machten am Strand entlang zu rennen und auf die Felsen zu klettern, kam der Ruf von der anderen Seite - sie kommen! Irritiert machten wir uns auf zu der Stelle, von der das Kommando kam. Eigentlich rechneten wir immer noch nicht damit. Doch dann konnten wir uns wirklich selber davon überzeugen. Mehrere der weißen Wale schwammen in einiger Entfernung an uns vorbei. Ein wirklich ergreifendes Erlebnis, auch wenn meistens nur der Rücken zu sehen war. Dennoch bekamen wir auch hin und wieder ein Gesicht und eine Flosse zu sehen - also haben wir alles in allem einen echten ganzen Beluga bewundern dürfen. Und ab und zu kamen sie auch richtig nah an den Strand heran.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Wir waren absolut überwältigt von diesen Eindrücken. Hinzu kamen auch noch ein paar Schweinswale, einige Dall-Schafe auf der gegenüber liegenden Felswand und ein traumhafter Sonnenuntergang. Wir verließen diesen magischen Ort auch wirklich erst, als es so duster wurde, dass wir nichts mehr sehen konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 04.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_09.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Nach den gestrigen Erlebnissen ließen wir diesen Tag ruhiger angehen. Gemächlich fuhren wir weiter Richtung Süden, machten oft Pause, genossen das schöne Wetter und die traumhaften Aussichten, zunächst mit dem Turnagain Arm rechterhand und dann wieder durch hügeliges und bewaldetes Gebiet bis zum Kenai River. Hier fühlten wir uns von Anfang an wohl. Am Russian River Campground entdeckten wir wunderbare Bedingungen für Grizzlies und so entschieden wir uns, dort zu übernachten. Der Russian River war voll von leuchtend roten Lachsen, umgeben von Wald - wenn das nicht optimales Futtergebiet für die Bären ist!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am Fluss entlang ist praktischerweise ein Steg, so dass wir trockenen Fußes und bequem hin und her spazieren und dieses herrliche Stück Land auf uns wirken lassen konnten. Eine unglaubliche Anzahl von Anglern findet sich hier und so ergibt sich schnell das eine oder andere nette Schwätzchen. Möwen und Gänsesäger gibt es ebenfalls jede Menge, nur die Grizzlies ließen auf sich warten. Da es mittlerweile auch spät wurde, entschieden sich die Mutter und die Tochter lieber ins warme Wohnmobil zu ziehen. Mein Mann jedoch gab nicht auf - und hatte tatsächlich Erfolg! Eine gut genährte Grizzly-Mama mit ihrem Cub erschienen plötzlich auf der Bildfläche und angelten nach den fetten Lachsen. Genau wie wir uns das vorgestellt hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Mutter hatte wohl ziemlich schnell genug, doch das Kleine machte sich noch lange einen Spaß daraus, durchs Wasser zu toben und zu versuchen, selbst Fische zu fangen. Vergeblich, so dass es irgendwann seiner Mama zurück in den Wald nach trottete. Für meinen Mann erneut ein Abenteuer, so nah an diesen imposanten Bären dran zu sein. Und wir Damen hatten im Nachhinein immerhin Freude an den Fotos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 05.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir gewinnen langsam den Eindruck, dass es in Alaska keine zwei Tage hintereinander das gleiche Wetter gibt. Nach dem gestrigen sonnigen Tag erwartete uns heute schon wieder Dauerregen. Dementsprechend trübe wurde die Weiterfahrt heute morgen. In Kenai hätten wir Lust auf einen Stadtbummel gehabt, ließen uns aber vom Wetter ein bisschen die Laune verderben. Schade, denn hier hätte es einige interessante Sachen für uns gehabt, wie z.B. Kenai River Stran oder die Kenai River Flats.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Kurz nach der Weiterfahrt hatten wir allerdings Glück. Erstens ließ der Regen nach und zweitens entdeckten wir wieder einmal eine Elch-Mama mit ihrem Kalb direkt am Straßenrand. Auch wenn man meinen könnte, dass es irgendwann langweilig wird, diese Tiere an der Straße zu sehen - wir können einfach nicht genug davon bekommen und freuten uns auch jetzt wieder über den herrlichen Anblick.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;In Homer angekommen, ließen wir uns erstmal ein super leckeres Essen am Homer Spit schmecken. Direkt am Meer schmeckt Fisch doch einfach noch mal besser. Und mit direktem Blick auf die vielen Schiffe im Hafen stimmt dann auch die Atmosphäre. Das Essen konnten wir beim anschließenden Strandspaziergang wieder etwas verdauen. Muscheln sammeln, tote Quallen suchen, den Wellen nachrennen - am Strand vergeht die Zeit wie im Flug und somit schauten wir uns den Rest von Homer nur vom Auto aus an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  Auf der Rückfahrt machten wir in Anchor Point am westlichsten, auf durchgehender Straße erreichbaren Punkt Nordamerikas Halt - wenn wir schon einmal hier waren, wollten wir uns diesen Titel doch nicht entgehen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;
Wir schafften es tatsächlich noch einmal bis zum Russian River Campground zurück. Doch leider konnten wir heute keine Bären sehen, sondern lediglich ein paar Rebhühner direkt neben uns am Weg, die im Gegensatz zu ihren Gefährten an der Straße mit erstaunlich wenig Scheu auf uns reagierten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 06.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Auf dem heutigen Weg nach Seward kamen wir wieder mal in den Genuss einer einzigartigen Landschaft, bestehend aus Bergen, Gletschern und Seen. Außerdem konnten wir zwei Wasseramseln beobachten, die an einem kleinen Flusslauf badeten und tauchten. Diese einerseits unauffälligen, andererseits aber extrem niedlichen kleinen Vögel begeisterten uns durch ihre Geschicklichkeit am, im und unterm Wasser wirklich sehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    Seward gefiel uns gut - ein typisches kleines Touristen-Hafenstädtchen mit vielen Giftshops, Restaurants und schöner Promenade am Hafen entlang. Dies alles und das wieder strahlend schöne Wetter taten das ihre dazu, dass wir den Tag durch und durch genießen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    Wir entschieden uns, das sonnige Wetter für einen Spaziergang zum Exit Gletscher zu nutzen. Dieser gestaltete sich länger, als wir dachten. Vom Parkplatz bis zum Gletscher sah es gar nicht so weit aus, doch der Weg schlängelte sich durch ganz schön unwegsames Gelände, so dass eine richtig kleine und schöne Wanderung daraus wurde. Der Gletscher lag als Belohnung herrlich blau glänzend vor uns. Leider nicht ganz so beachtlich wie wir uns das gewünscht hätten, denn der heftige Rückgang ist ihm wirklich anzusehen. Dazu die überall angebrachten Schilder mit den Jahreszahlen, bis zu denen der Gletscher früher gereicht hat - das macht ganz schön nachdenklich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
    &lt;br /&gt;
Zurück in Seward besuchten wir das Sea Life Center. Dieses gefiel uns richtig gut, wenn es auch für den Eintrittspreis von 20 $ und für Kinder ab 4 Jahren 10 $ doch eher etwas überschaubar war. An dieser Stelle noch eine kleine Anekdote: als die Frau am Eingang uns nach dem Alter unserer Tochter fragte, gab mein Mann im Spaß zurück, dass diese 1 Jahr alt sei (anzumerken ist, dass Helen mittlerweile 1,08 m misst). Wir glaubten natürlich, dass wir mit der Frau darüber lachen und dann 10 $ für Helen zahlen würden. Doch weit gefehlt. Die sympathische Kassiererin sah unsere Tochter an und meinte, dass sie in diesem Fall ja frei wäre. Na ja, wer nicht will, der hat schon?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Den Sonnenuntergang genossen wir auf der Lowell Point Road mit Blick auf die Ressurection Bay. Ist diese Stelle sicherlich schon ohne Sonnenuntergang imposant, staunten wir im goldenen Abendrot umso mehr darüber.&lt;br /&gt;
Auf dem Campingplatz beendeten wir diesen perfekten Tag mit einem perfekten Drachenflug. Bei steilem Wind mussten wir nicht mal laufen, um den Drachen zum Fliegen zu bringen. Loslassen reichte aus, um ihn hoch in die Luft zu bekommen und wir hatten einen riesen Spaß dabei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 07.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_10.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Für diesen Tag hatten wir eine Schiffstour zum Holgate Gletscher gebucht. Zum Glück habe ich mich getäuscht und es kommt doch vor, dass es zweimal hintereinander das gleiche Wetter gibt. Auch heute hatten wir klaren Himmel und konnten somit den Sonnenaufgang auf offenem Meer bestaunen. Trotzdem wurde es auf dem Außendeck ziemlich eisig, als das Boot erst einmal Fahrt aufnahm. Doch das störte uns zunächst einmal nicht. Wir waren viel zu sehr damit beschäftigt, die Fjordlandschaft um uns herum aufzunehmen. Eine ganze Kolonie Seelöwen, die faul auf ihren Felsen schliefen und ein Seeotter im Wasser erhielten ebenso unsere Aufmerksamkeit, wie das in der Sonne glitzernde Meer. Dabei sahen wir sogar mehrere von den kleinen Papageientaucher, die völlig verloren im großen Ozean wirkten. Aber dass wir diese putzigen Vögel hier in freier Wildbahn sahen, freute uns genau so sehr, wie die Nachricht, dass Wale in der Gegend seien. Davon sahen wir zunächst einmal einen Schweinswal und dann noch mehrere Delphine. &lt;br /&gt;
Am Gletscher angelangt fanden wir diesen imposanten Eisgiganten zwar sehr faszinierend, konnten den gesamten Aufenthalt dort aber nicht so richtig genießen, da die Luft mittlerweile gefühlt weit unter dem Gefrierpunkt lag. So zitterten wir uns durch den schönen Anblick hindurch, freuten uns dann aber auch, dass wir auf der Weiterfahrt nach drinnen gehen und uns aufwärmen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Das reichte gerade, bis die Durchsage kam: Buckelwale in Sicht. Also schnell wieder raus aufs Deck und Ausschau halten. Tatsächlich sahen wir gleich die Luftfontänen, die diese herrlichen Tiere ausstießen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In gut sichtbarer Entfernung waren dann auch recht schnell einige Rückenflossen und einige Male auch ein paar Schwanzflossen zu sehen. Wir freuten uns bei jedem Auftauchen der Wale und hofften natürlich darauf, einen davon springen zu sehen. Diese Freude machten uns die sanften Riesen leider nicht, dafür kam einer an die Oberfläche, um nach Futter zu angeln und somit kamen wir in den Genuss eines riesigen Walmaules an der Oberfläche. Ein außergewöhnliches Erlebnis alles in allem!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Rückfahrt nach Seward gestaltete sich etwas zäh, da es im weiteren Verlauf nichts Neues oder Interessantes mehr zu sehen gab. Dafür unterhielten wir uns sehr nett mit einigen Amerikanern und brachten diese mit unseren deutschen &quot;Sch&quot;-Worte zum Lachen: Schnitzel, Schnute, Strudel und Schatzi hört sich für die Einheimischen wohl ziemlich komisch an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auch wenn wir uns in Seward sehr wohl fühlten, beeilten wir uns doch, die Rückfahrt nach Anchorage anzutreten, da wir uns für die weitere Strecke noch einiges vorgenommen hatten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Montag, 08.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Dieser Tag sollte uns bitte schön bis nach Valdez bringen und so fuhren wir schon recht früh los. Uns erwartete auf dieser Strecke wieder eine unglaublich reizvolle Landschaft, mit herrlichen Aussichten, Bergen, Täler, Wäldern und Wasserfällen. Und schon der 3. Tag ohne Regen, was für uns dieses Jahr ebenfalls bemerkenswert erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ebenfalls erwartete uns ein Erlebnis der ganz anderen Art im Zusammenhang mit der Elchjagd. Gondelten wir nämlich eben noch die Landschaft genießend durch die Gegend, sahen wir auf einmal zwei Gestalten über etwas Rotes gebeugt am Straßenrand. Neugierig wie wir nun mal sind, schauten wir im Vorbeifahren natürlich genauer hin und erkannten mit etwas Ekel, dass die Beiden gerade dabei waren, einen Elch auszunehmen und ihm das Fell abzuziehen. Uh, muss man denn das direkt an der Straße machen? Das möchte der schönheitsliebende Durchschnittstourist doch wirklich nicht erleben. Wieder einmal bemerkten wir, dass hier manche Begebenheiten an der Tagesordnung zu sein scheinen, die bei uns in Deutschland undenkbar wären. Zum Glück sahen wir einige Kilometer weiter einen der Elche quicklebendig am Straßenrand - so sind sie uns doch gleich viel lieber!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Noch bevor wir nach Valdez einfuhren, machten wir einen ersten Abstecher auf die Dayville Road. Schließlich soll es hier während der Lachssaison nur so von Schwarzbären wimmeln. Hier sahen wir zwar keinen von ihnen, dafür jede Menge Weißkopfseeadler, Möwen, Seeotter, Robben und sogar einen erstaunlich großen Seelöwen-Bullen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dafür hatten wir Glück am Crooked Creek Science Center. Plötzlich stand er direkt neben uns auf der Straße: ein wahres Prachtexemplar eines Schwarzbären. Ganz friedlich stapfte er über die Wiese, schaute uns immer wieder einmal an und ging dann wieder gemächlich seines Weges. Leider wurde er ziemlich schnell vertrieben, denn als wir erstmal gehalten hatten, zog dies weitere Autos an den Straßenrand und plötzlich war ein kompletter Stau provoziert, der sich erst wieder auflöste, als der Bär durch die Hektik am Straßenrand verschwunden war und dafür die Polizei auf der Bildfläche erschien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dienstag, 09.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt; &lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_11.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Bevor wir zurück fuhren, machten wir noch einmal am Science Center Halt, um erneut Ausschau nach Bären zu halten. Mein Mann stieg hierzu aus, um die Umgebung näher zu betrachten, während meine Tochter und ich im Auto sitzen blieben. Leider schaute er just in dem Moment zu uns aufs Auto, als ein paar Meter hinter ihm eine Schwarzbär-Mama mit Kind die Straße überquerte. Nun saßen wir bequem im Auto und konnten die beiden beobachten, während er immer noch zu uns sah. Da half leider auch kein Fuchteln und Zeigen, im Gegenteil verwirrten wir ihn dadurch noch mehr. Als schließlich alles aufgeklärt war, ärgerte er sich natürlich ganz gewaltig, dass er das verpasst hatte. Und auch wenn wir andere Paare mit Walkie Talkies bisher eigentlich ziemlich peinlich fanden - für die nächste Reise besorgen wir uns auch welche!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Als wir aus Valdez wieder aufbrachen, machten wir kurz darauf am Worthington Glacier die erste Pause. Die Aussicht darauf von der Plattform aus war uns aber zu wenig und auch wenn hier wieder einmal ein Schild darauf hinwies, dass der Weg zum Gletscher nur auf eigene Gefahr zu begehen ist, entschieden wir uns für eine kleine Wanderung genau dorthin. Und das war ein großer Spaß für alle. Der Weg führte uns am Schmelzwasser vorbei über viele Geröllfelder und Felsen. Glitschige Angelegenheit das Ganze, aber wir kletterten tapfer bergan. Und wir wurden so was von belohnt, als wir direkt am Gletscher ankamen. Das Eis glitzerte silberblau und fühlte sich einfach großartig an. Und von so nahe wirkte er trotz seiner eigentlich geringen Größe ganz schön beachtlich. Ein weiteres wunderbares Abenteuer auf unserer Reise.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Die Weiterfahrt brachte uns wieder beeindruckend gefärbte Herbstwälder und schneebedeckte Berge im Hintergrund. Außerdem erneut ein Elch mitten in dieser herbstlichen Farbenpracht. Wir konnten ehrlich gesagt gar nicht glauben, dass manche der anderen Touristen, mit denen wir uns schon unterhalten haben, noch gar keinen Elch gesehen haben. Immerhin hatten wir mit diesem hier schon fast 60 davon gesehen (wobei wir im Denali Park sicherlich einige doppelt gezählt hatten - aber trotzdem). Da hatten wir wohl wirklich Glück dieses Jahr. Und das trotz Jagdsaison!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Mittwoch, 10.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_12.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Die Strecke am Kluane National Park vorbei war uns vom letzten Jahr ebenso schön in Erinnerung geblieben, wie die Strecke von Haines Junction nach Haines war uns und auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht. Ich glaube nirgendwo sonst gibt es auf so wenigen Kilometern solch einen erstaunlich häufigen Wechsel der Landschaftsform zu sehen. Diese Straße möchte ich jedem empfehlen! Kurz vor Haines begleitete uns zu unserer Rechten der Chilkat River und wir konnten zahlreiche Weißkopfseeadler sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auch Haines finden wir absolut empfehlenswert, wobei wir bemerkten, dass es einige Unterschiede zwischen 2013 und 2014 gab. Waren wir es von letztem Jahr gewohnt, dass die Touristen und die Bären ganz friedlich am Chilkoot Lake parallel zueinander existieren können, wurden wir dieses Jahr von der permanenten Anwesenheit eines Rangers, vielen neuen Warnschildern und sogar einer &quot;Betreten-verboten-Zone&quot; bei Bäraufkommen überrascht. Die Grizzlies konnten wir zwar trotzdem wunderbar beim Lachs-Fischen beobachten, jedoch waren es bei weitem nicht mehr so viele wie letztes Jahr. Dafür umso mehr Weißkopfseeadler.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Womöglich nimmt der Tourismus auch hier stetig zu und wenn wir sehen, wie die Kreuzfahrer der großen Kreuzfahrtschiffe extra mit dem Bus hierher gefahren werden und dann in Horden am Fluss ausschwärmen, dann wundert es uns eher nicht, dass die Bären sich lieber ein ruhigeres Fleckchen zum Fischen suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Trotzdem ein magischer Ort und immer gut für ein kleines Abenteuer - oder vielmehr einem kleinen Schrecken. Denn es passierte uns auch dieses Jahr, dass wir auf dem Weg spazieren gingen und plötzlich keine 10 Meter vor uns ein Bär aus dem Wald um die Ecke bog. Ich weiß nicht, wer mehr erschrocken ist - der Bär oder wir.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Donnerstag, 11.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;    Das schöne Wetter wollte heute nicht mehr mitspielen - wir erwachten im Dauer-Nieselregen. Unserer Laune konnte das jedoch nichts anhaben, die Grizzlies wollen auch bei schlechtem Wetter etwas fressen. Und bei diesem Wetter waren wir auch weitestgehend allein mit den Bären. Nur die hartgesottenen Abenteurer waren heute unterwegs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Irgendwann hatten aber auch wir genug und machten uns auf in die Stadt zum Einkaufen, Bummeln und Shoppen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zurück bei den Bären machten wir eine schöne Entdeckung. Wir hatten bei unserem letztjährigen Besuch eine Grizzly-Mutter mit Cub beobachten dürfen. Jetzt sahen wir die beiden tatsächlich wieder - allerdings getrennt voneinander. Das Kleine war also groß und mittlerweile flügge geworden. Waren wir vor Ort am Fluss noch etwas unsicher, ob das tatsächlich die Beiden sind, die wir meinen, brachte der Urlaubsbilder-Vergleich zu Hause die Gewissheit: ja, sie waren es tatsächlich. Eindeutig an der Fellfärbung identifiziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freitag, 12.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_13.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Wir verabschiedeten uns von den Grizzlies und nahmen die Mittags-Fähre nach Skagway. Auch hier erwarteten uns mehrere Kreuzfahrtschiffe und dementsprechend viele Menschen in der kleinen Stadt. Das machte uns hier jedoch nichts aus. Wir hatten trotzdem Freude an den schönen Fassaden und den darin befindlichen Läden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Auf die Rückfahrt nach Whitehorse freuten wir uns einerseits verständlicherweise nicht, da dies bedeutete, dass unser Urlaub jetzt ziemlich schnell zu Ende ging. Andererseits hatten wir hier noch einige schöne Erinnerungen an das letzte Jahr und machten uns daher trotzdem gut gelaunt an die vor uns liegende Strecke. Leider hielt dies nicht lange an, da wir den schönsten Teil davon (Klondike Highway über den White Pass) in dichtem Nebel fahren mussten. Und dichter Nebel bedeutet hier tatsächlich dichter Nebel - das mussten wir ja nun schon ein paar Mal erleben. Gott sei Dank lichtete es sich kurz nach der kanadischen Grenze wieder etwas. Gerade rechtzeitig, sonst hätten wir die ersten Schneeziegen der diesjährigen Reise verpasst!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da wir letztes Jahr eine kleine Bekanntschaft mit den Campingplatzbesitzerin in Tagish geschlossen hatten, beschlossen wir, vor der Rückkehr nach Whitehorse noch einen kurzen Abstecher dorthin zu machen. Und hatten kurz darauf bereits ein neues Abenteuer. Ein Schwarzbär am Straßenrand; und als wir endlich gebremst hatten ein Stachelschwein am Straßenrand. Was nun? Wir entschieden uns dafür, uns aufzuteilen. Mein Mann wollte das mittlerweile flüchtige Stachelschwein suchen, ich versuchte vom anderen Straßenrand aus den Schwarzbär etwas genauer zu sehen. Der Bär flüchtete ebenfalls kurz darauf und somit gesellte ich mich zu meinem Mann, der mittlerweile auch Helen, die wir in der Hektik allein im Auto ließen und die schon mächtig protestierte, mit zum Stachelschwein gebracht hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses konnten wir nun in aller Ruhe beobachten, da es sich auf seiner Flucht auf einen nahe gelegenen Baum gerettet hatte. Sehr süß, wie es da so zwischen den Zweigen kauerte. Wir ließen das Schweinchen aber sehr schnell wieder in Ruhe, damit es nicht noch vor lauter Panik herunterfiel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Samstag, 13.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir erwachten bei strahlendem Sonnenschein. Das konnten wir gut gebrauchen, schließlich war dies unser letzter Tag. Wie geplant besuchten wir das Six Mile Resort in Tagish, wobei der Chef leider schon beim Angeln war. Die Chefin freute sich jedoch über unseren unerwarteten Besuch und wir plauderten eine Weile nett mit ihr. Dann rief jedoch die Pflicht für sie, wir bekamen noch eine frische selbstgebackene Zimtschnecke und konnten dann die Rückfahrt nach Whitehorse nicht mehr länger aufschieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Immerhin hatte diese Strecke noch einige Leckerbissen für uns zu bieten. Zum Einen Carcross Desert, diese kleinste Wüste der Welt (wobei sie mittlerweile wohl diesen Titel aberkannt bekommen hat). Ein wirklich interessantes Phänomen, wie wir finden, diese großen Sanddünen, inmitten der ansonsten bewaldeten Landschaft.&lt;br /&gt;
Zum Anderen konnten wir den Emerald Lake in all seiner wunderbar blauen und türkisen Farbenpracht im strahlenden Sonnenschein bewundern. Was für ein schönes Erlebnis am letzten Tag!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Whitehorse angekommen entschieden wir uns gegen die dortigen Sehenswürdigkeiten, da wir sie bereits letztes Jahr genossen haben (wobei wir u.a. Miles Canyon, Takhini Hotsprings, SS Klondike, die Promenade am Yukon entlang und auch das Yukon Wildlife Preserve unbedingt empfehlen möchten) und schrubbten stattdessen in aller Ruhe das extrem mitgenommene Wohnmobil und gingen dann noch gemütlich in die Innenstadt. Ein fulminantes Abendessen gönnten wir uns und bei der Abschlussfahrt rund um Whitehorse herum konnten wir noch ein letztes Black-Tailed-Deer bewundern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Sonntag, 14.09.2014&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img alt=&quot;&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/wysiwigpro/cms-seiten/reiseberichte/textwettbewerb14/t14p03_14.jpg&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; height=&quot;30%&quot; width=&quot;30%&quot; /&gt;Rückreise. Das allein ist schon schlimm genug. Zusammen mit Koffer packen, sauber machen, warten auf das 18:50 Uhr-Flugzeug und 9-stündigem Flug mit anschließender Odyssee auf dem Ankunftsflughafen ist es kaum zu ertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Glücklicherweise konnten wir auf 3 abenteuerliche, ereignisreiche und unfassbar schöne Urlaubswochen zurückblicken, die dank SK-Touristik wieder einmal absolut reibungslos funktionierten und wir gut aufgehoben wirklich jede Sekunde genießen konnten. Vielen Dank an euer ganzes Team - deswegen buchen wir immer wieder bei euch!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;Und für alle ernsthaft Interessierten, wollen wir zum guten Schluss noch unsere Top-Ten-Liste für Alaska und den Yukon präsentieren:&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;1.) Denali Park&lt;br /&gt;
2.) Dalton Highway&lt;br /&gt;
3.) Top-of-the-World-Highway&lt;br /&gt;
4.) Fahrt von Haines Junction nach Haines (und natürlich Haines an sich!)&lt;br /&gt;
5.) Silvertrail und Keno Hill (trotz aller Widrigkeiten)&lt;br /&gt;
6.) Anchorage und Beluga Point&lt;br /&gt;
7.) Russian River&lt;br /&gt;
8.) Fahrt nach Valdez&lt;br /&gt;
9.) Worthington Glacier&lt;br /&gt;
10.) Seward inkl. Schifffahrt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viel Vergnügen beim selber Ausprobieren!&lt;/p&gt;</description>
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                    <item>
                <title>Im RV in den Norden Kanadas 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Im-RV-in-den-Norden-Kanadas.html</link>
                <pubDate>Wed, 24 Feb 2021 03:00:04 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/01_298.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;strong&gt;Unsere Reise in die Northwest Territories&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;3 Wochen im kanadischen Nordland&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von den SK-Kunden Monika &amp; Peter Hesse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;1.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Endlich ging es los, wir sind schon am Abend vorher nach Frankfurt gefahren, haben ein Hotel mit Parkplatz für die Dauer unserer Reise gebucht und sind am Morgen ausgeruht und voller Vorfreude zum Flughafen gefahren, eingecheckt hatte ich am Abend im Hotel. Wir hatten auch unsere Flüge über SK gebucht und so hat auch alles gut geklappt. Der Flug mit Air Canada war sehr gut, Sitzkomfort auch in der Economy war gut. Nach 9,5 Std. waren wir am gleichen Tag in Calgary gelandet, wurden wir bei SK gewünscht mit einem Privat Shuttle in die Innenstadt von Calgary gefahren und am anderen Morgen wieder zum Airport gebracht. In Calgary haben den Calgary Tower besichtigt und gut zu Abend gegessen, wir haben versucht den Jetlage zu überwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;2.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Am anderen Morgen ging es dann mit ca. 2 Std. Flugzeit nach Yellowknife, alles klappte ausgezeichnet (wir kennen es nicht anders von SK). Am Flugplatz erwartete uns der Vermieter Rick (ein Original), er holte uns mit unserem Truck-Camper ab fuhr uns in eine Wohnsiedlung und übergab uns das Fahrzeug, es war sehr windig und kalt. Uns wurde ja schon von Herrn Knüpp gesagt das wir nicht eine Übergabe wie in Whitehorse erwarten sollten, aber so hatten wir es doch nicht gedacht! Aber wir sind ja schon Wiederholungstäter und hatten etwas Camper Erfahrung, nur eben noch nicht mit einem Truck Camper. Er hat uns  den Hebel für den Black-Tank gezeigt und meinte Gray ist gleich (kam uns komisch vor), gab uns noch Tips für Campgrounds am Ingraham Trail, sowie in Yellowknife. Egal voller Freude auf zum Lebensmittel einkaufen, wichtig  auch Getränke mußten auf Vorrat eingekauft werden. Als wir alles im Auto hatten gings los, wir also Richtung Ingraham Trail (Ausgangspunkt für die Winter Ice Road), am Prelude Lake haben wir uns einen tollen Platz gesucht, nachdem wir alle Lebensmittel und Getränke verstaut hatten, haben wir einen schönen Spaziergang am Panoramic Trail gemacht. Die Nacht war kalt und klar. Morgens gegen 3.30 Uhr habe ich aus dem Fenster gesehen und die Polarlichter gesehen, ich habe Peter geweckt und wir wollten aus dem Camper, was soll ich sagen- no Power-, nichts mehr, Batterie im Camper leer!! Polarlichter waren super!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;3.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Am Morgen war es kalt im Camper, Heizung ging nicht also habe ich die Gasflammen angemacht, wir haben gut gefrühstückt und überlegt was wir machen. Wir waren ja schon so oft in Canada unterwegs, hatten aber noch keine solchen Probleme, aber es geht immer weiter. Wir wollten im ersten Moment nach Yellowknife zurück, aber wohin, Handy geht hier nicht und ich kann mich zwar gut verständigen wenn ich den Menschen persönlich gegenüberstehe, aber am Telefon?, Also wir los, der Wagen startete gut, also wir schon auf dem Weg zurück, plötzlich dachten wir, normal lädt sich die Batterie beim Fahren auf. Wir haben gewendet und sich den Ingraham Trail bis ans Ende gefahren, haben Wasserfälle besucht z.B. den Cameron Fall und auf der Rückfahrt hat ein Polarfuchs unserer Straße gekreuzt, konnte ihn gut fotografieren. Die Nacht haben wir dann in Yellowknife auf  dem Fred Henne Territorial Park mit Power verbracht. Unser Abendessen wurde jeden Abend auf offenen Feuer bereitet, das ist doch klar oder? Auch an diesem tollen sonnigen Abend und als wir beim Essen saßen kam ein Fuchs ans Feuer, hat sich auch für ein Foto bereit gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;4.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Nach einem guten Frühstück, mit geladenen Batterien und voller Freude ging es los. Den Frontier Trail bis Fort Providence, eine lange Fahrt vorbei an Seen, Felsen und viel verbrannten Wäldern. Im August war die Straße sogar gesperrt da es so viele Feuer gab und die Leute sagten das bis Yellowknife der Rauch den Himmel schwärzte. Wir fuhren und warteten auf die Bisons, sie wurden ja überall angekündigt, aber dann ca. 150 km vor Fort Providence endlich Bisons, so viele direkt am Straßenrand. Endlich und nach ca. weiteren 20 km eine volle Bremsung unser 1. Schwarzbär, ein Traum ich konnte ein paar tolle Fotos schießen. Der Campeground in Fort Providence war sauber und hatte sogar Wi-Fi und wir konnten die ersten Fotos nach Hause senden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;5.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Gut ausgeschlafen ging es weiter auf unserer Fahrt Richtung Hay River. Das nächste Erlebnis war die tolle ca. 1km lange DehChoBrigde, bevor es diese Brücke über den Mackenzie gab mußten alle Fahrzeuge mit der alten Merve Hardie Ferry übersetzen und das dauert länger, heute geht es ruck zuck über diese neue Brücke, es ist schon ein kleines Wunder was man dort verbracht hat. Einen nächsten Stopp legten wir in Kakisa bei den Lady Evelyn Falls ein. Man kann den Anblick nicht in Worte fassen, wie eigentlich alle Wasserfälle die wir besuchten, einfach unglaublich. Von dort sind wir weiter nach Hay River wir haben auf dem Territorial-Park , direkt am Hay River übernachtet. Steht man am Strand sieht man kein Ufer auf der anderen Seite, wie ein Meer. Der Great Slave See ist so riesig. Im NWT vergißt man Deutschland so schnell und man hat kein Zeitgefühl mehr, es gibt nur uns und dieses traumhafte Land! Gegessen wurde wie jeden Abend am offenen Feuer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;6.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Unsere Fahrt geht weiter in Richtung Fort Smith auf der Wood Buffalo Route, ach nicht vergessen, immer Tank auffüllen wenn es eine Gelegenheit dazu gibt - das ist ganz wichtig. Kurzer Stopp am Little Buffalo River Falls, ist ein kleiner Wasserfall mit einem netten Campground. Als wir dann die Fahrt fortsetzten, nach ca. 10km Stopp - eine Schwarzbärin mit zwei Kleinen sonnen sich am Straßenrand und überqueren die Straße, hatten genügend Zeit die Tiere in aller Ruhe zu beobachten. Man sollte wissen hier ist sogar das Autofahren Urlaub. Unser einsame Fahrt ging weiter, dann folgten wir einem ca. 11 km langen Abzweig Richtung Aussichtspunkt Salzebene des Salt Rivers im Buffalo Wood Park &quot;Salt Plains&quot;, super Aussicht auf die Salzebene. Von dort könnte man auch gleich Peace Point abbiegen und wäre dann gleich im Park auf dem Campground. Ist die Straße aber nicht befahrbar und man müßte umkehren, könnte es knapp mit dem Benzin werden. Wir sind zurück zum Hwy und bis Fort Smith gefahren. Dort haben wir das Visitor Centre besucht und uns alles erklären lassen, haben Benzin aufgefüllt auf dem Queen Elisabeth Campground geschlafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;7.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Unsere Fahrt führt uns die Wood Buffalo Route zurück, auch auf der Rückfahrt hatten wir Glück mit Bisons und Schwarzbär, in Enterprise füllen wir Benzin auf und fahren zum Louise Falls Campground wo wir die Nacht verbrachten, von dort haben wir tolle Touren zu den Wasserfällen unternommen. Twin Fall Gorge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;8.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Am Morgen ging es weiter , als nächste noch mal zum Alexandra Falls, man kann jede Menge Fotos machen so toll sind diese Wasserfälle. Unsere Fahrt geht weiter, es gibt eine unendliche Weite, das Land ist unendlich. Wir folgen der Waterfalls Route Hwy 1 den Mackenzie Highway, wir wollen nach Fort Simpson. Wir machen Stopp am Sambaa Deh Fall, ein netter Campground. Wir haben eine tolle Tour am Trout River mit seinen Stromschnellen unternommen, Fossilien auf dem Plateau gesucht und sind zu überwältigten Coral Falls gewandert. Am Abend saßen wir am großen Feuer welches Ray vom Campground für uns machte, plauderten bis in die Nacht und tranken Kaffee. Die Menschen sind alle sehr offen und freundlich. Auf die Polarlichter warteten wir in dieser Nacht vergebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;9.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Wir starten gut vorbereitet am Morgen mit den Empfehlungen von Ray für Fort Simpson. Wetter war super und gegen Mittag waren wir in Fort Simpson, Visitor Center war geschlossen, also wir los und haben Simpson Air aufgesucht. Wir buchten gleich für den Mittag einen Flug in den Nahanni Park, Wetter Info war gut, wir haben zwar einwenig überlegt denn der Flug ist sehr teuer da wir nur 2 Personen waren. Aber werden wir das jemals wieder machen? Also kurz entschlossen, wir fliegen, Peter hat mir zu Liebe sogar seine Flugangst unterdrückt und ist mit geflogen. Wir haben dann Ted Grant den Besitzer kennengelernt als er hörte das wir von SK und Herrn Schoof kommen. Wir sagten Ihm Grüße von Rainer und Ted sagte uns das sie schon lange Freunde sind und viele Grüße an Ihn. Unser Flug startete gegen 13.30 mit dem Wasserflugzeug vom Mackenzie River, es war super, die Sicht war sehr gut, ich konnte vorn sitzen und fotografieren, es war einfach unglaublich. Wir landeten in der Nähe des Virginia Falls. Der Trail entlang des Nahanni Rivers war schon allein ein Erlebnis. Ein Zeitgefühl hatten wir nicht mehr vielleicht sind ca. 20 min gelaufen und dann standen wir oben und konnte auf diesen unglaublichen Wasserfall sehen. Man fühlt sich einfach so unendlich klein. Du weißt hier her kommt man nicht einfach mal so und wir waren 3 Menschen allein mit dieser traumhaften, unberührten Natur. Wir mußten dann wieder weiter und machten einen 2. Stopp bei der Lodge von Ted am Little Doctor Lake. 2 Gäste waren dort, wir konnten uns die Unterkunfte ansehen , es gibt kein Strom oder Wasser, es ist wie im Paradies und der Blick auf den See, den wird man nicht vergessen. Dann ging der Flug zurück, Peter mußte sich noch mal anstrengen und fast am Ende unseres Fluges  steuert ich das Flugzeug und unser junger Pilot hatte Freude an Peters ängstlichen Blicken, ich war stolz und froh als ich das Steuer wieder übergeben konnte. Gegen 19 Uhr waren wir von unserem unglaublichen Ausflug zurück. Wir haben es nicht bereut, es wir unvergesslich bleiben. Wir fuhren auf den Campground und haben den Abend ausklingen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;10.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Morgens haben wir unsere Vorräte aufgefüllt, getankt und sind wieder in Richtung Checkpoint und dann den Liard Trail nach Fort Liard. 286 km Schotterpiste da weiß man was Weite ist, auf dieser Fahrt ist uns 1 Auto entgegen gekommen, unterwegs haben wir nochmals Schwarzbären gesehen und fotografiert. Als wir dann am Nachmittag Fort Liard erreichten haben wir auf einem netten Campground am Hay Lake übernachtet, hatten wieder tolles Wetter und konnten am Feuer sitzen und haben dort Biber, Bisons und Schwarzbär beobachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;11.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Am Morgen haben wir in Ford Liard unseren Tank aufgefüllt und sind in Richtung Fort Nelson gefahren und dann heißt es Abschied nehmen vom Northwest Territories. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man seine Reise ins NWT vielleicht Ende August planen, denn ab 15.9. schließen alle Campgrounds.  Wir sind schon oft mit SK gereist und wurden immer sehr gut von Herrn Schoof beraten. Unsere 1. Reise war 2003 in BC, dann kam der Yukon und der hat uns nicht mehr los gelassen. Diese Reise war etwas Besonderes, wir haben eine ganz andere Landschaft gesehen, viele Tiere beobachten können und es wird uns unvergesslich bleiben. Danke an das gesamte Team von SK, auch vielen Dank an Herrn Knüpp für seine Hilfe bei unserer Planung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;12.Tag - Ende (25.09.)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Von Fort Nelson sind wir zum Muncho Lake dort haben wir 2 Tage verbracht, haben schöne Touren unternommen, dann ging es weiter zu den Liard River Hot Springs, besuchten den Smith River Fall ca. 2km vom Alaska Hwy. In Watson Lake brachten wir ein Schild aus der Heimat beim Sign Post Forest an, bei der Weiterfahrt auf dem Alaska Highway konnten wir einige Schwarzbären beobachten. Dann ging es nach Teslin, von dort fuhren wir ein Stück die Canol Rd, Hwy 6, mußten aber umdrehen da das Wetter schlechter wurde. Wir fuhren dann Richtung Atlin,  übernachteten haben wir am Snafu Lake Goverment Campground, konnten eine Biber beobachten. Unsere Reise ging über Carmacks und irgendwann nach Whithorse und dann zurück nach Deutschland. Wir freuen uns schon heute auf unseren nächsten Urlaub mit SK und auf den Yukon.</description>
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                    <item>
                <title>Im Camper zu den Nordlichtern 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/p10_01.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Durch die Rockies in die Nordwest-Territories und zurück&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;4 Wochen Westkanada und das wilde Nordland&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von SK-Kundin Regina Giebler&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Sonntag den 07.09.2014 starteten wir unsere 4. Kanadareise. Nachdem wir uns im Frühjahr 2010 in BC aufhielten (mit kleinen Abstechern in den Yukon und nach Alaska), befuhren wir im Frühjahr 2011 den Yukon und Alaska (unter anderem den &quot;Top of the World Highway&quot; und mit der Fähre von Haines nach Skagway). 2012 lag unser Hauptaugenmerk auf dem Dempster Hwy und dem Nordpolarmeer (von Whitehorse nach Inuvik mit Flug nach Tuktoyaktuk und zurück).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In diesem Jahr wollten wir zum &quot;Great Slave Lake&quot; bis Yellowknife, um Nordlichter zu sehen. Als wir gegen 17 Uhr und bei 20° Grad in Calgary ankamen, erzählte uns der Taxifahrer auf dem Weg ins Hotel, dass wir schlechtes Wetter mitbrächten: &quot;... ab morgen soll es schneien&quot;, das glaubten wir jedoch nicht. Aber als wir am Montagmorgen die Gardinen zur Seite zogen, war es tatsächlich weiß draußen. Uns wurde gesagt, dass es oft Anfang September so sei. Es schneit ein paar Tage, aber dann wird es wieder wärmer. Für die nächsten 4 Tage hatten wir statt Indian Summer - Winter, Schnee und bis zu -7°C am Tag. Nachdem wir bei Fraserway unseren Pickup-Camper übernommen und den Kühl- und Gefrierschrank mit Proviant gefüllt hatten, fuhren wir am ersten Tag bis zum Two-Jack-Lake im Banff Nationalpark. Wir fuhren durch die Nationalparks von Banff und Jasper, da wir noch einmal einige Seen (wie Peyto Lake, Emerald Lake und Lake Louise) wegen ihrer schönen Farben zu einer anderen Jahreszeit sehen wollten. Unsere geplanten Unternehmungen am Icefield Parkway verschoben wir aufgrund des Wetters auf den Rückweg, der uns wieder hier entlang führen würde. Am Mount Robson unternahmen wir eine Tageswanderung entlang des Berglake Trails. Schon in British Columbia mussten wir feststellen, dass die meisten Provincial Park Campgrounds wegen Saisonende bereits geschlossen waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Reise führte weiter über Prince George nach Norden den Hwy 97 entlang, wo der Tag am Tudyah Lake Campground endete. Auch dieser Campground war bereits ohne Bewirtschaftung, aber zugänglich. Weiter gings nach Nordosten bis zum Alaska Highway bei Fort St.John, wo es dann Richtung Norden weiter ging. Der Versuch, in die Pink Mountain vorzudringen, um eine nächtliche Nordlichtbeobachtung zu arrangieren, missglückte, da der Weg dahin nicht ausgeschildert und somit nicht zu finden war. Der Tag endete schließlich am Duhu Lake, einem abgeschiedenen Campground, der von Anglern und Jägern aus der Gegend als Basis genutzt wurde - eine interessante Erfahrung, zu sehen (und zu hören) wie es unter Quad-fahrenden und in Tarnanzügen rumlaufenden Jägern zugeht, die am Abend ihre Entenlockpfeifen testeten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Highlight der nächsten Etappe in Richtung Norden war eine Wanderung zum Sikanni Chief Wasserfall - auch dies eine Herausforderung, da man den Abzweig vom Highway nicht ohne weiteres finden konnte. Der Weg zum Ausgangspunkt erforderte die Nutzung des Allradantriebes. Weiter ging es über Fort Nelson und Fort Liard (nun schon auf dem Liard Highway) nach Fort Simpson. Unterwegs sahen wir viele Tiere, große und kleine, von A bis Z, wie Adler, Biber, Bären, Bisons, Big Horn Sheeps, Mointain Goats, Stellers Jays, Wapities usw. am Straßenrand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor den verschlossenen Toren des Blackstone Provincial Park Campground trafen wir Wolfgang und Carmelita aus Süddeutschland, die als Weltenbummler über Russland, Asien, Australien, Japan nach Amerika kamen und bereits lange unterwegs sind. Sie waren mit ihrem eigenen MAN-Expeditionsmobil unterwegs. Wir entschlossen uns, vor den verriegelten Schranken des Campgrounds stehen zu bleiben. An diesem Abend führten wir viele interessante Gespräche, schwatzten über Gott und die Welt und gaben uns gegenseitig Ratschläge für&#039;s Reisen. Da wir einen guten Draht zueinander gefunden hatten, war es sehr schön, dass wir uns noch einige Male im Verlauf unserer Reise begegneten.&lt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da die Campgrounds geschlossen waren, suchten wir in den Ortschaften immer die Visitor Center auf, um uns mit Frischwasser usw. zu versorgen. Häufig gab es auch einen Internetzugang. Da konnten wir Lebenszeichen nach Hause versenden. In Fort Simpson fuhren wir zuerst zu Wolferine Air, um einen Flug zu den Virginia Falls im Nahanni National Park Reserve zu buchen. Nachdem wir unseren Eintritt in den Park entrichtet hatten, flogen wir mit Thor, dem Piloten, in einem Wasserflugzeug über Berge und durch Canyons zu den Virginia Falls. Der Ausflug dauerte über 5 Stunden. Beeindruckt waren wir nicht nur von dem gewaltigen Wasserfall, sondern auch von der schroffen Berglandschaft, durchzogen von tiefen Canyons und dem Little Doctor Lake, welcher eine einzigartige Lage aufwies, indem er eine Bergkette durchbricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag folgten wir weiter dem Mackanzie Highway, besuchten einige Wasserfälle, wie den Sambaa Deh Wasserfall, Coral Wasserfall und die Twin Falls und übernachteten vor den Toren des Lady Evelyn Falls Campgrounds. Danach fuhren wir bis Yellowknife. Nach einem Besuch im Visitorcenter und einer Stadtbesichtigung musste natürlich auch ein Restaurantbesuch in Downtown sein. Passend hierfür erschien uns Bullocks Bistro, ein altes Fischrestaurant mit eigenem Flair. Wir aßen ein lokales Fischgericht und trafen Elke aus Dresden, die seit 20 Jahren in Yellowknife lebt und arbeitet und ihren sächsischen Dialekt dabei erhalten hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am 13. Abend durften wir dann dass erleben, worauf wir lange gewartet hatten - Nordlichter. Ab zirka 21:30 Uhr bis weit nach Mitternacht verzauberten sie den Nachthimmel. Auch in den nächsten Tagen in der Nähe von Hay River und auf dem Twin Lakes Campground (bereits wieder in Alberta) sahen wir mit Begeisterung dem nächtlichen Spektakel zu. Dann fuhren wir wieder zurück in Richtung des Jasper NP. In den Miette Hot Springs haben wir uns nach 3 Wochen Adventure erst einmal 3 Stunden lang im heißen Wasser weichkochen lassen. Auch den Maligne Lake konnten wir in seinen schönsten Farben erleben, welche je nach Sonneneinstrahlung und Himmelsbedeckung durch Wolken zwischen Türkis und Blau wechselten. Ausser der Bootsfahrt zum Spirit Island, dem Postkartenmotiv des Jasper NP, machten wir eine kleine Wanderung entlang des Sees. Im weiteren Verlauf unserer Fahrt durch den Nationalpark suchten wir das Columbia Icefield Center auf, um uns Karten für den neu eröffneten Glacier Skywalk zu besorgen. Auf dem Weg dorthin besuchten wir den Edith Cavell Glacier und die Sunwapta Falls.Mit dem ersten Shuttle Bus um 10:00 Uhr fuhren wir zum Skywalk. Hier hatten wir bestes Wetter und eine phantastische Aussicht und es waren nur wenige Besucher auf dem gläsernen Laufsteg. Am Columbia Icefield sahen wir die Gletscher der umliegenden Berge, darunter den mächtigsten davon, den Athabasca Glacier. Vom Columbia Icefield weiter in Richtung Süden wanderten wir zum Bridal Fall, welcher merkwürdig schwallweise in die Tiefe stürzt und dabei an ein wallendes Brautkleid erinnert. Leider macht dieser es dem Fotografen nicht leicht, da er im Gegenlicht erscheint und seine Gischt weit versprüht. Wir folgten dem Icefield Parkway in den Banff NP hinein bis zum Abzweig am Saskatchewan River Crossing. Wir entschlossen uns zu einem Abstecher nach Osten und fuhren den Saskatchewan River entlang zu den Kootenay Plains. Hier konnte man sich dem Trubel im Nationalpark mit seinen Bussen voller Touristen aus Fernost ein wenig entziehen und den leeren Highway in erhabener Landschaft genießen. Der Saskatchewan River bildet hier an einer Stelle in einer Flussverbreiterung eine kreisförmige Wirbelströmung, den sogenannten Whirlpool.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2009 gab es in diesem Gebiet einen weitläufigen Waldbrand. Diesem wurde hier ein Lehrpfad gewidmet, den wir entlang wanderten. Zugleich war hier eine heilige Stätte der Kootenay Indianer zu sehen, die bestimmte Bäume mit Stoffstreifen geweiht haben. Wir übernachteten schließlich auf dem Two-o-clock Creek Campground, welcher erstaunlicherweise nicht geschlossen war.Am nächsten Tag gings zurück auf den Icefield Parkway und dann nach Süden. Am südlchen Ende des Parkway wandten wir uns gen Westen und kamen in den Yoho Nationalpark. Wir verweilten am Spiraltunnel, wo sich wieder ein langer Güterzug über den Kicking Horse Pass quälte. An diesem Tag besuchten wir den Takakkaw Fall, der uns 2010 nicht vergönnt war, weil die Straße dorthin im Frühjahr noch gesperrt war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiterhin hielten wir in Field und besuchten nach 2010 ein weiteres mal die Natural Bridge und den Emerald Lake, dessen Farben uns diesmal noch intensiver erschienen. Über Golden fuhren wir in das Tal des Columbia River, wo unsere Tagesetappe endete. Das Ziel, Radium Hot Springs, erreichten wir am nächsten Morgen, wo wir natürlich wieder die heißen Quellen besuchten. Weiter ging es durch den Kootenay Nationalpark entlang des Kootenay River. Hier besichtigten wir die Numa Falls, die Paint Pots, den Marble Canyon und schlossen den Kreis im Banff Nationalpark. Die Paint Pots, so lernten wir, waren bereits seit Jahrhunderten eine Rohstoffquelle der First Nation für die Gewinnung von Ocker, einem Farbstoff, der vielseitig zur Bemalung von Körper und Gebrauchsgegenständen genutzt wurde. Zurück im Banff NP besuchten wir den Moraine Lake und übernachteten auf dem Tunnel Mountain Campground. Hier hatten wir, wie schon am Abend zuvor, wieder eine frostige Nacht. In Banff lohnt sich ein Stadtbummel allemal und ein Blick aufs Fairmont Banff Springs Hotel ist ein Highlight des Besuches in diesem Städtchen. Von hier fuhren wir zurück nach Calgary, besichtigten die Innenstadt mit ihrer typisch amerikanischen City und meldeten uns aus einem Internetcafe zu Hause. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Samstag, dem 4.10. gaben wir nach einer Übernachtung auf dem Mountain View Campground mit Full-Sevice unseren Camper bei Fraserway RV ab. Natürlich brachte uns ein Fraserway Shuttle Bus zum Flughafen. Da wir den Flug für diese Reise von SK Touristik als Preis des Fotowettbewerbes bekommen hatten, haben wir uns ein Upgrade für die Clubklasse geleistet. Am Sonntag, dem 5.10. kamen wir am frühen Nachmittag in Deutschland an und fuhren mit unserem Rail&amp;Fly Ticket nach Hause. Insgesamt sind wir in den 4 Wochen 6100km durch schöne Landschaften in Alberta, Britisch-Kolumbien und den Nord-West-Territorien gefahren, haben viele schimmernde Seen, reißende Flüsse, gewaltige Gletscher, rauschende Wasserfälle, tiefe Canyons und jede Menge Tiere gesehen, aber das Beeindruckendste waren die wundervollen Nordlichter.</description>
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                <title>Zu den Bären nach Alaska 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/p7_01.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Hanging around Haines&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Tagesausflug in Alaska&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag zum Textwettbewerb 2014 von SK-Kunde Viktor Fischer&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Tag 12 (04.09.2014)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Katzenwäsche und ab zum Wehr, um kurz vor halb acht sind wir da. Nada. Keine Bären. Nur ein Paar, das uns darüber informiert, dass wir die Bären verpasst haben. Drei seien es gegen 6 Uhr gewesen. In der Hoffnung, dass es noch mehr hungrige Bären in der Gegend gibt, beschließen wir zu warten. Es dauert nicht lange, da taucht auch wieder der junge Mann auf, der das Wehr von den angespülten Lachsen befreit. Bei einem kurzen Small-Talk erfahre ich, dass die Bären meist dreimal am Tag auftauchen, der Mittagsbrunch fände meist zwischen 9 und 12 Uhr statt. Später erzählt er uns bei einer Tasse Kaffee in unserem Camper, dass er die Lachssaison über, also von Mitte Mai bis Mitte September, in der im unmittelbar angrenzenden Wald gelegenen Hütte lebt und zurzeit von morgens bis abends tagein und tagaus das Wehr reinigt und Lachse zählt. Man merkt ihm an, dass es ein einsamer Job ist und er sich über Gesellschaft freut. Sein Kollege, mit dem er in dreitägigem Rhythmus gewechselt hatte, ist vor zwei Wochen abgesprungen. Aber es sind ja nur noch knapp 14 Tage, dann kehrt er auch wieder &quot;in die Zivilisation&quot; zurück.&lt;br /&gt;Wir warten weiter. Und warten. Nicht, dass es langweilig wäre - zum einen hält einen das Gefühl, es könnte jederzeit ein Bär neben, vor oder hinter einem aus dem Wald auftauchen bei Laune, zum anderen gibt es eine Menge Wasservögel und Weißkopfadler zu beobachten.&lt;br /&gt;Das Stativ ist aufgebaut. Und jetzt ist eine gute Position gefunden. Nur weiterhin kein Bär. Seit mehr als zweieinhalb Stunden warten wir. Pa hat bereits den Camper aufgeräumt und gefegt, Kaffee gemacht, aufgeräumt, gefegt... Eigentlich ist er doch der Bärenfan, warum wartet er nicht mit draußen? Wäre ich traurig, wenn ich den Moment verpassen würde, in dem der oder die Bären auftauchen. Zwei Aussagen von Pa dazu:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Um elf Uhr hole ich die Kamera und komme raus. So ist wenigstens einer von uns im Wagen sicher....&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und warten. Immer wieder lasse ich den Blick 360° schweifen. Kein Bär. Keine verdächtigen Bewegungen im Halbdunkel des Waldrandes. Nochmal das Stativ umpositionieren. Um 10:59 Uhr kommt Pa mit der Kamera. Warten. Gucken. Warten.&lt;br /&gt;Eine Spaziergängerin in Jogginghose schlendert langsam und unbedarft die Strasse hinauf, am Wehr und an uns vorbei. Aber was ist das? Kaum hat sie mich passiert, ahne ich eine Bewegung am Waldrand etwa 30 m weiter die Strasse hinauf. Ich stoppe sie. Sie sieht nichts. Auch Pa weiß nicht, was ich meine. Aber meine Augen haben mich nicht betrogen. Kurz darauf taucht ein Grizzly aus dem dunklen Waldrand auf, schaut sich kurz um und entscheidet wohl, dass wir ihn nicht weiter stören. Ganz ruhig schlendert er auf uns zu, denn das Wehr befindet sich von ihm aus gesehen hinter uns.&lt;br /&gt;Jetzt bräuchte es der Dramaturgie wegen einen Einspieler von einem Ennio Morricone Titel - High Noon in Haines. Das Duell. Der Grizzly kommt näher und näher. Gegenüber die Fischers mit ihren Kameras. 20 m. 15 m. Zum ersten Mal muss die Brennweite vom Objektiv verringert werden, sonst passt der Grizzly nicht mehr in den Bildausschnitt. 10 m. Zwischendurch hat Pa bereits die Türen geöffnet und auch der Spaziergängerin etwas Platz auf dem Rücksitz gemacht. Beide verschwinden auf der Beifahrerseite im Auto. 7 m. Mit dem Rücken stehe ich jetzt unmittelbar in der Tür und hebe dann doch langsam meinen Hintern auf den Sitz. 5 m. Langsam schließe ich die Tür. 3 m. Jetzt ist die Tür zu. Der Bär passiert den Wagen in etwa 2 m Abstand. Vielleicht hätte ich das Fenster besser schließen sollen? Aber so fühlt es sich an, als müsste ich nur mein Hand ausstrecken, um ihm den Pelz zu kraulen - oder aber zu lernen, einhändig ein Hemd zu knöpfen. Nein, im Ernst. Der Bär wirkte zu jeder Zeit tiefenentspannt und unaufgeregt. Kein Sabbern, kein Kieferklappern, kein Schnauben, kein Tänzeln, nichts. Ab und an warf er einen Blick auf uns, ging aber ansonsten zielstrebig auf seinen Mittagsbrunch zu. Da lässt Bär sich doch nicht von so ein paar Alschbachern stören. Und von Bärenkindern war weit und breit keine Spur. Das Bärenspray war trotzdem entsichert....&lt;br /&gt;Der Bär spaziert also an uns vorbei und verschwindet am Wehr hinter dem Busch im Wasser. Wir steigen aus und flugs ist die Kamera auf dem Stativ montiert. Doch ebenso schnell hat der Grizzly bereits einen Lachs gefangen und kommt zurück. Mitten auf der Strasse legt er seine Beute ab und veranstaltet ein kleines Schauessen für uns und die anwesenden Raben und Möwen. Und denen sollte man mal was von Sicherheitsabstand erzählen, bis auf einen Meter sind die während des Fressens ran. Würden wir niemals machen. Versprochen. Mittlerweile sind noch mehr Menschen aufgetaucht und beobachten mit uns, wie ein Lachs nach dem anderen - mittlerweile wieder im Wasser - verspeist wird. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis. Aber vor lauter Begeisterung vergessen wir nicht, immer wieder einen Rundumblick zu werfen, denn es sollen bis zu zehn Bären in der Gegend sein. Aber es taucht kein weiterer auf und nach zwei Stunden und sieben Minuten entschließt sich Meister Petz, genug posiert zu haben und zieht sich zurück. Was für ein Erlebnis. Und ist es nicht bemerkenswert, wir warten von etwa halb acht bis sieben Minuten nach elf. Und Pa sagt bereits um etwa zehn Uhr:&lt;br /&gt;Um elf Uhr hole ich die Kamera und komme raus.&lt;br /&gt;Das nenne ich ein Gespür fürs rechte Timing. Wir brechen auf und legen in Haines einen kurzen Einkaufstopp ein und bestaunen die Qualität der amerikanischen Papiertüten. Da kann man wirklich einen ganzen Einkauf verpacken, ohne die Sorge zu haben, dass die Tüte reisst.&lt;br /&gt;Weiter geht es zum Chilkoot State Park im Süden der kleinen Halbinsel. Über eine Holperpiste erreichen wir das Ufer des Inlets. Und hier steigt einem der Duft des Pazifiks in die Nase. Ein frischer Wind weht. Hinter dem Inlet zwei Gletscher. Kann denn der Tag noch besser werden, unglaublich. Nach einem kleinen Snack spazieren wir etwas durch die Gegend und machen uns wieder auf den Rückweg zum Campground.&lt;br /&gt;Es passt nur zu gut in den Tag, dass wir unterwegs zwei Jungadler und eine Otterfamilie am Wasserrand treffen.&lt;br /&gt;Dann aber doch noch ein kleiner Fleck auf der sonst weißen Weste eines perfekten Tages: Unser Stellplatz wurde geklaut. Also im übertragenen Sinn, wäre sonst auch etwas unhandlich. Er ist okkupiert von einem Paar aus Alabama. Offenbar hat die Campgroundrangering unsere Reservierung vorzeitig entfernt, dass Missverständnis ist schnell und nett geklärt und wir machen uns ans Abendessen. Heute wieder Spaghetti. Das Feuer dazu muss aber sein, für morgen ist wieder die Einreise nach Kanada geplant. Ein perfekter Tag geht zu Ende. Danke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;57 km gefahren, Durchschnittsverbrauch 17 l / 100 km&lt;/em&gt;</description>
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                <title>Von Nordkanada in den Westen 0,00 €</title>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbsk10mkdec2_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;h2&gt;Deh Cho 2010 - Teil II&lt;/h2&gt;&lt;em&gt;Von Nordkanada in den Westen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1. Tag - 04.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;So, die Familien Schoof und Schulte-Kammel nähern sich mit Riesenschritten Yellowknife und das bedeutet, dass sich deren Urlaub dem Ende entgegen neigt. Dies mag für die beiden Familien und alle aufmerksamen Blogleser betrüblich sein, für uns bedeutet es aber, dass unser Urlaub nun endlich losgeht. Eigentlich sollte es ein ganz relaxter Urlaubsbeginn mit einem ausgiebigen Frühstück, entspanntem Koffereinladen und der Fahrt zu unserem Park,Sleep&amp;Fly-Hotel bei Amsterdam werden. Naja, das hat leider nicht ganz so geklappt. Nachdem ich bereits um 6 Uhr nochmal ins Büro gefahren bin, um noch einige Kleinigkeiten zu erledigen, hatte ich diese dann auch gegen 15 Uhr endlich abgearbeitet. Die folgende Fahrt nach Amsterdam wurde dann noch schwere Gewitter und schlechte Sicht aufgrund der starken Regenfälle verzögert, so dass wir erst gegen 20 Uhr in unserem Hotel ankamen. Dieser Start war natürlich alles andere als gut und so war die ganze Familie schon etwas genervt - hoffentlich geht das nicht so weiter. Ging es aber zum Glück nicht. Die Lage entspannte sich schon direkt nach dem Check-in. Das 4-Sterne-Hotel A4 Schipol liegt nur 6 Kilometer vom Flughafen entfernt unmittelbar an der Autobahn A4 und verfügt über riesige Familienzimmer mit Balkon. Julius (3 Jahre) und Helena (6) haben dann erstmal die Verteilung der Betten vorgenommen und eine Kissenschlacht angezettelt.. Nachdem wir uns etwas ausgetobt hatten, haben wir uns dann mit der mitreisende Familie Recker (Marion, Paul und Luis (13)) in der Lobby getroffen und sind in das Restaurant des gegenüber liegenden Autohofs gegangen. So endete der Tag dann in gemütlicher Runde auch für die Kinder erst gegen 23 Uhr.&lt;br /&gt;Noch ein Wort zu dem Hotel: Das A4 Schipol ist bei einem frühen Abflug wirklich zu empfehlen. Wir haben für das Familienzimmer ca. EUR 130,- bezahlt inkl. Parken für die gesamte Zeit gezahlt (max. 31 Tage).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2. Tag - 05.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Um 5 Uhr klingelt der Wecker - grauenhaft, ich dachte es ist Urlaub. Aber um 6 fährt schon unser Shuttle zum Flughafen. Wir möchten früh einchecken und dann dort noch gemütlich frühstücken. Der Air Transat-Flug nach Vancouver soll um 9:35 starten. Also stehen Britta und ich auf und machen erst uns fertig und dann die Kinder. Helena wird nur ganz langsam wach und braucht ewig bis sie angezogen ist. Julius verschläft das Anziehen komplett und wird erst wach als Britta ihm seine Turnschuhe anzieht. Der Shuttle-Bus ist pünktlich und auch Familie Recker wartet schon mit Sack und Pack vor dem Hotel. Wir sind wie geplant recht früh am Check-in und alles verläuft unkompliziert und zügig. Schipol ist eigentlich ein schöner Flughafen - nicht allzu riesig und insegesamt relativ kurze Wege zu den Gates.&lt;br /&gt;Da wir beim Einchecken so schnell waren müssen wir nun noch etwas auf unser Frühstück warten, da das Restaurant &quot;Old Amsterdam&quot;erst um 7 öffnet.&lt;br /&gt;Der Fug geht mit nur 20 Minuten Verspätung los und ist rundum gut. Es ist absolut ruhig, der Service ist super (war früher ja auch mal anders bei Air Transat) und die Kinder sind zufrieden. Nach ein wenig Schlaf, etwas Lesen, einigen Spielen mit den Kindern und vier oder fünf Folgen Heidi auf dem Netbook sind wir dann auch tatsächlich da - in Vancouver. Es ist dort kurz nach 10 Uhr morgens und damit haben wir noch den ganzen Tag für die Pazifikmetropole zur Verfügung. Unser Weiterflug nach Yellowknife ist erst am nächsten Morgen.&lt;br /&gt;Wir stehen zu siebt vor dem Flughafen und müssen zu unserem Hotel in die Innenstadt. Mit dem ganzen Gepäck benötigen wir mindesten zwei, eher drei reguläre Taxis oder halt eine Stretch-Limousine. Natürlich entscheiden wir uns für die Limo und wir passen tatsächlich alle mit dem gesamt Gepäck hinein. Die Kosten belaufen sich auf Can$ 75 bis nach Downtown Das ist etwa der Preis für zwei reguläre Taxis. Der Spassfaktor, insbesondere für die Kinder, ist allerdings unbezahlbar. &lt;br /&gt;Wir beziehen unsere Familiensuite im Rosedale on Robson Hotel und obwohl wir alle ziemlich müde sind machen wir uns nach einer kurze Pause zu Fuß auf den Weg zur Waterfront. Lange Fußmärsche sind mit Julius und Helena natürlich nicht mehr möglich und so setzen wir uns am Frühen Nachmittag auf die Terasse des Whistler Brew Pub, essen eine Kleinigkeit und genießen bei strahlendem Sonnenschein den Blick auf die startenden Wasserflugzeuge und den Stanley Park.&lt;br /&gt;Danach geht es schnell zurück ins Hotel und um 18 Uhr schlafen wir alle tief und fest.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3. Tag - 06.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der Westjet-Flug nach Yellowknife soll um 8 Uhr starten. Also haben wir die Limo vom Vortag um 5:30 bestellt. Das ist heute überhaupt kein Problem, denn Britta und ich sind Dank Julius schon seit 2:30 wach. Helena schafft es immerhin bis um 4. Ab dann machen Kissenschlachten, essen Kekse und trinken Kaffee und Apfelschorle - so vergeht die Zeit ganz gut.&lt;br /&gt;Da es nur ein Inlandsflug ist, geht das Einchecken super schnell. Dadurch bleibt genug Zeit für ein &quot;kanadisches Frühstück&quot;, Starbucks-Kaffee und Subway-Sandwich. Der Flug nach Yellowknife geht via Edmonton und ist zu Beginn eher unspektakulär, da es durch die Wolkendecke nichts zu sehen gibt. Als dann der Anflug auf Yellowknife beginnt ist es klar und wir bekommen einen ersten Eindruck von der unglaublichen Weite der North West Territories. &lt;br /&gt;Der Flughafen von Yellowknife ist echt &quot;niedlich&quot; - eine Halle und auch ein Gepäckband, das war&#039;s. Obwohl wir etwas zu früh sind, werden wir schon von Ron und Erin von NWT Tourism erwartet und herzlich willkommen geheißen. Vor dem Airport warten wir noch kurz gemeinsam und dann kommen auch schon Rainer und Sven mit ihren (jetzt unseren) Wohnmobilen. Diese wurden vorher bei einer Firma in Yellowknife komplett gereinigt und gewartet. Aber dies kann man wahrscheinlich unten in Rainers Blog bereits ausführlich nachlesen - genauso wie die Übergabe auf dem Campingplatz und die anschließende Bootstour mit Carlos auf dem Great Slave Lake.&lt;br /&gt;Die Bootstour ist ein absolutes Highlight direkt zu Beginn unseres NWT-Trips. Die Kinder flippen völlig aus und können gar nicht genug bekommen. Je schneller das Boot fährt und je größer die Sprünge über die Wellen, desto lauter wird das Gekreische. Durch dieses Erlebnis schaffen die Reckers und wir es auch trotz des Jetlags problemlos, bis 22 Uhr durchzuhalten. Wir verabschieden uns noch von den Familein Schoof und Schulte-Kammel, die morgen abreisen, und fallen dann in unseren Wohnmobilen in einen komtösen Schlaf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Tag - 07.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Aufstehen mußten wir zum Glück nicht verhungern, da die beiden anderen Familien genug Vorräte im Mobil gelassen hatten, um ein einfaches Frühstück hinzubekommen. Zum Fred Henne Park Campground hat Rainer schon etwas geschrieben. Wir waren nicht lange dort, sondern sind nach dem Frühstück gestartet, um als erstes unseren Großeinkauf zu erledigen. In den großen Supermärkten in Yellowknife bekommt man eigentlich alles, was das Herz begehrt. Man sollte allerdings nicht allzu sehr auf den Preis achten. Lebensmittel sind im hohen Norden nun einmal deutlich teurer als in Calgary oder Vancouver. Nach dem Supermarkt noch schnell in den Liquor Store (für Bier und Wein) und los geht&#039;s auf den Ingram Trail nach Osten. Nach ca. 30 Kilometern erreichen wir den Prelude Lake Territorial Park. Unser Stellplatz ist direkt neben einem Kinderspielplatz und durch die Bäume sieht man den See - perfekt. Den Nachmittag verbringen wir alle am und im See. Man soll es nicht glauben, die Seen dort oben haben tatsächlich Badetemperatur. Den ersten richtigen Campingtag runden dann ein riesiges Steak und eine gute Flasche Rotwein ab. So kann es weitergehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5. Tag - 08.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Da wir gestern eigentlich in die falsche Richtung gefahren sind, nämlich nach Osten, haben wir heute eine umso größere Etappe vor der Brust. Etwa 500 Kilometer sind es bis zu unserem Ziel, den Samba Deh Falls. Bis jetzt bin ich noch nicht wirklich überzeugt, dass wir es bis dorthin schaffen, da die letzten 150 Kilometer nur noch Schotterpiste sind. Früh aufstehen, schnell frühstücken und um 8 Uhr losfahren - so war der Plan. Allerdings merkt man, dass sich am 2. Wohnmobiltag noch nicht alles so perfekt eingespielt hat. Nach einem eher gemütlichen Frühstück lassen wir noch das Abwasser ab, füllen Frischwasser auf und sind dann doch erst gegen 9:30 auf dem Highway. Egal, wir werden einfach sehen wie weit wir kommen.&lt;br /&gt;Das Wetter kann sich noch nicht so recht entscheiden. Es ist warm, aber bewölkt und ganz vereinzelt läßt sich zwischendurch die Sonne sehen. Ohne nochmals in Yellowknife zu stoppen begeben wir uns auf den Highway Nr. 3, den Frontier Trail, Richtung Süden. Direkt hinter Yellowknife endet die Zivilisation, so hat man den Eindruck. Die Straße führt durch endlose Wälder und auf den ersten 300 Kilometern bis Fort Providence kommen uns vielleicht 20 Autos entgegen. Ganz klar, wem Einsamkeit und Wildnis nicht liegen, der ist hier oben eindeutig falsch. Wir allerdings finden es super und ich finde die Fahrt herrlich entspannend. Die Straßenoberfläche ist übrigens trotz der harten Winter in hervorragendem Zustand. Lediglich die vielen langgezogenen Bodenwellen verringern das Reisetempo, da sich die großen Wohnmobile ansonsten anfühlen wie ein Ruderboot bei starkem Seegang.&lt;br /&gt;50 Kilometer südlich von Edso taucht dann auch endlich das erste Bison am Straßenrand auf. Gerade rechtzeitg, denn Julius und Helena wurde es langsam langweilig. Aber das ist jetzt natürlich vorbei. Der riesige Bisonbulle steht gerade mal fünf Meter vom Wohnmobil entfernt und hebt noch nicht einmal den Kopf, als wir neben ihm anhalten und Fotos aus dem Fenster heraus machen. &lt;br /&gt;Die Chan Lake Picnic Area ca. 100 Kilometer südlich von Edso ist eigentlich die einzige Möglichkeit für eine vernünftige Pause zwischen Yellowknife und Fort Providence. Also nutzen wir diese Möglichkeit und genießen den Seeblick und einige deftige Sandwiches. Danach geht es durch das Mackenzie Bison Sanctuary bis Fort Providence. Es stehen immer wieder einzelne Bisons grasend am Straßenrand. Zwar bekommen wir keine ganze Herde zu Gesicht, das macht aber nichts. Auch die einzelnen Bisonbullen sind einfach beeindruckend. &lt;br /&gt;Bei Fort Providence wird schnell getankt und dann geht es 6 Kilometer weiter auf die Fähre über den Mackenzie River. Es bietet sich ein beeindruckendes Bild des mächtigen Stroms, aber leider holt uns genau jetzt eine schwarze Wolkenfront ein und es fängt in Strömen an zu regnen, so dass wir nicht aussteigen können. Der Regen verfolgt uns auch noch als wir 24 Kilometer weiter südlich rechts auf den nicht geteerten Mackenzie Highway abbiegen. Die Sicht ist alles andere als gut und unsere Wohnmobile sind bald so von Schlamm bedeckt, dass von weißen Farbe kaum noch etwas zu erkennen ist. Das sind aber auch schon die einzigen negativen Aspekte. Die Qualität der Schotterpiste ist unglaublich gut, die Oberfläche ist eben und die langen Bodenwellen des vorherigen Highways gibt es hier nicht. Paul ist ganz begeistert und sagt hinterher mit einem breiten Grinsen, die ganze Fahrt hätte super Spaß gemacht.&lt;br /&gt;Erst nach 18 Uhr kommen wir am Samba Deh Territorial Park an und inzwischen hat es aufgehört zu regnen. Ich bin wiederum begeistert - da fährt man hunderte von Kilometern durch die Wildnis und dann ist dort ein toll gepflegter Campingplatz mit warmen Duschen und einem großen nagelneuen Kinderspielplatz. Hätten wir mehr Zeit, so würden wir hier mit Sicherheit einen weiteren Tag verbringen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;6. Tag - 09.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich wache früh auf und schaue direkt aus dem Fenster. Mist, schon wieder bewölkt - ausgerechnet heute. An diesem Tag steht für Reckers und uns nämlich der absolute Höhepunkt unserer NWT-Tour auf dem Programm. Um 12 Uhr sollen wir mit dem Wasserflugzeug von Fort Simpson zu den Virginia Falls und später weiter zur North Nahanni Naturalist Lodge fliegen. Naja, vielleicht kommt die Sonne ja noch durch.&lt;br /&gt;Bis Fort Simpson sind es noch etwa 2 Stunden Fahrt und so brauchen wir uns nicht sonderlich zu beeilen. Wir starten gegen 9 und sind somit um kurz vor 11 an der Fähre, die uns über den Liard River nach Fort Simpson bringt. Nachdem Rainer noch Probleme an der Auffahrt zur Fähre hatte, wurde diese scheinbar etwas geglättet und so kamen wir problemlos hinüber. Fort Simpson ist mit gerade mal 1000 Einwohnern sehr übersichtlich und so läßt sich die Basis von Simpson Air schnell finden. Als ich zur Anmeldung gehe kommt Ted Grant, der Besitzer von Simpson Air, direkt aus seinem Büro, um mich zu begrüßen und um mir mitzuteilen, dass wir heute wegen des schlechten Wetters nicht mehr zu den Virginia Falls fliegen. Er meint allerdings, dass wir es in den nächsten ein bis drei Stunden zur Lodge schaffen sollten. Ich quatsche noch ein wenig mit Ted, der darüber witzelt, dass wir es nach so vielen Jahren doch endlich mal geschafft haben, in die NWT zu kommen. Danach gehe ich zu den Wohnmobilen zurück, die wir bei Simpson Air auf dem Gelände stehen lassen können, und überbringe den anderen die schlechten Neuigkeiten. Allerdings ist der Trip zu den Virginia Falls nicht abgesagt, sondern lediglich verschoben. Wenn das Wetter paßt, holt Ted uns morgen von der Lodge ab und fliegt uns zu den Fällen. &lt;br /&gt;Eine ausgiebige Mittagspause und ein Nickerchen später ist es dann soweit. Gegen 15 Uhr bringt Ted uns mit seinem Truck zu den Wasserflugzeugen am Fluss. Todd, der zweite Pilot, nimmt Reckers mit. An den Docks schaukeln eine Cessna und eine rote Beaver. Todd nimmt Familie Recker mit zur Cessna und Ted lotst uns zur Beaver. Wir steigen ein, gurten uns an und bekommen von Ted jeder ein Paar große, schwere Kopfhörer in die Hand gedrückt. Zwei Minuten später weiß ich warum - der Motor der Beaver mach einen ohrenbetäubenden Lärm. Die Maschine ist ein echtes Schätzen, Baujahr 1957 (ja, die ist 53! Jahre alt) aber komplett überholt und in einem Spitzenzustand. Ted fliegt sie selbst und von seinen jüngeren Piloten darf sie auch bis jetzt keiner anrühren.&lt;br /&gt;Dann gibt Ted Gas und wir heben ab. Schon nach wenigen Minuten in der Luft liegt Fort Simpson hinter uns uns. Wir bekommen erst jetzt einen wirklichen Eindruck von den Ausmaßen dieser unberührten Wildnis. Solch ein Flug ist sicherlich ein absolutes Pflichtprogramm, wenn man einmal in den North West Territories ist. Nach etwa 40 Minuten nähern wir uns dem Cli Lake, der spektakulär von zwei Bergen eingerahmt wird. Familie Recker war in der Cessna nach uns gestartet, aber da die Beaver deutlich langsamer ist, sind sie schon an der Lodge angekommen und wir sehen noch wie die Cessna schon wieder abhebt. Ted dreht noch eine Schleife über die Lodge. Von oben sehen wir das tolle Rundholzgebäude, es brennt ein Lagerfeuer und am Dock warten die Reckers sowie Loyal, der Besitzer der Lodge - alles wirkt einfach nur einladend.&lt;br /&gt;Nach der Landung empfängt uns Loyal am Dock und führt uns erst einmal herum. Ich denke, Rainer wird in seinem Blog schon ausführlich über die Lodge berichtet haben. Wir jedenfalls sind schwer beeindruckt von der Anlage, die Loyal und seine Frau Ria dort in der tiefsten Wildnis errichtet haben. Alles wirkt heimelig und gemütlich und wenn man im Gemeinschaftsraum auf dem Sofa sitzt und auf den See schaut, hat man das Gefühl, man befindet sich in Loyals Wohnzimmer und man wird umsorgt wie ein guter Freund.&lt;br /&gt;Nachdem die Zimmer verteilt sind und alle sich eingerichtet haben, nimmt uns Ricky mit zum Checken der Fischnetze. Ricky, ein Native vom Stamm der Slavey, ist der Guide der Lodge. Paul, Luis, Julius, Helena und ich steigen zu ihm ins Motorboot und sofort geht es mit Vollgas zur anderen Seeseite. In dem dort ausgehängten Netz haben sich tatsächlich fünf Weißfische und zwei Hechte verfangen. Kaum sind wir wieder bei der Lodge angekommen, ruft uns Loyal auch schon zum Dinner. Er hat selbst gekocht und es erwartet uns echtes &quot;Home Cooking&quot; - deftig, rustikal, super lecker und auf jeden Fal zu viel. Mit dem Schinkenbraten, dem Roast Beef, den Salaten und so weiter könnte er eine ganze Kompanie verpflegen.&lt;br /&gt;Als die Kinder dann im Bett liegen kommt noch das Entspannungsprogramm für die Eltern. Paul und Marion nutzen das Saunahäuschen und Britta und ich schnappen uns ein Glas Rotwein, setzen uns draußen in den Hot Tub und genießen den Blick auf den See - besser geht&#039;s eigentlich nicht. Es ist etwas bewölkt, aber das macht nichts, denn einen Sternenhimmel bekommen wir heute sowieso nicht mehr zu sehen. Wir fallen nämlich um halb zwölf todmüde ins Bett und da ist es noch nicht einmal richtig dunkel.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;7. Tag - 10.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ich wache früh als erster auf und es ist noch totenstill im Haus. Aber, es hilft nichts - &quot;nature is calling&quot; wie man in Canada sagt. Also schleiche ich mich aus dem Bett und tapse aus dem Zimmer und ins Bad. Danach gehe ich in den Wohn-/Essraum und schaue auf den See. Und, wer sagt&#039;s denn - endlich blauer Himmel.&lt;br /&gt;Und das allerbeste ist, dass Neill, der Manager und, wie Rainer es formulierte, die gute Seele des Hauses, gestern Abend noch die Kaffeemaschine vorbereitet und mir gezeigt hat, wie man sie anstellt. So sitze ich wenige Minuten später im Schlafanzug mit einem frischen Kaffee in der Hand auf dem Sofa und genieße den Seeblick durch die Panoramascheibe. So könnte eigentlich jeder Tag beginnen.&lt;br /&gt;Naja, wenn man kleine Kinder hat, weiß man, dass diese stillen Momente eine sehr begrenzte Haltbarkeit haben. Und so höre ich schon wenig später Julius in unserem Zimmer hopsen, springen und schreien. So kann sich Familie Recker zumindest den Wecker sparen. Jedenfalls teilweise, denn Luis schläft erst einmal unbeeindruckt weiter.&lt;br /&gt;Gegen halb neun sitzen dann bereits alle am Frühstückstisch freuen sich über die von Loyal servierten Eier. Ob gespiegelt, gerührt oder gekocht - jeder Wunsch wird direkt erfüllt. Dann kommt der spannende Moment: Loyal hat gerade mal Empfang auf seinem Satellitentelefon und ruft Ted Grant an, um zu klären, ob der Flug zu den Virginia Falls stattfinden kann. Die schlechte Nachricht - eine Schlechtwetterfront über den Fälle und somit heute kein Flug. Die gute Nachricht - hier ist davon nichts zu sehen und damit haben wir einen vollen Tag bei Sonnenschein an der Lodge. &lt;br /&gt;Nach dem Frühstück nimmt Ricky uns alle im Motorboot mit auf Erkundungstour. Lediglich Britta hat sich entschieden, einfach die Ruhe zu genießen und am Ufer ein Buch lesen. Sicherlich keine schlechte Alternative, aber die Tour mit Ricky ist wirklich super. Vor allem seine alten Legenden über Seeungeheuer im Cli Lake haben es uns angetan. Er führt uns u.a. zu einer alten Log Cabin, die tatsächlich ab und zu von einem Künstler bewohnt wird, der sich zum Malen extra einen Balkon oberhalb des Seeufers errichtet hat, und zu einer Stelle, an der es von einigen Jahren einen gigantischen Erdrutsch gegeben hat. Dort ist eine komplette Bergseite abgebrochen und die in den See gestürzten Gesteinsmassen haben den Wasserspiegel des Sees um mehr als einen halben Meter ansteigen lassen. Wir steigen aus dem Boot, klettern über zwei Hügel aus losen Gesteinsbrocken und finden eine Art Miniatur-Gletschersee - ein Teich mit glasklarem, aber eiskaltem Wasser. Auf dem Rückweg wird schnell nochmal das Fischnetz geprüft und so sind wir passend zum Mittagessen wieder an der Lodge. Es gibt einen der großen Weißfische, die gestern im Netz gelandet sind - im Ganzen gedünstet und mit einer leckeren Füllung.&lt;br /&gt;Nach dem Essen möchte ich nochmal raus auf den See. Die Motorboote und Kanus stehen den Gästen zur freien Verfügung. Ich schnappe mir das Boot mit dem 20PS-Außenborder und frage, wer mitkommen möchte. Helena, Julius, Luis und Britta springen zu mir ins Boot. Paul und Marion möchten mit Ricky eine 2-3stündige Wanderung unternehmen und kommen dementsprechend nicht mit. Wir düsen über den ganzen See und von den Kinder darf jeder mal mit ans Steuer. Luis überlasse ich es hinterher ganz und er schippert und souverän nochmal zu der Stelle mit dem Erdrutsch. Wir klettern wieder zu dem Teich und diesmal trauen wir uns auch, hinein zu springen. Nach fast drei Stunden kehren wir erst zur Lodge zurück. Doch das Aktivprogramm ist noch nicht vorbei und die Kinder sind im Paradies. Helena und Luis angeln von Steg, Julius spielt im Wasser und später werden noch die Sauna und der Whirlpool benutzt, um den Tag dann mit einem Bad im See zu beschließen. Obwohl wir alle hundemüde sind, sitzen wir Erwachsenen abends noch eine ganze Weile genüsslich bei einem Glas Rotwein zusammen. Bis zur wirklich spät hereinbrechenden Dunkelheit schaffen wir es aber dennoch nicht ganz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;8. Tag - 11.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In der Nacht wache ich auf. Es regnet. Ich ärgere mich und kann zunächst nicht wieder einschlafen, denn heute ist Abreisetag und wir haben wir die letzte Chance, zu den Victoria Falls zu kommen - allerdings nur, wenn das Wetter mitspielt. Irgendwann schlafe ich nochmal ein. Ich wache morgens wieder als Erster auf und schaue kurz aus dem Fernster. Es ist bewölkt, aber es regnet nicht Mit anderen Worten, der Ausflug in den Nahanni National Park kann klappen, muss er aber nicht. Das ist jetzt auch alles völlig egal, denn heute gibt es ein viel wichtigeres Ereignis: Helenas siebter Geburtstag. Direkt nach mir wird Julius wach, unser fröhlicher Familienwecker. Und bevor der sein Werk vollbringen kann und alle aufweckt, schnappe ich ihn und nehme ihn mit ins Wohnzimmer. Ich schmeiße die Kaffeemaschine an, kuschel mich mit Julius aufs Sofa und lese Geschichten vor. Nach einer guten halben Stunde kommt Britta und sagt uns, dass Helena soeben aufgewacht ist. Also gehen wir zurück, singen das obligatorische Geburtstagsständchen und lassen das Geburtstagskind hochleben. Britta zaubert irgendwo eine Tüte mit Geschenken her und Helenas Augen fangen an zu leuchten. So sitzen wir alle im Bett und Helena packt ihre Geschenke aus, tatkräftig unterstützt von ihrem Bruder, der an den Geschenken an sich eigentlich gar nicht interessiert ist, er reißt nur gerne das Papier auseinander. Es folgt ein Frühstück mit Geburtstagskerzen, einem weiteren Geburtstagsständchen von allen und der guten Nachricht von Loyal, dass Ted uns heute in den Nahanni Park fliegen wolle, da das Wetter dort ganz passabel sei. Außerdem sei er schon auf dem Weg und müsse in einer halben Stunde hier sein. Die Info ist aber offensichtlich falsch, da wir soeben das Motorengeräusch der Beaver hören, die sich bereits im Anflug auf den See befindet. Alle werden hektisch und packen schnell die wichtigsten Sachen in Tagesrücksäcke während Neill uns eine große Tasche mit Getränken, Äpfeln, Joghurts, Müsliriegeln usw. packt. Leider entscheidet sich in diesem Moment, dass Britta den Ausflug auf keinen Fall mitmachen kann. Schon am frühen Morgen hatte sich ein schwerer Migräneanfall angekündigt, der jetzt voll durchschlägt. Ihr Kreislauf sackt weg und sie muss sich zurück ins Bett legen - die Arme, und das ausgerechnet heute. Hoffentlich ist sie wieder halbwegs auf dem Damm, wenn wir sie heute Nachmittag auf dem Rückweg von den Fällen abholen, um zurück nach Fort Simpson zu fliegen.&lt;br /&gt;Ted ist inzwischen gelandet und wir steigen zu sechst in die Beaver, die damit voll belegt ist. Julius sitzt in der Mitte zwischen Marion und Paul und kann aufgrund seiner Größe überhaupt nichts sehen. Daher darf er nach dem Start zu mir nach vorne auf den Schoß. Das ist natürlich das Größte und er strahlt von einem Ohr bis zum anderen. Das Wetter ist ok, es ist trocken und die Sonne lässt sich immer mal wieder blicken. Schon nach den ersten Kilometern wird klar, dies wird ein Erlebnis, dass einem ewig in Erinnerung bleiben wird. Die Eindrücke sind schwer in Worte zu fassen, alles ist einfach nur gewaltig. &lt;br /&gt;Zunächst geht es durch ein weites Flusstal und dann steigen wir immer höher und überfliegen knapp über dem Boden das Ram Plateau, ein Hochplateau, dass von tiefen Canyons durchzogen ist. Wirklich spektakulär ist das Ende der Hochebene. Sie hört einfach wie mit dem Messer abgeschnitten auf und eine Felswand fällt unter uns zig hundert Meter in die Tiefe.&lt;br /&gt;Von Süden geht es dann flussaufwärts über den South Nahanni River und durch den First Canyon Richtung Victoria Falls. Und dann tauchen sie auf - gigantische Wassermassen pressen sich durch die enge Felsschlucht und stürzen in die Tiefe. Ted fliegt eine Schleife und landet 500 Meter oberhalb der Fälle auf dem Fluss. Pünktlich zur Landung fängt es an zu regnen. Egal, wir steigen aus und werden schon von einer Nationalparkangestellten am Dock erwartet. Sie wird uns zu den Fällen führen und uns allerlei Wissenswertes über Flora und Fauna des Nationalparks erzählen. Während der Sommersaison sind immer drei Parkangestellte vor Ort, um Besucher zu führen, die Anlagen vor Ort zu beaufsichtigen und zu pflegen. Zu diesen Anlagen zählt unter anderem ein wunderschön angelegter Campingplatz für die Kanuten, die den Nahanni hinunterfahren und hier umtragen müssen. Es stehen dort tatsächlich einige Zelte und an den dafür vorgesehenen Vorrichtungen liegen vier Kanus. Je nach Einsetzpunkt oberhalb der Fälle dauert so eine Kanutour zwischen sieben und vierzehn Tagen bis zur Mündung in den Liard River - ein absoluter Traum.&lt;br /&gt;Für uns geht es aber zu Fuß auf befestigten Holzstegen weiter bis zu verschiedenen Aussichtspunkten oberhalb der Victoria Falls. Zum Glück hört es rechtzeitig auf zu regnen. Wir können von dem Anblick gar nicht genug bekommen und so sind wir überrascht als unsere Führerin meint, es wäre Zeit, zum Flugzeug zurück zu kehren. Tatsächlich, es sind schon gut zwei Stunden vergangen und daher machen wir uns auf den Rückweg. Nun gehören wir zu den wenigen Leuten, die dieses einzigartige Stück Natur zu Gesicht bekommen haben, denn dieser Nationalpark zählt weniger als eintausend Besucher pro Jahr. &lt;br /&gt;Zurück im Flugzeug schmeißt Ted die Maschine an. Da der Fluss natürlich Strömung hat, steht beim Start immer jemand am Dock und hält das Flugzeug so lange fest, bis der Motor richtig läuft. Unser Motor läuft und der Flieger wird losgelassen - der Motor stirbt ab! Ted startet noch einmal und der Motor geht wieder aus. Wir treiben auf dem Fluss Richtung Fälle und bei einigen im Flugzeug kommt Nervosität auf. Ich meine, ein Grinsen auf Teds Gesicht zu erkennen als er die Maschine dann problemlos startet und hochdreht. Wir heben ab und folgen dem Lauf des Nahanni River nach Norden. Die Landschaft auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel, dem Glacier Lake, ist weiterhin einfach spektakulär. Julius ist der einzige, den das nicht interessiert. Wie schon auf dem Hinflug zu den Victoria Falls findet er es zunächst super, vorne bei all den Instrumenten zu sitzen, um dann nach ca. 15 Minuten auf meinem Schoß in unmöglicher Haltung bei ohrenbetäubendem Lärm einzuschlafen. Der türkisfarbene Glacier Lake liegt eingerahmt von unfassbar steilen Granitwänden, deren Enden leider irgendwo oben in den Wolken verschwinden. Ted schraubt sich in diesem Kessel in weit geflogenen Spiralen immer tiefer und man hat das Gefühl, dass die Flügel jeden Moment eine der Felswände berühren. Dann landet er sicher auf dem See. Wir steigen aus und vertreten uns die Beine. Ted verschwindet in den Büschen, kommt nach einigen Minuten mit einem Fass Flugzeugbenzin wieder und fängt an, das Benzin in die Beaver zu gießen. Sein Kommentar: &quot;She&#039;s a thirsty old lady&quot;.&lt;br /&gt;An mehreren Stellen im Nationalpark hat Ted zur Sicherheit Benzin deponiert. &lt;br /&gt;Dann geht es zurück Richtung Cli Lake, während sich hinter uns eine dunkle Wolkenwand aufbaut und es wieder anfängt zu regnen. Der Rückweg zur Lodge dauert ca. 90 Minuten und das Wetter wird immer schlechter. Als wir dort eintreffen muss sich Ted eine kleine Bucht in der Nähe der Lodge für die Landung aussuchen, da die Wellen in der Seemitte schon weiße Schaumkronen bilden. Am Dock der Lodge erwartet uns Loyal bereits ungeduldig mit dem Gepäck und auch Britta steht schon am Ufer bereit- allerdings immer noch kreidebleich. Wir steigen schnell aus, dann wird das Gepäck verstaut und alle, inkl. Britta, steigen wieder ein. Für eine vernünftige Verabschiedung oder sogar einen gemütlichen Kaffee mit Loyal bleibt keine Zeit. Da die Beaver nur 6 Sitzplätze hat, nehme ich Julius in der mittleren Reihe auf den Schoß. Und los geht&#039;s. Das Beruhigende ist, dass Ted trotz des aufkommenden Sturms die Ruhe selbst ist. Er zeigt sich von dem Wetter und der Hektik am Dock völlig unbeeindruckt. Naja, er fliegt hier oben halt auch schon seit 35 Jahren. Und so landen wir nach 40 Minuten wohlbehalten an der Wasserflugzeugbasis in Fort Simpson. Auf Brittas subjektives Flugerlebnis gehe ich hier nicht näher ein. Nur soviel, das Abschiedsfoto mit Ted vor der Beaver müssen wir ohne Sie machen.&lt;br /&gt;Inzwischen ist es deutlich nach 18 Uhr, aber die Reckers entscheiden dennoch, noch bis zum Blackstone Park weiter zu fahren, um dort morgen einen kompletten Pausentag zu haben. Wir bleiben noch für diese Nacht auf dem Gelände von Simpson Air stehen. Britta geht direkt ins Bett, ich koche Nudeln für die Kinder und Ted kommt noch mit einem Sixpack Bier vorbei. So sitzen wir noch bis fast zehn Uhr im Wohnmobil und quatschen während es draußen inzwischen stürmt, blitzt und donnert.&lt;br /&gt;Mann, was für ein Tag!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;9. Tag - 12.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir sind ausgeschlafen, Britta geht es besser, es riecht nach Kaffee im Wohnmobil und das Wetter ist gut. Es sind zwar noch Wolken am Himmel, aber es sieht so aus, als wenn es gerade aufklart. Nach einem ganz gemütlichen Frühstück, einer kurzen Verabschiedung von Ted sowie einem schnellen Tankstopp an der einzigen Tankstelle in Fort Simpson geht es zurück auf den Liard Trail. Die Auffahrt auf die Fähre über den Liard River läuft genauso problemlos wie auf dem Hinweg. OK, das Hinunterfahren klappt mal gar nicht. Es entsteht beim Anlegen eine riesige Delle, die es zu überbrücken gilt. Wenn ich da mit dem 29&#039; Wohnmobil durchfahre, liegt wahrscheinlich das Heck auf der Fähre und die Hinterräder hängen in der Luft. Die Delle wird also mit dicken Bohlen ausgefüttert und gaaanz langsam geht es an Land. Puh, geschafft. Die zwei Stunden Fahrt sind schnell vorüber und wir kommen gegen Mittag bei Sonnenschein am Blackstone Territorial Park an. Da kaum etwas los ist, finden wir das Wohnmobil der Reckers sofort und wir nehmen den Stellplatz gegenüber. Marion kommt gerade vom Duschen und will nun mit einem Campingstuhl und einem Buch bewaffnet zum Fluss hinunter. Wir erfahren, dass Paul und Luis mit der Angel losgezogen sind.&lt;br /&gt;Wir richten uns kurz ein und verschaffen uns einen Überblick. Der Campingplatz ist sehr gepflegt, mit Dump-Station, Duschen, Kinderspielplatz und Info-Center super ausgestattet und vor allen Dingen toll gelegen. - unmittelbar am Ufer des mächtigen Liard River mit Blick auf die entfernten Ausläufer der Nahanni Range.&lt;br /&gt;Wir schnappen uns Campingstühle, Angeln sowie Eimer und Schaufel für Julius und gehen ebenfalls hinunter zum Ufer. Britta liest ein Buch, Helena angelt (bzw. badet den Blinker, da der Fluss viel zu viel Wasser führt), Julius matscht sich am Ufer komplett ein und ich sitze in meinem Campingstuhl, genieße das Panorama und nicke immer wieder kurz ein - herrlich! &lt;br /&gt;Gegen Abend wird dann das Feuer angezündet, aber damit haben wir Erwachsenen nicht soviel zu tun, denn darum kümmern sich Luis und Helena. Wir dürfen es aber großzügigerweise zum Grillen benutzen. Und so gibt es zum Tagesabschluss mal wieder ein riesiges Steak und eine gute Flasche Rotwein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;11. Tag - 14.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Bis Jasper sind es noch 800 Kilometer. Der Plan für heute ist, so weit wie möglich zu kommen, damit wir morgen nur noch eine kurze Etappe und somit richtig viel Zeit bei der Einfahrt in den Jasper Nationalpark haben. Schnelles Frühstück und ab auf den Alaska Highway. Die Sonne scheint, es ist wieder kaum Verkehr und am Horizont taucht immer wieder der Hauptkamm der Rockies auf - echt toll. Wir durchfahren Fort St. John und machen unseren ersten Stopp in Dason Creek.. Es gibt das obligatorische Foto am &quot;Alaska Highway Mile 0&quot;-Schild. Danach noch Tanken, Kaffee und Süßigkeiten für die Fahrt kaufen und weiter geht&#039;s. So dachte ich. Aber Marion und Paul möchten die Gelegenheit nutzen, um kurz nach Deutschland zu telefonieren. Das erste Telefon nimmt keine Kreditkarten und mit Münzen funktioniert es aus unerfindlichen Gründen nicht. Das nächste Kreditkartentelefon ist dauerbesetzt und so warten wir bestimmt 20 Minuten bis es endlich frei ist. Damit hat sich der Kurzstopp in Dawson Creek schnell auf eine gute Stunde verlängert. Aber schließlich ist es ja wichtig, dass die Familien zuhause auch mal ein Lebenszeichen von uns erhalten. Nun geht es Richtung Osten nach Grand Prairie. Auf diesem Teilstück ist die Landschaft eher uninteressant - Prärie halt. Das ändert sich erst wieder grundlegend als wir auf dem Weg nach Süden in Richtung Grand Cache in die Rocky Mountain Foothills kommen. Hier ist es einfach richtig schön. Julius und Helena haben jetzt allerdings absolut keine Lust mehr, weiter im Auto zu sitzen. Also überbrücken wir die letzte halbe Stunde mit zwei Folgen Heidi auf dem Netbook. Dann erreichen wir nach deutlich mehr als 600 Kilometern den Pierre Grey&#039;s Lakes Provincial Park südlich von Grand Cache. Wenn möglich, sollte man versuchen, einen Stellplatz im letzten von drei &quot;Loops&quot; zu bekommen, &quot;Joachim Loop&quot;. Dieser bietet direkten Zugang zu zwei kleinen glasklaren Seen. Es ist zwar Wochenende, aber wir haben Glück und bekommen dort den allerletzten Stellplatz. Dieser ist so groß, dass wir mit beiden Mobilen darauf Platz haben. Die Kinder holen Holz, Luis hackt es (wie immer) und dann machen er und Helena ein ordentliches Feuer. Währenddessen sitzt Julius im Wald auf einem Baumstumpf, hat ein Stück Holz in der Hand und spielt Wasserflugzeug. Das macht er übrigens jetzt in jeder freien Minute. Er ist natürlich immer der Pilot und er heißt natürlich Ted. Es gibt für Julius derzeit eigentlich nur ein Spiel, das ähnlich interessant ist: auf dem Fahrersitz im Wohnmobil sitzen und das Funkgerät bedienen.&lt;br /&gt;Paul, Luis, Helena und ich springen noch schnell in den See und dann wird gegrillt. Danach sitzen wir noch lange gemeinsam mit den Kindern am Feuer und können das erste Mal in diesem Urlaub im Dunkeln einen wunderschönen Sternenhimmel bewundern.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;12. Tag - 15.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute steht die Fahrt in den Jasper Nationalpark an und wir haben viel Zeit und - Sonne. Perfekt. Nachdem alle ausgeschlafen haben, bereiten wir in aller Ruhe das Frühstück (heute eher Brunch) zu. Es gibt alles, was das Herz begehrt: Eier, Bacon (natürlich alles auf dem Feuer zubereitet) und die Grillreste von gestern. Während wir gemütlich dort sitzen, merken wir, wie sich der Platz um uns herum immer weiter leert. Ach ja, das Wochenende ist vorbei. Bald sind wir fast alleine auf dem Platz. Inzwischen ist es richtig warm und wir entscheiden uns, vor der Abfahrt noch einmal in den See zu springen. Wir toben, springen vom Bootssteg und vergessen dabei ein wenig die Zeit. Als wir dann loskommen ist es schon fast halb zwei. Das ist aber völlig ok, denn es sind noch gerade einmal 170 Kilometer bis Jasper. &lt;br /&gt;Die Fahrt in die Rockies bei so einem Wetter ist immer wieder spektakulär. Der erste Stau am Straßenrand lässt nicht lange auf sich warten. Das kann nur bedeuten, dass es dort irgendwo Tiere zu sehen gibt. Eine große Herde Mountain Goats steht dort und lässt sich in aller Seelenruhe fotografieren. Als wir uns Jasper nähern, ist es auch schon fast vier Uhr. Trotzdem entscheiden wir uns, noch bis zum Maligne Lake zu fahren. Die Straße zweigt kurz vor Jasper links ab und führt über 44 Kilometer hinauf bis zu diesem traumhaft gelegenen Bergsee. Kleiner Tip: Wenn man nicht gerade die relativ teure Bootstour zum Spirit Island machen möchte, sollte man entweder früh morgens oder nach 17 Uhr dort hinauf fahren. Dann ist kaum etwas los und die Chance auf Wildsichtungen ist sehr groß.&lt;br /&gt;Oben angekommen starten wir zunächst zu einem kleinen Rundgang zum Ausfluss des Sees und zurück und genießen dann noch einen Kaffee und einen Muffin auf der Aussichtsterrasse des Restaurants. Da es nun schon recht spät ist, entschließen wir uns, direkt nach Jasper zu fahren, dort schnell mit den Kindern einen Burger zu essen und danach zum Whistlers Campground zu fahren. Familie Recker möchte auf den Burger verzichten und sich stattdessen noch den Maligne Canyon anschauen. Lustigerweise treffen wir uns dann um halb neun genau an der Einfahrt zum Campingplatz wieder. Der Whistlers Campground ist mit gut 800 Stellplätzen der größte von drei Campingplätzen unmittelbar vor Jasper und trotzdem ist er so gut wie voll. Lediglich einige einfache Stellplätze ohne Feuerstelle sind noch frei. Gut, dass wir vorreserviert haben. Wir beziehen unsere Campsites, schicken unsere kleineren Kinder schlafen, die Reckers kochen noch schnell ein paar Nudeln und dann beschließen wir den Tag am Lagerfeuer.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;13. Tag - 16.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es dringt ein Geräusch an unser Ohr, irgendwie bekannt aber lange nicht mehr gehört. Der Wecker klingelt - um 7.30 Uhr! Zur Sicherheit, falls auf Julius mal kein Verlass ist. Wir müssen zeitig aufstehen, da heute unsere Rafting -Tour auf dem Athabaska River ansteht. Um 9.00 ist das Treffen in Jasper am Bus. Also schnell einen Kaffee trinken, Nutella Brote für die Kinder schmieren und ein paar Sachen in die Rucksäcke stecken. Sonnenbrillen (ja, juhu die Sonne scheint, obwohl es noch sehr frisch ist), Trinkflaschen, Bananen, Kekse und vor allem Wechselsachen. Im Prospekt steht, man könnte nass werden. Die Kinder freuen sich schon darauf. &lt;br /&gt;Im Laufschritt schaffen wir es tatsächlich noch pünktlich zum Treffpunkt und dürfen auch schon einsteigen - in einen echten roten Schoolbus mit gelben Smilies darauf. Unser Fahrer, Scott, erklärt, die Smilies stünden für die Gesichter der Teilnehmer. Vor Antritt des Raftingtrips, weil sie so freudig gepannt sind und nach dem Trip, weil sie so freudig entspannt sind. Sott unser Fahrer ist ein echter Alleinunterhalter und so vergeht unsere ca. 20 minütige Busfahrt bis zur Einsatzstelle im Fluss wie im Fluge.&lt;br /&gt;An der Einsatzstelle angekommen erhalten wir alle Schwimmwesten und wer möchte, bekommt eine Art &quot;Gelber Sack-Cape&quot; als Schutz gegen Spritzwasser.&lt;br /&gt;Helena und Julius möchten den natürlich nicht anziehen. Das sieht doof aus und außerdem ist das Nasswerden doch gerade das Lustige, finden sie.&lt;br /&gt;Da es aber noch recht frisch ist und der Athabaska River sich auch nicht gerade durch seine Badetemperaturen auszeichnet, bestehen wir Eltern zunächst auf den &quot;Gelben Sack&quot;. &lt;br /&gt;Insgesamt sind wir 19 Personen, die nun das Rafting-Bot besteigen. Unser Raftingguide heißt ebenfalls Scott, so dass wir uns keinen weiteren neuen Namen merken müssen. Wie praktisch! Scott gibt uns eine kurze Einweisung und los geht&#039;s. Wir gleiten gemütlich auf dem Fluss dahin und die Landschaft zieht an uns vorüber. Die Fahrt ist absolut entspannt und die Landschaft einfach schön. Die Kinder werden allerdings langsam unruhig. Sie sind noch gar nicht nass geworden und das Tempo ist nicht schnell genug. Nun nach der Motorbooterfahrung vom ersten Tag in den NWT sind sie natürlich anderes gewohnt. Aber dann kommen ein paar rauere Stellen und tatsächlich wissen wir nun auch, warum die &quot;Gelben Säcke&quot; verteilt wurden. Ja , das Wasser ist nass und kalt. Alle kreischen, die Kinder strahlen. Einige solcher schnelleren Teilstücke passieren wir noch, doch insgesamt ist es eine eher ruhige, aber sehr schöne Tour - eine Familientour halt!&lt;br /&gt;Wer etwas Wilderes sucht, sollte eventuell die Rafting Tour auf dem Sunwapta River buchen. Die ist dann aber definitiv nichts für Kinder. Ein kleiner Tipp: Rafting Tourren und fast alle sonstigen Aktivitäten die in und um Jasper angeboten werden, kann man im Jasper Adventure Centre buchen. Das Büro ist leicht zu finden, es befindet sich nämlich im Kino direkt an der Haupt- und Durchgangsstraße von Jasper.&lt;br /&gt;Beim Jasper Adventure Centre arbeitet auch Brent Gavin, ein guter Bekannter von uns. Von Deutschland aus hatte ich bereits mit ihm vereinbart, dass ich mich melde, sobald wir in Jasper sind, und dass wir uns dann auf ein Bierchen und ein Steak am Campingplatz treffen. OK, so weit, so gut - aber er ist schon den ganzen Tag nicht zu erreichen. Auch im Büro des Adventure Centres teilt man mir mit, er wäre gerade unterwegs und führt wahrscheinlich irgendeine Tour. Na gut, ich habe ihm eine Nachricht auf der Mailbox hinterlassen und mehr kann ich nicht tun.&lt;br /&gt;Die Reckers sind ganz begeistert von dem kleinen quirligen Örtchen und dementsprechend schon losgezogen. Luis wollte unbedingt zum KFC und danach sollte Bummeln und Shopping auf dem Programm stehen.&lt;br /&gt;Also gehen Britta und ich mit den Kindern ein Sandwich essen, machen noch einen kleinen Lebensmitteleinkauf und bummeln danach auch einmal die Hauptstraße hinunter. Dann ist die Geduld der Kinder in Sachen Bummeln auch schon erschöpft. Die Antwort auf die Frage nach ihren Wünschen kommt schnell: Es muss ein See her, in dem man gut baden bzw. planschen kann. Kein Wunder, denn inzwischen ist es richtig warm und es ist keine Wolke am Himmel zu sehen. &lt;br /&gt;Wir fahren mit dem Wohnmobil Richtung Osten aus Jasper hinaus und nehmen nach zwei Kilometern den Abzweig, der rechts ab zur Jasper Park Lodge und zum Maligne Lake führt. Direkt hinter der Brücke biegen wir wieder rechts ab und dann sind es nur noch wenige Kilometer zum Lake Annett und zum Lake Edith (sehr gut ausgeschildert). Man sollte die Stichstraße zu den beiden Seen bis zum Ende fahren, denn an der dortigen Day Use Area gibt es neben Toiletten, Grillplätzen und genügend Parkplätzen einen tollen Strand am Lake Annett. Der ist für kanadische Verhältnisse schon relativ voll, d. h., dort liegen schon vereinzelt Leute. Wir gehen etwas weiter nach rechts und kommen an eine Stelle, an der es zwar keinen Strand gibt, dafür ist das Wasser dort so flach, dass man mit den Kindern fast hundert Meter hineinlaufen kann. Wir breiten unsere Handtücher aus und wen sehe ich da vor uns im Wasser: Brent Gavin, den ich schon den ganzen Tag nicht erreichen kann. Er arbeitet hart und ist mit einer Tourgruppe unterwegs - ja nee, is klar! &lt;br /&gt;Wir verbringen 2 bis 3 richtig relaxte Stunden an diesem wunderbar glasklaren und badewarmen Bergsee vor atemberaubendem Panorama und lassen wie man so schön sagt die Seele baumeln. Alle sind zufrieden!&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg zum Campground müssen wir noch einmal kurz beim Laden halten. Wir brauchen noch eins dieser 500g Steaks und eine weitere Flasche Rotwein. Brent hat unsere Verabredung zum abendlichen Grillen auf dem Lagerfeuer bestätigt. Im Nachhinein wäre das mit dem Steak nicht nötig gewesen, denn am Campingplatz stellt sich heraus, dass Paul auch geschätzte 5kg Steakfleisch gekauft hat.Aber, was weg muss, muss weg. Und so sitzen wir an diesem Abend noch lange sehr satt und gemütlich beisammen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;14. Tag - 17.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Für heute ist wenig Programm und viel Nichtstun angesagt. Somit können wir ausschlafen, bzw. könnten ausschlafen, denn wir haben ja Julius an Bord. Um halb acht höre ich im Alkoven etwas rascheln (wie jeden Morgen +/- einer halben Stunde), kurz darauf patschen kleine Füße über den PVC-Boden und dann hopst er auch schon gut gelaunt in unser Bett. &lt;br /&gt;Das Wetter ist eigenartig, die Sonne scheint nicht, aber es ist auch nicht bewölkt, sondern irgendwie neblig oder diesig. Na ja, es ist trocken und nicht kalt, also wird draußen gefrühstückt. Familie Recker ist schon fast zum Aufbruch bereit, denn für sie steht heute und morgen der Icefields Parkway bis nach Lake Louise und zurück auf dem Programm. Es ist ihr erster Kanadaurlaub und da gehört diese Strecke als einer der absoluten Höhepunkte ganz einfach dazu. Hoffentlich ist die Sicht Richtung Süden etwas besser. &lt;br /&gt;Nachdem wir unser Frühstück beendet haben, packen wir schnell alle Sachen ins Wohnmobil und fahren zur Jasper Park Lodge, genau genommen zu den Ställen der Lodge. Ich hatte Helena schon in Deutschland versprechen müssen, dass sie irgendwo in Kanada einmal reiten kann. Und dieses Versprechen wird heute eingelöst. Von der Lodge aus werden mehrmals täglich ein- bis vierstündige Ausritte angeboten. Obwohl der Morgen recht entspannt war, schaffen wir es, beinahe zu spät zu kommen. Tatsächlich steht die Gruppe von ca. zehn Leuten schon bereit und es werden soeben die Pferde zugewiesen. Nachdem ich das Mobil geparkt habe, wetzen Britta und Helena im Laufschritt zur Koppel und kommen gerade noch rechtzeitig. Julius und ich schlendern gemütlich hinterher, machen noch Fotos und warten bis die ganze Reitergruppe im Wald verschwunden ist. Dann gehen wir zurück zum Wohnmobil und starten das Wunschprogramm für Julius. Wir fahren einige Male die Zufahrt zur Lodge hoch und runter und er darf dabei vorne sitzen und die ganze Zeit das Funkgerät bedienen. So einfach kann man einen kleinen Jungen glücklich machen. &lt;br /&gt;Glücklich ist auch Helena. Als die Gruppe zurück kommt grinst sie wie ein Honigkuchenpferd. Sie springt aus dem Sattel und kommt auf Julius und mich zugehüpft, um uns ausführlich von dem Ausritt zu berichten. In der Zwischenzeit - na ja, ich weiß nicht, wie ich die Bewegung beschreiben soll - kommt Britta auch irgendwie von dem Pferd runter und kommt, ganz in John-Wayne-Art, auf uns zu. Sie meint, es war wunderschön, aber sie müsste sich jetzt erstmal auf ihren Muskelkater vorbereiten.&lt;br /&gt;Der Nachmittag vergeht wie im Fluge. Einkaufen, Duschen, Spielplatz, Feuer machen und schon ist es Zeit für das Abendessen. Alles sehr entspannt - so ein Pausentag tut wirklich gut.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;15. Tag - 18.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir müssen lediglich ca. 70 Kilometer bis zum Lucerne Campground im Mount Robson Provincial Park zurücklegen. Das ist die einzige Verpflichtung für heute, denn dort wollen wir uns am Abend wieder mit den Reckers treffen, um von dort morgen zum Wells Gray Park zu fahren.&lt;br /&gt;Wir lassen es also ruhig angehen. Es gibt ein ausgedehntes Frühstück mit morgendlichem Lagerfeuer zum Eier- und anschließenden Spülwasserkochen. Auf der benachbarten Campsite campt ein Kanadier mit seinen zwei Töchtern im Alter von 3 und 5 Jahren. Während die Kinder trotz unterschiedlicher Sprachen ganz unkompliziert gemeinsam zu spielen beginnen, unterhalten wir Erwachsenen uns ebenfalls eine Weile. Oh nein, er empfiehlt uns, unser Lagerfeuer noch einmal zu genießen. Angeblich sei in ganz BC wegen der vielen Waldbrände striktes Campfeuerverbot. &lt;br /&gt;Tatsächlich, so fällt mir auf, ist es auch heute wieder eigenartig nebelig und diesig, obwohl eigentlich gutes Wetter ist. Das liegt am Rauch der Waldbrände, der sogar bis in diese Region gezogen ist.&lt;br /&gt;Erst so gegen 14.00 Uhr starten wir dann zur Weiterfahrt und kommen dort nach einer knappen Stunde auch schon an. Wir sind hier bereits in BC und tatsächlich fällt uns am Eingang des Campgrounds sofort das Schild &quot;Campfeuer verboten&quot; auf. Die Kinder sind maßlos enttäuscht. Wir Erwachsenen auch, aber das können wir uns natürlich nicht ganz so deutlich anmerken lassen. Dann kochen wir heute halt im Wohnmobil auf dem Gasherd. Vielleicht gilt das Verbot ja nicht für die ganze restliche Zeit in BC, schließlich schmecken die Steaks ja so richtig gut nur gegrillt.&lt;br /&gt;Jetzt genießen wir noch den Nachmittag am Ufer des Yellowhead Lakes. Die Kinder matschen ein bisschen mit Wasser und Sand, Britta liest und ich werfe mal wieder die Angel ins Wasser. Irgendwann muss ja mal einer anbeißen. Hier am Seeufer kann man heute den Rauch der Waldbrände sogar leicht riechen.&lt;br /&gt;Der Campground selbst, den wir bisher noch nie angesteuert hatten, ist eigentlich ganz o.k.. Die Stellplätze liegen alle mitten im Wald und bis zum Ufer des See ist es nicht weit. Allerdings gilt dies auch für Highway und die Bahnlinie, so dass man diese Zivilisationgeräusche deutlich hören kann. Verkehrsgünstige Lage nennt man das wohl in Deutschland.&lt;br /&gt;Während wir noch faulenzend am Seeufer sitzen, trifft auch Familie Recker gegen späten Nachmittag am Treffpunkt ein. Alle drei sind von ihrem Trip auf dem Icefields-Parkway restlos begeistert. Glücklicherweise war die Sicht auf dieser Strecke besser, so dass sie das Panorama und die Highlights der Strecke richtig genießen konnten. Ja, wenn man ihn noch nicht kennt, sollte man sich die Fahrt über den Icefields-Parkway durch die Nationalparks wirklich nicht entgehen lassen. Es ist einfach beeindruckend!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;16. Tag - 19.08.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute steht eine lange, aber landschaftlich schöne Etappe bis zum Wells Gray Park an. Da wir auf dem Weg noch einiges vorhaben bzw. sehen wollen, haben wir den Start auf kurz vor 9.00 Uhr gelegt.&lt;br /&gt;Zuerst steht natürlich die Besichtigung des Mount Robson, als höchstem Berg der Kanadischen Rocky Mountains, auf dem Programm. In seiner ganzen Pracht von fast 4000 Metern Höhe kann man ihn nur an einigen Tagen im Jahr bewundern. Meistens wird die oberste Spitze selbst bei gutem Wetter von einer kleinen Wolke verdeckt.&lt;br /&gt;So kommt es heute aber nicht, denn bewölkt ist es heute nicht. Und trotzdem, der Mount Robson ist nicht da, so wie übrigens auch alle anderen Berge (links die Rocky Mountains und rechts die Columbia Mountains) entlang unserer Fahrtstrecke.&lt;br /&gt;Wenn ich sie nicht auf vorherigen Fahrten bereits mehrfach zu Gesicht bekommen hätte, hielte ich ihre Existenz für ein Gerücht. Die Luft ist aufgrund der Waldbrände wirklich so rauchig und diesig, dass man den Mount Robson nicht einmal erahnen kann. Das habe ich in all den Jahren in dieser Form aucgg noch nicht erlebt. Nun ja, dagegen ist man machtlos, die Reckers trösten sich am Aussichtspunkt damit, den mächtigen Berg auf dem Plakat zu bewundern.&lt;br /&gt;Wir halten dann noch an den Reargard-Falls des Fraser-Rivers, die als Endstation der Lachswanderung durch den Fraser gelten, da die Lachse diese Barriere nicht mehr überwinden können. Wenn man Glück hat, kann man hier die Lachse bei Ihren vergeblichen Bemühungen, den Wasserfall hochzuspringen, beobachten. Wir haben heute aber leider kein Glück. Wir sind wohl noch zu früh im Jahr unterwegs, anscheinend sind die Lachse hier noch nicht angekommen.&lt;br /&gt;Weiter geht es also, schließlich steht in Blue River bei River Safari noch eine Bärenbeobachtungstour an. Um ca. 11.30 Uhr starten wir zu der ca. 1 stündigen Motorboottour auf dem Mud-Lake. Direkt zu Beginn unserer Tour haben wir Gelegenheit zwei Weißkopfseeadler (Bold-Eagle) beim Fischen auf dem See zu beobachten. Ein wirklich beeindruckendes Spektakel. Nach einiger Zeit fahren wir dann langsam weiter das Ufer des Sees entlang, immer auf der Suche nach einem Bären.&lt;br /&gt;Aber mit der Bärensichtung wird es heute leider auch nichts. Die Natur will heute einfach nicht so, wie wir es gerne wollen. Die Bootstour macht trotzdem großen Spass.&lt;/p&gt;&lt;em&gt;Markus Knüpp&lt;/em&gt;</description>
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                <title>Im Wohnmobil bis Nordkanada 0,00 €</title>
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                <pubDate>Wed, 12 Mar 2025 03:00:09 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/rbsk10rsfdec1_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;h2&gt;Deh Cho 2010 - Teil I&lt;/h2&gt;&lt;em&gt;Von Westkanada in den Norden&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2. Tag - Mittwoch 14.07.10&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht war grenzwertig. Die Kinder haben zwar trotz der ganzen Aufregung gut geschlafen, aber es war unglaublich heiß in unserem Zimmer im 4. Stock. Eine tropische Nacht. Und so wirklich konnten wir das Fenster ja nicht auflassen, wegen der nur gefühlte 50 Meter entfernten S-Bahnlinie... Naja, schlussendlich blieb uns ja doch nichts anderes übrig...&lt;br /&gt;Erbarmungslos klingelte dann der Handywecker um 4:30 Uhr - gerade als es kühl wurde und wohl jeder von uns noch problemlos ein paar Stündchen hätte schlafen können. Naja, für 5:10 Uhr hatten wir das Taxi bestellt (der Shuttle startet erst um 6 Uhr - is klar...). Das Taxi wartet schon unten. Eigentlich sehr angenehm. Ist ja nur ein Karzensprung zum Airport und so konnten wir uns einen Kombi ( für das ganze Gepäck) und zwei Sitzplatzerhöhungen (für die Kinder) bestellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Zum ersten mal bin ich um 2:30 Uhr wach. Klar, Jet Lag. Einmal austreten, wieder hinlegen, versuchen weiter zu schlafen - oder wenigstens zu dösen. Erst geling es, aber um 4:30 Uhr gebe ich es dann auf und stehe auf. Wenig später dann auch die Kinder. Sie sind begeistert und kaum noch zu halten. Vor einer Stunde noch bin ich zu meinem vierjährigen Sohn Felix in den Alkoven gekrochen und habe ihn gefragt: &quot;Na, ist das cool hier im Wohnmobil?&quot; Seine Antwort war: &quot;Ja, total! Und ich freue mich auch schon ganz doll auf den neuen Tag, Papa!&quot; Da geht einem doch das Herz auf, oder?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Morgens das erste Malheur: Natalie ist irgendetwas an einer Zahnkrone kaputtgegangen, was nun repariert werden muss. Glücklicherweise sind wir in Vancouver, wo so etwas schnell, professionell und unbürokratisch gemacht werden kann!! (Am Abend wird wieder alles in Ordnung sein.)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute morgen verzichten wir auf das Frühstück im Rosedale (der Service hatte uns hier gestern nicht so gut gefallen) und wir fahren früh los nach Langley. Frühstück mit leckerem Kaffee bei Starbucks und dann nur über die Straße zu Traveland RV. Wir steigen wieder in unser Mobil und Kamnels übernehmen ihres - und los geht&#039;s ins Fraser Valley zum Harrison River. Auch dort werden wir von herrlichem Wetter empfangen. Der Wasserstand des Flusses ist hoch, aber wir riskieren einen ersten Angrlausflug zur nahegelegenen Eisenbahnbrücke - leider erfolglos, aber trotzdem spannend für die Kinder. Anschließend brauchen wir alle eine Abkühlung und springen in den Fluss. Aber nur ganz kurz, denn das Wasser ist eiskalt...&lt;br /&gt;Abends zünden wir dann das Lagerfeuer an. Unsere alten Freunde Bruce und Nancy kommen vorbei und bringen ein riesengroßes Königslachsfillet mit. Ja, wir feiern heute zwanzigjähriges Jubiläum! Genau vor zwanzig Jahren habe ich Bruce (den Inhaber des nahdgelenen Sasquatch Pubs) hier kennengelernt. Im Laufe des Abends kommen auch noch Bruces Schwester Janet sowie die beiden Töchter Jacqueline und Brittany vorbei. Es wird ein richtig schöner (und feuchtfröhlicher) Abend am Lagerfeuer!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;6. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Jetzt geht&#039;s richtig los. Wir packen das Camp zusammen und fahren - wieder bei herrlichem Wetter- durch den Fraser Canyon ins Cariboo Country. Unterwegs entdecken wir bei Cache Creek einen idyllischen Farmer&#039;s Market mit Picnic Area. So decken wir uns erst einmal mit frischem Obst und Gemüse ein und machen eine ausgedehnte Rast. Die Kinder spielen auf den Schaukeln und Spielgeräten.&lt;br /&gt;Weiter geht es auf dem Goldrush Trail (Highway 97) gen Norden bis Lac La Hache, wo wir auf die Hinterlandstraße zur Ten-ee-ah Lodge abbiegen. Über 20 Kilometer Schotter und so langsam stellt sich wohl bei meiner Frau und bei der Familie Kammel die Frage, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Die wird aber unisono direkt nach der Ankunft mit einem deutlichen &quot;JA&quot; beantwortet. Die Lage der Lodge am einsamen Spout Lake spricht wirklich für sich. Und die schönen und gepflegten Rundholzgebäude scheinen, wie mir auffällt, vor allem den weiblichen Sinn für Ästhetik anzusprechen, während die Herren der Schöpfung eher zu schätzen wissen, dass alles weitläufig und gut verteilt ist, so dass man überall auf dem Lodge-Gelände das Gefühl hat, mehr oder weniger allein zu sein. Pferde laufen über das Gelände - Anna flippt aus...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;7. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ein Tag rund um die Ten-ee-ah Lodge. Eigentlich wollten wir ja heute schon zum Wells Gray Park aufbrechen, aber die Mehrheit meiner &quot;Mannschaft&quot; (insbesondere Frauen und Kinder) votieren dagegen. Und so gibt es mitten in unserem Wohnmobilurlaub einen echten Lodge-Tag.&lt;br /&gt;Um 5 Uhr stehen Felix und ich auf und wir treffen uns draußen am Steg mit Sven, Lili und Lennart. Wir nehmen uns eines von den kleinen Motorbooten und tuckern auf den See hinaus - zur Pirschfahrt. Ein tolles Erlebnis mit den Morgennebeln über dem See - übrigens wieder tolles Wetter.. Tja, den Elch finden wir nicht, aber wir können einen Fischadler super fotografieren und die Loons (Eistaucher) bieten uns eine tolle Schwimm- und Tauchshow mit Konzert.&lt;br /&gt;Um 8 Uhr kehren wir zurück. In einer halben Stunde gibt&#039;s Frühstück in der Lodge. Wir haben das Camper-Package gewählt mit Stellplatz, Halbpension, Kanus und Mountainbikes sowie die Nutzung des Lodge-Duschraums. Absolut zu empfehlen!! Man fühlt sich gar nicht als &quot;Camper nebendran&quot;, sondern richtig als Lodge-Gast.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;8. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;So, heute geht&#039;s aber weiter, ob wir wollen oder nicht. Einkauf in 100 Mile House und dann über die Route 24 in die Thompson-Okanagan-Region. Unser Ziel: der Wells Gray Park. In Clearwater tanken wir. Kein Kommentar über die Tankrechnung unserer beiden großen Benzinschlucker. Nur so viel: Es tut weh, der Zapfsäulenanzeige beim Tanken zuzusehen. An der ATM- Machine in der Shell-Tankstelle besorgen wir uns noch schnell etwas Bargeld, um alle Campgebühren im Parl bezahlen zu können. Dann geht&#039;s los über die Parkstraße, die ja später (nach dem Abzweig zu den Helmcken Falls) zur Schotterpiste wird. Wir haben Glück und ergattern noch den letzten Doppelstellplatz auf dem Campground.&lt;br /&gt;Hackfleisch hatten wir schon während der Fahrt aus dem Gefrierfach des Wohnmobils genommen und so werden nach Ankunft schnell Spaghettis zubereitet - natürlich komplett auf dem Feuer!! Das Wetter, wie gewohnt, ein Traum. In Clearwater war es sogar richtig heiß. Der totale Kontrast jetzt hier im dichten Wald - im Vergleich zum Lodge-Programm... Doch die Kinder freuen sich und toben vor und nach dem Essen über den riesigin Doppelstellplatz. Und abends prasselt das Lagerfeuer.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;9. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Die Wildnis ruft! In der Früh kommt mein Kumpel Andy (Inhaber von Kanata Adventure Specialists) mit seinem Van mit Hänger vorbei. Seine beiden Töchter Tiffany und Sarah sind auch mit von der Partie. 3 Tage (2 Nächte) soll es auf Kanuexkursion hinaus auf den Clearwater Lake gehen. &quot;Wie in alten Zeiten&quot; denke ich so bei mir, während wir unseren Part der Ausrüstung dazupacken. Genau so eine Kanuexkursion auf dem Clearwater Lake war früher in den 90er Jahren dester Bestandteil einer jeden unserer Campingtouren...&lt;br /&gt;Das Wetter ist einmal mehr der Hammer und so können wir es kaum erwarten, endlich auf den See hinauszukommen. Andy bringt uns zur Einsetzstelle, wir lassen drei Kanus ins Wasser und verladen die umfangreiche Azsrüstung in diese. Mutter vorn, Vater hinten zum Steuern und die Kinder in die Mitte auf Ausrüstungskisten oder -Säcke. So funktioniert&#039;s. Nur der arme Andy muss mit seinen beiden Töchtern allein paddeln.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;10.Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ein Tag in der Wildnis. Aber was ist mit dem Wetter los? In der Nacht habe ich schon das Tröpfeln auf&#039;s Zeltdach gehört - und leider setzt es sich am frühen Morgen fort. Jetzt erweist sich Andy&#039;s Küchenzelt als echter Gewinn! So können wir den ersten Kaffee genießen, ohne nass zu werden. Und dann ist es auch schon wieder vorbei mit dem Tröpfeln. Die Damen misstrauen dem Wetter noch, aber ich nehme Andys leckere Eier mit Speck schon am Strandtisch unter freiem Himmel zu mir.&lt;br /&gt;Und dann geht&#039;s auf Kanu-Entdeckungstour. Ganz gemütlich und ohne Gepäck paddeln wir zum Ivor Creek. Hier treffen wir die Holländer wieder, die sich für den tollen Tipp bedanken, aber gleichzeitig auch zugeben, dass sie über Nacht mächtig Schiss gehabt haben. Bärenspuren überall, sogar im frisch nassgeregneten Strandboden. Nach einem kleinen Schokosnack (Danke, Andy- abnehmen werden wir wohl trotz Paddelei sicher nicht!) geht es wieder zurück zum Camp. Beim Zurückblicken sieht Mirjam den Schwarzbären dann tatsàchlich auch. Naja, wir sind wieder auf dem Wasser. Andy und ich fangen je eine Regenbogenforelle, so dass es zurück am Camp für alle ein schmackhaftes Fischtoast gibt. Es gibt einfach nichts leckereres als eine über dem Feuer frisch gebratene Forelle!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;11. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Sonne und strahlend blauer Himmel. Erst einmal noch ein zünftiges Frühstück am See. Rührei mit allem, was so übrig geblieben ist. Lecker.&lt;br /&gt;Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass es auf den Wilderness Campgrounds am Clearwater Lake jetzt bärensichere Food-Container gibt? Also nicht mehr das Klettern auf die vier Meter hohe Traverse zwischen zwei mit Stahl ummantelten Bäumen, sondern einfaches und sicheres Verstauen der Lebensmittel am Boden.&lt;br /&gt;Dann das Camp abbauen und alles wieder in die Kanus. Und los geht&#039;s zurück. Zunächst überqueren wir den See und paddeln zum Divers Bluff Campground. Hier machen wir eine ausgedehnte Mittagspause und fühlen uns wie in der Südsee. Sonnen am Strand, Schwimmen und Springen von den hohen Klippen. Und dann auf zur letzten Etappe. Erstaunlich nach wie vor, dass man hier für den Rückweg immer die doppelte Zeit benötigt. Das war schon vor 15 Jahren so. Auf dem Rückweg hat man den Wind immer gegen sich...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;12. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Morgens erst die Schotterfahrt über die Parkstraße. Stop an den Helmcken Falls. Wir sind ganz allein. Haben die 140 Meter hohen Fälle ganz für uns. Ach, und Sonne und blauer Himmel - hatte ich das schon erwähnt?&lt;br /&gt;Dann weiter nach Clearwater und Frühstück mit Andy und seiner Familie (Andys Frau Daniela ist heute auch dabei - und sie haben auch noch ihren Freund Franz aus München mitgebracht) in der Meadow Flowers Bakery. Die Sonne brennt um 9 Uhr schon richtig runter und ich habe nach einiger Zeit echte Schwierigkeiten an unserem großen Tisch mitten in der prallen Sonne. Zum Glück wechseln wir dann an Schattentische. Phhhhhh.....&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;13. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Sonne und strahlend blauer Himmel. Ein spätes und ausgedehntes Frühstück im lichten Wald des Whistlers Campground. Wir hatten uns gestern mit den zwei Mobilen auf einen Site gestellt (groß genug sind sie ja), da es praktischer ist zum Kochen und für die Kinder zum Spielen. Naja, bis heute ging es gut. Doch heute werden wir freundlich darauf hingewiesen, dass wir den Site &quot;overcrowden&quot; - Sven muss mit seinem Mobil weichen. Immerhin kann man uns heute einen zweiten Platz in unmittelbarer Nähe zuweisen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;14. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Wir brechen ganz früh auf - kurz nach der Dämmerung. Noch kurz zur Dumpstation am Campground. Wir müssen die Tanks ablassen und Frischwasser auftanken. Und dann geht es los durch den spektakulären Nordostteil des Jasper Nationalparks. Und endlich sind sie da - die Tiere! Jede Menge Wapitis. Ein kapitaler Hirsch kreuzt die Straße und scheint für&#039;s Foto zu posieren. Toll. Dickhornschafe gesellen sich dazu. Und natürlich Weißwedelhirsche. In einer großen Wiese steht ein Elch. Ein Koyote läuft mitten über die Straße. Und das alles vor dieser sensationellen Gebirgszenerie und einem atemberaubenden Sonnenaufgang! Ich weiß gar nicht, mein wievielter Besuch im Nationalpark das hier ist - es kommt mir vor wie das hundertste Mal - aber für diese Momente werde ich immer wieder hierhin kommen!!&lt;br /&gt;Wir verlassen den Jasper Nationalpark und biegen bei Hinton nach Norden auf die Route 40 in Richtung Grande Prairie ab. Für mich wird die Zeit zurückgedreht. Diese Straße bin ich zum letzten Mal in den Neunzigern gefahren - als Tourguide für unsere Campingtouren. Sie war fester Bestandteil fast aller unserer eigenen Touren damals. Eine Überbrückung vom Kanutrip im nördlichen Peace River District hinunter in die Nationalparks - so meine Erinnerung. Doch heute staune ich. Die Route ist in diesen frühen Morgenstunden traumhaft schön! Herrliche Ausblicke in dieser Foothill-Landschaft. Ein Elchbulle - diesmal ein echt kapitaler, nicht so ein &quot;Fahradlenker&quot; wie vorher - steht direkt am Straßenrand. Sven erwischt ihn mit seiner Kamera. Kaffestopp in Grand Cache, Tanken in Grande Prairie und dann weiter in Richtung Dawson Creek. Hier ist die &quot;Mile 0&quot; des Alaska Highway.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;15. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der frühe Aufbruch lohnt sich. Natürlich wieder herrlichstes Wetter und wir sind nun wirklich ganz allein auf dem Alaska Highway. Die Sonne steht schon recht hoch am Hinmel (wir sind deutlich später als gestern aufgebrochen) und ich unterhalte mich schon über Funk mit Sven darüber, ob es wohl zu spät war, da gar keine Tiere (außer ein paar Weißwedelhirsche) zu sehen sind. Doch dann sehe ich einen knappen Kilometer (ja, so weit kann man auf diesem Highway gucken!) vor mir den auffälig schwarzen Fleck, der in die Buschlandschaft am Straßenrand einfach nicht hineingehört. &quot;Wenn der sich jetzt bewegt, muss es ein Bär sein.&quot; denke ich und fixiere den Fleck. Er bewegt sich - und halt, jetzt sind es sogar zwei! Eine Schwarzbärenmutter mit ihrem Jungen. Sie pflücken in aller Seelenruhe die Beeren von den Büschen und lassen sich von uns in keinster Weise stören. Wir bleiben mitten auf dem Alaska Highway stehen - einen richtigen Randstreifen gibt es hier nicht - aber was soll&#039;s? Es kommt ja eh kein anderes Auto. Doch, ein Truck. Aber der hat Verständnis und fährt weiträumig um uns herum. Nachdem wir uns im wahrsten Sinne des Wortes sattgesehen und -fotografiert haben (leider nicht wirklich was für meine iPhone-Kamera...), fahren wir weiter zum Tankstop nach Fort Nelson. Sven (die Kinder nennen ihn ja, wie gesagt, &quot;den Reparateur&quot;) hatte bereits gestern festgestellt, dass sich irgendwo (ich bitte meine technische Unkenntnis zu entschuldigen) ein Kabel gelöst hat, das für das Funktionieren des ABS verantwortlich ist. Irgendein Kontakt funktioniert nicht mehr, hatte er mir erklärt. Doch nach eigenen Überlegungen und Gesprächen auf dem Campground hatten wir beschlossen, dass dies kein weltbewegender Mangel sei - zudem ABS auf Schotterpisten eh eher hinderlich sein kann. Und hier in Fort Nelson suchen wir nun noch zur Sicherheit einen Autoglaser auf, um uns bzgl des Scheibenrisses meine bereits gestrige Vermutung bestätigen zu lassen, dass die Windschutzscheibe hinterher eh komplett ausgetauscht werden muss (war mir da recht sicher, da ich genau so etwas schon zwei mal bei meinem Privat-PKW in Deutschland erlebt habe). Und genauso geschieht es dann auch. Natürlich direkt das Angebot, die Scheibe auszutauschen, doch wir lehnen ab. Macht ja keinen Sinn. Das kann Traveland in Langley sicher hinterher besser organisieren. Zudem brauch man sich dann halt jetzt um die Scheibe keine Sorgen mehr zu machen - selbst wenn noch ein Steinschlag hinzukommt. Also erst einmal eine Sorge weniger - für den Moment. Ist ja schon mal was...&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;16. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute brechen wir gegen 7 Uhr auf. (Übrigens, der Toilettengeruch bei Kammels scheint nun endlich unter Kontrolle. Mal weiter abwarten...) Wir haben zwar nur eine relativ kurze Strecke vor uns aber insgesamt sehr viel vor heute. Das letzte Teilstück des Liard Trails wird bewältigt. Dann der Abzweig auf die Asphaltstraße nach Fort Simpson. &quot;Der Asphalt hat uns wieder!&quot; denken wir und drücken ein wenig mehr auf die Tube. Allerdings nur bis zur ersten Bodenwelle. Dann merken wir so langsam, dass man auf dieser Asphaltstraße (wenn auch schnurgerade und völlig ohne Gegenverkehr) im Prinzip langsamer fahren muss als auf der Schotterpiste. Naja... Plötzlich öffnet sich der Busch zum großen Fluss hin, den Mackenzie River. Hier verkehrt eine kleine Fähre, auf die wir nun einen Moment warten müssen. Rechts und auf der anderen Uferseite kann man sehen, wo im Winter die Iceroad über den Fluss an die Landstraße angebunden wird. Fort Simpson ist praktisch fast vier Monate im Jahr für Landfahrzeuge von der Außenwelt abgeschlossen, da sowohl im Spätherbst als auch im Spätwinter das Eis zwar noch zu dick für die Fähre, aber zu dünn für die Eisstraße ist (insbesondere, um das Gewicht von großen Trucks zu tragen). Unser Diareferrent Pfaff hatte mich bereits vor der Fährenrampe gewarnt. Das Problem sei schon lange gelöst, hatte ich auf meine entsprechende Anfrage an das Tiurismusbüro von den Northwest Territories erfahren. &quot;Naja, wer&#039;s glaubt...&quot; denke ich und taste mich ganz langsam heran. Und dann ist sehr schnell klar: es passt nicht. Führe ich noch einen halben Meter weiter, so würde ich mit dem Hinterteil meines 29-Fuß-Mobils auf der Schotterzufahrt aufsetzen. Nun müssen erst große Balken vor meine Hinterräder gelegt werden, auf die ich fahre, um hinten Höhe zu gewinnen. Dann passt alles. Alles relaxed. Wir sind eh die beiden einzigen Fahrzeuge für diese Fährfahrt. Bei Svens 27-Fuß-Mobil passt es auch dann tatsächlich ohne die Balken. Auf der anderen Seite dann das gleiche Spielchen. Dann noch ein paar Kilometer Asphaltstraße (gleiche Qualität wie vorher) und wir haben Fort Simpson erreicht. &quot;Sieht fast ein bisschen aus wie eine First Nations Siedlung&quot; denke ich. Und man ist sehr schnell durchgefahren und steht wieder vor dem Fluß. Aber es gibt Zeichen der Zivilisation. Zwei oder drei Restaurants, eine Tankstelle, eine Bank, eine Post und einen Supermarkt sehe ich.&lt;br /&gt;Naja, erst einmal melden wir uns kurz beim Hangar von Simpson Air und ich treffe meinen Freund Ted Grant, den Besitzer dieser kleinen Airline. Ted ist Buschpilot und betreibt in seiner Airline einige Busch- und Wasserflugzeuge. Ted zieht mich einmal mehr damit auf, dass es ja &quot;bloß&quot; 15 Jahre gedauert hätte, um mich hierher zu bekommen. Stimmt, vor etwa 15 Jahren hat er mich zum ersten Mal eingeladen und mir von seiner einsamen Lodge am Little Doctor Lake erzählt, der Nahanni Mountain Lodge. Und hierhin wollen wir nun auch fliegen. Doch vorher geht&#039;s zum Einkaufen in den Northern Store. Schließlich will man ja auch in der Wildnis nicht schlecht leben! Dann Packen. Was muss mit, was bleibt im Wohnmobil? Letztere bleiben übrigens sicher geparkt auf Teds Airline-Gelände stehen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;17. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Alle haben gut geschlafen in den Zelten. Es war eine warme Nacht. Und heute wieder einmal traumhaftes Wetter. Beim Frühstück - Kaffee und Toast werden natürlich konsequent auf dem Feuer gemacht - beschließen wir, den Tag weitestgehend (aufgrund des schönen Wetters) hier zu verbringen, denn der Platz mit seinen Möglichkeiten ist nun einmal echt toll. Ansonsten wollen wir jedoch versuchen, heute noch einen Ortswechsel vorzunehmen. Wir waren einfach nicht auf Camping eingestellt und mittlerweile scheint (insbesondere die Damenwelt) auch schon die bloße Präsenz der unsauberen Hütten und der Umstand, dass man sie halt hin und wieder doch nutzen muss (da man ja doch einige Sachen in ihnen lagern muss) deutlich im Urlaubsgenuss zu beeinträchtigen. Also, mit dem Satellitentelefon rufe ich die Basisstation von Simpson Air an und melde an, dass wir hier abgeholt werden wollen. Kein Pilot frei derzeit, doch man will versuchen, was man kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;18. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Der erste Morgen in der North Nahanni Naturalist Lodge. Heute morgen wird uns besonders der derzeitige &quot;Improvisationsstatus&quot; unseres Aufenthalts hier bewusst. Warum? Es ist weit und breit niemand zu sehen, um uns Frühstück zu machen in dieser eigentlichen &quot;Full Service Lodge&quot;. Also bedienen wir uns selbst in der Küche - an unseren eigenen Lebensmitteln, die wir von unserem ja ursprünglich länger geplanten Aufenthalt an der Nahanni Mt. Lodge mitgebracht hatten. Denn wir haben einen Termin heute morgen. Gegen 9 Uhr will Todd mit seiner Cessna kommen, um uns in den Nahanni Nationalpark zu fliegen. Für gute 4 Stunden. Nachmittags sollen dann Kammels dran sein. Wir sind schon fast fertig mit dem Frühstück, da schlurft Neil herein (offensichtlich gerade aus dem Bett gefallen) und fragt, ob wir alles gefunden hätten... Naja, immerhin kocht er uns noch einen Kaffee (wir haben die Maschine nicht ans Laufen bekommen) und richtet für uns ein kleines Lunchpaket her. Und dann wassert Todds Cessna auch schon direkt vor der Lodge. Die ganze Famile Schoof klettert gespannt in das kleine Flugzeug und los geht&#039;s. Herrliches Wetter natürlich - bevor ich vergesse, das zu erwähnen...&lt;br /&gt;Der Flug ist atemberaubend! Wir fliegen zunächst über ein Gebirgsplateau und dann über unendliche, wunderschöne Gebirgswildnis. Wir sind schon im Nahanni Nationalpark. Die Flüsse haben hier teilweise eine ähnlich türkisgrüne Siltfarbe wie in den Rocky Mountains Nationalparks. Und dann tauchen die Virginia Falls auf. Majestätisch. Erhaben. Zweimal so hoch wie die Niagara Fälle, aber das ist eigentlich nicht das Entscheidende. Es ist vielmehr die unglaubliche Gewalt, mit der irrsinnige Wassermassen sich hier einen Weg durch den Fels gebahnt haben und an dieser Stelle in mehreren Stufen herunterstürzen. Todd fliegt zu unserer Verzückung eine große Schleife über die Fälle und dann landen wir mitten auf dem Nahanni River, etwa einen halben Kilometer oberhalb der Fälle. Spektakulär!&lt;br /&gt;Hier gibt es eine Rangerstation von Parks Canada und einer der beiden Diensthabenden Ranger erwartet uns schon. Dustin aus Fort Simpson. Volle 10 Tage ist er immer hier in der Wildnis, bevor er dann wieder einige Tage frei hat. Auf dem Notice Board direkt zu Beginn lesen wir, dass vor einer knappen Stunde ein großer männlicher Grizzly im Campground, durch den wir zu den Fällen wandern müssen, gesichtet wurde. Konsequent weigert sich meine Frau dann auch zunächst, mit den Kindern diesen Weg zu beschreiten. Es bedarf all meiner Überredungskunst mit der Erinnerung daran, wie oft wir es auf unseren Kanadatrips schon mit Bären zu tun hatten (auch mit Grizzlies - einmal sogar mit vier Grizzlies zugleich, aber das ist eine andere Geschichte), und Dustins Hinweis darauf, dass er sowohl Bearspray (Pfefferspray) als auch einen Bearbanger (eine Art Schussimitat) dabei hat, bis wir uns dann schließlich doch in Richtung der Virginia Falls in Bewegung setzen. Ein interessanter Soaziergang - fast komplett über Stege durch den Wald. Also auch recht bequem. Und natürlich keine Spur von dem Grizzly.... Der Campground fasziniert micht. Er liegt echt schön mitten im Wald. Überall sind großzügige Plattformen für die Zelte gebaut. Ich bekomme richtig Lust, hier selbst ein Zelt aufzuschlagen. Dann weiter zum Kopf der Fälle. Wenn man hier so steht, kommt man sich klein vor. Einfach nur beeindruckend. Ich weiß auch nicht, was ich sonst groß schreiben soll. Es ist nicht zu beschreiben. Man muss es gesehen haben.&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg halten wir an und vertilgen einen Teil unseres Luchpakets vor herrlichem Flusspanorama. Der Gang mit Dustin, dem Ranger, ist übrigens wirklich sehr interessant. Er erzählt viel über Flora und Fauna und die Geschichte des Flusses und der Fälle. Diese Führung gehört hier zum Service dazu. Und wir sind komplett allein. Nur im Campground haben wir einige Kanuten gesehen, die sich auf die Portage um die Fälle herum vorbereiteten, um am Fuß der Fälle ihren Kanutrip fortzusetzen. &quot;Das muss ich auch noch mal irgendwann machen.&quot; denke ich so bei mir. &quot;Wenn die Kinder älter sind - dann machen wir das mal.&quot; liest meine Frau meine Gedanken. Und dann sind wir auch schon wieder zurück am Wasserflugzeug und starten wieder durch.&lt;br /&gt;Der Rückflug ist noch soektakulärer als der Hinflug! Wir fliegen über und durch unzählige Wildnis-Canyons. Einige sind so schmal, dass sie von oben aussehen, als hätte ein Riese mit einem großen Messer in den nackten Fels geschnitten. Andere sind so breit und tief wie der Grand Canyon. Unglaublich! Zur Krönung fliegen wir dann noch durch das &quot;Felsentor&quot;, das uns vom Little Doctor Lake aus schon so begeistert hat. Echt einzigartig! Ein echtes Erlebnis und Abenteuer. So was gibt&#039;s nicht alle Tage...&lt;br /&gt;Nach der Wasserung auf dem Cli Lake steht uns noch ein herrlicher Nachmittag an der Lodge bevor. Kammels Flug zu den Virginia Falls, der ja eigentlich direkt im Anschluss erfolgen sollte, wird aufgrund einer Wetterverschlechterung über dem zwischen uns und den Fällen liegenden Gebirgsplateau kurzerhand abgesagt und auf Morgen verschoben. So ist das halt hier im Norden. Insbesondere, wenn man auf das Wasserflugzeug als Transportmittel angewiesen ist.&lt;br /&gt;&quot;Kindersauna&quot; ist angesagt! Die Sauna am See ist angefeuert und ich gehe mit allen Kindern hinein. Immer für etwa (gefühlte) drei Minuten. Dann wieder ab in den See. 10x, 20x - alles kein Problem. Die Kinder haben Spaß in der Zedernsauna - insbesondere an dem Umstand, dass man das Aufgusswasser nicht nur auf den Ofen, sondern auch kreuz und quer durch die Sauna an die Zedernholzwände klatschen kann. Sehr zu empfehlen. Bringt den Zederngeruch richtig raus. Nach gefühlten 30x im See (ohne einmal richtig aufgeheitzt worden zu sein) geht es dann mit der gesamten Mannschaft zurück zur Lodge. Das Dinner ist fast fertig. Abends sitzen wir noch einen Moment auf den Sofas und blicken durch die Panoramafenster auf den See. Es war ein schöner Tag. Von der Wetterverschlechterung haben wir hier an der Lodge kaum etwas mitbekommen. Aber auch ein Lodgetag schafft einen. Doch früh zu Bett gehen wir schon länger nicht mehr. Es ist einfach zu hell. Alles hat sich praktisch automatisch nach hinten verschoben - vom Abendessen über das Schlafenlegen der Kinder bis hin zur eigenen Nachtruhe. Selbst das Aufstehen morgens findet deutlich später statt, was für mich als Frühaufsteher echt metkwürdig ist, aber nun halt einfach mal so passiert hier oben im Norden. Und es scheint hier auch völlig normal zu sein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;19. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;In der Nacht habe ich zum ersten mal richtigen Regen gehört. Hat mich gut weiterschlummern lassen. Morgens ist alles vorbei, allerdings ist es noch bedeckt und windig und über dem Plateau hängen dunkle Wolken. Wir befürchten schon, dass der zweite Flug zu den Fällen nicht stattfinden kann. Inzwischen ist von der Familie Kammel auch nur noch Sven übriggeblieben für diesen Flug. Und er ist ja nun einmal unser Fotograf. Die anderen scheinen doch ein wenig von der Kombination aus dem wechselhaften Wetter und dem längeren Flug in einem sehr kleinen Wasserflugzeug über ein sehr hohes Gebirge beeindruckt...&lt;br /&gt;Doch unser Wetterglück hält an. Pünktlich nach dem Frühstück kommt die Sonne raus. Nur der Wind hält noch an. Das ist aber kein Problem für Todd und seine Cessna. Zur verabredeten Zeit wassert er vor der Lodge. Und los geht es Sven. Praktisch ein Privatflug. Der Rest seiner Familie ist zwischenzeitlich zum Wandern unter indianischer Führung in einem ausgetrockneten Flussbett aufgebrochen. Ich selbst hatte zunächst ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, noch einmal mit Sven mitzufliegen, doch habe mich dann dagegen entschieden. Unter anderem auch weil Loyal, der halbindianische Besitzer der Lodge gestern spät abends hier eingetroffen ist. Er hat, wie wir erfahren, eine etwa sechsstündige Anreise hinter sich gebracht, um uns neue Vorräte zu bringen und um mich zu treffen. Erst vier Stunden von Fort Simpson mit dem Jetboat durch das verzweigte Flusssystem, dann eine Stunde Wanderung zu einer anderen Stelle, an der Neil zuvor schon eins der Motorboote der Lodge für ihn deponiert hatte. Neil war ihm zudem dann später noch einmal mit dem ATV entgegengefahren, um alle Ausrüstung und Vorräte aus dem Jetboat zu transportieren. Langsam wird uns allen klar, was für einen Aufwand es bedeutet, hier im Nirgendwo eine doch recht komfortable Wildnis-Lodge zu betreiben! Und angesichts dieses Aufwandes halte ich es dann auch für angemessen, meinen Tag mit meiner Familie hier zu verbringen, um u.a. auch für Gespräche mit Loyal zur Verfügung zu stehen. Denn er, das weiß ich, möchte dringend mit mir reden. Über das touristische Potenzial seiner Lodge und wie sie evtl in unser Programn passen könnte. Natürlich freut er sich, als ich ihm sage, dass seine Lodge sehr gut zu uns passt. Aber wir besprechen auch intensiv die vielen kleinen Details. Das, was gut ist und das, was vielleicht noch ein wenig in die ein oder andere Richtung geändert werden muss. Das erste Gespräch findet spontan nach dem heute sehr üppigen Frühstück (Loyal ist jetzt der Koch) in der Lodge statt. Das zweite, persönlichere Gespräch nach guter alter First Nations Sitte beim Schwitzen - zwar nicht in einer ursprünglichen Sweat Lodge, dafür aber in seiner herrlichen Sauna am See.&lt;br /&gt;Die Kinder spielen um die Lodge herum, schwimmen viel und fahren Boot. Auch der Hot Tub ist dauerbelegt. Und dann schlägt das Wetter um. Ein richtiger Sturm zieht auf und eine Stunde lang schüttet es wie aus Kübeln und Blitze zucken durch die Luft. Wir sitzen in der Lodge und bestaunen das Spektakel durch die Panoramascheiben. Erste Vermutungen, dass Sven und Todd wohl die Nacht in der Ranger-Station an den Vurginia Falls verbringen müssen. Doch, wie gesagt, nach einer Stunde ist alles vorbei, die Sonne kommt wieder heraus und das normale Lodgeleben wird wieder aufgenommen (für die Kinder: Schwimnen, Hot Tub, Schwimmen, Hot Tub...). Auch das Wasserflugzeug landet wenig später vor der Lodge. Sven ist schwer beeindruckt. Nicht nur von der Stenerie, den Fällen und den Canyons, sondern auch von den Wetterfronten, die es auf dem Rückflug zu umfliegen galt. Das sieht wohl aus keinem Flugzeug heraus so spektakulär aus wie aus einem kleinen Busch- oder Wasserflugzeug - das haben wir ja ansatzweise auch bereits auf unserem eigen Rückflug von den Fällen erlebt.&lt;br /&gt;Mit Todd besprechen wir den morgigen Rückflug nach Fort Simpson. Zwischen vier und fünf Uhr will er kommen, um alles Gepäck und 1-2 Personen einzusammeln. Ted will dann direkt im Anschluss mit der Beaver kommen, um den Rest unser Gruppe zu holen.&lt;br /&gt;Und dann ist auch dieser Tag schon fast wieder vorbei. Allerdings erwartet uns noch ein pompöses Dinner. Diverse Braten und ein auf dem Feuerofen draußen zubereiteter Weißfisch erwarten uns. Es scheint, das Loyal jetzt alle ursprünglich für uns eingeplanten Lebensmittel noch in der kurzen, verbleibenden Zeit an uns verfüttern wil... Naja, uns geht&#039;s also nicht schlecht hier. Abends sitzen wir noch in gemütlicher Runde mit Loyal und Neil beim Bier zusammen und quatschen. Es ist halt lange hell. Vor ein Uhr nachts geht niemand (von den Erwachsenen) ins Bett...&lt;/p&gt;&lt;em&gt;Rainer Schoof&lt;/em&gt;</description>
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                <pubDate>Wed, 28 Sep 2022 03:00:33 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/kd13_sepp_ludwig_bild5_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;h2&gt;Eine Woche im Yukon&lt;/h2&gt;&lt;em&gt; ab/bis Whitehorse&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1. Tag - Sonntag, 24.06.12&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Endlich ist es soweit!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Nach meiner Anreise zum Frankfurter Flughafen mit der deutschen Bahn bleibt mir noch ein wenig Zeit, in Ruhe Kaffee zu trinken und meine Unterlagen zu kontrollieren, bevor es zum Check-In mit der Condor geht.&lt;br /&gt;Am Schalter ist noch nicht viel los und ich werde von einem noch recht jungen Mitarbeiter heran gewunken und gefragt wo es denn hin gehen soll. &quot;Whitehorse&quot; sage ich und gebe ihm meine Papiere. &quot;Oh wie schön&quot; erwidert er und fängt an meine Daten in seinen Computer einzugeben.&lt;br /&gt;Es dauert etwas und er braucht anscheinend mehrere Anläufe, vermutlich arbeitet er noch nicht so lange hier. &quot;Wo fliegen Sie noch gleich hin&quot; fragt er mich erneut und ich sage:&quot;Whitehorse, Yukon Territory, Kanada&quot;. &quot;Ach so, Whitehorse! Ich hatte Rhodos verstanden - ja da müssen Sie zu meinem Kollegen gehen, Nordamerika darf ich noch nicht.&quot;&lt;br /&gt;Ich gehe also einen Schalter weiter, werde erneut freundlich begrüßt und ab jetzt verläuft alles reibungslos und eh ich mich versehe sitze ich auch schon auf meinem Platz im Flieger. Hier lerne ich dann auch den ersten Teilnehmer unserer kleinen Reisegruppe kennen - Tino Swoboda von Meyers Weltreisen. Meine weiteren Mitreisenden, Saskia Weber von Skytours und Michael Band von FTI, sowie unseren Tour-Leiter Holger Bergold von Tourism Yukon werde ich erst vor Ort in Whitehorse kennenlernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Flug verläuft absolut problemfrei und mit etwas Schlaf, einem guten Buch und dem Bordprogramm vergeht die Zeit schneller als gedacht und wir erreichen unser Ziel planmäßig um 14:50 Uhr Ortszeit. Zügig geht es durch die Abfertigung und ich stelle mit Erleichterung fest, dass mein Gepäck am gleichen Ort wie ich eingetroffen ist, wobei ich diesbezüglich auf meinen Reisen zum Glück noch nie ein Problem hatte.&lt;br /&gt;Auf dem sehr überschaubaren Flughafen-Gelände hat sich unsere Gruppe schnell vollständig gefunden und nach einer herzlichen Begrüßung nehmen wir unsere zwei 4x4 SUVs auf dem Parkplatz auf und fahren zum High Country Inn, unserer Start-Unterkunft.&lt;br /&gt;Nachdem wir unsere Zimmer bezogen und uns kurz erfrischt haben begeben uns mit unseren Mietwagen auf eine erste Orientierungsfahrt durch Whitehorse und die nähere Umgebung mit Besuch eines Aussichtspunkts auf den Yukon River und des historischen Schaufelraddampfers SS Klondike. Hatte es beim Verlassen des Fliegers noch bei bewölktem Himmel leicht geregnet genießen wir nun herrlichen Sonnenschein und angenehme 23 Grad Celsius.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen 20:00 Uhr treffen wir uns dann mit einigen Kollegen unserer örtlichen Partner-Agenturen zum Dinner auf dem Sonnendeck unseres Hotel-Restaurants und lassen unseren ersten Abend mit Burgern, Steaks und Bier gemütlich ausklingen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Mein Wecker klingelt um 06:30Uhr und hatte ich mir den Tag zuvor noch Sorgen gemacht, ich könne evtl. aufgrund der Mitternachtssonne, die derzeit kurz nach ihrem Höhepunkt ist, nicht wirklich schlafen, stelle ich nun fest, dass dies völlig unbegründet war und bleiben wird, denn die Zimmer in allen meinen Unterkünften sind wirklich gut zu verdunkeln.&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück machen wir uns zeitig auf den Weg, denn es erwartet uns heute eine lange Etappe über den Klondike Highway mit Ziel Dawson City, allerdings mit einem &quot;kurzen Abstecher&quot; über den Silver Trail bis Keno City, einer sehr kleinen, fast verlassenen Bergarbeiter-Gemeinde.&lt;br /&gt;Die Landschaft und die Einsamkeit sind einfach spektakulär - links und rechts des Highways blüht das hier so typische Fireweed (Weidenröschen) gerade in vollen Pracht und auch die Tiere verstecken sich nicht vor uns - alleine heute sehen wir einen Grizzly, zwei junge Schwarzbären und eine Elchkuh mit zwei Jungen - genau so habe ich mir den Yukon vorgestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am frühen Abend erreichen wir Dawson City, das mit all seinen historischen Gebäuden praktisch ein einziges Museum über die Zeit des Goldrausches von 1896 darstellt. Nach einem ersten Bummel durch den Ort treffen wir uns im Klondike Kate&#039;s Restaurant zum Dinner um den Abend dann mit einem Besuch der Revue im Diamond Tooth Gerties zu beschließen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Nach einem herzhaften Frühstück (ich gönne mir mit Rührei, Bratkartoffeln, Bacon und Würstchen - heute mal das volle Programm) besuchen wir die Cabins der beiden Schriftsteller Jack London und Robert William Service und machen uns dann auf den Weg zur etwa 15km außerhalb gelegenen Dredge #4, einem gigantischen Schwimmbagger, mit dem in diesem und in anderen Gebieten noch bis Ende der 50er Jahre nach Gold geschürft wurde.&lt;br /&gt;Wir verlassen Dawson City und setzen mit der Fähre über den Yukon River und fahren auf dem Top of the World Highway, einer wirklichen Traumstraße mit unglaublichen Ausblicken auf die umliegenden Täler, in Richtung Alaska. Bei Poker Creek überqueren wir dann die Grenze zu den USA und der Name des Top of the World Highways ändert sich in Taylor Highway.&lt;br /&gt;Nach einem ausgiebigen und meines Erachtens lohnenswertem Lunch Stop in der Metropole Chicken (im Winter leben hier zehn bis 15 Menschen) geht es weiter auf unserer eintägigen Etappe durch Alaska mit einem kurzen Abstecher nach Tok mit Endstation Beaver Creek, Yukon, Kanada. Der Abschnitt kurz hinter der Grenze ist normalerweise eine sehr gute Gegend für Elch-Sichtungen aber heute ist uns das Glück leider nicht hold.&lt;br /&gt;In Beaver Creek angekommen beziehen wir unsere einfachen Zimmer im Westmark Inn und treffen uns anschließend zum gemeinsamen Dinner mit Musical im Hotel-eigenen Dining Room.&lt;br /&gt;Die Show, die vom Bau des Alaska-Highways erzählt, ist ehrlich gestanden nicht so mein Ding und wohl eher für die US-amerikanischen Kreuzfahrt-Gruppen gedacht, die man hier vereinzelt auch antrifft aber sich in den unglaublichen Weiten dieser Region auch ganz schnell wieder verlieren und vergessen sind.&lt;br /&gt;Nach einem gemütlichen Absacker in der benachbarten Bar geht es ab ins Bettchen ...schließlich wartet morgen ein neuer spannender Tag mit spektakulären Eindrücken auf uns.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;4. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Und wieder werde ich wach, bevor der Wecker klingelt - vor Aufregung, weil mich heute vielleicht das absolute Highlight einer bislang atemberaubenden Reise mit unglaublichen Eindrücken erwartet, mein erster Flug mit einem Wasserflugzeug.&lt;br /&gt;Die Etappe bis Haines Junction ist mit knapp 300 Kilometern relativ kurz und wir erreichen unser Ziel entspannt gegen Mittag. Zum Lunch kehren wir in der Village Bakery ein - für Yukon-Reisende vielleicht kein Geheimtipp mehr aber auf jeden Fall ein Tipp.&lt;br /&gt;Weiter geht es zum Pine Lake, wo wir darauf warten, dass Gerd, unser Buschpilot von Alpine Aviation, uns mit Holgers kanadischem Kollegen Robin von Tourism Yukon, den wir schon zu Beginn unserer Tour kennen lernen durften, mit seiner Beaver aus Whitehorse eintreffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich merke wie die Spannung positiv in mir ansteigt, denn wie ja bereits erwähnt, ist es mein erster Flug mit einem Wasserflugzeug und endlich landet die Maschine vor uns auf dem See und legt am Steg an. Unser erstes Ziel führt zu einer völlig abseits der Zivilisation gelegenen neu errichteten Cabin am Long Lake, nordöstlich von Whitehorse. Die Bilder, die sich mir während dieses und der noch folgenden Flüge zeigen übertreffen meine Erwartungen bei Weitem und es verschlägt einem nahezu die Sprache.&lt;br /&gt;Es geht über unendliche Landschaften aus Seen, Wäldern und Bergen, unberührt von jeglicher Zivilisation, und erst aus dieser Perspektive erkennt man wirklich in welcher Einsamkeit man sich eigentlich befindet. Ein Erlebnis, das auf keiner Reise in den Yukon fehlen sollte.&lt;br /&gt;Am Long Lake angekommen liegt bereits ein weiteres Wasserflugzeug am Ufer und dern Besitzer der Cabin, Kelly von Timberline Wilderness Adventures, empfängt uns herzlich mit Kaffee und Kuchen.&lt;br /&gt;Wir inspizieren die gemütliche Unterkunft, die über jeglichen Komfort verfügt, den man sich in dieser Abgeschiedenheit vorstellen kann, angefangen von einer voll ausgestatteten Küche mit Propan-Herd und Ofen, fließend Warmwasser, ein Duschhaus und natürlich ist auch für ein Outhouse gesorgt. Danach machen wir uns auf eine kurze Wanderung etwas höher hinauf in die Berge durch die hier typische Vegetation, geprägt von kleinen Sträuchern, Moose und Flechten, um einen unvergesslichen Panorama-Ausblick über den Long Lake zu erhalten.&lt;br /&gt;Im Anschluss geht es zurück an Bord unserer Beaver und Gerd fliegt uns zu unserem nächsten Ziel, der Moraine Lake Cabin am gleichnamigen See westlich von Whitehorse gelegen - auch diese Unterkunft wird natürlich von Timberline Adventures betrieben.&lt;br /&gt;Landschaftlich unterschiedlicher, aber gleichermaßen schön könnten die beiden Seen nicht sein - der Moraine Lake ist umgeben von Fichtenwäldern und mit vielen kleinen Inseln durchzogen. Ebenso wie die Blockhütte am Long Lake liegtn die am Moraine Lake in direkter Ufernähe und auch hier hat man natürlich ein eigenes Boot zur Verfügung um den See zu erkunden und sich auf Angel-Ausflüge zu begeben. Auch der Komfort entspricht dem der ersten Cabin, allerdings kann man hier zusätzlich noch einen Hot Tub nutzen, der einige Meter das Seeufer hinauf vor Kellys privater Cabin steht.&lt;br /&gt;Wir erkunden das Terrain und genießen dann bei Lagerfeuer-Romantik ein Bier, bevor uns Kellys Frau Heather zu einem schmackhaften Dinner lädt.&lt;br /&gt;Leider heißt es dann auch schon wieder Abschied nehmen und Gerd fliegt uns über die unglaublichen Weiten des Yukon zurück nach Haines Junction.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es geht zum Kathleen Lake, wo uns eine Wanderung in den Kluane Park erwartet. Nach kurzem Warten am Seeufer treffen wir Brent Liddle, unseren Hiking-Guide, welcher als ehemaliger Park Ranger bestens mit der Natur und der Umgebung des Nationalparks vertraut ist.&lt;br /&gt;Ich lerne den Yukon erneut auf eine faszinierende neue Seite kennen, bei einer geführten Wanderung durch das Hinterland des Kluane, an der Seite eines erfahrenen Wanderführers, der unserer Gruppe alles zur hiesigen Flora und Fauna erzählen kann, keine Frage unbeantwortet lässt und gleichzeitig noch ein Gefühl der Sicherheit gibt - eine Erfahrung, die ich jedem nur ans Herz legen kann. Weiter geht es zum nahe gelegenen The Cabin B&amp;B. &lt;br /&gt;Hier bewirtschaftet Brent mit seiner Frau 5 urige Guest Cabins, die sich auf einem bewaldeten Gelände verteilen. Jede der Cabins hat ein kleines Sonnendeck mit Blick auf die umliegenden Berge und ist mit einer Propan-Heizung und einem kleinen Zweiflammen-Herd ausgestattet. In zentraler Lage befindet sich das Gemeinschafts-Duschhaus mit WCs.&lt;br /&gt;Nach unserem Besuch im The Cabin B&amp;B machen wir uns auf den Weg zur Dalton Trail Lodge am Dezadeash Lake.&lt;br /&gt;Die sehr schöne Lodge, die von Schweizern betrieben wird hat sich besonders auf Angel-Reise spezialisiert und bietet seinen Gästen ein umfangreiches Programm an Ausflügen in die umliegende Natur. Die verschiedenen Zimmer, die sich zum Teil im Hauptgebäude befinden, aber auch in anliegenden Nebenhäusern verfügen alle über ein privates Bad mit Dusche und sind sehr gemütlich eingerichtet. Nach unserer Site Inspection haben wir dann tatsächlich sogar die Möglichkeit in der Lounge der Lodge das EM-Halbfinale zu schauen - Deutschland gegen Italien.&lt;br /&gt;Ok, das war wohl nichts aber man kann es nicht ändern...werden wir halt in zwei Jahren Weltmeister !!! Den Nachmittag genießen wir dann bei einer entspannten Bootstour und am Abend begeben wir uns mit unseren SUVsn auf Wildlife-Safari und sichten noch einige Schwarzbären am Wegesrand.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;6. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Es geht zurück nach Whitehorse, aber wir haben alle Zeit der Welt und die Etappe ist kurz, also machen wir noch einen Ausflug nach Carcross. Nach einem Stopp bei der kleinsten Wüste der Welt machen wir einen Bummel durch den Ort und besichtigen das Atelier des ansässigen Totempfahl-Künstlers Keith Smarch. Auf unserem Weg zurück in die Hauptstadt des Yukons entdecken wir dann noch eine Bärenmama mit ihrem Jungen, die gerade dabei sind sich auf einer Wiese an Blumen satt zu fressen. &lt;br /&gt;Zurück in Whitehorse haben wir noch etwas Zeit zum Bummeln und Entspannen. Nach einem schmackhaften Dinner im Earl&#039;s Restaurant geht es ab in die Federn.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;7. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Heute treffen wir uns noch einmal mit Gerd von Alpine Aviation, der uns zu zwei wirklich wunderschönen Wildnis-Lodges fliegen wird. Unser erstes Ziel ist die Frances Lake Wilderness Lodge, einige hundert km östlich von Whitehorse gelegen. Anders als die Long Lake Cabin und die Moraine Lake Cabin, die ich ja am Mittwoch besucht hatte, ist die Frances Lake Lodge aber nicht nur mit dem Wasserflugzeug, sondern auch über den Campbell Highway mit anschließendem Bootstransfer zu erreichen, so dass man einen Besuch sehr gut in eine Rundreise durch den Yukon einbauen kann. Auf dem Gelände der Lodge befinden sich fünf urige rustikale Cabins mit Sonnendeck, Holzofen, Frischwassertankn und Chemie-WC. Die Mahlzeiten, die in einem Aufenthalt immer bereits inkludiert sind, werden im Haupthaus eingenommen, in dem die Gastgeber, Martin und Andrea Laternser auch selber wohnen. Hier findet sich auch ein gemütlicher Aufenthaltsraum mit Bibliothek. Für das körperliche Wohlbefinden sorgt das Sauna-Haus, in dem sich auch die Dusche befindet. Wir genießen unseren Aufenthalt mit einer Wanderung über die Halbinsel, auf der die Lodge liegt, einem Bootsausflug über den See und dem sehr leckeren Lunch, welches Andrea für uns zubereitet hat.&lt;br /&gt;Weiter geht es zur Tagish Lake Wilderness Lodge, welche sich ca. 100 km südöstlich von Whitehorse befindet und ebenfalls mit PKW und Bootstransfer oder aber auch per Wasserflugzeug erreichen lässt und sich damit als ideale Anlaufstelle für ein anfängliches Highlight oder aber einen krönenden Wildnis-Abschluss einer Rundreise durch den Yukon anbietet. Das Haupthaus, in dem auch die Gastgeber des Areals Sarah und Gebhard, wohnen bietet den Gästen einen sehr gemütlichen Aufenthaltsraum mit Holzofen, in der auch die frisch zubereiteten Mahlzeiten serviert werden, eine holzbefeuerte Sauna, einen Jacuzzi und eine Dusche.&lt;br /&gt;Die vier Cabin-Unterkünfte sind auch hier mit Holzofen, Propan- und LED-Leuchten sowie Chemie-Toilette schlicht aber sehr geschmackvoll und gemütlich arrangiert - eine Wildnis-Unterkunft wie man sie sich wünscht. Von dem zahlreichen Angebot an Outdoor-Aktivitäten, angefangen von Kanu- und Kajak-Exkursionen über Wanderungen, Angel-Ausflügen, bis hin zu Tierbeobachtungen können wir natürlich leider aufgrund der mangelnden Zeit auch nur einen kurzen aber se&lt;span id=&quot;selection&quot;&gt; &lt;/span&gt;hr lohnenswerten Eindruck gemeinsam mit Gebhard erhalten, der in aller Regel für die Organisation der Touren zuständig ist.&lt;br /&gt;Hatte uns Sarah schon am Nachmittag mit ihrem natürlich selbstgemachtem Kuchen entzückt dürfen wir nun noch einmal ihre Kochkünste bei einem ausgezeichneten Dinner genießen. Wir beschließen den Abend bei einem Bier und Sonnenschein auf dem Sonnendeck des Haupthauses, bevor uns Gerd über die Weiten des Yukons zurück nach Whitehorse fliegt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;8. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Unser letzter Tag im Yukon, aber das bedeutet ja nicht, dass nicht noch einmal Action angesagt ist. Am Fish Lake treffen wir uns zu einer gemeinsamen ATV oder auch Quad-Tour in das Hinterland rund um Whitehorse, unser Guide erwartet uns bereits. Nachdem wir Schutz-und Schmutz-Kleidung angelegt haben gibt es eine kurze Einweisung auf die Maschinen und dann heißt es aufsatteln und los geht das Abenteuer.&lt;br /&gt;Bei einer knapp zweistündigen Tour lerne ich auch hier das Hinterland des Yukons noch einmal auf eine völlig neue Weise kennen, die obendrein auch noch einen gewissen Nervenkitzel mit sich bringt und dabei einfach nur Spaß macht. &lt;br /&gt;Nun heißt es wirklich Abschied nehmen. Nach letzten Besorgungen sind früh am Flughafen von Whitehorse um uns hier noch das EM-Endspiel anzuschauen. Von hinten werde ich auf einmal mit &quot;Hallo Herr Radau&quot; angesprochen und bin kurz verwirrt. Ich drehe mich um und entdecke langjährige Kunden von SK Touristik, die zeitgleich mit mir auf einer Wohnmobiltour durch den Yukon unterwegs waren und heute ebenfalls auch nach Hause reisen. Wir unterhalten uns kurz über unsere Impressionen und ich glaube, sie sind genauso fasziniert von dieser Region wie ich. Spanien gewinnt übrigens...wie immer, aber das interessiert einen hier wirklich nicht.&lt;br /&gt;Yukon, ich komme wieder. Versprochen !!!&lt;/p&gt;&lt;em&gt;Bastian Radau&lt;/em&gt;</description>
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                <title>Expeditionsreise in Nunavut 0,00 €</title>
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                <pubDate>Fri, 06 Sep 2024 12:49:14 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/mk_arctic14t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;b&gt;Trip in die Arktis&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;Reisebericht von Markus Knüpp&gt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Reise führt mich hoch in den Norden zur einsamen Expeditionsstation! Mit dieser Maschine geht es gleich nach Calgary, meine erste Zwischenstation auf dem Weg in Arktis. Das Ziel heißt Arctic Watch Wilderness Lodge. Handschuhe, Mütze und Skihose sind mit dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Arktis-Anreise 2. Teil: Ich hab es bis Yellowknife geschafft. Ron von NWT Tourism hat mich am Airport abgeholt und es gab noch ein &quot;Welcome Beer&quot; im Black Knight Pub. Aber jetzt, 28 Stunden nach dem ersten Weckerklingeln, muss ich schlafen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzte Etappe der Anreise geht in wenigen Minuten los. Mit einer kleineren Maschine geht es von Yellowknife nochmal 1500 Kilometer nach Norden. Gebt mal bei Google Maps &quot;Cunningham Inlet&quot; ein. Dort oben treibe ich mich in der nächsten Woche herum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin da!! Schon die Anreise hierhin ist der absolute Hammer. Der Flieger landet auf einer Schotterpiste im Nirgendwo, dann wird man mit einem uralten Unimog weitertransportiert, um schließlich noch mit Rafts einen Fluss zu überqueren. Einfach nur cool!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitertransport im Unimog. Die letzte Etappe zum Camp. Arctic Warch Wilderness Lodge. Endlich bin ich da! Meine Cabin für die nächste Woche ist herrlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir warten auf die Belugas. Der Sommer hängt hier ca. 3 Wochen zurück, sodass noch zu viel Eis im Inlet ist. Eisbären und Robben konnten wir weit draußen auf dem Eis schon beobachten, aber noch keine Wale. Alsoheißt es Daumen drücken! Endlich wieder Sonnenschein und es wird wärmer, das sind hier in Nunavut immerhin 7 Grad. Ein traumhafter Tag: 1 Stunde ATV-Tour ins Inland, dann noch 2 Stunden zu Fuß weiter und nach der Mittagspause geht es mit Rafts auf dem Cunningham River zurück zur Lodge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Strahlende Sonne, ordentlich Wind, 4 Grad und immer noch viel Eis im Inlet. Wir fahren an der Küste entlang, auf der Suche nach Schneefüchsen, Robben und Eisbären. Es geht ein ganzes Stück raus auf das Packeis, welches eigentlich gar nicht mehr hier sein sollte. Ich stehe schließlich direkt IN der Nordwestpassage. Die Eisbären sind noch relativ weit draussen auf dem Packeis, aber die Guides haben aus Sicherheitsgründen immer eine geladene Waffe dabei. Auf dem Rückweg versenken wir dann fast eins von den John Deere Geländefahrzeugen und ein ATV, weil der Wasserspiegel in den Bächen innerhalb von einer Stunde um ca. 30 cm gestiegen ist. Das Abenteuer kommt nicht zu kurz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider hat sich das Eis in der Nordwestpassage so ungewöhnlich lange gehalten, dass die Wale noch nicht ins Inlet gelangen. Allerdings werden wir durch andere Tiersichtungen belohnt. Den Moschusochsen konnten wir zu Fuß ziemlich nahe kommen. Die Tierwelt im hohen Norden Kanadas ist wirklich beeindruckend.</description>
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                <title>Mitternachtssonne 0,00 €</title>
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                <pubDate>Tue, 21 May 2019 11:42:03 +0200</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/kd14_bjoern_leiste_9bjoern_t.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;h2&gt;Mitternachtssonne - Reisebericht&lt;/h2&gt;&lt;em&gt;Reise zur Sommersonnenwende (Juni) ins Yukon Territory.&lt;br /&gt;
Von Whitehorse über Dawson City bis nach Alaska! Auch die Canol Road ist dabei!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;1. Tag - Dienstag, 16.06.2013&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/16062013.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/16062013.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Heute Ankunft in Whitehorse. 25 Grad. Kanada und die Wildnis haben mich wieder. Jetzt aber erst einmal ins Hotel, dann ein Gang am Yukon River entlang und dann einen Bison Burger! Life is good!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/16062013_2.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/16062013_2.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Am Abend nach dem Dinner machen wir uns noch auf zum Wasser. Zusammen mit den Piloten der Condor, die uns hergeflogen haben, genießen wir gegen 21.00 eine Zigarre und bewundern die geparkten Wasserflugzeuge. Es ist warm, ganz still - und hell. Inzwischen bin ich wieder am Hotel und sitze draußen auf den Hotelstufen. Hab&#039; noch keine Lust, auf&#039;s Zimmer zu gehen. Fast 10 Uhr und es wird nicht dunkel....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/16062013_3.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/16062013_3.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;strong&gt;23.30 Uhr.&lt;/strong&gt; Der Blick aus meinem Hotelzimmerfenster. Taghell! Das ist so faszinierend - man will eigentlich gar nicht ins Bett gehen. Aber ich muss jetzt doch mal versuchen, wenigstens ein bisschen Schlaf zu bekommen. Morgen geht&#039;s um 6 Uhr los. Vielleicht sehen wir Tiere... Bis morgen. &lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;2. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/17062013.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/17062013.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Auf geht es in Richtung Haines Junction. Über den Alaska Highway. Stellt Euch eine Straße vor, auf der man völlig allein ist!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=611373695539704&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/17062013b.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Fahrt zum Kluane Lake. Ohne Worte. Manchmal hat man einfach keine...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=613846105292463&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;2 Minuten Alaska Highway für Euch!! In Südrichtung zwischen Alaska und dem Kluane Lake. Rechts die Wrangell St Elias Range. Beeindruckend, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=611374842206256&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/17062013c.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=611375168872890&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/17062013d.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Flug mit dem Buschflugzeug zu einigen der gigantischen Gletschern im Kluane Park. Unterwegs ein 30-Meter Luftloch. Yeehaaw. Alles noch drin? ;-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/17062013_2.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/17062013_2.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Bin am Kluane Lake. Unfassbar...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=611376505539423&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/17062013e.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Bär!! Kennern unter Euch ist es ja nicht neu: ich war mal wieder als &quot;Bearwhisperer&quot; unterwegs. Das funktioniert! Aber bitte nicht nachmachen....eine Frage für Euch: ist das ein Grizzly oder ein Schwarzbär? Wer weiß es? Zugeständnis: es ist nicht ganz einfach...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Auflösung:&lt;/em&gt;Es ist ein kapitaler Schwarzbär mit brauner Fellfärbung. Letztere ist übrigens gerade im Yukon nicht selten anzutreffen. Etwa ein Drittel aller Bären weisen diese Fellverfärbung auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;3. und 4. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013%202.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013%202.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Es grüßt der Kojote an der Haines Road. Ach so - hab&#039; vergessen zu erwähnen, dass ich gestern kein WiFi hatte. Deshalb kommen die Postings jetzt etwas geballt. Habe viel zu erzählen und zu zeigen zum gestrigen Tag - und zum heutigen. Los geht&#039;s... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=613847481958992&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: leftt; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013b.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Grizzly/Mom&amp;Cubs. Unser Tageshighlight auf dem Alaska Highway kurz vor Haines Junction!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013_2.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013_2.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Auf der Fähre von Haines nach Skagway. Wir haben die Haines Road hinter uns gebracht und Haines in Alaska erreicht, bevor es auf das Fährschiff von Alaska Marine Highway ging. Jetzt Genuss pur! Ich wusste nicht, welches Foto ich auswählen sollte. Hier gefielen mir die Farben so gut!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013_3&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013_3.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Wow! Mehr sag&#039; ich nicht zu diesem Schnappschuss auf dem Klondike Highway - nur wenige Kilometer nach unserer letzten Schwarzbärenbeobachtung. Übrigens (da ich gefragt wurde): Alle Fotos und Filmchen zu meinem gerade stattfinden Yukon-Alaska-Trip mache ich ausschließlich mit meinem iPhone. Habe nix anderes dabei.... Und damit poste ich auch hier. Also, bitte entschuldigt die vielen Vertipper. Das liegt an meinem dicken Daumen....&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013_4.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013_4.jpg&quot; width=&quot;276&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Sorry, muss noch eins von der ansonsten ja eher kurzen Etappe auf dem Klondike nach Whitehorse posten. Die Landschaft auf diesem gesamten Streckenabschnitt ist einfach unglaublich!!! Boaahhh... Mit auf dem Foto zu sehen sind Yvette und Melissa, zwei meiner Mitteisenden auf diesem Trip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013_5.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013_5.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Und dann hat mich der Yukon wieder! Jetzt noch die restlichen Kilometer bis Whitehorse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=612303322113408&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Roadguide - Yukon Style! Keine Ahnung, warum der Elch nicht vorher nach rechts oder links verschwindet. Als ob er tatsächlich vor ins herlaufen wollte. Die Aufnahme entstand auf der Haines Road.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=612308612112879&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013b.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;In Skagway. Holger von Yukon Tourism erklärt Euch den Ort :-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=612311622112578&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013c.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&quot;Bearwhisperer&quot; Part 2 - Schwarzbärin mit 2 Jungen an /auf dem Klondike Highway von Skagway, Alaska, in Richtung Whitehorse, Yukon..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=612317848778622&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013e.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Nach einem tollen (karibischen :)) Dinner im Restaurant Antoinette müssen Holger und ich notgedrungen weiter: das Hotel in Whitehorse hat unsere Reservierung verloren und nun nicht mehr genügend Zimmer... Aber solches Pech kann schnell zum Glücksfall werden, wenn man flexibel bleibt :-) Mit einer guten Zigarre unter der Mitternachtssonne endet dieser lange Tag voller unglaublicher Eindrücke!&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;5. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=613083798702027&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/19062013f.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Frühmorgens am Lake Laberge. Start unserer langen Fahrt nach Dawson City. Life is good!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/21062013_2.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/21062013_2.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Grenzenlose Weite. Am Klondike Highway.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=613091062034634&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/21062013.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Und täglich grüßt der Bär! Heute waren es sogar insgesamt 3!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/21062013_3.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/21062013_3.jpg&quot; width=&quot;75&quot; height=&quot;100&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Ein Meilenstein. Wir erreichen den Beginn des Dempster Highway. Leider können wir heute alibimäßig nur einige Kilometer hineinfahren. Wir müssen ja weiter nach Dawson City.... &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=613094962034244&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/21062013b.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Einfahrt nach Dawson City über die Front Street. Holger erklärt&#039;s Euch :-).&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=613095985367475&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/21062013c.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Dawson City. Diamond Tooth Gertie&#039;s.... ;-)&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/21062013_4.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/21062013_4.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Midnight Sun. Nach dem Saloon - &lt;strong&gt;zwischen 23.00 und Mitternacht.&lt;/strong&gt; Hammer, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/21062013_6.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/21062013_6.jpg&quot; width=&quot;75&quot; height=&quot;100&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Das berühmte Downtown Hotel in Dawson. Auch dieses Bild entstand gegen &lt;strong&gt;Mitternacht&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;6. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=614720378538369&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/24062013.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Holgers Ehrenrettung: Dawson City mit Top of the World Highway - und nicht Dempster!Ihr habt&#039;s natürlich alle gemerkt: Der gute Holger von Yukon Tourism hat sich versprochen und irrtümlich ausgeführt, dass sich der Dempster an Dawson anschließt. Ich merkte es, sprach ihn drauf an, aber er beharrte drauf in dem festen Glauben, Top of the World Highway gesagt zu haben. Natürlich haben wir direkt im Anschluss die Stadtdurchfahrt nochmal gedreht. Doch dann - Tücke des kleinen iPhone-Bildschirms - hab&#039; ich das falsche erste Video gepostet. Und es erst zuhause gemerkt. Sorry, Holger. Echt keine Absicht. Hier nun die korrekte Version ;-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/22062013.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/22062013.jpg&quot; width=&quot;209&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Weiter geht&#039;s auf dem Top of the World Highway in Richtung Alaska. Schotterpiste, Wälder, Berge und grenzenlose Weite. Ein Traum!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/22062013_2.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/22062013_2.jpg&quot; width=&quot;75&quot; height=&quot;100&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Nach Stunden: ein Zeichen der Zivilisation. Dieser Ort in Alaska hat den lustigen Namen &quot;Chicken&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013%202&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013%202.jpg&quot; width=&quot;179&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Vorbei am farbenprächtigen Emerald Lake fahren wir heute zum Tagish Lake, wo uns das nächste Wildnisabenteuer erwartet. Wir wollen hinaus zur Tagish Wilderness Lodge!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=613999861943754&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013c.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Mit dem Motorboot geht es etwa 45 Minuten (Full Speed) tief in die unberührte Wildnis hinein. Und dann plötzlich ein Steg am Ufer - und Menschen, die uns erwarten. Wir haben die Tagish Wilderness Lodge erreicht!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_2.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_2.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Vom Seeufer ein Stück hinauf durch den Wald - und dann sieht man auch schon die Lodge. Die vier Blockhütten für die Gäste liegen um die Lodge herum im Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_3.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_3.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Meine Cabin heißt &quot;Jack London&quot; - gefällt mir. Übrigens, die Cabins sind von innen genauso urig-gemütlich, wie man von außen schon vermuten kann. Werde nächste Woche mehr Fotos und Videos hochladen, die ich hier mit meinem Fotopräzisionsgerät (iPhone) für Euch geschossen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_4.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_4.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Kurzwanderung an der Tagish Wilderness Lodge. Nur ein paar Schritte - und dann dieses unfassbare Wildnis-Panorama!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=614006428609764&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013d.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Bootsausflug auf den Tagish Lake. Atemberaubend! Wildnis. Unberührte Natur. Im Überfluss. Aber seht selbst...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=614008441942896&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013f.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Es ist soweit. Die Nacht des 21. Juni 2013. Mitternachtssonne zur Sommersonnenwende am Tagish Lake!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;7. Tag&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/photo.php?v=614011635275910&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013g.jpg&quot; width=&quot;133&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Abschied von der Tagish Wilderness Lodge. Aber auf aufregende Art und Weise. Mit dem Wasserflugzeug soll es zurück nach Tagish gehen, wo unser SUV am Bootssteg parkt. Und siehe da, es ist die knallrote Beaver, mit der ich schon vor drei Jahren in den Northwest Territories geflogen bin. Über 50 Jahre alt, aber sensationell in Schuss. Ein Traum für alle, die das Fliegen mit Wasserflugzeugen lieben. Ich freue mich!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_5.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_5.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Mein letztes Wildnis-Abenteuer auf diesem Trip: Mit Robin von Yukon Tourism (er wollte sich diesen Trip, den ich ursprünglich allein machen wollte, nicht entgehen lassen, obwohl er ihn schon mehrfach gemacht hat) fahre ich auf die South Canol Road - eine Schotterpiste mitten durch die Wildnis des Yukon!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_6.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_6.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Quiet Lake. South Canol Road. An dieser Stelle setzt man idealerweise mit dem Kanu ein, um eine Kanutour auf dem Big Salmon River zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_7.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_7.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;South Canol Road. Ohne Worte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_8.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_8.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;South Canol Road. Wir sind doch nicht allein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_9.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: left; margin: 5px 10px 5px 0px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_9.jpg&quot; width=&quot;291&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;South Canol Road. Lapie River. WOW!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_10.jpg&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;&quot; style=&quot;float: right; margin: 5px 0px 5px 10px&quot; src=&quot;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/ddmedia/23062013_10.jpg&quot; width=&quot;100&quot; height=&quot;75&quot; align=&quot;right&quot; /&gt;&lt;/a&gt;Noch ein bisschen die Wildnis der South Canol Road genießen. Dann über Carmacks zurück nach Whitehorse, wo dann leider heute (gleich, in ein paar Stunden) die Condor mit Rückflug droht....Tja, das war sie - meine Woche in der Wildnis des Yukon. Zur Sommersonnenwende unter der Mitternachtssonne. Es war einfach nur grandios. Sehr intensiv. Man würde am liebsten noch bleiben wollen. Aber: zu gehen, wenn es am schönsten ist, hat auch etwas für sich. So steht auf jeden Fall für mich fest: der Yukon sieht mich wieder - und zwar nächsten Sommer!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Vielen Dank Euch allen für&#039;s Mitmachen. Ich hoffe, es hat Euch gefallen. Die nächsten Reisepostings und -berichte von meinen Kollegen und mir folgen in Kürze. Und ich fang&#039; jetzt an zu packen. Macht&#039;s gut!&lt;/p&gt;&lt;em&gt;Rainer Schoof&lt;/em&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Mitternachtssonne.html</guid>
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                <title>Kanu- und Autoreise im Yukon 0,00 €</title>
                <link>https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Kanu-und-Autoreise-im-Yukon-sk-touristik-2.html</link>
                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/11834751_999913010019102_2198785518064274209_o.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;em&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) 1/4&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - der Start&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Ahhhhhhh..... Was für ein Traumanflug auf Vancouver über die wilden Coast Mountains! Ich nähere mich wohl der Dreistelligkeit, was meine Kanadaflüge angeht, aber davon kann ich nie genug kriegen!! Und der Automatismus im Hirn funktioniert auch nach 25 Jahren Kanadareisen noch zuverlässig. Gerade noch ansatzweise körperlich geschafft und mit dem Gedanken beschäftigt, dass jetzt ein direktes Hotelbett auch nicht so schlecht wäre. Dann diese Szenerien aus der Luft - und klick - ich will raus. Raus in die Natur, in die Berge, an die Flüsse und Seen. Na, vielleicht doch nicht so schlecht, dass ich gleich weiterfliege in den Yukon - nach Whitehorse. Von da ist es nur noch einen Steinwurf in die Wildnis - eigentlich liegt der Ort schon mittendrin in der Wildnis. Das ist ja gerade das reizvolle! Und ich werde ja sogar noch einen (Flug-) Schritt weitergehen: nach einer voraussichtlich sehr kurzen (und hellen!) Nacht fliege ich weiter nach Inuvik - und dann direkt weiter nach Tuktoyaktuk am Polarmeer. Hier wird die Sonne wohl kaum noch untergehen jetzt!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Aber das ist morgen. Jetzt bin ich erst einmal eingecheckt für meinen Air-Canada-Flug nach Whitehorse. Und nun treffe ich hoffentlich gleich meinen Kumpel Andy, der in Clearwater (BC) lebt und nun hier zu mir stoßen soll, um mich in den Yukon und in die Northwest Territories zu begleiten. Das Wetter ist gut. Nicht mehr so heiß. Bin gut drauf. Es wird super! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - der Start (Fortsetzung)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Alles läuft nach Plan. Kaum habe ich meine ersten Absätze dieses Reiseberichts niedergeschrieben, kommt auch schon die SMS von Andy: &quot;Wo bist Du? Bin schon am Gate und hier gibt&#039;s &#039;ne Bar!&quot; Na super, da komme ich schon vor dem Flug nach Whitehorse zu meinem ersten frisch gezapften Canadian. Zu uns an die Bar am Gate gesellt sich dann noch ein Freund - Karsten von unserem Outdoor-Outfitter im Yukon. Er ist von Hamburg über London hierhergeflogen und nun auch auf dem Weg nach Whitehorse, um für den Sommer die Operations-Leitung seines Outfits zu übernehmen. Na, da habe ich ja meine beiden wichtigsten Outfitter teilweise unerwartet beieinander. Andy ist in British Columbia und Alberta für uns tätig und Karsten eben im Yukon und in Alaska. Die Welt wird kleiner, je weiter man nach Norden unterwegs ist... Und eins ist auch klar, bei so einem Aufeinandertreffen geht es - auch unter guten Freunden - dann sehr schnell um die Arbeit. Um die Berufung kann man wohl bei uns drei sagen. Wie läuft die Sommersaison an, wo muss investiert werden, was kann verbessert werden und wer hat wo irgendwas tolles neues entdeckt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dann geht&#039;s an Bord der Air Canada nach Whitehorse. Der Start wieder ein Traum. Über die Kulisse der malerischen Sunshine Coast hinein in die sich senkende Sonne. Der in der glitzernde Pazifik vor dichten Wäldern und schneebedeckten Gipfeln. Man muss es einfach selbst gesehen haben... Über den Wolken dann ein angenehmer Flug mit einer pünktlichen Landung in Whitehorse. Auch das Gepäck hat&#039;s geschafft. Am Airport dann ein weiteres, überraschendes Treffen mit einem Freund: Holger Bergold, der Repräsentant von Tourism Yukon in Deutschland ist gerade hier in Whitehorse. Von seinen Kollegen hat er erfahren, dass Andy und ich heute ankommen und ist spontan als Empfangskommittee eingesprungen. Mit seinem SUV geht&#039;s &quot;Downtown&quot; zum Goldrush Inn, wo unsere Zimmer bereits vorbereitet sind. Schneller Check-in, Sachen auf&#039;s Zimmer und dann noch auf ein Bier in den hoteleigenen Pub. Mit Holger und Robin Anderson, dem Marketing Manager Europe von Tourism Yukon - auch ein alter Freund. So häufig war ich ja noch gar nicht im Yukon - aber irgendwie ist es für mich jetzt schon so wie in BC und Alberta - ein bisschen wie nach Hause kommen. Nette Runde im Pub - es gibt viel auszutauschen. Von der gerade vorübergegangenen Hitzewelle im Yukon bis zum verlorenen Pokalfinale des BVB in Berlin. Und während ich selbst noch so erzähle, wird mir unisono von meinen drei Tischnachbarn attestiert, dass ich nun sehr müde und geschafft wirke. Hab&#039;s selbst gar nicht so gemerkt. Doch das ist dann das Signal zum Aufbruch. Ab auf&#039;s Zimmer. Morgen geht&#039;s um 6 Uhr weiter. Ist ist kurz vor Mitternacht. Und fast taghell. Ich muss die schweren Vorhänge gut zuziehen. Irgendwo dringt immer noch ein Fitzelchen Licht ein. Umfallen. Schlafen. Angekommen in Kanadas Norden!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 1: In den Polarkreis&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Ich rechne mit dem Jet Lag und vermute, dass es so zwei drei Uhr ist, als ich aufwache. Hell ist es ja sowieso. Blick auf die Uhr: 4.59 - bin eine Minute vor meinem Weckalarm aufgewacht. Phhhhhh - another early day, man! Schnell in die Dusche, Sachen zusammengepackt und runter in due Lobby. Hier gibt&#039;s Coffee-to-go für Hotelgäste. Holger ist schon da. Er bringt uns zurück zum Flughafen. Check In für unseren Air North Flug nach Inuvik über Dawson City. Sie sind sehr penibel mit dem Gepäck hier. Kein Wunder, jedes Kilo zählt bei den Maschinen, die hier im Norden eingesetzt werden. Unsere Hawker Siddeley 748 ist eine Fluglegende, erklärt uns Holger, der ja selbst leidenschaftlicher Pilot ist und hier in Whitehorse zwei Wasserflugzeuge besitzt. Flugzeuge werden hier grundsätzlich lange geflogen. Sie sind im Norden zu wertvoll, um schnell ausgemustert zu werden. Holger&#039;s knallrote Beaver, über die ich ja schon viel in anderen Reiseberichten geschrieben habe, ist das beste Beispiel: Baujahr 1949, ein echtes Schmuckstück und vom Zustand her tiptop.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Wir sitzen noch kurz vor dem Start gemütlich im Airportrestaurant mit Blick auf das kleine, von Wald umgebene Rollfeld und genießen unser erstes kanadisches Frühstück. &quot;Two eggs sunny side up, brown toast.&quot; Ja, so früh am Morgen hat hier schon alles auf. &quot;20 Minuten bis zum Start reicht locker&quot;, so Holgers Worte vor der Entscheidung, noch schnell frühstücken zu gehen. &quot;Geht einfach nicht durch die Security.&quot; Was?! Aber er hat recht - alle anderen 16 Fluggäste gehen auch einfach durch die &quot;Arrivals&quot;-Tür. Kein Security- Check des Handgepäcks. OK.... Und hinein in die kleine Maschine. 18 Passagiere. Und auf den restlichen 10 Sitzen ist Fracht verstaut. So ist das halt im Norden. Aber ein Super-Service - erwartet man gar nicht in so einem kleinen Flieger. Die Getränkebestellungen werden wie im Restaurant einzeln aufgenommen und es werden sogar frische Gebäckvariationen gereicht. Ach so - und gut und sicher gelandet sind wir auch. Zunächst auf der Sand-Landepiste von Dawson City, der legendären Goldrauschstätte des Yukon. Jack London lässt grüßen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Allemann kurz ins &quot;Terminal&quot; - eine Holzhütte am Rollfeld. Eine kleine, halbhohe Holzklapptür ist die &quot;Baggage Claim Area&quot;. Köstlich. Dann wieder hinein ins Flugzeug. Auf in die Northwest Territories. Auf nach Inuvik. Und noch ein toller Start. Wo kommen denn die ganzen Berge her?! Total einsam. Wild. Schade, dass es so bewölkt ist. Die Berge werden flacher und ich warte auf den Übergang zur flachen Tundra. Doch leider nimmt auch die Bewölkung zu, so dass ich kaum noch etwas am Boden sehen kann. Schade. In Dawson haben uns die meisten Passagiere verlassen, einige neue sind hinzugekommen. Insgesamt 11 Menschen wollen heute morgen nach Inuvik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Dann reißt die Wolkendecke wieder auf. Die hohen Berge sind weg. Hügelig ist es immer noch. Ich sehe einen recht breiten Fluss. Der Peel River? Muss er doch sein, oder? Beeindruckend. Den will ich auch nochmal paddeln! Und alles sieht so wild und ursprünglich aus. Bei mir macht es schon wieder klick. Ich will raus in die Natur. Aber ein bisschen Fliegen haben wir heute nich vor uns. Schließlich habe ich mir fest vorgenommen, endlich einmal &quot;Tuk&quot; (Tuktoyaktuk) am Polarmeer zu besuchen. Unter mir sehe ich den großen Arctic Red River. Wir kommen ins Gebiet des MacKenzie- Deltas. Man sieht eigentlich fast nur noch Wasser. Viel mehr als Land. Tausende Seen. Dann die nächste Landung. Der Einflug über ein gutes Stück parallel zum McKenzie River. Toll. Welcome to Inuvik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 1: In der Arktis (Fortsetzung)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Angekommen in Inuvik. Am Airport dann mal wieder so eine Begegnung mit interessanten Menschen, wie sie für den Norden so typisch sind. Urs Hochstrasser - wir sind mit dem Schweizer bereits die ganze Zeit geflogen, ohne von einander zu wissen - spricht uns am Gepäckband auf deutsch (klar, mit gehörigem schweizer Akzent) an, wo genau denn hier oben unser Abenteuer beginnt. Wir kommen ins Gespräch und erfahren, dass der 31-Jährige ganz allein mit seinem Fahrrad unterwegs ist. Letzteres ist noch nicht ausgepackt. Sein Trip soll hier oben in Inuvik beginnen. Die Panamericana will er mit seinem Drahtesel bezwingen. Den Dempster runter, über den Top-of-the-World, dann u.a. über Alaska Highway, Cassier Highway, Yellowhead Highway und den Icefields Parkway durch Westkanada und die Rockies, weiter durch den gesamten Westen der USA bis hinein nach Südamerika. Etwa 35.000 Kilometer mit dem Rad, hat Urs ausgerechnet. Sein Finanzbudget: 60.000 Schweizer Franken (inkl. Ausrüstung). Sein Zeitbudget: zwei Jahre! Faszinierend, solche Typen. Doch natürlich, er ist erst ganz am Anfang. Ob er durchhält? Wir werden es weiter verfolgen - spannend genug ist es ja allemal! Und Urs ist gut vorbereitet: Homepage und Facebookseite sind eingerichtet. Sogar eine Visitenkarte für sich und sein Abenteuer hat er dabei. Wir wünschen Urs alles Gute und vereinbaren in Kontakt zu bleiben. Dann ab ins Taxi und hinein nach Inuvik. Wir haben heute ja schließlich noch eine Menge vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 1: In der Arktis (Fortsetzung)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Inuvik. Kleine Siedlung. Die Häuser stehen auf Stelzen, um den Permafrostboden zu erhalten. Leitungen verlaufen oberirdisch zwischen den Häusern und sind mit Aluminium verkleided. Wir checken in unser Hotel ein, dem Capitol Suites. Schön. Großzügige Zimmer mit kleiner Küchenzeile - und guter Kaffeemaschine! Aber Inuvik werden wir morgen früh noch etwas genauer in Augenschein nehmen. Heute soll es ja noch nach Tuk gehen! Also, schnell zurück zum Airport, denn das Wetter scheint schlechter zu werden. Was hatte ich nochmal über alte Flugzeuge gesagt? Da steht wieder so eins für uns bereit. Und man sieht ihm das Alter auch an. Aber genau diese Situation habe ich in Kanada inzwischen so oft erlebt, dass ich weiß, dass ich auch diesen Maschinen - oder vielleicht sogar gerade diesen - bedenkenlos vertrauen kann. Und unser Pilot macht einen sehr zuverlässigen Eindruck auf mich. Mit an Bord geht Jennifer, eine Angestellte im örtlichen Western Arctic Visitor Center. Ein Glücksfall für uns, wie sich während des Flugs herausstellen soll. Jennifer kommt gebürtig aus Tuk und möchte die Gelegenheit nutzen, ihre Familie zu besuchen. Sie zeigt uns auffällige Landmarks oder Camps der Ureinwohner und erzählt uns die dazugehörigen Geschichten der Inuvialuit - so heißen die aus Tuk stammenden Ureinwohner. Der Flug ist beeindruckend. Ich glaube, man muss hier einmal mit dem tieffliegenden Buschflieger in die Luft gehen, um überhaupt die unglaublichen Dimensionen des MacKenzie-Deltas begreifen zu können. Mit anderen Worten: auch wenn man sich gegen den Ausflug nach Tuk entscheidet, sollte man erwägen, zumindest einen Rundflug zu unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 1: In der Arktis (Fortsetzung)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Wir haben das Eismeer erreicht und fliegen Tuk an. Beeindruckend - allein schon vom Gefühl her. Ein bisschen wie das Ende der Welt. Teilweise schwimmt noch Eis auf dem Wasser. Das Rollfeld ist natürlich eine reine Schotterpiste. Wie sollte es auf dem Permafrostboden auch anders gehen? Wir klettern aus dem Flieger. Es ist kalt und feucht - leichter Nieselregen. Hoffentlich müssen wir nicht so lange auf unseren Guide warten. Aber nein, im Terminal erwartet uns schon Eileen Jacobson, eine Inuvialuit aus Tuk. Mit ihrem Mann Billy (von dessen Großvater der skandinavische Nachname stammt) lebt sie teils hier in Tuk und teils in ihrem über 100 Meilen entfernten Jagd- und Trapping-Camp. Routiniert verhandelt sie mit dem Piloten die Uhrzeit, wann wir zurück sein müssen. Klar, der Pilot muss ja auf uns warten - keine Traumvorstellung in dieser kleinen Terminalhütte. Dann führt uns Eileen zu ihrem Van und wir starten auf unsere Tuk-Tour. Nicht, dass dies eine lange Fahrt bedeuten würde. Die Siedlung ist klein. Aber es gibt doch eine ganze Menge an kommunalen Einrichtungen. Von der Schule über das Seniorenheim bis zur kleinen Bücherei. Tja, was genau ist nun Tuk für mich? So viel habe ich von Kunden über Tuk gehört. Von &quot;beeindruckend&quot; und &quot;inspirierend&quot; bis hin zu &quot;trostlos&quot; und &quot;größte Müllhalde Kanadas&quot;. Ich glaube, die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Oder, etwas provokanter ausgedrückt, es stimmt wohl alles. Eines vorweg, wir sehen überhaupt keine betrunkenen Inuit. Und Dchrotthaufen - klar, Dinge werden besorgt, gekauft und hier hochgebracht. Mit dem Flieger oder im Winter mit dem Fahrzeug über die Ice Road. Aber es ist natürlich bedeutend aufwendiger und teurer, Schrott und Müll wieder hier fortzubringen. Zwar gibt es eine Müllhalde außerhalb der Siedlung - gefällt mir übrigens gar nicht, wie so etwas so nah an der Straße und vor allem so nah am Meer angelegt werden kann - doch wenn man unter so extremen Bedingungen lebt, weiß man nie, was von den Dingen, die im Moment nutzlos erscheinen, vielleicht doch wieder irgendwie gebraucht werden. Das alles erklärt uns Eileen und fährt uns zu ihrem Haus, wo ihr Mann Billy uns im Trapperzelt vor dem Haus erwartet. Er zeigt uns eine Auswahl an Fellen und Knochen und Gegenständen, die er und Eileen daraus gefertigt haben. Von den Tieren, die sie hier oben jagen bzw. in ihrer Trapline fangen. Füchse, Marder, Vielfraße, Karibus, Beluga-Wale, Moschusochsen und Bären - vom Schwarzbären bis zum Polarbären. Die Inuvaluit dürfen hier oben jagen was und wie viel sie wollen. Nicht mein Ding. Ich respektiere Kultur und Tradition der Ureinwohner, aber gerade bei den Belugas finde ich, dass es zumindest eine Fangquote geben müsste. Aber all dies ist ein anderes Thema, auf das ich hier erst gar nicht weiter eingehen will. Irgendwie beeindrucken mich Billy und seine Tierfelle im Trapperzelt. Der kalte Wind rüttelt an den Planen und automatisch muss ich mir vorstellen, wie es sich wohl anfühlt in einem Jagdcamp der Inuit. Im Winter und fernab jeglicher Zivilisation. Eileens Ruf reißt mich aus meinen Gedanken. Sie möchte, dass wir in ihr Haus kommen. Ganz nett, aber natürlich eher nordamerikanisch - mit Küche, Wohnzimmer und Fernseher. Klar, was habe ich erwartet? Der Tisch ist gedeckt. Mehrere Schalen mit Essen stehen dort für uns bereit. Nur kann ich beim besten Willen nicht erkennen, was wir gleich essen werden. Eileen erklärt: Geräucherter Weißfisch und Beluga, getrockneter Moschusochse und natürlich Maklak - Belugafleisch mit dicker Fettschicht. Puh, denke ich, werde aber positiv überrascht. Alles ist essbar - und fast alles schmeckt. Lediglich der geräucherte Weißfisch ist nicht mein Fall. Interessante Erfahrung. Zurück im Van geht es weiter durch Tuk. Die Siedlung liegt wirklich direkt am Polarmeer. Einige Häuser stehen nur wenige Meter vom Wasser entfernt. Eileen führt uns zu einem Kieselstrand, wo Andy und ich den obligatorischen Ritus vollziehen und unseren großen Zeh ins Polarmeer halten. Ich bin überrascht - das Wasser kommt mir recht warm vor. Klar, sagt Eileen. Die Einwohner Tuks - vor allem die Kinder - kommen regelmäßig zum Baden. Im Sommer scheint die Sonne 24 Stunden lang. Das wärmt alles auf, auch das Polarmeer. Eileen führt uns zu einem kleinen Schuppen direkt am Strand. Ihr Räucherhäuschen. Hier trocknet und räuchert sie all ihren Fisch und ihr Wildfleisch. Auf meine Frage, ob denn dieser Strandabschnitt ihr gehöre, lacht sie. Ja und nein, sagt sie. Alles Land hier gehört allen. Oder besser: niemandem. Aber jeder hat das Recht, auch direkt am Wasser zum Beispiel ein Smokehouse zu errichten. Und das gehört Dir dann auch, erklärt sie weiter. Für uns Europäer ein sehr ungewohntes Konzept, aber es scheint zu funktionieren. Zum Abschluss unserer Tour fahren wir noch zu einer der Hauptattraktionen der Siedlung. Dem Dorfkühlschrank. Eine kleine weiße Hütte. In deren Mitte in Loch. Ein tiefes Loch. Gut zehn Meter geht es in den Permafrostboden hinein. Man kann das Eis schimmern sehen. Unten gibt es 19 Räume. Jede Familie hat hier ihren angestammten Lagerplatz für ihre Vorräte. Das ist nun wirklich beeindruckend! Leider darf man aus versicherungstechnischen Gründen nicht mehr die steile Leiter hinuntersteigen, aber auch von hier oben kann man Ausmaß und Effektivität dieses natürlichen überdimensionierten Eisfachs erahnen. Und das war&#039;s dann. Das war Tuktoyaktuk. Zurück am Rollfeld verabschieden wir uns von Eileen und danken ihr für diese nicht alltäglichen Einblicke in das Leben der Inuvialuit. Und dann sind wir schon wieder in der Luft und fliegen eine andere, ebenso beeindruckende Route zurück nach Inuvik. Ein langer Tag - aber es ist noch taghell. Heute kein Programm mehr, beschließen Andy und ich. Wir gehen ins Shivers, dem Pub des MacKenzie Hotels und genießen ein gutes Dinner. Dann ab in die Falle. Schlafen? Ja, ein bisschen. Mitten in der Nacht wache ich auf. Von meinem Fenster strahlt es zu mir herüber. Ich schaue hinaus. Die Mitternachtssonne versucht, durch die Wolken zu stoßen. Es ist hell wie um drei Uhr nachmittags. Das kann man schwer beschreiben. Man muss es gesehen haben. Hier oben in der Arktis geht die Sonne zu dieser Jahreszeit einfach überhaupt nicht mehr unter. Die berühmten weißen Nächte - die White Nights. Etwas Besonderes. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 1: In der Arktis (Fortsetzung)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Nochmal schnell zurück zu Tuk: Das hier wollte ich noch schnell nachreichen, bevor ich gleich mit Tag 2 und dem Beginn unserer Fahrt auf dem Dempster Highway weitermache. Die Inuvaluit Eileen Jacobson zeigt uns den Dorfkühlschrank von Tuk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 1: In der Arktis (Fortsetzung)Nochmal schnell zurück zu Tuk: Das hier wollte ich noch schnell nachreichen, bevor ich gleich mit Tag 2 und dem Beginn unserer Fahrt auf dem Dempster Highway weitermache. Die Inuvaluit Eileen Jacobson zeigt uns den Dorfkühlschrank von Tuk. [Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp; USA&lt;/a&gt; on Montag, 22. Juni 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 2: Dempster! Oder der Weg hinaus aus dem Polarkreis&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Der Morgen in Inuvik. Andy und ich treffen uns in der Hotel-Lobby und beschließen, zu Fuß zum Office unserer Mietwagenfirma Driving Force zu gehen, um unseren SUV für die Fahrt über den Dempster abzuholen. Beim Reinfahren habe ich die Station gestern bereits rechts am Straßenrand gesehen. Ist nicht weit, sage ich noch zu Andy. Fehleinschätzung. Etwa eine halbe Stunde wandern wir und stehen dann endlich vor unserem Mietwagen für die nächsten Tage. Ein schöner, recht neuer Yukon XL, keine 50.000 Kilometer auf der Uhr. Aber Kratzer und Macken ohne Ende. Und die Windschutzscheibe ist gesprungen. Naja, so ist das eben in der Arktis. Jetzt erst einmal frühstücken. Zurück ins MacKenzie Hotel. &quot;5-9-5&quot; heißt mein Geheimtipp hier. Ein volles kanadisches Frühstück - z.B. Bacon &amp; Eggs - für $5.95 - daher &quot;5-9-5&quot;. Wer schon mal in Kanada war, weiß, dass es so etwas durchaus hier und da mal gibt. ABER definitiv nicht in der Arktis. Ein &quot;normaler&quot; Preis für ein solches Frühstück hier oben im Norden wäre eher $15.95. Na super, das nehmen wir gern mit. Dann geht&#039;s weiter. Inuvik macht eigentlich einen ganz vorzeigbaren Eindruck. Man spürt die Arktis überall. Die Häuser sind auf Stelzen gebaut und die Leitungen verlaufen zwischen den Häusern in Aluminiumrohren. So soll der Permafrostboden geschützt werden. Aber auch diese typische Western-Atmosphäre, die so vielen kleinen, entlegenen Orten in Westkanada eigen ist, kommt immer wieder durch. Direkt gegenüber vom MacKenzie Hotel steht die berühmte Iglukirche, die sowohl durch ihre Iglu-Form als auch durch die strahlend weiße Farbe heraussticht. Inuvik ist nämlich ansonsten durchaus bunt. Die bunten Hausfassaden sollen der Eintönigkeit in den lichtarmen Wintermonaten entgegenwirken. Interessant. Direkt neben der Kirche ein großer Supermarkt. Wir wollen uns etwas Wasser für die Fahrt kaufen und mich interessiert der Markt ohnehin. Was wird hier verkauft und zu welchen Preisen? Und auch wenn es irgendwie passend und logisch ist, so bin ich doch überrascht in so einem Markt direkt zu Beginn eine gute Auswahl an großen Schneemobilen zu sehen. Abgefahren. Tja, und dann in der eigentlichen Groceries-Section der erwartete Preisschock. Sprich, ich hatte hohe Preise erwartet, aber was ich hier sehe, ist wirklich erstaunlich. Eine einfache 1,5-Liter-Wasserflasche (keine Marke) kostet mehr als vier Dollar! Und das geht so weiter durch alle Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs - bis hin zum Toilettenpapier. Welcher Durchschnittsverdiener soll sich das alles denn noch leisten können? Naja, dieses Problem werden wir auf diesem Trip nicht lösen, aber so etwas nährt den Eindruck, dass hier oben im äußersten Norden die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinandergeht. Zusammenfassend hat man hier im Supermarkt schon eine gute Auswahl. Vielleicht ein bisschen unerwartet. Aber die Preise sind happig und summieren sich in einem normalen Einkaufswagen schmerzlich. Wer hier hinaufkommt, tut gut daran, sich vorher weiter südlich in Dawson oder besser in Whitehorse ausreichend einzudecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Im Cafe ein paar Schritte weiter auf der Hauptstraße gibt es einen guten Cappuccino. Und dann los Richtung Dempster. Auf dem Weg hinaus aus Inuvik noch schnell der Stopp im sehr einladend wirkenden Western Arctic Regional Visitor Center. Es lohnt sich. Die Ausstellung über die regionale Flora und Fauna sowie über die Geschichte und Kultur der Inuvaluit ist sehenswert. Wir treffen Jennifer wieder - sie arbeitet ja hier. Begeistert erklärt sie uns einige Exponate und stellt uns unsere Zertifikate aus. Ja, wir haben den Zeh ins Polarmeer gehalten! Das wird hier mit einer Urkunde zertifiziert. Witzig. Dann ein paar Kilometer weiter zum Arctic Chalet. Diese Lodge, die ja bereits seit einigen Jahren im SK-Programm zu finden ist, wollte ich mir unbedingt anschauen. Judy und Olaf, die Besitzer, empfangen uns herzlich. Judy führt uns herum und ich bin tatsächlich positiv überrascht. Auf dem großen Areal gibt es eine ganze Menge Holzhütten. Einige wirklich sehr schön - diese sollte man wohl besser Chalet nennen - andere etwas einfacher, aber auch absolut ok und deutlich über dem hier üblichen Standard. Und das ganze passt natürlich auch besser hierhin. So sollte man eigentlich in der Arktis wohnen, wenn man schon mal hier ist. Auch der Kennel mit den schneeweißen Schlittenhunden beeindruckt uns. Alles sehr sauber und ordentlich. Kein Hund an der Kette. Vorbildlich. Also, diese Lodge kann ich jedem empfehlen, der hier herkommt. Zwei Nächte muss man aber wohl wenigstens bleiben, damit sich eine solche Unterkunft auch lohnt. Schließlich bieten Judy und Olaf ja auch viele Aktivitäten an. Mit ihrem Van fahren sie Kunden herum, unternehmen Ausflüge und zeigen den Leuten das, was sie selbst nach so vielen Jahren noch an der Arktis fasziniert und hier hält. Hier treffen wir auch Urs, den Fahrad-Globetrotter wieder. Auch ihn hat es hierhin gezogen, um sich ein paar Tage zu akklimatisieren und zu erholen, bevor sein großer Trip mit der Fahrt über den Dempster startet. Zwar waren alle Hütten belegt - sogar die ganz neuen, die teilweise noch gar nicht fertiggebaut waren - aber kurzerhand haben Judy und Olaf ihren Campinganhänger für Urs hergerichtet - das ganze zum fairen Preis. Im Norden muss man flexibel sein und sich gegenseitig helfen, erklärt uns Judy. Tja, Urs erholt sich hier. Von ihm werden wir wohl noch hören. Aber wir wollen heute noch auf den Dempster. Der Stopp am Arctic Chalet hat länger gedauert als geplant - es gab zu viel zu sehen und zu bereden. Doch jetzt verabschieden wir uns von Judy und Olaf. Der Tank unseres SUV ist voll. Wir machen uns auf den Weg. Der Dempster ruft! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 3: Dempster! Oder der Weg hinaus aus dem Polarkreis (Fortsetzung)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;[Korrekturhinweis: Natürlich erzähle ich jetzt bereits von Tag 3 (und nicht Tag 2). Tag 1 war die Anreise nach Whitehorse, Tag 2 die Flüge nach Inuvik und Tuktoyaktuk.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Jetzt auf dem Dempster Highway? Denkste! Unser nächster Stop ist der Jak Park Campground. Denn wir wollen diese einmalige Route ja schließlich auch für unsere Wohnmobilkunden auskundschaften. Der Campground liegt praktisch direkt vor Inuvik und ganz nah am Beginn des Dempster. Recht schön angelegt. Alles sehr ordentlich, wie eigentlich auf allen Campgrounds in den Northwest Territories, die ich auf meinen Reisen bisher in Augenschein nehmen durfte. Wenn ich näher darüber nachdenke - es müssten nach der Fahrt über den Dempster eigentlich auch fast alle Territorial Parks (so heißen die von den NWT betriebenen Campgrounds) gewesen sein! [Übrigens: Auch auf dieser Tour habe ich von den Campgrounds am Highway einfache Durchfahrt-Videos gemacht, die bei der eigenen Tourplanung hilfreich sein könnten. Anzusehen auf unserer Website bzw. in unserem Youtube-Channel.] Am Park Office gibt es einen Aussichtsturm, von dem man eine wirklich lohnenswerte Aussicht über die arktischen Wald- und Wasserlandschaften des MacKenzie-Deltas hat - und von dem ich mich per Kurzvideo melde. Andy hat&#039;s gemacht mit meinem iPhone. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;blockquote cite=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/979170955426641/&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/979170955426641/&quot;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 3: Dempster! Oder der Weg hinaus aus dem Polarkreis (Fortsetzung)[Korrekturhinweis: Natürlich erzähle ich jetzt bereits von Tag 3 (und nicht Tag 2). Tag 1 war die Anreise nach Whitehorse, Tag 2 die Flüge nach Inuvik und Tuktoyaktuk.]Jetzt auf dem Dempster Highway? Denkste! Unser nächster Stop ist der Jak Park Campground. Denn wir wollen diese einmalige Route ja schließlich auch für unsere Wohnmobilkunden auskundschaften. Der Campground liegt praktisch direkt vor Inuvik und ganz nah am Beginn des Dempster. Recht schön angelegt. Alles sehr ordentlich, wie eigentlich auf allen Campgrounds in den Northwest Territories, die ich auf meinen Reisen bisher in Augenschein nehmen durfte. Wenn ich näher darüber nachdenke - es müssten nach der Fahrt über den Dempster eigentlich auch fast alle Territorial Parks (so heißen die von den NWT betriebenen Campgrounds) gewesen sein! [Übrigens: Auch auf dieser Tour habe ich von den Campgrounds am Highway einfache Durchfahrt-Videos gemacht, die bei der eigenen Tourplanung hilfreich sein könnten. Anzusehen auf unserer Website bzw. in unserem Youtube-Channel.] Am Park Office gibt es einen Aussichtsturm, von dem man eine wirklich lohnenswerte Aussicht über die arktischen Wald- und Wasserlandschaften des MacKenzie-Deltas hat - und von dem ich mich per Kurzvideo melde. Andy hat&#039;s gemacht mit meinem iPhone. [Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp; USA&lt;/a&gt; on Donnerstag, 25. Juni 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 3: Dempster! Oder der Weg hinaus aus dem Polarkreis (Fortsetzung)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Jetzt aber los auf den Dempster. Schotter - ist klar. Aber eine sehr gute Qualität. Ich erwische mich dabei, wie ich teilweise 120 km/h fahre, ohne es direkt bemerkt zu haben. Der Grader (Baufahrzeug zur Straßenbegradigung und -verbesserung) ist hier kontinuierlich an der Arbeit. Drei oder viermal sehen wir einen auf unserem Weg in Richtung Peel River. Öfter als uns ein PKW entgegenkommt! Wir fahren durch das flache Deltaland. Flach, aber dennoch spektakulär. Nicht nur die Wildnis und die Einsamkeit. Auch Aussichten gibt es immer wieder sehr schöne. Ganz anders als auf so vielen anderen Schotterpisten in Nordkanada, die ich schon befahren habe. Wir passieren einige Recreational Areas - ähnlich wie Campgrounds, allerdings ohne Stellplätze. Day Use only. Natürlich ideal für eine Rast. Dann wieder ein Campground - der Gwich&#039;in Territorial Park. Auch wieder sehr schön angelegt (Durchfahrt-Clip in unserem Youtube-Channel). Neben Campgrounds und Recreational Areas gibt es auch Territorial View Points wie den Tithe geh vitai View Point. Ein willkommener Spaziergang durch die Taiga hinauf auf einen Felsen, der eine spektakuläre Aussicht über den Mackenzie bietet. Das Mackenzie Delta ist ja ohnehin der Hammer. 80 Kilometer breit, knapp 250 Kilometer lang. Ein Irrgarten aus Flussarmen, Seen, Tümpeln, Inselchen, Sandbänken und Sumpflandschaften. Der Himmel für unzählige Vogelarten und natürlich Für Biber und Bisamratten. Wenig später dann der Vadzaih van tshik Territorial Campground - auch schön, auch guter NWT-Standard (auch hier gibt&#039;s einen Durchfahrt-Clip). Ganz ehrlich, so viele gute Campgrounds in dieser ansonsten so einsamen und wilden Gegend des Delta-Flachlands hatte ich nicht erwartet. Ganz klar, die Camper und Wohnmobilreisenden sind hier bei den Übernachtungsmöglichkeiten besser versorgt als die PKW-Selbstfahrer ohne Zelt. Letztere können ja lediglich einmal Station auf dem Dempster machen - in Eagle Plains. Genau wie wir auf dieser Tour. (Stimmt natürlich nicht ganz. Es gibt einige wenige, sehr individuelle Lodge- und Cabin-Unterkünften im äußersten Süden des Dempster, wie zum Beispiel das Bensen Creek Wilderness Resort, das ich später noch erwähnen werde.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 3: Dempster! Oder der Weg hinaus aus dem Polarkreis (Fortsetzung)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Und dann führt der Dempster mitten in den Mackenzie River hinein. So sieht es zumindest auf den ersten Blick aus. Tatsächlich ist dies die Anlegestelle für die Fähre hinüber auf die andere Uferseite. Tja, und die Fähre legt einfach so - ohne Anleger, Uferrampe oder irgendeiner Art von Befestigung - direkt am lehmigen und leicht auf geschotterten Ufer des Mackenzie River an. Ein Schaufel- und ein Frontladerbagger sind permanent im Einsatz, um die Uferstelle zur Auffahrt auf die Fährenrampe passierbar zu halten. Gar nicht so ohne, denn schon ein wenige Zentimeter zu steiler Ansatzwinkel der Bootsrampe könnte zum Aufsetzen des Hecks eines größeren Fahrzeugs führen. Alles schon gehabt, erinnere ich mich. Seinerzeit am Liard River - auch in den NWT. Immer wieder spannend so eine Flussüberquerung in der Wildnis. Am meisten beeindruckt mich immer die Anfahrt an die Anlegestelle, wenn das Schiff noch nicht da ist und man wirklich den Eindruck hat, mit dem Auto im Fluss zu landen, wenn man nur noch ein paar Meter weiter rollt...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 3: Dempster! Oder der Weg hinaus aus dem Polarkreis (Fortsetzung)Und dann führt der Dempster mitten in den Mackenzie River hinein. So sieht es zumindest auf den ersten Blick aus. Tatsächlich ist dies die Anlegestelle für die Fähre hinüber auf die andere Uferseite. Tja, und die Fähre legt einfach so - ohne Anleger, Uferrampe oder irgendeiner Art von Befestigung - direkt am lehmigen und leicht aufgeschotterten Ufer des Mackenzie River an. Ein Schaufel- und ein Frontladerbagger sind permanent im Einsatz, um die Uferstelle zur Auffahrt auf die Fährenrampe passierbar zu halten. Gar nicht so ohne, denn schon ein wenige Zentimeter zu steiler Ansatzwinkel der Bootsrampe könnte zum Aufsetzen des Hecks eines größeren Fahrzeugs führen. Alles schon gehabt, erinnere ich mich. Seinerzeit am Liard River - auch in den NWT. Immer wieder spannend so eine Flussüberquerung in der Wildnis. Am meisten beeindruckt mich immer die Anfahrt an die Anlegestelle, wenn das Schiff noch nicht da ist und man wirklich den Eindruck hat, mit dem Auto im Fluss zu landen, wenn man nur noch ein paar Meter weiterrollt... [Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp; USA&lt;/a&gt; on Samstag, 27. Juni 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 3: Dempster! Oder der Weg hinaus aus dem Polarkreis (Fortsetzung)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;Am Mackenzie River. Die Fährüberfahrt zur Weiterführung des Dempster und zur Inuvaluit-Siedlung Tsiigehtchic, das ehemalige Arctic Red River. So denken wir. Umso überraschter sind wir, als der Fährmann, ein Inuvaluit, uns fragt, wo wir denn hinwollen. Na, über den Fluss - was sonst? Nach Tsiigehtchic, fragt er. Klar, sagen wir. Er nickt und winkt uns auf die Fähre. Dann kommt er nochmal ans Fenster. Oder ob wir nach Eagle Plains wollen. Ja, antworten wir. Auch das. Das ist unser Tagesziel. Ok, dann Eagle Plains, sagt er. Noch interpretieren wir dies als reines Interesse an unserer Fahrtroute. Erst am anderen Ufer wird uns klar werden, dass wir uns tatsächlich hätten entscheiden müssen. Entweder Tsiigehtchic oder weiter auf dem Dempster. Von diesem gibt es keine weiteren Wege in die Inuvaluit-Siedlung. Ein bisschen ärgerlich für uns. Wir hätten gern einmal einen näheren Blick auf Tsigehtchic geworfen, die Siedlung, in der noch immer etwa 150 Ureinwohner leben - im wesentlichen vom Jagen, Fischen und Trappen. Naja, wenigstens sind mir von der Fähre aus ein paar passable Fotos gelungen. Und irgendwie ist diese einzigartige Fährsituation ja auch abgefahren. Hier kommen so wenig Autos an, dass auf der Fähre einfach gefragt wird, wo es hingehen soll. Und dann wird man halt dorthin gebracht. Und der nächste womöglich zum anderen Ufer. Kein Wunder also, dass wir das einzige Auto auf der Fähre sind. Noch einmal mit der Fähre zurück, um nach Tsiigehtchic zu gelangen, würde uns nun zu viel Zeit kosten, entscheiden Andy und ich. Schade. Also fahren wir von der Fähre herunter. Wieder direkt auf die Schotterpiste. Weiter geht es auf dem Dempster Highway.&lt;br /&gt;
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&lt;script&gt;(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = &quot;//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v2.3&quot;;  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, &#039;script&#039;, &#039;facebook-jssdk&#039;));&lt;/script&gt;
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&lt;blockquote cite=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/980522011958202/&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/980522011958202/&quot;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 3: Dempster! Oder der Weg hinaus aus dem Polarkreis (Fortsetzung)Am Mackenzie River. Die Fährüberfahrt zur Weiterführung des Dempster und zur Inuvaluit-Siedlung Tsiigehtchic, das ehemalige Arctic Red River. So denken wir. Umso überraschter sind wir, als der Fährmann, ein Inuvaluit, uns fragt, wo wir denn hinwollen. Na, über den Fluss - was sonst? Nach Tsiigehtchic, fragt er. Klar, sagen wir. Er nickt und winkt uns auf die Fähre. Dann kommt er nochmal ans Fenster. Oder ob wir nach Eagle Plains wollen. Ja, antworten wir. Auch das. Das ist unser Tagesziel. Ok, dann Eagle Plains, sagt er. Noch interpretieren wir dies als reines Interesse an unserer Fahrtroute. Erst am anderen Ufer wird uns klar werden, dass wir uns tatsächlich hätten entscheiden müssen. Entweder Tsiigehtchic oder weiter auf dem Dempster. Von diesem gibt es keine weitere Zuwegung in die Inuvaluit-Siedlung. Ein bisschen ärgerlich für uns. Wir hätten gern einmal einen näheren Blick auf Tsigehtchic geworfen, die Siedlung, in der noch immer etwa 150 Ureinwohner leben - im wesentlichen vom Jagen, Fischen und Trappen. Naja, wenigstens sind mir von der Fähre aus ein paar passable Fotos gelungen. Und irgendwie ist diese einzigartige Fährsituation ja auch abgefahren. Hier kommen so wenig Autos an, dass auf der Fähre einfach gefragt wird, wo es hingehen soll. Und dann wird man halt dorthin gebracht. Und der nächste womöglich zum anderen Ufer. Kein Wunder slso, dass wir das einzige Auto auf der Fähre sind. Noch einmal mit der Fähre zurück, um nach Tsiigehtchic zu gelangen, würde uns nun zu viel Zeit kosten, entscheiden Andy und ich. Schade. Also fahren wir von der Fähre herunter. Wieder direkt auf die Schotterpiste. Weiter geht es auf dem Dempster Highway [Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp; USA&lt;/a&gt; on Samstag, 27. Juni 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 3: Dempster! Oder der Weg hinaus aus dem Polarkreis (Fortsetzung)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;
Runter von der Fähre und weiter über den Dempster nach Süden. Wir peilen den nächsten großen Strom an, den Peel River. Auch hier gibt es wieder eine Fähre - diesmal aber glücklicherweise ohne Wahlmöglichkeit der Anlegestelle am anderen Ufer. Hier können wir keinen Fehler machen. Unmittelbar vor Erreichen des Peel-Ufers gibt es noch einen Campground, den Nitainlaii Territorial Park (Durchfahrt-Clip vorhanden).&lt;br /&gt;
Dann die Fährüberfahrt und am anderen Ufer ist es nicht mehr weit bis Fort McPherson. Gut für uns, denn wir müssen sicherheitshalber tanken - und die nächste Tankstelle gibt es erst in Eagle Plains. Auch einen kleinen Supermarkt gibt es hier. Ebenso gut, denn Andy hat beschlossen, dass wir neues Beef Jerky brauchen. Besser man fängt erst gar nicht mit diesem getrockneten und schmackhaft gewürztem Rindfleisch an. Man wird schnell süchtig. So ähnlich wie Chips - nur besser! Weniger als 1000 Menschen leben hier. Berühmt ist sein Friedhof, denn hier liegt die legendäre Lost Patrol begraben. Vor über 100 Jahren, im Dezember 1910, verließen Inspector Fitzgerald und drei weitere Mounties Fort McPherson, um sich auf die regelmäßige Patrouillenfahrt nach Dawson City zu begeben. 475 Meilen mit dem Hundeschlitten. Unterwegs verloren sie aufgrund extremer Kälte und hohem Schnee den Weg und starben auf dem Rückweg an Hunger und Kälte. Der berühmte Corporal Dempster, der regelmäßig mit dem Hundeschlitten auf diesem alten Handelsweg zwischen Dawson und Fort McPherson unterwegs war und somit Namenspatron des heutigen Highways wurde, fand sie dann nur etwa 25 Meilen von Fort McPherson entfernt. Jeder hier im Norden kennt sie, die Geschichte der Lost Patrol. Und weiter, mit aufgefülltem Tank und neuen Jerky-Vorräten. Wir erreichen den Tetlit Geinjik Territorial Viewpoint. Ein kurzer Fußweg führt zu der Aussichtsplattform, die einen tollen Blick zurück über das flache Flussland zwischen Peel und Mackenzie River eröffnet. Auf Infotafeln erfährt man auch etwas über die Wanderung der riesigen Karibuherden durch dieses Gebiet. März und April sollen die besten Monate zur Beobachtung dieses Naturspektakels sein, doch vor einem Jahr konnten die Mitreisenden unserer geführten Kleingruppenreise &quot;Alyeska&quot; auch in der zweiten Junihälfte noch dieses unfassbare Spektakel hier auf dem Dempster hautnah verfolgen. Man stelle sich vor: Tausende Karibus wandern direkt vor den eigenen Augen über die Hügel und Berge dieser einzigartigen Wildnis. Drei Stunden blieb der Tourbus wohl einfach stehen, erzählte uns der Guide später. Keiner konnte sich sattsehen. Und die abendliche Ankunft war entsprechend spät... Aber das ist natürlich eine ganz andere Geschichte. Zurück zu unserem Viewpoint. Man erahnt von hier schon die Richardson Mountains. Es wird bergiger.... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 3: Dempster! Oder der Weg hinaus aus dem Polarkreis (Fortsetzung)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;So langsam geht es hinein in die Richardson Mountains, die nördlichen Ausläufer der Rocky Mountains. Jetzt wird es wirklich noch spektakulärer, finde ich. Und immer noch so wild und einsam. Ganz mein Ding! Ich versuche, auf Fotos festzuhalten, wie unendlich weit dieser Highway wirkt und wie allein man hier eigentlich immer ist. Wenn wir anhalten, lassen wir das Auto häufig mitten auf der Straße stehen - es kommt ja sowieso keiner. Dieses Gefühl von Freiheit und endloser Weite ist schwer zu beschreiben. Ich bin echt fasziniert. Und froh und zufrieden hier zu sein und dies zu erleben. Wir verlassen die Northwest Territories und fahren zurück in den Yukon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 3: Dempster! Oder der Weg hinaus aus dem Polarkreis (Fortsetzung)So langsam geht es hinein in die Richardson Mountains, die nördlichen Ausläufer der Rocky Mountains. Jetzt wird es wirklich noch spektakulärer, finde ich. Und immer noch so wild und einsam. Ganz mein Ding! Ich versuche, auf Fotos festzuhalten, wie unendlich weit dieser Highway wirkt und wie allein man hier eigentlich immer ist. Wenn wir anhalten, lassen wir das Auto häufig mitten auf der Straße stehen - es kommt ja sowieso keiner. Dieses Gefühl von Freiheit und endloser Weite ist schwer zu beschreiben. Ich bin echt fasziniert. Und froh und zufrieden hier zu sein und dies zu eleben. Wir verlassen die Northwest Territories und fahren zurück in den Yukon. [Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp; USA&lt;/a&gt; on Dienstag, 30. Juni 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;</description>
                <guid isPermaLink="true">https://www.kanadafieber.de/Nordamerika-Reiseberichte/Kanu-und-Autoreise-im-Yukon-sk-touristik-2.html</guid>
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                <pubDate>Mon, 12 Feb 2018 13:49:25 +0100</pubDate>
                <description>&lt;img src=&#039;https://www.kanadafieber.de/out/pictures/generated/product/1/700_490_75/11221879_1008460895830980_4946353337467496196_n.jpg&#039; border=0 align=&#039;left&#039; hspace=5&gt;&lt;i&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) 3/4&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 6 (Fortsetzung): WILDNIS! Ken Lake&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Landung auf dem Ken Lake ist ähnlich spektakulär wie auf dem Coghlan Lake. Auch hier ist man ganz allein. Dieses Camp sei ganz anders, hat uns Bernhard vorgewarnt. Naja, zunächst sehen wir nur Wasser und Wald. Und dann den Steg, an dem wir den Flieger vertäuen. Ein Stück den Berg hinauf in den Wald. Und da steht die kleine A-Frame-Cabin (Nurdachhütte) des Ken Lake Camps. Diese eine Hütte und ein Outhouse - das war&#039;s. Möglich für vier Personen, ideal für zwei. Bernahrd hat für heute bewusst drei völlig unterschiedliche Camps ausgewählt, um uns einen Eindruck von der Vielfalt und Unterschiedlichkeit der einzelnen Orte zu geben. Und am heutigen Tag schaffen wir halt nur drei Camps. Denn wir wollen am dritten Camp, am Teehnah Lake ja auch übernachten und etwas Zeit dort verbringen. Zum Fischen mit dem Boot rausfahren und einfach mal ein bisschen eintauchen in die Atmosphäre. Somit sind Andy und ich also durchaus dankbar für die Vielfalt, die uns Bernahrd heute mit den drei Camps am Coghlan, Ken und Teehnah Lake zeigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dieses Camp am Ken Lake ist wirklich anders im Vergleich zum vorherigen am Coghlan Lake. Kleiner. Versteckter. Und ganz sicher auch wilder. Im Grunde ist dies der richtige Ort für alle, die raus in die Wildnis wollen und nur ein festes Dach über dem Kopf suchen. Denn das Innenleben der A-Frame-Cabin ist ordentlich, aber doch weitaus rustikaler und einfacher als alles, was wir in der Lodge am Coghlan Lake gesehen haben. Dennoch nicht so schlecht ausgestattet. Auch hier mit Propan-BBQ und allem. Hierfür gibt es Kunden - da bin ich mir sicher. Mich zum Beispiel! Und mein Sohn. Und meine Tochter. An meiner Frau würde dieser Plan tendenziell aber eher scheitern - hier am Ken Lake. Anders sähe es da schon am Coghlan Lake aus... Aber wie gesagt, ich fühle mich wohl hier. Mitten in der Wildnis. Wir drei (Andy, Bernhard und ich) sind ganz allein hier. Kein Geräusch - nur der Wind. Herrlich! Aber auch hier reißen wir uns los. Es geht weiter zum letzten Camp für heute. Zum Teehnah Lake. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id=&quot;fb-root&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;script&gt;(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = &quot;//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v2.3&quot;;  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, &#039;script&#039;, &#039;facebook-jssdk&#039;));&lt;/script&gt;&lt;div class=&quot;fb-video&quot; data-allowfullscreen=&quot;1&quot; data-href=&quot;/sktouristik/videos/vb.138431846167227/999512166725853/?type=1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;fb-xfbml-parse-ignore&quot;&gt;&lt;blockquote cite=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/999512166725853/&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/999512166725853/&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 6 (Fortsetzung): WILDNIS! Ken LakeDie Landung auf dem Ken Lake ist ähnlich spektakulär wie auf dem Coghlan Lake. Auch hier ist man ganz allein. Dieses Camp sei ganz anders, hat uns Bernhard vorgewarnt. Naja, zunächst sehen wir nur Wasser und Wald. Und dann den Steg, an dem wir den Flieger vertäuen. Ein Stück den Berg hinauf in den Wald. Und da steht die kleine A-Frame-Cabin (Nurdachhütte) des Ken Lake Camps. Diese eine Hütte und ein Outhouse - das war&amp;#039;s. Möglich für vier Personen, ideal für zwei. Bernahrd hat für heute bewusst drei völlig unterschiedliche Camps ausgewählt, um uns einen Eindruck von der Vielfalt und Unterschiedlichkeit der einzelnen Orte zu geben. Und am heutigen Tag schaffen wir halt nur drei Camps. Denn wir wollen am dritten Camp, am Teehnah Lake ja auch übernachten und etwas Zeit dort verbringen. Zum Fischen mit dem Boot rausfahren und einfach mal ein bisschen eintauchen in die Atmosphäre. Somit sind Andy und ich also durchaus dankbar für dieVielfalt, die uns Bernahrd heute mit den drei Camps am Coghlan, Ken und Teehnah Lake zeigt.Und dieses Camp am Ken Lake ist wirklich anders im Vergleich zum vorherigen am Coghlan Lake. Kleiner. Versteckter. Und ganz sicher auch wilder. Im Grunde ist dies der richtige Ort für alle, die raus in die Wildnis wollen und nur ein festes Dach über dem Kopf suchen. Denn das Innenleben der A-Frame-Cabin ist ordentlich, aber doch weitaus rustikaler und einfacher als alles, was wir in der Lodge am Coghlan Lake gesehen haben. Dennoch nicht so schlecht ausgestattet. Auch hier mit Propan-BBQ und allem. Hierfür gibt es Kunden - da bin ich mir sicher. Mich zum Beispiel! Und mein Sohn. Und meine Tochter. An meiner Frau würde dieser Plan tendenziell aber eher scheitern - hier am Ken Lake. Anders sähe es da schon am Coghlan Lake aus... Aber wie gesagt, ich fühle mich wohl hier. Mitten in der Wildnis. Wir drei (Andy, Bernhard und ich) sind ganz allein hier. Kein Geräusch - nur der Wind. Herrlich! Aber auch hier reißen wir uns los. Es geht weiter zum letzten Camp für heute. Zum Teehnah Lake.&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp;amp; USA&lt;/a&gt; on Freitag, 7. August 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 6 (Fortsetzung): WILDNIS! Teehnah Lake&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Flug vom Ken Lake zum Teehnah Lake ist unser längster heute. Aber lohnend! Wir fliegen über den Lake Laberge und den Yukon River. Ein Traum! Und toll zu sehen, wie der Fluss über weite Passagen meandert. Tja, das habe ich auf diesem Trip ja noch vor mir. Dafür ist die zweite Woche vorgesehen. Aber die Vorfreude wird durch diese herrlichen Ausblicke definitiv befeuert! Es ist eh ein toller Flug. Einmal mehr sehe ich mich bestätigt in meiner These: Man das Nordland nur erfassen, wenn man einen Blick aus der Adlerperspektive drauf wirft. Sonst sieht man die Wildnis zwar vor sich - und das Hirn signalisiert &quot;Das ist jetzt echte Wildnis!&quot; - aber so richtig begreifen kann man die Weite, die tatsächliche Wildheit, das Unberührte und die Unwegsamkeit nur von oben. Das ist schon ziemlich cool, in Whitehorse diese nahezu unbegrenzten Möglichkeiten zu haben, schnell und unkompliziert überall mit dem Wasserflugzeug hinzukommen. Ein toller Flug heute. Bernhard fliegt uns dicht über atemberaubende Bergkuppen und Gebirgsplateaus. Bin mir einmal fast sicher, Dallschafe gesehen zu haben. Aber nur fast. In der Ferne schimmert der Teehnah Lake, doch Bernhard lässt den Flieger eine Rechtskurve fliegen, bis wir über einen anderen See im Nachbartal fliegen. Auf meine Frage, warum wir nicht direkt auf unser Ziel zuhalten, lacht Bernhard. &quot;Oh, sorry, hab&#039; ich Euch nicht gesagt. Habe einem Freund versprochen, einen Blick auf seine Cabin zu werfen. Die steht dort drüben an diesem See hier.&quot; Alles klar. So macht man das halt hier. Fachmännisch wird die Blockhütte aus der Luft inspiziert. Landen ist zu aufwendig. Alles in Ordnung, entscheidet Bernhard und dreht wieder nach links ab. Über die Bergkuppe hinweg und vor uns liegt der Teehnah Lake. Der Vorteil, das erkenne ich jetzt, ist, dass wir ihn nun von Süden anfliegen. Eindrucksvoll finde ich den Sinkflug über den mäandernden Creek, der aus dem Teehnah Lake durch eine kleine Ebene ausfließt - in den nächsten See hinein. Stundenlang kann man hier wandern, erzählt uns Bernhard. Aber da sind wir dann fast auch schon auf dem Wasser des Teehnah Lake gelandet. Das Camp liegt rechts von uns - ist auf dem Landeanflugsvideo zu sehen. Teehnah Lake Camp - auch hier sind wir wieder ganz allein. Ein großer See in der Yukon Wildnis ganz für uns. Und hier bleiben wir heute Nacht. Stark! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id=&quot;fb-root&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;script&gt;(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = &quot;//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v2.3&quot;;  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, &#039;script&#039;, &#039;facebook-jssdk&#039;));&lt;/script&gt;&lt;div class=&quot;fb-video&quot; data-allowfullscreen=&quot;1&quot; data-href=&quot;/sktouristik/videos/vb.138431846167227/999959416681128/?type=1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;fb-xfbml-parse-ignore&quot;&gt;&lt;blockquote cite=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/999959416681128/&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/999959416681128/&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 6 (Fortsetzung): WILDNIS! Teehnah LakeDer Flug vom Ken Lake zum Teehnah Lake ist unser längster heute. Aber lohnend! Wir fliegen über den Lake Laberge und den Yukon River. Ein Traum! Und toll zu sehen, wie der Fluss über weite Passagen meandert. Tja, das habe ich auf diesem Trip ja noch vor mir. Dafür ist die zweite Woche vorgesehen. Aber die Vorfreude wird durch diese herrlichen Ausblicke definitiv befeuert! Es ist eh ein toller Flug. Einmal mehr sehe ich mich bestätigt in meiner These: Man das Nordland nur erfassen, wenn man einen Blick aus der Adlerperspektive drauf wirft. Sonst sieht man die Wildnis zwar vor sich - und das Hirn signalisiert &amp;quot;Das ist jetzt echte Wildnis!&amp;quot; - aber so richtig begreifen kann man die Weite, die tatsächliche Wildheit, das Unberührte und die Unwegsamkeit nur von oben. Das ist schon ziemlich cool, in Whitehorse diese nahezu unbegrenzten Möglichkeiten zu haben, schnell und unkompliziert überall mit dem Wasserflugzeug hinzukommen. Ein toller Flug heute. Bernhard fliegt uns dicht über atemberaubende Bergkuppen und Gebirgsplateaus. Bin mir einmal fast sicher, Dallschafe gesehen zu haben. Aber nur fast. In der Ferne schimmert der Teehna Lake, doch Bernhard lässt den Flieger eine Rechtskurve fliegen, bis wir über einen anderen See im Nachbartal fliegen. Auf meine Frage, warum wir nicht direkt auf unser Ziel zuhalten, lacht Bernhard. &amp;quot;Oh, sorry, hab&amp;#039; ich Euch nicht gesagt. Habe einem Freund versprochen, einen Blick auf seine Cabin zu werfen. Die steht dort drüben an diesem See hier.&amp;quot; Alles klar. So macht man das halt hier. Fachmännisch wird die Blockhütte aus der Luft inspiziert. Landen ist zu aufwendig. Alles in Ordnung, entscheidet Bernhard und dreht wieder nach links ab. Über die Bergkuppe hinweg und vor uns liegt der Teehnah Lake. Der Vorteil, das erkenne ich jetzt, ist, dass wir ihn nun von Süden anfliegen. Eindrucksvoll finde ich den Sinkflug über den meandernden Creek, der aus dem Teehnah Lake durch eine kleine Ebene ausfließt - in den nächsten See hinein. Stundenlang kann man hier wandern, erzählt uns Bernhard. Aber da sind wir dann fast auch schon auf dem Wasser des Teehnah Lake gelandet. Das Camp liegt rechts von uns - ist auf dem Landeanflugsvideo zu sehen. Teehnah Lake Camp - auch hier sind wir wieder ganz allein. Ein großer See in der Yukon Wildnis ganz für uns. Und hier bleiben wir heute nacht. Stark! [Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp;amp; USA&lt;/a&gt; on Samstag, 8. August 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 6 (Fortsetzung): WILDNIS! Teehnah Lake&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist still am Teehnah Lake. Ganz still. Wenn man ein paar Tage im Yukon unterwegs ist, neigt man dazu, so etwas nicht mehr zu registrieren. Aber man sollte es, denn es ist beeindruckend. Einzigartig. Wir vertäuen das Wasserflugzeug am Steg und beginnen zu entladen. Das Camp hat zwei Hauptgebäude. In dem einen befindet sich eine große Küche und ein Aufenthaltsraum mit großem Tisch. Hinten angehängt befindet sich noch ein Schlafzimmer. Knapp 50 Meter entfernt befindet sich die knallrote Holzhütte mit zwei Schlafzimmern (mit separaten Außeneingängen). Rechts daneben das Duschhaus. Outhouses gibt es natürlich auch. Und ein kleines Räucherhüttchen. Andy und ich beziehen unsere Zimmer in der roten Hütte. Das Bett ist superbequem. Das wird eine erholsame Nacht! Da bin ich mir jetzt schon sicher. Über die Distanzen auf dem Campgelände unterhalten wir uns in normaler Sprechlautsärke. Auch, wenn Bernahrd mehr als 50 Meter entfernt ist. So still ist es hier!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 6 (Fortsetzung): WILDNIS! Teehnah Lake&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;OK, wirklich schön hier im Teehnah Lake Camp. Aber jetzt will ich mit dem Boot raus auf&#039;s Wasser und richtig Wildnis-Feeling tanken. Angeln und ein paar Fische fangen. Dann das Campfeuer an, die Fische braten und den herrlichen Midsummer-Abend ganz allein in der Wildnis genießen. So mein Plan. Und was soll ich sagen? Er geht auf - und zwar genau so! Zwar zieren sich die Fische erst ein wenig - Bernhard sagt &quot;Manchmal muss man sie suchen...&quot; und ich denke &quot;Jaja, Anglerlatein...&quot; - doch plötzlich scheppert es. Ich habe einen Biss - die Angel biegt sich ordentlich. Und während ich den Hecht rein drehe, hat Andy auch einen Biss. Wir haben die Hechte gefunden. Anfangs wundern wir uns noch darüber, dass Bernahrd unsere ersten Hechte wieder schwimmen lässt. Aber dann wird klar - wenn man sie einmal gefunden hat, kommt ein Biss nach dem nächsten und man kann sich schöne große heraussuchen. Das machen wir. das Abendessen ist gerettet! Wir verweilen noch ein wenig hier. Nicht, weil wir von unserem Anglerglück nicht genug bekommen können, sondern weil wir eine im seichten Uferwasser grasende Elchkuh beobachten. Toll. Das Camp ist gar nicht weit weg - diesen Elch werden wir auch gleich vom Steg noch beobachten können, wenn er noch ein wenig dort stehen bleibt. Und auch dieser Plan geht auf. Zurück am Camp kümmern sich Andy und Bernahrd um die Zubereitung der Fische. Ich bn für&#039;s Feuer zuständig und beobachte weiter den Elch. Es wird ein super Dinner und ein echt toller Abend. es gibt nicht viel schöneres als solche stillen Wildnisabende unter der Mitternachtssonne. Eine Schande eigentlich, dass es morgen schon wieder zurück nach Whitehorse geht! Naja, andererseits kann ich mich ja nicht beschweren. Für mich geht das Wildnisabeneteur Yukon dann ja weiter - im Kanu auf dem Yukon River. Das Teehnah Lake Camp gefällt mir. Einfach, rustikal aber mit allem, was man braucht. Eine ganze Ecke komfortabler als das Ken Lake Camp, aber ohne jeglichen Firlefanz, der nur von der Schönheit der Natur ablenken würde und die ganze Sache letztlich auch wieder teuer machen würde. Eigentlich genau richtig. In Gedanken mache ich Bernhard ein Kompliment für die Dramaturgie des heutigen Tages. Erst zeigt er uns mit dem Coghlan Lake Camp den Knaller und führt uns vor, was möglich ist. Dann kommt mit dem Ken Lake etwas ganz anderes und im Vergleich viel kleineres. Und dann zum Abschluss mit dem Teehnah Lake Camp die gute Mitte, möchte man fast sagen. Denn so ist es. Die Cabins sind nette Holzhäuschen, aber natürlich nicht so ein schönes Rundholzgebäude wie am Coghlan Lake. Es gibt auch keine Spültoilette - aber wofür auch? Und der See ist voll mit Hechten und Polaräschen. Keine Seeforellen, dafür ist er nicht tief genug. Doch das wiederum sorgt dafür, dass er im Sommer angenehme Badetemperaturen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemeinsam mit Bernhard überlegen wir an diesem Abend, wie man dieses Camp weiterentwickeln könnte. Ohne groß etwas zu bauen oder an der Ursprünglichkeit etwas zu verändern - und es entwickelt sich ein tolles Brainstorming. Ich bin begeistert - und Ihr dürft gespannt sein! Doch auch, wenn sich alle angedachten Pläne dann doch noch in die Länge ziehen sollten: Wer sich einmal mit einem Wasserflugzeug so richtig in die Yukon-Wildnis schmeißen lassen will und dabei aber doch ein Mindestmaß an Trapper-Infrastruktur (und -Romantik!!) genießen will - tja, der sollte mal für eine Woche hierherkommen. Und das wird ab 2016 über SK möglich sein! Wer Interesse hat kann sich jetzt schon bei mir erkundigen. Am besten per Email (rainer@sktouristik.de).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id=&quot;fb-root&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;script&gt;(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = &quot;//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v2.3&quot;;  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, &#039;script&#039;, &#039;facebook-jssdk&#039;));&lt;/script&gt;&lt;div class=&quot;fb-video&quot; data-allowfullscreen=&quot;1&quot; data-href=&quot;/sktouristik/videos/vb.138431846167227/1001033376573732/?type=1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;fb-xfbml-parse-ignore&quot;&gt;&lt;blockquote cite=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1001033376573732/&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1001033376573732/&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 6 (Fortsetzung): WILDNIS! Teehnah LakeOK, wirklich schön hier im Teehnah Lake Camp. Aber jetzt will ich mit dem Boot raus auf&amp;#039;s Wasser und richtig Wildnis-Feeling tanken. Angeln und ein paar Fische fangen. Dann das Campfeuer an, die Fische braten und den herrlichen Midsummer-Abend ganz allein in der Wildnis genießen. So mein Plan. Und was soll ich sagen? Er geht auf - und zwar genau so! Zwar zieren sich die Fische erst ein wenig - Bernhard sagt &amp;quot;Manchmal muss man sie suchen...&amp;quot; und ich denke &amp;quot;Jaja, Anglerlatein...&amp;quot; - doch plötzlich scheppert es. Ich habe einen Biss - die Angel biegt sich ordentlich. Und während ich den Hecht reindrehe, hat Andy auch einen Biss. Wir haben die Hechte gefunden. Anfangs wundern wir uns noch darüber, dass Bernahrd unsere ersten Hechte wieder schwimmen lässt. Aber dann wird klar - wenn man sie einmal gefunden hat, kommt ein Biss nach dem nächsten und man kann sich schöne große heraussuchen. Das machen wir. das Abendessen ist gerettet! Wir verweilen noch ein wenig hier. Nicht, weil wir von unserem Anglerglück nicht genug bekommen können, sondern weil wir eine im seichten Uferwasser grasende Elchkuh beobachten. Toll. Das Camp ist gar nicht weit weg - diesen Elch werden wir auch gleich vom Steg noch beobachten können, wenn er noch ein wenig dort stehen bleibt. Und auch dieser Plan geht auf. Zurück am Camp kümmern sich Andy und Bernahrd um die Zubereitung der Fische. Ich bn für&amp;#039;s Feuer zuständig und beobachte weiter den Elch. Es wird ein super Dinner und ein echt toller Abend. es gibt nicht viel schöneres als solche stillen Wildnisabende unter der Mitternachtssonne. Eine Schande eigentlich, dass es morgen schon wieder zurück nach Whitehorse geht! Naja, andererseits kann ich mich ja nicht beschweren. Für mich geht das Wildnisabeneteur Yukon dann ja weiter - im Kanu auf dem Yukon River. Das Teehnah Lake Camp gefällt mir. Einfach, rustikal aber mit allem, was man braucht. Eine ganze Ecke komfortabler als das Ken Lake Camp, aber ohne jeglichen Firlefanz, der nur von der Schönheit der Natur ablenken würde und die ganze Sache letztlich auch wieder teuer machen würde. Eigentlich genau richtig. In Gedanken mache ich Bernhard ein Kompliment für die Dramaturgie des heutigen Tages. Erst zeigt er uns mit dem Coghlan Lake Camp den Knaller und führt uns vor, was möglich ist. Dann kommt mit dem Ken Lake etwas ganz anderes und im Vergleich viel kleineres. Und dann zum Abschluss mit dem Teehnah Lake Camp die gute Mitte, möchte man fast sagen. Denn so ist es. Die Cabins sind nette Holzhäuschen, aber natürlich nicht so ein schönes Rundholzgebäude wie am Coghlan Lake. Es gibt auch keine Spültoilette - aber wofür auch? Und der See ist voll mit Hechten und Polaräschen. Keine Seeforellen, dafür ist er nicht tief genug. Doch das wiederum sorgt dafür, dass er im Sommer angenehme Badetemperaturen hat. Gemeinsam mit Bernhard überlegen wir an diesem Abend, wie amn dieses Camp weiterentwickeln könnte. Ohne groß etwas zu bauen oder an der Ursprünglichkeit etwas zu verändern - und es entwickelt sich ein tolles Brainstorming. Ich bin begeistert - und Ihr dürft gespannt sein! Doch auch, wenn sich alle angedachten Pläne dann doch noch in die Länge ziehen sollten: Wer sich einmal mit einem Wasserflugzeug so richtig in die Yukon-Wildnis schmeißen lassen will und dabei aber doch ein Mindestmaß an Trapper-Infrastruktur (und -Romantik!!) genießen will - tja, der sollte mal für eine Woche hierherkommen. Und das wird ab 2016 über SK möglich sein! Wer Interesse hat kann sich jetzt schon bei mir erkundigen. Am besten per Email (rainer&amp;#064;sktouristik.de). [Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp;amp; USA&lt;/a&gt; on Montag, 10. August 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 7: Ende Teil I - Back to Whitehorse!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute &quot;nur&quot; die Rückkehr nach Whitehorse. &quot;Nur&quot; ist gut, denn der Flug mit dem Wasserflugzeug ist einmal mehr absolut spektakulär. Wir fliegen über den tiefblauen Tagish Lake und landen an dem für seine Flotplane-Bases bekannten Lake Schwatka unmittelbar vor Whitehorse. Der erste Teil meines Wildnisaufenthalts im Yukon endet mit einer Hotelnacht und natürlich einem schmackhaften Dinner in einem der zünftigen Pubs von funky Whitehorse! Morgen geht es im Kanu auf den Yukon River - zusammen mit meinem Kollegen Markus, der heute von Frankfurt aus nach Whitehorse reinfliegt. Andy ist beim Dinner noch dabei, aber es wird kein langer Abend für ihn. Frühmorgens muss er morgen zum Airport, um nach Vancouver zurückzukehren. Doch bevor ich mich nun einem komplett anderem Thema, nämlich der Flusswildnis des Yukon River, widme, poste ich noch schnell ein mehr oder minder &quot;zufällig&quot; aufgenommenes Video vor unserem Wasserflugzeugstart vom Teehnah Lake. Bernhard erzählt etwas über&#039;s Fliegen mit den Floats - und wie einfach es eigentlich ist, so einen Flugschein zu machen. Und mit welcher Freiheit das alles hier im Norden verbunden ist. Ein etwas anderer Clip, aber ich fand&#039;s echt interessant. Ist ein abgefahrener und cooler Gedanke, hier mal hochzukommen, um seinen Flugschein zu machen. Glaube, das mache ich irgendwann mal. Andy ist ja schon dabei. Wo, wenn nicht hier oben in der Wildnis des Yukon??!!! Vielleicht sogar eine echt originelle neue Reiseidee. 4 Wochen hoch in den Yukon, um die Wildnis zu genießen und den Flugschein zu machen - hmmm, gefällt mir immer besser! Muss ich wirklich mal drüber nachdenken...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id=&quot;fb-root&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;script&gt;(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = &quot;//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v2.3&quot;;  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, &#039;script&#039;, &#039;facebook-jssdk&#039;));&lt;/script&gt;&lt;div class=&quot;fb-video&quot; data-allowfullscreen=&quot;1&quot; data-href=&quot;/sktouristik/videos/vb.138431846167227/1002164739793929/?type=1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;fb-xfbml-parse-ignore&quot;&gt;&lt;blockquote cite=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1002164739793929/&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1002164739793929/&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon/NWT-Trip (Juni 2015) - Tag 7: Ende Teil I - Back to Whitehorse!Heute &amp;quot;nur&amp;quot; die Rückkehr nach Whitehorse. &amp;quot;Nur&amp;quot; ist gut, denn der Flug mit dem Wasserflugzeug ist einmal mehr absolut spektakulär. Wir fliegen über den tiefblauen Tagish Lake und landen an dem für seine Flotplane-Bases bekannten Lake Schwatka unmittelbar vor Whitehorse. Der erste Teil meines Wildnisaufenthalts im Yukon endet mit einer Hotelnacht und natürlich einem schmackhaften Dinner in einem der zünftigen Pubs von Funky Whitehorse! Morgen geht es im Kanu auf den Yukon River - zusammen mit meinem Kollegen Markus, der heute von Frankfurt aus nach Whitehorse reinfliegt. Andy ist beim Dinner noch dabei, aber es wird kein langer Abend für ihn. Frühmorgens muss er morgen zum Airport, um nach Vancouver zurückzukehren. Doch bevor ich mich nun einem komplett anderem Thema, nämlich der Flusswildnis des Yukon River, widme, poste ich noch schnell ein mehr oder minder &amp;quot;zufällig&amp;quot; aufgenommenes Video vor unserem Wasserflugzeugstart vom Teehnah Lake. Bernhard erzählt etwas über&amp;#039;s Fliegen mit den Floats - und wie einfach es eigentlich ist, so einen Flugschein zu machen. Und mit welcher Freiheit das alles hier im Norden verbunden ist. Ein etwas anderer Clip, aber ich fand&amp;#039;s echt interessant. Ist ein abgefahrener und cooler Gedanke, hier mal hochzukommen, um seinen Flugschein zu machen. Glaube, das mache ich irgendwann mal. Andy ist ja schon dabei. Wo, wenn nicht hier oben in der Wildnis des Yukon??!!! Vielleicht sogar eine echt originelle neue Reiseidee. 4 Wochen hoch in den Yukon, um die Wildnis zu genießen und den Flugschein zu machen - hhmmm, gefällt mir immer besser! Muss ich wirklich mal drüber nachdenken...[Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp;amp; USA&lt;/a&gt; on Mittwoch, 12. August 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 1 (Tag 8 des Gesamttrips - fange jetzt auf dem Fluss wieder bei 1 an)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf in die zweite Wildniswoche! Die Nacht war kurz - die Pubs in Whitehorse einfach zu einladend - das Yukon Gold einfach zu süffig! Andy hat sich von uns verabschiedet und sitzt nun schon im Flieger zurück nach Vancouver. Mein Kollege Markus Knüpp ist bereits gestern Abend zu unserem &quot;Pub-Crawl&quot; dazugekommen. Zu zweit wollen wir ab heute im Kanu den Yukon River unsicher machen. Im Grunde haben wir uns tatsächlich etwas besonderes vorgenommen - wir möchten das in meinen Augen perfekte Yukon-River-Package testen. Sehr lange habe ich recherchiert, bin unzählige Kunden-Feedbacks durchgegangen. Immer wieder hatte man herausgehört, dass der Yukon River ein absoluter Traum ist für Outdoor-Enthusiasten. Aber es gab halt auch immer wieder negative Töne. Von &quot;zu lang&quot; und &quot;teilweise unspektakulär&quot; bis hin zu &quot;langweilig&quot;. Wie bekommt man das jetzt zusammen? Wie gesagt - ich habe lange recherchiert und überlegt. Und ich glaube nun, eine echt gute Lösung gefunden zu haben. Quod erat demonstarndum - dafür treten Markus und ich jetzt an. Das Motto heißt: &quot;Purer Wildnisgenuss - möglichst ohne Kompromisse!&quot;. Auf geht&#039;s!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tja, zunächst werde ich einmal mehr in meiner Theorie bestätigt, dass Whitehorse deiner er genialsten Outdoor-Hubs überhaupt ist. &quot;Whitehorse - The Outdoor Hub&quot; - ich sollte mir diesen Slogan wirklich patentieren lassen! Und so sieht das dann aus: Gerade noch im Hotel - und am Vortag erst von einer völlig anderen Wildniswoche zurückgekehrt - stehen wir binnen weniger Minuten an einer der Floatplane Bases am Schwatka Lake. Der Outdoor-Hub Whitehorse dreht uns in eine völlig neue Wildnis-Richtung - binnen Minuten. Ohne Anreise und Zeitverlust! Gerd von Alpine Aviation heißt uns willkommen. Der Buschpilot zurrt gerade noch unser Kanu an einem der Floats des am Dock vertäuten Wasserflugzeugs fest und überdeckt es mit einer Plane. Dann laden wir unser Gepäck ein. Gerd ist amüsiert. Er meint, wir hätten ein paar Dosen Bier zu viel dabei. (Ein Irrtum seinerseits, wie sich später herausstellen soll. Aber das ist eine andere Geschichte...). Tja, und dann geht es los.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wetter ist super - schön aber nicht zu heiß und der Start mit dem Wasserflugzeug vom Schwatke Lake aus ist spektakulär! Eine Schleife über Whitehorse und dann über den Yukon River. Nur kurz, denn dann speist der Fluss den herrlich zu uns hinaufschimmernden Lake Laberge. Kein Zivilisationszeichen mehr. Binnen weniger Minuten ist man in der absoluten Wildnis. Kann man nicht direkt in Whitehorse oder etwas später einsetzen und den Lake Laberge durchpaddeln? Klar, kann man. Und genau das machen auch die allermeisten. Doch genau das wollen wir nicht. Denn viele der Negativkommentare unserer Kunden bezogen sich auf diesen See. Zwar ist es ein wunderschöner Wildnissee - da sind sich alle einig - doch muss er wohl aufgrund der Länge der Strecke durch quasi stehendes Gewässer bis zum Wiederaustritt des Yukon River sehr zeitraubend sein. Und dann kommt eine latente Wind- und Wetteranfälligkeit hinzu, die schon so manchem Kanuten in seiner Zeitplanung zum Verhängnis wurde. Man stelle sich vor, man kommt am ersten Tag vielleicht ohnehin schon später los, erreicht den See und hat dann Pech mit dem Wetter. Und Wind und Wellen gegen sich. Womöglich für mehrere Tage. Was das bedeutet, ist sonnenklar: Die verlorene Zeit muss auf dem Fluss wieder gutgemacht werden, was zu unnötig langen - und vor allem erzwungen langen - Paddeltagen führt. Dem Genuss sicherlich abträglich, um es mal vorsichtig zu formulieren. Ergo, ein zu großes Risiko für uns, denn wir wollen ja das perfekte Wochenpackage auf dem Yukon erleben. Die Lösung: Man lässt sich mit dem Wasserflug direkt am Austritt des Yukon aus dem Lake Laberge absetzen, lässt somit den See aus und konzentriert sich ganz auf den Fluss. Und den Lake Laberge sieht man von oben - auch ein wunderschönes Erlebnis, wie ich nun jedem versichern kann! Gerade einmal etwa zwanzig Minuten nach dem Start landen wir genau an dieser beschriebenen Stelle. Super! Dieser Teil des Plans ist schon mal aufgegangen. Habe die Landung für Euch mit dem iPhone aufgenommen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id=&quot;fb-root&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;script&gt;(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = &quot;//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v2.3&quot;;  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, &#039;script&#039;, &#039;facebook-jssdk&#039;));&lt;/script&gt;&lt;div class=&quot;fb-video&quot; data-allowfullscreen=&quot;1&quot; data-href=&quot;/sktouristik/videos/vb.138431846167227/1002759189734484/?type=1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;fb-xfbml-parse-ignore&quot;&gt;&lt;blockquote cite=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1002759189734484/&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1002759189734484/&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 1 (Tag 8 des Gesamttrips - fange jetzt auf dem Fluss wieder bei 1 an)Auf in die zweite Wildniswoche! Die Nacht war kurz - die Pubs in Whitehorse einfach zu einladend - das Yukon Gold einfach zu süffig! Andy hat sich von uns verabschiedet und sitzt nun schon im Flieger zurück nach Vancouver. Mein Kollege Markus Knüpp ist bereits gestern abend zu unserem &amp;quot;Pub-Crawl&amp;quot; dazugekommen. Zu zweit wollen wir ab heute im Kanu den Yukon River unsicher machen. Im Grunde haben wir uns tatsächlich etwas besonderes vorgenommen - wir möchten das in meinen Augen perfekte Yukon-River-Package testen. Sehr lange habe ich recherchiert, bin unzählige Kunden-Feedbacks durchgegangen. Immer wieder hatte man herausgehört, dass der Yukon River ein absoluter Traum ist für Outdoor-Enthusiasten. Aber es gab halt auch immer wieder negative Töne. Von &amp;quot;zu lang&amp;quot; und &amp;quot;teilweise unspektakulär&amp;quot; bis hin zu &amp;quot;langweilig&amp;quot;. Wie bekommt man das jetzt zusammen? Wie gesagt - ich habe lange recherchiert und überlegt. Und ich glaube nun, eine echt gute Lösung gefunden zu haben. Quod erat demonstarndum - dafür treten Markus und ich jetzt an. Das Motto heißt: &amp;quot;Purer Wildnisgenuss - möglichst ohne Kompromisse!&amp;quot;. Auf geht&amp;#039;s!Tja, zunächst werde ich einmal mehr in meiner Theorie bestätigt, dass Whitehorse deiner er genialsten Outdoor-Hubs überhaupt ist. &amp;quot;Whitehorse - The Outdoor Hub&amp;quot; - ich sollte mir diesen Slogan wirklich patentieren lassen! Und so sieht das dann aus: Gerade noch im Hotel - und am Vortag erst von einer völlig anderen Wildniswoche zurückgekehrt - stehen wir binnen weniger Minuten an einer der Floatplane Bases am Schwatka Lake. Der Outdoor-Hub Whitehorse dreht uns in eine völlig neue Wildnis-Richtung - binnen Minuten. Ohne Anreise und Zeitverlust! Gerd von Alpine Aviation heißt uns willkommen. Der Buschpilot zurrt gerade noch unser Kanu an einem der Floats des am Dock vertäuten Wasserflugzeugs fest und überdeckt es mit einer Plane. Dann laden wir unser Gepäck ein. Gerd ist amüsiert. Er meint, wir hätten  ein paar Dosen Bier zu viel dabei. (Ein Irrtum seinerseits, wie sich später herausstellen soll. Aber das ist eine andere Geschichte...). Tja, und dann geht es los.Das Wetter ist super - schön aber nicht zu heiß  und der Start mit dem Wasserflugzeug vom Schwatke Lake aus ist spektakulär! Eine Schleife über Whitehorse und dann über den Yukon River. Nur kurz, denn dann speist der Fluss den herrlich zu uns hinaufschimmernden Lake Laberge. Kein Zivilisationszeichen mehr. Binnen weniger Minuten ist man in der absoluten Wildnis. Kann man nicht direkt in Whitehorse oder etwas später einsetzen und den Lake Laberge durchpaddeln? Klar, kann man. Und genau das machen auch die allermeisten. Doch genau das wollen wir nicht. Denn viele der Negativkommentare unserer Kunden bezogen sich auf diesen See. Zwar ist es ein wunderschöner Wildnissee - da sind sich alle einig - doch muss er wohl aufgrund der Länge der Strecke durch quasi stehendes Gewässer bis zum Wiederaustritt des Yukon River sehr zeitraubend sein. Und dann kommt eine latente Wind- und Wetteranfälligkeit hinzu, die schon so manchem Kanuten in seiner Zeitplanung zum Verhängnis wurde. Man stelle sich vor, man kommt am ersten Tag vielleicht ohnehin schon später los, erreicht den See und hat dann Pech mit dem Wetter. Und Wind und Wellen gegen sich. Womöglich für mehrere Tage. Was das bedeutet, ist sonnenklar: Die verlorene Zeit muss auf dem Fluss wieder gutgemacht werden, was zu unnötig langen - und vor allem erzwungen langen - Paddeltagen führt. Dem Genuss sicherlich abträglich, um es mal vorsichtig zu formulieren. Ergo, ein zu großes Risiko für uns, denn wir wollen ja das perfekte Wochenpackage auf dem Yukon erleben. Die Lösung: Man lässt sich mit dem Wasserflug direkt am Austritt des Yukon aus dem Lake Laberge absetzen, lässt somit den See aus und konzentriert sich ganz auf den Fluss. Und den Lake Laberge sieht man von oben - auch ein wunderschönes Erlebnis, wie ich nun jedem versichern kann! Gerade einmal etwa zwanzig Minuten nach dem Start landen wir genau an dieser beschriebenen Stelle. Super! Dieser Teil des Plans ist schon mal aufgegangen. Habe die Landung für Euch mit dem iPhone aufgenommen... [Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp;amp; USA&lt;/a&gt; on Donnerstag, 13. August 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 1 (Fortsetzung)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tja, gelandet in der Wildnis. Am Auslass des Yukon River aus dem Lake Laberge. Kein Mensch weit und breit. Nur Markus, unser Pilot Gerd und ich. Und das Kanu und unser Wasserflugzeug. Irgendwie ein komisches Gefühl. Aber ein gutes Gefühl. Klar, die Wildnis und ihre Einsamkeit beeindruckt, aber es überwiegt die Freude. Die Vorfreude. Mich überkommt ein regelrechter Drang, jetzt endlich loszupaddeln. Rauf auf den Fluss. Hinein in die Wildnis! Markus geht es genauso. Dementsprechend schnell sind wir beim Entladen des Wasserflugzeugs. Noch einmal schmunzelt Gerd über unsere Biervorräte. Uns beschleicht das Gefühl, dass er vielleicht Recht haben könnte und wir schenken ihm ein Case unseres guten Molson Canadian. Vor allem aber auch als Dankeschön für diesen tollen Flug hierhin. (Klar, später wird sich herausstellen, dass uns genau dieses eine Sixpack am letzten Tag der Kanutour fehlen wird - aber so ist es halt...).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann wünscht uns Gerd viel Spaß auf dem Fluss und bereitet sein Flugzeug zum Start vor. Aber der Motor startet nicht, Nicht beim ersten Mal. Nicht beim zweiten Mal. Und auch nicht beim dritten Mal. &quot;Jetzt habe ich maximal noch einmal - dann ist die Batterie platt.&quot; hören wir Gerd fluchen. Er ist gebürtiger Schwabe - es hört sich also eindrucksvoll an. Einige &quot;Füllworte&quot; habe ich weggelassen. Doch der letzte Versuch sitzt. Langsam tuckert er den Fluss hinunter, um die Maschine aufzuwärmen und dann gegen die Strömung wieder in Richtung Whitehorse zu starten, Markus sitzt neben dem Kanu und beobachtet das Treiben. Irgendwie ein prägnantes, vielsagendes Bild, denke ich, und mache spontan ein kurzes Video. Denn plötzlich heißt es nicht mehr &quot;gelandet in der Wildnis&quot; sondern &quot;ausgesetzt in der Wildnis&quot;. Es gibt nur noch uns beide, das Kanu und den Fluss. Aber genauso wollten wir es ja. Jetzt kann es also endlich so richtig losgehen. Vom Ausfluss aus dem Lake Laberge bis Carmacks - das ist unser Programm für die nächsten Tage auf dem Yukon River. Und wenn ich so den Fluss hinunterblicke, dann freue ich mich. So richtig. Das ist genau mein Ding- Und für Markus gilt das gleiche - das weiß ich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id=&quot;fb-root&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;script&gt;(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = &quot;//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v2.3&quot;;  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, &#039;script&#039;, &#039;facebook-jssdk&#039;));&lt;/script&gt;&lt;div class=&quot;fb-video&quot; data-allowfullscreen=&quot;1&quot; data-href=&quot;/sktouristik/videos/vb.138431846167227/1003205046356565/?type=1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;fb-xfbml-parse-ignore&quot;&gt;&lt;blockquote cite=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1003205046356565/&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1003205046356565/&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 1 (Fortsetzung)Tja, gelandet in der Wildnis. Am Auslass des Yukon River aus dem Lake Laberge. Kein Mensch weit und breit. Nur Markus, unser Pilot Gerd und ich. Und das Kanu und unser Wasserflugzeug. Irgendwie ein komisches Gefühl. Aber ein gutes Gefühl. Klar, die Wildnis und ihre Einsamkeit beeindruckt, aber es überwiegt die Freude. Die Vorfreude. Mich überkommt ein regelrechter Drang, jetzt endlich loszupaddeln. Rauf auf den Fluss. Hinein in die Wildnis! Markus geht es genauso. Dementsprechend schnell sind wir beim Entladen des Wasserflugzeugs. Noch einmal schmunzelt Gerd über unsere Biervorräte. Uns beschleicht das Gefühl, dass er vielleicht Recht haben könnte und wir schenken ihm ein Case unseres guten Molson Canadian. Vor allem aber auch als Dankeschön für diesen tollen Flug hierhin. (Klar, später wird sich herausstellen, dass uns genau dieses eine Sixpack am letzten Tag der Kanutour fehlen wird - aber so ist es halt...).Und dann wünscht uns Gerd viel Spaß auf dem Fluss und bereitet sein Flugzeug zum Start vor. Aber der Motor startet nicht, Nicht beim ersten Mal. Nicht beim zweiten Mal. Und auch nicht beim dritten Mal. &amp;quot;Jetzt habe ich maximal noch einmal - dann ist die Batterie platt.&amp;quot; hören wir Gerd fluchen. Er ist gebürtiger Schwabe - es hört sich also eindrucksvoll an. Einige &amp;quot;Füllworte&amp;quot; habe ich weggelassen. Doch der letzte Versuch sitzt. Langsam tuckert er den Fluss hinunter, um die Maschine aufzuwärmen und dann gegen die Strömung wieder in Richtung Whitehorse zu starten, Markus sitzt neben dem Kanu und beobachtet das Treiben. Irgendwie ein prägnantes, vielsagendes Bild, denke ich, und mache spontan ein kurzes Video. Denn plötzlich heißt es nicht mehr &amp;quot;gelandet in der Wildnis&amp;quot; sondern &amp;quot;ausgesetzt in der Wildnis&amp;quot;. Es gibt nur noch uns beide, das Kanu und den Fluss. Aber genauso wollten wir es ja. Jetzt kann es also endloch so richtig losgehen. Vom Ausfluss aus dem Lake Laberge bis Carmacks - das ist unser Programm für die nächsten Tage auf dem Yukon River. Und wenn ich so den Fluss hinunterblicke, dann freue ich mich. So richtig. Das ist genau mein Ding- Und für Markus gilt das gleiche - das weiß ich. [Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp;amp; USA&lt;/a&gt; on Freitag, 14. August 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 1 (Fortsetzung)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Kanu ist gepackt. Ging schnell - wir haben ja schon früher Kanutouren in Westkanada geguided - da weiß man genau, wo am besten welche Kisten und Gewichte zu verstauen sind. Und das Finetuning macht man eh erst am zweiten Tag, wenn man genau gesehen hat, wie die Lage des Kanus im Wasser evtl. noch optimiert werden kann. Ist wie Fahrradfahren - sowas verlernt man nicht. Und dann geht es los. Super-Wetter. Herrliches, kristallklares Flusswasser und Stille. Die besten Zutaten für gelungene Anfangseuphorie. Ja, das beschreibt es am besten: Wir sind euphorisch. Es ist so herrlich, wieder im Kanu auf dem Fluss zu sein. Der Yukon hat eine perfekte Fließgeschwindigkeit. Man kommt ordentlich voran, wenn man will und paddelt. Und auch, wenn man gar nichts tut, geht&#039;s gut voran. Für heute Abend haben wir ein &quot;Sicherheits-Steak&quot; dabei, würden aber lieber Fisch essen. Also beide Angeln raus, aber es tut sich nichts. Sollte der Yukon etwa doch nicht so fischreich sein? Ich peile einen Geröllhang an. Geröll und Steine im Wasser sorgen für klares Wasser, das die Forellen lieben. Und so eine Polaräsche ist je schließlich auch forellenartig. Also kurz angelandet, am Ufer eine geeignete Stelle ausgesucht und los geht&#039;s. Es dauert keine 5 Minuten und es zappelt an der Leine. Dann nochmal. Und nochmal. OK, unser Fisch-Dinner ist gerettet! Wir paddeln weiter und meistern die ersten Stromschnellen. Naja, sagen wir mal besser etwas bewegteres Wasser. Nichts bedrohliches - nur so, dass man ein bisschen aufpassen muss und es richtig Spaß macht. Oops - und da zappelt es auch schon wieder an der Angelleine! Jetzt klappt&#039;s auch aus dem Kanu heraus. Es ist heiß geworden. Der Fahrtwind auf dem Fluss tut gut. Wir sind immer noch ganz allein. und sehen herrliche Landschaften am Ufer. An einer Insel beschließen wir spontan anzuhalten. Fisch schmeckt doch immer noch am besten, wenn er ganz frisch ist. Und zum Dinner werden wir ja dann wohl später noch ein paar Fische fangen. Schnell ein bisschen Treibholz gesucht, ein Feuer gemacht und die gusseiserne Pfanne drauf. Hhmmm - herrlich! Was für eine super-Mittagspause. Während wir noch faul in der Sonne sitzen, passieren uns die ersten Menschen. Ein Pärchen im Kanu und sie legen sich mächtig in die Riemen. Haben kaum Zeit zu uns rüberzuwinken, was ja eigentlich ein ungeschriebenes Gesetz auf dem Fluss ist. Naja, wer weiß, wo die heute noch hinmüssen und wie viel Zeit sie womöglich vorher auf dem Lake Laberge verloren haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Mittag weiter auf dem Yukon. Nach wie vor ein Traum. Doch plötzlich schlägt das Wetter um. Es grollt hinter uns und wird dunkel. Das Gewitter kommt so schnell, dass wir ihm trotz schneller Strömung und Paddeln nicht davonfahren können. Und Gewitter, Kanu und Fluss sind keine gute Kombination. Also wieder ran ans Ufer. Die ersten ernstzunehmenden Regentropfen sind schon gefallen. Kanu auf den Kies gezogen. Regenjacke an. Tja, und warten.... &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id=&quot;fb-root&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;script&gt;(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = &quot;//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v2.3&quot;;  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, &#039;script&#039;, &#039;facebook-jssdk&#039;));&lt;/script&gt;&lt;div class=&quot;fb-video&quot; data-allowfullscreen=&quot;1&quot; data-href=&quot;/sktouristik/videos/vb.138431846167227/1004032432940493/?type=1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;fb-xfbml-parse-ignore&quot;&gt;&lt;blockquote cite=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1004032432940493/&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1004032432940493/&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 1 (Fortsetzung)Das Kanu ist gepackt. Ging schnell - wir haben ja schon früher Kanutouren in Westkanada geguided - da weiß man genau, wo am besten welche Kisten und Gewichte zu verstauen sind. Und das Finetuning macht man eh erst am zweiten Tag, wenn man genau gesehen hat, wie die Lage des Kanus im Wasser evtl. noch optimiert werden kann. Ist wie Fahrradfahren - sowas verlernt man nicht. Und dann geht es los. Super-Wetter. Herrliches, kristallklares Flusswasser und Stille. Die besten Zutaten für gelungene Anfangseuphorie. Ja, das beschreibt es am besten: Wir sind euphorisch. Es ist so herrlich, wieder im Kanu auf dem Fluss zu sein. Der Yukon hat eine perfekte Fließgeschwindigkeit. Man kommt ordnetlich voran, wenn man will und paddelt. Und auch, wenn man gar nichts tut, geht&amp;#039;s gut voran. Für heute abend haben wir ein &amp;quot;Sicherheits-Steak&amp;quot; dabei, würden aber lieber Fisch essen. Also beide Angeln raus, aber es tut sich nichts. Sollte der Yukon etwa doch nicht so fischreich sein? Ich peile einen Geröllhang an. Geröll und Steine im Wasser sorgen für klares Wasser, das die Forellen lieben. Und so eine Polaräsche ist je schließlich auch forellenartig. Also kurz angelandet, am Ufer eine geeignete Stelle ausgesucht und los geht&amp;#039;s. Es dauert keine 5 Minuten und es zappelt an der Leine. Dann nochmal. Und nochmal. OK, unser Fisch-Dinner ist gerettet! Wir paddeln weiter und meistern die ersten Stromschnellen. Naja, sagen wir mal besser etwas bewegteres Wasser. Nichts bedrohliches - nur so, dass man ein bisschen aufpassen muss und es richtig Spaß macht. Oops - und da zappelt es auch schon wieder an der Angelleine! Jetzt klappt&amp;#039;s auch aus dem Kanu heraus. Es ist heiß geworden. Der Fahrtwind auf dem Fluss tut gut. Wir sind immer noch ganz allein. und sehen herrliche Landschaften am Ufer. An einser Insel beschließen wir spontan anzuhalten. Fisch schmeckt doch immer noch am besten, wenn er ganz frisch ist. Und zum Dinner werden wir ja dann wohl später noch ein paar Fische fangen. Schnell ein bisschen Treibholz gesucht, ein Feuer gemacht und die gußeiserne Pfanne drauf. Hhmmm - herrlich! Was für eine super-Mittagspause. Während wir noch faul in der Sonne sitzen, passieren uns die ersten Menschen. Ein Päärchen im Kanu und sie legen sich mächtig in die Riemen. Haben kaum Zeit zu uns rüberzuwinken, was ja eigentlich ein ungeschriebenes Gesetz auf dem Fluss ist. Naja, wer weiß, wo die heute noch hinmüssen und wieviel Zeit sie womöglich vorher auf dem Lake Laberge verloren haben.Nach dem Mittag weiter auf dem Yukon. Nach wie vor ein Traum. Doch plötzlich schlägt das Wetter um. Es grollt hinter uns und wird dunkel. Das Gewitter kommt so schnell, dass wir ihm trotz schneller Strömung und Paddeln nicht davonfahren können. Und Gewitter, Kanu und Fluss sind keine gute Kombination. Also wieder ran ans Ufer. Die ersten ernstzunehmenden Regentropfen sind schon gefallen. Kanu auf den Kies gezogen. Regenjacke an. Tja, und warten.... [Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp;amp; USA&lt;/a&gt; on Sonntag, 16. August 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 1 (Fortsetzung)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gewitter ist überstanden und wir paddeln weiter den Yukon hinunter. Also, so richtig aktiv sind wir eigentlich nicht. Es ist einfach zu schön - auch gerade diese Stimmung nach dem Gewitter. Die Luft ist frisch - wenn sie überhaupt frischer als vorher sein kann - und alles sieht so satt aus. Satt grün die Bewaldung am Ufer und satt blau bis türkis das herrliche Flusswasser. Wir haben ja kein Wasser. Die erste Pausenbierdose wurde direkt zum Schöpfbecher umfunktioniert. Und wenn wir Durst haben, tauchen wir nur eine Hand mit der Dose neben dem Kanu ins Wasser und trinken das Wasser direkt aus dem Fluss. Kühl und lecker. Definitiv besser als Mineralwasser in Flaschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch das Angelglück ist uns weiterhin hold. Auch zum Abendessen werden vier schöne Polareschen in unsere Pfanne springen. Tja, was soll ich sagen - es ist schon ein Traum. Da stört es auch nicht nachhaltig, dass uns neue Regenwolken einholen. Allerdings als die ersten Tropfen fallen, beschließen wir, es für heute gut sein zu lassen und am Ufer ein Camp zu suchen. Auf unserer Flusskarte sind an einer Stelle, die vor uns liegt, handschriftlich die Worte &quot;good camp&quot; eingetragen. Hier landen wir an - und sind überrascht. Es handelt sich um ein grob eingerichtetes Camp. Mir fällt gerade keine bessere Formulierung ein. Die Kanadier nennen das semi-developed. Es gibt zwei Toilettenhäuschen und man kann Feuerstellen erkennen - teilweise sogar richtige Eisenringe mit Rost. Und noch wichtiger: Es gibt Campingtische - das ist dann schon ein Stück weit Komfort in der Wildnis. Denn Wildnis ist es immer noch - wir sind nach wie vor ganz allein und sollen es heute Abend auch bleiben. Es sieht nach stärkerem Regen aus. Schnell bauen wir die Zelte auf, bevor es losprasselt. Nicht dramatisch. Und es hört auch genau so auf, dass wir uns ans gemütliche Dinner machen können. Feuer an, Pfanne drauf und Butter bei die Fische - im wahrsten Sinne des Wortes. Lecker. Sogar die Sonne kommt noch ansatzweise heraus, so dass wir noch schnell alles Nasse in die Zweige der umstehenden Bäume hängen. Ein Schöner Abend. Wir genießen. Doch irgendwann sind wir beide erschöpft. Komisch, gefühlt hat man doch gar nicht viel gemacht, denke ich. Aber der lange Tag, die frische Luft und die Sonne verlangen ihren Tribut und wir kriechen in unsere Zelte. Ach, auch mal wieder schön so eine Nacht im Zelt. Mit dem Gurgeln des Flusses und all den Geräuschen. Irgendwo auch ein leises Grollen. Donner? Gewitter? Nein, das wird wohl noch das von vorhin sein, das irgendwo vor uns noch ausklingt. Denke ich noch so und schlafe ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 2&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ordentlich gescheppert hat es in der Nacht. Ein neues Gewitter ist über uns hinweggezogen und es hat mächtig auf die Zeltplane geprasselt. An Schlaf war da teilweise nicht mehr zu denken. Eine interessante Erfahrung, denn trotz Gewitter war es auch mitten in der Nacht noch so hell, dass man durch die Zeltplane noch Umrisse wie die sich biegenden Zweige der Bäume gut erkennen konnte. Naja, das Zelt hat dichtgehalten. Die Sachen in den Baumzweigen werden alle nass bzw. heruntergefallen und nass sein. Und natürlich ist auch die ganze Bodenvegetation des lichten Waldes nass. Aber die Sonne scheint, das gute Wetter ist zurück! Ich pelle mich aus meinem Zelt und blicke mich um. Satte, feuchte Farben, frische Luft - aber ich glaube ich wiederhole mich... Der Fluss sieht toll aus. Freue mich schon darauf, gleich wieder mit dem Kanu loszugleiten. Ich registriere eine Bewegung im Augenwinkel. Hinten an den Toilettenhäuschen. Kann aber nichts sehen. Naja, ich wollte den Häuschen sowieso mal einen Besuch abstatten - dann kann ich ja noch mal schauen. Als ich die etwa hundert Meter durch den Wald gelaufen bin, staune ich nicht schlecht. Eine Elchkuh ist uns besuchen gekommen. Friedlich grast sie zwischen den Toilettenhäuschen. Friedlich? Nicht wirklich, sie scheint nervös. Sie schaut mich ab und zu an, aber irgendwie scheine ich nicht der Grund ihrer Nervosität zu sein. Ständig klappt sie die Ohren in die mir entgegengesetzte Richtung. Und dann höre auch ich noch ein Ästeknacken, das genau aus dieser Richtung kommt. Aber ich kann nichts sehen. Bin natürlich inzwischen leise und vorsichtig zurück zum Zelt gelaufen, um die Kamera zu holen. Die Elchkuh posiert prächtig für mich. Finde auch die Einstellung mit den Toilettenhäuschen irgendwie witzig. Vorsichtig und gedämpft rufe ich Markus, der wenig später auch mit der Kamera bewaffnet neben mir steht. Die Elchkuh ist inzwischen ein Stück gewandert und Markus erkennt den Grund ihrer Nervosität: sie führt ein Jungtier. Das war so gut in der halbhohen Busch- und Strauchvegetation des lichten Waldes versteckt gewesen, dass es mir gar nicht aufgefallen ist. Leider ist mir somit auch kein Foto von dem Kleinen gelungen. Puuhhh, hätte ich das gewusst, wäre ich wohl nicht so nah herangegangen. Es gibt eigentlich in der kanadischen Wildnis nicht viel, vor dem ich mehr Respekt habe, als eine Elchkuh, die ein Jungtier führt! Naja, ist ja alles gut gegangen. Wir lassen den Elch in Ruhe und gehen zurück zum Camp. Um alles, was nachts draußen nass geworden ist, in die wärmenden Sonnenstrahlen zu hängen. Und natürlich, um das Campfeuer anzuzünden und ein zünftiges Kanutenfrühstück zu zaubern. Bacon and Eggs. Yummie! Der Tag auf dem Fluss kann kommen! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 2 (Fortsetzung)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Frühstück hat gut getan. Voller Tatendrang bauen wir das Camp ab. Alles ist wieder trocken. Auch die Zelte können wir trocken wieder einpacken. Jeder Camper weiß, wie viel das wert ist! Das Feuer ist aus und das Kanu ist gepackt. Leichte Änderungen haben wir bei der Gewichtsverteilung vorgenommen - jetzt sollte unser Boot noch besser (gerader) im Wasser liegen. Es kann losgehen. Doch nicht, bevor wir für Euch nicht noch einen letzten Rundblick über unser Camp der letzten Nacht schweifen lassen. Ich mache den iPhone-Schwenk und Markus dokumentiert&#039;s für Euch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id=&quot;fb-root&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;script&gt;(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = &quot;//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v2.3&quot;;  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, &#039;script&#039;, &#039;facebook-jssdk&#039;));&lt;/script&gt;&lt;div class=&quot;fb-video&quot; data-allowfullscreen=&quot;1&quot; data-href=&quot;/sktouristik/videos/vb.138431846167227/1005351806141889/?type=1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;fb-xfbml-parse-ignore&quot;&gt;&lt;blockquote cite=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1005351806141889/&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1005351806141889/&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 2 (Fortsetzung)Das Frühstück hat gut getan. Voller Tatendrang bauen wir das Camp ab. Alles ist wieder trocken. Auch die Zelte können wir trocken wieder einpacken. Jeder Camper weiß, wieviel das wert ist! Das Feuer ist aus und das Kanu ist gepackt. Leichte Änderungen haben wir bei der Gewichtverteilung vorgenommen - jetzt sollte unser Boot noch besser (gerader) im Wasser liegen. Es kann losgehen. Doch nicht, bevor wir für Euch nicht noch einen letzten Rundblick über unser Camp der letzten Nacht schweifen lassen. Ich mache den iPhone-Schwenk und Markus dokumentiert&amp;#039;s für Euch. [Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp;amp; USA&lt;/a&gt; on Dienstag, 18. August 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 2 (Fortsetzung)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür, dass wir uns ein so zünftiges Frühstück gegönnt haben, sind wir eigentlich doch recht zeitig losgekommen. Aber im Laufe des Tages wird das Wort &quot;zeitig&quot; relativ. Also im Prinzip unbedeutend. Zeitig wofür? Uns ist es ja völlig egal, wie weit wir heute kommen. Wir haben überhaupt keinen Zeitdruck. Halten dort, wo es uns Spaß macht, beobachten Tiere oder trinken ein kühles Pausenbier. Ja, kühl, trotz der Hitze - die Sonne brennt inzwischen auf uns herab. Der Trick: Aus einem Sixpack eine Dose herausnehmen - besser sogar zwei, nämlich zwei diagonal gegenüberliegende und das restliche Bündel mit dem Kanutau umwickelt und festgebunden und hinein in die kühlen Fluten. Das &quot;Yukon-Fourpack&quot; gleitet an der Wasseroberfläche hinter dem Kanu her. Wenn man mal nicht paddelt, wird man auch gelegentlich mal von seinem eigenen Bier überholt... Witzig. Immer mal wieder haben wir angehalten, um uns auch an Land umzusehen oder an der ein oder anderen vielversprechenden Stelle ein bisschen zu angeln. Wirklich nur ein bisschen, denn auch heute ist uns das Anglerglück hold. Irgendwann passieren wir den Zufluss des Teslin River. Der Yukon wird breiter und das Wasser scheint nicht mehr ganz so klar zu sein. Eine gute Landmark, finden wir, um zur &quot;Mittagspause&quot; an Land zu gehen. Wir haben Geschmack gefunden an den ganz, ganz fangfrischen Polaräschen! Am Ufer stellen wir dann fest, dass wir unsere Mittagspause heute um halb sieben abends beginnen. Tja, so ist das halt. Herrlich, im Grunde... Was kümmert uns in einem solchen Wildnisabenteuer die Zeit?!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id=&quot;fb-root&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;script&gt;(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = &quot;//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v2.3&quot;;  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, &#039;script&#039;, &#039;facebook-jssdk&#039;));&lt;/script&gt;&lt;div class=&quot;fb-video&quot; data-allowfullscreen=&quot;1&quot; data-href=&quot;/sktouristik/videos/vb.138431846167227/1005736049436798/?type=1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;fb-xfbml-parse-ignore&quot;&gt;&lt;blockquote cite=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1005736049436798/&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1005736049436798/&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 2 (Fortsetzung)Dafür, dass wir uns ein so zünftiges Frühstück gegönnt haben, sind wir eigentlich doch recht zeitig losgekommen. Aber im Laufe des Tages wird das Wort &amp;quot;zeitig&amp;quot; relativ. Also im Prinzip unbedeutend. Zeitig wofür? Uns ist es ja völlig egal, wie weit wir heute kommen. Wir haben überhaupt keinen Zeitdruck. Halten dort, wo es uns Spaß macht, beobachten Tiere oder trinken ein kühles Pausenbier. Ja, kühl, trotz der Hitze - die Sonne brennt inzwischen auf uns herab. Der Trick: Aus einem Sixpack eine Dose herausnehmen - besser sogar zwei, nämllich zwei diagonal gegenüberliegende und das restliche Bündel mit dem Kanutau umwickelt und festgebunden und hinein in die kühlen Fluten. Das &amp;quot;Yukon-Fourpack&amp;quot; gleitet an der Wasseroberfläche hinter dem Kanu her. Wenn man mal nicht paddelt, wird man auch gelegentlich mal von seinem eigenen Bier überholt... Witzig. Immer mal wieder haben wir angehalten, um uns auch an Land umzusehen oder an der ein oder anderen vielversprechenden Stelle ein bisschen zu angeln. Wirklich nur ein bisschen, denn auch heute ist uns das Anglerglück hold. Irgendwann passierien wir den Zufluss des Teslin River. Der Yukon wird breiter und das Wasser scheint nicht mehr ganz so klar zu sein. Eine gute Landmark, finden wir, um zur &amp;quot;Mittagspause&amp;quot; an Land zu gehen. Wir haben Geschmack gefunden an den ganz, ganz fangfrischen Polaräschen! Am Ufer stellen wir dann fest, dass wir unsere Mittagspause heute um halb sieben abends beginnen. Tja, so ist das halt. Herrlich, im Grunde... Was kümmert uns in einem solchen Wildnisabenteuer die Zeit?! [Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp;amp; USA&lt;/a&gt; on Mittwoch, 19. August 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 2 (Fortsetzung)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein unendlich langer Tag auf dem Yukon River. Ein unglaublich schöner Tag auf dem Yukon River. Wir haben unser Zeitgefühl komplett verloren. Schon lange hätten wir uns ein Camp am Ufer suchen sollen. Aber wir haben einfach noch keine Lust. Es ist viel zu schön. Inzwischen bin ich überzeugt, dass wir mit dem Juni absolut den richtigen Monat für diese Kanutour gewählt haben. Die Mitternachtssonne als Phänomen ist ohnehin einmalig. Aber die Flexibilität, die sie einem auf so einer Wildnistour schenkt, ist einfach nur fantastisch. Ich weiß, ich laufe nun immer häufiger Gefahr, mich zu wiederholen. Aber was soll ich machen? Ich finde es gar nicht so einfach auszudrücken, wie egal einem die Zeit wird an einem Tag auf dem Fluss wie heute. Wir paddeln eigentlich schon lange nicht mehr. Lassen uns nur treiben und genießen die Szenerie. Wie gesagt - sie zieht an einem vorbei wie auf einer unendlichen Kinoleinwand. Und man kann den Blick einfach nicht abwenden. Man muss im Prinzip auch gar nicht reden. Tun wir auch nicht (gut, dass könnte auch so ein &quot;Männerding&quot; sein...). Einfach nur Gucken. Und Genießen. Und einem selbst zwischendurch immer wieder klarmachen, dass man selbst und höchstpersönlich gerade diesen Wildnistraum live erlebt. Und eben nicht auf einen Bildschirm schaut. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div id=&quot;fb-root&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;script&gt;(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = &quot;//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&amp;version=v2.3&quot;;  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, &#039;script&#039;, &#039;facebook-jssdk&#039;));&lt;/script&gt;&lt;div class=&quot;fb-video&quot; data-allowfullscreen=&quot;1&quot; data-href=&quot;/sktouristik/videos/vb.138431846167227/1006405196036550/?type=1&quot;&gt;&lt;div class=&quot;fb-xfbml-parse-ignore&quot;&gt;&lt;blockquote cite=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1006405196036550/&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik/videos/1006405196036550/&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;Zurück in die Wildnis: Rainers Yukon-Trip (Juni 2015) - Im Kanu auf dem Yukon River - Tag 2 (Fortsetzung)Ein unendlich langer Tag auf dem Yukon River. EIn unglaublich schöner Tag auf dem Yukon River. Wir haben unser Zeitgefühl komplett verloren. Schon lange hätten wir uns ein Camp am Ufer suchen sollen. Aber wir haben einfach noch keine Lust. Es ist viel zu schön. Inzwischen bin ich überzeugt, dass wir mit dem Juni absolut den richtigen Monat für diese Kanutur gewählt haben. Die Mitternachtssonne als Phänomen ist ohnehin einmalig. Aber die Flexibilität, die sie einem auf so einer Wildnistour schenkt, ist einfach nur fantastisch. Ich weiß, ich laufe nun immer häufiger Gefahr, mich zu wiederholen. Aber was soll ich machen? Ich finde es gar nicht so einfach auszudrücken, wie egal einem die Zeit wird an einem Tag auf dem Fluss wie heute. Wir paddeln eigentlich schon lange nicht mehr. Lassen uns nur treiben und genießen die Szenerie. Wie gesagt - sie zieht an einem vorbei wie auf einer unendlichen Kinoleinwand. Und man kann den Blick einfach nicht abwenden. Man muss im Prinzip auch gar nicht reden. Tun wir auch nicht (gut, dass könnte auch so ein &amp;quot;Männerding&amp;quot; sein...). Einfach nur Gucken. Und Genießen. Und einem selbst zwischendurch immer wieder klarmachen, dass man selbst und höchstpersönlich gerade diesen Wildnistraum live erlebt. Und eben nicht auf einen Bildschirm schaut. [Rainer]&lt;/p&gt;Posted by &lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/sktouristik&quot;&gt;SK Touristik - Kanada &amp;amp; USA&lt;/a&gt; on Donnerstag, 20. August 2015&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;</description>
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